Geistes- und Sozialwissenschaften

Bundesförderungen

BMBF: Regionalstudien

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat über etwa zehn Jahren hinweg die Regionalstudien in Deutschland gefördert und ihre Verankerung im Wissenschaftssystem unterstützt. Darauf aufbauend wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit seinem Rahmenprogramm für die Geistes- und Sozialwissenschaften (2019 bis 2025) „Gesellschaft verstehen – Zukunft gestalten“ die Etablierung regionalwissenschaftlicher Forschungsschwerpunkte an deutschen Hochschulen und zugleich deren Zusammenarbeit mit der außeruniversitären Forschung weiter unterstützen und ausbauen. Der Zweck der Zuwendung besteht darin, exzellente Forschung mit hoher fachlich-methodischer Kompetenz durchzuführen und weiterzuentwickeln. Zugleich soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Regionalwissenschaften mit weiteren Disziplinen ermöglicht und gestärkt werden (darunter auch die Kleinen Fächer). Der Schwerpunkt der Förderung soll auf gegenwartsbezogenen Forschungsthemen liegen, die Integration historischer oder philologischer Forschung – etwa zum kulturellen Erbe oder zu historischen Prägungen gegenwärtiger Konstellationen – ist möglich. Unter „Regionalstudien“ wird hier die Forschung zu außereuropäischen, europäischen und transregionalen Untersuchungsgegenständen verstanden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Wissensproduktion über Regionen, deren politische, ökonomische, gesellschaftliche oder kulturelle Bedeutung für Deutschland überzeugend dargelegt wird.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie andere, nicht-gewerbliche Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern können und Zuwendungszweck und -voraussetzungen erfüllen. Die Zuwendungen werden auf dem Wege der Projektförderung für einen Zeitraum von zunächst drei Jahren gewährt. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Das Verfahren ist offen und kompetitiv.

Frist: Dem Projektträger können bis zum 31. März 2020 Projektskizzen vorgelegt werden.

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BMBF: Kleine Fächer – Zusammen stark

Die Geistes- und Sozialwissenschaften leisten für unsere Gesellschaft wesentliche Beiträge, indem sie Entwicklungen und Systeme kritisch reflektieren sowie Orientierungs- und Handlungswissen erarbeiten. Dabei spielen Kleine Fächer in den Geistes- und Sozialwissenschaften eine zentrale Rolle. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil des vielfältigen universitären Fächerspektrums und unterstützen die Pluralität der Blickwinkel. Kleine Fächer ermöglichen eine differenzierte Sicht auf die Welt über den eigenen, nationalen Tellerrand hinaus. Sie tragen in hohem Maße bei zur Profilbildung deutscher Universitäten sowie zur Wertschätzung deutscher Geistes- und Sozialwissenschaften im Ausland. Der Internationalisierung der Geistes- und Sozialwissenschaften kommt angesichts der globalen Dimension vieler gesellschaftlicher Herausforderungen sowie des steigenden Bedarfs, für exzellente Forschung grenzüberschreitend zusammenarbeiten zu können, hohe Bedeutung zu. Das Ziel dieser Förderlinie ist die Stärkung der Kleinen Fächer durch die Bildung von Netzwerken und Verbünden. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Antragsberechtigt sind ausschließlich Universitäten, Hochschulen mit Promotionsrecht, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung in Form von Zuschüssen gewährt. Die Förderung wird je nach projektspezifischem Bedarf in Höhe von bis zu 2,4 Mio. Euro (ohne Projektpauschale) für einen Zeitraum von vier Jahren gewährt. Das Antragsverfahren für die Hauptphase ist zweistufig angelegt.

Frist: Die Vorlage der Projektskizzen ist in zwei Ausschreibungsrunden vorgesehen. Projektskizzen sind bis zu folgenden Stichtagen einzureichen:31. Januar 2020, 31. Januar 2021.

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BMBF: Nachwuchsforschungsgruppen in der empirischen Bildungsforschung

Die Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der Bildungsforschung ist ein wichtiger Baustein einer exzellenten Bildungsforschung und damit ein wichtiges Strukturziel im „Rahmenprogramm empirische Bildungs­forschung“ und dem Förderschwerpunkt „Wissenschafts- und Hochschulforschung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Mit der vorliegenden Förderrichtlinie sollen innovative Forschungsansätze in der empirischen Bildungsforschung (inklusive der Hochschulforschung) gefördert und gleichzeitig die nationale Forschungslandschaft strukturell gestärkt werden. Hierfür soll insbesondere dem Bedarf an längerfristigen Beschäftigungsperspektiven und gezielten fachlichen und überfachlichen Weiterqualifizierungsmöglichkeiten im Anschluss an die Promotion begegnet werden. Die Förderung richtet sich an exzellente Postdoktorandinnen und Postdoktoranden in der frühen Karrierephase. Diesen soll im Rahmen von Nachwuchsforschungsgruppen die Möglichkeit eröffnet werden, ein eigenes Forschungsprojekt zu einer Fragestellung aus der empirischen Bildungsforschung zu entwickeln und umzusetzen. Die Leitung einer Nachwuchsforschungsgruppe soll dazu beitragen, das eigene wissenschaftliche Profil weiterzuentwickeln, Leitungskompetenzen zu erwerben sowie Berufungsfähigkeit in der Wissenschaft zu erlangen oder sich für herausgehobene Positionen in Bildungspraxis und -administration zu qualifizieren.

