Covid-19 - Forschungsförderung und Austausch

Hier finden sie aktuelle Informationen zu Ausschreibungen, Forschungsförderung und wissenschaftlichem Austausch zu Covid-19 in Zeiten der Corona-Pandemie.

Forschungsförderung/ Ausschreibungen

Deutsche Herzstiftung: Forschung zur Bekämpfung des SARS-CoV-2 Virus

Zur Erforschung der Zusammenhänge von COVID-19 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellt die Deutsche Herzstiftung Mittel in Höhe von 1 Million Euro zur Verfügung. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden. Dabei zielt der Fokus auf patientennahe Forschungsprojekte, die kurzfristig die speziellen Risiken der Virusinfektion gerade für Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen adressieren und zeitnah zu umsetzbaren Ergebnissen führen. Besonders gefördert werden Initiativen mit dem Ziel der Ursachenforschung, der Prävention oder der Therapie der COVID-19-Viruserkrankung bei herzkranken Menschen in allen Altersstufen. Darüber hinaus werden auch Projekte gefördert, die zur akuten Herzbeteiligung im Rahmen der COVID-19-Erkrankung forschen. In einem kompetitiven Eilverfahren wird ein Gutachtergremium die Projekte beurteilen und die Gesamtfördersumme von 1 Million Euro auf die ausgewählten Projekte aufteilen. Dabei können sowohl individuelle Arbeitsgruppen wie auch Forschungsverbünde aus mehreren akademischen Einrichtungen in Deutschland am Verfahren teilnehmen. Das Forschungsvorhaben soll den Zeitraum von zwei Jahren nicht überschreiten. Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Frist: Die Bewerbungsunterlagen sind bis spätestens 20.04.2020 einzureichen.

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DFG: Fachübergreifende Erforschung von Epidemien und Pandemien anlässlich des Ausbruchs von SARS-CoV-2

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) schreibt daher eine fachübergreifende Förderinitiative aus. Gefördert werden Vorhaben, die sich mit der Prävention, Früherkennung, Eindämmung sowie der Erforschung der Ursachen und Auswirkungen von und dem Umgang mit Epidemien und Pandemien am Beispiel von SARS-CoV-2 und anderer humanpathogener Mikroorganismen und Viren beschäftigen.

Dazu zählen beispielsweise die Erforschung

  • der Herausforderungen und Auswirkungen einer Epidemie oder Pandemie sowie der getroffenen Maßnahmen auf die Gesundheitssysteme;
  • psychologischer, gesellschaftlicher und kultureller Faktoren in der Entstehung, Verbreitung und Behandlung von Epidemien und Pandemien sowie rechtliche und ethische Implikationen;
  • der Auswirkungen auf globale und regionale Wirtschaftsentwicklung, Produktions- und Wertschöpfungsketten, Logistik, Verkehr und Kommunikation;
  • biologischer und medizinischer Grundlagen eines Erregers und des jeweiligen Krankheitsbilds sowie therapeutischer Verfahren oder präventiver Maßnahmen in Kombination mit einem oder mehreren der zuvor genannten Themenfelder.

Die Ausschreibung richtet sich vorzugweise an fachübergreifende Forschungsvorhaben. Darüber hinaus können Projekte beantragt werden, die sich zunächst mit der Sammlung und Erfassung von grundlegenden Daten zur aktuellen Epidemie und den aktuellen Gegenmaßnahmen beschäftigen, auf deren Basis retrospektive Analysen möglich sind. Ebenso sind Projekte möglich, die sich der Simulation der Ausbreitung und den Folgen von Pandemien sowie der Wirksamkeit von Interventionen widmen. Gegenstand der Förderung sind Einzel- oder Gemeinschaftsanträge in Form von Sachbeihilfen oder Antragspaketen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen Einzelantrag, Gemeinschaftsantrag oder ein Einzelpaket einreichen möchten, werden gebeten, sich frühzeitig zur Beratung mit der DFG-Geschäftsstelle in Verbindung zu setzen.

Frist: Die Absichtserklärungen sind bis 1. Juli 2020 zu senden. Der Termin für die Einreichung der Anträge ist der
1. September 2020.

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BMBF: Erforschung von COVID-19 im Zuge des Ausbruchs von Sars-CoV-2

Aufgrund des gegenwärtigen Ausbruchs des Corona-Virus Sars-CoV-2 öffnet das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Modul 3 (Rapid Response) der Förderbekanntmachung Richtlinie zur Förderung eines "Nationalen Forschungsnetzes zoonotische Infektionskrankheiten".

