Covid-19 - Forschungsförderung und Austausch

Hier finden sie aktuelle Informationen zu Ausschreibungen, Forschungsförderung und wissenschaftlichem Austausch zu Covid-19 in Zeiten der Corona-Pandemie.

Below you will find information on funding calls for Covid-19-related research projects and resources for data sharing during the pandemic.

Forschungsförderung/ Ausschreibungen

BMBF: Spätsymptome von Covid-19

Im Zuge der seit über einem Jahr andauernden SARS-CoV-2 Pandemie haben sich weltweit Millionen Menschen infiziert. Nach aktuellen Einschätzungen treten bei ca. 10 % der Infizierten langfristige Symptome auf, die mehrere Wochen oder Monate andauern können. Dies wird aktuell als „Long-Covid“ oder „Post-Covid-Syndrom“ bezeichnet. Ziel dieser Ausschreibung ist es möglichst zeitnah den verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisstand über die Spätsymptome von Covid-19 zu erschließen, weiterzuentwickeln und für die Anwendung in der Praxis zugänglich zu machen. 

Gefördert werden interdisziplinäre Verbundforschungsvorhaben zu kurzfristig beantwortbaren wissenschaftlichen Fragestellungen zu Spätsymptomen von Covid-19. Die Vorhaben sollen auf Spätsymptome fokussieren, die länger als drei Monate persistieren und schwerwiegende, behandlungsbedürftige Beeinträchtigungen darstellen (Long-Covid- bzw. Post-Covid-Syndrom). Beschwerden, die direkte Folgen einer eventuell notwendigen Intensivbehandlung sind, sind nicht Gegenstand der Förderung.

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Projekte können in der Regel für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren gefördert werden. 

Das Antragsverfahren ist einstufig angelegt.

Frist: Förderanträge sind bis zum 14. Juli 2021 einzureichen

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DFG: Zusätzliche finanzielle Unterstützung für DFG-geförderte Forschungsarbeiten während der Corona-Pandemie

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die zusätzliche finanzielle Unterstützung von DFG-geförderter Forschung während der Corona-Pandemie beschlossen. Kern des Maßnahmenbündels ist das Angebot, dass ab sofort in einer Reihe von Förderverfahren Zusatzmittel beantragt werden können, damit Forschungsarbeiten, die aufgrund der aktuellen Situation nicht in der geplanten Weise und Produktivität durchgeführt werden konnten, weitergeführt und erfolgreich abgeschlossen werden können.

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BMBF: Bundesregelung Forschungs-, Entwicklungs- und Investitionsbeihilfen

Angesichts des Ausbruchs von COVID-19 hat die Europäische Kommission mitgeteilt, Beihilfen zur Behebung einer beträchtlichen Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaats auf der Grundlage von Artikel 107 Absatz 3 Buchstabe b AEUV unter bestimmten Voraussetzungen als mit dem Binnenmarkt vereinbar anzusehen. Zudem können Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, COVID-19-bezogene Forschung und Entwicklung zu beschleunigen sowie Test- und Hochskalierungsanlagen bezüglich COVID-19-relevanter Produkte und deren Produktion zu unterstützen, genehmigt werden. 

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Änderung der Bekanntmachung vom 24. November 2020

Änderung der Bekanntmachung vom 19. März 2021

Pomerania e.V.: COVID19-Sonder-Call - schnelle und einfache Förderung durch den Fonds für Kleine Projekte

Die Existenz vieler deutsch-polnischer Partnerschaften ist durch die gegenwärtige Situation bedroht. Zu diesem Zweck ist ein COVID19-Sonder-Call eingerichtet worden, bei dem das Antrags- und Abrechnungsverfahren stark vereinfacht wurde. Dabei werden die Fördermittel erstmals nach dem Prinzip der Pauschalfinanzierung vergeben, d. h. dass die zuständige Euroregionale Lenkungskommission für jedes Projekt in Abhängigkeit des geplanten Projektergebnisses einen spezifischen Pauschalbetrag für die Förderung festlegt. Mit anderen Worten: Erreicht das Vorhaben sein Projektergebnis wird der zugesicherte Förderbetrag ausgezahlt.

Inhaltlich sind die Projekte auszurichten auf

  • Überwindung der Folgen der Corona-Pandemie durch Entwicklung grenzüberschreitender und innovativer Lösungen zur Aufrechterhaltung und Entwicklung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenarbeit;
  • Erarbeitung von grenzüberschreitenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (z.B. Zusammenarbeit der medizinischen Einrichtungen, Informationskampagnen, Präventionsmaßnahmen)
  • Modellvorhaben im Rahmen der Online-Bildung

Gefördert werden sollen Projekte mit Kosten von maximal 50.000 €. Die Förderhöhe beträgt 85%. Der COVID19 Sonder-Call besitzt ein Volumen von 2 Mio. €.

