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         xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
         xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>RSS-Feed Universität Greifswald</title><link>https://www.uni-greifswald.de/</link><description></description><language>de</language><copyright>Universität Greifswald</copyright><pubDate>Tue, 09 Jun 2026 07:57:03 +0200</pubDate><lastBuildDate>Tue, 09 Jun 2026 07:57:03 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-278150</guid><pubDate>Mon, 08 Jun 2026 10:00:41 +0200</pubDate><title>„Sinnesmeer“: Neue multimediale Plattform macht den Ostseeraum sinnlich erfahrbar</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sinnesmeer-neue-multimediale-plattform-macht-den-ostseeraum-sinnlich-erfahrbar-278150/</link><description>Das Rauschen der Ostsee, der Geruch eines Hafens oder das Kreischen der Möwen an der Küste prägen maritime Landschaften. Doch wie fühlt sich das Leben am Meer an und welche Erinnerungen, Bilder und Emotionen verbinden Menschen damit? Mit der neuen digitalen Plattform „Sinnesmeer“, die im Rahmen der Ostseetage am 10. Juni 2026 online gehen wird, präsentiert die Universität Greifswald ein innovatives Projekt zur maritimen Erinnerungskultur im Ostseeraum. Die Plattform bündelt wissenschaftliche, künstlerische und essayistische Beiträge aus verschiedenen Ländern und macht Ostsee-Landschaften multimedial erfahrbar. Zugleich lädt sie Bürger*innen dazu ein, eigene Eindrücke und Beiträge einzubringen. Ziel ist es, kulturelles Erbe sichtbar zu machen und neue Zugänge zu Fragen von Identität, Umwelt und Erinnerung zu eröffnen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Das Rauschen der Ostsee, der Geruch eines Hafens oder das Kreischen der Möwen an der Küste prägen maritime Landschaften. Doch wie fühlt sich das Leben am Meer an und welche Erinnerungen, Bilder und Emotionen verbinden Menschen damit? Mit der neuen digitalen Plattform „Sinnesmeer“, die im Rahmen der Ostseetage am 10. Juni 2026 online gehen wird, präsentiert die Universität Greifswald ein innovatives Projekt zur maritimen Erinnerungskultur im Ostseeraum. Die Plattform bündelt wissenschaftliche, künstlerische und essayistische Beiträge aus verschiedenen Ländern und macht Ostsee-Landschaften multimedial erfahrbar. Zugleich lädt sie Bürger*innen dazu ein, eigene Eindrücke und Beiträge einzubringen. Ziel ist es, kulturelles Erbe sichtbar zu machen und neue Zugänge zu Fragen von Identität, Umwelt und Erinnerung zu eröffnen.</p><p>„Sinnesmeer. Den Ostseeraum erfahrbar machen“ ist ein Projekt des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) an der Universität Greifswald unter der Leitung von Dr. Ronny Grundig und Prof. Dr. Clemens Räthel. Die neue digitale Plattform orientiert sich an den menschlichen Sinnen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen strukturieren den Zugang zu den Inhalten. Nutzer*innen können audiovisuelle Beiträge, Fotografien, historische Karten, Essays, Interviews und vieles mehr über eine interaktive Karte des Ostseeraums erkunden.&nbsp;</p><p>„Die Ostsee verbindet Menschen seit Jahrhunderten – wirtschaftlich, kulturell und emotional. Mit dem Projekt ,Sinnesmeer‘ schaffen wir einen Raum, in dem diese Erfahrungen digital zugänglich und international teilbar werden“, sagt der Historiker und IFZO-Projektleiter Dr. Ronny Grundig.</p><p><strong>Digitale Erinnerungsräume für den Ostseeraum</strong><br>Ein besonderes Merkmal des Projekts ist seine Mehrsprachigkeit. Alle Beiträge erscheinen auf Englisch sowie in der jeweiligen Landessprache der Autor*innen. Damit verbindet „Sinnesmeer“ internationale Wissenschaftskommunikation mit regionalen Perspektiven und kultureller Vielfalt. „In Zeiten gesellschaftlicher und ökologischer Umbrüche brauchen wir neue Formen des Erinnerns und Erzählens. Die Plattform zeigt, wie digitale Technologien kulturelle Teilhabe fördern können“, erklärt die Skandinavistin und IFZO-Expertin Dr.&nbsp;Franziska Sajdak.</p><p>Das vom Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern geförderte Projekt wird im Rahmen der Ostseetage am 10. Juni erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. An diesem Tag geht die Plattform online. Besucher*innen des Ostseetages haben die Möglichkeit ihre Erinnerungen an die Ostsee aktiv einzubringen.</p><p>Langfristig soll „Sinnesmeer“ zu einem digitalen und kulturellen Gedächtnis des Ostseeraums wachsen. Studierende, Forschende sowie Bürger*innen können eigene Beiträge einbringen und die Plattform kontinuierlich&nbsp;erweitern. So bleibt das Projekt lebendig und offen für neue Perspektiven. „Erinnerungen an das Meer erzählen immer auch etwas darüber, wie wir als Gesellschaft mit Natur, Wandel und Herkunft umgehen“, sagt der Politikwissenschaftler und IFZO-Plattformmanager Dr. Martin Kerntopf.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://sinnesmeer.ifzo.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Zum Projekt „Sinnesmeer“</a><br><a href="https://ifzo.uni-greifswald.de/forschung/ueber-die-forschung-am-ifzo/kultur-und-erbe/" target="_blank" class="external-link">Link zum Arbeitsbereich „Kultur und Erbe“ am IZFO</a><br>Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) erforscht die Geschichte, Gegenwart und zukünftigen Herausforderungen des nordöstlichen Europas. Im Zentrum der Arbeit steht der Ostseeraum als geographische und politische Einheit, die durch eine Vielfalt an Kulturen, ein einzigartiges Ökosystem und eine hohe geopolitische Bedeutung geprägt ist.<br><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Prof. Dr. Clemens Räthel<br>Sprecher des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3610<br><a href="mailto:clemens.raethel@uni-greifswald.de" class="mail-link">clemens.raethel@uni-greifswald.de</a></p><p>Dr. Ronny Grundig<br>Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum<br>Bahnhofstraße 51, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:ronny.grundig@uni-greifswald.de" class="mail-link">ronny.grundig@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/06-2026-Medienfotos/Projekt_Sinnesmeer_Collage_Website.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-278006</guid><pubDate>Fri, 05 Jun 2026 07:53:15 +0200</pubDate><title>249 Promotionen und 9 Habilitationen: Universität Greifswald verleiht akademische Grade</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/249-promotionen-und-9-habilitationen-universitaet-greifswald-verleiht-akademische-grade-278006/</link><description>Ob neue Erkenntnisse in der Medizin, den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften oder der Theologie: Hinter jeder Promotion und Habilitation stehen Jahre intensiver Forschungsarbeit. Mit einem Festakt in der Aula würdigte die Universität Greifswald am 5. Juni 2026 die Leistungen ihrer Absolvent*innen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden 249 Promotionen und 9 Habilitationen erfolgreich abgeschlossen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Ob neue Erkenntnisse in der Medizin, den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften oder der Theologie: Hinter jeder Promotion und Habilitation stehen Jahre intensiver Forschungsarbeit. Mit einem Festakt in der Aula würdigte die Universität Greifswald am 5. Juni 2026 die Leistungen ihrer Absolvent*innen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden 249 Promotionen und 9 Habilitationen erfolgreich abgeschlossen.</p><p>„Mit ihren Forschungsleistungen tragen unsere Promovierten und Habilitierten dazu bei, Wissen zu erweitern und Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Zu diesem wichtigen akademischen Meilenstein gratuliere ich ihnen im Namen der Universität Greifswald sehr herzlich“, sagte Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel.</p><p>Die Promotionen verteilten sich auf alle fünf Fakultäten der Universität. An der Medizinischen Fakultät wurden 126 Promotionen abgeschlossen, an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät 93, an der Philosophischen Fakultät 15, an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät 14 sowie eine Promotion an der Theologischen Fakultät. Von den 249 Promotionen entfielen rund 54 Prozent auf Frauen</p><p>Besonders bemerkenswert ist die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten: Universitätsweit wurden 42&nbsp;Dissertationen mit der Bestnote&nbsp;<em>summa cum laude</em>&nbsp;ausgezeichnet.</p><p><strong>Wissenschaftsfreiheit und Verantwortung</strong></p><p>Als Festredner sprach PD Dr. Martin Fritz, wissenschaftlicher Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin. Der Theologe und Religionswissenschaftler befasste sich in seinem Vortrag mit aktuellen Fragen von Religion, Weltanschauung und gesellschaftlichem Wandel und beleuchtete deren Bedeutung für demokratische Gesellschaften.</p><p>„Wissenschaftsfreiheit ist weit mehr als ein verfassungsrechtlicher Begriff. Sie ist eine demokratische Grundbedingung“, sagte Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel in ihrer Ansprache. Wissenschaftliche Erkenntnisse gerieten weltweit zunehmend unter Druck und würden immer häufiger öffentlich infrage gestellt. Umso wichtiger sei es, die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre zu schützen und zugleich die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft ernst zu nehmen. „Wissenschaftsfreiheit ist die Freiheit zur Verantwortung“, betonte sie.</p><p><strong>Promotionspreise für herausragende Dissertationen</strong></p><p>Der Verein der Freunde und Förderer der Universität Greifswald verlieh während des Festaktes vier Promotionspreise für herausragende Dissertationen. Die mit 300 Euro dotierten Auszeichnungen gingen an die folgenden Preisträger*innen:</p><ul><li>Dr. Alexander Heimann (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät) für seine Dissertation „Die Beurteilung von Faktenchecks nach dem Äußerungsrecht“</li><li>Dr. Stefanie Tania Schuller (Universitätsmedizin Greifswald) für ihre Dissertation „Die FOXM1-abhängige Regulation der Helikase HELLS im hepatozellulären Karzinom“</li><li>Dr. Max Rößler (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) für seine Dissertation „Opportunity Spaces and Development Traps of Green Transitions in Peripheral Regions: Narratives, Place Leadership, and System-Level Agency“</li><li>Dr. Victoria Oertel (Philosophische Fakultät) für ihre Dissertation „Nicht mehr normal? Die Narrativität philosophischer Krankheitstheorien am Beispiel von zwei Explikationen von ‘Krankheit‘ vor und nach dem Beitritt der DDR zur BRD“<br>&nbsp;</li></ul><p><strong>Kontakt an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/2/csm_Akademische-Grade-2026-20260605-DSC06472-MB-350dpi_sRGB_338c2e2d17.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277958</guid><pubDate>Thu, 04 Jun 2026 14:21:25 +0200</pubDate><title>Grünes Licht für ESA-Satellitenmission SOVA-S: Universität Greifswald an europäischem Raumfahrtprojekt beteiligt</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gruenes-licht-fuer-esa-satellitenmission-sova-s-universitaet-greifswald-an-europaeischem-raumfahrtprojekt-beteiligt-277958/</link><description>Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat den Weg für die Satellitenmission SOVA-S (Satellite Observation of Waves in the Atmosphere – Scout) frei gegeben. Das Earth Observation Programme Board der ESA beschloss am 20. Mai 2026 die Umsetzung der Mission, die ab 2030 die Dynamik der oberen Atmosphäre erforschen wird. An dem internationalen Projekt ist Prof. Dr. Christian von Savigny von der Universität Greifswald maßgeblich beteiligt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat den Weg für die Satellitenmission SOVA-S (Satellite Observation of Waves in the Atmosphere – Scout) frei gegeben. Das Earth Observation Programme Board der ESA beschloss am 20. Mai 2026 die Umsetzung der Mission, die ab 2030 die Dynamik der oberen Atmosphäre erforschen wird. An dem internationalen Projekt ist Prof. Dr. Christian von Savigny von der Universität Greifswald maßgeblich beteiligt.</p><p>SOVA-S setzte sich im Auswahlverfahren gegen mehrere konkurrierende Vorschläge durch und wird als vierte Mission im ESA-Scout-Programm realisiert. Die Mission steht unter der Leitung des tschechischen Raumfahrtunternehmens OHB Czechspace. Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie der Universitäten Augsburg und Greifswald tragen entscheidend zum Erfolg des Projekts bei.</p><p>Im Mittelpunkt der Mission stehen sogenannte atmosphärische Schwerewellen. Diese Wellen entstehen unter anderem durch Gewitter, Gebirge oder Windscherungen und beeinflussen die Zirkulation der Atmosphäre bis in Höhen von mehr als 100 Kilometern. Mit einem Messverfahren wird SOVA-S zweidimensionale Aufnahmen von Hydroxyl-Emissionen (OH) erfassen und daraus globale Temperaturfelder in der oberen Mesosphäre ableiten. Die gewonnenen Daten sollen helfen, grundlegende Prozesse der Atmosphäre besser zu verstehen. Schwerewellen sind ein wesentlicher Grund dafür, dass die Temperaturen über dem Sommerpol in rund 80 bis 90 Kilometern Höhe deutlich niedriger sind als über dem Winterpol – obwohl dort dauerhaft die Sonne scheint.</p><p>Eine Schlüsselrolle bei der wissenschaftlichen Vorbereitung spielte Prof. Dr. Christian von Savigny vom Institut für Physik der Universität Greifswald. Er leitete das wissenschaftliche Expertengremium, das den Missionsantrag während des Auswahlverfahrens begleitete. „Wir freuen uns riesig über die Auswahl der Mission SOVA-S, die ab 2030 für mindestens zwei und hoffentlich fünf Jahre eine kontinuierliche und globale Beobachtung von Schwerewellen in der oberen Mesosphäre ermöglichen wird“, sagt Prof. Dr. Christian von Savigny. Die wissenschaftliche Gesamtverantwortung für die Mission liegt bei Prof. Dr. Michael Bittner und PD Dr. Sabine Wüst von der Universität Augsburg.</p><p>Mit einem Gesamtbudget von maximal 35 Millionen Euro und einer Entwicklungszeit von nur drei Jahren zählen ESA-Scout-Missionen zu den besonders innovativen und effizient umgesetzten Raumfahrtprojekten Europas. SOVA-S wird einen wichtigen Beitrag zur Atmosphärenforschung leisten und zugleich die Sichtbarkeit deutscher Forschung in der europäischen Raumfahrt stärken.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2026/05/SOVA-S_to_scout_for_gravity_waves" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">SOVA-S Internetauftritt der ESA</a><br><a href="https://www.ohb-czech.cz/our-projects/sova-s" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">SOVA-S Internetauftritt von OHB Czechspace</a><br><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Christian von Savigny&nbsp;<br>Institut für Physik<br>Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4720<br><a href="mailto:christian.vonsavigny@uni-greifswald.de" class="mail-link">christian.vonsavigny@uni-greifswald.de</a></p><p><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Airglow#/media/File:Airglow_in_France_(01-21-2023).jpg" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Link zum Foto</a></p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/a/csm_Airglow-in-France-20230121-cc-by-sa-P_HoralekESO-300pdi-srgb-3000xnn_5c3d1b4a83.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277616</guid><pubDate>Tue, 02 Jun 2026 09:11:14 +0200</pubDate><title>Resilienz: Bemerkenswerte Widerstandskraft von Kriegskindern des Zweiten Weltkriegs</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/resilienz-bemerkenswerte-widerstandskraft-von-kriegskindern-des-zweiten-weltkriegs-277616/</link><description>Menschen, die in ihrer Kindheit stark von den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs in Deutschland betroffen waren, unterscheiden sich im höheren Erwachsenenalter weder in ihrer psychischen noch in ihrer körperlichen Gesundheit von Gleichaltrigen, die weniger stark betroffen waren. Das zeigt eine neue Studie der Universität Greifswald, die im Journal of Personality and Social Psychology erschienen ist. Auch bei den erwachsenen Kindern der Kriegsgeneration fanden die Forschenden keine Anzeichen einer Weitergabe negativer Auswirkungen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Menschen, die in ihrer Kindheit stark von den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs in Deutschland betroffen waren, unterscheiden sich im höheren Erwachsenenalter weder in ihrer psychischen noch in ihrer körperlichen Gesundheit von Gleichaltrigen, die weniger stark betroffen waren. Das zeigt eine neue Studie der Universität Greifswald, die im Journal of Personality and Social Psychology erschienen ist. Auch bei den erwachsenen Kindern der Kriegsgeneration fanden die Forschenden keine Anzeichen einer Weitergabe negativer Auswirkungen.</p><p>„Unsere Ergebnisse sprechen für eine überraschend hohe Resilienz der damaligen Kinder“, sagt Studienleiterin Dr. Theresa Entringer vom Institut für Psychologie der Universität Greifswald. „Sie geben Hoffnung, dass frühe, extrem belastende Erfahrungen nicht zwangsläufig zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen müssen.“&nbsp;</p><p><strong>Innovativer Forschungsansatz: Historische Bombadierungsdaten verknüpft mit Langzeitstudie&nbsp;</strong><br>Das Team verzichtete auf rückblickende Befragungen, die für Erinnerungsverzerrungen anfällig sind. Stattdessen verknüpfte es historische Zerstörungsdaten von rund 1700 Gemeinden mit dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP), einer der größten Langzeitstudien weltweit. Wie stark die Orte, in denen die damaligen Kinder lebten, bombardiert und zerstört wurden, diente als objektives Maß dafür, wie stark sie in ihrer frühen Kindheit Kriegserfahrungen ausgesetzt waren.</p><p>Rund 2000 Kriegskinder, die zur Zeit der Bombardierungen 0 bis 15 Jahre alt waren, wurden im Jahre 2012, also 67 Jahre nach Kriegsende, zu Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden und Gesundheit befragt. Dazu kamen Daten von 1800 Kindern der Kriegskinder, die zur Zeit der Befragung etwa 52 Jahre waren.</p><p><strong>Hohe Resilienz statt dauerhafter Schäden</strong>&nbsp;<br>Das zentrale Ergebnis: Zwischen dem Ausmaß der Bombardierungen in der Kindheit und der psychischen oder körperlichen Verfassung im hohen Alter zeigte sich kein negativer Zusammenhang. In einer Teilstichprobe berichteten stärker vom Krieg betroffene Personen sogar eine leicht bessere psychische Gesundheit. Auffällig war zudem, dass Menschen aus stärker zerstörten Regionen später im Leben tendenziell besser ausgebildet waren und ein höheres Einkommen erzielten. Auch in der nachfolgenden Generation – den Kindern der Kriegskohorten – fanden sich keine Hinweise auf negative Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit, selbst wenn beide Elternteile während des Krieges dem Risiko von Bombardierungen ausgesetzt waren.&nbsp;</p><p>Die Forschenden führen die Ergebnisse unter anderem auf die Resilienz der damaligen Kriegskinder zurück – also die Fähigkeit, nach extremen Belastungen innere Stärke und Stabilität wiederzufinden. Über den Zeitraum von mehr als 60 Jahren könnten zudem spätere Lebenserfahrungen die Auswirkungen früh erlebter Traumata abgeschwächt haben – im Sinne der lebenslangen Plastizität menschlicher Entwicklung.&nbsp;</p><p>„Denkbar ist auch, dass Personen aus stärker bombardierten Gemeinden in Umgebungen aufgewachsen sind, die durch eine ,Überlebenskultur‘ geprägt waren“, ergänzt Dr. Entringer. „In diesen Gebieten könnten ein engerer sozialer Zusammenhalt und zusätzliche finanzielle Mittel für Wiederaufbau und Bildung, langfristig förderliche Bedingungen geschaffen haben. Dies verdeutlicht die Bedeutung von Resilienzförderung – durch soziale Netzwerke, Bildung und andere finanzielle Investitionen, die stabile Lebensbedingungen fördern.“&nbsp;</p><p><strong>Relevanz für aktuelle Konflikte</strong><br>Fast jedes fünfte Kind auf der Welt wächst in Krisen- und Konfliktgebieten auf. Angesichts dieser erschreckenden Zahl ist es von Bedeutung, die langfristigen Folgen für die Gesundheit und das Wohlbefinden besser zu verstehen. Die Studie relativiert keinesfalls die akuten Traumata des Krieges. Sie stellt jedoch die Annahme infrage, dass schwere frühe Kriegserfahrungen zwangsläufig zu lebenslangen Schäden führen müssen, die an nachfolgende Generationen weitergegeben werden.&nbsp;„Entscheidend sind Nachkriegsbedingungen wie Unterstützung, Bildung und Sicherheit“, so Entringer.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em>&nbsp;Entringer, T. M., Halbmeier, C., Buchinger, L., &amp; Reitz, A. K. (2026).&nbsp;Within-nation variation in war exposure and psychological and physical adjustment. Journal of Personality and Social Psychology.&nbsp;<a href="https://dx.doi.org/10.1037/pspp0000601" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Advance online publication.</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Theresa M. Entringer<br>Personality Psychology &amp; Psychological Assessment<br>Franz-Mehring-Straße 47, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3772<br><a href="mailto:theresa.entringer@uni-greifswald.de" class="mail-link">theresa.entringer@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/06-2026-Medienfotos/Kriegskind-Zweiter_Weltkrieg-Symbolfoto-Unsplash.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277483</guid><pubDate>Mon, 01 Jun 2026 09:32:44 +0200</pubDate><title>Universität Greifswald erweitert Studienangebot: Bewerbungsphase für das Wintersemester 2026/27 gestartet</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-erweitert-studienangebot-bewerbungsphase-fuer-das-wintersemester-2026-27-gestartet-277483/</link><description>Die Universität Greifswald hat die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2026/27 eröffnet. Neu im Studienangebot sind das Sekundarstufenlehramt, ein Quereinstiegs-Masterstudiengang Mathematik sowie das Fach Inklusionspädagogik im Grundschullehramt. 88 der mehr als 100 Studiengänge sind zulassungsfrei. Bewerbungen sind ab sofort für zulassungsfreie und zulassungsbeschränkte Studienfächer möglich.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Universität Greifswald hat die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2026/27 eröffnet. Neu im Studienangebot sind das Sekundarstufenlehramt, ein Quereinstiegs-Masterstudiengang Mathematik sowie das Fach Inklusionspädagogik im Grundschullehramt. 88 der mehr als 100 Studiengänge sind zulassungsfrei. Bewerbungen sind ab sofort für zulassungsfreie und zulassungsbeschränkte Studienfächer möglich.</p><p>Die Bewerbungsfrist für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge endet am 15. Juli, für alle anderen Fächer läuft die Einschreibung bis zum 16. Oktober 2026.&nbsp;Bewerbung und Einschreibung erfolgen über das&nbsp;<a href="https://campus.uni-greifswald.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Campusportal GrypsOn</a>.&nbsp;In den Fächern Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie besteht eine bundesweite Zulassungsbeschränkung. Hier ist die Bewerbung über die&nbsp;<a href="https://dosv.hochschulstart.de/bewerber/1984?BnC_IsuXahhh_HO6ElE9xAovzYsLgh5kRM-WZesF2wijuz0pqpujKLMV1xzLbHke2cRtleGqnZb81-eO5udQIsN44r4c0t2OPMFHGoKpAukNXPYMfAw.=0" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Stiftung für Hochschulzulassung</a> notwendig.</p><p><strong>Neue Impulse für die Lehrkräftebildung</strong><br>Die Universität Greifswald richtet ihre Lehramtsausbildung mit der Lehrkräftebildungsreform des Landes Mecklenburg-Vorpommern neu aus: Mit dem Sekundarstufenlehramt werden künftig die Studiengänge für Gymnasien, Regionale Schulen und Gesamtschulen in einem Staatsexamensstudiengang gebündelt. Studierende können aus 14 Hauptfächern wählen; ab dem Wintersemester 2026/27 erweitern Biologie, Informatik und Sozialkunde das Angebot.</p><p>Zusätzlich startet ein Quereinstiegs-Masterstudiengang Mathematik für Absolvent*innen mathematischer Studiengänge, die in den Lehrerberuf wechseln möchten. Der Studiengang schließt mit dem „Master of Education“ (M. Ed.) ab und eröffnet den Zugang zum Referendariat.</p><p>Auch das Grundschullehramt wird ausgebaut: Das neue Fach Inklusionspädagogik vermittelt fundierte theoretische Kenntnisse und praxisnahe Kompetenzen für inklusives Lehren und Lernen. Ziel ist es, angehende Lehrkräfte gezielt auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen vorzubereiten.</p><p>Alle Lehramtsstudiengänge verbinden wissenschaftliche Ausbildung mit frühen Praxiserfahrungen ab dem ersten Semester. Moderne Lehrkonzepte für die digitalisierte Lebenswelt und eine intensive Betreuung in kleinen Gruppen prägen das Studium.</p><p><strong>Tag des Lehramts am 2. Juli</strong><br>Aufgrund der Lehramtsreform lädt die Universität Greifswald am 2. Juli 2026 von 09:30 bis 16:00 Uhr zum&nbsp;<a href="https://gulb.uni-greifswald.de/gulb/aktuelles-1-1-1/tag-des-lehramtes/" target="_blank" class="external-link">Tag des Lehramts</a> ein. Workshops, Vorlesungen und Gespräche mit Studierenden, Referendar*innen sowie Lehrkräften bieten praxisnahe Einblicke in Studium und Berufsalltag. Anmeldungen sind bis zum 25. Juni 2026 möglich.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="http://www.uni-greifswald.de/studienfaecher" target="_blank" class="external-link">Informationen zu allen Studiengängen</a><br><a href="http://www.uni-greifswald.de/studium/fristen/" target="_blank" class="external-link">Termine und Fristen</a><br><a href="http://www.wissen-lockt.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Hochschulinfotage am 12. und 13. Juni</a><br>Die Studienorientierung berät bei der Wahl des passenden Studienfachs und beantwortet alle Fragen zu Zugangsvoraussetzungen, Einschreibung und Bewerbungsverfahren persönlich vor Ort, telefonisch (03834 420 1294), per E-Mail (<a href="mailto:studium@uni-greifswald.de" class="mail-link">studium@uni-greifswald.de</a>) oder im Chat (WhatsApp und Signal unter 0151 67012813): <a href="https://www.uni-greifswald.de/studienorientierung" target="_blank" class="external-link">www.uni-greifswald.de/studienorientierung</a></p><p><strong>Für Medienvertreter*innen:</strong> Wir stellen Ihnen in unserer&nbsp;<a href="https://ugreif.de/p648j" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Bilddatenbank</a> ein Foto für die Berichterstattung, das im direkten Zusammenhang mit der Medieninformation steht, bereit. Bei der Verwendung ist das Copyright zu beachten.&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/7/a/csm_Symbolfotos_Marketing-20220831-DSC07507-GH-350dpi_sRGB_4c4bc3746e.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277462</guid><pubDate>Mon, 01 Jun 2026 07:58:30 +0200</pubDate><title>Greifswalder Bachwoche feiert 80. Jubiläum</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-bachwoche-feiert-80-jubilaeum-277462/</link><description>Die Greifswalder Bachwoche begeht vom 1. bis 7. Juni 2026 ihr 80-jähriges Bestehen. Zum Auftakt steht am Montagabend ein Festkonzert im Greifswalder Dom auf dem Programm, unter anderem mit Johann Sebastian Bachs Magnificat.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Greifswalder Bachwoche begeht vom 1. bis 7. Juni 2026 ihr 80-jähriges Bestehen. Zum Auftakt steht am Montagabend ein Festkonzert im Greifswalder Dom auf dem Programm, unter anderem mit Johann Sebastian Bachs Magnificat.</p><p>Höhepunkte zum Abschluss der Jubiläumswoche sind die Aufführung der h-Moll-Messe am 6. Juni sowie der Festgottesdienst mit dem Greifswalder Domchor am 7. Juni. Insgesamt umfasst das Festival rund 40 Veranstaltungen – vom Kinderchor bis zur NDR Bigband. Am Freitag, 5. Juni, lädt ein Wissenschaftliches Symposium im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg zum diesjährigen Motto „Bach ad infinitum“ ein.</p><p>Begleitend zur Bachwoche ist in der Turmhalle des Doms die Ausstellung <strong>„Bachwoche in Bildern“</strong> mit Fotografien von Geert Maciejewski zu sehen. Die Ausstellung läuft während der Bachwoche und anschließend bis Ende Juli.</p><p>Für die meisten Veranstaltungen sind noch Restkarten online sowie an den Abendkassen erhältlich. Das vollständige Programm und Informationen zum Ticketverkauf stehen auf der Website der Greifswalder Bachwoche bereit.</p><p><strong>Kontakt</strong><br>Geschäftsstelle der Greifswalder Bachwoche<br>Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3521<br><a href="mailto:presse@greifswalder-bachwoche.de" class="mail-link">presse@greifswalder-bachwoche.de</a>&nbsp;<br><a href="https://www.greifswalder-bachwoche.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.greifswalder-bachwoche.de</a></p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>--- ext. Suche ausschließen ---</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.3._Veranstaltungskalender/1.1.3.2_Veranstaltungsuebersicht/veranstaltungen-2026/Titelbild_Bachwoche_2026.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277216</guid><pubDate>Thu, 28 May 2026 08:17:04 +0200</pubDate><title>Neues Digitalprojekt erleichtert die Suche nach Orgelmusik</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neues-digitalprojekt-erleichtert-die-suche-nach-orgelmusik-277216/</link><description>Kirchenmusiker der Universität Greifswald arbeiten an einem digitalen Verzeichnis für Orgelmusik. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt DOMuCat (Digital Organ Music Catalog) soll Organist*innen künftig dabei unterstützen, passende Werke für Gottesdienste und Konzerte zu finden.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Kirchenmusiker der Universität Greifswald arbeiten an einem digitalen Verzeichnis für Orgelmusik. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt DOMuCat (Digital Organ Music Catalog) soll Organist*innen künftig dabei unterstützen, passende Werke für Gottesdienste und Konzerte zu finden.</p><p>Orgelmusik stellt Musiker*innen oft vor besondere Herausforderungen. Viele Werke sind für bestimmte Orgeltypen geschrieben und lassen sich nicht auf jedem Instrument spielen. Zudem orientiert sich die Auswahl häufig an kirchlichen Festen oder Liedern. Das neue Verzeichnis soll deshalb nicht nur Komponisten und Werke erfassen, sondern auch Informationen zu Inhalt, Anlass und technischen Anforderungen bereitstellen.</p><p>Die Datenbank bündelt Angaben aus verschiedenen bestehenden Verzeichnissen und ergänzt sie um zusätzliche Metadaten. Dadurch können Nutzer*innen gezielt nach Werken suchen, die sowohl zum Anlass als auch zur verfügbaren Orgel passen. Neben dem praktischen Nutzen für Organist*innen versprechen sich die Beteiligten neue Möglichkeiten für die Forschung: Durch die einheitliche Erfassung großer Datenmengen sollen Entwicklungen und Zusammenhänge in der Orgelmusik künftig leichter untersucht werden können.</p><p>Das Projekt wird in Greifswald von Prof. Dr. Matthias Schneider und Dr. Friedrich Kühn betreut. Die technische Entwicklung erfolgt am&nbsp;<a href="https://www.adwmainz.de/forschung/centre-for-digital-music-documentation.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Centre for Digital Music Documentation</a> der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz unter der Leitung von Dr. Kristina Richts-Matthaei und der Mitarbeit von Clara Seibold, M. A. Unterstützt wird DOMuCat von mehreren Hochschulen, Forschungseinrichtungen und kirchlichen Partnern. Das Projekt läuft seit Oktober 2025 am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz. Vorgestellt wird es erstmals am 6. Juni im Ostseeraum-Kolloquium, einem Netzwerk musikwissenschaftlicher Einrichtungen an der deutschen Ostseeküste.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Unterstützt wird das Projekt DOMuCat von zahlreichen Partnerinstitutionen: dem Forschungsprojekt „Hymnological Database“ der Universitäten Straßburg und Mainz, der Gesellschaft der Orgelfreunde, der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Musikhochschule Lübeck, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main sowie innerhalb der Universität Greifswald von der Universitätsbibliothek, dem Rechenzentrum und dem Institute of Data Science.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Friedrich Kühn<br>Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft<br>DFG-Projekt DOMuCat<br>Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3528<br><a href="mailto:friedrich.kuehn@uni-greifswald.de" class="mail-link">friedrich.kuehn@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/8/f/csm_IMG_0150_0fd0572459.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277186</guid><pubDate>Wed, 27 May 2026 14:50:48 +0200</pubDate><title>Hörsäle voller Neugier: Kinder- und JugendUNI 2026 begeistert rund 1500 Schüler*innen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/hoersaele-voller-neugier-kinder-und-jugenduni-2026-begeistert-rund-1500-schuelerinnen-277186/</link><description>Volle Hörsäle, neugierige Fragen und zahlreiche Mitmachangebote: Mit rund 700 Schüler*innen ist die Kinder- und JugendUNI der Universität Greifswald am Mittwoch, 27. Mai, erfolgreich gestartet. Noch bis Donnerstag, 28. Mai, entdecken insgesamt rund 1500 Kinder und Jugendliche aus Greifswald und Vorpommern die Universität als Ort zum Forschen, Ausprobieren und Entdecken.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Volle Hörsäle, neugierige Fragen und zahlreiche Mitmachangebote: Mit rund 700 Schüler*innen ist die Kinder- und JugendUNI der Universität Greifswald am Mittwoch, 27. Mai, erfolgreich gestartet. Noch bis Donnerstag, 28. Mai, entdecken insgesamt rund 1500 Kinder und Jugendliche aus Greifswald und Vorpommern die Universität als Ort zum Forschen, Ausprobieren und Entdecken.</p><p>Dozierende der Universität Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald geben spannende Einblicke in unterschiedlichste Themenfelder. Ob Erste Hilfe auf Deutsch und Polnisch, Ultraschalluntersuchungen in der Unimedizin, Ernährung aus Kindersicht oder Einblicke in die Zahnmedizin – die Veranstaltungen zeigen, wie vielseitig Wissenschaft sein kann. Viele Angebote setzen dabei bewusst auf Praxisnähe: Die Schüler*innen können selbst experimentieren, medizinische Geräte ausprobieren oder gemeinsam Fragen entwickeln.</p><p>Neben Vorlesungen gibt es zahlreiche Führungen. Im Botanischen Garten geht es auf Entdeckungstour durch die Welt der Pflanzen und Bestäuber, während im Pommerschen Landesmuseum historische Objekte erkundet werden.</p><p>Auch die Lehrkräfte äußerten sich positiv über das Angebot. „Besonders schön ist, dass die Kinder aktiv mit einbezogen werden und es viele praktische Mitmachangebote sowie eine große Themenvielfalt gibt“, sagt eine Lehrerin aus Greifswald.</p><p>Die Nachfrage ist erneut groß: Ein Großteil der Veranstaltungen war bereits kurz nach Freischaltung ausgebucht. „Wir freuen uns sehr, dass wir schon Kindern im Grundschulalter Wissenschaft, Forschung und Lehre näherbringen können“, sagt Anne Junia Ziemann von der Hochschulkommunikation der Universität Greifswald. „Dass dieser erste Kontakt zur Universität so intensiv von den regionalen Schulen genutzt wird, freut uns besonders.“</p><p>Auch am zweiten Veranstaltungstag stehen wieder zahlreiche Vorlesungen und Führungen auf dem Programm. Dann geht es unter anderem um DNA-Spuren in Kriminalfällen, Drachen in der Kunst des Mittelalters oder die Frage, welche Bedeutung Grundrechte eigentlich im Alltag haben. Für den zweiten Tag der Kinder- und JugendUNI werden noch einmal rund 800 Schüler*innen an der Universität Greifswald erwartet.<br><br><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/kiju" target="_blank" class="external-link">Kinder- und JugendUNI</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/1/b/csm_Kinder-und-JugendUNI-2026-20260527-DSC06268-MB-350dpi_sRGB_306a66b526.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277132</guid><pubDate>Wed, 27 May 2026 08:12:05 +0200</pubDate><title>Erster DI·DAY in Greifswald: Das Universitätsrechenzentrum bietet Unterstützung beim Umstieg in die digitale Souveränität</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/erster-diday-in-greifswald-das-universitaetsrechenzentrum-bietet-unterstuetzung-beim-umstieg-in-die-digitale-souveraenitaet-277132/</link><description>Am Sonntag, 7. Juni 2026, lädt das Universitätsrechenzentrum der Universität Greifswald zum ersten DI·DAY ein. Die Veranstaltung findet von 10:00 bis 15:00 Uhr in der Felix-Hausdorff-Straße 18 (am Berthold-Beitz-Platz) statt. Der DI·DAY richtet sich an alle Interessierten, die ihre digitale Infrastruktur unabhängiger und datenschutzfreundlicher gestalten möchten. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Am Sonntag, 7. Juni 2026, lädt das Universitätsrechenzentrum der Universität Greifswald zum ersten DI·DAY ein. Die Veranstaltung findet von 10:00 bis 15:00 Uhr in der Felix-Hausdorff-Straße 18 (am Berthold-Beitz-Platz) statt. Der DI·DAY richtet sich an alle Interessierten, die ihre digitale Infrastruktur unabhängiger und datenschutzfreundlicher gestalten möchten. </p><p>Besucher*innen können eigene Geräte wie Smartphone oder Laptop mitbringen und erhalten vor Ort praktische Unterstützung – etwa bei der Installation eines neuen Betriebssystems, beim Wechsel zu alternativen Messenger- oder E-Mail-Programmen oder beim Umzug zu einem neuen Mailprovider.</p><p>Im Mittelpunkt steht die konkrete Hilfe zur Selbsthilfe: Schritt für Schritt begleiten die Organisatoren den Umstieg auf freie Software und datenschutzorientierte Dienste. Ziel ist es, digitale Kompetenzen zu stärken und Abhängigkeiten von großen Plattformanbietern zu reduzieren.</p><p>Der DI·DAY ist eine Bewegung aus der Mitte der Gesellschaft. Viele Organisationen bereichern ihn mit eigenen Ideen und Aktionen – von Volkshochschulen über Bibliotheken bis hin zu Verbänden und Unternehmen.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Gordon Grubert<br>Universitätsrechenzentrum<br>Felix-Hausdorff-Straße 18, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1420<br><a href="mailto:urz@uni-greifswald.de" class="mail-link">urz@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/9/csm_Symbolbilder_digitales-20230808-DSC04518-JH-350dpi_sRGB_6595f57b30.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276952</guid><pubDate>Tue, 26 May 2026 09:07:17 +0200</pubDate><title>Hochschulinformationstage an der Uni Greifswald am 12. und 13. Juni</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/hochschulinformationstage-an-der-uni-greifswald-am-12-und-13-juni-276952/</link><description>Campusluft schnuppern, Studiengänge entdecken, mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch kommen – dazu lädt die Universität Greifswald im Rahmen der Hochschulinfotage am 12. und 13. Juni 2026 herzlich ein. Von Anglistik bis Zahnmedizin: Mehr als 100 Studienfächer stehen zur Wahl. In über 150 Vorlesungen, Seminaren, Führungen und Beratungen gibt es direkte Einblicke in die vielfältigen Studienmöglichkeiten an einer der ältesten Hochschulen Deutschlands. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Campusluft schnuppern, Studiengänge entdecken, mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch kommen – dazu lädt die Universität Greifswald im Rahmen der Hochschulinfotage am 12. und 13. Juni 2026 herzlich ein. Von Anglistik bis Zahnmedizin: Mehr als 100 Studienfächer stehen zur Wahl. In über 150 Vorlesungen, Seminaren, Führungen und Beratungen gibt es direkte Einblicke in die vielfältigen Studienmöglichkeiten an einer der ältesten Hochschulen Deutschlands. </p><p>Am Freitag, 12. Juni, öffnen Lehrende ihre regulären Vorlesungen und Seminare für Studieninteressierte. Fachspezifische Infoveranstaltungen geben Einblicke in Inhalte, Anforderungen und Berufsperspektiven der einzelnen Studiengänge. Auch das Universitätsklinikum bietet mehrere Veranstaltungen für angehende Medizinstudierende an. Die Studienorientierung berät von 10:00 bis 12:00 Uhr sowie von 14:00 bis 16:30 Uhr.</p><p>Am Samstag, 13. Juni, lädt die Universität zum „Tag der offenen Tür“ ein. Beim Infomarkt in den Gebäuden am Campus Loefflerstraße informieren Lehrende und Studierende über die einzelnen Studienfächer und beantworten alle Fragen rund ums Studium. Im Fokus steht zudem das neue Lehramtsstudium mit hohem Praxisbezug und einer unterstützten Studieneingangsphase. Das Studierendenwerk, das International Office und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) informieren gemeinsam mit weiteren Initiativen über Studienfinanzierung, Wohnen und Leben in Greifswald sowie über Auslandsaufenthalte.&nbsp;</p><p><strong>Campusführungen, Studiengangs-Pitches und Elterntalk</strong><br>Bei Campusführungen und Stadttouren zeigen Tour-Guides und Campusspezialist*innen Orte, die das studentische Leben prägen. Über ihren Studienalltag in Greifswald berichten Studierende beim Campus-Talk. Beim Studiengangs-Pitch stellen Fachbereiche ihre Studiengänge in 5-minütigen kurzweiligen Präsentationen vor. Auch für Eltern bringt der Studienbeginn viele Fragen mit sich. Unser Elterntalk bietet Einblicke in die Unterstützungsangebote der Universität. Am Campus Beitzplatz heißen die Institute für Biochemie und Pharmazie Neugierige in ihren Laborräumen willkommen.</p><p><strong>Orientierungsangebote bei der Studienwahl</strong><br>Die Hochschulinfotage richten sich an alle Studieninteressierten, Schüler*innen und ihre Eltern.&nbsp;Wer über die Hochschulinformationstage hinaus Beratungsangebote sucht, ist jederzeit eingeladen,&nbsp;die&nbsp;<a href="https://www.uni-greifswald.de/studienberatung/" target="_blank" class="external-link">Studienorientierung&nbsp;</a>zu besuchen. Im persönlichen Gespräch beantwortet die Studienberaterin individuelle Fragen zum Studienangebot sowie zu Zugangsvoraussetzungen, Einschreibung und Bewerbungsverfahren.&nbsp;</p><p>„Das Campusleben in Greifswald hat eine besondere Atmosphäre: Es ist kompakt, herzlich und geprägt von kurzen Wegen. Studieren an der Universität Greifswald bedeutet weit mehr als nur Lehrveranstaltungen besuchen und Prüfungen ablegen. Hier schließen unsere Studierenden Freundschaften, entwickeln sich persönlich weiter und erwerben wichtige Kompetenzen für ihr Berufsleben“, sagt Prof. Dr. Anette Sosna, Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung, die die Hochschulinformationstage am 13. Juni offiziell eröffnen wird.</p><p><strong>Die zentralen Veranstaltungen im Überblick</strong><br><strong>Vorlesungs- und Seminarbesuche:&nbsp;</strong>12. Juni: 08:00 – 16:00 Uhr – Programm und Ort siehe&nbsp;<a href="https://uni-greifswald.lineupr.com/hochschulinfotage-2026/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Programm-App</a><br><strong>Infomarkt:&nbsp;</strong>13. Juni, 09:30 – 14:00 Uhr, Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 3 und 6<br><strong>Campus-Talk:&nbsp;</strong>13. Juni, 10:15 Uhr, Hörsaal 3/4, Ernst-Lohmeyer-Platz 6<br><strong>Studiengangs-Pitch:&nbsp;</strong>13. Juni, 11:00 Uhr, Hörsaal 2, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, und 12:00 Uhr, Hörsaal, Ernst-Lohmeyer-Platz 3 – Programm siehe&nbsp;<a href="https://uni-greifswald.lineupr.com/hochschulinfotage-2026/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Programm-App</a><br><strong>Elterntalk:&nbsp;</strong>13. Juni, 11:30 Uhr, Hörsaal 1, Ernst-Lohmeyer-Platz 6</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das Programm der Hochschulinfotage kann über eine&nbsp;<a href="https://uni-greifswald.lineupr.com/hochschulinfotage-2026/" target="_blank" rel="noreferrer">App</a> (ohne Anmeldung und Download) abgerufen werden. Mit wenigen Klicks lässt sich ein individuelles Veranstaltungsprogramm zusammenstellen.&nbsp;<br><a href="https://uni-greifswald.lineupr.com/hochschulinfotage-2026/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Link zur Programm-App</a><br><a href="http://www.wissen-lockt.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite der Hochschulinfotage</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/studium/vor-dem-studium/studienangebot/studienfaecher/" target="_blank" class="external-link">Studienangebot der Universität Greifswald</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/studienorientierung" target="_blank" class="external-link">Angebote der Universität Greifswald zur Studienorientierung</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/5/csm_Hochschulinfotage-2025-20250517-DSC00582-GH-350dpi_sRGB_911b3a8800.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276949</guid><pubDate>Tue, 26 May 2026 08:20:37 +0200</pubDate><title>Ein Liebesgedicht aus dem 15. Jahrhundert: Greifswalder Baltist deutet altpreußischen Fund neu</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ein-liebesgedicht-aus-dem-15-jahrhundert-greifswalder-baltist-deutet-altpreussischen-fund-neu-276949/</link><description>Petrus Wickeraus fünfundzwanzig Worte gehören zu den ältesten überlieferten Texten des Altpreußischen. Als das Manuskript 2013 entdeckt und veröffentlicht wurde, sprach die baltistische Fachwelt von einer Sensation. Die Quellenlage zum Altpreußischen ist dünn, jedes neue Zeugnis wiegt schwer. Von Anfang an wirkte der Greifswalder Baltist Prof. Dr. Stephan Kessler an der Wiederentdeckung und der ersten Übersetzung mit. Dreizehn Jahre später legt er nun eine Neuinterpretation vor. Sie erweitert den Blick auf Sprache, Kultur und Gesellschaft der Altpreußen und gibt der Forschung neue Impulse.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Petrus Wickeraus fünfundzwanzig Worte gehören zu den ältesten überlieferten Texten des Altpreußischen. Als das Manuskript 2013 entdeckt und veröffentlicht wurde, sprach die baltistische Fachwelt von einer Sensation. Die Quellenlage zum Altpreußischen ist dünn, jedes neue Zeugnis wiegt schwer. Von Anfang an wirkte der Greifswalder Baltist Prof. Dr. Stephan Kessler an der Wiederentdeckung und der ersten Übersetzung mit. Dreizehn Jahre später legt er nun eine Neuinterpretation vor. Sie erweitert den Blick auf Sprache, Kultur und Gesellschaft der Altpreußen und gibt der Forschung neue Impulse.</p><p>„Vor etwa dreizehn Jahren stand Wickeraus Manuskript zum Verkauf“, berichtet Kessler. Die Verkäufer baten den Experten Prof. Dr. Stephen Mossman von der Universität Manchester um eine Einschätzung. Wegen eines unklaren Zusatzes zog er Kessler hinzu. „Außer dass es sich um Altpreußisch handeln musste, war am Anfang nichts klar“, sagt der Greifswalder Forscher.</p><p>In seiner neuen Deutung weist Stephan Kessler nach, dass die fünfundzwanzig Worte kein zufälliger Eintrag sind, sondern ein Gedicht. Wickerau richtet es an einen unbekannten Adressaten. Kessler vermutet, dass es sich um den Auftraggeber der Abschrift handeln könnte. Beide kannten sich offenbar gut.</p><p><strong>Liebe, Zurückweisung und zwei falsche Pferde</strong></p><p>Das Gedicht spricht offen von Begehren und Zurückweisung: „du verlangtest nach meiner Liebe, / allein, du führtest nicht meine Zustimmung herbei.“ Der Zurückgewiesene habe sich, so heißt es weiter, „ein Stück weit getötet“. Wickerau rät ihm jedoch, nicht „im Leinengewand“ wie ein Büßer dazustehen, sondern sich zum Singen unter eine Linde zu stellen.</p><p>Am Ende steht ein sprachliches Bild: „Zwei falsche Pferde scheuen das Jagen.“ Zwei Menschen, die nicht zueinander passen, erreichen gemeinsam nichts. Inhalt und Tonfall heben das Textdenkmal deutlich von den übrigen altpreußischen Überlieferungen ab.</p><p>Das Gedicht findet sich am Schluss einer lateinischen Abschrift, die Petrus Wickerau 1440 auf Kreta vollendete. Über seine Person ist kaum etwas bekannt. Der eigenwillige altpreußische Zusatz war Fachleuten zwar aufgefallen, doch lange keiner Sprache zuzuordnen. Erst die jüngste Deutung erschließt seinen poetischen Charakter.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Angaben zur Publikation:</em> Kessler, Stephan: Neuinterpretation von Petrus Wickeraus altpreußischen Zeilen (1440). Greifswald (digitales Repositorium der UB) 2026. <a href="https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-oa-000032" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Freier Download</a><br><a href="https://baltistik.uni-greifswald.de/portalseite-forschung/wickerau/" target="_blank" class="external-link">Zum Projekt</a><br><a href="https://baltistik.uni-greifswald.de/institut/organisation/direktor-1/" target="_blank" class="external-link">Webseite von Prof. Dr. Stephan Kessler</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Stephan Kessler<br>Institut für Baltistik<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3200<br><a href="https://baltistik.uni-greifswald.de" target="_blank" class="external-link">https://baltistik.uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>Forschung</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/5/0/csm_Portrait_Stephan_Kessler-20260521-_MG_7508-ZVZ-350dpi_sRGB_5461da3fe8.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276434</guid><pubDate>Tue, 19 May 2026 07:56:01 +0200</pubDate><title>Sicherheitsallianz im Ostseeraum: Buchpublikation zur Allianzbildung zwischen USA und baltischen Staaten</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sicherheitsallianz-im-ostseeraum-buchpublikation-zur-allianzbildung-zwischen-usa-und-baltischen-staaten-276434/</link><description>Wie entsteht eine Sicherheitsallianz zwischen einer Großmacht und kleinen Staaten? Dieser Frage geht der Greifswalder Politikwissenschaftler Dr. Andris Banka in seinem neuen Buch „America, the Baltic States and the Making of an Unlikely Security Alliance“ nach.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie entsteht eine Sicherheitsallianz zwischen einer Großmacht und kleinen Staaten? Dieser Frage geht der Greifswalder Politikwissenschaftler Dr. Andris Banka in seinem neuen Buch „America, the Baltic States and the Making of an Unlikely Security Alliance“ nach.</p><p>Die Publikation untersucht die Entwicklung der sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen seit den frühen 1990er Jahren – einer Phase tiefgreifender Umbrüche nach dem Ende der Sowjetunion. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von einer Phase politischer Unsicherheit hin zu einer dauerhaften sicherheitspolitischen Einbindung in die NATO.&nbsp;</p><p>Auf Grundlage umfangreicher Archivquellen und Interviews mit politischen Entscheidungsträgern zeichnet das Buch zentrale Etappen dieses Prozesses nach: von der Unabhängigkeit der baltischen Staaten über den Abzug russischer Truppen bis zum NATO-Beitritt Anfang der 2000er Jahre.&nbsp;</p><p>„Ohne das aktive Engagement der Vereinigten Staaten wären die drei baltischen Staaten nicht Mitglieder der NATO geworden und würden sich heute vermutlich in einer Art ‚Grauzone‘ befinden“, erklärt Banka.</p><p>Ein besonderer Fokus liegt auf den politischen Debatten innerhalb der westlichen Staaten. Während insbesondere europäische Regierungen eine schnelle NATO-Osterweiterung zunächst skeptisch sahen und mögliche Reaktionen Russlands diskutierten, trieben die Vereinigten Staaten den Integrationsprozess maßgeblich voran.</p><p><strong>Aktuelle Relevanz: Ostseeraum im Wandel</strong><br>Die Publikation stellt diese Entwicklungen auch in einen aktuellen Kontext: Die sicherheitspolitische Rolle der Vereinigten Staaten in Europa verändert sich, während zugleich europäische Staaten stärker Verantwortung im Ostseeraum übernehmen.</p><p>Ein Beispiel dafür ist die Entscheidung Deutschlands, eine kampfbereite Brigade mit rund 5000 Soldaten in Litauen zu stationieren. Diese Maßnahme gilt als bedeutender Schritt für die sicherheitspolitische Präsenz an der NATO-Ostflanke und unterstreicht die fortdauernde strategische Bedeutung der Region.</p><p><strong>Greifswald als Standort für Ostseeraumforschung</strong><br>Das Buch ist im Umfeld des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen und Regionalstudien sowie des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) angesiedelt. Beide Einrichtungen befassen sich mit den politischen, historischen und sicherheitspolitischen Entwicklungen im nordöstlichen Europa.</p><p>„Die Universität Greifswald ist hervorragend positioniert, um sich zu einem der zentralen Wissensproduzenten im Bereich sicherheitspolitischer Fragen im Ostseeraum zu entwickeln“, so Banka.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em> Banka, Andris.&nbsp;America, the Baltic States and the Making of an Unlikely Security Alliance, Palgrave Macmillan, 2026.&nbsp;<a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-032-12815-7" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-032-12815-7</a></p><p>Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) erforscht die Geschichte, Gegenwart und zukünftigen Herausforderungen des nordöstlichen Europas. Im Zentrum der Arbeit steht der Ostseeraum, der als geographische und politische Einheit durch eine Vielfalt an Kulturen und ein einzigartiges Ökosystem geprägt wird und zudem von großer geopolitischer Bedeutung ist. Eine genauere Beschreibung des Forschungsprofils finden Sie <a href="https://ifzo.uni-greifswald.de/forschung/ueber-die-forschung-am-ifzo/" target="_blank" title="Öffnet internen Link" class="external-link">hier</a>.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Andris Banka<br>Bahnhofstraße 51, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3334<br><a href="mailto:andris.banka@uni-greifswald.de" class="mail-link">andris.banka@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/andris-banka-ab538513/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Zum LinkedIn-Profil</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/05-2026-Medienfotos/Cover_photo_nr_2.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276341</guid><pubDate>Mon, 18 May 2026 12:09:22 +0200</pubDate><title>„Wenn Wahrheit zur Machtfrage wird, ist alles möglich“: Wissenschaftsfreiheit zwischen Grundgesetz und politischer Praxis </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wenn-wahrheit-zur-machtfrage-wird-ist-alles-moeglich-vortrag-zur-wissenschaftsfreiheit-zwischen-grundgesetz-und-politischer-praxis-276341/</link><description>Am 23. Mai feiert die Bundesrepublik den Tag des Grundgesetzes. Während die Meinungs- oder Versammlungsfreiheit oft im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, wird die Wissenschaftsfreiheit häufig übersehen – obwohl sie als höchstes Gut der Forschung und Lehre das Fundament für Fortschritt und Bildung darstellt. Doch wie wirksam ist dieser Schutz heute, wenn in einem zunehmend komplexen politischen Umfeld wissenschaftliche Erkenntnisse auf strategische Interessen treffen? Ist unser Wissen tatsächlich „in Not“ und kann das Grundgesetz in Zeiten von autoritär-populistischen Narrativen als Schutzschild dienen? Prof. Dr. Daniel Wolff und Clara Folger aus dem Fachbereich Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts halten am 20. Mai 2026 um 18 Uhr zu diesem Thema einen Vortrag. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Am 23. Mai feiert die Bundesrepublik den Tag des Grundgesetzes. Während die Meinungs- oder Versammlungsfreiheit oft im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, wird die Wissenschaftsfreiheit häufig übersehen – obwohl sie als höchstes Gut der Forschung und Lehre das Fundament für Fortschritt und Bildung darstellt. Doch wie wirksam ist dieser Schutz heute, wenn in einem zunehmend komplexen politischen Umfeld wissenschaftliche Erkenntnisse auf strategische Interessen treffen? Ist unser Wissen tatsächlich „in Not“ und kann das Grundgesetz in Zeiten von autoritär-populistischen Narrativen als Schutzschild dienen? Prof. Dr. Daniel Wolff und Clara Folger aus dem Fachbereich Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts halten am 20. Mai 2026 um 18 Uhr zu diesem Thema einen Vortrag. </p><p>Die Debatte um die Resilienz der freien Forschung steht im Zentrum eines aktuellen Projekts: Mit der Ringvorlesung „Was ist schon neutral? Haltung in der Krise!“ beteiligt sich die Universität Greifswald im Sommersemester 2026 an der bundesweiten Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung!“. Unter dem Titel „Wissen in Not – Schützt die Wissenschaftsfreiheit des Grundgesetzes vor wissenschaftsfeindlicher Politik?“ thematisieren Professor Daniel Wolff und Clara Folger im Rahmen der Ringvorlesung am 20. Mai an der Universität Greifswald&nbsp;die Gefahren für eine freie Wissenschaft. Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen zeigt sich das Thema aktueller denn je. Im Interview mit dem&nbsp;<a href="https://ugreif.de/vq9ta" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Universitätsmagazin Campus*1456</a> analysieren die beiden Expert*innen die rechtlichen Schutzlücken und diskutieren darüber, wie das Wissenschaftssystem seine Resilienz gegenüber autoritär-populistischer Einflussnahme stärken kann.&nbsp;</p><p><strong>Wissenschaft unter Beobachtung: Die zunehmende Gefahr des autoritären Populismus</strong><br>Auf die Frage, ob die Wissenschaft in Deutschland in einer existenziellen Krise stecke, sagt Clara Folger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts der Universität Greifswald: „Die freie Wissenschaft als solche ist in ihrer Existenz aktuell nicht bedroht. Angesichts des in weiten Teilen Europas und auch in Deutschland erstarkenden autoritären Populismus wächst aber die Gefahr wissenschaftsfeindlicher Politiken, unter denen Wissen in Not geraten kann. Denn die populistische Welteinteilung in ein homogenes Volk, das einer korrupten Elite gegenübersteht, macht die Wissenschaft als akademische Elite zum Feindbild. Und als ideologische Gegnerin im autoritär-populistischen Wertesystem ist die Wissenschaft nicht nur Projektions-, sondern auch konkrete Angriffsfläche antiakademischer Politik.“</p><p>Vor diesem Hintergrund betont Prof. Dr. Daniel Wolff, Professor für&nbsp;Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts, die Notwendigkeit präventiver Strategien. „Deshalb ist es wichtig, bereits im Vorfeld einer akuten Notlage für freies Wissen wissenschaftspopulistische Szenarien durchzuspielen, um rechtliche Schutzlücken zu identifizieren. Dann können Maßnahmen zur Resilienzsteigerung des Wissenschaftssystems in einem Zeitraum ergriffen werden, in dem wissenschaftsfreundlich eingestellte Akteur*innen noch handlungsfähig sind. Angesichts der anstehenden Landtagswahlen im Herbst wird dieser Zeitraum womöglich nicht allzu lange währen“, so Wolff.</p><p><strong>Wenn Wahrheit zur Machtfrage wird</strong><br>Das Grundgesetz wird gegenwärtig vor allem mit dem Schutz des Individuums verbunden, während die Wissenschaftsfreiheit jedoch einen kollektiven Prozess schützt – das freie Suchen nach Wahrheit. Hier liegt eine kritische Weiche für die gesamte Gesellschaft, da das Ausbleiben dieses Schutzes unweigerlich zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse im öffentlichen Diskurs führen kann. „Werden institutionalisierte Wahrheitsfindungsprozesse nicht mehr geschützt, lösen sich politische Machtansprüche von den Fesseln der Kritik und des Hinterfragens. In den Diskursräumen der Gegenwart sind ‚alternative Fakten‘ ein Mittel, um die Unterscheidung zwischen Wahrheits- und Machtanspruch aufzuheben“, betont Folger. „Wenn Wahrheit zur Machtfrage wird, ist alles möglich: 2 + 2 = 5, vorne ist hinten, Krieg ist Frieden. Die Kontrolle von Wahrheitsdiskursen eröffnet die Deutungshoheit über die öffentliche Meinung. Das geht jeden etwas an.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das <a href="https://ugreif.de/vq9ta" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">vollständige Interview</a> lesen Sie in unserem Hochschulmagazin Campus*1456. Es ist Teil einer größeren Debatte: Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung!“ veranstaltet die Universität Greifswald die <a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/ueber-uns/hochschulen-zeigen-haltung/" target="_blank" class="external-link">Ringvorlesung „Was ist schon neutral? Haltung in der Krise!“</a>. Hier werden Wissenschaftsfreiheit, demokratische Verantwortung und die Rolle der Hochschule in gesellschaftlichen Konflikten intensiv diskutiert. Der Vortrag „Wissen in Not – Schützt die Wissenschaftsfreiheit des Grundgesetzes vor wissenschaftsfeindlicher Politik?“ von Prof. Dr. Daniel Wolff und Clara Folger findet am 20. Mai 2026 um 18 Uhr in Hörsaal 2, Ernst-Lohmeyer-Platz 6 der Universität Greifswald, statt.</p><p><strong>Ansprechpartner*innen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br><br>Prof. Dr. Daniel Wolff, LL.M. (Yale)<br>Professur für Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2175<br><a href="mailto:daniel.wolff@uni-greifswald.de" class="mail-link">daniel.wolff@uni-greifswald.de</a><br><br>Clara Folger<br>Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:clara.folger@uni-greifswald.de" class="mail-link">clara.folger@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>Forschung</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/05-2026-Medienfotos/Collage_Wissenschaftsfreiheit.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276244</guid><pubDate>Fri, 15 May 2026 13:14:41 +0200</pubDate><title>Jungen Lust auf Lesen machen: Jetzt die neuen Buchempfehlungen von boys &amp; books entdecken</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/jungen-lust-auf-lesen-machen-jetzt-die-neuen-buchempfehlungen-von-boys-books-entdecken-276244/</link><description>Zweimal jährlich stellt das Leseförderprojekt boys &amp; books Buchempfehlungen (nicht nur) für Jungen ab acht Jahren vor. Um Lust auf Lesen zu machen und alle in der Leseförderung Aktiven zu unterstützen. Die Top-Titel Sommer 2026 sind jetzt online: Comics, Graphic Novels, Romane und vieles mehr. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Zweimal jährlich stellt das Leseförderprojekt boys &amp; books Buchempfehlungen (nicht nur) für Jungen ab acht Jahren vor. Um Lust auf Lesen zu machen und alle in der Leseförderung Aktiven zu unterstützen. Die Top-Titel Sommer 2026 sind jetzt online: Comics, Graphic Novels, Romane und vieles mehr. </p><p>Welche Bücher sind besonders geeignet, um Jungen Lust auf Lesen zu machen? Welche sind besonders empfehlenswert? Das Leseförderprogramm boys &amp; books hat die Neuerscheinungen des deutschsprachigen Büchermarkts (September 2025 bis März 2026) gesichtet und seine Top-Titel Sommer 2026 jetzt auf <a href="https://www.boysandbooks.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.boysandbooks.de</a> veröffentlicht. Geeignet sind die Buchempfehlungen der Fachjury aus Hochschullehrenden, Deutschlehrkräften und Literaturpädagog*innen sowohl für die private Lektüre als auch für den Einsatz in Schule, Bibliothek und Leseförderung.</p><p>Inzwischen ist das Projekt zu gleichen Teilen an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) und der Universität Greifswald (UG) angesiedelt. Geleitet wird es gemeinsam von Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser (PHKA) und Prof. Dr. Anette Sosna (UG). „Wir freuen uns sehr“, so die beiden Deutschdidaktikerinnen, „das wichtige Anliegen des Projekts nun mit einer gemeinsamen, starken Stimme zu vertreten und noch mehr Menschen die grundlegende Bedeutung von Leseförderung nahezubringen.“</p><p>Die Liste der Top-Titel Sommer 2026 umfasst insgesamt 20 Bücher samt Inhaltsangaben, Rezensionen und Ideen für die Unterrichtspraxis – von humorvollen, actionreichen Geschichten über spannende Graphic Novels bis hin zu bewegenden Romanen, die gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen. Ideale Zugänge für Lesemuffel, die schnelle Einstiege schätzen, bieten Titel wie „Trio total fatal – Superkräfte für die Tonne“ (8+), „Alles Krake“ (10+) oder Too Bad und das Klonproblem“ (12+). Mit viel Tempo, Witz, originellen Figuren und authentischer Sprache laden sie zum Weiterlesen ein und machen vor allem eines: Spaß am Lesen.</p><p>Zugleich setzt die aktuelle Auswahl starke Akzente bei Geschichten, die junge Leser:innen in ihren nicht immer einfachen Lebenswelten ernst nehmen und zentrale Fragen ihres Alltags wie auch des gesellschaftlichen Zusammenlebens aufgreifen. Mit Christian Linker sind gleich zwei Werke eines der renommiertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren vertreten. „Fische sind scheiße“ (10+) erzählt eindrücklich von Verlust, Freundschaft und dem Wunsch nach Gerechtigkeit. Und „Wenn die Welt unsere wäre“ (14+) schlägt große historische Bögen: Drei junge Menschen in den Jahren 1945, 1989 und 2025 verbindet die Suche nach Freiheit, Selbstbestimmung und einem Leben jenseits politischer Unterdrückung. Einen besonderen Eindruck hinterlässt außerdem die Graphic „Novel Elch“ (10+) von Max de Radiguès, der das Thema Mobbing auf ungewöhnliche und eindringliche Weise erzählt.</p><p><strong>Wissenschaftliche Ansprechpersonen</strong></p><ul><li><a href="https://www.ph-karlsruhe.de/personen/detail/9wkc2z" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser</a>, Professorin für Neuere deutsche Literatur und Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, <a href="mailto:ina.brendel-kepser@ph-karlsruhe.de" target="_blank" class="mail-link">ina.brendel-kepser@ph-karlsruhe.de</a></li><li><a href="https://germanistik.uni-greifswald.de/sosna/" target="_blank" class="external-link">Prof. Dr. Anette Sosna</a>, Professorin für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Greifswald, <a href="mailto:anette.sosna@uni-greifswald.de" target="_blank" class="mail-link">anette.sosna@uni-greifswald.de</a></li></ul><p><strong>Medienkontakt</strong></p><p>Pädagogische Hochschule Karlsruhe<br>Regina Thelen<br>Pressesprecherin<br>Bismarckstraße 10, 76133 Karlsruhe<br>Telefon +49 721 925 4115<br><a href="mailto:regina.thelen@ph-karlsruhe.de" class="mail-link">regina.thelen@ph-karlsruhe.de</a></p><p>Universität Greifswald<br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/b/3/csm_Symbolbild-Foto-von-Michal-Parzuchowski-auf-Unsplash_df53bddf5d.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276028</guid><pubDate>Tue, 12 May 2026 12:54:03 +0200</pubDate><title>Bakterien teilen die Arbeit: Studie entschlüsselt Mechanismus stabiler Mikroben-Gemeinschaften</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bakterien-teilen-die-arbeit-studie-entschluesselt-mechanismus-stabiler-mikroben-gemeinschaften-276028/</link><description>Forschende der Ben-Gurion University of the Negev in Beer Sheba und der Universität Greifswald haben einen Mechanismus entdeckt, der das Zusammenleben von Mikroorganismen erklärt: Bakterien passen ihre Proteinproduktion gezielt an ihre Nachbarn an. Nicht das Nahrungsangebot entscheidet demnach über ihre Funktionen, sondern die Arten, mit denen sie zusammenleben. Die Studie erschien kürzlich im Journal Nature Microbiology.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Forschende der Ben-Gurion University of the Negev in Beer Sheba und der Universität Greifswald haben einen Mechanismus entdeckt, der das Zusammenleben von Mikroorganismen erklärt: Bakterien passen ihre Proteinproduktion gezielt an ihre Nachbarn an. Nicht das Nahrungsangebot entscheidet demnach über ihre Funktionen, sondern die Arten, mit denen sie zusammenleben. Die Studie erschien kürzlich im Journal Nature Microbiology.</p><p>Im Zentrum der Arbeit steht eine alte Frage der Mikrobiologie: Wie vermeiden Mikroben Konkurrenz, obwohl viele von ihnen ähnliche Ressourcen nutzen? Um das zu klären, baute ein Forschungsteam unter der Leitung von Sarah Moraïs künstliche mikrobielle Gemeinschaften auf. So konnten die Forschenden systematisch verfolgen, wie einzelne Arten ihr Proteom – die Gesamtheit aller produzierten Proteine – verändern, wenn sie allein oder gemeinsam mit anderen wachsen.</p><p>Das Ergebnis ist eindeutig: Sobald andere Mikroben anwesend sind, ändern Bakterien ihre Proteinproduktion deutlich und reproduzierbar. Jede Art reagiert dabei anders – je nachdem, mit welchem Partner sie zusammenlebt. Die Anpassungen betreffen nicht nur einzelne Stoffwechselwege, sondern das gesamte Proteom. Mikroben „erkennen“ ihre Nachbarn offenbar und reagieren gezielt auf sie.</p><p><strong>Spezialisierung statt Konkurrenz</strong><br>Diese Reaktionen verringern funktionelle Überschneidungen. In den meisten untersuchten Fällen reduzierten Bakterien Funktionen, die auch andere Arten übernehmen können. Lebenswichtige Kernprozesse blieben erhalten. Es entsteht eine Form der Arbeitsteilung: Statt alle möglichen Aufgaben parallel zu erfüllen, spezialisieren sich die Arten und nutzen die Leistungen ihrer Partner.</p><p>Diese Spezialisierung steigert offenbar die Effizienz der Gemeinschaft. Konsortien mit geringerer funktioneller Redundanz zeigten häufig eine höhere Gesamtproduktivität. Eine mögliche Erklärung: Die Mikroben sparen Energie, weil sie auf überflüssige Proteine verzichten, und profitieren zugleich von Stoffwechselprodukten anderer Arten.</p><p><strong>Dynamische Nische, neue Anwendungen</strong><br>Die Studie liefert damit eine mechanistische Erklärung für das ökologische Konzept der „realized niche“, der tatsächlich genutzten Nische eines Organismus. Mikroben passen ihre funktionelle Rolle dynamisch an ihre Gemeinschaft an. Ihr Proteinprofil wird zum molekularen Spiegel ökologischer Wechselwirkungen.</p><p>Die Ergebnisse zeigen: Mikrobielle Gemeinschaften entstehen nicht allein durch Konkurrenz. Sie beruhen auf aktiver, fein abgestimmter Anpassung. Diese Flexibilität ermöglicht es Mikroorganismen, Ressourcen effizient zu nutzen und stabile Gemeinschaften zu bilden. Das Wissen könnte helfen, natürliche Mikrobiome besser zu verstehen und synthetische mikrobielle Systeme gezielt zu entwickeln – etwa für Medizin, Landwirtschaft und Umwelttechnik.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em> Moraïs S, Mazor M, Amit I, Gerth P, Trautwein-Schult A, Maaß S, Grinshpan I, Shelly Y, Levin L, Becher D, Mizrahi I. Community context reshapes microbial proteomes and reduces functional overlap. Nat Microbiol. 2026 Apr 24. DOI: <a href="https://www.nature.com/articles/s41564-026-02310-w" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.nature.com/articles/s41564-026-02310-w</a>&nbsp;&nbsp;<br><a href="https://microbialproteomics.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link">Abteilung Microbial Proteomics</a>&nbsp;<br><br><br><strong>Ansprechpartnerinnen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Prof. Dr. Dörte Becher<br>Mikrobielle Proteomics<br>Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 5903<br><a href="mailto:dbecher@uni-greifswald.de" class="mail-link">dbecher@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>Dr. Anke Trautwein-Schult<br>Mikrobielle Proteomics<br>Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 5922<br><a href="mailto:anke.trautwein-schult@uni-greifswald.de" class="mail-link">anke.trautwein-schult@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/anke-trautwein-schult-08346864" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">linkedin.com/in/anke-trautwein-schult-08346864</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/f/4/csm_Interaktion_von_Mikroben_a9ccf66162.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-275752</guid><pubDate>Mon, 11 May 2026 11:53:16 +0200</pubDate><title>Universität Im Rathaus: In Würde leben – in Würde gehen? Autonomie, Todeswünsche und Palliativmedizin im Gespräch</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-in-wuerde-leben-in-wuerde-gehen-autonomie-todeswuensche-und-palliativmedizin-im-gespraech-275752/</link><description>Der Wunsch zu sterben gehört zu den schwierigsten Themen in Medizin, Gesellschaft und Recht. Er berührt Fragen nach Selbstbestimmung, Leid, Fürsorge und Würde. In der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“ spricht Dr. Gisela Hoffmann von der Universitätsmedizin Greifswald über Autonomie, Verantwortung und Fürsorge am Lebensende. Die Vorlesung am Montag, 18. Mai 2026, findet um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses statt. Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wird von der Stadt und der Universität gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Der Wunsch zu sterben gehört zu den schwierigsten Themen in Medizin, Gesellschaft und Recht. Er berührt Fragen nach Selbstbestimmung, Leid, Fürsorge und Würde. In der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“ spricht Dr. Gisela Hoffmann von der Universitätsmedizin Greifswald über Autonomie, Verantwortung und Fürsorge am Lebensende. Die Vorlesung am Montag, 18. Mai 2026, findet um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses statt. Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wird von der Stadt und der Universität gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei.</p><p>Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts Anfang 2020 zur Suizidhilfe wird in Deutschland intensiv darüber diskutiert, wie viel Autonomie am Lebensende möglich sein soll – und welche Verantwortung Ärztinnen und Ärzte, Angehörige und Gesellschaft tragen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle rechtliche Situation zum assistierten Suizid und zu Sterbehilfe-Organisationen in Deutschland und wirft einen Blick auf andere Länder.</p><p>Aus ärztlicher Perspektive geht es darum, Todeswünsche zu verstehen und Möglichkeiten der Palliativmedizin aufzuzeigen, körperliches, psychisches und existenzielles Leiden zu lindern. Der Vortrag lädt ein, über Autonomie, Verantwortung und Fürsorge am Lebensende nachzudenken.</p><p><strong>Über die Referentin</strong><br>Dr. Gisela Hoffmann ist Fachärztin für Innere Medizin und Palliativmedizin. Als leitende Oberärztin arbeitet sie in der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) der Palliativnetzwerk Vorpommern GmbH sowie im Hospiz der Universitätsmedizin Greifswald. Die Begleitung unheilbar erkrankter und sterbender Menschen ist für sie beruflicher Schwerpunkt und persönliche Herzensangelegenheit. Die Palliativnetzwerk Vorpommern GmbH ist ein Tochterunternehmen der Universitätsmedizin Greifswald und bietet spezialisierte ambulante Palliativversorgung für unheilbar schwerkranke Menschen, um ihnen ein möglichst selbstbestimmtes, gut versorgtes und würdevolles Leben in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p><a href="https://www.unimedizin-greifswald.de/palliativnetzwerk/de/home" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Palliativnetzwerk Vorpommern</a><br><a href="https://www.unimedizin-greifswald.de/hospiz/index.php?id=815" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Hospiz der Universitätsmedizin Greifswald</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/veranstaltungskalender/detail/n/universitaet-im-rathaus-in-wuerde-leben-in-wuerde-gehen-autonomie-todeswuensche-und-palliativmedizin-im-gespraech-271319/" target="_blank" class="external-link">Zum Veranstaltungstipp</a><br><a href="/universitaet/information/aktuelles/wissenlocktmich/universitaet-im-rathaus/" class="internal-link">Zur Veranstaltungsreihe „Universität im Rathaus“</a>&nbsp;</p><p><strong>Kontaktadressen</strong></p><p>Universität Greifswald<br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Universitäts- und Hansestadt Greifswald<br>Amt für Bildung, Kultur und Sport | Abteilung Kultur<br>Lange Straße 2 A, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 8536 2104<br><a href="mailto:kultur@greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link" class="mail-link">kultur@greifswald.de</a></p><p>Verantwortlich für die Reihe<br>Prof. Dr. Sünne Juterczenka<br>Historisches Institut&nbsp;<br>Domstraße 9 A, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:suenne.juterczenka@uni-greifswald.de" class="mail-link">suenne.juterczenka@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/7/csm_Portrait_Gisela_Hoffmann-20260211-_MG_2222-ZVZ-350dpi_sRGB_ec0fec625c.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-275698</guid><pubDate>Mon, 11 May 2026 08:43:43 +0200</pubDate><title>Feierliche Eröffnung des 35. Nordischen Klangs im Dreiklang der Sprachen – Dänische Delegation besuchte Universität Greifswald </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/feierliche-eroeffnung-des-35-nordischen-klangs-im-dreiklang-der-sprachen-daenische-delegation-besuchte-universitaet-greifswald-275698/</link><description>Mit einer feierlichen Eröffnung und einem ausverkauften Konzert der dänischen Sängerin Gitte Hænning wurde am Freitag, 8. Mai 2026, der 35. Nordische Klang eröffnet. Er steht dieses Jahr unter Schirmherrschaft der Färöer-Inseln mit Dänemark als Partnerland. Anwesend waren u. a. der Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland, Thomas Østrup Møller, und Ministerpräsidentin und Co-Schirmherrin Manuela Schwesig. Eine dänische Delegation besuchte zuvor die Universität Greifswald. Dabei trat sie in den Austausch mit den Studierenden des Instituts für Fennistik und Skandinavistik und dem Rektorat der Universität Greifswald.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Mit einer feierlichen Eröffnung und einem ausverkauften Konzert der dänischen Sängerin Gitte Hænning wurde am Freitag, 8. Mai 2026, der 35. Nordische Klang eröffnet. Er steht dieses Jahr unter Schirmherrschaft der Färöer-Inseln mit Dänemark als Partnerland. Anwesend waren u. a. der Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland, Thomas Østrup Møller, und Ministerpräsidentin und Co-Schirmherrin Manuela Schwesig. Eine dänische Delegation besuchte zuvor die Universität Greifswald. Dabei trat sie in den Austausch mit den Studierenden des Instituts für Fennistik und Skandinavistik und dem Rektorat der Universität Greifswald.</p><p>„Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass es nun zum 35. Mal den Nordischen Klang in Greifswald gibt. Gerade in diesen bewegenden Zeiten ist es besonders wichtig, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dazu leistet der Nordische Klang einen ganz wichtigen Beitrag – für die Menschen und für das Kulturleben in Mecklenburg-Vorpommern, in Deutschland, im Norden und im Ostseeraum“, sagte Thomas Østrup Møller, Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland. Als Däne mit färöischen Wurzeln sei es für ihn eine doppelte Ehre, das Festival zu eröffnen und zum ersten Mal erleben zu dürfen. In einem Grußwort der Regierung und des färöischen Kultusministeriums hieß es:<em> „</em>Unsere Künstlerinnen und Künstler entspringen einer Natur und einer Kultur, die einzigartig und unverwechselbar sind, und ich hoffe, dass sie auf bereichernde Weise zum anspruchsvollen Programm des Nordischen Klangs beitragen werden.“&nbsp;</p><p>Festivalleiter Prof. Dr. Marko Pantermöller verriet bei der Eröffnung, dass er bei jedem Nordischen Klang bisher dabei war: „Ich durfte erleben, wie sich unser Festival jedes Jahr erneuert hat“, sagte er. „Eines aber hat sich in 35 Jahren nicht geändert, wir sind kein zielgruppenspezifisches Festival, sondern wir sind und bleiben ein Festival für alle.“ 40 Veranstaltungen, 140 Künstler*innen, über erwartete 9000 Besucher*innen – das sind die Zahlen und Zielmarken des 35. Festivals in Greifswald. Das Beachtliche: Das Festival wird von einem vorrangig ehrenamtlichen Organisationsteam bestehend aus Professoren, Mitarbeitenden und Studierenden des Instituts für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald geleitet.&nbsp;</p><p><strong>Delegationsbesuch an der Universität Greifswald</strong><br>Daher stand vor der abendlichen Eröffnung ein Delegationsbesuch sowohl am Institut als auch im Rektorat der Universität Greifswald an. Der Botschafter erkundigte sich – natürlich auf Dänisch – nach der Motivation zum Erlernen seiner Muttersprache. Auch fragte er die Studierenden nach ihren Berufszielen. Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel hob hervor: „Der Nordische Klang ist ein wichtiger Lern- und Erfahrungsraum für unsere Studierenden. Im Rahmen studienintegrierter Praktika sammeln sie wertvolle Erfahrungen in Kulturmanagement, Kommunikation und Publizieren – und prägen mit ihrem Einsatz die besondere Atmosphäre dieses Festivals.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.nordischerklang.de/home" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nordischer Klang</a>&nbsp;</p><p><strong>Kontakte an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Nordischer Klang&nbsp;<br>Pauline Hübner, Presse &amp; PR&nbsp;<br>c/o Institut für Fennistik und Skandinavistik<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:presse-nokl@uni-greifswald.de" class="mail-link">presse-nokl@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/2/e/csm__Westfeld_IMG_4117_eacd4b6a90.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-275070</guid><pubDate>Thu, 07 May 2026 08:24:34 +0200</pubDate><title>Werner Rothmaler: Eine neue Biografie würdigt den Greifswalder Botaniker </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/werner-rothmaler-eine-neue-biografie-wuerdigt-den-greifswalder-botaniker-275070/</link><description>Werner Rothmaler (1908–1962) gilt als „der prominenteste ostdeutsche Pflanzensystematiker“. Er leitete von 1953 bis 1962 das Institut für Agrarbiologie an der damaligen Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Bekannt wurde er vor allem durch die nach ihm benannte „Exkursionsflora“. In einer neuen Biografie, die die Universität Greifswald mit ermöglicht hat, stellen die Autor*innen sein Wirken in ein neues Licht. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Werner Rothmaler (1908–1962) gilt als „der prominenteste ostdeutsche Pflanzensystematiker“. Er leitete von 1953 bis 1962 das Institut für Agrarbiologie an der damaligen Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Bekannt wurde er vor allem durch die nach ihm benannte „Exkursionsflora“. In einer neuen Biografie, die die Universität Greifswald mit ermöglicht hat, stellen die Autor*innen sein Wirken in ein neues Licht. </p><p>Werner Rothmalers Interesse an Pflanzen begann früh. Er verließ das Gymnasium ohne Abitur und absolvierte eine Ausbildung zum Gärtner. Doch der Wunsch nach einem Studium blieb. Ab 1930 bereitete er eine Forschungsreise nach Spanien vor. Sie prägte seinen weiteren Weg. Von 1933 bis 1940 arbeitete und forschte Rothmaler unter teils schwierigen Bedingungen auf der Iberischen Halbinsel. Die iberischen Jahre wurden zum Fundament seiner wissenschaftlichen Laufbahn, die mit dem Ruf nach Greifswald 1953 besiegelt wurde. &nbsp;</p><p>Rothmaler war mehr als der Autor der erfolgreichen Bestimmungsflora „Exkursionsflora“. Er prägte die Pflanzensystematik und Floristik Mitteleuropas nachhaltig. Mit präzisen Beschreibungen und klarer Nomenklatur schuf er verlässliche Grundlagen für Forschung und Lehre. Seine „Exkursionsflora“ machte wissenschaftliche Genauigkeit für Studierende wie für Fachleute zugleich praktikabel. Auch als Hochschullehrer und Institutsleiter setzte er Maßstäbe. Er baute Strukturen auf, förderte den Nachwuchs und prägte Generationen von Studierenden, darunter Michael Succow.&nbsp;</p><p><strong>Biografie basierend auf neue Archivakten korrigiert bisheriges Bild</strong><br>Die neue Biografie der Biolog*innen Henry Witt, Sabine Witt und Susanne Dotzer beleuchtet seinen wissenschaftlichen Schriftwechsel mit führenden Botaniker*innen im In- und Ausland. Er zeigt Rothmaler als gut vernetzten Forscher im internationalen Austausch. Zugleich beschreibt das Buch die enge Freundschaft zur Bauhaus-Familie Feininger. Sie war für ihn persönlicher Halt und Ausgangspunkt seines Handelns.</p><p>Mehrere Publikationen haben sich nach Rothmalers Tod mit seinem Leben befasst. Die aktuelle Biografie greift sie auf und ergänzt sie um neue Quellen. Archivakten aus dem Universitätsarchiv Greifswald, Einträge in Taschenkalendern und Reisepässen zeichnen ein differenzierteres Bild der iberischen Jahre und ihrer Vorbereitung. Sie korrigieren damit den Blick, den die Forschung bislang auf diese Phase geworfen hat.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em> Henry Witt, Sabine Witt, Susanne Dotzer: Werner Rothmaler 1908–1962. Biografie eines ungewöhnlichen Botanikers. Mit einem Vorwort von Michael Succow. Callidus Verlag, ISBN 978-3-949534-41-6.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/c/csm_Portraetfoto_Werner_Rothmaler_f0e1b5599c.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-274899</guid><pubDate>Wed, 06 May 2026 08:19:53 +0200</pubDate><title>Effizienz rettet Leben: Neues Fachbuch zum internationalen Gesundheitsmanagement erschienen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/effizienz-rettet-leben-neues-fachbuch-zum-internationalen-gesundheitsmanagement-erschienen-274899/</link><description>Mit dem Fachbuch „International Healthcare Management. Towards Efficiency, Effectiveness and Equity of Healthcare Systems in Low- and Middle-Income Countries“ von Prof. Dr. Steffen Fleßa ist im De Gruyter Brill Verlag kürzlich ein Werk erschienen, das eine kritische Lücke in der aktuellen Fachliteratur schließt. Während Lehrbücher zur Gesundheitsökonomie oder zum Gesundheitsmanagement häufig die Realitäten der Gesundheitsversorgung für die Mehrheit der Weltbevölkerung vernachlässigen, widmet sich das neue Fachbuch bewusst auch Ländern mit geringen Ressourcen. Es zeigt Wege auf, wie Effizienz, Effektivität und Gerechtigkeit verbessert werden können.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Mit dem Fachbuch „International Healthcare Management. Towards Efficiency, Effectiveness and Equity of Healthcare Systems in Low- and Middle-Income Countries“ von Prof. Dr. Steffen Fleßa ist im De Gruyter Brill Verlag kürzlich ein Werk erschienen, das eine kritische Lücke in der aktuellen Fachliteratur schließt. Während Lehrbücher zur Gesundheitsökonomie oder zum Gesundheitsmanagement häufig die Realitäten der Gesundheitsversorgung für die Mehrheit der Weltbevölkerung vernachlässigen, widmet sich das neue Fachbuch bewusst auch Ländern mit geringen Ressourcen. Es zeigt Wege auf, wie Effizienz, Effektivität und Gerechtigkeit verbessert werden können.</p><p>In wohlhabenden Industrienationen konzentriert sich die Gesundheitsökonomie oft auf die Optimierung bereits funktionierender Prozesse. In Ländern mit niedrigem Einkommen hingegen stehen existenzielle Fragen im Vordergrund. So lebt der Großteil der Weltbevölkerung in Regionen, in denen ein gravierender Mangel an medizinischen Ressourcen herrscht. In diesem Kontext wird wirtschaftliche Effizienz zu einer ethischen Verantwortung, da sie direkt über den Zugang zu lebensnotwendiger Versorgung entscheidet.</p><p><strong>Effizienz als ethische Verpflichtung</strong><br>„Wo Ressourcen knapp sind, entscheidet ihr Einsatz oft über Leben und Tod“, sagt Steffen Fleßa, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement an der Universität Greifswald. „Was ineffizient verwendet, das heißt verschwendet wird, steht an anderer Stelle nicht mehr für die Versorgung von Patient*innen zur Verfügung. Effizienz ist daher weit mehr als ein wirtschaftliches Prinzip – sie ist eine ethische Verpflichtung, insbesondere in Ländern mit äußerst begrenzten Mitteln. Genau hier setzt das Internationale Gesundheitsmanagement an: Es geht darum, Strukturen und Prozesse so zu verbessern, dass mit den vorhandenen Ressourcen möglichst viele Menschen wirksam und gerecht versorgt werden können.“</p><p>Aus dieser Überzeugung heraus versteht Steffen Fleßa International Healthcare Management nicht als Verwaltung, sondern als die Lehre von der Verbesserung der Gesundheit für die ganze Bevölkerung durch die Steigerung der Systemeffizienz. Sein besonderes Anliegen ist es, Gerechtigkeit durch Effizienz zu schaffen: Ressourcen freizusetzen, um die Sterblichkeit zu senken und die Lebensqualität von Milliarden von Menschen zu verbessern.</p><p><strong>Ein ganzheitlicher Ansatz aus 35 Jahren Praxiserfahrung</strong><br>Um diesen komplexen Herausforderungen gerecht zu werden, reicht ein rein betriebswirtschaftlicher Blick nicht aus. Basierend auf seiner mehr als 35-jährigen internationalen Berufserfahrung – unter anderem in Tansania, Kambodscha, Vietnam, Venezuela und Usbekistan – verfolgt Fleßa einen interdisziplinären Ansatz. Durch die Verknüpfung ökonomischer Prinzipien mit Erkenntnissen aus der Epidemiologie, Geografie und Ethnologie sowie weiterer Fachgebiete schafft er eine interdisziplinäre Perspektive, die über herkömmliche Managementansätze hinausreicht. Nur so entsteht ein ganzheitliches Bild der Gesundheitssysteme, das die realen Hindernisse vor Ort tatsächlich berücksichtigt.</p><p>„Jede verschwendete Ressource fehlt dort, wo sie Leben retten könnte“, beschreibt Fleßa seine Motivation. „Das Ziel des Buches ist es, Fach- und Führungskräften konkrete Instrumente an die Hand zu geben, um Gesundheitssysteme besser zu analysieren, zu bewerten und gestalten zu können – etwa durch die Analyse von Angebot und Nachfrage oder die Gestaltung effizienterer Finanzierungsmodelle. Die zentrale These des Werkes bleibt dabei stets aktuell: Effizienz ist nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern kann unmittelbar Menschenleben retten.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em> Fleßa, Steffen. International Healthcare Management: Towards Efficiency, Effectiveness and Equity of Healthcare Systems in Low- and Middle-Income Countries, De Gruyter, 2026.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1515/9783112217290" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1515/9783112217290</a></p><p>Prof. Dr. Steffen Fleßa ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement sowie seit April 2026 Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald. Mit seiner langjährigen Erfahrung in Forschung und Praxis – unter anderem in Tansania, Kenia, Vietnam, Kambodscha und Usbekistan – spezialisierte er sich auf das Gesundheitsmanagement in peripheren Regionen sowie in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.&nbsp;</p><p><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Steffen Fleßa<br>Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement<br>Friedrich-Loeffler-Straße 70, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2476<br><a href="mailto:steffen.flessa@uni-greifswald.de" class="mail-link">steffen.flessa@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/2/8/csm_flessa-steffe-prof-dr-20200923-DSC_3039-jm-300dpi-3000xnn-srgb_11c1424e67.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-274153</guid><pubDate>Wed, 29 Apr 2026 11:10:19 +0200</pubDate><title>Schnelle Evolution im Klimawandel: Universität Greifswald zeigt rasante genetische Anpassung der Wespenspinne</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/schnelle-evolution-im-klimawandel-universitaet-greifswald-zeigt-rasante-genetische-anpassung-der-wespenspinne-274153/</link><description>Nur wenige Jahrzehnte haben gereicht: Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) hat ihr Verbreitungsgebiet vom Mittelmeerraum bis nach Nordeuropa – sogar bis nach Süd-Finnland – erweitert. Dabei hat sie sich rasanter genetisch angepasst als bislang für möglich gehalten. Das zeigt eine neue Studie von Forschenden der Universität Greifswald, die jetzt in der Fachzeitschrift Ecological Monographs veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, wie Arten auf den Klimawandel reagieren – und wie rasch Evolution tatsächlich ablaufen kann.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Nur wenige Jahrzehnte haben gereicht: Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) hat ihr Verbreitungsgebiet vom Mittelmeerraum bis nach Nordeuropa – sogar bis nach Süd-Finnland – erweitert. Dabei hat sie sich rasanter genetisch angepasst als bislang für möglich gehalten. Das zeigt eine neue Studie von Forschenden der Universität Greifswald, die jetzt in der Fachzeitschrift Ecological Monographs veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, wie Arten auf den Klimawandel reagieren – und wie rasch Evolution tatsächlich ablaufen kann.</p><p>„In unserer Studie haben wir eine Art untersucht, die ihr Verbreitungsgebiet schneller erweitert hat als dies allein durch Klimawandel zu erklären wäre. Von solchen Arten können wir lernen, welche Mechanismen einer schnellen Ausbreitung, sogar über verschiedene klimatische Zonen hinweg, zugrunde liegen“, sagt Prof. Dr. Gabriele Uhl, Abteilungsleiterin am Zoologischen Institut und Museum (Allgemeine und Systematische Zoologie) der Universität Greifswald.</p><p>Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie Organismen mit sich verändernden Umweltbedingungen umgehen. Dabei kommen verschiedene Mechanismen infrage: genetische Anpassung durch zufällige, vorteilhafte Mutationen, die Abwanderung in geeignete Lebensräume oder – wenn beides nicht möglich ist – das lokale Aussterben von Populationen oder Arten. Auch die sogenannte phänotypische Plastizität, also die Fähigkeit von Individuen, ihre Eigenschaften abhängig von den Umweltbedingungen zu verändern – ohne Veränderung der Erbanlagen – spielt dabei eine wichtige Rolle.</p><p>Das Forschungsteam um Prof. Dr. Gabriele Uhl und die Erstautorin Dr. Monica M. Sheffer von der Universität Greifswald untersuchte Wespenspinnen aus verschiedenen Regionen Europas und kombinierte genetische Analysen mit ökologischen, morphologischen und physiologischen Untersuchungen über mehrere Entwicklungsstadien hinweg. Ergänzend führten sie Experimente unter kontrollierten Bedingungen durch, in denen Winterbedingungen aus nördlichen und südlichen Lebensräumen simuliert wurden, um zu untersuchen, ob sich die Tiere aus den beiden Regionen in ihrer Reaktion unterscheiden.</p><p><strong>Zwei genetische Gruppen – getrennt durch eine schmale Linie</strong><br>Ein zentrales Ergebnis: Die Populationen der Wespenspinne lassen sich in zwei genetische Gruppen unterteilen, die durch eine überraschend schmale Linie getrennt sind, die schräg durch Mitteldeutschland verläuft. Diese genetische Trennung korreliert mit klimatischen Unterschieden, insbesondere im Winter.</p><p>„Unsere Ergebnisse zeigen, dass genetische Differenzierung deutlich schneller stattfinden kann als bisher angenommen“, sagt Professorin Uhl. Die Analysen zeigen zudem, dass sich nördliche und südliche Populationen in ihrer Kältetoleranz, Entwicklungsgeschwindigkeit und Fortpflanzung unterscheiden. Diese Unterschiede sind zum Teil genetisch bedingt. Gleichzeitig weist die Art eine ausgeprägte phänotypische Plastizität auf, die ihre erfolgreiche Ausbreitung begünstigt.</p><p><strong>Bedeutung für Klimaforschung</strong><br>Die Studie unterstreicht, wie wichtig es ist, verschiedene Lebensstadien und biologische Eigenschaften gemeinsam zu betrachten, um Anpassungsprozesse zu verstehen. Dies ist besonders relevant vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels.</p><p>Aktuelle Anschlussstudien zeigen zudem, dass wärmere Winter im Mittelmeerraum negative Auswirkungen auf die Überlebenswahrscheinlichkeit der Jungtiere haben können. Langfristig könnte dies sogar zu einem Rückzug der Art aus ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet führen.</p><p>Weitere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Temperaturbedingungen im Herbst noch Monate später die Überlebenswahrscheinlichkeit und Kondition der Tiere beeinflussen können – sogenannte langfristige „Spill-over-Effekte“, die bislang kaum erforscht sind.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Die Arbeit entstand im Rahmen des Graduiertenkollegs RESPONSE durch die enge Zusammenarbeit mehrerer Arbeitsgruppen der Universität Greifswald sowie Partnern in Deutschland und den USA. Geleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Gabriele Uhl, maßgeblich beteiligt war die Doktorandin Monica M. Sheffer.<br>Sheffer, Monica M., Brian Schulze, Linda Zander, Pierick Mouginot, Thomas Naef, Michael Lalk, Martina Wurster et al. 2026. “Rapid Ecological and Evolutionary Divergence during a Poleward Range Expansion.” <a href="https://doi.org/10.1002/ecm.70047" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Ecological Monographs</em></a>.&nbsp;<br><a href="https://unpaywall.org/products/extension" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Open-Access-Publikation</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Gabriele Uhl<br>Zoologisches Institut und Museum<br>Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4242<br><a href="mailto:gabriele.uhl@uni-greifswald.de" class="mail-link">gabriele.uhl@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/0/csm_Wespenspinne-Weibchen-im-Freiland20180729_1e363fd05d.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-274135</guid><pubDate>Wed, 29 Apr 2026 10:06:45 +0200</pubDate><title>80. Greifswalder Bachwoche</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/80-greifswalder-bachwoche-274135/</link><description>Die 80. Greifswalder Bachwoche vom 1. bis 7. Juni 2026 steht als traditionsreichstes Musikfestival Mecklenburg-Vorpommerns ganz im Zeichen des Jubiläums. Das Motto „BACH ad infinitum“ betont einerseits die ununterbrochene Kontinuität der vorangegangenen Bachwochen. Es ist andererseits der Versuch, die nahezu unbegrenzten Dimensionen der Musik Johann Sebastian Bachs zu umschreiben. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die 80. Greifswalder Bachwoche vom 1. bis 7. Juni 2026 steht als traditionsreichstes Musikfestival Mecklenburg-Vorpommerns ganz im Zeichen des Jubiläums. Das Motto „BACH ad infinitum“ betont einerseits die ununterbrochene Kontinuität der vorangegangenen Bachwochen. Es ist andererseits der Versuch, die nahezu unbegrenzten Dimensionen der Musik Johann Sebastian Bachs zu umschreiben. </p><p>Als prominente Jubiläums-Gäste werden erwartet: das Europäische Hanse-Ensemble, das preisgekrönte Calmus Ensemble Leipzig, Georg Kallweit, Konzertmeister der Akademie für Alte Musik Berlin, die NDR-Bigband und nicht zuletzt das Kammerorchester der Komischen Oper Berlin und Brasscussion mit eigens für die Bachwoche komponierten und arrangierten Werken. Ein wissenschaftliches Symposium wird sich mit der Grenzenlosigkeit der Musik Bachs auseinandersetzen. In den Morgenmusiken werden Bach-Kantaten aus acht Dekaden der Greifswalder Bachwochen-Geschichte aufgeführt. Der Nachwuchsförderung widmet sich der alle zwei Jahre stattfindende internationale Gesangswettbewerb „CantateBach!“. Den krönenden Abschluss der Jubiläums-Bachwoche bildet die Aufführung der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach mit dem Greifswalder Domchor.</p><p><strong>Kontakt</strong><br>Dompastor Dr. Tilman Beyrich&nbsp;<br>Greifswalder Bachwoche&nbsp;<br><a href="mailto:presse@greifswalder-bachwoch.de" class="mail-link">presse@greifswalder-bachwoch.de</a>&nbsp;<br><a href="http://www.greifswalder-bachwoche.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.greifswalder-bachwoche.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>news intern uni</category><category>Campusleben</category><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.3._Veranstaltungskalender/1.1.3.2_Veranstaltungsuebersicht/veranstaltungen-2026/Titelbild_Bachwoche_2026.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-273955</guid><pubDate>Tue, 28 Apr 2026 07:41:29 +0200</pubDate><title>Wie Bakterien aktivierte Essigsäure als Baustein für ihre Zellbildung nutzen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wie-bakterien-aktivierte-essigsaeure-als-baustein-fuer-ihre-zellbildung-nutzen-273955/</link><description>Forschende der Universität Greifswald haben einen neuen Mechanismus entdeckt, wie Bakterien wie Bacillus subtilis die Herstellung des zentralen Stoffwechselmoleküls Acetyl-Coenzym A (Acetyl-CoA) regulieren können. Acetyl-CoA, auch als aktivierte Essigsäure bekannt, spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Nährstoffen, d. h. Proteine, Kohlenhydrate und Fette, und nimmt damit eine Schlüsselposition im Stoffwechsel aller Zellen ein. Bislang war unklar, wie Bakterien die Produktion und den Abbau von aktivierter Essigsäure koordinieren können. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten neuen Erkenntnisse zeigen nun, dass Bacillus subtilis einen speziellen Mechanismus nutzt, um beides perfekt abzustimmen. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Forschende der Universität Greifswald haben einen neuen Mechanismus entdeckt, wie Bakterien wie Bacillus subtilis die Herstellung des zentralen Stoffwechselmoleküls Acetyl-Coenzym A (Acetyl-CoA) regulieren können. Acetyl-CoA, auch als aktivierte Essigsäure bekannt, spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Nährstoffen, d. h. Proteine, Kohlenhydrate und Fette, und nimmt damit eine Schlüsselposition im Stoffwechsel aller Zellen ein. Bislang war unklar, wie Bakterien die Produktion und den Abbau von aktivierter Essigsäure koordinieren können. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten neuen Erkenntnisse zeigen nun, dass Bacillus subtilis einen speziellen Mechanismus nutzt, um beides perfekt abzustimmen. </p><p>Wenn Zellen im Überfluss mit Nährstoffen versorgt sind, müssen sie entscheiden: Energie gewinnen oder Bausteine für Wachstum schaffen? Im Zentrum dieser Weichenstellung steht das Acetyl-Coenzym A, welches den Abbau von Nährstoffen mit dem Aufbau von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten verbindet und damit ein Schlüsselknotenpunkt des gesamten Stoffwechsels bei der Zellbildung ist. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts ist es einem Greifswalder Forschungsteam um Prof.&nbsp;Dr.&nbsp;Michael Lammers vom Institut für Biochemie nun gelungen, einen bislang unbekannten Regulationsmechanismus zur Herstellung dieses wichtigen Moleküls in Bakterien wie <em>Bacillus subtilis</em> aufzuklären. In diesen Bakterien entsteht Acetyl-CoA aus Essigsäure, aus dem universellen zellulären Energieträger Adenosintriphosphat (ATP) und aus dem Molekül Coenzym A, welches für die Erhöhung der biochemischen Reaktivität der Essigsäure wichtig ist. Diese Reaktion wird in Zellen von einem Biokatalysator, dem Enzym Acetyl-CoA-Synthetase (AcsA), katalysiert. Die Aktivität dieses Enzyms kann wie ein Lichtschalter durch das Anknüpfen und Entfernen einer kleinen biochemischen Modifikation, der Acetylierung der Aminosäure Lysin, an- oder ausgeschaltet werden. Als Konsequenz ist das Vorhandensein dieser Modifikation entscheidend dafür, ob Acetyl-CoA gebildet wird oder nicht: ist die Modifikation vorhanden, ist das Enzym AcsA inaktiv; ist sie&nbsp;nicht&nbsp;vorhanden, ist es aktiv.</p><p><strong>Ein Protein als Sensor: AcuB und die Energieversorgung der Zelle</strong><br>Das Forschungsteam um Lammers und dem Doktoranden und Erstautor der Studie, Markus Janetzky (M.&nbsp;Sc. Biochemie), konnte den genauen Aufbau und die Funktion des Proteins AcuB auf molekularer Ebene exakt aufklären. AcuB ist ein Protein, das wie ein Sensor des aktuellen Energiezustandes in den Zellen wirkt und die Herstellung aktivierter Essigsäure koordiniert. Es kann direkt an das Enzym AcuC binden und dessen katalytische Aktivität hemmen. AcuC ist biochemisch betrachtet eine sogenannte Deacetylase, welche die Modifikation am Biokatalysator AcsA entfernen und dieses damit für die Herstellung von Acetyl-CoA aktivieren kann. Die Studie zeigt, dass dabei der Energiezustand der Zelle entscheidend ist. AcuB hemmt AcuC nur, wenn es Adenosinmonophosphat (AMP) gebunden hat. AMP ist in Zellen im Gegensatz zu ATP ein Indikator für eine niedrige Energieladung. So stellt die Zelle sicher, dass sie nur dann Acetyl-CoA produziert, wenn sie genug Energie hat, um lebenswichtige Prozesse wie Wachstum oder Reparatur durchzuführen.&nbsp;</p><p>An der Studie waren weitere Arbeitsgruppen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald beteiligt. Eine wichtige Rolle spielten Molekulardynamik (MD)-Simulationen, die durch Norman Geist vom Institut für Biochemie in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Mihaela Delcea durchgeführt wurden. „Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig auch die Dynamik der Formveränderungen von Proteinen für deren Funktion ist“, erklärt Lammers. „Durch die Bindung verschiedener Adeninnukleotide wirkt AcuB wie ein Sensor des zellulären Energiestatus – es passt indirekt die Aktivität des Enzyms zur Herstellung von Acetyl-Coenzym A an den Stoffwechselzustand der Zelle an. Dies ist ein bislang unbekannter Mechanismus, der unser Verständnis der Stoffwechselkoordination in Bakterien erweitert.“</p><p><strong>Neuer Mechanismus mit weiteren Auswirkungen</strong><br>Beginnend mit den Forschungsarbeiten des Mikrobiologen Prof. Dr. Michael Hecker steht <em>Bacillus subtilis</em> und dessen Metabolismus bereits seit vielen Jahren im Fokus der Forschung an der Universität Greifswald. Die neuen Erkenntnisse liefern nicht nur Einblicke in die Koordination der Herstellung von Acetyl-CoA, sie eröffnen auch neue Wege zur Erforschung einer bislang nur unvollständig unverstandenen Enzymklasse in Bakterien: den Lysin-Deacetylasen. „Unsere Daten unterstützen, dass diese Regulation von Enzymaktivitäten eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Proteinfunktionen und der Anpassung an den metabolischen Zustand in Bakterien spielen“, sagt Janetzky. „Damit liefern wir neue Einblicke in grundlegende Regulationsmechanismen zellulärer Prozesse. Unsere Ergebnisse zeigen, wie dynamisch bakterielle Systeme auf Veränderungen in der Umgebung reagieren und den Stoffwechsel daran anpassen. So wird unser Verständnis molekularer Anpassungsstrategien erweitert.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Publikation: Janetzky, M., Geist, N., Schulze, S. et al.&nbsp;AcuB senses cellular energy charge to coordinate acetyl-CoA synthesis in bacteria.&nbsp;Nat Commun 17, 3815 (2026).&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1038/s41467-026-71006-w" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1038/s41467-026-71006-w</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Michael Lammers<br>Institut für Biochemie<br>Abt. Synthetische &amp; Strukturelle Biochemie<br>Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4365<br><a href="mailto:michael.lammers@uni-greifswald.de" class="mail-link">michael.lammers@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/1/4/csm_Bakterienmechanismus-20260316-_MG_2636-ZVZ-350dpi_sRGB_296ed23875.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-273301</guid><pubDate>Wed, 22 Apr 2026 11:58:24 +0200</pubDate><title>CONCENTRATE: Kohlenstoffspeicherung im Ozean verstehen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/concentrate-kohlenstoffspeicherung-im-ozean-verstehen-273301/</link><description>Welche Mechanismen im marinen Kohlenstoffkreislauf steuern, wie Zuckermoleküle verstoffwechselt werden? Darum geht es bei einem Treffen des Transregio-Sonderforschungsbereich TRR 420 CONCENTRATE am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Vom 14. bis 17. April trafen sich rund 50 Forschende aus dem Konsortium, um ihre aktuellen Forschungsvorhaben zu diskutieren, sich zu vernetzen und weitere Formen der Zusammenarbeit sowie gegenseitige Unterstützung auszuloten.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Welche Mechanismen im marinen Kohlenstoffkreislauf steuern, wie Zuckermoleküle verstoffwechselt werden? Darum geht es bei einem Treffen des Transregio-Sonderforschungsbereich TRR 420 CONCENTRATE am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Vom 14. bis 17. April trafen sich rund 50 Forschende aus dem Konsortium, um ihre aktuellen Forschungsvorhaben zu diskutieren, sich zu vernetzen und weitere Formen der Zusammenarbeit sowie gegenseitige Unterstützung auszuloten.</p><p>Der Transregio-Sonderforschungsbereich TRR 420 CONCENTRATE, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), untersucht, wie Kohlenstoff im Ozean gespeichert wird. Im marinen Kohlenstoffkreislauf werden Zuckermoleküle (Glykane), die von Algen produziert werden, eigentlich vollständig durch Bakterien und Pilze abgebaut. Überraschenderweise finden sich jedoch große Mengen dieser Verbindungen im Wasser und sogar am Meeresboden wieder.</p><p>CONCENTRATE geht der Frage nach, warum ein Teil dieses Kohlenstoffs dem Abbau entgeht und möglicherweise langfristig im Ozean gebunden wird, mit direkten Auswirkungen auf das Klima. Forschende der Universität Bremen, der Universität Greifswald, der Technischen Universität Berlin, des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde, des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam sowie des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen untersuchen dazu anhand von 14 Arbeitshypothesen die zugrunde liegenden Prozesse von der molekularen bis zur ökologischen Ebene.