Geistes- und Sozialwissenschaften / Social Sciences and Humanities

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Bundesförderungen / Federal funding

BMBF: Förderung von Strukturen zur systematischen Berücksichtigung von geschlechtsbezogenen Aspekten

Die Erkenntnisse der Wissenschaft tragen stetig dazu bei, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und ihre Lebenserwartung zu erhöhen. Exzellente Forschung, Entwicklung und Innovation muss sich deshalb am Nutzen für alle Menschen orientieren unabhängig von Geschlecht, Alter oder weiteren Vielfältigkeitsaspekten. Ziel der Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist daher, Projekte zu fördern, die die Entwicklung, Umsetzung und Verankerung von strukturellen Maßnahmen zur systematischen Berücksichtigung von geschlechtsbezogenen Aspekten im gesamten ­Forschungsprozess in Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschenden kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sicherstellen. 

Gefördert werden innovative Strukturprojekte mit Modellcharakter, die dazu dienen, dass die Frage nach der Relevanz der Einbeziehung von Geschlechteraspekten in und für exzellente Forschung und Wissenschaft systematisch und dauerhaft integriert wird. Hochschulen, außerhochschulische Forschungseinrichtungen und forschende KMU sollen unterstützt werden, nachhaltige, strukturelle Maßnahmen dafür zu entwickeln und sie in die (Fach-)Öffentlichkeit zu vermitteln. Die Förderung erfolgt in zwei Phasen. Die erste Phase (Konzeptphase, sieben ­Monate) dient der Anschubfinanzierung zur Ausarbeitung eines Strukturaufbaukonzepts. Im Anschluss werden Projekte mit besonders aussichtsreichen Konzepten ausgewählt. Diese erhalten in einer zweiten Phase (Umsetzungsphase, fünf Jahre) eine Förderung für die Umsetzung ihrer Konzepte.

Antragsberechtigt sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie KMU der gewerblichen Wirtschaft, soweit sie sich forschend betätigen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. 

Die Konzeptphase ist einstufig angelegt, die Umsetzungsphase ist zweistufig angelegt.

Frist: Förderanträge für die Konzepthase sind bis zum 15. Oktober 2021 vorzulegen. Förderanträge für die Umsetzungsphase sind bis zum 16. Januar 2023 vorzulegen

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BMBF: Sprachliche Bildung in der Einwanderungsgesellschaft: Individuelle Potenziale entwickeln und Übergänge gestalten

Deutschland ist ein vielfältiges Land, in dem Menschen mit verschiedenen sprachlichen Hintergründen leben. Die Migration nach Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten und besonders in den letzten Jahren trägt wesentlich dazu bei. Die Sicherung und Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen aller in Deutschland lebenden ­Menschen ist vor diesem Hintergrund ein zentrales politisches Ziel der Bundesregierung. Ziel der Förderrichtlinie ist es, die sprachliche Bildung der in Deutschland lebenden Menschen zu sichern und zu verbessern, Instrumente für die Unterstützung von Lernenden zu entwickeln und in ihren Wirkungen zu erforschen. 

Es werden Forschungsprojekte gefördert, die die Übergänge zwischen Bildungsetappen oder ­zwischen formaler, non-formaler und informeller Bildung oder die Zusammenarbeit zwischen Lernorten im Fokus haben und damit einen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung einer durchgängigen sprachlichen Bildung leisten. Dabei sollen Praxispartner bereits frühzeitig und gleichberechtigt im Prozess einbezogen werden, um eine höhere Relevanz und Akzeptanz der Ergebnisse und Erkenntnisse in der Praxis zu erreichen. Außerdem wird mit dieser Förderrichtlinie ein Metavorhaben gefördert, in dem die Ergebnisse der Projekte des Forschungsschwerpunktes „Sprachliche Bildung in der Einwanderungsgesellschaft“ in einen übergreifenden wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmen gestellt werden sollen.

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie sonstige Einrichtungen und Organisationen mit Bezug zur Bildungsforschung. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Der Zeitraum kann in der Regel bis zu drei Jahre betragen.

