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Leitbild der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

beschlossen vom Rektorat am 10. Oktober 2012 nach Empfehlung des Erweiterten Senats vom 19. September 2012

Wissen lockt. Seit 1456.

Die Universität Greifswald gehört zu den ältesten Universitäten im deutschsprachigen Raum, gegründet im Jahre 1456 auf Initiative von Bürgern der Hansestadt Greifswald, der sie auch heute eng verbunden ist.
Im Verlauf ihrer wechselnden politischen Geschichte hat sie ihren Ruf als Stätte international wirksamer Forschung und hochwertiger Lehre erworben, bewahrt und ausgebaut. Angesichts ihrer geographischen Lage im Ostseeraum und der Geschichte ihrer Region arbeitet die Universität für die Erhaltung und den Ausbau intensiver wissenschaftlicher Kontakte weltweit, besonders aber zu Partnern in Polen, in den baltischen Staaten und in Skandinavien. Damit stärkt die Universität Greifswald ihre Besonderheit in der deutschen Hochschullandschaft: ihre spezifische Kompetenz für die kulturelle Diversität des Ostseeraums sowie für die nord- und osteuropäischen Perspektiven in der Wissenschaft.

In Forschung und Lehre ist die Universität der Freiheit und Autonomie des Denkens verpflichtet. Forschen, Lehren und Studieren betrachtet sie als eine Einheit, die auch in einer Kooperation der einzelnen Wissenschaftsdisziplinen zu pflegen und zu entwickeln ist. Im Bewusstsein ihrer langen Tradition und ihrer gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Verantwortung strebt die Universität beständig nach neuen wissenschaftlichen Konzepten und Lehrmethoden und transferiert ihre Arbeitsergebnisse in konkrete Anwendungsbereiche.

Die Universität lädt Menschen jeglicher Herkunft und Überzeugung ein, an akademischer Bildung teilzuhaben, gemeinsam für die Erweiterung des Wissens zu arbeiten und Kompetenzen in allen Bereichen des menschlichen Lebens und Zusammenlebens auszubilden. Daraus ergibt sich die Verpflichtung für sie und für jedes ihrer Mitglieder, in Forschung, Lehre und Studium für eine freiheitliche, zivile und demokratische Gesellschaft einzutreten und sich für das friedliche Zusammenleben der Menschen und Völker einzusetzen. Das Bewusstsein für die eigene Geschichte und die von der Wissenschaft zu bearbeitenden Fragen der Zukunft stellen in ihrer Verbindung eine wesentliche Antriebskraft für die Greifswalder Universität dar. Das Leitbild drückt das Selbstverständnis der Universität Greifswald aus und dient ihr zugleich als Orientierung für zukunftsweisende Entscheidungen in folgenden Kernbereichen ihrer Tätigkeit:

Forschung und Transfer

Wissenschaftliche Forschung zeichnet sich durch explizite, erkenntnisrelevante Themenstellungen aus, die nach internationalen fachlichen Standards theoretisch und methodisch fundiert bearbeitet werden. Die Universität sieht es als ihre grundlegende Aufgabe an, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und sie für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Diese Arbeit schafft auch die Basis für die fachliche Bildung der Studierenden.

An der Universität Greifswald wird sowohl Grundlagenforschung als auch anwendungsorientierte Forschung betrieben. Beide Erkenntnisformen ergänzen einander. Dadurch mehren sie Wissen auf allen Gebieten und befördern den Transfer dieses Wissens in die Praxis. Die Universität trägt somit zur geistigen, kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung bei, und sie tritt mit ihrer Forschung für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen ein.

Die Universität bekennt sich zu international sichtbarer und konkurrenzfähiger Spitzenforschung. Sie fordert und fördert gezielt und in angemessener Weise Forschungsschwerpunkte, die dem weltweiten Stand ihres Forschungsgebiets und seiner interdisziplinären Verflechtungen entsprechen, und Forscherpersönlichkeiten, die Verantwortung für den wissenschaftlichen Fortschritt ihrer Fachdisziplin übernehmen und in Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern Beiträge zur Lösung grundlegender und aktueller Probleme globaler und lokaler Dimension leisten. In diesem Sinne versteht sich die Universität Greifswald als Forschungsuniversität. Sie unterstützt im Rahmen ihrer Möglichkeiten Initiativen ihrer Mitglieder, sich an Verbund- und Einzelforschungsprojekten zu beteiligen und dafür auch in kompetitiven Verfahren erfolgreich Drittmittel einzuwerben. Für die Durchführung von Forschungsprojekten stellt sie die benötigte Infrastruktur bereit. Die Universität berücksichtigt in ihrem Forschungsprofil auch Genderaspekte. Sie fördert hochqualifizierte Frauen und wirkt der Unterrepräsentanz von Frauen insbesondere in wissenschaftlichen Spitzenpositionen entgegen.

