Geistes- und Sozialwissenschaften

Bundesförderungen

BMBF: trans-atlantische Forschungsverbundvorhaben mit dem Themenschwerpunkt „Social Innovation“ im Rahmen des „Trans-Atlantic Platform Social Innovation Call for Proposals“

Soziale Innovationen umfassen neue soziale Praktiken und Organisationsmodelle, um gesellschaftliche Ziele zu realisieren. Sie entstehen, wenn Menschen oder Akteursgruppen eigene Bedürfnisse, Bedarfe besonderer Zielgruppen und/oder Herausforderungen der Gesellschaft identifizieren, kommunizieren und auf dieser Basis tragfähige und nachhaltige Lösungen dafür entwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt, im Rahmen des „Trans-Atlantic Platform Social Innovation (T-AP SI) Call for Proposals“ Vorhaben zu fördern, die transnationale Forschungsansätze im Bereich „Soziale Innovationen“ weiterentwickeln. Die „Trans-Atlantic Platform of the Social Sciences and Humanities“ (T-AP) fördert, unter Beteiligung des BMBF, als Netzwerk von Forschungsförderern die trans-atlantische Forschungszusammenarbeit in den Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften.

Im Rahmen dieser Förderbekanntmachung sind Sozial- und Geisteswissenschaftler/innen aus acht Ländern dazu eingeladen, internationale Projektvorschläge einzureichen, die sich mit dem Thema „Soziale Innovationen“ aus sozial- und/oder geisteswissenschaftlicher Perspektive befassen und in diesem Kontext soziale Herausforderungen adressieren, die auf beiden Seiten des Atlantiks virulent sind. Antragsberechtigt sind in Deutschland ansässige Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie öffentliche Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern. Die Beteiligung von Forschenden aus kleinen Fächern wird begrüßt. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung in Höhe von maximal 300 000 Euro für einen Zeitraum von 24 bis 36 Monaten gewährt. Das Antragsverfahren ist offen und kompetitiv. Es ist zweistufig angelegt.

Frist: Eine Verbund-Projektskizze kann bis spätestens 14. Februar 2019/14.00 Uhr (CET) eingereicht werden.

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BMBF: „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ mit den Schwerpunkten „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ und/oder „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“

Lehrerinnen und Lehrer sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Bildungssystems. Sie begleiten junge Menschen in wichtigen Entwicklungsphasen, die für individuellen Bildungserfolg, Persönlichkeitsbildung, Sozialisation und beruflichen Werdegang prägend sind. Gesellschaftliche Veränderungen bringen neuartige Aufgaben für das Bildungssystem und den Lehrerberuf mit sich. Für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern, ihr Ansehen und berufliches Wirken steht der Staat in einer besonderen Verantwortung. Auf Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz vom 29. Juni 2018 gibt es für die zweite Förderphase der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ ergänzend zu der Bund-Länder-Vereinbarung vom 12. April 2013 eine zusätzliche Auswahlrunde. Dabei erfolgt eine inhaltliche Schwerpunktsetzung auf die Themen „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ und/oder „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“.

In diesem Themenbereich können Einzelvorhaben und/oder Verbundvorhaben bis zu einem Zeitraum von 4 Jahren gefördert werden. Antragsberechtigt sind Hochschulen in staatlicher Verantwortung sowie in kirchlicher oder privater Trägerschaft. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Vorhabenbeschreibungen sind bis spätestens 8. März 2019 vorzulegen.

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Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien: Vielstimmige Erinnerung - gemeinsames Erbe - europäische Zukunft: Kultur und Geschichte der Deutschen und ihrer Nachbarn im östlichen Europa

