Claudia Nierste

Studium in Greifswald

Language Diversity M.A.


Aktivität im Ausland

Erasmus+ an der Universität Tampere in Finnland

 

Zeitraum

August - Dezember 2018

 

Wieso ich ins Ausland gegangen bin?

Mit Finnland und Tampere verbindet mich aufgrund vergangener Aufenthalte dort viel und ich wollte noch einmal die Möglichkeit nutzen, ein Semester im Ausland zu verbringen. Tampere ist wie Greifswald eine Studentenstadt und hat zu jeder Jahreszeit viel Interessantes zu bieten. Größte Motivation für mich war außerdem die finnische Sprache, die ich während meines Auslandssemesters ständig um mich haben würde."

Rückkehr nach Finnland

Sommer am See
Im Museum Amos Rex in Helsinki
Katzencafé in Tampere


Das Wintersemester 2018/19 habe ich im Rahmen des Erasmus+-Programms im finnischen Tampere verbracht, das etwa zwei Autostunden nördlich von der Hauptstadt Helsinki liegt. Im Unterschied zu meinem ersten Auslandsaufenthalt während meines Bachelorstudiums, als die Stadt noch ganz neu für mich war, fühlte es sich dieses Mal eher wie eine Rückkehr zu einer guten Bekannten an. Vor der Bewerbung für das Erasmus-Programm hatte ich noch überlegt, ob ich dieses Mal nach Helsinki gehen sollte – dass es noch einmal Finnland werden würde, war gar keine Frage – aber schließlich hatte ich dann doch zu große Sehnsucht nach Tampere.

 

Angekommen bin ich im August, kurz nachdem der ungewöhnlich heiße Sommer zu Ende gegangen war. So habe ich leider die Gelegenheit verpasst, in einem finnischen See zu schwimmen – nicht, dass ich es nicht versucht hätte, aber die Kälte hat mich dann doch schnell wieder auf den Steg gescheucht. Im Wintersemester in Finnland muss man sich darauf einstellen, dass es bald mit überraschender Geschwindigkeit auf einen dunklen Winters zugeht. Davor lagen jedoch noch einige goldene Spätsommer- und Herbsttage, während derer ich mich an der Universität einfand. Die Universität Tampere hat eine angenehme Atmosphäre, die dazu einlädt, dort auch außerhalb der Veranstaltungen Zeit zu verbringen. Es gibt ein gutes Sportangebot (mit Sauna!), mehrere Mensas bzw. Studierendencafés, gut zugängliche Aufenthaltsräume und Computerräume, offene Bücherschränke, aus denen ich viel zu viele Bücher mitgenommen habe, und ein Sprachlernzentrum, in dem man das Kursangebot im Selbststudium nach Belieben ergänzen kann.

 

Auch die Stadt hat viel Schönes zu bieten. In Pyynikki lassen sich beispielsweise nicht weit vom Stadtzentrum entspannende Spaziergänge in der finnischen Natur unternehmen, die man gut mit einem (auch veganen) Donut bzw. munkki im Aussichtsturm des Parks abschließen kann. Nach den Vorlesungen habe ich außerdem gerne Zeit im Katzencafé Purnauskis und in der Stadtbücherei verbracht. Durch die gute Zuganbindung an Helsinki konnte ich mehrere Abstecher in die Hauptstadt machen. (Wer übrigens am Flughafen in Helsinki ist, sollte unbedingt in der wunderschön gestalteten Kainuu Lounge am Gate 31 vorbeischauen!). Besonders gut erinnere ich mich an den Besuch der Helsinkier Buchmesse im Oktober, wo ich zwei finnische Schriftsteller*innen getroffen und interessante antiquarische Bücher gefunden habe, und einen Ausflug ins neu eröffnete Museum Amos Rex, in dem gerade eine atemberaubende Ausstellung aus computergenerierten Video-Installationen und Musik gastierte. Ich hätte nie gedacht, dass mein Herz wie auf einer Achterbahn schlagen könnte, während ich doch mit beiden Füßen fest auf dem Boden stehe!

 

Wie auch mein erstes Auslandssemester in Finnland war dieser Aufenthalt in Tampere ein voller Erfolg. Ich habe es sehr geschätzt, im Alltag jeden Tag von meiner Zielsprache umgeben zu sein und an der Universität verschiedene Menschen aus meinem Fachgebiet kennenzulernen. Das Auslandssemester hat mich weiter in meinem Plan bestärkt, in Zukunft für eine längere Zeit in meinem Zielland zu leben. 

Herbstfarben
Glasherstellung in Iittala
Finnisch-orthodoxe Kirche auf der Buchmesse in Helsinki
In der Bücherei in Tampere
Vorweihnachtsstimmung in Helsinki

Du möchtest auch ins Ausland?

Informiere dich hier über deine Möglichkeiten.