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Thomas Schweder&nbsp;<br>Sprecher des TRR 420 CONCENTRATE&nbsp;<br>Institut für Pharmazie, Pharmazeutische Biotechnologie&nbsp;<br>Felix-Hausdorff-Straße 3, 17489 Greifswald&nbsp;<br>Telefon +49 3834 420 4212&nbsp;<br><a href="mailto:schweder@uni-greifswald.de" class="mail-link">schweder@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Bremen</strong><br>Prof. Dr. Jan-Hendrik Hehemann&nbsp;<br>Co-Sprecher des TRR 420 CONCENTRATE&nbsp;<br>Fachbereich 2 Biologie/ Chemie &amp; MARUM:&nbsp;<br>Arbeitsgruppe Kohlenstoffspeicherung und Glykobiochemie&nbsp;<br>Leobener Straße 8, 28359 Bremen&nbsp;<br>Telefon +49 421 218 63072&nbsp;<br><a href="mailto:hehemann@uni-bremen.de" class="mail-link">hehemann@uni-bremen.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/c/a/csm_gruppenbild-concentrate-2026-300pdi-srgb-3000xnn_85f5e99886.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-273265</guid><pubDate>Wed, 22 Apr 2026 10:51:44 +0200</pubDate><title>Der Nordische Klang 2026 – von Pop, Joik und Jazz bis zu Comedy ist alles dabei!</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/der-nordische-klang-2026-von-pop-joik-und-jazz-bis-zu-comedy-ist-alles-dabei-273265/</link><description>Am 08.05.2026 startet das Festival Nordischer Klang zum 35. Mal offiziell, dieses Jahr unter Schirmherrschaft der Färöer-Inseln mit Dänemark als Partnerland. Das zehntägige Programm steht fest und der Kartenvorverkauf auf der Website des Nordischen Klangs ist voll in Gange. Auch die Klangkarte, die als Festival-Pass vergünstigten Eintritt bietet, kann dieses Jahr wieder erworben werden. Zum diesjährigen Festival werden bei den rund 40 Veranstaltungen etwa 9000 Besuchende erwartet. Es lohnt sich also, schnell zu sein, um möglichst viele der über 100 Künstler*innen erleben zu können.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Am 08.05.2026 startet das Festival Nordischer Klang zum 35. Mal offiziell, dieses Jahr unter Schirmherrschaft der Färöer-Inseln mit Dänemark als Partnerland. Das zehntägige Programm steht fest und der Kartenvorverkauf auf der Website des Nordischen Klangs ist voll in Gange. Auch die Klangkarte, die als Festival-Pass vergünstigten Eintritt bietet, kann dieses Jahr wieder erworben werden. Zum diesjährigen Festival werden bei den rund 40 Veranstaltungen etwa 9000 Besuchende erwartet. Es lohnt sich also, schnell zu sein, um möglichst viele der über 100 Künstler*innen erleben zu können.</p><p>Arrivierte Musikgrößen, wie die vielseitige Gitte Hænning, und aufregend gute Neuentdeckungen aus dem ganzen Norden, die ihre internationale Laufbahn in Greifswald starten, sorgen für vielfältige Konzerterlebnisse. Die färöische Sängerin jazzygold gibt bei der <strong>Festivaleröffnung in der Stadthalle am 08.05.&nbsp;</strong>eine musikalische Kostprobe zu ihrem Auftritt beim Doppel-Konzert in der darauffolgenden <strong>Pop-Nacht</strong>. Hier hat das Publikum die Chance, jazzygold mit ihrem Ensemble zu erleben, und die schwedische Band Wonders of Stevie spielt eine Hommage an den legendären Pop- und Soul-Künstler Stevie Wonder. Vom 10. bis 12.05.&nbsp;erklingt drei Tage lang&nbsp;nordische Folk-Musik – quasi ein Festival im Festival. Man kann traditionelle Musikinstrumente wie die Nyckelharpa&nbsp;bei Hedin &amp; Meidell oder die Trall-Gesangstradition mit Ulrika Gunnarsson und Anders Larsson kennenlernen. Bei der finnischen Band Thalamus wird in der <strong>Folk-Nacht</strong> das Tanzbein geschwungen, anschließend entführt uns die dänische Band Trolska Polska beim Märchenkonzert in die Welt von Wassernymphen, Kobolden und Elfen. Bei der <strong>Jazz-Nacht</strong> am 13.05. erklingen Eurythmics im neuen Gewand: Das Kristin Korb Trio macht aus Sweet Dreams süße Jazz-Träume. <strong>Klassik</strong> ist u.a. mit dem herausragenden estnischen Talent Tähe-Lee Liiv am Klavier sowie der Partnerstädte-Kooperation der Musikschulen Greifswald, Kotka und Lund vertreten.</p><p>Dieses Jahr erfüllt der Nordische Klang sich und seinem Publikum auch endlich wieder den langgehegten Wunsch nach <strong>Actioncomedy-Theater</strong> vom Feinsten. Die dänische Theaterkompanie Don Gnu füllt an Christi Himmelfahrt mit der nonverbalen Show „Tennis“ die&nbsp;Stadthalle – Sport von seiner irrwitzigen Seite.</p><p>Auch der <strong>Visuelle Klang&nbsp;</strong>und der<strong> Wissensklang&nbsp;</strong>sind mit einer Reihe von Ausstellungen im St. Spiritus und der Rathausgalerie sowie Tagungen und Podiumsdiskussionen im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Teil des kulturellen Programms. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Fennistik und Skandinavistik wird sowohl bei der Tagung Finnisch Nachhaltig als auch beim literarisch-kulinarischen Symposion diskutiert, gelesen und präsentiert.</p><p>Ein echtes Highlight aller Sinne wird in diesem Jahr der <strong>Nordic Vibes-Abend&nbsp;</strong>am 15.05.<strong>&nbsp;</strong>mit der soulig-explosiven estnischen Sängerin RETI und der samischen Musikerin und Joikerin Hildá Länsman, bei dem mitunter traditioneller Joik-Gesang mit Electronica-Beats und Visual Arts interagieren. Das große Finale, das <strong>Abschlussfest</strong>, feiert der Nordische Klang mit der norwegischen Band GiddyGang und Inspector Spacetime aus Island am 16.05.</p><p>Neben den Konzertabenden bietet der Nordische Klang auch ein breites Programm für die kleinen Gäste. Beim <strong>Kinderklang&nbsp;</strong>zeigt die Stadtbücherei am 08.05. den Film „Der Junge und die Wildgänse” und taucht beim Vorlesen am Samstag in nordische Geschichten ein. Im Pommerschen Landesmusum können Kinder ihre eigenen künstlerischen Talente entdecken und Bilder auf Staffeleien malen. Darüber hinaus laden beim <strong>Kulinarischen Klang&nbsp;</strong>verschiedene lokale Restaurants und Cafés dazu ein, die nordische Küche zu&nbsp;erleben.</p><p><strong>Zum Festival</strong><br>Das Greifswalder Festival Nordischer Klang ist die größte alljährliche Genre-übergreifende Veranstaltung in Deutschland, bei der Musik, Kunst und Literatur aus Skandinavien, Finnland und Estland im Mittelpunkt stehen. Gegründet wurde das Festival 1991 am Institut für Fennistik und Skandinavistik und wurde 2024 mit dem Kulturförderungspreis Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Website&nbsp;<a href="http://nordischerklang.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">nordischerklang.de</a>&nbsp;oder unseren Social Media Kanälen auf Facebook und Instagram. Der&nbsp;NDR wird das Festival auch in diesem Jahr als Medienpartner begleiten und&nbsp;unterstützen.</p><p><strong>Kontakt</strong><br>Pauline Hübner&nbsp;<br>Presse &amp; PR<strong>&nbsp;</strong><br><a href="mailto:presse-nokl@uni-greifswald.de" class="mail-link">presse-nokl@uni-greifswald.de</a>&nbsp;<br><a href="https://www.nordischerklang.de/presse" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">nordischerklang.de/presse</a></p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/b/c/csm_Nordischer_Klang2026_Querformat_4zu3_mit_URL_ee6185a24b.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-273160</guid><pubDate>Tue, 21 Apr 2026 10:45:30 +0200</pubDate><title>Neue Stimme im Rektorat: Patrizia Grenz übernimmt Studentisches Prorektorat</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neue-stimme-im-rektorat-patrizia-grenz-uebernimmt-studentisches-prorektorat-273160/</link><description>Mit Patrizia Grenz hat die Universität Greifswald seit dem 1. April 2026 eine neue studentische Prorektorin. Sie folgt auf Lukas Voigt, der sich nicht erneut zur Wahl gestellt hatte und aus dem Amt ausgeschieden ist.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Mit Patrizia Grenz hat die Universität Greifswald seit dem 1. April 2026 eine neue studentische Prorektorin. Sie folgt auf Lukas Voigt, der sich nicht erneut zur Wahl gestellt hatte und aus dem Amt ausgeschieden ist.</p><p>Patrizia Grenz möchte die Studiensituation an der Universität aktiv mitgestalten und setzt dabei klare inhaltliche Schwerpunkte. Ein besonderes Anliegen ist ihr die stärkere Unterstützung von Erstakademiker*innen. „Meine Priorität ist, Unterstützungs- und Beratungsangebote für Erstakademikerinnen zu etablieren“, erklärt sie. Geplant ist unter anderem eine Zusammenarbeit mit der Initiative ArbeiterKind.de.</p><p>Auch beim Nachteilsausgleich sieht die Jurastudentin Verbesserungsbedarf. Zwar existierten entsprechende Regelungen bereits, in der praktischen Umsetzung gebe es jedoch noch Defizite, die sie angehen wolle. Darüber hinaus nennt sie studentisches Wohnen, gute Lehre und faire Studienbedingungen als zentrale Themen ihrer Amtszeit. Gerade bei Studienreformen müsse stärker darauf geachtet werden, die Interessen der Studierenden angemessen zu berücksichtigen.</p><p>Die ersten Wochen im Amt beschreibt Grenz als intensiv und lehrreich. Viele Abläufe und Zuständigkeiten erschlössen sich erst nach und nach, gleichzeitig entstünden bereits erste Ansatzpunkte für neue Projekte. Besonders freue sie sich auf die Zusammenarbeit mit engagierten Kolleg*innen sowie darauf, eigene Ideen umzusetzen und „wirklich sichtbare Veränderungen auf den Weg zu bringen“.</p><p>Ihr Vorgänger Lukas Voigt hatte das Amt in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt und strukturell weiterentwickelt. Schwerpunkte seiner Amtszeit lagen unter anderem auf der Stärkung der Studieneingangsphase sowie auf Initiativen im Bereich studentischen Wohnens.<br>Viele der angestoßenen Projekte seien langfristig angelegt, betont Voigt: „Ich würde sagen, dass wir auf einem guten Weg sind, die Studieneingangsphase nachhaltig zu stärken.“ Auch beim Thema Wohnraum sei es gelungen, „Aufmerksamkeit zu schaffen und konkrete Projekte anzustoßen“.</p><p>Mit Blick auf die Rolle der Studierenden unterstreicht Voigt die Bedeutung von Engagement in der Hochschulpolitik: „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, dass sich Studierende einbringen und die Hochschule mitgestalten.“</p><p>Mit Patrizia Grenz übernimmt die dritte Person das Studentische Prorektorat seit seiner Einführung im Jahr 2022 – erstmals wird das Amt von einer Frau bekleidet.<br><br><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das studentische Prorektorat wurde 2022 eingerichtet und dient als zentrale Anlaufstelle für studentische Anliegen im Rektorat. Gewählt wird die Position jährlich durch den Akademischen Senat.</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Patrizia Grenz<br>Studentische Prorektorin<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1194<br><a href="mailto:prorektor-studierende@uni-greifswald.de" class="mail-link">prorektor-studierende@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/8/csm_Portrait_Patrizia_Grenz-20260408-_MG_3554-ZVZ-350dpi_sRGB_2157fcb559.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-272945</guid><pubDate>Mon, 20 Apr 2026 10:28:04 +0200</pubDate><title>Peinlich, aber nützlich: Warum Scham ein evolutionärer Schutzmechanismus ist</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/peinlich-aber-nuetzlich-warum-scham-ein-evolutionaerer-schutzmechanismus-ist-272945/</link><description>Sie ist unangenehm, ungewohnt und kommt oft überraschend: Scham. Doch wieso empfinden wir sie? Eine neue internationale Studie, an der Forschende der Universität Greifswald mitgewirkt haben, hat die lange als schädlich angesehene Emotion der Scham neu beleuchtet. Das Ergebnis: Scham ist nicht nur ein lästiges Gefühl, sondern erfüllt möglicherweise eine wichtige Funktion. Als evolutionärer Schutzmechanismus kann sie uns helfen, unseren sozialen Ruf zu schützen. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Sie ist unangenehm, ungewohnt und kommt oft überraschend: Scham. Doch wieso empfinden wir sie? Eine neue internationale Studie, an der Forschende der Universität Greifswald mitgewirkt haben, hat die lange als schädlich angesehene Emotion der Scham neu beleuchtet. Das Ergebnis: Scham ist nicht nur ein lästiges Gefühl, sondern erfüllt möglicherweise eine wichtige Funktion. Als evolutionärer Schutzmechanismus kann sie uns helfen, unseren sozialen Ruf zu schützen. </p><p>Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Greifswald hat für die Studie „Cross-cultural evidence that shame is a defense against reputational damage“ untersucht, unter welchen konkreten Bedingungen Menschen besonders starke Scham empfinden. Bisher gilt Scham häufig als belastende und schädliche Emotion, die mit Gefühlen von Unterlegenheit einhergeht und zu Vermeidung und Feindseligkeit führen kann.</p><p><strong>Kein Zufall: Scham reagiert auf konkrete Risiken</strong><br>Doch nun liefern die Ergebnisse der Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift <em>Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS)</em> veröffentlicht wurden, einen neuen Blickwinkel: Scham wirkt als feiner sozialer Kompass, der uns signalisiert, wann Menschen mit ihren Handlungen das Risiko eingehen, von anderen abgewertet zu werden. Als psychologischer Mechanismus soll Scham dabei helfen, mögliche Reputationsschäden zu vermeiden und ist somit nicht nur unangenehm, sondern auch funktional. Ähnlich wie physischer Schmerz, der uns vor körperlichen Verletzungen bewahrt, wie der unbedachte Griff auf eine heiße Herdplatte, hilft Scham dabei, zukünftig vorsichtiger zu sein.</p><p>Unter der Leitung von Erstautor Dr. Yiftach Argaman, Institut für Psychologie der Universität Greifswald, untersuchte das Team die Empfindungen von Probanden aus sechs Ländern, darunter die USA, Niederlande, Portugal, Spanien, Japan und China sowie innerhalb der USA zwei kulturell gegensätzliche Regionen. Für die Studie lasen die Teilnehmenden kurze Szenarien über persönliche Misserfolge, etwa zu schlechten Testergebnissen oder zu mangelnden Kompetenzen in Bezug auf bestimmte Fähigkeiten. Anschließend bewerteten sie, wie stark sie sich in jeder Situation schämen würden. Dabei zeigte sich ein klares Muster über alle geographischen Standorte hinweg: Menschen empfinden Scham stärker, wenn ein Fehler schwerwiegend ist, d. h. insbesondere bei Fähigkeiten, die gesellschaftlich sehr geschätzt sind wie z. B. Intelligenz oder Kommunikationsfähigkeit. Zudem wird Scham intensiver wahrgenommen, wenn ein verursachter Fehler öffentlich sichtbar ist und von anderen beobachtet wird. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Scham sehr präzise auf Situationen reagiert, in denen der eigene soziale Ruf bedroht ist“, erklärt Argaman. „Sie scheint uns dabei zu helfen, die potenziellen sozialen Kosten eines Fehlers einzuschätzen – fast wie ein psychologisches Warnsystem.“&nbsp;</p><p><strong>Scham als unsichtbares Schild gegen Ausgrenzung</strong><br>Scham wird von den Forschenden als Teil eines psychologischen Systems gedeutet, das Menschen hilft, mit einer zentralen Herausforderung in sozialen Gemeinschaften umzugehen: dem Risiko, von anderen abgewertet zu werden. „Wenn andere Menschen jemanden als weniger kompetent, weniger vertrauenswürdig oder weniger kooperativ wahrnehmen, kann dies dazu führen, dass sie weniger Unterstützung bieten oder eher bereit sind, dieser Person zu schaden. In solchen Situationen kann Scham dazu beitragen, potenziell schädliches Verhalten zu vermeiden, Informationen über eigene Fehler zu verbergen oder zu begrenzen oder auch den eigenen sozialen Status wiederherzustellen“, sagt Argaman.&nbsp;</p><p>Obwohl die untersuchten Länder große kulturelle Unterschiede aufweisen – insbesondere zwischen China, den Niederlanden und den USA –, fand sich bei allen ein ähnliches Muster: Unabhängig von Herkunft und Wertvorstellungen reagierten die Menschen weltweit ähnlich auf die beiden Schlüsselfaktoren: die Schwere des Fehlers und seine öffentliche Sichtbarkeit für andere. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass grundlegende Mechanismen der Scham weitestgehend universell sind“, betont Argaman. „Kulturelle Normen beeinflussen vielleicht, wie intensiv Scham erlebt wird oder wie man damit umgeht, doch der Trigger bleibt derselbe. Auch wenn Scham schmerzhaft ist, kann sie letztendlich hilfreich sein, um soziales Verhalten zu regulieren.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p><a href="https://psychologie.uni-greifswald.de/emotion-motivation/" target="_blank" class="external-link">Link zum Forschungsbereich Emotion &amp; Motivation</a>&nbsp;</p><p>Teile der Forschung wurden durch Förderungen der Israel Science Foundation (ISF) und des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) unterstützt.<br><br><em>Publikation</em>:&nbsp;Y. Argaman, D. Sznycer, J. Crusius, F. van Leeuwen, Y. Ohtsubo, H. Ishihara, J. Zhuang, Q. Zhou, T. Castelain, F. Neto, J. Neto, &amp; A. Kron, Cross-cultural evidence that shame is a defense against reputational damage, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 123 (13) e2526787123, <a href="https://doi.org/10.1073/pnas.2526787123" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1073/pnas.2526787123</a> &nbsp;(2026).&nbsp;</p><p><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Yiftach Argaman<br>Institut für Psychologie<br>Franz-Mehring-Straße 47, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3782<br><a href="mailto:iftach.argaman@uni-greifswald.de" class="mail-link">iftach.argaman@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/yiftach-argaman-12988461/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.linkedin.com/in/yiftach-argaman-12988461/</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/04-2026-Medienfotos/Collage-Scham-Symbolfoto-Unsplash.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-272621</guid><pubDate>Thu, 16 Apr 2026 12:40:16 +0200</pubDate><title>Bundesverdienstkreuz für Greifswalder Fennistik-Professor Marko Pantermöller</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bundesverdienstkreuz-fuer-greifswalder-fennistik-professor-marko-pantermoeller-272621/</link><description>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh Prof. Dr. Marko Pantermöller von der Universität Greifswald den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Die Ordensverleihung fand am 16. April 2026 in Stralsund statt. Geehrt wurde der Fennistik-Professor als „einer der herausragenden Akteure und Brückenbauer“ in der Zusammenarbeit mit den nordischen Ländern.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh Prof. Dr. Marko Pantermöller von der Universität Greifswald den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Die Ordensverleihung fand am 16. April 2026 in Stralsund statt. Geehrt wurde der Fennistik-Professor als „einer der herausragenden Akteure und Brückenbauer“ in der Zusammenarbeit mit den nordischen Ländern.</p><p>Wer in Deutschland Fennistik studiert, kommt an Marko Pantermöller kaum vorbei. Denn er hat an der Universität Greifswald die einzige Professur für Fennistik dieses Landes inne. Er lehrt Sprache, Kultur und Literatur Finnlands. Doch er lebt seine Leidenschaft weit über den Hörsaal hinaus.</p><p>In der Zusammenarbeit mit den nordischen Ländern gilt Pantermöller als treibende Kraft. Er vernetzt Wissenschaftler*innen, initiiert Projekte und pflegt enge Kontakte in den Ostseeraum. Dabei bleibt es nicht beim akademischen Austausch. Pantermöller hat auch die Öffentlichkeit im Blick und schlägt Brücken in die Gesellschaft. Seine Beweggründe? „Nach einer ersten allgemeinen Begeisterung für den Norden erlangte ich in meinem Studium der Fennistik und Skandinavistik reflektiertes Wissen darüber, was hinter den zahlreichen Erfolgsgeschichten der offenen nordeuropäischen Gesellschaften steckt. Zugleich ermöglichten mir die sprachlichen Fertigkeiten einen vertieften und privilegierten Zugang zu den in den nordeuropäischen Ländern gelebten Kulturen“, sagt Pantermöller. „Dieses Wissen und die Faszination zu teilen, wurde mir deshalb schon früh zu einem inneren Bedürfnis.“</p><p>Ein zentrales Forum dafür ist der Kulturverein „Nordischer Klang“, in dem er sich seit 16 Jahren auch im Vorstand engagiert. Der Verein richtet jeden Mai in Greifswald ein Festival für Musik und Kunst aus Nordeuropa aus. In diesem Jahr wird es bereits zum 35. Mal stattfinden. Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Wissenschaft – das Programm bringt Studierende und Bürger*innen direkt mit Künstler*innen zusammen. Das ist die größte alljährliche Genre-übergreifende Veranstaltung in Deutschland, bei der Musik, Kunst und Literatur aus Skandinavien, Finnland und Estland im Mittelpunkt stehen</p><p>Auch in der Literaturförderung setzt Pantermöller Akzente. Als geschäftsführender Vorstand der Hans Werner Richter-Stiftung ist er Mitorganisator internationaler Autorentreffen. Die Stiftung lädt jährlich junge Autor*innen aus den Ostseeanrainerstaaten nach Greifswald ein und knüpft damit seit 25 Jahren an die Tradition des Begründers der Gruppe 47 an. Der Austausch über Grenzen hinweg steht im Mittelpunkt. Hinzu kommen weitere Ehrenämter und Initiativen. „Die höchste Anerkennung der Bundesrepublik für Prof. Dr. Marko Pantermöller ist ein Tribut an sein Engagement, das Studierende direkt bereichert und die Universität Greifswald als eine führende Institution im Ostseeraum sichtbar macht“, sagt Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel.&nbsp;</p><p>„Der Moment der hohen Ehrung erfüllte mich vor allem mit Dankbarkeit, Dankbarkeit denen gegenüber, mit denen ich in Vereinen, Netzwerken und Projekten zusammenarbeiten darf“, so Pantermöller, der Europa nicht als abstrakte Idee versteht, sondern als Aufgabe. Er wirbt für Begegnung, Dialog und Zusammenarbeit „damit Europa weiter zusammenwächst und Völkerverständigung gelebt wird“, so das Bundespräsidialamt.<br>Zu den ersten Gratulanten gehörte der Botschafter von Finnland, S.E. Kai Sauer, der in seinem Glückwunschschreiben für „den unschätzbaren Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Finnland, Deutschland und den nordischen Ländern“ dankte und hervorhob, dass der Geehrte das Bild Finnlands in Deutschland nachhaltig und positiv zu präge.<br><br><strong>Weitere Informationen</strong><br>Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird an in- und ausländische Bürger*innen für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden.<br><a href="https://www.nordischerklang.de/home" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nordischer Klang</a><br><a href="https://richter-stiftung.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Hans &nbsp;Werner Richter-Stiftung</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Marko Pantermöller<br>Institut für Fennistik und Skandinavistik<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3611<br><a href="mailto:panter@uni-greifswald.de" class="mail-link">panter@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/3/e/csm_Bundesverdienstkreu_Prof_Pantermoeller_II_15742fb7d9.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-272582</guid><pubDate>Thu, 16 Apr 2026 10:05:59 +0200</pubDate><title>Verdienstorden für Greifswalder Nierenforscherin: Prof. Nicole Endlich wird für ihr wissenschaftliches und gesellschaftliches Engagement geehrt</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/verdienstorden-fuer-greifswalder-nierenforscherin-prof-nicole-endlich-wird-fuer-ihr-wissenschaftliches-und-gesellschaftliches-engagement-geehrt-272582/</link><description>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete gestern die Nierenforscherin Prof. Nicole Endlich mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Er würdigte damit ihre unermüdliche Arbeit auf der Suche nach besserer Hilfe für Menschen mit Nierenerkrankungen. Prof. Nicole Endlich von der Universitätsmedizin Greifswald verbindet Grundlagenforschung mit der Verbesserung von Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten. Zugleich setzt sie sich für die Verbesserung der Nierenforschung insgesamt ein und treibt Innovationen auch als Unternehmensgründerin voran. Für ihr vielschichtiges Engagement nahm sie gestern in Stralsund das so genannte Bundesverdienstkreuz entgegen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete gestern die Nierenforscherin Prof. Nicole Endlich mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Er würdigte damit ihre unermüdliche Arbeit auf der Suche nach besserer Hilfe für Menschen mit Nierenerkrankungen. Prof. Nicole Endlich von der Universitätsmedizin Greifswald verbindet Grundlagenforschung mit der Verbesserung von Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten. Zugleich setzt sie sich für die Verbesserung der Nierenforschung insgesamt ein und treibt Innovationen auch als Unternehmensgründerin voran. Für ihr vielschichtiges Engagement nahm sie gestern in Stralsund das so genannte Bundesverdienstkreuz entgegen.</p><p>Prof. Nicole Endlich ist seit Jahrzehnten Treiberin in der Nierenforschung und dafür weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns und der Bundesrepublik hinaus bekannt. Erst im Januar dieses Jahres baute sie eine transatlantische Kooperation mit der University of Texas Medical Branch im texanischen Galveston auf. Der Delegationsreise ging die Entdeckung eines Teams unter Leitung von Prof. Endlich am Institut für Anatomie und Zellforschung voraus. Die Wissenschaftler forschten an sogenannten Exosomen, die als winzige, natürliche Transportkapseln sicher und effizient RNA-Moleküle in die Zellen transportieren können. Das Verfahren birgt langfristig großes Potential zur Entwicklung neuer RNA-basierter Therapieansätze. Bei ihrem Forschungsteam handelte es sich um die erste Arbeitsgruppe weltweit, die ein derartiges Verfahren erfolgreich an Nierenzellen realisieren konnte. Die Arbeit erhielt zudem von der Anatomische Gesellschaft einen Preis als herausragende wissenschaftliche Publikation.</p><p>Endlich geht an ihrem Institut die neuen Wege, um die Wissenschaft zur Nierenforschung voranzutreiben. Vor einigen Jahren entwickelte ihr Institut die sogenannte PEMP-Methode, um auch die feinsten Strukturen der Niere sichtbar zu machen. Hohe Geschwindigkeit, Genauigkeit und Standardisierbarkeit – das mache die PEMP-Methode im Vergleich zu klassischen Verfahren so besonders, so Endlich. Das Ergebnis: eine bessere Diagnostik und eine schnellere und präzisere Forschung für Medikamente.</p><p>Die Nierenforschung ist gerade in Mecklenburg-Vorpommern von besonderer Relevanz. Hier im Bundesland liegt der Anteil von Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen mit 17 Prozent signifikant über dem Bundesdurchschnitt von 10 Prozent. In Greifswald hat sie schon vor Jahren einen Nierentag mit internationaler Fachbeteiligung und dazugehörender Spenden-Party etabliert, während der sie regelmäßig als DJane auflegt.</p><p>Prof. Nicole Endlich lehrt und forscht seit 2005 in Greifswald. Sie kam von der Universität Heidelberg, wo sie Chemie studiert, promoviert und sich in Anatomie und Zellbiologie habilitiert hat. 2018 rief sie den Nordverbund Niere „Save the Kidney” e. V. ins Leben; im Folgejahr gründete sie gemeinsam mit ihrem Sohn das Startup Nipoka GmbH.</p><p>„Nicole Endlich ist eine leidenschaftliche und herausragende Forscherin, die den Nutzen für die Patientinnen und Patienten jederzeit klar vor Augen hat“, betont Prof. Klaus Hahnenkamp, stellvertretender Ärztlicher Vorstand der Unimedizin: „Sie ist Netzwerkerin im allerbesten Sinne und damit eine herausragende Kämpferin für alle Menschen, die von einer Nierenerkrankung betroffen sind. Der gesamte Vorstand gratuliert ihr sehr herzlich zu dieser Auszeichnung, über die wir nur sagen können: Die hat sie verdient.“</p><p><strong>Quelle</strong><br>Medieninformation der Universitätsmedizin Greifswald (16.04.2026)</p><p><strong>Kontakt an der Universitätsmedizin Greifswald</strong><br>Christian Arns<br>Pressesprecher &amp; Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Marketing<br>Walther-Rathenau-Straße 46, 17475 Greifswald<br>Telefon +49 3834 86 5288<br><a href="mailto:christian.arns@med.uni-greifswald.de" class="mail-link">christian.arns@med.uni-greifswald.de</a><br><a href="http://www.medizin.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.unimedizin-greifswald.de</a></p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>--- ext. Suche ausschließen ---</category><category>Medieninformationen</category><category>Forschung</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/f/5/csm_UM-Prof-DrNicole-Endlich-20252912-Portrait-hm-umg-300pdi-srgb-3000xnn_b67c154c1c.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-272558</guid><pubDate>Thu, 16 Apr 2026 09:00:49 +0200</pubDate><title>Wenn das Meer sein Licht verliert: Greifswalder Forschende bringen juristische Perspektive auf ein unterschätztes Umweltproblem an </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wenn-das-meer-sein-licht-verliert-greifswalder-forschende-bringen-juristische-perspektive-auf-ein-unterschaetztes-umweltproblem-an-272558/</link><description>Das Licht im Meer verändert sich. Küsten leuchten heller, Wasser wird trüber. Was für Badegäste kaum sichtbar ist, trifft Algen, Fische und Plankton mit voller Wucht. Das internationale Forschungsprojekt ISOLUME (IndicatorS Of changing Lightscapes in Under-water Marine Ecosystems) untersucht, wie sich die Lichtverhältnisse in europäischen Meeren wandeln – und was das für die Ökosysteme bedeutet. Das Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) der Universität Greifswald unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Schlacke untersucht, wie nationale, europäische und internationale Regelwerke mit Lichtverschmutzung umgehen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Das Licht im Meer verändert sich. Küsten leuchten heller, Wasser wird trüber. Was für Badegäste kaum sichtbar ist, trifft Algen, Fische und Plankton mit voller Wucht. Das internationale Forschungsprojekt ISOLUME (IndicatorS Of changing Lightscapes in Under-water Marine Ecosystems) untersucht, wie sich die Lichtverhältnisse in europäischen Meeren wandeln – und was das für die Ökosysteme bedeutet. Das Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) der Universität Greifswald unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Schlacke untersucht, wie nationale, europäische und internationale Regelwerke mit Lichtverschmutzung umgehen.</p><p>Im Zentrum des durch <strong>JPI Oceans</strong> im Rahmen der Joint Action „Changing Marine Lightscapes“ geförderten internationalen Projektes ISOLUME stehen Lichtlandschaften unter Wasser. Sie bestimmen, wie tief Sonnenlicht ins Meer dringt, wie Pflanzen Photosynthese betreiben und wie Tiere jagen oder sich orientieren. Doch diese Lichtlandschaften geraten aus dem Gleichgewicht. Zwei Entwicklungen treiben den Wandel voran. Erstens: künstliche Beleuchtung an Küsten, in Häfen und Städten. Sie strahlt weit aufs Meer hinaus und erhellt die Nacht. Zweitens: die zunehmende Trübung vieler Küstengewässer, auch „coastal darkening“ genannt. Schwebstoffe, Nährstoffe und Algenblüten dämpfen das natürliche Licht. Das Wasser wird dunkler. Beides verändert die Lebensbedingungen im Meer grundlegend. Manche Organismen verlieren ihre natürlichen Tag-Nacht-Rhythmen. Andere erhalten weniger Licht für die Photosynthese. Nahrungsketten können sich verschieben, Arten verdrängt werden. Die Folgen sind komplex – und bislang nur in Ansätzen verstanden.</p><p><strong>Forschung über Grenzen hinweg</strong><br>Hier setzt ISOLUME an. Ein internationales Konsortium mit Beteiligten aus mehreren europäischen Ländern analysiert historische Daten, führt Feldmessungen durch und entwickelt Modelle. Die Forschenden untersuchen, wie sich Lichtverhältnisse in verschiedenen Meeresregionen über lange Zeiträume verändert haben. Sie fragen: Welche physikalischen Prozesse spielen eine Rolle? Welche ökologischen Rückkopplungen entstehen? Und welchen Anteil hat der Mensch?</p><p>Das Projekt verbindet Natur- und Sozialwissenschaften. Es misst nicht nur Lichtintensitäten und Wassertrübungen, sondern nimmt auch politische und rechtliche Rahmenbedingungen in den Blick. Denn künstliches Licht ist kein Naturereignis, sondern Folge menschlicher Entscheidungen.</p><p><strong>Rechtliche Lücken im Umgang mit Lichtverschmutzung</strong><br>Eine zentrale Rolle bezüglich der juristische Einordnung spielt das Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) der Universität Greifswald. Unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Schlacke untersucht ein rechtswissenschaftliches Teilprojekt, wie nationale, europäische und internationale Regelwerke mit Lichtverschmutzung umgehen. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Melina Bartmuß analysiert bestehende Vorgaben und sucht nach Lücken. „Bislang konzentriert sich Umweltrecht vor allem auf Schadstoffe, Lärm oder Überfischung“, sagt Melina Bartmuß. „Licht als Belastungsfaktor für marine Ökosysteme bleibt oft unscharf geregelt.“ Das Greifswalder Team will das ändern. Prof. Dr. Sabine Schlacke ergänzt: „Wir entwickeln Vorschläge, wie Politik und Verwaltung künstliches Licht besser steuern können – etwa durch strengere Vorgaben für Küstenbeleuchtung oder durch die Integration neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in bestehende Schutzinstrumente.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das Projekt ISOLUME wird im Rahmen der JPI Oceans Joint Action „Changing Marine Lightscapes“ gefördert und durch einen gemeinsamen Förderaufruf nationaler Förderorganisationen finanziert. Die Laufzeit erstreckt sich von Juli 2025 bis Juni 2028.<br>Deutschland übernimmt mit dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) die federführende Rolle. Weitere Projektpartner sind die University of Plymouth und das Plymouth Marine Laboratory (Vereinigtes Königreich), das Norwegian Institute for Water Research sowie die Universität Bergen (Norwegen), das Institut für Ozeanologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften (Polen), die University of Galway (Irland) sowie die University of Malta (Malta).<br><a href="https://jpi-oceans.eu/en/isolume" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Weitere Informationen zum Projekt</a></p><p><strong>Ansprechpartnerinnen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Prof. Dr. Sabine Schlacke<br>Öffentliches Recht, insb. Verwaltungs- und Umweltrecht<br>Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS)<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2100<br><a href="mailto:sabine.schlacke@uni-greifswald.de" class="mail-link">sabine.schlacke@uni-greifswald.de</a></p><p>Melina Bartmuß<br>Öffentliches Recht, insb. Verwaltungs- und Umweltrecht<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:melina.bartmuss@uni-greifswald.de" class="mail-link">melina.bartmuss@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/d/c/csm_symbolbild-lichtverschmuzung-AdobeStock-287557768-JT_Jeeraphun-300pdi-srgb-3000xnn_f465448a30.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-271304</guid><pubDate>Wed, 08 Apr 2026 13:24:20 +0200</pubDate><title>Wissenschaftsplattform Klimaschutz (WPKS) veröffentlicht Politikpapier zu Klimaanpassungen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wissenschaftsplattform-klimaschutz-wpks-veroeffentlicht-politikpapier-zu-klimaanpassungen-271304/</link><description>„Klimaanpassung im föderalen System – Planung, Koordination, Finanzierung“ ist der Titel eines neuen Politikpapiers, welches die WPKS kürzlich veröffentlichte. Daran hat Prof. Dr. Sabine Schlacke von der Universität Greifswald mitgewirkt. Die Juristin mit Schwerpunkt Umweltrecht brachte die finanzverfassungs- und staatsorganisationsrechtliche Perspektive in das Politikpaper ein.  </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>„Klimaanpassung im föderalen System – Planung, Koordination, Finanzierung“ ist der Titel eines neuen Politikpapiers, welches die WPKS kürzlich veröffentlichte. Daran hat Prof. Dr. Sabine Schlacke von der Universität Greifswald mitgewirkt. Die Juristin mit Schwerpunkt Umweltrecht brachte die finanzverfassungs- und staatsorganisationsrechtliche Perspektive in das Politikpaper ein.  </p><p>„Der anthropogene Klimawandel schreitet weiter voran und seine Auswirkungen auf Menschen, Ökosysteme und Infrastruktur sind auch in Deutschland bereits vielerorts sicht- und spürbar“, so Prof. Dr. Karen Pittel, Mitglied des Lenkungskreises der WPKS. Vor diesem Hintergrund reiche es nicht mehr aus, sich ausschließlich auf die Reduktion von Emissionen zu konzentrieren, wenngleich diese natürlich weiterhin zentral bleiben müsse. Notwendig sei auch, Maßnahmen und Strategien für den Umgang mit bereits unvermeidbaren klimatischen Veränderungen und den daraus entstehenden zukünftigen Klimarisiken zu entwickeln. Dr. Sonja Baron vom BMFTR ergänzt: „Die Folgen des Klimawandels betreffen längst unseren Alltag. Deshalb ist Anpassung an den Klimawandel mehr als nur Vorsorge. Sie bedeutet aktives Risikomanagement und stärkt die Resilienz und Sicherheit unserer Gesellschaft insgesamt. Wenn wir heute in widerstandsfähige Strukturen investieren, schützen wir Menschen, Wirtschaft und Infrastruktur auch für die Zukunft.