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert auf der Grundlage des § 96 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) Projekte zur Erforschung und Vermittlung von Kultur und Geschichte der Regionen des östlichen Europas, in denen Deutsche gelebt haben bzw. heute noch leben. Für 2019 wird ein Förderschwerpunkt zum oben genannten Rahmenthema ausgeschrieben, mit dem Ziel, insbesondere jüngere Interessenten anzusprechen. Es sollen Vorhaben angeregt werden, die sich innovativ und kreativ mit der Thematik auseinandersetzen und sich attraktiver, zeitgemäßer Formate bedienen. Der internationale Dialog und das europäische Verständnis sollen gefördert, kulturelle Verflechtungen in den Blick genommen, Austauschprozesse gestärkt und national beschränkte Sichtweisen erweitert werden. Kooperationen mit Partnern im östlichen Europa im Sinne des Shared Heritage sind erwünscht. Aspekte von Flucht, Vertreibung, Deportation und Integration sind ebenso eingeschlossen wie Projekte zu deutsch-jüdischen Lebenswelten im östlichen Europa.

Frist: 1. Februar 2019

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BLE: Ländliche Räume in Zeiten der Digitalisierung

Das Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sucht im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Interessenten für die Durchführung von Forschungsvorhaben, deren Fokus sich explizit auf Themen der Digitalisierung in ländlichen Räumen richtet. Gesucht werden Forschungsarbeiten, die sich mit den spezifischen Chancen, Herausforderungen und Folgen der Digitalisierung explizit in ländlichen Räumen Deutschlands befassen.

Dabei können bspw. folgende Themen und Fragestellungen im Fokus stehen:

  • Wirtschaft und Erwerbstätigkeit
  • Veränderung des sozialen Zusammenlebens und ländlicher Lebenswelten
  • Teilhabe verschiedener Bevölkerungsgruppen am digitalen Wandel
  • Ländliche Regionalentwicklung
  • Beiträge der Digitalisierung zur Daseinsvorsorge und Sicherung der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse.

Darüber hinaus können auch Querschnittsansätze und -themen untersucht werden, wie z.B.:

  • Räumliche Wirkungen
  • Neue Synergien zwischen Daseinsgrundfunktionen
  • Lernen von anderen Ländern Europas
  • Vergleich verschiedener Raumkategorien

Frist: Skizzen können bis zum 15. Januar 2019 im Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung in der BLE eingereicht werden.

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BMBF: Zivile Sicherheit - Schutz vor organisierter Kriminalität II

Die zivile Sicherheit ist eine der wesentlichen Grundvoraussetzungen für Lebensqualität und Wertschöpfung in Deutschland. Sich ändernde sicherheitspolitische Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Veränderungsprozesse oder Trends wie die Digitalisierung machen es erforderlich, dass Sicherheitslösungen kontinuierlich weiterentwickelt und zukunftsfähig gestaltet werden. Im Rahmenprogramm der Bundesregierung "Forschung für die zivile Sicherheit 2018 bis 2023" wird daher die Forschung ganzheitlicher Ansätze unter interdisziplinärer Einbindung von Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendern sowie praxisnahe Erprobung gefördert. Im Rahmen dieser Förderrichtlinie soll ein weiterer Beitrag dazu geleistet werden, organisierte Kriminalität mit präventiven Maßnahmen, technologischen Ansätzen, neuen Strategien und organisatorischen Konzepten einzudämmen. Die Lösungen sollen im Verbund aus mehreren interdisziplinär und interinstitutionell aufgestellten Projektpartnern bearbeitet werden. Zudem ist eine eindeutige Ausrichtung am Anwenderbedarf durch den direkten Einbezug von Anwendern (im Regelfall mindestens eines Anwenders aus dem polizeilichen Spektrum) und Industriepartnern sicherzustellen.

Frist: Das Verfahren ist zweistufig. Projektskizzen können bis zum 15. Februar 2019 beim Projektträger VDI-Technologiezentrum eingereicht werden.

