Geistes- und Sozialwissenschaften

Bundesförderungen

BMBF: Käte Hamburger Kollegs

Im Jahr 2017 fand die Evaluation des BMBF-Rahmenprogramms „Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften“ statt, aus der eine deutliche Empfehlung zur weiteren Förderung von Käte Hamburger Kollegs resultierte. Deshalb möchte das BMBF mit dem neuen Rahmenprogramm „Zukunft gestalten“ (2019 bis 2025) weiterhin geisteswissenschaftliche Spitzenforschung im Format der Käte Hamburger Kollegs fördern.

Die Käte Hamburger Kollegs sollen zur Weiterentwicklung der Strukturen für geisteswissenschaftliche Forschung sowie deren Vernetzung beitragen und die weltweite Sichtbarkeit der geisteswissenschaftlichen Forschung in Deutschland erhöhen. Zugleich sollen mit den Käte Hamburger Kollegs die für Deutschland wichtigen Beziehungen der geistes­wissenschaftlichen Forschung zu exzellenten Forschungszentren, Universitäten und Akademien in Europa und der Welt intensiviert werden.

Die vorliegende Bekanntmachung besteht aus zwei Förderlinien. Das BMBF möchte zum einen Kollegs fördern, die eine geisteswissenschaftliche Themensetzung aufweisen (siehe Förderlinie I), zum anderen Kollegs, die eine dezidierte Zusammenarbeit der Geisteswissenschaften mit den Lebens-, Natur-, Technik- oder Ingenieurwissenschaften bei der Bearbeitung einer originär geisteswissenschaftlichen Fragestellung ermöglichen (siehe Förderlinie II).

  • Förderlinie I – Geisteswissenschaftliche Forschung: Interdisziplinäre Forschung in den Geisteswissenschaften zu innovativen Fragestellungen.
  • Förderlinie II – Transdisziplinäre Forschung: geisteswissenschaftliche Fragestellungen in der Zusammenarbeit mit Lebens-, Natur-, Technik- oder Ingenieurwissenschaften.

Antragsberechtigt sind staatliche und nichtstaatliche Universitäten bzw. Hochschulen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Das Antragsverfahren ist zweistufig und findet unter Einbezug internationaler Gutachterinnen und Gutachter statt. Das Verfahren ist zudem offen und kompetitiv.

Frist: Bis spätestens 15. Januar 2020 können Projektskizzen eingereicht werden.

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BMBF: Erklärbarkeit und Transparenz des Maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz

Mit dieser Richtlinie wird das BMBF Vorhaben fördern, die eine Nachvollziehbarkeit, Erklärbarkeit und Transparenz des ML bzw. der KI, vor allem im Hinblick auf praxisrelevante Anwendungen, zum Ziel haben. Mit der vorzugsweisen Förderung von Verbundprojekten soll die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gestärkt und so zum Vorteil beider Parteien intensiviert werden.

Die zu entwickelnden Anwendungen müssen den Nutzen bzw. Mehrwert von KI zeigen und dabei die Selbstbestimmung, die soziale und kulturelle Teilhabe sowie den Schutz der Privatsphäre von Bürgerinnen und Bürgern berücksichtigen bzw. stärken. Weiterhin sollen die geförderten Projekte insbesondere die beteiligten kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) dazu befähigen, KI-Anwendungen nicht nur zu nutzen, sondern auch zu entwickeln und in ihre Geschäftsprozesse einzubeziehen.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern, sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung gewährt. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Dem Projektträger sind bis spätestens 3. Juni 2019 zunächst vorzulegen.

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BMBF: Zukunft der Arbeit - Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung: Gestaltung neuer Arbeitsformen durch künstliche Intelligenz

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das BMBF das Ziel, die Gestaltungspotenziale neuer Technologien auf die Arbeitswelt zu untersuchen, den Wandel zu begleiten und den Transfer der Forschungsergebnisse in die betriebliche Praxis zu fördern. Die Fördermaßnahme ist Teil der neuen Hightech-Strategie „Innovationen für Deutschland“ der Bundesregierung. Sie beruht insbesondere auf dem Programm „Zukunft der Arbeit – Innovationen für die Arbeit von morgen“.