“ Anpassung sei daher eine von drei essentiellen Säulen der Klimapolitik neben Klimaschutz, also Emissionsvermeidung, und CO<sub>2</sub>-Entnahme aus der Atmosphäre.</p><p>In ihrem&nbsp;<a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260323_politikpapier-wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Politikpapier</a> und&nbsp;<a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260327_gutachten_wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Gutachten</a> formuliert die WPKS 18 Handlungs- und Forschungsempfehlungen zur Klimaanpassung im föderalen System mit Fokus auf Planung, Koordination und Finanzierung sowie zur Verknüpfung von Klimaanpassung und CO<sub>2</sub>-Entnahme. Die Greifswalder Umweltrechtlerin Sabine Schlacke sagt dazu: „Das Bundes-Klimaanpassungsgesetz verpflichtet Bund, Länder und Kommunen zur Erstellung von Klimarisikoanalysen sowie von Anpassungsstrategien und -konzepten. Für die Koordination dieser unterschiedlichen Planungen ist es wichtig, Anpassungsplanungen zu standardisieren und vor allem an einheitlichen Annahmen zur Temperaturentwicklung auszurichten.“ Für die Finanzierung der Klimaanpassung sollte laut Schlacke die Einführung einer neuen Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung diskutiert werden: „Sie eignet sich aufgrund ihres ebenenübergreifenden Finanzierungsansatzes besonders gut, bedarf allerdings einer Grundgesetzänderung.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Prof. Dr. Sabine Schlacke ist geschäftsführende Direktorin des Instituts für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) sowie Professorin für Öffentliches Recht, insb. Verwaltungs- und Umweltrecht an der Universität Greifswald. Sie ist Mitglied des Lenkungskreises der Wissenschaftsplattform Klimaschutz (WPKS). Dieses ist ein unabhängiges Gremium, das sich aus Expert*innen verschiedener Fachrichtungen zusammensetzt. Ihre Aufgabe ist es, die Bundesregierung auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele bis 2030 und zur Klimaneutralität bis 2045 wissenschaftlich zu begleiten. Dafür erarbeitet die WPKS Forschungs- und Politikempfehlungen für wirksamen Klimaschutz und entwickelt Vorschläge für vorausschauende Reaktionen auf den fortschreitenden Klimawandel.&nbsp;</p><p>Politikpaper: <a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260323_politikpapier-wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Klimaanpassung im föderalen System - Planung, Koordination, Finanzierung&nbsp; &nbsp; &nbsp;</em></a><br><a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260323_politikpapier-wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" rel="noreferrer">Politikpapier der Wissenschaftsplattform Klimaschutz | WPKS</a><br>Gutachten: <a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260327_gutachten_wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Klimaanpassung im föderalen System - Planung, Koordination, Finanzierung&nbsp; &nbsp; &nbsp;</em></a><br><a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260327_gutachten_wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" rel="noreferrer">Gutachten der Wissenschaftsplattform Klimaschutz | WPKS&nbsp;</a><br><strong>Pressemitteilung der WPKS vom 23.03.2026</strong>: <a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260323_pressemitteilung_wpks_politikpapier_klimaanpassung-im-foderalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Pressemitteilung: Wissenschaftsplattform Klimaschutz (WPKS) veröffentlicht Politikpapier zu „<em>Klimaanpassung im föderalen System – Planung, Koordination, Finanzierung</em>“ | WPKS</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Sabine Schlacke<br>Öffentliches Recht<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2100<br><a href="mailto:sabine.schlacke@uni-greifswald.de" class="mail-link">sabine.schlacke@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/d/7/csm_portrait-prof-sabine-schlacke-20211028DSC04066-LS_350dpi_sRGB_01_2baafe2633.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-271085</guid><pubDate>Tue, 07 Apr 2026 09:59:28 +0200</pubDate><title>Aus Genomen Wissen generieren: Greifswalder Forscherin erhält DFG-Förderung</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/aus-genomen-wissen-generieren-greifswalder-forscherin-erhaelt-dfg-foerderung-271085/</link><description>Wie lässt sich aus einer großen Menge an genomischen Daten nützliches Wissen gewinnen? Dieser Frage widmet sich PD Dr. Katharina Hoff an der Universität Greifswald. Ihre Forschung zielt darauf ab, die automatische Vorhersage von Genen in Genomen mithilfe von maschinellen Lernverfahren zu verbessern. Mit der kürzlichen Aufnahme in das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhält sie Unterstützung, eine unabhängige Arbeitsgruppe aufzubauen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie lässt sich aus einer großen Menge an genomischen Daten nützliches Wissen gewinnen? Dieser Frage widmet sich PD Dr. Katharina Hoff an der Universität Greifswald. Ihre Forschung zielt darauf ab, die automatische Vorhersage von Genen in Genomen mithilfe von maschinellen Lernverfahren zu verbessern. Mit der kürzlichen Aufnahme in das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhält sie Unterstützung, eine unabhängige Arbeitsgruppe aufzubauen.</p><p>Hoff richtet als Bioinformatikerin ihren Schwerpunkt auf die Verbesserung und Automatisierung der Genomannotation, d. h. sie will computergestützt herausfinden, welche Teile einer DNA-Sequenz welche biologische Funktion aufweisen. Dabei konzentriert sie sich auf die automatisierte Vorhersage von proteinkodierenden Genen in Genomen. Im Rahmen der DFG-Förderung plant sie ihre Vision einer Foundation Model-basierten Revolution umzusetzen. „Im Fokus steht für mich die Entwicklung eines umfassenden Annotationssystems für Millionen eukaryotischer Genome, d. h., wir wollen eine Softwarelösung entwickeln, die nicht nur einzelne DNA-Sequenzen analysiert, sondern Millionen verschiedener Organismen in einem gemeinsamen, standardisierten System verarbeiten kann. Dabei sollen nicht nur die Positionen der Gene in den Genomen, sondern auch deren biologische Funktion sowie die Position und Funktion repetitiver Elemente bestimmt werden. Das wäre ein Durchbruch, denn bisher fehlt oft eine einheitliche und zuverlässige Methode, um aus dieser Datenflut nützliche Erkenntnisse zu gewinnen.“</p><p><strong>Neue Methoden für die Analyse von Millionen Genomen</strong><br>Mit über 1,5 Millionen eukaryotischen Spezies – Organismen wie Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen –, die im Rahmen des internationalen Großforschungsprojekts Earth BioGenome Project (EBP) sequenziert werden sollen, stoßen bisherige Methoden schnell an ihre Grenzen. „Wir haben nicht nur sehr viele, sondern auch sehr komplexe Daten“, sagt Hoff. „Traditionelle Methoden können da vor allem für Spezies, die bisher in den Genomdatenbanken unterrepräsentiert sind, nicht mithalten. Daher setzen wir auf Foundation Modelle, die man sich so ähnlich vorstellen kann, wie die Grundlage populärer ChatBots, nur für Genomdaten statt natürlicher Sprache, und weitere maschinelle Lernverfahren.“&nbsp;</p><p>Neue Ansätze aus dem Bereich des Deep Learning, wie das an der Universität Greifswald entwickelte Tool „Tiberius“, könnten die Genauigkeit der Genvorhersage deutlich verbessern. Dennoch fehlt für den größten Teil der bislang generierten Genomdaten eine systematische Beschreibung der Inhalte. „Ohne skalierbare neue Methoden bleibt viel Potenzial ungenutzt“, betont die Bioinformatikerin. „Eine verbesserte Genvorhersage hat direkte Auswirkungen auf die Entwicklung neuer Medikamente, die Resistenz von Pflanzen gegenüber Krankheiten oder den Schutz gefährdeter Arten. Wir wollen nicht nur Daten erzeugen, sondern daraus nützliche Erkenntnisse gewinnen – für die Wissenschaft, aber auch für die Gesellschaft.“</p><p><strong>Heisenberg-Projekt stärkt die Genomforschung in Greifswald</strong><br>Als Expertin für die Analyse eukaryotischer Genomdaten hat sich Hoff international einen Namen gemacht. Zu ihren wichtigsten Entwicklungen gehören die Software-Pipelines BRAKER und Galba. So wurde BRAKER bereits über 4400 Mal laut Google Scholar zitiert und mehr als 39&nbsp;000 Mal als Software-Tool bei Github heruntergeladen. Doch nun geht es um mehr: nicht nur einzelne Gene zu finden, sondern systematisch alle Genstrukturen und ‑funktionen für Millionen von Arten zu identifizieren und auszuwerten.&nbsp;</p><p>Dabei hat sich Hoff für die Heisenberg-Förderung ihres Projekts, die bundesweit umgesetzt werden kann, bewusst für die Universität Greifswald und das Institut für Mikrobiologie entschieden. „Die enge Zusammenarbeit mit experimentellen Mikrobiolog*innen, insbesondere im Bereich der Einzeller, ist für die Validierung und Anwendung der entwickelten Methoden von zentraler Bedeutung“, erklärt sie. In Greifswald sieht sie ein ideales Umfeld für ihre Forschung: „Das interdisziplinäre Forschungsgebäude des Center for Functional Genomics of Microbes und die Nähe zum entstehenden Helmholtz-Institut für One Health schaffen optimale Voraussetzungen für unsere Arbeit. Die moderne Recheninfrastruktur der Universität mit speziellen Grafikprozessoren (GPUs) ermöglicht die rechenintensiven Deep-Learning-Analysen, die wir brauchen. Für mich ist das die Chance, langfristig an der Zukunft der Genomforschung mitzuwirken und gleichzeitig die nächste Generation von Bioinformatiker*innen auszubilden.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das Heisenberg-Programm der DFG fördert herausragende Wissenschaftler*innen mit dem Ziel, ihnen die Möglichkeit zu geben, eine eigenständige Forschungsgruppe aufzubauen und ihre wissenschaftliche Karriere langfristig zur Professur zu vertiefen. Die Förderung dauert fünf Jahre und bietet umfangreiche finanzielle und institutionelle Unterstützung für innovative Forschungsprojekte.</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>PD Dr. Katharina Hoff<br>Institut für Mathematik und Informatik<br>Walther-Rathenau-Straße 47, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4624<br><a href="mailto:katharina.hoff@uni-greifswald.de" class="mail-link">katharina.hoff@uni-greifswald.de</a><br><br><a href="https://www.linkedin.com/in/pd-dr-katharina-hoff-53283596/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.linkedin.com/in/pd-dr-katharina-hoff-53283596/</a><br><a href="https://bsky.app/profile/katharinahoff.bsky.social" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bsky.app/profile/katharinahoff.bsky.social</a><br><a href="https://fosstodon.org/@KatharinaHoff" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://fosstodon.org/@KatharinaHoff</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/7/1/csm_Portrait-Katharina-Hoff-20260326-DSC05189-MB-350dpi_sRGB_29465f809e.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-271049</guid><pubDate>Tue, 07 Apr 2026 08:48:20 +0200</pubDate><title>Sauerstoff bestimmt offenbar nicht die Körpergröße von Insekten: Nature-Studie mit Beteiligung der Universität Greifswald widerlegt langjährige Annahme</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sauerstoff-bestimmt-offenbar-nicht-die-koerpergroesse-von-insekten-nature-studie-mit-beteiligung-der-universitaet-greifswald-widerlegt-langjaehrige-annahme-271049/</link><description>Riesige libellenartige Insekten mit Flügelspannweiten von bis zu 70 Zentimetern, die vor 300 Millionen Jahren lebten, faszinieren Forschende seit Jahrzehnten. Sie gingen der Frage nach, wie solche Giganten überhaupt fliegen konnten. Eine neue Studie, an der auch die Universität Greifswald beteiligt ist, stellt nun eine langjährige Erklärung infrage: den Einfluss eines besonders hohen Sauerstoffgehalts der Atmosphäre während des Erdzeitalters Karbon.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Riesige libellenartige Insekten mit Flügelspannweiten von bis zu 70 Zentimetern, die vor 300 Millionen Jahren lebten, faszinieren Forschende seit Jahrzehnten. Sie gingen der Frage nach, wie solche Giganten überhaupt fliegen konnten. Eine neue Studie, an der auch die Universität Greifswald beteiligt ist, stellt nun eine langjährige Erklärung infrage: den Einfluss eines besonders hohen Sauerstoffgehalts der Atmosphäre während des Erdzeitalters Karbon.</p><p>Als riesige Insekten wie Meganisoptera lebten, sah die Erde grundlegend anders aus: In den äquatorialen Regionen des Superkontinents Pangäa breiteten sich weite Kohlesumpfwälder aus und der hohe Sauerstoffgehalt der Atmosphäre ließ Waldbrände häufig lodern. In den Gewässern wimmelte es von Fischen, während Amphibien und kriechende Gliederfüßer das Land dominierten. Über diesen Lebensräumen beherrschten riesige fliegende Insekten den Himmel – von eintagsfliegenähnlichen Arten mit Flügelspannweiten bis zu 45 Zentimetern bis zu den gewaltigen Meganisoptera, den sogenannten&nbsp;„Griffinflies“, mit bis zu 70 Zentimetern. Fossile Abdrücke dieser Giganten wurden bereits vor fast einem Jahrhundert in Kansas entdeckt.</p><p>Die seit den 1960er Jahren verbreitete Annahme, gigantische Insekten seien nur aufgrund des damals etwa 45 Prozent höheren Sauerstoffgehalts der Atmosphäre möglich gewesen, wird durch eine Untersuchung von Dr.&nbsp;Antoinette Lensink und Dr. Chris Weldon von der Universität Pretoria sowie Dr. Roger Seymour von der Universität Adelaide widerlegt. Prof. Dr. Philipp Lehmann vom Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald trägt als vergleichender Physiologe maßgeblich zur Analyse der Insektenflugmuskeln bei. Die Publikation erschien kürzlich in der Fachzeitschrift&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1038/s41586-026-10291-3" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nature</a>.</p><p><strong>Neue Daten stellen Annahme infrage</strong><br>Seit den 1960er Jahren gingen Wissenschaftler*innen davon aus, dass solche Größen heute unmöglich wären. Grundlage war das Insekten-Tracheensystem: Sauerstoff gelangt über ein verzweigtes Netzwerk von Röhren direkt in die Flugmuskulatur. Größere Körper und höherer Energiebedarf schienen daher nur bei deutlich höherem Sauerstoffgehalt möglich.</p><p>In den 1980er Jahren erhärteten geochemische Methoden diese Theorie weiter: Die Rekonstruktion der prähistorischen Gaszusammensetzung zeigte einen deutlich höheren Sauerstoffgehalt vor 300 Millionen Jahren – passend zu den Fossilien riesiger Insekten. Dies galt lange als plausible Erklärung.</p><p>Die neue Untersuchung zeigt jedoch, dass Insekten ihren Sauerstoffbedarf flexibel über das Tracheensystem regulieren können. Mithilfe von Hochleistungs-Elektronenmikroskopie analysierte das Team, wie Tracheolen – die feinsten Verzweigungen des Tracheensystems – die Flugmuskeln unterschiedlicher Insektenarten versorgen. Das Ergebnis: Tracheolen nehmen nur etwa ein Prozent oder weniger des Muskelvolumens ein – selbst bei den gigantischen fossilen Arten. Dies deutet darauf hin, dass Insekten auch bei unterschiedlichen atmosphärischen Sauerstoffkonzentrationen ausreichend versorgt werden könnten, indem sie die Anzahl der Tracheolen anpassen.</p><p>Dr. Edward Snelling von der University of Pretoria, der Erstautor der Studie, betont: „Wenn der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre tatsächlich eine Obergrenze für die maximale Körpergröße von Insekten darstellt, dann müsste es Anzeichen für einen Ausgleich auf der Ebene der Tracheolen geben.“ Bei größeren Insekten gebe es zwar einen gewissen Ausgleich, dieser sei jedoch insgesamt vernachlässigbar.</p><p>Sein Kollege Dr. Roger Seymour von der University of Adelaide ergänzt: „Kapillaren im Herzmuskel von Vögeln und Säugetieren nehmen etwa zehnmal so viel relativen Raum ein wie Tracheolen im Flugmuskel von Insekten.“ Dies spreche für ein großes evolutionäres Potenzial, die Anzahl der Tracheolen zu erhöhen, falls der Sauerstofftransport die Körpergröße begrenzen würde. Auch mögliche Einschränkungen des Sauerstoffflusses könnten laut Snelling durch eine verstärkte Ausbildung von Tracheolen kompensiert werden.</p><p><strong>Grundlagenforschung an der Universität Greifswald</strong><br>Prof. Dr.&nbsp;Philipp Lehmann&nbsp;aus&nbsp;Greifswald&nbsp;ordnete die Daten nach Flugmuskeltypen und flugphysiologischen Parametern. Er zeigt sich „überrascht, dass die Muster über so große phylogenetische und physiologische Unterschiede hinweg bestehen“ und betont, dass es „sehr lohnend war, grundlegende biologische Erkenntnisse zu gewinnen, die lang gehegte Annahmen über die Körpergröße von Insekten in Frage stellen“. Lehmann bezeichnet die Veröffentlichung der Ergebnisse in&nbsp;<em>Nature</em>&nbsp;als wichtigen Meilenstein: „Es ist spannend, diese Erkenntnisse, die das Ergebnis von über fünf Jahren Arbeit sind, endlich in einer renommierten Fachzeitschrift wie&nbsp;<em>Nature</em>&nbsp;zu veröffentlichen.“ Er hofft, in den kommenden Jahren im Rahmen neuer Projekte weiter an diesen Fragestellungen arbeiten zu können.</p><p>Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass Sauerstoff und der Transport über das Tracheensystem die Körpergröße von Insekten offenbar nicht begrenzen. Das bedeute jedoch nicht, dass dies nicht bedeutet, dass Insekten von der Größe kleiner Flugzeuge existieren könnten. Andere Faktoren wie Prädation durch kleine Wirbeltiere oder mechanische Grenzen des Exoskeletts dürften die maximale Größe bestimmen.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Snelling, E. P.; Lensink, A. V.; Clusella-Trullas, S.; Weldon, C.; Lehmann, P.; Terblanche, J. S.; Payne, N. L.; Harrison, J. F.; Hickey, A. J. R.; Donaldson, A.; Deschodt, C. M.; Seymour, R.:&nbsp;Oxygen supply through the tracheolar–muscle system does not constrain insect gigantism.&nbsp;Nature&nbsp;(2026).&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1038/s41586-026-10291-3" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1038/s41586-026-10291-3</a></p><p>Die Studie wurde im Fachjournal&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1038/s41586-026-10291-3" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nature</a>&nbsp;veröffentlicht.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Philipp Lehmann<br>Zoologisches Institut und Museum<br>Felix-Hausdorff-Straße 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4290<br><a href="mailto:philipp.lehmann@uni-greifswald.de" class="mail-link">philipp.lehmann@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/0/e/csm_Image_5_5db2048206.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-270758</guid><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 11:50:33 +0200</pubDate><title>Gemeinsam musizieren verbindet: Greifswalder Uni-Ensembles begeistern in Belgien / Musizierende für die neue Probensaison gesucht</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gemeinsam-musizieren-verbindet-greifswalder-uni-ensembles-begeistern-in-belgien-270758/</link><description>Der Universitätschor und das UniversitätsSinfonieOrchester der Universität Greifswald stehen für ein lebendiges Musikleben. Studierende, Mitarbeitende und Bürger*innen der Region musizieren hier Seite an Seite. Sie proben, reisen und stehen gemeinsam auf der Bühne. Am 15. April 2026 beginnt die neue Probensaison. Neue Musiker*innen sind willkommen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Der Universitätschor und das UniversitätsSinfonieOrchester der Universität Greifswald stehen für ein lebendiges Musikleben. Studierende, Mitarbeitende und Bürger*innen der Region musizieren hier Seite an Seite. Sie proben, reisen und stehen gemeinsam auf der Bühne. Am 15. April 2026 beginnt die neue Probensaison. Neue Musiker*innen sind willkommen.</p><p>Auf dem Programm stehen große Kontraste: Der UniChor plant Duke Ellingtons „Sacred Concert“ gemeinsam mit Big Band und dem UniChor Rostock. Das UniversitätsSinfonieOrchester stellt „Bach meets Gershwin“ vor – ein Dialog zwischen barocker Klarheit und amerikanischem Rhythmus. Gemeinsames Musizieren wird dabei zum Türöffner: in neue musikalische Werke, in den Dialog über Musik und für neue Kontakte. Denn nationale und internationale Konzertreisen sind ein fester Bestandteil. Erst diese Woche kehrten die Greifswald Unimusiker*innen von einer Konzerttreise aus Belgien zurück.&nbsp;</p><p><strong>Greifswalder Musiker*innen auf Konzertreise in Belgien</strong></p><p>Auf Einladung der Universität Löwen gastierten UniKammerChor und Collegium Musicum der Universität Greifswald unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Harald Braun vom 21. bis 28. März 2026 in Löwen und Brüssel. Empfangen durch Vizerektor Professor Stefaan Vaes und der Europaabgeordneten Sabrina Repp vertraten die 44 Studierenden und Dozierende die Greifswalder Universität musikalisch und führten intensive politische Diskussionen.&nbsp;</p><p>Auf Einladung der Internationalen Deutschen Schule Brüssel (IDSB) fanden Instrumentalworkshops statt, die in einem gemeinsamen Konzert mit den Schülern der IDSB vor ausverkauftem Haus mündeten. Beendet wurde die Konzertreise auf Einladung des Dekans der Medizinischen Fakultät, Prof. Kai Dallmeier mit einem Konzert in der Katholischen Kirche Leuven, welches im Livestream aus der Stadt der 65.000 Studierenden übertragen wurde.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="/leben/uni-region/musik/" class="internal-link">Webseite des Universitätschors und des UniversitätsSinfonieOrchesters&nbsp;</a><br><strong>Programm UniChor: Sacred Concert (Duke Ellington) mit Big Band und UniChor Rostock, </strong>Probenstart ist am 15. April 2026 (Mittwoch) um 18 Uhr im Lutherhof.<br><strong>Programm UniversitätsSinfonieOrchester: Bach meets Gershwin, </strong>Probenstart ist am 15. April 2026 (Mittwoch) um 20 Uhr im Lutherhof.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Harald Braun<br>Universitätsmusikdirektor<br>Institut für Kirchenmusik/ Musikwissenschaft<br>Bahnhofstrasse 48/49, 17487 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3507<br><a href="mailto:harald.braun@uni-greifswald.de">harald.braun@uni-greifswald.de</a></p>
                            ]]></content:encoded><category>news intern uni</category><category>Internationales</category><category>Studium</category><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/3/5/csm_Musiknacht-Very-British-20251107-DSC00384-MB-350DPI_sRGB_309d00972d.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-270686</guid><pubDate>Wed, 01 Apr 2026 08:47:32 +0200</pubDate><title>Starke Fundamente für den ländlichen Raum: DFG fördert Greifswalder Forschungsgruppe AdaptInfra</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/starke-fundamente-fuer-den-laendlichen-raum-dfg-foerdert-greifswalder-forschungsgruppe-adaptinfra-270686/</link><description>Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue interdisziplinäre Forschungsgruppe. „AdaptInfra – Adaptionsprozesse von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen“ untersucht, wie sich Infrastrukturen in ländlich-peripheren Räumen an veränderte gesellschaftliche, wirtschaftliche, technische und ökologische Bedingungen anpassen. Ziel ist es, Adaptionsprozesse zu beschreiben und zu erklären, die Anpassungsfähigkeit verschiedener Infrastrukturen zu bewerten und allgemeine Prinzipien für adaptive Infrastrukturen zu entwickeln. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue interdisziplinäre Forschungsgruppe. „AdaptInfra – Adaptionsprozesse von Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen“ untersucht, wie sich Infrastrukturen in ländlich-peripheren Räumen an veränderte gesellschaftliche, wirtschaftliche, technische und ökologische Bedingungen anpassen. Ziel ist es, Adaptionsprozesse zu beschreiben und zu erklären, die Anpassungsfähigkeit verschiedener Infrastrukturen zu bewerten und allgemeine Prinzipien für adaptive Infrastrukturen zu entwickeln. </p><p>„Infrastrukturen der Daseinsvorsorge sind Fundamente des Zusammenhalts der Gesellschaft. Gefährlich wird es, wenn Fundamente bröckeln, ins Rutschen geraten oder ganz wegbrechen. Nur eine aufmerksame Beobachtung und rechtzeitige Anpassung können die Funktions- und Leistungsfähigkeit von Infrastrukturen nachhaltig aufrechterhalten und damit den langfristigen Zusammenhalt der Gesellschaft sichern“, sagt Prof. Dr. Volker Beckmann, Sprecher der Forschungsgruppe.</p><p>Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen Infrastrukturen der Daseinsvorsorge. Sie sichern die Grundversorgung der Bevölkerung mit Gütern und Leistungen und erbringen dafür zentrale Vorleistungen. Dazu zählen Infrastrukturen für Gesundheit, Sicherheit und politische Willensbildung ebenso wie das Agrar- und Ernährungssystem, kommunale und zivilgesellschaftliche Infrastrukturen sowie grüne Infrastruktur.</p><p><strong>Interdisziplinär zu tragfähigen Lösungen</strong></p><p>Wissenschaftler*innen aus Ökonomie, Geographie, Kriminologie, Psychologie, Theologie, Medizin und Politikwissenschaft analysieren diese Bereiche aus soziotechnischer und systemdynamischer Perspektive. Jede Disziplin untersucht mindestens eine Infrastruktur und trägt zu einem gemeinsamen Verständnis von Anpassungsprozessen bei. Daraus entstehen politikrelevante Empfehlungen zur Sicherung der Grundversorgung in ländlich-peripheren Räumen.</p><p>Die Forschungsgruppe geht aus dem Konsortium „Think-Rural!“ der Universität Greifswald hervor. Seit Jahren arbeiten dort Forschende aller fünf Fakultäten disziplinübergreifend und problemorientiert zusammen. Außer Wissenschaftler*innen der Universität Greifswald sind zudem Forschende der Universitätsmedizin Greifswald, der Universität Rostock und der RPTU Kaiserslautern-Landau beteiligt. Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) und das Alfried Krupp Kolleg Wissenschaftskolleg Greifswald unterstützen die Arbeit.</p><p><strong>Profilbildung für den Greifswalder Forschungsschwerpunkt Ostseeraum</strong></p><p>„Uns eint eine dezidiert ländliche Perspektive. Die Forschungsgruppe gibt uns jetzt herausragende Möglichkeiten, diese einzigartige Zusammenarbeit zu vertiefen und zu erweitern“, sagt Beckmann. Mit AdaptInfra stärkt die Universität Greifswald ihr Profil in der Spitzenforschung zu ländlichen Räumen, zum Ostseeraum und zu OneHealth.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>DFG-Forschungsgruppen sind Arbeitsbündnisse mehrerer herausragender Wissenschaftler*innen, die gemeinsam Forschungsaufgaben bearbeiten. Die Förderung soll mittelfristige enge Kooperationen ermöglichen und ist auf vier Jahre mit der Option der Verlängerung auf weitere vier Jahre ausgelegt.&nbsp;</p><p>Vermutlich zehn Doktorand*innen, ein*e Post-Doktorand*in, drei Mercator-Fellows und 12 Professor*innen werden ab dem 1. Juli 2026 intensiv zusammenarbeiten.&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Prof. Dr. Volker Beckmann<br>Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Landschaftsökonomie<br>Universität Greifswald<br>Soldmannstr. 15, 17489 Greifswald<br>Telefon: +49 (0)3834-420-4122<br><a href="mailto:volker.beckmann@uni-greifswald.de" class="mail-link">volker.beckmann@uni-greifswald.de</a></p><p><strong>Verantwortliche</strong></p><ul style="list-style-type:disc;"><li>Prof. Dr. Volker Beckmann, AVWL und Landschaftsökonomie, Universität Greifswald</li><li>Prof. Dr. Paula Prenzel, Stadt- und Regionalökonomie, RPTU Kaiserslautern-Landau</li><li>Prof. Dr. Daniel Schiller, Wirtschafts- und Sozialgeographie, Universität Greifswald</li><li>Prof. Dr. Stefan Harrendorf, Kriminologie, Strafrecht, Strafprozessrecht und vergleichende Strafrechtswissenschaften, Universität Greifswald</li><li>Prof. Dr. Silke Schmidt-Schuchert, Gesundheit und Prävention, Universität Greifswald</li><li>Prof. Dr. Samuel Tomczyk, Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie, Universitätsmedizin Rostock</li><li>Prof. Dr. Tobias Braune-Krickau, Praktische Theologie, Universität Greifswald</li><li>Prof. Dr. Steffen Fleßa, Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement, Universität Greifswald</li><li>Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Institut für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald</li><li>Prof. Dr. Neeltje van den Berg, Institut für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald</li><li>Prof. Dr. Christine Tamásy, Humangeographie, Universität Greifswald</li><li>Prof. Dr. Jochen Müller, Politische Soziologie und Methoden, Universität Greifswald</li></ul>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/c/2/csm_Laendliche_Herausforderungen_Jannis_Ratz_a21550b5d3.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-270458</guid><pubDate>Tue, 31 Mar 2026 08:35:40 +0200</pubDate><title>„BehAIve“ und „PIRATE“: Universität Greifswald forscht in angewandten Exzellenzforschungsprojekten an der Zukunft der Gesundheitsversorgung</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/behaive-und-pirate-universitaet-greifswald-forscht-in-angewandten-exzellenzforschungsprojekten-an-der-zukunft-der-gesundheitsversorgung-270458/</link><description>Ab dem 1. April 2026 starten zwei innovative Verbundforschungsprojekte an der Universität Greifswald, die im Rahmen der Exzellenzförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziert werden. Die beiden Vorhaben „BehAIve“ und „PIRATE“ setzen auf modernste Methoden und künstliche Intelligenz (KI), um zentrale gesundheitliche Herausforderungen anzugehen. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Ab dem 1. April 2026 starten zwei innovative Verbundforschungsprojekte an der Universität Greifswald, die im Rahmen der Exzellenzförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziert werden. Die beiden Vorhaben „BehAIve“ und „PIRATE“ setzen auf modernste Methoden und künstliche Intelligenz (KI), um zentrale gesundheitliche Herausforderungen anzugehen. </p><p>BehAIve will<strong>&nbsp;</strong>selbstbestimmte Lebensqualität und altersgerechte Versorgung älterer Menschen erhalten. PIRATE möchte die Prävention tödlicher Hirnblutungen durch präzise Risikoeinschätzung und gezielte Therapieentscheidungen verbessern. Beide Projekte verfolgen das gemeinsame Ziel, digitale Innovationen in die tägliche Gesundheitsversorgung zu integrieren und gehen nun in die Umsetzungsphase über.</p><p><strong>BehAIve: KI-basierte Unterstützung für ältere Menschen im Alltag</strong><br>Digitale Lösungen gehören zur Unterstützung im Alltag dazu, werden aber oft nicht genutzt, wenn das entsprechende technische Hintergrundwissen fehlt. Insbesondere für ältere Erwachsene mangelt es bei digitalen Helfenden häufig an Benutzerfreundlichkeit, situativer Anpassungsfähigkeit sowie an der Integration von medizinischem Fachwissen aufgrund ihrer Lebenserfahrung.&nbsp;</p><p>Das Verbundprojekt „BehAIve“ (Behaviour Monitoring and Support of Older Adults), geleitet von Prof. Dr. Kristina Yordanova, Leiterin des Instituts für Data Science, befasst sich mit der Entwicklung intelligenter Systeme zur Unterstützung älterer Menschen im häuslichen Umfeld. „Unser Ziel ist es, Technologien zu schaffen, die nicht nur funktionieren, sondern auch auf den Menschen ausgerichtet sind und seine Autonomie erhalten“, erklärt Yordanova. „Wir wollen systematisch sicherstellen, dass KI-Systeme die Werte, Bedürfnisse und Grenzen der älteren Menschen respektieren und nur dann eingreifen, wenn es wirklich notwendig ist.“ So kombiniert das BehAIve-System hybride KI-Methoden für sensorbasierte Erfassung und Fehlererkennung sowohl bei Alltagsaktivitäten wie Kochen oder Einkaufen als auch Aktivitäten bei einem stationären Krankenhausaufenthalt wie Essen, Trinken oder die Einnahme von Medikamenten mit einer KI-gesteuerten Interaktion. Diese unterstützt situationsadaptiv, indem beispielsweise sprachgesteuerte Erinnerungen, Erklärungen oder visuelle Hinweise auf Touch-Displays eingeblendet werden.</p><p>Das Projekt widmet sich damit einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung Deutschlands in Form des demographischen Wandels. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Anteil älterer Menschen besonders hoch. Das Bundesland etabliert sich zugleich als&nbsp;<a href="https://onehealth-region.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Gesundheitsregion</a>. Das wissenschaftliche Vorhaben geht darüber hinaus: „Mit ‚BehAIve‘ soll die Forschungslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern im Bereich intelligenter Unterstützungssysteme für Senior*innen gestärkt und sichtbar gemacht werden“, so Yordanova. „Wir wollen hier einen nationalen und internationalen Standort etablieren mit einem Team aus KI-Forscher*innen, Mediziner*innen, Psycholog*innen und Praxispartner*innen.“</p><p><strong>PIRATE: KI-basierte Risikoabschätzung für Hirnaneurysmen</strong><br>Parallel dazu startet unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Schnell, Professorin für Medizinphysik am Institut für Physik, das Verbundprojekt „PIRATE“ (Personalisierte intrakranielle Risikobestimmung von Aneurysmapatienten zur Therapie-Evaluation). PIRATE beschäftigt sich mit einer der kritischsten neurovaskulären Erkrankungen: dem Hirnaneurysma. Als Hirnaneurysma wird eine krankhafte Ausbuchtung der Blutgefäße im Gehirn bezeichnet, die vor allem im höheren Alter und häufiger bei Frauen als bei Männern auftritt. Platzt das Aneurysma, kann dies zu lebensbedrohlichen Hirnblutungen und damit zu dauerhaften Schäden bis hin zum Tod führen. Jedoch birgt die Behandlung des Aneurysmas ähnliche Risiken.</p><p>Im Projekt „PIRATE“ soll eine für jede*n Patient*in personalisierte Risikoabschätzung entwickelt und durch die behandelnden Ärzt*innen als Entscheidungshilfe in Form eines neuen Softwareprototypen getestet werden. Damit sollen Über- und Unterbehandlungen vermieden und das Risiko schwerer Folgeschäden bis hin zum Todesfall minimiert werden.</p><p>Mit „PIRATE“ entwickelt das Team um Professorin Schnell jetzt einen KI-gestützten Softwareprototypen, der auf der Basis von MRT-Bildgebungsdaten, Patientendaten und biomedizinischen Modellen ein genaueres individuelles Risikoprofil erstellt. „Wir wollen Ärzt*innen bei der entscheidenden Therapieentscheidung mit einer evidenzbasierten Datenanalyse unterstützen“, betont Schnell. „Das Projekt verfolgt das klare Ziel, eine personalisierte Therapieempfehlung zu ermöglichen, d. h. ob eine aktive Behandlung notwendig ist oder das Aneurysma mittels Bildgebung beobachtet wird. Der Prototyp soll dabei helfen, Über- und Unterbehandlungen zu vermeiden, was die Patientensicherheit deutlich erhöht und die Kosten für das Gesundheitssystem senkt. Damit geben wir den behandelnden Ärzt*innen ein konkretes, faktenbasiertes Tool zur Entscheidungsfindung in die Hand.“</p><p><strong>Ein gemeinsames Ziel: Forschung für die Gesellschaft</strong><br>Sowohl „BehAIve“ als auch „PIRATE“ sind Teil des angewandten&nbsp;<a href="https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wkm/Wissenschaft/Forschung/Exzellenzforschung/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Exzellenzforschungsprogramms</a> des Landes Mecklenburg-Vorpommern und des Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2021–2027, die Spitzenforschung fördern und die wissenschaftliche und ökonomische Stärke des Landes weiterentwickeln. Die beiden neuen Verbundprojekte stellen technologische Innovationen – insbesondere KI-gestützte Systeme – in den Vordergrund der praktischen Gesundheitsversorgung. „Diese Projekte zeigen, dass Greifswald nicht nur ein Forschungsstandort für Biologie und Medizin ist, sondern auch an der Spitze der digitalen Transformation im Gesundheitswesen stehen kann“, sagt&nbsp;Yordanova. „Wir entwickeln und nutzen KI dort, wo sie am meisten gebraucht wird: zum Schutz des Lebens und zum Erhalt der Selbstständigkeit unserer Bürger*innen.