RSS-Feed Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/Default DescriptiondeUniversität GreifswaldMon, 11 Nov 2019 15:08:25 +0100Mon, 11 Nov 2019 15:08:25 +0100TYPO3 EXT:newsnews-54985Mon, 11 Nov 2019 11:53:52 +0100Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/mentoring-programm-fuer-postdoktorandinnen-und-juniorprofessorinnen-54985/Die Universität Greifswald schreibt bereits zum achten Mal das Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen aus. Ausschreibung und Bewerbungsbogen zum Programm in deutscher und in englischer Sprache sind hier zu finden.

Das Programm richtet sich an promovierte Wissenschaftlerinnen, die eine Professur oder Führungsposition im wissenschaftlichen Kontext anstreben. Es beginnt im Januar 2020 und hat eine Laufzeit von 22 Monaten. Während des Mentorings erhalten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit, karrierefördernde Kontakte zu bis zu zwei Mentorinnen und Mentoren aufzubauen, an einem hochwertigen Seminarprogramm (vier Seminare) teilzunehmen sowie karriererelevante Netzwerke zu nutzen und Individualcoachings in Anspruch zu nehmen.

Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 17. November 2019.

Auskünfte zum Programm erteilt Annette Ehmler: Per E-Mail ehmleruni-greifswaldde oder telefonisch 03834 420 1146.

Kontakt an der Universität Greifswald
Annette Ehmler
KarriereWegeMentoring
Domstraße 11, Eingang 4,17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1146
mentoringuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de/mentoring

  

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Uni GreifswaldAusschreibungenNewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-54965Mon, 11 Nov 2019 08:46:30 +0100Universität Greifswald verleiht Akademische Grade in der historischen Aula https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-verleiht-akademische-grade-in-der-historischen-aula-54965/Am Freitag, 15. November 2019, verleiht die Universität Greifswald im Rahmen eines Festaktes Akademische Grade. Der Festakt in der historischen Aula beginnt um 11:00 Uhr.Den Festvortrag „Wissenschaft im Medienwandel“ hält Prof. Dr. Patrick Donges von der Universität Leipzig, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft. Seit dem Frühjahr wurden drei Habilitationen und 95 Promotionen erfolgreich abgeschlossen.

Verleihung Akademischer Grade
Freitag, 15. November 2019, 11:00 Uhr
Aula der Universität Greifswald
Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

 

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news-54751Wed, 06 Nov 2019 11:16:22 +0100Europäische Kommission fördert Jean-Monnet-Lehrstuhl an der Uni Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/europaeische-kommission-foerdert-jean-monnet-lehrstuhl-an-der-uni-greifswald-54751/Prof. Dr. Joscha Beckmann von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät hat für die kommenden drei Jahre einen Jean-Monnet-Lehrstuhl im Bereich Geld und Währung inne. Mit den Jean-Monnet-Lehrstühlen fördert die Europäische Kommission weltweit qualitativ hochwertige Lehre und Forschung zu Europa. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert.Die Fördersumme fließt in Forschungs- und Lehrprojekte, die Herausforderungen für Europa in Zeiten von Unsicherheit und Digitalisierung analysieren. Zu den aktuell analysierten Fragestellungen zählen unter anderem die Auswirkungen von politischer Unsicherheit innerhalb der Europäischen Union. In diesem Zusammenhang werden Unsicherheitsmaße basierend auf Firmendaten konstruiert und herangezogen, um die Effekte auf Finanzwirtschaft und Realwirtschaft zu analysieren. Konkret untersucht werden zum Beispiel die Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise und des Brexit.

Im Rahmen des Projekts haben Studierende der Universität Greifswald unter anderem die Möglichkeit, im Januar 2020 kostenfrei an einer Exkursion zur Europäischen Zentralbank und zur Deutschen Bundesbank teilzunehmen. „Ich freue mich natürlich sehr über die Auszeichnung und auf die Umsetzung in den kommenden drei Jahren. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit unseren Forschungs- und Lehrprojekten viele Studierende und die Öffentlichkeit für die aktuellen Herausforderungen der Europäischen Union sensibilisieren können“, sagt Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Joscha Beckmann.

Joscha Beckmann vermittelt an der Universität Greifswald Grundlagenwissen in Mikroökonomik und Makroökonomik sowie wichtige Zusammenhänge im Bereich Geld und Währung. Er hat umfangreich zur Geld- und Währungspolitik sowie zur Empirie der internationalen Finanzmärkte publiziert. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre und der Wirtschaftspädagogik in Göttingen promovierte Joscha Beckmann mit dem Thema „Essays on empirical exchange rate modeling and the cross-country importance of sentiment indicators“ an der Universität Duisburg-Essen. Es folgten Forschungsaufenthalte in London, Glasgow und New York sowie Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten in Passau, Freiburg und Bochum. Die Forschungsschwerpunkte von Joscha Beckmann liegen in der empirischen Modellierung von Wechselkursdynamiken sowie der Analyse internationaler Geld- und Finanzmärkte.

Weitere Informationen
Jean-Monnet-Lehrstuhl für AVWL, insbesondere Geld und Währung


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Joscha Beckmann
Jean-Monnet-Lehrstuhl für AVWL, insbesondere Geld und Währung
Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät
Friedrich-Loeffler-Straße 70, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2484
joscha.beckmannuni-greifswaldde

 

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news-54661Tue, 05 Nov 2019 09:48:27 +0100Jetzt handeln – Wie kommt der Klimaschutz in der Politik an?https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/jetzt-handeln-wie-kommt-der-klimaschutz-in-der-politik-an-54661/Am Donnerstag, 14. November 2019, hält der Politikwissenschaftler Dr. Stefan Ewert bei der Familien-Universität den Vortrag „Jetzt handeln – Wie kommt der Klimaschutz in der Politik an?“. Er setzt sich damit auseinander, wie Klimaschutz und wissenschaftliche Erkenntnisse den Weg in den politischen Prozess finden und wie sich Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die Wissenschaft, in die Klimaschutzpolitik einbringen können. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr im Hörsaal 2 des Hörsaalgebäudes am Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6. Der Eintritt ist frei. Klimaschutz ist in der Öffentlichkeit aktuell ein großes Thema. Forschende führen uns das Problem der globalen Erwärmung und den Einfluss des Menschen hierauf bereits seit Jahrzehnten vor Augen. Junge Demonstrierende der Fridays-for-Future-Bewegung machen lautstark darauf aufmerksam, dass es höchste Zeit ist, mehr für den Klimaschutz zu tun. Das Thema ist aber auch im Bewusstsein der Allgemeinheit angekommen. Viele Menschen ändern aktiv ihr Konsumverhalten, verzichten etwa auf Flüge und Fleisch. Andere suchen nach den richtigen Antworten und versuchen, die vielen Erkenntnisse und Empfehlungen zu einem einheitlichen Bild zusammenzufügen.

Doch wie wird Klimaschutz in politisches Handeln aufgenommen? Wie geht wissenschaftliche Erkenntnis und öffentlicher Druck in den politischen Prozess ein? Der Vortrag des Politikwissenschaftlers Stefan Ewert beleuchtet diese Fragen aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive. Er lädt ein zur Diskussion über den Zusammenhang von Demokratie und Klimaschutz. Zudem wird die Frage aufgeworfen, wie aktiv Wissenschaft sich hier einbringen sollte und welche Rolle die Bürger und Bürgerinnen in der Klimaschutzpolitik spielen.


Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von Dr. Stefan Ewert
Donnerstag, 14.11.2019, 17:00 Uhr
Campus Loefflerstraße, Neues Audimax, Hörsaal 2, Ernst-Lohmeyer-Platz 6
 

Weitere Informationen
Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert, im Herbst 2018 feierte sie ihren zehnten Geburtstag.
Familien-Universität
Bürgerhafen Greifswald


Ansprechpartner

Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1162
pressestelleuni-greifswaldde

Bürgerhafen Greifswald
Servicebüro
Martin-Luther-Straße 10, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 777 5611
postbuergerhafende

 

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news-54587Mon, 04 Nov 2019 13:58:23 +0100DAAD-Preis 2019 geht an Promotionsstudenten aus Taiwan https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/daad-preis-2019-geht-an-promotionsstudenten-aus-taiwan-54587/Der diesjährige DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen geht an den Promotionsstudenten am Zoologischen Institut und Museum, Shou-Wang Lin aus Taiwan. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird am Mittwoch, 06.11.2019, von der Prorektorin für Forschung und Internationales, Prof. Dr. Katharina Riedel, beim Tag des wissenschaftlichen Nachwuchses verliehen. Medienvertreter sind herzlich eingeladen.Aus insgesamt 15 eingereichten Bewerbungen stach der Promotionsstudent Shou-Wang Lin durch fachlichen Erfolg, integrative Kompetenz und persönliche Authentizität hervor. Shou-Wang Lin promoviert am Zoologischen Institut und Museum in der Abteilung Allgemeine und Systematische Zoologie an der Universität Greifswald zum Thema Evolution von Zwergspinnen. Durch seine Arbeit leistet er einen wichtigen Beitrag zur Kenntnis der asiatischen Spinnenbiodiversität. Ebenso lernt er bei seiner Forschung viel über phylogenetische Methodik, hochauflösende Mikro-Computertomographie und Artabgrenzungen mittels mitochondrialen DNA-Sequenzen. Seine Betreuerin Prof. Dr. Gabriele Uhl bestätigt: „Dass seine wissenschaftliche Leistung beeindruckt, wird durch mehrere Preise auf wissenschaftlichen Tagungen belegt.“ Doch nicht nur fachlich hat Shou-Wang Lin die Jury überzeugt. Auch sein hohes persönliches Engagement in Greifswald sticht heraus.

Nach seiner Ankunft in Greifswald im Jahr 2014 versucht Shou-Wang Lin zunächst, sich nur auf die Forschung zu konzentrieren. Schnell stellt er jedoch fest, dass ihm in dieser fremden Stadt zwischenmenschliche Kontakte fehlen. Um Anschluss zu finden, wendet er sich daraufhin an die evangelische Gemeinde in Greifswald und wird dort offen empfangen. Obwohl Shou-Wang Lin zunächst nicht an allen Diskursen in deutscher Sprache teilnehmen kann, bleibt er motiviert und entschließt sich, in der Gemeinde afghanischen Geflüchteten Deutsch beizubringen. So wird er zum Vermittler zwischen dem deutschen Bildungssystem und neu ankommenden Geflüchteten. Heute spricht er selbst ausgezeichnet Deutsch und Englisch.

Shou-Wang Lin ist darüber hinaus an vielen weiteren karitativen Projekten in Greifswald beteiligt. So betreut er seit zwei Jahren Kinder des Stadtteils Schönwalde im Rahmen einer Kreativwoche der Kirche durch Aktivitäten wie Basteln, Bewegungsspiele und Kung Fu. Kung Fu unterrichtet Herr Shou-Wang auch im Hochschulsport, er sieht darin eine Möglichkeit kulturelle Grenzen zu überschreiten. Auf den Feiern des chinesischen Neujahrsfestes in Greifswald und Stralsund und weiteren Veranstaltungen teilt Shou-Wang Lin Aspekte seiner taiwanesischen Kultur gemeinsam mit der chinesischen Gemeinschaft Greifswalds.

Sein Entschluss, Menschen anderer Kulturen dabei zu helfen, in Deutschland und in Greifswald Fuß zu fassen, zeugt umso mehr von seiner eigenen Integration: „Manchmal habe ich das Gefühl, dass jeder seine Last im Leben zu tragen hat, und dass das für andere schwer verständlich ist oder sie überfordert. Aber wenn ich an meine Freunde und die gemeinsame Zeit in Greifswald denke, dann bin ich gewiss, dass wir trotz unserer unterschiedlichen Hintergründe und Erfahrungen viele Gemeinsamkeiten haben und einer die Last des anderen mittragen kann.“

Shou-Wang Lin zieht aus seinen persönlichen und akademischen Erfahrungen eine Weltoffenheit, die sich in vielerlei Hinsicht zeigt: Durch seinen Kontakt mit anderen Kulturen in der Gemeinde, durch seine ausgezeichneten Deutschkenntnisse, durch sein Engagement im sozialkulturellen und akademischen Leben. Nach seiner Promotion möchte Shou-Wang Lin in Greifswald bleiben und hier arbeiten.


Weitere Informationen
Seit über zehn Jahren wird die Auszeichnung vom DAAD verliehen. Sie soll die Bereicherung verdeutlichen, die internationale Studierende in der Hochschulgemeinschaft darstellen und dazu beitragen, ihnen ein Gesicht zu geben.


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Hasmik Hunanyan
International Office
Domstraße 8, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1116
international.officeuni-greifswaldde

 

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news-54535Mon, 04 Nov 2019 09:13:46 +010020. Internationale Autorentagung „Junge Literatur in Europa“ in Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/20-internationale-autorentagung-junge-literatur-in-europa-in-greifswald-54535/Die 20. Internationale Autorentagung „Junge Literatur in Europa“ findet vom 7. bis zum 9. November 2019 in Greifswald statt. Sie wird von der Hans Werner Richter-Stiftung und der Universität Greifswald organisiert. Hierzu kommen 14 Autorinnen und Autoren aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen. Die Tagung findet im Sozio-Kulturellen Zentrum St. Spiritus statt. Im Rahmen der Tagung werden drei öffentliche Veranstaltungen durchgeführt.Die Jubiläumstagung der Hans Werner Richter-Stiftung bietet in diesem Jahr eine Mischung aus öffentlichen Lesungen und geschlossenen Diskussionsrunden, in denen die teilnehmenden Autorinnen und Autoren sich in kollegialer Offenheit über noch im Entstehungsprozess befindliche literarische Texte austauschen können. Im Fokus der öffentlichen Lesungen stehen mit Eia Uus aus Estland und Alice Horáčková aus Tschechien zwei junge, in Deutschland noch unbekannte Autorinnen, die in ihren Heimatländern bereits für überschwängliche Schlagzeilen gesorgt haben. Eia Uus gewann mit ihrem aktuellen Romanmanuskript „Tüdrukune“ (dt. „Bemädelt“) den dritten Preis des diesjährigen estnischen Romanwettbewerbs, zu dem 58 Manuskripte eingereicht worden waren. In Greifswald wird das auch in Estland noch unveröffentlichte Werk in einer auszugsweisen Übersetzung erstmals im Ausland vorgestellt. Moderiert wird die deutsche Lesung von Peeter Helme, ebenfalls Autor und zugleich Chefredakteur der größten estnischen Tageszeitung. Die tschechische Autorin Alice Horáčková wird in Greifswald ihren 2018 veröffentlichten Roman „Neotevřené dopisy“ („Ungeöffnete Briefe“) präsentieren. Der Roman ist zugleich die erste belletristische Veröffentlichung der Autorin. Zuvor hatte sich Horáčková unter anderem mit Reportagebüchern einen Namen gemacht; so zum Beispiel mit einer Interviewsammlung von Zwillingsgeschwistern berühmter tschechischer Persönlichkeiten wie Václav Havel und Martina Navrátilová.

Am Freitagabend stellen sich alle teilnehmenden Autorinnen und Autoren dem Greifswalder Publikum in einem kurzweiligen Prosa-Slam vor. An der Veranstaltung im Koeppenhaus werden neben den bereits genannten Autorinnen auch Andreas Lehmann, Berit M. Glanz, Jan Brandt, Jochen Veit, Katharina Adler, Kristine Bilkau, Madeleine Prahs, Marko Dinic, Sascha Macht, Sascha Reh, Svealena Kutschke und Svenja Leiber teilnehmen.

In den letzten 20 Jahren haben ca. 240 Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ganz Europa an der inzwischen traditionsreichen Greifswalder Tagungsreihe teilgenommen. Von Beginn an war der Greifswalder Fennistikprofessor Marko Pantermöller als Organisator mit dabei. Zurückblickend resümiert er: „In den Anfangsjahren wurden in moderierten Lesungen bereits veröffentlichte Texte vorgestellt. Mit der zunehmenden Etablierung der Veranstaltung, nutzten die Eingeladenen aber in immer stärkerem Maße die Möglichkeit, mit ihren internationalen Kolleginnen und Kollegen über sich noch entwickelnde Texte zu diskutieren. Seit 2017 wurde die Moderation und Gesprächsführung schließlich durch die Teilnehmenden selbst übernommen.“ Die Organisatoren der Tagung gehen im Jubiläumsjahr mit der Entwicklung des Formats aber noch einen Schritt weiter und verzichten gänzlich auf jegliche thematische Vorstrukturierung, um der substanziellen kollegialen Auseinandersetzung über Texte einen maximalen Freiraum zu geben.


Weitere Informationen
Die Hans Werner Richter-Stiftung ist die einzige Institution im deutschsprachigen Raum, die eine Tagung ausrichtet, an der regelmäßig sowohl deutsche Autoren, deutsch schreibende Autoren ausländischer Herkunft als auch ausländische Autoren teilnehmen. Die Stiftung wurde 1999 von Toni Richter, der Frau des Initiators der „Gruppe 47“, gegründet und arbeitet mit dem Institut für Fennistik und Skandinavistik zusammen.


Öffentliche Programmpunkte der Tagung

Freitag, 08.11.2019, 09:30–10:30 Uhr
Lesung: Alice Horáčková (Tschechien) mit Raija Hauck
Sozio-kulturelles Zentrum St. Spiritus, Lange Straße 49/51

Freitag, 08.11.2019, 10:40–11:40 Uhr
Lesung: Eia Uus (Estland) mit Peeter Helme
Sozio-Kulturelles Zentrum St. Spiritus, Lange Straße 49/51

Freitag, 08.11.2019, 19:30 Uhr
Prosa Slam mit 14 Autorinnen und Autoren
Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4

 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Marko Pantermöller
Geschäftsführender Vorstand der Hans Werner Richter-Stiftung
Institut für Fennistik und Skandinavistik
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17487 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3611
panteruni-greifswaldde
www.richter-stiftung.de

 

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NewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-54505Fri, 01 Nov 2019 09:44:00 +0100Medizinstudentin der Universität Greifswald mit „Medical Excellence“-Stipendium ausgezeichnet https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/medizinstudentin-der-universitaet-greifswald-mit-medical-excellence-stipendium-ausgezeichnet-54505/Die Greifswalder Medizinstudentin Christine Klötzer ist eine der insgesamt 17 Stipendiaten des Förderprogramms „Medical Excellence“ von MLP. Sie war in der Kategorie „Hausarzt“ erfolgreich und erhält eine Förderung von insgesamt 3.000 Euro. Bundesweit wurden zwölf Stipendien und fünf Sonderstipendien vergeben. Christine Klötzer setzte sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren und abschließendem Assessment Center unter bundesweit zahlreichen Bewerbern durch. „Ich freue mich sehr, zu den Stipendiatinnen und Stipendiaten von Medical Excellence zu gehören und zukünftig von den vielfältigen Leistungen des Stipendiums zu profitieren. Das Assessment Center in Wiesloch war eine spannende Erfahrung und ich habe viele interessante Eindrücke gewonnen“, sagt die Medizinstudentin. Das finale Assessment Center fand Ende Oktober in der MLP Zentrale in Wiesloch bei Heidelberg statt.

Medical Excellence wurde in diesem Jahr zum elften Mal ausgeschrieben und zeichnet nicht nur wissenschaftliche Arbeit, sondern auch gute Studienleistungen, soziales Engagement und besondere Projekte im Ausland aus. Neben den zwölf Stipendien gibt es zusätzlich fünf Sonderstipendien für die Fachgebiete „Zahnmedizin“, „Hausarzt“, „Neurowissenschaften“ und „Pädiatrische Hämatologie/Onkologie“ sowie „AINS“ für die Fachbereiche Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie & Palliativmedizin. Alle Sonderstipendien stehen unter der Schirmherrschaft eines der namhaften Kuratoriumsmitglieder von „Medical Excellence“: Dr. Hans-Dieter Grüninger, Prof. Dr. Christian Mawrin, Prof. em. Dr. Dr. Wolfgang Spitzer, Prof. Dr. Jörg Faber sowie Prof. Dr. Markus Weigand. Auch in diesem Jahr ist Springer Medizin mit der Ärzte Zeitung Kooperationspartner des Stipendienprogramms.

Quelle
Medieninformation der MLP Finanzberatung SE


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

 

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news-54467Wed, 30 Oct 2019 13:00:45 +0100Universität im Rathaus: Edward Elgars „The Dream of Gerontius“ – eine (theologische) Traumdeutunghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-edward-elgars-the-dream-of-gerontius-eine-theologische-traumdeutung-54/Am Montag, 11. November 2019, hält Dr. Tilman Beyrich von der Theologischen Fakultät einen Vortrag zum Thema „Edward Elgars The Dream of Gerontius“. Hierbei handelt es sich um eines der bekanntesten Werke geistlicher Musik Englands. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Universität im Rathaus“ statt und beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die 74. Greifswalder Bachwoche bringt unter dem Motto „paradiesisch“ im Juni 2020 Edward Elgars Oratorium „The Dream of Gerontius“) zur Aufführung. Die 1900 uraufgeführte Komposition gehört zu den bekanntesten Werken geistlicher Musik Englands. Elgar greift darin auf eine Dichtung des englischen Kardinals John Henry Newman (1801–1890) zurück. Darin schildert dieser den letzten Weg eines alten Mannes (mit dem Kunstnamen „Gerontius“) vom Sterbebett hin vor den Richterstuhl Christi. Im Dialog zwischen der Seele und ihrem Schutzengel reflektiert Newman die großen Fragen in Bezug auf die „Letzten Dinge“.

Wie hören wir heute dieses Oratorium Elgars und diesen Text Newmans?  Wie lassen sie sich in Beziehung setzen zu unseren „Träumen“ vom ewigen Leben? Im Jahr der Uraufführung von Elgars Oratorium, im Jahr 1900, erschien übrigens auch Sigmund Freuds „Traumdeutung“! Was hätte Freud wohl zu Gerontius Traum zu sagen? Der Vortrag versucht eine Art Traumdeutung aus evangelischer Perspektive.


Universität im Rathaus
Vortrag von PD Dr. Tilman Beyrich
Edward Elgars „The Dream of Gerontius“ – eine (theologische) Traumdeutung
Montag, 11.11.2019, 17:00 Uhr
Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses


Weitere Informationen
Die Reihe Universität im Rathaus wird von der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald organisiert. Der Eintritt ist kostenfrei. Der Vortrag kann barrierefrei erreicht werden.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

PD Dr. Tilman Beyrich
Theologische Fakultät und
Dompfarrer in St. Nikolai Greifswald
tilman.beyrichuni-greifswaldde

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde  

Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde

 

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news-54297Mon, 28 Oct 2019 12:28:43 +0100Öffentliche Universitätsführungen noch bis zum 31. Oktober 2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/oeffentliche-universitaetsfuehrungen-noch-bis-zum-31-oktober-2019-54297/Noch bis zum Donnerstag, 31. Oktober 2019, haben Interessierte die Möglichkeit, an der Universität Greifswald die öffentlichen Universitätsführungen der Kustodie wahrzunehmen. Täglich um 15 Uhr warten die in Rot gekleideten Tourguides am Rubenowdenkmal, um den Besucherinnen und Besuchern in einem 45-minütigen Rundgang die Geschichte der Universität Greifswald näherzubringen.Sie gehören inzwischen zum Greifswalder Stadtbild: Die rot gekleideten Universitätsguides. Wie in jedem Jahr bietet die Kustodie zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober täglich um 15 Uhr öffentliche Führungen zum Rubenowdenkmal, der Aula und dem Karzer an. In diesem Rahmen wurden in 2019 bislang 852 Personen Details zu Geschichte, Kunstwerken und Bauten der Universität Greifswald nähergebracht. Daneben buchten Privatpersonen, Institutionen und Firmen zwischen Montag und Sonntag 186 Führungen in acht unterschiedlichen Programmen und Tour-Schwerpunkten für insgesamt 3 410 Besucherinnen und Besucher.

Neben deutschsprachigen wurden auch zahlreiche englische, aber auch russische und schwedische Rundgänge durchgeführt. Seit 2019 bietet die Kustodie auch attraktive Geschenkgutscheine für buchbare Gruppenführungen an. Derzeit sind neun Guides als studentische Hilfskräfte der Kustodie für die Universität tätig. Ganzjährig sieht man die Guides in ihren roten Talaren auch an Sonn- und Feiertagen zwischen 8 und 22 Uhr im Einsatz. Zwischen Weihnachten und Neujahr bleibt die Kustodie geschlossen.


Weitere Informationen
Nach dem 31. Oktober 2019 können individuelle Touren über die Kustodie gebucht werden.
Gruppenführungen mit Anmeldung
Öffentliche Führungen ohne Anmeldung


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Kustodie
Caroline Weihrauch
Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3060
unifuehrungenuni-greifswaldde

 

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-54167Thu, 24 Oct 2019 12:23:43 +0200Verleihung der Deutschlandstipendien an der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/verleihung-der-deutschlandstipendien-an-der-universitaet-greifswald-54167/Zum Wintersemester 2019/2020 werden 52 Deutschlandstipendien an Studierende der Universität Greifswald vergeben. Die feierliche Übergabe der Stipendienurkunden findet am Montag, 28. Oktober 2018, um 11:00 Uhr in der Aula der Universität statt. Medienvertreter sind herzlich eingeladen.In diesem Jahr haben sich 175 Studentinnen und Studenten um ein Deutschlandstipendium beworben. Kriterien für die Vergabe sind neben sehr guten Studienleistungen auch soziales und gesellschaftliches Engagement sowie die Überwindung von persönlichen Einschränkungen und Hürden, die aus einer besonderen Lebenssituation heraus entstehen.

Während der Festveranstaltung sprechen Ulrich Wolff, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Vorpommern, und der Stipendiat Hannes Wolfgramm über ihre Erfahrungen mit der Förderung. Herr Wolfgramm studiert Molekularbiologie und Physiologie.

Die Höhe des Deutschlandstipendiums beträgt 300 Euro pro Monat und wird mindestens für ein Jahr gewährt. Die Hälfte der Summe finanziert der Bund. Der restliche Betrag wird von der Universität bei Unternehmen, Stiftungen, Vereinen und Privatpersonen eingeworben.


Die Universität bedankt sich in diesem Jahr bei folgenden Förderern

  • Anklam Extrakt GmbH
  • apoBank-Stiftung
  • Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern
  • Elisabeth und Ulrich Braner
  • CEP Central European Petroleum GmbH
  • CHEPLAPHARM Arzneimittel GmbH
  • Continuum Zahnmedizin Alma Mater Greifswald e. V.
  • Gesellschaft von Freunden und Förderern der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald e. V.
  • Gesundheitszentrum Greifswald GmbH
  • Götz-Management-Holding AG
  • Greifswald University Club e. V.
  • Dr. Petra Hildebrandt und Prof. Dr. Jan-Peter Hildebrandt
  • Höffner
  • Prof. Dr. Thomas Kocher
  • Media Markt GmbH Stralsund
  • Peter-Warschow-Sammelstiftung
  • Piepenbrock Begrünungen GmbH & Co. KG
  • Carsten Saß
  • Sparkasse Vorpommern
  • Stadtwerke Greifswald GmbH
  • Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft
  • USD Uni Service Dienstleistungs GmbH & Co. KG
  • Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern GmbH
  • WITENO GmbH
  • Wohnungsbau-Genossenschaft Greifswald eG (WGG)


Weitere Informationen
Deutschlandstipendium für Greifswald
Förderer des Deutschlandstipendiums für Greifswald
Deutschlandstipendium


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Für Förderer und Stipendienbewerber
Stabsstelle Justitiariat/Wahlamt/Stipendien
Domstraße 58 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1357
stabstipuni-greifswaldde  

Für die Medien
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

 

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news-54061Tue, 22 Oct 2019 13:02:30 +0200Ein Baum für meine Unihttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ein-baum-fuer-meine-uni-54061/Bereits zum fünften Mal werden im Rahmen der Spendenaktion „Ein Baum für meine Uni “ am kommenden Freitag (25.10.2019) auf der Streuobstwiese in Greifswald-Eldena wieder Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Quitten gepflanzt. Glücklicherweise haben bis auf einen Apfelbaum alle bisher gepflanzten Bäume die zwei Extremsommer der letzten Jahre überlebt. Dank der hohen Spendensummen sollen in diesem Herbst über zwanzig Hochstämme alter und möglichst regionaler Obstsorten dazukommen. Um sie gut in die Erde zu bringen, sind helfende Hände gefragt.
Danke an alle Spender!

Alle Baumfreunde, Spender oder solche, die es noch werden wollen, sind aufgerufen, den Spaten in die Hand zu nehmen und mit anzupacken. Los geht es am Freitag, 25.10.2019, um 13:00 Uhr. Treffpunkt ist in Greifswald-Eldena in der Hainstraße zwischen Sportplatz und Kurzem Weg. Spaten und Handwerkszeug, um einen Verbissschutz anzubringen, sind vorhanden.


Pflanzaktion „Ein Baum für meine Uni“
Freitag, 25.10.2019, 13:00 Uhr
Greifswald-Eldena, Hainstraße zwischen Sportplatz und Kurzem Weg


Weitere Informationen
Baumpflanzaktion


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Tobias Scharnweber
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4188
tobias.scharnweberuni-greifswaldde

 

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news-53991Tue, 22 Oct 2019 09:49:20 +0200Die Universität Greifswald verleiht den Nachhaltigkeitspreis 2019 https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/die-universitaet-greifswald-verleiht-den-nachhaltigkeitspreis-2019-53991/Das Rektorat, die Nachhaltigkeitskommission des Senats und der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Universität Greifswald haben Julia Merkelbach und Alexander Seliger für ihre Masterarbeiten mit dem Nachhaltigkeitspreis 2019 ausgezeichnet. Der Preis würdigt hervorragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. Die Verleihung des Preises fand am 16. Oktober 2019 statt.Für den Nachhaltigkeitspreis, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben wird, wurden insgesamt zwölf Abschlussarbeiten aus den Fachgebieten Nachhaltigkeitsgeographie, Landschaftsökologie und Kommunikationswissenschaften eingereicht. Die Jury hat sich nach systematischer Prüfung der Arbeiten entschieden, den mit 500 Euro dotierten Preis, zu teilen und die beiden besten Arbeiten auszuzeichnen.

Julia Merkelbachs Masterarbeit trägt den Titel „Erstellung, Umsetzung und Hemmnisse einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie am Beispiel der Stadt Ratingen“. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Susanne Stoll-Kleemann und Dr. Frauke Richter im Fach Nachhaltigkeitsgeographie. Die Arbeit fußt auf der Analyse von Interviews und Befragungen und analysiert einen komplexen Wandlungsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit am Beispiel der Stadt Ratingen. Die Jury war beeindruckt von der Sorgfalt, mit der die Autorin das hochkomplexe Gefüge von Interessenlagen und Verantwortlichkeiten in Ratingen analysiert und schließlich wertvolle Empfehlungen für die Praxis abgeleitet hat.

Die Masterarbeit von Alexander Seliger, der seinen Preis leider nicht persönlich entgegennehmen konnte, widmete sich dem Ökosystem Wald. Sie trägt den Titel „Management options for the conversion of non-native coniferous forest patches towards more natural species composition in the Western Pomerania Lagoon Area National Park (Germany)“. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Jürgen Kreyling und Dr. Michael Manthey im Fach Landschaftsökologie. Alexander Seligers Arbeit untersucht experimentell die Bedeutung von unterschiedlich gerodeten bzw. von Baumresten bereinigten Flächen auf die spontane Regeneration der nächsten Baumgeneration. Die Arbeit überzeugte die Jury durch ihre klare Struktur und akkurate Analyse, eine sehr umfangreiche Literaturauswertung, sehr gutes Englisch sowie ihre Bedeutung für das Waldmanagement. Sie ist bereits zur Publikation eingereicht.

Julia Merkelbach konnte mit den Ergebnissen ihrer Masterarbeit in ihrer Heimatstadt Ratingen sehr viel bewegen. So berät derzeit der dortige Stadtrat über die Unterzeichnung der Agenda2030-Musterresolution des Deutschen Städtetags und bereitet ein „Ratinger Bündnis für Nachhaltigkeit“ vor. Nach Abschluss ihrer Masterarbeit hat Julia Merkelbach das Netzwerk „Ratingen.nachhaltig“ gegründet, das mittlerweile in die Vereinsform übergegangen ist. „Wenn die Städte sich ändern, wird die Welt sich ändern“, so die Preisträgerin bei der Preisübergabe in Greifswald.


Weitere Information
Nachhaltigkeitsbeauftragter

Ein Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Presse- und Informationsstelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Tiemo Timmermann
Beauftragter für Nachhaltigkeit
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4112
tiemouni-greifswaldde

 

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news-53949Mon, 21 Oct 2019 12:18:03 +0200Universität in der Region: Kopfüber in die Wissenschaft – Wir alle können Fledermausforscher sein!https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-kopfueber-in-die-wissenschaft-wir-alle-koennen-fledermausforscher-sein-5/Am Mittwoch, 13. November 2019, bietet die Universität Greifswald im Stadtmuseum „Kaffeemühle“ in Wolgast einen spannenden Einblick in die Welt der Fledermäuse. Marcus Fritze erklärt in seinem Vortrag „Kopfüber in die Wissenschaft – Wir alle können Fledermausforscher sein!“ neben spannenden Fragen und Erkenntnissen zu Fledermäusen, wie sich Bürgerinnen und Bürger bei der Fledermausforschung beteiligen können. Die Veranstaltung der Reihe „Universität in der Region“ beginnt um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei!Nur einige Tiergruppen haben es innerhalb von wenigen Jahren so gut wie Fledermäuse geschafft, ihren schlechten Ruf weitgehend abzulegen und stattdessen als spannende Tiere wahrgenommen zu werden. Noch spannender werden Fledermäuse, wenn man selbst anfängt, sie zu erforschen. Das ist nur etwas für „echte“ Wissenschaftler, die an einer Universität arbeiten? Falsch gedacht, denn alle können Forschende sein, die den nötigen Spaß und das Interesse dazu mitbringen. Wie das geht und warum Bürgerinnen und Bürger ein wichtiger Teil des Wissenschaftsprozesses sein sollten, erklärt Marcus Fritze in diesem Vortrag. Und natürlich wird er auch spannende Fakten und ungelöste Forschungsfragen zum Thema Fledermaus präsentieren.

Der Vortrag ist auch für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 geeignet.


UNIVERSITÄT IN DER REGION
Kopfüber in die Wissenschaft – Wir alle können Fledermausforscher sein!
Marcus Fritze, Zoologisches Institut und Museum
Mittwoch, 13.11.2019, 17:00 Uhr
Stadtmuseum „Kaffeemühle“, Rathausplatz 6, 17438 Wolgast

Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen
Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Die Reihe „Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.
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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde 

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news-53821Thu, 17 Oct 2019 13:27:39 +0200Gemeinsame Stadt- und Universitätsführungen gestartethttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gemeinsame-stadt-und-universitaetsfuehrungen-gestartet-53821/Das Stadtmarketing Greifswald und die Kustodie der Universität Greifswald bieten ab sofort eine neue Führung an. Greifswalder und ihre Gäste können sich in einer Stadt- und Universitätsführung über die stadtbildprägende historische Beziehung von Hansestadt und Universität informieren. Der Kooperationsvertrag wurde am 563. Universitätsgeburtstag, am 17. Oktober 2019, im historischen Karzer der Universität unterzeichnet. Das Stadtmarketing Greifswald und die Kustodie der Universität Greifswald bieten ab sofort eine neue Führung an. Greifswalder und ihre Gäste können sich in einer Stadt- und Universitätsführung über die stadtbildprägende historische Beziehung von Hansestadt und Universität informieren. Der Kooperationsvertrag wurde passend am 563. Universitätsgeburtstag, am 17. Oktober 2019 im historischen Karzer der Universität unterzeichnet.

Vom Mittelalter bis heute hat die Entwicklung der Universität Greifswald das Stadtbild von Greifswald geprägt. Dies wird während der Führung an markanten Gebäuden und Denkmälern vergegenwärtigt.

Start für die zweistündige Führung ist der Greifswalder Markt mit dem Rathaus. Von dort führt der Weg zum Dom, dem Gründungsort der Universität, vorbei an ehemaligen Fakultätsgebäuden und Professorenwohnungen. Vom Dom aus geht es weiter zu den Universitätsgebäuden am Historischen Campus. In der Aula im Hauptgebäude wird ein Überblick über Gelehrtenleben und die Hochschulentwicklung im 18. Jahrhundert gegeben. Der dritte Abschnitt der Führung beginnt dann mit der Neuorganisation der Universität nach der Übernahme der Region durch die Preußen, in dem das akademische Forschen, Lehren und Leben zunehmend durch humboldt’sche Werte geprägt wurde. Vom Rubenowdenkmal führt der Weg zu den Gebäuden auf dem Campus Loefflerstraße: Dort am Ernst-Lohmeyer-Platz fokussieren sich alle Epochen der Universitätsgeschichte. Es begann mit einem Dominikanerkloster, das lange ein wichtiger akademischer Partner war, Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein moderner Klinikkomplex errichtet, und aktuell nehmen die Geisteswissenschaften die sanierten und neuen Gebäude in Besitz.

Der zweistündige Rundgang ist als Gruppenführung für bis zu 25 Personen konzipiert und kann über die Greifswald-Information gebucht werden.

Stimmen zum gemeinsamen Angebot

„In Greifswald sind Universität und Stadt unzertrennlich. Mit der neuen Führung wird diese besondere Verbindung nun erlebbar gemacht. Die studentischen Guides, die die Gäste im traditionellen Talar durch die Altstadt und die Uni führen, sind zudem wunderbare Botschafter für unsere Stadt“, so Maik Wittenbecher, Geschäftsführer der Greifswald Marketing GmbH.

„Als ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal nach Greifswald kam, fiel mir sofort auf, dass sich an jeder Straßenbiegung der Blick auf ein weiteres Universitätsgebäude eröffnet und an beinahe jedem zweiten Wohnhaus fielen mir die Tafeln auf, die an Professoren der Universität erinnern. In der neuen Führung wird die unmittelbare Verknüpfung von Stadt- und Universitätsgeschichte erlebbar“, so der Kanzler der Universität, Dr. Frank Schütte.

„Es ist schon bezeichnend, dass die Initiative zur Gründung unserer Universität vor genau 563 Jahren nicht vom Landesherrn, sondern dem Greifswalder Bürgermeister Rubenow ausging. Damit wurde sozusagen der Grundstein für die besonders enge Beziehung zwischen Universität und Stadt gelegt“, so Dr. Thilo Habel, Leiter der Kustodie der Universität.


Weitere Informationen
Universitätsführung
Stadtinformation Greifswald
Führungen der Kustodie


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Thilo Habel
Leiter der Kustodie
Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3061
thilo.habeluni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de/kustodie

Ansprechpartner im Stadtmarketing Greifswald
Maik Wittenbecher
Greifswald Marketing GmbH
Bahnhofstraße 1, 17489 Greifswald
Telefon: +49 3834 8835088
m.wittenbechergreifswald-marketingde
www.greifswald.info

 

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news-53823Thu, 17 Oct 2019 13:24:00 +0200Festliche Einweihung des Gebäudes Ernst-Lohmeyer-Platz 3https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/festliche-einweihung-des-gebaeudes-ernst-lohmeyer-platz-3-53823/Die Philosophische Fakultät nutzt den Beginn der Vorlesungszeit für ein Eröffnungsfest für das neue Gebäude auf dem Campus Loefflerstraße am 18. Oktober 2019. Den Vortrag auf der Festveranstaltung hält Prof. Dr. Christfried Böttrich von der Theologischen Fakultät. Der Titel seines Vortrages lautet „Wer war Ernst Lohmeyer?“. Von 10:00 bis 16:00 Uhr präsentieren Fachschaften der Anglistik und Amerikanistik, Deutsche Philologie, Fennistik und Skandinavistik, Geschichte, Lehramt, Politik- und Kommunikationswissenschaft sowie Slawistik auf dem Gebäudevorplatz Kulinarisches, Spritziges und Kulturelles.In dem denkmalgeschützten sanierten Gebäudekomplex am Ernst-Lohmeyer-Platz 3 sind seit Herbst 2018 sieben Institute, das Lektorat Deutsch als Fremdsprache und das Dekanat der Philosophischen Fakultät sowie das Fremdsprachen- und Medienzentrum und das Studienkolleg eingezogen. Es gibt 22 Seminarräume und einen Hörsaal. Insgesamt arbeiten vor Ort 157 Beschäftigte.

„Der Umbau und die Neugestaltung der Alten Chirurgie zu einem neuen zentralen Gebäude der Philosophischen Fakultät für Lehre und Forschung ist hervorragend gelungen, zugleich ist der Campus Loefflerstraße mit dem Abschluss der zweiten Bauphase zu einem besonders lebendigen Zentrum unserer Fakultät geworden: Das jetzt geschlossene Ensemble von Bereichsbibliothek, Hörsaalgebäude, Mensa, Historischem Obstgarten und dem Haus Lohmeyerplatz 3 verbindet Tradition und Moderne, bietet kurze Wege, zentrale Treffpunkte und damit (fast) alles, was das studentische Leben auszeichnet“, so Prof. Dr. Monika Unzeitig, Dekanin der Philosophischen Fakultät.

Nach dreijähriger Bauzeit hatte der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL MV) im Juli 2018 die ehemalige Chirurgische Klinik fertiggestellt und übergeben. Der Gebäudekomplex wurde zwischen 1898 und 1903 errichtet und bis Ende der 2000er Jahre als Klinik genutzt.

Bereits 2012 hatte die Greifswalder Bürgerschaft beschlossen, den Platz vor dem Gebäude in Ernst-Lohmeyer-Platz umzubenennen. Ernst Lohmeyer (1890–1946) war Professor an der Theologischen Fakultät und erster Rektor der Universität Greifswald nach dem 1945. Er wurde vom sowjetischen Geheimdienst NKWD verhaftet und am 19. September ohne rechtmäßiges Verfahren erschossen. Prof. Dr. Christfried Böttrich wird in seinem Vortrag diese Persönlichkeit der Universitätsgeschichte vorstellen.


Weitere Informationen
Fakten und Daten zum Gebäude und zur Sanierung
Infos zum Campus Friedrich-Loeffler-Straße


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelle@uni-greifswald.de
www.uni-greifswald.de
www.uni-greifswald.de/aktuell

 

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news-53783Wed, 16 Oct 2019 14:32:22 +0200Im Kampf verloren? Besitz eines Kriegers auf bronzezeitlichem Schlachtfeld entdeckthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/im-kampf-verloren-besitz-eines-kriegers-auf-bronzezeitlichem-schlachtfeld-entdeckt-53783/Ein Forschungsteam hat im Tollensetal unweit von Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) 31 ungewöhnliche Objekte entdeckt. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass die Funde zum persönlichen Besitz eines bronzezeitlichen Kriegers gehören, der vor 3 300 Jahren auf dem Schlachtfeld starb. Ein Tauchteam unter Leitung von PD Dr. Joachim Krüger von der Universität Greifswald entdeckte den Fundkomplex, der im Fluss offenbar von Plünderungen verschont blieb. Die geoarchäologischen Untersuchungen wurden von Dr. Sebastian Lorenz von der Universität Greifswald geleitet. Die neuen Forschungsergebnisse sind in einem Aufsatz der Zeitschrift Antiquity erschienen. Der Platz eines ehemaligen Schlachtfeldes wurde unter Leitung der Universität Göttingen und einem Team des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern sowie der Universität Greifswald untersucht. Die archäologischen Zeugnisse der europäischen Bronzezeit werden von Siedlungen, Deponierungen und Bestattungen dominiert. Die Entdeckungen im Tollensetal in Nordostdeutschland heben sich davon völlig ab und die dortigen Funde liefern erstmals für Europa den Nachweis eines prähistorischen Schlachtfelds. Mehr als 12 000 menschliche Knochen wurden bereits aus dem Tal geborgen. Die Osteoanthropologin Ute Brinker vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege hat mehr als 140 Individuen identifizieren können; es waren junge erwachsene Männer in guter körperlicher Verfassung. Die Knochen zeigen verschiedene Verletzungen, verursacht durch Nah- und Fernwaffen. Verheilte Verletzungen weisen auf frühere Kampferfahrungen hin. Isotopenanalysen der Zähne? deuteten darauf hin, dass zumindest ein Teil der Opfer nicht aus der Region stammt, aber bislang war die Herkunft dieser Kämpfer unklar.

Die Tauchergruppe fand eine Reihe von Bronzen in ihrer originalen Fundlage am Flussgrund, darunter eine verzierte Gürteldose, drei Gewandnadeln und Pfeilspitzen. Überraschend konnten auch 31 Objekte mit einem Gewicht von 250 Gramm geborgen werden; sie lagen dicht beieinander. Vermutlich befanden sich diese in einem inzwischen zerfallenen Behälter aus Holz oder Stoff. Zu den Bronzegegenständen gehören ein Pfriem mit einem Griff aus Birkenholz, ein Messer, ein Meißel und weitere Fragmente. Radiokarbondatierungen belegen, dass die Objekte zum Schlachtfeldhorizont gehören. Die Funde wurden in einer Masterarbeit von Tobias Uhlig untersucht. Seine Ergebnisse unterstreichen, dass es in der älteren nordischen Bronzezeit (2000–1200 v. Chr.) im Tollensetal zu einem größeren gewaltsamen Konflikt von überregionaler Bedeutung gekommen ist.

Prof. Dr. Thomas Terberger vom Seminar für Ur- und Frühgeschichte der Universität Göttingen ist begeistert von den aktuellen Funden: „Dies ist die erste Entdeckung persönlicher Gegenstände auf dem Schlachtfeld, die uns Einblicke in die Ausstattung eines Kriegers geben. Die kleinen Bronzefragmente dienten wahrscheinlich als eine Art frühe Währung. Die Neufunde liefern uns auch Anhaltspunkte für die Herkunft der Männer, die an der Schlacht beteiligt waren und es mehren sich die Hinweise, dass zumindest einige der Krieger aus dem südlichen Mitteleuropa, d.h.aus den heutigen Regionen Böhmen, Mähren und Bayern stammen.“

Weitere Informationen
Originalveröffentlichung: Tobias Uhlig et al. Lost in combat? A scrap metal find from the Bronze Age battlefield site at Tollense. Antiquity (2019). DOI: 10.15184/aqy.2019.137

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Ansprechpartner

Prof. Dr. Thomas Terberger
Georg-August-Universität Göttingen
Seminar für Ur- und Frühgeschichte
Nikolausberger Weg 15, 37073 Göttingen
Telefon 0171 3565 493
thomas.terbergerphil.uni-goettingende
www.uni-goettingen.de/de/570533.html

PD Dr. Joachim Krüger
Universität Greifswald
Historisches Institut
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften
Domstraße 9 A, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3302
joachim.kruegeruni-greifswaldde
https://geschichte.uni-greifswald.de/arbeitsbereiche/ma/

 

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news-53603Tue, 15 Oct 2019 11:27:42 +0200Graduiertenkolleg 2010 RESPONSE geht in die zweite Förderphasehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/graduiertenkolleg-2010-response-geht-in-die-zweite-foerderphase-53603/Die Erde wird immer wärmer. Lebensräume gehen durch intensive menschliche Nutzung verloren. Können Tier- und Pflanzenarten sowie Mikroorganismen sich schnell genug an die veränderten Umweltbedingungen anpassen? Was braucht es, damit neue Lebensräume erfolgreich besiedelt werden? Und wann gelangen die Arten an ihre Grenzen, so dass deren Überleben bedroht ist? Diese Fragen erforschen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Universität Greifswald seit April 2015 im Graduiertenkolleg 2010 RESPONSE. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun weitere 5,3 Millionen Euro für die bis März 2024 laufende zweite Förderphase bewilligt.Das Konzept des Graduiertenkollegs überzeugte mit seinem integrativen Ansatz sowie bisherigen Erfolgen. Grundlage des integrativen Ansatzes ist ein Netzwerk von Forschenden mit sich ergänzenden Expertisen. Während der ersten Förderperiode, die bis Ende September 2019 lief, arbeiteten zehn international anerkannte Arbeitsgruppen aus dem Zoologischen Institut und Museum, dem Institut für Botanik und Landschaftsökologie und dem Institut für Mikrobiologie der Universität Greifswald eng zusammen. Daneben bestehen zahlreiche Kooperationen mit renommierten externen Forschungseinrichtungen wie dem Max-Planck-Institut für Demographische Forschung, der ETH Zürich und der Universität von Kalifornien, Berkeley. Für die 26 an RESPONSE beteiligten Doktorandinnen und Doktoranden bedeutet dies exzellente Forschungsmöglichkeiten und ausgezeichnete Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen. Sie können ihre Kompetenzen in einem strukturierten Ausbildungsprogramm entwickeln, das sich aus individuellen Forschungsprojekten, formalen Unterrichtseinheiten und fächerübergreifenden Qualifikationen zusammensetzt. Individuell ausgerichtete Karriere-Entwicklungspläne und intensives Mentoring stärken die Karriereaussichten der beteiligten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zusätzlich.