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung gewährt. Sie werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse bewilligt. Der Zeitraum des zu fördernden Forschungsprojekts kann bis zu fünf Jahre betragen. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. 

Frist: Bis spätestens zum 14. Januar 2020 können Anträge eingereicht werden.

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BMBF: Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur theoretischen, methodischen und technischen Weiterentwicklung der digitalen Geisteswissenschaften

Die neuen informatisch-technischen Möglichkeiten und die zunehmende Verfügbarkeit digitaler Daten verändern die Prozesse der geisteswissenschaftlichen Forschung und Wissensproduktion. Noch weitgehend offen ist die Frage, wie sehr sie den epistemischen Kern von Wissenschaft verändern werden. Die Vorstellung, dass der Einsatz digitaler Werkzeuge und Algorithmen nur die Bearbeitung größerer Datenmengen erleichtern würde, ohne dass dies epistemologische Implikationen hätte, greift zu kurz.

Das übergeordnete Ziel dieser Förderrichtlinie ist es, ein tieferes Verständnis der neuen digitalen Forschungsmöglichkeiten zu erlangen sowie die digitalen Geisteswissenschaften theoretisch, methodisch und technisch weiterzuentwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb interdisziplinäre Forschungsprojekte, die eine konkrete, anspruchsvolle geisteswissenschaftliche Forschungsfrage bearbeiten und dabei reflektieren und explizieren, wie geisteswissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden. Darauf aufbauend sollen sie aufzeigen, welche grundlegenden epistemologischen und methodischen Veränderungen die digitalen Forschungsmöglichkeiten auch für die Geisteswissenschaften mit sich bringen. Dies soll in Rückgriff auf und in Weiterentwicklung von bestehenden geisteswissenschaftlichen Theorien erfolgen.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, Akademien, Bibliotheken, Archive, Museen und andere, nicht gewerbliche Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern können und Zuwendungszweck und -voraussetzungen erfüllen. Die Projekte können die Form von Nachwuchsgruppen haben. Die Zuwendungen werden auf dem Wege der Projektförderung für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren gewährt. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Bis zum 10. Dezember 2019 können Projektskizzen eingereicht werden.

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BMBF: Käte Hamburger Kollegs

Im Jahr 2017 fand die Evaluation des BMBF-Rahmenprogramms „Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften“ statt, aus der eine deutliche Empfehlung zur weiteren Förderung von Käte Hamburger Kollegs resultierte. Deshalb möchte das BMBF mit dem neuen Rahmenprogramm „Zukunft gestalten“ (2019 bis 2025) weiterhin geisteswissenschaftliche Spitzenforschung im Format der Käte Hamburger Kollegs fördern.

Die Käte Hamburger Kollegs sollen zur Weiterentwicklung der Strukturen für geisteswissenschaftliche Forschung sowie deren Vernetzung beitragen und die weltweite Sichtbarkeit der geisteswissenschaftlichen Forschung in Deutschland erhöhen. Zugleich sollen mit den Käte Hamburger Kollegs die für Deutschland wichtigen Beziehungen der geistes­wissenschaftlichen Forschung zu exzellenten Forschungszentren, Universitäten und Akademien in Europa und der Welt intensiviert werden.

Die vorliegende Bekanntmachung besteht aus zwei Förderlinien. Das BMBF möchte zum einen Kollegs fördern, die eine geisteswissenschaftliche Themensetzung aufweisen (siehe Förderlinie I), zum anderen Kollegs, die eine dezidierte Zusammenarbeit der Geisteswissenschaften mit den Lebens-, Natur-, Technik- oder Ingenieurwissenschaften bei der Bearbeitung einer originär geisteswissenschaftlichen Fragestellung ermöglichen (siehe Förderlinie II).

  • Förderlinie I – Geisteswissenschaftliche Forschung: Interdisziplinäre Forschung in den Geisteswissenschaften zu innovativen Fragestellungen.
  • Förderlinie II – Transdisziplinäre Forschung: geisteswissenschaftliche Fragestellungen in der Zusammenarbeit mit Lebens-, Natur-, Technik- oder Ingenieurwissenschaften.

Antragsberechtigt sind staatliche und nichtstaatliche Universitäten bzw. Hochschulen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt. Das Antragsverfahren ist zweistufig und findet unter Einbezug internationaler Gutachterinnen und Gutachter statt. Das Verfahren ist zudem offen und kompetitiv.

Frist: Bis spätestens 15. Januar 2020 können Projektskizzen eingereicht werden.

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BMBF: KMU-innovativ: Mensch-Technik-Interaktion

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich Spitzenforschung zu stärken. Gegenstand der Förderung sind risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind. Diese FuE-Vorhaben müssen dem Bereich Mensch-Technik-Interaktion zuzuordnen sein. Wesentliches Ziel der BMBF-Förderung ist die Stärkung der Marktposition der beteiligten KMU. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus einem breiten Themenspektrum, die ihren Schwerpunkt an den drei Themenfeldern im MTI-Forschungsprogramm orientieren:

  • Intelligente Mobilität (Fahrerassistenzsysteme, Intentions­erkennung und Nutzererleben)
  • Digitale Gesellschaft (Robotik, Wohnen/Wohnumfeld, vernetzte Gegenstände)
  • Gesundes Leben (körpernahe Medizintechnik, Implantate, Prothesen/Orthesen und Pflegetechnologien)

