Führungen durch die Universitätssammlungen am Tag der Wissenschaft 2011
Die Gestalt der Tiere oder: Warum ist die Fluke des Wals waagerecht?
15:00 und 16:00 Uhr, Dr. Peter Michalik
Zoologisches Institut und Museum, Joh.-Seb.-Bach-Straße 11/12
Zu Land, im Wasser oder in der Luft – die Tiere unserer Erde haben alle Lebensräume erfolgreich besiedelt. Um in seiner Umgebung bestehen zu können, passte sich ein jedes Tier im Laufe der Evolution an seine Umwelt an. Während sich die ersten Lebewesen schwimmend im Wasser fortbewegten, eroberten andere Tiere nach und nach das Land, ob kriechend, laufend oder springend. Doch auch innerhalb der einzelnen Fortbewegungen entwickelten sich verschiedene Strukturen und brachten einen unglaublichen Formenreichtum hervor. So ist das Flugvermögen bei Insekten z. B. ganz anders als bei Vögeln oder Fledermäusen. Die Führung durch die Sammlung des Zoologischen Instituts und Museums gibt einen spannenden Einblick in diese Thematik. Wir möchten anhand unterschiedlichster Präparate zeigen, wie Fortbewegung in den einzelnen Tiergruppen realisiert wurde, wie z. B. das Schwimmen bei Fischen und Walen.
Sprachen lernen in und mit dem Internet – der neue Universitätsalltag
13:00 und 15:00 Uhr, Dr. Heidrun Peters, Leitung Fremdsprachen- und Medienzentrum
Rubenowstraße 1, Sprachlabor 2
Wie lernt man am effektivsten eine Fremdsprache? Und wie kann der klassische Sprachunterricht durch neue „Werkzeuge“ unterstützt werden? Viele Veranstaltungen und Arbeitsformen am Fremdsprachen- und Medienzentrum sind ohne Internet nicht mehr denkbar. Die Vielfalt des Web 2.0 macht den Sprachunterricht intensiver, authentischer und interessanter.
Wir laden Sie ein und informieren Sie gern zu folgenden Themen:
• Online-Unterricht am Fremdsprachen- und Medienzentrum: Konzept und Vorteile
• Gemeinsame Sprachkurse mit Muttersprachlern im Zielsprachenland – Methoden, Tools, Erfah-rungen
• Kollaboratives Arbeiten in einem Wiki
Außerdem erhalten Sie Einblicke in die Lernplattform Moodles und können eine Online-Sprachensoftware, interkulturelle Tests, Sprachtests und vieles mehr sogar selbst einmal ausprobieren.
Ein Streifzug durch die Sammlungen der Greifswalder Anatomie
14:00 und 15:00 Uhr, Prof. Dr. Thomas Koppe
Institut für Anatomie und Zellbiologie, Friedrich-Loeffler-Straße 23c
ältesten und größten Sammlungen
der Universität
Anatomie hautnah erleben: Zum Tag der Wissenschaft präsentiert Professor Koppe in dem mehr als 150 Jahre alten Gebäude des Instituts eine der ältesten und größten Sammlungen der Universität. Die Führung startet im großen Hörsaal. Der beeindruckende Raum ist im Stil eines theatrum anatomicums aufgebaut. Hier gibt es eine kleine Einführung in die Geschichte der Greifswalder Anatomie und es wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Erbsen bei der Herstellung von Schädelpräparaten spielen. Im Anschluss geht es in die Sammlungen, die teilweise aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammen. Neben menschlichen Präparaten, die vor allem zu Lehrzwecken genutzt wurden und werden, können hier zahlreiche Skelette vom kleinsten bis hin zum größten Landsäugetier bestaunt werden. Skelette von Fischen, Lurchen, Reptilien und Vögeln ergänzen diese einmalige Sammlung.
Auf spannender Zeitreise durch die Gründungszeit der Universität Greifswald
Spezialführung der Kustodie
14:00 und 16:00 Uhr
Treffpunkt Rubenow-Denkmal, gegenüber Domstraße 11
in historischen Gewändern durch die
Universität und den Dom
Ein brutaler Mord am ersten Rektor überschattet die Anfänge der Universität. Als Heinrich Rubenow in der Silvesternacht 1462 erschlagen wird, ist die Entwicklung der Hohen Schule nicht mehr aufzuhalten. Rubenow hat als Mit-Initiator der Universitätsgründung und als Bürgermeister von Greifswald mit großem politischen Geschick lange an der Verwirklichung einer Vision gearbeitet: der Gründung der pommerschen Landesuniversität. Die feierliche Eröffnungszeremonie fand am 17. Oktober 1456 im Beisein von Herzog Wartislaw IX. von Pommern-Wolgast und Bischof Henning Iven von Cammin in St. Nikolai statt. Die bis heute auch als Universitätskirche genutzte Basilika zählt zu den Meisterwerken der norddeutschen Backsteingotik. In der Bürgermeisterkapelle von St. Nikolai wurden einst die Gründungsurkunde der Hohen Schule und die Universitätskasse aufbewahrt.
Lassen Sie sich während eines 90-minütigen Rundgangs durch die Universität Greifswald und den Dom St. Nikolai von Studenten in der Rolle Heinrich Rubenows oder als Magisterstudent Nikolaus führen. Hier wird ein Kapitel Universitätsgeschichte aufgeschlagen, dass die Zeit vor 555 Jahren wieder lebendig werden lässt.
In 80 Minuten um die Erde – Pflanzen der Tropen
14:00 Uhr, PD Dr. Peter König, Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Botanischer Garten, Münterstraße 2
Die Wüsten unserer Erde sind nicht nur für den Menschen ein schwieriger Lebensraum. Auch Pflanzen müssen sich den meist trockenen Gegebenheiten anpassen. Auf dem Rundgang durch den Botanischen Garten wird am Beispiel der Tropen und Subtropen die botanische Vielfalt beleuchtet, die der Tropische Regenwald, Hartlaubregionen und die Wüsten der Erde hervorgebracht haben. Hier begegnen einem solche Spezialisten wie Kakteen, dornige Schönheiten, die mit ihren „Wassertanks“ auch längere Durststrecken überstehen können. Im Tropenhaus umgibt den Besucher ein feuchtwarmes Klima mit üppigem Wachstum. Bromelien, Farne und Orchideen können ebenso bestaunt werden wie Olive, Johannisbrot und Myrte (Hartlaubholzgewächse), die wir z. B. aus dem Mediterrangebiet kennen.
Auf den Spuren Wolfgang Koeppens
15:00 Uhr, Prof. Dr. Eckhard Schumacher, Dr. Monika Schneikart und Katharina Krüger
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4
Das Geburtshaus Wolfgang Koeppens in der Bahnhofstraße 4, in dem sich heute das Wolfgang-Koeppen-Archiv der Universität Greifswald befindet, ist der Ausgangspunkt eines literarischen Spaziergangs durch Greifswald. Prof. Dr. Eckhard Schumacher, Dr. Monika Schneikart und Katharina Krüger begleiten Sie. Wegweisend werden Textspuren aus Wolfgang Koeppens autobiografischem Text Jugend sein, in denen sich Realität und Fiktion vermengen. Der Rundgang endet in Koeppens Bibliothek, in der die Mitarbeiter des Archivs ein Forschungsprojekt zu Koeppens Buch Jugend vorstellen werden. Alle literarisch Interessierten sind herzlich eingeladen, den Spuren Koeppens zu folgen.
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