„Carmilla: Ich bin krank
daher bin ich. [...] Ohne Krankheit wäre ich nichts.“ (Elfriede
Jelinek:Krankheit oder Moderne Frauen, in: dies.: Theaterstücke, Reinbek bei
Hamburg,
1992, 232)
„Krankheit im Sinne der RVO. ist ‚ein anormaler, pathologischer
Zustand, ein Zustand der
Störung der normalen Körper- oder Geistestätigkeit, der entweder
lediglich Heilbehandlung
erfordert oder zugleich oder ausschließlich Arbeitsunfähigkeit zur
Folge hat.‘ (Hanow-
Lehmann u.a.)“ (Max Marcuse, Ist die Behandlung der
Impotenz eine kassenärztliche
Leistung, in: Zeitschrift für Sexualwissenschaft 13. Bd., Heft 7, 1926, 236)
„Hülfbedürftig ist ferner das Weib bei Verrichtung seiner Berufsarbeit:
der Schwangerschaft,
der Geburt, des Säugens des Kindes. Während dieser Zustände ist die
Leistungsfähigkeit des
Weibes gleichfalls und in viel erheblicherer Weise wie bei der
Menstruation herabgesetzt. Die
Vorgänge selbst disponiren wiederum zu einer grossen Anzahl von
Krankheiten, die beim
männlichen Geschlecht völlig unbekannt sind.“ (Max Runge,
Das Weib in seiner
geschlechtlichen Eigenart. Nach einem in Göttingen gehaltenen Vortrage, Berlin,
4. Aufl.
1900, 5)
Heidkliff: Mein Berufsgeheimnis ist die Trennung von Oben und Unten.
Diese Trennung ist
medizinisch angeregt und konstitutionell angelegt."
(Elfriede Jelinek: Krankheit oder Moderne
Frauen, in: dies.: Theaterstücke, Reinbek bei Hamburg, 1992, 198)