Das Programm hat das übergeordnete Ziel, gleichermaßen technologische und soziale Innovationen voranzubringen. Es fördert Innovationen in Betrieben, um technischen Fortschritt auch für soziale Innovationen zu nutzen und durch neue Arbeitsprozesse und ein Miteinander der Sozialpartner voranzubringen. Die Verwertbarkeit für Unternehmen und Organisationen und damit die Entfaltung einer gesellschaftlich relevanten Wirkung ist ein wesentliches Ziel.

In dieser ersten Wettbewerbsrunde liegt der Fokus auf der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Arbeitswelten werden sich durch die fortschreitende Implementierung von KI verändern. Die Aufgabenverteilung zwischen Menschen und Maschinen muss neu ausgehandelt werden. Technik soll dabei den Menschen unterstützen und entlasten, sodass er sich mit spezifisch menschlichen Fähigkeiten – z. B. Empathie, Kreativität und dem Finden von Lösungen in komplexen Situationen – einbringen kann. Dafür muss sich die Technik an den Bedürfnissen des Menschen orientieren. Vor diesem Hintergrund ist die Einbeziehung, Partizipation und Mitbestimmung der Beschäftigten bei der Entwicklung und Einführung spezifizierter Anwendungen eine zentrale Voraussetzung.

Antragsberechtigt sind staatliche und nichtstaatliche Hochschulen, Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Kammern, Verbände sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung gewährt. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Bis spätestens 1. Juli 2019 sind zunächst Projektskizzen einzureichen.

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BMBF: Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet „Mensch-Technik-Interaktion für digitale Souveränität“

Diese Bekanntmachung des BMBF erfolgt auf der Grundlage des BMBF-Forschungsprogramms zur Mensch-Technik-Interaktion (MTI) „Technik zum Menschen bringen“. Ziel ist es, innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der MTI zu fördern, die Innovationsimpulse für nutzerorientierte, wettbewerbsfähige Produkte geben, welche den Nutzern zu einem aufgeklärten Umgang mit digitalen Inhalten verhelfen und sie zu einer reflektierten Entscheidung bezüglich der Verwendung ihrer personenbezogenen Daten motivieren.

Auf Basis des MTI-Forschungsprogramms werden in dieser Bekanntmachung Fragen des Themenfeldes „Digitale Gesellschaft“ adressiert. Mit Hilfe neuer Interaktionsformen zwischen Mensch und Technik sollen die Generierung und die Verwendung von Daten für Nutzerinnen und Nutzer besser nachvollziehbar gemacht werden, so dass reflektierte Entscheidungen im Umgang mit digitalen Anwendungen einfacher möglich sind. Über das Konzept der „Informierten Einwilligung“ hinausgehend, sollen Nutzende dazu befähigt werden, ein Datenbewusstsein zu entwickeln und kompetente Entscheidungen im digitalen Raum zu treffen. Neben einer besseren Verständlichkeit und einer erleichterten Steuerung der Datenverwendung ist das Ziel der digitalen Souveränität auch die Vermittlung von Kompetenzen sowie kritischer Reflexionsfähigkeit im Umgang mit digitalen Technologien.

Antragsberechtigt sind Forschungseinrichtungen, Hochschulen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und zivilgesellschaftliche Akteure, wie Vereine und Verbände. Die eingereichten Vorschläge stehen untereinander im Wettbewerb.

Frist: Projektskizzen sind bis zum 3. Juni 2019 einzureichen.

