Universität in der Region

Universität in der Region

Symbolbild Universität in der Region
Symbolbild Universität in der Region
Symbolbild Universität in der Region
Symbolbild Universität in der Region

Die neue Vortragsreihe der Universität

Foto Bernhard Michalowsky
10. Oktober 2018 – 17:30 Uhr

Wer bin ich? Wo wohne ich? Ist der Herd aus? Gedächtnis, Orientierung und Denkvermögen verschlechtern sich bei Demenzkranken kontinuierlich. Allein in Deutschland sind 1,6 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Die Versorgung der Betroffenen stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, die sich nicht nur aufgrund der drastisch steigenden Erkrankungszahlen auf das Gesundheitssystem auswirken wird. Damit verbunden sind erhebliche Gesundheitsausgaben für die Kranken- und Pflegeversicherungen. Innovative Versorgungsansätze, die auf eine möglichst frühzeitige und umfassende Versorgung der Betroffenen zielen, sind daher von fundamentaler Bedeutung.

Im Vortrag werden die Forschungsansätze des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft am Standort Rostock/Greifswald vorgestellt. Forschungsziel ist es, diese innovativen Ansätze in die Routineversorgung zu integrieren und damit die Versorgung von Menschen mit Demenz nachhaltig zu verbessern. Das DZNE arbeitet eng mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald zusammen. Ein Forschungsschwerpunkt der Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health ist seit vielen Jahren die Demenzforschung.

Mit Demenz leben

Dr. Bernhard Michalowsky, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE)

Veranstaltungsort: Kulturforum „Historisches U“, Pasewalk (An der Kürassierkaserne 9)

Foto Susanne Abel
14. November 2018 – 17:00 Uhr

Im öffentlichen Bewusstsein spielen Moore kaum eine Rolle – zu Unrecht, denn sie sind extrem wichtig für den Menschen und die Umwelt! Sie leisten als Kohlenstoffspeicher einen immensen Beitrag zum Klimaschutz. Moore fördern zudem biologische Vielfalt, liefern Rohstoffe und bieten Erholung – aber nur, wenn sie nass sind.

Doch für Landwirtschaft oder Torfabbau werden Moore seit Jahrhunderten trockengelegt. Die Folgen: Die Moorböden zersetzen sich, sacken ab, sind für eine Nutzung verloren und setzen gleichzeitig riesige Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen frei. Durch Wiedervernässung lassen sich Moore renaturieren, Emissionen vermeiden und sogar in einer neuen Form nutzen: Niedermoorpflanzen wie Schilf, Rohrkolben oder Seggen können Rohstoffe für Bau- oder Brennmaterialien liefern. Torfmoose von Hochmooren liefern Ersatz für Torf im Gartenbau. Paludikultur heißt diese nachhaltige Produktion auf nassen Flächen, eine Wortschöpfung aus palus (lat. der Sumpf) und cultura (lat. die Bewirtschaftung). Das Konzept wird seit Jahren an der Universität Greifswald, Partner im Greifswald Moor Centrum, erforscht. Die Expertise des daraus entstandenen Greifswald Moor ist mittlerweile international bekannt und mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

Moor, Klimaschutz und Paludikultur

Susanne Abel, Projektkoordinatorin MoorDialog (Universität Greifswald, Greifswald Moor Centrum)

Veranstaltungsort: Konferenzraum der Sparkasse Anklam (Pferdemarkt 1)

Die dritte Vorlesung findet am 12. Dezember 2018 um 17:00 Uhr im Museum Kaffeemühle in Wolgast statt. Informationen zum Referenten und Vortragstitel sowie zu weiteren Terminen finden Sie in Kürze auf dieser Webseite.

Universität in der Region

Wissen lockt. Seit 1456 an die Universität Greifswald – nun präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität ihre neuesten Forschungsergebnisse direkt vor Ort. Zum Wintersemester 2018/19 startet die neue Vortragsreihe „Universität in der Region“. In populärwissenschaftlichen Vorträgen und neuen Diskussionsformaten werden die breite Öffentlichkeit angesprochen und Diskurse zu gesellschaftlich relevanten Themen angestoßen. Damit befördert die Reihe nicht nur den Austausch zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft, sondern stärkt auch die enge Verbundenheit zwischen der Universität und der Bevölkerung in Vorpommern. Die Auftaktveranstaltung findet am 10. Oktober 2018 im Kulturforum „Historisches U“ in Pasewalk statt. Der Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann, die Rektorin der Universität Greifswald, Prof. Dr. Johanna E. Weber, und die Bürgermeisterin von Pasewalk, Sandra Nachtweih, werden die Reihe eröffnen. Der Eintritt ist frei.

„Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.
Mit freundlicher Unterstützung von: Stadt Pasewalk, Sparkasse Vorpommern, Museum Kaffeemühle Wolgast

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelle@uni-greifswald.de