Lehre und Studium

Die Universität Greifswald bekennt sich zum Grundsatz der Einheit von Forschung und Lehre. Sie ist bestrebt, ihren Studierenden auf wissenschaftlich höchstem Niveau eine exzellente Lehre anzubieten. Zugleich über-nimmt sie die Verpflichtung, ihr Studienangebot qualitativ und quantitativ kontinuierlich weiterzuentwickeln. Diese Aufgabe stellt hohe Ansprüche an die Lehrenden und die Studierenden, aber auch an die akademische Selbstverwaltung und die Administration. Auf der Basis regelmäßiger Evaluationen der Lehrveranstaltungen, der Studienbedingungen und der Studienorganisation wird die Qualität der Studiengänge gesichert und verbessert. Die Universität fördert die Weiterentwicklung der Fach- und Vermittlungskompetenzen ihrer Lehrenden und die Ausbildung und Umsetzung wirksamer Formen des Lehrens und Lernens. Sie bemüht sich, Persönlichkeiten zu entwickeln, die die Fähigkeit zu wissensbasiertem Handeln und zu lebenslangem Lernen besitzen. Die Universität heißt Studierende jeder ethnischen Zugehörigkeit und jeder Nationalität willkommen und bemüht sich, unterschiedliche Bildungsbiographien ihrer Studierenden zu berücksichtigen.

Vielfalt und Einheit

Die Vielfalt der Universität zeigt sich in ihrem breiten Spektrum an Disziplinen und an ihren Fähigkeiten, sie zu vernetzen. Der Auftrag, ihre Fächervielfalt zu erhalten, gehört zum Selbstverständnis der Universität Greifswald als Volluniversität.

Die Universität Greifswald arbeitet für die Internationalisierung von Forschung und Lehre. Vor dem Hintergrund eines weltweiten Wettbewerbs um die klügsten Köpfe und begrenzte finanzielle Mittel begreift sie Internationalisierung gleichermaßen als Verpflichtung und als Chance. Die Universität fördert den Erwerb und den Ausbau internationaler Erfahrungen ihrer Mitglieder. Sie erbringt hohe Leistungen für die Integration ihrer ausländischen Studierenden.

Die Universität weiß um die Vielfalt der sozialen Hintergründe und individuellen Fähigkeiten ihrer Mitglieder und sucht sie produktiv zu nutzen.
Diese Vielfalt begreift die Universität als Chance zu stetiger Innovation, zugleich aber auch als Verpflichtung, ihre Einheit durch ein solidarisches Miteinander zu bewahren und zu pflegen.

Menschen und ihre Institution

Alle in der Universität tätigen Menschen benötigen für eine erfolgreiche Arbeit gute äußere Bedingungen. Dazu gehören eine den Aufgaben entsprechende Ausstattung mit Stellen, Gebäuden und Finanzmitteln durch das Land sowie eine anregende, offene Arbeitsatmosphäre mit kollegialem Umgang, hoher Eigenverantwortung und sachgerechter Mitwirkung. Die kompakte Struktur der Universität wird bewusst dazu genutzt, gute persönliche und wissenschaftliche Kontakte zwischen den Fakultäten und Fächern und eine einfache und direkte Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden zu unterhalten und zu stärken.

Die Gremien der akademischen Selbstverwaltung sichern in demokratischer Weise die Einbeziehung der Universitätsmitglieder aller Einrichtungen und Statusgruppen in die Planungs- und Entscheidungsprozesse der Universität auf allen Ebenen und machen die getroffenen Entscheidungen sichtbar und nachvollziehbar.

Die Universität setzt sich für eine demokratische Geschlechterkultur in allen Arbeitsbereichen ein und wirkt darauf hin, dass Arbeit und Studium familienfreundlich gestaltet werden. Sie will CO2-neutral werden. Die Administration versteht sich als Dienstleister der Wissenschaft und fördert unter effizientem Einsatz aller universitären Ressourcen die nachhaltige Entwicklung zu einer umweltgerechten und barrierefreien Universität.
Die Universität fördert soziales, kulturelles und sportliches Engagement ihrer Mitglieder. Diese Bedingungen bilden die Basis für die Kreativität und Innovationsfreude, mit der die Mitglieder der Universität Greifswald neue Perspektiven entwickeln.

Greifswald, den 19. September 2012

Der Senat der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald,
ausgefertigt vom Rektor,
Prof. Dr. Rainer Westermann


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Letzte Änderung: 03.05.2016 11:29
Verantwortlich: Pressestelle


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