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BMBF: KMU-innovativ: Mensch-Technik-Interaktion

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich Spitzenforschung zu stärken. Gegenstand der Förderung sind risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind. Diese FuE-Vorhaben müssen dem Bereich Mensch-Technik-Interaktion zuzuordnen sein. Wesentliches Ziel der BMBF-Förderung ist die Stärkung der Marktposition der beteiligten KMU. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus einem breiten Themenspektrum, die ihren Schwerpunkt an den drei Themenfeldern im MTI-Forschungsprogramm orientieren:

  • Intelligente Mobilität (Fahrerassistenzsysteme, Intentions­erkennung und Nutzererleben)
  • Digitale Gesellschaft (Robotik, Wohnen/Wohnumfeld, vernetzte Gegenstände)
  • Gesundes Leben (körpernahe Medizintechnik, Implantate, Prothesen/Orthesen und Pflegetechnologien)

Einzel- oder Verbundvorhaben ohne Beteiligung von KMU sind von der Förderung ausgeschlossen. Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: 15. Oktober und 15. April eines jeden Jahres

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Weitere Förderungen

Gerda Henkel Stiftung: Demokratie als Utopie, Erfahrung und Bedrohung

Mit der Initiative "Demokratie als Utopie, Erfahrung und Bedrohung" reagiert die Stiftung auf jüngere Erfahrungen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist: Rechtsstaat und Gewaltenteilung, Meinungsfreiheit und Verpflichtung auf das Gemeinwohl werden relativiert und eingeschränkt. Das Förderangebot richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit den Auseinandersetzungen über die gesellschaftliche Ordnung, wie sie von der Antike bis heute geführt werden, befassen wollen.

Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftler/innen mit Universitätsanbindung aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Beantragt werden können Projekte zu thematischen Schwerpunkten, die von einer Forschergruppe bearbeitet werden. Als „Forschergruppe“ versteht die Stiftung Zusammenschlüsse von mindestens zwei aktiv an den Projektarbeiten beteiligten Wissenschaftlern, die über Stipendien der Stiftung finanziert werden und unter gemeinsamen Fragestellungen forschen. Es können ausschließlich Promotions- oder Forschungsstipendien beantragt werden. Die Beantragung eines Forschungsstipendiums für den Antragsteller (Projektleiter) ist ebenfalls möglich. Insgesamt können maximal drei Stipendien zzgl. Reise- und Sachmittel pro Forschergruppe beantragt werden.

Frist: 19. Juni 2019

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Gerda Henkel Stiftung: Lost Cities. Wahrnehmung von und Leben mit verlassenen Städten in den Kulturen der Welt

Die Gerda Henkel Stiftung gibt die zweite Ausschreibungsrunde des Förderschwerpunkts "Lost Cities. Wahrnehmung von und Leben mit verlassenen Städten in den Kulturen der Welt" bekannt. Der Förderschwerpunkt ist den schrumpfenden und gänzlich verlassenen Städten, den so genannten Lost Cities, gewidmet. Aktuelle Transformationsprozesse in verschiedenen Teilen der Welt lassen zahlreiche Lost Cities entstehen. Ziel des Förderprogramms ist es, die unterschiedlichen Interpretations-, Wissens- und Wahrnehmungskulturen dieser Lost Cities zu beschreiben. Der Förderschwerpunkt ist interdisziplinär angelegt.

Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftler/innen mit Universitätsanbindung aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Beantragt werden können Projekte zu thematischen Schwerpunkten, die von einer Forschergruppe bearbeitet werden. Als „Forschergruppe“ versteht die Stiftung Zusammenschlüsse von mindestens zwei aktiv an den Projektarbeiten beteiligten Wissenschaftlern, die über Stipendien der Stiftung finanziert werden und unter gemeinsamen Fragestellungen forschen. Es können ausschließlich Promotions- oder Forschungsstipendien beantragt werden. Die Beantragung eines Forschungsstipendiums für den Antragsteller (Projektleiter) ist ebenfalls möglich. Insgesamt können maximal drei Stipendien zzgl. Reise- und Sachmittel pro Forschergruppe beantragt werden.

Frist: 19. Juni 2019

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DFG: Open Research Area (ORA) for the Social Sciences: Pre-Announcement of the Sixth Joint Call

The partners for the Open Research Area (ORA) are pleased to announce their sixth joint call for proposals due to open in spring 2019. This notice is being issued now to allow interested researchers to begin discussions with potential research partners in advance of the formal call for proposals.

