| Geschichte |
Die Gründung des Gartens geht auf das Jahr 1763 zurück. Damals wurde er zwischen Collegiengebäude (heute Universitätshauptgebäude) und Stadtmauer von dem Magister Samuel Gustav Wilcke als "hortus medicus" (Arzneipflanzengarten) angelegt. Der Pflanzenbestand hatte allerdings keinesfalls nur medizinischen Charakter, deshalb erhielt er bereits ein Jahr später die Bezeichnung "hortus academicus" - entsprechend der zunehmenden Bedeutung der Botanik als eigenständiger Wissenschaft.
Durch die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einsetzende Bautätigkeit an diesem Standort wurde der Garten in seiner Funktionstüchtigkeit eingeengt und unter Prof. Julius Münter Pläne vorangetrieben, den Garten zu verlagern. 1886 konnte so auf einer 2 Hektar großen Fläche zwischen Soldmann- und Grimmer Straße eine neue Gartenanlage mit Gewächshauskomplex - im wesentlichen bestehend aus Palmen-, Kalt- und Warmhaus - fertiggestellt werden. Diese Häuser bilden auch heute nach über 100 Jahren Nutzung den Kern für die 16 Gewächshäuser mit 1400 qm erweiterter Glasfläche, von der über die Hälfte den Besuchern zugänglich ist.
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