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BMBF: Gesellschaftliche Ursachen und Wirkungen des radikalen Islam in Deutschland und Europa

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) möchte mit der Förderung sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlicher Forschung dazu beitragen, Wissen zu schaffen, das Politik und Gesellschaft darin unterstützt, grundlagenbasierte und praxisrelevante Antworten zum Umgang mit dem radikalen Islam in Deutschland und Europa zu finden. Angesichts der Heterogenität und Breite des Phänomens stellt sich zum einen die Frage, worin die gesellschaftlichen Ursachen für das Erstarken des radikalen Islam in Deutschland und Europa liegen. Zum anderen stellt sich die Frage, ob und wie sich der Einfluss von Islamistinnen und Islamisten auf das gesellschaftliche Leben sowie Verunsicherungen und (wahrgenommenen) Bedrohungen, die von verschiedenen Strömungen des Islamismus ausgehen, auf die Gesellschaft insgesamt bzw. auf Teile der Gesellschaft auswirken. Zu diesen Fragekomplexen werden Projekte gefördert, die einen Beitrag für Anwender und Entscheidungsträger zum Umgang mit den Herausforderungen des radikalen Islam leisten.

Frist: Das Verfahren ist zweistufig. Projektskizzen können beim DLR Projektträger bis spätestens 22. Januar 2019 eingereicht werden.

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Kulturstiftung des Bundes: Allgemeine Projektförderung

Im Bereich Allgemeine Projektförderung können Kulturschaffende zwei Mal im Jahr Fördergelder für Projekte aus allen künstlerischen Sparten beantragen, für Bildende und Darstellende Kunst, Literatur, Musik, Tanz, Film, Fotografie, Architektur oder Neue Medien. Die Allgemeine Projektförderung der Kulturstiftung des Bundes zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht auf die Förderung einer bestimmten Sparte oder eines bestimmten Themas festgelegt ist. Es sind große, innovative Projekte im internationalen Kontext, die hier berücksichtigt werden können. In der Allgemeinen Projektförderung beträgt die Antragssumme mindestens 50.000 Euro und mindestens 20 Prozent an Eigen- und/oder Drittmitteln müssen bei Antragsstellung gesichert sein. Die Kulturstiftung des Bundes fördert in der Allgemeinen Projektförderung ausschließlich Projekte im internationalen Kontext.

Frist: 31. Januar 2019

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BMBF: KMU-innovativ: Mensch-Technik-Interaktion

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich Spitzenforschung zu stärken. Gegenstand der Förderung sind risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind. Diese FuE-Vorhaben müssen dem Bereich Mensch-Technik-Interaktion zuzuordnen sein. Wesentliches Ziel der BMBF-Förderung ist die Stärkung der Marktposition der beteiligten KMU. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus einem breiten Themenspektrum, die ihren Schwerpunkt an den drei Themenfeldern im MTI-Forschungsprogramm orientieren:

  • Intelligente Mobilität (Fahrerassistenzsysteme, Intentions­erkennung und Nutzererleben)
  • Digitale Gesellschaft (Robotik, Wohnen/Wohnumfeld, vernetzte Gegenstände)
  • Gesundes Leben (körpernahe Medizintechnik, Implantate, Prothesen/Orthesen und Pflegetechnologien)

Einzel- oder Verbundvorhaben ohne Beteiligung von KMU sind von der Förderung ausgeschlossen. Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: 15. Oktober und 15. April eines jeden Jahres

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Weitere Förderungen

DFG: Kolleg-Forschungsgruppen in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bietet erneut die Gelegenheit zur Einreichung von Antragsskizzen für Kolleg-Forschungsgruppen in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Förderinstrument richtet sich an besonders ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Antragstellerinnen und Antragsteller müssen für das gewählte Themengebiet „stehen“ und eine hohe nationale und internationale Sichtbarkeit und Prägewirkung haben.

Das Verfahren der Antragstellung ist mehrstufig. Die Gesamtförderdauer beträgt acht Jahre mit einer ersten Förderperiode von vier Jahren. Über eine Weiterförderung wird aufgrund von Fortsetzungsanträgen entschieden.

Frist: Antragsskizzen können vom 1. bis 19. März 2019 eingereicht werden.

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DFG / NORFACE Programme: Democratic Governance in a Turbulent Age

NORFACE announces a new transnational research programme on democratic governance. The main focus of this research programme will be on understanding the precise nature of the recent turbulence in democratic politics and governance in Europe, how European states can negotiate it and how they can develop strategies to enhance the quality of democratic politics and governance. Researchers can submit a proposal on behalf of a project team comprised of at least three eligible research partners based in three or more different countries participating in this NORFACE call.

