Literaturverwaltung
Für die private Literaturverwaltung (LV) stehen inzwischen eine Vielzahl von Computerprogrammen (LVP) zur Verfügung.
Sie sollen beim Sammeln (1) und Organisieren (2) sowie beim wissenschaftlichen Publizieren (3) Unterstützung liefern. Angeboten werden LVP für Windows, MAC oder UNIX, für die lokale Anwendung, web-basiert, teamorientiert oder in Kombination verschiedener Funktionalitäten.
Die Hauptfunktionen der Literaturverwaltung in Citavi und Endnote:
(1) Die automatische Übernahme von Literatur in das eigene LVP erfolgt im Prinzip auf zwei Arten, über
- einen remote-Zugriff über die Z39.50-Schnittstelle in Verbindung mit einem Connection File:
Vorteil: Die Recherche wird aus dem eigenen LVP heraus ausgeführt.
Nachteil: Die Qualität von Z39.50-Schnittstelle, Connection File und Suchmaske bestimmen die Übernahme von Daten und können unter Umständen zu erheblichen Einschränkungen führen. - Direktexport, bei dem die Daten aus der Literaturdatenbank direkt in das eigene LVP übernommen werden. Hierfür wird die RIS-Schnittstelle, ein standardisiertes Dateiformat für die Literaturverwaltung und den Export bibliographischer Daten, genutzt.
Vorteil:Die RIS-Schnittstelle erlaubt eine standardisierte Datenübergabe.
Nachteil:Die Recherche muss aus der Literaturdatenbank erfolgen, deren Oberfläche kann sich ändern durch Software-Updates, Anbieterwechsel und erfordert Einarbeitungszeit.
(2) Das Literaturverwaltungssystem verwaltet die eigenen bibliographischen Informationen, Volltexte, Abstracts, Bilder, Grafiken und Tabellen, die mit Schlagworten sowie persönlichen Notizen versehen werden können.
(3) Anwender schätzen besonders den Komfort des automatischen Generierens des Literaturverzeichnisses, welches direkt beim Schreiben der Publikation erzeugt wird. Nachbearbeitungen und Umformatierungen lassen sich in einfacher Weise vornehmen.
Hier die besonderen Stärken von Citavi und EndNote:
Citavi
- verfügt neben der Literaturverwaltung auch über Funktionen wie Wissensmanagement und Aufgabenplanung
- setzt auf Einfachheit in der Handhabung und bietet außer den diversen Standardzitierformaten weitere generierbare Möglichkeiten zur Gestaltung komplizierter Zitierformen, was besonders den Geisteswissenschaftlern entgegen kommt
- Anwender schätzen unter anderem den Import über ISBN-Listen und den Citavi-Picker, der aus Texten unterschiedlicher Art Metadaten zu erzeugen vermag sowie
- die unkomplizierte Weitergabe der Daten in andere Strukturen (Exel, RIS,...)
EndNote
- besondere Flexibilität im Umgang mit den gesammelten Daten in der Datenbank und die Organisation in Gruppen und Untergruppen
- die große Menge an Ausgabeformaten/Zitierstilen (weit mehr als 3.700)
- bedient alle wesentlichen, besonders medizinische und naturwissenschaftliche, Verlagsprodukte (mit Ausrichtung auf den englischsprachigen Sektor)
- die Recherche-Maske erlaubt eine filigrane Suche in der Datenbank
- die Funktion der Volltextsuche für gewünschte Zitate wird durch den SFX-Server der eigenen Bibliothek ermöglicht
- mit EndNote Web, einer Komponente von EndNote, die auch seperat nutzbar ist, wird die Literaturarbeit von Arbeitsgruppen unterstützt
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