Greifwald goes international

Kinkakuji in Kyoto

Kinkakuji in Kyoto

Kennin-ji Tempel

Kennin-ji Tempel

Feuerfestival Iwakura-Schrein

Feuerfestival Iwakura-Schrein

Botanischer Garten

Botanischer Garten

Torin-in Tempel

Torin-in Tempel

Friedenspark mit ewiger Flamme Hiroshima

Friedenspark mit ewiger Flamme Hiroshima

 

Studium in Greifswald

Geschichtswissenschaft (M.A.)

Aktivität im Ausland

Hochschulaustausch, Kyoto Sangyo Universität, Japan

Zeitraum

September 2018 - Februar 2019

Wieso ich ins Ausland gegangen bin?

"Dadurch, dass ich sowohl meinen Bachelor, als auch meinen Master in Greifswald studiere, tut ein Perspektivwechsel sehr gut. Die japanische Kultur und die guten Beziehungen zwischen Greifswald und Kyoto vereinfachen einen solchen Schritt. Das internationale Umfeld ermöglicht mir Leute aus allen Teilen der Welt kennenzulernen und einen intensiven Einblick in das Land der aufgehenden Sonne zu bekommen."

November 2018 - Halbzeit

Hirsche in Nara
Buddha in Todaijin
Dotombori in Osaka
Blick auf Hiroshima von Miyajima
Miyajima
Atombombendom in Hiroshima
Herst (Momiji) in Japan
 

 

Die Halbzeit ist vorüber und so langsam wird mir bewusst, dass es bis Februar nächsten Jahres nicht mehr viel Zeit ist. Doch genug der Depression; bisher konnte ich wieder sehr viel erleben.

Die Wochenenden wurden genutzt und so haben wir u.a. eine Exkursion nach Nara, eine der ersten Hauptstädte Japans, unternommen. Die Zugfahrt dauert nur 50 Minuten. Die Stadt ist berühmt für seine Hirsche, die sich überall frei bewegen können – sie laufen auch gerne mal vor die Busse und zwacken die Besucher in den Hintern, weil sie es erwarten mit Reiscrackern gefüttert zu werden. Hier in Nara steht eine der berühmtesten Buddha Statuen des Landes. 15 Meter hoch aus Bronze und mit Gold überzogen erwartete uns Buddha mit seinem gütigen Blick im Todai-ji Tempel. Der große Nachteil an Nara ist allerdings, dass die Stadt zu sehr von Touristen überlaufen ist. Daher kann ich folgend zwei Städte empfehlen, die weit weniger überrannt sind. Zum einem ist das Osaka und zum anderem ist es Hiroshima. Beide sind Hafenstädte und das man merkt man auch an der Mentalität der Menschen.

Osaka ist das absolute Kontrastprogramm zu Kyoto. Es ist laut und modern in Dotombori und an jeder Straßenecke gibt es Takoyaki, mit Oktopus gefüllte Teigbälle, zu kaufen. Die Stadt ist bekannt für ihren extensiven Weihnachtsschmuck, weshalb ich mich in den nächsten Woche noch einmal auf den Weg dorthin machen werde.

In Hiroshima hatte ich wirklich mal das Gefühl mehr unter Japanern zu sein, als unter Touristen. Zunächst bin ich mit dem weltberühmten Shinkansen gefahren, der zwar mit 174€ für Hin- und Rückweg sehr teuer ist, aber auch einen exzellenten Service bietet in Sachen Pünktlichkeit und Komfort. Für die 400km braucht der Zug gerade einmal 1h und 40 Minuten. Zunächst ging es auf eine der vorgelagerten Inseln, nach Miyajima. Dort steht das Tori (das Tor) und Teile des Shinto Schreins im Wasser. Bei Ebbe kann man gemütlich hier spazieren gehen. Hiroshima ist bis heute durch den Atombombenabwurf geprägt und von der Altstadt ist nichts mehr übrig geblieben. So gehört es zur absoluten Pflicht den Friedenspark mit dem Atombombendom und das Friedensmuseum zu besuchen. Trotz der beklemmenden Geschichte ist die Stadt sehr entspannt und offen und vor allem ist es wunderbar, dass die Stadt über Inseln verteilt ist.

Endlich ist nun auch bei uns der Herbst (Momiji) angekommen und die wunderbaren Ahornblätter haben sich in ein sattes rot verwandelt. Die beste Zeit um nun wandern zu gehen!

Bis bald!

Oktober 2018 - Die ersten Wochen in Kyoto

Der Stadtteil Gion
Kamigamo-Schrein
Geiko spotting
Landestypisches Essen

 

Schon ein Monat ist vorbei und die Zeit ist natürlich rasend schnell vergangen. Nachdem Taifun Jebi sämtliche Flüge verschoben hat, sind wir alle gut in Kyoto gelandet und haben in der Zwischenzeit schon den nächsten Taifun namens Trami erlebt. Aber auch dies wurde gemeistert und wir können stolz auf uns sein. Momentan haben wir immer noch knapp 30 Grad am Tag, die Sonne scheint und die Luftfeuchtigkeit liegt manchmal bei über 80% und ja als norddeutsche Studentin, die die kühle Brise und eine ordentliche Dusche verträgt, ist das hart.

Meine Kurse habe ich schon belegt, um das Visum zu behalten muss ich mindestens 8 Kurse belegen. Das International Office ist auch knallhart in dieser Hinsicht. Hier wird das Klischee der hart arbeitenden Japaner bestätigt. Viele der Austauschstudenten lernen Japanisch, doch auch ohne signifikante Sprachkenntnisse in dieser Richtung finde ich zu Recht. Ich schlauer Fuchs habe mir einen Circle neben der Uni ausgesucht in dem Japaner Englisch lernen. So komme ich in Kontakt mit den japanischen Studenten und kann gleichzeitig Kontakte knüpfen.

Kyoto ist eine unglaubliche beeindruckende Stadt, das kulturelle Angebot erschlägt einen fast. In der bescheidenen Zeit, die uns zur Verfügung stand, haben wir bisher die typischen Touristenziele abgeklappert und ja Touristen gibt es massenhaft in dieser Stadt. Wir, das sind meine Mitbewohnerin Brooke aus Kanada und noch ein paar andere Studenten, vor allem aus Europa. Einer der Höhepunkte war das Mondfest, das im Kamigamo Schrein gleich um die Ecke bei der Universität gefeiert wurde und wir den Tanz einer Geiko (Geisha) und traditionellen Gesang und Auszüge aus dem Kabuki Theater (mit Masken) bewundern konnten. Bei jeder der Bewegungen der Geiko stockte uns der Atem. Sie trug einen wunderschönen Kimono und auch die Einheimischen konnten natürlich auch nicht von ihren Kameras lassen.

In den nächsten Wochen stehen die ersten Zwischenprüfungen an und noch eine Menge Ziele, die es zu erkunden gilt. Ich freue mich euch bald davon berichten zu können!