Frist: The call for proposals is expected to be published on 3 December 2018, with a deadline for submitting outline proposals on 19 February 2019. Please note that these dates may still be subject to changes.

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DFG: “Initiation of International Cooperation” for German-American cooperation with the Social Science Research Council (SSRC)

Der Social Science Research Council (SSRC) ist eine unabhängige Organisation, die sich der Förderung der interdisziplinären Forschung in den Sozialwissenschaften widmet. DFG-förderfähige Wissenschaftler haben die Möglichkeit, mit dem Programm "Medien und Demokratie" des SSRC zusammenzuarbeiten. Dazu können jederzeit gemeinsame internationale Vorschläge im Rahmen des regulären Förderinstruments der DFG "Initiierung der internationalen Zusammenarbeit" eingereicht werden.

Frist: Einreichung von Vorschlägen jederzeit möglich

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DFG-AHRC Förderinitiative in den Geisteswissenschaften

The UK Arts and Humanities Research Council (AHRC) and the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) hereby launch a competitive call for proposals with a view to bringing together arts and humanities researchers in the UK and humanities (including law and linguistics) researchers in Germany to conduct outstanding joint UK-German research projects. The call is open to applications addressing any research topic where there is significant potential to advance knowledge through collaborative research bringing together arts and humanities researchers in the UK and humanities (including law and linguistics) researchers in Germany.

Frist: This first joint call is being administered by DFG and applications must be submitted via DFG’s submission system “elan”. Deadline for this call for proposals: 20 February 2019 at midnight CET.

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Gerda Henkel Stiftung: Lost Cities. Wahrnehmung von und Leben mit verlassenen Städten in den Kulturen der Welt

Aktuelle Transformationsprozesse in verschiedenen Teilen der Welt lassen zahlreiche Lost Cities entstehen. Ziel des Förderprogramms ist es, die unterschiedlichen Interpretations-, Wissens- und Wahrnehmungskulturen dieser Lost Cities zu beschreiben. Der Förderschwerpunkt ist interdisziplinär angelegt. Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftler/innen mit Universitätsanbindung aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Es können im Rahmen eines Projekts bis zu drei Bearbeiterinnen/ Bearbeiter, die unter gemeinsamen Fragestellungen forschen, durch Stipendien (Promotionsstipendien oder Forschungsstipendien) sowie zzgl. Reise- und Sachmitteln gefördert werden.

Frist: 31. Oktober 2018, voraussichtlich wieder 2019

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Gerda Henkel Stiftung: Demokratie als Utopie, Erfahrung und Bedrohung

Die Gerda Henkel Stiftung hat einen neuen Förderschwerpunkt zum Thema Demokratie als Utopie, Erfahrung und Bedrohung eingerichtet.

Eingerichtet und fördert die Erforschung von Konfliktgeschichten um eine gerechte Ordnung, eine gute Herrschaft und die Teilhabe an beidem. Der Förderschwerpunkt ist interdisziplinär angelegt. Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftler/innen mit Universitätsanbindung aus den Geistes- und Sozialwissenschaften. Es können im Rahmen eines Projekts bis zu drei Bearbeiterinnen/ Bearbeiter, die unter gemeinsamen Fragestellungen forschen, durch Stipendien (Promotionsstipendien oder Forschungsstipendien) sowie zzgl. Reise- und Sachmitteln gefördert werden.