Einzel- oder Verbundvorhaben ohne Beteiligung von KMU sind von der Förderung ausgeschlossen. Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: 15. Oktober und 15. April eines jeden Jahres

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Weitere Förderungen

Gerda Henkel Stiftung: Förderung von Forschungsprojekten

Die Gerda Henkel Stiftung fördert mit dieser Ausschreibung Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Förderung von Forschungsprojekten erfolgt je nach Art des Vorhabens durch die Übernahme von Personal-, Reise-, Sach- und/oder sonstigen Kosten. Mit dieser Förderung werden Promotionsstudenten, Postdocs und habilitierte Wissenschaftler auf den Gebieten der Archäologie, Rechtgeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Geschichtswissenschaften, historische Islamwissenschaften, Kunstgeschichte und der Ur- und Frühgeschichte angesprochen. Die Förderdauer beträgt maximal 24 Monate. 

Frist: Die Stiftungsgremien entscheiden zweimal im Jahr über die Vergabe von Fördermitteln. Die Antragsfrist für die Frühjahrssitzung der Stiftungsgremien in 2019 endet am 25. November 2019

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DFG: Deutsch-Italienische Zusammenarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Villa Vigoni Gespräche)

Die Villa Vigoni schreibt im Rahmen einer Vereinbarung mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für das Jahr 2021 wiederum ein Veranstaltungsprogramm zwischen Deutschland und Italien zur Förderung der Geistes- und Sozialwissenschaften aus.

Kern des Programms sind die Villa-Vigoni-Gespräche. Diese gelten Themen, die die aktuellen Debatten zur Kultur, Geschichte und Gesellschaft Europas vertiefen. Im Mittelpunkt steht die intensive Auseinandersetzung im Gespräch, die sich bewusst von den üblichen Konferenzformaten unterscheidet. Die Teilnehmerzahl ist daher begrenzt; ein Kreis von 20 bis 25 Personen ist die Richtzahl.

Der Antrag soll in der Planung des Ablaufs das Gesprächsformat erkennbar machen. Das Vorhaben soll dem institutionellen Auftrag der Villa Vigoni Rechnung tragen, „die deutsch-italienischen Beziehungen in Wissenschaft, Bildung und Kultur im europäischen Geist“ zu fördern, und auch eine Begegnung des wissenschaftlichen Nachwuchses ermöglichen.

Zielsetzung der Villa-Vigoni-Gespräche ist unter anderem die Exploration aktueller Herausforderungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften aus vergleichender deutscher und italienischer Perspektive sowie die Mobilisierung neuer Verbindungen zwischen deutscher und italienischer Wissenschaft. Dabei müssen nicht zwingend exklusiv deutsch-italienische Themen behandelt werden.

Frist: Anträge werden bis zum 15. Dezember 2019 erbeten.

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University of Jyväskylä: CRISES Visiting Fellow Programme for Post Doctoral Researchers, Associate Professors and Professors

 The Faculty of Humanities and Social Sciences at the University of Jyväskylä, Finland, opens a call for the Visiting Fellow Programme in Crises Redefined – Historical Continuity and Societal Change (CRISES) research profiling area. The program offers grants from 1 to 3,5 month visits.

CRISES is one of the thematic research areas that profiles research activities at the University of Jyväskylä. The CRISES profiling area builds on the core strengths of the Faculty of Humanities and Social Sciences, including multidisciplinary focus and ability to analyze societal change and historical continuity in long-term and transnational perspectives. The main objective of the research within CRISES profiling area is to understand various (often competing and contested) definitions of crisis: how crises come about and how they evolve; how they are defined and understood; and how they relate to global, national, and local physical environments and human action. The complexity of the topic is tackled not only by drawing on the existing empirical, theoretical, and methodological expertise of the researchers in art, culture, ethnology, history, politics, social sciences, and philosophy but also, by charting new approaches to crises, including testing and comparing different methods of Digital Humanities and Social Sciences.

 Focusing on year 2020 CRISES profiling area is launching a Fellowship Programme for international research visitors. The applicants to this program are expected to study themes such as:

  • Historical approaches to economic and societal crises, business failures and industry decline
  • Political and politicized crises in historical and contemporary perspective
  • Belonging, inclusion, exclusion and displacement: individual, social and cultural contexts of crises

There are several researchers working in the CRISES profiling area in the University of Jyväskylä. We are looking forward to tightening co-operation network in research and teaching with the visiting program scholars in the future.

Deadline: You can leave your application via an electronic form by Friday, November 1st 2019 by 16:00 hours.

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DFG: Kulturerbe Konstruktion

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im März 2019 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Kulturerbe Konstruktion – Grundlagen einer ingenieurwissenschaftlich fundierten und vernetzten Denkmalpflege für das bauliche Erbe der Hochmoderne“ (SPP 2255) beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Die DFG lädt hiermit zur Antragstellung für die erste dreijährige Förderperiode ein.

