Mathematik und Naturwissenschaften

Bundesförderungen

BMWi: Entwicklung digitaler Technologien

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die digitale Transformation der Wirtschaft zu fördern, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bei Angebot und Nutzung digitaler Technologien zu erhöhen. Die angestrebten Maßnahmen zielen dazu auf die Stärkung digitaler Kompetenzen und der Innovationskraft der betroffenen Wirtschaft, auch als Voraussetzung für den Erhalt und die Erzielung digitaler Souveränität. Die angestrebten Maßnahmen sollen auch dazu beitragen, die Implikationen der digitalen Transformation wie etwa hinsichtlich gesellschaftlicher Akzeptanz, zu erwartender Veränderungen der Arbeitswelt oder rechtliche Hemmnisse im Rahmen begleitender Forschung aufzuzeigen, um Handlungs- und Gestaltungsspielräume für die Politik und die Wirtschaft zu verdeutlichen. Diese können sowohl auf nationaler als auch auf europäischer und internationaler Ebene gelagert sein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) will mit dem Förderrahmen „Entwicklung digitaler Technologien“ für den Zeitraum 2019 bis 2022 die Effizienz- und Wertschöpfungspotenziale digitaler Technologien sowie aktuelle thematische Schwerpunkte und Herausforderungen noch schneller und flexibler als bisher durch zeitnahe Förderaufrufe adressieren. Diese sollen an jeweils aktuellen technologischen Trends, Entwicklungen und Erfordernissen im Markt, digitalpolitischen Prioritäten, verfügbaren Budgets sowie bestmöglichen zeitlichen Korridoren für eine marktorientierte Umsetzung ausgerichtet sein.

Die Bundesregierung unterstützt mit dem Förderrahmen „Entwicklung digitaler Technologien“ vorwettbewerbliche FuE-Projekte mit Leuchtturmcharakter im Verbund von Wissenschaft und Wirtschaft (Verbundforschung), die wesentlich dazu beitragen, die deutsche Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern sowie Effizienz- und Wertschöpfungspotenziale digitaler Technologien am Standort Deutschland und im Europäischen Binnenmarkt zu nutzen. Dem Förderrahmen liegen die drei Schwerpunktbereiche „Technologien“, „Anwendungen“6 und „Ökosysteme“ zu Grunde.

Zuwendungsempfänger können staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie sonstige Einrichtungen mit FuE-Interesse8 sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz, einer Niederlassung oder Betriebsstätte in Deutschland sein. Bei den Förderaufrufen handelt es sich um ein wettbewerbliches Auswahlverfahren.

Frist: Förderaufrufe finden zu unterschiedlichen Zeitpunkten innerhalb des Kalenderjahrs statt.

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BMWi: Nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung im 7. Energieforschungsprogramm "Innovationen für die Energiewende"

Deutschland wird zum Ablauf des Jahres 2022 die Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung beenden. Für den sicheren restlichen Leistungsbetrieb sowie den anschließenden mehrjährigen Stilllegungsbetrieb bleibt eine kon­tinuierliche technisch-wissenschaftliche Begleitung auf höchstem Niveau sowie der Erhalt der notwendigen nationalen Expertise auch für die Mitwirkung in nationalen und internationalen Gremien unbedingt erforderlich. Dies schließt ausreichende Personalressourcen mit ein. Mit Blick über die deutschen Grenzen hinaus tragen heute und auch in absehbarer Zeit Kernkraftwerke (KKW) weltweit zur Versorgung mit elektrischer Energie bei. Angesichts des möglichen grenzüberschreitenden Charakters der Betriebsrisiken liegt es auch langfristig im deutschen Sicherheitsinteresse, die Entwicklungen im benachbarten Ausland hinsichtlich bestehender und geplanter Anlagen auch aus fachlicher Sicht verfolgen zu können. Darüber hinaus besteht eine langfristige Verantwortung für die sichere Entsorgung der bestrahlten Brennelemente und radioaktiven Abfälle mit einem Zeithorizont weit über den Betrieb der deutschen KKW hinaus.

Gefördert wird die anwendungsorientierte Grundlagenforschung in den Bereichen der Reaktorsicherheitsforschung sowie der Entsorgungs- und Endlagerforschung. Begleitstudien zu Fragen der nuklearen Sicherheits- und Entsorgungsforschung sowie wissenschaftliche Querauswertungen und Analysen sind bei größeren Forschungsprojekten grundsätzlich förderfähig.

Antragsberechtigt sind Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs-/Wissenschaftseinrichtungen sowie Gebietskörperschaften und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung aber auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) jeweils mit Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Deutschland. Das Antragsverfahren ist zweistufig.

Frist: Jederzeit.