Frist: 31. Oktober 2018, voraussichtlich wieder 2019

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Bundesstiftung Aufarbeitung: Projektförderung

Ziel dieser Förderung ist es, möglichst viele Menschen in allen Teilen Deutschlands mit den geförderten Projekten zu einer nachhaltigen und kritischen Auseinandersetzung mit Ursachen, Geschichte und den Folgen der deutschen Teilung, der SED-Diktatur sowie deren Verortung in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts anzuregen und zur Gestaltung der deutschen Einheit beizutragen. Die Bundesstiftung Aufarbeitung will mit ihrer Projektförderung insbesondere

  • die historisch-politische Bildungsarbeit zu diesen Themen befördern und dabei insbesondere die existierende Vielfalt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen Themen erhalten, ausbauen und professionalisieren;
  • neue Zielgruppen für diese Themenbereiche erschließen;
  • neue, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu diesen Themen schaffen und hierfür erforderliche Quellen sichern und erschließen;
  • diese Themen in der wissenschaftlichen Forschung und Lehre dauerhaft verankern;
  • zum Austausch und zur Vernetzung zwischen gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aufarbeitung beitragen sowie eine internationale Zusammenarbeit bei der Aufarbeitung von Diktaturen anregen;
  • den Wissenstransfer in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit befördern;
  • Beiträge zur Herausbildung einer gesamtdeutschen Erinnerungskultur leisten, die die Erinnerung an die zweite Diktatur in Deutschland, die Teilung und deren Überwindung einschließt.

Die Zuwendung wird im Rahmen der Projektförderung grundsätzlich als Teilfinanzierung gewährt. Sie kann in Form von nicht rückzahlbaren und von bedingt rückzahlbaren Zuschüssen bewilligt werden. Durch den Antragsteller sind grundsätzlich Eigen- oder Fremdmittel in angemessener Höhe, mindestens jedoch 10% der Gesamtausgaben, einzubringen und nachzuweisen. Grundsätzlich förderfähig sind Sachausgaben sowie Personalausgaben und Honorare.

Frist: 30. Juni (Fördersumme >50.000 Euro) und 31. August (Fördersumme <50.000 Euro) eines jeden Jahres

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Hans-Böckler-Stiftung: Forschungsförderung zum Thema Arbeitswelt

Die Hans-Böckler-Stiftung fördert, in Ergänzung zu laufender eigener Forschung, aktuell 200 externe wissenschaftliche Forschungsvorhaben zu Themen der Arbeitswelt. In sechs Forschungsschwerpunkten fördern sie wissenschaftliche Vorhaben, die einer arbeitnehmerorientierten Forschung gewidmet und an den Grundsätzen guter Wissenschaft orientiert sind. Antragsberechtigt für eine Förderung sind graduierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten. Anträge auf Forschungsförderung können ganzjährig eingereicht werden. Die zuerst eingereichten Skizzen werden viermal jährlich in der Zusammenschau geprüft, ob eine Förderung des Projekts grundsätzlich möglich ist. Danach ist der Antrag einzureichen.

Frist: 19. Dezember 2018

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Deutsches Zentrum Kulturgutverluste: Förderung der Provenienzforschung im Bereich "NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut"

Grundsätzlich können alle öffentlich unterhaltenen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland – vornehmlich Museen, Bibliotheken und Archive – einen Antrag auf Projektförderung bei der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste stellen. Voraussetzung für einen Antrag sind in der Regel Verdachtsmomente auf im Nationalsozialismus verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut in den Beständen . Mit der Zuwendung soll Forschung ermöglicht werden. Daher können die beantragten Mittel für die Schaffung von befristeten Personalstellen, für Werkverträge, aber auch für Reisekosten oder Sachausgaben eingesetzt werden. Es kann langzeitiger Förderbedarf (Fehlbedarfsfinanzierung, bis zu 24 Monaten, Verlängerung möglich) oder kurzfristiger Förderbedarf (Vollfinanzierung des Projekts, max. EUR 15.000, bis zu 6 Monaten, keine Verlängerung) beantragt werden.

