Befragung zu den Präferenzen der Studierenden für das Sommersemester 2021 unter Corona

Die Landeskonferenz der Studierendenschaften plädiert für ein rein digitales Semester, mit Ausnahme der praktischen Studienanteile sollen Lehre und Prüfungen grundsätzlich online durchgeführt werden. Der Hochschulleitung der Universität Greifswald ist daran gelegen, die spezifischen Wünsche ihrer Studierenden zur Gestaltung des Sommersemesters 2021 zu erfahren. Daher führte die Stabsstelle Integrierte Qualitätssicherung eine entsprechende Umfrage unter den Studierenden der Universität Greifswald durch. An der Onlinebefragung vom 5. bis zum 16. März 2021 nahmen 2953 Studierende teil; die Rücklaufquote lag damit bei 33 Prozent.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Präferenzen der Studierenden sehr heterogen sind: 36,3 Prozent der Befragten wünschen sich ein rein digitales Sommersemester (mit Ausnahme von Praxisveranstaltungen), 32,5 Prozent ein vorwiegend digitales Sommersemester und 31,2 Prozent vorwiegend Präsenzlehre (eine positive Entwicklung der Infektionszahlen vorausgesetzt). Im Gegensatz zu Masterstudierenden und Studierenden in höheren Fachsemestern favorisieren die befragten Studierenden im 1./2. Fachsemester in grundständigen Studiengängen etwas stärker vorwiegend Präsenzlehre (35,6 Prozent) als rein digitale Lehre (31,5 Prozent). Die Mehrheit der befragten Studierenden an der Theologischen Fakultät (44,4 Prozent), der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät (44,9 Prozent) sowie der Philosophischen Fakultät (44,5 Prozent) spricht sich für rein digitale Lehre aus. An der Universitätsmedizin wünscht sich die Mehrheit (39,8 Prozent) vorwiegend digitale Lehre. An der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät präferiert eine knappe Mehrheit (36,7 Prozent) vorwiegend Präsenzlehre. Weitere Details können der Tabelle 1 entnommen werden.

Weiterhin wurden die Studierenden nach ihren Wünschen hinsichtlich mehrerer ggf. möglicher Optionen gefragt: 90,2 Prozent der Befragten wünschen sich, dass bei nicht zu vermeidender größerer Nähe (z. B. in Laborveranstaltungen) Schnelltests eingesetzt werden, wobei 47,4 Prozent – sofern rechtlich möglich – verpflichtende Schnelltests bevorzugen. 80,4 Prozent der befragten Studierenden wünschen sich Videoübertragungen von Präsenzlehrveranstaltungen und 63,4 Prozent die Öffnung der Lesesäle in den Bibliotheken. An der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät können sich nur 34,5 Prozent der Befragten bei geeignetem Wetter Open-Air-Lehrveranstaltungen vorstellen, an den anderen Fakultäten ist es etwa die Hälfte (47,4 bis 56,1 Prozent). 40,6 Prozent der befragten Studierenden der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, 33,6 Prozent der Philosophischen Fakultät und 29,6 Prozent der Theologischen Fakultät wünschen sich eintägige Exkursionen und jeweils etwa ein Viertel mehrtägige Exkursionen. Für die Befragten der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät sowie der Universitätsmedizin spielen Exkursionen eine untergeordnete Rolle.


Tabelle 1: Präferenz der Studierenden für den Lehrbetrieb im Sommersemester nach Fakultäten (Anteil der befragten Studierenden in Prozent)
Lehrbetrieb im Sommersemester THF RSF UMG PHF MNF
rein digitale Lehre 44,4 44,9 28,6 44,5 28,5
vorwiegend digitale Lehre 25,9 27,7 39,8 29,4 34,8
vorwiegend Präsenzlehre 29,6 27,4 31,7 26,1 36,7

 

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