Das Verfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Bis zum 15. November 2021 sind Anträge einzureichen

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BMBF: Aktuelle und historische Dynamiken von Rechtsextremismus und Rassismus

Die Bundesregierung sieht die Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus als gesamtgesellschaftliche Aufgabe von zentraler politischer Bedeutung und hat dazu im März 2020 den Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus eingerichtet. Das Ziel der vorliegenden Förderrichtlinie ist es, die Wissensbasis über Rechtsextremismus und Rassismus gezielt auszubauen. Die Richtlinie ist Teil des Rahmenprogramms „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ (2019 bis 2025), mit dem das BMBF drängende gesellschaftliche Herausforderungen adressiert. 

Das BMBF beabsichtigt, exzellente geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprojekte zu fördern, die sich der historischen und zeitgeschichtlichen Entstehungsbedingungen und Auswirkungen von Rechtsextremismus und Rassismus widmen und solche, die aktuelle Dynamiken von Rechtsextremismus und Rassismus mit empirischer und anwendungsorientierter Grundlagenforschung zum Gegenstand haben. Ziel ist es die historische und zeitgeschichtliche sowie die empirische Forschung jeweils zu stärken, um neue auch interdisziplinäre Forschungsperspektiven zu generieren und Handlungs- und Orientierungswissen zu ­erlangen. Die Sichtbarkeit und nachhaltige Vernetzung der Forschungsfelder soll mithilfe von „Wissensnetzwerken“ gestärkt werden.

  • Rechtsextremismusforschung
  • Rassismusforschung

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie andere Institutionen und öffentliche Einrichtungen, die den Zuwendungszweck sowie die Zuwendungsvoraussetzungen erfüllen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren gewährt. Im Fall der Wissensnetzwerke werden die Zuwendungen für bis zu fünf Jahren gewährt.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Projektskizzen sind bis zum 15. September 2021 vorzulegen

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BMBF: Förderung von Forschungsprojekten zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten in den Lebenswissenschaften

Die technischen und methodischen Fortschritte in den modernen Lebenswissenschaften eröffnen vielversprechende Lösungswege für aktuelle und zukünftige Herausforderungen unserer Gesellschaft. Sie können in einigen Fällen bedeutsame ethische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen aufwerfen und fordern bestehende Wertvorstellungen heraus. Das Förderziel der Maßnahme ist es, die ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte im Rahmen der aktuellen Entwicklungen in den Lebenswissenschaften zu identifizieren und wissenschaftliche Grundlagen für einen informierten und sachorientierten, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs zu legen sowie den Stand des Wissens zu erweitern. 

Gegenstand der Förderrichtlinie sind Forschungsprojekte, die grundsätzlich in interdisziplinären Verbünden arbeiten sollen. Die Projekte müssen einen klaren Bezug zu ethischen, rechtlichen und/oder sozialen Aspekten der Lebenswissenschaften herstellen. Sie müssen auf zukunftsorientierte Problemstellungen ausgerichtet sein, die sich aus der Forschung und/oder der Anwendung ihrer Ergebnisse ergeben.

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Projektskizzen sind bis zum 15. September 2021, 12.00 Uhr einzureichen

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BMBF: Käte Hamburger Kollegs

Die vorliegende Bekanntmachung besteht aus zwei Förderlinien. Das BMBF möchte zum einen Kollegs fördern, die eine geisteswissenschaftliche Themensetzung aufweisen (siehe Förderlinie I), zum anderen Kollegs, die eine dezidierte Zusammenarbeit der Geisteswissenschaften mit den Lebens-, Natur-, Technik- oder Ingenieurwissenschaften bei der Bearbeitung einer originär geisteswissenschaftlichen Fragestellung ermöglichen (siehe Förderlinie II).

  • Förderlinie I – Geisteswissenschaftliche Forschung: Interdisziplinäre Forschung in den Geisteswissenschaften zu innovativen Fragestellungen.
  • Förderlinie II – Transdisziplinäre Forschung: geisteswissenschaftliche Fragestellungen in der Zusammenarbeit mit Lebens-, Natur-, Technik- oder Ingenieurwissenschaften.