Frist: 1. Oktober und 1. April eines jeden Jahres

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DSF: Förderung für Friedens- und Konfliktforschung

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung unterstützt die Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland und fördert Projekte, die einschlägige Themenstellungen mit innovativen Konzepten bearbeiten, zur strukturellen Entwicklung des Forschungsfeldes beitragen und Ergebnisse für die wissenschaftliche Politik- und Gesellschaftsberatung hervorbringen. Die Stiftung bietet drei verschiedene Projektformate an:

  • Pilotstudien mit einer Fördersumme von max. 20.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten
  • Standardprojekte mit einer Fördersumme von max. 100.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten
  • Post-doc-Forschungsprojekte mit einer Fördersumme von max. 150.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu 30 Monaten

Frist: 1. November jeden Jahres (Post-doc-Projekte) und 1. November und 2. Mai jeden Jahres (Pilotstudien und Standardprojekte)

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VolkswagenStiftung: Herausforderungen für Europa

Die Europäische Union steht derzeit vor vielfältigen Herausforderungen, die ihre Funktionsfähigkeit und den Zusammenhalt ihrer Mitgliedstaaten gefährden. Hierzu zählen Wirtschaftskrisen, Flucht und Migration, Euroskeptizismus, Populismus und Nationalismus, die Erosion der Demokratie, gesellschaftliche Polarisierung sowie der Brexit. Vor diesem Hintergrund möchte die Stiftung einen Impuls geben, neu und forschungsbasiert über die "Zukunftsfähigkeit" der EU nachzudenken.
Ziel der Ausschreibung "Herausforderungen für Europa" ist daher, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen mit Bezug auf Europa anzuregen, neue Vergleichsperspektiven zu eröffnen und innereuropäische wissenschaftliche Kooperationen zu stärken. Das Förderangebot richtet sich an Wissenschaftler(innen) aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Unterstützt wird der Aufbau europäischer Forschergruppen, in denen Wissenschaftler(innen) aus Deutschland und mindestens zwei anderen europäischen Ländern zusammenarbeiten. Eine Kooperation mit Wissenschaftler(inne)n aus Süd- und Osteuropa ist ausdrücklich erwünscht. Die Einbindung von Nachwuchswissenschaftler(inne)n wird ebenfalls begrüßt. Der Förderzeitraum beträgt bis zu 4 Jahre und die Fördersumme bis zu 1 Mio. Euro.

Frist: 13. Dezember 2018

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VolkswagenStiftung: Opus Magnum

Ziel der Initiative ist es, Professorinnen und Professoren aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, die sich durch (erste) herausragende Arbeiten ausgewiesen haben, einen Freiraum für die intensive Arbeit an einem wissenschaftlichen Werk zu eröffnen. Die Förderung besteht im Wesentlichen in der Finanzierung einer Lehrvertretung, womit die Initiative zugleich auch dem wissenschaftlichen Nachwuchs eine zusätzliche Perspektive eröffnen möchte. Das Förderangebot besteht in der Finanzierung einer Lehrvertretung für eine Dauer von sechs Monaten bis zu 18 Monaten sowie einer jährlichen Sachmittelpauschale von bis zu 10.000 EUR für den Antragsteller.

Frist: 1. Februar 2019

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DAAD: Stipendienangebot der Polnischen Regierung

Das polnische Ministerium für Wissenschaft und Hochschulbildung bietet Förderung für Studien- und Forschungsaufenthalte sowie Sommerkurse der polnischen Sprache in Polen an. Es gibt drei unterschiedliche Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte:

  • Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte (1-9 Monate) an polnischen Hochschulen für Studierende, Graduierte und Promovierende der Geistes-, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften sowie für Graduierte aller Fachrichtungen, deren Studienabschluss nicht länger als 6 Jahre zurückliegt
  • Semesterstipendien für Slavisten (4 Monate) für Studierende, Graduierte, Promovierende und WissenschaftlerInnen für Studien- bzw. Forschungsaufenthalte an den Polonistik-Abteilungen polnischer Universitäten
  • Kurzstipendien für WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen (1-3 Monate)

Für Stipendien für Studien- und Forschungsaufenthalte und Kurzstipendien für WissenschaftlerInnen aller Fachrichtungen können die Bewerbungsunterlagen auf Deutsch, Englisch oder Polnisch verfasst werden. Für Semesterstipendien für Slavisten sollen alle Unterlagen auf Englisch oder Polnisch eingereicht werden.