Four funding organisations will participate in the sixth ORA call. Three European funding organisations will participate: Agence nationale de la recherche (ANR), France; Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Germany; and Economic and Social Research Council (ESRC), United Kingdom. In addition, we are excited to announce that the Social Sciences and Humanities Research Council of Canada (SSHRC) will also be joining this round. The Netherlands Organisation for Scientific Research (NWO, Netherlands) will not be participating in this sixth ORA Call. The Japan Society for the Promotion of Science (JSPS, the core national funding organisation) will again collaborate with ORA as an associate partner. Applicants to the ORA call may seek partnerships with Japanese researchers. JSPS will open a specific call for Japanese researchers.

Proposals will be accepted for research projects in any area of the social sciences. In this round, proposals are required to involve researchers from any combination of three or more participating countries. The proposed research should be integrated across the participating countries, and expected to make an original and significant contribution to scientific knowledge.

The full call for proposals will be announced in April 2019 on the websites of the participating funding organisations.

Deadline: The closing date for proposals is expected to be the end of July 2019.

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Volkswagen Stiftung: Interaktion qualitativ-hermeneutischer Verfahren und Digital Humanities: 'Mixed Methods' in den Geisteswissenschaften?

Den Geistes- und Kulturwissenschaften stehen heute bislang unvorstellbar große Datenmengen aus sehr oft heterogenen Datenquellen in der Forschung zur Verfügung, die den Einsatz neuer computergestützter Methoden des Erkenntniserwerbs ermöglichen bzw. geradezu erfordern. Wie diese neuen Verfahren der Digital Humanities mit den bisherigen, im weitesten Sinne "qualitativ-hermeneutischen" Ansätzen kombiniert werden können und welcher "Mehrwert" sich daraus ergeben kann, ist Gegenstand dieses Förderangebots. Jenseits der gemeinsamen Forschung zu einer konkreten inhaltlichen Fragestellung soll auf theoretisch-methodischer Ebene die Schnittstelle beider Verfahren exploriert werden.

In Förderlinie 2 können Anträge für Workshops und kleinere Sommerschulen mit bis zu 60 Teilnehmer(inne)n eingereicht werden. Das Angebot kann auch zur Heranführung von Geisteswissenschaftlerinnen an die digitalen Verfahren genutzt werden.

Frist: Jederzeit

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Gerda Henkel: Sonderprogramm Sicherheit, Gesellschaft und Staat

Bedeutungsverlust und Entgrenzung des Staates sind ein Generalthema politischer und wissenschaftlicher Diskussionen über Sicherheitspolitik seit dem Ende des Kalten Krieges. „Zerfallende Staaten“ als Schutzzone für Terroristen, transnationale organisierte Kriminalität, Legitimitätsverlust und schrumpfende Handlungskompetenz in Konfliktgebieten lauten die Stichworte. Gute Gründe sprechen für eine differenziertere Betrachtung: Sicherheitsprobleme sind vielschichtiger und dynamischer geworden. Sie sind angesiedelt in einem Kontinuum, das von militärischem Schutz bis zu funktionsfähiger Infrastruktur und tragfähigen gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen reicht. Der Staat wird nicht durchgehend unwichtiger in sicherheitspolitisch relevanten Feldern, teilweise gewinnt er sogar an Bedeutung.

Das Sonderprogramm „Sicherheit, Gesellschaft und Staat“ trägt diesen widersprüchlichen Entwicklungen Rechnung. Es will neue Problemzonen auf eine Weise in den Blick nehmen, die einerseits für die Sicherheitspolitik nach dem Ende des Kalten Krieges exemplarisch, andererseits in der einschlägigen Forschung bislang weniger beachtet worden sind. Jüngere Wissenschaftler sollen ermutigt werden, unkonventionelle aber zentrale Fragestellungen zu verfolgen. Erfahrene Forscher sollen die Gelegenheit erhalten, für eine begrenzte Zeit intensiv an einer Forschungsfrage zu arbeiten. Dabei geht es auch um die Verbindung von theoretischer Grundlagenforschung und Konzepten, die für die politische Praxis Bedeutung haben.

