Greifswald goes international

Jennifer Schulz

 

Studium in Greifswald

Tourismus und Regionalentwicklung (M.Sc.)

Aktivität im Ausland

Praktikum im Marketing der Deutschen Zentrale für Toursimus in Amsterdam (Niederlande)

Zeitraum

Februar - Juli 2019

Wieso ich ins Ausland gegangen bin?

"In meinem Studiengang ist ein Praktikum oder Auslandssemester im dritten Semester als Teil der Prüfungsleistung vorgesehen. Ich habe mich für ein Praktikum im Ausland entschieden, da mir auch mein Erasmussemester im Bachelor viel Spaß gemacht hat und ich viele neue Erfahrungen sammeln konnte. Dieses Mal soll es in die Niederlande gehen, um eine weitere Kultur kennen zu lernen und meine Sprachkenntnisse zu erweitern."

13. Februar 2019 - Meine erste "richtige" Woche bei der DZT

Im Moco Museum Amsterdam


Ein kleines Update zu meiner ersten „richtigen“ Woche bei der DZT:  Zu meinem Glück zieht das Büro erst zu Ende März in ein neues Gebäude, dessen Lage mir dann ganze neun Rad-Kilometer (Oder auch Metro-Kilometer) beschert. Ein wenig optimistisch darf man aber sein, dass mein bester Freund – die Regenhose – dann aber in den Schrank verbannt werden kann, denn es wird auch hier Frühling.

Wie man es sich vermutlich auch so vorstellt, ist die erste Woche eine Informationsflut aus Projekten, Aufgaben, Strukturen und neuen Gesichter - besteht zudem aus vielen Gesprächen und gelegentlichem Warten. Mein Glück ist, dass der bisherige Marketing-Praktikant noch vor Ort ist und mich, auch nächste Woche noch, in die Welt des Marketingdepartments einweisen wird.
Mit mir im Büro sitzen noch zwei weitere Praktikantinnen und etwa neun, meist in Teilzeit, angestellte Mitarbeiter*innen der DZT. Meine Hauptarbeit wird sich um die Marketingkampagnen #Duitslanddichtbij und den Marketingpaketen rund um die Themen Städte, Wandern und Radfahren drehen. Neben diesen Projekten sind auch die Themen #100JahreBauhaus und #GermanSummerCities relevant.

Ein kleines Resümee könnte wie folgt aussehen:

  • Es gibt viel zu lernen und weiterhin viel zu sehen,
  • auch im Auslandssemsester bleibt man vor Erkältungen nicht bewahrt,
  • und – auch in Amsterdam kommt der Wind zumeist von vorne!

Groetjes nach Greifswald. Tot ziens.

31. Januar - Ankunft in den Niederlanden

Amsterdam Centraal
Amsterdam Centraal

 

5 Stunden Autofahrt, ein volles Auto und mein Fahrrad auf dem Dach. Dann eine nette Begrüßung und eine halbe Stunde schleppen in den ersten Stock: mein Zimmer in Diemen. Wikipedia sagt dazu: „Diemen ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Nordholland. Diemen liegt zwischen dem IJsselmeer im Norden, Amsterdam, Ouder-Amstel und Muiden. Diemen hat 29.058 Einwohner (Stand 30. September 2018), die auf einer Fläche von 14,04 km² (davon 2,05 km² Wasser) leben.“ Das bedeutet, ich lebe zwar gar nicht direkt in Amsterdam, aber bis Amsterdam Centraal sind es angenehme 15-20 Metro-Minuten und bis zum Bürogebäude etwa 15 Februar-Kalte-Fahrrad-Minuten.

Ich erkunde am selben Tag die Gegend, kaufe im nahe gelegenen ‚Jumbo‘ ein und packe meinen gesammelten Haushalt aus. Ich teile mir die Küche mit meiner Vermieterin, die bisher einen netten Eindruck macht. Auch ihre zwei chaotischen zweijährigen Enkel turnen durch das Haus. Das Bad nutzt noch eine weitere Person, eine deutsche Studentin, die mitsamt Küche in der dritten Etage des Reihenhauses wohnt.

