Evangelische Theologie

Evangelische Theologie

Evangelische Theologie (Magister Theologiae & Kirchliches Examen)

Kurzinformation

Zulassungsbeschränkung
Dieser Studiengang ist zulassungsfrei. Eine Bewerbung hat daher nicht zu erfolgen.

Studienbeginn
Eine Studienaufnahme kann sowohl im Winter- als auch im Sommersemester erfolgen.

Kombination
Keine – dieser Studiengang ist ein Ein-Fach-Studiengang.

Sprachkenntnisse
Abschlüsse in den alten Sprachen (Hebräisch, Griechisch, Latein) sind erforderlich. Sind diese Abschlüsse während des Studiums zu erwerben, so verlängert sich die Regelstudienzeit für jede Sprache um jeweils ein Semester.

Unterrichtssprache
Deutsch

Fachstudienberatung
Einschreibung
Termine und Fristen

Evangelische Theologie versteht sich als wissenschaftliche Reflexion der biblischen, dogmatischen und religiösen Traditionen des christlichen Glaubens angesichts der Aufgaben und Herausforderungen unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Sie vollzieht ihre Arbeit im Gespräch und in enger interdisziplinärer Vernetzung mit anderen Wissenschaftsbereichen an der Universität. 
Gegenstand des Studiums ist die Biblische Überlieferung des Alten und Neuen Testaments, die Christentumsgeschichte in ihren großen Entwicklungslinien, die dogmatische und ethische Urteilsbildung, praktisch theologische Fragestellungen sowie das weite Feld der Religionswissenschaften.

Einsatzmöglichkeiten
Der Diplomstudiengang bereitet die Studierenden auf ihre Tätigkeit als Pfarrer/in im kirchlichen Dienst vor. Es vermittelt Fachkenntnisse und Fähigkeiten, die für eine verantwortliche und sachgemäße Ausübung des Pfarrberufes erforderlich sind.
Das Lehramtsstudium Evangelische Theologie befähigt zum Religionsunterricht in Schulen.

Studiengliederung
Die Regelstudienzeit beträgt für das Grundstudium vier und für das Hauptstudium fünf Semester. Für Studierende, die die erforderlichen Sprachabschlüsse erst im Rahmen des Theologiestudiums erwerben, verlängert sich die Regelstudienzeit für jede Sprache um jeweils ein Semester. Das Studium umfasst im Pflichtumfang insgesamt 160 Semesterwochenstunden (SWS). Davon entfallen 72 SWS auf das Grundstudium, dazu max. 39 SWS für Sprachkurse. Das ergibt eine durchschnittliche Verteilung von ca. 16 bis 20 SWS je Semester für die gesamte Regelstudienzeit.

Sprachkenntnisse
Die Zulassung zu der das Grundstudium abschließenden Diplomvorprüfung setzt u.a. Kenntnisse der hebräischen, lateinischen und griechischen Sprache (Hebraicum, Latinum, Graecum bzw. gleichwertige Abschlüsse) voraus, die – sofern sie nicht bereits vor Antritt des Studiums erworben wurden – in einer Prüfung nach Abschluß des jeweiligen Sprachkurses nachzuweisen sind. Das Nähere regelt die Sprachprüfungsordnung.

Ausbildungsinhalte
Altes Testament
Im Alten Testament sollen Kenntnisse über die Geschichte Israels, über Inhalt und Entstehung des Alten Testaments, über seine Umwelt, Kultur-, Sozialgeschichte und über alttestamentliche theologische Entwürfe erworben sowie die Fähigkeit erlangt werden, alttestamentliche Texte mit philologischer Analyse und historisch-kritischen Methoden auszulegen.

Neues Testament
Das Studium des Neuen Testament vermittelt den Zugang zu den historischen und sachlichen Grundlagen des christlichen Glaubens mit den Schwerpunkten: Auslegung der urchristlichen Schriften des Urchristentums und seiner Umwelt, theologische Entwürfe des frühen Christentums. Die synoptischen Evangelien, das Johannesevangelium und die Paulusbriefe stehen dabei im Vordergrund.

Kirchen- und Theologiegeschichte

Im Fach Kirchen- Dogmengeschichte wird die Kenntnis der Geschichte des Christentums von den Anfängen bis zur Gegenwart vermittelt. Ziel ist die Aneignung von Fachwissen und die Herausbildung der Fähigkeiten, Geschichte in ihrer historischen Eigenbedeutung wie in ihrer fortdauernden und aktuellen Relevanz zu verstehen. Einen eigenen Schwerpunkt bildet die Kirchengeschichte Pommerns.