„Aufgrund des ganzheitlichen Ansatzes haben unsere während der ersten Förderperiode am Graduiertenkolleg beteiligten Doktorandinnen und Doktoranden mehr als 50 wissenschaftliche Artikel in zum Teil sehr renommierten internationalen Zeitschriften veröffentlicht,“ berichtet Prof. Dr. Gerald Kerth, Sprecher des Graduiertenkollegs. Er ergänzt: „Gleichzeitig schlossen sie ihre Doktorarbeiten innerhalb der von der DFG geforderten Zeit von etwa drei Jahren erfolgreich ab. Die Universität Greifswald unterstützte die Doktorandinnen und Doktoranden zusätzlich mit einer Anschlussfinanzierung von jeweils drei Monaten. Viele Graduierte führen mittlerweile ihre wissenschaftliche Karriere erfolgreich auf neuen Nachwuchswissenschaftlerstellen fort.“

Diese positive Bilanz des Graduiertenkollegs RESPONSE während der ersten Förderperiode würdigte die DFG nun mit einem Förderbescheid über die zweite Förderphase, die Anfang Oktober 2019 begann. Dann werden weitere Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler daran forschen, wie sich verändernde Umweltbedingungen beispielsweise auf Fledermäuse, Schnecken, Bäume und Flechten auswirken. RESPONSE trägt dazu bei, verlässlichere Vorhersagen bezüglich der Grenzen für das Überleben von Arten bei sich ändernden Umweltbedingungen zu ermöglichen.

Weitere Informationen
Arbeitsgruppe „Angewandte Zoologie und Naturschutz“
DFG-Graduiertenkolleg RESPONSE
Zum Medienfoto
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Gerald Kerth
Zoologisches Institut und Museum
Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4100
gerald.kerthuni-greifswaldde

 

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news-53477Fri, 11 Oct 2019 15:27:14 +0200Universität Greifswald startet mit über 2 000 Neueinschreibungen ins Wintersemester 2019/20https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-startet-mit-ueber-2-000-neueinschreibungen-ins-wintersemester-201920-53477/Die Erstsemesterstudierenden werden am 14. Oktober 2019 um 14:00 Uhr in Greifswald traditionell mit der Feierlichen Immatrikulation im Dom St. Nikolai begrüßt. Aktuell (Stand 11. Oktober 2019) haben sich 2 090 Studierende neu eingeschrieben. Während der Festveranstaltung wird Bettina Martin, die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, ein Grußwort sprechen.Der Anteil Studierender aus Mecklenburg-Vorpommern an den neu Immatrikulierten beträgt rund 29 Prozent. Etwa 37 Prozent der neuen Studierenden kommen aus den alten Bundesländern und etwas mehr als sieben Prozent aus Berlin. Neu eingeschrieben haben sich 181 Studierende mit einer ausländischen Staatsbürgerschaft. Insgesamt sind aktuell 10 196 Studierende an der Universität eingeschrieben. Davon kommen rund 800 aus insgesamt 96 Ländern.

Erneut waren neben Medizin und Zahnmedizin die NC-Fächer Psychologie sowie Humanbiologie besonders begehrt. Bei den freien Studiengängen waren unter anderem die Rechtswissenschaften sowie die Studiengänge für Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft stark nachgefragt. Neue Studiengänge sind der Masterstudiengang Betriebswirtschaftslehre sowie der erste internationale Masterstudiengang mit Doppelabschluss „Sprache und Kommunikation: International“.

„Wir entwickeln gegenwärtig eine Reihe von neuen internationalen Studiengängen, mit denen wir verstärkt internationale Studierende gewinnen wollen. Hier haben wir unser Potenzial bisher bei weitem noch nicht ausgeschöpft“, so Rektorin Prof. Dr. Johanna Weber.

Während der Feierlichen Immatrikulation werden Preise für hervorragende Lehre übergeben. Studierende reichten ihre Vorschläge für die Auszeichnung ein, aus denen eine Jury die Preisträgerin und die beiden Preisträger auswählte. Prof. Dr. Cordelia Heß, Lehrstuhlinhaberin für Nordische Geschichte, erhält den Preis in der Kategorie „Internationalisierung“. Prof. Dr. Roland Rosenstock, Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie, Religionspädagogik und Medienpädagogik, wird mit dem Lehrpreis für „Wissens- und Technologietransfer“ ausgezeichnet. Den Lehrpreis in der Kategorie „Innovatives Prüfen“ wird an Prof. Martin Wilmking, Lehrstuhlinhaber für Landschaftsökologie und Naturschutz verliehen.

Weitere Informationen    

Ein Foto zur Feierlichen Immatrikulation aus dem Dom St. Nikolai wird am 14.10.2019 gegen 17:00 Uhr zum Download bereitgestellt. Das Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. Dabei sind die Namen der Bildautoren zu nennen. Vorschaubilder von den Preisträgern finden Sie ebenfalls auf unseren Seiten mit Medienfotos. Sie können in hoher Auflösung bei der Presse- und Informationsstelle abgerufen werden.

Aktualisiert: 15.10.2019

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news-53281Tue, 08 Oct 2019 09:57:51 +0200Medizinischer Alltag in der DDR: Was die Eiserne Lunge und andere Objekte darüber erzählenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/medizinischer-alltag-in-der-ddr-was-die-eiserne-lunge-und-andere-objekte-darueber-erzaehlen-53281/Am Donnerstag, 17. Oktober 2019, startet die Veranstaltungsreihe der Familien-Universität ins Wintersemester. Hartmut Bettin und Kathrin Pscheidl aus dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, gewähren mit ihrem Vortrag „Medizinischer Alltag in der DDR: Was die Eiserne Lunge und andere Objekte darüber erzählen“ spannende Einblicke in ihre museologische Arbeit. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr in Hörsaal 2 im Hörsaalgebäude am Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6. Der Eintritt ist frei. Die Eiserne Lunge ist ein 400 kg schwerer Stahlkoloss aus der medizinhistorischen Sammlung der Universitätsmedizin Greifswald. Eine erste Begegnung mit ihr ist oftmals verstörend, weckt aber auch Neugierde. Sie ist keineswegs ein stummer Zeuge. Vielmehr steht sie für den Kampf gegen eine heute fast vergessene Krankheit, für bewegende Patientenschicksale, Systemkonflikte, Innovation und Stagnation. Aufwendige Medizintechnik und unscheinbare Dinge wie Gummihandschuhe, Glasspritzen und selbstgebaute Infusomaten zeugen vom Innovations- und Improvisationsvermögen im DDR-Gesundheitswesen.

Hartmut Bettin und Kathrin Pscheidl erzählen in ihrem Vortrag von den Objekten und der Geschichte der medizinhistorischen Sammlung des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin. Diese sind Zeugen dieser spezifischen materiellen Kultur, die auch originelle Namensschöpfungen wie Otlaphari, Medimorph oder Minicoma hervorgebracht hat. Über die Erschließung der historischen Kontexte, in denen diese Dinge Verwendung fanden, eröffnet sich ein wichtiger Zugang zum Verständnis eines staatlichen Gesundheitssystems unter besonderen politischen und ökonomischen Bedingungen. Für den Aufbau einer Ausstellung zum medizinischen Alltag der DDR sollen diese Sachzeugen zum „Sprechen“ gebracht werden, um einen fundierten und differenzierten Blick auf das DDR-Gesundheitswesen zu ermöglichen.


Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von Hartmut Bettin und Kathrin Pscheidl
Donnerstag, 17.10.2019, 17:00 Uhr
Campus Loefflerstraße, Hörsaalgebäude, Hörsaal 2, Ernst-Lohmeyer-Platz 6


Weitere Informationen
Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert, im Herbst 2018 feierte sie ihren zehnten Geburtstag.
Familien-Universität
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news-53267Tue, 08 Oct 2019 07:56:54 +0200Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/mentoring-programm-fuer-postdoktorandinnen-und-juniorprofessorinnen-53267/Die Universität Greifswald schreibt bereits zum achten Mal das Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen aus. Zum Mentoring-Programm
Ausschreibung und Bewerbungsbogen zum in deutscher und in englischer Sprache sind hier zu finden.

Das Programm richtet sich an promovierte Wissenschaftlerinnen, die eine Professur oder Führungsposition im wissenschaftlichen Kontext anstreben. Es beginnt im Januar 2020 und hat eine Laufzeit von 22 Monaten. Während des Mentorings erhalten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit, karrierefördernde Kontakte zu bis zu zwei Mentorinnen und Mentoren aufzubauen, an einem hochwertigen Seminarprogramm (vier Seminare) teilzunehmen sowie karriererelevante Netzwerke zu nutzen und Individualcoachings in Anspruch zu nehmen.

Bewerbungsschluss
Sonntag, 17. November 2019

Auskünfte zum Programm
erteilt Annette Ehmler: Per E-Mail ehmleruni-greifswaldde oder telefonisch 03834 420 1146.

Ansprechpartnerinnen an der Universität Greifswald
KarriereWegeMentoring
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AusschreibungenNewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-53265Tue, 08 Oct 2019 07:51:28 +0200Genderpreis 2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/genderpreis-2019-53265/Das Rektorat und die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Greifswald vergeben den Genderpreis 2019 für eine wissenschaftliche Arbeit, die die Geschlechterperspektive in besonderer Weise berücksichtigt. Das Preisgeld beträgt 500 Euro.Eingereicht werden können alle aktuellen wissenschaftlichen Abschlussarbeiten sowie Promotionsarbeiten aus den Fakultäten der Universität Greifswald einschließlich der Universitätsmedizin.
Bitte bewerben Sie sich mit Ihrer Arbeit inkl. der Gutachten Ihrer Betreuer*innen in einem PDF-Dokument bis zum 25. Oktober 2019 bei der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten.

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte
Domstraße 11, Eingang 4, Raum 2.17, 17489 Greifswald,
Telefon +49 3834 420 1108
gleichstellungsbuerouni-greifswaldde

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news-53201Fri, 04 Oct 2019 09:24:03 +0200Wissen lockt: Familien-Universität startet ins Wintersemester 2019/20https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wissen-lockt-familien-universitaet-startet-ins-wintersemester-201920-53201/Was verraten uns die Eiserne Lunge und andere medizinische Geräte über den medizinischen Alltag in der DDR? Wie geht die wissenschaftliche Erkenntnis um das Klima und der öffentliche Druck zu handeln in den politischen Prozess ein? Was sagt uns das weihnachtliche Luciafest über Schweden? Und wie sah es bei uns während der letzten Kaltzeit aus? – Interessierte von 12 bis 99 Jahren können in der Familien-Universität Forschung hautnah erleben. Der Eintritt ist frei.Im November jährt sich der Mauerfall zum 30. Mal. In der medizinhistorischen Sammlung der Universitätsmedizin wird nun eine Ausstellung zum medizinischen Alltag der DDR aufgebaut. Einst Alltägliches erzählt hier seine Geschichte. Am 17. Oktober 2019 geben uns Dr. Hartmut Bettin und Kathrin Pscheidl aus dem Institut für Ethik und Geschichte der Medizin spannende Einblicke in ihre museologische Arbeit. Die beiden Historiker zeigen in ihrem Vortrag Medizinischer Alltag in der DDR: Was die eiserne Lunge und andere Objekte darüber erzählen, wie sie Ausstellungsobjekte zum „Sprechen“ bringen. Dabei geben sie einen differenzierten Blick auf das DDR-Gesundheitswesen.

Klimaschutz ist in der Öffentlichkeit aktuell ein großes Thema. Am 14. November 2019 lädt der Politikwissenschaftler Dr. Stefan Ewert zur Diskussion ein. In seinem Vortrag Jetzt handeln: Wie kommt der Klimaschutz in der Politik an? betrachtet er den Zusammenhang von Demokratie und Klimaschutz aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive. Er geht unter anderem der Frage nach, wie aktiv Wissenschaft sich in den politischen Prozess einbringen sollte und welche Rolle die Bürger und Bürgerinnen in der Klimaschutzpolitik spielen.

Am 5. Dezember 2019 geht unser Blick nach Schweden, wo man der dunklen Jahreszeit mit dem Luciafest begegnet. Wie wird das Fest in der Literatur dargestellt? Was gehört traditionell zu diesem Fest? Wie wird es traditionell gefeiert? Und wie gestaltet sich ein modernes Luciafest? Das erfahren Sie im Vortrag von Dr. Birgit Hoffmann. Die Schwedischlektorin erzählt Von Lussekatter und Lichterkränzen: Das schwedische Luciafest.

Am 23. Januar 2020 geht die Geologin Dr. Anna Gehrmann mit allen Interessierten auf Exkursion in die sogenannte Weichsel-Kaltzeit. Wie sah es damals bei uns aus? Bis wohin reichte das Eis? Und wie prägen die Eisrandlagen unsere heutige Landschaft? Diese und weitere Fragen beantwortet der Vortrag Ice Age an der Ostsee: Wie sah es während der letzten Kaltzeit wirklich bei uns aus?


Weitere Informationen

Die Vorlesungen finden jeweils donnerstags um 17:00 Uhr im Neuen Audimax (Hörsaal 2) am Campus Loefflerstraße (Ernst-Lohmeyerplatz-Platz 6) statt.
Seit 2008 gibt die Veranstaltungsreihe Familien-Universität Antworten auf aktuelle und spannende Fragen aus der Forschung. Die Reihe wird gemeinsam von der Universität Greifswald und dem Bürgerhafen Greifswald organisiert.
Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen und -orten finden Sie online in unserem Veranstaltungskalender: Veranstaltungskalender der Universität Greifswald
Weitere öffentliche Veranstaltungen der Universität Greifswald finden Sie auf: www.uni-greifswald.de/wissenlockt


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de

Ansprechpartnerin beim Bürgerhafen Greifswald
Friederike Güldemann
Martin-Luther-Straße 10, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 777 5611
friederike.gueldemannpommerscher-diakonievereinde
www.buergerhafen.de

 

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news-53161Wed, 02 Oct 2019 12:51:05 +0200Erstwohnsitzkampagne „Heimathafen Greifswald“ ins neue Semester gestartethttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/erstwohnsitzkampagne-heimathafen-greifswald-ins-neue-semester-gestartet-53161/Mit dem Semesterbeginn im Oktober startet die jährliche Heimathafen-Kampagne. Unter dem Slogan „Heimathafen Greifswald. Mein Studienort – Mein Hauptwohnsitz“ werben Universität, Studierendenschaft und Stadtmarketing seit 2013 gemeinsam bei den Erstsemesterstudierenden für den Hauptwohnsitz in Greifswald, und das mit wachsendem Erfolg. Im Jahr 2019 wurde der Universität eine Rekordwohnsitzprämie in Höhe von 798.000 Euro zugewiesen. Zum Semesterstart ist das Heimathafen-Team wieder in der Erstiwoche unterwegs und informiert über die vielen Vorteile des Hauptwohnsitzes in Greifswald. Studierende, die ihren Hauptwohnsitz in Greifswald anmelden, werden von der Stadt mit einer Umzugsbeihilfe in Höhe von 100 Euro belohnt. Außerdem erhalten sie ein Gutscheinbuch mit attraktiven Vergünstigungen zum Beispiel für universitäre Angebote, etwa für die Fernleihe oder für den Hochschulsport. Darüber hinaus bietet das Gutscheinbuch nützliche Tipps zum Studium und Informationen rund um Greifswald. Es wird von der Greifswald Marketing GmbH in Kooperation mit der Universität herausgegeben. Für die Ummeldung werden die Immatrikulationsbescheinigung, der Studierendenausweis und ein gültiger Personalausweis oder Reisepass benötigt.

Die Heimathafen-Kampagne beinhaltet verschiedene Maßnahmen aus Online, Print und Face-to-Face-Kommunikation. In der Erstiwoche informiert das Heimathafen-Team bei verschiedenen Veranstaltungen über die vielen Vorteile, die eine Ummeldung mit sich bringt. Am Heimathafen-Infostand können Studierende beim beliebten Greifswald-Quiz mitmachen und attraktive Preise gewinnen, neu ist eine Trinkflasche aus Aluminium. Im Ersti-Beutel finden die Neuankömmlinge u. a. einen Infoflyer zum Hauptwohnsitz, den bekannten Heimathafen-Becher sowie ein Haftmarkerset im Heimathafen-Design. Außerdem prägen Großbanner und die beliebten Sattelschoner das Stadtbild. Auf den Social-Media-Kanälen werden Trailer und Infovideos ausgespielt, und jeden Freitag wird auf dem Instagram-Kanal @heimathafen_greifswald der Heimathafen-Tipp zum Wochenende veröffentlicht. Studierende mit Hauptwohnsitz in Greifswald haben außerdem die Möglichkeit, einen Hubschrauberrundflug für zwei Personen zu gewinnen und den Heimathafen Greifswald aus der Vogelperspektive zu genießen.

Weiter gibt es neben den Infoständen am Dienstag, 08.10.2019, im Rahmen vom Markt der Möglichkeiten eine Informationsveranstaltung zum Thema Hauptwohnsitz. Gemeinsam mit dem Einwohnermeldewesen werden Fragen rund um den Hauptwohnsitz geklärt und auf die Vorteile der Ummeldung hingewiesen. Die Veranstaltung findet um 16:00 Uhr im Hörsaal 2 am Campus Loefflerstraße statt.


Stimmen zur Heimathafen-Kampagne

Prof. Dr. Johanna Weber, Rektorin der Universität Greifswald
„Universität und Stadt profitieren sehr von den Studierenden, die ihren Hauptwohnsitz in Greifswald anmelden. Aber auch die Studierenden selbst haben viele Vorteile durch die Ummeldung. Daher freue ich mich, wenn sich wieder viele Studierende im ersten Semester mit Hauptwohnsitz in Greifswald anmelden und zur Wohnsitzprämie beitragen.“

Dr. Stefan Fassbinder, Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
„Über das Gutscheinheft und die Umzugsbeihilfe hinaus gibt es in Greifswald den Kultur- und Sozialpass als dauerhafte Vergünstigung für Studierende. Mit dem KUS erhalten sie Ermäßigungen beispielsweise für Busfahrten innerhalb der Stadt, für das Freizeitbad oder das Theater. Auch deswegen lohnt es sich für Studierende, sich mit Hauptwohnsitz in Greifswald anzumelden.“ 

Maik Wittenbecher, Geschäftsführer der Greifswald Marketing GmbH
„Gemeinsam werben Stadt und Universität Jahr für Jahr mit messbarem Erfolg um neue GreifswalderInnen. Damit ist die Heimathafen-Kampagne zu einer wichtigen Brücke in der Zusammenarbeit geworden. Mit den Kooperationen zwischen Uni-Laden und Stadtinformation, gemeinsamen Führungen und der Produktentwicklung gehen wir diesen Weg konsequent weiter.“


Der Heimathafen-Infostand ist an folgenden Veranstaltungen für die Studierenden da
Montag, 07.10.2019, 16:00–18:00 Uhr: Ersti-Begrüßung, Mensa am Berthold-Beitz-Platz
Dienstag, 08.10.2019, 15:30–18:00 Uhr: Markt der Möglichkeiten, Campus Loefflerstraße
Montag, 14.10.2019, 15:00–18:00 Uhr: Dommarkt, am Dom St. Nikolai


Weitere Informationen
Webauftritt der Universität zur Heimathafen-Kampagne
Informationen rund um den Hauptwohnsitz
FAQ zur Ummeldung
Instagram-Account Heimathafen Greifswald
Programmheft zur Erstiwoche des AStA


Hintergrund der Kampagne
Für die Anmeldung des Hauptwohnsitzes in Greifswald erhält die Universität eine Wohnsitzprämie vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Geld kommt der Lehre zugute. Studentische Interessenvertreterinnen und -vertreter entscheiden mit, wofür die Wohnsitzprämie ausgegeben wird. Mit dem Geld werden beispielsweise neue Bücher, Laborgeräte, PCs, Lehraufträge oder studentische Hilfskräfte bezahlt und die Betreuung Studierender mit Kindern unterstützt. Die Landesregierung zahlt die Wohnsitzprämie für Erstsemesterstudierende aus anderen Bundesländern, die sich mit Hauptwohnsitz in Greifswald oder einer Umlandgemeinde in Mecklenburg-Vorpommern angemeldet haben. Dazu müssen sich zunächst 50 Prozent der Erstsemesterstudierenden eines Studienfaches umgemeldet haben. Für jeden weiteren Erstsemesterstudierenden, der sich ummeldet, erhält die Universität 1.000 Euro Wohnsitzprämie pro Jahr für vier Jahre. Für das Jahr 2018 erzielte die Universität einen neuen Rekord. Insgesamt belief sich die Zuweisung der Wohnsitzprämienmittel im Jahr 2019 auf 798.000 Euro.

Öffnungszeiten des Einwohnermeldewesens im Stadthaus am Markt
Dienstag bis Freitag 09:00–12:00 Uhr
Dienstag 14:00–18:00 Uhr
Donnerstag 14:00–16:00 Uhr

Sonderöffnungszeiten zum Start des Wintersemesters
Vom 7. bis zum 18. Oktober 2019 sind die Bereiche Einwohnermeldewesen, Kfz-Zulassung und Bewohnerparkausweise zusätzlich am Montag, Mittwochnachmittag und Freitag geöffnet. Die verlängerten Öffnungszeiten können nicht nur von Studierenden, sondern von allen Bürgern genutzt werden.
Montag 09:00–12:00 und 14:00–16:00 Uhr
Dienstag 09:00–12:00 und 14:00–18:00 Uhr
Mittwoch 09:00–12:00 und 14:00–16:00 Uhr
Donnerstag 09:00–12:00 und 14:00–16:00 Uhr
Freitag 09:00–12:00 Uhr

Zu den Medienfotos


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de/aktuell

 

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news-53139Wed, 02 Oct 2019 08:33:36 +0200Erster Nachhaltigkeitsbericht der Universität Greifswald ist erschienenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/erster-nachhaltigkeitsbericht-der-universitaet-greifswald-ist-erschienen-53139/Was leistet die Forschung für die Nachhaltigkeit? In welcher Form wird das Thema im Studium behandelt? Wie sieht es aus mit der angestrebten CO2-Neutralität der Universität? Auf diese und andere Fragen gibt der Nachhaltigkeitsbericht 2015–2017 der Universität Greifswald anschauliche und informative Antworten.Rund zehn Prozent der Forschungsprojekte sowie neun Studienprogramme an der Universität Greifswald befassen sich direkt mit Nachhaltigkeitsthemen. Der CO2-Fußabdruck der Universität wird maßgeblich bestimmt durch den Verbrauch von Heizenergie und Dienstreisen. Durch den Einsatz von LED-Beleuchtung und moderner Lüftungstechnik in der Zentralen Universitätsbibliothek konnte dort der Stromverbrauch um 42 Prozent verringert werden. MoorFutures sind Wertpapiere, durch deren Kauf Unternehmen und Privatpersonen zum Klimaschutz beitragen können. Entwickelt wurde das Konzept in Greifswald.

Das sind nur einige Fakten aus dem 53-seitigen Bericht. Er gibt auch Hinweise, welche Schritte unternommen werden können, um die vom Senat der Universität Greifswald im Jahr 2018 beschlossenen Leitlinien zur Erreichung des Ziels CO2-neutrale Universität umzusetzen.

Erarbeitet wurde der Bericht durch ein Redaktionsteam, das alle Fakultäten und Statusgruppen der Universität repräsentiert. Der Bericht zeigt auf, was bereits erreicht wurde und gibt Orientierung für zukünftige Aktivitäten. Vor allem aber möchte er dazu motivieren, den produktiven Austausch zu Fragen der nachhaltigen Entwicklung weiter zu intensivieren und die kommenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Weitere Informationen
Link zum Bericht

Kurz-URL: tinyurl.com/y5dzbv5z

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Tiemo Timmermann
Beauftragter für Nachhaltigkeit
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4112
tiemouni-greifswaldde

www.uni-greifswald.de/aktuell

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news-53091Tue, 01 Oct 2019 10:34:14 +0200Poster-Preis für Baukastensystem für die Entwicklung von Kindermedikamenten https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/poster-preis-fuer-baukastensystem-fuer-die-entwicklung-von-kindermedikamenten-53091/Bei der 11. internationalen Konferenz der European Paediatric Formulation Initiative (EuPFI) im September 2019 in Malmö ging einer von drei PCCA Best Poster Awards an die Universität Greifswald. Preisträgerin ist Lisa Freerks mit ihrer Forschung zur Wirkstofffreisetzung von Kindermedikamenten. Die Doktorandin ist Mitglied der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sandra Klein in der Abteilung Biopharmazie und Pharmazeutische Technologie am Institut für Pharmazie.Die EuPFI ist ein europäisches Konsortium, welches sich die Entwicklung sicherer kindgerechter Arzneiformen zum Ziel gesetzt hat. Während der Konferenz, die unter dem Motto „Formulating better Medicines for Children“ stand, vergaben die Professional Compounding Centers of America (PCCA) drei Posterpreise für die besten Originalarbeiten von Doktorandinnen und Doktoranden.

Lisa Freerks beschäftigt sich im Rahmen ihrer Dissertation mit der Etablierung physiologisch relevanter Modelle zur Vorhersage der Wirkstofffreisetzung im oberen Magen-Darm-Trakt von Klein- und Vorschulkindern unter typischen kindgerechten Verabreichungsbedingungen oraler Arzneiformen. Den Award erhielt sie für ihren Posterbeitrag „A toolbox for simulating gastrointestinal conditions in children: Standardized dissolution media for simulating typical children's breakfasts around the world”.

Sehr viele Arzneimittel werden morgens vor, mit oder nach dem Frühstück verabreicht. Nahrungsmittel können die Freisetzung des Wirkstoffes im Magen-Darm-Trakt jedoch erheblich beeinflussen. Für eine sichere und effektive Arzneimitteltherapie ist es wichtig, solche Einflüsse von Nahrungsmitteln bereits in frühen Phasen der Arzneimittelentwicklung zu berücksichtigen. Lisa Freerks hat im Rahmen des EuPFi Kongresses ein neues Baukastensystem für sogenannte biorelevante Freisetzungsmedien vorgestellt. Diese Freisetzungsmedien entsprechen in Zusammensetzung und spezifischen Eigenschaften typischen Frühstücksmahlzeiten von Klein- und Vorschulkindern und können im Rahmen von Wirkstofffreisetzungsprüfungen einfach und reproduzierbar hergestellt werden. Mit ihrer Hilfe soll die Wirkstofffreisetzung im kindlichen Magen nach Verabreichung einer oralen Arzneiform mit oder nach dem Frühstück vorhergesagt werden. Bei der Entwicklung wurden Ernährungsgewohnheiten von Kindern in Industrie- und Entwicklungsländern berücksichtigt. Das neue Baukastensystem soll in der frühen Forschungsphase bei der Entwicklung von Kindermedikamenten zum Einsatz kommen, um die Zahl an klinischen Prüfungen an Kindern auf ein Minimum reduzieren zu können. Sowohl für Kinder in Industrie- als auch in Schwellen- und Entwicklungsländern könnten damit sicherere und effektivere Medikamente zur Verfügung gestellt werden.


Das Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name der Bildautorin zu nennen.


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Sandra Klein
Institut für Pharmazie
Felix-Hausdorff Straße 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4897
sandra.kleinuni-greifswaldde

 

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-52689Tue, 01 Oct 2019 09:47:22 +0200Biologische Station Hiddensee für alle offen beim Landeserntedankfest 2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/biologische-station-hiddensee-fuer-alle-offen-beim-landeserntedankfest-2019-52689/Am 6. Oktober 2019 wird die Biologische Station Hiddensee von 10:00 bis 16:00 Uhr ihre Türen für Interessierte öffnen. Sie können sich über den Kurs- und Forschungsstandort der Universität Greifswald informieren. Auf dem Gelände der Station wird sich außerdem der ehrenamtliche Verein Hiddenseer Dünenheide e. V. vorstellen.Die Biologische Station Hiddensee der Universität Greifswald besteht seit fast 90 Jahren. Das Landeserntedankfest auf der Insel Hiddensee ist eine gute Gelegenheit, die Station und das Engagement der Mitarbeitenden vor Ort für die Natur auf der Insel vorzustellen. Auf dem Programm stehen Informationen über die laufenden Forschungsprojekte der Station, Studierende der Universität Greifswald informieren über ihre Lehrveranstaltungen auf der Insel. Besucherinnen und Besucher können einen Blick in das Doktorandenhaus – gebaut 1925 durch den Architekten Max Taut – werfen.

Die Biologische Station Hiddensee führt verschiedene ökologische Untersuchungen durch. Sie sind nicht nur wissenschaftlich relevant, sondern auch für den Naturschutz von besonderer praktischer Bedeutung. Dies wird am Beispiel der Hiddenseer Dünenheide gezeigt, der größten noch erhaltenen Küstendünenheide des deutschen Ostseeraumes. Unter anderem werden die aktuellen Pflegemaßnahmen ausgewertet, die für den Erhalt der Heidelandschaft notwendig sind. Aus den Forschungsergebnissen ergeben sich Empfehlungen für zukünftige Maßnahmen. Dabei werden auch die Veränderungen berücksichtigt, die mit dem Klimawandel erwartet werden (müssen).

Der ehrenamtliche Verein Hiddenseer Dünenheide e. V. wird auf dem Gelände der Biologischen Station über die Hiddenseer Dünenheide und seine Aktivitäten für den Erhalt dieser Heide informieren. Eine Ausstellung zeigt die landwirtschaftliche Nutzung der Dünenheide in der jüngeren Hiddenseer Vergangenheit. Landwirtschaft auf Hiddensee ist auf Weidewirtschaft und Extensivlandwirtschaft beschränkt – ohne Einsatz von Kunstdüngern und Bekämpfungsmitteln. Rinder, Pferde und Schafe sorgen durch ihre „Arbeit“ als Beweider dafür, dass Offenlandschaften wie die Küstendünenheiden erhalten bleiben. Es besteht die Möglichkeit, Heideprodukte zu kaufen.

Zu den Medienfotos


Programm

  • Präsentationen zum Kursstandort und zu Forschungsprojekten
  • Studierende der Landschaftsökologie der Universität Greifswald informieren über Hiddensee als „Kleinod“ für die Ausbildung
  • Aquarium mit typischen und spektakulären Pflanzen und Tieren der Boddengewässer
  • Besichtigung des Doktorandenhauses
  • Ausstellung des Hiddenseer Dünenheide e. V. mit Blumentisch und Infos zu Pflegemaßnahmen sowie einem Angebot von Heide-Honig


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
PD Dr. Irmgard Blindow
Biologische Station Hiddensee
Biologenweg 15, 18565 Kloster
Telefon +49 38300 50251
blindiuni-greifswaldde

 

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news-53111Tue, 01 Oct 2019 09:30:00 +0200Weltgeschichte der Meere jetzt auch auf Arabischhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/weltgeschichte-der-meere-jetzt-auch-auf-arabisch-53111/Das Standardwerk des Greifswalder Historikers Michael North „Zwischen Hafen und Horizont. Weltgeschichte der Meere“ wurde jetzt vom National Council for Culture, Arts and Letters in Kuwait in arabischer Sprache veröffentlicht. Damit steht das Buch neben der deutschen Ausgabe von 2016 und der estnischen Übersetzung „Sadama ja silmapiiri vahel. Maailma merede ajalugu“ (Tallinn: Varrak, 2018) in einer weiteren Sprache zur Verfügung. Ausgaben in chinesischer und englischer Sprache werden zurzeit vorbereitet. Das Buch, das 2016 den ersten Förderpreis der Stiftung zur Förderung der Schifffahrts- und Marinegeschichte Berlin erhalten hat, schildert die Auseinandersetzung des Menschen mit den Herausforderungen und Gefahren der Ozeane und zeigt die Möglichkeiten, die sie uns eröffnen. Güter zu transportieren und damit reich zu werden oder existenzielle Nöte zu erfahren und alles zu verlieren, neue militärische Optionen zu nutzen und seine Macht über Kontinente auszudehnen – das alles war und ist bis heute mit der Beherrschung der Seefahrt, der Kunst des Schiffsbaus, der Nautik und der Herrschaft über die Seewege verbunden. Nicht zuletzt aber bildet das Meer gleichsam den Naturraum der Globalisierung, wie uns tagtäglich angesichts der Flüchtlingsströme ebenso bewusst wird wie angesichts der skrupellosen Zerstörung dieses einzigartigen Lebensraums – Prozesse, vor denen niemand die Augen verschließen kann. Über diese und viele weitere Themen informiert die Weltgeschichte der Meere.

Weitere Informationen
https://www.chbeck.de/north-zwischen-hafen-horizont/product/16562235  (2016)
https://varrak.ee/raamatud/sadama-ja-silmapiiri-vahel/ (Varrak, 2018) 
http://stiftung-zur-foerderung-von-schifffahrts-und-marine-geschichte.de/index.php/preisverleihung-2016.html (Förderpreis, 2016)
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Dr. h. c. Michael North
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Bahnhofstraße 51, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3308
northuni-greifswaldde

 

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news-52655Mon, 30 Sep 2019 13:23:26 +0200Linguistin der Uni Greifswald mit dem Martha-Müller-Grählert-Preis ausgezeichnethttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/linguistin-der-uni-greifswald-mit-dem-martha-mueller-graehlert-preis-ausgezeichnet-52655/Die Linguistin und Leiterin des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik (KND) der Universität Greifswald, PD Dr. Birte Arendt, wurde Anfang September mit dem Martha-Müller-Grählert-Preis ausgezeichnet. Sie erhielt die Ehrung im Rahmen des 21. Treffens norddeutscher Shantychöre im Ostseeheilbad Zingst. Mit dem Preis werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderer Weise um die niederdeutsche Sprache verdient gemacht haben. Der Name des Preises geht auf die 1876 in Barth geborene Dichterin Martha Müller-Grählert zurück, deren Werk alljährlich beim Treffen der Shantychöre in Zingst geehrt wird. Viele kennen die vorpommersche Schriftstellerin heutzutage nur noch als Verfasserin des sogenannten Ostseewellenlieds, das Anfang des 20. Jahrhunderts große Bekanntheit erlangte. In den Jahren 1908/10 wurde es sogar vertont. Das plattdeutsche Lied schrieb Müller-Grählert im Jahr 1907 unter dem Titel „Mine Heimat“. Ihr Werk umfasst jedoch eine weit größere Fülle an plattdeutschen Texten und Gedichten zu allen Lebensbereichen und ist damit nicht allein auf das Ostseewellenlied zu reduzieren. So findet sich ein Großteil ihres Werks in dem Sammelband „Sünnenkringel“ aus den Jahren 1925 und 1931. All diese Schriftstücke zeugen von einer klugen und sensiblen Frau mit genauer Beobachtungsgabe. Die junge Müller-Grählert verbrachte bewegte Jahre in Berlin und Sapporo (Japan) und kehrte 1914 wieder in ihre geliebte norddeutsche Heimat zurück. 1924 zog Müller-Grählert nach Zingst und lebte dort über ein Jahrzehnt. Sie starb 1939 in Franzburg bei Stralsund verarmt und einsam. Die Dichterin nimmt einen wichtigen Platz in der neuniederdeutschen Literatur ein. Ihre Schriften sind ein fester Bestandteil in der universitären Lehre. Allerdings findet die Autorin im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen wie Fritz Reuter oder John Brinckmann weitaus weniger wissenschaftliche Beachtung.

Der Martha-Müller-Grählert-Preis wird seit 1998 jährlich durch das Ostseeheilbad Zingst verliehen. Die diesjährige Preisträgerin, PD Dr. Birte Arendt, ist auf Rügen geboren, studierte Germanistik in Greifswald und konnte nach einem Jahr als Dozentin für Deutsche Sprache an der Silpakron Universität in Thailand ihre Lehrtätigkeit an der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald aufnehmen. Neben ihren Forschungsschwerpunkten „Kooperatives Lernen“ und „Argumentieren bei Kindergartenkindern“ spielt auch die niederdeutsche Sprache in ihrer Forschung und Lehre eine wichtige Rolle. Mit dieser setzte sie sich u. a. in ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „Der metasprachliche Diskurs über das Niederdeutsche. Eine diskursanalytische Untersuchung von Spracheinstellungen“ aus dem Jahr 2008 auseinander.

Birte Arendt war langjähriges Mitglied im „Bundesraat för Nedderdüütsch“ und ist seit 2011 berufenes Mitglied im Niederdeutschbeirat am Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2017 etablierte und leitet Birte Arendt das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald. Neben der universitären Lehre bietet das KND Fortbildungen für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen. Dies umfasst auch die Entwicklung einer Fachdidaktik und die Vernetzung über die Bundeslandgrenzen hinaus. Steigende Studierendenzahlen im Beifach Niederdeutsch, zahlreiche nationale und internationale Vorträge und Tagungen belegen den Erfolg der Arbeit.

Zitat der Preistägerin:
„Ik freug mi siehr över dei Ihr, man ik nähm den Pries as so ne Ort Stellvertreter för all die Lüüd dei sik mit mi tauhop üm dei plattdüütsch Spraak kümmern daun. Ik bün man blots „een lütten Sparling“, as Martha Müller-Grählert dat all so trefflich seggt hett. Wichtig is för mi, dat all mit de Geschicht vun de Plattdüütsch tau daun hebben. Wat mit ein Sprak passieren deit, liggt an die Spräkers. De leggen fast, wat sei die Sprak bruken, liehren daun – orrer uk nich. Un dat kann uk jedein jedein Dag nieg entscheiden. As ik dit Johr in Märzmaand in Wales west bün, wier ik baff, wat de all för ehr lütte Sprak Walisisch daun. An besten harr mi ein Aktion gefollen, dat die Lüüd – jedein för sik sülben – ein Wuurd walisisch an Dag seggen sallen. Wenn nu jedein ein Wuurd up Platt an Dag seggen deit, denn is dat för jedein nich väl, man all tauhop sünd dat denn all ‘n groten Hümpel. Orrer ‘n groten Schwarm lütte Sparlings, de werrer tau hüren un tau seign sünd un hoch in’n Häven stiegen.“


Weitere Informationen
Das Treffen der norddeutschen Shantychöre im Ostseeheilbad Zingst findet jährlich zu Ehren der Dichterin Martha Müller-Grählert statt.

Ein Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
PD Dr. Birte Arendt
Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik
Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3440
arendtuni-greifswaldde
kompetenzzentrumNDuni-greifswaldde

 

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news-52425Wed, 25 Sep 2019 11:13:47 +0200Citizen Science Projekt F.U.N. ist jetzt offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/citizen-science-projekt-fun-ist-jetzt-offizielles-projekt-der-un-dekade-biologische-vielfalt-524/Das Citizen Science-Projekt „F.U.N.“, das vom Lehrstuhl für Angewandte Zoologie und Naturschutz der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide durchgeführt wird, wurde am 25. September 2019 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Der Titel wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen. Der Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder übergab die Auszeichnung.Seit 2017 vermittelt das Citizen Science-Projekt „F.U.N“ einer breiten Öffentlichkeit Spaß an Forschung. Die Abkürzung „F.U.N.“ steht für Forschung, Umweltbildung und Naturschutz. Am Beispiel der Fledermäuse können kleine und große Bürgerinnen und Bürger erfahren, was es heißt, Naturforscher zu sein. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Projekt basiert auf zwei Säulen: der Citizen-Science-Station in Wooster Teerofen im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide und der Webseite www.fledermausfun.de, die als Informations- und Mitmachplattform dient. Die Webseite bietet Unterrichtsmaterialien für alle Jahrgangsstufen, die in Zusammenarbeit mit der Fachdidaktik Biologie der Universität Rostock entwickelt wurden. Außerdem stellt sie Forschungsdaten für die breite Öffentlichkeit kostenfrei zum Download. Interessierte können online lernen, wie man Fledermaus-Daten analysiert und sich aktiv an Forschungsprojekten beteiligen. Ergänzend finden im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide zahlreiche Veranstaltungen vor Ort statt. Darüber hinaus ist die Citizen Science-Station in die universitäre Lehre eingebunden, beispielsweise über Feldpraktika von Studierenden.

„Über die Auszeichnung sind wir sehr stolz. Das Projekt zeigt, wie gut Naturschutz, Wissenschaft und Bürgerforschung zusammenpassen“, freute sich Projektleiter Prof. Dr. Gerald Kerth bei der Übergabe der Urkunde durch den Greifswalder Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder. Dieser betonte: „Ich finde es sehr wichtig, dass alle im Naturschutz Aktiven ihr Wissen darüber auch weitervermitteln. Und bei selbst gesammelten Erkenntnissen verfestigt sich das Wissen ja noch viel stärker. Das Bürgerforschungsprojekt ist wirklich ein tolles Angebot für alle Altersgruppen.“

Neben der offiziellen Urkunde und einem Auszeichnungsschild erhält das „F.U.N.“-Team einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht. Im Gegenzug überreichten die Wissenschaftler einen Fledermauskasten an den Oberbürgermeister, denn auch in Greifswald gibt es zahlreiche Fledermäuse, für deren Schutz und Erhalt sich die Forscher einsetzen.

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte in Deutschland wird der Blick auf den Wert der Biodiversität gelenkt und auf die Chancen, die diese der Gesellschaft bietet. Gleichzeitig zeigen die Modellprojekte, wie konkrete Maßnahmen zum Erhalt biologischer Vielfalt, ihrer nachhaltigen Nutzung oder der Vermittlung praktisch aussehen. Der Begriff „biologische Vielfalt“ umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze.

Über die Auszeichnung von Projekten entscheidet eine unabhängige Fachjury, an der Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sind. Die Fachjury tagt zweimal im Jahr. Eine Bewerbung erfolgt online. Alle ausgezeichneten Projekte werden auf der Webseite der UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland vorgestellt.


Weitere Informationen
Weitere Infos zum Wettbewerb zur UN-Dekade
Projekt-Webseite „Mit F.U.N. in die Wildnis“
Lehrstuhl für Angewandte Zoologie und Naturschutz an der Universität Greifswald
Zum Medienfoto


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Gerald Kerth und Marcus Fritze
Zoologisches Institut und Museum
Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4100
gerald.kerthuni-greifswaldde
marcus.fritzeuni-greifswaldde

Ansprechpartner im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide
Ralf Koch (Naturparkleiter)
Ziegenhorn 1, 19395 Plau am See, OT Karow
Telefon +49 38738 7390 0
info-nshlung.mv-regierungde

Ansprechpartner bei der Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt
Arno Todt (Projektleitung)
Geschäftsstelle UN-Dekade Biologische Vielfalt
c/o nova-Institut GmbH
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news-52393Tue, 24 Sep 2019 14:07:57 +0200Universität in der Region: Was haben Spinnen aus Namibia mit Antibiotikaforschung zu tun?https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-was-haben-spinnen-aus-namibia-mit-antibiotikaforschung-zu-tun-52393/Am Donnerstag, 16. Oktober 2019, bietet die Universität Greifswald im Kulturforum „Historisches U“ in Pasewalk einen spannenden Einblick in die Antibiotikaforschung. Doktorand Alexander Lammers berichtet in seinem Vortrag „Was haben Spinnen aus Namibia mit Antibiotikaforschung zu tun?“ von einer Forschungsreise nach Namibia und neuen wissenschaftlichen Ansätzen im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen. Die Veranstaltung der Reihe „Universität in der Region“ beginnt um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei!Antibiotika können Leben retten. Aber auch Antibiotikaresistenzen sind weltweit auf dem Vormarsch. Falsche Einnahme oder großflächiger Einsatz in der Tierhaltung sind nur einige Gründe dafür, dass Menschen auch noch im Jahr 2019 an Infektionen durch resistente Bakterien sterben, weil die Antibiotika nicht mehr wirken. Die Suche nach neuen Wirkstoffen gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht. In einem aktuellen Kooperationsprojekt suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald in Kooperation mit dänischen und niederländischen Forschenden nach Substanzen, die in Zukunft als neue Antibiotika dienen könnten. Dafür reisten die Forschenden bis nach Namibia, um eine besondere Spinnenart zu untersuchen, die Stegodyphus dumicola. Diese lebt in Symbiose mit bestimmten Mikroorganismen, die mögliche neue Wirkstoffe produzieren.

Wie kam es zu der aktuellen Resistenzkrise und was kann jeder Einzelne dagegen tun? Warum gestaltet sich die Suche nach neuen Wirkstoffen so schwierig? Und warum reisen europäische Forschende bis nach Namibia, um dort Spinnen zu untersuchen? Diese und weitere Fragen klärt der Doktorand Alexander Lammers aus der Arbeitsgruppe für Stoffwechselbiochemie und Metabolomics des Instituts für Biochemie in seinem Vortrag. Er nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Forschungsreise nach Namibia und berichtet bildreich vom Alltag eines Wissenschaftlers in Afrika. Der Vortrag richtet sich an die breite Öffentlichkeit und ist auch für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 geeignet.


UNIVERSITÄT IN DER REGION
Was haben Spinnen aus Namibia mit Antibiotikaforschung zu tun?
Referent: Alexander Lammers, Institut für Biochemie
Donnerstag, 16.10.2019, 17:00 Uhr
Kulturforum „Historisches U“, An der Kürassierkaserne 9, 17309 Pasewalk

Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen
Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Die Reihe „Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.

Fotos können für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde 

 

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news-52053Wed, 18 Sep 2019 16:56:19 +0200Resolution des Senats gegen Angriffe auf die Würde und Integrität von Universitätsangehörigenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/resolution-des-senats-gegen-angriffe-auf-die-wuerde-und-integritaet-von-universitaetsangehoerigen-52053/Der Senat der Universität Greifswald wendet sich mit Entschiedenheit gegen Angriffe auf die Würde und Integritätvon Angehörigen der Universität auch im medialen Kontext.Mit der zunehmenden Präsenz von Social-Media und der digitalen Kommunikation jedweder Art steigt auch die Anzahl von aggressiven, diskriminierenden und drohenden Äußerungen gegenüber Lehrenden, Studierenden und Mitarbeiter*innen der Hochschulverwaltung. Rektorat und Senat der Universität dulden nicht, dass Universitätsangehörige im digitalen Raum, insbesondere in sozialen Netzwerken oder E-Mails, angegriffen, verunglimpft, bedroht oder in sonstiger Weise beeinträchtigt werden. Ebenso wenig wird geduldet, dass sich Universitätsangehörige anzüglich, belästigend oder beleidigend über andere Universitätsangehörige äußern.

Bei Bekanntwerden solcher Äußerungen werden die Betroffenen seitens der Universität auch unter Nutzung möglicher arbeits- und dienstrechtlicher Sanktionen unterstützt. Insbesondere bei Verdacht strafrechtlich relevanter Äußerungen wird gegebenenfalls Anzeige erstattet bzw. werden die Betroffenen darin unterstützt, Anzeige zu erstatten. Dies gilt vor allem, wenn Universitätsangehörige in der Wahrnehmung ihrer Dienstaufgaben beeinträchtigt werden. Das Rektorat weist in diesem Zusammenhang auf eine potentielle Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden mit Social-Media-Betreibern hin.

Universitäten stehen für einen offenen, fairen, wertschätzenden und solidarischen Umgang miteinander. Rektorat und Senat der Universität Greifswald appellieren eindringlich an alle Lehrenden, Studierenden und Mitarbeiter*innen der Universität, in allen Formen des sozialen Austausches Integrität und Würde ihrer Mitmenschen zu achten.

Diskutiert und verabschiedet im Senat der Universität Greifswald
18. September 2019

Resolution als PDF

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Vorsitzende des Senats
Prof. Dr. Maria-Theresia Schafmeister
Telefon +49 3834 420 1201
senat@uni-greifswald.de

www.uni-greifswald.de/senat
www.uni-greifswald.de/aktuell

 

 

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news-52139Tue, 17 Sep 2019 17:00:00 +0200Geschichte der Ostsee in lettischer Neuauflage erschienenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/geschichte-der-ostsee-in-lettischer-neuauflage-erschienen-52139/Das Standardwerk des Greifswalder Historikers Michael North „Geschichte der Ostsee. Handel und Kulturen“ wurde jetzt vom Akademischen Verlag der Universität Lettlands in lettischer Sprache als „Baltijas jūras reģiona vēsture. Tirdzniecība un kultūras“ veröffentlicht. Damit steht das Buch neben der deutschen Ausgabe von 2011 in den Sprachen Englisch, Estnisch und Polnisch zur Verfügung. Eine russische Ausgabe ist in Vorbereitung. Der Ostseeraum war und ist eine Zone fruchtbarer Austauschbeziehungen. Hier leben seit Urzeiten verschiedene sprachliche Gemeinschaften zusammen: Germanen, Slaven, Balten und Finnen, die sich im Mittelalter, zum Teil aber auch erst in der Neuzeit, zu Völkern und Staaten entwickelt haben. Gleichzeitig war der Ostseeraum Schauplatz eines intensiven Austausches auf allen Ebenen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. So entstanden supranationale Kulturen wie die der Wikinger und der Slaven oder der Hanse, aber auch die Niederlandisierung im 16./17. Jahrhundert sowie die Sowjetisierung im 20. Jahrhundert prägten den Ostseeraum. Diese vielfaltigen Formen ökonomischer, kultureller und politischer Interaktion an der und um die Ostsee stehen im Mittelpunkt des vorliegenden Buches, das von den Wikingern bis zur EU-Ostseeraum-Strategie der Gegenwart diese in jeder Hinsicht expandierende Region historisch beleuchtet.

