Greifswald goes international

Ina Priss

 

Studium in Greifswald

Humanmedizin (Staatsexamen)

Aktivität im Ausland

Praktisches Jahr (halbes Tertial Innere Medizin) am Cairns Hospital (Australien)

Zeitraum

November 2018 - Januar 2019

Wieso ich ins Ausland gegangen bin?

"Ich träume seit dem Abi von einem längeren Auslandaufenthalt und jetzt ist der Traum wahr geworden! Ich wollte die Chance nutzen ein Land kennenzulernen, was man nicht mal eben bereist und gleichzeitig mein Englisch aufbessern. Da ist Australien eine tolle Möglichkeit!"

Dezember 2018 - Ein Monat Down-Under im Zeitraffer

Ich habe schon seit Jahren davon geträumt für einige Zeit ins Ausland zu gehen und mit der Zusage für einen PJ-Platz (praktisches Jahr = letztes Jahr des Medizinstudiums) in Cairns, Queensland, wurde dieser Traum war. Ein halbes Tertial, also 8 Wochen, darf ich dort in die Innere Medizin.

Aber zwischen dem Ende des schriftlichen Staatsexamens am 11.10.18 und dem Beginn des PJ am 19.11. hatte ich frei. Was lag also näher, als die Zeit bis dahin in Australien zu verbringen und mir wenigstens etwas von diesem riesigen und außergewöhnlichen Land anzuschauen. Die Flüge musste ich so oder anders bezahlen und ob sich die Gelegenheit noch einmal bietet weiß schließlich keiner. Also habe ich mir ein strammes Programm zusammengestellt und bin am 18.10 losgeflogen.

Meine Reise begann im Roten Herzen Australiens in Alice Springs, von wo aus ich eine dreitägige Bustour zum Uluru, Kata-Tjuta und Kings Canyon unternahm. Dann ging es weiter über Adelaide zur nächsten Bustour, wieder drei Tage, in die Grampians und entlang der Great Ocean Road nach Melbourne. Von dort aus nach Sydney, mit einem Abstecher in die Blue Mountains, und dann die typische Packpacker-Route mit Greyhound die Küste hoch über Byron Bay, Brisbane, Hervey Bay mit Fraser Island und Airlie Beach mit den Whitsundays nach Cairns.

Wenn ich versuchen würde alle Eindrücke der Reise zu schildern könnte ich einen Roman schreiben!

Der erste Eindruck einer Wüste, wo doch viel mehr wächst und lebt als ich jemals gedacht hätte oder die schroffe Schönheit der Grampians und der Steilküste entlang des südlichen Ozeans. Die lockere, ungezwungene Freundlichkeit der Menschen und die Tatsache, dass ich in so ziemlich keinem Backpackerhostel Englisch gebraucht hätte, weil so unglaublich viele Deutsche hier sind. Die quirligen Städte Melbourne und Sydney, das dagegen fast verschlafen wirkende Adelaide und die Surfer- und Backpacker-Hochburgen entlang der Ostküste. Wandern in den Blue Mountains, surfen in Byron Bay oder Schnorcheln vor den Whitsunday Islands. Die unterschiedlichen Klimazonen, von trocken und heiß am Uluru über kalt und windig im Süden, bis zum schwül-heißen Temperaturrekkord mit 42,6° in Cairns!

Es war unglaublich schön und beeindruckend! Jedem, der über eine solche Tour nachdenkt kann ich nur zuraten.

Es war nicht alles Sonnenschein: Es ist unglaublich anstrengend und irgendwann ist selbst der tollste Anblick nur noch einer mehr.

Und Australien ist teuer. Selbst im Schlafsaal und jede Chance auf günstiges Essen, günstige Unternehmungen, günstige Unterhaltung nutzend schmelzen die Ersparnisse nur so dahin.

Aber es waren auch wahnsinnig tolle Erfahrungen, die mir keiner mehr nehmen kann!

Ich würde es wieder machen!!!

In Cairns angekommen musste ich erstmal verstehen, dass das wahre Leben mich wieder eingeholt hat und auch hier in den Tropen das PJ startet. Irgendwie ist es schwer diesen Ort mit etwas anderem als Urlaub zu verbinden.

Über den Ernst des Lebens folgt ein weiterer Bericht, wenn ich mich hier im Krankenhaus eingearbeitet habe!

Bis dahin liebe Grüße vom anderen Ender der Welt, Ina!!!