Die Käte Hamburger Kollegs sollen herausragenden Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern an deutschen Universitäten bzw. Hochschulen die Möglichkeit geben,

  • eine international sichtbare und wirksame Schwerpunktbildung der deutschen Geisteswissenschaften an den Universitäten bzw. Hochschulen voranzutreiben und die Verbindungen zu ausländischen Forschungsschwerpunkten und exzellenten Einrichtungen zu stärken,
  • durch weitgehende Freistellung von universitären Verpflichtungen wissenschaftlichen Freiraum für exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gewinnen, um selbstgewählte Forschungsfragen entwickeln und ihnen nachgehen zu können,
  • eine Lerngemeinschaft zu bilden, die durch die systematische Konfrontation mit anderen Wissenskulturen die eigenen Selbstverständlichkeiten auf den Prüfstand stellt,
  • internationale Fachkolleginnen und -kollegen in ihre Forschungsarbeiten an deutschen Universitäten bzw. Hochschulen einzubeziehen,
  • die geisteswissenschaftlichen Methoden – auch vergleichender, interdisziplinärer und transdisziplinärer Forschung – weiterzuentwickeln,
  • Graduierte nach der Dissertation (Postdocs) an internationale Spitzenforschung heranzuführen und in Netzwerke zu integrieren.

Antragsberechtigt sind staatliche und nichtstaatliche Universitäten bzw. Hochschulen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Das Antragsverfahren ist zweistufig und findet unter Einbezug internationaler Gutachterinnen und Gutachter statt. Das Verfahren ist zudem offen und kompetitiv.

Frist: Interessensbekundungen sollten bis31. Oktober 2021 (für die Einreichungsfrist von Skizzen zum 17. Januar 2022) bzw. 31. Oktober 2023 (für die Einreichungsfrist von Skizzen zum 15. Januar 2024) eingereicht werden.

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Änderung der Ausschreibung

Weitere Förderungen / Other funding bodies

VolkswagenStiftung: Opus Magnum

Ziel der Initiative ist es, Professorinnen und Professoren aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, die sich durch (erste) herausragende Arbeiten ausgewiesen haben, einen Freiraum für die intensive Arbeit an einem wissenschaftlichen Werk zu eröffnen. Die Förderung besteht im Wesentlichen in der Finanzierung einer Lehrvertretung, womit die Initiative zugleich auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine zusätzliche Perspektive eröffnen möchte. Das Förderangebot besteht in der Finanzierung einer Vertretungsprofessur für eine Dauer von 6 bis zu 18 Monaten sowie einer Pauschale von bis zu 5.000 Euro pro Semester für die/den Antragsteller(in).

Frist: 01. Februar 2022

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The initiative aims at providing more freedom for writing a larger scholarly treatise to professors from the humanities and social sciences who have already achieved a degree of renown by virtue of (a first) outstanding research performance. Candidates can apply for a substitute professorship , whereby this scheme also aims at providing a perspective for early career academics. The Foundation will finance a substitute professorship for a leave of absence of 6 months to up to 18 months and up to 5,000 Euros per semester for additional non-personnel costs for the applicant.

Deadline: 1st February 2022

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DFG: Visual Communication

In March 2021, the Senate of the Deutsche Forschungsgemeinschaft established the Priority Programme “Visual Communication. Theoretical, Empirical, and Applied Perspectives (ViCom)”. The programme is designed to run for six years. The present call invites proposals for the first three-year funding period. The overall goal of ViCom is to investigate the special features and linguistic significance of visual communication. 

The Priority Programme addresses researchers in linguistics, semiotics, psychology, neuroscience, philosophy, animal communication, visual studies, computational linguistics, didactics and related fields who seek to advance our understanding of the linguistics of visual and multimodal communication by

  • formulating formally explicit models of the linguistic structures and cognitive mechanisms underlying visual communication, and
  • testing these models using different empirical methods, or
  • by developing new applications in technological, therapeutic, and didactic environments to improve the usage of visual communication in these areas.

