19. Jahrhundert
Das Jahr 1814 brachte die nachhaltigsten Veränderungen für das Universitätsarchiv. Von seinem Aktenbestand wurde der größere Teil abgetrennt, als eigenständiges Archiv der Akademischen Administration geführt und nach 1885 mit der Registratur des Universitätskuratoriums vereinigt. Als solches existierte es bis 1949.
Dieses Archiv wurde 1823 vom Administrationsdiener Julius Heinrich Biesner geordnet und zum Teil verzeichnet. Allerdings war diese Ordnung nicht von dauerndem Wert. Die eigentliche Neuordnung dieses Archivs nahmen die Verwaltungsinspektoren Büsch und Förster 1910 durch die Erarbeitung eines Repertoriums vor.
Biesner hat 1833 schließlich auch das beim Rektor verbliebene Konziliar-Archiv betreut oder wenigstens die jüngeren Akten in das Dähnertsche Ordnungsschema eingearbeitet.
Im Winter 1867/68 wurde eine große Revision des Akademischen Archivs durchgeführt, bei der der größte Teil der Gerichtsakten der Universität seit dem 16. Jahrhundert, etwa 2.400 Aktenstücke, vernichtet wurde. Dies ist der größte Verlust, den das Archiv seit seinem Bestehen hinnehmen musste.
Universitätsarchiv
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