Das Sonderprogramm wendet sich an Geistes- und Sozialwissenschaftler aller Disziplinen. Beantragt werden können Mittel für Forschungsstipendien und zur Durchführung von Forschungsprojekten. Promotionsstipendien werden im Rahmen des Förderschwerpunktes nur bei Einbindung in ein Forschungsprojekt gewährt. Die Forschungsvorhaben sollen sich einem oder mehreren der fünf Forschungsfelder zuordnen lassen.

1. Herausforderungen durch neue Technologien

2. Öffentliche Verwaltung und Human Security

3. Konfliktlösungsmuster zwischen Staat und traditionalen Akteuren

4. Nicht-staatliche Akteure als Partner und Konkurrenten des Staates

5. Sicherheits- und Kommunikationsstrategien zwischen Doktrinbildung und Implementation

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Frist: Die nächste Antragsfrist endet am 29. November 2019.

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DFG: Trilaterale deutsch-französisch-italienische Forschungskonferenzen 2020–2022

Die Geistes- und Sozialwissenschaften sind kultur- und sprachgebunden. Sprache und Kultur sind ihr Gegenstand und ihr Medium. Um den Austausch und die Netzwerkbildung zwischen Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich und Italien nachhaltig zu fördern und dabei den Gebrauch von Deutsch, Französisch und Italienisch als Wissenschaftssprachen ausdrücklich zu unterstützen, haben die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Fondation Maison des Sciences de l’Homme (FMSH) und die Villa Vigoni das Programm „Trilaterale Forschungskonferenzen“ entwickelt, in dem Mehrsprachigkeit ein tragendes Prinzip ist.

Frist: Die Antragstellung muss bis spätestens 30. April 2019 erfolgen.

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Historisches Kolleg: Fellowships für das Kollegjahr 2020/2021

Für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021 (41. Kollegjahr) vergibt das Historische Kolleg insgesamt bis zu sechs ganzjährige Senior und Junior Fellowships. Die Fellows können sich – befreit von universitären Lehr- und Verwaltungsaufgaben – während des Kollegjahres in einem Arbeitszimmer in der Kaulbach-Villa ganz auf ihr wissenschaftliches Vorhaben konzentrieren.

Die Senior Fellowships richten sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller historischen Fächer, die an Universitäten oder  außeruniversitären Forschungseinrichtungen tätig und durch herausragende Forschungsleistungen ausgewiesen sind. Sie dienen zum Abschluss einer großen wissenschaftlichen Monografie.

Die Junior Fellowships richten sich an Post-Doktorandinnen und -Doktoranden aller historischen Fächer. Sie dienen dem Abschluss der Habilitationsschrift.

Außerdem gibt es Honorary Fellowships, die sich an Gelehrte aus dem In- und Ausland richten. Sie dienen dem konzentrierten Schreiben an einem wissenschaftlichen Werk sowie der Archiv- und Bibliotheksrecherche in München. Honorary Fellows können für den Zeitraum von maximal sechs Monaten kostenlos im Historischen Kolleg wohnen und arbeiten.

Frist: 30. April 2019

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DFG: “Initiation of International Cooperation” for German-American cooperation with the Social Science Research Council (SSRC)

Der Social Science Research Council (SSRC) ist eine unabhängige Organisation, die sich der Förderung der interdisziplinären Forschung in den Sozialwissenschaften widmet. DFG-förderfähige Wissenschaftler haben die Möglichkeit, mit dem Programm "Medien und Demokratie" des SSRC zusammenzuarbeiten. Dazu können jederzeit gemeinsame internationale Vorschläge im Rahmen des regulären Förderinstruments der DFG "Initiierung der internationalen Zusammenarbeit" eingereicht werden.