Deadline: Proposals must be submitted by 3 November 2021

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DFG: Jüdisches Kulturerbe/Jewish Cultural Heritage

Das Schwerpunktprogramm will interdisziplinär und multiperspektivisch die Entwicklungen sowohl des gesellschaftlichen und kulturpolitischen Stellenwerts als auch des Umgangs mit jüdischem Kulturerbe in Europa erforschen. Dabei widmet es den historischen und gegenwärtigen Beziehungen zwischen Gesellschaft, jüdischem Kulturerbe und politischen, wirtschaftlichen, religiösen und soziokulturellen Differenzordnungen besondere Aufmerksamkeit. Ziel des Schwerpunktprogramms ist eine Reflexion der Diskursivierung des kulturellen Erbes von Juden und Jüdinnen in Europa. 

Das Schwerpunktprogramm ist transdisziplinär angelegt und richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen, die sich mit Gegenständen und Konzepten jüdischen Erbes – und dessen Nachleben – befassen.

Frist: Bis zum 17. August 2021 sind Anträge einzureichen.

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The Priority Programme aims at developing an interdisciplinary and multi-perspective focus specific to the issues of social and cultural-political significance and the use of Jewish cultural heritage in Europe. In doing so, it pays particular attention to the historical and contemporary intersections of society, Jewish cultural heritage and political, economic, religious and socio-cultural ordering taxonomies. The aim of the Priority Programme is to analyse the discursive nature of the cultural heritage of Jews in Europe. 

The Priority Programme is transdisciplinary and addresses scholars from all disciplines who seek to understand objects and concepts of Jewish heritage – and its afterlife.

Deadline: Proposals must be submitted by 17 August 2021

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Fritz Thyssen Stiftung: ThyssenLesezeit

Die ThyssenLesezeit unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die z. B. nach einem Rektorat, Dekanat oder der Leitung eines großen Forschungsprojektes oder -verbundes wieder in Lehre und Forschung zurückkehren wollen, und fördert zugleich den wissenschaftlichen Nachwuchs. Die ThyssenLesezeit ermöglicht nach der Beendigung administrativer Verpflichtungen eine sechsmonatige Freistellung, um die eigene Forschungstätigkeit zügig vertieft wieder aufnehmen und die für das jeweilige Fachgebiet relevante Literatur intensiv rezipieren zu können. Die Fritz Thyssen Stiftung finanziert in dieser Zeit eine Lehrstuhlvertretung. Die ThyssenLesezeit wird einmal jährlich an Professorinnen und Professoren aus den Geistes- und Sozialwissenschaften an deutschen Universitäten vergeben.

Frist: 31. August 2021.

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DSF: „Ambivalenzen der Digitalisierung für Frieden und Sicherheit“

Die Ausschreibung zielt auf die Generierung origineller Forschungsprojekte, die aus der Perspektive der Friedens- und Konfliktforschung die Ambivalenzen der Digitalisierung für Frieden und Sicherheit beleuchten. Die Vorhaben sollen sich mit den friedensfördernden Potenzialen der Digitalisierung im Kontext innergesellschaftlicher und internationaler Konfliktlagen auseinandersetzen, aber auch ihre Grenzen und Probleme in den Blick nehmen. Sie sollen die Bedingungen untersuchen, unter denen digitale Techniken innergesellschaftliche Konfliktkonstellationen beeinflussen. Die Forschungen sollen sich zudem mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die internationale Sicherheit beschäftigen, indem sie die Risikopotenziale wie auch Governancefragen analysieren. Darüber hinaus sollen sie sich mit Grundfragen der Datengenerierung und digitaler Wissensproduktion im Kontext von Frie-den und Sicherheit auseinandersetzen. Hieraus ergeben sich vielschichtige Fragestellungen, die sowohl technologische, politische, ökonomische und rechtliche als auch sozio-kultu-relle, kognitive und ethische Aspekte zum Gegenstand haben können. Förderformate:

  • Profilprojekt: Regelaufzeit 30 Monate | Fördersumme max. 150 T€
  • Pilotprojekt: Regelaufzeit 12 Monate | Fördersumme max. 50 T€
  • Forschungsnetzwerk: Regellaufzeit 24 Monate | Fördersumme max. 30 T€
  • Internationale Fachtagung | Fördersumme max. 20 T€