Im Fokus des Schwerpunktprogramms steht mit den Bauten der Hochmoderne (etwa 1880 bis 1970) ein noch junges Erbe, das umfassend das Bild unserer Städte und Landschaften prägt, zugleich aber in seinem Bestand stark gefährdet ist. Durch seine Eigenheiten in Struktur, Ausbau und Fassaden entzieht es sich in vielfacher Hinsicht klassisch denkmalpflegerischen, an kunsthistorischen Kanonisierungen orientierten Zugängen. Ziel des Schwerpunktprogramms ist die fach- und ortsübergreifende Bündelung der Kompetenzen von Geschichtswissenschaften, Denkmalpflege und Bauingenieurwesen zur Entwicklung eines neuen Arbeitsfelds „Ingenieurwissenschaftlich fundierte und vernetzte Denkmalpflege“. Bezogen auf die Epoche der Hochmoderne soll sich die Arbeit disziplinübergreifend auf drei Themenbereiche konzentrieren:

  • Im Themenbereich „Erfassen und Einordnen“ sollen gezielt wesentliche Desiderate der bautechnikgeschichtlichen Forschung zur Hochmoderne aufgegriffen werden.
  • Der Bereich „Erkennen und Bewerten“ konzentriert sich auf die Entwicklung angemessener Methoden einer integralen Bewertung des breit gefächerten Spektrums unterschiedlicher Bauten und ihrer komplexen Strukturen.
  • Im Fokus des Bereichs „Erhalten und Entwickeln“ stehen die Erarbeitung und exemplarische Verifikation vernetzter Handlungsstrategien für Erhalt und Weiterentwicklung dieses Erbes, in denen denkmalfachliche und ingenieurwissenschaftliche Methoden zusammengehen.

Zur Unterstützung der individuellen Antragstellung richten die Initiatoren für alle interessierten Forscherinnen und Forscher am 9. September 2019 in Cottbus ein Kolloquium aus.

Frist: Der Antrag ist in deutscher oder englischer Sprache bis spätestens 23. Oktober 2019 einzureichen.

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DFG: Transottomanica - Osteuropäisch-osmanisch-persische Mobilitätsdynamiken

Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 2016 die Einrichtung des Schwerpunktprogramms „Transottomanica: Osteuropäisch-osmanisch-persische Mobilitätsdynamiken“ beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen. Die DFG lädt hiermit ein zur Antragstellung für die zweite dreijährige Förderperiode (2020–2023).

Ziel ist es, weiterhin gesellschaftliche und (trans-)kulturelle Verflechtungen zwischen dem Moskauer Reich beziehungsweise dem Petersburger Imperium, Polen-Litauen, dem Osmanischen Reich sowie Persien von der frühen Neuzeit bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts systematisch zu untersuchen und damit ein Desiderat in der deutschen Forschungslandschaft zu füllen. Mit dem Augenmerk auf durch Mobilität entstandene „transosmanische“ Interaktionsfelder zwischen den verschiedenen Herrschaftsgebieten möchte das Schwerpunktprogramm Phänomene erkennbar machen, die bisher in der Betrachtung einzelner Regionen oder nur bilateraler Beziehungen nicht in den Vordergrund getreten sind.

Anträge können wie für die erste Phase im Rahmen dreier ausgewählter thematischer Forschungsschneisen erfolgen, die jeweils unterschiedliche Perspektiven auf teilweise dieselben Phänomene eröffnen: 1) Mobile Akteure, 2) Wissenszirkulation, 3) Handel und Waren. Das Schwerpunktprogramm definiert Mobilität dabei als das Zusammenspiel sozialer und räumlicher Bewegungen (flows) von Personen und Dingen (materielle und immaterielle Ressourcen, Ideen, Wissen, Werte) über Austauschbeziehungen innerhalb von und zwischen Netzwerken.

Frist: Bis spätestens 31. Dezember 2019 werden Bewerbungen entgegen genommen.

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DFG: Digitalisierung historischer Zeitungen des deutschen Sprachgebiets

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) erbittet erneut Anträge zur Digitalisierung historischer Zeitungen des deutschen Sprachgebiets zur maßgeblichen Erhöhung der Anzahl digitalisierter Zeitungen. Für zahlreiche Wissenschaftsdisziplinen sind Zeitungen eine bedeutende Informationsquelle mit vielen Anknüpfungspunkten für die Forschung. Der Zugang zu historischen Zeitungen ist derzeit jedoch eine große Herausforderung, da die Überlieferung auf eine Vielzahl von Einrichtungen unterschiedlichster Größen und Sparten mit je eigenen Profilen verteilt ist und auch die Benutzung der Originale nur eingeschränkt möglich ist (z. B. Fragilität der Zeitungen, Großformate, vorhandene Schutz-Mikroformen). Um dem nachgewiesenen Bedarf der Forschung zu begegnen, unterstützt die DFG eine systematische Digitalisierung historischer Zeitungen in Deutschland. Ziel der Ausschreibung ist daher die abgestimmte und maßgebliche Erhöhung der Anzahl digitalisierter Zeitungen und der zentrale Nachweis für die Forschung. Dabei soll ein repräsentativer Querschnitt der Zeitungsüberlieferung in Deutschland erreicht werden, der der historisch gegebenen Diversität Rechnung trägt.

Frist: Interessierte werden gebeten, bis zum 15. August 2019 eine Absichtserklärung einzureichen. Förderanträge können bis zum 15. November 2019 eingereicht werden.

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DFG: The Digitalisation of Working Worlds. Conceptualising and Capturing a Systemic Transformation

The Senate of the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) established the Priority Programme “The Digitalisation of Working Worlds. Conceptualising and Capturing a Systemic Transformation” (SPP 2267). The programme is designed to run for six years. The present call invites proposals for the first three-year funding period.

