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Fakten der Woche 2020/01

Lastenräder können zur Verkehrswende beitragen

Lastenräder – Foto: @Magnus_Schult
Lastenräder – Foto: @Magnus_Schult

Mit Lastenrädern lassen sich fünf Tonnen CO2 pro Jahr, im Vergleich zu einem herkömmlichen Pkw, einsparen und somit viele Dinge umweltgerecht transportieren. Mit dem zunehmenden Angebot an verschiedenen Modellen, steigt auch die Nutzung in der Bevölkerung. Mit einem Anteil von vier Prozent bei den E-Bike-Verkäufen in Deutschland 2019 wird eine Stückzahl von rund 54.400 erreicht. Hinzu kommen 21.550 verkaufte Lastenräder ohne Motor. 
Lastenräder sind somit auch rollende Botschafter für eine menschengerechte Mobilität. Insbesondere in Kleinstädten mit vielen kurzen Wegen können sie zur Verkehrswende beitragen. Denn 80 Prozent aller Wege sind in Städten oftmals unter fünf Kilometern und Lastenräder könnten hier eine echte Alternative zum Auto darstellen. 
Der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie an der Universität Greifswald testet im EU-Interreg South Baltic Projekt „CoBiUM-Cargo Bikes in Urban Mobility“ Einsatzmöglichkeiten von Lastenrädern in verschiedenen städtischen Bereichen. Im Rahmen des Projektes sind außerdem für alle Greifswalder Lastenräder frei zugänglich.
Mehr über das Projekt: www.lara-greifswald.de


Trockene Moore sind Brandbeschleuniger in borealer Zone

Torfmoose können ihren Wasserverlust nicht regulieren. – Foto: @Martin_Wilmking
Torfmoose können ihren Wasserverlust nicht regulieren. – Foto: @Martin_Wilmking

Intakte Moore haben eine natürliche Schutzfunktion für das Ökosystem der borealen Zone und das globale Klima. Sie speichern große Mengen an Kohlenstoff und Wasser und dienen als natürliche Brandschneisen zwischen Waldgebieten. Durch die Erderwärmung ist diese Schutzfunktion jedoch gefährdet. Wenn die Temperaturen steigen, erwärmt sich auch die Luft und nimmt mehr Wasser auf. Im Gegensatz zu Nadelbäumen geben Moorpflanzen auch bei höheren Temperaturen weiterhin Wasser an die Luft ab und trocknen so das Moor langfristig aus. Trockene Moore geben in der Folge mehr Kohlenstoff an die Atmosphäre ab, was wieder die Erderwärmung beschleunigt. Damit wächst auch die Waldbrandgefahr, denn ausgetrocknete Moore bedeuten größere und intensivere Waldbrände.
Die Ergebnisse der Studie sind in der Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht. Diese hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der kanadischen McMaster Universität und Beteiligung der Arbeitsgruppe Landschaftsökologie und Naturschutz der Universität Greifswald zusammengetragen.
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