Lehramtsstudium in Greifswald

Lehramtsstudium in Greifswald

Die Universität Greifswald bildet Lehrer in zwei Lehramts­studien­gängen aus: das Lehramt an Gymnasien und das Lehramt an Regionalen Schulen (das entspricht dem Lehramt an Haupt- und Realschulen in anderen Bundesländern).
Es können neun Fächer studiert werden, die frei miteinander kombinierbar sind: Deutsch, Englisch,
Geographie, Geschichte, Kunst und Gestaltung, Mathematik, Philosophie, Polnisch, Evangelische Religion, und Russisch.

Es werden grundsätzlich zwei gleichberechtigte Hauptfächer studiert. Zusätzlich können im Drittfach, d.h. als vollwertiges drittes Fach, Schwedisch, Dänisch oder Norwegisch gewählt werden. Optional gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, ein Beifach, d.h. ein Fach, das nicht im gleichen Umfang wie die Hauptfächer studiert wird, zu wählen. Alle Fächer können auch als Beifächer studiert werden; darüber hinaus werden auch Deutsch als Fremd- und Zweitsprache und Niederdeutsch als Beifächer angeboten. 
Ein Teil der Fächer unterliegt einer Zulassungsbeschränkung (d.h. Numerus Clausus). Hier muss man sich rechtzeitig um die Zulassung bewerben.

Aufgrund des Lehrerbildungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern wurden die Lehramtsstudiengänge umgestaltet. Die Studiengänge sind jetzt modularisiert, schließen aber weiterhin mit der Ersten Staatsprüfung ab.

Studienbereiche im Einzelnen

Lehramt an Gymnasien

Das Studium erfolgt in zwei gleichberechtigten, in der Kombination frei wählbaren Fächern. Die Ausbildung in den Fächern wird ergänzt durch die Bildungswissenschaften, welche die Erziehungswissenschaft, Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie umfassen, sowie durch die Fachdidaktiken.

Als Studienfächer stehen zur Verfügung:

  • Deutsch,
  • Englisch,
  • Mathematik
  • Geographie,
  • Geschichte,
  • Kunst und Gestaltung,
  • Philosophie,
  • Polnisch,
  • Evangelische Religion und
  • Russisch.

Als zusätzlich vertieft zu studierende Fächer (Drittfach) werden angeboten:

  • Dänisch,
  • Norwegisch und
  • Schwedisch

Wissenschaftliche Abschlussarbeit
Die geforderte wissenschaftliche Abschlussarbeit wird am Ende des Studiums in der Regel in einem der beiden gewählten Fächer, in Ausnahmefällen auch in den Bildungswissenschaften angefertigt.

Sprachanforderungen der Fächer

  • Das Latinum wird in Geschichte erwartet.
  • Im Fach Geschichte ist neben Latein auch die Beherrschung des Englischen oder Französischen notwendig.
  • Das Studium in den modernen Fremdsprachen verlangt die Kenntnis zweier weiterer Fremdsprachen.
  • Das Fach Evangelische Religion erfordert das neutestamentliche Griechisch sowie das Latinum oder Hebraicum.

Die genannten Sprachanforderungen sind keine Zugangsvoraussetzungen zum Studium. Sprachkenntnisse können auch studienbegleitend erworben werden. Die Regelstudienzeit von zehn Semestern kann im jeweiligen Fach um ein Semester je zu erwerbender Sprache, maximal jedoch um zwei Semester verlängert werden. Genaueres regeln die Prüfungs- und Studienordnungen der Fächer.

Ein dreimonatiger (ausbildungsrelevanter) Auslandsaufenthalt ist für folgende Fächer notwendig:

  • Dänisch,
  • Englisch,
  • Norwegisch,
  • Polnisch,
  • Russisch und
  • Schwedisch.

Sprecherziehung, Medienpädagogik und Politische Bildung

Alle Lehramtsstudent/-inn/-en müssen im Verlauf ihres Studiums wahlobligatorisch an einem Kurs zur Sprecherziehung, Medienpädagogik oder Politischen Bildung bzw. Politischen Philosophie teilnehmen.