Frist: 3 Monate vor Stipendienbeginn

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Villa Vigoni: Veranstaltungsprogramm zur deutsch-italienische Zusammenarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften 2020

Das in Zusammenarbeit mit der DFG entwickelte Programm bietet die Möglichkeit, Vorschläge für Konferenzen (Kolloquien, Doktoranden- und Postdoc-Seminare oder Format „close reading“) einzureichen, um sich mit aktuellen Themen zu Kultur, Geschichte und Gesellschaft Europas zu beschäftigen. Zielsetzung der Villa Vigoni-Gespräche ist unter anderem die Exploration aktueller Herausforderungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften aus vergleichender deutscher und italienischer Perspektive sowie die Mobilisierung neuer Verbindungen zwischen deutscher und italienischer Wissenschaft. Die Konferenzen müssen einen Bezug zur Mission der Villa Vigoni aufweisen, die deutsch-italienischen Beziehungen in den Bereichen Forschung, Bildung und Kultur im europäischen Kontext stärken und junge Nachwuchsforscher fördern.

Frist: 15. Dezember 2018

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DFG und Narodowe Centrum Nauki: "Beethoven CLASSIC 3" und "Beethoven LIFE 1"

Die DFG und das polnische NCN setzen die gemeinsame Förderung von Forschungsprojekten in den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften, Chemie, Physik (einschl. Astronomie), Mathematik und Materialwissenschaften im Rahmen der Ausschreibung "Beethoven CLASSIC 3" fort und erweitern diese mit "Beethoven LIFE 1" auf die Lebenswissenschaften. Anträge können für Forschungsprojekte gestellt werden, die ein deutsches und ein polnisches Forschungsteam umfassen.

Frist: 17. Dezember 2018

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Dauerhaft laufende Ausschreibungen

Gerda Henkel Stiftung: Fellowship

Seit 1993 unterhält die Gerda Henkel Stiftung ein Stipendienprogramm zur Vergabe von Fördermitteln für einen Forschungsaufenthalt an der School of Historical Studies des Institute for Advanced Study. Sie stellt dem Institut jeweils ein Stipendium für den Zeitraum eines akademischen Jahres zur Verfügung. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt im Einvernehmen mit der Stiftung durch die ständigen Mitglieder der School of Historical Studies. Das Stipendium trägt die Bezeichnung Gerda Henkel Fellowship. 2014 wurde das Programm um weitere fünf Jahre verlängert. Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren wird vom Institute for Advanced Study betreut. Interessenten sollten sich direkt mit der School of Historical Studies in Verbindung setzen.

Frist: keine, Antragseinreichung jederzeit möglich

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Preise

Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2019

Der Forschungspreis des Roman Herzog Instituts richtet sich an WissenschaftlerInnen (bis einschließlich 40 Jahre), die sich in ihren Dissertationen oder Habilitationen mit dem Themenkomplex Soziale Marktwirtschaft und ordnungspolitischen Zukunftsfragen auseinandersetzen. Mit insgesamt 35.000€ Preisgeld zählt dieser Forschungspreis zu einer der höchst dotierten Auszeichnungen im Gebiet der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Frist: 31. Dezember 2018 (nächste Frist voraussichtlich 31. Dezember 2019)

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Preis des Historischen Kollegs 2019

Seit 1983 werden mit dem deutschen Historikerpreis Historikerinnen und Historiker für ihr wissenschaftliches Gesamtschaffen ausgezeichnet. Grundlage für die Auszeichnung ist ein herausragendes Werk, "das wissenschaftliches Neuland erschließt, über die Fachgrenzen hinaus wirkt, in deutscher Sprache erschienen und in seiner sprachlichen Gestaltung vorbildhaft ist". Für die Auszeichnung kommen Historikerinnen und Historiker aus dem In- und Ausland in Betracht.  Der mit  30.000 Euro dotierte Preis wird zum vierten Mal in Folge von der Alfred und Cläre Pott-Stiftung (Essen) zu Verfügung gestellt.

Frist: 31. Dezember 2018

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Kontakt

Dr. Julia Metger
Wollweberstraße 1
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1185
Telefax +49 3834 420 1189
julia.metger@uni-greifswald.de