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European Research Area (ERA) corona platform

"The platform is a one-stop shop providing comprehensive information about funding opportunities in relation to Coronavirus at European Union and national level.

It offers continuously updated information about Horizon 2020 call deadline extensions, specific or related to Coronavirus funded and ongoing projects, FAQs and other useful links. In cooperation with country correspondents, the platform maintains a dedicated section for national activities, funding opportunities, initiatives and projects in the Member States and other European countries.

The ERA corona platform is one of the 10 priorities of the European Commission and national ministries agreed on the first ERAvsCorona action plan."

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Robert Bosch Stiftung: Wissenschafts-kommunikation für die Gesellschaft - Corona und darüber hinaus

Grundsätzlich können sich Personen bzw. Organisationen aus dem deutschsprachigen Raum bewerben, die mit ihrer Projektidee zur wissenschaftsbasierten Kommunikation über die Corona-Krise und darüber hinaus beitragen wollen. Die Ausschreibung richtet sich insbesondere an:

  • gemeinnützige Organisationen, die sich um Wissenschaftskommunikation kümmern
  • freie Wissenschaftsjournalisten und Medienschaffende
  • Berufsverbände von Wissenschaftsjournalisten
  • Thinktanks
  • YouTuber und andere Influencer
  • Wissenschaftler
  • Kommunikationsagenturen
  • Beschäftigte der Kreativ-, Pflege- und Gesundheits- sowie Bildungs- und anderer Bereiche

Frist: Jederzeit.

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Forschungsaustausch

European COVID-19 Data Platform / EMBL-EBI COVID-19 Data Platform

Gemeinsam mit mehreren Partnern hat die EU-Kommission eine europäische COVID-19-Datenplattform ins Leben gerufen, die die schnelle Erfassung und Weitergabe verfügbarer Forschungsdaten ermöglichen soll.

Die Plattform ist ein Teil des ERAvsCorona-Aktionsplans der EU-Kommission und soll Forschenden die Möglichkeit bieten, Daten zu speichern und zu teilen. Diese Daten können beispielsweise DNS-Sequenzen, Proteinstrukturen sowie Daten aus präklinischen und klinischen Studien umfassen.

Neben der EU-Kommission sind das Europäische Institut für Bioinformatik des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL-EBI), die Infrastruktur Elixir, das EU-Projekt COMPARE sowie die EU-Mitgliedstaaten und weitere Partner an der Plattform beteiligt.

"The COVID-19 Data Portal

The aim of the COVID-19 Data Portal is to facilitate data sharing and analysis, and to accelerate coronavirus research

An unprecedented number of scientific efforts are taking place worldwide in order to help combat the new coronavirus epidemic (COVID-19). One of the biggest challenges in this fast-moving situation is to share data and findings in a coordinated way, in order to understand the disease and to develop treatments and vaccines.

To address this challenge, EMBL-EBI and partners have has set up the COVID-19 Data Portal, which will bring together relevant datasets submitted to EMBL-EBI and other major centres for biomedical data. The aim is to facilitate data sharing and analysis, and to accelerate coronavirus research.

The COVID-19 Data Portal will enable researchers to upload, access and analyse COVID-19 related reference data and specialist datasets.

The COVID-19 Data Portal will be the primary entry point into the functions of a wider project, the European COVID-19 Data Platform.

The European COVID-19 Data Platform

Rapid and open sharing of data greatly accelerates research and discovery, which is essential to respond to the COVID-19 pandemic. The European Commission and EMBL’s European Bioinformatics Institute (EMBL-EBI), together with EU Member States and research partners such as ELIXIR, are deploying a dedicated European COVID-19 Data Platform that will enable the rapid collection and comprehensive data sharing of available research data from different sources for the European and global research communities. This joint effort is a priority pilot to realise the objectives of the European Open Science Cloud (EOSC).

The European COVID-19 Data Platform will consist of two connected components:

  • SARS-CoV-2 Data Hubs, which will organise the flow of SARS-CoV-2 outbreak sequence data and provide comprehensive open data sharing for the European and global research communities.

    Read more about the Data Hubs >

  • COVID-19 Data Portal, which will bring together and continuously update relevant COVID-19 datasets and tools, will host sequence data sharing and will facilitate access to other SARS-CoV-2 resources.

