Graduiertenkollegs: Wissenschaftlichen Nachwuchs fördern
Graduiertenkollegs sind befristete Einrichtungen der Universität zur Förderung des graduierten wissenschaftlichen Nachwuchses.
In Graduiertenkollegs erhalten Nachwuchswissenschaftler/innen unterschiedlicher Fachrichtungen die Möglichkeit, ihre Promotionen und Habilitationen im Rahmen eines koordinierten, von mehreren Hochschullehrern getragenen Forschungsprogramms durchzuführen. Dadurch findet eine Integration der Nachwuchswissenschaftler/innen in die Forschungsarbeit der beteiligten Einrichtungen statt, wobei das Studienprogramm auch die individuelle Spezialisierung der Kollegiaten/innen ergänzt und verbreitert. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Forschungs- und Studienprogramms ist essentieller Bestandteil der Kollegs.
An der Universität Greifswald existieren vier Graduiertenkollegs: "Kontaktzone Mare Baltikum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum", "Wechselwirkungen zwischen Erreger und Wirt bei generalisierten bakteriellen Infektionen", "Alfried-Krupp-Graduiertenkolleg zur Tumorbiologie" und die "International Max Planck Research School on Bounded Plasmas".
Baltic Borderlands: Shifting Boundaries of Mind and Culture in the Borderlands of the Baltic Sea Region
Das von der DFG geförderte Internationale Graduiertenkolleg "Baltic Borderlands: Shifting Boundaries of Mind and Culture in the Baltic Sea Region" ist eine Kooperation der Universitäten in Greifswald, Lund und Tartu, die wissenschaftlichen Nachwuchs in Form von Doktoranden- und Postdoc-Stipendien fördert.
Im Rahmen des Internationalen Graduiertenkolleg sind in Greifswald die Fächer Geschichtswissenschaften, Baltische und Slawische Philologien, Psychologie, Politikwissenschaften und Systematische Theologie beteiligt. Sie werden in Lund und Tartu von den Disziplinen Ethnologie, Geographie und Kommunikationswissenschaft ergänzt.
Das Internationale Graduiertenkolleg wird vier interdisziplinäre Themenfelder übergreifend unter besonderer Berücksichtigung der Theoretisierung von synchronen und diachronen Wandlungsprozessen untersuchen:
(1) Die Entstehung und Transformation historischer Grenzräume;
(2) die kulturellen Zusammenhänge von grenzüberschreitenden Handlungen in Grenzregionen;
(3) die ökonomische Durchlässigkeit und Beständigkeit von Grenzen;
(4) neue Grenzregimes: die politische Dimension von Grenzenbildung und -auflösung.
Kontaktzone Mare Balticum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum
"Kontaktzone Mare Balticum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum" wird von der Philosophischen und Staatswissenschaftlichen Fakultät getragen.
Der Ostseeraum war und ist in Geschichte und Gegenwart eine Zone fruchtbarer Austauschbeziehungen. Er eignet sich deshalb ganz besonders als Objekt und Schauplatz eines längerfristigen Studien- und Forschungsprogramms, das verschiedene geisteswissenschaftliche Disziplinen mit dem Ziel zusammenführt, Formen und Wirkungen des Fremdkontaktes – von der Ausgrenzung bis zur Integration – zu erfassen und vor dem Hintergrund spezifischer gesellschaftlicher und politischer Bedingungen zu analysieren.
Wechselwirkungen zwischen Erreger und Wirt bei generalisierten bakteriellen Infektionen
Ein interdisziplinäres Team von 14 Fakultätsmitgliedern der Medizinischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät betreut die individuellen Projektarbeiten des Graduiertenkollegs "Wechselwirkungen zwischen Erreger und Wirt bei generalisierten bakteriellen Infektionen". Ein Workshop führt alle Mitglieder des Graduiertenkollegs regelmäßig zusammen, um Ideen auszutauschen, den Fortschritt der einzelnen Projekte zu überschauen und kontinuierlich die gemeinsamen, wissenschaftlichen Strategien zu aktualisieren und zu redifinieren.
Alfried-Krupp-Graduiertenkolleg zur Tumorbiologie
Schwerpunkte des "Alfried-Krupp-Graduiertenkolleg zur Tumorbiologie" sind die molekular- und zellbiologische Analyse der Resistenz von Tumorzellen, die Charakterisierung von speziellen Tumorzellen mittels RNA- und Proteomanalyse sowie epidemiologische und molekulargenetische Untersuchungen zur Entstehung und Progression von Tumoren.
International Max Planck Research School on Bounded Plasmas
Zusammen mit der Ernst-Moritz-Arndt-Universität und dem Leibniz-Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik hat das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald ein Forschungs- und Lehrzentrum für Plasmatechnologie und Fusionsforschung aufgebaut. Das interdisziplinäre Forschungsprogramm der International Max Planck Research School on Bounded Plasmas verbindet Plasmaphysik, Fusionsforschung, Computerphysik und Grenzflächenforschung. In dem sechs Semester umfassenden Kursprogramm bieten zwölf Professoren, sieben Privatdozenten sowie zahlreiche auswärtige Referenten Spezialvorlesungen, Kompaktkurse, Praktika sowie jährliche Sommerkurse an.
Prof. Dr. Michael North
Baltic Borderlands
Kontaktzone Mare Balticum
Domstraße 9a
17489 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-3308
north@uni-greifswald.de
Prof. Barbara M. Bröker
Wechselwirkungen zwischen Erreger und Wirt
Ferdinand-Sauerbruch-Straße
17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-5595
Fax: +49 (0)3834 86-5490
broeker@uni-greifswald.de
Prof. Dr. Christian A. Schmidt
Alfried-Krupp-Graduiertenkolleg zur Tumorbiologie
Klinik für Innere Medizin C
Felix-Sauerbruch-Straße
17475 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-6665
Fax: +49 (0)3834 86-6713
christian.schmidt@uni-greifswald.de
International Max Planck Research School on Bounded Plasmas
Prof. Thomas Klinger
Wendelsteinstraße 1
17491 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 88-2000
Fax: +49 (0)3834 88-2009
imprs@ipp.mpg.de
