Universitätspreis 2012
Das Rektorat und die Gleichstellungskommission des Senats der Universität Greifswald vergeben seit 2006 jährlich den Universitätspreis für eine wissenschaftliche Arbeit, die die Geschlechtsperspektive in besonderer Weise berücksichtigt. Der Preis ist mit 300 € dotiert. Vorschläge können bis zum 25. Mai 2012 eingereicht werden.
Bei der Auswahl der zu prämierenden Arbeit werden insbesondere die Qualität der wissenschaftlichen Darstellung der Geschlechterperspektive und ihr innovativer und originärer Ansatz beachtet.
Universitätspreis 2009
Universitätspreise für wissenschaftliche Arbeiten, mit besonderem Geschlechterbezug wurden im Jahr 2010 an Anne-Mareike Dreyer und Jonas Wipfler vergeben.
Anne-Mareike Dreyer studiert Englisch, Religion und als Beifach Kunstgeschichte für das Lehramt an Gymnasien. In ihrer Arbeit geht es im Grundsatz um die Frage, ob und inwieweit mit Blick auf die heilsgeschichtliche Wirkung von Christus auch Frauen diese Rolle übernehmen können. Konkret werden drei Filme eines Regisseurs untersucht, bei denen die Rolle der jeweiligen weiblichen Hauptfiguren als moderne Darstellungen der christlichen Leidensgeschichte interpretiert wird. Diese Darstellung ist ausgesprochen tiefgründig und innovativ und wurde deswegen als preiswürdig eingestuft.
Jonas Wipfler studiert Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Öffentliches Recht an der Universität Greifswald. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Wirkung von Frauenförderung durch eine transnationale Nichtregierungsorganistaion (NGO) in Indien. Die Untersuchung ist auch stark eingebettet in allgemeine Entwicklungszusammenhänge. Es ist eine ausgesprochen gründliche und auch fachlich sehr überzeugende Arbeit mit ausreichendem Geschlechterbezug, die als preiswürdig eingestuft wurde.
Universitätspreis 2007
Die Juristin Dr. Juliane Zolondek erhielt 2007 den Preis für eine Dissertation zur Bestandsaufnahme und Bewertung des deutschen und europäischen Frauenstrafvollzugs.
Die Preisträgerin hat mit ihrer Arbeit einen Anstoß zu einer länderübergreifenden Optimierung der Haftbedingungen von Frauen gegeben. Es wurden spezifische Lebenslagen und tatsächliche Haftbedingungen weiblicher Gefangener analysiert. Die Dissertation verbessert die Identifizierungen von best practices für eine bedarfsgerechte Vollzugsgestaltung und kann damit die Rehabilitation sowie tertiäre Prävention bei weiblichen Strafgefangenen fördern. Das hohe wissenschaftliche Niveau der Arbeit wurde durch ein von beiden Gutachtern ausgesprochenes magna cum laude gewürdigt.
Universitätspreis 2006
Im Jahr 2006 wurde eine Magisterarbeit aus dem Fach Amerikanistik prämiert. Die Autorin, Nadine Gebhardt (25), setzte sich mit der Gender- und Identitätsproblematik in zeitgenössischen literarischen Texten auseinander. In ihrer Magisterarbeit "Female Mythologies in Contemporary Chicana Literature" analysierte die Preisträgerin die weiblichen bzw. feministischen Mythologien in zeitgenössischen Werken der sogenannten Chicanas, US-amerikanische Staatsbürgerinnen mexikanischer Abstammung.
Die mit 1,0 bewertete Arbeit ist sehr lebendig und engagiert verfasst und entfaltet das Thema vor einem breiten zeitgenössischen politischen und literarischen Hintergrund.
Dr. Cornelia Krüger
Gleichstellungsbeauftragte
Robert-Blum-Str.13, 17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 86-3491
Fax: +49 (0)3834 86-3492
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