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Forschungsschwerpunkt Community Medicine/Dentistry

Die Forschung im Schwerpunkt Gesundheitswirtschaft bietet in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät und insbesondere mit der Community Medicine die Möglichkeit fachübergreifender Forschungsprojekte.

Zu diesen Projekten zählen zum Beispiel die ökonomischen, rechtlichen und medizinischen Aspekte der Telemedizin. Hinzu kommt der neu einzurichtende Masterstudiengang Master of Science – Health Care Management.

Zur Medizinischen Fakultät gehören neben dem Forschungsverbund Community Medicine/Dentistry die Forschungsverbünde Molekulare Medizin (mit den Schwerpunkten Experimentelle Therapie und Kardiovaskuläre Medizin) und Neurowissenschaften. Ein Forschungsverbund Onkologie ist im Aufbau begriffen.

Die Medizinische Fakultät vermittelt mit den Schwerpunkten Community Medicine und Molekulare Medizin Fähigkeiten und Kenntnisse, die Ärzte/innen zu einer naturwissenschaftlichen Betrachtungsweise und einer an den Bedürfnissen der regionalen Bevölkerung orientierten Handlungsweise in Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation befähigen.

Eine enge Vernetzung zu Nachbardisziplinen (Psychologie, Erziehungswissenschaften, aber auch Community Medicine) kennzeichnet auch die Kriminologie, die zugleich den neuen Schwerpunkt Kriminologie und Strafrechtspflege trägt.

Der Aufbau einer integrierten und praxisbezogenen Ausbildung an der medizinischen Fakultät der Universität Greifswald steht bei der Umsetzung der neuen Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO) im Vordergrund. Das besondere Profil der Community Medicine fördert die kooperative Entwicklung von Lösungsstrategien, wirkt interdisziplinär sowie integrativ und erleichtert wesentlich den Einstieg in das Berufsleben.

Durch die kontinuierliche Konfrontation der Studierenden mit der Praxis bleibt der Ausbildungsprozess aktuell und hilft beim Finden von praxisnahen Problemlösungen. Die Studierenden gewinnen Kompetenz und erleben Gesundheitsversorgung auch anhand der jeweils zur Verfügung stehenden kommunalen Gesundheitsdienste. Das innovative Potenzial dieses Ansatzes besteht darin, alle Aspekte der Gesunderhaltung und Krankheitsbewältigung zu integrieren.

Neben der medizinischen Versorgung beschäftigen sich die Studierenden auch mit der Akzeptanz von Dienstleistungen, ihrer Effektivität und ökonomischen Effizienz, der Organisationsstruktur und Zusammenarbeit verschiedener Einrichtungen. Aufgrund der für die Region Vorpommern spezifischen, im Vergleich zu anderen Gebieten Deutschlands etwa zehn Jahre höheren Altersstruktur der Bevölkerung, sind Ergebnisse der Versorgungsforschung im Rahmen der Community Medicine direkt in der studentischen Ausbildung umsetzbar. Die angehenden Ärzte/innen werden mit der später auch im Rest des Landes zu erwartenden, altersabhängigen Krankheitsentwicklung konfrontiert und mit entsprechend adaptierten Arbeitsweisen im präventiven, kurativen und rehabilitativen Bereich vertraut gemacht.

Die zahnmedizinische Lehre versteht sich als Teil der medizinischen Ausbildung. Die Studienangebote ordnen sich von der Prävention zur Restauration. Obwohl die überalterte Approbationsordnung der Zahnärzte aus den 1950er-Jahren noch unter einer anderen Intention verabschiedet wurde, ist es in den letzten zehn Jahren gelungen, das Studium in Greifswald unter diesem Grundgedanken zu reformieren.

Wesentliche Impulse zur integrierten Behandlung in den klinischen Semestern ohne Abteilungsgrenzen, der frühe Patientenkontakt und der Kurs der präventiven Zahnmedizin im vorklinischen Abschnitt sowie die mehr zahnärztliche Ausrichtung der Vorklinik gingen von Greifswald aus und haben im Bundesgebiet große Beachtung gefunden. Der Schwerpunkt Community Medicine der medizinischen Fakultät findet sich als wesentlicher bevölkerungsbezogener Leitgedanke in der gesamten zahnmedizinischen Lehre wieder. Das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde hat hier ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.

Die Profilbildung an der Medizinischen Fakultät der Universität Greifswald wird seit 1993 durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschriebene NBL-Programm begleitet und gefördert. Aus der ersten Förderperiode heraus, in deren Mittelpunkt mit Hypertonie und Diabetes zwei Erkrankungen mit hoher Prävalenz in der Bevölkerung standen, wurde auf Empfehlung des Wissenschaftsrates der Forschungsschwerpunkt Community Medicine im NBL2-Programm profilbestimmend. Im Mittelpunkt dieses Vorhabens steht die regionale Basisstudie Vorpommern.

Im Department für Community Medicine / Dentistry sind insgesamt fünf Arbeitsgruppen (AG) zusammengeschlossen, elf AG im Department für Experimentelle Therapie, acht AG im Department für Kardiovaskuläre Medizin und fünf AG im Department für Neurowissenschaften, davon eine aus der Philosophischen Fakultät. Die "klassischen" Einrichtungen der Fakultät (Kliniken und Institute) behalten in den Departments ihre bisherige organisatorische Selbstständigkeit, jedoch wird ein Teil der leistungsabhängig vergebenen internen Ressourcen nicht mehr wie bisher den einzelnen Einrichtungen, sondern den Departments zugeteilt.

Ferner sind im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Alfried-Krupp- Wissenschaftskollegs Greifswald konkrete Schritte zur Etablierung eines universitären Forschungsschwerpunktes unternommen worden, der Medizin-, Lebens- und Gesundheitswissenschaften integrieren und sich interdisziplinär mit Gesundheitssystemforschung beschäftigen soll.

Prof. Dr. med. dent. Reiner Biffar
Prodekan der Medizinischen Fakultät

Direktor des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde / Prothetik
Rotgerberstraße 8
17489 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-7143


KONTAKT

Dekanat Medizinische Fakultät

Fleischmannstraße 8
17475 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-5000
dekamed@uni-greifswald.de


Letzte Änderung: 05.12.2007 15:29
Verantwortlich: Pressestelle


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