Landschaftsökologie
Der geplante Forschungsschwerpunkt Landschaftsökologie verknüpft und integriert in einem für Deutschland einmaligen Ausmaß Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften im Bereich der ökologischen Umweltforschung.
Dies erstreckt sich von den ökologischen Arbeitsgebieten, Umweltethik und Landschaftsökonomie über die Geowissenschaften bis zur Humangeografie.
Dieser fächerübergreifende Ansatz baut einerseits auf Spitzenforschung im Grundlagenbereich, andererseits sollen daraus auch Konsequenzen für die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, den Naturschutz und das Umweltmanagement gezogen werden.
Der Schwerpunkt verfügt dabei sowohl über eine regionale (Wald- und Moorökosysteme, Boddenlandschaftsforschung), als auch eine internationale Ausrichtung, die sich vornehmlich nach Osteuropa und Asien orientiert.
Der Forschungsschwerpunkt unterhält enge Kontakte und kooperiert mit benachbarten, umsetzungsorientierten Institutionen, wie dem Institut für dauerhaft umweltgerechte Nutzung von Naturräumen der Erde (DUENE) e.V., der Michael Succow Stiftung, und der Internationalen Naturschutzakademie des Bundesamtes für Naturschutz auf der Insel Vilm.
In den nächsten Jahren soll die Vernetzung der einzelnen Arbeitsgruppen intensiviert werden, möglichst im Rahmen eines Graduiertenkollegs oder einer Forschergruppe. Fachlich stehen vor allem Fragen der nachhaltigen Nutzung von Naturressourcen, der genetischen und Ökosystem-Biodiversität auf Landschaftsebene und der Aufbau eines Forschungs- und Monitorverbunds von Wald- und Moorgebieten im Vordergrund. Leitlinie soll dabei die Spannbreite von der Grundlagenforschung über die anwendungsorientierte Forschung bis hin zur Umsetzung sein.
Beispiele für Forschung im Bereich des Schwerpunktes „Landschaftsökologie“
- Die erste DFG geförderte Emmy Noether Nachwuchsgruppe an der Universität Greifswald (2007 – 2013) beschäftigt sich mit der Klimarelevanz von eurasischen Moorgebieten
- Das BMBF geförderte Projekt „Vorpommern Initiative für Paludikultur“ soll eine umweltschonende Produktionsalternative für den Anbau von Torfmoosen landwirtschaftlich und technisch entwickeln und großflächig implementieren. Ziel ist die Etablierung die Region Vorpommern als weltweite Modellregion.
- Die deutschlandweit einzige Professur für Umweltethik forscht auf den Gebieten Diskursethik, ethische Grundlagen des Natur- und Biodiversitätsschutzes, Theorien und Konzepte nachhaltiger Entwicklung, ethische Aspekte des Klimawandels, und Ethik der Landnutzung.
- Die sozialwissenschaftlich-ökologisch arbeitende Nachwuchsgruppe GETIDOS – (Getting things done sustainably) beschäftigt sich mit der Theorie, Empirik und dem Potenzial von Social Entrepreneurship für eine nachhaltige Entwicklung
- Der “Global Research Centre for Biosphere Reserve Advancement (C-BRA)” ist eine weltweite Partnerschaft von Wissenschaftlern und Stakeholdern für das Management von UNESCO Biosphärenreservaten.
- Die Arbeitsgruppe Moorkunde und Paläoökologie führt das Generalsekretariat der International Mire Conservation Group (IMCG) und ist federführend bei der Entwicklung von Wise Use Konzepten für Moore weltweit.
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Prof. Dr. rer. nat. Martin Wilmking
Grimmer Straße 88
17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-4095
wilmking@uni-greifswald.de
Institut für Geographie und Geologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 16
17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-4501
Fax: +49 (0)3834 86-4502
susanne.stoll-kleemann@uni-greifswald.de
Zoologisches Institut und Museum
Prof. Dr. Klaus Fischer
Johann Sebastian Bach-Str. 11/12
17487 Greifswald
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Fax: +49 (0)3834 86-4252
klaus.fischer@uni-greifswald.de
