Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu nachzuholenden Prüfungen

Die nachfolgenden Informationen sind allgemeiner Art und aus der Rahmenprüfungsordnung vom 31.01.2012 (RPO) entnommen und sind daher nur für Studiengänge anzuwenden, für die auch die Rahmenprüfungsordnung Anwendung findet. Sie entbinden weder die Studierenden noch die Prüfer*innen von den Mitwirkungspflichten, wie z. B. dem Lesen der einschlägigen Prüfungs- und Studienordnungen.

1. Welche Prüfungen dürfen stattfinden?

Gemäß § 2a RPO entscheidet das Rektorat abstrakt darüber, welche Prüfungen in Fällen höherer Gewalt stattfinden sollen. Nach Anhörung der Dekane und des Vorsitzenden des Senats gem. § 2a Absatz 4 Satz 1 der Rahmenprüfungsordnung  hat das Rektorat beschlossen, dass die aktuelle Corona-Pandemie als Fall höherer Gewalt i.S.v. § 2a Absatz 1 Satz 1 der Rahmenprüfungsordnung gilt. Die Feststellung gilt für das Sommersemester 2020 und das derzeit laufende Wintersemester 2020/21.

Mit Erlass vom 09.01.2021 hat das Bildungsministerium zudem verfügt, dass die Abnahme bzw. Durchführung von Prüfungen grundsätzlich in digitalen Formaten gemäß der geltenden Rahmenprüfungsordnung erfolgt. Sofern digitale oder alternative Prüfungsformate nicht umsetzbar sind, können unter strikter Beachtung der Hygienevorschriften des Robert-Koch-Instituts Prüfungen in Ausnahmefällen physisch abgenommen werden.

2. Dürfen auch Klausuren stattfinden, wenn der Mindestabstand zwischen 2 Personen eingehalten wird und ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung steht?

Update 09.01.2021: Prüfungen sollten weiterhin möglichst in digitalen Formaten durchgeführt werden. Unter strikter Beachtung der jeweils geltenden Regeln der Kontaktsperre können Prüfungen ausnahmsweise physisch abgenommen werden.

Bei den Präsenzprüfungen sind die Prüfungsteilnehmenden über den Datenschutz zu belehren (Informationsblatt) und müssen zudem Kontaktdaten schriftlich hinterlegen, damit im Falle einer Infektion schell und sicher Kontaktpersonen ermittelt werden können.

3. Unter welchen Umständen kann z.B. eine schriftliche in eine mündliche oder digitale Prüfung umgewandelt werden und wer entscheidet das?

Kann das Qualifikationsziel einer Prüfung auch mit einer anderen Art der Prüfung erreicht werden, so ist es derzeit ausnahmsweise möglich die Art der Prüfung zu ändern und von den Vorschriften der geltenden Fachprüfungsordnung abzuweichen. So könnte beispielsweise eine Klausur in eine mündliche Prüfung per Videokonferenz umgewandelt werden. Darüber entscheidet der jeweils zuständige Prüfungsausschuss des Studiengangs.

Über den administrativen Ablauf gibt die anliegende Handreichung Auskunft. Hinweise zur Durchführung digitaler Prüfungen finden Sie hier.

4. Wie erfahren die Studierenden davon?

Prüfungstermine werden - wie bisher auch - im Selbstbedienungsportal (Kategorie: angemeldete Prüfungen) veröffentlicht. Jeder Studierende ist verpflichtet, die Daten regelmäßig zu kontrollieren.

Entscheidet der Prüfungsausschuss eine Prüfung digital durchzuführen, so informiert der Prüfer darüber die betroffenen Studierenden und das Prüfungsamt.

5. Darf eine Prüfung jetzt auch elektronisch per Skype stattfinden?

Eine mündliche Prüfung darf jetzt ausnahmsweise auch per Videokonferenz stattfinden, soweit die Identität des Prüflings zweifelsfrei festgestellt ist. Die Software Skype soll jedoch nicht verwendet werden, da diesbezüglich erhebliche Bedenken im Hinblick auf den Datenschutz bestehen.

Das URZ bietet dazu universitätsinterne Software-Lösungen an.

6. Darf eine Prüfung, die als Video- oder als Telefonkonferenz stattfindet, aufgezeichnet werden?

Nein. Es ist nicht gestattet,  Bild- und/oder Tonaufzeichnungen oder sonstige Aufzeichnungen jeder Art von Prüfungen, Auswahl-, Vorstellungs- oder Berufungsgesprächen anzufertigen. Die Prüflinge sind zu Beginn solcher Gespräche, die als Video- oder Telefonkonferenz durchgeführt werden, aktenkundig darüber zu belehren, dass es nicht gestattet ist, Bild- und/oder Tonaufzeichnungen anzufertigen.  Heimlich und damit in rechtswidriger Weise gefertigte Aufzeichnungen von Gesprächen aller Art stellen zum einen strafbare Handlungen und zum anderen Verletzungen von Persönlichkeitsrechten dar.

8. Ist ein extra Moderator, der die technischen Dinge überwacht, erlaubt oder müssen die Prüfer/Beisitzer die technische Sicherstellung selbst leisten.

In der Regel ist der Beisitzer für den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung zuständig, daran ändert sich auch bei Durchführung einer elektronischen Prüfung nichts.

9. Können Prüfungen auch ohne Einhaltung der Ladungsfristen (falls nötig) im Einvernehmen aller Beteiligten anberaumt werden?

An sich sind Ladungsfristen zum Schutz der Studierenden unverzichtbar. Hat ein Studierender es jedoch sehr eilig und beantragt von sich aus den Verzicht auf eine Ladungsfrist, wäre das ausnahmsweise möglich, soweit die sonstigen Vorschriften zur Anzahl der Prüfer u.ä. eingehalten werden können und auch die Prüfer dem zustimmen.

10. Was passiert, wenn ein Studierender keine ausreichende technische Ausstattung hat, um an einer elektronischen Prüfung teilzunehmen?

Wird die Art der Prüfung geändert oder soll eine Prüfung elektronisch nachgeholt werden, steht den Studierenden kurzfristig ein außerordentliches Rücktrittsrecht zu. Dazu werden bitte alle Studierenden zwecks Rücktritt an das Prüfungsamt verwiesen.