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://physik.uni-greifswald.de/arbeitsgruppen/ag-schnell/" target="_blank" class="external-link">Link zur Arbeitsgruppe Professorin Schnell</a><br><a href="https://datascience.uni-greifswald.de/forschung/projects/behaive/" target="_blank" class="external-link">Link zum Projekt BehAIve</a><br>Das Projekt wird kofinanziert von der Europäischen Union im Rahmen <a href="https://www.europa-mv.de/foerderinstrumente/fonds_mv" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">des Europäische Fonds in Mecklenburg-Vorpommern</a>.</p><p><strong>Ansprechpartnerinnen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p><strong>Projekt „BehAIve: Behaviour Monitoring and Support of Older Adults”</strong><br>Prof. Dr. Kristina Yordanova<br>Institut für Data Science<br>Felix-Hausdorff-Straße 18, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 5500<br><a href="mailto:kristina.yordanova@uni-greifswald.de" class="mail-link">kristina.yordanova@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/kristina-yordanova-17579b66/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.linkedin.com/in/kristina-yordanova-17579b66/</a></p><p><strong>Projekt „PIRATE: Personalisierte intrakranielle Risikobestimmung von Aneurysmapatienten zur Therapie-Evaluation“</strong><br>Prof. Dr. Susanne Schnell<br>Medizinphysik, Institut für Physik<br>Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4740<br><a href="mailto:susanne.schnell@uni-greifswald.de" class="mail-link">susanne.schnell@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/03-2026-Medienfotos/Collage_Exzellenzinitiative_Projekte_Yordanova_Schnell.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-270455</guid><pubDate>Tue, 31 Mar 2026 07:43:32 +0200</pubDate><title>It Takes Two: Forschende entschlüsseln ungewöhnlichen Zucker-Transport bei Meeresbakterien</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/it-takes-two-forschende-entschluesseln-ungewoehnlichen-zucker-transport-bei-meeresbakterien-270455/</link><description>Die Ozeane sind ein großer Kohlenstoffspeicher und winzige Mikroorganismen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie bauen komplexe Zuckerverbindungen, sogenannte Glykane, ab und steuern damit, wie Kohlenstoff im Meer gespeichert oder wieder freigesetzt wird. Wie genau diese Prozesse funktionieren, ist jedoch noch in vielen Fällen unbekannt. Forschende der Universität Greifswald und der Universität Bremen haben nun einen neuen Mechanismus entdeckt, mit dem Meeresbakterien eine bestimmte Gruppe solcher Zucker aufnehmen und verwerten können.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Ozeane sind ein großer Kohlenstoffspeicher und winzige Mikroorganismen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Sie bauen komplexe Zuckerverbindungen, sogenannte Glykane, ab und steuern damit, wie Kohlenstoff im Meer gespeichert oder wieder freigesetzt wird. Wie genau diese Prozesse funktionieren, ist jedoch noch in vielen Fällen unbekannt. Forschende der Universität Greifswald und der Universität Bremen haben nun einen neuen Mechanismus entdeckt, mit dem Meeresbakterien eine bestimmte Gruppe solcher Zucker aufnehmen und verwerten können.</p><p>Im Mittelpunkt der Studie stehen Fructane – Zuckerketten, die aus vielen Fructose-Bausteinen bestehen. Sie sind in terrestrischen Ökosystemen weit verbreitet. Welche Rolle sie im Meer spielen, ist bislang jedoch kaum untersucht. Das Forschungsteam um die Erstautorin der internationalen Studie, Dr. Marie-Katherin Zühlke vom Institut für Pharmazie, Pharmazeutische Biotechnologie, der Universität Greifswald, konnte nun zeigen, dass Fructane auch im Ozean vorkommen und von bestimmten Bakterien gezielt genutzt werden. Die Studie erschien kürzlich in <a href="https://doi.org/10.1093/ismejo/wrag030" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>The ISME Journal</em> (<em>Multidisciplinary Journal of Microbial Ecology</em>)</a><em>.</em></p><p>Dabei verwenden marine Gammaproteobakterien als eine weit verbreitete Gruppe von Meeresbakterien einen überraschenden Mechanismus: Für die Aufnahme der Zucker arbeiten zwei Proteine zusammen, um die Stoffe in die Zelle hineinzubefördern. Neben einem Enzym aus der Familie der GH32-Glykosidhydrolasen, das die Fructane in kleinere Zuckerbausteine spaltet, identifizierten die Forschenden außerdem ein glykanbindendes, sogenanntes SusD-ähnliches Protein. Das ist ein Protein, das Zucker an der Zelloberfläche erkennt und bindet. &nbsp;Sie machten auch einen SusC-ähnlichen Transporter aus, also ein Protein, das die Zucker durch die Zellhülle transportiert.</p><p>In Bakterien des <em>Phylums Bacteroidota</em> – einer großen Bakteriengruppe, zu der viele Darmbakterien gehören – bilden diese beiden Proteine normalerweise einen Komplex, der große Zuckermoleküle in die Zelle transportiert. In marinen Gammaproteobakterien wurden solche Transportsysteme bislang jedoch nicht beschrieben. Die Analyse zeigt außerdem, dass diese SusC/D-ähnlichen Transporter in marinen Gammaproteobakterien ausschließlich gemeinsam mit Fructan-spezifischen GH32-Enzymen auftreten. „Das deutet darauf hin, dass sich diese Mikroorganismen gezielt auf die Nutzung dieser Zucker spezialisiert haben“, so Zühlke, die als Nachwuchsgruppenleiterin im Sonderforschungsbereich CONCENTRATE die Studie betreut.&nbsp;</p><p>„Unsere Ergebnisse zeigen, dass SusC/D-ähnliche Glykan-Transporter nicht ausschließlich dem <em>Phylum Bacteroidota</em> vorbehalten sind“, ergänzt Prof. Dr. Thomas Schweder, Sprecher des TRR 420 CONCENTRAT. Die Daten dieser Studie weisen darauf hin, dass Fructane einen bislang unterschätzten Beitrag zum marinen Glykan-Pool leisten und von spezialisierten mikrobiellen Gemeinschaften im Meer genutzt werden.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p><strong>Publikation: </strong>Zühlke, M.-K.; Bahr, A.; Bartosik, D.; Solanki, V.; Teune, M.; Welsch, N.; Unfried, F.; Barbeyron, T.; Ficko-Blean, E.; Schoppmeier, P.; Schiller, L.; Busse, N.; Banerjee, D.; Cladière, L.; Jeudy, A.; Susemihl, A.; Hartmann, F.; Jouanneau, D.; Jam, M.; Höhne, M.; Delcea, M.; Reintjes, G.; Bornscheuer, U. T.; Becher, D.; Hehemann, J.-H.; Czjzek, M.; Schweder, T.: Fructan utilization by members of marine Gammaproteobacteria involves SusC/D-like proteins. The ISME Journal (2026), wrag030. <a href="https://doi.org/10.1093/ismejo/wrag030" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1093/ismejo/wrag030</a></p><p>Die Ergebnisse der ersten Studie aus dem Sonderforschungsbereich TRR 420 CONCENTRATE wurden im Fachjournal <a href="https://doi.org/10.1093/ismejo/wrag030" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>The ISME Journal</em> (<em>Multidisciplinary Journal of Microbial Ecology</em>)</a> veröffentlicht.</p><p>Der Sonderforschungsbereich/Transregio 420 CONCENTRATE ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Forschungskonsortium der Universitäten Greifswald und Bremen sowie weiterer Forschungseinrichtungen. Der TRR 420 widmet sich der interdisziplinären Grundlagenforschung zur Biologie mariner Glykane, mit dem Ziel, die Komplexität der Glykanbindung im Ozean zu entschlüsseln und die zugrundeliegenden Prozesse zu verstehen, die das Gleichgewicht zwischen Zuckerabbau und Kohlenstoffbindung steuern.</p><p><strong>Ansprechpartner*innen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Dr. Marie-Katherin Zühlke<br>Institut für Pharmazie<br>Pharmazeutische Biotechnologie<br>Felix-Hausdorff-Straße 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 5949<br><a href="mailto:marie-katherin.zuehlke@uni-greifswald.de" class="mail-link">marie-katherin.zuehlke@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/marie-katherin-zühlke-528224156" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.linkedin.com/in/marie-katherin-zühlke-528224156</a></p><p>Prof. Dr. Thomas Schweder<br>TRR 420 CONCENTRATE Sprecher<br>Institute für Pharmazie<br>Pharmazeutische Biotechnologie<br>Felix-Hausdorff-Straße 3, 17489 Greifswald<br>Telefon: +49 3834 420 4212<br><a href="mailto:schweder@uni-greifswald.de" class="mail-link">schweder@uni-greifswald.de</a><br><br>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/03-2026-Medienfotos/Antarktisches_Meresbakterium_Pseudoalteromonas_distincta.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-270158</guid><pubDate>Thu, 26 Mar 2026 14:02:24 +0100</pubDate><title>Zukunft gestalten im Studium: Universität Greifswald setzt mit „Constructing the Future“ auf neue Lehr- und Transferstrukturen </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/zukunft-gestalten-im-studium-universitaet-greifswald-setzt-mit-constructing-the-future-auf-neue-lehr-und-transferstrukturen-270158/</link><description>Wie lassen sich innovative Lehrformate, zukunftsrelevante Kompetenzen und erfolgreiche Wege in den Arbeitsmarkt stärker im Studium verankern? Das Projekt „Constructing the Future: zukunftsorientiert studieren“ (Con-Future) der Universität Greifswald geht genau dieser Frage nach. Ziel ist es, Studierenden mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten in Lehre und Prüfungen zu eröffnen, Schlüsselkompetenzen der Zukunft nachhaltig in der Lehre zu etablieren und den Übergang vom Studium zum Beruf zu stärken. Bei der Auftaktveranstaltung am 25.03.2026 wurden die ersten fünf Pilotprojekte aus den Themenfeldern projektbasiertes Lernen und kompetenzorientiertes Prüfen vorgestellt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie lassen sich innovative Lehrformate, zukunftsrelevante Kompetenzen und erfolgreiche Wege in den Arbeitsmarkt stärker im Studium verankern? Das Projekt „Constructing the Future: zukunftsorientiert studieren“ (Con-Future) der Universität Greifswald geht genau dieser Frage nach. Ziel ist es, Studierenden mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten in Lehre und Prüfungen zu eröffnen, Schlüsselkompetenzen der Zukunft nachhaltig in der Lehre zu etablieren und den Übergang vom Studium zum Beruf zu stärken. Bei der Auftaktveranstaltung am 25.03.2026 wurden die ersten fünf Pilotprojekte aus den Themenfeldern projektbasiertes Lernen und kompetenzorientiertes Prüfen vorgestellt.</p><p>Qualitativ hochwertige Lehre ist ein wichtiges Markenzeichen der Universität Greifswald. Mit Con-Future soll partizipativ ein struktureller Wandel und damit ein noch höheres Niveau in Lehre und Betreuung erreicht werden. Gesellschaftliche und berufliche Herausforderungen sowie die individuellen Bedürfnisse der Studierenden werden dabei gleichermaßen adressiert mit dem Ziel, ein Studienumfeld zu schaffen, das Studierende nicht nur fachlich qualifiziert, sondern sie auch darin unterstützt, sich in einer zunehmend komplexen und dynamischen Welt zu orientieren und handlungsfähig zu bleiben.</p><p>Die praktische Umsetzung wird in drei zentralen Maßnahmenpaketen erfolgen: In allen Lehreinheiten sollen dauerhafte Betreuungsangebote etabliert werden, etwa durch studentische Tutorien, Peer-Mentoring unter Studierenden sowie akademisches Mentoring durch Lehrende. Parallel sollen projektbasierte Lernformate eingeführt und langfristig in allen Studiengängen verankert werden, in denen zukunftsrelevante Kompetenzen wie interdisziplinäre Teamarbeit, kritisches Denken oder Problemlösungskompetenz im Fokus stehen. Hinzu kommen kompetenzorientierte Prüfungsformen, die nicht nur Wissen abfragen, sondern auch die praktische Anwendung und den Lernprozess sichtbar machen. Schließlich wird Con-Future Transferstrukturen aufbauen, die Studierende unterstützen, deutschlandweit, international, aber insbesondere auch regional, eine berufliche Zukunft zu finden. Dieser Karriereservice 4.0 beinhaltet beispielsweise die Durchführung von jährlichen Challenges in Zusammenarbeit mit Unternehmen.&nbsp;</p><p>Bei der Auftaktveranstaltung hob Prof. Dr. Anette Sosna, Projektleiterin und Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung an der Universität Greifswald, den zukunftsorientierten Ansatz des Projekts hervor: „Hinter Con-Future steht eine Frage, die uns als Hochschule grundlegend beschäftigt: Wie bereiten wir Studierende auf die Zukunft vor? Eine Zukunft, die durch ökologische, soziale, technologische und wirtschaftliche Transformationen geprägt ist, deren Anforderungen sich häufig erst im Entstehen zeigen. Dieses Projekt ist eine unserer Antworten auf diese Frage - entwickelt aus der Hochschuldidaktik heraus und getragen von Lehrenden und Studierenden dieser Universität.“</p><p>Die nun in allen fünf Fakultäten startenden Pilotprojekte fördern praxisnah die Zukunftskompetenzen der Studierenden. So will GryphonMoot Jurist*innen im realitätsnahen Sprechen trainieren, an der Medizinischen Fakultät soll eine kompetenzorientierte OSCE-Prüfung angehende Ärzt*innen auf das praktische Jahr vorbereiten, und im Lehramtsstudium hilft die Methode der Lessons Study, Unterricht innovativ zu entwickeln und zu reflektieren. Weitere Projekte, etwa Podcasts für Alte Sprachen oder Lehrformate zum kritischen Denken, zeigen die Vielfalt der Ansätze.</p><p>Anregungen und Erfolgsbeispiele für die praktische Umsetzung stellte beim Auftakt Dr. Margrit E. Kaufmann von der Universität Bremen in ihrem Impulsvortrag “Entwickeln von zukunftsrelevanten Kompetenzen in Communities of Practice – Chancen und Herausforderungen projektbasierten, forschenden Lernens” vor. Sie hat an der Universität Bremen maßgeblich dazu beigetragen, projektbasiertes, forschendes Lernen nicht als vereinzeltes didaktisches Experiment zu betreiben, sondern strukturell in Studium und Lehre zu verankern.<br>&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Das Projekt Con-Future wird mit 4.426.243 € Millionen Euro von der <a href="https://stiftung-hochschullehre.de/" target="_blank" title="https://stiftung-hochschullehre.de/projekt/qlever/" class="external-link" rel="noreferrer">Stiftung Innovation in der Hochschullehre</a> im Rahmen der Ausschreibung „Lehrarchitektur“ gefördert und läuft zunächst vier Jahre mit der Möglichkeit einer Verlängerung bis 2031. Die Förderlinie „Lehrarchitektur“ ist die größte der Stiftung mit einem Fokus auf der Erprobung und dauerhaften Verankerung innovativer Lehr- und Lernstrukturen.<br>Die Gesamtprojektleitung hat Prof. Dr. Anette Sosna, Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung der Universität Greifswald. Projektkoordinatorin ist Dr. phil. Kristina Enders.<br><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/con-future" target="_blank" title="https://www.uni-greifswald.de/studium/ansprechpartner/qualitaet-in-studium-und-lehre/verbundprojekt-qlever/" class="external-link">Projektwebseite</a><br>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald</strong></p><p>Dr. Kristina Enders<br>Projektkoordination Con-Future<br>Steinbeckerstraße 15, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1138<br><a href="mailto:confuture@uni-greifswald.de" title="mailto:confuture@uni-greifswald.de" class="mail-link">confuture@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/con-future" target="_blank" title="https://www.uni-greifswald.de/con-future" class="external-link">https://www.uni-greifswald.de/con-future</a><br><br>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/5/6/csm_Con-Future-Kick-off-Veranstaltung-20260325-DSC05005-MB-350dpi_sRGB_0edd4574a9.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-269549</guid><pubDate>Tue, 24 Mar 2026 08:57:31 +0100</pubDate><title>Sicherheit neu gedacht: Prof. Dr. Sabine Schlacke bringt rechtliche und ökologische Perspektiven in aktuelle Debatte ein</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sicherheit-neu-gedacht-prof-dr-sabine-schlacke-bringt-rechtliche-und-oekologische-perspektiven-in-aktuelle-debatte-ein-269549/</link><description>In seiner aktuellen Lagebeurteilung empfiehlt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) eine nachhaltige und integrierte Betrachtung des Themas Sicherheit, die sowohl klima- als auch umweltpolitische Aspekte einbezieht. Prof. Dr. Sabine Schlacke, Professur für Öffentliches Recht an der Universität Greifswald, hat an der Ausarbeitung neuer Handlungsempfehlungen aktiv mitgewirkt und sieht hierbei die Möglichkeit, rechtliche Rahmenbedingungen als Schlüssel zur Vermeidung von Umweltrisiken in der Sicherheitspolitik zu etablieren.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>In seiner aktuellen Lagebeurteilung empfiehlt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) eine nachhaltige und integrierte Betrachtung des Themas Sicherheit, die sowohl klima- als auch umweltpolitische Aspekte einbezieht. Prof. Dr. Sabine Schlacke, Professur für Öffentliches Recht an der Universität Greifswald, hat an der Ausarbeitung neuer Handlungsempfehlungen aktiv mitgewirkt und sieht hierbei die Möglichkeit, rechtliche Rahmenbedingungen als Schlüssel zur Vermeidung von Umweltrisiken in der Sicherheitspolitik zu etablieren.</p><p>Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor vier Jahren wurde in Europa zunehmend ein Unsicherheitsgefühl sichtbar. Zugleich verdeutlichen geopolitische Spannungen zwischen den USA und Europa die Notwendigkeit, die europäische Verteidigungsfähigkeit unabhängiger zu stärken. Eine sicherheitspolitische Debatte, die sich allein auf militärische Fragen konzentriert, greift laut WBGU jedoch zu kurz. Sie blendet die wachsenden Risiken für natürliche Lebensgrundlagen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität aus. Vor diesem Hintergrund plädiert der WBGU dafür, den von der Bundesregierung initiierten Begriff der „integrierten Sicherheit“ nicht nur beizubehalten und konsequent umzusetzen, sondern ihn auch um weitere sicherheitsrelevante Dimensionen zu erweitern.</p><p><strong>Fünf zusätzliche Handlungsfelder für die sicherheitspolitische Strategie</strong></p><p>Für den Ausbau einer strategischen und partnerschaftlichen internationalen Zusammenarbeit hat das Gremium fünf zusätzliche Handlungsfelder benannt, die stärker in die sicherheitspolitische Strategie der Bundesregierung und des Nationalen Sicherheitsrats einbezogen werden sollen, als es bisher der Fall war. Dazu gehören der Schutz vor Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Verschmutzung, um die Lebensfähigkeit der Menschheit zu bewahren; sozialer Zusammenhalt, um resiliente Gesellschaften zu fördern; eine Informationsintegrität, um die Demokratie wehrhaft zu gestalten; eine bewusste Nutzung von Technologien und Rohstoffen, um Abhängigkeiten zu reduzieren sowie eine strategische, regelbasierte und faire Kooperation, um die internationale Zusammenarbeit zu stützen.</p><p>„Im WBGU sind wir uns einig, dass Sicherheit mit dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen beginnt“, sagt Schlacke, die als WBGU-Mitglied und Expertin für Verwaltungs- und Umweltrecht an der Lagebeurteilung mitgewirkt hat. Sie sieht aktuell eine zentrale Rolle der internationalen Umweltpolitik: „Klima- und Umweltpolitik ist Sicherheitspolitik. Die internationale regelbasierte Ordnung ist unter Druck, aber nicht zusammengebrochen. Sie wird von wenigen, zum Teil mächtigen Akteuren offen missachtet. Das heißt aber nicht, dass große Bereiche, die auch den WBGU speziell interessieren, etwa das Umwelt- und Klimavölkerrecht, infrage gestellt sind – das möchte ich ausdrücklich betonen. Insbesondere der umweltvölkervertragsrechtliche ‚Maschinenraum‘, die Fortentwicklung auf Vertragsstaatenkonferenzen und die Umsetzung in nationales Recht wird nach wie vor von der Mehrzahl der Staaten weltweit vorangetrieben. Diese rechtlichen Rahmenbedingungen spielen eine zentrale Rolle für sicherheitspolitische Strategien: Gerade das internationale Umwelt- und Klimarecht bietet ein Forum für nach wie vor verlässliche Kooperation zwischen Staaten. Sie kann auf verteidigungspolitisch neu zu etablierende Allianzen positiv ausstrahlen.“</p><p><strong>Recht als Fundament für gesellschaftliche Stabilität</strong><br>Schlackes Arbeit als Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Greifswald verfolgt genau diesen Ansatz: Sie erforscht, wie Rechtsinstrumente auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene sowie administrative Mechanismen zur Bewältigung globaler Umwelt- und Klimarisiken eingesetzt werden können und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. „Insbesondere im Umweltrecht haben wir strukturierte Verfahren, klare Zuständigkeiten und effektive Durchsetzungsmöglichkeiten geschaffen, die weiter beachtet und angewandt werden sollten – auch in Zeiten sicherheitspolitischer Herausforderungen. Und gerade im Umwelt- und Klimarecht prägen völkerrechtliche Vereinbarungen, wie die Ziele zur Wiederherstellung der Natur, unmittelbar das EU-Recht und dadurch das nationale Recht. Eine konsequente Umsetzung von Umweltvölkerrecht kann damit womöglich auch eine Stärkung des Völkerrechts insgesamt bewirken.“&nbsp;</p><p>Für Schlacke steht die Verbindung von ökologischer und gesellschaftlicher Stabilität im Zentrum der heutigen Sicherheitsdebatten: „Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Risiken heute nicht von außen kommen, sondern von innen, aus den Gesellschaften heraus. Eine Vernachlässigung des Schutzes unserer natürlichen Lebensgrundlagen, was durch Verschmutzung, Artensterben oder Klimawandel zum Ausdruck kommt, stellt ein sicherheitspolitisches Risiko dar. Wir müssen lernen, Klimaschutz als Sicherheitsmaßnahme zu verstehen und nicht umgekehrt. Denn wenn die Lebensgrundlagen zerfallen, zerfällt auch die gesellschaftliche Ordnung.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Der Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) wurde 1992 im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung von der Bundesregierung als unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium eingerichtet. Er setzt sich für eine wissenschaftlich fundierte Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ein, indem er globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme analysiert und darauf aufbauend Handlungs- und Forschungsempfehlungen erarbeitet.</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald</strong><br>Prof. Dr. Sabine Schlacke<br>Professur für Öffentliches Recht<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2100<br><a href="mailto:sabine.schlacke@uni-greifswald.de" class="mail-link">sabine.schlacke@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/03-2026-Medienfotos/Gruppenfoto_WBGU_Lagebeurteilung_Sabine_Schlacke.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-269450</guid><pubDate>Mon, 23 Mar 2026 15:26:47 +0100</pubDate><title>Drittmittelrekord bei Universität und Universitätsmedizin Greifswald</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/drittmittelrekord-bei-universitaet-und-universitaetsmedizin-greifswald-269450/</link><description>Die Universität Greifswald und die Universitätsmedizin Greifswald haben im Jahr 2025 so viele Drittmittel verausgabt wie nie zuvor. Insgesamt lagen die Ausgaben bei mehr als 72 Millionen Euro. Davon entfielen 35,0 Millionen Euro auf die Universität und 37,8 Millionen Euro auf die Universitätsmedizin. Beide Einrichtungen untermauern damit ihre enorme Wettbewerbsfähigkeit und wissenschaftliche Exzellenz auf nationalem sowie internationalem Niveau.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Universität Greifswald und die Universitätsmedizin Greifswald haben im Jahr 2025 so viele Drittmittel verausgabt wie nie zuvor. Insgesamt lagen die Ausgaben bei mehr als 72 Millionen Euro. Davon entfielen 35,0 Millionen Euro auf die Universität und 37,8 Millionen Euro auf die Universitätsmedizin. Beide Einrichtungen untermauern damit ihre enorme Wettbewerbsfähigkeit und wissenschaftliche Exzellenz auf nationalem sowie internationalem Niveau.</p><p>„Wir sind stolz auf unsere Wissenschaftler*innen, denen wir diese großartige Leistung verdanken“, sagen die Rektorin der Universität Greifswald, Professorin Katharina Riedel, und der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald, Professor Karlhans Endlich. An der Universität stiegen die Drittmittelausgaben gegenüber 2024 um rund 6,5 Millionen Euro beziehungsweise etwa 23 Prozent. Der Zuwachs verteilt sich breit über das Fächerspektrum und ist nicht auf einzelne Großprojekte zurückzuführen. Bund, Deutsche Forschungsgemeinschaft und Europäische Union stellten zusammen rund 85 Prozent der Mittel bereit.</p><p>Auch die Universitätsmedizin setzte ihren Wachstumskurs fort. „Wir haben nun mehrere Jahre in Folge mehr als 30 Millionen Euro an Drittmitteln pro Jahr verausgabt. Im vergangenen Jahr waren es 37,8 Millionen Euro“, sagt Professor Karlhans Endlich. „Unser Ziel ist es natürlich, die Marke von 40 Millionen Euro zu überschreiten. Das ist für uns ein wichtiges Instrument, um mehr Wissenschaft zu betreiben.“ Von der Europäischen Union und der Deutschen Forschungsgemeinschaft kamen im Jahr 2025 zusammen 14,3 Millionen Euro, die von beiden Institutionen zu annähernd gleichen Teilen bereitgestellt wurden.</p><p>Drittmittel stammen nicht aus dem regulären Landeshaushalt. Sie werden in der Regel von Forschenden und Lehrenden in einem hoch kompetitiven Wettbewerb eingeworben. Zu den Förderern zählen unter anderem die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Bundes- und Landesministerien, die Europäische Union, Stiftungen sowie weitere öffentliche und private Einrichtungen.</p><p><strong>Drittmittel schaffen Arbeitsplätze:</strong> Mit den Drittmitteln finanziert die Universität Greifswald vor allem Forschungspersonal. Im Jahr 2025 flossen rund 19,5 Millionen Euro in Personalstellen, insbesondere für Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen. Rund 370 Nachwuchswissenschaftler*innen wurden im vergangenen Jahr in Drittmittel-finanzierten Projekten beschäftigt. Auch an der Universitätsmedizin sichern Drittmittel zahlreiche zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse: Dort wurden im Jahr 2025 durchschnittlich 497 Mitarbeitende über Drittmittel finanziert.</p><p><strong>Drittmittel stärken die Forschungs- und Lehrinfrastruktur:</strong> Darüber hinaus ermöglichen die eingeworbenen Mittel wichtige Forschungs- und Lehrprojekte sowie Investitionen in die Infrastruktur. An der Universität gehören dazu unter anderem die Sonderforschungsbereiche/Transregios „CONCENTRATE“ und „WETSCAPES 2.0“ sowie die Lehrprojekte QLeVer und ConFuture. An der Universitätsmedizin wurden neue Forschungslabore für die Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten sowie für das&nbsp;Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin eingerichtet. Zudem entsteht am Institut für Physiologie das erste Hypoxie-Labor Mecklenburg-Vorpommerns.</p><p>„Die Rekordzahlen zeigen, welches Potenzial in unserem Wissenschaftsstandort steckt“, sagt Professorin Katharina Riedel. „Wer heute erfolgreich Drittmittel einwirbt, schafft die Grundlage für exzellente Forschung, gute Lehre und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses von morgen.“</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universitätsmedizin Greifswald</strong><br>Stabsstelle Kommunikation und Marketing<br>Hauke Meier<br>Walther-Rathenau-Straße 46, 17475 Greifswald<br>Telefon +49 3834 86 6521<br><a href="mailto:hauke.meier@med.uni-greifswald.de" class="mail-link">hauke.meier@med.uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>news intern uni</category><category>Relevantes &amp; Rechtliches</category><category>Rektorat</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/b/6/csm_Portraits_Riedel_Endlich-20260318-_MG_3293-ZVZ-350dpi_sRGB_977b9984f0.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-268428</guid><pubDate>Mon, 16 Mar 2026 14:11:25 +0100</pubDate><title>Gemeinsam für gute Lehre: Hochschulen in MV starten Projekt QLeVer</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gemeinsam-fuer-gute-lehre-hochschulen-in-mv-starten-projekt-qlever-268428/</link><description>Die Qualität von Lehre entscheidet maßgeblich über den Studienerfolg. Doch gute Lehre entsteht nicht allein durch fachliche Expertise – sie braucht auch fundierte didaktische Kompetenzen. Genau hier setzt das landesweite Verbundprojekt „QLeVer – Lehre vernetzt: Qualifizierung für Lehrende und Tutor*innen“ an. Unter der Leitung der Universität Greifswald entwickeln die Universität Rostock, die Hochschule Neubrandenburg, die Hochschule Wismar, die Hochschule Stralsund und die Hochschule für Musik und Theater Rostock gemeinsam eine landesweite Infrastruktur zur Förderung der Lehrqualität an den Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns.  Am 16.03.2026 fand an der Universität Greifswald in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Bettina Martin die offizielle Auftaktveranstaltung statt. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Qualität von Lehre entscheidet maßgeblich über den Studienerfolg. Doch gute Lehre entsteht nicht allein durch fachliche Expertise – sie braucht auch fundierte didaktische Kompetenzen. Genau hier setzt das landesweite Verbundprojekt „QLeVer – Lehre vernetzt: Qualifizierung für Lehrende und Tutor*innen“ an. Unter der Leitung der Universität Greifswald entwickeln die Universität Rostock, die Hochschule Neubrandenburg, die Hochschule Wismar, die Hochschule Stralsund und die Hochschule für Musik und Theater Rostock gemeinsam eine landesweite Infrastruktur zur Förderung der Lehrqualität an den Hochschulen Mecklenburg-Vorpommerns.  Am 16.03.2026 fand an der Universität Greifswald in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Bettina Martin die offizielle Auftaktveranstaltung statt. </p><p>Das Konzept des von der Stiftung für Innovation in der Hochschullehre geförderten Projektes QLeVer setzt auf hochschulübergreifende Zusammenarbeit, landesweite Standards und Angebote in der Lehrqualifizierung. Lehrende können Qualifizierungsangebote an allen Hochschulen des Landes belegen und für ein landesweites hochschuldidaktisches Zertifikat anrechnen lassen. Die Themen reichen von der Gestaltung digitaler Lehr- und Lernarrangements bis zu Methoden der Studierendenaktivierung. Parallel entsteht ein Netzwerk engagierter Lehrender. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein Didaktik-Hub: Die Plattform wird Materialien bündeln, Austausch ermöglichen und die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen des Landes erleichtern.</p><p>Auch die Ausbildung von studentischen Tutor*innen verändert sich. Für sie entsteht ein didaktisches Qualifizierungsangebot, das mit einem hochschulübergreifenden Zertifikat abgeschlossen wird.&nbsp;</p><p>Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, sagte bei der Auftaktveranstaltung:&nbsp;„Ein erfolgreiches Studium hängt ganz maßgeblich von guter Lehre ab. Angesichts der rasanten gesellschaftlichen Entwicklungen, vor allem auch&nbsp;im digitalen Bereich, gibt es völlig neue Möglichkeiten, aber auch viele Risiken für gute Hochschullehre. Unsere Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern sind bundesweit für ihren Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige Lehre bekannt. Dass sie sich mit diesem Projekt QLeVer noch stärker vernetzen und einen Fokus auf die hochschuldidaktische Qualifizierung legen, ist absolut zu begrüßen.&nbsp;Das Projekt QLeVer führt Theorie und Praxis konsequent zusammen. Es ist damit ein wichtiger Baustein, die Hochschulausbildung insgesamt&nbsp;zu stärken. Die Hochschulen in MV waren sehr erfolgreich bei der Einwerbung von Fördermitteln. Insgesamt fließen bis 2031 5,4 Mio. Euro an die sechs Hochschulen im Land. Das ist eine gute Nachricht für die Entwicklung von Studium und Lehre. Die Förderung durch die Stiftung für Innovation Inder Hochschullehre ist dabei nicht nur eine bedeutende Anerkennung, sondern Ausdruck für das Vertrauen in die Qualität und das Potenzial dieses Vorhabens.“</p><p>Das langfristige Vorhaben des Projektes erläutert Projektleiterin Prof. Dr. Anette Sosna, Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung an der Universität Greifswald: „Mit QLeVer verfolgen wir einen strukturellen Ansatz: Ziel ist es, gute Lehre nicht nur punktuell zu fördern, sondern dauerhaft zu stärken und landesweit zu verankern.“ Weitere Maßnahmen, die das unterstützen, sind ein landesweiter Tag der Lehre, auf dem Lehrinnovationen des Bundeslandes vorgestellt werden und Lehrende in den Austausch kommen. Ein landesweiter Lehrpreis wird gute Lehre sichtbar machen und würdigen.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Das Projekt wird von der <a href="https://stiftung-hochschullehre.de/projekt/qlever/" target="_blank" title="https://stiftung-hochschullehre.de/projekt/qlever/" class="external-link" rel="noreferrer">Stiftung Innovation in der Hochschullehre</a>&nbsp;gefördert. Die Förderlinie „Lehrarchitektur“ ist die größte der Stiftung mit einem Fokus auf der Erprobung und dauerhafte Verankerung innovativer Lehr- und Lernstrukturen.&nbsp;<br>Beteiligte Hochschulen: Universität Greifswald (Verbundleitung), hmt Rostock, Universität Rostock, Hochschule Stralsund, Hochschule Wismar, Hochschule Neubrandenburg<br>Die Gesamtprojektleitung hat Prof. Dr. Anette Sosna, Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung der Universität Greifswald. Projektkoordinationsleiterin ist Dr. Jana Kiesendahl.&nbsp;<br><a href="https://www.uni-greifswald.de/studium/ansprechpartner/qualitaet-in-studium-und-lehre/verbundprojekt-qlever/" target="_blank" title="https://www.uni-greifswald.de/studium/ansprechpartner/qualitaet-in-studium-und-lehre/verbundprojekt-qlever/" class="external-link">Projektwebseite</a><br>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner*innen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Prof. Dr.-Ing. Tina Haase<br>Verbundkoordination QLeVer<br>Zentrum für akademische und digitale Kompetenzen<br>Anklamer Straße 20, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1320<br><a href="mailto:tina.haase@uni-greifswald.de">tina.haase@uni-greifswald.de</a>&nbsp;<br><a href="https://www.uni-greifswald.de/qlever" target="_blank" title="https://www.uni-greifswald.de/qlever">https://www.uni-greifswald.de/qlever</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/prof-dr-tina-haase-79a7155?utm_source=share&amp;utm_campaign=share_via&amp;utm_content=profile&amp;utm_medium=ios_app" target="_blank" rel="noreferrer">LinkedIn-Profil Prof. Dr. Tina Haase</a></p><p>Johannes H. Rechenberger<br>Standortkoordination Greifswald QLeVer<br>Zentrum für akademische und digitale Kompetenzen<br>Anklamer Straße 20, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3832<br><a href="mailto:johannes.rechenberger@uni-greifswald.de" title="mailto:johannes.rechenberger@uni-greifswald.de">johannes.rechenberger@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/qlever" target="_blank">https://www.uni-greifswald.de/qlever</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/johannes-h-rechenberger-246528231?utm_source=share_via&amp;utm_content=profile&amp;utm_medium=member_ios" target="_blank" rel="noreferrer">LinkedIn-Profil Johannes Rechenberger</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/5/a/csm_QLeVer_Auftakt-20260316-_MG_3241-ZVZ-350dpi_sRGB_91b3369a59.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-268100</guid><pubDate>Thu, 12 Mar 2026 08:12:42 +0100</pubDate><title>Paragrafen, die sprechen: Jurastudierende an der Universität Greifswald trainieren Rhetorik für die Praxis</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/paragrafen-die-sprechen-jurastudierende-an-der-universitaet-greifswald-trainieren-rhetorik-fuer-die-praxis-268100/</link><description>Rechtswissenschaften gelten schnell als trockenes Fach: Paragrafen wälzen, Gesetzestexte analysieren, Gutachten schreiben. Ein Studium, das stark auf Schriftlichkeit und theoretisches Wissen ausgerichtet ist. Doch das trifft längst nicht alles. Das Seminar „Rhetorik im Jurastudium“ an der Universität Greifswald zeigt, dass Jurastudium und Kommunikation eng zusammengehören. Hier lernen Studierende, komplexe rechtliche Sachverhalte verständlich und überzeugend zu vermitteln – und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern vor Publikum.