Was kostet mein Studium?

Nach der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks beliefen sich im Jahr 2012 die monatlichen Ausgaben des "Normalstudenten" im Bundesdurchschnitt auf ca. 794 Euro. Dabei sind "Normalstudenten" ledige, außerhalb des Elternhauses lebende Studierende im Erststudium. Obwohl sich die Verhältnisse in den neuen Bundesländern inzwischen weitgehend an die der alten angepasst haben, lebte, wer in Mecklenburg-Vorpommern studierte, immer noch günstiger: Etwa 769 Euro gab hier ein Student aus.

Die monatlichen Ausgaben sind die Summe der regelmäßigen Ausgaben zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten. Berücksichtigt wurden:

  • Miete (einschließlich Nebenkosten);
  • Ernährung;
  • Kleidung;
  • Lernmittel;
  • Fahrtkosten (z. B. zum Wohnort der Eltern und am Studienort);
  • Krankenversicherung, Arztkosten, Medikamente;
  • Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren;
  • Freizeit, Kultur und Sport.

So spiegeln die monatlichen Ausgaben nicht nur in etwa den Bedarf wider, der zur Bestreitung des Lebensunterhaltes unabdingbar ist, sondern auch das, was zum Leben am Studienort darüber hinaus auch dazugehört (z. B. Freizeitaktivitäten, Sport, Kneipe, Disco).

Die Höhe der Ausgaben für Lernmittel variierte erheblich. Knapp ein Drittel der Studierenden gab dafür nicht mehr als 10 Euro pro Monat aus, während knapp 5 % für Lernmittel Beträge über 100 Euro pro Monat aufwandte. Die Unterschiede sind u. a. dadurch bedingt, dass in Abhängigkeit von der Studienrichtung der entsprechende Aufwand unterschiedlich ist. So gaben z. B. Studierende der Kunst, der Theologie und der Medizin mit mehr als 50 Euro am meisten für Lernmittel aus.

Auch die Höhe der Fahrtkosten variiert: Wer ein Auto hat, bewegt sich teurer (117 Euro) fort, als derjenige, der auf öffentliche Verkehrsmittel nutzt (41 Euro).

Semesterbeitrag ist keine Studiengebühr

In Greifswald wird bei der Einschreibung bzw. zur Rückmeldung zu Semesterbeginn ein Semesterbeitrag erhoben. Er beträgt zurzeit 66 Euro (zzgl. Einschreibe- bzw. Rückmeldegebühr). Dieses Geld wird an das Studentenwerk sowie an die Studentenschaft überwiesen. Mit der Zahlung des Semesterbeitrages kann man zum Beispiel günstig in der Mensa Essen gehen und unterstützt die Gremien der Studentenschaft, die unter anderem die Interessen der Studierenden gegenüber der Universitätsleitung wahrnehmen. Mit der Zahlung des Semesterbeitrages spart man also unter dem Strich mehr als man gezahlt hat.