Familien-Universität

Familien-Universität

19. Oktober 16:15 Uhr – PD Dr. phil. Joachim Krüger

14. November 16:00 Uhr – Christian Peplow, M.A.

14. Dezember 16:00 Uhr – Prof. Dr. Roland Rosenstock

18. Januar 16:00 Uhr – Dr. Carsten Mahrenholz

Programm der Familien-Universität für das Wintersemester 2017/18

19. Oktober 2017 – 16:15 Uhr

Am 31. Oktober jährt sich zum 500. Mal die Veröffentlichung der Thesen Martin Luthers gegen den Ablasshandel, womit ein Prozess in Gang gesetzt wurde, den wir heute als „Die Reformation“ bezeichnen. Bis heute prägt dieses Ereignis das Selbstverständnis vieler Menschen. Zahlreiche Ausstellungen, Bücher, Filme und Theaterstücke widmen sich im Jubiläumsjahr dem Ereignis der Reformation, wobei der Blick bevorzugt auf der Reformation in Wittenberg liegt, dem Ausgangspunkt der Reformation. Der Norden Europas, speziell der südwestliche Ostseeraum, tritt eher in den Hintergrund. Dabei entwickelte gerade hier die Reformation eine besondere Dynamik, selbst wenn Martin Luther nie im Norden weilte. An Nord- und Ostsee entstand das größte, dauerhaft lutherische Gebiet Europas. Innerhalb weniger Jahrzehnte schlossen sich die Städte und Reiche im Norden der neuen evangelischen Konfession an. Der Reformator des Nordens wurde Johannes Bugenhagen. Einerseits legte er die Grundlagen für die Neuorganisation des kirchlichen Wesens in Dänemark, Schleswig und Holstein, Pommern und in den großen Städten wie Braunschweig, Lübeck und Hamburg. Darüber hinaus kümmerte er sich um das Schul- und Sozialwesen.

Die Reformation im südwestlichen Ostseeraum

PD Dr. phil. Joachim Krüger

Veranstaltungsort: Hörsaal 2, Campus Loefflerstraße

14. Dezember – 16:00 Uhr

Unsere Gesellschaft verändert sich: Selbstfahrende Autos fahren auf Teststrecken im Autoverkehr und digitale Kontaktlinsen messen die Blutzucker-Werte. Doch welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf das Familienleben? Diesen Fragen geht Prof. Dr. Roland Rosenstock in seinem Vortrag nach. Er befasst sich mit dem Wandel der Familie und den Chancen sowie den Risiken der Digitalisierung im privaten Umfeld. Jede Familie in Deutschland ist bereits mit einem Smartphone ausgestattet und Apps übernehmen immer mehr die Aufgabe von digitalen Helfern. Dabei spielen die Themen Kommunikation, Gesundheit, intelligente Haushaltsgeräte und der digitale Einkaufszettel eine wichtige Rolle. Gerade für erwerbstätige Mütter soll – laut einer aktuellen Studie – der Einsatz digitaler Technologien eine deutliche Entlastung bieten. Auch wenn wir noch nicht genau wissen, wie die Welt in zehn Jahren aussehen wird, sind digitale Kompetenzen in der Familie ein aktuelles Thema für die Familien-Universität Greifwald.

Smart home? Familienleben im digitalen Wandel

Prof. Dr. Roland Rosenstock

Veranstaltungsort: Hörsaal 2, Campus Loefflerstraße

14. November 2017 – 16:00 Uhr

Die alltägliche seemännische Leistung an Bord der Handelsschiffe der Hanse war – obwohl sie nahezu tausendfach wiederholt wurde – von grundlegender Bedeutung für den erfolgreichen Zwischenfernhandel der hansischen Kaufleute. Wie gestaltete sich aber das Leben der Seefahrer zur Zeit der Hanse? Mit welchen Gefahren sahen sie sich während ihrer Tätigkeiten auf See konfrontiert? Welche geistigen und körperlichen Arbeiten wurden an Bord verrichtet? Wie ließ sich ein Wasserfahrzeug von A nach B bewegen und welche nautischen Fähigkeiten waren hierfür nötig? Mit all diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der Doktorand Christian Peplow in seinem Dissertationsprojekt „Grenzen durchfahren – Seemannshandwerk zur Zeit der Hanse. Untersuchungen zur Arbeitspraxis und Lebensformen der nordeuropäischen Handelsschifffahrt vom 13. bis zum 15. Jahrhundert“. Dieses Forschungsvorhaben versteht sich als ein Gemeinschaftsprojekt der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Der Vortrag gibt Einblick in die Leistung von Schiffen und ihrer Besatzung und stellt nautische als auch logistische Fragen ebenso wie zu Befrachtungsverhältnissen und alltäglich erbrachter Arbeit an Bord der Handelsschiffe.

Seemannshandwerk zur Zeit der Hanse

Christian Peplow, M.A.

Veranstaltungsort: Hörsaal, Rubenowstraße 3

18. Januar 2018 – 16:00 Uhr

Die moderne Medizin steht heute vor zwei Problemen mit gesellschaftlicher Tragweite: Zum einen sind chronische Wunden lukrativ – solange sie offen sind. Heute kostet jede Behandlung einer chronischen Wunde im Schnitt 1.000 Euro bis 10.000 Euro. Diese Wunden führen zu drastischen Einbußen der Lebensqualität und zu dramatischen Kosten für das Gesundheitswesen. Zum anderen steht die moderne Medizin wieder an der Schwelle zum Mittelalter, wo es noch keine Antibiotika gab. Knapp 90 Jahre nach der Entdeckung des Penicillins bauen Krankheitserreger Antibiotikaresistenzen auf. Eine physikalische Lösung für die immer dramatischer werdende Situation der multiresistenten Keime ist mittlerweile von gesellschaftlicher Relevanz. Daher werden seit Jahren physikalische Methoden gefordert, dieser Situation Herr zu werden. Der Vortrag präsentiert eine innovative Lösung, die darin besteht ein plasmaphysikalisches Medizinprodukt zur Behandlung großflächiger chronischer Wunden herzustellen, die derzeit nicht oder nur schlecht therapierbar sind. Die innovative Wundtherapie des Start-ups COLDPLASMATECH geschieht durch eine aktive Wundauflage (Plasma-Patch), mit der ein „kaltes physikalisches Plasma“ auf die Wunde aufgebracht wird. Das Plasma aktiviert dabei die Zellregeneration, desinfiziert die Wunde und tötet multiresistente Keime ab.

Kaltes Plasma – Allheilmittel gegen chronische Wunden und multiresistente Keime?

Dr. Carsten Mahrenholz

Veranstaltungsort: Hörsaal 2, Campus Loefflerstraße

Universales Lernen für alle Generationen

Im Frühjahr 2008 kam das Mehrgenerationenhaus Greifswald – Bürgerhafen auf die Universität Greifswald mit der Idee einer Bildungsinitiative zu. Dort traf die Idee einer Familien-Universität auf offene Ohren. Die Universität übernahm in enger Kooperation mit dem Bürgerhafen die Organisation der Vorlesungen und stellte Räume zur Verfügung. Die Familien-Universität wird gut angenommen. Der Eintritt zu allen Vorträgen ist frei.

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
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