To rapidly populate the COVID-19 Data Portal, EMBL-EBI will bring together COVID-19 datasets that have been submitted to its public databases, including ENA, UniProt, PDBe, EMDB, Expression Atlas and Europe PMC. The data, which have so far been collated, include genes, protein structures, electron microscopy data and scientific publications."

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World Pandemic Research Network: Geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Perspektiven auf die Corona-Pandemie

Das „World Pandemic Research Network“ soll gesellschafts- und geisteswissenschaftliche Perspektiven zur Bewertung der gesellschaftlichen und menschlichen Auswirkungen von Covid-19 zusammenbringen. Entstehen soll ein globales Verzeichnis von Forschungsprojekten, Umfragen und Initiativen zu den gesellschaftlichen und menschlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Die vom Paris Institute for Advanced Study initiierte Initiative ist unabhängig und gemeinnützig, die Mitwirkenden (u.a. die European Alliance of Social Sciences and Humanities) bleiben in Bezug auf Maßnahmen und Veröffentlichungen unabhängig, die Registrierung ist kostenlos. Derzeit wird auch nach Wissenschaftler/innen gesucht, die bei der Qualitätskontrolle mitwirken.

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European Commission: Covid-19 Scientific publications, patents, and EU projects

"The effect of the coronavirus on society and the global economy is unprecedented and it will need to trigger extraordinary research efforts.

The aim of this page is to allow the monitoring of the research landscape on Coronavirus. It relies on datasets containing scientific publications, patents, and EU-funded R&D projects. The interactive tool allows the user to navigate the data and customise the visualisation using filters, showing cumulated values, bar charts, etc..

CORONAVIRUS public space in TIM has been made available for anybody to explore and navigate the data."

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WHO: Datenbank für Covid-19-Publikationen

Die WHO hat eine tagesaktuelle Datenbank für COVID-19-Publicationen zur Verfügung gestellt.

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Elsevier: Novel Coronavirus Information Center

Elsevier’s free health and medical research on novel coronavirus (COVID-19)

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ACS: Chemistry in Coronavirus Research

A Free to Read Collection from the American Chemical Society

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BMJ: Coronavirus (covid-19): Latest news and resources

"This page collects all BMJ coverage of the coronavirus outbreak from across the BMJ's journals and learning resources. All articles and resources are freely available."

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The Lancet: COVID-19 Resource Centre

"To assist health workers and researchers working under challenging conditions to bring this outbreak to a close, The Lancet has created a Coronavirus Resource Centre. This resource brings together new 2019 novel coronavirus disease (COVID-19) content from across The Lancet journals as it is published. All of our COVID-19 content is free to access."

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Oxford University Press: Free access to OUP resources on coronavirus and related topics

"With the recent coronavirus situation, Oxford University Press has made content from online resources and leading journals freely accessible to assist researchers, medical professionals, policy makers, and others who are working to address this potential health crisis."

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SpringerNature:

"As a leading research publisher, Springer Nature is committed to supporting the global response to emerging outbreaks by enabling fast and direct access to the latest available research, evidence, and data."

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Wiley: Covid-19: Novel Coronavirus Content Free to Access

"In addition to the articles on this site related to the current outbreak, Wiley is also making a collection of journal articles and our book chapters on coronavirus research freely available to the global scientific community. On workdays, newly published articles are made free within 24 hours of publication. Articles published after 14:00 (EST) on Friday will be made free the following Monday.

In response to the call to action from OSTP and other governments, Wiley will start feeding content into PubMed Central as it comes in and licensing it to maximize discoverability and usability."

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Climedo: Kostenlose Daten-Plattform für Covid-19-Projekte

Im Rahmen der globalen Bekämpfung von SARS-CoV-2 stellt das Münchner Startup Climedo seine web-basierte Plattform für klinische Datenerhebung für Praxen, Kliniken, Forschungsinstitute und gemeinnützige Organisationen kostenlos zur Verfügung, welche Forschung im Zusammenhang mit COVID-19 betreiben.

Mit Climedos digitalen Patiententagebüchern („eDiaries“ bzw. „ePRO“) können Probanden auch unter Quarantäne mögliche Symptome, Nebenwirkungen sowie Informationen über ihren Gesundheitszustand über ein mobiles Gerät oder einen Computer eingeben. Dies soll nicht nur den Datenfluss von relevanten Informationen verbessern, sondern auch das Ansteckungsrisiko verringern, das es bei einem Zentrumsbesuch gäbe.

Climdeo ruft damit alle aktuell an einem Covid-19-Projekt arbeitenden Institute, Ärzte und Forscher auf, sich über covid19@climedo.de mit dem Start-up in Verbindung zu setzen, um die Möglichkeiten zu besprechen.

Weitere Informationen hier und hier.