Fristen:  14. Mai 2021 und 01. Oktober 2021

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Union der deutschen Akademien der Wissenschaften: Forschungsprogramm

Das Akademienprogramm, das gemeinsame Forschungsprogramm der deutschen Akademien der Wissenschaften, dient der langfristigen Grundlagenforschung in den Geisteswissenschaften, den historischen Rechtswissenschaften sowie Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften. Auch Forschungsfragen und Materialien im Überschneidungsfeld dieser wissenschaftlichen Bereiche mit naturwissenschaftlichen Disziplinen können im Rahmen des Akademienprogramms bearbeitet werden.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit abgeschlossener Promotion und institutioneller Anbindung in Deutschland können sich (als Einzelantragstellende oder zusammen mit einem oder mehreren Mitantragstellenden) bei einer der aufgeführten Akademien mit einem Forschungsvorhaben bewerben. Das Antragsverfahren vollzieht sich in zwei Stufen innerhalb eines zweijährigen Zyklus.

Frist: 31. Januar 2021

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Dauerhaft laufende Ausschreibungen / Ongoing calls

Fritz Thyssen Stiftung: Projektförderung

Die Projektförderung der Fritz Thyssen Stiftung richtet sich an Wissenschaftler aus den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Biomedizin. Das geplante Vorhaben sollte sachlich und zeitlich begrenzt sein.

Thematisch ist eine Antragstellung in folgenden Förderbereichen möglich:

  • Geschichte, Sprache und Kultur
  • Querschnittsbereich Bild-Ton-Sprache
  • Staat, Wirtschaft und Gesellschaft
  • Medizin und Naturwissenschaften

Auch interdisziplinär angelegte Projekte werden von der Stiftung begrüßt. Die Förderung der Stiftung ist im fachlichen Rahmen der Förderbereiche in aller Regel Vorhaben mit einem Bezug zum deutschen Wissenschaftssystem vorbehalten.  Dieser Bezug kann personell über Projekte gegeben sein, an denen deutsche Wissenschaftler beteiligt sind, institutionell über Forschung von ausländischen Wissenschaftlern an deutschen Forschungseinrichtungen verankert werden oder durch einen thematischen Bezug zu deutschen Wissenschaftsinteressen hergestellt sein.

Anträge können grundsätzlich nur aus Hochschulen bzw. gemeinnützigen Forschungseinrichtungen heraus gestellt werden.

Frist: Projektanträge können vorgelegt werden bis zum 15. Februar  für die Sommersitzung der Stiftungsgremien im Juni und 15. September für die Wintersitzung der Stiftungsgremien im Februar eines Jahres.

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Gerda Henkel Stiftung: Sonderprogramm Sicherheit, Gesellschaft und Staat / Special Programme Security, Society and the State

Das Sonderprogramm „Sicherheit, Gesellschaft und Staat“ trägt diesen widersprüchlichen Entwicklungen Rechnung. Es will neue Problemzonen auf eine Weise in den Blick nehmen, die einerseits für die Sicherheitspolitik nach dem Ende des Kalten Krieges exemplarisch, andererseits in der einschlägigen Forschung bislang weniger beachtet worden sind. Jüngere Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sollen ermutigt werden, unkonventionelle aber zentrale Fragestellungen zu verfolgen. Erfahrene Forscherinnen und Forscher sollen die Gelegenheit erhalten, für eine begrenzte Zeit intensiv an einer Forschungsfrage zu arbeiten. Dabei geht es auch um die Verbindung von theoretischer Grundlagenforschung und Konzepten, die für die politische Praxis Bedeutung haben.

Thematische Schwerpunkte:

  • Herausforderungen durch neue Technologien
  • Öffentliche Verwaltung und Human Security
  • Konfliktlösungsmuster zwischen Staat und traditionalen Akteuren und Akteurinnen
  • Nicht-staatliche Akteur/innen als Partner/innen und Konkurrent/innen des Staates
  • Sicherheits- und Kommunikationsstrategien zwischen Doktrinbildung und Implementation

Frist: Die nächste Antragsfrist endet am 29. November 2021.