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BMBF: Förderung von Pilotmaßnahmen für Partnerschaften in Wissenschaft, Forschung und Bildung mit Belarus

BMBF: Förderung von Pilotmaßnahmen für Partnerschaften in Wissenschaft, Forschung und Bildung mit Belarus

Im Rahmen der deutsch-belarussischen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie fördern das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das belarussische State Committee of Science and Technology (SCST) den Aufbau bzw. die Vertiefung der wissenschaftlichen bilateralen Kooperation zwischen deutschen und belarussischen wissenschaftlichen Einrichtungen. Zu diesem Zweck werden bilaterale, anwendungsbezogene Forschungsprojekte gefördert. Die Zuwendungen sollen es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern − insbesondere auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern − ermöglichen, in den vereinbarten Fachgebieten Forschungsergebnisse zu erzielen, die nachhaltig in Belarus genutzt werden können.

Die Förderung richtet sich an Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen, die zu den drei identifizierten Themenbereichen relevante Beiträge leisten können:

  • lokale Nutzung erneuerbarer Energien im Kontext landwirtschaftlicher und forstwirtschaftlicher Abfallwirtschaft (insbesondere Biomasse und Biogas),
  • Biotechnologien im Bereich Agrar- und Forstwirtschaft,
  • Ökologie, Biodiversität und Umweltschutz (insbesondere Waldökosysteme).

Wert gelegt wird auf gemeinsame Projektvorschläge, die sowohl interdisziplinär angelegt sind als auch sozio-ökonomische Aspekte der vorab genannten thematischen Schwerpunkte untersuchen. Die Vorhaben sollen eine hohe Praxisrelevanz aufweisen und Strategien zur Implementierung der Forschungsergebnisse in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft aufzeigen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Projektskizzen bis 5. April 2019

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BMEL: Förderung von Innovationen zur Minderung der Torfanteile in Kultursubstraten

Mit der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft über die Förderung von Innovationen zur Minderung der Torfanteile in Kultursubstraten sollen auf Grundlage der maßgeblichen Förderprogramme innovative Forschungsvorhaben zum Torfersatz in Kultursubstraten unterstützt werden. Dabei stehen Umwelt- und Klimaschutz sowie Verbesserung der Ressourceneffizienz, der Ressourcenqualität und der Kultursicherheit von Torfersatzstoffen im Gartenbau im Fokus.

Auf Grundlage von drei bestehenden Förderprogrammen möchte das BMEL gezielt innovative Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben fördern. Die Module sind zum einen die Innovationsförderung des BMEL sowie das BMEL-Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft und zum anderen das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe des BMEL.

Gefördert werden insbesondere Vorhaben, die auf Innovationen in den Bereichen Verfügbarkeit, Qualitätsverbesserung und praktischer Einsatz alternativer Substratausgangsstoffe und Identifizierung relevanter biologischer Qualitätsparameter abzielen. Auch die Überarbeitung bestehender und Etablierung neuer Methoden zur Qualitätskontrolle und torffreie oder stark torfreduzierte Kulturverfahren sind förderfähig.

Frist: 28. Juni 2019

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BMBF: "Computational Life Sciences - Deep Learning in der Biomedizin "

In der Biomedizin sind für die gleiche Art von Eingangsdaten (z.B. Proben) oftmals

Annotationen zu verschiedenen Endpunkten vorhanden. Bei Deep Learning lässt sich dies

nutzen, um durch das gleichzeitige Lösen mehrerer Aufgaben die Trainingseffizienz oder die

Prädiktionsgüte zu verbessern (Multi-Task Learning).

 

Mit diesem Förderaufruf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird der thematische Fokus der Auswahlrunde der Fördermaßnahme „Computational Life Sciences“ für die Einreichung 2019 daher auf das Themengebiet „Deep Learning in der Biomedizin“ festgelegt. Im Rahmen der Fördermaßnahme sollen durch die Zusammenarbeit von Experten aus dem Bereich des maschinellen Lernens und den Lebenswissenschaften neue, innovative Methoden und Softwarewerkzeuge entwickelt werden, um biomedizinische Forschungsdaten mit Hilfe von Deep Learning effizienter auszuwerten. Die Forschungsvorhaben sollen neue Anwendungsfelder für Deep Learning in der Biomedizin erschließen und die besonderen methodischen Herausforderungen in diesem Bereich angehen.

Frist: Projektskizzen können bis zum 20. März 2019 eingereicht werden.

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BMBF: Förderung von Vorhaben der strategischen Projektförderung mit der Republik Singapur unter der Beteiligung von Wissenschaft und Wirtschaft („2+2“-Projekte) zum Schwerpunktthema „Blockchain-Technologien“

Singapur ist mit seinen hervorragenden Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie Firmen, seiner weltweit prominenten Stellung in der Innovationsleistung und der ebenso gut entwickelten Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Industrie für Deutschland ein exzellenter Forschungs- und Innovationspartner.

