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Das Logo des internationalen Graduiertenkollegs "Grenzräume in der Ostseeregion – Der Wandel kultureller und mentaler Grenzen im Ostseeraum"
Das Logo des internationalen Graduiertenkollegs "Grenzräume in der Ostseeregion – Der Wandel kultureller und mentaler Grenzen im Ostseeraum"

Kulturen des Ostseeraums

Die transnationale und interdisziplinär ausgerichtete Erforschung des Ostseeraumes hat an der Universität Greifswald Tradition. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration der Wissenschaftskulturen in der Ostseeregion und perspektivisch für die Gestaltung des europäischen Forschungsraumes.

Mit „Kontaktzone Mare Balticum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum“ (GRK 619) wurde bereits im Jahr 2000 das erste interdisziplinäre geistes- und sozialwissenschaftliche Graduiertenkolleg der DFG in Mecklenburg-Vorpommern etabliert. Als Folgeprojekt ist seit 2009 das erste internationale Graduiertenkolleg an der Universität Greifswald beheimatet: „Grenzräume in der Ostseeregion – Der Wandel kultureller und mentaler Grenzen im Ostseeraum“ (GRK 1540) wird von den Universitäten Greifswald, Lund (Schweden) und Tartu (Estland) getragen.

In Greifswald sind die Fächer Geschichtswissenschaften, Baltische und Slawische Philologien, Psychologie, Politikwissenschaften und Systematische Theologie beteiligt. Sie werden in Lund und Tartu von den Disziplinen Ethnologie, Geographie und Kommunikationswissenschaft ergänzt. Im Rahmen des Internationalen Graduiertenkollegs findet eine gemeinsame Doktorandenausbildung von ca. 20 Doktoranden und fünf Postdoktoranden in Greifswald, Lund und Tartu statt.

Der binationale Studiengang „Baltische Regionalstudien“/Baltijos regiono studijos“ ist der einzige Masterstudiengang für Baltistik in ganz Deutschland. Studienort des zweijährigen Studiums (neben Greifswald) ist unsere Partneruniversität Vilnius in Litauen. Die Greifswalder Universitätsbibliothek ist Koordinator des von der DFG geförderten Projektes „vifanord – die Virtuelle Fachbibliothek Nordeuropa und Ostseeraum“ in Zusammenarbeit mit den Universitätsbibliotheken in Göttingen und Kiel sowie weiteren Partnereinrichtungen im In- und Ausland.

Unsere Aktivitäten beschränken sich jedoch nicht auf diese – im weitesten Sinne kulturwissenschaftlichen – Beispiele. Es bestehen Wissenschaftskontakte nahezu aller Disziplinen zu Forschungseinrichtungen im Ostseeraum. Ein weiteres, aktuelles Beispiel ist die Untersuchung der Entwicklungen des Jugendstrafrechts und von Möglichkeiten des Transfers guter Praxismodelle in Europa, insbesondere im Ostseeraum, am Lehrstuhl für Kriminologie.

Es existieren verschiedene (Stiftungs-)Professuren mit Ostsee- bzw. internationalem Schwerpunkt in den Rechtswissenschaften (Lehrstuhl für Internationales und Europäisches Privatrecht, Rechtsvergleichung und -harmonisierung im Ostseeraum sowie Mercator-Stiftungslehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht und Rechtsvergleichung) und in den Wirtschaftswissenschaften (Stiftungsprofessur Allg. BWL und Internationales Finanzmanagement/Internationale Kapitalmärkte).

Die Universität plant, dem „Baltic University Programme“, dem Baltischen Hochschul- und Bildungsnetzwerk der Anrainerstaaten und Einzugsgebiete der Ostsee mit mehr derzeit als 200 Mitgliedern in 14 Ländern, beizutreten. In unserer Brückenfunktion zum Ostseeraum verstehen wir uns aber auch als Mittler zu Partneruniversitäten außerhalb Europas, die über keine oder nur geringe Kontakte zu dieser Region verfügen.

Die Regionalstudien zum Ostseeraum haben vor dem Hintergrund der Raum- und Grenzforschung sowie verschiedener Überlappungen in Forschungsschwerpunkten der Geographie etc. zu einer vergleichenden Perspektive in der Erforschung von Makroregionen geführt, die vor allem in unseren Kooperationen mit Hanoi/Vietnam und Singapur zum Ausdruck kommen, wenn gemeinsame Tagungen, Forschungsprojekte und Graduiertenausbildung die Seeregionen Ostsee und Südchinesisches Meer verbinden.



Letzte Änderung: 24.11.2010 13:09
Verantwortlich: Pressestelle


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