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The "Security, Society and the State" research programme reflects these contradictory trends. It targets new security-related issues that are prime examples of the post-Cold-War era but have been largely neglected in mainstream research. The programme is intended to encourage junior scholars to pursue unconventional research agendas that are nonetheless crucial, while providing senior scholars with the opportunity to focus intensively on work in progress for a limited period. Moreover, the objective is to combine basic theoretical research with concepts that are applicable to present-day political issues of security policy.

Topic Focuses:

  • Challenges of new technologies
  • Public Policy and Human Security
  • Patterns of Conflict Resolution between the State and Traditional Actors
  • Non-Governmental Actors as Partners and Contenders of the State
  • Security and Communication Strategies between Doctrine Formation and Implementation

Deadline: The next application deadline is 29 November 2021.

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Deutsches Zentrum Kulturgutverluste: Förderung der Provenienzforschung im Bereich "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut"

Grundsätzlich können alle öffentlich unterhaltenen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland – vornehmlich Museen, Bibliotheken und Archive – einen Antrag auf Projektförderung bei der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste stellen. Voraussetzung für einen Antrag sind in der Regel Verdachtsmomente auf im Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut in den Beständen . Mit der Zuwendung soll Forschung ermöglicht werden. Daher können die beantragten Mittel für die Schaffung von befristeten Personalstellen, für Werkverträge, aber auch für Reisekosten oder Sachausgaben eingesetzt werden. Es kann langzeitiger Förderbedarf (Fehlbedarfsfinanzierung, bis zu 24 Monaten, Verlängerung möglich) oder kurzfristiger Förderbedarf (Vollfinanzierung des Projekts, max. EUR 15.000, bis zu 6 Monaten, keine Verlängerung) beantragt werden.

Frist: 1. Oktober und 1. April eines jeden Jahres

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Bundesstiftung Aufarbeitung: Projektförderung

Ziel dieser Förderung ist es, möglichst viele Menschen in allen Teilen Deutschlands mit den geförderten Projekten zu einer nachhaltigen und kritischen Auseinandersetzung mit Ursachen, Geschichte und den Folgen der deutschen Teilung, der SED-Diktatur sowie deren Verortung in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts anzuregen und zur Gestaltung der deutschen Einheit beizutragen. Die Bundesstiftung Aufarbeitung will mit ihrer Projektförderung insbesondere

  • die historisch-politische Bildungsarbeit zu diesen Themen befördern und dabei insbesondere die existierende Vielfalt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen Themen erhalten, ausbauen und professionalisieren;
  • neue Zielgruppen für diese Themenbereiche erschließen;
  • neue, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu diesen Themen schaffen und hierfür erforderliche Quellen sichern und erschließen;
  • diese Themen in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre dauerhaft verankern;
  • zum Austausch und zur Vernetzung zwischen gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aufarbeitung beitragen sowie eine internationale Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung von Diktaturen anregen;
  • den Wissenstransfer in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit befördern;
  • Beiträge zur Herausbildung einer gesamtdeutschen Erinnerungskultur leisten, die die Erinnerung an die zweite Diktatur in Deutschland, die Teilung und deren Überwindung einschließt.

Die Zuwendung wird im Rahmen der Projektförderung grundsätzlich als Teilfinanzierung gewährt. Sie kann in Form von nicht rückzahlbaren und von bedingt rückzahlbaren Zuschüssen bewilligt werden. Durch den Antragsteller sind grundsätzlich Eigen- oder Fremdmittel in angemessener Höhe, mindestens jedoch 10% der Gesamtausgaben, einzubringen und nachzuweisen. Grundsätzlich förderfähig sind Sachausgaben sowie Personalausgaben und Honorare.

