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Der Gewinner erklärt Minister Tesch den Wettbewerbsbeitrag seines Teams
Der Gewinner erklärt Minister Tesch den Wettbewerbsbeitrag seines Teams

Architektenwettbewerb Neubau Loefflerstraße abgeschlossen

Das Büro Essmann, Gärtner, Nieper Architekten GbR aus Leipzig hat den europaweiten Architektenwettbewerb zum Neubau von Hörsälen, Bibliothek und Mensa für die Universität Greifswald gewonnen. Die Gebäude sollen am bisherigen Klinikkomplex in der Friedrich-Loeffler-Straße errichtet werden.


Insgesamt hatten sich 163 Architektenteams um die Wettbewerbsteilnahme beworben. Es wurden 21 Büros aufgefordert, Entwürfe einzureichen. Der Wettbewerb wurde vom Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL) ausgeschrieben.

Das Preisgericht begründete seine Entscheidung für das Leipziger Büro damit, dass sich der Entwurf durch klare Strukturen sowie zurückhaltend gestaltete Baumassen auszeichnet, die in einen angemessenen Kontext zum historischen Gebäudebestand treten. Der Entwurf schaffe eine gelungene städtebauliche Situation des Quartiers mit neuen baulichen Höhepunkten. Es wurde empfohlen, diesen Entwurf umzusetzen.

Wie der Vorsitzende des Preisgerichts, der renommierte Dortmunder Architekt Prof. Eckhard Gerber, hervorhob, wurde mit der Adaption des "Hafenthemas" Speicher für das Wissensmagazin der Fachbibliothek an der Nordgrenze zum Landschaftsraum des Ryck eine signifikante bauliche Form gefunden, die Anklänge der ortstypischen Architektursprache bietet. Dieser Baukörper interpretiert mit den zwei Giebeln kraftvoll die Gebäudegestaltung des historischen Bestandes der chirurgischen Klinik. Durch diesen Baukörper erhält der Universitätscampus eine besondere Adresse.
Der Gebäudekomplex im Innenstadtbereich war für die Architekten eine architektonische Herausforderung. Zwischen der Friedrich-Loeffler-Straße und dem parkähnlichen Uferbereich am Flüsschen Ryck musste das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble der Medizinischen und Chirurgischen Kliniken berücksichtigt werden. Diese sollen in den kommenden Jahren für die geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen umgebaut und umfassend saniert werden.

Der Modellentwurf des Gewinnerteams (Klick zum Vergrößern)

Der zweite Preis wurde an das Architekturbüro Prof. Volker Staab aus Berlin vergeben. Der dritte Preis ging an das Büro Stefan Ludes Architekten, ebenfalls aus Berlin.

Aufgabe des Wettbewerbs war es, am Campus Loefflerstraße Neubauten für zentrale Hörsäle, eine Bereichsbibliothek für die Geisteswissenschaften und einer Ausgabemensa in den vorhandenen Gebäudekomplex zu integrieren. Die Klinikgebäude bilden derzeit ein in sich geschlossenes Ensemble, in dem sich ein Baufenster für die neuen Nutzungen an der Hunnenstraße durch die Aufgabe von Nebengebäuden ergeben hat. Auf diesem Baufeld soll ein Raumbedarf von insgesamt ca. 5.840 m² HNF umgesetzt werden, wobei denkmalgeschützte Bestandsgebäude an der Hunnenstraße eingebunden werden sollen.

Mit hochbaulichen Vorentwurfsplanung sollten auch Vorschläge zur Nutzung regenerativer Energiegewinnung und für insgesamt zukunftsfähige Energiekonzepte erarbeitet werden. Die verschiedenen Vorschläge sollen in der Projektentwicklung vertieft werden.



Letzte Änderung: 27.05.2011 09:55
Verantwortlich: Pressestelle


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