Mit dieser Richtlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der strategischen Projektförderung sollen innovative deutsch-singapurische Verbundvorhaben in der angewandten Forschung zu Bockchain-Technologien gefördert werden. Der Blockchain-Technologie als disruptiver Transfertechnologie wird ein innovatives Anwendungspotential zugesprochen, das sich über viele Branchen und Anwendungsbereiche erstreckt, deren zukünftige Dimension noch nicht absehbar ist. Mit dieser Fördermaßnahme werden Blockchain-Technologien in den Anwendungsbereichen Industrie 4.0/Fortschrittliche Produktionstechnologien, Supply Chain und Logistik adressiert. Konkret soll die Zusammenarbeit von deutschen und singapurischen Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft in Form von „2+2-Projekten“ gefördert werden, die die Beteiligung mindestens einer deutschen und einer singapurischen Forschungseinrichtung und mindestens einem deutschen und einem singapurischen forschenden Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft/Industriepartner, insbesondere KMU vorsehen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern. Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschule, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern) in Deutschland verlangt. Die Zuwendungen werden im Wege der nicht rückzahlbaren Zuwendung im Rahmen der Projektförderung und in der Regel mit 300 000 Euro je Verbundprojekt für die deutsche Seite sowie für die in der Regel maximale Dauer von 36 Monaten gewährt. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Bis spätestens 27. März 2019 können Projektskizzen vorgelegt werden.

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BMBF: Künstliche Intelligenz für IT-Sicherheit

Mit der fortschreitenden Digitalisierung bieten die immer komplexeren IT-Systeme eine Vielzahl von Angriffsflächen. Erkennung und Abwehr dieser Angriffe stellen die Betreiber der Systeme vor immer größere Herausforderungen. Die fortschreitende Entwicklung im Bereich der KI birgt ein großes Potenzial zur Verbesserung der IT-Sicherheit. Deutschland besitzt sowohl bei der Forschung zu KI als auch zu IT-Sicherheit große Kompetenzen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beabsichtigt daher die anwendungsorientierte Erforschung und Entwicklung (FuE) von IT-Sicherheitstechnologien und -verfahren auf Basis KI zu fördern. Ziel ist es, die Forschung im Bereich der KI und der IT-Sicherheit stärker miteinander zu verbinden, um Deutschland als Standort innovativer IT-Sicherheitslösungen zu stärken. Gegenstand der Förderung ist die Erforschung und Entwicklung neuer IT-Sicherheitslösungen basierend auf Verfahren der KI. Die Lösungen und Verfahren sollen so gestaltet werden, dass sie möglichst intuitiv benutzbar sind und in verschiedenen Anwendungskontexten Einsatz finden können.

Antragsberechtigt sind staatliche und nicht staatliche Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Verbände und Vereine sowie sonstige Organisationen mit FuE-Interesse sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Projektskizzen sind bis zum 29. März 2019 vorzulegen.

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BMBF: Förderung transnationaler Verbundvorhaben auf dem Gebiet der Aquakultur und Fischerei

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) engagieren sich gemeinsam im „European Research Area-Net Cofund on Blue Bioeconomy – Unlocking the Potential of Aquatic Bioresources“ (ERA-NET BlueBio). Die Partner des ERA-NET BlueBio streben die Entwicklung einer nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Blue Bioeconomy in Europa an. Neues biologisches und biotechnologisches Wissen soll für existierende als auch künftige Wertschöpfungsketten der Blue Bioeconomy generiert werden. Der Transfer biobasierter Produkte und Dienstleistungen aus Forschung, Innovation und Demonstration in einen industriellen Produktionsmaßstab soll verbessert werden. Insbesondere sollen auch Lösungen zur Ernährungssicherung und zur Produktion von gesunden und sicheren Lebensmitteln aus aquatischen Ressourcen entwickelt werden.

Die Partner des ERA-NET BlueBio verfolgen das Ziel, die Erschließung biotechnologischer Potenziale und Chancen auch von bisher unentdeckten biologischen Ressourcen aus süß- und salzwasserhaltigen Gewässern sowie die nachhaltigen Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten aquatischer Biomasse entlang der gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben.

Antragsberechtigt sind Hochschulen und außerhochschulische Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die Förderdauer beträgt in der Regel drei Jahre. Das Antragsverfahren ist dreistufig angelegt.

Frist: Ideenskizzen können bis zum 17. März 2019 eingereicht werden.

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BMBF: Quellen, Verteilung und Auswirkungen von Mikroplastik in marinen Systemen

Innerhalb des Forschungsprogramms „MARE:N – Küsten-, Meeres- und Polarforschung“ im Rahmen der Joint Programming Initiative Healthy and Productive Seas and Oceans (JPI OCEANS) beabsichtigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu Mikroplastik in der Meeresumwelt zu fördern. Die Bekanntmachung erweitert den bereits auf der Grundlage von FONA3 begonnenen Förderschwerpunkt „Plastik in der Umwelt“.