Frist: 30. Juni (Fördersumme >50.000 Euro) und 31. August (Fördersumme <50.000 Euro) eines jeden Jahres

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BMBF: Nachwuchsgruppen im Rahmen der Sozial-ökologischen Forschung

Das BMBF fördert Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die sich auf dem Gebiet der gesellschaftsbezogenen Nachhaltigkeitsforschung bzw. mit der Leitung von inter- und transdisziplinären Forschungsgruppen qualifizieren wollen. Ziel der Förderung ist die Unterstützung der Weiterentwicklung von institutionellen sowie personellen Kapazitäten, die für die Durchführung inter-/transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung benötigt werden. Außerdem soll jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit Interesse an inter- und transdisziplinären Forschungsansätzen die Möglichkeit gegeben werden, in eigenen Arbeitsgruppen gemeinsam sozial-ökologische Fragestellungen zu bearbeiten, den wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu erhöhen und allgemein ihre Chancen für Karrierewege in inter- und transdisziplinärer Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu verbessern.Die Förderdauer beträgt bis zu fünf Jahren, gefördert werden in der Regel maximal vier wissenschaftliche Personalstellen (teilbar) je Nachwuchsgruppe (davon maximal zwei Postdocs). Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Es können jährlich jeweils bis zum 29. April Skizzen vorgelegt werden

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BMBF: KMU-innovativ: Mensch-Technik-Interaktion

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich Spitzenforschung zu stärken. Gegenstand der Förderung sind risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind. Diese FuE-Vorhaben müssen dem Bereich Mensch-Technik-Interaktion zuzuordnen sein. Wesentliches Ziel der BMBF-Förderung ist die Stärkung der Marktposition der beteiligten KMU. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus einem breiten Themenspektrum, die ihren Schwerpunkt an den drei Themenfeldern im MTI-Forschungsprogramm orientieren:

  • Intelligente Mobilität (Fahrerassistenzsysteme, Intentions­erkennung und Nutzererleben)
  • Digitale Gesellschaft (Robotik, Wohnen/Wohnumfeld, vernetzte Gegenstände)
  • Gesundes Leben (körpernahe Medizintechnik, Implantate, Prothesen/Orthesen und Pflegetechnologien)

Einzel- oder Verbundvorhaben ohne Beteiligung von KMU sind von der Förderung ausgeschlossen. Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: 15. Oktober und 15. April eines jeden Jahres

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BMBF: Förderung von Projekten für inter- und transdisziplinär arbeitende Nachwuchsgruppen in der Sozial-ökologischen Forschung

Innerhalb des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA3) beabsichtigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu fördern, die sich auf dem Gebiet der gesellschaftsbezogenen Nachhaltigkeitsforschung bzw. der Leitung von inter- und transdisziplinären Forschungsgruppen qualifizieren wollen.

Sozial-ökologische Forschung verfolgt das übergreifende Ziel, gesellschaftliche Transformationsprozesse zu verstehen und aufzuzeigen, an welcher Stelle und mit welchen Instrumenten Einfluss genommen werden kann, um die Entwicklung in eine nachhaltige Richtung zu steuern (Transformationsforschung), sowie die Gestaltung dieser Prozesse zu befördern (transformative Forschung).

Antragsberechtigt sind Hochschulen, Forschungseinrichtungen und vergleichbare Institutionen. Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Es können jährlich jeweils bis zum 29. April Skizzen vorgelegt werden

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Gerda Henkel Stiftung: Forschungsprojekte / General Research Grants

Gefördert werden insbesondere Forschungsvorhaben aus folgenden Bereichen:

  • Archäologie
  • Geschichtswissenschaften
  • Historische Islamwissenschaften
  • Kunstgeschichte
  • Rechtsgeschichte
  • Ur- und Frühgeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte

Die Förderung von Forschungsprojekten erfolgt je nach Art des Vorhabens durch die Übernahme von Personal-, Reise-, Sach- und/oder sonstigen Kosten. Für Projektmitarbeiter/innen innerhalb von Forschungsprojekten können ausschließlich Promotions- oder Forschungsstipendien beantragt werden. Voraussetzung für eine Förderung ist grundsätzlich, dass Projektmitarbeiter/innen eigene Forschungsleistungen erbringen, die unter ihrem Namen publiziert werden. Ein gleichzeitiger Bezug von Stipendium und Gehalt oder Altersrente/Pension ist nicht möglich.