In der folgenden Woche lasse ich mich bei der Gemeinde Diemen registrieren und bekomme eine BSN, „het burgerservicenummer“. Viele Menschen hier, ob jung oder alt, sprechen auffallend gut Englisch – ein wahrer Vorteil, da mein Sprachkurs für das Niveau A1/A2 Niederländisch erst die darauffolgende Woche anfängt.

Da ich früh genug angekommen bin, nutze ich die Zeit, um bereits für einen Nachmittag in das Stadtzentrum zu fahren und an den Grachten zu spazieren. Der kalte Januar vertreibt mich zwar für eine Mittagspause in eines der zahlreichen Cafés, dennoch begeistert mich die niederländische Hauptstadt bereits auch bei Winter.  

Am 01.02. fängt mein Praktikum an und ich wurde bereits zu 9 Uhr ins Büro meiner Betreuerin zitiert.

13. Januar 2019 - Die letzten Vorbereitungen

Der Umzug: mit Auto und Fahrrad.

Moin, In knapp einer Woche geht es los: Ich werde nach Amsterdam umziehen. Der erste Schritt meines 6 monatigen Praktikums in der niederländischen Hauptstadt. Letzten Samstag habe ich bereits mein Zimmer in Greifswald geräumt, für das ich eine Untermieterin gefunden habe, die mein Hab und Gut an Möbelsammelsurium hüten wird.

Auch wenn ich mir, im Gegensatz zu meinen Kommilitonen, eine kurze Auszeit vom Studium genommen habe, gab es allerhand vorzubereiten. Im Spätsommer 2018 habe ich mit bei der DZT, der Deutschen Zentrale für Tourismus, in Amsterdam beworben. Nach einem Skype Gespräch wurde mir die Stelle als Praktikantin in der Marketingabteilung zugesichert. Wenige Wochen später bekam ich direkt meinen Vertrag und weitere Informationen über den niederländischen Markt zugeschickt. Desweiteren kümmerte ich mich zusammen mit dem International Office um die Förderung mit Erasmus +, die mir finanziell ziemlich den Hintern retten wird, denn das Praktikum ist zwar vergütet, aber die meisten Studierenden wissen ja sicherlich, wie weit man damit so kommt. Im Rahmen der Förderung schloss ich dann auch noch nötige Versicherungen für mein Praktikum ab.
Ein weiterer Schritt war für mich die Suche nach einem Betreuer, der meine Case Study Betreuung übernehmen wird. Diese Arbeit schreiben wir im Rahmen des Masterstudiums „Tourismus und Regionalentwicklung“ und diese stellt auch den Rahmen und Grund meines Praktikums dar.

Die Wohnungssuche in Amsterdam ist ein hartes Pflaster, wie man es von den meisten großen Städten kennt. Nach zahlreichen Mails und WG-Portalen, Facebook-Suchen und einigem Kontakte-Abklappern wurde ich fündig. Viele Zimmer werden in Amsterdam auch privat vermietet, aber auch diese liegen meist bei einer Monatsmiete von circa 500 Euro. Auch und gerade Amsterdam hat Mietpreise, die man nicht unterschätzen sollte.

Wichtig für meinen individuellen Fall war auch zu wissen wie etwaige Kosten für Medikamente im Ausland gedeckt werden und welche Krankenversicherungen etc. gegebenenfalls notwendig sein können. Natürlich ist dies eine individuelle „Vorsorge“, da die meisten Dinge durch die Europäische Krankenversicherungskarte abgedeckt werden, dennoch sollten Personen, die dies betreffen könnte, vorher genau abklären, was zu tun ist.
Durch meine Vermieterin und die derzeitigen Praktikanten habe ich nützliche Tipps für meinen Start in Amsterdam erhalten. So auch, einen Termin bei der Stadt zu machen, die mir meine Bürgerservicenummer (BSN) ausstellen wird.

                                                                                                    Soweit zu meinen Vorbereitungen für das nächste halbe Jahr – Vorfreude!

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