Eine Besonderheit der jetzt erschienenen lettischen Hardcover-Ausgabe besteht darin, dass der Herausgeber, Prof. Andris Levens, das Buch durch zusätzliche Erklärungen und Anmerkungen einer breiteren lettischen Öffentlichkeit erläutert.


Weitere Informationen
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Radio-Interview mit Prof. North im Radio 1 des Lettischen Rundfunks (in englischer Sprache)


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael North
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Rubenowstraße 2, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3308
north@uni-greifswald.de

 

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationen
news-51915Tue, 17 Sep 2019 10:37:31 +0200Erster internationaler Masterstudiengang mit Doppelabschluss an der Uni Greifswald https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/erster-internationaler-masterstudiengang-mit-doppelabschluss-an-der-uni-greifswald-51915/Zum Wintersemester 2019/20 startet an der Universität Greifswald der erste internationale Masterstudiengang mit Doppelabschluss. Der Studiengang „Sprache und Kommunikation: International“ bereitet Studierende auf ein internationales Arbeitsumfeld vor. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Staatlichen Universität St. Petersburg in Russland. In St. Petersburg sowie in Greifswald können sich jeweils fünf Studierende pro Semester in den Studiengang einschreiben. Die Einschreibung zum Wintersemester hat vor Kurzem begonnen.Zum Curriculum des Studiengangs gehören obligatorische Auslandssemester an der Partneruniversität. Die modularisierten Curricula sind interdisziplinär ausgerichtet und aufeinander abgestimmt. Studierende erwerben vertiefte Kenntnisse über moderne Theorien und Methoden von Germanistischer Sprachwissenschaft und Kommunikationswissenschaft. Sie lernen fach- und kontextspezifische Analysemethoden auf verschiedene Sprach- und Kommunikationsbereiche anzuwenden.

Die Studierenden profitieren besonders vom spezifischen Forschungsprofil und den Perspektiven beider Universitäten auf das Fach. Der neue Studiengang fördert die Internationalisierung des Studiums und die internationale Mobilität der Studierenden. Der Abschluss beider Universitäten befähigt explizit zum Arbeiten in internationalen Kontexten. Mögliche Berufsziele sind Öffentlichkeitsarbeit, Marketing, Journalismus, Medienberichterstattung und Forschung.

Das Double-Degree-Programm ist Resultat der langjährigen Universitätspartnerschaft zwischen den Universitäten St. Petersburg und Greifswald. Es basiert insbesondere auf der Zusammenarbeit zwischen dem Greifswalder Institut für Deutsche Philologie und dem Lehrstuhl für Deutsche Philologie an der Staatlichen Universität St. Petersburg, die von 2016 bis 2018 durch den DAAD als Germanistische Institutspartnerschaft gefördert wurde.

Der Studiengang leistet einen Beitrag zu den deutsch-russischen Beziehungen im Bereich der Wissenschaft, Kultur und der universitären Ausbildung. Er kommt der germanistischen Sprachwissenschaft und der deutschen Sprache in Russland zugute.
 

Weitere Informationen
Studiengang Sprache und Kommunikation: International (Master of Arts)

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Apl. Prof. Dr. Christina Gansel
Fachstudienberaterin
Institut für Deutsche Philologie
Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald
ganseluni-greifswaldde

 

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Uni GreifswaldNewsLehreMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-51735Fri, 13 Sep 2019 15:13:34 +0200Pomerania Nostra Preis 2019 für Dr. Uwe Schröderhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/pomerania-nostra-preis-2019-fuer-dr-uwe-schroeder-51735/Der Direktor des Pommerschen Landesmuseums, Dr. Uwe Schröder, wird 2019 mit dem deutsch-polnischen Pomerania Nostra-Preis ausgezeichnet. Dies hat der Preissauschuss einstimmig beschlossen. Der Preis wird am 22. Oktober 2019, zur Eröffnung der 3. Deutsch-Polnischen Kooperationstage in der Philharmonie Szczecin verliehen. Dr. Uwe Schröder leitet seit den 1990er Jahren die Entstehung und Entwicklung des Pommerschen Landesmuseums in Greifswald. Dort werden neben der regionalen Erdgeschichte und der Gemäldegalerie 14.000 Jahre Geschichte der historischen Region Pommern präsentiert. Die Ausstellung zur pommerschen Landesgeschichte wird gemeinsam und eng mit polnischen Historikerinnen und Historikern erarbeitet. Demnächst wird der letzte Ausstellungsteil eröffnet. Er umfasst das 20. Jahrhundert und reicht bis in die Gegenwart. Dabei ist die gemeinsame Entwicklung der Geschichtsdarstellung mit dem Muzeum Nrodowe w Szczecinie bahnbrechend.

Der Aufbau des Pommerschen Landesmuseums, für den Uwe Schröder seit der frühen Konzeptphase als Leiter des Aufbaustabes und später als Direktor verantwortlich war, stellte in mehrfacher Hinsicht eine besondere Herausforderung dar. Es mussten nicht nur viele Interessen und Partner miteinander ins Gespräch gebracht und deren Wünsche und Vorstellungen in einem konkreten Projekt umgesetzt werden. Es sollte ein Museum für ein Land, eine Region, entstehen, die in ihrer geschichtlichen Gestalt überhaupt nicht mehr existierte, deren historische und kulturelle Tradtion und Identität durch die Entwicklung des 20. Jahrhunderts erschüttert, vergessen und sogar unterdrückt worden waren. Vor diesem Hintergrund war das Landesmuseum von Beginn an als Stätte der Begenung und des Dialogs geplant. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit polnischen und skandinavischen Institutionen dabei als Teil des Selbstverständnisses dieses Museums geprägt zu haben, ist auch Dr. Uwe Schröders Verdienst.

"Dr. Uwe Schröder sah von Anfang an die Museen in den pommerschen Wojewodschaften als geborene Partner seiner Arbeit. Seinem beharrlichen Einsatz sind die vielen gemeinsamen Ausstellungen, Jugendprojekte und wissenschaftlichen Veranstaltungen mit den Museen u.a. in Stettin, Stargard, Kolberg und Stolp zu verdanken", so heißt es in der Begründung des Preiskomitees.      

Der deutsch-polnische Preis „Pomerania Nostra” wurde gestiftet, um Personen, die sich für Vorpommern und für Westpommern (Hinterpommern) in den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Politik, gesellschaftliches Leben und Wirtschaft besonders verdient gemacht haben, zu ehren. Stifter des Preises sind die beiden pommerschen Städte Greifswald und Szczecin, zwei pommersche Universitäten: in Greifswald (gegründet im Jahr 1456) und Szczecin (gegründet im Jahr 1985), sowie die Tageszeitung Kurier Szczeciński.

Der Preis wird seit 2004 alle zwei Jahre, abwechselnd in Greifswald und Szczecin verliehen. Nebne einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro wird eine Statuette übergeben, die von dem Künstler Marian Preiss entworfen und gefertigt wurde.
 

Weitere Informationen
Das Porträt von Dr. Uwe Schröder können Sie bei der Pressesprecherin des Pommerschen Landesmuseum abrufen.
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde
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Uni GreifswaldNewsForschungMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-51483Wed, 11 Sep 2019 11:00:00 +0200Neue Risikogene für Nierenschäden entdeckthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neue-risikogene-fuer-nierenschaeden-entdeckt-51483/Erhöhte Eiweißwerte im Urin sind ein Anzeichen für eine chronische Nierenerkrankung. Darunter leiden mehr als zehn Prozent aller Erwachsenen. Außerdem erhöhen sie das Risiko von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein internationales Team von mehr als 180 Forschenden, an dem die Universität Greifswald maßgeblich beteiligt war, hat in umfangreichen Studien 68 bisher größtenteils unentdeckte Genorte nachgewiesen, welche die Menge der Eiweißausscheidung im Urin beeinflussen. Die Erkenntnisse liefern Ansatzpunkte für neue Therapieverfahren zur Verringerung von Nierenschäden. Die Ergebnisse sind im Fachmagazin Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-019-11576-0) veröffentlicht.Im Laufe der Evolution haben sich erbliche Veränderungen entwickelt, die unter anderem zu einer erhöhten Eiweißausscheidung im Urin führen, der sogenannten Mikroalbuminurie. Um den Zusammenhang zwischen Varianten der Erbanlage und der Mikroalbuminurie zu finden, wurden die genetischen Informationen von weltweit mehr als 550 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 54 Studien untersucht. In die aktuelle Studie flossen neben Daten aus Studien des Forschungskonsortiums CKDGen Consortium (Chronic Kidney Disease Genetics) auch Daten der britischen UK Biobank Gesundheitsstudie, des US-amerikanischen „Million Veteran Program“ sowie genetische Informationen von mehr als 4 000 Menschen aus den beiden Greifswalder Bevölkerungsstudien SHIP und SHIP-Trend ein.

Die gefundenen genetischen Variationen stehen nicht nur im Zusammenhang mit Nierenschäden, sondern auch mit Gicht, Bluthochdruck und erhöhten Cholesterinwerten. 41 der insgesamt 68 entdeckten Genorte wurden bisher noch nicht in Zusammenhang mit erhöhter Eiweißausscheidung im Urin gebracht. Die genetischen Veränderungen wurden anschließend hinsichtlich ihrer Funktion in verschiedenen Organen näher untersucht. Abschließend konnte für zwei Risikogene im Tiermodell gezeigt werden, wie genau sie zur Entstehung von Mikroalbuminurie beitragen. Die Ergebnisse liefern neue Ansatzpunkte für die Medikamentenentwicklung zur Behandlung von Nierenerkrankungen.

Dr. Alexander Teumer, Erstautor der Studie und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitätsmedizin Greifswald und dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. (DZHK) betont die Bedeutung der fachübergreifenden, internationalen Kooperation für das Gelingen der Studie: „In unserer Studie haben wir umfangreiche Daten verschiedener genetischer Ebenen erfolgreich mit klinischen Daten großer Gesundheitsstudien verknüpft. Funktionale Zusammenhänge unserer weitestgehend am Computer ermittelten Ergebnisse konnten anschließend exemplarisch am Tiermodell nachgewiesen werden.“

Sahar Ghasemi, Ko-Erstautorin und Doktorandin an der Universitätsmedizin Greifswald und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe von Dr. Teumer, ergänzt: „Aufgrund der strukturierten und gut organisierten Arbeit in dem fachübergreifenden, internationalen Team haben wir in relativ kurzer Zeit relevante Ergebnisse erhalten.“


Weitere Informationen
Teumer et al. (2019): „Genome-wide association meta-analyses and fine-mapping elucidate pathways influencing albuminuria”. Nature Communications, September 2019, DOI: 10.1038/s41467-019-11576-0


CKDGen-Konsortium
Das Forschungskonsortium CKDGen Consortium (Chronic Kidney Disease Genetics) ist ein Zusammenschluss auf Kooperationsbasis von weltweit führenden epidemiologischen Studien und erforscht maßgeblich den genetischen Hintergrund komplexer Nierenerkrankungen. Die Forschungsarbeit des Konsortiums wird von Prof. Dr. Anna Köttgen (Universitätsklinikum Freiburg, Deutschland) zusammen mit Dr. Cristian Pattaro (Europäische Akademie Bozen (EURAC), Italien) koordiniert.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Alexander Teumer
Universitätsmedizin Greifswald
Institut für Community Medicine, Abteilung SHIP-KEF
Walther-Rathenau-Straße 48, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 86 19579
ateumeruni-greifswaldde
https://publons.com/researcher/1280085/

 

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-51155Tue, 03 Sep 2019 09:30:00 +0200Australische Spinnenart produziert extrem elastische Fangnetzehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/australische-spinnenart-produziert-extrem-elastische-fangnetze-51155/Spinnen sind erfolgreiche Räuber. Ihr Beuteerfolg hängt maßgeblich von ihrer Fähigkeit ab, effektive Fangnetze zu bauen. Ein Wissenschaftler der Universität Greifswald hat zusammen mit Forschenden aus den USA, Taiwan und Argentinien den Aufbau und die Eigenschaften der Spinnfäden einer australischen Spinnenart genauer untersucht. Die Studie hat gezeigt, dass unterschiedliche Webtechniken die Eigenschaften von Spinnfäden vor allem hinsichtlich ihrer Elastizität entscheidend beeinflussen. Die Ergebnisse sind kürzlich in der Fachzeitschrift Scientific Reports (DOI: 10.1038/s41598-019-45552-x) erschienen.Spinnenseide ist ein bedeutendes Biomaterial. Erkenntnisse über deren Aufbau und Zusammensetzung können ein erster Schritt sein, um innovative Materialien nach dem Vorbild der Natur zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat ein Forschungsteam um einen Greifswalder Zoologen Spinnenfäden der Otway-Krallenspinne (Progradungula otwayensis) untersucht. Die endemische Otway-Krallenspinne kommt nur im Great Otway National Park in Australien vor. Die Studien an dieser seltenen Spinne zeigen erstmalig, dass eine unterschiedliche Verarbeitung verschiedener Fasertypen in komplexen Kräuselfäden natürlich vorkommt. Die Art der Verarbeitung wiederum beeinflusst die Eigenschaften des Fadens in Fangnetzen entscheidend. Bisher wurden die mechanischen Eigenschaften von Fangfäden lediglich mit deren Proteinstruktur verbunden.

Bei der Produktion der Fangfäden setzen verschiedene Spinnenarten unterschiedliche Techniken ein. Die häufigsten und am besten erforschten Fangfäden sind mit zähflüssigen Leimtröpfchen beschichtet. Die Eigenschaften dieser Fäden werden stark durch die Proteine bestimmt, aus denen sich die Fäden zusammensetzen. Die australische Krallenspinne nutzt hingegen Kräuselfäden – sogenannte cribellate Fäden – für den Beutefang. Diese sind vor allem typisch für die Fangnetze von ursprünglichen Spinnenarten. Ihre Fangfäden sind leimfrei und viel komplexer im Aufbau als die Leimfäden. Sie bestehen aus ein oder zwei axialen Fasern, die mit der Fangwolle verwoben werden. Die Fangwolle besteht aus tausenden Nanofasern. Darin werden weitere Fasern eingewoben, was für eine erhöhte Elastizität sorgt. Bei der Produktion der Kräuselfäden werden die Nanofasern mit einem Borstenkamm, der sich an den Hinterbeinen der Spinne befindet, aufgekämmt. Die Art der Verarbeitung der Nanofasern bestimmt die mechanischen Eigenschaften des Fadens. Sie ist entscheidend für die Elastizität und Klebkraft der Fangwolle.

Die Studie zeigt nun erstmalig, dass cribellate Spinnen wie die Otway-Krallenspinne auch ohne den Einsatz eines Borstenkamms Kräuselfäden produzieren kann. Die ungekämmten Kräuselfäden der Krallenspinne haben aufgrund der unterschiedlichen Verarbeitung eine deutlich verringerte Klebkraft und sind nur auf die doppelte Länge dehnbar. Die gekämmten Fäden dieser Spinne sind dagegen extrem elastisch. Sie lassen sich bis auf das 14-fache ihrer ursprünglichen Länge dehnen und sind somit die bisher elastischsten Fäden, die man von Spinnen kennt. Besonders interessant ist, dass die Krallenspinne die beiden unterschiedlich produzierten Fäden auch für verschiedene Zwecke nutzt. Die ungekämmten Kräuselfäden werden nicht zum Beutefang, sondern als Rahmenfäden im Netz verwendet. An diesen Rahmenfäden werden dann die Fangfäden angeheftet. Die ungekämmten Fäden der Krallenspinne sind jedoch deutlich elastischer als normale Rahmenfäden in Spinnennetzen, was die Gesamtelastizität des Fangnetzes erhöht.

Weitere Informationen
Michalik P., Piorkowski D., Blackledge T. A., Ramírez M. J. (2019): „Functional trade-offs in cribellate silk mediated by spinning behavior,“ in: Scientific Reports 9(1): 2045-2322. DOI: 10.1038/s41598-019-45552-x
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
PD Dr. Peter Michalik
Zoologisches Institut und Museum
Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4099
michalikuni-greifswaldde
www.zoologie.uni-greifswald.de

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Uni GreifswaldMathNat (MNF)NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-51161Mon, 02 Sep 2019 12:47:06 +0200Bevölkerungsbefragung zu Stadt-Land-Beziehungen startet in Vorpommernhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bevoelkerungsbefragung-zu-stadt-land-beziehungen-startet-in-vorpommern-51161/Rund 12 500 zufällig ausgewählte Personen in Vorpommern erhalten ab Anfang September 2019 Post von der Universität Greifswald. Sie werden gebeten für das Forschungsprojekt „Vorpommern Connect“ einen Fragebogen auszufüllen. Ziel der Befragung ist, die Sichtweise der Bevölkerung auf die landwirtschaftlich geprägte Umwelt in Vorpommern zu erfassen. Das Forschungsvorhaben Vorpommern Connect wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über fünf Jahre mit rund 2,5 Millionen Euro innerhalb der Maßnahme „Stadt-Land-Plus“ gefördert.Die Region Vorpommern ist vielfältig. Sie reicht von der Küste über die Hansestädte und ihr Umland bis zu den Kleinstädten und Dörfern des Binnenlandes. Die Bürgerinnen und Bürger nutzen diese Landschaften auf unterschiedliche Weise und haben eine ganz persönliche Verbindung zu ihr.

Um mehr darüber herauszufinden, wird ab Anfang September 2019 ein Fragebogen an zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner in den beiden Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen versandt. Der Fragebogen ist in rund einer halben Stunde ausgefüllt und sollte dann bis zum 20. Oktober 2019 zurückgeschickt werden.

Unter den Teilnehmenden werden Präsentkörbe mit regionalen Produkten und Bücher zur Region verlost. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten und eine breite Repräsentation der Bevölkerung zu sichern, sollten alle Angeschriebenen teilnehmen. Die Befragungsergebnisse werden ab Anfang 2020 in mehreren öffentlichen Veranstaltungen und in Forschungsberichten vorgestellt und mit der Bevölkerung diskutiert.

Vorpommern Connect soll helfen, das Zusammenwachsen der städtischen und ländlichen Gebiete in Vorpommern zu fördern, indem Wertschöpfung und andere Wohlfahrtswirkungen aus der und für die Region erhöht werden. „Dabei setzen wir an der Landnutzung an: Wir wollen die regionale Produktion stärken und Moore nachhaltiger nutzen. Außerdem wollen wir Möglichkeiten für Lernen und Erleben in der Landschaft verbessern. Das Ziel ist, mit den Forschungsergebnissen, konkrete Wege aufzuzeigen, wie die Lebensqualität in Vorpommern verbessert werden kann“, so die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Judith Maruschke, die die Befragung konzipiert hat.

Vorpommern Connect ist ein umsetzungsorientiertes Forschungsprojekt und darauf ausgerichtet, die Stadt-Land-Beziehungen in der Region Vorpommern mit ihrem gemeinsamen Oberzentrum der beiden Hansestädte Greifswald und Stralsund zu verbessern, Konflikte zu reduzieren und Entwicklungspotenziale zu erschließen. Praxispartner sind die beiden Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald, die Universitäts- und Hansestadt Greifswald sowie die Michael-Succow-Stiftung.

Das Projekt wird von 2018 bis 2023 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Im Rahmen des Vorhabens werden Modellprojekte in der Region entwickelt und in der Umsetzung begleitet. Dabei stehen neue Optionen für die Nutzung und Wertschöpfung im Fokus, die durch regionale Verarbeitung die Wertschöpfung im ländlichen Raum erhöhen und damit die regionale Entwicklung stabilisieren.

Weitere Informationen
Vorpommern Connect
Zu den Medienfotos
Kurz-Url: tinyurl.com/yyhorrx5 
#forschung #befragung #vorpommern #vorpommernconnect #unigreifswald


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Zur Befragung
Judith Maruschke
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie
Telefon +49 3834 420 4482
judith-maria.maruschkeuni-greifswaldde

Zum Projekt
Dr. Michael Rühs
Projektmanager Verbundkoordination VoCo – Vorpommern Connect
Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl AVWL und Landschaftsökonomie
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4180
ruehsuni-greifswaldde

 

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news-51121Fri, 30 Aug 2019 12:33:19 +0200Angebote des Gesundheitstages 2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/angebote-des-gesundheitstages-2019-51121/am 23.09.2019 findet der diesjährige Gesundheitstag der Universität Greifswald zwischen 09:00 und 15:00 Uhr statt. Sie sind eingeladen, die vielen Angebote unserer Partner zu nutzen. Die Nutzung gilt als Arbeitszeit.In diesem Jahr findet die Anmeldung über Foodle-Terminabfragen statt. Unter: www.uni-greifswald.de/gesundheitstag finden Sie seitdem 13. August 2019 die Angebote. Unter den einzelnen Angebotsbeschreibungen finden Sie jeweils einen Link, der Ihnen die noch freien Termine anzeigt. Bitte melden Sie sich stets mit vollem Namen und Ihrer dienstlichen E-Mailadresse an. Personen mit abweichenden E-Mailadressen werden von der Teilnehmerliste gelöscht. Ihre Daten können nur vom Administrator der Umfrage gesehen werden. Sie selbst sind jedoch in der Lage, ihre Termine zu ändern und somit im Falle einer terminlichen Verhinderung den Platz einer anderen Person zur Verfügung zu stellen. Abweichende Anmeldeinformationen, bspw. wenn sich Gruppen/Abteilungen anmelden, entnehmen Sie der Angebotsbeschreibung.

Der Hochschulsport hat in diesem Jahr sechs verschiedene Schnupperkurse für Sie organisiert. Sie dauern jeweils 30 Minuten und dienen dem Kennenlernen des jeweiligen Sportes. Die Trainer*innen wissen, dass Sie alle vor und nach dem Kurs noch ins Büro müssen und werden darauf bei der Auswahl der Übungen achten. Sie können sich in Aikido,  HIIT, Capoeira, Selbstverteidigung, Zumba, sowie Meditation und Achtsamkeit ausprobieren.

Weiterhin haben wir mit dem TK Mobil und dem Contrainer zwei innovative Angebote.

Beim Contrainer wurden Zeiten als Gruppenworkout geblockt. Um 12:30 Uhr wird es ein Training mit Therabändern geben und um 14:00 Uhr gibt es ein Training mit Fitness Loops. Sie erhalten das jeweilige Sportgerät von den Trainer*innen und dürfen es am Ende als kleines Geschenk mit nach Hause nehmen. https://terminplaner4.dfn.de/Gruppenworkout. Die anderen Zeiten finden direkt im Contrainer statt. Die Gruppenmitglieder, die sich einzeln angemeldet haben, einigen sich vor Ort, welchen Zirkel (Cardio, Condition, Core, Power, Stability) sie absolvieren möchten. https://terminplaner4.dfn.de/Contrainer

Auf dem Campus-Berthold-Beitz-Platz steht an diesem Tag das TK Gesundheitsmobil mit folgenden Angeboten:

  • Oculus Rift VR-Training: Eintauchen in die Welt der Virtual Reality. Realitätsnahe Programme zur Angstbewältigung (z.B. Höhenangst), Förderung der Entspannungsfähigkeit, sowie zur Gesundheits-information (Körperreise).
  • Pupillographie: Messung der Pupillenschwankungen mit einer Spezialbrille. Ermittlung eines Wachheits-Index (rPUI). Erfassung der Schlafgewohnheiten. Individuelle Beratung zur Optimierung der Schlafgesundheit.
  • Fitlights-Reaktionstest: Messung von Reaktions- und Aktionsschnelligkeit innerhalb eines 60-Sekunden-Parkours.                                                                           

https://terminplaner4.dfn.de/TKMobil

In drei Workshops sind noch einige Plätze frei.

Workshop zur Stressbewältigung: Was Sie erwartet ist ein Impulsvortrag von 30 Minuten mit dem Angebot des offenen Diskurses. Im Anschluss können Sie eine Stunde lang das Autogene Training als eine Methode zur Selbstregulierung von Stress testen. Yogamatten stehen zur Verfügung. Bitte tragen Sie zum Kurs lockere Kleidung und bringen eine kleine Decke oder Socken mit. Der Workshop findet im Seminarraum 2 in der Rubenowstraße 2b statt. https://terminplaner4.dfn.de/Stressworkshop

Workshop zur geistigen Leistungsfähigkeit: Neben den theoretischen Inhalten führt der Experte der MOOVE GmbH außerdem ein kurzes bewegtes Kognitionstraining mit kleinen Sandsäckchen durch, um den Teilnehmern direkt einen Einblick in mögliche Übungen zu geben und Spaß an kognitivem Training zu vermitteln. Der Workshop findet in Seminarraum 3 in der Rubenowstraße 2b statt. https://terminplaner4.dfn.de/Leistungsfaehigkeitsworkshop

Ernährungsworkshop: Die Teilnehmer*innen erfahren, mit welchen Bausteinen sich ein gesundes und leckeres Mittagessen zubereiten kann und bekommen Inspiration für das praktische Mitnehmen und Aufbewahren von selbstgemachten Lunch-Alternativen. Der Workshop dauert ca. 60 Minuten und findet vormittags im Beratungsraum des Rektorates (Domstraße 11, Eingang 2) und nachmittags im Seminarraum der Bibliothek am Beitz-Platz statt. https://terminplaner4.dfn.de/Ernaehrungsworkshop

Mit der twall Reaktionswand bieten wir einen Test Ihrer Reaktionsfähigkeit. Kommen Sie allein, als Duo oder als großes Team und spielen Sie gegeneinander auf Zeit. Die Reaktionswand steht je nach Wetterlage auf dem Innenhof, oder in der Garderobe des Hauptgebäudes (Domstraße 11).

Zuletzt möchte ich Sie noch auf die Möglichkeit aufmerksam machen, sich als Abteilung einen Trainer/eine Trainerin in die Abteilung zu holen. In den Modulen „Gesunde Pause“ und „aktive Pause“ werden in 20 bzw. 30 Minuten Übungen gezeigt, die sich gut in den Büroalltag integrieren lassen und besonders für sitzende Tätigkeiten eine gute Basis bieten.
https://terminplaner4.dfn.de/aktivePause
https://terminplaner4.dfn.de/BewegtePauseKurz

Sollten Sie Fragen zur Anmeldung haben, wenden Sie sich gern an Frau Vormelchert (gesunde_uniuni-greifswaldde oder per Telefon unter 420-1165).

 

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news-51045Thu, 29 Aug 2019 11:37:17 +0200Universität in der Region: Fastfood oder regionale Küche? Nahrungssuche bei brütenden Lachmöwenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-fastfood-oder-regionale-kueche-nahrungssuche-bei-bruetenden-lachmoewen-5104/Am Donnerstag, 19. September 2019, lädt die Universität Greifswald zur Veranstaltungsreihe Universität in der Region erstmalig nach Zinnowitz ein. Um 17:00 Uhr gibt Katja Rahn im Haus des Gastes bei ihrem Vortrag „Fastfood oder regionale Küche? Nahrungssuche bei brütenden Lachmöwen“ spannende Einblicke in das Ernährungsverhalten eines der bekanntesten Bewohner der vorpommerschen Küste. Der Eintritt ist frei!Die intensive Landwirtschaft und Fischerei lässt unsere Landschaft immer homogener werden. Dies kann zu Nahrungsknappheit führen. Einige Tiere passen sich an die neuen Gegebenheiten an, indem sie neue Nahrungsgebiete aufsuchen oder andere Ressourcen nutzen. Nicht selten greifen sie dabei auch auf vom Menschen beeinflusste Gebiete zurück und werden deshalb häufiger auf Mülldeponien oder in Stadtbezirken gesichtet. Bei uns an der Küste trifft das überwiegend auf Möwen zu. Auf der Naturschutzinsel Böhmke im Usedomer Achterwasser und der Vogelschutzinsel Riether Werder im Naturpark am Stettiner Haff brüten jedes Jahr zwei der größten Kolonien von Lachmöwen (Chroicocephalus ridibundus) in Deutschland. Während die Zahl der Brutpaare auf der Insel Böhmke etwa gleichbleibend ist, wächst die Zahl der Brutpaare auf der Insel Riether Werder.

Wird die Entwicklung dieser Kolonien vom Nahrungsangebot in der Umgebung bestimmt? Erste Ergebnisse zu dieser Fragestellung präsentiert die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Vogelwarte, Katja Rahn, in ihrem Vortrag.


UNIVERSITÄT IN DER REGION
Fastfood oder regionale Küche? Nahrungssuche bei brütenden Lachmöwen
Referentin: Katja Rahn M. Sc.
Donnerstag, 19.09.2019, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Haus des Gastes, Zinnowitz
Neue Strandstraße 30, 17454 Zinnowitz
Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen
Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Die Reihe „Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde 

 

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news-51021Thu, 29 Aug 2019 06:58:02 +0200Wiedervernässung von Mooren – Internationale Konferenz an der Universität Rostockhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wiedervernaessung-von-mooren-internationale-konferenz-an-der-universitaet-rostock-51021/Vom 10. bis 13. September 2019 werden mehr als 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland zur internationalen „WETSCAPES-Konferenz an der Universität Rostock über die Wiedervernässung trockengelegter Moore diskutieren. Die Konferenz ist englischsprachig.Dass eine Wiedervernässung der Moore einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, darüber ist sich die Fachwelt einig. Eine Wiedervernässung senkt die Freisetzung schädlicher Treibhausgase. Dabei gehen jedoch ehemals trockengelegte landwirtschaftliche Nutzflächen verloren.

Bei der Tagung soll insbesondere die Frage geklärt werden, wie Wiedervernässung land- und forstwirtschaftlicher Moorflächen mit fortgesetzter wirtschaftlicher Nutzung kombiniert werden kann. Neueste Erkenntnisse über die bei der Wiedervernässung ablaufenden Prozesse in Boden, Wasser und Luft werden von Wissenschaftlern und Anwendern vorgestellt und zusammengebracht, die an natürlichen, künstlich entwässerten oder wiedervernässten Mooren arbeiten.

Moore bedecken in Mecklenburg-Vorpommern 13 Prozent der Landfläche und können, abhängig vom Wasser- und Landmanagement, erheblich zum Klima- und Gewässerschutz beitragen. Wird ihr Kohlenstoffspeicher, der Torf, entwässert, kommt es zur Umwandlung in schädliche Treibhausgase. In Mecklenburg-Vorpommern stammt derzeit ein Drittel der gesamten Treibhausgasemissionen aus entwässerten Mooren. Daher haben sie eine herausragende Bedeutung für die zukünftige Senkung der Treibhausgasemissionen.

Seit 2000 wurden im Land großflächig Wiedervernässungen umgesetzt, die schon einen erheblichen Beitrag leisten und für die Wissenschaft besonders wertvolle Forschungsflächen sind. Neue, innovative Praxisbeispiele von Wiedervernässung und „nasser“ Landnutzung, beispielsweise Nasswiesen zur Heugewinnung oder Wärmeerzeugung, Nassweiden mit Wasserbüffeln oder Schilf- und Rohrkolbenanbau zeigen, dass wiedervernässte Flächen auch wirtschaftlich genutzt werden können.

Klimaschutz auf Mooren funktioniert also. Angesichts der Klimakrise müssen jedoch in noch viel mehr Moorflächen die ursprünglichen, nassen Verhältnisse wiederhergestellt werden. Grundlage für eine optimale Wiedervernässung und Landnutzung ist das Verständnis der biogeochemischen und ökologischen Eigenschaften dieser neuen Ökosysteme. Deren Erforschung widmet sich derzeit das durch das Exzellenzforschungsprogramm des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit fünf Millionen Euro geförderte vierjährige Verbundforschungsprojekt WETSCAPES  (abgeleitet aus „wet“ und „landscapes“). Das Projekt wird an den Universitäten Greifswald, Partner im Greifswald Moor Centrum, und Rostock durchgeführt und veranstaltet die WETSCAPES-Konferenz.


Weitere Informationen
www.wetscapes.uni-rostock.de
www.moorwissen.de


Ansprechpartnerinnen

Dr. Franziska Schmacka
Grünland- und Futterbauwissenschaften
Universität Rostock
Telefon  +49 381 4983145
franziska.schmackauni-rostockde

Dr. Franziska Tanneberger
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Universität Greifswald, Partner im Greifswald Moor Centrum
Telefon +49 3834 420 4137
tanneuni-greifswaldde

 

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-50923Mon, 26 Aug 2019 09:24:30 +0200Zeitzeugen gesucht zu Todesfällen bei Fluchtversuchen aus der DDR über die Ostseehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/zeitzeugen-gesucht-zu-todesfaellen-bei-fluchtversuchen-aus-der-ddr-ueber-die-ostsee-50923/Ein Forschungsteam des Instituts für Politik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Greifswald unter der Leitung von Prof. Dr. Hubertus Buchstein untersucht seit dem 1. Juli 2019 die Todesfälle bei Fluchtversuchen aus der DDR über die Ostsee. Das Projekt ist Teil eines gemeinsamen Verbundprojektes mit dem Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin und einer Forschungsgruppe an der Universität Potsdam. Das Bündnis „Grenzregime“ der drei Universitäten wird mit rund drei Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Für das Projekt sucht das Greifswalder Projektteam nach weiteren Zeitzeugen und Zeitzeuginnen sowie nach Angehörigen.Die Fluchten über die Berliner Mauer und an der Grenze zwischen der Bundesrepublik und der DDR sind mittlerweile gut erforscht. Vergleichbare wissenschaftliche Untersuchungen zu den bei Fluchtversuchen über die Ostsee oder an den Grenzen der anderen Ostblockstaaten ums Leben gekommenen DDR-Bürger liegen bislang nicht vor. Diese Lücke soll durch das Verbundprojekt geschlossen werden.

Ende der 1950er/Anfang der 60er Jahre führte die anhaltende Abwanderung aus dem Staatsgebiet der DDR zu verschärften Grenzkontrollen. Mit einer kompletten Abschottung mittels Mauern und kilometerlangen kontrollierten Grenzgebieten erreichte die Grenzpolitik 1961 ihren Höhepunkt. Nach Norden hin hatte das Staatsgebiet durch die Ostsee zwar eine natürliche Grenze, diese wurde allerdings noch zusätzlich abgesichert. Hier wurde eine Art „unsichtbare Mauer“ gezogen. Mittels eines strengen Grenzregimes wurden die Seegrenze und die Ostseeküste kontrolliert, um Abwanderungswillige abzuschrecken und von einer geplanten Republikflucht abzuhalten. Trotz des engen Kontrollnetzes an den Küstenabschnitten an der Ostsee wagten viele Menschen bis zur Grenzöffnung 1989 die Flucht über diese sogenannte „nasse Grenze“. Nach dem bisherigen Kenntnisstand handelt es sich dabei um ca. 5 600 Personen. Rund 80 Prozent von ihnen wurden bei dem Versuch verhaftet, vermutlich 913 (etwa 16 Prozent) ist die Flucht gelungen und mindestens 174 Menschen fanden bei ihrem Fluchtversuch den Tod. Die Leichen der Geflüchteten wurden an die Strände zwischen Fehmarn, Rügen und Dänemark gespült oder im Meer in Fischernetzen gefunden.

Die Greifswalder Forschungsgruppe widmet sich vor allem der Aufarbeitung und Aufklärung von Fluchtversuchen mit tödlichem Ausgang. Das Ziel des Projektes ist, die Schicksale der Opfer nachzuzeichnen und sie dadurch vor dem Vergessen zu bewahren. Dafür werden weitere Zeitzeugen und Zeitzeuginnen sowie Angehörige gesucht, die mit ihren persönlichen Erinnerungen und Erfahrungen zur Aufarbeitung dieses heute fast vergessenen Themas beitragen können. Wer Auskünfte zu Fluchten aus der DDR über die Ostsee geben kann oder auch Dokumente und Material hat, wird gebeten, sich bei der Projektgruppe zu melden. Allen Hinweisen wird nachgegangen, damit die Einzelschicksale nicht in Vergessenheit geraten.

Die Ergebnisse aller drei Teilprojekte sollen jeweils als Buch veröffentlicht werden. Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) in der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin wird Zeitzeugeninterviews und Forschungsergebnisse der Teilprojekte auf einer Website im Internet für die politische Bildung und Aufklärungsarbeit über die zwei deutschen Staaten und die SED-Diktatur zugänglich machen.


Weitere Informationen

Auch fast 30 Jahre nach dem Fall der Mauer gilt es, Wissenslücken über das in der DDR begangene Unrecht sowie über die Nachwirkungen des Transformationsprozesses seit 1989/90 zu schließen. Dafür hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in einem Wettbewerbsverfahren aus über 100 Bewerbungen 14 Forschungskonsortien ausgewählt, die bis 2022 mit einer Fördersumme von 40 Millionen Euro unterstützt werden, um eine stärkere Verankerung der DDR-Forschung in der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft zu unterstützen.

Zur Website des Verbundprojekts
Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Greifswald
Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin
Historisches Institut der Universität Potsdam
Zum Medienfoto


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Hubertus Buchstein
Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft
Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3150
buchsteiuni-greifswaldde

 

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news-50653Fri, 16 Aug 2019 10:59:49 +0200Neue Überlebensstrategie der Pneumokokken im Zentralnervensystem identifizierthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neue-ueberlebensstrategie-der-pneumokokken-im-zentralnervensystem-identifiziert-50653/Ein internationales Forschungsteam hat wichtige Erkenntnisse zu Überlebensstrategien von Pneumokokken bei der Hirnhautentzündung (Meningitis) gewinnen können. Sie konnten nachweisen, dass ein Transporter für kurzkettige Aminosäuren und ein Regulatorprotein für die Fitness der Pneumokokken und ihre Fähigkeiten im Hirnwasser zu überleben, hochbedeutsam ist. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift PLOS Pathogens (doi: 10.1371/journal.ppat.1007987) veröffentlicht worden. Die durch Pneumokokken ausgelöste Hirnhautentzündung macht etwa 0,6 % aller Todesfälle weltweit aus. Die bakterielle Meningitis steht damit in der Liste der zehn wichtigsten Infektionen weltweit. An der Studie waren Forschende der Universität und Universitätsmedizin Greifswald aus dem Interfakultären Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung (C_FunGene), der Neurologischen Klinik am Klinikum der LMU München und weitere internationale Forschende beteiligt.Zu den gefürchtetsten invasiven Krankheitsbildern der Pneumokokken zählt die Meningitis. Diese Erkrankung wird häufig durch die Streuung der Bakterien über den Blutkreislauf und die Überwindung der Blut-Hirn/Hirnwasser (Liquor)-Schranke durch die Pneumokokken verursacht. Seltener ist sie Folge eines lokalen Eiterherds, wie er bei der Mittelohrentzündung entstehen kann. Die Sterblichkeitsrate bei Kindern beträgt zwischen fünf und zehn Prozent, bei Risikopatienten und älteren Patienten sogar bis zu 80 Prozent. Die zunehmende Antibiotikaresistenz der Pneumokokken erschwert trotz verbesserter Therapieformen die Behandlung und macht die Entwicklung präventiver oder neuartiger Interventionsstrategien notwendig. Dazu ist das Verständnis des Krankheitsverlaufs – der Pathogenese – und des bakteriellen Erregers in seiner Umgebung im Wirt entscheidend.

In einem innovativen Ansatz unter Verwendung eines experimentellen Meningitismodells und der Proteomanalyse (Proteomics) hat das interdisziplinäre Forscherteam das in vivo Proteom der Pneumokokken nach Isolierung der Bakterien aus dem Hirnwasser (Liquor) von Mäusen analysiert. Dabei konnten Proteine in Pneumokokken identifiziert werden, die verstärkt produziert wurden. Es handelte sich um ein Transporteiweiß für sogenannte Oligopeptide und ein Regulatorprotein, das die Aufnahme von extrazellulärer DNA steuert. Wie wichtig diese Proteine sind, konnte durch weitere Studien im experimentellen Meningitismodell nachgewiesen werden. Das Fehlen der Pneumokokken-Proteine führte zu verminderten Hirnblutungen und einer verminderten Einwanderung von Immunzellen“, erklärt Prof. Sven Hammerschmidt von der Universität Greifswald. Weiterhin konnten diese Pneumokokkenmutanten nur in geringem Ausmaß die Barriere der Blut-Hirn/Liquor-Schranke überqueren.

Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, einen Einblick in die Physiologie und Pathophysiologie der Pneumokokken unter Infektionsbedingungen zu bekommen, um so neue Angriffsziele für präventive oder therapeutische Maßnahmen entwickeln zu können.

Diese Studie wurde durch das BMBF und Projekt VacoME „Entwicklung von Impfstoffen gegen respiratorische und systemische Infektionen bei Mensch und Schwein“ in InfectControl 2020 gefördert. Ziel in VacoME ist die Identifizierung von Wirtskompartiment-spezifischen Antigenen/Proteinen von Pneumokokken und Streptococcus suis, die allein oder in Kombination einen Schutz gegenüber einer Infektion vermitteln.

Weitere Informationen

Das Konsortium InfectControl 2020
In dem deutschlandweit agierenden Konsortium InfectControl 2020 haben sich Wissenschaft und Wirtschaft zusammengeschlossen, um Infektionskrankheiten langfristig zu vermeiden, schneller zu erkennen und konsequent zu bekämpfen. InfectControl 2020 wird im Programm Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Originalpublikation
Schmidt, F., N. Kakar, T.C. Meyer, M. Depke, I. Masouris, G. Burchhardt, A. Gomez-Mejia, V. Dhople, L.S. Havarstein, Z. Sun, R.L. Moritz, U. Voelker, U. Koedel, and S. Hammerschmidt (2019). In vivo proteomics identifies the competence regulon and AliB oligopeptide transporter as pathogenic factors in pneumococcal meningitis. PLoS Pathogens 15:e1007987.

Beteiligte Einrichtungen
Abteilung für Molekulare Genetik und Infektionsbiologie an der Universität Greifswald
Abteilung für Funktionelle Genomforschung an der Universitätsmedizin Greifswald 
Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung
Neurologischen Klinik und Poliklinik der Universität München, Abteilung Experimentelle Neurologie
Norwegian University of Life Sciences (NMBU), Molecular Microbiology
Institute for Systems Biology, Seattle, USA
InfectControl 2020
VacoME

Kurz-URL: http://tinyurl.com/y6t4uaqg
#wissenschaft #forschung #gesundheit

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Sven Hammerschmidt
Abteilung Molekulare Genetik und Infektionsbiologie
Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung
Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 5700
sven.hammerschmidtuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de

 

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-50543Tue, 13 Aug 2019 10:24:49 +0200Ausschreibung: DAAD-Preis 2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ausschreibung-daad-preis-2019-50543/Die Universität Greifswald verleiht den DAAD-Preis 2019 an eine/n herausragende/n ausländische/n Studierende/n bzw. Doktoranden oder Doktorandin, der/die sich durch besondere akademische Leistungen und bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement hervorgetan hat. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.Anforderungen:

  • Sie sind Bildungsinländer oder -ausländerin und sind an der Universität Greifswald eingeschrieben.
  • Sie halten sich vorrangig in Deutschland auf (keine Gast- bzw. Austauschstudierende).
  • Sie befinden sich im fortgeschrittenen Stadium des Bachelorstudiums (mindestens 2. oder 3. Studienjahr) bzw. Masterstudiums (mindestens 2. Semester).
  • Sie erbringen gute Studienleistungen und engagieren sich gesellschaftlich-sozial.

Darüber hinaus können auch Jung-Examinierte (d. h. der Abschluss ist i.d.R. nicht länger als drei Monate her) und Doktoranden und Doktorandinnen benannt werden.

Sollten Sie den Anforderungen entsprechen, schicken Sie bis zum 15.09.2019 folgende Bewerbungsunterlagen an international.officeuni-greifswaldde:

  • Lebenslauf und Motivationsschreiben aus dem Folgendes hervorgeht: Wer sind Sie und welchen Platz nehmen Sie in der Universität und Stadt Greifswald ein?
  • Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers
  • Notenspiegel/Transcript of Records (beim Prüfungsamt erhältlich)

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!


Ansprechpartner
International Office
Domstraße 8, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1116
international.officeuni-greifswaldde

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AusschreibungenNewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-50537Tue, 13 Aug 2019 09:21:19 +0200Wie überlebt eine Garnele an giftigen Tiefseequellen? https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wie-ueberlebt-eine-garnele-an-giftigen-tiefseequellen-50537/Die Lebensbedingungen im Umfeld von hydrothermalen Quellen der Tiefsee wie den Schwarzen Rauchern sind extrem: hoher Druck und Temperaturen, saures Meerwasser und giftige Chemikalien. Die Schlote der Tiefsee stoßen jedoch auch gelöste Nährstoffe aus. Diese locken Tiefseebewohner an, die an die extremen Umweltbedingungen angepasst sind. Dazu gehört die Garnele Rimicaris exoculata. Ein internationales Forschungsteam der Sorbonne Université Paris und der Universität Greifswald untersuchte nun die Struktur der Sinnesorgane und des Gehirns der Garnele genauer, um die Anpassung der Tiere an ihr Lebensumfeld besser zu verstehen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift eLife erschienen (DOI: https://doi.org/10.7554/eLife.47550).Die hydrothermalen Quellen des Mittelatlantischen Rückens, dazu zählen auch die Schwarzen Raucher, liegen in einer Tiefe von bis zu 4 000 Metern. Im nährstoffreichen Umfeld dieser Quellen lebt auch die Tiefseegarnele Rimicaris exoculata. Am Meeresgrund kommen hier bis zu 3 000 Individuen pro Quadratmeter vor. „Wir wissen also ziemlich genau, wo wir nach den 4 bis 5 Zentimeter großen Organismen suchen müssen. Das Schwierige ist, sie für unsere Untersuchungen unversehrt an die Meeresoberfläche und ins Labor zu bringen,“ berichtet Prof. Dr. Steffen Harzsch. „Dies ist unseren Projektpartnern aus Frankreich auf der Ausfahrt BICOSE 2 mit dem Forschungsschiff Pourquoi Pas? gelungen“, ergänzt der Arbeitsgruppenleiter für Cytologie und Evolutionsbiologie der Universität Greifswald.

Die Exemplare wurden anschließend mit bildgebenden Techniken des Imaging-Zentrums der Fachrichtung Biologie an der Universität Greifswald, beispielsweise mittels Röntgentomographie oder Laser-Scan-Mikroskopie, untersucht, um so Einblicke in das Nervensystem der Organismen zu gewinnen. Mit Hilfe chemischer Sinne lokalisieren die Garnelen Schwefel, Eisen und Methan. Von diesen Stoffen ernähren sich nämlich spezielle Bakterien, welche in den Kiemenkammern der Garnelen leben. Sie produzieren Kohlenstoff, von dem sich wiederum die Garnele ernährt. Die Schlote der hydrothermalen Quellen ortet die Garnele auch über optische Reize mit den Augen. Damit erkennt sie die thermische Strahlung der heißen Quellen. Außerdem sind in ihrem Gehirn genau die Strukturen hochdifferenziert, die dem Lernen und Gedächtnis sowie der räumlichen Orientierung dienen.

