Symboldbild grenzenlos – Foto: Judith Hohmann

Ohne Moos nichts los? – Stimmt nicht!

Viele Finanzierungsmöglichkeiten führen in die Welt. Lassen Sie sich nicht von fehlenden Finanzen abhalten und prüfen Sie rechtzeitig alle Optionen. Auch für Ihre ganz spezifischen persönlichen und fachlichen Ansprüche findet sich eine Lösung im breit gefächerten Finanzierungsangebot.

Auslands-BAföG

Das Auslands-BAföG ist immer die erste Option für die Finanzierung eines Auslandsaufenthalts. Auch wenn Sie keinen Anspruch auf Inlands-BAföG haben, sollten Sie Auslands-BAföG beantragen, da die Bemessungsgrenze höher liegt. Außerdem ist die Kombination mit anderen Stipendienprogrammen möglich. Die Förderung kann sowohl für ein Auslandsstudium (6 bis 12 Monate oder Vollstudium) als auch für ein Auslandspraktikum (mind. 12 Wochen) vergeben werden. Sie umfasst Studiengebühren von bis zu 4.600 EUR sowie Reisekosten, ggf. Zusatzleistungen für die Krankenkasse und einen länderabhängigen Auslandszuschlag (bis 255 EUR/mtl.). Beantragen Sie das Auslands-BAföG mindestens ein halbes Jahr vor Beginn bei dem für das jeweilige Zielland zuständigen Studentenwerk.

Auslands-Bafög in Coronazeiten

Die Förderung wird auch auf virtuelle Auslandsaufenthalte ausgeweitet. Die Förderung eines Auslandsaufenthaltes setzt weiterhin grundsätzlich die tatsächliche Anwesenheit im Zielland voraus. Von dem Erfordernis vor Ort zu sein wird jedoch abgesehen, so lange aufgrund der Corona-Pandemie eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes (AA) für das Zielland besteht und / oder wenn die Einreise ins Zielland nicht möglich ist (im Folgenden „Reisebeschränkung“ genannt). Außerdem wird von dem Erfordernis vor Ort zu sein abgesehen, wenn die Ausbildungsstätte im Zielland aufgrund der Corona-Pandemie die gewählte Ausbildung vorübergehend ausschließlich komplett online anbietet. Werden die Ausbildungsinhalte nicht vollständig online angeboten, ist der geplante Auslandsaufenthalt nur als Präsenzausbildung im Zielstaat förderungsfähig. Sobald keine Reisebeschränkungen mehr bestehen und Ausbildungsinhalte auch oder ausschließlich als Präsenzveranstaltungen angeboten werden, müssen die Auszubildenden ins Zielland reisen, um weiter gefördert werden zu können. Ist der verbleibende Zeitraum nach Abzug der zuvor genannten Vorbereitungszeit kürzer als zwei Monate, darf die Ausbildung – auch wenn schon wieder Präsenzveranstaltungen an der ausländischen Bildungsstätte angeboten werden – weiter online aus Deutschland beendet werden, eine Reise ins Zielland ist nicht mehr erforderlich.