Sammlungsobjekt des Quartals
Die 17 wissenschaftlichen Sammlungen der Universität Greifswald bilden mit 5,7 Millionen Einzelobjekten einen unschätzbaren Reichtum an kulturellem Erbe. Von wertvollen Einzelstücken wie dem berühmten Croy-Teppich, dem Saurier-Fossil „Emausaurus ernstii“, über die Kollektion von Menschenaffenschädeln der Anatomie, von Herbarien, Vogelbälgern sowie Laufkäfern der Zoologie bis hin zu historischen Karten und zur einzigartigen Sammlung zur Landeskunde Palästinas reicht die breite Palette.
Die Sammlungen sind einmalige materielle Zeugnisse der Greifswalder Wissenschaftsgeschichte und für die über 550-jährige Universität identitätsbildend.
Diese universitären Sammlungen sind bislang vielfach nur einem kleinen Interessentenkreis von Wissenschaftlern zugänglich. In einem umfangreichen Digitalisierungsprojekt werden diese Schätze in den nächsten Jahren erfasst und die Daten in internationalen Wissensportalen wie Europas größter Kulturdatenbank EUROPEANA verfügbar gemacht.
Das virtuelle Schaufenster „Sammlungsobjekt des Quartals“ lädt ein zum Entdecken einzelner Greifswalder Sammlungsobjekte und präsentiert zugleich ausgewählte Ergebnisse der digital erfassten Originale.
Das Sammlungsobjekt des Quartals April bis Juni 2013 ist ein Skelett des Ur-Flugdrachens Coelurosauravus jaekeli aus der Typensammlung des Institutes für Geographie und Geologie. Das 250 Millionen Jahre alte Fossil stammt aus dem Kupferschiefer (Oberperm) von Eisleben (Sachen-Anhalt) und ist das älteste bekannte gleitflugfähige Reptil der gesamten Erdgeschichte.
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Das große Szepterpaar der Universität Greifswald wird nur noch sehr selten bei akademischen Festakten genutzt. Am 31. Januar 2013 wurde es anlässlich der Amtseinführung der ersten Greifswalder Rektorin von Pedellen getragen. Die beiden 112 cm langen silbernen Szepterstäbe wurden 1456 in Auftrag gegeben.
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Das Kunstinstitut in der Bahnhofstraße wird saniert. Dabei wurde eine fast vergessene Sammlung von tausenden Kinderzeichnungen aus den Jahren 1956 bis 1990 wiederentdeckt. Die Zeichnungen sind sorgfältig nach Jahren sortiert und teilweise namentlich erfasst, jedoch noch nicht archiviert. Zwei der vielen Zeichnungen werden als Sammlungsobjekt des Quartals Oktober bis Dezember 2012 präsentiert.
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Eiserne Lungen wurden zur Behandlung von Patienten mit chronischer Atemlähmung eingesetzt. Den ersten deutschen Prototyp stellte 1947 das Lübecker „Drägerwerk“ vor. In der DDR wurde die erste „Eiserne Lunge“ von der Firma E. Zimmermann in Leipzig gebaut. Das Sammlungsobjekt "Medilunge" gehört zur Sammlung „Medizinischer Alltag in der DDR“.
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Das Sammlungsobjekt des Quartals April bis Juni 2012 ist der Bienenfresser aus der Pommernsammlung des Zoologischen Instituts und Museum Greifswald. Der Bienenfresser gehört durch sein schillerndes Gefieder zu den auffälligsten Vögeln Europas. Der gebogene, lange Schnabel ist ein weiteres typisches Merkmal dieses
Rackenvogels.
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Das erste Sammlungsobjekt im Jahr 2012 ist ein geschnittener Gorillaschädel. Er wurde im Jahr 1953 unter der Leitung des damaligen Institutsdirektors Richard Nikolaus Wegner präpariert und montiert. Dabei handelt es sich um einen im Gabungebiet aufgefundenen männlichen Gorilla. Er befindet sich im Bestand der vergleichend-anatomischen Sammlung des Instituts für Anatomie und Zellbiologie.
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Das Sammlungsobjekt des vierten Quartals 2011 ist Bestandteil der Gustaf-Dalman-Sammlung der Theologischen Fakultät. Das Festkleid mit Stickereien im Bethlehemstil wurde zur Ausstattung der Braut in Palästina Anfang des 20. Jahrhunderts gefertigt. Besonders die Stickereien in Bethlehem und Jerusalem sind für ihre farbenprächtigen Muster bekannt.
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Das Sammlungsobjekt des dritten Quartals 2011 gehört zu den herausragenden Studien der akademischen Kunstsammlung der Universität. Die Studie eines Puttos zeichnete der pommersche Künstler Wilhelm Titel (1748-1862) während seiner Italienreise im Jahre 1814. Wilhelm Titel arbeitete als akademischer Zeichenlehrer und ist vor allem durch die 32 Professorenporträts im Konzilsaal des Universitätshauptgebäudes bekannt.
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Das Sammlungsobjekt des zweiten Quartals 2011 stellt aufgrund seines guten Zustands einen besonderen Schatz der Universitätssammlung dar. Der vollständig erhaltene Kronenhalsring vom Typ Friedrichshof ist ein typisches Bronze-Erzeugnis aus der Vorrömischen Eisenzeit. Besonders im westlichen Ostseeraum waren Kronenhalsringe im 5. Jh. v. Chr. verbreitet.
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Der Wildling von Motte, auch Rundliche Herbstbirne genannt, ist eine von insgesamt 455 Obstsorten des sogenannten Arnoldischen Obstcabinets, das zwischen 1856 bis 1899 in der Porzellanmanufaktur des Kaufmanns Heinrich Arnoldi im thüringischen Elgersburg als Serienproduktion gefertigt wurde. Die einzelnen Exemplare sind der Natur realistisch nachempfunden und wirken täuschend echt.
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Universitätskustodin
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