The Priority Programme assumes that the digitalisation of the worlds of work represents a systemic transformation that will change all the institutional systems of the society of work in a fundamental and lasting way. This programme’s intention is to research the digital transformation as an interaction of three process dimensions in which this socio-technical change is: a) socially prepared, b) technically enabled and c) discursively negotiated and socially mastered. At present, the research on digitalisation is fragmented and focuses strongly on isolated technical phenomena. The Priority Programme, in contrast, seeks to investigate the societal conditions and ways of shaping the current digitalisation of the society of work as a whole as well as the dynamics and impact of this systemic transformation, which is at once nonsynchronous, interdependent and contradictory. The programme plans to achieve an interdisciplinary combination of perspectives from the social sciences, economics and history on new configurations of work and technology, on multi-layered dynamics of change and on changing forms and places of value creation.

The Priority Programme aims to fund individual projects that will make basic research contributions to the understanding of socio-technical change in the field of digitalisation of the worlds of work. It particularly addresses sociology, economics and history, but also other disciplines of the social sciences that investigate the worlds of work (e.g. political science, ergonomics, work and organisational psychology, economic geography and business informatics, educational research). The Priority Programme comprises two funding phases, each lasting three years.

Deadline: Proposals must be written in English and submitted by 15 October 2019.

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DFG: Digitalisierung und Erschließung archivalischer Quellen

Ziel der Ausschreibung ist es, die Zugänglichkeit zu archivalischen Quellen für die Forschung durch deren Digitalisierung und zentrale Zusammenführung im Archivportal-D und in der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) deutlich zu verbessern. Damit soll der Wissenschaft ein strukturiertes und vernetztes Angebot an digitalisierten Quellen geboten werden. Für Bestände, die noch nicht digital erschlossen sind, kann die Erschließung des Bestands beziehungsweise die Retrokonversion vorhandener analoger Findmittel zugleich mit der Digitalisierung beantragt werden.

Im Rahmen der Ausschreibung können alle im Programm „Erschließung und Digitalisierung“
existierenden Module beantragt werden.

Frist: Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, bis 31. Juli 2019 eine Absichtserklärung einzureichen. Förderanträge können bis 31. Oktober 2019 eingereicht werden.

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Gerda Henkel Stiftung: Demokratie als Utopie, Erfahrung und Bedrohung

Mit der Initiative "Demokratie als Utopie, Erfahrung und Bedrohung" reagiert die Stiftung auf jüngere Erfahrungen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist: Rechtsstaat und Gewaltenteilung, Meinungsfreiheit und Verpflichtung auf das Gemeinwohl werden relativiert und eingeschränkt. Das Förderangebot richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit den Auseinandersetzungen über die gesellschaftliche Ordnung, wie sie von der Antike bis heute geführt werden, befassen wollen.

Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftler/innen mit Universitätsanbindung aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Beantragt werden können Projekte zu thematischen Schwerpunkten, die von einer Forschergruppe bearbeitet werden. Als „Forschergruppe“ versteht die Stiftung Zusammenschlüsse von mindestens zwei aktiv an den Projektarbeiten beteiligten Wissenschaftlern, die über Stipendien der Stiftung finanziert werden und unter gemeinsamen Fragestellungen forschen. Es können ausschließlich Promotions- oder Forschungsstipendien beantragt werden. Die Beantragung eines Forschungsstipendiums für den Antragsteller (Projektleiter) ist ebenfalls möglich. Insgesamt können maximal drei Stipendien zzgl. Reise- und Sachmittel pro Forschergruppe beantragt werden.

Die kommende Ausschreibungsrunde wird für Frühjahr / Sommer 2020 erwartet.

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Gerda Henkel Stiftung: Lost Cities. Wahrnehmung von und Leben mit verlassenen Städten in den Kulturen der Welt

Die Gerda Henkel Stiftung hat bereits zwei Ausschreibungsrunden des Förderschwerpunkts "Lost Cities. Wahrnehmung von und Leben mit verlassenen Städten in den Kulturen der Welt" bekanntgegeben. Der Förderschwerpunkt ist den schrumpfenden und gänzlich verlassenen Städten, den so genannten Lost Cities, gewidmet. Aktuelle Transformationsprozesse in verschiedenen Teilen der Welt lassen zahlreiche Lost Cities entstehen. Ziel des Förderprogramms ist es, die unterschiedlichen Interpretations-, Wissens- und Wahrnehmungskulturen dieser Lost Cities zu beschreiben. Der Förderschwerpunkt ist interdisziplinär angelegt.

Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftler/innen mit Universitätsanbindung aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Beantragt werden können Projekte zu thematischen Schwerpunkten, die von einer Forschergruppe bearbeitet werden. Als „Forschergruppe“ versteht die Stiftung Zusammenschlüsse von mindestens zwei aktiv an den Projektarbeiten beteiligten Wissenschaftlern, die über Stipendien der Stiftung finanziert werden und unter gemeinsamen Fragestellungen forschen. Es können ausschließlich Promotions- oder Forschungsstipendien beantragt werden. Die Beantragung eines Forschungsstipendiums für den Antragsteller (Projektleiter) ist ebenfalls möglich. Insgesamt können maximal drei Stipendien zzgl. Reise- und Sachmittel pro Forschergruppe beantragt werden.

Frist: 2. Juni 2020

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Volkswagen Stiftung: Interaktion qualitativ-hermeneutischer Verfahren und Digital Humanities: 'Mixed Methods' in den Geisteswissenschaften?

