KonzeptuellerHintergrund
Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens stellte das Phänomen des Starkults in Verbindung mit zeitgenössischer Bildender Kunst dar. Auf der einen Seite interessierte das Phänomen des Künstlers, der selbst Prominenter ist, auf der anderen Seite der zeitgenössische Künstler, der sich mit dem Phänomen Prominentenkult auseinandersetzt.
Seit der Renaissance gibt es Künstlerstars, die man in der Rückschau als Celebrities bezeichnen könnte: Malerfürsten wie Rembrandt oder Michelangelo waren schon zu Lebzeiten Berühmtheiten. Doch zu globaler Prominenz kommt es erst durch die Medienpräsenz des 20. Jahrhunderts. Andy Warhol nimmt hier eine Schlüsselrolle ein, denn durch seine geschickte PR-Strategie hat er sich und andere erfolgreich ins Rampenlicht gerückt.
Andererseits dienen Persönlichkeiten aus der Medienwelt als Bildvorlage für einige Künstler. Oft thematisieren und hinterfragen sie in ihrem Werk den Personenkult, der von den Medien geschaffen wird. Sie fühlen sich angezogen von der Scheinwelt der Prominenz, zeigen in ihrem Werk aber auch kritische Betrachtungen des Phänomens Starkult auf.
David LaChapelle ist wohl einer der populärsten zeitgenössischen Fotografen, die sich in ihrem künstlerischen Schaffen der Welt des schönen Scheins widmen. Es gibt kaum einen namhaften Star, den LaChapelle nicht in seiner ganz eigenen Bildwelt inszeniert hat. Mit seiner grellen, kitischig-knalligen Bildsprache wurde der Schüler von Warhol schnell berühmt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.
Für das Schulprojekt „Gerüchteküche“ sollte seine Kunst als maßgebliche Inspirationsquelle dienen. |