Kunststoffe (synthetische Polymere) sind aufgrund ihrer Persistenz und der nachteiligen Folgen für die marinen Lebensgemeinschaften ein bedeutendes Umweltproblem geworden. Insbesondere die kleineren Kunststoffpartikel – Mikroplastikpartikel – sind ubiquitär in der marinen Umwelt zu finden. Im Rahmen einer zweiten gemeinsamen europäischen Bekanntmachung von JPI OCEANS sollen vorhandene Wissenslücken geschlossen werden. So sind die relevanten Quellen von Mikroplastik noch nicht ausreichend bekannt. Die analytischen Methoden zur Identifizierung kleinerer Kunststoffpartikel müssen weiterentwickelt und praxistauglich gestaltet werden. Dadurch sollen wissenschaftliche Grundlagen für ein möglichst europaweites einheitliches Monitoring geschaffen werden. Welche möglichen schädigenden Wirkungen Mikroplastik auf marine Lebensgemeinschaften haben kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

An der Ausschreibung beteiligen sich Förderinstitutionen aus dreizehn Ländern. Es werden nur Verbünde mit Partnern aus mindestens drei Ländern, die sich als Fördergeber an dieser Bekanntmachung beteiligen, gefördert. Die maximale Laufzeit der Förderung beträgt drei Jahre. Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, gesellschaftliche Organisationen (z. B. Stiftungen, Vereine und Verbände) und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Für deutsche Projektpartner sind jeweils bis zu 300 000 Euro zuwendungsfähig. Für die Koordination eines europäischen Verbundes stehen bis zu 450 000 Euro für einen deutschen Koordinator zur Verfügung. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: Bis 28. Februar 2019, 12.00 Uhr MEZ, können Projektskizzen eingereicht werden.

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BLE: Beitrag ökologisch und nachhaltig erzeugter Lebensmittel zu zukunftsfähigen Ernährungssystemen

Mit dem Ziel, den Ökolandbau in Deutschland zu stärken und den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Landwirtschaftsfläche zu erhöhen, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit der ökologischen Lebensmittelwirtschaft und unter Einbeziehung der Bundesländer und der Wissenschaft die Zukunftsstrategie ökologischer Landbau (ZöL) erarbeitet. Mit der vorliegenden Maßnahme werden FuE-Vorhaben und Wissenstransfervorhaben im Bereich „Lebensmittel/Ernährung“ gefördert. Die FuE-Vorhaben können maximal mit einer dreijährigen Projektlaufzeit beschieden werden, der Maßnahmenbeginn ist voraussichtlich ab 1. Juni 2019. Verbundprojekte mit Partnern aus Praxis, Beratung, Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere mit Standorten in den ländlichen Räumen so wie systemare Ansätze sind besonders erwünscht.

Frist: 22. Februar 2019

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BMEL: Internationale nachhaltige Waldbewirtschaftung

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt die forstliche Forschungszusammenarbeit mit Drittstaaten und die Weitergabe von praxisbewährtem Know-how im Forstbereich. Gefördert werden bilaterale forstliche Forschungsprojekte, forstwissenschaftlicher Austausch und Projektanbahnung, Wissensweitergabe (in Deutschland und in den Partnerländern). Ziel ist es, die Nutzung der Wälder weltweit auf eine nachhaltige Waldbewirtschaftung umzustellen, um der fortschreitenden Entwaldung und Degradierung des Waldes entgegenzuwirken.

Frist: keine. Die Förderrichtlinie sieht ein zweistufiges Verfahren vor, bestehend aus einer Projektskizze (erste Stufe) und einem Projektantrag (zweite Stufe).

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BMBF: KMU-innovativ: Mensch-Technik-Interaktion

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich Spitzenforschung zu stärken. Gegenstand der Förderung sind risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben, die technologieübergreifend und anwendungsbezogen sind. Diese FuE-Vorhaben müssen dem Bereich Mensch-Technik-Interaktion zuzuordnen sein. Wesentliches Ziel der BMBF-Förderung ist die Stärkung der Marktposition der beteiligten KMU. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben aus einem breiten Themenspektrum, die ihren Schwerpunkt an den drei Themenfeldern im MTI-Forschungsprogramm orientieren:

  • Intelligente Mobilität (Fahrerassistenzsysteme, Intentions­erkennung und Nutzererleben)
  • Digitale Gesellschaft (Robotik, Wohnen/Wohnumfeld, vernetzte Gegenstände)
  • Gesundes Leben (körpernahe Medizintechnik, Implantate, Prothesen/Orthesen und Pflegetechnologien)

Einzel- oder Verbundvorhaben ohne Beteiligung von KMU sind von der Förderung ausgeschlossen. Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: 15. Oktober und 15. April eines jeden Jahres

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BMBF: KMU-innovativ: Medizintechnik