Den Geistes- und Kulturwissenschaften stehen heute bislang unvorstellbar große Datenmengen aus sehr oft heterogenen Datenquellen in der Forschung zur Verfügung, die den Einsatz neuer computergestützter Methoden des Erkenntniserwerbs ermöglichen bzw. geradezu erfordern. Wie diese neuen Verfahren der Digital Humanities mit den bisherigen, im weitesten Sinne "qualitativ-hermeneutischen" Ansätzen kombiniert werden können und welcher "Mehrwert" sich daraus ergeben kann, ist Gegenstand dieses Förderangebots. Jenseits der gemeinsamen Forschung zu einer konkreten inhaltlichen Fragestellung soll auf theoretisch-methodischer Ebene die Schnittstelle beider Verfahren exploriert werden.

In Förderlinie 2 können Anträge für Workshops und kleinere Sommerschulen mit bis zu 60 Teilnehmer(inne)n eingereicht werden. Das Angebot kann auch zur Heranführung von Geisteswissenschaftlerinnen an die digitalen Verfahren genutzt werden.

Frist: Jederzeit

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Gerda Henkel: Sonderprogramm Sicherheit, Gesellschaft und Staat

Bedeutungsverlust und Entgrenzung des Staates sind ein Generalthema politischer und wissenschaftlicher Diskussionen über Sicherheitspolitik seit dem Ende des Kalten Krieges. „Zerfallende Staaten“ als Schutzzone für Terroristen, transnationale organisierte Kriminalität, Legitimitätsverlust und schrumpfende Handlungskompetenz in Konfliktgebieten lauten die Stichworte. Gute Gründe sprechen für eine differenziertere Betrachtung: Sicherheitsprobleme sind vielschichtiger und dynamischer geworden. Sie sind angesiedelt in einem Kontinuum, das von militärischem Schutz bis zu funktionsfähiger Infrastruktur und tragfähigen gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen reicht. Der Staat wird nicht durchgehend unwichtiger in sicherheitspolitisch relevanten Feldern, teilweise gewinnt er sogar an Bedeutung.

Das Sonderprogramm „Sicherheit, Gesellschaft und Staat“ trägt diesen widersprüchlichen Entwicklungen Rechnung. Es will neue Problemzonen auf eine Weise in den Blick nehmen, die einerseits für die Sicherheitspolitik nach dem Ende des Kalten Krieges exemplarisch, andererseits in der einschlägigen Forschung bislang weniger beachtet worden sind. Jüngere Wissenschaftler sollen ermutigt werden, unkonventionelle aber zentrale Fragestellungen zu verfolgen. Erfahrene Forscher sollen die Gelegenheit erhalten, für eine begrenzte Zeit intensiv an einer Forschungsfrage zu arbeiten. Dabei geht es auch um die Verbindung von theoretischer Grundlagenforschung und Konzepten, die für die politische Praxis Bedeutung haben.

Das Sonderprogramm wendet sich an Geistes- und Sozialwissenschaftler aller Disziplinen. Beantragt werden können Mittel für Forschungsstipendien und zur Durchführung von Forschungsprojekten. Promotionsstipendien werden im Rahmen des Förderschwerpunktes nur bei Einbindung in ein Forschungsprojekt gewährt. Die Forschungsvorhaben sollen sich einem oder mehreren der fünf Forschungsfelder zuordnen lassen.

1. Herausforderungen durch neue Technologien

2. Öffentliche Verwaltung und Human Security

3. Konfliktlösungsmuster zwischen Staat und traditionalen Akteuren

4. Nicht-staatliche Akteure als Partner und Konkurrenten des Staates

5. Sicherheits- und Kommunikationsstrategien zwischen Doktrinbildung und Implementation

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Frist: Die nächste Antragsfrist endet am 29. November 2019.

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DFG: “Initiation of International Cooperation” for German-American cooperation with the Social Science Research Council (SSRC)

Der Social Science Research Council (SSRC) ist eine unabhängige Organisation, die sich der Förderung der interdisziplinären Forschung in den Sozialwissenschaften widmet. DFG-förderfähige Wissenschaftler haben die Möglichkeit, mit dem Programm "Medien und Demokratie" des SSRC zusammenzuarbeiten. Dazu können jederzeit gemeinsame internationale Vorschläge im Rahmen des regulären Förderinstruments der DFG "Initiierung der internationalen Zusammenarbeit" eingereicht werden.

Frist: Einreichung von Vorschlägen jederzeit möglich

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Bundesstiftung Aufarbeitung: Projektförderung

Ziel dieser Förderung ist es, möglichst viele Menschen in allen Teilen Deutschlands mit den geförderten Projekten zu einer nachhaltigen und kritischen Auseinandersetzung mit Ursachen, Geschichte und den Folgen der deutschen Teilung, der SED-Diktatur sowie deren Verortung in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts anzuregen und zur Gestaltung der deutschen Einheit beizutragen. Die Bundesstiftung Aufarbeitung will mit ihrer Projektförderung insbesondere

  • die historisch-politische Bildungsarbeit zu diesen Themen befördern und dabei insbesondere die existierende Vielfalt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen Themen erhalten, ausbauen und professionalisieren;
  • neue Zielgruppen für diese Themenbereiche erschließen;
  • neue, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu diesen Themen schaffen und hierfür erforderliche Quellen sichern und erschließen;
  • diese Themen in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre dauerhaft verankern;
  • zum Austausch und zur Vernetzung zwischen gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aufarbeitung beitragen sowie eine internationale Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung von Diktaturen anregen;
  • den Wissenstransfer in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit befördern;
  • Beiträge zur Herausbildung einer gesamtdeutschen Erinnerungskultur leisten, die die Erinnerung an die zweite Diktatur in Deutschland, die Teilung und deren Überwindung einschließt.