Weitere Informationen
BICOSE 2 (Biodiversité, Interactions, Connectivité et Symbiose en Milieux Extrêmes)
eLife-digest (Hintergrundinformationen auf Englisch)

Publikation
Machon J., Krieger J., Meth R., Zbinden M., Ravaux J., Montagné N., Chertemps T., Harzsch S. (2019): „Neuroanatomy of a hydrothermal vent shrimp provides insights into the evolution of crustacean integrative brain centers,“ in: eLife, 8:e47550. DOI: https://doi.org/10.7554/eLife.47550

Zum Medienfoto


Ansprechpartner

Prof. Dr. Steffen Harzsch
Universität Greifswald
Zoologisches Institut und Museum
Cytologie und Evolutionsbiologie
Soldmannstraße 23, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4124
steffen.harzschuni-greifswaldde
Zur Internetseite der Abteilung

Dr. Julia Machon
Sorbonne Université
BOREA Research Unit Biology of Aquatic Organisms and Ecosystems
Team 3: Adaptations to Extreme Environments
MNHN, CNRS 7208, Sorbonne Université, IRD 207, UCN UA
julia.machonlivefr
https://borea.mnhn.fr

 

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-50481Fri, 09 Aug 2019 11:27:10 +0200Bewerbungssituation für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengängehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bewerbungssituation-fuer-oertlich-zulassungsbeschraenkte-studiengaenge-50481/Zum Wintersemester 2019/20 haben sich 6 143 deutsche und gleichgestellte Studieninteressierte auf einen örtlich zulassungsbeschränkten Studiengang an der Universität Greifswald beworben. Dazu kommen noch 213 ausländische Studienbewerber. Am stärksten nachgefragt waren erneut die Studiengänge Psychologie (Bachelor of Science), Humanbiologie (Bachelor of Science) und Biologie (Bachelor of Science). Beim Studiengang Psychologie (Bachelor of Science) haben sich 1 676 Studieninteressierte für die 63 Studienplätze beworben. Die Nachfrage ist so groß, dass auf einen Platz 26 Bewerbungen kommen. Im Fach Humanbiologie (Bachelor of Science) kommen 18 Studieninteressierte auf einen Studienplatz. Es liegen 792 Bewerbungen auf 44 Studienplätze vor. Stark nachgefragt waren auch die Studiengänge Deutsch (Lehramt Gymnasium) und der Umweltnaturwissenschaften (Bachelor of Science) mit jeweils sieben Bewerbungen auf einen Platz.

Die Auswahl in den örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen erfolgt nach der im Abitur erreichten Punktzahl und den Punktzahlen, die in den für den jeweiligen Studiengang relevanten Fächern in der Abiturstufe erzielt wurden.

Für die Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie liegen noch keine abschließenden Bewerberzahlen vor. Für diese Studiengänge bewerben sich Studieninteressierten bei der Stiftung für Hochschulzulassung, da der Numerus clausus in diesen Fällen bundesweit festgelegt wird.

Bitte berücksichtigen Sie, dass es sich bei den genannten Zahlen um Bewerbungen für zulassungsbeschränkte Fächer handelt. Die Einschreibung in zulassungsbeschränkte und zulassungsfreie Studiengänge begann erst am 5. August 2019. Stand der Zahlen: 19. Juli 2019.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Jan Meßerschmidt
Leiter der Presse- und informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

 

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news-50397Wed, 07 Aug 2019 11:20:17 +0200Dalmans Wasserflasche reist zu Ausstellungen nach Chemnitz und Paderborn https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/dalmans-wasserflasche-reist-zu-ausstellungen-nach-chemnitz-und-paderborn-50397/Am 19. November 1921 füllte der Palästinakundler Gustaf Dalman (1855–1941) am Toten Meer eine Glasflasche mit Salzwasser. Datum und Ort vermerkte er auf dem Etikett der 16,5 cm hohen, braunen Apothekerflasche. Nun wurde Dalmans Wasserflasche klimastabil verpackt. Denn vom 27. September 2019 bis zum 29. März 2020 wird sie zusammen mit zwei historischen Fotografien in der Ausstellung „Leben am Toten Meer“ im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (smac) zu sehen sein. Von Mai bis Oktober 2020 werden die Exponate im LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn ausgestellt. Im Herbst 2020 kehren sie zurück nach Greifswald. Die Flasche und ihr Inhalt bezeugen Dalmans Ziel, in seiner Greifswalder Sammlung ein Gesamtbild der Kulturlandschaft Palästina zu dokumentieren, wie er es im frühen 20. Jahrhundert erlebt und erforscht hat. Auch ein kleines Stück vom Toten Meer brachte er nach Greifswald. „Dalmans Wasserflasche samt Inhalt ist nun fast 100 Jahre unversehrt im Original erhalten geblieben. Das ist in dieser Form – nach unserem Kenntnisstand – bundesweit einmalig,“ berichtet Dr. Karin Berkemann, Kustodin der Gustaf-Dalman-Sammlung in Greifswald. „Aus der Literatur wissen wir, dass damals häufiger Wasserproben im Toten Meer genommen wurden, doch die wurden im Nachhinein meist naturwissenschaftlich auf ihre Zusammensetzung analysiert.“

Die 16,5 cm hohe Wasserflasche verschloss Dalman mit einem Korken. Später wurde der Verschluss zum Schutz noch einmal mit einem kleinen Lappen umwickelt. Dennoch sind über die Jahre kleinere Mengen der Probe entwichen. Darauf weisen Aussalzungen am Flaschenkopf hin. Nach fachkundiger Beratung durch das smac und die Kustodie der Universität Greifswald wird die Flasche heute am Gustaf-Dalman-Institut klimastabil unter einem Glassturz aufbewahrt. Auf der Reise nach Chemnitz und später nach Paderborn wird sie in einer eigens dafür hergestellten Klimabox transportiert. Die Leiterin der Restaurierungswerkstatt des Landesamtes für Archäologie Sachsen, Franziska Frenzel-Leitermann, verpackte das Exponat am 6. August 2019 fachgerecht, bevor sie damit nach Chemnitz fuhr. Dort wird es noch bis März 2020 zusammen mit zwei historischen Fotografien aus der Sammlung des Gustaf-Dalman-Instituts zu sehen sein.

Die Theologische Fakultät der Universität Greifswald beherbergt eine europaweit einmalige Sammlung. Die Dalman-Sammlung umfasst Gesteins- und Pflanzenproben, Haus- und Ackergeräte, Keramiken, archäologische Kleinfunde, Land- und Reliefkarten, rund 20 000 historische Fotografien und eine Bibliothek mit rund 5 000 Bänden – darunter seltene Drucke des 16. Jahrhunderts. Der Theologe Dalman hat in Greifswald zu einem Universalbild zusammengefügt, was sonst Ethnologen, Archäologen, Geografen, Theologen, Botaniker und Mineralogen je für sich betrachten. Heute profitieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit von dieser Sammlung.
 

Weitere Informationen
Gustaf-Dalman-Institut in Greifswald
smac – Staatliches Museum für Archäologie Chemnitz
Landesverband Westfalen-Lippe/LWL-Museum in der Kaiserpfalz (Paderborn)
Zu den Medienfotos


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Kustodin Dr. Karin Berkemann
Gustaf-Dalman-Institut | Theologische Fakultät
Am Rubenowplatz 2/3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2517
dalmanuni-greifswaldde

 

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news-50313Mon, 05 Aug 2019 12:37:12 +0200Greifswalder Infektionsforscher zum Vizepräsidenten der DGHM gewählthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-infektionsforscher-zum-vizepraesidenten-der-dghm-gewaehlt-50313/Prof. Dr. Sven Hammerschmidt, Greifswalder Infektionsforscher und Leiter der Abteilung Molekulare Genetik und Infektionsbiologie, wurde auf der Jahrestagung 2019 der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) zum Vizepräsidenten dieser wissenschaftlichen Fachgesellschaft für medizinische Mikrobiologie gewählt. Sven Hammerschmidt beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den molekularen Virulenzmechanismen und der Pathophysiologie von Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken), dem wichtigsten Erreger einer Lungenentzündung und Hirnhautentzündung. In den zehn Fachgruppen der DGHM sind derzeit mehr als 1 900 Mitglieder. Sie beschäftigen sich mit verschiedenen Thematiken und wissenschaftlichen Fragestellungen der medizinischen Mikrobiologie und Hygiene. Sven Hammerschmidt war von 2007 bis 2015 in der Fachgruppe „Mikrobielle Pathogenität“ (MPAT) im Vorstand und als Vorsitzender tätig. Er war insbesondere an der Bildung der gemeinsamen Fachgruppe MPAT der DGHM und der Vereinigung der Allgemeinen und Angewandten Mikrobiologie (VAAM) beteiligt. Die VAAM ist die Fachgesellschaft der naturwissenschaftlichen Mikrobiologie. Als Naturwissenschaftler war er bestrebt, die Aktivitäten der namentlich identischen Fachgruppen aus beiden mikrobiologischen Gesellschaften zusammenzuführen.

Die DGHM hält mit der VAAM und verschiedenen internationalen mikrobiologischen Gesellschaften wie der Federation of European Microbiological Societies (FEMS) engen Kontakt. „Als Infektionsforscher und Naturwissenschaftler unterstütze ich diese Verbindungen und will die interdisziplinäre Ausrichtung, durch die verschiedene Aspekte der medizinischen und naturwissenschaftlichen Mikrobiologie zusammengebracht werden, weiter fördern,“ sagt Sven Hammerschmidt.

In den ständigen Arbeitsgemeinschaften der DGHM werden darüber hinaus langfristige, gesellschaftlich relevante Themen bearbeitet wie beispielsweise Fragen zu diagnostischen Verfahren in der Mikrobiologie, zur klinischen Mikrobiologie oder zur Krankenhaushygiene. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften nehmen außerdem Aufgaben in Referenzzentren zur Überwachung wichtiger Infektionserreger sowie in Konsiliarlaboratorien wahr, in denen das Wissen über einzelne Krankheitserreger gebündelt wird.


Weitere Informationen
Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie
Abteilung für Molekulare Genetik und Infektionsbiologie an der Universität Greifswald

Ein Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Sven Hammerschmidt
Abteilung Molekulare Genetik und Infektionsbiologie
Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung
Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 5700
sven.hammerschmidtuni-greifswaldde

 

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news-50260Thu, 01 Aug 2019 10:14:23 +0200Für einen gelungenen Start im „Heimathafen Greifswald“ – Gutscheinbuch als Willkommensgeschenk für alle Neubürger https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/fuer-einen-gelungenen-start-im-heimathafen-greifswald-gutscheinbuch-als-willkommensgeschenk-fuer-a/Greifswald wächst – im vergangenen Jahr knackte die Stadt die Marke von 58 000 Einwohnern mit Hauptwohnsitz. Wer Greifswald zu seiner Wahlheimat macht, soll einen besonders guten Start in der Stadt am Ryck haben. Als Willkommensgruß erhält daher jeder, der seinen Hauptwohnsitz hier anmeldet, direkt in der Meldestelle der Stadtverwaltung das Gutscheinbuch „Heimathafen Greifswald“.Pünktlich zum 1. August ist nun die Neuauflage des Heftes erschienen. Neben vielen Vergünstigungen enthält es Informationen und Tipps rund um die Hansestadt und lädt dazu ein, die vielfältigen Kultur- und Freizeitangebote in Greifswald besser kennenzulernen. Vom Theatergutschein über Ermäßigungen auf den nächsten Cafébesuch bis hin zu Rabatten für die Kurse des Hochschulsports oder die Unibibliothek – das Angebot ist breit gefächert.

Die hiesigen Händler und Kultureinrichtungen nutzen gern die Möglichkeit, ihre Angebote bei den neuen Einwohnern bekannt zu machen. So auch Uta Wellmann, Geschäftsführerin des Restaurants L‘Osteria, das in diesem Jahr in Greifswald eröffnete. „Als Begrüßungsgeschenk für alle, die neu nach Greifswald kommen, gibt es bei uns eine Vorspeise aufs Haus. Die Hinzugezogenen sollen uns gleich in ihr Herz schließen.“ Das Gutscheinbuch, so meint sie, sei eine runde und gelungene Sache, von der alle Seiten profitieren würden.

Das Gutscheinbuch erscheint jährlich mit einer Auflage von 4 000 Stück und wird von der Greifswald Marketing GmbH in Kooperation mit der Universität Greifswald herausgegeben. Beide werben gemeinsam mit der Studierendenschaft bereits seit 2013 für die Anmeldung des Hauptwohnsitzes in der Stadt. „Die Erstwohnsitzkampagne ‚Heimathafen Greifswald – Mein Studienort – Mein Hauptwohnsitz‘  ist seit Jahren ein großer Erfolg für Uni und Stadt. Daher hoffen wir, dass auch dieses Jahr wieder viele Studierende ihren Hauptwohnsitz in Greifswald anmelden. Neben den vielen attraktiven Gutscheinen, geben wir auf unserem Instagram-Account heimathafen_greifswald Inspirationen für ein perfektes Wochenende im Heimathafen. Wer also Lust auf schöne Bilder und Ausflugstipps in unserer Region hat, der sollte mal auf unserem Account vorbeischauen“, so der Pressesprecher der Universität Greifswald, Jan Meßerschmidt.

Mehr Informationen gibt es unter: www.uni-greifswald.de/heimathafen

Dies ist eine Medieninformation der Greifswald Marketing GmbH.


Ansprechpartnerin
Theres Behnke
Öffentlichkeitsarbeit & Marketing
Greifswald Marketing GmbH
Bahnhofstraße 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 8835088
pressegreifswald-marketingde
www.greifswald.info

 

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news-50257Thu, 01 Aug 2019 10:01:56 +0200Universität in der Region: Demokratie mit Zukunft?https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-demokratie-mit-zukunft-50257/Am Donnerstag, 29. August 2019, lädt die Universität Greifswald zur Veranstaltungsreihe Universität in der Region erstmalig nach Torgelow ein. Um 17:00 Uhr hält Prof. Dr. Brigitte Geißel im Ueckersaal einen Impulsvortrag mit dem Titel „Demokratie mit Zukunft?“. Anschließend sollen in einer Ideenwerkstatt gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern Visionen für eine zukunftsfähige Demokratie entwickelt werden. Die Ideenwerkstatt wird moderiert von Annett Freier und Dr. Lars Tschirschwitz vom Demokratieladen Anklam. Mit der Veranstaltung möchte die Universität Greifswald einen Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und der Öffentlichkeit anstoßen. Der Eintritt ist frei!Die Demokratie steckt in der Krise. Rund 80 Prozent der Deutschen haben kein Vertrauen mehr in die politischen Parteien. Ein Viertel der Wählerinnen und Wähler hat sich dauerhaft von der Wahlurne verabschiedet. Neue Demokratiemodelle sind nötig, um die Herrschaft des Volkes zeitgemäß umzusetzen. Aber wie kann die Demokratie der Zukunft aussehen?

Mit einem Impulsvortrag führt Prof. Dr. Brigitte Geißel in das Thema ein. Die Referentin ist Professorin für Politikwissenschaft und Politische Soziologie sowie Leiterin der Forschungsstelle Demokratische Innovationen an der Goethe-Universität Frankfurt. Aktuell forscht sie als Senior-Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald zur Zukunft der Demokratie. In ihrem Forschungsprojekt untersucht sie neue demokratische Verfahren und Modelle. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie eine erfolgreiche Bürgerbeteiligung aussehen kann. Und dazu sind auch die Besucherinnen und Besucher gefragt. Nach dem Vortrag sollen in einer Ideenwerkstatt praktische Vorschläge für eine Demokratie mit Zukunft erarbeitet werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
 

UNIVERSITÄT IN DER REGION
Demokratie mit Zukunft?
Referentin: Prof. Dr. Brigitte Geißel
Donnerstag, 29.08.2019, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Ueckersaal Torgelow
Ueckerpassage 11,17358 Torgelow

Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Die Reihe „Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.

Ein Porträt von Prof. Dr. Brigitte Geißel kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde 

 

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news-49743Wed, 10 Jul 2019 12:53:21 +0200Schwedischlektorat der Universität Greifswald feiert 100-jähriges Jubiläumhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/schwedischlektorat-der-universitaet-greifswald-feiert-100-jaehriges-jubilaeum-49743/Das Schwedischlektorat am Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald erlebt im Jahr 2019 sein 100-jähriges Bestehen. Am 3. Juli 2019 feierte das Lektorat den runden Geburtstag im Innenhof des Sozio-kulturellen Zentrums St. Spiritus mit einem Vortrag, Musik und traditionellem Tanz mit Gästen aus Lund. Die Gründung des Lektorats war nur ein Jahr nach der Gründung des Nordischen Instituts im Jahr 1918 erfolgt und geht auf kulturpolitische Bestrebungen Preußens zurück. Neben dem Fremdsprachenunterricht organisiert das Lektorat heute auch viele Gastvorträge und Kulturveranstaltungen.Greifswald blickt als Ort nordischer Studien auf eine lange Geschichte zurück, die mit den traditionellen, durch die Lage an der Ostsee begünstigten Beziehungen der Stadt zum europäischen Norden eng verknüpft ist. Die Entstehung der nordischen Lektorate geht auf kulturpolitische Bestrebungen Preußens zurück. Angeregt durch den Orientalisten und späteren Kultusminister Carl Heinrich Becker (1876–1933) entstanden ab 1918 sogenannte auslandskundliche Institute im Deutschen Reich. Wegen der gemeinsamen deutsch-schwedischen Geschichte fiel die Wahl für die Gründung eines Nordischen Instituts auf die Universität Greifswald. Dieses wurde am 4. Oktober 1918 eröffnet. Um das auslandskundliche Konzept umsetzen zu können, wurden erstmals regelmäßig Sprachkurse angeboten. Damit waren die Grundsteine der heutigen Lektorate gelegt. Als erstes wurde 1919 das Schwedischlektorat gegründet.

Viele in Schweden bekannte Persönlichkeiten haben als Schwedischlektoren in Greifswald gearbeitet wie beispielsweise der Runologe S. B. F. Jansson und der als Übersetzer tätige Religionshistoriker Åke Ohlmarks, der auch J. R. R. Tolkiens Der Herr der Ringe übersetzt hat. Heute steht das Lektorat nicht nur für Übersetzungsarbeit und Unterricht in den verschiedenen Studiengängen des Instituts, sondern organisiert Kulturveranstaltungen u. a. im Rahmen des Nordischen Klangs und unterstützt Auslandsaufenthalte von Studierenden. Dabei arbeitet es eng zusammen mit der Partnerstadt Lund, dem Svenska institutet in Stockholm oder der Schwedischen Botschaft in Berlin.

Im Zeichen dieser Zusammenarbeit spielte bei der Jubiläumsveranstaltung Lunds Studenters folkdanslag in schwedischer Tracht und mit traditionellen Instrumenten auf und lud das Publikum zum gemeinsamen Volkstanz ein. In seinem Festvortrag fasste Prof. Dr. Christer Lindqvist die 100-jährige Institutsgeschichte zusammen. Er sieht nicht nur historisch geprägt eine wichtige Rolle des Schwedischen in Greifswald, sondern das hiesige Lektorat auch als Botschafter: „Deutschland ist der größte Handelspartner Schwedens, und dabei ist die Sprache eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Kontakt der beiden Länder“, betonte der Lehrstuhlinhaber für Skandinavistische Sprachwissenschaft in seiner Festrede.

Weitere Informationen
Institut für Fennistik und Skandinavistik
Zum Medienfoto

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Christer Lindqvist
Lehrstuhl für Skandinavistische Sprachwissenschaft
Institut für Fennistik und Skandinavistik
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3608
lindqvisuni-greifswaldde

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news-49741Wed, 10 Jul 2019 12:33:18 +0200INSOMNALE – Preisverleihung am CDFI Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/insomnale-preisverleihung-am-cdfi-greifswald-49741/Zum Abschluss des Sommersemesters veranstaltete das Caspar-David-Friedrich-Institut (CDFI) der Universität Greifswald vom 5. bis zum 7. Juli 2019 zum 19. Mal die INSOMNALE. Im Rahmen der jährlichen Ausstellung von aktuellen Werken Studierender der Bildenden Kunst an der Universität Greifswald wurden mehrere Kunstpreise verliehen. Den Hauptpreis gewann Florian Mehlis für seine Fotoreihe „Ort und Bild“. Lena-Elise Barnewske erhielt den art7 Kunstpreis und Ulrich Fischer den Publikumspreis.Im Vorfeld der Veranstaltung hatte eine Jury aus Lehrenden des CDFI und der INSOMNALE-Preisgewinnerin 2019, Rabea Dransfeld, bereits 28 Beiträge ausgewählt. Diese waren für drei Tage in den zwei Institutsgebäuden des Bereiches Bildende Kunst ausgestellt. Am Freitag, 5. Juli 2019, wurden die besten Beiträge prämiert.

Den Hauptpreis, einen einmonatigen Arbeitsaufenthalt im renommierten Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, gewann Florian Mehlis mit seiner Fotoreihe „Ort und Bild“. In seiner fotografischen Serie zeigt der Greifswalder Student Ausschnitte und Perspektiven auf einen Wohnraum – eine Raumecke mit Bett, Waschbecken mit Spiegel sowie Licht und Schatten an der Wand. „Die Beschränkung auf einfache und elementare Gegenstände in den Bildern wie Bett, Spiegel, Licht oder die Stofflichkeit einer Decke eröffnet vielfältige Assoziationsräume zu Fragestellungen des Existenziellen – den Spuren von Anwesenheit, der scheinbaren Leere von Abwesenheit oder dem Moment in der Zeit“, begründet Jury-Mitglied Marcus Schramm, ein Künstler und Galerist aus Greifswald, die Entscheidung zur Wahl des INSOMNALE-Hauptpreises. Neben dem Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus erhält Florian Mehlis die Möglichkeit, sich an einer Ausstellung zusammen mit weiteren Stipendiaten des Künstlerhauses zu beteiligen.

Für ihre mittels verschiedener Druckstöcke erstellte Druckgrafik „Flow“ erhielt Lena-Elise Barnewske den art7 Kunstpreis im Wert von 300 EUR. Den diesjährigen Publikumspreis bekam Ulrich Fischer für seine neun „Bachbilder“.

Weitere Informationen
Zum Medienfoto

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Daniela Risch
Caspar-David-Friedrich-Institut
Bahnhofstraße 46/47, 17489 Greifswald
daniela.rischuni-greifswaldde

 

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news-49635Mon, 08 Jul 2019 08:55:05 +0200Forschungsteam entschlüsselt enzymatischen Abbau eines marinen Algenzuckershttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/forschungsteam-entschluesselt-enzymatischen-abbau-eines-marinen-algenzuckers-49635/Enzyme sind von entscheidender Bedeutung beim Abbau von Algen-Biomasse im Meer. Ein internationales Team von 19 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entschlüsselte erstmals den kompletten Abbauweg des Polysaccharides Ulvan durch Biokatalysatoren eines marinen Bakteriums. Die Ergebnisse ihrer Studie stellen die Forschenden in der Fachzeitschrift Nature Chemical Biology (DOI: 10.1038/s41589-019-0311-9) vor. Die Studie wurde unter Federführung der Universität Greifswald, des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen sowie des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, der Technischen Universität Wien und der Biologischen Station in Roscoff (Frankreich) durchgeführt.Die Algen der Weltmeere speichern jedes Jahr ungefähr die gleiche Menge Kohlenstoff wie die gesamte Landvegetation. Sie produzieren dabei große Mengen Kohlenhydrate. Diese können von marinen Bakterien abgebaut werden und stellen eine wichtige Energiequelle für das gesamte Nahrungsnetz im Meer dar. Das Forschungsteam klärte jetzt den komplexen Abbauweg des Polysaccharides Ulvan auf. Ulvan ist ein Mehrfachzucker, der von der Alge Ulva produziert und vom marinen Bakterium Formosa agariphila abgebaut wird. Die umfangreiche Studie deckte die biochemische Funktion von zwölf Enzymen auf. Die Erkenntnisse sind nicht nur für die Grundlagenforschung von erheblicher Bedeutung. Sie erlauben erstmalig, die bislang ungenutzte Ressource der Algen als Rohstoffquelle für Fermentationen und zur Isolierung wertvoller Zucker zu erschließen.

„In unserer Studie können wir erstmals zeigen, wie marine Bakterien das hochkomplexe Polymer Ulvan aus marinen Algen komplett in seine Bausteine zerlegen. Damit verstehen wir nicht nur, wie Mikroorganismen Zugang zu ihrer Nahrungsquelle erhalten. Mittels der neu entschlüsselten Biokatalysatoren kann das komplexe marine Polysaccharid gezielt als Rohstoffquelle für Fermentationen verwendet oder hochwertige Zuckerbausteine wie Iduronsäure und auch Rhamnosesulfat können aus der bislang nicht zugänglichen Ressource mariner Algen erschlossen werden“, erläutert Prof. Dr. Uwe Bornscheuer vom Institut für Biochemie der Universität Greifswald. 

Dr. Jan-Hendrik Hehemann, Emmy Noether Gruppenleiter am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie und am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen ergänzt: „Polysaccharide aus marinen Algen unterscheiden sich chemisch von denen terrestrischer Pflanzen. Wie Algenpolysaccharide von marinen Bakterien abgebaut werden, ist bisher weitestgehend unbekannt. Die detaillierte Aufklärung der beteiligten Enzyme am Ulvan-Abbau ist nicht nur von großem Wert für zukünftige biotechnologische Anwendungen, sondern auch für zentrale ökologische Fragen zum marinen Kohlenstoffkreislauf.“

„Unsere Ergebnisse zeigen auch, wie wichtig es ist, in einem interdisziplinären Team aus Mikrobiologen, Biotechnologen, Biochemikern und Organischen Chemikern zu forschen. Die fächerübergreifende Bündelung durch die DFG-geförderte Forschungsgruppe POMPU hat wesentlich zum Erfolg des Projektes beigetragen“, ergänzt Prof. Dr. Thomas Schweder vom Institut für Pharmazie der Universität Greifswald. Ziel der Forschungsgruppe POMPU ist, wichtige ökologische Funktionen von marinen Bakterien während Algenblüten aufzuklären und so relevante Mechanismen der „biologischen Pumpenfunktion“ der Meere im Zeitalter der Klimaerwärmung besser zu verstehen. Die Untersuchung mariner Schlüsselbakterien und Enzyme kann neue Perspektiven eröffnen, um das vielversprechende Potenzial von Zuckerverbindungen aus marinen Algen gezielt biotechnologisch zu nutzen.

Weitere Informationen

Studie:
Reisky et al. (2019): A marine bacterial enzymatic cascade degrades the algal polysaccharide ulvan, in: Nature Chemical Biology. DOI: 10.1038/s41589-019-0311-9
FOR 2406 POMPU: DFG Forschungsgruppe 2406 „Proteogenomik des marinen Polysaccharid-Abbaus“

Beteiligte Arbeitsgruppen
Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Dr. Jan-Hendrik Hehemann
Prof. Dr. Thomas Schweder

Zum Medienfoto

Verwandte Medieninformationen
Zuckermoleküle bestimmen den Abbau von Algenblüten – DFG fördert marine Proteomforschung (06.10.2016)


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Biotechnologie und Enzymkatalyse
Institut für Biochemie
Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4367
uwe.bornscheueruni-greifswaldde

Prof. Dr. Thomas Schweder
Pharmazeutische Biotechnologie
Institut für Pharmazie
Felix-Hausdorff-Straße 3, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4212
schwederuni-greifswaldde

Ansprechpartner am Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie
Dr. Jan-Hendrik Hehemann
MARUM MPG Brückengruppe Marine Glykobiologie
Celsiusstraße 1, 28359 Bremen
Telefon 0421 218 65775
jhhehemannmarumde

Ansprechpartner an der TU Wien
Dr. Christian Stanetty
Institut für Angewandte Synthese
Telefon +43 1 58801 163619
christian.stanettytuwien.acat

 

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news-49581Thu, 04 Jul 2019 15:20:24 +0200Bürgerforschung an der Uni Greifswald: Umweltminister eröffnet Fledermauslehrpfadhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/buergerforschung-an-der-uni-greifswald-umweltminister-eroeffnet-fledermauslehrpfad-49581/Wie fühlt es sich an, kopfüber von der Decke zu hängen? Wie orientiert man sich im Dunkeln? Wie funktioniert eigentlich Echoortung? Antworten auf diese Fragen gibt ein neuer Fledermauslehrpfad im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. Dieser wurde am 25. Juni 2019 vom Minister für Landwirtschaft und Umwelt in Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, eingeweiht. Der Fledermauslehrpfad ist Teil des Citizen-Science-Projekts „F.U.N.“, das vom Institut für Angewandte Zoologie und Naturschutz der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide durchgeführt wird. Die Abkürzung „F.U.N.“ steht für Forschung, Umweltbildung und Naturschutz. Das bürgerwissenschaftliche Projekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wird, will Spaß an Forschung vermitteln. Am Beispiel der Fledermäuse können kleine und große Bürger erfahren, was es heißt Naturforscher zu sein. Das Projekt basiert auf zwei wesentlichen Säulen: Der Webseite www.fledermausfun.de, die als Informations- und Mitmachplattform dient; und der Citizen-Science-Station in Wooster Teerofen im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide.

Aktuell hat der Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide hier in enger Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald einen Fledermauslehrpfad geplant und umgesetzt. Der Fledermauslehrpfad wurde mit 50.000 Euro über EU-Mittel finanziert. An den Erlebnisstationen können Kinder und Erwachsene hautnah erfahren, was es heißt, Fledermaus zu sein. Neben dem Fledermauspfad bietet das F.U.N.-Projekt zahlreiche Veranstaltungen im Naturpark und in Greifswald sowie Unterrichtsmaterialien für alle Altersgruppen, die auf der Webseite kostenfrei heruntergeladen werden können. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger über die Internetseite von zu Hause aus lernen, wie man „Fledermaus-Daten“ analysiert, um sich aktiv an echten Forschungsprojekten zu beteiligen.

Das F.U.N.-Team um Prof. Dr. Gerald Kerth von der Universität Greifswald und Ralf Koch vom Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide hofft, gemeinsam mit der Bevölkerung viele neue Erkenntnisse aus der Welt der Fledermäuse zu gewinnen, um diese spannenden Tiere in Zukunft noch besser schützen zu können. „Es ist für alle Seiten sehr bereichernd zu sehen, wie gut Wissenschaft und Bürgerforschung zusammenpassen. Wir sind sehr froh, dass wir mit unserem Projekt die Menschen für den Schutz und den Erhalt der Fledermäuse begeistern. Und es macht uns stolz, dass wir dafür mit dem Qualitätssiegel UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet werden. Gerade planen wir für den Spätsommer die Übergabe der Auszeichnung“, freut sich Professor Kerth.

Weitere Informationen
Citizen Science an der Universität Greifswald
Webseite F.U.N.
Der Termin für die Übergabe der Auszeichnung UN Dekade Biologische Vielfalt steht noch nicht fest und wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Fotos können für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Gerald Kerth
Zoologisches Institut und Museum
Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4100
gerald.kerthuni-greifswaldde

Marcus Fritze
Zoologisches Institut und Museum
Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4354
marcus.fritzeuni-greifswaldde

 

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news-49501Wed, 03 Jul 2019 14:12:32 +0200Entzifferungssoftware für alte Handschriften: Transkribus wird READ-COOP (SCE)https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/entzifferungssoftware-fuer-alte-handschriften-transkribus-wird-read-coop-sce-49501/Bisher sind maximal ein bis zwei Prozent der Archivbestände in Europa und weltweit digitalisiert. Der Rest ist für die Wissenschaft und interessierte Forschende nur schwer zugänglich. Transkribus scannt alte Handschriften und speichert sie digital ab. Das Serviceportal wurde im Rahmen des Horizon-2020-EU-Forschungsprojektes READ an der Universität Innsbruck in Zusammenarbeit mit führenden Forschungseinrichtungen aus ganz Europa entwickelt – darunter die Universität Greifswald. Am 1. Juli 2019 wurde das Projekt offiziell in eine europäische Genossenschaft (SCE) überführt. Gründer der READ-COOP (SCE) sind Tilmark Märk für die Universität Innsbruck, Frank Schütte für die Universität Greifswald, Andy Stauder für die Innsbruck University Innovations GmbH sowie Günter Mühlberger als Koordinator des READ-Projektes und Initiator der Genossenschaft.Das Greifswalder Universitätsarchiv setzt die automatisierte Erkennung von Handschriften für seine historischen Bestände bereits seit 2016 ein. Damit ist die Universität seit einer sehr frühen Entwicklungsphase am Projekt beteiligt. Seit März 2017 ist die Universität außerdem Member with Memorandum of Understanding im READ-Projekt. Auf Basis dieser Vereinbarung kann die Uni Greifswald nicht nur die Technologie auf der Transkribus-Projektplattform nutzen. Sie beteiligt sich auch an der Entwicklung eigener Handschriftentexterkennungsmodelle.

Derzeit führt das Universitätsarchiv mit mehreren Kooperationspartnern ein von der DFG gefördertes Digitalisierungsprojekt durch. In diesem Projekt werden etwa 250 000 Handschriftenseiten zur Rechtsprechung im südlichen Ostseeraum aus dem 16. bis 20. Jahrhundert digitalisiert, mit Hilfe von Transkribus automatisch als Volltext erschlossen und anschließend online präsentiert.

Die Transkribus-Plattform ist ein selbstlernendes System. Je intensiver sie genutzt wird, desto schneller lernt sie. Seit den ersten Schritten im Jahr 2016 wurde die Fehlerquote bei der Texterkennung von 15 auf drei Prozent gesenkt. Heute gibt es 25 000 registrierte Nutzer. 300 Personen nutzen die Plattform pro Tag. Die Plattform konnte in den letzten Jahren so erfolgreich verbessert werden, da in dem Projekt Historiker, Informatiker, Archivare sowie interessierte Privatpersonen über die Disziplinen hinweg zusammenarbeiten.

„Automatische Handschriftentexterkennung ist nicht nur für die Archive attraktiv. Es bietet auch für die Geisteswissenschaften im Rahmen der Digital Humanities wichtige Möglichkeiten und eröffnet neue methodische Zugänge zu bisher wenig erforschten Handschriften,“ so Dr. Dirk Alvermann, Leiter des Archivs der Universität Greifswald. Er ergänzt: „Man darf davon ausgehen, dass Handschriftentexterkennung in Zukunft zur Schlüsseltechnologie innerhalb der Digitalisierungsbemühungen von Archiven, Sammlungen und Bibliotheken wird.“

Weitere Informationen
Die Pressemitteilung der Universität Innsbruck enthält weitere Informationen über das Transkribus-Projekt und die europäische Genossenschaft READ-COOP (SCE).
Projekt READ
Video-Porträt des Projektes

Das Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Dirk Alvermann
Leiter des Universitätsarchivs
Baderstraße 4/5, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1155
dirk.alvermannuni-greifswaldde

 

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news-49489Wed, 03 Jul 2019 12:11:32 +0200Nachhaltigkeit war ein großes Thema beim UNIQUE-Ideenwettbewerb 2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/nachhaltigkeit-war-ein-grosses-thema-beim-unique-ideenwettbewerb-2019-49489/Grillkohle aus Biomasse, eine Lernplattform zum stressfreien Studieren, eine Lern-App in Quizform und eine revolutionäre App für die WG- und Mitbewohnersuche – das sind die Gewinnerideen der Forschenden und Absolventen im UNIQUE-Ideenwettbewerb 2019. In der Kategorie der Studierenden wurden Preise an eine innovative Fast Food-Verpackungsidee, ein Software-Tool für die digitale Unternehmensberatung und die Idee einer regionalen Webmanufaktur vergeben.Sieben Teams in zwei Kategorien stellten ihre Ideen am 19. Juni 2019 einer Fachjury und während einer öffentlichen Prämierungsveranstaltung in der Aula der Universität Greifswald dem Publikum vor. Die Preisträger erhielten Geldpreise zur Anschubfinanzierung. Zusätzlich wurden erstmals zwei Sonderpreise von Unternehmen vergeben.

„Auch in diesem Jahr können wir mit der Zahl und der Qualität der eingereichten Ideen außerordentlich zufrieden sein. Besonders erfreulich ist, dass sich das Thema Nachhaltigkeit, das auch an unserer Universität eine immer größere Rolle spielt, verstärkt in kreativen und innovativen Geschäftsideen von Studierenden, Forschenden und Absolventen wiederspiegelt“, so Dr. Stefan Seiberling, Leiter des Zentrums für Forschungsförderung und Transfer der Universität Greifswald.

Die Gewinner in der Kategorie Forschende/Absolventen

Erstplatziert und zudem Gewinner der Sonderpreise von Inter Medien Networks und der I.B.U. Projekt GmbH ist das Team öKohle. Marcel Welle und Matti Winkler möchten einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten und eine bio-zertifizierte und CO2-neutrale Grillkohle aus regionaler Biomasse produzieren. Die öKohle soll nachhaltig, hochwertig und regional-nordisch sein – für einen Grillgenuss, für den kein Baum fällt.

Den zweiten Platz errang Motiviert Studiert. Dr. Daniel Hunold und sein Team wollen aus dem bisherigen universitären Projekt eine kommerzielle Marke und Plattform aufbauen mit dem Ziel, Freude beim Lernen zu vermitteln. Die Plattform soll aus Lernstrategien, Techniken und Werkzeugen bestehen, mit denen Studierende effizienter, gesünder und erfolgreicher lernen. Damit soll nicht nur der Weg zu Bestnoten geebnet werden, sondern auch zu mehr Freizeit, weniger Stress und zur Zuversicht, alles im Leben meistern zu können.

Den geteilten dritten Platz errangen die Teams QUIZZRD um Dr. Christian Becker und Super Roomie aus Soeren Baumgardt und Miriam Grünig. Die Lern-App QUIZZRD bietet den Inhalt gängiger Vorlesungen der MINT-Studiengänge als Gaming-App. Dank dynamischer, interaktiver Spielformate kommt beim Lernen keine Langeweile mehr auf. Intelligente Tools im Hintergrund erlauben den gezielten Einsatz der App als Prüfungstrainer. Super Roomie ist eine (Web-)App, mit der die WG- bzw. Mitbewohnersuche revolutioniert werden soll. Ein Machine Learning basierter Algorithmus erledigt das Matching. So können zeiteffizient die optimale WG bzw. der perfekte Mitbewohner gefunden werden.

Die Gewinner in der Kategorie Studierende

Fast Food-Verpackungen, insbesondere von Lieferservices, stellen ein großes Umweltproblem dar. Bisherige Lösungsansätze wie beispielsweise Pfandsysteme wurden von Kunden kaum angenommen und haben nicht zu signifikanter Müllreduzierung oder fachgerechter Entsorgung geführt. Die erstplatzierte Idee „CouPizza“ von Yannik Hörnschemeyer will Öko-Kartons in Kooperation mit Lieferservices und Werbepartnern in geldwerte Gutscheine oder Coupons umwandeln. Die Kartons sind vollständig recyclebar und motivieren Kunden, diese fachgerecht zu entsorgen.

Die zweitplatzierte Idee Consulting 5.0 der Studenten Leonardo Bornhäußer und Louis Mummert ist eine Antwort auf die digitale Transformation und gestiegene Kundenanforderungen in Unternehmensberatungen. Ihr Ziel ist, Methoden der Persönlichkeitsanalyse zur Corporate Identity- und Image-Analyse anzuwenden, diese end-to-end zu automatisieren, zu digitalisieren und als Software-Tool für Markt- und Markenforschung anzubieten. Über Schnittstellen soll Consulting 5.0 zum festen Bestandteil der Geschäftsanalytik und des Qualitätsmanagements von Unternehmen werden.

Den dritten Platz belegte der Student Maximilian Bieler mit seiner Idee der Greifswalder Webmanufaktur. In einer Schaumanufaktur will er auf historischen Webstühlen individuelle, hochwertige Kleidung, Interieur, Kunsthandwerk und Souvenirs sowie eigene Kollektionen mit regionalem Bezug nachhaltig produzieren – ein Stück Greifswald zum Anziehen also.

Weitere Informationen

Der Ideenwettbewerb wird seit 2006 ausgerichtet, um Studierende, Forschende sowie Alumni der Universität Greifswald bei der Entwicklung ihrer Ideen bis zur Gründung eines Unternehmens zu unterstützen. Das Projekt wird, gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP Greifswald), im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit) durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. UNIQUE wird in besonderer Weise von der Sparkasse Vorpommern, der Denkfabrik Stralsund GmbH, Inter Medien Networks Greifswald sowie der Universitäts- und Hansestadt Greifswald unterstützt. Die Preisgelder für den UNIQUE-Ideenwettbewerb 2019 wurden außerdem von den Unternehmen INCI-Experts Hamburg, Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH, MLP Greifswald, BioCon Valley MV e. V., WITENO GmbH, Hardtke • Svensson & Partner, GENIUS Venture Capital GmbH, I.B.U. Projekt GmbH und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH gesponsert.

Zu den Medienfotos
Die Fotos können für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Janek Wiederänders
Zentrum für Forschungsförderung und Transfer (ZFF)
Wollweberstraße 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1187
janek.wiederaendersuni-greifswaldde

 

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news-49477Wed, 03 Jul 2019 11:04:33 +0200Universität im Rathaus: Die Siloah-Inschrift in Jerusalemhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-die-siloah-inschrift-in-jerusalem-49477/Am Montag, 8. Juli 2019, hält Dr. Andreas Ruwe von der Theologischen Fakultät einen Vortrag über „Die Siloah-Inschrift in Jerusalem – Meilenstein der Palästinawissenschaft und Kriminalfall am Ende des 19. Jahrhunderts“. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Universität im Rathaus“ statt und beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Bei aller religiösen Bedeutung ist die Bibel im Alten Israel auch eine historische Quelle für das alltägliche Leben, für Wirtschaft und Kultur. Sie wird ergänzt durch eine ständig wachsende Zahl von Inschriften, die in Ausgrabungen zutage treten und neue historische Einsichten ermöglichen. Die Althebräische Epigraphik ist die Wissenschaft, die sich mit den alten Inschriften beschäftigt.

Eines ihrer prominenten Zeugnisse, die sogenannte Siloah-Inschrift, wurde 1880 per Zufall in einem lichtlosen antiken Wasserversorgungstunnel im Felsgestein Jerusalems entdeckt. Palästinaforscher aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, um dieses einzigartige Zeugnis des offiziellen Jerusalems zu entziffern. 1890 wurde die Tafel gestohlen und danach Museen in Europa zum Kauf angeboten. Schließlich wurde sie von osmanischen Behörden konfisziert und im Istanbuler Archäologischen Museum ausgestellt. Bis heute ranken sich ungelöste Fragen um dieses Dokument aus Stein.

Universität im Rathaus
Vortrag von Dr. Andreas Ruwe
Die Siloah-Inschrift in Jerusalem
Montag, 08.07.2019, 17:00 Uhr
Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses

Weitere Informationen
Die Reihe Universität im Rathaus wird von der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald organisiert. Der Eintritt ist kostenfrei. Der Vortrag kann barrierefrei erreicht werden.
Ein Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Dr. Andreas Ruwe
Theologische Fakultät
Am Rubenowplatz 2/3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2508
ruweuni-greifswaldde

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde  

Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde
www.musik.uni-greifswald.de

 

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NewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-50095Mon, 01 Jul 2019 16:00:00 +0200Greifswalder Zahnmediziner ist jetzt Präsident der Weltkariesorganisation ORCA https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-zahnmediziner-ist-jetzt-praesident-der-weltkariesorganisation-orca-50095/Seit dem Wochenende ist der Greifswalder Zahnmediziner und Wissenschaftler Prof. Dr. Christian Splieth von der Universitätsmedizin Greifswald Präsident der Weltkariesorganisation ORCA (European Organisation for Caries Research). Nach einer erfolgreichen internationalen Online-Wahl im Jahr 2017 hat der 55-Jährige das Präsidentenamt am vergangenen Wochenende auf dem diesjährigen ORCA-Weltkongress in Cartagena (Kolumbien) angetreten. Karies ist eine der weltweit häufigsten Erkrankungen mit immer noch enormen Kosten für die Gesundheitssysteme. Die Kariesprävention ist allerdings eine wissenschaftliche Erfolgsgeschichte, denn mit Abklärung der Ursachen konnten wirksame Vorsorgemaßnahmen etabliert werden, die in vielen Ländern zu deutlichen Kariesreduktionen geführt haben. „Die wissenschaftliche Gesellschaft für Kariesforschung ORCA hat einen wesentlichen Anteil daran, dass Kinder, Jugendliche und auch zunehmend Erwachsene gesunde Zähne haben. Es ehrt Greifswald, dass unsere Arbeit auf diesem Gebiet mit der neuen Verantwortung internationale Anerkennung erfährt“, freute sich Christian Splieth. Der gebürtige Bremerist Leiter der Abteilung für Präventive Zahnmedizin und Kinderzahnheilkunde an der Universitätsmedizin Greifswald.

Die Europäische Organisation für Kariesforschung (ORCA) ist eine wissenschaftliche Organisation, die die Mundgesundheit durch wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Kariologie fördert. Die Kariologie befasst sich mit den Erkrankungen der Zähne sowie deren Prävention und Therapie. Die Fachgesellschaft wurde 1953 als internationale Organisation mit Sitz in Amsterdam gegründet und vereint seitdem Zahnärzte aus der ganzen Welt.
Weitere Informationen unter www.orca-caries-research.org

Universitätsmedizin Greifswald

Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde   
Leiter Abteilung Präventive Zahnmedizin und Kinderzahnheilkunde:
Prof. Dr. Christian Splieth
Fleischmannstraße 42, 17475 Greifswald         
Telefon +49 3834 86 7101 oder 86 7136            
spliethuni-greifswaldde

Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Christian Arns
Telefon +49 3834 86 5228
christian.arnsmed.uni-greifswaldde
www.medizin.uni-greifswald.de
www.facebook.com/UnimedizinGreifswald
Instagram/Twitter @UMGreifswald

 

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-49359Mon, 01 Jul 2019 13:29:25 +0200Gedenkfeier im Greifswalder Dom zu Ehren der Körperspender https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gedenkfeier-im-greifswalder-dom-zu-ehren-der-koerperspender-49359/Studierende und Lehrende der Universität Greifswald ehren am 5. Juli 2019 in einer feierlichen Gedenkstunde die Verstorbenen, die ihren Körper der Wissenschaft zur Verfügung gestellt haben. An der Gedenkfeier werden neben den Angehörigen der Vermächtnisgeber, Studierende der Humanmedizin, der Zahnmedizin und der Humanbiologie sowie Mitarbeitende des Instituts für Anatomie und Zellbiologie teilnehmen. Die feierliche Gedenkstunde wird jährlich von den Studierenden organisiert. Sie findet um 10:30 Uhr im Dom St. Nikolai statt. Den Körperspendern wird jährlich mit einer Feier im Greifswalder Dom gedacht. Sie leisten einen unersetzlichen Beitrag zur adäquaten und praxisnahen Aus- und Weiterbildung für Studierende der Humanmedizin, Zahnmedizin und Humanbiologie. Aus diesem Grund organisieren Studierende dieser Fächer aus dem zweiten und vierten Fachsemester die Feier jährlich. „Es ist ein Privileg, an den Körperspendern lernen zu dürfen“, betont Laura Steiner. Sie studiert Humanmedizin an der Universität Greifswald und leitet in diesem Jahr die Organisation der Gedenkfeier. „Mit der jährlichen Gedenkfeier kommen wir Studierende unserer Verantwortung nach, dies entsprechend zu würdigen und den Angehörigen darüber hinaus nach langer Wartezeit einen angemessenen Abschied zu ermöglichen“, ergänzt sie.

Dank der Vermächtnisgeber können Studierende theoretisches Wissen aus Lehrbüchern und Vorlesungen realitätsnah ausbauen und verfestigen. Sie erlangen so Einblicke in die Anatomie des menschlichen Körpers, die sonst nicht möglich wären. Zusätzlich sammeln sie wichtige praktische Erfahrungen, die kein Computer ersetzen kann. Genau dies zeichnet das Studium an der Universität Greifswald aus: Ein direkter praktischer Bezug zur gelernten Theorie.

Leitgedanke der diesjährigen Gedenkfeier ist ein Zitat des preußischen Königs und Philosophen Friedrich II.: „Je mehr ein Mensch gedacht, je mehr schöne und nützliche Taten er verrichtet, je länger hat er gelebt.“ Während der Gedenkfeier werden Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, der Direktor des Instituts für Anatomie und Zellbiologie, Prof. Dr. Karlhans Endlich, sowie die Studentin Nina Drämel die Vermächtnisgeber in ihren Ansprachen würdigen. Den musikalischen Rahmen der Gedenkfeier bilden ein eigens hierfür organisierter studentischer Chor unter der Leitung von Maurice Hannemann und mehrere solistische Beiträge.  

Dieses Jahr werden 31 Körperspender im Greifswalder Dom namentlich geehrt und für jeden Körperspender eine Kerze angezündet. Mit einer weiteren Kerze werden die Vermächtnisgeber geehrt, deren Name nicht genannt werden soll. Nach der Gedenkfeier versammeln sich Angehörige, Studierende und Mitarbeitende der Universität vor dem Dom und tragen einen Blumenkranz zum Urnengrabfeld der Anatomie auf dem Alten Friedhof. Die anschließende Kranzniederlegung wird von einem Hornspieler begleitet.