Das BMBF will mit dem Fachprogramm Medizintechnik die medizintechnische Forschung und Entwicklung stärken und zugleich die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems sowie die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Branche am Standort Deutschland ausbauen. Das Fachprogramm Medizintechnik zielt darauf ab, innovative Ansätze aus der Forschung schneller in die Anwendung zu überführen und setzt im Kern auf eine versorgungs- und zugleich industrieorientierte Innovationsförderung der Medizintechnik-Branche.  Antragsberechtigt sind KMU, im Rahmen von Verbundprojekten sind auch Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und mittelständische Unternehmen, die einschließlich verbundener oder Partnerunternehmen nicht mehr als 500 Beschäftigte haben, im Folgenden größere Mittelständler genannt, antragsberechtigt.
Die Förderdauer beträgt bis zu drei Jahren. Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: 15. Oktober und 15. April eines jeden Jahres

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Weitere Förderungen

Volkswagen Stiftung: Leben? – Ein neuer Blick der Naturwissenschaften auf die grundlegenden Prinzipien des Lebens

"Was ist Leben?" – diese fundamentale Frage stellt sich die Menschheit seit Jahrhunderten. In jüngster Zeit haben sich besonders an der Grenze zwischen Natur- und Lebenswissenschaften Forschungsfelder entwickelt, die vollkommen neue Erkenntnisse zu dieser Frage beisteuern können. So werden beispielsweise in den Bereichen Biophysik, synthetische Biologie oder systemische Chemie artifizielle Systeme entwickelt und untersucht, die nicht mehr eindeutig als lebend oder nicht lebend klassifiziert werden können. Des Weiteren können biologische Zellen mithilfe modernster Verfahren mittlerweile genauestens kartiert und analysiert werden. Immer effizienter gelingt es Forschern, die Prozesse des Lebens in künstlichen Systemen nachzuahmen und besser zu verstehen oder neuartige artifizielle Systeme gemäß den Grundprinzipien des Lebens zu entwickeln.

Diesen Ansätzen ist gemeinsam, dass sie die fundamentalen Prinzipien des Lebens besser zu verstehen suchen und damit neue Perspektiven in Ergänzung zu philosophischen Aussagen über das Leben eröffnen. Die Stiftung unterbreitet mit der Förderinitiative ein Angebot für die Wissenschaft, an der Schnittstelle zwischen Natur- und Lebenswissenschaften wissenschaftlich spannende und potenziell innovative Vorhaben in diesem Kontext zu fördern.

Die Initiative ist sowohl für Einzel- als auch für integrative Kooperationsvorhabenmit bis zu fünf Partner(inne)n offen. Pro Vorhaben können bis zu 1,5 Mio. Euro für einen Förderzeitraum von ma-ximal fünf Jahren beantragt werden. Antragsberechtigt sind promovierte Wissenschaftler(innen) aller Karrierestufen. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Frist: wird im Frühjahr 2019 bekanntgegeben

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DFG: Priority Programme "Manipulation of Matter Controlled by Electric and Magnetic Fields: Towards Novel Synthesis and Processing Routes of Inorganic Materials" (SPP 1959)

The Senate of the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) established the Priority Programme ”Manipulation of Matter Controlled by Electric and Magnetic Fields: Towards Novel Synthesis and Processing Routes of Inorganic Materials” (SPP 1959). The programme is designed to run for six years. The present call invites proposals for the second three-year funding period.

The objective of the Priority Programme is to develop a unified description of matter transport activated in inorganic solid materials by electric and magnetic fields based on experimental evidence, theoretical modelling, and computational simulation. Irreversible transformations from an initial state (which can be a mixture of solid state reactants, powder compacts, or already fully dense polycrystalline materials) into a final state (new phase, modified microstructure, deformation state) will be considered. In that respect, defects such as single or clustered point defects, dislocation networks, interfaces between two reacting solids, grain boundaries, or pores play a key role, as their structure and mobility determine the response of the whole material.

The research will be focused on the following areas:

  • synthesis and phase formation by solid-state reactions and diffusive phase transformations
  • densification of particle-based materials and microstructure coarsening (pore elimination and grain growth)
  • mechanical deformation (plasticity and creep)

The focus on coupled effects under applied electromagnetic, chemical, and mechanical fields will be intensified.

Deadline: Proposals must be written in English and submitted to the DFG by 26 June 2019.

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PRIMA – Partnership for Research and Innovation in the Mediterranean Area: Call for Proposals

Im Jahr 2018 ist die internationale Förderinitiative PRIMA (Partnership for Research and Innovation in the Mediterranean Area) angelaufen, die das Ziel verfolgt, durch Forschung und Innovation die Herausforderungen des Mittelmeerraums in Bezug auf Agrar- und Ernährungssysteme und Wassermangel wirksam zu bewältigen. Am 17. Dezember 2018 hat PRIMA die zweite Ausschreibung veröffentlicht, die ein Fördervolumen von insgesamt 63 Millionen Euro umfasst. In allen drei Schwerpunktbereichen von PRIMA – Wassermanagement, Landwirtschaftssysteme und Agro-Food-Wertschöpfungsketten – sind Topics ausgeschrieben, zu denen Projektanträge eingereicht werden können.