Die Zuwendung wird im Rahmen der Projektförderung grundsätzlich als Teilfinanzierung gewährt. Sie kann in Form von nicht rückzahlbaren und von bedingt rückzahlbaren Zuschüssen bewilligt werden. Durch den Antragsteller sind grundsätzlich Eigen- oder Fremdmittel in angemessener Höhe, mindestens jedoch 10% der Gesamtausgaben, einzubringen und nachzuweisen. Grundsätzlich förderfähig sind Sachausgaben sowie Personalausgaben und Honorare.

Frist: 30. Juni (Fördersumme >50.000 Euro) und 31. August (Fördersumme <50.000 Euro) eines jeden Jahres

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Hans-Böckler-Stiftung: Maria-Weber-Grant

Zielgruppe sind herausragende Wissenschaftler aus allen Fachgebieten an deren Verbleib in der Wissenschaft die Hans-Böckler-Stiftung sowohl aus forschungs- als auch aus hochschulpolitischer Perspektive ein besonderes Interesse hat. Die Bewerber können für bis zu 12 Monate eine Vertretung beantragen, die Teile der Aufgaben in der Lehre übernimmt, um sich so Freiräume zur Durchführung ihrer Forschung zu verschaffen. Es werden Mittel zur Bezahlung der Teilvertretung von pauschal 20.000 Euro pro Semester gewährt.

Frist: 15. September eines jeden Jahres

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Hans-Böckler-Stiftung: Forschungsförderung zum Thema Arbeitswelt

Die Hans-Böckler-Stiftung fördert, in Ergänzung zu laufender eigener Forschung, aktuell 200 externe wissenschaftliche Forschungsvorhaben zu Themen der Arbeitswelt. In sechs Forschungsschwerpunkten fördern sie wissenschaftliche Vorhaben, die einer arbeitnehmerorientierten Forschung gewidmet und an den Grundsätzen guter Wissenschaft orientiert sind. Antragsberechtigt für eine Förderung sind graduierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten. Anträge auf Forschungsförderung können ganzjährig eingereicht werden. Die zuerst eingereichten Skizzen werden viermal jährlich in der Zusammenschau geprüft, ob eine Förderung des Projekts grundsätzlich möglich ist. Danach ist der Antrag einzureichen.

Frist: Anträge auf Forschungsförderung können ganzjährig eingereicht werden.

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Deutsches Zentrum Kulturgutverluste: Förderung der Provenienzforschung im Bereich "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut"

Grundsätzlich können alle öffentlich unterhaltenen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland – vornehmlich Museen, Bibliotheken und Archive – einen Antrag auf Projektförderung bei der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste stellen. Voraussetzung für einen Antrag sind in der Regel Verdachtsmomente auf im Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut in den Beständen . Mit der Zuwendung soll Forschung ermöglicht werden. Daher können die beantragten Mittel für die Schaffung von befristeten Personalstellen, für Werkverträge, aber auch für Reisekosten oder Sachausgaben eingesetzt werden. Es kann langzeitiger Förderbedarf (Fehlbedarfsfinanzierung, bis zu 24 Monaten, Verlängerung möglich) oder kurzfristiger Förderbedarf (Vollfinanzierung des Projekts, max. EUR 15.000, bis zu 6 Monaten, keine Verlängerung) beantragt werden.

Frist: 1. Oktober und 1. April eines jeden Jahres

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DSF: Förderung für Friedens- und Konfliktforschung

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung unterstützt die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland und fördert Projekte, die einschlägige Themenstellungen mit innovativen Konzepten bearbeiten, zur strukturellen Entwicklung des Forschungsfeldes beitragen und Ergebnisse für die wissenschaftliche Politik- und Gesellschaftsberatung hervorbringen. Die Stiftung bietet drei verschiedene Projektformate an:

  • Pilotstudien mit einer Fördersumme von max. 20.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten
  • Standardprojekte mit einer Fördersumme von max. 100.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten
  • Post-doc-Forschungsprojekte mit einer Fördersumme von max. 150.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 30 Monaten

Frist: 1. November jeden Jahres(Post-doc-Projekte) und 1. November und 2. Mai jeden Jahres (Pilotstudien und Standardprojekte)

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VolkswagenStiftung: Originalitätsverdacht? Neue Optionen für die Geistes- und Kulturwissenschaften

"Originalität" ist in den Geistes- und Kulturwissenschaften eines der zentralen Qualitätskriterien. Doch gerade in diesen Disziplinen mit ihren spezifischen Forschungsgegenständen ist die Frage, was "originell", "neu" oder "innovativ" bedeutet, schwierig zu bestimmen. Was gesichertem Fachwissen und gemeinhin akzeptierten Intuitionen widerspricht, mag genauso dazu gehören wie die Entwicklung eines neuen Ansatzes, einer neuen These, einer neuen Theorie, die Beobachtung eines neuen Phänomens oder auch die Identifizierung von bisherigem Nicht-Wissen. Die Stiftung möchte mit diesem Angebot Geistes- und Kulturwissenschaftler(innen) ermutigen, Vorhaben mit erkenntnisgewinnender Originalität zu entwickeln. Gefördert wird eine erste Exploration der Forschungsidee. Die Initiative besteht aus zwei Förderlinien:

