Eine Gesellschaft sieht Sterne: Geschlechtergerechte Sprache und ihre Kritik

Vorschläge zur geschlechtergerechten Sprache gibt es nun seit 40 Jahren und während sich manche stillschweigend durchgesetzt haben – etwa weibliche Berufsbezeichnungen mit der Nachsilbe „-in“ – lösen andere immer wieder konfrontative gesellschaftliche Debatten aus. Aktuell ist das Gendersternchen heiß umkämpft. Es findet sich inzwischen in der Kommunikation vieler Behörden und politischer Organisationen, aber auch immer häufiger in den Medien. In seiner gesprochenen Form – dem kurzen Glottisverschluss vor der femininen Nachsilbe war es sogar schon in Talkshows und Nachrichtensendungen großer Fernsehsender zu hören. Es ist gleichzeitig starker Kritik von verschiedenen Seiten ausgesetzt: Für das konservative Feuilleton und den sprachpuristischen Verein Deutsche Sprache ist es Symbol einer aus dem Ruder gelaufenen Political Correctness, aber auch bei Feministinnen der sogenannten zweiten Welle stößt es auf Ablehnung. Schließlich äußern sich auch Sprachwissenschaftler kritisch – etwa der Germanist Peter Eisenberg oder jüngst der Vorstand der Gesellschaft für deutsche Sprache. In meinem Vortrag werde ich versuchen, etwas Ordnung in die Argumente der Pro- und Kontra-Stimmen zu bringen und einen Rahmen für eine sachliche Abwägung zu schaffen.

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Organisator

  • GESELLSCHAFT FÜR DEUTSCHE SPRACHE - ZWEIGSTELLE GREIFSWALD

Veranstaltungsort

  • keine Angabe


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