Frist: Vor-Anträge bis 28. Februar 2019 (17:00h CET), Voll-Anträge bis 16. Juli, 2019 (17:00h CET) bzw. 21.2.2019 und 4.9.2019 (je nach Ausschreibung)

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Für nähere Informationen und Rückfragen steht Ihnen die PRIMA-Kontaktstelle in Deutschland gerne zur Verfügung

DFG: Infrastructure Priority Programme “Exploratories for Large-Scale and Long-Term Functional Biodiversity Research” (SPP 1374)

In the framework of the Infrastructure Priority Programme „Exploratories for Large-Scale and Long-Term Functional Biodiversity Research“, established in 2006, the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) invites the submission of research grant proposals.

Research in the Biodiversity Exploratories encompasses comparative, experimental and theoretical approaches, as well as scientific syntheses, addressing the following issues:

  • relationships of land use and land-use intensity with all facets of biodiversity, from the genetic to the community level;
  • consequences of changes in land use, land-use intensity and biodiversity for the functioning of ecosystems, communities, populations and for ecosystem services.

The starting date proposed for all new projects is 1 March 2020. The duration of the projects should be 36 months.

Deadlines: 10 February 2019 for a very short summary by email; 27 February 2019 information event open to all potential applicants; 16 April 2019 for online registration in elan; 30 April 2019 for written proposals.

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DFG-DBT: Funding Opportunities for Indo-German Fundamental Research Projects in the Life Sciences

The Department of Biotechnology (DBT) and the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wish to inform the Indian and German scientific communities that effective immediately, it is possible for teams of Indian and German researchers to seek synchronized funding for integrated Indo-German cutting-edge fundamental research projects proposing innovative approaches in the academic disciplines covered by the Department of Biotechnology (DBT), Ministry of Science and Technology, Government of India, with a duration of up to three years. DBT and DFG expect that proposals submitted under this funding initiative describe ambitious projects of curiosity-driven research, which do not just benefit from but essentially require international collaboration to achieve the defined objectives. Proposals must be written in English and clearly marked as DBT-DFG proposals.

Deadline: Proposals can be submitted at any time of the year until the end of 2019.

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DFG: Priority Programme “Evolutionary Optimisation of Neuronal Processing”

The Senate of the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) has established a new Priority Programme entitled “Evolutionary Optimisation of Neuronal Processing” (SPP 2205). The programme is designed to run for six years. The present call invites proposals for the first three-year funding period.

In particular, this call invites research proposals that examine the convergent evolution or evolutionary specialisation of shared core circuits (Theme A), investigate whether and how neural cells, biological circuits and systems reach absolute limits of performance (Theme B), or aim to uncover genomic trajectories of cell type and neural circuit evolution (Theme C). It is anticipated that tandem proposals by theory-experiment collaborations or pairs of groups of complementary expertise that e.g. study different species with analogous methods will be best equipped to advance these topics.

Frist: 6 März 2019

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Alexander von Humboldt-Stiftung: Internationale Klimaschutzstipendien

Bis zu 20 junge Klimaexperten aus außereuropäischen Schwellen- und Entwicklungsländern, die bereits über erste Berufs- und Führungserfahrung in diesem Feld verfügen, können in der nächsten Runde gefördert werden. Die Bewerber können sich mit natur- und ingenieurwissenschaftlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen, gesundheitsbezogenen oder gesellschaftlichen Fragestellungen des Klimawandels beschäftigen. Gemeinsam mit einem Gastgeber werden sie in Deutschland für ein Jahr an einem eigenen forschungsnahen Projekt im Bereich Klimaschutz arbeiten. Stipendienbeginn ist der 1. März 2020. Die Stipendien werden aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums finanziert.

Frist: 1. März 2019

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VolkswagenStiftung: Kurswechsel - Forschungsneuland zwischen den Lebenswissenschaften und Natur- oder Technikwissenschaften

In dieser Förderinitiative wird die fachübergreifende Qualifizierung von Arbeits- oder Forschungsgruppen aus den Natur- und Technikwissenschaften einerseits und den Lebenswissenschaften andererseits gefördert. Teams aus den Lebenswissenschaften, die sich vertieftes Wissen und Fertigkeiten in Ingenieur- oder Naturwissenschaften, Mathematik bzw. Informatik aneignen wollen – und umgekehrt – können Qualifizierungskonzepte beantragen. Die Qualifizierungskonzepte sollen über eine Laufzeit von drei bis vier Jahren umgesetzt werden. Arbeitsgruppen, die eine interdisziplinäre Neuausrichtung planen, können sich mit konkreten Konzepten bewerben oder Vorbereitungsmittel für den Aufbau von Kontakten in fachlich weit entfernten Disziplinen beantragen. Antragsberechtigt sind promovierte Gruppenleiter(innen) und Professor(inn)en aus den Natur-, Technik- und Lebenswissenschaften.