Gedenkfeier zu Ehren der Vermächtnisgeber
Dom St. Nikolai, Greifswald
Freitag, 5. Juli 2019, 10:30 Uhr

Weitere Informationen
Die Veranstaltung wird organisiert vom Institut für Anatomie und Zellbiologie.
Zum Medienfoto


Ansprechpartnerin an der Universitätsmedizin Greifswald
Katarina Funda
Institut für Anatomie und Zellbiologie
Friedrich-Loeffler-Straße 23 C, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 86 5304
katarina.fundauni-greifswaldde

 

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news-49207Thu, 27 Jun 2019 10:40:37 +0200„Familienfreundliche Einrichtung des Jahres 2019“ ausgezeichnethttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/familienfreundliche-einrichtung-des-jahres-2019-ausgezeichnet-49207/Die Universität Greifswald hat die Auszeichnung „Familienfreundliche Einrichtung des Jahres 2019“ an die Arbeitsgruppe Experimentelle Pflanzenökologie von Prof. Dr. Jürgen Kreyling verliehen. Das Zertifikat wird jährlich von der Gleichstellungsbeauftragten und dem Rektorat vergeben. Professor Kreyling nahm den Preis am 20. Juni 2019 im Rahmen des Familienfestes im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) entgegen. Beworben hatten sich fünf Einrichtungen der Universität Greifswald. Bei der AG von Professor Kreyling wird in vorbildlichem Maße auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf geachtet. Dazu gehören eine positive Unterstützung der Elternzeit bei Müttern wie auch Vätern, Home Office mit möglicher Online-Zuschaltung, sowie eine familienfreundliche und flexible Termingestaltung auch bei Präsentationen und Besprechungen. Neun der Mitarbeitenden sind bereits Eltern und vier weitere werden es im Laufe des Sommers zum ersten Mal, sodass die besondere Unterstützung und das Verständnis unter den Kollegen und Kolleginnen sowie des Vorgesetzten in der AG wichtige Bestandteile sind, die mit der Auszeichnung wertgeschätzt werden. Die Senatsgleichstellungskommission zollt damit innovativen und kreativen Lösungen bei Vereinbarkeitsfragen, familienfreundlicher Termingestaltung und Angeboten von Kinderbetreuung bei Terminen und Tagungen, sowie einer familienfreundlichen Infrastruktur Anerkennung.

Die Prorektorin für Forschung und Transfer sowie internationale Angelegenheiten und Gleichstellung, Prof. Dr. Katharina Riedel, übergab zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragen Ruth Terodde eine Urkunde und eine mobile Spielzeugkiste an Jürgen Kreyling stellvertretend für seine AG. Dieser ist überzeugt, dass in der Wissenschaft der Spagat zwischen Beruf und Familie möglich ist, wenn beide Seiten flexibel mit der Situation umgehen. Aus seiner Erfahrung hat die erfolgreiche Ausrichtung an Familienbedürfnissen sogar positive Auswirkungen auf die Projekte. „Aus der Sicht der Forschungsprojekte beobachte ich jedenfalls regelmäßig einen Mehrwert durch gesteigerte Effizienz und extrem hohe Leistungsbereitschaft aller Eltern, die eine gute Unterstützung erfahren“, so Kreyling. Er freut sich sehr über die Auszeichnung und ist auch überzeugt, dass die „AG Kinder“ große Freude an der Spielekiste haben werden.

Die Gleichstellungsbeauftragte und das Rektorat vergeben das Zertifikat „Familienfreundliche Einrichtung des Jahres an der Universität Greifswald“ seit 2006. Die Auszeichnung würdigt eine Einrichtung oder einen Fachbereich, ein Institut oder Projekt, wo Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familienaufgaben gefördert wird und wo eine offene, familienfreundliche Atmosphäre herrscht. Seit 2014 gibt es jährlich eine Ausschreibung, durch die alle interessierten Studierenden und Mitarbeitenden der Universität aufgefordert sind eine „Familienfreundliche Einrichtung“ vorzuschlagen.

Weitere Informationen
Familie und Universität

Ein Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Ruth Terodde
Gleichstellungsbeauftragte
Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1108
teroddeuni-greifswaldde

 

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news-49201Thu, 27 Jun 2019 09:58:04 +0200Experimentalphysiker definieren ultraschnellen, kohärenten Magnetismus neuhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/experimentalphysiker-definieren-ultraschnellen-kohaerenten-magnetismus-neu-49201/Experimentalphysiker konnten erstmals das magnetische Moment von Materialien synchron zu deren elektronischen Eigenschaften direkt beeinflussen. Die gekoppelte optische und magnetische Anregung innerhalb einer Femtosekunde entspricht einer Beschleunigung um den Faktor 200 und ist das schnellste magnetische Phänomen, das bisher beobachtet werden konnte. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Zeitschrift Nature (Volume 570, advance online http://dx.doi.org/10.1038/s41586-019-1333-x) veröffentlicht. Neben Forschenden der TU Graz (Österreich), dem Max-Planck-Institute für Quantenoptik und Mikrostrukturphysik (München) und dem Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie Berlin e. V. hat Prof. Markus Münzenberg vom Institut für Physik der Universität Greifswald die Experimente mit koordiniert und das Projekt initiiert.Elektronische Eigenschaften von Materialien lassen sich mittels Lichtabsorption direkt und unmittelbar innerhalb von weniger als einer Femtosekunde (10-15 Sekunden) beeinflussen, was als die Grenze für die maximal erreichbare Geschwindigkeit elektronischer Schaltkreise gilt. Das magnetische Moment von Materie hingegen ließ sich bis dato nur über einen Licht und Magnetismus verknüpfenden Prozess und den Umweg über Magnetfelder beeinflussen, weshalb magnetisches Schalten bisher ungleich länger und wenigstens einige hundert Femtosekunden dauert. Ein Konsortium aus Forschenden der Max-Planck-Institute für Quantenoptik und Mikrostrukturphysik, des Max-Born Instituts, des Instituts für Physik der Universität Greifswald und der Technischen Universität Graz konnte nun erstmals die magnetischen Eigenschaften eines ferromagnetischen Materials auf der Zeitskala von elektrischen Feldschwingungen des Lichts – und somit synchron zu den elektrischen Eigenschaften – mittels Laserblitzen manipulieren. Die Beeinflussung konnte um den Faktor 200 beschleunigt werden und wurde mittels Attosekunden-Spektroskopie gemessen sowie zeitaufgelöst dargestellt.

Zusammensetzung des Materials als entscheidendes Kriterium

Bei der Attosekunden-Spektroskopie werden magnetische Materialien mit ultrakurzen Laserpulsen beleuchtet und elektronisch beeinflusst. „Die Lichtblitze setzen im Material einen intrinsischen und üblicherweise verzögernden Prozess in Gang. Dieser übersetzt die elektronische Anregung in eine Änderung der magnetischen Eigenschaften“, erklärt Martin Schultze, bis vor kurzem am Münchner Max-Planck-Institut für Quantenoptik tätig und nun Universitätsprofessor am Institut für Experimentalphysik der TU Graz. Aufgrund der Kombination eines Ferromagnets mit einem nicht-magnetischen Metall ließ sich die magnetische Reaktion im beschriebenen Experiment jedoch genauso schnell herbeiführen, wie die elektronische. „Durch die spezielle Konstellation konnten wir optisch eine räumliche Umverteilung der Ladungsträger bewirken, die eine direkt damit verknüpfte Änderung der magnetischen Eigenschaften zur Folge hatte“, so Markus Münzenberg. Er hat mit seinem Team in Greifswald die speziellen Materialsysteme entwickelt und hergestellt.

Schultze zeigt sich begeistert von der Dimension des Forschungserfolges: „Noch nie wurde ein so schnelles magnetisches Phänomen beobachtet. Ultrafast Magnetism bekommt dadurch eine völlig neue Bedeutung.“ Auch Sangeeta Sharma, Forscherin am Max-Born-Institut Berlin, die den zugrundeliegenden Prozess mittels Computermodellen vorhergesagt hat, ist beeindruckt: „Wir erwarten uns dadurch einen signifikanten Entwicklungsschub für sämtliche Anwendungen, bei denen Magnetismus und Elektronenspin eine Rolle spielen.“

Erster Schritt in Richtung eines kohärenten Magnetismus

Darüber hinaus konnten die Forschenden im Rahmen ihrer Messungen zeigen, dass der beobachtete Prozess kohärent verläuft, die quantenmechanische Wellennatur der bewegten Ladungsträger also erhalten bleibt. Diese Bedingungen erlauben es Forschenden, anstatt größerer Materieeinheiten einzelne Atome als Informationsträger zu nutzen oder die geänderten magnetischen Eigenschaften mit einem weiteren, zeitverzögerten Laserblitz gezielt zu beeinflussen und so die technologische Miniaturisierung weiter voranzutreiben. „Perspektivisch könnte das im Bereich des Magnetismus zu ähnlich fantastischen Entwicklungen führen, wie elektronische Kohärenzen in Richtung Quantencomputing“, hofft Schultze, der am Institut für Experimentalphysik nun eine Arbeitsgruppe mit Schwerpunkt auf die Attosekundenphysik leitet.

Untersuchung ultraschneller Prozesse an der Universität Greifswald

Ultraschnelle Spintronik ist Forschungsschwerpunkt der Forscher an der Universität Greifswald: Mit Nanostrukturierung, Reinraum und Schichtpräparation verknüpfen diese Lichtwellen getriebene, ultraschnelle Prozesse und erforschen damit neue Grenzen der Spinelektronik, aus der sich auch Anwendungen und Projekte im Bereich der Bionanophysik und Medizin am Forschungscampus Greifswald ergeben.

Weitere Informationen
F. Siegrist, J. A. Gessner, M. Ossiander, C. Denker, Y.-P. Chang, M. C. Schroeder, A. Guggenmos, Y. Cui, J. Walowski, U. Martens, J. K. Dewhurst, U. Kleineberg, M. Münzenberg, S. Sharma, M. Schultze, „Light-wave dynamic control of magnetism“, Nature 570 (2019), http://dx.doi.org/10.1038/s41586-019-1333-x
Zum Medienfoto

Ansprechpartner

Prof. Dr. Martin Schultze
TU Graz | Institut für Experimentalphysik
Petersgasse 16, 8010 Graz/Österreich
Telefon +43 316 873 8142
schultze@tugraz.at

Dr. Sangeeta Sharma
Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie
Max-Born-Straße 2 A, 12489 Berlin
Telefon +49 30 6392 1321
sharma@mbi-berlin.de

Prof. Dr. Markus Münzenberg
Universität Greifswald | Institut für Physik
Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420-4780
markus.muenzenberguni-greifswaldde

 

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-49163Wed, 26 Jun 2019 11:23:52 +0200Funkensprühende Feuersteine – das steinerne Meer auf Rügenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/funkenspruehende-feuersteine-das-steinerne-meer-auf-ruegen-49163/Am Donnerstag, 4. Juli 2019, berichtet Prof. Dr. Martin Meschede im Rahmen der Familien-Universität über „Funkensprühende Feuersteine – das steinerne Meer auf Rügen“. Martin Meschede ist Professor für Regionale und Strukturgeologie an der Universität Greifswald. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr in Hörsaal 2 im Hörsaalgebäude am Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6. Der Eintritt ist frei. Warum heißen Feuersteine eigentlich Feuersteine? Was haben die harten, splittrigen Steine mit dem Feuer zu tun? Auf Rügen finden wir sie überall. Wer schon mal an der Rügener Steilküste entlanggewandert ist, weiß, dass sie uns dort auf Schritt und Tritt begleiten. Dennoch waren sie für unsere Vorfahren in der Steinzeit von besonderem Wert. Sie waren so wertvoll, dass damit quer über den Kontinent Handel getrieben wurde. Denn sie ließen sich zu scharfkantigen Werkzeugen verarbeiten, mit denen Tiere erlegt und zerkleinert wurden. Auch lassen sich mit diesen Steinen Funken erzeugen, wenn man sie gegeneinanderschlägt. Wie aber sind die Steine an die Rügener Steilküste gekommen?

Prof. Dr. Martin Meschede, Leiter der Arbeitsgruppe Geodynamik am Institut für Geographie und Geologie, erläutert im Rahmen der Familien-Universität, wie Feuersteine in einem Sediment entstehen. Er bringt Fundstücke zum näheren Betrachten mit. Außerdem zeigt er, wie wichtig Feuersteine für die ältesten technischen Erfindungen des Menschen waren.


Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von Prof. Dr. Martin Meschede
Donnerstag, 04.07.2019, 17:00 Uhr
Campus Loefflerstraße, Hörsaalgebäude, Hörsaal 2, Ernst-Lohmeyer-Platz 6


Weitere Informationen
Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert, im Herbst 2018 feierte sie ihren zehnten Geburtstag.
Familien-Universität
Bürgerhafen Greifswald                                                          

Ein Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner

Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1162
pressestelleuni-greifswaldde

Bürgerhafen Greifswald
Servicebüro
Martin-Luther-Straße 10, 17489 Greifswald
Telefon 03834 7775611
postbuergerhafende

 

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-48975Fri, 21 Jun 2019 11:08:58 +0200Universität im Rathaus: Von Runen und Wikingernhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-von-runen-und-wikingern-48975/Am Montag, 1. Juli 2019, hält Prof. Dr. Christer Lindqvist vom Institut für Fennistik und Skandinavistik einen Vortrag über Runen und Wikinger. Die Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Universität im Rathaus“ beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen. Rätselhafte Runen und wütende Wikinger – damit wird gemeinhin der frühmittelalterliche Norden Europas verbunden. Die Wikinger waren aber auch als Händler und Staatengründer unterwegs mit der Folge, dass das nordische Sprachgebiet für lange Zeit weitaus größer war als heute. Somit standen die Wikinger in Kontakt zu vielen Völkern von Amerika bis Afrika und Asien. Davon erzählen uns nicht nur die Runen (Schriftzeichen) und altisländischen Sagas, sondern auch die Gegenwartssprachen und neueste genetische Untersuchungen.

Prof. Dr. Christer Lindqvist ist Lehrstuhlinhaber für skandinavische Sprachwissenschaft am Institut für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald. Zu seinen Schwerpunkten gehören die skandinavischen Sprachen Dänisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch und Färöisch sowie Norn, das bis ins 18. Jahrhundert auf den Orkney-Inseln und Shetland-Inseln gesprochen wurde. Des Weiteren gehören dazu die Phonologie und Orthographie aller skandinavischen Sprachen, die vergleichende Sprachwissenschaft, Sprachwandel, Übersetzungstheorie und Sprachideologie.


Universität im Rathaus
Vortrag von Prof. Dr. Christer Lindqvist
Von Runen und Wikingern
Montag, 01.07.2019, 17:00 Uhr
Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses


Weitere Informationen
Die Reihe Universität im Rathaus wird von der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald organisiert. Der Eintritt ist kostenfrei. Der Vortrag kann barrierefrei erreicht werden.

Zum Medienfoto
Porträt Prof. Dr. Christer Lindqvist – Foto: Magnus Schult
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Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Christer Lindqvist
Lehrstuhl für Skandinavistische Sprachwissenschaft
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, Raum E. 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3607
lindqvisuni-greifswaldde
www.ifs.uni-greifswald.de

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde  

Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde
www.musik.uni-greifswald.de

 

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news-48921Thu, 20 Jun 2019 13:38:28 +0200 Eröffnung der Ausstellung „Wegbereiter der Geowissenschaften“ im Krupp-Kolleghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/eroeffnung-der-ausstellung-wegbereiter-der-geowissenschaften-im-krupp-kolleg-48921/Am Samstag, 22. Juni 2019, ab 14:00 Uhr wird die Ausstellung „Wegbereiter der Geowissenschaften“ mit einer Vernissage eröffnet. Die Ausstellung zeigt 50 Portraits bedeutender Geowissenschaftler von Marianne Meschede. Die Portraits sind bis zum 12. Juli 2019 in den Räumlichkeiten des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald zu sehen. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.Die Ausstellung steht unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Meschede, Universität Greifswald. Anhand der von Marianne Meschede gezeichneten Portraits, wird die Entwicklung der Geowissenschaften in ihren verschiedenen Disziplinen aufgezeigt. Die Portraits der Geowissenschaftler sind zusätzlich auch in einem Buch erschienen, das Frau Meschede zusammen mit Prof. Meschede herausgegeben hat.


Öffnungszeiten der Ausstellung im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
Martin-Luther-Straße 14, Greifswald
Montag bis Freitag von 10:00 bis 17:30 Uhr,
außer am 28. Juni 2019 und vom 8. bis 10. Juli 2019

Der Eintritt ist frei.


Die Ausstellung ist untermalt von einem umfangreichen Rahmenprogramm:
22.06.2019 ab 15:00 Uhr    Vortrag von Kurt Stüwe über Alfred Wegener
25.06.2019 ab 18:00 Uhr    Vortrag von Celal Sengör über Eduard Suess
26.06.2019 ab 18:00 Uhr    Vortrag von Martin Langanke über Nicolaus Steno
03.07.2019 ab 18:00 Uhr    Vortrag von Rüdiger Schaper über Alexander von Humboldt
12.07.2019 ab 18:00 Uhr    Vortrag von Martin Meschede über das Paradigma Plattentektonik

Die Ausstellung wird gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Essen.


Weitere Informationen

Marianne Meschede, Jahrgang 1927, lebt in Hannover. Sie interessiert sich seit ihrer Jugend für Malerei und beschäftigt sich seit ca. 25 Jahren insbesondere mit der Portraitmalerei. Durch intensive Studien hat sie ihren eigenen, unverkennbaren Stil entwickelt. Ihre Portraits bedeutender Geowissenschaftler erstellte sie anhand fotografischer Abbildungen. Die Portraits sind in verschiedenen Maltechniken gestaltet. Sie sind jeweils versehen mit einer persönlichen Note und einer eigenen Farbgebung.

Martin Meschede, Jahrgang 1957, ist seit 2001 Professor für Regionale und Strukturgeologie an der Universität Greifswald. Von 1986 bis 2001 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Tübingen. Er beschäftigt sich vorwiegend mit plattentektonischen Themen, der marinen Geologie, Geodynamik, Strukturgeologie und regionaler Geologie Mittelamerikas und des Ostpazifikraums sowie des nördlichen Mitteleuropas.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Martin Meschede
Regionale und Strukturgeologie
Institut für Geographie und Geologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4560
meschedeuni-greifswaldde

 

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news-48919Thu, 20 Jun 2019 13:21:54 +0200Deutschlandstipendium – Ausschreibunghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/deutschlandstipendium-ausschreibung-48919/Mit dem Deutschlandstipendium fördert die Universität Greifswald ab 1. Oktober 2019 wieder besonders leistungsstarke Studierende. Bewerben können sich Studierende aller Fakultäten und Fachrichtungen, die hervorragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lassen oder bereits erbracht haben. Die Höhe eines Stipendiums beträgt 300 Euro monatlich.
Das Online-Portal zur Bewerbung ist vom 20.06.2019 bis zum 15.08.2019 offen.

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Katrin Purps
Stabsstelle Justitiariat/Wahlamt/Stipendien
Domstraße 58 A, 2. OG, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1357
katrin.purpsuni-greifswaldde
Link zum Ausschreibungstext

 

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news-48915Thu, 20 Jun 2019 13:01:27 +0200Teilnehmerrekord bei der Kinder- und JugendUNI 2019 https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/teilnehmerrekord-bei-der-kinder-und-jugenduni-2019-48915/Mehr als 1 000 Schülerinnen und Schüler aus Greifswald, Stralsund, Lubmin, Demmin und anderen Städten der Region Vorpommern nahmen im Juni 2019 an der Kinder- und JugendUNI teil. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen besuchten Grundschüler und Jugendliche bis zur 10. Klasse Vorlesungen und Führungen zu Themen unter anderem aus Medizin, Biologie, Physik, Politik, Sprachen oder Geschichte. Erstmalig fand als Zusatzangebot ein „Nachmittag des Wissens“ für Kinder, Eltern und Großeltern statt.Gesellschaftlich relevante Themen wie Umweltschutz und Politik stießen auf großes Interesse bei den Schulen. Die Vorlesung „Kleine Mülldetektive – Was tun gegen Plastik im Meer?“ mit 206 Plätzen im größten Hörsaal des Alten Audimax war ausgebucht. Mit einer sehr anschaulich gestalteten PowerPoint-Präsentation, die auf starke Bilder und ein Erklärvideo setzte, klärte die Referentin Ria Schmechel vom Ozeaneum Stralsund die Grundschüler in Sachen Umweltschutz auf und band sie durch Fragen aktiv in die Vorlesung mit ein. Auch die Vorlesung „Expedition Polarstern“ rief großes Interesse bei den Schülern hervor. Der Geologe Prof. Dr. Martin Meschede, der zuvor knapp zwei Monate auf dem Forschungsschiff Polarstern nahe der Antarktis verbracht hatte, zeigte beeindruckende Fotos von Tauchrobotern und Eisbergen.

Erstmalig war das Projekt Land│Rettung bei der Kinder- und JugendUNI dabei. Die Medizinerin Dr. Camilla Metelmann vermittelte mit ihrem Team an beiden Tagen sowohl theoretisch, als auch ganz praktisch Wissen zur Wiederbelebung. Im Innenhof des Universitätshauptgebäudes übten die Schülerinnen und Schüler im Takt von „Staying Alive“ Wiederbelebungsmaßnahmen an Puppen. 

Zum ersten Mal bot die Universität Greifswald ein Nachmittagsprogramm an. Beim „Nachmittag des Wissens“ lockten drei 45-minütige Vorlesungen ins Hörsaalgebäude „Altes Audimax“ sowie zu verschiedenen Mitmachstationen auf den Innenhof des Universitätshauptgebäudes. Unter anderem informierten Studierende des Fachschaftsrates Biowissenschaften über das Bienensterben, der Familienservice schärfte bei einem Wahrnehmungsspiel die Sinne der Kinder und das Center for Functional Genomics of Microbes (CFGM) brachte Mikroben zum Leuchten.

Weitere Informationen
Impressionen der Kinder- und JugendUNI 2019
 

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news-48811Wed, 19 Jun 2019 15:10:38 +0200Neue Humboldt-Stipendiatin am Institut für Botanik und Landschaftsökologiehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neue-humboldt-stipendiatin-am-institut-fuer-botanik-und-landschaftsoekologie-48811/Dr. Alba Anadon-Rosell hat ein Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden erhalten. Sie wird für zwei Jahre von Prof. Dr. Martin Wilmking und seinem Team in der Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“ am Institut für Botanik und Landschaftsökologie betreut. Alba Anadon-Rosell kommt aus Barcelona, Spanien, und beschäftigt sich mit der phänotypischen Plastizität klonaler Sträucher in Tundra-Ökosystemen.Dr. Alba Anadon-Rosell erwarb 2010 ihren BSc in Biologie an der Universität Barcelona und 2011 ihren Master in Plant Diversity an der University of Reading (Großbritannien). Danach arbeitete sie an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL in der Schweiz, bevor sie an der Universität Barcelona promovierte. In ihrer Doktorarbeit beschäftigte sie sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf Hochgebirgszwergsträucher in den Alpen und Pyrenäen. Sie promovierte 2017 in Pflanzenbiologie und erhielt danach eine befristete Stelle als Lehrbeauftragte an der Universität Barcelona. Ihre Forschungsschwerpunkte sind alpine Ökologie und Ökophysiologie sowie Holzanatomie.

Alba Anadon-Rosell war als Postdoc im Landesexzellenzprojekt „WETSCAPES“ in der Arbeitsgruppe von Professor Wilmking tätig. Die hohe wissenschaftliche Qualität und die angenehme Atmosphäre in der Arbeitsgruppe veranlassten sie, sich für das Alexander von Humboldt-Stipendium zu bewerben, um ihr eigenes Projekt zu verfolgen. „Ich glaube, dass der hohe Standard der wissenschaftlichen Forschung, die Dynamik innerhalb der Gruppe und die synergistischen Kooperationen mit anderen Forschungsgruppen Greifswald zu einem sehr anregenden Arbeitsplatz machen“, sagt Alba. „Ich freue mich jetzt auf zwei spannende Jahre!“ Alba wird auch mit der Gruppe Experimentelle Pflanzenökologie unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Kreyling zusammenarbeiten und sich am DFG-Graduiertenkolleg RESPONSE beteiligen.

Das Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden richtet sich an überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler aus dem Ausland, die am Anfang ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Promotion nicht mehr als vier Jahre zurückliegt. Das Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden bietet die Möglichkeit, ein selbst gewähltes, langfristiges Forschungsvorhaben (6 bis 24 Monate) in Kooperation mit einem selbst gewählten wissenschaftlichen Gastgeber an einer Forschungseinrichtung in Deutschland durchzuführen.


Weitere Informationen
Arbeitsgruppe Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik
Dr. Alba Anadon-Rosell
Profil Research Gate

Ein Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Martin Wilmking
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4095
wilmkinguni-greifswaldde

 

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news-48773Wed, 19 Jun 2019 10:58:29 +0200Lehrpreise 2019 – Kandidat*innen gesucht!https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/lehrpreise-2019-kandidatinnen-gesucht-48773/Unter dem Slogan „Wer hat eine Auszeichnung für hervorragende Lehre verdient?“ vergibt die Universität Greifswald drei Preise an Lehrpersonen. Hierfür können Dozierende in den Kategorien (1) Internationalisierung, (2) Wissens- und Technologie-Transfer oder (3) Innovatives Prüfen nominiert werden.Alle Studierenden sind demnächst dazu aufgerufen, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen und ihren persönlichen Vorschlag einzureichen! Jede/r Studierende ist zur Nominierung von einer favorisierten Lehrperson berechtigt. Die Universität Greifswald vergibt im Jahr 2019 auf Vorschlag ihrer Studierenden drei Preise für hervorragende Lehre in den folgenden Bereichen:

(1) Lehrpreis für Internationalisierung
Ausgezeichnet werden Lehrpersonen, die mit ihrer Lehre in besonderer Weise Fremdsprachenkompetenz fördern, internationale Erfahrungen ermöglichen, interkulturelle Kompetenzen vermitteln oder Chancen auf internationalen Arbeitsmärkten eröffnen.                                                                                       

(2) Lehrpreis mit dem Schwerpunkt auf Wissens- und Technolo­gie-Transfer                           
Ausgezeichnet werden Lehrpersonen, deren Lehre mittelbare Auswirkungen auf die wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Entwicklung der Region hat oder deren Lehre für eine spätere berufliche Tätigkeit in der Region besonders relevant ist und die mit ihrer Lehre zur Verankerung der Universität in der Region in be­sonderer Weise beitragen.

(3) Lehrpreis für innovatives Prüfen
Ausgezeichnet werden Lehrpersonen, die besonders bereichernde Prüfungsaufgaben stellen, die beispielsweise stark anwendungsbezogen sind oder besondere Anregungen zum Analysieren und Bewerten beinhalten oder solche, bei deren Lösung neue Fähigkeiten und Erkenntnisse entstehen.

Ausgezeichnet werden können alle an der Universität Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald hauptamtlich beschäftigten Lehrpersonen. Die Lehrpreise sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert, die der Lehre zugutekommen sollen. Eine Jury, bestehend aus Studierenden aller fünf Fakultäten, dem Prorektor für Studium und Lehre, der AStA-Referentin für Studium und Lehre sowie einer Vertreterin der Hochschuldi­daktik, wählt aus den studentischen Vorschlägen die drei Preisträger*innen aus.

Die Preise werden im Rahmen der Immatrikulationsfeier am 14. Oktober 2019 überreicht.

Ansprechpartner
Stabsstelle Integrierte Qualitätssicherung
Walther-Rathenau-Straße 47, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1136 (oder -2149 oder -3379)
qualitaetssicherunguni-greifswaldde

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AusschreibungenNewsLehreMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-48655Tue, 18 Jun 2019 09:32:14 +0200Festakt zur Verleihung akademischer Grade an der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/festakt-zur-verleihung-akademischer-grade-an-der-universitaet-greifswald-48655/In der historischen Aula der Universität Greifswald werden während eines Festaktes am 21. Juni 2019 um 11:00 Uhr akademische Grade verliehen. Insgesamt neun Habilitationen und 137 Promotionen wurden seit Herbst 2018 erfolgreich abgeschlossen. Den Festvortrag hält Prof. Dr. med. Giovanni Maio, M. A. phil., zum Thema „Für eine Ethik in der Digitalisierung“. Maio ist Professor für Bioethik und Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Dort leitet er zudem das interdisziplinäre Ethikzentrum.Die Universitätsfördergesellschaft verleiht während des Festaktes traditionell Promotionspreise. Die mit 500 Euro dotierten Auszeichnungen gehen an vier Preisträger und Preisträgerinnen:

Johannes Hertel (Universitätsmedizin Greifswald) für seine Dissertation „Refining Risk Factors via Metabolomics – a General Methodology and its Application“

Marie Kathrin Hörnig (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) für ihre Dissertation „Rekonstruktion zur Evolution von Fortpflanzungsstrategien und Raubverhalten geflügelter Insekten: Was Fossilien über komplexe Verhaltensweisen verraten“

Patrick Todjeras (Theologische Fakultät) für seine Dissertation „Emerging Church – ein dekonversiver Konversationsraum. Eine praktisch-theologische Untersuchung über ein angloamerikanisches Phänomen gelebter Religiosität“

Pascal Winkler (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät) für seine Dissertation „Onsite-Werkverträge zur Durchführung betrieblicher Tätigkeiten – Rechtliche Zulässigkeit und soziale Absicherung der Beschäftigten“


Verleihung akademischer Grade
Freitag, 21.06.2019, 11:00 Uhr
Aula der Universität Greifswald
Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

 

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news-48625Tue, 18 Jun 2019 09:00:00 +0200Universität im Rathaus: Emotionales Essen – wenn Essen ungesund wirdhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-emotionales-essen-wenn-essen-ungesund-wird-48625/Am Montag, 24. Juni 2019, lädt die Veranstaltungsreihe „Universität im Rathaus“ zu einem Vortrag in das Greifswalder Rathaus ein. Um 17:00 Uhr spricht Dr. Deborah Janowitz von der Universitätsmedizin Greifswald zum Thema „Emotionales Essen – wenn Essen ungesund wird“. Der Eintritt ist frei! Übergewicht ist ein häufiges und aktuelles Thema – für viele Betroffene ein Problem, das sich in den unterschiedlichsten Lebensbereichen niederschlägt. Die häufigsten Ratschläge, die durch Ärzte, Presse und viele andere bezüglich Übergewicht gegeben werden, sind: Sport und Diät. Oft führen diese Ratschläge nicht zum Erfolg einer Gewichtsreduktion. Wie kommt es eigentlich dazu, dass der Mensch weit über seine körperliche Sättigung isst? Welche Mechanismen spielen eine Rolle und welche Auswirkungen hat das auf den Körper insbesondere für das Gehirn? Gehen wir die Behandlung dieser schwerwiegenden Belastung der Betroffenen bisher völlig falsch an?

Deborah Janowitz ist Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald. Ihr Vortrag wird Grundlagen der Sättigungswahrnehmung, der Neurobiologie und der derzeitigen Therapieoptionen von emotionalem Essen berühren.

Weitere Informationen
Universität im Rathaus

Porträt Dr. Deborah Janowitz, Foto: Till Junker
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Ansprechpartner

Dr. Deborah Janowitz
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Universitätsmedizin Greifswald
Ferdinand-Sauerbruch-Straße, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 86 6911
janowitzuni-greifswaldde

Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde  

Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde

 

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news-48635Mon, 17 Jun 2019 14:43:59 +0200Waffelburg und Farbenklang – Viertes Familienfest der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/waffelburg-und-farbenklang-viertes-familienfest-der-universitaet-greifswald-48635/Am Donnerstag, 20. Juni 2019, findet im Innenhof des Internationalen Begegnungszentrums „Felix Hausdorff“ das vierte Familienfest der Universität Greifswald statt. Unter dem Motto „Waffelburg und Farbenklang“ veranstaltet das Team der Gleichstellungsbeauftragten von 16:00 bis 18:00 Uhr ein Fest für alle Studierenden und Mitarbeitenden mit Kindern.Das Familienfest bringt an diesem Nachmittag studentische Eltern und Mitarbeitende mit Kind zusammen. Sie können sich in gemütlicher Atmosphäre vernetzen und über Familienerfahrungen in Studium und Beruf austauschen. Im Rahmen des Festes wird außerdem die Auszeichnung „Familienfreundliche Einrichtung“ verliehen. Angeboten wird ein buntes Programm mit Live-Musik von „Lena & Johann“. Die kulinarische Versorgung übernimmt die beliebte Waffelstraße. Für die Kinder wird zum Toben eine Hüpfburg aufgestellt, außerdem gibt es einen Spieleparcours und Kinderschminken. Und auch die Familienwohnung der Universität öffnet ihre Türen.


Familienfest 2019
Donnerstag, 20. Juni 2019, 16:00 bis 18:00 Uhr
Internationales Begegnungszentrum (IBZ)
Bahnhofstraße 2/3, 17489 Greifswald


Weitere Informationen
Flyer zum Familienfest


Medienfoto
Das Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Büro der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten
Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3491
gleichstellungsbuerouni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de/universitaet/organisation/gleichstellung

 

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news-48601Mon, 17 Jun 2019 12:23:57 +020073. Greifswalder Bachwoche „Zwischentöne“ preist musikalisch die Schöpfung https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/73-greifswalder-bachwoche-zwischentoene-preist-musikalisch-die-schoepfung-48601/Das Motto der 73. Greifswalder Bachwoche, die vom 17. bis 23. Juni 2019 stattfindet, lautet in diesem Jahr „Zwischentöne“. Nach der „Ära Modeß“ ist sie eine Bachwoche des Übergangs. Die künstlerische Leitung teilen sich LKMD Frank Dittmer, Prof. Dr. Matthias Schneider und LKMD Hans-Jürgen Wulff. Zusammen mit dem bewährten Bachwochenteam haben sie ein spannendes Programm vorbereitet, bei dem das Thema „Schöpfung“ im Mittelpunkt steht.Bei Josef Haydns Klassiker „Die Schöpfung“ sind alle Sangesfreudigen in einem Sing-Along-Projekt eingeladen mitzuwirken, und beim Kinder- sowie beim Familienkonzert geht es um die Schöpfung aus Sicht der Kinder. In der Großen Kammermusik werden die „Jahreszeiten“ von Vivaldi denen von Astor Piazzolla gegenübergestellt. Ein Jugend-Tanz-Projekt preist das Wunder Schöpfung mit Mitteln des Tanzes. Zum Abschluss kommt ein selten zu hörendes Schöpfungs-Oratorium von Gerard Bunk (1888–1958) zur Aufführung. Der niederländisch-deutsche Kantor und Organist komponierte das Werk „Groß ist Gottes Herrlichkeit“ nach eigenem Zeugnis „im Luftschutzkeller“. Angesicht der Grausamkeiten des Zweiten Weltkrieges wollte Bunk ein Bekenntnis ablegen zur Herrlichkeit Gottes in seiner Schöpfung, die die Menschen mit Füßen treten. Uraufgeführt wurde das Werk 1948.

Aber auch neben diesen Schöpfungs-Musiken gibt es Hochkarätiges zu erleben: Die Kantorei von St. Katharinen Hamburg bringt Bachs Markuspassion zur Aufführung. Diese dritte große Passion Bachs ist nur als Textdruck erhalten geblieben. Der Hamburger Katharinen-Kantor Andreas Fischer hat sie im Parodieverfahren aus anderen Bachwerken rekonstruiert. Die Knaben und Männer des Staats- und Domchores Berlin präsentieren Fundstücke Berliner Hof- und Kirchenmusik. Und in einer „Friedensmusik“ wird Alte Musik des 17. Jahrhunderts konfrontiert mit Musik islamischer Mystiker, was „Zwischentöne“ ganz besonderer Art ergibt. Eine Dorfkirchenreise führt in die mecklenburgisch-pommersche Grenzregion bei Glewitz. Zum 100. Todestag Carl Loewes gibt es ein Balladen-Konzert. Und auch für Freunde des Jazz finden sich zwei Konzerte, die sich zwischen Bach und Moderne verorten. Zwischen den „Geistlichen Morgenmusiken“ und „Bach zur Nacht“ werden es also wieder Tage voller Klang sein.

Weitere Informationen
www.greifswalder-bachwoche.de

Diese Medieninformation wurde herausgegeben von der Greifswalder Bachwoche.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde
www.musik.uni-greifswald.de

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news-48585Mon, 17 Jun 2019 10:31:31 +0200Projektstart DIG-IT! – machine-learning für die Ökologiehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/projektstart-dig-it-machine-learning-fuer-die-oekologie-48585/Im Juli 2019 startet an der Universität Greifswald das Verbundprojekt DIG-IT! – Digitalisierung natürlicher Komplexität zur Lösung gesellschaftlich relevanter ökologischer Probleme. Mit maschinellen Lernalgorithmen (machine learning) sollen die immer größer werdenden Datenmengen in der Ökologie ausgewertet werden. Besonders Bilddaten fallen in der Forschung heute in großen Mengen an, zum Beispiel in der Mikroskopie, durch Wildkameras, von optischen Scans oder bei Luftaufnahmen von Drohnen. DIG-IT! wird von Prof. Dr. Martin Wilmking, Universität Greifswald, geleitet. Beteiligt sind Arbeitsgruppen des Instituts für Botanik und Landschaftsökologie, des Zoologischen Instituts und Museum, des Instituts für Mathematik und Informatik sowie das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (Rostock). Das Vorhaben wird mit zwei Millionen Euro aus dem Landesexzellenzprogramm MV „Digitalisierung in der Forschung“ gefördert.Kameras und Sensoren werden immer preiswerter und zugleich immer leistungsfähiger. Mit der modernen digitalen Technik ist es möglich, in kurzer Zeit sehr große Datenmengen zu erheben. Wo früher noch manuell Bilder und Messungen gemacht wurden, laufen heute voll automatisierte Systeme, die kontinuierlich neue Daten liefern. Früher musste man sich mit kleinen Stichprobenmengen zufriedengeben, heute kann ein Vielfaches an Proben gesammelt werden. Big-Data ist in der Ökologie angekommen.

Doch wie können große und komplexe Datenmengen sinnvoll ausgewertet werden? Besonders Bilddaten sind selbst mit spezialisierter Software oft nur schwer auswertbar, sodass Menschen immer noch manuell Bilder klassifizieren oder Strukturen in Bildern messen müssen. Hier können 'machine learning'-Algorithmen wie künstliche neurale Netzwerke helfen. Solche Methoden sind an die Funktionsweise von echten Neuronen angelehnt und helfen eine Vielzahl von Problemen zu lösen.

Die Entwicklung von 'machine learning'-Methoden begann in den 1950er und 60er Jahren, doch erst die Rechenleistung moderner Computer führte zu bahnbrechenden Erfolgen. Besonders die Durchbrüche 2012 in der Klassifizierung von Bildern (AlexNet) lösten einen regelrechten Hype aus, als in einem jährlichen Wettstreit klar wurde, dass 'machine-learning'-Methoden zuverlässig verschiedenste Objekte in Bilden erkennen können.  Maschinelle Lernalgorithmen haben das Potenzial, riesige Datenfluten zu analysieren. Schon jetzt zeigen erste Tests, dass selbstfahrende Autos automatisch andere Fahrzeuge und Verkehrsschilder erkennen und so Fahrzeuge entsprechend lenken können. Greifswald und Rostock wollen deshalb solche Methoden jetzt auch für Ökolog*innen zugängig machen. Ziel von DIG-IT! ist, einen Werkzeugkasten zu entwickeln, mit dem verschiedenste Daten ausgewertet werden können. Am Ende des Projektes soll der Werkzeugkasten auf eine Vielzahl von Problemen anwendbar und nicht nur auf einige spezielle Aufgabenbereiche festgelegt sein.

„Das Besondere ist, dass 'machine learning'-Algorithmen automatisiert komplexe Probleme lösen, wie das Erkennen von Tierarten in Bildern. Das mussten zuvor Menschen manuell machen. Zum anderen haben solche Methoden aber auch das Potenzial zu übermenschlichen Fähigkeiten; sie erkennen Muster in Daten die sonst verborgen geblieben wären“, sagt Dr. Mario Trouillier, der als Postdoc in DIG-IT! die einzelnen Projekte vernetzen wird. 

Zu Beginn startet das Projekt mit Bilddaten aus der Holzanatomie (AG Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik, Prof. Dr. Martin Wilmking), von Wurzeln (AG Experimentelle Pflanzenökologie, Prof. Dr. Jürgen Kreyling), Pollen (AG Moorkunde und Paläoökologie, Prof. Dr. Hans Joosten) und Fledermäusen (AG Angewandte Zoologie und Naturschutz, Prof. Dr. Gerald Kerth). Theoretische Unterstützung für die Optimierung der Algorithmen und die mathematische Weiterentwicklung kommt dabei von der Arbeitsgruppe „Biomathematik und Stochastik“ (Prof. Dr. Mareike Fischer). Die technische Expertise liefert das Fraunhofer Institut für Grafische Datenverarbeitung Rostock (Prof. Dr. Uwe Freiherr von Lukas).

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Martin Wilmking
AG Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4095
wilmkinguni-greifswaldde
www.botanik.uni-greifswald.de/landschaftsoekologie-und-oekosystemdynamik

 

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news-48081Wed, 12 Jun 2019 13:59:00 +0200Sammelband über den Reformpädagogen und Schriftsteller Willy Steigerhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sammelband-ueber-den-reformpaedagogen-und-schriftsteller-willy-steiger-48081/Der Name des Reformpädagogen und Schriftstellers Willy Steiger ist heute kaum noch bekannt. Im Sax-Verlag Markkleeberg erscheint nun unter dem Titel „Vom Zeitzeugen des Völkermords an den Armeniern zum Reformpädagogen und Schriftsteller: Willy Steiger (1894–1976) Biografie und Werkauswahl“ ein großformatiger, 712 Seiten umfassender Band. Mit diesem Buch schließt sein Autor Andreas Pehnke gleichzeitig ein Forschungsprojekt ab. Es wurde im Rahmen des Kurt von Fritz-Wissenschaftsprogramms THEORIA zur Förderung der Geistes- und Sozialwissenschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2017–20 sowie einer Förderung durch die Max-Traeger-Stiftung realisiert.Der Band vereint Steigers Antikriegsliteratur sowie seine damaligen Bestseller erfolgreich gelebter Reformpädagogik. So steht zunächst sein autobiografischer Roman „Soldat Jürgen bei den Türken“ (1928) im Mittelpunkt. In dem Roman verarbeitete Steiger seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg an der Westfront und an der Sinaifront. In der Orientarmee war Steiger jüngster Offizier. Er wurde zum Chronisten des Genozids an den Armeniern. Steigers Frontbriefe ergänzen seine Literatur als authentische Zeugnisse der Kriegsrealität.
Während der Weimarer Republik wirkte Steiger als Volksschullehrer an der staatlichen Versuchsschule der Gartenstadt Hellerau bei Dresden. Seine noch heute innovativen Praxisberichte aus dieser Zeit finden sich im nächsten Teil des Bandes. Nebenberuflich arbeitete Steiger seit 1925 als Lektor im Dresdner Carl Reissner Verlag, der ersten Verlagsadresse zur Förderung der Weimarer Demokratie. Unter den Nationalsozialisten wurde Steiger 1933 zwangsversetzt und seine Literatur auf den Index gesetzt. 1938 erfolgte die Liquidation des Reissner Verlages. Steigers Unterstützung für verfolgte jüdische Autoren im In- und Ausland blieb von den neuen Machthabern unentdeckt.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erlangte vor allem Steigers leidenschaftliches Plädoyer für eine unvoreingenommene Reformpädagogik-Rezeption während der halbjährigen „Tauwetterperiode“ im Jahr 1956 im real existierenden Sozialismus überregionale Bedeutung. Posthum erlebte sein reformpädagogisches Hauptwerk „S’ blaue Nest“ (1925) auf dem Höhepunkt der konsequentesten Bildungsreformphase in der Bundesrepublik durch Reprintausgaben 1977 und 1978 Wertschätzung. Seither war Willy Steiger zu Unrecht fast in Vergessenheit geraten.

Weitere Informationen

Pehnke, A. (2019): Vom Zeitzeugen des Völkermords an den Armeniern zum Reformpädagogen und Schriftsteller: Willy Steiger (1894-1976). Biographie und Werkauswahl. Sax-Verlag, Markkleeberg, 712 Seiten.
ISBN 978-3-86729-234-4

THEORIA - Kurt von Fritz-Wissenschaftsprogramm
Max-Traeger-Stiftung

Über den Autor
Der Herausgeber Andreas Pehnke ist seit 1993 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Pädagogik (Systematische, Historische, Vergleichende Pädagogik) an der Universität Greifswald. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Historische Reformpädagogik-Rezeption in den internationalen Schulreformbestrebungen, Friedenspädagogik sowie Lehrermaßregelungen in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts.
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Andreas Pehnke
Institut für Erziehungswissenschaft
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3700
pehnkeuni-greifswaldde

 

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news-48133Wed, 12 Jun 2019 10:41:00 +0200Universität in der Region: Kriminalfall Fritz Reuterhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-kriminalfall-fritz-reuter-48133/Am Mittwoch, 3. Juli 2019, lädt die Universität Greifswald zu einer spannenden Reise in die Welt der niederdeutschen Sprache ein. Im Stadtgeschichtlichen Museum „Kaffeemühle“ in Wolgast gibt Ulrike Stern in ihrem Vortrag „Kriminalfall Fritz Reuter“ Einblicke in das Leben eines der bedeutendsten niederdeutschen Schriftsteller und dessen Werk „Kein Hüsung“. Die Veranstaltung der Reihe „Universität in der Region“ beginnt um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei!Fritz Reuter (1810–1874) gilt als einer der bedeutendsten niederdeutschen Schriftsteller. Seine Werke sind von feinsinnigem Humor und zahlreichen satirischen Anspielungen geprägt. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter das Finnische, Japanische und Rumänische. Zu Reuters wichtigsten Werken zählt das Versepos „Kein Hüsung“, welches die Unfreiheit der Tagelöhner und die Willkür von Gutsbesitzern im Mecklenburg des 19. Jahrhunderts behandelt. Umso erstaunlicher, dass sich die Handschrift nicht im Fritz-Reuter-Literaturmuseum in seiner Geburtsstadt Stavenhagen oder im Reuter-Wagner-Museum in Eisenach befindet, wo der Dichter seinen Alterswohnsitz hatte, sondern in einem Altenheim in der Nähe von New York.

Wie kam das Manuskript nach Amerika? Welche Einblicke kann es uns in den Schaffensprozess bieten? Warum sein Verbleib heute wieder Fragezeichen aufwirft, erklärt Ulrike Stern, die 2016 eine Kopie der Handschrift zurück nach Deutschland holen konnte. Die Referentin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald.
 

Universität in der Region
Kriminalfall Fritz Reuter
Referentin: Ulrike Stern, Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik
Mittwoch, 03.07.2019, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Stadtgeschichtliches Museum, Wolgast
Rathausplatz 6, 17438 Wolgast

Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen
Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Die Reihe wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.

Hinweis: Das Porträt von Ulrike kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
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news-48173Tue, 11 Jun 2019 09:25:20 +0200Mit Asterix schimpen un strieden up Platt – ein Comic in der Sprachvermittlunghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/mit-asterix-schimpen-un-strieden-up-platt-ein-comic-in-der-sprachvermittlung-48173/Am Donnerstag, den 20. Juni 2019, halten die Linguistin PD Dr. Birte Arendt und die Kulturwissenschaftlerin Ulrike Stern im Rahmen der Familien-Universität eine interaktive Vorlesung zum Thema „Mit Asterix schimpen un strieden up Platt – ein Comic in der Sprachvermittlung“. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr in Hörsaal 2 im Hörsaalgebäude am Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6. Der Eintritt ist frei.Wenn die Gallier Asterix und Obelix auf eine römische Patrouille treffen, dann fliegen nicht nur die Fäuste und die Römer, sondern auch die Schimpfworte. Das geht natürlich auch wunderbar auf Niederdeutsch, eine von 107 Sprachen, in die die bekannten Comics von René Goscinny und Albert Uderzo übertragen wurden. Dank der Übersetzer Hartmut Cyriacks, Reinhard Goltz und Peter Nissen sind bereits fünf Bände in niederdeutscher Sprache erschienen. Die liebenswerten Helden und ihre unterhaltsamen Abenteuer eignen sich hervorragend, um die Sprache auch ohne Vorkenntnisse zu entdecken.

PD Dr. Birte Arendt und ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin Ulrike Stern vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald begeben sich zusammen mit den Besuchern der Vorlesung in eine Zeit, in der noch nach Herzenslust geschimpft und gestritten werden durfte. Mit Hilfe des Spiels „Tüdelbüdel“ werden schließlich eigene Schimpfworte kreiert.

Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von PD Dr. Birte Arendt und Ulrike Stern
Donnerstag, 20. Juni 2019, 17:00 Uhr
Campus Loefflerstraße, Hörsaalgebäude, Hörsaal 2, Ernst-Lohmeyer-Platz 6

Weitere Informationen
Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert, im Herbst 2018 feierte sie ihren zehnten Geburtstag.

Familien-Universität
Bürgerhafen Greifswald

Information für Journalisten: Das Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.

Ansprechpartner

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Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1162
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Bürgerhafen Greifswald
Servicebüro
Martin-Luther-Straße 10, 17489 Greifswald
Telefon 03834 7775611
postbuergerhafende

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-48055Wed, 05 Jun 2019 14:02:23 +0200Massenerkrankungen in Häfen werden untersuchthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/massenerkrankungen-in-haefen-werden-untersucht-48055/Die Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungschirurgie und Rehabilitative Medizin an der Universitätsmedizin Greifswald ist Kooperationspartner in einem Forschungsprojekt zu Massenerkrankungen in Häfen. Im Fokus des interdisziplinären Projekts ARMIHN (Adaptives Resilienz Management im Hafen) steht die Versorgung und Handlungsfähigkeit aller beteiligten Akteure im Hafengebiet im Falle eines Massenanfalls von Erkrankten, beispielsweise durch hochansteckende Infektionskrankheiten. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit mehr als 600.000 Euro gefördert.Im Rahmen von komplexen Großschadenslagen an Land stehen bereits erprobte Notfallpläne zur Verfügung. Aufgrund der besonderen Umstände am Hafen oder auf offener See werden speziell angepasste Konzepte benötigt. Dabei wurden insbesondere Gefahren durch Infektionskrankheiten bisher nicht ausreichend berücksichtigt. In den vergangenen Jahren konnten sich durch den wachsenden internationalen Reiseverkehr durchaus schwerwiegende Infektionskrankheiten verbreiten, beispielsweise durch die räumliche Enge an Bord von Kreuzfahrtschiffen.

Um die Handlungsfähigkeit in Häfen bei einem Massenanfall von erkrankten Personen zu verbessern, wird im Rahmen des Forschungsprojekts ein Trainingskonzept entwickelt. Dieses soll anschließend im Hamburger Hafen erprobt werden. Ziel des Projekts ist, eine schnellere Versorgung von Betroffenen als auch eine effizientere Zusammenarbeit unter den beteiligten Akteuren wie Behörden, Rettungskräften oder Hafenmitarbeiterinnen und Hafenmitarbeitern zu erreichen. Darüber hinaus soll die Bevölkerung im Hafengebiet besser geschützt werden, zum Beispiel vor einem Ausbruch von Infektionskrankheiten oder beim Austritt von Gefahrstoffen.

Wissenschaftler der Universitätsmedizin Greifswald bearbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Axel Ekkernkamp. Direktor der Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungschirurgie und Rehabilitative Medizin, das Teilvorhaben: „Optimiertes Notfallmanagement und verbesserte Notfallbehandlung beim Massenanfall von Erkrankten im Hafen“ (NOVEMbER).Besonderer Fokus liegt in der Entwicklung einer integrativen Einsatzstrategie auf der Basis von wahrscheinlichen „Musterschadensszenarien“ und medizinisch relevanten infektiologischen „Musterpatienten“. Das erarbeitete Konzept wird in praktischen Übungen erprobt und mittels Experteninterviews und notfallspezifischen Parametern evaluiert.


Weitere Informationen

Projektpartner:Hamburg Port Health Center (HPHC), Zentralinstitut für Arbeitsmedizin und Maritime Medizin (ZfAM) / Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Universitätsmedizin Greifswald, Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungschirurgie und Rehabilitative Medizin (UMG), Assoziierter Partner: Feuerwehr Hamburg.

Medieninfo der Hamburger Gesundheitsbehörde: Massenanfall von Erkrankten im Hafen – was tun?

 

Ansprechpartner an der Universitätsmedizin Greifswald
Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Axel Ekkernkamp
Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungschirurgie
und Rehabilitative Medizin
Ferdinand-Sauerbruch-Straße
17475 Greifswald
Telefon 03834 86 6101
traumatouni-greifswaldde

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news-48009Tue, 04 Jun 2019 17:26:33 +0200Internationale Pneumokokken-Tagung an der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/internationale-pneumokokken-tagung-an-der-universitaet-greifswald-48009/Vom 11. bis zum 14. Juni 2019 ist die Universität Greifswald Gastgeber für die 14. internationale Tagung „European Meeting of the Molecular Biology of the Pneumococcus“. Die als Europneumo bekannte internationale Konferenz wird alle zwei Jahre in einer Universitätsstadt in Europa organisiert. Es werden rund 160 Pneumokokkenexpertinnen und -experten aus aller Welt erwartet, unter anderem aus ganz Europa aber auch aus den USA, Brasilien, Kolumbien, China, Indien und Australien. Sie werden sich über die neuesten Forschungsergebnisse zu diesem humanpathogenen Erreger austauschen.Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) sind Bakterien, die in ca. 20 Prozent der Menschen den Nasenrachenraum besiedeln ohne Erkrankungen auszulösen. Neben der harmlosen Kolonisierung sind Pneumokokken gefürchtet als Verursacher von Lungenentzündungen, die außerhalb des Krankenhauses erworben werden, oder von invasiven Erkrankungen wie einer Bakteriämie und Hirnhautentzündung. Vielfach unterschätzt wird die Mittelohrentzündung durch Pneumokokken, die neben einer schmerzhaften lokalen Entzündung auch zu einer Hirnhautentzündung führen kann. Die zur Verfügung stehenden Impfstoffe gegen Pneumokokken sind nur gegen eine geringe Anzahl von Serotypen wirksam und durch den Anstieg der antibiotikaresistenten Isolate ist eine Behandlung oftmals erschwert.

In 47 Kurzvorträgen und 6 Hauptvorträgen sowie 61 Postern werden die Expertinnen und Experten die neuesten Forschungsergebnisse zur Molekularbiologie der Pneumokokken, der Pathogenese der Pneumokokken und Impfstoffforschung vorstellen. So werden die Hauptredner der Europneumo unter anderem präsentieren, welche Anpassungsstrategien Pneumokokken entwickelt haben, um den Menschen zu kolonisieren oder zu infizieren sowie dem angeborenen Immunsystem zu entkommen. Sie werden weiter darauf eingehen, wie Virulenzfaktoren auf der Oberfläche der Pneumokokken lokalisiert werden und die natürliche Fähigkeit zur DNA-Aufnahme kontrolliert wird und welche neuen Entwicklungen es für einen Serotyp-übergreifenden Impfstoff gibt.

Die 14. Europneumo findet im neuen Hörsaalgebäude der Universität Greifswald in historischer Umgebung statt. Die Organisatoren um Prof. Dr. Sven Hammerschmidt aus der Abteilung Molekulare Genetik und Infektionsbiologie wurden unterstützt von der Universität Greifswald, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) und der Landesexzellenzinitiative Mecklenburg-Vorpommern im Projekt KoInfekt.

Die Europneumo hat sich auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zum Ziel gesetzt, die sich entsprechend in der hohen Anzahl an Kurzvorträgen der jungen Postdocs oder PhD Kandidatinnen und PhD Kandidaten widerspiegelt.

Kurz-URL tinyurl.com/y28ab83v
#konferenz #forschung #science #unihgw #dfg

 Weitere Informationen
Europneumo Tagungsprogramm
Tagungsseite www.uni-greifswald.de/europneumo2019

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Sven Hammerschmidt
Abteilung Molekulare Genetik und Infektionsbiologie
Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung
Center for Functional Genomics of Microbes
Felix Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald
Telefon: +49 3834 420 5700
sven.hammerschmidtuni-greifswaldde

 

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news-47933Mon, 03 Jun 2019 17:40:43 +0200Ausschreibung Promotionsstipendien https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ausschreibung-promotionsstipendien-47933/Die Universität Greifswald schreibt für das kommende Wintersemester 2019/20 wieder insgesamt acht Promotionsstipendien aus. Die Universität Greifswald vergibt zu jedem Semester Stipendien zur Vorbereitung auf die Promotion an besonders qualifizierte wissenschaftliche Nachwuchskräfte.Bewerben können sich Promovierende, die weit überdurchschnittliche Studien- und Prüfungsleistungen in ihrem Hochschulstudium, das die Zulassung zur Promotion ermöglicht, vorweisen können. Bewerbungsschluss ist der 31.07.2019.

Weitere Informationen

Ansprechpartner an der Universität
Katrin Purps
Domstraße 58 a, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1357
katrin.purps@uni-greifswald.de

 

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news-47893Mon, 03 Jun 2019 10:31:33 +0200Risikogene für Nierenfunktion anhand von Mega-Studie identifizierthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/risikogene-fuer-nierenfunktion-anhand-von-mega-studie-identifiziert-47893/Im Rahmen einer internationalen Kooperation haben über 320 Wissenschaftler mehr als 160 Gene entdeckt, die die Nierenfunktion beeinflussen. Dazu wurden weltweit mehr als eine Million Personen untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse verbessern das Verständnis funktionaler Zusammenhänge auf molekularer Ebene und liefern Ansatzpunkte für die Medikamentenentwicklung zur Behandlung verminderter Nierenfunktion. Die Ergebnisse der internationalen Studie, an der die Universität Greifswald mit Dr. Alexander Teumer als einer der fünf Projektkoordinatoren der internationalen Kooperation maßgeblich beteiligt war, wurden am 31. Mai 2019 online im Fachmagazin Nature Genetics veröffentlicht.In die Mega-Studie war ein internationales Team von mehr als 320 Wissenschaftlerninvolviert, die im CKDGen-Konsortium1 zusammengeschlossen sind, unter ihnen auch Forschende der Universitätsmedizin Greifswald. In die aktuelle Studie flossen genetische Daten aus Greifswald von mehr als 4 000 Menschen aus den beiden Greifswalder Bevölkerungsstudien SHIP und SHIP-Trend ein.

Innerhalb der Studie wurden die genetischen Informationen von mehr als einer Million Teilnehmern aus fast 100 Studien weltweit ausgewertet. Durch eine genomweite Analyse wurden insgesamt 264 Gene entdeckt, von denen 166 bisher noch nicht im Zusammenhang mit der Nierenfunktion standen. Im Laufe der Evolution können in Genen zufallsbedingt erbliche Veränderungen auftreten, die sich unter anderem auf die Nierenfunktion auswirken können. Basierend auf den identifizierten Genen haben die Wissenschaftler festgestellt, dass eine genetisch bedingte Verminderung der Nierenfunktion um zehn Prozent das Risiko eines chronischen Nierenversagens mehr als verdoppelt. Dieser Zusammenhang konnte in einer weiteren großen Gesundheitsstudie der britischen UK Biobank validiert werden.

Die gewonnenen Ergebnisse helfen, die Mechanismen von Nierenerkrankungen besser zu verstehen und liefern neue Therapieansätze. Elf der neu entdeckten Gene sind nach Ansicht der Forschenden besonders relevant für die Medikamentenentwicklung.

Dr. Alexander Teumer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universitätsmedizin Greifswald und dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. (DZHK) sowie einer der führenden Koordinatoren dieser Studie lobt die jahrelange, produktive Arbeit in dem Konsortium: „Unsere Ergebnisse sind ein großer Erfolg in der Zusammenarbeit eines internationalen, fachübergreifenden Forscherteams, der auf der Kombination und Inspiration von Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachbereichen der Lebenswissenschaften beruht. Die Ergebnisse wären aber ohne die vielen freiwilligen Studienteilnehmer nicht möglich. Dafür möchte ich mich im Namen aller Autoren bedanken.“

 

Weitere Informationen
Publikation:
Wuttke et al.: “A catalog of genetic loci associated with kidney function from analyses of a million individuals”.
Nature Genetics 51, Mai 2019, doi: 10.1038/s41588-019-0407-x

1 CKDGen-Konsortium –Das Forschungskonsortium CKDGen Consortium (Chronic Kidney Disease Genetics) ist ein Zusammenschluss auf Kooperationsbasis von weltweit führenden epidemiologischen Studien und erforscht maßgeblich den genetischen Hintergrund chronischer Nierenerkrankungen. Die Forschungsarbeit des Konsortiums wird von Prof. Anna Köttgen (Universitätsklinikum Freiburg, Freiburg, Deutschland) zusammen mit Dr. Cristian Pattaro (Europäische Akademie Bozen (EURAC), Italien) koordiniert.

 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald 

Dr. Alexander Teumer
Universitätsmedizin Greifswald
Institut für Community Medicine, Abteilung SHIP-KEF
Walther-Rathenau-Str. 48, 17489 Greifswald
Telefon 03834 86 19579
ateumeruni-greifswaldde
www.researchgate.net/profile/Alexander_Teumer

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Uni GreifswaldNewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-47821Wed, 29 May 2019 12:18:05 +0200Verbundprojekt mit Greifswalder Zoologen zum Schutz der Mopsfledermaus gestartethttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/verbundprojekt-mit-greifswalder-zoologen-zum-schutz-der-mopsfledermaus-gestartet-47821/Zoologen der Universität Greifswald sind Verbundpartner in einem neuen Projekt zum Schutz der Mopsfledermaus. Zusammen mit der Stiftung FLEDERMAUS (Projektkoordination), der Naturstiftung David und den NABU Landesverbänden Baden-Württemberg und Niedersachsen verfolgen sie das Ziel, die Verbreitung der Mopsfledermaus bundesweit zu analysieren und anhand ausgewählter Modellregionen konkrete Schutzmaßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Das im Mai 2019 gestartete Verbundvorhaben hat ein Gesamtvolumen von 5,44 Millionen Euro. 4,3 Millionen davon stellt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt zur Verfügung. Die Mopsfledermaus (Barbastella barbastellus) ist schwerpunktmäßig in den Wäldern von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen sowie teilweise in Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern verbreitet. Sie trägt ihren Namen aufgrund ihrer mopsartigen Schnauze. In den 1950er bis 1970er Jahren führten Quartiersverluste zu dramatischen Bestandseinbrüchen der Fledermausart. Außerdem bewirkte der zunehmende Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft einen erheblichen Rückgang des Nahrungsangebots für die Mopsfledermaus, deren Nahrungsspektrum stark begrenzt ist. Sie überlebte in Deutschland und Westeuropa nur in wenigen Reliktgebieten. Weitere Faktoren, wie eine intensive forstwirtschaftliche Waldnutzung, der Verlust von Vernetzungsstrukturen und die Zerschneidung durch Verkehrstrassen kamen hinzu. Der bundesweite Erhaltungszustand der Art ist daher als „ungünstig“ eingestuft worden.

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt die Mopsfledermaus und ihren Lebensraum zukünftig besser zu schützen und zu fördern. Dazu werden Wälder in Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen und auf Flächen des Nationalen Naturerbes wieder naturnäher bewirtschaftet, alte Bäume gesichert und Kernflächen geschaffen, die nicht länger forstwirtschaftlich genutzt werden.

Zoologen der Universität Greifswald werden im Rahmen des Projekts die Wiederausbreitung der Mopsfledermaus in Deutschland mit Hilfe von populationsgenetischen Methoden untersuchen. Dazu wird die DNA der Tiere aus im Rahmen des Projekts gesammelten Haut- und Kotproben isoliert und mit Hilfe genetischer Marker untersucht. Auf diese Weise soll herausgefunden werden, ob die genetische Vielfalt in Mopsfledermaus-Populationen, die außerhalb der Reliktgebiete leben, geringer ist als in Gebieten, in denen die Art nie verschwunden war. Zudem soll ermittelt werden, wie die Wiederbesiedlung Deutschlands durch die Mopsfledermaus aus den verbliebenen Reliktpopulationen heraus abläuft.

Diese Medieninfo enthält Auszüge aus einer Medieninfo des Bundesamtes für Naturschutz zum Projektstart.


Weitere Informationen
Projekt-Webseite
Abteilung Angewandte Zoologie und Naturschutz an der Universität Greifswald
Bundesprogramm Biologische Vielfalt
 

Medienfoto
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald 
Prof. Dr. Gerald Kerth
Zoologisches Institut und Museum
Angewandte Zoologie und Naturschutz
Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4100
gerald.kerthuni-greifswaldde
https://www.researchgate.net/profile/G_Kerth

Dr. Jaap van Schaik
Zoologisches Institut und Museum
Angewandte Zoologie und Naturschutz
Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4068
vanschaikauni-greifswaldde
 

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news-47761Tue, 28 May 2019 09:32:03 +0200Unimedizin steht für Weltoffenheit und Toleranzhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/unimedizin-steht-fuer-weltoffenheit-und-toleranz-47761/„Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben bei uns an der Universitätsmedizin nichts zu suchen!“ Mit deutlichen Worten spricht sich der Vorstandsvorsitzende Prof. Claus-Dieter Heidecke für Weltoffenheit und Toleranz aus: „Diskriminierungen wegen der Herkunft oder Hautfarbe sind so indiskutabel wie Benachteiligungen aus religiösen oder sexuellen Gründen.“ Die Universitätsmedizin setzt zum 7. Deutschen Diversity-Tag am 28. Mai deutliche Zeichen. Großformatige Poster mit der Aufschrift „Wir sind Vielfalt“ hängen in den Fluren und Fahrstühlen. Sie zeigen Kolleginnen und Kollegen aus allen Teilen der Welt, die an einer der 34 deutschen Universitätskliniken arbeiten.Protagonistin der Greifswalder Unimedizin ist die 29jährige Zahnärztin Maria Mksoud aus Syrien. Sie ist auch im gemeinsam von den Kliniken erstellten Kampagnen-Film „Wir sind Vielfalt“ zu sehen, der über sozia­le Netzwerke verbreitet, auf den Websites präsentiert und der Berliner S-Bahn gezeigt wird. Derzeit absolviert Maria Mksoud die Weiterbildung zur Oralchirurgin.

Die 34 deutschen Universitätsklinika mit ihren über 190.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werben ab dem 28. Mai 2019 gemeinsam für Weltoffenheit. Um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu behan­deln und zu pflegen, ist das Zusammenspiel verschiedener Menschen, Kulturen und Nationen in medizini­scher Versorgung, Forschung und Lehre von unschätzbarem Wert, so die gemeinsame Überzeugung.

Weitere Informationen zu den Mitarbeiter-Stories finden Sie unter www.uniklinika.de und im Social Web unter den Hashtags #190000Gesichter #Vielfalt und #Toleranz.

Kampagnenseite

Plakat als pdf-Datei

 

Ansprechpartnerin
Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. 
Stephanie Strehl-Dohmen
Alt-Moabit 96, 10559 Berlin
Telefon +49 30 3940517 25 
strehl-dohmenuniklinikade

Ansprechpartner Universitätsmedizin Greifswald
Christian Arns
Ferdinand-Sauerbruch-Straße 1, 17475 Greifswald
Telefon + 49 3834 86 52 88
christian.arnsmed.uni-greifswaldde
www.facebook.com/UnimedizinGreifswald ​​​​​​​
Twitter/Instagram @UMGreifswald

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news-47655Thu, 23 May 2019 15:54:34 +0200Elektrische Zahnbürsten beugen Zahnverlust vorhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/elektrische-zahnbuersten-beugen-zahnverlust-vor-47655/Die Verwendung einer elektrischen Zahnbürste beugt dem Zahnverlust vor. Dies geht aus einer Studie Greifswalder Zahnmediziner hervor, die im Journal of Clinical Periodontology veröffentlicht worden ist. Der Zahnverlust bei Nutzern elektrischer Zahnbürsten war im Schnitt ein Fünftel geringer als bei denjenigen, die konventionelle Bürsten verwenden.Die elfjährige Beobachtungsstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen der Benutzung einer elektrischen Zahnbürste und Parodontitis, Karies und Anzahl der vorhandenen Zähne. Die Studie umfasste 2.819 Erwachsene aus der Greifswalder Gesundheitsstudie „Study of Health in Pomerania“ (SHIP), die von 2002 bis 2006 sowie nach sechs und elf Jahren erneut untersucht worden sind. Zu Studienbeginn verwendeten 18 Prozent der Studienteilnehmer und nach elf Jahren 37 Prozent eine elektrische Zahnbürste. „Elektrische Zahnbürsten sind in Deutschland in allen Altersgruppen beliebter geworden, aber nur wenige Studien haben ihre Langzeitwirksamkeit getestet“, sagt der Studienautor Dr. Vinay Pitchika von der Universitätsmedizin Greifswald. „Unsere Studie zeigt, dass elektrische Zahnbürsten für die Aufrechterhaltung einer guten Mundgesundheit am vorteilhaftesten sind und mit einem verminderten Fortschreiten von Parodontitis und mehr erhaltenen Zähnen einhergehen.“

Ein Fünftel weniger Zahnverlust
Die Studie ergab, dass das elektrische Zähneputzen mit weniger Taschen und weniger Verlust an Zahnhalteapparat verbunden war. Dies zeigte sich in einem um 22 Prozent bzw. 21 Prozent geringeren Zuwachs an der Zahntaschentiefe (Sondierungstiefe) und an klinischen Substanzverlust im Zahnfleischhalte­apparat (Attachmentverlust) im Vergleich zu manuellen Zahnbürstenbenutzern. Insgesamt hatten Anwender von elektrischen Zahnbürsten während der Beobachtungszeit 20 Prozent weniger Zahnverlust als Anwender von manuellen Zahnbürsten. So verloren sie durchschnittlich 0,4 Zähne weniger in den elf Jahre Beobachtungszeit.

In einem gesunden Mund sitzt das Zahnfleisch fest um jeden Zahn. Bei der Parodontitis handelt es sich um eine durch bakteriellen Zahnbelag verursachte Entzündung des Zahnfleisches, die im weiteren Verlauf zur Zerstörung des Zahnhalteapparates und zum Zahnverlust führt. Mehr als jeder zweite Erwachsene in Deutschland leidet unter der „Volkskrankheit“ Parodontitis, die nachweislich weitere gesundheitliche Auswirkungen haben kann.

„Wenn die Teilnehmer nach Schweregrad der Parodontitis eingeteilt wurden, wurden signifikante Zusammenhänge zwischen elektrischem Zähneputzen und weniger Schäden am Zahnfleisch nur bei Personen mit leichter und mäßiger Parodontitis gefunden. Bei Probanden mit schwerer Parodontitis bestand kein Zusammenhang zwischen dem elektrischen Zähneputzen und dem weiteren Zuwachs an Sondierungstiefe und Attachmentverlust“, erläuterte Zahnmediziner Pitchika. „Menschen, die bereits eine relativ gute Mundgesundheit und keine oder eine geringfügige Parodontalerkrankung haben, profitieren am meisten von der elektrischen Zahnbürste. Patienten mit schwerer Parodontitis benötigen jedoch eine medizinische Parodontalbehandlung.“

Dr. Vinay Pitchika stellte fest, dass Frauen und Männer mit guter Mundgesundheit tendenziell jünger sind, während diejenigen mit Parodontitis in der Regel älter sind. „Frühere Studien haben allerdings gezeigt, dass elektrische Zahnbürsten für die Plaquekontrolle bei älteren Menschen geeignet sind, die eine verringerte Feinmotorik haben.“

Kein Zusammenhang konnte dagegen zwischen der Verwendung von elektrischen Zahnbürsten und einer Karies festgestellt werden: „Es ist davon auszugehen, dass Fluorid in Zahnputzcremes eine wichtigere Rolle bei der Vorbeugung von Karies oder der Verringerung der Kariesprogression spielt“, so Pitchika abschließend.

Originalartikel
Pitchika V, Pink C, Völzke H, Welk A, Kocher T, Holtfreter B.
Long-term impact of powered toothbrush on oral health: 11-year cohort study.
First published: 22 May 2019
J Clin Periodontol. 2019. doi: 10.1111/jcpe.13126. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/jcpe.13126

 

Universitätsmedizin Greifswald                              

Zentrum für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde
Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontologie

Leiter: Prof. Dr. med. dent. Thomas Kocher
Studienautor: Dr. Vinay Pitchika
Walther-Rathenau-Straße 42a, 17475 Greifswald              
Telefon 03834 86 71 72
kocheruni-greifswaldde
pitchikavuni-greifswaldde

Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Leiter: Christian Arns
Telefon 03834 86-52 88
christian.arnsmed.uni-greifswaldde
www.medizin.uni-greifswald.de
www.facebook.com/UnimedizinGreifswald
Instagram/Twitter @UMGreifswald

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news-47637Thu, 23 May 2019 11:12:26 +0200Partnerschaftsbesuch der University of Michigan-Flinthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/partnerschaftsbesuch-der-university-of-michigan-flint-47637/Vergangene Woche besuchte eine Delegation der University of Michigan-Flint die Universität Greifswald. Dr. Susan Gano-Phillips, Dekanin des Colleges for Arts and Sciences, und Dr. Robert Barnett, Dekan der School of Education and Human Ser-vices, trafen hierbei Vertreter des Rektorates, der Philosophischen sowie Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät als insbesondere auch Akteure der Lehrerbildung. Neben der Stärkung der Kooperationen innerhalb des Lehramts, wurden weite-re Partnerschaftsmöglichkeiten eruiert.Die Universität Greifswald und die University of Michigan-Flint stehen seit Anfang 2018 in engem Kontakt. Beide Universitäten streben die Internationalisierung, insbesondere in der Lehramtsausbildung an, etwa durch Studierendenaustausch und Dozentenmobilität als auch gemeinsame Forschungsprojekte.

Der erste Studierendenaustausch findet bereits im kommenden Juni statt. Vom 9. bis 20. Juni 2019 besuchen vier Studierende und zwei Dozierende aus Flint die Universität Greifswald. Sie nehmen am Schulprojekt „Schule machen“ an der Boddenschule teil und sind in universitäre Veranstaltungen eingebunden. Dabei werden die Austauschstudierenden mit Greifswalder Lehramtsstudierenden in Teams zusammenarbeiten, um ihr theoretischen Wissen in die Praxis umzusetzen.



Weitere Informationen:

Medienfoto
Information für Journalisten: Das Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos unter pressestelle@uni-greifswald.de angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Rektorat
Thomas Jenssen
Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1106
thomas.jenssenuni-greifswaldde

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news-47619Wed, 22 May 2019 16:12:03 +0200Greifswald Research Award ehrt anwendungsorientierte Spitzenforschunghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswald-research-award-ehrt-anwendungsorientierte-spitzenforschung-47619/Prof. Dr. Ralf Schneider, Professor für Computational Sciences am Institut für Physik der Universität Greifswald wurde am 21. Mai 2019 mit dem Greifswald Research Award als Senior Scientist ausgezeichnet. Der Junior Award wurde an Dr. Matthias Höhne vom Institut für Biochemie vergeben. Beide Wissenschaftler erhielten den Preis des Greifswald University Club (GUC) für ihre hochrangige anwendungsorientierte Forschung.Der Preis wird seit 2013 jährlich vom Greifswald University Club (GUC) vergeben. Prämiert werden besondere Leistungen in der anwendungsorientierten Forschung von erfahrenen Forschenden und forschungsaffinen Unternehmern sowie Nachwuchswissenschaftlern. In seinem Festvortrag bei der diesjährigen Preisverleihung beschrieb Prof. Dr. Paul Lukowicz, Leiter des Forschungsbereichs Eingebettete Intelligenz des Deutschen Zentrums für Künstliche Intelligenz Kaiserslautern den Weg „Von Künstlicher Intelligenz zu erweiterter Intelligenz“. Die wissenschaftliche Laudatio hielt Detlev Konigorski von der Airbus GmbH aus Hamburg.

„Ralf Schneider unterscheidet von anderen Simulationsexperten, dass ihm wichtig ist, die Physik hinter der Simulation zu verstehen. Das macht ihn für uns zu einem überaus wertvollen Entwicklungspartner“, so Laudator Detlev Konigorski. „Die Breite der Modellierung und Simulation, die Schneider besitzt, versetzt ihn in die Lage, hochrelevante Beiträge zu leisten von Plasma-Wand-Wechselwirkungen in Fusionsreaktoren über Küstenveränderungen an der Ostsee bis hin zur Simulation von Plasmatriebwerken für die Luft- und Raumfahrt“, begründet Dr. Friedrich Hagemeyer, Präsident des GUC, die Auswahl des diesjährigen Preisträgers. Darüber hinaus sei Schneider als Direktor des Universitäts-Rechenzentrums ein zentraler Akteur der Digitalisierung an der Universität Greifswald, wie Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in seinem Grußwort der Landesregierung hervorhob.

Dr. Matthias Höhne wurde ausgezeichnet für seine exzellente Forschung zu künstlichen Proteinen, die Licht für katalytische Prozesse nutzen. Diese bahnbrechende Innovation erlaubt es, den Entwicklungspfaden der natürlichen Evolution zu folgen und dadurch die Stärken der Bio- und Photokatalyse zu kombinieren. Proteinen werden dadurch neue katalytische Reaktivitäten in Richtung Regio- und Stereoselektivität verliehen. Höhnes Forschungstätigkeit fand im Rahmen eines sogenannten Starting Grants des European Research Council (ERC) statt. Weiterhin kooperiert der Nachwuchswissenschaftler unter anderem mit Pharmaunternehmen, um Wirkstoffe gezielt katalytisch herzustellen.

 

Weitere Informationen
Der Greifswald Research Award wird seit 2013 jährlich vom Greifswald University Club (GUC) vergeben. Er würdigt besondere Leistungen in der anwendungsorientierten Forschung von erfahrenen Forschenden und forschungsaffinen Unternehmern sowie Nachwuchswissenschaftlern.
Der Greifswald University Club bedankt sich bei der Sparkasse Vorpommern, die die Veranstaltung in besonderer Weise unterstützt.
Computational Sciences an der Universität Greifswald
Digitalisierung in der Wissenschaft – Durch Computersimulationen die Welt besser verstehen (Artikel von Prof. Dr. Ralf Schneider im Campus Magazin 2019/01)
Arbeitskreis Proteinbiochemie am Institut für Biochemie der Universität Greifswald
 

Medienfotos
Bilder der Preisverleihung können für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos unter pressestelle@uni-greifswald.de angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Stefan Seiberling
Zentrum für Forschungsförderung und Transfer
Wollweberstraße 1
17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1174
gucuni-greifswaldde

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news-47605Wed, 22 May 2019 13:02:53 +0200Universität im Rathaus: Punkt, Punkt, (Komma), Strich und das Haus vom Nikolaus: Von einfachen mathematischen Objekten zu Erkenntnissen in den Naturwissenschaften?https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-punkt-punkt-komma-strich-und-das-haus-vom-nikolaus-von-einfachen-math/Einen spielerischen Zugang zur Mathematik bietet die Veranstaltungsreihe „Universität im Rathaus“ am Montag, 3. Juni 2019. Um 17:00 Uhr hält Junior-Professor Dr. Marc Hellmuth von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät einen Vortrag mit dem Titel „Punkt, Punkt, (Komma), Strich und das Haus vom Nikolaus – Von einfachen mathematischen Objekten zu Erkenntnissen in den Naturwissenschaften“. Der Veranstaltungsort ist diesmal das soziokulturelle Zentrum St. Spiritus. Der Eintritt ist frei! Mathematik kinderleicht? Dass Kinderspiele und Mathematik mehr gemeinsam haben, als man glauben mag, weiß der Biomathematiker und Informatiker Jun.- Prof. Dr. Marc Hellmuth zu erzählen. Dafür reicht es, einen Graphen zu betrachten. Ein Graph ist ein einfaches mathematisches Objekt und besteht aus Punkten, die durch Striche verbunden werden können. Ein sehr bekannter Graph ist zum Beispiel "das Haus vom Nikolaus'', welcher seit dem 19. Jahrhundert als ein Zeichenspiel und Rätsel für Kinder Berühmtheit erlangt hat. Marc Hellmuth beleuchtet in seinem Vortrag, was dieses Kinderspiel mit dem bekannten Mathematiker Leonhard Euler zu tun hat und wie Graphen genutzt werden, um Probleme in den Naturwissenschaften zu lösen.


Universität im Rathaus
Vortrag von Jun.- Prof. Dr. Marc Hellmuth
Punkt, Punkt, (Komma), Strich und das Haus vom Nikolaus –
Von einfachen mathematischen Objekten zu Erkenntnissen in den Naturwissenschaften
Montag, 03.06.2019, 17:00 Uhr
Sozio-kulturelles Zentrum St. Spiritus


Weitere Informationen
Die Reihe Universität im Rathaus wird von der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald organisiert. Der Eintritt ist kostenfrei. Der Vortrag kann barrierefrei erreicht werden.

Medienfoto
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Marc Hellmuth
Institut für Mathematik und Informatik
Junior-Professur für Biomathematik und Informatik
Walther-Rathenau-Straße 47, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4636

Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde

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news-46661Thu, 16 May 2019 13:59:00 +0200Universität in der Region: Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Rechtsextreme und salafistisch-jihadistische Online-Kommunikationhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-radikalisierung-im-digitalen-zeitalter-rechtsextreme-und-salafistisch-j/Welche Rolle spielt das Internet bei der Radikalisierung von Extremisten? Mit dieser Frage befasst sich der Lehrstuhl für Kriminologie, Strafrecht, Strafprozessrecht und vergleichende Strafrechtswissenschaften an der Universität Greifswald. Im Forschungsprojekt „Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention (RadigZ)“ werden seit 2017 Analysen von rechtsextremer und salafistisch-jihadistischer Online-Kommunikation durchgeführt. Zwischenergebnisse stellt Prof. Dr. Stefan Harrendorf am Donnerstag, 6. Juni 2019, in der Sparkasse Anklam vor. Die Veranstaltung der Reihe „Universität in der Region“ beginnt um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei!Soziale Medien wie Facebook, WhatsApp, Telegram und Instagram spielen eine wichtige Rolle bei Radikalisierungsprozessen. Akteure mit extremistischen Hintergrund verbreiten hier ihre Propaganda und versuchen neue Anhänger zu rekrutieren. Das Internet ermöglicht ihnen – in einem durch Anonymität geschützten Raum – einen direkten Austausch, Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten sowie eine weltweite Vernetzung.

Im Forschungsverbund RadigZ untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler worüber im Internet kommuniziert wird und welche Auswirkungen dies auf einen Radikalisierungsprozess haben kann. Dafür analysieren sie rechtsextreme und salafistisch-jihadistische Gruppen-Kommunikationsprozesse. Ziel ist es zu klären, in welchem Ausmaß diese Prozesse zur Annahme radikaler sozialer Identitäten beitragen und die Radikalisierung verstärken. Gleichzeitig sollen besonders relevante Denk- und Argumentationsfiguren identifiziert sowie die einflussreichsten Akteure der untersuchten Foren, Chats und Gruppen ermittelt werden. Dabei werden Gruppen unterschiedlicher Radikalität in den Blick genommen.

Im Vortrag werden (Zwischen-)Ergebnisse aus dem noch bis 2020 laufenden, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt vorgestellt.
 

Universität in der Region
Radikalisierung im digitalen Zeitalter: Rechtsextreme und salafistisch-jihadistische Online-Kommunikation

Referent: Prof. Dr. Stefan Harrendorf, Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät
Donnerstag, 06.06.2019, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Sparkasse Vorpommern in Anklam

Pferdemarkt 1 9, 17389 Anklam

Der Eintritt ist frei!

 

Weitere Informationen
Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Die Reihe wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.

Medienfotos
Hinweis: Das Porträt von Prof. Dr. Stefan Harrendorf kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelle@uni-greifswald.de 

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news-46619Tue, 14 May 2019 15:01:53 +0200Zeitweilige Schließung des Universitätsarchivs https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/zeitweilige-schliessung-des-universitaetsarchivs-46619/Vom 23. Mai bis 21. Juni 2019 bleiben das Universitätsarchiv Greifswald und sein Lesesaal für die öffentliche Benutzung geschlossen. In dieser Zeit findet ein Umzug statt.Vom Umzug betroffen sind 26 Aktenbestände, vorrangig Akten des 20. Jahrhunderts, im Umfang von insgesamt 900 laufenden Metern. Das ist etwa ein Drittel des gesamten historischen Archivfonds der Universität. Der Umzug wurde notwendig, weil die Magazinreserven an den bisherigen Standorten erschöpft waren.

Ab 24. Juni 2019 ist das Universitätsarchiv für die Benutzer wieder wie gewohnt am bisherigen Standort Baderstraße 4-5 geöffnet.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Universitätsarchiv
Baderstraße 4/5, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1156
archivuni-greifswaldde

 

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news-46591Tue, 14 May 2019 09:51:20 +0200Familien-Uni: Vom Fusel zum Kater – Risiken und Nebenwirkungen von Alkoholhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/familien-uni-vom-fusel-zum-kater-risiken-und-nebenwirkungen-von-alkohol-46591/Am Donnerstag, den 23. Mai 2019 hält der Mediziner Hagen Bahlmann im Rahmen der Familien-Universität einen Vortrag zum Thema „Vom Fusel zum Kater – Risiken und Nebenwirkungen von Alkohol“. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr in Hörsaal 2 im Hörsaalgebäude am Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6. Der Eintritt ist frei. „Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren“. Deutschland gehört zu den Ländern mit dem höchsten Alkoholkonsum. Im Jahr 2016 betrug der Pro-Kopf-Konsum an alkoholischen Getränken 133,8 Liter. Das entspricht 9,5 Liter reinem Alkohol. Aber was passiert eigentlich, wenn man sich sprichwörtlich unter den Tisch trinkt? Kann man von selber wieder aufstehen oder muss einem die Medizin helfen? Und wie entsteht überhaupt Alkohol?

Wenn umgangssprachlich von Alkohol gesprochen wird, dann handelt es sich um Ethanol. Ethanol entsteht durch den Prozess der Vergärung von Traubenzucker. Bereits 2.700 Jahre vor Christi Geburt war den Menschen die berauschende Wirkung von Ethanol bekannt. Seitdem hat sich das Rauschmittel über den gesamten Globus verbreitet. Im 9. Jahrhundert wurde das „Schnapsbrennen“ entwickelt, bei dem Ethanol aus Wein destilliert wird. Der Geist des Weines ist die wirksame Essenz, unbegrenzt zu lagern, flüchtig, klar wie Wasser. In der Bezeichnung Weingeist steckt Geheimnisvolles, Unberechenbares. Die Wirkung kann gut oder schlecht sein, beflügeln oder dämpfen.

Hagen Bahlmann ist Oberarzt auf der Kinderintensivstation in der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Greifswald. In seiner Vorlesung wird er den Weg und die Wirkungsweise des Ethanols im menschlichen Körper beleuchten. Der Vortrag wird bunt bebildert sein, nur eine Weingeistprobe wird es nicht geben.


Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von Hagen Bahlmann
Donnerstag, 23. Mai 2019, 17:00 Uhr
Campus Loefflerstraße, Hörsaalgebäude, Hörsaal 2, Ernst-Lohmeyer-Platz 6


Weitere Informationen
Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert, im Herbst 2018 feierte sie ihren zehnten Geburtstag.

Familien-Universität
Bürgerhafen Greifswald                                        

Information für Journalisten: Das Foto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.

 

Ansprechpartner

Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1162
pressestelleuni-greifswaldde

Bürgerhafen Greifswald
Servicebüro
Martin-Luther-Straße 10, 17489 Greifswald
Telefon 03834 7775611
postbuergerhafende

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news-46531Mon, 13 May 2019 12:17:21 +0200Universität Greifswald widmet sich dem Arten- und Klimaschutzhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-widmet-sich-dem-arten-und-klimaschutz-46531/Vom 13. bis 17. Mai 2019 nimmt die zweite „Woche der Nachhaltigkeit in der Lehre“ an der Universität Greifswald den Klimaschutz in den Fokus. Vielfältige Workshop- und Vortragsangebote aus dem Bereich der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) behandeln aktuelle Probleme wie Klimawandel, Artenschutz und die Verschwendung von Ressourcen. Das Programm lädt Studierende und Lehrende aller Fachbereiche ein, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen.Wie können wir lernen, zukunftsfähiger zu denken und zu handeln? Welche Kompetenzen benötigen die Bildungsakteure von morgen, angehende Lehrerinnen und Lehrer, Dozentinnen und Dozenten? Welche Rolle spielen Universitäten bei der Umsetzung nachhaltiger Bildungsziele? Während den theoretischen Fragen in Vorträgen und Workshops nachgegangen wird, bietet der Aktionstag am 14. Mai die Möglichkeit, sich praktisch und nachhaltig für Arten- und Klimaschutz einzusetzen: ausgewählte Flächen am Campus Beitz-Platz sollen in Wildblumenwiesen verwandelt werden, die Mensa berechnet den CO2-Wert ihres Angebots, und regionale Initiativen zum Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz stellen sich vor.

Am 15. Mai diskutieren Vertreter von Stadt und Universität ab 17:30 Uhr bei einer Podiumsdiskussion, in welchen Mobilitätsprojekten bereits eng kooperiert wird und mit welchen Projekten der Greifswalder Verkehr klimafreundlicher werden könnte: Wo sind Chancen, wo entstehen womöglich Zielkonflikte? Welche Maßnahmen sollen in nächster Zeit ergriffen werden, welche sind vielleicht noch Zukunftsmusik?

Das vollständige Programm, Informationen sowie Workshop-Anmeldung unter www.uni-greifswald.de/nachhaltigkeit-lehre. Alle Angebote sind kostenfrei.

 

Weitere Informationen
Link zum BNE-Portal
Programm als pdf

Zum Medienfoto

 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Dr. Tiemo Timmermann
Beauftragter für Nachhaltigkeit
Institut für Botanik und Landschaftsökologie 
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4112 
tiemouni-greifswaldde

Dr. Mascha Hansen
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3364
mascha.hansenuni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsForschungLehreMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-46521Mon, 13 May 2019 09:49:19 +0200Uni Greifswald lockt zum Nachmittag des Wissens https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/uni-greifswald-lockt-zum-nachmittag-des-wissens-46521/Wie sieht meine digitale Welt aus? Wer waren die Wikinger? Was machen Engel? Erstmalig lädt die Universität Greifswald am Donnerstag, den 13. Juni 2019, von 16:00 bis 18:00 Uhr zu einem Nachmittag des Wissens an den Historischen Campus (Rubenowstraße 1) ein. Der Nachmittag des Wissens ist ein Zusatzangebot der Kinder- und JugendUNI und richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren. Der Eintritt ist frei.Das Nachmittagsprogramm der Kinder- und JugendUNI 2019 lockt mit drei 45-minütigen Vorlesungen ins Hörsaalgebäude „Altes Audimax“ sowie zu verschiedenen Mitmachstationen auf den Innenhof des Universitätshauptgebäudes. Unter anderem informieren Studierende des Fachschafsrates Biowissenschaften über das Bienensterben, das Projekt Land │Rettung, zeigt anhand von Puppen, wie man in kurzer Zeit Leben retten kann und die ComputerSpielSchule bietet mit ihrer VR-Brille einen Ausflug in die digitale Welt an.

Jüngere Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren können aus zwei Vorlesungen wählen. Unter dem Titel „Frag doch mal ... die Maus: Fragen zu Gott, der Welt und den großen Religionen“ möchte der Theologe und Medienpädagoge Prof. Dr. Roland Rosenstock beim Nachmittag des Wissens mit den Kindern ins Gespräch kommen. Der dreifache Vater beantwortet in der interaktiven Vorlesung die religiösen Fragen der Kinder. Die zweite Vorlesung dreht sich um das Leben der Wikinger. Mit vielen Bildern bringt der Nordische Philologe Dr. Stefan Drechsler in seinem Vortrag „Die Wikinger – Nur Raufbolde aus dem hohen Norden?“ den Kindern die Welt der Seefahrer aus Nordeuropa näher. Die Vorlesung beinhaltet auch einen interaktiven Teil, bei dem die Kinder selbst mitmachen können.

Die Vorlesung „Youtube & Co. – meine digitale Welt“ spricht Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 14 Jahren an. Referent ist der Kommunikationswissenschaftler Jörg Holten. Er stellt beispielhaft einige Plattformen und ihre Influencer vor, um danach zu klären, was deren Erfolg ausmacht und ob und wie sie Nutzer beeinflussen. Anschließend soll gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie die digitale Welt das Leben bunter machen kann, ohne sich von ihr manipulieren zu lassen.

Zum Vormittagsprogramm der Kinder- und JugendUNI am 12. und 13. Juni 2019 haben sich bereits über 1000 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Der erste Tag richtet sich traditionell an Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4, der zweite an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10. Eine Übersicht der freien Plätze gibt es hier.


Weitere Informationen
Wir weisen darauf hin, dass minderjährige Kinder nur in Begleitung ihrer Lehrerinnen und/ oder Lehrer oder Eltern und/ oder Großeltern an der Kinder- und JugendUNI 2019 teilnehmen können.

Programm Nachmittag des Wissens
Programm Kinder- und JugendUNI
FAQ zur Kinder- und JugendUNI

Medienfotos


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1
17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

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news-46299Wed, 08 May 2019 14:19:03 +0200Universität und Stadt erzielen neuen Rekord bei Wohnsitzprämiehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-und-stadt-erzielen-neuen-rekord-bei-wohnsitzpraemie-46299/Die Universität Greifswald erhält für das vergangene Jahr vom Land Mecklenburg-Vorpommern eine Wohnsitzprämie in Höhe von 798.000 Euro – ein neuer Rekord. Das Land zahlt die Wohnsitzprämie in Abhängigkeit von der Anzahl der neu immatrikulierten Studierenden, die ihren Hauptwohnsitz aus einem anderen Bundesland nach Greifswald oder in eine andere Kommune in Mecklenburg-Vorpommern verlegt haben. Universität, Studierendenschaft und die Greifswald Marketing GmbH werben seit 2013 erfolgreich mit der Heimathafen-Kampagne für den Hauptwohnsitz. Damit die Wohnsitzprämie erreicht wird, müssen sich zunächst 50 Prozent der Erstsemesterstudierenden eines Studienfaches umgemeldet haben. Für jeden weiteren Erstsemesterstudierenden, der sich ummeldet, erhält die Universität 1.000 Euro Wohnsitzprämie pro Jahr für vier Jahre. Die Mittel werden zur Verbesserung der Lehre eingesetzt. Es werden beispielsweise zusätzliche Bücher, PCs und Mikroskope bezahlt, Exkursionen und kulturelle Veranstaltungen bezuschusst oder die Betreuung Studierender mit Kindern unterstützt.

Im Sommersemester 2018 haben sich 46 Prozent der Erstsemesterstudierenden umgemeldet. Das entspricht einer Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit 62 Prozent Ummeldungen im Wintersemester 2018/2019 stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent. Die prozentual höchste Zahl an Ummeldungen zum Hauptwohnsitz gab es im Wintersemester 2018/2019 mit 88 Prozent im Studienfach Landschaftsökologie. Mit 52 von 59 umgemeldeten Studierenden konnten die Landschaftsökologen 23.000 Euro für die Universität Greifswald einwerben. Insgesamt wurden 261.000 Euro im Studienjahr 2018 neu eingeworben. In Verbindung mit 537.000 Euro für die drei anrechenbaren vorangegangenen Studienjahre ergibt sich für 2018 die Gesamtsumme von 798.000 Euro (Vgl. 2017: 714.000 Euro).

Mit dem Slogan „Heimathafen Greifswald. Mein Studienort – Mein Hauptwohnsitz“ wurden zum Wintersemester 2018/2019 neben den bisherigen Werbemaßnahmen auch neue Ideen umgesetzt wie beispielsweise ein 30-Sekunden-Trailer. Außerdem hat das Heimathafen-Team eine Postkartenserie mit Greifswald-Motiven und originellen Sprüchen herausgebracht. Und der in 2017 gestartete Instagram-Account mit über 500 Abonnenten wurde weiter etabliert. „Instagram ist das passende, voll im Trend liegende, Medium, um mit tollen Fotos von unserem Heimathafen die Identität der Studierenden mit ihrem Studien- und Wohnort zu stärken“, sagt Jan Meßerschmidt, Pressesprecher der Universität Greifswald.

Als Dankeschön für die Anmeldung des Hauptwohnsitzes erhalten die Studierenden 100 Euro Umzugsbeihilfe und ein Gutscheinbuch, welches die Greifswald Marketing GmbH jährlich in Kooperation mit der Universität herausgibt. Für das Kalenderjahr 2018 wurden insgesamt 1 067 Anträge auf Gewährung der einmaligen Umzugsbeihilfe für Auszubildende und Studierende mit Hauptwohnung in Greifswald gestellt.