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Rechtswissenschaften gelten schnell als trockenes Fach: Paragrafen wälzen, Gesetzestexte analysieren, Gutachten schreiben. Ein Studium, das stark auf Schriftlichkeit und theoretisches Wissen ausgerichtet ist. Doch das trifft längst nicht alles. Das Seminar „Rhetorik im Jurastudium“ an der Universität Greifswald zeigt, dass Jurastudium und Kommunikation eng zusammengehören. Hier lernen Studierende, komplexe rechtliche Sachverhalte verständlich und überzeugend zu vermitteln – und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern vor Publikum.</p><p>„Im Jurastudium wird vor allem rechtliches Normwissen vermittelt und es dominieren schriftliche Darstellungsformen“, erklärt Seminarleiter Thilo Tröger. Klausuren, Hausarbeiten, Gutachten – all das trainiert die schriftliche Argumentation bis ins Detail.<br>Für die spätere Berufspraxis jedoch reicht Fachwissen allein nicht aus. „Für die Berufspraxis dagegen ist neben den Rechtskenntnissen eine kommunikative Kompetenz entscheidend: Jurist*innen müssen wirkungs- und adressatenorientiert sprechen und hierfür zum Beispiel auf Körperkommunikation oder Sprechausdruck achten. Um das Vertrauen ihrer Mandant*innen oder von Prozessbeteiligten zu gewinnen, müssen sich Anwält*innen oder Richter*innen in die Situation ihres Gegenübers hineinversetzen und sich vor ihm oder ihr verständlich ausdrücken können“, so Tröger.</p><p><strong>Fünf Minuten, ein Publikum, ein Test</strong></p><p>Das wurde im Seminar praktisch erprobt: In fünfminütigen Kurzvorträgen präsentierten die Studierenden juristische Themen – adressatengerecht auf ein Laienpublikum zugeschnitten. Dabei kamen auch Visualisierungen zum Einsatz, die lernpsychologisch sinnvoll gestaltet wurden. „Wie können Stichpunkte auf PowerPoint-Folien sinnvoll gestaltet werden? Wie schafft man anschauliche Text-Bild-Verknüpfungen? Wie müssen grafische Gestaltgesetze berücksichtigt werden?“ – Erstmals ließen sich einige Teilnehmende bei der Folienerstellung auch von der KI unterstützen und inspirieren.</p><p><strong>Perspektivwechsel inklusive</strong></p><p>Besondere Dynamik erhielt das Seminar durch die Zusammenarbeit mit dem „Argumentations- und Präsentationstraining“ im Bachelorstudiengang Kommunikationswissenschaft. Studierende der Kommunikationswissenschaft gaben Feedback aus der Perspektive von Nicht-Jurist*innen – ein wertvoller Realitätscheck. „Wir haben viel Neues gelernt und einen interessanten Einblick in das Studienfach der anderen bekommen“, berichteten die Teilnehmenden anschließend.</p><p>Auch Dr. Martha Kuhnhenn, Dozentin des Kommunikationswissenschaftsseminars, betont den Mehrwert: „Wertschätzendes und gleichzeitig konkret-produktives Feedback zu geben – auch zu Themen außerhalb des eigenen Fachgebiets – ist eine zentrale mündliche Schlüsselkompetenz. Ich hoffe, dass wir diese Zusammenarbeit wiederholen und idealerweise verstetigen können.“</p><p>Jurastudentin Linh Michelle Nguyen beschreibt die Kooperation als „sehr aufschlussreich“, besonders mit Blick darauf, „wie verständlich juristische Themen von Nicht-Jurastudierenden wahrgenommen und vermittelt werden“. Ergänzend hätte sie sich auch praxisnahes Feedback aus juristischer Perspektive gewünscht, insgesamt bewertet sie den fachübergreifenden Austausch jedoch sehr positiv.</p><p>Das Seminar macht deutlich: Juristisches Wissen überzeugt erst, wenn es verständlich vermittelt wird – und die Fähigkeit zu sprechen ist ein zentraler Bestandteil der Ausbildung.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>In der Reihe NomosStudium ist die zweite Auflage des Lehrbuchs „Neuauflage von ‚Rhetorik im Jurastudium. Recht reden.‘“ erschienen. Autor ist Thilo Tröger, M.&nbsp;A., wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald. Das Buch vermittelt, wie Jurist*innen mündlich argumentieren, überzeugend präsentieren und komplexe Inhalte verständlich erklären können – zentrale Schlüsselkompetenzen für Studium und Berufspraxis. Die zweite Auflage enthält aktualisierte Beispiele, praxisnahe Übungen, Hinweise zur Visualisierung von Fachvorträgen und ein erweitertes Stichwortverzeichnis.</p><p><strong>Ansprechpartner*innen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Thilo Tröger, M.&nbsp;A.&nbsp;<br>Mediator im Team Konfliktberatung und Mediation<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br>Telefon&nbsp;+49 3834 420 2173<br><a href="mailto:ttroeger@uni-greifswald.de" class="mail-link">ttroeger@uni-greifswald.de</a></p><p>Priv.-Doz. Dr. Martha Kuhnhenn<br>Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3411<br><a href="mailto:martha.kuhnhenn@uni-greifswald.de" class="mail-link">martha.kuhnhenn@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/5/1/csm_Rhetorik-im-Jurastudium-20260130-DSC02900-MB-350dpi_sRGB_53809093e5.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-267143</guid><pubDate>Thu, 05 Mar 2026 12:25:15 +0100</pubDate><title>„Leerstellen“-Kunstaktion: Studentin der Universität Greifswald macht 360 Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt sichtbar</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/leerstellen-kunstaktion-studentin-der-universitaet-greifswald-macht-360-opfer-geschlechtsspezifischer-gewalt-sichtbar-267143/</link><description>„In Deutschland gibt es fast jeden Tag einen Femizid.“ – Mit diesem Satz bringt die Studentin und Künstlerin Greta Gebhardt ihre Arbeit „Leerstellen“ auf eine Litfaßsäule vor dem Rechenzentrum der Universität Greifswald. Das Plakat dokumentiert 360 Fälle von Femiziden in Deutschland im Jahr 2023. Jede bewusst freigelassene Leerstelle steht für eine betroffene Person, die in Kriminalstatistiken meist nur als Zahl erscheint. Mit ihrer Arbeit möchte Gebhardt auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam machen und gesellschaftliche Reflexion anstoßen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>„In Deutschland gibt es fast jeden Tag einen Femizid.“ – Mit diesem Satz bringt die Studentin und Künstlerin Greta Gebhardt ihre Arbeit „Leerstellen“ auf eine Litfaßsäule vor dem Rechenzentrum der Universität Greifswald. Das Plakat dokumentiert 360 Fälle von Femiziden in Deutschland im Jahr 2023. Jede bewusst freigelassene Leerstelle steht für eine betroffene Person, die in Kriminalstatistiken meist nur als Zahl erscheint. Mit ihrer Arbeit möchte Gebhardt auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam machen und gesellschaftliche Reflexion anstoßen.</p><p>Der Entwurf entstand im Sommersemester 2025 im Seminar „Public Art“ unter der Leitung von Prof. Rozbeh Asmani vom Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald. „Für mich stand schnell fest, dass ich diese Möglichkeit der Öffentlichkeit gerne nutzen würde, um auf gesellschaftliche Entwicklungen bzw. Missstände hinzuweisen“, sagt Gebhardt. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit der sogenannten „Modern Gender Gap“, die beschreibt, dass junge Männer weltweit zunehmend konservative und politisch rechte Positionen vertreten, während junge Frauen im Durchschnitt liberaler und linker wählen. „Es drängte sich für mich die Frage auf, was diese Entwicklung in einer patriarchal geführten Welt für Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Gewalt an FLINTA* Personen (Frauen, Lesben, Inter*, Nicht-binäre, Trans- und Agender-Personen) ist eine dieser Konsequenzen“, erklärt Gebhardt.</p><p><strong>Zwischen Zahlen und Schicksalen</strong><br>Ein Blick auf die jährliche Kriminalstatistik Deutschlands zeigt, wie relevant das Thema ist: Im Jahr 2023 gab es nachweislich mindestens 360 Femizide – die Dunkelziffer wird jedoch höher geschätzt. Gebhardt beobachtet, dass dieses Thema in der öffentlichen Debatte oft unterrepräsentiert bleibt. Die Gestaltung ihres künstlerischen Projekts der „Leerstellen“ übersetzt die Statistik in ein sichtbares Raster aus Informationen, das durch die 360 Leerstellen unterbrochen wird. Aus der Distanz ist der zentrale Satz gut lesbar, aus der Nähe werden die Betroffenen als Leerstelle sichtbar und verschwinden nicht mehr als Dunkelziffer. „Das sind die Fakten und die traurige Realität unserer Gesellschaft“, so Gebhardt. „Und das soll auch das erste sein, was Betrachter*innen sehen: die Opfer, die durch die Leerstellen sichtbar gemacht werden.“</p><p>Laut der Studentin konfrontiert Kunst im öffentlichen Raum Menschen mit Themen, mit denen sie sonst selten Berührungspunkte haben. „Vielleicht reagieren einige mit Irritation und Unverständnis, aber auch das regt Prozesse an und kann zum Diskurs führen“, sagt sie und betont, dass Kunst unabhängig von sozialer Zugehörigkeit viele Menschen erreicht und damit ein wertvolles Mittel sei – nicht nur in der Auseinandersetzung mit Gewalt an Frauen, sondern für den öffentlichen Diskurs insgesamt.</p><p><strong>Wenn Statistik sichtbar wird: Kunst gegen das Vergessen</strong><br>Die Aktion wird im Anschluss an den Internationalen Frauentag im Rahmen des „Global Women*s General Strike“ umgesetzt: Am Montag, 9. März, findet um 15:00 Uhr eine Mahnwache vor der Litfaßsäule des Rechenzentrums der Universität Greifswald in der Felix-Hausdorff-Straße 18 statt. Nach einer kurzen Einführung können Kerzen entzündet und den Opfern gedacht werden. „Bei einem so ernsten Thema wollte ich kein voyeuristisches Konzept. Die Fakten sollen für sich sprechen“, erklärt Gebhardt. Sie möchte zugleich zeigen, dass zivilgesellschaftliches Engagement auf vielen Ebenen möglich ist: „Wenn ich das kann, können es auch andere. Die demokratische Zivilgesellschaft muss sich mehr engagieren, Zeichen setzen – und ich möchte ein Teil davon sein.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Seit 2020 haben Studierende mit künstlerischem Bezug an der Universität Greifswald die Möglichkeit, dass Seminar „Public Art“ zu belegen. Die Litfaßsäule als Massenmedium&nbsp;am Lehrstuhl für Neue Medien und angewandte Grafik im Bezugsfeld Bildender Kunst des Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI) ermöglicht es ihnen, ihre künstlerischen Ideen auf ursprünglich zu Werbezwecken vorgesehenen Flächen zu präsentieren. Für die Studierenden herrscht absolute Freiheit bei ihrer Fragestellung. Die Motive verarbeiten gegenwärtige, formal-ästhetische oder persönliche Themen, die auch polarisieren können. Sie brechen mit Tabus, fordern zur aktiven Teilnahme auf und stellen Fragen nach der Lesbarkeit werbebasierter Kommunikation in den Raum.</p><p>Der „Global Women*s General Strike“ ist eine weltweite Bewegung, die sich für Gleichberechtigung, Frauenrechte und eine gerechtere Gesellschaft einsetzt. Am 9. März 2026 steht der diesjährige Frauentag im Zeichen von Solidarität, Protest und künstlerischer Auseinandersetzung.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Rozbeh Asmani<br>Caspar-David- Friedrich Institut&nbsp;<br>Bahnhofstraße 46/47, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3280<br><a href="mailto:r.asmani@uni-greifswald.de" class="mail-link">r.asmani@uni-greifswald.de</a>&nbsp;<br><a href="https://www.cdfi.uni-greifswald.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.cdfi.uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/03-2026-Medienfotos/Kunstprojekt-Leerstellen-20260227.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-266828</guid><pubDate>Tue, 03 Mar 2026 09:53:37 +0100</pubDate><title>Abwasser als Energie- und Rohstoffquelle: Wie Technologie mit Mikroben es möglich macht</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/abwasser-als-energie-und-rohstoffquelle-wie-technologie-mit-mikroben-es-moeglich-macht-266828/</link><description>Aus Abwasser nicht nur sauberes Wasser, sondern auch Strom und Nährstoffe gewinnen – mit Technologien, die elektrochemisch aktive Mikroorganismen nutzen, ist das möglich. Ein unter Federführung der Universität Greifswald in Frontiers in Science erschienenes internationales Forschungsreview zeigt das enorme umwelt- und ressourcenschonende Potenzial mikrobieller elektrochemischer Technologien (METs).</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Aus Abwasser nicht nur sauberes Wasser, sondern auch Strom und Nährstoffe gewinnen – mit Technologien, die elektrochemisch aktive Mikroorganismen nutzen, ist das möglich. Ein unter Federführung der Universität Greifswald in Frontiers in Science erschienenes internationales Forschungsreview zeigt das enorme umwelt- und ressourcenschonende Potenzial mikrobieller elektrochemischer Technologien (METs).</p><p>Weltweit produzieren wir jährlich rund 359 Milliarden Kubikmeter Abwasser –&nbsp;viermal so viel wie der Genfersee fasst. „Darin stecken über&nbsp;800 000 GWh chemische Energie, vergleichbar mit der Jahresproduktion von 100 Kernkraftwerken“, erklärt Studienleiter&nbsp;Prof. Dr. Uwe Schröder von der Universität Greifswald. „Abwasser enthält außerdem reichlich Nährstoffe, die wir bislang verkommen lassen.“&nbsp;<br><br><strong>Die richtigen Mikroben machen’s: Elektrizität aus Abwasser&nbsp;</strong><br>METs setzen genau hier an: Spezielle Mikroorganismen, die natürlich im Abwasser vorkommen, wandeln die darin enthaltene chemische Energie in elektrische Energie um, während gleichzeitig das Wasser gereinigt wird. Im Labor konnten bereits bis zu 35 Prozent der im Abwasser gebundenen Energie in Strom umgewandelt werden. Dass die Technologie auch in der Anwendung funktioniert, beweisen Pilotanlagen wie „Pee Power®“: 2015 versorgte sie mit Strom aus Urin die Toilettenbeleuchtung auf dem Glastonbury Festival. Langzeitstudien in Uganda, Kenia und Südafrika zeigten, dass solche Systeme auch größere Urinmengen zuverlässig aufbereiten – und durch beleuchtete Sanitäranlagen einen Beitrag zu mehr Sicherheit in Regionen mit unzureichender Infrastruktur schaffen.</p><p>Weltweit haben rund 3,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu angemessenen sanitären Einrichtungen. In METs sehen die Forschenden einen wichtigen Beitrag,&nbsp;dem sechsten UN-Nachhaltigkeitsziel näher zu kommen: der nachhaltigen Bereitstellung von Wasser und Sanitäranlagen für alle.&nbsp;„Der breite Einsatz dieser Technologien bietet viele Vorteile, besonders für Regionen mit stark belastetem Abwasser, in denen bestehende Technologien zur Aufbereitung zu teuer sind oder nicht alle erreichen“, betont Co-Autor Prof. Dr. Falk Harnisch vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig.&nbsp;</p><p><strong>Nährstoffe aus dem Wasser schöpfen</strong><br>Auch kostbare Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor lassen sich mit METs aus Abwasser rückgewinnen.&nbsp;Obwohl diese reichlich im Abwasser vorhanden sind, werden diese Stoffe derzeit andernorts extrem energieintensiv und wenig nachhaltig gewonnen, inklusive steigender Preise – ein Kontrast, den METs im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft revolutionieren könnten: „Bis zu rund 7 Prozent des Phosphatbedarfs und 11 Prozent des globalen Bedarfs an Ammoniumstickstoffs ließen sich aus Abwasser decken“, erläutert Schröder.&nbsp;</p><p><strong>Vom Labor auf den Markt</strong><br>Damit METs den Schritt in die breite Anwendung schaffen, müssen die Systeme robuster, kostengünstiger und energieeffizienter werden. Das Team um Professor Schröder erforscht dazu in Greifswald die biochemischen und elektrochemischen Grundlagen, um Reaktoren und Elektronenübertragung weiter zu optimieren. Gleichzeitig braucht es Überzeugungsarbeit – etwa&nbsp;durch Förderprogramme, Pilotanlagen und ökonomische Anreize&nbsp;–,&nbsp;um auch die etablierte Abwasserbranche in Mitteleuropa für die neue Technologie zu gewinnen.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Schröder, U., Harnisch F., Heidrich E., Ieropoulos I. A., Logan, B.E., Nath, D., Pant D., Patil, S.A., Puig S., Ren J., Rossi R., Rotaru A.-E., ter Heijne, A (2026).&nbsp;Waste to value: microbial electrochemical technologies for sustainable water, material and energy cycles.&nbsp;Frontiers in Science. <a href="https://doi.org/10.3389/fsci.2026.1688727" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.3389/fsci.2026.1688727</a>.</p><p><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Uwe Schröder<br>Institut für Biochemie<br>Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4450<br><a href="mailto:uwe.schroeder@uni-greifswald.de" class="mail-link">uwe.schroeder@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/uwe-schr%C3%B6der-82542123/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.linkedin.com/in/uwe-schr%C3%B6der-82542123/</a></p><p>Prof. Dr. Falk Harnisch:&nbsp;<br><a href="https://www.linkedin.com/in/falk-harnisch-904a86124/?originalSubdomain=de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.linkedin.com/in/falk-harnisch-904a86124/?originalSubdomain=de</a><br>Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig:&nbsp;<br><a href="https://www.linkedin.com/company/ufz/posts/?feedView=all" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.linkedin.com/company/ufz/posts/?feedView=all</a></p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/c/4/csm_Doktorandin_forscht_an_bioelektrischen_Bakterien_300dpi_af532832a1.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-265944</guid><pubDate>Thu, 19 Feb 2026 14:58:34 +0100</pubDate><title>Ein Blick aus dem All auf die Erde: Wie Satellitendaten einen Greifswalder Forscher ins Landsat Science Team brachten</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ein-blick-aus-dem-all-auf-die-erde-wie-satellitendaten-einen-greifswalder-forscher-ins-landsat-science-team-brachten-265944/</link><description>Waldsterben, Stadtwachstum, die Renaturierung von Feuchtgebieten oder Landnutzungsänderungen allgemein – die Betrachtung dieser Themen gehört für Prof. Dr. Sebastian van der Linden, Professor für Fernerkundung am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald, zum Alltag. Mit seinem Fokus auf die Nutzung von frei verfügbaren Satellitenbildern zur Analyse langfristiger Umweltveränderungen und seiner Expertise in der Verarbeitung langer Zeitreihen aus Erdbeobachtungsdaten wurde er kürzlich zusammen mit vier weiteren deutschen Wissenschaftlern durch die National Aeronautics and Space Administration (NASA) und den U.S. Geological Survey (USGS) in das renommierte Landsat Science Team (LST) einberufen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Waldsterben, Stadtwachstum, die Renaturierung von Feuchtgebieten oder Landnutzungsänderungen allgemein – die Betrachtung dieser Themen gehört für Prof. Dr. Sebastian van der Linden, Professor für Fernerkundung am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald, zum Alltag. Mit seinem Fokus auf die Nutzung von frei verfügbaren Satellitenbildern zur Analyse langfristiger Umweltveränderungen und seiner Expertise in der Verarbeitung langer Zeitreihen aus Erdbeobachtungsdaten wurde er kürzlich zusammen mit vier weiteren deutschen Wissenschaftlern durch die National Aeronautics and Space Administration (NASA) und den U.S. Geological Survey (USGS) in das renommierte Landsat Science Team (LST) einberufen.</p><p>In das internationale Gremium werden ausschließlich weltweit führende Expert*innen berufen, um die Weiterentwicklung dieses global wichtigsten und am weitesten zurückreichenden Erdbeobachtungsprogramms über einen Zeitraum von fünf Jahren aktiv mitzugestalten. Seit den 1970er Jahren sammeln die Landsat-Satelliten kontinuierlich hochauflösende Bilddaten, die Spektralbereiche des sichtbaren, aber auch nah- und kurzwellig-infraroten Lichts umfassen. Seit Mitte der 1980er Jahre sind die Daten konstant mit einer Pixelgröße von 30 Metern und einer hohen Wiederholungsrate von bis zu acht Tagen verfügbar. Soweit reichen auch die Kartierungen von van der Lindens Arbeitsgruppe zurück. Diese Datenkontinuität ermöglicht es, Umweltveränderungen und die zugrunde liegenden Prozesse über Jahrzehnte hinweg durch Messungen zu beschreiben und besser zu verstehen, um damit für zukünftige Entscheidungen zu lernen.&nbsp;</p><p><strong>Forschung mit internationaler Sichtbarkeit</strong><br>Zusammen mit seinen Kollegen der Universität Trier, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Technischen Universität München hat sich van der Linden mit dem Thema „Synergistic Data Processing Pipelines for Landsat and European Satellite Missions“ um einen Platz im Landsat Science Team beworben. Das deutsche Forscherteam möchte im Rahmen seiner Mitgliedschaft untersuchen, wie sich die US-amerikanischen Landsat- und europäischen Sentinel-Satellitendaten am besten für Nutzer*innen aufbereiten und harmonisieren lassen, um dadurch qualitativ noch hochwertigere und besser nutzbare Ergebnisse zu ermöglichen. Die generierten Daten und abgeleiteten Produkte sind für private Unternehmen, öffentliche und gemeinnützige Institutionen und Wissenschaftler*innen von großer Bedeutung, wenn sie die historischen und aktuellen Veränderungen der Landbedeckung und -nutzung nachvollziehen wollen.</p><p><strong>Greifswalder Untersuchungsschwerpunkt: Veränderungen von Moorflächen seit 1984</strong><br>Die Forschung der Arbeitsgruppe „Fernerkundung und Geoinformationsverarbeitung“ um Sebastian van der Linden an der Universität Greifswald konzentriert sich auf die Analyse von Mooren und Feuchtgebieten im Ostseeraum und weltweit – eine Arbeit, die nur mit Landsat-Daten über Jahrzehnte zurückblickend möglich ist. „Wir können jetzt detailliert und flächendeckend nachvollziehen, wie sich die Moorflächen in Mecklenburg-Vorpommern oder im Ostseeraum seit Mitte der 1980er Jahre verändert haben, d. h. wie lange sie als Grünland genutzt wurden, verbuscht sind oder heute regelmäßig überflutet werden“, erläutert van der Linden. „Solche raum-zeitlichen Muster sind nur mit kontinuierlichen Zeitreihen von Satellitendaten möglich, die somit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeitsforschung liefern. Mit den erzielten Ergebnissen trägt die Arbeitsgruppe u.&nbsp;a. zum <a href="https://botanik.uni-greifswald.de/experimentelle-pflanzenoekologie/wetscapes2/" target="_blank" class="external-link">DFG Sonderforschungsbereich/Transregio WETSCAPES2.0</a> und zum <a href="https://ifzo.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link">Interdisziplinären Forschungszentrum Ostseeraum IFZO</a> an der Universität Greifswald bei.“</p><p>„Die Berufung in das Landsat Science Team ist für mich eine Bestätigung dafür, dass wir hier in Greifswald und gemeinsam mit den Kollegen aus Trier, München, Berlin und internationalen Partnern gesellschaftlich-relevante Forschung mit internationaler Sichtbarkeit betreiben. Unsere Auswahl haben wir vor allem einer großen Zahl an hochrangigen internationalen Publikationen zur fortschrittlichen Verarbeitung und Nutzung der Landsat-Daten zu verdanken“, so van der Linden. Die Berufung ist nicht mit finanzieller Förderung verbunden, sondern vorrangig eine wissenschaftliche Anerkennung. Zweimal jährlich trifft sich das Landsat Science Team: in South Dakota am Standort des USGS-Datenzentrums sowie im Wechsel bei US-amerikanischen Mitgliedern des Teams. Für Sebastian van der Linden ist die Mitwirkung im Gremium eine besondere Auszeichnung: „Es ist eine große Ehre, Teil dieses Teams führender Wissenschaftler*innen zu sein. Wir bringen unsere Ergebnisse und Expertise ein und profitieren gleichzeitig von den Erfahrungen der anderen Mitglieder und der gemeinsamen Diskussion zur technischen und inhaltlichen Weiterentwicklung des Programms über die nächsten ein bis zwei Jahrzehnte. Es ist ein Austausch, der letztlich die Forschung mit Satellitenbildern weltweit voranbringt.“</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Sebastian van der Linden<br>Institut für Geographie und Geologie<br>Arbeitsgruppe Fernerkundung und Geoinformationsverarbeitung&nbsp;<br>Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 16, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4500<br><a href="mailto:sebastian.linden@uni-greifswald.de" class="mail-link">sebastian.linden@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/02-2026-Medienfotos/Screenshot_Greifswald_IFZO_Geoportal_2026.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-265805</guid><pubDate>Wed, 18 Feb 2026 13:41:46 +0100</pubDate><title>Affenpockenvirus: Feuerfußhörnchen als natürliche Infektionsquelle identifiziert</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/affenpockenvirus-feuerfusshoernchen-als-natuerliche-infektionsquelle-identifiziert-265805/</link><description>Forschende des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) haben gemeinsam mit einem interdisziplinären Team erstmalig eine Mpox-Übertragung zwischen zwei Tierarten in freier Wildbahn dokumentieren können. Dabei identifizierten sie das Feuerfußhörnchen (Funisciurus pyrropus) als natürliche Quelle des Affenpockenvirus (MXPV). An der Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde und welche die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen gegenüber tierischen Virusquellen verdeutlicht, ist Prof. Dr. Fabian Leendertz, Direktor des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) und Professor für One Health an der Universität Greifswald, beteiligt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Forschende des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) haben gemeinsam mit einem interdisziplinären Team erstmalig eine Mpox-Übertragung zwischen zwei Tierarten in freier Wildbahn dokumentieren können. Dabei identifizierten sie das Feuerfußhörnchen (Funisciurus pyrropus) als natürliche Quelle des Affenpockenvirus (MXPV). An der Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde und welche die Bedeutung von Präventionsmaßnahmen gegenüber tierischen Virusquellen verdeutlicht, ist Prof. Dr. Fabian Leendertz, Direktor des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH) und Professor für One Health an der Universität Greifswald, beteiligt.</p><p>Der dokumentierte Fall basiert auf der Untersuchung eines Mpox-Ausbruchs unter wildlebenden Rußmangaben (<em>Cercocebus atys</em>) im Taï-Nationalpark in Côte d’Ivoire. Mpox (früher Affenpocken genannt) ist eine zoonotische Infektionskrankheit, verursacht durch Viren, die zwischen Menschen und Tieren auf natürliche Weise übertragen werden und bei Menschen zu schweren Krankheitsverläufen führen kann. In West- und Zentralafrika kommt es regelmäßig zu sogenannten Spillover-Ereignissen, bei denen das Virus von Wildtieren auf Menschen übertragen wird und eine anschließende Mensch-zu-Mensch-Übertragung zur Aufrechterhaltung globaler Ausbrüche beiträgt.&nbsp;</p><p>Durch die jahrzehntelange Beobachtung und intensive Arbeit an der Erforschung von wildlebenden Schimpansen, Rußmangaben und anderen Tierarten im Taï-Nationalpark konnte der Ausbruch entdeckt und dokumentiert werden. Die daraus gezogenen Schlüsse sind essenziell für das Verständnis von Viren bei Wildtierpopulationen, ihren begünstigenden Faktoren und die Vermeidung von Ausbrüchen.</p><p><strong>Erstmaliger Beweis für eine artenübergreifende Übertragung</strong><br>Der 2023 dokumentierte Mpox-Ausbruch offenbarte eine Verbindung zwischen den infizierten Affen und Feuerfußhörnchen. Im Rahmen einer Genomsequenzierung wurde der Virusstamm nicht nur bei den Rußmangaben identifiziert, sondern auch bei einem zwölf Wochen zuvor in der Nähe aufgefundenen Feuerfußhörnchen. Ein entscheidender Beweis war eine Kotprobe, die acht Wochen vor dem Ausbruch die DNA sowohl des MPXV als auch des Hörnchens enthielt. Damit ist sie ein starker Hinweis auf eine Übertragung zwischen den beiden Arten. Ein Blick auf Verhaltensdaten zu den Rußmangaben und Feuerhörnchen bestätigt die Interaktion: So ernährten sich die Rußmangaben von den Feuerhörnchen und infizierten sich auf diesem Wege.&nbsp;</p><p>„Die Kombination aus ökologischen, verhaltensbezogenen und molekularen Beweisen erlaubt es uns, erstmals die Übertragung des MPXV zwischen Arten in freier Wildbahn nachzuweisen“, erklärt Prof. Dr. Fabian Leendertz, leitender Autor der Studie und Co-Direktor des Taï Chimpanzee Project. „Dies ist ein entscheidender Schritt, um die natürliche Zirkulation des Virus zu verstehen und zoonotische Risiken besser einzuschätzen.“</p><p><strong>Studie bestätigt Hörnchen als Wirt für das Mpox-Virus</strong><br>Hörnchen gelten seit Langem als mögliche Infektionsquelle für das Affenpockenvirus (MPXV). Bereits 1985 wurde das Virus aus einem Seilhörnchen im Kongo isoliert, 2003 standen infizierte Eichhörnchen im Verdacht, einen Mpox-Ausbruch in den USA ausgelöst zu haben. Ein direkter Nachweis für eine Übertragung in freier Wildbahn fehlte jedoch bislang, welchen die neue Studie liefert. Da bedingt durch die Reduzierung von größeren Wildtierpopulationen zunehmend auch kleinere Wildtiere wie Hörnchen von Menschen gejagt und verzehrt werden, ist das Risiko einer Übertragung auf den Menschen angestiegen. Diese Entwicklung spielt bei der Viruszirkulation eine große Rolle für die öffentliche Gesundheit.</p><p>„Die Identifizierung von Virusquellen und Übertragungswegen ist essenziell, um Spillover-Ereignisse zu verhindern“, betont Professor Leendertz. „Unsere Arbeit zeigt, wie wichtig der One-Health-Ansatz ist: die Gesundheit von Menschen und Tieren und die Umwelt sind untrennbar miteinander verbunden.“ Die Studie unterstreicht, dass langfristige ökologische Forschung und internationale Zusammenarbeit&nbsp;von Wissenschaftler*innen und Behörden entscheidend sind, um zoonotische Krankheiten wie Mpox frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><strong>Publikation:</strong> Carme Riutord-Fe, Jasmin Schlotterbeck, Lorenzo Lagostina, Leonce Kouadio, Harriet R. Herridge, Moritz J. S. Jochum, Nea Yves Noma, Ane López-Morales, Donata Hoffmann, Sten Calvelage, Hjalmar Kühl, Alexander Mielke, Catherine Crockford, Liran Samuni, Roman M. Wittig, Martin Beer, Sery Gonedelé-Bi, Jan F. Gogarten, Sébastien Calvignac-Spencer, Ariane Düx, Livia V. Patrono, Fabian H. Leendertz: Transmission of MPXV from fire-footed rope squirrels to sooty mangabeys.&nbsp;<em>Nature&nbsp;</em>(2026). <a href="https://doi.org/10.1038/s41586-025-10086-y" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1038/s41586-025-10086-y</a>.<br><br><strong>Ansprechpartnerin am HIOH</strong><br>Magdalena Wɫodarz<br>Wissenschaftliche Referentin<br><a href="mailto:hioh-pr@helmholtz-hioh.de" class="mail-link">hioh-pr@helmholtz-hioh.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>--- ext. Suche ausschließen ---</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/2/5/csm_samuelfjohanns-monkeypox-7229283_1920_f1d939b1f0.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-264857</guid><pubDate>Wed, 11 Feb 2026 09:42:49 +0100</pubDate><title>Neues Zeitfenster für den Nano-Kosmos: Greifswalder Physiker treibt Durchbruch in der Speicherung von Helium-Nanotröpfchen voran</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neues-zeitfenster-fuer-den-nano-kosmos-greifswalder-physiker-treibt-durchbruch-in-der-speicherung-von-helium-nanotroepfchen-voran-264857/</link><description>Ein Forscherteam der Universität Innsbruck hat mit Unterstützung von Prof. Dr. Lutz Schweikhard vom Institut für Physik der Universität Greifswald einen Meilenstein in der Physik gesetzt: Dem Team gelang es erstmals, elektrisch geladene Heliumtröpfchen in einer Ionenfalle bis zu einer Minute zu speichern. Mit der neuen Zeitspanne, die um vier Größenordnungen länger als bei bisherigen Methoden ist, eröffnen sich völlige neue Möglichkeiten für die Untersuchung von Prozessen in der Physik und Chemie. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der renommierten Zeitschrift Physical Review Letters (PRL) publiziert.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Ein Forscherteam der Universität Innsbruck hat mit Unterstützung von Prof. Dr. Lutz Schweikhard vom Institut für Physik der Universität Greifswald einen Meilenstein in der Physik gesetzt: Dem Team gelang es erstmals, elektrisch geladene Heliumtröpfchen in einer Ionenfalle bis zu einer Minute zu speichern. Mit der neuen Zeitspanne, die um vier Größenordnungen länger als bei bisherigen Methoden ist, eröffnen sich völlige neue Möglichkeiten für die Untersuchung von Prozessen in der Physik und Chemie. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der renommierten Zeitschrift Physical Review Letters (PRL) publiziert.</p><p>Helium-Nanotröpfchen sind winzige, extrem kalte Ansammlungen von Heliumatomen, welche die Bedingungen des Weltraums nahezu identisch nachahmen. Als „Mini-Kältelaboratorien“ eignen sie sich besonders gut zur spektroskopischen Untersuchung von Atomen und Molekülen direkt im Labor unter weltraumähnlichen Bedingungen. Bislang stand dafür nur ein sehr kurzes Zeitfenster von wenigen Millisekunden während des Flugs der Tröpfchen von der Entstehungsquelle zum Detektor zur Verfügung.</p><p>Ein Forschungsteam vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik der Universität Innsbruck hat nun in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Lutz Schweikhard, Leiter der Arbeitsgruppe Atom- und Molekülphysik an der Universität Greifswald, einen entscheidenden Durchbruch erzielt: Mit einer neuartigen Ionenfalle gelang es ihnen, die geladenen Tröpfchen erstmals über eine volle Minute&nbsp;lang isoliert im Vakuum zu speichern.</p><p><strong>Wissenschaftliche Unterstützung aus Greifswald</strong><br>Die Experimente in Innsbruck wurden durch die Universität Greifswald entscheidend unterstützt. Professor Schweikhard ist Experte auf dem Gebiet der Ionenfallentechnik und stand dem Team mit seiner langjährigen Expertise als Berater zur Seite. „In die Innsbrucker Experimente sind viele Erfahrungen eingeflossen, die meine Arbeitsgruppe während der jahrzehntelangen Entwicklung und Anwendung des hier verwendeten Ionenfallentyps bei der Massenmessung von exotischen Atomkernen am Forschungszentrum CERN bei Genf sowie bei Untersuchungen der Eigenschaften atomarer Cluster im Greifswalder Labor sammeln konnte“, so Professor Schweikhard. „Die durch das Projekt entwickelte längere Speicherung von Helium-Nanotröpfchen ist ein großer Schritt in Richtung präziserer Untersuchungen, die sich nicht nur auf das Gebiet der Physik beziehen“, ergänzt Matthias Veternik, Erstautor der Publikation.</p><p>Die nun erstmals realisierte längere Speicherzeit ermöglicht auch detailliertere Untersuchungen von Prozessen im Inneren der Tröpfchen. „Zur Demonstration wurden Wassermoleküle in die Helium-Nanotröpfchen eingebettet, und ihre Absorption der thermischen Strahlung der umgebenden Vakuumapparatur bei Zimmertemperatur untersucht. Diese Messungen zeigen das enorme Potenzial der neuen Methode“, so Dr. Elisabeth Gruber, Forscherin im Innsbrucker Team. Der nächste Schritt ist bereits geplant: So wollen die Wissenschaftler*innen Detektionszylinder in die Ionenfalle einbauen, um die Heliumtröpfchen im Hinblick auf ihre Masse, Ladung und ihr Verhältnis zueinander zu messen. Diese Technik eröffnet neue Wege in der Nanokalorimetrie.</p><p><strong>Vom Laborexperiment zur internationalen Anerkennung</strong><br>Die Ergebnisse des aktuellen Standes wurden in der Zeitschrift&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1103/yr98-h791" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Physical Review Letters (PRL)</a> veröffentlicht, was als eine der höchsten Auszeichnungen für bahnbrechende physikalische Forschungsergebnisse gilt. „Eine Abbildung des Artikels wurde für die Titelseite der Zeitschrift ausgewählt, was die hohe wissenschaftliche Relevanz des Themas unterstreicht“, sagt Prof. Lutz Schweikhard.&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p><strong>Publikation:</strong> Extending the Observation Time of Charged Helium Droplets to the Minute Timescale.&nbsp;Veternik, M., Waldhütter, T., Schweikhard, L., Scheier, P., &amp; Gruber, E. Physical Review Letters, 136, 013201. 2026. DOI:&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1103/yr98-h791" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1103/yr98-h791</a>.&nbsp;<br>Die Publikation entstand in Zusammenarbeit zwischen einem Forschungsteam vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik der Universität Innsbruck rund um Matthias Veternik, Tobias Waldhütter, Prof. Mag. Dr. Paul&nbsp;Scheier und Dr. Elisabeth Gruber sowie dem Greifswalder Physiker Prof. Dr. Lutz Schweikhard.