Juniorstudium

Die Universität Greifswald möchte besonders begabte Schüler/-innen frühzeitig an eine akademische Ausbildung heranführen. Dazu findet regelmäßig im Sommersemester zunächst ein Begegnungsstudium statt. Das Juniorstudium wird von der Zentralen Studienberatung der Universität gemeinsam mit Lehrer/-inne/-n der interessierten Schulen organisiert.

Foto: Jan Meßerschmidt

Während des vierwöchigen Begegnungsstudiums können die Schüler im April in einem Fach ihrer Wahl erleben, welche Anforderungen an sie während eines Studiums gestellt werden. Ziel ist dabei ein Juniorstudium, bei dem eine Lehrveranstaltung über ein komplettes Semester belegt wird.

„Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben uns gezeigt, dass die Schüler einen realistischen Einblick in die organisatorischen und strukturellen Rahmenbedingungen eines Studiums bekommen müssen, bevor sie sich an ein Juniorstudium wagen. Die Inhalte des vierwöchigen Begegnungsstudiums entsprechen meistens nicht dem Wissensstand der Schüler. Uns ist es jedoch wichtig, zu beobachten, wie die Schüler mit dieser Überforderungssituation umgehen. Für die Schüler, bei denen Ehrgeiz und Neugier geweckt werden und wir sicher sein können, dass sie auch die nötige Anstrengungsbereitschaft mitbringen, werden wir eine Empfehlung für ein Juniorstudium aussprechen“, so Uwe Röser, Koordinator für die Hochbegabtenklassen am Humboldt-Gymnasium.

Seit dem Wintersemester 2010/11 haben Schülerinnen und Schüler komplette Lehrveranstaltungen sowohl in geistes- als auch in naturwissenschaftlichen Studiengängen besuchen können. Einige von ihnen haben mittlerweile noch weitere Semester angehängt.

Vor dem eigentlichen Begegnungsstudium wird für die Schüler/-innen ein Einführungstag an der Universität organisiert. Hier führte ein Dozent die Studierenden auf Zeit an wissenschaftliche Arbeitsmethoden heran und die Zentrale Studienberatung gab einen kleinen Einblick in die Studienmöglichkeiten an der Universität. Außerdem durften die Schülerinnen und Schüler einen Blick in das Studentengefängnis „Karzer“ und die historische Aula werfen.