Der letzte "Rubenower" kehrt heim
Bei der feierlichen Enthüllung des restaurierten Rubenow-Denkmals am 3. April 2006 blieb ein Skulpturenplatz leer. Die Zinkfigur des Greifswalder Medizinprofessors und Gynäkologen Friedrich August Berndt (1793-1854) wurde im Dienste der Werkstoffwissenschaften noch zwei weitere Jahre für ein Forschungsprojekt der Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Potsdam zurückbehalten. Experten haben an der Figur neue Konservierungstechniken erprobt, da eine Vielzahl an gefährdeten Zinkdenkmälern auf eine Schönheitskur wartet. Nun kehrt die vierte Sitzskulptur an ihren ursprünglichen Platz zurück.
„Der Rubenow-Platz hat sich nach seiner Neueröffnung vor zwei Jahren zu einem der beliebtesten Plätze in der historischen Altsstadt entwickelt. Somit ist die Vervollständigung des größten freistehenden neugotischen Denkmals aus galvanisch verkupfertem Zinkguss in Deutschland eine gute Gelegenheit, gemeinsam die gelungene Neugestaltung des Herzstückes der Universität zu feiern“, so Universitätskustodin, Dr. Birgit Dahlenburg.
Das 12,10 Meter hohe Rubenow-Denkmal wurde auf Initiative des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. anlässlich des 400. Universitätsjubiläums 1856 vom Schinkel-Schüler Friedrich August Stüler (1800-1865) errichtet. Spezialisten der Berliner Restaurationswerkstatt Haber & Brandner (www.haber-brandner.de ) haben das Monument vor drei Jahren generalüberholt und die umfangreichen Korrosionsschäden fachgerecht ausgebessert. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt beteiligte sich mit knapp 80.000 € an den Sanierungskosten und wissenschaftlichen Materialstudien. Das Projekt wurde von Prof. Jörg Freitag betreut, der den bundesweit einzigen Lehrstuhl für Metallrestaurierung an der Potsdamer Fachhochschule leitet. Beteiligt waren ferner die Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn und das Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Bronnbach.
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