Lehramt an Regionalen Schulen

Das Studium erfolgt in zwei gleichberechtigten, in der Kombination frei wählbaren Fächern. Die Ausbildung in den Fächern wird ergänzt durch die Bildungswissenschaften, d.i. die Erziehungswissenschaft, und durch die Fachdidaktiken.

Als Fächer sind folgende Fächer möglich:

  • Deutsch,
  • Englisch,
  • Geographie,
  • Geschichte,
  • Kunst und Gestaltung,
  • Philosophie,
  • Polnisch,
  • Evangelische Religion und
  • Russisch.

Als zusätzlich vertieft zu studierende Fächer (Drittfach) werden angeboten:

  • Dänisch,
  • Norwegisch und
  • Schwedisch.

Wissenschaftliche Abschlussarbeit

Die geforderte Hausarbeit Abschlussarbeit wird am Ende des Studiums in einem der beiden gewählten Fächer, den Fachdidaktiken oder den Bildungswissenschaften angefertigt.

Sprachanforderungen der Fächer:

  • Das Latinum ist für das Fach Geschichte eine notwendige Bedingung.
  • Für das Fach Geschichte wird zusätzlich auch die Beherrschung der englischen oder französischen Sprache gefordert.
  • Das Studium der modernen Fremdsprachen erfordert die Kenntnis einer weiteren Fremdsprache.

Die genannten Sprachanforderungen sind keine Zugangsvoraussetzungen zum Studium. Sprachkenntnisse können auch studienbegleitend erworben werden. Die Regelstudienzeit von zehn Semestern kann im jeweiligen Fach um ein Semester je zu erwerbender Sprache, maximal jedoch um zwei Semester verlängert werden. Genaueres regeln die Prüfungs- und Studienordnungen der Fächer.

Ein dreimonatiger (ausbildungsrelevanter) Auslandsaufenthalt ist für folgende Fächer notwendig:

  • Dänisch,
  • Englisch,
  • Norwegisch,
  • Polnisch,
  • Russisch und
  • Schwedisch.

Sprecherziehung, Medienpädagogik und Politische Bildung

Alle Lehramtsstudent/-inn/-en müssen im Verlauf ihres Studiums wahlobligatorisch an einem Kurs zur Sprecherziehung, Medienpädagogik oder Politischen Bildung bzw. Politischen Philosophie teilnehmen.

Erweiterungs- und Aufbauprüfung

Die Verordnung über die Erste Staatsprüfung für Lehrämter ermöglicht nach Abschluss des Ersten oder Zweiten Staatsexamens das Studium eines oder mehrerer Fächer für das entsprechende Lehramt (Erweiterungsprüfung). Weiter kann über das abgeschlossene Lehramt hinaus ein höheres Lehramt angestrebt werden (Aufbauprüfung).

Studium der Bildungswissenschaften

Fächerübergreifend müssen alle Lehramtsstudent/-inn/-en die Bildungswissenschaften absolvieren. Dieses Studium soll die Student/-inn/-en befähigen, pädagogische, psychologische und sozialwissenschaftliche Kompetenzen zu erlangen, die Lehrerinnen und Lehrer in ihrem Beruf benötigen. Dazu gehört, die eigene pädagogische Tätigkeit, vor allem Lehr- und Lernprozesse, vor dem Hintergrund des sozialen Wandels und dessen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche wissenschaftlich konzipieren, begründen und reflektieren zu können. Die Ausgestaltung der Bildungswissenschaften folgt dem Leitbild einer Akzeptanz und Wertschätzung von Heterogenität (Inklusion), in dem gemeinsames Lernen und individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen zugleich ermöglicht werden.

Gute Rahmenbedingungen
Durch eine günstige Relation von Student/-inn/-en und Lehrkräften, eine umfassende Betreuung der Student/-inn/-en durch das Lehrpersonal und die Bereitstellung umfassender pädagogischer Fachliteratur in der hauseigenen Universitätsbibliothek sind hier gute personelle und materielle Studienbedingungen gegeben. Eine Besonderheit des erziehungswissenschaftlichen Studiums in Greifswald besteht auch darin, dass Angebote genutzt werden können, die die Zusammenarbeit von Schule und Jugendarbeit betreffen.