Systematische Theologie
Die Aufgabe der Systematischen Theologie besteht in der Darlegung der Inhalte des christlichen Glaubens und seiner ethischen Überzeugungen. Im positiv anknüpfenden und kritisch sich auseinandersetzenden Gespräch mit dem Denken der Zeit, im Achthaben auf die Herausforderungen der Gegenwart und im Aufnehmen der religiösen Traditionen sowie der gesamten Geistesgeschichte werden die Wahrheit und die Tragweite des christlichen Glaubens, auch in seinen weltanschaulichen und gesellschaftlichen Konsequenzen, beantwortet.

Praktische Theologie

Die Praktische Theologie ist die Theorie kirchlicher Praxis in der Gesellschaft. Sie fragt nach der faktischen Gestalt kirchlicher Praxis (Empirie), nach deren Entstehung (Geschichte), ihrer theologischen Beurteilung (Kritik) und ihrer angemessenen (Neu-) Gestaltung (Konstruktion). Die einzelnen Arbeitsfelder sind die Lehre vom Gemeindeaufbau (Kybernetik), von der Predigt (Homiletik), vom Gottesdienst (Liturgik), von der Seelsorge (Poimenik), von der Diakonie (Diakonik), vom geistlichen Leben (Aszetik), vom Recht und vom Amt in der Kirche (Kirchenrecht, Pastoraltheologie). Einen eigenen Bereich bilden die kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (u. a. Christenlehre, Konfirmandenunterricht, Junge Gemeinde) und Erwachsenen aller Lebensalter.

Religionsgeschichte/Religionswissenschaft
In der Religionsgeschichte geht es um die Darstellung der einzelnen Religionen und ihrer historisch bekannten Erscheinungsformen, der ihnen zugrunde liegenden religiösen Erfahrungen und der Wirkungen, die die Religionen aufeinander ausüben. In der Religionswissenschaft werden stärker die aktuellen Erscheinungsformen von Religionen in ihrem Selbstverständnis, ihren gesellschaftlichen Funktionen sowie der Vergleich miteinander thematisiert.

Judentumskunde

Die Schwerpunkte des Faches liegen auf den biblischen Voraussetzungen des sogenannten Frühjudentums, auf der Einführung in die rabbinische Literatur sowie in das Leben und in die Geschichte des alten und modernen Israel (Zionismus).

Das Gustaf-Dalman-Institut für Biblische Landes- und Altertumskunde verfügt über reichhaltige Sammlungen und bietet Lehrveranstaltungen zur Geschichte, Archäologie, Ethnographie und Landeskunde Palästinas besonders auch für Zeit vor 1914 an.

Lehramtsstudium Evangelische Religion
Haupt- und Realschule, Gymnasium
Das Studium umfasst Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie, Religionspädagogik und Religionswissenschaft / Religionsgeschichte. Die Inhalte der Gebiete Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte, Systematische Theologie und Religionswissenschaft / Religionsgeschichte sind wie im vorhergenannten Diplomstudium beschrieben.

Das Studium der Religionspädagogik vermittelt neben den genannten fachwissenschaftlichen Inhalten fachdidaktische Einsichten für den Religionsunterricht in den unterschiedlichen Schularten wie die jeweils besonderen Methoden. Dazu kommen die religionspsychologischen Voraussetzungen wie die Reflexion der Rolle der Unterrichtenden. Durch die Teilnahme an philosophischen Veranstaltungen soll die spätere spezifische Zusammenarbeit mit dem Ersatzfach (Fächergruppe) eingeübt werden. Schulpraktische Übungen ergänzen die Ausbildung.

Studium - und dann ?
Das Studium der evangelischen Theologie eröffnet eine Reihe verschiedener beruflicher Perspektiven. Das betrifft in erster Linie die Tätigkeit als Pfarrer/in im kirchlichen Dienst oder als Religionslehrer/in an der Schule; für die Arbeit in der Schule ist Evangelische Religion ein gesuchtes Kombinationsfach. Aufgrund jener Kompetenzen, die in Geschichte, Literatur, Religions- und Sozialwissenschaften erworben werden, kommen zahlreiche weitere Möglichkeiten hinzu; das betrifft vor allen solche Berufe, die in der Medienlandschaft oder auf sozialen
Arbeitsfeldern angesiedelt sind.

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