Gefördert werden Einzelvorhaben und in begründeten Ausnahmen kleine Forschungsverbünde (mit bis zu drei Partnern an verschiedenen Einrichtungen), die sich an der Prioritätensetzung der WHO orientieren und folgende Punkte adressieren:

  • die Biologie des Virus und seine Übertragung;
  • Tier- und Umweltforschung über den Ursprung des Virus, einschließlich der Bekämpfungsmaßnahmen an der Schnittstelle zwischen Mensch und Tier;
  • epidemiologische Studien;
  • klinische Charakterisierung und klinisches Management der durch das Virus verursachten Krankheiten;
  • Infektionsprävention und -kontrolle, einschließlich der besten Möglichkeiten zum Schutz der Beschäftigten im Gesundheitswesen;
  • Forschung und Entwicklung von Medikamenten und anderen Therapieverfahren sowie die Entwicklung neuer diagnostischer Ansätze (Forschung zur Impfstoffentwicklung und marktnahe Diagnostikaentwicklung sind nicht Gegenstand der Förderung);
  • Begleitforschung und ELSA-Forschung im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen.

Ebenfalls gefördert werden Einzelvorhaben deutscher Antragstellender, die sich an internationalen Forschungskonsortien im Rahmen der weltweiten und von der WHO-koordinierten Forschungsantwort zu COVID-19 beteiligen wollen.

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Ressortforschungseinrichtungen, Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitssystems (z. B. Gesundheitsämter, Landesgesundheitsämter) und der Gesundheitsversorgung (z. B. Krankenhäuser) sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Die Förderdauer beträgt bis zu 18 Monate. Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Das Antragsverfahren ist einstufig angelegt.

Frist: Dem Projektträger können ab sofort und spätestens bis zum 11. Mai 2020 fortlaufend förmliche Förderanträge vorgelegt werden.

Zur Ausschreibung

 

Forschungsaustausch

WHO: Datenbank für Covid-19-Publikationen

Die WHO hat eine tagesaktuelle Datenbank für COVID-19-Publicationen zur Verfügung gestellt.

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Elsevier: Novel Coronavirus Information Center

Elsevier’s free health and medical research on novel coronavirus (COVID-19)

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ACS: Chemistry in Coronavirus Research

A Free to Read Collection from the American Chemical Society

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BMJ: Coronavirus (covid-19): Latest news and resources

"This page collects all BMJ coverage of the coronavirus outbreak from across the BMJ's journals and learning resources. All articles and resources are freely available."

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The Lancet: COVID-19 Resource Centre

"To assist health workers and researchers working under challenging conditions to bring this outbreak to a close, The Lancet has created a Coronavirus Resource Centre. This resource brings together new 2019 novel coronavirus disease (COVID-19) content from across The Lancet journals as it is published. All of our COVID-19 content is free to access."

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Oxford University Press: Free access to OUP resources on coronavirus and related topics

"With the recent coronavirus situation, Oxford University Press has made content from online resources and leading journals freely accessible to assist researchers, medical professionals, policy makers, and others who are working to address this potential health crisis."

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SpringerNature:

"As a leading research publisher, Springer Nature is committed to supporting the global response to emerging outbreaks by enabling fast and direct access to the latest available research, evidence, and data."

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Wiley: Covid-19: Novel Coronavirus Content Free to Access

"In addition to the articles on this site related to the current outbreak, Wiley is also making a collection of journal articles and our book chapters on coronavirus research freely available to the global scientific community. On workdays, newly published articles are made free within 24 hours of publication. Articles published after 14:00 (EST) on Friday will be made free the following Monday.

In response to the call to action from OSTP and other governments, Wiley will start feeding content into PubMed Central as it comes in and licensing it to maximize discoverability and usability."

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Climedo: Kostenlose Daten-Plattform für Covid-19-Projekte

Im Rahmen der globalen Bekämpfung von SARS-CoV-2 stellt das Münchner Startup Climedo seine web-basierte Plattform für klinische Datenerhebung für Praxen, Kliniken, Forschungsinstitute und gemeinnützige Organisationen kostenlos zur Verfügung, welche Forschung im Zusammenhang mit COVID-19 betreiben.

Mit Climedos digitalen Patiententagebüchern („eDiaries“ bzw. „ePRO“) können Probanden auch unter Quarantäne mögliche Symptome, Nebenwirkungen sowie Informationen über ihren Gesundheitszustand über ein mobiles Gerät oder einen Computer eingeben. Dies soll nicht nur den Datenfluss von relevanten Informationen verbessern, sondern auch das Ansteckungsrisiko verringern, das es bei einem Zentrumsbesuch gäbe.

Climdeo ruft damit alle aktuell an einem Covid-19-Projekt arbeitenden Institute, Ärzte und Forscher auf, sich über covid19@climedo.de mit dem Start-up in Verbindung zu setzen, um die Möglichkeiten zu besprechen.

Weitere Informationen hier und hier.