&nbsp;<br>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald</strong><br>Prof. Dr. Lutz Schweikhard<br>Institut für Physik<br>Arbeitsgruppe Atom- und Molekülphysik<br>Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4700<br><a href="mailto:lschweik@physik.uni-greifswald.de" class="mail-link">lschweik@physik.uni-greifswald.de</a></p><p><strong>Ansprechpartner*innen an der Universität Innsbruck&nbsp;</strong><br>Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik<br>Technikerstraße 25, 6020 Innsbruck<br>Dr. Elisabeth Gruber,&nbsp;<a href="mailto:e.gruber@uibk.ac.at" class="mail-link">e.gruber@uibk.ac.at</a>&nbsp;<br>Prof. Dr. Paul Scheier,&nbsp;<a href="mailto:paul.scheier@uibk.ac.at" class="mail-link">paul.scheier@uibk.ac.at</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/02-2026-Medienfotos/2025-11-20_Graphical_abstract.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-264833</guid><pubDate>Wed, 11 Feb 2026 07:46:03 +0100</pubDate><title>Mutter werden: Was sich im Wohlbefinden wirklich verändert und wann</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/mutter-werden-was-sich-im-wohlbefinden-wirklich-veraendert-und-wann-264833/</link><description>Die Geburt des ersten Kindes hebt die Stimmung und stärkt das Gefühl von Sinn im Leben – gleichzeitig sinken Lebenszufriedenheit und Partnerschaftsglück. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universitäten Greifswald und Tilburg, erschienen im Journal of Personality and Social Psychology. Die Forschenden untersuchten erstmals in hoher zeitlicher Auflösung, wie sich das psychische Wohlbefinden von Frauen von der Schwangerschaft bis in die ersten Monate nach der Geburt verändert.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Geburt des ersten Kindes hebt die Stimmung und stärkt das Gefühl von Sinn im Leben – gleichzeitig sinken Lebenszufriedenheit und Partnerschaftsglück. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universitäten Greifswald und Tilburg, erschienen im Journal of Personality and Social Psychology. Die Forschenden untersuchten erstmals in hoher zeitlicher Auflösung, wie sich das psychische Wohlbefinden von Frauen von der Schwangerschaft bis in die ersten Monate nach der Geburt verändert.</p><p>Die Geburt des ersten Kindes verändert alles: den Alltag, die Rollen, die Erwartungen. Wann und wie sich dieser Wandel auf das Wohlbefinden von Müttern auswirkt, war bislang kaum erforscht. Ein Forschungsteam der Universitäten Greifswald und Tilburg hat diesen Übergang im Projekt „Transition to Parenthood: Individual Variability in Well-Being“ nun genauer untersucht – von der Schwangerschaft bis nach der Geburt – und liefert ein neues, differenziertes Bild des Mutterwerdens.&nbsp;</p><p>Für die Untersuchung begleiteten die Forschenden 161 niederländische Frauen im Alter zwischen 22 und 42 Jahren,&nbsp;die zum ersten Mal Mutter wurden. Über einen Zeitraum von zehn Monaten beurteilten die Teilnehmerinnen in drei Messphasen Stimmung, Sinnempfinden und ihre Zufriedenheit mit dem Leben sowie der Partnerschaft. „Uns ging es darum, den Übergang zur Mutterschaft nicht nur als Vorher-Nachher-Ereignis zu sehen, sondern als Entwicklungsprozess mit eigenen Dynamiken“, erklärt Prof. Dr. Anne Reitz, Psychologin an der Universität Greifswald. „So konnten wir erstmals nachvollziehen, wann sich welche Aspekte des Wohlbefindens verändern.“&nbsp;<br><br><strong>​Unterschiedliche Facetten, unterschiedliche Verläufe</strong><br>Das Ergebnis zeigt: Mutterwerden ist kein eindeutiges Plus oder Minus für das Wohlbefinden. Positive Gefühle und das Empfinden von Lebenssinn nahmen besonders gegen Ende der Schwangerschaft und in den ersten Monaten nach der Geburt deutlich zu. Gleichzeitig sank die Zufriedenheit mit der Partnerschaft&nbsp;– und auch die allgemeine Lebenszufriedenheit wurde geringer, zumindest in der Gesamteinschätzung, nicht aber im täglichen Erleben.&nbsp;</p><p>Bisherige Forschung beruhte meist auf rückblickenden Befragungen und zeigte ein eher negatives Bild von Veränderungen im Wohlbefinden – diese Studien konzentrieren sich jedoch meist auf die Lebenszufriedenheit. „Unsere Studie schaut genauer hin und erfasst breitere Aspekte des Wohlbefindens – etwa Sinnerleben und positive Emotionen“, erläutert Reitz. „Dabei zeigt sich ein differenzierteres, insgesamt sogar positiveres Bild: Zwar nehmen Lebens- und Paarzufriedenheit ab, aber vor allem in rückblickenden Fragebögen, weniger im erlebten Alltag. Gleichzeitig steigen Sinnerleben und positive Emotionen – das ist der vielleicht spannendste Befund.“</p><p>„Die Ergebnisse machen deutlich, wie wichtig es ist, verschiedene Aspekte von Wohlbefinden zu betrachten“, ergänzt Erstautorin und Doktorandin Chau Tran&nbsp;von der Universität Tilburg. „Je nachdem, ob wir Stimmung, Sinnempfinden oder Zufriedenheit betrachten und ob wir globale Einschätzungen oder den Alltag messen, ergeben sich andere Erkenntnisse für das Wohlbefinden der Mütter.</p><p><strong>Schlaf tut gut, doch das Baby gibt den Ton an</strong><br>Das Team untersuchte auch, welche Alltagsfaktoren das Wohlbefinden der jungen Mütter beeinflussen. Schlaf blieb der wichtigste Stimmungsaufheller: Wer besser schlief, fühlte sich wohler und zufriedener. Nach der Geburt spielte jedoch vor allem das Baby die entscheidende Rolle – je häufiger es weinte, desto schlechter ging es den Müttern emotional. Soziale Kontakte außerhalb der Familie taten hingegen anfangs gut, wurden aber später teils als belastend erlebt.&nbsp;</p><p>Die Studie verdeutlicht: Der Übergang zur Mutterschaft ist ein vielschichtiger Prozess, in dem positive und herausfordernde Veränderungen gleichzeitig auftreten.&nbsp;Die Befunde helfen, widersprüchliche Ergebnisse früherer Forschung einzuordnen –&nbsp;und unterstreichen die Bedeutung, unterschiedliche Facetten von Wohlbefinden und deren zeitliche Dynamik gemeinsam zu betrachten.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Tran, C. B., Ivanova, K., Stavrova, O., &amp; Reitz, A. K. (2025). Changes in psychological well-being across the transition to motherhood: Combining longitudinal and experience sampling methods.&nbsp;<em>Journal of Personality and Social Psychology.</em>&nbsp;Advance online publication. <a href="https://doi.org/10.1037/pspp0000573" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1037/pspp0000573</a>&nbsp;</p><p><a href="https://psychologie.uni-greifswald.de/43051/lehrstuehle/differentielle-und-persoenlichkeitspsychologie-psychologische-diagnostik/personal/anne-reitz/" target="_blank" class="external-link">Anne Reitz – Fakultät – Universität Greifswald</a>&nbsp;<br>Projekt:&nbsp;<a href="https://psychologie.uni-greifswald.de/43051/lehrstuehle/differentielle-und-persoenlichkeitspsychologie-psychologische-diagnostik/aktuelle-forschung/" target="_blank" class="external-link">Transition to Parenthood: Individual Variability in Well-Being</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Anne Reitz<br>Institut für Psychologie<br>Personality Psychology &amp; Psychological Assessment<br>Franz-Mehring-Straße 47, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3752<br><a href="mailto:anne.reitz@uni-greifswald.de" class="mail-link">anne.reitz@uni-greifswald.de</a><br><a href="http://www.linkedin.com/in/anne-reitz-784339b1" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.linkedin.com/in/anne-reitz-784339b1</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/6/2/csm_AdobeStock_1637655978_66722370f8.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-263610</guid><pubDate>Thu, 29 Jan 2026 07:47:22 +0100</pubDate><title>Zukunft der KMU in MV: Menschen und Organisation wichtiger als Technologie</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/zukunft-der-kmu-in-mv-menschen-und-organisation-wichtiger-als-technologie-263610/</link><description>Wie gestalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft? Antworten liefert eine aktuelle Befragung von 515 Unternehmen, die im Rahmen des Projekts „Regionales Zukunftszentrum Mecklenburg-Vorpommern+ (ZMV+)“ vom Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald durchgeführt wurde. Das zentrale Ergebnis: Für die meisten Betriebe stehen 2026 nicht Technologien, sondern Menschen sowie Organisation und Prozesse im Mittelpunkt der Zukunftsplanung.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie gestalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft? Antworten liefert eine aktuelle Befragung von 515 Unternehmen, die im Rahmen des Projekts „Regionales Zukunftszentrum Mecklenburg-Vorpommern+ (ZMV+)“ vom Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald durchgeführt wurde. Das zentrale Ergebnis: Für die meisten Betriebe stehen 2026 nicht Technologien, sondern Menschen sowie Organisation und Prozesse im Mittelpunkt der Zukunftsplanung.</p><p>Rund 73 Prozent der befragten Unternehmen verorten mindestens ein zentrales Zukunftsthema im Bereich Menschen, etwa bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften, bei der Qualifizierung und Weiterentwicklung von Beschäftigten oder bei Fragen der Führung. Auch Strukturen und Prozesse bleiben für viele Betriebe ein wichtiges Handlungsfeld. 44 Prozent der KMU beschäftigen sich 2026 mit der Weiterentwicklung ihrer Organisation und internen Abläufen.</p><p>Deutlich zurückhaltender fällt der Blick auf digitale und technologische Themen aus. Nur 19 Prozent der Unternehmen nennen Digitalisierung oder Technologien als Zukunftsthema. Im Vorjahr waren es noch 30 Prozent. Viele Betriebe geben an, aktuell keinen zusätzlichen Handlungsbedarf zu sehen oder andere Zukunftsthemen zu priorisieren.</p><p>Auch beim Thema Künstliche Intelligenz zeigt sich weiterhin Zurückhaltung. Rund 72 Prozent der KMU nutzen bislang keine KI. Wo KI bereits eingesetzt wird, handelt es sich überwiegend um vergleichsweise einfache Anwendungen, etwa zur Automatisierung von Arbeitsabläufen oder zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen. Unternehmen, die sich mit KI beschäftigen wollen, wünschen sich vor allem praxisnahe Unterstützung, wie Einstiegs- und Weiterbildungsangebote.</p><p>„Die Ergebnisse zeigen, wie schon in den vergangenen Jahren, dass KMU in Mecklenburg-Vorpommern ihre Zukunft vor allem als soziale und organisatorische Gestaltungsaufgabe verstehen. Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz spielen bislang nur in einigen Branchen eine größere Rolle“, sagt Dr. Jan Vitera, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald. „Um KMU wirksam zu unterstützen, braucht es Angebote, die bei den konkreten Bedarfen der Unternehmen ansetzen und menschliche, organisatorische und technologische Aspekte sinnvoll miteinander verbinden.“</p><p>Das Whitepaper „Zukunftsthemen und Unterstützungsbedarfe von KMU in MV im Jahr 2026“ richtet sich an Akteure aus Wirtschaftsförderung, Politik und Beratung und soll eine Grundlage bieten, Unterstützungsangebote noch passgenauer auf die Bedarfe der Unternehmen auszurichten. Das Whitepaper steht unter <a href="https://www.zukunftszentrum-mv.de/whitepaper/zukunftsthemen-und-unterstuetzungsbedarfe-von-kmu-in-mv-im-jahr-2026/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Zukunftszentrum MV+ Whitepaper</a> kostenlos zum Download bereit. Weitere Informationen zu den kostenfreien Angeboten des Zukunftszentrums MV+ sind unter <a href="https://www.zukunftszentrum-mv.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Zukunftszentrum MV+</a> verfügbar.</p><p>Das <strong>Zukunftszentrum MV+ (ZMV+)</strong> ist die zentrale Anlaufstelle für Zukunftsthemen kleiner und mittlerer Unternehmen aller Branchen in Mecklenburg-Vorpommern. Es unterstützt bei digitalen und demografischen Herausforderungen und begleitet Unternehmen durch praxisnahe Beratung und Qualifizierung in eine digitalisierte, nachhaltigere und krisenfestere Zukunft. Das ZMV+ wird im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftszentren“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.</p><p><strong>Quelle</strong><br>Pressemitteilung des Zukunftszentrum MV+ vom 27.01.2026</p><p><strong>Kontakt</strong><br>Zukunftszentrum MV+ / Universität Greifswald<br>Dr. Jan Vitera<br><a href="mailto:jan.vitera@uni-greifswald.de" target="_blank" class="mail-link">jan.vitera@uni-greifswald.de</a><br>+ 49 3834 420 3141<br><br>Zukunftszentrum MV+ / Universität Rostock<br>Wiebke Fröhlich<br><a href="mailto:wiebke.froehlich@uni-rostock.de" target="_blank" class="mail-link">wiebke.froehlich@uni-rostock.de</a>&nbsp;<br>+ 49 381 498 4381</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/2/4/csm_mitarbeitende-im-unternehmen-AdobeStock-1822409156-vadym-ki-300pdi-srgb-3000xnn_ac7aa4f0dd.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-263453</guid><pubDate>Wed, 28 Jan 2026 09:06:02 +0100</pubDate><title>Tiefbohrung in einem See auf extremer Höhe: Greifswalder Forschung auf dem tibetischen Plateau</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/tiefbohrung-in-einem-see-auf-extremer-hoehe-greifswalder-forschung-auf-dem-tibetischen-plateau-263453/</link><description>Dünne Luft, extreme Höhe und eine schwimmende Bohrplattform mitten auf einem Salzsee: Im Sommer 2024 arbeiteten mehr als 50 Wissenschaftler*innen auf dem tibetischen Plateau unter außergewöhnlichen Bedingungen. Auf über 4700 Metern Höhe wurden im See Nam Co Sedimentkerne aus großer Tiefe gewonnen. Sie eröffnen Einblicke in bis zu einer Million Jahre Erd- und Klimageschichte und bilden die Grundlage für internationale Forschungsarbeiten – unter Beteiligung eines Teams der Universität Greifswald.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Dünne Luft, extreme Höhe und eine schwimmende Bohrplattform mitten auf einem Salzsee: Im Sommer 2024 arbeiteten mehr als 50 Wissenschaftler*innen auf dem tibetischen Plateau unter außergewöhnlichen Bedingungen. Auf über 4700 Metern Höhe wurden im See Nam Co Sedimentkerne aus großer Tiefe gewonnen. Sie eröffnen Einblicke in bis zu einer Million Jahre Erd- und Klimageschichte und bilden die Grundlage für internationale Forschungsarbeiten – unter Beteiligung eines Teams der Universität Greifswald.</p><p>Die Bohrkampagne fand im Juni und Juli 2024 statt und stellte hohe Anforderungen an Mensch und Technik. Nach dem Aufbau eines Forschungscamps wurde am Südufer des Sees eine speziell konstruierte schwimmende Bohrplattform errichtet. Insgesamt wurden rund 1415 Meter gebohrt, das tiefste Bohrloch reichte 510,2 Meter unter den Seegrund. Mehr als 50 Wissenschaftler*innen, Techniker*innen und Mitarbeitende aus der Logistik waren an der Expedition beteiligt. Für die weiteren Analysen stehen nun 950,77 Meter Sedimentmaterial zur Verfügung.</p><p>Im Fokus der Expedition stand der Nam Co, einer der größten Seen Tibets und ein bedeutendes Klimaarchiv Asiens. Der abflusslose Salzsee, etwa viermal so groß wie der Bodensee, ist seit seiner Entstehung nie vollständig ausgetrocknet. Dadurch konnten sich über sehr lange Zeiträume kontinuierliche Sedimentschichten ablagern. Aufgrund seiner Lage an der Schnittstelle zwischen der Westwindzone und der asiatischen Monsunzirkulation eignet sich der See besonders gut für die Rekonstruktion vergangener Klima- und Umweltveränderungen.</p><p>Die Universität Greifswald spielte bei der Bohrung eine zentrale Rolle und bringt im Rahmen des internationalen NamCore-Projekts ihre Expertise in den Bereichen Sedimentologie, Paläomagnetik und Paläoökologie ein. Die Auswertung der Sedimentkerne hat erst begonnen, wird die internationale Forschung jedoch über Jahre hinweg beschäftigen. Die Ergebnisse des NamCore-Projekts sollen das Verständnis der Klimageschichte Asiens vertiefen, Klimamodelle verbessern und die zukünftige Entwicklung einer für Millionen von Menschen existenziell wichtigen Region besser vorhersagbar machen.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Lesen Sie auf <a href="https://campus1456.uni-greifswald.de/2026/01/27/seebohrung-in-extremer-hoehe-eine-million-jahre-erdgeschichte/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Campus*1456 einen vertiefenden Artikel</a> mit Bildergalerie von der Bohrung.</p><p>Im Rahmen des Schweizer Nationalfonds-Projekts&nbsp;<a href="https://www.namcodigest.org/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">DIGESTED</a> (Deep biosphere-geosphere interactions at the top of the world)<strong>&nbsp;</strong>analysiert die Arbeitsgruppe der Physischen Geographie um Prof. Dr. Torsten Haberzettl den sedimentären Kontext im Teilprojekt, das von Dr. Marie-Luise Adolph bearbeitet wird. Parallel dazu untersucht Santiago Otero, M.&nbsp;Sc., im Rahmen des DFG-geförderten MagNam-Projekts die Auswirkungen von Schwankungen im Erdmagnetfeld auf biologische Gemeinschaften. Prof. Dr. Claudia Wrozyna und Projektarbeiterin Dr. Marlene Höhle untersuchen im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten&nbsp;<a href="https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/537144079?language=en" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Projekt</a> fossile Ostrakoden – winzige Krebstiere mit kalkigen Schalen –, um die langfristige Evolution aquatischer Lebensgemeinschaften zu rekonstruieren.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Torsten Haberzettl<br>Institut für Geographie und Geologie<br>Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 16/17 A, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4502&nbsp;<br><a href="mailto:geo.direktor@uni-greifswald.de" class="mail-link">geo.direktor@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/3/9/csm_Nam-Core-Tiefbohrung20252409-9_afaf7b6b10.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-263360</guid><pubDate>Tue, 27 Jan 2026 07:25:50 +0100</pubDate><title>Spinnenfäden entschlüsselt: Was Hightech-Fasern von der Natur lernen können</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/spinnenfaeden-entschluesselt-was-hightech-fasern-von-der-natur-lernen-koennen-263360/</link><description>Was macht Spinnenfäden so außergewöhnlich reißfest und zugleich elastisch? Dieser Frage sind Forschende der Universität Greifswald gemeinsam mit Kolleginnen der Universität Bonn und dem Naturkundemuseum Buenos Aires nachgegangen. In Material- und Verhaltensanalysen fanden sie heraus, dass die Kescherspinne ihre Fäden mikrostrukturell modulieren kann und hierdurch enorme Elastizität mit Widerstandskraft kombiniert. Die Ergebnisse der internationalen Studie, die am 26. Januar 2026 in der Fachzeitschrift PNAS erscheint, eröffnen neue Ansätze für die industrielle Herstellung synthetischer Fasern. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Was macht Spinnenfäden so außergewöhnlich reißfest und zugleich elastisch? Dieser Frage sind Forschende der Universität Greifswald gemeinsam mit Kolleginnen der Universität Bonn und dem Naturkundemuseum Buenos Aires nachgegangen. In Material- und Verhaltensanalysen fanden sie heraus, dass die Kescherspinne ihre Fäden mikrostrukturell modulieren kann und hierdurch enorme Elastizität mit Widerstandskraft kombiniert. Die Ergebnisse der internationalen Studie, die am 26. Januar 2026 in der Fachzeitschrift PNAS erscheint, eröffnen neue Ansätze für die industrielle Herstellung synthetischer Fasern. </p><p>Die Entwicklung synthetischer Fasern ist bislang immer ein Kompromiss: Entweder sind sie reißfest oder elastisch – beides gleichzeitig zu erreichen, gilt als Herausforderung. Forschende der Arbeitsgruppe um Dr.&nbsp;Jonas Wolff an der Universität Greifswald wollen dieses Dilemma im Rahmen des EU-geförderten Projekts SuPerSilk überwinden. Dafür haben sie sich ein Vorbild aus der Natur gesucht: die Spinne.&nbsp;</p><p>Besonders faszinierend ist in diesem Zusammenhang die Kescherspinne (<em>Deinopidae)</em>, die in tropischen und subtropischen Regionen lebt. „Sie verlässt sich nicht auf eine passive Falle, sondern hält zwischen ihren vorderen Beinen ein klebriges Netz bereit, das sie blitzschnell auf ihre Beute wirft – für die Fäden ein elastischer Kraftakt, der uns neugierig machte, wie dieses Material aufgebaut ist“, erklärt Dr. Martín Ramírez, Mitautor der Studie vom Naturkundemuseum Buenos Aires.</p><p><strong>Materialeigenschaften: Die richtige „Masche“ entscheidet</strong><br>Mithilfe von Hochgeschwindigkeitsaufnahmen und hochauflösender Elektronenmikroskopie analysierte das Forschungsteam sowohl die Dynamik des Netzwurfs als auch die Struktur der Fäden. Dabei entdeckten sie ein bislang unbekanntes Strukturprinzip: Der Fangfaden der Kescherspinne besitzt im Inneren eine elastische Proteinstruktur, die die Spinne durch Bewegung der sogenannten Spinnwarzen – kleine Ausstülpungen am Hinterleib – in eine schleifenartige und gekräuselte Mikrostruktur überführen kann. Dadurch verändern sich sowohl die Metastruktur des Fadens als auch seine Materialeigenschaften.</p><p>Besonders deutlich wird das im Vergleich mit anderen Fäden, beispielsweise den tragenden, äußeren Fäden des Netzrahmens, in welchem die Spinne auf ihre Beute lauert. Während diese eine lineare Struktur und damit starre, stabile Eigenschaften aufweisen, sind die Fangfäden hingegen mit einer gekräuselten, gewundenen Struktur versehen und dadurch sehr dehnbar.</p><p>„Um den schnellen Netzwurf zu ermöglichen, ist der Fangfaden zunächst weich und formbar“, führt Dr. Jonas Wolff vom Zoologischen Institut der Universität Greifswald aus. „Sobald er jedoch gedehnt wird, werden diese mikrostrukturellen Schlaufen gestreckt und machen das Material widerstandsfähig – es wird gleichzeitig elastisch und reißfest.“ Materialtests bestätigen diese Beobachtung: Die gekräuselten Fangfäden hielten Dehnungen von bis zu 150 Prozent stand, während die linearen,&nbsp;äußeren Netzfäden bereits bei rund 20 Prozent rissen.</p><p><strong>Inspiration für die Industrie</strong><br>Für die Materialwissenschaft eröffnet die Entdeckung dieser speziellen Fadenstruktur spannende Perspektiven. Inspiriert von der Spinnenstrategie könnten künftig synthetische Hochleistungsfasern entstehen, die zugleich flexibel und strapazierfähig sind – ohne den bisherigen Kompromiss zwischen Stabilität und Elastizität.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><strong>Publikation:&nbsp;</strong>Wolff, J. O.; Rößler, D.; Joel, A.-C.; Jackel, V.; Büsse, S.; Michalik, P.; Ramírez, M. J.: Behavioral tuning of spider silk thread stiffness circumvents biomaterial trade-offs. Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1073/pnas.2529200123" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1073/pnas.2529200123</a>.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Jonas Wolff<br>Zoologisches Institut und Museum<br>Evolutionäre Biomechanik<br>Soldmannstraße 14, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4243<br><a href="mailto:j.wolff@uni-greifswald.de" class="mail-link">j.wolff@uni-greifswald.de</a>&nbsp;<br>@evoimec.bsky.social</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/01-2026-Medienfotos/Kescherspinne_mit_Netz.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-262547</guid><pubDate>Fri, 16 Jan 2026 11:04:58 +0100</pubDate><title>Unimedizin und Uni Greifswald laden Schülerinnen zum Schnupperpraktikum ein / Die Lebenswissenschaften am 11. Februar entdecken</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/unimedizin-und-uni-greifswald-laden-schuelerinnen-zum-schnupperpraktikum-ein-die-lebenswissenschaften-am-11-februar-entdecken-262547/</link><description>Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar 2026 lädt die Universität Greifswald herzlich zu einem Schnuppertag an der Universitätsmedizin ein. Dabei können Schülerinnen einen informativen und praktischen Einblick in die Disziplinen der Lebenswissenschaften gewinnen. Im Zeitraum von 09:00 – 15:30 Uhr besteht die Möglichkeit, sich mit Doktorandinnen über Studium und Forschung auszutauschen. Auch die praktische Arbeit im Labor steht auf dem Tagesplan. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar 2026 lädt die Universität Greifswald herzlich zu einem Schnuppertag an der Universitätsmedizin ein. Dabei können Schülerinnen einen informativen und praktischen Einblick in die Disziplinen der Lebenswissenschaften gewinnen. Im Zeitraum von 09:00 – 15:30 Uhr besteht die Möglichkeit, sich mit Doktorandinnen über Studium und Forschung auszutauschen. Auch die praktische Arbeit im Labor steht auf dem Tagesplan. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.</p><p>Im praktischen Anteil dürfen die Schülerinnen unter fachlicher Aufsicht selber mit Proben arbeiten und pipettieren, um die Grundlagen der wissenschaftlichen Forschung kennenzulernen. Dabei werden sie von den angehenden Doktorandinnen fachlich angeleitet und begleitet. Aufgrund der Arbeit im Labor ist die Kapazität der Veranstaltung auf zehn Schülerinnen begrenzt. Zur Vorauswahl bitten wir daher um Anmeldung inklusive eines Motivationsschreibens an <a href="mailto:veranstaltungen@uni-greifswald.de" class="mail-link">veranstaltungen@uni-greifswald.de</a> bis zum 25. Januar 2026.<br>Die Rückmeldung zur Teilnahme erfolgt bis zum 28. Januar samt weiterer Informationen.<br>Weitere Informationen</p><p><strong>Quelle</strong><br>Presseinformation der Universitätsmedizin Greifswald vom 16.01.2026</p><p><strong>Kontakt</strong><br>Universitätsmedizin Greifswald<br>Pressestelle<br>Telefon +49 3834 86 5288<br><a href="mailto:kommunikation@med.uni-greifswald.de" target="_blank" class="mail-link">kommunikation@med.uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.unimedizin-greifswald.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.unimedizin-greifswald.de</a></p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>--- ext. Suche ausschließen ---</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/a/a/csm_Labor-Fun-Gene-20250711-DSC09050-GH-350dpi_sRGB_0380d111ab.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-262427</guid><pubDate>Thu, 15 Jan 2026 06:35:32 +0100</pubDate><title>Pommersches Wissen bewahren: Universitätsbibliothek Greifswald erschließt Bibliothek des Vereins Pommerscher Greif</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/pommersches-wissen-bewahren-universitaetsbibliothek-greifswald-erschliesst-bibliothek-des-vereins-pommerscher-greif-262427/</link><description>Ein wichtiger Teil des pommerschen kulturellen Erbes ist jetzt gesichert und vielfältig nutzbar: Die Vereinsbibliothek des Pommerschen Greifs e. V. und wesentliche Teile des Vereinsarchivs wurden in die Alte Universitätsbibliothek Greifswald integriert, im Rahmen einer Projektförderung durch den Vorpommern-Fonds fachlich erschlossen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Ein wichtiger Teil des pommerschen kulturellen Erbes ist jetzt gesichert und vielfältig nutzbar: Die Vereinsbibliothek des Pommerschen Greifs e. V. und wesentliche Teile des Vereinsarchivs wurden in die Alte Universitätsbibliothek Greifswald integriert, im Rahmen einer Projektförderung durch den Vorpommern-Fonds fachlich erschlossen.</p><p>Im Zuge des Projekts wurden rund 6000 Titel katalogisiert, systematisch erschlossen und in den Pomeranica-Schwerpunktbestand der Universitätsbibliothek in der Rubenowstraße eingearbeitet. Darunter befinden sich zahlreiche Unikate. Rund ein Viertel der Titel waren bislang noch nicht im UB-Bestand vorhanden. Die Werke bleiben Eigentum des Vereins, sind nun jedoch für Forschung, Ahnenforschung und interessierte Öffentlichkeit recherchierbar und einsehbar.</p><p>Die Bestände werden intensiv für Familien- und Ahnenforschung, Orts- und Hausgeschichte, Migration, Kriegsfolgen, Brauchtum und plattdeutsche Sprache genutzt – auch international, etwa von Forschenden und Familien aus Polen. Über Jahrzehnte hinweg hat der Verein die Bestände ehrenamtlich aufgebaut, gepflegt und dokumentiert. Bis November 2022 wurde seitens des Vereins eine eigene Bibliothek in Züssow betrieben, die jedoch nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten bieten konnte. Durch die Überführung in die Alte Universitätsbibliothek konnten sie fachgerecht gelagert, konservatorisch gesichert und wichtige Einzelstücke auch bereits digitalisiert werden.&nbsp;</p><p>„Mit der Vereinbarung zur Übernahme der Bibliothek des Vereins Pommerscher Greif als Depositum konnte der Bestand der Universitätsbibliothek um wichtige Forschungsliteratur ergänzt werden. Dank der Förderung durch den Vorpommern-Fonds war die Erschließung und damit Zugänglichmachung der Medien für die historische Forschung, aber auch für wissenschaftlich arbeitende Privatpersonen (Landeskunde, Genealogie etc.), möglich. Das Projekt ist somit ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation der Universität mit zivilgesellschaftlichen Einrichtungen der Region“, erklärt UB-Direktor Christian Winterhalter.</p><p>Mit der Integration in die Katalogsysteme der Universitätsbibliothek sind die Bestände jetzt auch in überregionalen und internationalen Verbundkatalogen auffindbar und stehen damit der Landes- und Regionalforschung sowie universitären Projekten offen. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie durch die gezielte Förderung und Zusammenspiel von ehrenamtlichem Engagement und wissenschaftlicher Infrastruktur schriftliches Kulturerbe erhalten und für kommende Generationen gesichert werden kann.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Fachreferent Pomeranica<br>Ivo Asmus<br>Alte Universitätsbibliothek<br>Rubenowstraße 4, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1641<br><a href="mailto:pomeranica@uni-greifswald.de" class="mail-link">pomeranica@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/0/d/csm_AlteUB-Pommerscher-Greif-Buch-20261401_28b2a6137c.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-261528</guid><pubDate>Thu, 08 Jan 2026 06:24:36 +0100</pubDate><title>Bescheide verständlicher formuliert: Stadt und Universität starten innovatives Projekt für mehr Bürgerfreundlichkeit</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bescheide-verstaendlicher-formuliert-stadt-und-universitaet-starten-innovatives-projekt-fuer-mehr-buergerfreundlichkeit-261528/</link><description>Lange Sätze, umständliches Fachvokabular, Paragraphen – viele Menschen haben Mühe, Verwaltungsschreiben wirklich zu verstehen. Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald und der Arbeitsbereich Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Greifswald haben daher das gemeinsame Projekt „Bessere Bescheide“ gestartet, um Behördenpost bürgerfreundlicher zu gestalten.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Lange Sätze, umständliches Fachvokabular, Paragraphen – viele Menschen haben Mühe, Verwaltungsschreiben wirklich zu verstehen. Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald und der Arbeitsbereich Germanistische Sprachwissenschaft der Universität Greifswald haben daher das gemeinsame Projekt „Bessere Bescheide“ gestartet, um Behördenpost bürgerfreundlicher zu gestalten.</p><p>In den kommenden zwei Jahren schauen sich Fachleute aus der Sprachwissenschaft genau an, wie städtische Schreiben aufgebaut sind und wie sie klarer formuliert werden können. „Wir wollen Schreiben der Verwaltung so verbessern, dass Bürgerinnen und Bürger sie schneller und einfacher verstehen können und Hürden abgebaut werden“, erklärt Maik Pierron, Leiter des Haupt- und Personalamts der Stadtverwaltung. „Wir setzen hiermit gleichzeitig einen Auftrag der Bürgerschaft um.“</p><p>„Wir merken immer wieder, dass viele Formulierungen in Bescheiden im Alltag schwer verständlich sind. Gleichzeitig ist es nicht einfach, diese rechtssicher zu formulieren. Hierfür gibt es Antworten aus der Sprachwissenschaft, und ich freue mich sehr, dass unser Fachbereich dabei unterstützen kann, die verwendete Sprache in offiziellen Schreiben bürgernaher zu gestalten,“ beschreibt Linguistik-Professorin Dr. Konstanze Marx‑Wischnowski die zentralen Aspekte des Vorhabens.</p><p>Die Projektgruppe analysiert hierfür Bescheide aus der Verwaltung, spricht mit Mitarbeitenden über ihre Schreiberfahrungen und lädt Bürgerinnen und Bürger zu einem Workshop ein. Am Ende sollen die Verwaltungsmitarbeitenden dafür sensibilisiert werden, welche Schwierigkeiten beim Verfassen von Bescheiden auftreten und welche Probleme Bürgerinnen und Bürger beim Lesen haben. Es sollen Textbausteine entwickelt werden, die das Schreiben für die Verwaltung erleichtern und zugleich neue, moderne Formen der behördlichen Kommunikation eingeführt werden.</p><p>„Es gibt bereits ähnliche Modellprojekte in anderen Städten und so freut es mich, dass wir auch in Greifswald gemeinsam mit der Universität eine solche Initiative ins Leben rufen konnten“, sagte Oberbürgermeister Dr.&nbsp;Stefan Fassbinder beim offiziellen Projektstart. Er sieht hierbei einen wichtigen Schritt hin zu zeitgemäßer, serviceorientierter Verwaltung.</p><p><strong>Quelle</strong><br>Pressemitteilung der Universitäts- und Hansestadt Greifswald vom 07.01.2026<br><br><strong>Ansprechpartner in der Stadt Greifswald</strong><br>Der Oberbürgermeister der&nbsp;<br>Universitäts- und Hansestadt Greifswald<br>Presse- und Öffentlichkeitsarbeit<br>Markt, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:a.reimann@greifswald.de" class="mail-link">a.reimann@greifswald.de</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Konstanze Marx-Wischnowski<br>Institut für Deutsche Philologie<br>Arbeitsbereich Germanistische Sprachwissenschaft<br>Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:konstanze.marx@uni-greifswald.de" class="mail-link">konstanze.marx@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>--- ext. Suche ausschließen ---</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><category>Verwaltung</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/b/9/csm_Projekt-Bessere-Bescheide-20260107-DSC02447-MB-350dpi_sRGB_510bb61ec4.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-261324</guid><pubDate>Wed, 07 Jan 2026 08:20:45 +0100</pubDate><title>Neujahrskonzert im Dom: Universitätsmusik präsentiert Mendelssohns ELIAS</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neujahrskonzert-im-dom-universitaetsmusik-praesentiert-mendelssohns-elias-261324/</link><description>Das Neujahrskonzert 2026 der Greifswalder Universitätsmusik präsentiert am 17. Januar 2026 das Oratorium „Elias“ op. 70 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Werk, das neben dem Oratorium „Paulus“ als Hauptwerk des Komponisten und als eines der bedeutendsten Oratorien des 19. Jahrhunderts gilt, fasst die alttestamentliche Geschichte des Propheten Elias in eindrucksvolle Musik. Das Konzert beginnt um 19:00 Uhr im Dom St. Nikolai.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Das Neujahrskonzert 2026 der Greifswalder Universitätsmusik präsentiert am 17. Januar 2026 das Oratorium „Elias“ op. 70 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Werk, das neben dem Oratorium „Paulus“ als Hauptwerk des Komponisten und als eines der bedeutendsten Oratorien des 19. Jahrhunderts gilt, fasst die alttestamentliche Geschichte des Propheten Elias in eindrucksvolle Musik. Das Konzert beginnt um 19:00 Uhr im Dom St. Nikolai.</p><p>Gemeinsam mit Solist*innen aus Berlin und München sorgen der Greifswalder&nbsp;Universitätschor sowie das UniversitätsSinfonieOrchester für eine festliche Aufführung dieses zentralen Chorwerks.&nbsp;Kraftvolle Chöre,&nbsp;ausdrucksstarke Solopartien&nbsp;und lebendige Dialoge verbinden sich zu einem großen geistlichen Musikdrama.&nbsp;Das Konzert&nbsp;unter der musikalischen Leitung von&nbsp;Steffen Höschele sowie&nbsp;Universitätsmusikdirektor&nbsp;Harald Braun richtet sich an alle Musikinteressierten der Stadt und Region, die das neue Jahr mit einem besonderen Musikereignis beginnen möchten.&nbsp;</p><p>Die Konzertkarten sind im Vorverkauf bei der Buchhandlung Scharfe erhältlich oder an der Abendkasse vor Ort.&nbsp;Der reguläre Preis beträgt 20 Euro, ermäßigt 10 Euro (für Schüler*innen und Studierende).</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/veranstaltungskalender/detail/n/felix-mendelssohn-bartholdy-elias-op-70-253665/" target="_blank" class="external-link">Zum Veranstaltungseintrag</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Universitätsmusikdirektor (UMD) Harald Braun<br>Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft<br>Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald<br><a href="https://musik.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link">https://musik.uni-greifswald.de/</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/8/c/csm_ELIAS-2026-Universitaetschor-Sinfonieorchester_Greifswald__1__f8996f2008.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/></item></channel></rss>