Frist: Einreichung von Vorschlägen jederzeit möglich

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Bundesstiftung Aufarbeitung: Projektförderung

Ziel dieser Förderung ist es, möglichst viele Menschen in allen Teilen Deutschlands mit den geförderten Projekten zu einer nachhaltigen und kritischen Auseinandersetzung mit Ursachen, Geschichte und den Folgen der deutschen Teilung, der SED-Diktatur sowie deren Verortung in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts anzuregen und zur Gestaltung der deutschen Einheit beizutragen. Die Bundesstiftung Aufarbeitung will mit ihrer Projektförderung insbesondere

  • die historisch-politische Bildungsarbeit zu diesen Themen befördern und dabei insbesondere die existierende Vielfalt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen Themen erhalten, ausbauen und professionalisieren;
  • neue Zielgruppen für diese Themenbereiche erschließen;
  • neue, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu diesen Themen schaffen und hierfür erforderliche Quellen sichern und erschließen;
  • diese Themen in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre dauerhaft verankern;
  • zum Austausch und zur Vernetzung zwischen gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aufarbeitung beitragen sowie eine internationale Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung von Diktaturen anregen;
  • den Wissenstransfer in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit befördern;
  • Beiträge zur Herausbildung einer gesamtdeutschen Erinnerungskultur leisten, die die Erinnerung an die zweite Diktatur in Deutschland, die Teilung und deren Überwindung einschließt.

Die Zuwendung wird im Rahmen der Projektförderung grundsätzlich als Teilfinanzierung gewährt. Sie kann in Form von nicht rückzahlbaren und von bedingt rückzahlbaren Zuschüssen bewilligt werden. Durch den Antragsteller sind grundsätzlich Eigen- oder Fremdmittel in angemessener Höhe, mindestens jedoch 10% der Gesamtausgaben, einzubringen und nachzuweisen. Grundsätzlich förderfähig sind Sachausgaben sowie Personalausgaben und Honorare.

Frist: 30. Juni (Fördersumme >50.000 Euro) und 31. August (Fördersumme <50.000 Euro) eines jeden Jahres

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Hans-Böckler-Stiftung: Maria-Weber-Grant

Zielgruppe sind herausragende Wissenschaftler aus allen Fachgebieten an deren Verbleib in der Wissenschaft die Hans-Böckler-Stiftung sowohl aus forschungs- als auch aus hochschulpolitischer Perspektive ein besonderes Interesse hat. Die Bewerber können für bis zu 12 Monate eine Vertretung beantragen, die Teile der Aufgaben in der Lehre übernimmt, um sich so Freiräume zur Durchführung ihrer Forschung zu verschaffen. Es werden Mittel zur Bezahlung der Teilvertretung von pauschal 20.000 Euro pro Semester gewährt.

Frist: 15. September eines jeden Jahres

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Hans-Böckler-Stiftung: Forschungsförderung zum Thema Arbeitswelt

Die Hans-Böckler-Stiftung fördert, in Ergänzung zu laufender eigener Forschung, aktuell 200 externe wissenschaftliche Forschungsvorhaben zu Themen der Arbeitswelt. In sechs Forschungsschwerpunkten fördern sie wissenschaftliche Vorhaben, die einer arbeitnehmerorientierten Forschung gewidmet und an den Grundsätzen guter Wissenschaft orientiert sind. Antragsberechtigt für eine Förderung sind graduierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten. Anträge auf Forschungsförderung können ganzjährig eingereicht werden. Die zuerst eingereichten Skizzen werden viermal jährlich in der Zusammenschau geprüft, ob eine Förderung des Projekts grundsätzlich möglich ist. Danach ist der Antrag einzureichen.

Frist: Anträge auf Forschungsförderung können ganzjährig eingereicht werden.

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Deutsches Zentrum Kulturgutverluste: Förderung der Provenienzforschung im Bereich "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut"

Grundsätzlich können alle öffentlich unterhaltenen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland – vornehmlich Museen, Bibliotheken und Archive – einen Antrag auf Projektförderung bei der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste stellen. Voraussetzung für einen Antrag sind in der Regel Verdachtsmomente auf im Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut in den Beständen . Mit der Zuwendung soll Forschung ermöglicht werden. Daher können die beantragten Mittel für die Schaffung von befristeten Personalstellen, für Werkverträge, aber auch für Reisekosten oder Sachausgaben eingesetzt werden. Es kann langzeitiger Förderbedarf (Fehlbedarfsfinanzierung, bis zu 24 Monaten, Verlängerung möglich) oder kurzfristiger Förderbedarf (Vollfinanzierung des Projekts, max. EUR 15.000, bis zu 6 Monaten, keine Verlängerung) beantragt werden.