Frist: 15. Januar 2020

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VolkswagenStiftung: Experiment! – Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen

Die Exploration ausgesprochen gewagter Forschungsideen, die etabliertes Wissen grundlegend herausfordern, unkonventionelle Hypothesen, Methodik oder Technologien etablieren wollen oder ganz neue Forschungsrichtungen in den Blick nehmen, wird derzeit kaum über das in Deutschland etablierte Förderangebot berücksichtigt. Hier setzt die Förderinitiative "Experiment!" an, mit der die VolkswagenStiftung grundlegend neue Forschungsvorhaben mit ungewissem Ausgang in der Startphase unterstützt. Ein Scheitern des Konzeptes und unerwartete Befunde werden als Ergebnis akzeptiert. Das Angebot richtet sich an Forscher(innen) aus den Natur-, Ingenieur-, und Lebenswissenschaften (einschließlich unmittelbar benachbarter Disziplinen aus den Verhaltenswissenschaften), die eine radikal neue und  riskante Forschungsidee austesten möchten. Sie erhalten die Möglichkeit, während einer auf 120.000 Euro und 18 Monate begrenzten explorativen Phase erste Anhaltspunkte für die Tragfähigkeit ihres Konzeptes zu gewinnen. Gegen Ende der Förderung  wird die Entwicklung der Projekte bei einem von der Stiftung veranstalteten "Forum Experiment!" betrachtet.

Frist: 1. August 2019

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ERA-NET Cofund FACCE SURPLUS: Förderung transnationaler Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Biomasseproduktion und der Biomassetransformation

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft engagieren sich gemeinsam in der europäischen Joint Programming Initiative: Agriculture, Food Security and Climate Change (FACCE-JPI) zu den Themen Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Klimawandel. Das Ziel der Initiative ist es, Beiträge zur Lösung der Ernährungssicherung im Kontext des Klimawandels, der Globalisierung, der Verknappung natürlicher Rohstoffe, wie etwa fossiler Energieträger, Wasser, Düngemittel und Ackerfläche sowie des demographischen Wandels, zu leisten.

Im Dezember 2015 hat die FACCE-JPI eine Strategische Forschungsagenda (SRA) veröffentlicht. Im Rahmen des SRA-Handlungsfeldes „Wachstum und Intensivierung der Landwirtschaft auf umweltfreundliche und nachhaltige Weise“ wurde das ERA-NET Cofund FACCE SURPLUS – Sustainable and Resilient Agriculture for Food and Non-Food Systems unter Horizont 2020 initiiert. Die aktuelle dritte Bekanntmachung von Förderrichtlinien des ERA-Netzes adressiert Forschung für eine nachhaltige Intensivierung der ernährungs- und nicht-ernährungsbezogenen Biomasseproduktion und -Transformation.

Im Rahmen der Ausschreibung sollen interdisziplinäre, innovative und multinationale Verbundprojekte gefördert werden. Die ausgewählten Vorhaben sollen die nationalen Aktivitäten des BMBF zur Förderung der Food and Non-Food-Biomasseproduktion und -Transformation flankieren und einen ergänzenden Beitrag zur Erreichung der korrespondierenden förderpolitischen Zielsetzungen leisten.

Das Antragsverfahren ist mehrstufig.

Fristen: Ideenskizzen bis 19. März 2019 (14.00 Uhr CET); Projektskizzen bis 17. Juli 2019 (14.00 Uhr CET); anschließend förmlichen Antragstellung.

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Dauerhaft laufende Ausschreibungen

BMBF: FORKA – Forschung für den Rückbau kerntechnischer Anlagen

Bis zum Jahr 2022 werden alle deutschen Kernkraftwerke sukzessive die Stromproduktion einstellen und ihr Laufzeitende erreichen. Stilllegung und Rückbau jedes einzelnen Kernkraftwerks sind ein technisch und organisatorisch anspruchsvolles Großprojekt. Mit dem Förderkonzept "Forschung für den Rückbau kerntechnischer Anlagen" will das Bundesforschungsministerium durch die Entwicklung, Optimierung und Erprobung anwendungsorientierter Technologien und Verfahren die Bewältigung der anstehenden Aufgaben unterstützen. Gegenstand der Förderung sind grundlegende Forschungsarbeiten in den Bereichen:

