Erhöhung des erlebbaren Nutzens der Lehrveranstaltungsevaluation

Auf Bitten des Rektorats arbeitet die IQS momentan daran, den erfahrbaren Nutzen der studentischen Lehrveranstaltungsevaluation (LVE) für Studierende zu erhöhen.

Die befragten Studierenden erleben mitunter keinen Nutzen der LVE: So werden die Ergebnisse der Evaluation durch die Lehrpersonen teilweise nicht mit den Studierenden besprochen und aus Datenschutzgründen darf niemand außer den Betroffenen selbst und dem/der Studiendekan*in die Ergebnisse einsehen darf. Grundsätzlich gibt es wenig Zweifel, dass ein strukturiertes Feedback zur Lehrveranstaltungsqualität zur Verbesserung beiträgt, denn die allermeisten Lehrenden reagieren auf kritische Rückmeldungen und passen im folgenden Semester das Lehrveranstaltungskonzept an. Der Nutzen des Verfahrens sollte aber auch für die befragten Studierenden selbst besser erlebbar sein. Zumindest sollten Sie erfahren, dass sich die Lehrpersonen und die Studiendekane mit den Ergebnissen auseinandersetzen.

Personalrechtliche Konsequenzen sind bei der LVE ausgeschlossen, aber der/die Studiendekan*in kann die Ergebnisse im nichtöffentlichen Teil der Gremien (Fakultätsrat, Senat) erörtern. Auch die Studierenden sollten unabhängig von der LVE von ihrem Beschwerderecht vielleicht noch öfter Gebrauch machen. Um der positiven Selbstauswahl der Lehrveranstaltungen entgegen zu wirken, wäre es ebenfalls denkbar, den Fachschaften via jeweiliger Institutsleitung oder Studiendekan*in ein Vorschlagsrecht für die studentische Lehrveranstaltungsevaluationen einzuräumen. Beispielsweise könnte pro Studiengang oder pro Fachschaft eine Veranstaltung je Semester nominiert werden. Aber auch andere Auswahlregeln wären denkbar. Der Studiendekan bzw. die Studiendekanin sollte jedes Semester mit jeder Fachschaft ein Gespräch, u. a. zur Lehrveranstaltungsqualität führen.

Die IQS hat mögliche Lösungsansätze mit den Studiendekan*innen und mit der Fachschaftsrätekonferenz diskutiert. Die Studierenden sprachen sich übrigens dafür aus, alle Lehrveranstaltungen und nicht nur eine Auswahl zu evaluieren. Aus den gesammelten Ideen soll eine Beschlussvorlage für Rektorat, Dekanat und Personalrat über eine Verfahrensanpassung der LVE zum Wintersemester 2019/20 entwickelt werden.


Lernen durch Evaluation der Lehre?

Eine Ringveranstaltung der Hochschuldidaktik kommt zu dem Fazit:

  1. Lernen durch Feedback ist die am meisten plausible Wirkungshypothese für Qualitätsverbesserungen in der Lehre. Dabei sollen möglichst verschiedene Informationsquellen genutzt werden, die etwas aussagen, inwieweit Lehr- und Lernprozesse erfolgreich gestaltet und die angestrebten Lehr- und Lernziele erreicht wurden.
  2. Durch den Diskurs zur Lehrveranstaltungsqualität werden die Selbstverpflichtung der Lehrenden und das Commitment der Studierenden gestärkt. Wichtig: Unbedingt die Ergebnisse der studentischen Lehrveranstaltungsevaluation mit den Studierenden vor Semesterende besprechen!

Die Veranstaltungsdokumentation finden Sie hier

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