Frist: 1. Oktober und 1. April eines jeden Jahres

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DSF: Förderung für Friedens- und Konfliktforschung

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung unterstützt die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland und fördert Projekte, die einschlägige Themenstellungen mit innovativen Konzepten bearbeiten, zur strukturellen Entwicklung des Forschungsfeldes beitragen und Ergebnisse für die wissenschaftliche Politik- und Gesellschaftsberatung hervorbringen. Die Stiftung bietet drei verschiedene Projektformate an:

  • Pilotstudien mit einer Fördersumme von max. 20.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten
  • Standardprojekte mit einer Fördersumme von max. 100.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten
  • Post-doc-Forschungsprojekte mit einer Fördersumme von max. 150.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 30 Monaten

Frist: 1. November jeden Jahres(Post-doc-Projekte) und 1. November und 2. Mai jeden Jahres (Pilotstudien und Standardprojekte)

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VolkswagenStiftung: Originalitätsverdacht? Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften

"Originalität" ist in den Geistes- und Kulturwissenschaften eines der zentralen Qualitätskriterien. Doch gerade in diesen Disziplinen mit ihren spezifischen Forschungsgegenständen ist die Frage, was "originell", "neu" oder "innovativ" bedeutet, schwierig zu bestimmen. Was gesichertem Fachwissen und gemeinhin akzeptierten Intuitionen widerspricht, mag genauso dazu gehören wie die Entwicklung eines neuen Ansatzes, einer neuen These, einer neuen Theorie, die Beobachtung eines neuen Phänomens oder auch die Identifizierung von bisherigem Nicht-Wissen. Die Stiftung möchte mit diesem Angebot Geistes- und Kulturwissenschaftler(innen) ermutigen, Vorhaben mit erkenntnisgewinnender Originalität zu entwickeln. Gefördert wird eine erste Exploration der Forschungsidee. Die Initiative besteht aus zwei Förderlinien:

  • Förderlinie 1 "Komm! ins Offene...": Die Förderlinie bietet der einzelnen Forscherpersönlichkeit die Möglichkeit, ein Thema explorierend zu bearbeiten und in einem Essay darzulegen (bis zu 80.000 EUR, max. 1 Jahr).
  • Förderlinie 2 "Konstellationen": Das Angebot wendet sich an Projektteams mit bis zu 4 Antragsteller(innen), die sich gemeinsam einer neuen Forschungsidee widmen, deren Tragfähigkeit in einer Explorationsphase erkunden und in einem gemeinsamen Text veröffentlichen wollen (bis zu 150.000 EUR, max. 1½ Jahre).

Frist: 13. November 2019

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VolkswagenStiftung: Opus Magnum

Ziel der Initiative ist es, Professorinnen und Professoren aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, die sich durch (erste) herausragende Arbeiten ausgewiesen haben, einen Freiraum für die intensive Arbeit an einem wissenschaftlichen Werk zu eröffnen. Die Förderung besteht im Wesentlichen in der Finanzierung einer Lehrvertretung, womit die Initiative zugleich auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine zusätzliche Perspektive eröffnen möchte. Das Förderangebot besteht in der Finanzierung einer Lehrvertretung für eine Dauer von sechs Monaten bis zu 18 Monaten sowie einer jährlichen Sachmittelpauschale von bis zu 10.000 EUR für den Antragsteller.

Frist: voraussichtlich wieder Anfang Februar2020

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DAAD: Stipendienangebot der Polnischen Regierung

Das polnische Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung bietet Förderung für Studien- und Forschungsaufenthalte sowie Sommerkurse der polnischen Sprache in Polen an. Es gibt drei unterschiedliche Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte:

  • Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte (1-9 Monate) an polnischen Hochschulen für Studierende, Graduierte und Promovierende der Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften sowie für Graduierte aller Fachrichtungen, deren Studienabschluss nicht länger als 6 Jahre zurückliegt
  • Semesterstipendien für Slavisten (4 Monate) für Studierende, Graduierte, Promovierende und WissenschaftlerInnen für Studien- bzw. Forschungsaufenthalte an den Polonistik-Abteilungen polnischer Universitäten
  • Kurzstipendien für WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen (1-3 Monate)

Für Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte und Kurzstipendien für WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen können die Bewerbungsunterlagen auf Deutsch, Englisch oder Polnisch verfasst werden. Für Semesterstipendien für Slavisten sollen alle Unterlagen auf Englisch oder Polnisch eingereicht werden.