Stimmen zur Wohnsitzprämie 2018

Prof. Dr. Johanna Weber, Rektorin der Universität Greifswald
„Ich freue mich, dass wir die Wohnsitzprämie gegenüber dem Vorjahr erneut steigern konnten. Die Universität und auch die Stadt profitieren sehr von den Studierenden, die ihren Hauptwohnsitz in Greifswald anmelden. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität und des Stadtmarketings sowie den Studierenden in den Fachschaften, die sich mit großem Engagement für die Kampagne eingesetzt haben.“

Dr. Stefan Fassbinder, Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
„Mit der Umzugsbeihilfe und dem Gutscheinbuch wollen wir Neubürger willkommen heißen. Denn für alle, die sich mit Hauptwohnsitz in Greifswald anmelden, erhalten wir als Stadt mehr Geld, das wir dafür einsetzen, ein lebenswertes Umfeld für alle Einwohner zu schaffen. Im ersten Jahr der Neuanmeldung erhält die Stadt rund 100 Euro pro Neubürger über das Finanzausgleichsgesetz, in den Jahren darauf sind es sogar jeweils rund 200 Euro pro Einwohner.“

Maik Wittenbecher, Geschäftsführer der Greifswald Marketing GmbH
„Eine einladende Willkommenskultur für Neugreifswalder ist die beste Investition in die Zukunft unserer Stadt. Dabei ist die Heimathafen-Kampagne mit der Universität wegweisend und für alle sehr fruchtbar, denn insbesondere die Studierenden prägen das Bild unserer Stadt entscheidend mit.“


Weitere Informationen
Webauftritt der Universität zur Heimathafen-Kampagne
Zu den Medienfotos


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de

Rektorat
Thomas Jenssen
Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1106
thomas.jenssenuni-greifswaldde

 

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news-46281Wed, 08 May 2019 11:04:50 +0200Theologische Fakultät intensiviert Austausch mit St. Petersburg https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/theologische-fakultaet-intensiviert-austausch-mit-st-petersburg-46281/Die Theologische Fakultät der Universität Greifswald lädt im Rahmen des im Dezember 2017 abgeschlossenen „Erasmus+-Vertrags“ mit der Staatlichen Universität in St. Petersburg einen renommierten Wissenschaftler zu Vorträgen ein. Dr. Alexander Sizikov vom „Department of Biblical Studies“ wird vom 20. bis zum 24. Mai 2019 die Universität Greifswald, die Theologische Fakultät sowie das Gustaf-Dalman-Institut besuchen und zwei englischsprachige Vorlesungen halten. Die Kontakte der Universität Greifswald zu Universitäten in Russland haben eine lange Tradition und wurden in der jüngeren Vergangenheit dank zahlreicher Initiativen, vor allem aus dem Rektorat der Universität Greifswald, erfolgreich intensiviert. Anlässlich des aktuellen „Erasmus+-Vertrags“ mit der Staatlichen Universität in St. Petersburg, der ältesten Universität in Russland, wird Dr. Alexander Sizikov vom 20. bis zum 24. Mai 2019 die Universität Greifswald besuchen. Als studierter Philologe interessiert sich Dr. Sizikov vor allem für Übersetzungen aus den hebräischen und griechischen Ursprachen der Bibel. Am 21. und 22. Mai wird Alexander Sizikov Vorlesungen zu Theorie und Praxis bei Bibelübersetzungen (21.05., 12–16 Uhr, HS 5, Altes Audimax) und zu den großen Kirchentrennungen, auch innerhalb der Orthodoxen Kirchen (22.05., 12–16 Uhr, HS, Anbau „Alte Augenklinik“, Rubenowstraße 2 B), halten. Interessierte und Studierende wie Dozierende aller Fakultäten, vor allem der Slawistik und Theologie, sind herzlich eingeladen.

Mit dem Dekan der Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Christfried Böttrich, der selbst seit vielen Jahren Forschungskontakte nach St. Petersburg pflegt, ist ein weiterer Erfahrungsaustausch geplant. Denn der Aufbau der Bibelwissenschaften an den Staatlichen Universitäten in Russland kann bereits auf eine längere Kooperation mit westeuropäischen Fakultäten im Rahmen der internationalen „Society for New Testament Studies“ zurückblicken.

Weitere Informationen
Lehrstuhl für Altes Testament an der Universität Greifswald
Lehrstuhl für Neues Testament an der Universität Greifswald


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Stefan Beyerle
Theologische Fakultät
Lehrstuhl für Altes Testament
Am Rubenowplatz 2/3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2516
beyerleuni-greifswaldde

Prof. Dr. Christfried Böttrich
Theologische Fakultät
Lehrstuhl für Neues Testament
Am Rubenowplatz 2/3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2507
chr.boettrichuni-greifswaldde

 

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news-46215Tue, 07 May 2019 14:30:13 +0200Spitzenplätze für Psychologie in Greifswald beim CHE Hochschulranking 2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/spitzenplaetze-fuer-psychologie-in-greifswald-beim-che-hochschulranking-2019-46215/Im aktuellen CHE-Hochschulranking hat das Studienfach Psychologie an der Universität Greifswald in sieben Bewertungskategorien eine Spitzenbewertung erzielt. Die Anglistik/Amerikanistik und die Germanistik der Universität Greifswald haben am aktuellen Ranking nicht teilgenommen. Alle Ergebnisse des Hochschulrankings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) werden am 7. Mai 2019 im neuen ZEIT-Studienführer 2019/2020 veröffentlicht.Studierende der Psychologie schätzen unter anderem die Allgemeine Studiensituation, die Betreuung durch Lehrende, die Studienorganisation, den Wissenschaftsbezug im Studium, die Angebote zur Berufsorientierung, die Bibliotheksausstattung. Außerdem haben sie auch die Prüfungen so bewertet, dass die Kategorie in die Spitzengruppe kam.

Prof. Dr. Alfons Hamm, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Psychologie zu den Ergebnissen: „Spitzenplätze in sieben Kategorien, das ist ganz herausragend für ein vergleichsweise kleines psychologisches Institut. Die exzellenten Beurteilungen zur allgemeinen Studiensituation und zur Betreuung durch die Lehrenden hat uns ganz besonders gefreut. Erfreulich ist auch, dass es gelungen ist, in den Forschungsindikatoren weiter nach oben zu rücken. In den Forschungsgeldern, die pro Wissenschaftler eingeworben wurden, liegt das Institut für Psychologie mit 68.800 Euro beispielsweise vor der FU in Berlin und nur ganz knapp hinter den Psychologie-Instituten der Humboldt-Universität und der Universität Heidelberg. Das alles macht das Psychologie-Studium an der Universität Greifswald ausgesprochen attraktiv. Für uns Lehrende und Forschende ist das Ergebnis Ansporn dort weiter zu machen wie bisher, wo wir bereits spitze sind, und dort noch besser zu werden, wo wir noch Kapazitäten nach oben haben.“

Die ausführlichen Ergebnisse für die Universität Greifswald finden Sie hier.

Das Ranking ist mit über 150 000 befragten Studierenden und mehr als 300 untersuchten Universitäten und Fachhochschulen der umfassendste und detaillierteste Hochschulvergleich im deutschsprachigen Raum. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu bewertet In diesem Jahr neu untersucht wurden die Fächer Anglistik/Amerikanistik, Architektur, Bau- und Umweltingenieurwesen, Biotechnologie, Chemieingenieurwesen/Angewandte Chemie, Elektrotechnik und Informationstechnik, Energietechnik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Maschinenbau, Mechatronik, Physikalische Technik, Psychologie, Romanistik, Umwelttechnik, Verfahrenstechnik sowie Werkstofftechnik/Materialwissenschaft.


Weitere Informationen
CHE-Hochschulranking 2019/20
Hintergründe zum CHE-Ranking


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
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Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
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news-46123Mon, 06 May 2019 13:19:46 +0200Handbuch Aufführungspraxis: Orgel – Vom Mittelalter bis Bachhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/handbuch-auffuehrungspraxis-orgel-vom-mittelalter-bis-bach-46123/Wie können Kompositionen längst vergangener Zeiten zu neuem Klang erweckt werden? Wie hat es wohl in der Chapelle royale in Paris im 17. Jahrhundert geklungen, wenn der Hoforganist auf der Orgel in die Tasten griff? Welche Register zog Bach, wenn er präludierte, mit welchen Ornamenten verzierte Franceso Correa de Arauxo seine Tientos? Solchen Fragen geht Matthias Schneider, Professor für Kirchenmusik mit Schwerpunkt Orgelspiel am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft der Universität Greifswald, in seinem neuesten Buch nach. Er erläutert die Chancen und Grenzen der „Historischen Aufführungspraxis“ und ermuntert seine Leser, „zwischen den Zeilen“ zu lesen: Nur wer die Kontexte der jeweiligen Zeit und Region kennt, die üblichen Gepflogenheiten des Muszierens, die für die Zeitgenossen so selbstverständlich waren, dass sie nicht aufgeschrieben werden mussten, kann dem Originalklang auf die Spur kommen.

In seinem Buch, das in diesen Tagen im renommierten Bärenreiter-Verlag Kassel erschienen ist, untersucht er in zehn Kapiteln die Musik vom Mittelalter über Frankreich, die iberische Halbinsel, Italien und die Niederlande bis zu Johann Sebastian Bach und gibt zahlreiche Informationen über die Ausführung der Musik der jeweiligen Epoche sowie praktische Tipps, welches Tempo angemessen ist, welche Register gezogen werden sollen, wie man den Anschlag auf der Orgel gestaltet und die Ornamente angemessen ausführt.

Am Dienstag, 21. Mai 2019, um 20:00 Uhr, stellt Matthias Schneider in der Aula des Instituts (Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald) einige seiner Ergebnisse vor und gibt mit Klangbeispielen an der Orgel Einblick in die Arbeitsweise der Historischen Aufführungspraxis. Alle, die sich für Orgelmusik interessieren, sind herzlich dazu eingeladen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde
www.musik.uni-greifswald.de

 

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news-45977Fri, 03 May 2019 08:53:34 +0200Greifswalder Wissenschaftler unter den meistzitierten Forschern zu Erkrankungen der Verdauungsorganehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-wissenschaftler-unter-den-meistzitierten-forschern-zu-erkrankungen-der-verdauungsorgane/In der aktuellen Bewertung des Laborjournals zu den meistzitierten Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Verdauungskrankheiten von 2008 bis 2017 ist erneut eine Arbeitsgruppe aus Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Der Greifswalder Mediziner Markus M. Lerch gehört zu den meistzitierten Köpfen im deutschen Sprachraum. Das renommierte Laborjournal (laborjournal.de*) wertet in regelmäßigen Abständen die wissenschaftliche Ausstrahlung deutschsprachiger Forscher in verschiedenen Fachdisziplinen aus. In der aktuellen Zehnjahresanalyse zur Forschung an Leber-, Magen-, Darm-, Pankreas- und Krebserkrankungen der Verdauungsorgane ist mit Prof. Markus M. Lerch schon zum zweiten Mal ein Kliniker aus Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Der Gastroenterologe konnte sich im Ranking sogar um 30 Plätze in die TOP 20 verbessern.Wissenschaft wird heute, wie viele Bereiche des öffentlichen Lebens, messbar gemacht, um eine weitestgehende Vergleichbarkeit ihrer Qualität und Reichweite herzustellen. Bei der Bewertung von Forschungsergebnissen ist dies besonders schwer, weil Wissenschaftsgebiete ganz unterschiedliche Zielsetzungen haben, die von der Aufklärung grundlegender Mechanismen des Lebens bis zur praktischen Anwendung im Alltag reichen. Wissenschaftler werden deshalb meist nur noch innerhalb ihrer jeweiligen Fachdisziplin verglichen. Zur Einschätzung der Bedeutung ihrer Forschung kommen Messgrößen wie die Anzahl der Zitierungen durch andere Wissenschaftler zur Anwendung. Das viel beachtete „Laborjournal“ analysiert seit 20 Jahren in regelmäßigen Abständen alle Bereiche der Forschung von der Anatomie bis zur Zellbiologie und veröffentlicht monatlich Ranglisten der am häufigsten zitierten Originalarbeiten, Übersichtsarbeiten und Wissenschaftler eines jeweiligen Gebietes. 

Sprung von Platz 47 auf 17
Im Aprilheft 2019 wurden erneut die Forschungsarbeiten an den Verdauungsorganen unter die Lupe genommen. Bewertet wurden alle Arbeiten von 2008 bis 2017, die von Wissenschaftlern im deutschsprachigen Raum stammen und sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen der Leber (zumeist Virushepatitis), Magen, Darm (vorwiegend chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Mikrobiom), Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) und Krebs der Verdauungsorgane (meist Dickdarm- oder Leberkrebs) beschäftigen und aus Instituten und Kliniken in Deutschland, Österreich oder der Schweiz publiziert wurden. Unter den meistzitierten Wissenschaftlern findet sich unter anderem eine Kinderärztin, Onkologen und Pathologen (jeweils 2), Chirurgen (3), Naturwissenschaftler (4) und Gastroenterologen. Schon beim letzten Ranking im Jahr 2014 gehörte die Arbeitsgruppe des Greifswalder Pankreaszentrums zu den am häufigsten zitierten Arbeitsgruppen. Dieses Mal zählt ihr Leiter Prof. Markus M. Lerch mit Platz 17 sogar zu den Top Twenty der meistzitierten „Köpfe“.

„Da mit Ausnahme eines Leipziger Hepatologen keine Mediziner aus den Neuen Bundesländern im Laborjournal-Ranking vertreten sind, sind wir als Greifswalder Arbeitsgruppe schon ein wenig stolz auf unsere Platzierung“, sagte Lerch, der seit 2003 die Klinik und Poliklinik für Innere Medizin A an der Universitätsmedizin Greifswald leitet. „Es gibt viel mehr Krebs-, Leber- und Darmforscher als Arbeitsgruppen, die die Bauchspeicheldrüse untersuchen. Deshalb hat es uns schon überrascht, dass unsere Forschung zu den Erkrankungen des Pankreas international so nachhaltig wahrgenommen und zitiert wurde. Möglich wurde dies auch, weil sich in Greifswald die Ergebnisse unserer Grundlagenforschung nicht nur in klinischen Studien, sondern auch im Forschungsverbund der SHIP-Gesundheitsstudie (Study of Health in Pomerania) überprüfen lassen. Das ist schon ein einmaliges Forschungsumfeld in Greifswald“, so Lerch.

* Originalartikel Laborjournal Ausgabe 4/2019 
Publikationsanalyse 2008-2017: Gastroenterologie und Hepatologie
www.laborjournal.de/epaper/LJ_19_04.pdf (Seiten 28-31)
www.laborjournal.de


Ansprechpartner an der Universitätsmedizin Greifswald                              

Klinik und Poliklinik für Innere Medizin A
Direktor: Prof. Dr. med. Markus M. Lerch
Sauerbruchstraße, 17475 Greifswald
Telefon+49 3834 86 7230
gastrouni-greifswaldde

Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Leiter: Christian Arns
Telefon +49 3834 86 5288
christian.arnsmed.uni-greifswaldde
www.medizin.uni-greifswald.de
www.facebook.com/UnimedizinGreifswald
Instagram/Twitter @UMGreifswald

 

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news-45973Thu, 02 May 2019 14:06:57 +0200Erklärung zu Veröffentlichungen der OSTSEE-ZEITUNG zu den Eckwerten der Hochschulentwicklunghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/erklaerung-zu-veroeffentlichungen-der-ostsee-zeitung-zu-den-eckwerten-der-hochschulentwicklung-45973/In den vergangenen Tagen wurden in der OSTSEE-ZEITUNG, Greifswalder Ausgabe, wiederholt Artikel veröffentlicht, in denen aus Unterlagen zitiert wird, die nur hochschulöffentlich verfügbar sind. Dies betrifft den Artikel „Uni Greifswald will mehr Personal für Lehrerbildung“ (12.04.2019) und auch den Artikel „Greifswalder Studierendenwerk baut auf der Wiese“ (23.04.2019). In letztgenannten Artikel wurde die Quelle, Eckwerte zur Hochschulentwicklungsplanung, zu Erwägungen und Kosten von Bauvorhaben der Universität nicht erwähnt. Es wurde von Plänen der Universität gesprochen und so der Eindruck erweckt, dass es hierzu bereits Entscheidungen gab.
Wir stellen hiermit noch einmal klar, dass es sich bei den aktuellen Unterlagen zu den Eckwerten der Hochschulentwicklung noch nicht um Beschlüsse der Universität handelt. Bei den in den Artikeln zitierten Aussagen, Inhalten und Zahlen handelt es sich um Überlegungen, die noch in der nur hochschulöffentlichen Diskussion sind.

Die Mitglieder der Universität Greifswald diskutieren seit mehreren Monaten die von den Hochschulgremien, den Fakultäten, Instituten und Einrichtungen vorgelegten Überlegungen zu den Entwicklungszielen der Universität. Diese wurden in den Unterlagen zu den Eckwerten der Hochschulentwicklung zusammengefasst. Dabei kommt es immer wieder zu Änderungen und Anpassungen der Inhalte. Am Ende des Diskussionsprozesses werden die in einem demokratischen Abstimmungsprozess formulierten Vorstellungen der Universität an das Bildungsministerium in Schwerin weitergegeben. Diese fließen dann in die politischen Entscheidungsprozesse des Landtages zur Hochschulentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern ein.

Mitglieder der Universität haben im Senat und gegenüber der Universitätsleitung ihr Unverständnis darüber geäußert, dass hochschulinterne Informationen und Diskussionen, erneut veröffentlicht werden, bevor Beschlüsse gefasst wurden. Sie empfinden dies als Störung demokratischer Meinungsbildungsprozesse in der Universität.

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelle@uni-greifswald.de

 

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Uni GreifswaldNewsHintergrundMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-45893Thu, 02 May 2019 12:50:04 +0200„Geschichte der Ostsee“ von Professor Michael North nun auch auf Polnischhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/geschichte-der-ostsee-von-professor-michael-north-nun-auch-auf-polnisch-45893/Das Standardwerk des Greifswalder Historikers Michael North „Geschichte der Ostsee. Handel und Kulturen“ wurde im April 2019 vom Verlag Neriton in polnischer Sprache als „Historia Bałtyku“ veröffentlicht. Damit steht das Buch neben der deutschen Ausgabe von 2011 in den Sprachen Englisch (Harvard University Press) und Estnisch (Kirjastus Varrak) zur Verfügung. Eine lettische und eine russische Ausgabe sind in Vorbereitung. Der Ostseeraum war und ist eine Zone fruchtbarer Austauschbeziehungen. Hier leben seit Urzeiten verschiedene sprachliche Gemeinschaften zusammen: Germanen, Slaven, Balten und Finnen, die sich im Mittelalter, zum Teil aber auch erst in der Neuzeit, zu Völkern und Staaten entwickelt haben. Gleichzeitig war der Ostseeraum Schauplatz eines intensiven Austausches auf allen Ebenen des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens. So entstanden supranationale Kulturen wie die der Wikinger und der Slaven oder der Hanse. Aber auch die Niederlandisierung im 16./17. Jahrhundert sowie die Sowjetisierung im 20. Jahrhundert prägten den Ostseeraum. Das Standardwerk „Geschichte der Ostsee. Handel und Kulturen“ beleuchtet die expandierende Ostseeregion historisch von den Wikingern bis zur EU-Ostseeraum-Strategie. Im Mittelpunkt des Buches stehen die vielfältigen Formen ökonomischer, kultureller und politischer Interaktion an der und um die Ostsee.

Die polnische Übersetzung ist als Band 24 der Reihe „Klio w Niemczech“ erschienen, die vom Deutschen Historischen Institut in Warschau herausgegeben wird. Ihr Ziel ist, Standardwerke der deutschen Geschichtsschreibung einer breiten polnischen Leserschaft zugänglich zu machen. In den letzten Jahren wurden in dieser Reihe Werke von prominenten deutschen Historikern wie Dieter Langewiesche, Gottfried Schramm, Karin Hausen, Heinz Schilling oder Ulrich Herbert veröffentlicht.


Weitere Informationen
Michael North ist seit 1995 Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte der Neuzeit an der Universität Greifswald. Seine Publikationen zur europäischen Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte wurden in 13 verschiedene Sprachen übersetzt.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Dr. h. c. Michael North
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Rubenowstraße 2, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3308
northuni-greifswaldde

 

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NewsForschungMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-28497Thu, 02 May 2019 08:30:00 +0200Ausschreibung Familienfreundliche Einrichtung des Jahres 2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ausschreibung-familienfreundliche-einrichtung-des-jahres-2019-28497/Das Rektorat und die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Greifswald vergeben das Zertifikat „Familienfreundliche Einrichtung des Jahres 2019“. Alle Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aufgerufen, Einrichtungen, Bereiche oder Institute der Universität einschließlich der Universitätsmedizin für dieses Zertifikat vorzuschlagen. In der vorgeschlagenen Einrichtung sollte in vorbildlicher Weise auf die Vereinbarkeit von Studium oder Beruf und Familie geachtet werden. Dafür sind folgende Kriterien relevant:

- innovative und kreative Lösungen bei Vereinbarkeitsfragen (Familie und Beruf, Elternzeit für Mütter und Väter, Pflege Angehöriger, Teilzeitmodelle, home office)

- familienfreundliche Termingestaltung und Angebot von Kinderbetreuung bei Terminen und Tagungen

- familienfreundliche     Infrastruktur    (z. B.    Wickelmöglichkeit,    Spielkiste,    Still-    und/oder Rückzugsraum)

- familienfreundliches Führungsverhalten (Urlaubsplanung, Dienstplangestaltung, Mitarbeitergespräche unter Berücksichtigung von familiären Aspekten, Ermutigung zu Auslandsaufenthalten und Konferenzteilnahmen mit Kind)

- flexible Studienbedingungen, z. B. Flexibilisierung von Prüfungszeiten

- Pflichtveranstaltungen zu familienfreundlichen Zeiten


Vorschläge mit entsprechender Begründung sind bis zum 24. Mai 2019 an folgende Adresse zu senden: familienserviceuni-greifswaldde.

Die Senatsgleichstellungskommission wird die Auswahl vornehmen, die Auszeichnung wird im Rahmen des Familienfestes am 20. Juni ab 16.00 Uhr im Innenhof des Internationalen Begegnungszentrums verliehen.

 

Weitere Auskünfte erteilen:

Ruth Terodde (Gleichstellungsbeauftragte)
Telefon 03834 420 1108
ruth.teroddeuni-greifswaldde


Anja Kyris (Familienservice)
Telefon 03834 420 1236
familienserviceuni-greifswaldde

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Uni GreifswaldAusschreibungenNewsForschungMedieninformationenVerwaltung
news-45681Fri, 26 Apr 2019 09:42:49 +0200Universität Greifswald vergibt Käthe-Kluth-Nachwuchsgruppehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-vergibt-kaethe-kluth-nachwuchsgruppe-45681/Die Politikwissenschaftlerin Dr. Rieke Trimcev hat die aktuelle Ausschreibung für die Käthe-Kluth-Nachwuchsgruppe der Universität Greifswald gewonnen. Sie wird ab Frühjahr 2019 für drei Jahre eine Nachwuchsgruppe zum Forschungsthema „Politische Integration durch Konflikt?“ leiten. Mit dem Preis der Käthe-Kluth-Nachwuchsgruppe fördert die Universität Greifswald herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Postdoc-Phase bei der Gestaltung ihrer wissenschaftlichen Karriere.Die Nachwuchsgruppe „Politische Integration durch Konflikt?“ soll sich der Frage widmen, warum und unter welchen Bedingungen politische Konflikte demokratische Ordnungen integrieren, und unter welchen Umständen sie Demokratien erodieren lassen. In ihrer bisherigen Forschung hat Dr. Rieke Trimcev diese Frage schon aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandelt. Ihre 2018 erschienene Dissertation „Politik als Spiel. Zur Geschichte einer Kontingenzmetapher im politischen Denken des 20. Jahrhunderts“ zeichnet einen Bedeutungswandel demokratischer Konflikte im 20. Jahrhundert nach. Seit zehn Jahren beschäftigt sie sich zudem in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe aus Historikern und Politikwissenschaftlern mit den verbindenden und trennenden Wirkungen europäischer Erinnerungskonflikte. 

Dr. Rieke Trimcev ist gebürtige Bremerin. Von 2004 bis 2009 hat sie an der Universität Hamburg Politikwissenschaft, Romanistik und Erziehungswissenschaft studiert und die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an der Oberstufe mit Auszeichnung bestanden. Als Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes war sie von 2010 bis 2012 Promovendin an der Universität Hamburg, ab September 2012 an der Universität Augsburg. Studien- und Forschungsaufenthalte führten sie unter anderem an die Université Sorbonne Nouvelle in Paris und an die Universität Oxford. In der erfolgreichen Qualifizierungszeit vor der Promotion wurde sie 2014 Mutter einer Tochter. 2017 schloss sie bei Prof. Dr. Marcus Llanque in Augsburg ihre Promotion mit summa cum laude ab.

Seit Oktober 2015 arbeitet Dr. Rieke Trimcev als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Hubertus Buchstein (Lehrstuhl für Theorie und Ideengeschichte) am Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaften der Universität Greifswald. Von September bis Dezember 2018 verbrachte die Wissenschaftlerin mit Prof. Dr. Hubertus Buchstein und zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter einen Forschungsaufenthalt in New York. Während sie als DAAD-Stipendiatin an der Columbia University forschte, begleitete ihr Mann, der Politikwissenschaftler Eno Trimcev PhD, Professor Buchstein als Heuss-Lecturer an die New School for Social Research.

„Die Nachwuchsgruppe gibt mir neue Freiräume, um ein eigenständiges Forschungsprogramm zu einem wichtigen und drängenden politischen Thema zu verwirklichen. Besonders freue ich mich auf die Chance, dies in einem Team mit einem jüngeren Wissenschaftler oder einer Wissenschaftlerin zu tun und so schon während der Habilitation in die Doktorandenbetreuung einzusteigen. Formate, die wie die Käthe-Kluth-Nachwuchsgruppe auf faire Zeithorizonte, gute Ausstattung und wissenschaftliche Unabhängigkeit setzen, sind unabdingbar für erfolgreiche Forschung. Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung!“, so die Wissenschaftlerin bei der Preisübergabe.


Weitere Informationen

Die Käthe-Kluth-Nachwuchsgruppe gibt es an der Universität Greifswald seit 2007. Sie ist benannt nach der Anglistin Käthe Kluth (1899–1985), die 1952 erste Professorin an der Universität Greifswald wurde. Für die Arbeit der Käthe-Kluth-Nachwuchsgruppe stellt die Universität Greifswald eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle für eine Doktorandin bzw. einen Doktoranden, Mittel für studentische Hilfskräfte sowie Sachmittel für drei Jahre zur Verfügung. Die Leiterin der Gruppe wird in das universitäre Mentoring-Programm aufgenommen und darüber gezielt gefördert.


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Dr. Rieke Trimcev
Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaften
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3155
rieke.trimcevuni-greifswaldde
http://greifswald.academia.edu/RiekeTrimcev

 

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news-45533Wed, 24 Apr 2019 14:06:57 +0200Universität in der Region | Welchen Einfluss haben Vulkanausbrüche auf Atmosphäre und Klima?https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-welchen-einfluss-haben-vulkanausbrueche-auf-atmosphaere-und-klima-45533/Am Mittwoch, 15. Mai 2019, spricht Prof. Dr. Christian von Savigny von der Universität Greifswald im Kulturforum „Historisches U“ in Pasewalk über Vulkanausbrüche und ihren Einfluss auf Atmosphäre und Klima. Dabei spannt er einen Bogen von historischen Berichten bis hin zur aktuellen Atmosphären- und Klimaforschung. Der Vortrag im Rahmen der Reihe „Universität in der Region“ richtet sich an die breite Öffentlichkeit und ist auch für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 geeignet. Beginn ist um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei!Vulkanausbrüche sind eine der wichtigsten Ursachen natürlicher Klimaschwankungen und können mit zahlreichen, auch schweren Konsequenzen für Mensch und Umwelt verbunden sein. So musste beim Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im Jahr 2010 der Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas eingestellt werden, weil die ausgestoßene Asche für erhebliche Beeinträchtigungen sorgte. Entscheidend für die klimatischen Folgen von Vulkanausbrüchen sind Schwefelverbindungen, die in der Atmosphäre in sogenannte Aerosole umgewandelt werden und das Sonnenlicht zum Teil ins Weltall zurückstreuen. Dies kann zu einer deutlichen Abkühlung der Erdoberfläche führen.

In seinem Vortrag gibt Prof. Dr. Christian von Savigny einen Überblick über die wichtigsten Folgen vulkanischer Aerosole auf Atmosphäre und Klima. Er spannt dabei einen Bogen von historischen Berichten bis hin zur aktuellen Atmosphären- und Klimaforschung. Von Savigny leitet die Arbeitsgruppe Umweltphysik am Institut für Physik der Universität Greifswald und ist zugleich Geschäftsführender Direktor des Physikalischen Instituts. Die Arbeitsgruppe Umweltphysik beschäftigt sich mit der Erforschung physikalischer und chemischer Prozesse in der mittleren Atmosphäre der Erde, beispielsweise dem Einfluss von Sonne und Mond, der Bedeutung von Ozon oder den sogenannten leuchtenden Nachtwolken. Die mittlere Atmosphäre umfasst dabei den Höhenbereich von etwa 10 bis circa 100 km.


UNIVERSITÄT IN DER REGION
Welchen Einfluss haben Vulkanausbrüche auf Atmosphäre und Klima?
Referent: Prof. Dr. Christian von Savigny, Institut für Physik

Mittwoch, 15.05.2019, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Kulturforum „Historisches U“ (An der Kürassierkaserne 9, 17309 Pasewalk)

Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen
Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Diese Reihe wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.
Zum Medienfoto


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde 

 

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news-45477Tue, 23 Apr 2019 14:59:54 +0200Festival Nordischer Klanghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/festival-nordischer-klang-45477/Vom 3. bis 12. Mai 2019 bietet das Greifswalder Festival Nordischer Klang zum mittlerweile 28. Mal eine Vielzahl anregender Erlebnisse aus den Musik- und Kulturszenen Nordeuropas. Die isländische Premierministerin Katrín Jakobsdóttir hat gemeinsam mit der Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns Manuela Schwesig die Schirmherrschaft übernommen. Island ist als Fokusland mit gut einem Viertel der mehr als 40 Programmpunkte aus allen Ländern Nordeuropas besonders gut vertreten. Neben einer Fülle von Konzerten, Lesungen, Ausstellungen, Filmen und Kinderprogramm in Greifswald finden in diesem Jahr erstmals auch je eine Veranstaltung in Loitz und Wolgast statt. Zur feierlichen Eröffnung am 3. Mai werden zahlreiche Ehrengäste im Greifswalder Theater erwartet.Mit relaxtem Soul Pop auf Isländisch startet die Band Moses Hightower aus Reykjavík den Konzertreigen. Obwohl sie in ihrem Heimatland seit knapp einem Jahrzehnt als erfolgreicher Chart Act gilt, konnte man sie auf dem europäischen Kontinent bisher kaum erleben. Ebenfalls von der Vulkaninsel im Nordatlantik kommen der Jazzpianist Jakob Gunnarsson sowie der Electromusiker Klaki; beide sind ausgesprochene Melodiker. Innovative Popmusik spielt die norwegische Band Broen mit ihrem Mix aus New Wave, Hip Hop und Psychodelia, während AyOwA träumerischen dänischen Gesang über Synthesizer-Sounds schweben lässt. Druckvoll beatbetont geht es in zwei instrumentalen Crossover-Projekten her: Kalaha aus Kopenhagen lässt Afro Vibes, Electronica und Jazz zusammen brodeln, Ritva Nero aus Helsinki verquirlt rabiat und virtuos nordischen Folk mit Metal Rock. Lieder aus warmen Ländern erklingen, wenn das brasilianische Obi Trio aus Tallin mit seiner Sängerin Denise Fontoura Bossa Nova und Samba Jazz anstimmt oder wenn die senegalesisch-schwedische Band Sousou & MaherCissoko Afro Pop zu Koraklängen singt. Letztere wurden zum Act des Jahres auf der schwedischen Folk- und Weltmusik-Gala 2018 erkoren. Die zehnköpfige Band Östblocket aus Malmö schmettert tanztreibende Balkanmusik, und der Gitarrenvirtuose Joonas Widenius feiert mit seinem finnischen Trio den Flamenco. Unter dem Motto Sámi Sessions stellen sich junge samische Künstler erstmalig außerhalb ihres Heimatlandes Norwegens vor. Kajsa Balto berührt mit ihrer starken Stimme als Singer/Songwriter und als Joikerin. Gitarrist Viktor Bomstad lässt mit seinem Quartett Sex Magick Wizards die Joiktradition auf Progressive Rock und Power Jazz treffen. Das ebenfalls aus Norwegen kommende Quartett Rolf Roy’s aus Hamar spielt Polka, Rheinländer und andere fröhliche Tanzmusik.

Eine Welterstaufführung präsentiert das UniversitätsSinfonieOrchester Greifswald unter der Leitung des Universitätsmusikdirektors Harald Braun mit dem 40-minütigen Melodram „Auf dem Hochgebirge“ von Frederick Delius. Der britische Komponist Frederick Delius hat die Musik 1888 zur deutschen Übersetzung des gleichnamigen Gedichtes von Henrik Ibsen komponiert. Jetzt ist das Werk erstmals in der Originalfassung zum deutschen Text zu hören. Der Schauspieler Christian Holm übernimmt in der Aufführung den Part des Sprechers. Weitere Klassikkonzerte geben das finnische Duo Annemarie Åström (Violine) und Terhi Dostal (Klavier) mit Werken nordeuropäischer Komponisten und Lunds Bläserquintett, das gemeinsam mit einem Greifswalder Musikschullehrer-Ensemble musizieren wird. Ein Auftritt des Kammerchors Kairos aus dem südschwedischen Ystad beendet das Festival.

Mit Johanna Sinisalo aus Finnland und Johan Harstad aus Norwegen kommen international erfolgreiche Bestsellerautoren. Weitere Buchpräsentationen haben Islands Land und Leute sowie den finnischen Formel 1-Rennfahrer Kimi Räikkönen zum Thema. Die junge isländische Autorin Árný Stella wird im Rahmen des Greifswalder studentischen Übersetzungsprojektes „Neue Nordische Novellen“ lesen. Zu Reflektionen über den nordeuropäischen Wohlfahrtsstaat in soziologischen und literarischen Diskursen lädt ein Informationsforum ein. Eine internationale Podiumsdiskussion ist den politischen Außenbeziehungen der nordischen Länder gewidmet. Weitere Vorträge, Lesungen, Filme, Puppentheater und Ausstellungen komplettieren das Programm. Und schließlich geht der Nordische Klang auch durch den Magen: Acht Greifswalder gastronomische Betriebe bieten Speisen nach nordeuropäischen Rezepten an.

Dies ist eine Medieninformation des Nordischen Klang e. V.


Ausführliches Programm
Das vollständige Programm wird auf der Festival-Homepage www.nordischerklang.de vorgestellt. Der Vorverkauf läuft über mvticket.de.


Honorarfrei verwendbare Pressefotos unter
http://nordischerklang.de/presse/pressebilder-2019/
Passwort: Presse2019


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an
Redaktion Nordischer Klang / Frithjof Strauß
Büro: 03834 420 3621
Mobil: 0160 98 4010 97
redaktion-nokluni-greifswaldde

Nordischer Klang e.V.
c/o Institut für Fennistik und Skandinavistik
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
 

Der Nordische Klang ist auch zu finden unter
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NewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-45211Tue, 16 Apr 2019 09:02:56 +0200Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglichhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/hybrid-neuronen-netzwerke-mit-3d-lithografie-moeglich-45211/Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster zu erkennen und damit große Datenmengen auf die wesentliche Information zu reduzieren. Zentral für diese Funktion des Gehirns sind selbstlernende neuronale Netzwerke. Diese arbeiten dabei auch noch außerordentlich energieeffizient. Um die enormen Datenmengen zu verarbeiten, die durch äußere Wahrnehmung optisch, akustisch und sensorisch auf unsere Sinne einprasseln, benötigt das Gehirn nur 20 Watt. Das entspricht der Leistung einer Glühbirne. Die derzeit schnellsten Supercomputer benötigen 20–30 Megawatt. Für einen Supercomputer, der alle 100 Milliarden Neuronen und eine Vielzahl von Synapsen eines menschlichen Gehirns simulieren kann, benötigte man einen eigenen Kraftwerksblock.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des Center for Hybrid Nanostructures (CHyN) der Universität Hamburg, dem Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg (ZMNH), dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und Prof. Dr. Markus Münzenberg vom Institut für Physik der Universität Greifswald ist es erstmals gelungen, die Signale in künstlich strukturierten 3D-Netzwerken von Neuronen zu untersuchen.

Dazu wurden reduzierte Neuronennetzwerke aus nur wenigen lebenden Neuronenzellen verschaltet. Ziel war es, den Zellen beim Wachsen künstliche dreidimensionale Strukturen gezielt vorzugeben. In den Versuchen wurden einzelne Zellen in einen „Turm“ eingebracht. Die Neuronen wuchsen von dort durch Kanäle zum nächsten „Turm“ und vernetzten sich dort mit dem nächsten Neuron als Netzwerk. Es gelang nachzuweisen, dass die Neuronen Signale abfeuern und leben.

In einfachen Neuronennetzwerken wäre es nun möglich, Funktionen zu verstehen und Fehlabläufe zu diagnostizieren. Was passiert zum Beispiel bei kranken Neuronenzellen oder wie erfolgt die Netzwerksaubildung bei Lernprozessen? Wie kann man Strukturen vorgeben, in denen die Axone geleitet werden, um so das Verknüpfungsmuster vorzugeben? Interessant sind die Antworten schon jetzt für die Praxis: Neuronengerüste können beispielsweise hilfreich sein, um definierte Grenzflächen zur künstlichen Stimulation zu bilden, zum Beispiel durch flexible Mikro-LED-Cochlea Implantate im Ohr.

Die Ergebnisse sind durchaus auch für Forschungen zur Künstlichen Intelligenz interessant, da es bereits Ansätze gibt, Neuronen als Hardware einzusetzen. Wenn der Ansatz mit Hybrid-Neuronen-Netzwerke weiter perfektioniert wird, könnte anhand vereinfachter Modellsysteme studiert werden, wie Netzwerke mit lebenden, echten Neuronen funktionieren.

„Bereits seit 2016 entwickeln wir an der Universität Greifswald lithografische, dreidimensionale Strukturen mittels Laserlithografie. Die Herausforderung bestand darin, dass nur das Innere der winzigen Turmstrukturen beschichtet werden durfte, damit sich die Zellen dort ansiedeln. Auch die Kanäle sind im Inneren beschichtet, sodass die Axone geleitet in den 1–2 μm Kanälen (hundertmal dünner als ein Haar) wachsen können. Erste Ergebnisse zeigen das Prinzip und das immense Potenzial der neuen Methode auf“, erklärt Dr. Christian Denker von der Universität Greifswald.

Prof. Dr. Robert Blick vom Center for Hybrid Nanostructures (CHyN) in Hamburg erklärt: „Dies erlaubt funktionale Neuronenzellen gezielt in Nanostrukturen einzubringen. Uns gelang jetzt der Nachweis, dass der Ansatz funktioniert: Die Neuronenzellen siedeln sich an den Netzwerkpunkten an und bilden durch die künstlichen Kanäle Axone aus.“ Verwendet wurden Post-Natal-Maus Cerebellar Granule Neuron Vorläuferzellen, die in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gewonnen wurden. Durch sogenannte Patch-Clamp-Messungen an einzelnen Zellen konnte nachgewiesen werde, dass diese Zellen weiterhin biologisch aktiv sind und Signale transmittiert werden.


Weitere Informationen

Der Artikel wird in der nächsten Printausgabe der Zeitschrift Advanced Biosystems erscheinen. Eine Vorabversion ist bereits elektronisch erschienen unter: Microscaffolds by Direct Laser Writing for Neurite Guidance Leading to Tailor‐Made Neuronal Networks
C. Fendler, C. Denker, J. Harberts, P. Bayat, R. Zierold, G. Loers, M. Münzenberg and R. H. Blick; Advanced Biosystems, preview (2019).
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/adbi.201800329

Zu den Medienfotos


Ansprechpartner

Universität Greifswald
Prof. Dr. Markus Münzenberg
Institut für Physik
Telefon +493834 420 4780
physik.uni-greifswald.de/ag-muenzenberg/

Universität Hamburg
Prof. Dr. Robert H. Blick
Center for Hybrid Nanostructures
Telefon +49 40 428385672
rblickphysnet.uni-hamburgde
www.chyn.de
www.nanomachines.com/nanomachines/Home.html

 

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-45189Mon, 15 Apr 2019 11:10:45 +0200Kirchenmusik, Revolution und Umweltschutz bei den Hochschulinfotagen in Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/kirchenmusik-revolution-und-umweltschutz-bei-den-hochschulinfotagen-in-greifswald-45189/Vom 9. bis zum 11. Mai 2019 öffnet die Universität Greifswald wieder ihre Türen für alle Studieninteressierten, Eltern und Lehrer. Ob umgeknickte Sprunggelenke, die Wirkmechanismen antibiotisch aktiver Substanzen, Revolutionen in der atlantischen Welt, das Leben und Werk des Paulus oder das Staatsorganisationsrecht – die Fachbereiche aus den fünf Fakultäten der Universität geben einen Einblick in die jeweiligen Studien- und Forschungsinhalte. Auf der Onlineplattform www.wissen-lockt.de stehen über 260 Veranstaltungen an drei Tagen zur Auswahl. Während der „Open Lecture Days“ am 9. und 10. Mai 2019 können Studieninteressierte den realen Studienalltag kennenlernen. Es ist an diesen Tagen möglich, Lehrveranstaltungen an den besagten fünf Fakultäten zu besuchen − der Theologischen, der Rechts- und Staatswissenschaftlichen, der Medizinischen (Universitätsmedizin), der Philosophischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. In Greifswald werden über 40 verschiedene Studienfächer angeboten – von A wie Anglistik bis Z wie Zahnmedizin.

Hauptveranstaltungstag ist Samstag, der 11. Mai 2019. Die Prorektorin für Forschung und Transfer, Prof. Dr. Katharina Riedel, wird im Hörsaalgebäude am Campus Loefflerstraße den Tag um 09:30 Uhr offiziell eröffnen.

Im Hörsaalgebäude präsentieren Dozierende und Studierende ihre Fachbereiche und stellen sich allen Fragen. Die Institute in der Innenstadt und am Berthold-Beitz-Platz bieten zudem zahlreiche Informationsveranstaltungen und Einblicke in ihre Fachgebiete an und laden zu Führungen ein. Parallel finden am 11. Mai 2019 der Tag der Pharmazie statt sowie der 4. Greifswalder Musiktag unter dem Motto „Kirchenmusik & Meer“ statt.

Weiterhin präsentieren sich in diesem Jahr auch Partner der Universität. Die Wohnungsbaugenossenschaft (WGG) ist mit einem Informationsstand vor Ort, um Fragen zum studentischen Wohnen zu beantworten. Mitarbeitende der Stadtinformation informieren an ihrem Stand über das Leben in einer der jüngsten Städte Deutschlands. Zusätzlich werden Führungen durch die Innenstadt angeboten. Die Kustodie der Universität Greifswald bietet Führungen durch die historische Aula im Universitätshauptgebäude sowie durch den Karzer, das alte Studentengefängnis, an. Das Projekt „Motiviert Studiert“ – geleitet vom Greifswalder BWL-Dozenten Dr. Daniel Hunold – verrät „die drei Geheimnisse eines 1,0 Studienabschlusses“.

Achtung! Das detaillierte Programm ist auf der Webseite unter www.wissen-lockt.de zu finden. Für die Planung und Durchführung wird um vorherige Anmeldung zu den Veranstaltungen gebeten. Einige Veranstaltungen haben zudem eine begrenzte Kapazität, sodass eine Anmeldung vorab für die Teilnahme hier zwingend erforderlich ist. Der Besuch aller Veranstaltungen ist kostenfrei.


Weitere Informationen
Studienangebot der Universität Greifswald
Angebote zur Studienorientierung
instagram.com/unigreifswald
facebook.com/uni-greifswald.de


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Studierendenmarketing
Sven Klaws
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1154
sven.klawsuni-greifswaldde

Zentrale Studienberatung
Uta Sanne
Rubenowstraße 2, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1293
zsbuni-greifswaldde

 

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news-45097Fri, 12 Apr 2019 10:21:59 +0200„Molekulare Schere“ für den Plastikmüll möglichhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/molekulare-schere-fuer-den-plastikmuell-moeglich-45097/Ein Team der Universität Greifswald und des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) hat an der Synchrotronlichtquelle BESSY II die Struktur eines wichtigen Enzyms („MHETase“) entschlüsselt. Die MHETase wurde in einem Bakterium entdeckt. Sie ist in der Lage, zusammen mit einem zweiten Enzym, der PETase, den weit verbreiteten Kunststoff PET in seine Grundbausteine zu zerlegen. Die 3D-Struktur der MHETase ermöglichte es den Forschern bereits, die Aktivität dieses Enzyms gezielt zu optimieren, um es zusammen mit der PETase für das nachhaltige Recycling von PET zu nutzen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ DOI 10.1038/s41467-019-09326-3 veröffentlicht.Kunststoffe sind wunderbare Materialien: extrem vielseitig und nahezu ewig haltbar. Doch genau das ist auch ein Problem, denn nach nur rund 100 Jahren Kunststoffproduktion befinden sich inzwischen Plastikpartikel überall, im Grundwasser, in den Ozeanen, in der Luft und in der Nahrungskette. Nur ein winziger Bruchteil der Kunststoffe wird aktuell durch energie- und kostenintensive Verfahren recycelt, wobei sie bisher deutlich an Qualität verlieren oder wiederum von ‚frischem‘ Rohöl abhängen. Ein wichtiger industrieller Kunststoff ist PET, von dem jährlich ca. 50 Millionen Tonnen neu hergestellt werden.

Erst 2016 hat eine Gruppe japanischer Forscher ein Bakterium entdeckt, das auf PET-Kunststoffen wachsen und sich teilweise davon ernähren kann. Wie sie herausfanden, besitzt dieses Bakterium zwei besondere Enzyme, die in der Lage sind, PET-Kunststoff abzubauen: PETase und MHETase. Zunächst zerlegt die PETase den Kunststoff in kleinere Bausteine, vorwiegend MHET, dann spaltet die MHETase diese in die zwei PET-Grundbausteine, Terephthalsäure und Ethylenglykol. Beide Bausteine sind sehr wertvoll für eine Neusynthese von PET – so dass erstmals ein nachhaltiger geschlossener Recyclingkreislauf – ohne Verwendung von Erdöl – möglich wird.

Im April 2018 gelang es mehreren Arbeitsgruppen schließlich, die Struktur des Enzyms PETase aufzuklären, auch Experimente an der Lichtquelle Diamond waren daran beteiligt. Doch die PETase ist nur ein Teil der Lösung, genauso wichtig ist es, die Struktur des zweiten Enzyms, der MHETase, zu erhalten.

„Die MHETase ist deutlich größer als die PETase und noch komplexer. Ein einziges MHETase-Molekül besteht aus 600 Aminosäuren, das sind mehr als 4000 Atome. Die MHETase besitzt eine Oberfläche, die etwa doppelt so groß ist wie die von PETase. Damit gibt es auch wesentlich mehr Optionen, die Oberfläche dieses Enzyms zu modifizieren und für die Zerlegung von PET zu optimieren“, erklärt der Biochemiker und Strukturbiologe Dr. Gert Weber von der gemeinsamen Forschungsgruppe Proteinkristallographie am Helmholtz-Zentrum Berlin und der Freien Universität Berlin.

Als Vertretungsprofessor an der Universität Greifswald nahm Prof. Dr. Weber 2016 dort Kontakt mit Prof. Dr. Uwe Bornscheuer am Institut für Biochemie auf, der sich bereits mit plastikabbauenden Enzymen beschäftigte. Gemeinsam entwickelten sie die Idee, auch die Struktur der MHETase zu entschlüsseln und mit Hilfe dieser Einsicht das Enzym für den PET-Abbau zu optimieren. Dazu mussten sie zunächst das Enzym aus Bakterienzellen gewinnen und im Anschluss reinigen. In dieser Kooperation ist es nun gelungen, an der Synchrotronlichtquelle BESSY II am HZB in Berlin die dreidimensionale komplex gefaltete Architektur von MHETase zu entschlüsseln. Dabei wurde das in der Anlage erzeugte besonders brillante Röntgenlicht genutzt.

