Master of Laws (LL.M.) in Criminology and Criminal Justice - Kriminologie und Strafrechtspflege
Seit dem Wintersemester 2006/2007 wird an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald der Weiterbildungsstudiengang "Master of Laws (LL.M.) in Criminology and Criminal Justice - Kriminologie und Strafrechtspflege" angeboten.
Studiendauer und Kosten
Die Studiendauer beträgt ein Jahr. Der Studiengang ist gebührenpflichtig. Die Kosten pro Student für das Studienjahr werden mit 1500,- Euro veranschlagt. Allerdings können im Greifswalder Schwerpunktprogramm "Kriminologie und Strafrechtspflege" oder einem vergleichbaren Schwerpunktprogramm anderer Universitäten erbrachte Leistungen angerechnet werden, so dass sich die Gebühren u. U. erheblich reduzieren.
Zielgruppen und Zulassungsvoraussetzungen
Der Weiterbildungsstudiengang richtet sich an Absolventen der Fachrichtungen Jura, Psychologie oder von anderen sozialwissenschaftlichen Studiengängen mit einem abgeschlossenen mindestens vierjährigen Studium mit anschließender Praxiserfahrung. Hierdurch sollen Personen angesprochen werden, die eine Spezialisierung in Praxisfeldern der Strafrechtspflege anstreben, beispielsweise in der Jugendkriminalrechtspflege (u. a. bei freien und öffentlichen Trägern der Jugendhilfe), im Strafvollzug, in der polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Strafverfolgung, der Jugend- und Erwachsenenstrafgerichtsbarkeit. Ebenso kommt als Berufsziel die kriminologisch orientierte Forschungstätigkeit bei Landeskriminalämtern, den kriminologischen Diensten im Strafvollzug der Bundesländer, bei Ministerien des Bundes und der Länder sowie bei internationalen Einrichtungen (UN, Europarat, NGO's) in Betracht.Insbesondere sollen auch ausländische Studierende angesprochen werden.
Ein weiterer programmatischer Schwerpunkt liegt in der (von der Natur der Sache her vorgegebenen notwendigen) Interdisziplinarität. So sind am geplanten Master-Programm Kolleginnen und Kollegen der Psychologie, der Psychiatrie, der Erziehungswissenschaften und der Rechtsmedizin beteiligt. Die Community Medicine ist über Lehr- und Forschungsprojekte zum Gesundheitsverhalten (Alkohol und Straßenverkehrskriminalität) involviert. Damit leistet der Studiengang auch einen Beitrag zur Vernetzung von Lehre und Forschung der Rechts- und Staatswissenschaftlichen mit der Philosophischen und der medizinischen Fakultät. Perspektivisch werden auch die Politikwissenschaft und die Soziologie einzubeziehen sein.
Die Perspektiven dieses Studiengangs liegen nicht zuletzt in der möglichen weitergehenden Internationalisierung durch die Fortentwicklung in Richtung internationaler Studiengänge (ggf. mit gemeinsamen Prüfungen und Diplomen). Insoweit bestehen Arbeitsbeziehungen mit den Universitäten Tomsk (Russland) und Vilnius (Litauen). Vorüberlegungen wurden u. a. im Rahmen eines derzeit laufenden und vom Lehrstuhl für Kriminologie in Greifswald mit koordinierten Tempus-Projekts mit den sibirischen Universitäten Tomsk, Omsk, Irkutsk und Krasnojarsk entwickelt. Als weitere Partner einer intensiven internationalen Kooperation kommen die Universitäten Sheffield, Nottingham (England), Leuven (Belgien) und Pau (Frankreich) in Betracht, mit denen enge Arbeitsbeziehungen im Rahmen des Sokrates-Programms und eines europäisch-kanadischen Austauschprogramms der Europäischen Union ("GLOBUS - Social Justice and Human Rights") bestehen.
Prof. Dr. Frieder Dünkel
Lehrstuhl für Kriminologie
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Zentrale Studienberatung
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