  • Förderlinie 1 "Komm! ins Offene...": Die Förderlinie bietet der einzelnen Forscherpersönlichkeit die Möglichkeit, ein Thema explorierend zu bearbeiten und in einem Essay darzulegen (bis zu 80.000 EUR, max. 1 Jahr).
  • Förderlinie 2 "Konstellationen": Das Angebot wendet sich an Projektteams mit bis zu 4 Antragsteller(innen), die sich gemeinsam einer neuen Forschungsidee widmen, deren Tragfähigkeit in einer Explorationsphase erkunden und in einem gemeinsamen Text veröffentlichen wollen (bis zu 150.000 EUR, max. 1½ Jahre).

Frist: 13. November 2019

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VolkswagenStiftung: Opus Magnum

Ziel der Initiative ist es, Professorinnen und Professoren aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, die sich durch (erste) herausragende Arbeiten ausgewiesen haben, einen Freiraum für die intensive Arbeit an einem wissenschaftlichen Werk zu eröffnen. Die Förderung besteht im Wesentlichen in der Finanzierung einer Lehrvertretung, womit die Initiative zugleich auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine zusätzliche Perspektive eröffnen möchte. Das Förderangebot besteht in der Finanzierung einer Lehrvertretung für eine Dauer von sechs Monaten bis zu 18 Monaten sowie einer jährlichen Sachmittelpauschale von bis zu 10.000 EUR für den Antragsteller.

Frist: voraussichtlich wieder Anfang Februar2020

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Dauerhaft laufende Ausschreibungen

Gerda Henkel Stiftung: Fellowship

Seit 1993 unterhält die Gerda Henkel Stiftung ein Stipendienprogramm zur Vergabe von Fördermitteln für einen Forschungsaufenthalt an der School of Historical Studies des Institute for Advanced Study. Sie stellt dem Institut jeweils ein Stipendium für den Zeitraum eines akademischen Jahres zur Verfügung. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt im Einvernehmen mit der Stiftung durch die ständigen Mitglieder der School of Historical Studies. Das Stipendium trägt die Bezeichnung Gerda Henkel Fellowship. 2014 wurde das Programm um weitere fünf Jahre verlängert. Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren wird vom Institute for Advanced Study betreut. Interessenten sollten sich direkt mit der School of Historical Studies in Verbindung setzen.

Frist: keine, Antragseinreichung jederzeit möglich

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Preise

Institut für Personengeschichte: Forschungspreis 2020

Das Institut für Personengeschichte in Bensheim an der Bergstraße schreibt für das Jahr 2020 erneut einen Forschungspreis aus, der alle zwei Jahre verliehen wird.

Mit diesem Preis soll eine herausragende wissenschaftliche Monographie aus dem Bereich der prosopographischen, biographischen oder genealogischen Forschung ausgezeichnet werden. Die Arbeit sollte in deutscher Sprache abgefasst und kann thematisch in jeder historischen Region Europas verortet sein. Für die historische Zeitstellung ist keine Begrenzung vorgesehen. Die Teilnahme ist offen, eine Beschränkung auf wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten besteht nicht.

Der Preis ist mit 5.000 EUR dotiert. Selbstbewerbungen ausgeschlossen sind.

Frist: Bewerbungen und Vorschläge werden bis zum 31. Oktober 2019 erbeten.

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Kassenärztliche Bundesvereinigung: Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus

Kassenärztliche Bundesvereinigung: Forschungspreis zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus

Zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Bundesärztekammer, der Bundeszahnärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung schreibt die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung den Herbert-Lewin-Preis 2019 aus. Mit dem Herbert-Lewin-Preis werden wissenschaftliche Arbeiten zu dem Thema „Aufarbeitung der Geschichte der Ärztinnen und Ärzte in der Zeit des Nationalsozialismus“ prämiert. Es handelt sich um die siebte Ausschreibung des Preises, der seit 2006 vergeben wird.

Ziel des Preises ist die historische Aufarbeitung der Rolle der Ärzteschaft im Dritten Reich, aber auch die Erinnerung an engagierte Ärztinnen und Ärzte und Zahnärztinnen und Zahnärzte, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Zugleich soll das Interesse nachfolgender Generationen für die Aufarbeitung der Vergangenheit geweckt werden.

Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Frist: 14. Juni 2019

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Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2019

Der Forschungspreis des Roman Herzog Instituts richtet sich an WissenschaftlerInnen (bis einschließlich 40 Jahre), die sich in ihren Dissertationen oder Habilitationen mit dem Themenkomplex Soziale Marktwirtschaft und ordnungspolitischen Zukunftsfragen auseinandersetzen. Mit insgesamt 35.000€ Preisgeld zählt dieser Forschungspreis zu einer der höchst dotierten Auszeichnungen im Gebiet der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Frist: Bewerbungen können bis 31. Dezember 2019 eingereicht werden. Die nächste Frist endet voraussichtlich wieder im Dezember des Folgejahres.

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Kontakt

Dr. Julia Metger
Wollweberstraße 1
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1185
Telefax +49 3834 420 1189
julia.metger@uni-greifswald.de