  • Zerlegeverfahren (Weiterentwicklung und Optimierung bestehender Zerlegeverfahren; Entwicklung neuer Verfahren)
  • Dekontaminationsverfahren und Gebäudefreigabe (Weiterentwicklung und Optimierung bestehender Dekontaminationsverfahren; Entwicklung neuer Dekontaminationsverfahren; Entwicklung von Verfahren zur vereinfachten bzw. automatisierten Freimessung von Anlageteilen und Gebäuden)
  • Abfallbehandlung, Abfalldeklaration, Zwischenlagerung (Zerstörungsfreie Deklaration bzw. Analyse von (Alt-)Abfällen; Behandlung von radioaktiven Abfällen; Konzepte zur Vermeidung von sekundären radioaktiven Abfällen; Recycling von wertvollen Metallen; Zwischenlagerung von Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung; Zwischenlagerung abgebrannter Brennelemente aus Forschungsreaktoren)
  • Umwelt- und Strahlenschutz (Verfahren zur Standortsanierung; Verfahren zur Handhabung und Aufbereitung kontaminierter Materialien und Medien)
  • Mensch und Organisation (Human Factors; Sicherheitskultur; Planungsinstrumente)

Der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird mit dieser Förderrichtlinie besonderer Raum eingeräumt. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung für einen Zeitraum von in der Regel bis zu drei Jahren als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.

Frist: keine, Antragseinreichung jederzeit möglich

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DFG: Max Kade-Stipendium

Für einen Zeitraum von einem Jahr können Antragstellende aus dem Bereich der Naturwissenschaften und der Medizin einen Forschungsaufenthalt in den USA beantragen. Antragsberechtigt sind überdurchschnittlich qualifizierte Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen (im Regelfall bis zu 12 Jahren nach Promotion), die sich bereits durch eine mehrjährige Forschungstätigkeit oder herausragende Forschungsleistungen fachlich ausweisen können.

Frist: keine, Antragseinreichung jederzeit möglich

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Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Die Förderung des Bundesamtes für Naturschutz soll dazu beitragen, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und ihn mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzuwandeln. Gefördert werden Projekte zu folgenden Schwerpunkten: Arten in besonderer Verantwortung Deutschlands, Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland, Sicherung von Ökosystemdienstleistungen und Maßnahmen von besonderer repräsentativer Bedeutung.

Frist: keine, Antragseinreichung jederzeit möglich

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Leopoldina-Postdoc-Stipendium

Die Leopoldina vergibt ein „Leopoldina-Postdoc-Stipendium“ an herausragende promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zielgruppe des Programms sind jüngere Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Fachgebieten, die bereits ein eigenständiges Forschungsprofil erkennen lassen. Bei bewilligter Förderung führen sie eigenständige Projekte an den renommiertesten Forschungsstätten ihrer Disziplinen im Ausland durch.

Frist: keine, Anträge jederzeit möglich

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Preise

Gregor Louisoder Umweltstiftung: Förderpreis Wissenschaft

Die Gregor Louisoder Umweltstiftung vergibt an NachwuchswissenschaftlerInnen, die sich mit ihren Abschlussarbeiten (Masterarbeiten, Dissertationen) außergewöhnlich für den Umwelt- und Naturschutz engagiert haben, Förderpreise. Sie müssen für die Umweltschutzarbeit relevant sein oder Praxisbezug haben. Die Förderpreise sind mit jeweils 2500 Euro dotiert, weitere 2500 Euro werden der PreisträgerIn als zweckgebundene Unterstützung für eine Fortführung der wissenschaftlichen Tätigkeit zur Verfügung gestellt.

Frist: keine, Einreichung jederzeit möglich

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Early Warning for Epidemics

This prize aims to develop an early-warning system to help prevent disease outbreaks and reduce the impact should they occur. The challenge is to develop a scalable, reliable, and cost-effective early-warning system prototype to forecast and monitor vector-borne diseases in order to contribute to the prevention of outbreaks, mitigating their impact on local, regional and global scales, and providing support to existing elimination efforts. It should including climate data, vector-related modelling, meteorology, and geo-located information related to vector-borne disease outbreaks and behaviour. These should be interoperable with public health data and other socio-economic data. The prototype should be demonstrated at local level, taking into account any relevant societal factors in the chosen geographical area. A prize of 5 million euros will be awarded. The specific rules of the contest were published by the European Commission, which will directly launch and manage the contest and award the prize based on the judgement of independent experts.

Deadline: 1 September 2020

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Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis

Der Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis gehört zu den renommiertesten Auszeichnungen, die in der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der Medizin vergeben werden. Mit ihm werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich auf dem Forschungsgebiet von Paul Ehrlich besondere Verdienste erworben haben, insbesondere der Immunologie, der Krebsforschung, der Hämatologie, der Mikrobiologie und der Chemotherapie. Der Preis ist mit 120.000 Euro dotiert. Finanziert wird der seit 1952 verliehene Preis vom Bundesgesundheitsministerium, dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. und durch zweckgebundene Spenden verschiedener Unternehmen, Stiftungen und Einrichtungen.

Frist: 16. April 2018

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Maria Moynihan, stv. Leitung ZFF
Wollweberstraße 1
17489 Greifswald
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