Pädagogische Handlungsbefähigung
Sozial- und schulpädagogische praktische Studien sind unerlässliche Studienbestandteile, um die Aneignung von erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Theorien in enger Verbindung mit grundlegender pädagogischer Handlungsbefähigung zu gestalten.

Praktika
Um zukünftige Lehrerinnen und Lehrer praxisnah und Kompetenz orientiert auf ihre berufliche Tätigkeit vorzubereiten, sind schulpraktische Studien in die bildungswissenschaftliche Ausbildung integriert. Die Studierenden absolvieren im Rahmen ihres Studiums neben schulpraktischen Übungen folgende drei Praktika:

  • Das Sozialpraktikum fördert erste pädagogische Kontakte zu Heranwachsenden und bietet ein überaus vielfältiges Tätigkeitsspektrum in pädagogischen Einrichtungen, Projekten und Initiativen. Es wird im Umfang von 3 Wochen absolviert und zielt darauf, außerschulische Handlungsfelder zu erkunden sowie die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen in ihrer Altersspezifik und Heterogenität kennen zu lernen.
  • Das Schulpraktikum I ermöglicht eine erste Berufsfelderkundung im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereich am Ort Schule und bietet Studierenden die Möglichkeit, ihre Berufswahlentscheidung kritisch zu überprüfen. Innerhalb von 4 Wochen stehen neben der Hospitation von Unterricht ebenso die Teilnahme an Teamsitzungen, Elternabenden und Ganztagsangeboten im Vordergrund. Studierende können sich bereits im ersten Schulpraktikum aktiv in Unterricht und außerunterrichtliche Tätigkeitsfelder einbringen.
  • Das Schulpraktikum II führt Studierende ausschließlich an die Schule, die ihrem gewählten Studiengang entspricht. Dort bereiten sie sich, fachdidaktisch unterstützt, mit Hospitationen und eigenem Unterricht gezielt auf ihre schulische Lehrtätigkeit vor. Darüber hinaus lernen sie im Zeitraum von 8 Wochen ihr zukünftiges Berufsfeld mit seinen vielfältigen pädagogischen Aufgaben, wie u. a. Klassenleitung, Elternarbeit und Umgang mit Heterogenität intensiv kennen.

Alle Praktika können sowohl in Mecklenburg-Vorpommern, als auch in anderen Bundesländern oder im Ausland absolviert werden.
Während das Sozialpraktikum und das Schulpraktikum I erziehungswissenschaftlich vor- und nachbereitet werden, liegt die Verantwortung für das Schulpraktikum II auf Seiten der Fachdidaktiken. 
Im Rahmen des Sozialpraktikums und des Schulpraktikums I haben die Studierenden die Möglichkeit, ihre Praxiserfahrungen in vielfältigen Lehr-Lernformaten, zu denen Supervision, Einzel- und Gruppenreflexion gehören, intensiv zu diskutieren und zu reflektieren.

Nähere Hinweise zu den geforderten praktischen Studienabschnitten und zur Praktikumsordnung sind zu erfahren bei

Dr. Anne Heller

Praktikumsbeauftragte

Franz-Mehring-Straße 47 (3. OG/Raum 317)
17489 Greifswald

Telefon +49 3834 86-3711
Telefax +49 3834 86-3702
anne.heller(at)uni-greifswald(dot)de

Sprechzeiten:
dienstags 14:00 – 15:30 Uhr

Anke Sagert

Praktikumsbüro (Institut für Erziehungswissenschaft)

Franz-Mehring-Straße 47 (3. OG/Raum 316)
17489 Greifswald

Telefon +49 3834 86-3721
pb_lehramt(at)uni-greifswald(dot)de

Sprechzeiten:
montags 9:00 – 12:00 Uhr; 13:00 – 15:00 Uhr
dienstags 13:00 – 15:00 Uhr

Psychologische Ausbildung

Die psychologische Ausbildung der Studenten für die Lehrämter an Gymnasien bzw. Regionalschulen (entspricht Haupt- und Realschulen) erfolgt am Institut für Psychologie der Universität Greifswald.