Frist: 3 Monate vor Stipendienbeginn

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Dauerhaft laufende Ausschreibungen

Gerda Henkel Stiftung: Fellowship

Seit 1993 unterhält die Gerda Henkel Stiftung ein Stipendienprogramm zur Vergabe von Fördermitteln für einen Forschungsaufenthalt an der School of Historical Studies des Institute for Advanced Study. Sie stellt dem Institut jeweils ein Stipendium für den Zeitraum eines akademischen Jahres zur Verfügung. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt im Einvernehmen mit der Stiftung durch die ständigen Mitglieder der School of Historical Studies. Das Stipendium trägt die Bezeichnung Gerda Henkel Fellowship. 2014 wurde das Programm um weitere fünf Jahre verlängert. Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren wird vom Institute for Advanced Study betreut. Interessenten sollten sich direkt mit der School of Historical Studies in Verbindung setzen.

Frist: keine, Antragseinreichung jederzeit möglich

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Preise

Volkswagenstiftung: Opus Primum – Förderpreis für die beste Nachwuchspublikation des Jahres

Opus Primum richtet sich an junge Wissenschaftler(innen), die in der Regel nicht älter als 35 Jahre sein sollten. Prämiert wird eine deutschsprachige Publikation von hoher wissenschaftlicher Qualität, die gut lesbar geschrieben und auch einem breiten Publikum verständlich sein muss. Für den Opus Primum Förderpreis 2019 können Bücher mit einem Erscheinungsdatum zwischen dem 1. Oktober 2018 und dem 15. Oktober 2019 eingereicht werden. Beteiligen können sich Verlage mit jeweils bis zu drei Titeln, die von einem Autor, einer Autorin oder einem Autorenduo verfasst wurden; Selbstbewerbungen sind nicht möglich. Ausgeschlossen sind Sammelbände, Papers, Zeitschriftenaufsätze und Übersetzungen ins Deutsche.

Opus Primum wird zusammen mit dem NDR Kultur Sachbuchpreis am 20. November 2019 in Schloss Herrenhausen, Hannover, verliehen. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro.

Frist: Stichtag ist der 15. August 2019.

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Kassenärztliche Bundesvereinigung: Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus

Kassenärztliche Bundesvereinigung: Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus

Zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Bundeszahnärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung schreibt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung den Herbert-Lewin-Preis 2019 aus. Mit dem Herbert-Lewin-Preis werden wissenschaftliche Arbeiten zu dem Thema „Aufarbeitung der Geschichte der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des Nationalsozialismus“ prämiert. Es handelt sich um die siebte Ausschreibung des Preises, der seit 2006 vergeben wird.

Ziel des Preises ist die historische Aufarbeitung der Rolle der Ärzteschaft im Dritten Reich, aber auch die Erinnerung an engagierte Ärztinnen und Ärzte und Zahnärztinnen und Zahnärzte, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Zugleich soll das Interesse nachfolgender Generationen für die Aufarbeitung der Vergangenheit geweckt werden.

Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Frist: 14. Juni 2019

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Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2019

Der Forschungspreis des Roman Herzog Instituts richtet sich an WissenschaftlerInnen (bis einschließlich 40 Jahre), die sich in ihren Dissertationen oder Habilitationen mit dem Themenkomplex Soziale Marktwirtschaft und ordnungspolitischen Zukunftsfragen auseinandersetzen. Mit insgesamt 35.000€ Preisgeld zählt dieser Forschungspreis zu einer der höchst dotierten Auszeichnungen im Gebiet der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Frist: nächste Frist voraussichtlich 31. Dezember 2019

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Kontakt

Dr. Julia Metger
Wollweberstraße 1
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1185
Telefax +49 3834 420 1189
julia.metger@uni-greifswald.de