Der Förderzeitraum für Promotions- und Forschungsstipendiaten der Stiftung kann um bis zu zwölf Monate verlängert werden, wenn während der Laufzeit des Stipendiums ein Kind geboren wird und ein Anspruch auf Mutterschutz oder Elternzeit besteht. Individuelle Regelungen sind bitte mit der Geschäftsstelle abzustimmen.

Fristen: Die Antragsfrist für die Frühjahrssitzung endet am 24. November 2021

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Research projects in the following fields are supported in particular:

  • Archaeology
  • History of Art
  • Historical Islamic Studies
  • History
  • History of Science
  • History of Law
  • Prehistory and Early History

The grants for research projects involve, depending on the type of project, the assumption of costs for personnel, travel, materials and/or other costs.

Project staff on research projects may only be financed by PhD or research grants. A fundamental prerequisite for a grant is that project staff conduct their own research, which is published under their name. The simultaneous receipt of salary or retirement pension and a research scholarship is not possible.

The period of support for Foundation stipend holders working on Ph.D. or research projects can be extended by up to 12 months if the holder becomes a parent during the period covered by the stipend and has an entitlement to maternity or parental leave. Individual arrangements must be discussed with the Foundation’s administrative office.

Deadlines: 24th November 2021

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DSF: Förderung für Friedens- und Konfliktforschung

Die Stiftung versteht sich als Anstoßgeberin für die Weiterentwicklung des Forschungsfeldes, indem sie insbesondere thematisch und methodisch originelle Forschungsvorhaben fördert. Hierdurch sollen sowohl die Innovationsfähigkeit der Friedens- und Konfliktforschung als auch die Kooperationsmöglichkeiten mit angrenzenden Forschungsgebieten und mit der internationalen Forschung gestärkt werden. Die Stiftung bietet drei verschiedene Förderbereiche an:

Forschungsprojekte:

  • Profilprojekt mit einer Regellaufzeit von 30 Monaten und einem Fördervolumen von bis zu 150 T€
  • Pilotprojekt mit einer Regellaufzeit von 12 Monaten und einem Fördervolumen von bis zu 50 T€

Frist: 2. Mai und 1. November jeden Jahres

Vernetzung und Wissenstransfer:

  • Forschungsnetzwerk mit einer Regellaufzeit von 24 Monaten und einem Fördervolumenvon bis zu 25 T€
  • Internationale Fachtagung mit einem Fördervolumen von bis zu 20 T€
  • Vernetzungsprojekt mit einem Fördervolumen bis zu 10 T€
  • Transferprojekt mit einem Fördervolumen bis zu 10 T€

Thematische Förderlinien:

In diesem Jahr ist das Thema "Ambivalenzen der Digitalisierung für Frieden und Sicherheit"

Frist: 14. Mai 2021 und 1. Oktober 2021

Zu den Förderbereichen

Preise /Prizes

Gerda Henkel Stiftung: Gerda Henkel Preis

Seit 2006 wird der Gerda Henkel Preis in einem Turnus von zwei Jahren an exzellente und international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die in den von der Stiftung geförderten Disziplinen und Förderbereichen herausragende Forschungsleistungen erzielt haben und weitere erwarten lassen. Der Gerda Henkel Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Das Preisgeld ist zur freien Verwendung bestimmt. Erwartet wird die Veröffentlichung des Festvortrags spätestens innerhalb von sechs Monaten.

Disziplinen:

  • Archäologie
  • Geschichtswissenschaften
  • Historische Islamwissenschaften
  • Kunstgeschichte
  • Rechtsgeschichte
  • Ur- und Frühgeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte

Der Gerda Henkel Preis wird international ausgeschrieben. Die Stiftung wendet sich an Universitäten sowie namhafte kulturelle und wissenschaftliche Institutionen und fordert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Einrichtungen auf, geeignete Kandidaten und Kandidatinnen zu benennen. Eigenbewerbungen sind nicht möglich.

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Kontakt

Sara Hackert
Wollweberstraße 1
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1185
Telefax +49 3834 420 1189
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