Die psychologische Ausbildung soll den Studenten des Lehramts über wichtige Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie und der Pädagogischen Psychologie informieren und sie in die Lage versetzen, diese Kenntnisse auf Probleme des Unterrichts und der Erziehung anzuwenden.

Die Bedeutung des Fachs wird z.B. dadurch ersichtlich, dass bereits das erste Modul Grundfragen von Bildung und Erziehung mit der Vorlesung „Entwicklungspsychologie“ eine Veranstaltung am Institut für Psychologie enthält. Die nächsten psychologischen Studienbestandteile sieht der Musterstudienplan im 4./5. Semester vor. Das dritte Modul Pädagogische Psychologie wird komplett durch das Institut für Psychologie gestaltet und besteht aus einer Vorlesung und einem Seminar zum Modulthema. Das Modul erstreckt sich über zwei Semester.

Zugang zum Studium

Bewerbung

Eine Liste der zulassungsbeschränkten Lehramtsfächer finden Sie unter: 

Bewerbung in nc-Studiengänge

Nur in diesen Fächer ist eine Bewerbung notwendig.

Einschreibung

Alle anderen Lehramtsfächer sind zulassungsfrei. D.h. eine Bewerbung ist in zulassungsfreien Fächer nicht nötig und daher auch nicht möglich. Hier ist jedem/jeder Studieninteressierten unter Voraussetzung einer gültigen Hochschul­zugangs­berechtigung (in der Regel: Abitur) und unter Einhaltung der Immatrikulationsfristen der Studienplatz sicher (freie Einschreibung).

Einschreibung

Career Counselling for Teachers

Die Teilnahme am Online-Selbsterfahrungstest CCT (Career Counselling for Teachers) ist notwendige Voraussetzung für die Einschreibung.

Der CCT-Test

Career Counselling for Teachers

Der Selbsterfahrungstest Career Counselling for Teachers (CCT) soll Studieninteressierte in ihrer Entscheidung für oder gegen ein Lehramtsstudium unterstüzten, indem er hilft, Fragen über die Anforderungen des Lehrerberufs zu klären und eigene Kompetenzen und Eigenschaften zu erkunden.

Das CCT kann ein persönliches Gespräch nicht ersetzen, kann aber eine sinnvolle Vorbereitung auf ein solches darstellen. In der Zentralen Studienberatung stehen darum die Mitarbeiter/-innen als Ansprechpartner/-innen zu den Ergebnissen des Tests zur Verfügung.

Laufbahnberatung für Lehrerinnen und Lehrer: www.cct-germany.de

Studieninteressierte gehen auf der Web-Site des CCT auf den Link "Geführte Touren" in der oberen Menüleiste und bearbeiten die "Tour 1" vollständig. Dazu ist neben einem selbst gewählten Code als Gruppenbezeichnung "Greifswald" einzugeben. Nach Ablauf der Selbsterkundungstour ist der Nachweis über die Absolvierung der Tour auszudrucken. Studieninteressierte tragen ihren Namen ein und fügen den Ausdruck (ggf. nach der Zulassung) ihrem Antrag auf Immatrikulation bei.

Das Self Assessment erfolgt vollständig anonym und das Ergebnis hat keinen Einfluss auf die Auswahlentscheidung bei der Vergabe der Studienplätze.

Studienbeginn und -dauer

Das Studium kann nur im Wintersemester begonnen werden. Das Studium umfasst zehn Semester und wird mit der Ersten Staatsprüfung abgeschlossen. Daran schließt sich die 18-monatige Referendarzeit an, die mit der Zweiten Staatsprüfung beendet wird.

Zuständig für die Staatsexamensprüfungen ist das:

Lehrerprüfungsamt des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Standort Greifswald
Bahnhofsstraße 33/34
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 5958717
Telefax +49 3834 5958719
www.bildung-mv.de