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Konzept des Forschungsprojektes

Historisch-Geographisches Informationssystem (HGIS) Schwedisch-Pommern 1690-1760

Auf der Grundlage computergestützter Verarbeitung der beiden Kartenaufnahmen - Schwedische Matrikelkartenaufnahme 1690-1708 und Militärkartenaufnahme 1758-63/64 - und der dazu gehörenden Beschreibungsbände wird eine komplexe wissenschaftliche Auswertung in historischer (nach kirchen-, sozial-, wirtschafts und rechtshistorischen Ansätzen), geographischer, kartographischer, landschaftsökologisch-botanischer, philologischer (Nordistik, Germanistik, Slawistik) sowie bau- und bodendenkmalspflegerischer Hinsicht angestrebt. Das entstehende HGIS ermöglicht die Auswertung der Quellen als Massenquelle. Die Herstellung eines einheitlichen Maßstabes im Kartenwerk sowie die mit der Computerbearbeitung ermöglichte Kontrastrierung mit Kartenaufnahmen jüngeren Datums bieten weitere wissenschaftliche Ansätze. In der Realisierung werden technisch-technologische Lösungen ausprobiert und neuzuentwickeln sein.

Die Ergebnisse werden sein: 1. offenes HGIS Schwedisch Pommern 1690-1760,

2. digitalisierte Übersichtskarten/Zustandskarten

3. Vergleichskarten, multimediale Verwertung

Adressaten: staatliche und kommunale Ämter (Bau-, Bodendenkmal-, Baudenkmal-, Natur- und Umwelt- sowie Planungsressorts), Bildungsinstitute, Museen, Archive,

 

Methoden

Die Karten werden über Großdias eingescannt und bearbeitet. Die Beschreibungsbände werden in der Originalsprache transcribiert und ins Deutsche übersetzt (Edition möglich). Auf dieser Grundlage erfolgt dann die wissenschaftliche Auswertung durch die einzelnen Fachdisziplinen. Die interdiszplinäre Zusammenarbeit realisiert sich zum einen über die Ausgangsquelle und zum anderen darüber, daß über eine Computervernetzung die jeweiligen Arbeitsergebnisse des anderen abrufbar sein sollen.

Die internationale An- und Einbindung ergibt sich aus der Tatsache, daß die Untersuchung der Ergebnisse der schwedischen Reichsaufnahme über die schwedische Kulturlandschafts-forschung weit fortgeschritten ist und in dieser Reichsaufnahme sowie ähnlichen Aufnahmen für den liv-, est- und ingermanländischen (Rußland, Finnland) Raum die Grundlage für einen internationalen Forschungsverbund besteht. Das schwedische Interesse ist groß, die baltische Forschung würde Impulse dadurch erhalten. Eine Zusammenarbeit mit der potenten polnischen Historischen Kartographie ist anzustreben.

 

Quellen

Schwedische Matrikelkartenaufnahme 1692-1698(1708) ca. 1700 Karten sowie etwa 80 Beschreibungsbände

Schwedische Militärkartenaufnahme 1758-1763/64 ca. 500 Karten und 4 Beschreibungsbände

 

Vernetzungen

(für entsprechende Projektbeschreibungen vgl. WWW-Links der betreffenden Kollegen)

1. Graduiertenkolleg Küstenzonenmanagement (Prof. Aurada) im Antragsverfahren

2. Graduiertenkolleg Fremdwahrnehmung (Prof. North) im Konzeptverfahren

3. mit den vorgestellten Projekten der Herren Spieß (Adel und Klöster), North (Integration), Baumgartner (Olesen, Buchholz- Adlige und Literatur), Fix-Bonner (Edition), Klüter (Europäisierung/Peripherisierung), Niemeyer (Onomastik)

bedingt mit den Projekten der Damen und Herren Hartmann (Vitae Pomeranorum), Onnasch (Predigten), Hermann-Winter, Eckert-Range.

Erfreulich wäre eine betriebswirtschaftlich orientierte Untersuchung zum obigen Gegenstand.

 

März 1997