„Damit man in der Struktur sieht, wie das Enzym an PET bindet und es zersetzt, benötigt man ein Plastikfragment, das an MHETase bindet, aber nicht gespalten wird“, erklärt Dr. Weber. Ein Mitarbeiter aus dem damaligen Arbeitskreis Weber an der Universität Greifswald, Dr. Gottfried Palm, zerschnitt dafür eine PET-Flasche, zersetzte das PET chemisch und synthetisierte daraus ein kleines Plastikfragment, das an MHETase binden, aber von dieser nicht mehr gespalten werden kann. Aus dieser ‚blockierten‘ MHETase wurden dann am HZB winzige Kristalle für die Strukturuntersuchungen gezüchtet. „Durch diese Strukturuntersuchungen können wir der MHETase gewissermaßen ‚bei der Arbeit zuschauen‘ und daraus Strategien entwickeln, das Enzym zu optimieren“, erläutert Dr. Weber.

„Durch die gemeinsame Forschungsgruppe haben wir an BESSY II die Möglichkeit, jederzeit sehr rasch an den viel gebuchten MX-Beamlines Messzeit anzubieten“, sagt Dr. Manfred Weiss, der für die MX-Beamlines, verantwortlich ist. Die MX-Beamlines (MX steht für Makromolekulare Kristallographie) sind darauf spezialisiert, winzige kristalline Proben aus organischen, sehr großen Molekülen zu durchleuchten, aus den Daten lassen sich die 3D-Faltungen dieser Makromoleküle entschlüsseln. Tatsächlich zeigt die dreidimensionale Architektur der MHETase einige Besonderheiten: Enzyme wie die MHETase, binden zunächst an ihr Zielmolekül, bevor eine chemische Reaktion eintritt. Für jedes abzubauende Molekül braucht man ein maßgeschneidertes Enzym: „Wir können jetzt genau lokalisieren, an welchen Stellen das MHET-Molekül an die MHETase andockt und wie es dadurch in seine beiden Bestandteile Terephthalsäure und Ethylenglykol gespalten wird“, berichtet Dr. Weber.

Allerdings sind PETase und MHETase aktuell noch nicht besonders effizient. „Kunststoffe gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten in diesem Ausmaß – selbst Bakterien mit ihrer schnellen Generationenfolge und raschen Anpassungsfähigkeit schaffen es nicht in einer so kurzen Zeit, durch den evolutionären Prozess von Versuch und Irrtum eine perfekte Lösung zu entwickeln“, erklärt Weber. „Nachdem wir die Struktur dieses sehr wichtigen Enzyms aufklären konnten, können wir nun auch Varianten planen, herstellen und biochemisch charakterisieren, die deutlich höhere Aktivität als die natürliche MHETase zeigen und sogar gegenüber einem weiteren Zwischenprodukt des PET Abbaus, BHET, aktiv sind“, ergänzt Prof. Bornscheuer.

Perspektivisch will Prof. Bornscheuer daher daran arbeiten, PETase und MHETase systematisch für ihre Aufgabe, die Zerlegung von PET, zu optimieren. Gert Weber plant, diese Studien durch weitere strukturbiologische Arbeiten zu ergänzen, um die plastikverdauenden Enzyme schrittweise hin zur Anwendung zu bringen. Dazu ist der Zugang zu den Messstationen und der IT-Infrastruktur des HZB unerlässlich.

Diese Arbeit weist einen Weg hin zu einem „perfekten Recycling“: Künftig könnten solche optimierten Enzyme in biotechnologischen geschlossenen Kreisläufen produziert werden, um PET-Kunststoffe und (perspektivisch) auch weitere Polymere wirklich in ihre Grundbausteine zu zerlegen. Die Kunststoffproduktion wäre dann – Mülltrennung vorausgesetzt – ein geschlossener Kreislauf und nicht mehr vom Rohöl abhängig. Ein Teil des Plastik-Müllproblems wäre damit lösbar.

#unigreifswald #wissenschaft #forschung #science #chemie #plastik
Kurz-URL: http://tinyurl.com/y4rzqvjk 

Weitere Informationen

Structure of the plastic-degrading Ideonella sakaiensis MHETase bound to a substrate - Nature Communications 10.1038/s41467-019-09326-3 | Der Artikel ist zu finden unter: www.nature.com/ncomms

Videointerview mit Prof. Dr. Uwe Bornscheuer zur Einordnung der Erkenntnisse
Medien können das Interview als Rohmaterial erhalten – Download
Kamera und Schnitt: Till Junker, Magnus Schult
Redaktion: Jan Meßerschmidt, Christopher Gray

Grafik und Animation: Das Enzym MHETase ist ein riesiges komplex gefaltetes Molekül. MHET-Moleküle aus dem PET-Kunststoff docken an einer bestimmten Stelle an und werden dort in ihre Grundbausteine zerlegt. – Grafik: Martin Künsting/HZB – Download
Animationen: Gottfried Palm – mhetase in action Variante 2 und Gert Weber mhetase in action Variante 1

Das Foto und die Grafik können für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Pressemitteilung kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. Dabei sind die Namen der Autoren und Produzenten zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Institut für Biochemie
Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4367
uwe.bornscheueruni-greifswaldde
https://www.researchgate.net/profile/Uwe_Bornscheuer


Ansprechpartner am Helmholtz-Zentrum Berlin

Forschergruppe Makromolekulare Kristallographie
Helmholtz-Zentrum Berlin
Albert-Einstein-Straße 15, 12489 Berlin

Dr. Manfred Weiss
Telefon 030 8062 13149
manfred.weisshelmholtz-berlinde

Dr. Gert Weber
Telefon 030 8062 14629
Mobil 0171 7880562
gert.weberhelmholtz-berlinde
www.researchgate.net/profile/Gert_Weber2
publons.com/researcher/1750710/gert-weber/

 

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news-44989Wed, 10 Apr 2019 14:33:41 +0200Universität im Rathaus: Warum für Europa wählen?https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-warum-fuer-europa-waehlen-44989/Am Montag, 15. April 2019, lädt die Veranstaltungsreihe „Universität im Rathaus“ zu einem Vortrag in das Greifswalder Rathaus ein. Um 17:00 Uhr hält der Jurist Prof. Dr. Claus Dieter Classen (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät) einen Vortrag zum Thema „Warum für Europa wählen?“. Der Eintritt ist frei! Der Vortrag zum Thema „Warum für Europa wählen?“ ist im Kontext der Ende Mai stattfindenden Wahlen zum Europäischen Parlament zu sehen. Zunächst wird erläutert, wofür die EU steht: die Sicherung des Friedens, des Wohlergehens der Menschen und grundlegender Werte. Dabei kommt auch die an der Tätigkeit der EU immer wieder zu hörende Kritik zur Sprache, dass sie sich um zu viele Einzelheiten kümmert. In einem zweiten Teil geht es darum, welche wichtige Rolle dem Europäischen Parlament im Rahmen der verschiedenen Institutionen der Europäischen Union zukommt. In einem dritten Teil wird dann einiges zur Struktur des Europäischen Parlaments, also wie es zusammengesetzt ist und nach welchen Regeln es gewählt wird, gesagt.

Weitere Informationen
Universität im Rathaus


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Claus Dieter Classen
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht
Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät
Domstraße 20, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2121
classenuni-greifswaldde

Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde

 

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news-44867Mon, 08 Apr 2019 12:52:36 +0200Greifswalder Wissenschaftler als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung bestätigthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-wissenschaftler-als-praesident-der-deutschen-gesellschaft-fuer-proteomforschung-bestaetigt/Ende März 2019 wurde der Greifswalder Professor für Funktionelle Genomforschung, Prof. Dr. Uwe Völker, als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung (DGPF) bestätigt. Seine Wiederwahl für weitere zwei Jahre fand im Rahmen des Proteomic Forum 2019, dem XIII. Jahreskongress der Europäischen Proteomassoziation (EuPA), in Potsdam statt. In Potsdam diskutierten die Kongressteilnehmer wie durch die Proteomforschung, die die Analyse aller Proteine von Zellen oder Organismen einschließt, völlig neue Einblicke in grundlegende Lebensprozesse sowie in die molekularen Ursachen von Erkrankungen gewonnen werden können. Im Fokus der Konferenz stand auch die Suche nach neuen Biomarkern für die Diagnose, Prognose und Therapie von Erkrankungen.

Ausgerichtet wurde die Tagung von der Deutschen Gesellschaft für Proteomforschung (DGPF). Die DGPF wurde 2001 gegründet, um die in Deutschland laufenden unterschiedlichen Aktivitäten im Bereich der Proteomforschung unter einem Dach zusammenzuführen und die Proteomforschung durch national und international abgestimmte Initiativen voranzubringen. Auf der Mitgliederversammlung der DGPF in Potsdam wurde der Greifswalder Uwe Völker einstimmig als Präsident der Gesellschaft für weitere zwei Jahre wiedergewählt.

Prof. Dr. Uwe Völker hat von 1982 bis 1987 Biologie an der Universität Greifswald studiert. Nach der Promotion im Jahr 1989 arbeitete er von 1993 bis 2002 in Hamburg, Osnabrück, San Antonio/Texas und Marburg und kehrte 2002 als Professor für Funktionelle Genomforschung nach Greifswald an die Universitätsmedizin zurück. Er leitet die Abteilung Funktionelle Genomforschung im 2018 eingeweihten Center for Functional Genomics of Microbes (C_FunGene) am Berthold-Beitz-Platz.


Weitere Informationen
Abteilung Funktionelle Genomforschung an der Universität Greifswald


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Uwe Völker
Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung
Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 5800
voelkeruni-greifswaldde
https://www.researchgate.net/profile/Uwe_Voelker

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news-44861Mon, 08 Apr 2019 11:42:43 +0200Über eine Million Euro für neuen Leibniz-WissenschaftsCampus Rostock-Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ueber-eine-million-euro-fuer-neuen-leibniz-wissenschaftscampus-rostock-greifswald-44861/Anfang April 2019 entschied die Leibniz-Gemeinschaft, deutschlandweit sechs neue Leibniz-WissenschaftsCampi zu fördern. Dem Leibniz-Institut für Katalyse e.V. an der Universität Rostock (LIKAT) gelang es, gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) in Greifswald und den Universitäten Greifswald und Rostock, den Wissenschaftscampus ComBiCat nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen. Die beteiligten Forscher werden nach einer Lösung für eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen suchen: dem Wandel von fossilen Ressourcen zu nachwachsenden Rohstoffen für die Herstellung von Chemikalien und Energieträgern. Schlüsseltechnologie ist dabei die Katalyse.Die Campi „erlauben eine kooperative und transdisziplinäre Herangehensweise an Themen mit besonderer gesellschaftlicher Relevanz“, so Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft.

Durch den Zusammenschluss der Expertisen von vier hochkarätigen Wissenschaftszentren im Nordosten Deutschlands entsteht ein Forschungsverbund mit Weltrang. Nur durch die Zusammenarbeit der vier Partnerinstitutionen werden alle Katalysedisziplinen abgedeckt, die zur Lösung dieses bedeutenden gesellschaftlichen Problems notwendig sind. Mit der gebündelten Expertise in Bio-, Chemo- und Photokatalyse, innovativer plasmabasierter Katalyse und Verfahrenstechnik ist es Ziel, Katalysatorsysteme für die nachhaltige Chemikalien- und Energieerzeugung zu entwickeln. Dabei sollen auch Konzepte zur Umsetzung von Abfallstoffen zu hochwertigen chemischen Produkten entwickelt werden.

„Wir haben uns drei Ziele gesteckt: die Verwendung nachhaltiger Rohstoffe für die saubere katalytische Produktion von Kraftstoffen und Chemikalien, die wesentlicher Bestandteil unseres Alltags sind; eine ganzheitliche Herangehensweise für die Nutzbarmachung bisher unzugänglicher Biomasse und nicht zuletzt eine interdisziplinäre Ausbildungsplattform zu schaffen, die eine neue Forschergeneration hervorbringt, die in der Lage ist, über die Grenzen ihrer Disziplin hinaus zu denken“, sagt Prof. Paul Kamer, Fachbereichsleiter am LIKAT und Sprecher des WissenschaftsCampus ComBiCat.

Prof. Uwe Bornscheuer vom Institut für Biochemie der Universität Greifswald erklärt: „Ich freue mich, dass die bereits seit langer Zeit bestehenden Kontakte zum LIKAT und zum Institut für Chemie an der Universität Rostock nun durch den Campus ComBiCat es erlauben spannende wissenschaftliche Fragestellungen mit einer soliden Finanzbasis durchführen zu können."

Der WissenschaftsCampus ComBiCat wird über einen Zeitraum von vier Jahren durch die Leibniz-Gemeinschaft und die Partner-Institute mit einem Volumen von 1.132.800 € gefördert. Insgesamt werden 12 Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen des Projektes ausgebildet.

#forschung #leibniz #unigreifswald #unirostock #inpgreifswald

Weitere Informationen
Dies ist eine abgestimmte Medieninformation der beteiligten Einrichtungen.
 

Medienkontakt für diese Medieninformation
Dr. Sandra Hinze
Leibniz-Institut für Katalyse e.V.
Telefon +49 381 1281 279
Sandra.Hinzecatalysisde
www.catalysis.de

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Institut für Biochemie
Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4367
uwe.bornscheueruni-greifswaldde 
​​​​​​biotech.uni-greifswald.de

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Uni GreifswaldNewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-44757Thu, 04 Apr 2019 12:29:03 +0200Englischsprachige Übersetzung des Lehrbuchs „Geologie Deutschlands“https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/englischsprachige-uebersetzung-des-lehrbuchs-geologie-deutschlands-44757/Das Lehrbuch zur „Geologie Deutschlands“ von Prof. Dr. Martin Meschede, das nach der Erstveröffentlichung 2015 im letzten Jahr bereits in der zweiten Auflage erschien, liegt in dieser überarbeiteten Form nun auch in englischer Sprache vor. Es wurde unter dem Titel „The Geology of Germany. A Process-Oriented Approach“ veröffentlicht. Der geologische Aufbau Deutschlands ist sehr abwechslungsreich. Dies vermittelt das Lehrbuch in anschaulichen vierfarbigen Grafiken und verständlichen Texten. Es richtet sich daher nicht nur an ein Fachpublikum, sondern auch an Nicht-Geologen. Im Norden breitet sich die norddeutsche Tiefebene aus, die von jungen Lockersedimenten bedeckt ist. Daran schließen sich die Mittelgebirge an, in denen die ältesten Gesteine Deutschlands zu finden sind, und im Süden folgen die Alpen, ein nach geologischen Maßstäben junges Hochgebirge, mit ihrer Vorlandsenke, der alpinen Molasse. Das Buch behandelt folgende Fragen:

  • Wie sind diese unterschiedlichen Gebirge und Landschaftsformen entstanden?
  • Welche Gesteine bilden den geologischen Untergrund Deutschlands?
  • Was ist der Grund dafür, dass Erdbeben nur in bestimmten Regionen Deutschlands auftreten?
  • Wo gibt es junge Vulkane und warum sind sie einst ausgebrochen?
  • Wie sind all diese Erscheinungen in das plattentektonische Geschehen in Mitteleuropa eingebunden?
  • Wie wurde schließlich die heutige Landoberfläche geformt?

Auf all diese Fragen geben Prof. Dr. Martin Meschede und Prof. Dr. Laurence N. Warr vom Institut für Geographie und Geologie in ihrer nun vorliegenden englischen Ausgabe des Buches zur Geologie Deutschlands Antworten und zeichnen die Entwicklung Deutschlands von seinen Anfängen auf verschiedenen Kontinenten bis hin zum heutigen Nebeneinander der unterschiedlichen Struktureinheiten nach.


Weitere Informationen

Über die Autoren

  • Martin Meschede, Jahrgang 1957, ist seit 2001 Professor für Regionale und Strukturgeologie an der Universität Greifswald. Von 1986 bis 2001 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Tübingen. Er beschäftigt sich vorwiegend mit plattentektonischen Themen, der marinen Geologie, Geodynamik, Strukturgeologie und regionaler Geologie Mittelamerikas und des Ostpazifikraums sowie des nördlichen Mitteleuropas. Neben anderen wissenschaftlichen Publikationen hat er zusammen mit Wolfgang Frisch (Tübingen/Wien) auch das Lehrbuch Plattentektonik (Frisch und Meschede, 2013) mitverfasst. Zusammen mit Jan Harff (Sczcecin/Polen), Sven Petersen (Kiel) und Jörn Thiede (Kiel und St. Petersburg/Russland) brachte er die Encyclopedia of Marine Geosciences heraus.
  • Laurence N. Warr, Jahrgang 1965, ist seit 2007 Professor für Ökonomische Geologie und Geochemie an der Universität Greifswald. Von 1990 bis 2002 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Heidelberg. Von 2003 bis 2007 war er für die CNRS (Centre national de la recherche scientifique) an der Universität Straßburg/Frankreich, tätig. Er beschäftigt sich vor allem mit der Tonmineralogie, Diagenese, Metamorphose und Deformationsprozessen in Störungszonen. Seine regionalen Schwerpunkte liegen in SW England, Mitteleuropa, Kalifornien und Neuseeland. Neben anderen wissenschaftlichen Publikationen hat er zum Lehrbuch Geological History of Britain and Ireland, 2009 bei Wiley in der zweiten Auflage herausgekommen, beigetragen.

Meschede, M., Warr, L.N. (2015): The Geology of Germany – a Process-Oriented Approach. – Reihe: Regional Geology Reviews. Springer, Heidelberg – Berlin, 304 Seiten.
ISBN 978-3-319-76102-2 (85,59 Euro | eBook 67,82 Euro).


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Martin Meschede
Regionale und Strukturgeologie
Institut für Geographie und Geologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4560
meschedeuni-greifswaldde

Prof. Dr. Laurence N. Warr
Ökonomische Geologie und Geochemie
Institut für Geographie und Geologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4578
warruni-greifswaldde

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-44531Tue, 02 Apr 2019 09:02:09 +0200Professor Dr. Claus-Dieter Heidecke neuer Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/professor-dr-claus-dieter-heidecke-neuer-vorstandsvorsitzender-der-universitaetsmedizin-greifswald-4/Der Ärztliche Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Claus-Dieter Heidecke, wurde mit Wirkung zum 1. April 2019 vom Aufsichtsrat zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Universitätsmedizin Greifswald bestellt. „Ich freue mich über das Vertrauen des Aufsichtsrates und übernehme diese Aufgabe sehr gerne. Meine Vorstandskollegen werden gemeinsam mit mir den erfolgreichen Kurs der Universitätsmedizin Greifswald fortführen“, betonte Prof. Claus-Dieter Heidecke.Der bisherige Vorstandsvorsitzende und Wissenschaftliche Vorstand Prof. Dr. Max P. Baur ist zum 31. März 2019 aus familiären Gründen vorzeitig in den Ruhestand getreten. Stellvertretende Vorstandsvorsitzende bleibt der Kaufmännische Vorstand Marie le Claire. Weitere Vorstandsmitglieder sind Peter Hingst (Pflege) und der Kanzler der Universität Greifswald, Dr. Frank Schütte. Prof. Dr. Karlhans Endlich wird weiterhin als Stellvertretender Dekan und Professor Dr. Klaus Hahnenkamp als Stellvertretender Ärztlicher Vorstand fungieren. Das Verfahren zur Findung eines Nachfolgers für die Position des Wissenschaftlichen Vorstandes ist noch nicht abgeschlossen.

Professor Dr. Claus-Dieter Heidecke (64) ist bereits vor einem Jahr zum Ärztlichen Vorstand ernannt worden, nachdem er diese Position zuvor gut ein Jahr lang kommissarisch innehatte. Bekannt ist er als langjähriger Direktor der Chirurgischen Klinik. Der gebürtige Frankfurter hat an der Universität Regensburg und der Technischen Universität München Humanmedizin studiert. An der TU München promovierte, habilitierte und arbeitete der Chirurg, bevor er 2001 an der Universitätsmedizin Greifswald den Lehrstuhl für Allgemeine und Viszeralchirurgie und die Leitung der Chirurgischen Klinik als Direktor übernahm. Von 2002 bis 2012 war er Studiendekan der Medizinischen Fakultät. 2011 absolvierte er den Masterstudiengang Gesundheitsmanagement an der Hochschule Osnabrück.

Ansprechpartner Universitätsmedizin Greifswald
Vorstandsvorsitzender/Ärztlicher Vorstand
Prof. Dr. med. Claus-Dieter Heidecke
Fleischmannstraße 8, 17475 Greifswald
Telefon +49 3834 86 5013
aerztlicher.vorstandmed.uni-greifswaldde
www.medizin.uni-greifswald.de

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-44331Tue, 26 Mar 2019 14:49:19 +0100Familien-Uni: Das biochemische Labor der Zukunft – Roboter an der Uni Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/familien-uni-das-biochemische-labor-der-zukunft-roboter-an-der-uni-greifswald-44331/Am Donnerstag, den 4. April 2019, startet die Reihe der Familien-Universität in das Sommersemester. Der Chemiker Prof. Dr. Uwe Bornscheuer, Leiter der Arbeitsgruppe „Biotechnologie und Enzymkatalyse“ am Institut für Biochemie wird zusammen mit seinem Mitarbeiter Dr. Mark Dörr Einblick in die Arbeit mit der robotergesteuerten Protein-Screening Anlage LARA geben. Im Anschluss an den Vortrag laden wir zu einer Besichtigung von LARA ein. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr in Hörsaal 1 im Institut für Biochemie. Der Eintritt ist frei. Roboter spielen nicht nur in der Industrie zum Beispiel bei der Herstellung von Autos eine wichtige Rolle, sondern auch in der modernen Biochemie. Die Universität Greifswald besitzt als einzige Universität in Deutschland eine große, robotergesteuerte Protein-Screening Anlage, die auf den Namen LARA hört.

Viele Wirkstoffe, unter anderem Pharmazeutika, werden mithilfe von Enzymen hergestellt. Enzyme sind Proteine, die in der Lage sind chemische Reaktionen zu beschleunigen, d.h. zu katalysieren. Daher werden sie auch Biokatalysatoren genannt. Enzyme erlauben es bei milden Reaktionsbedingungen (z.B. Raumtemperatur, neutraler pH-Wert) mit hoher Präzision und Schonung der Umwelt gezielt komplexe Moleküle herzustellen. Nicht immer findet sich für die Herstellung von Wirkstoffen ein passendes Enzym in der Natur. Daher widmen sich Forscher am Institut für Biochemie neben der Suche nach geeigneten Biokatalysatoren auch deren Optimierung. Diese Optimierung erfolgt häufig durch computerbasierte Vorhersagen von Positionen, die im Enzym systematisch oder zufällig verändert werden sollen. Darüber hinaus werden unzählige noch nicht untersuchte Biokatalysatoren aus Metagenombanken getestet.

Die Roboterplattform LARA erlaubt es bis zu 10.000 Enzymvarianten pro Woche zu untersuchen und vollautomatisiert zahlreiche experimentell aufwändige Schritte zu durchlaufen. In einer Mikrofluidik-Anlage können sogar Millionen Biokatalysatoren im Pikoliter-Maßstab durchmustert werden, um schneller die besten Kandidaten zu finden. In der Vorlesung wird anhand von Beispielen auf die wissenschaftliche Bedeutung der Roboterplattform eingegangen und deren Aufbau und Funktionsweise erläutert.

 

Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von Prof. Dr. Uwe Bornscheuer & Dr. Mark Dörr
Donnerstag, 04.04.2019, 17:00 Uhr
Campus Beitzplatz, Institut für Biochemie, Hörsaal 1, Felix-Hausdorff-Straße 4


Weitere Informationen
Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert, im Herbst 2018 feierte sie ihren zehnten Geburtstag.

Familien-Universität
Bürgerhafen Greifswald

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Ansprechpartner

Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1162
pressestelleuni-greifswaldde

Bürgerhafen Greifswald
Servicebüro
Martin-Luther-Straße 10, 17489 Greifswald
Telefon 03834 7775611
postbuergerhafende

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Uni GreifswaldEinrichtungenMathNat (MNF)NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-44325Tue, 26 Mar 2019 14:23:37 +0100Universität in der Region – Tatort Darm: Wie Antibiotika Bakterien anfeuernhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-tatort-darm-wie-antibiotika-bakterien-anfeuern-44325/Am Mittwoch, 10. April 2019, berichtet Dr. Susanne Sievers von der Universität Greifswald im Audimax des Kreiskrankenhaus Wolgast über den Einfluss von Antibiotika auf den Darm. Der Vortrag „Tatort Darm: Wie Antibiotika Bakterien anfeuern“ richtet sich an die breite Öffentlichkeit ebenso wie an medizinisches Personal. Die Veranstaltung in der Reihe „Universität in der Region“ beginnt um 17:00 Uhr im Audimax. Der Eintritt ist frei!Im menschlichen Darm leben Billionen Mikroorganismen (das Mikrobiom) und beeinflussen unsere Verdauung und unser Immunsystem. Ihre Anzahl übersteigt die Anzahl der Zellen, aus denen unser Körper besteht, bei weitem. Welche Bedeutung diese Mikroorganismen für unsere Gesundheit haben, ist derzeit Gegenstand der Forschung.

Schon seit langem ist bekannt, dass eine Behandlung mit Antibiotika nicht nur krankmachende Keime abtötet, sondern auch unser Mikrobiom aus dem Gleichgewicht bringt oder zerstört. In der Folge können sich Krankheitserreger ausbreiten und Infektionen im Darm verursachen. Clostridioides difficile stellt einen solchen opportunistischen Keim dar und führt laut Robert-Koch-Institut die Rangliste der gefährlichsten bakteriellen Krankenhauskeime an. Die Symptome einer C. difficile Infektion reichen vom leichten Durchfall bis hin zum Darmdurchbruch. Im Gegensatz zu anderen „Superkeimen“ ist aber nicht die Antibiotikaresistenz das größte Problem bei der Behandlung der Infektion, sondern vielmehr die Fähigkeit des Bakteriums, eine höchst widerstandsfähige Überlebensform (Endosporen) zu bilden.

Die Mikrobiologin Dr. Susanne Sievers berichtet zudem von der Entwicklung neuartiger und alternativer Therapien, die die positive Wirkung unserer Darmflora einbeziehen.

 

UNIVERSITÄT IN DER REGION
Tatort Darm: Wie Antibiotika Bakterien anfeuern
Referentin: Dr. Susanne Sievers
Mittwoch, 10.04.2019, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Kreiskrankenhaus Wolgast (Audimax)
Chausseestraße 46,17438 Wolgast
Der Eintritt ist frei!

 

Weitere Informationen

Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Die Reihe „Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
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Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde 

 

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-44257Mon, 25 Mar 2019 15:06:48 +0100Möglichkeiten sowie Grenzen der Forschung an und für Menschen mit Demenzhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/moeglichkeiten-sowie-grenzen-der-forschung-an-und-fuer-menschen-mit-demenz-44257/Am 28. März 2019 findet in Greifswald die 5. Ethiktagung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), Standort Rostock/Greifswald statt. Auf der Tagung im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald werden interdisziplinär und multiperspektivisch die Möglichkeiten und Grenzen der Forschung für und mit Menschen mit Demenz vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Frage: Unter welchen Bedingungen darf für und mit an Demenzerkrankten geforscht werden? Tagungspartner sind die Deutsche Alzheimer Gesellschaft Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., das Alfried-Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald sowie die Akademie für Ethik in der Medizin e.V.In Deutschland sind aktuell 1,5 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Diese Zahl wird angesichts des demographischen Wandels in den nächsten Jahrzehnten weiter ansteigen. Derzeit sind die meisten Demenz-formen, insbesondere die Demenz vom Alzheimertyp, nicht heilbar. Daher ist die Forschung mit und an Menschen mit Demenz ein elementarer Baustein.

Im Mittelpunkt der Forschung mit Demenzerkrankten stehen häufig Menschen, deren kognitive Leistungsfähigkeit zum Zeitpunkt ihres Einschlusses in eine Studie so weit gemindert ist, dass entweder Zweifel an ihrer Einwilligungsfähigkeit bestehen oder sogar schon Betreuungsverhältnisse implementiert werden mussten. Eine andere Gruppe von Forschungspatientinnen und –patienten ist zwar zu Studienbeginn noch vollauf entschei-dungsfähig, verliert jedoch die entsprechenden Kompetenzen im Projektverlauf. Zentrale Fragestellung in der Demenzforschung ist daher: Unter welchen Bedingungen darf für und mit Menschen mit Demenz geforscht werden?

Um diese Frage beantworten zu können, werden in Greifswald zahlreiche Akteure aus Wissenschaft, Politik und Versorgungspraxis diskutieren. Themen wie Probandenverfügung in der Arzneimittelforschung, Zufallsbefunde im Forschungsprozess hinsichtlich des Risikobewusstseins von Probanden und forschungsethische Konsequenzen und Unterstützung von Selbstbestimmung von Menschen mit Demenz durch bessere Person-Umwelt-Passung werden in Impulsvorträgen und anschließenden vertiefenden Diskussionen in Workshops thematisiert. Gemein-schaftlich im Dialog soll eine Positionierung zur Kernfrage „Selbstbestimmung trotz Demenz! - Probandenschutz statt Entmündigung in der Forschung“ erarbeitet werden.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Anmeldungen bitte per E-Mail an ethiktagung2019dznede.

Weitere Informationen
5. Ethiktagung des DZNE Rostock/Greifswald: 28. März 2019, Beginn: 9:00 Uhr
Alfried-Krupp-Wissenschaftskolleg Greifswald, Martin-Luther-Straße 14, 17489 Greifswald
Programmflyer

DZNE Standort Rostock/Greifswald
Alzheimer Gesellschaft Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Akademie für Ethik in der Medizin
Alfried-Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald

Ansprechpartner am DZNE Standort Rostock/Greifswald
Dr. Ina Zwingmann
Dr. Kerstin Wernecke
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)
Standort Rostock/Greifswald
Ellernholzstr. 1-2, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 86 77 76
ethiktagung2019dznede
 

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news-44255Mon, 25 Mar 2019 14:05:12 +0100Vorzeitiger Wechsel an der Spitze des UMG-Vorstandes – Prof. Dr. Max P. Baur: „Universitätsmedizin Greifswald ist gut gerüstet für die Zukunft“https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/vorzeitiger-wechsel-an-der-spitze-des-umg-vorstandes-prof-dr-max-p-baur-universitaetsmedizin-g/Der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Dr. Max P. Baur (Foto), wird zwei Monate eher als geplant seine Amtszeit beenden. „Ich habe den Aufsichtsrat um eine Beendigung meiner Vertragslaufzeit bereits zum 31. März 2019 gebeten. Hintergrund der Entscheidung ist ein schwerer Verkehrsunfall in meiner Familie“, so Baur. „Ich bin dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Staatssekretär Sebastian Schröder, sehr dankbar für das Entgegenkommen und die uneingeschränkte Unterstützung. Auch der Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, Marie le Claire, meinen Vorstandskollegen, dem Stellvertretenden Dekan, Prof. Dr. Karlhans Endlich, und den Prodekanen bin ich mehr als dankbar, da sie seit dem Vorfall in allen Belangen für mich eingesprungen sind.“Der gebürtige Düsseldorfer Prof. Dr. Max P. Baur war zum 1. Juni 2015 zum ersten hauptamtlichen Wissenschaftlichen Vorstand und Vorstandsvorsitzenden an der Universitätsmedizin Greifswald berufen worden. Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) zählt mit ihren 20 Kliniken, 19 Instituten und weiteren Tochterunternehmen sowie mit fast 4.000 Mitarbeitern zu den größten Unternehmen und Ausbildungsbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern. 

Nachhaltigere Förderung von Forschung und Lehre dringend erforderlich
„Als Vorstandsvorsitzender stand ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen vor der Aufgabe, in schwierigen Zeiten der Konsolidierung die drei elementaren Säulen der Universitätsmedizin, die Forschung, Lehre und Krankenversorgung, gleichwertig und ausgewogen weiter zu entwickeln und das Flaggschiff der Region Vorpommern wieder ins ruhige Fahrwasser zu manövrieren. Dabei konnte ich immer auf die tatkräftige Mitwirkung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Berufsgruppen zählen. Ich gehe fest davon aus, dass der erfolgreiche Sanierungsprozess sich auch in diesem Jahr in den Ergebnissen beim Jahresabschluss widerspiegeln wird. Trotz aller Probleme, die die universitäre Spitzenmedizin auch bundesweit zu bewältigen hat, sehe ich unseren Medizin- und Wissenschaftsstandort Greifswald gut für die Zukunft gerüstet“, zeigte sich der Vorstandsvorsitzende zuversichtlich. Eine auskömmliche Grundfinanzierung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung, die Realisierung von innovativen Modellen zur Versorgung der ländlichen Region, den Abbau des Investitionsstaus bei der medizinische Ausstattung sowie die gezielte Berufungspolitik, Nachwuchsförderung und Fachkräftegewinnung sieht der Vorstandsvorsitzende als die größten Herausforderungen der Zukunft.

„Uns ist es gelungen, die eingeworbenen Drittmittel für die Forschung mit durchschnittlich ca. 23 Millionen jährlich wieder auf ein hohes Niveau zu bringen. In Mecklenburg-Vorpommern kann sich das sehen lassen“, so Baur weiter. „Im Bundesvergleich können wir unser Potenzial nur bedingt ausschöpfen. Dafür wäre eine höhere, nachhaltigere und kontinuierlichere Forschungsförderung des Landes im Rahmen des Landeszuführungsbetrages notwendig. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die zahlreichen Berufungen in den kommenden Jahren von großer Bedeutung.“

Die Einführung des ersten forschungsunterstützenden klinischen Arbeitsplatzsystems KAS+ in Deutschland zum 1. Juli 2018 nannte Prof. Dr. Max P. Baur einen Meilenstein auf dem Weg zum digitalisierten Krankenhaus, auch wenn es deutlich mehr Anlaufschwierigkeiten gegeben hatte als zunächst gedacht. Medizinische Daten aus der Krankenversorgung sollen damit erstmals direkt, wesentlich schneller und qualitativ umfassender in die Medizinforschung einfließen.

Top aufgestellt ist nach Auffassung des Wissenschaftsdekans nach wie vor die Lehre. „Greifswald zählt zu den beliebtesten Studienorten mit enorm großer Nachfrage. Dank der langjährigen Aufbauarbeit und des Einsatzes des amtierenden Studiendekans Prof. Hans J. Grabe sind wir in Greifswald auch ausgezeichnet auf die grundlegende akademische Reform des Humanmedizinstudiums, den Masterplan Medizinstudium 2020, vorbereitet. Weitere Akzente können wir darüber hinaus mit dem neuen Studiengang Pflege setzen, der in Kürze starten soll.“

Nicht zuletzt war eine aktive Gleichstellungspolitik eine Herzensangelegenheit des scheidenden Vorstandsvorsitzenden. „Neun der insgesamt 21 Berufungen auf Professuren der UMG waren in den vergangenen vier Jahren Frauen, die sich in qualitativ hochkarätigen Verfahren durchgesetzt haben. Das ist eine vielversprechende positive Entwicklung, allerdings muss daran künftig nahtlos angeknüpft werden. Wir brauchen die hochqualifizierten, engagierten Frauen in unserer UMG in allen Positionen.“

Die Nachfolge für die Position des hauptamtlichen Dekans ist rechtzeitig ausgeschrieben worden. Aktuell befindet sich das aufwändige Berufungsverfahren auf der Zielgeraden. Der Fakultätsrat der Universitätsmedizin Greifswald wird demnächst über die neue Dekanin oder den neuen Dekan entscheiden. Über den Vorstandsvorsitz entscheidet anschließend der Aufsichtsrat.

Prof. Dr. Max P. Baur (70) ist in Düsseldorf aufgewachsen und hat an der Universität Bonn Mathematik studiert. Nach einem Forschungsaufenthalt an der University of California in Los Angeles (USA) habilitierte er 1981 an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn zum Fachgebiet „Medizinische Statistik, Dokumentation und Datenverarbeitung“ und übernahm 1985 dort den Lehrstuhl für „Medizinische Biometrie, Informatik und Epidemiologie“. Zuvor leitete der verheiratete Vater von vier erwachsenen Kindern von 1982 bis 1985 die Abteilung Biometrie und Epidemiologie am Deutschen Diabetes Forschungsinstitut (DDFI) in Düsseldorf. Von 2005 bis 2010 war er Prorektor für Wissenschaft und Forschung der Universität Bonn. Seit 2011 und bis zum Wechsel an die Universitätsmedizin Greifswald zum 1. Juni 2015 stand der Mathematiker als hauptamtlicher Dekan an der Spitze der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn.

Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit liegen in der genetischen Epidemiologie komplexer Krankheiten, der Diabetesforschung sowie in der statistischen Abstammungs- und Spurenbegutachtung. Prof. Dr. Max P. Baur ist Mitglied in mehreren nationalen und internationalen Fachgesellschaften und deren Gremien und hat mehr als 200 wissenschaftliche Beiträge und vier Bücher publiziert.


Dies ist eine Medieninformation der Universitätsmedizin Greifswald.

Ansprechpartner Universitätsmedizin Greifswald
Vorstandsvorsitzender/Wissenschaftlicher Vorstand/Dekan

Prof. Dr. rer. nat. Max P. Baur
Fleischmannstraße 8, 17475 Greifswald
T +49 3834 86-50 00
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news-44143Thu, 21 Mar 2019 16:25:49 +0100Plant³ - Bioökonomie für den Strukturwandel in der Region Vorpommernhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/plant3-biooekonomie-fuer-den-strukturwandel-in-der-region-vorpommern-44143/Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt für das Bündnis Plant³ in den kommenden fünf Jahren bis zu 15 Millionen Euro für einen biobasierten Strukturwandel in Vorpommern bereit. Ziel des Verbundvorhabens ist es, die Veredlung pflanzlicher Rohstoffe zum Motor des Wandels im östlichen Mecklenburg-Vorpommern werden zu lassen. Hinter Plant³ als Bioökonomie-Region steht ein breites Bündnis, das von der Universität Greifswald, der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern und dem Wissenschafts- und Technologiepark Nord° Ost° (WITENO) geführt wird.Die wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Nutzung der großen Land-, Moor- und Meerflächen im östlichen Landesteil Mecklenburg-Vorpommerns birgt ein beträchtliches Wertschöpfungspotenzial, das bislang unzureichend genutzt wird. So stellen Hülsenfrüchte (Leguminosen), wie beispielsweise die blaue Süßlupine, in der Landwirtschaft eine wertvolle Eiweißquelle für die Weiterverarbeitung in der Ernährungswirtschaft dar. Schilf und Rohrkolben aus wiedervernässten Mooren liefern Fasern für neue Bau- und Dämmstoffe. Hochwertige Spezialzucker aus Meeresalgen, die unter anderem in Pharmazeutika oder Kosmetika eingesetzt werden, können zukünftig eine zusätzliche Einkommensquelle für Fischer sein.

Der Wissensstandort Greifswald mit der Forschungsexpertise der Universität Greifswald, den Gründerzentren der WITENO GmbH und hochinnovativen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wie der Enzymicals AG bildet gemeinsam mit dem Wirtschaftsstandort Anklam und der dort angesiedelten Zuckerfabrik, der Anklam Extrakt GmbH und der Continental AG einen Kristallisationskeim für Bioökonomie. „Die Ablösung einer auf fossilen Ressourcen basierenden Wirtschaft durch die Nutzung biobasierter Ressourcen und biologischer Prozesse bietet für unsere Region eine historische Chance, immense Wertschöpfung vor Ort zu erzielen und nicht weiter landwirtschaftliche Rohstoffe zu exportieren und die verlängerte Werkbank für andere Regionen zu sein“, sagt Dr. Stefan Seiberling von der Universität Greifswald, der das erfolgreiche Antragskonsortium aus über 60 Unternehmen, Verbänden, Landwirten, öffentlichen Verwaltungen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen koordinierte.

„Die Initiative hat jetzt schon eine sehr gute Dynamik entfaltet, wie ich sie in Vorpommern noch nicht erlebt habe“, erklärt Rolf Kammann als Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern. „Der partizipative Ansatz, die Einbeziehung aller Akteure von Fischern und Landwirten, die die wertvollen Rohstoffe liefern bis hin zum Biotechnologieunternehmen, das daraus Inhaltsstoffe extrahiert, die wiederum in der Lebensmittelindustrie, der Bau-, Energie oder Textilbranche im Land Verwendung finden, ist unser Schlüsselbeitrag zum Strukturwandel im östlichen Mecklenburg-Vorpommern.“

Kern des offenen Innovationsnetzwerkes ist ein Innovationsmanagement, das mit Unterstützung aller Akteure den Bedarf in der Region erhebt, Projektideen entwickelt und bei der Verwertung unterstützt. Flankiert wird das Innovationsmanagement durch ein sogenanntes Plant³-Treibhaus, das als Inkubator und Beschleuniger für innovative Vorhaben Kernelement der Zusammenarbeit und der Schaffung von Innovationsfähigkeit ist. „Wir entwickeln neue Instrumente, um die Ideen aufkeimen zu lassen und daraus konkurrenzfähige Unternehmensgründungen zu ziehen, die zukünftig das Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie mit Leben füllen“, so Dr. Wolfgang Blank, Geschäftsführer der WITENO GmbH.

Eine Denkfabrik (Think Tank) wird die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten wissenschaftlich begleiten und aus der wissenschaftlichen Analyse heraus Impulse für die strategische Weiterentwicklung liefern. „Bioökonomie ist eine große Chance gerade für unseren strukturschwachen ländlichen Raum“, betont Prof. Daniel Schiller als Sprecher des Plant³-Verbundes. „Es gilt, auf betrieblicher und regionaler Ebene Erfolgsfaktoren und Barrieren innovativer Produkte und Prozesse zu untersuchen, und dadurch die Innovationsfähigkeit der Akteure im Plant³-Verbund zu verbessern.“

Das Bündnis Plant³ - Strategien für die hochwertige Veredlung von pflanzenbasierten Rohstoffen in Nordostdeutschland, wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms WIR! – Wandel durch Innovation in der Region gefördert. Die WIR!-Vorhaben sollen mit innovativen Ansätzen den Strukturwandel in ihren Regionen vorantreiben. Das Programm zielt vor allem auf Regionen, die noch nicht zu den sichtbaren Innovationszentren gehören. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden aus über einhundert Einreichungen 20 Innovationsbündnisse in ganz Ostdeutschland ausgewählt. Jedem WIR!-Bündnis stehen in der gut fünfjährigen Umsetzungsphase bis zu fünfzehn Millionen Euro zur Verfügung.

Außer dem „Plant³“-Bündnis waren gleich zwei weitere WIR!-Vorhaben aus Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich: „CAMPFIRE“ unter der Führung des Greifswalder Leibniz-Instituts für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP) sowie „Physics for Food“ der Hochschule Neubrandenburg.

Kurz-URL: http://tinyurl.com/y237w4q7
www.uni-greifswald.de/forschen/plant3

#forschung #forschungsprojekt 

Weitere Informationen
Pressemeldung des BMBF zur Auswahl der Programm "WIR!-Konsortien
Informationen zu dem Förderprogramm WIR! – Wandel durch Innovation in der Region


Ansprechpartner

Universität Greifswald
Prof. Dr. Daniel Schiller
Wirtschafts- und Sozialgeographie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a
17487 Greifswald
Telefon 03834 420 4524
daniel.schilleruni-greifswaldde

WITENO GmbH
Dr. Wolfgang Blank
Walther-Rathenau-Str. 49a
17489 Greifswald
Telefon 03834 51511 0
wbbcvorg

Wirtschaftsfördergesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH
Rolf Kammann
Brandteichstraße 20
17489 Greifswald
Telefon 03834 550604
kammanninvest-in-vorpommernde

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news-43999Tue, 19 Mar 2019 14:55:10 +0100Forscher machen ein gefährliches Bakterientoxin unwirksamhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/forscher-machen-ein-gefaehrliches-bakterientoxin-unwirksam-43999/Mit der zunehmenden Antibiotika-Resistenz werden alternative Verfahren zur Behandlung bakterieller Infektionen immer notwendiger. Forschenden der Universität Greifswald ist es in Zusammenarbeit mit der Universität Münster gelungen, Zielzellen pathogener Bakterien enzymatisch so vorzubehandeln, dass eine bedeutende toxische Wirkung des Bakteriums Staphylococcus aureus ausblieb. Die Ergebnisse der Arbeits-gruppe Physiologie und Biochemie der Tiere des Zoologischen Instituts wurden Ende Februar 2019 in der Fachzeitschrift Toxins (DOI 10.3390/toxins11020126) veröffentlicht. Jede dritte Person weltweit trägt das Bakterium Staphylococcus aureus ständig auf der Haut und im vorderen Nasenraum mit sich herum ohne davon etwas zu bemerken. Die Bakterien nutzen allerdings Abwehrschwächen, beispielsweise durch Alter, Bettlägerigkeit oder Virusinfekt, um sich schneller zu vermehren. Dadurch können sie pathogen werden und neben oberflächlichen Furunkeln oder Abszessen auch Infektionen im Körperinneren wie Herzinnenhautentzündung, Lungenentzündung etc. verursachen. Überschreiten die Bakterien lokal im Körper eines Wirtes (Mensch oder Tier) eine kritische Bakteriendichte, beginnen sie mit der Produktion löslicher Toxine, die im Wirtsgewebe physiologische Veränderungen oder sogar den Zelltod auslösen können.

Eines der bedeutenden Toxine von S. aureus ist das sogenannte alpha-Toxin. Es kann Blutzellen zerstören und wird daher auch Hämolysin A genannt. Das alpha-Toxin trägt erheblich zur Pathogenität des Bakteriums bei, so dass es als einer der wichtigsten Virulenzfaktoren von S. aureus gilt. Der Wirkmechanismus des alpha-Toxins beruht dabei auf der Bildung von Transmembranporen in den Oberflächen der Wirtszellen, den sogenannten Zellmembranen. Die dadurch entstehende offene Verbindung zwischen Extra- und Intrazellularraum erlaubt es Ionen und kleinen organischen Molekülen, ihren Konzentrationsgefällen zu folgen und unkontrolliert in die Zelle einzuströmen oder aus der Zelle auszutreten. Damit verbunden sind erhebliche zellphysiologische Probleme. Zum Beispiel können epitheliale Zellen ihre Barrierefunktion zwischen Umwelt und Körperinnerem nicht mehr vollumfänglich ausüben.

Wissenschaftler der Universität Greifswald um Dr. Sabine Ziesemer und Prof. Dr. Jan-Peter Hildebrandt in Kooperation mit einem Kollegen der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Münster, PD Dr. Achim G. Beule, suchen daher nach Wegen, die Wirkung des alpha-Toxins auf Zielzellen zu unterdrücken. Da S. aureus auch an der Entstehung von Lungenentzündungen (Pneumonien) beteiligt ist, nutzen die Forscher Kulturen menschlicher Atemwegsepithelzellen als Modellsysteme. Anhand dieser Modellsysteme untersuchen sie, wie das alpha-Toxin auf die Struktur und Funktion der Zellen wirkt, mit dem Ziel, mögliche Angriffspunkte für eine abschwächende Wirkung des Toxins zu finden.

Die kürzlich in der Fachzeitschrift Toxins publizierten Ergebnisse zeigen, dass ein bestimmter Lipid-Bestandteil der Zelloberfläche, das sogenannte Sphingomyelin, für den Zusammenbau und damit für die Bildung der alpha-Toxin-Pore essentiell ist. Die Forscher haben dieses Membranlipid mit einem Enzym (einer Sphingomyelinase) chemisch modifiziert und festgestellt, dass sich in den Zellmembranen der anschließend mit alpha-Toxin behandelten Zellen keine Toxin-Poren mehr ausbildeten. Und nachfolgend blieben auch alle sonst üblichen zytotoxischen Wirkungen des alpha-Toxins auf die Atemwegsepithelzellen aus.

Angesichts der global zunehmenden Resistenz vieler Staphylococcus-Stämme gegen Antibiotika (MRSA, Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme) und dem Rückzug vieler Pharma-Konzerne aus der kostenintensiven Antibiotika-Forschung werden alternative Verfahren zur Beherrschung bakterieller Infektionen immer notwendiger. Die hier behandelten Grundlagenforschungsbefunde zeigen einen Ansatz, wie durch präventive Maßnahmen die durch das alpha-Toxin vermittelte pathogene Wirkung von S. aureus verhindert werden kann.
 

Weitere Informationen
Artikel in der Fachzeitschrift Toxins (DOI 10.3390/toxins11020126)
Die Open-Access-Publikationskosten wurden gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, 393148499) und den Open-Access-Publikationsfonds der Universität Greifswald.
AG Physiologie und Biochemie der Tiere

Medienfotos

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Jan-Peter Hildebrandt
Universität Greifswald
Zoologisches Institut und Museum
AG Physiologie und Biochemie der Tiere
Felix Hausdorff-Straße 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4295
jphuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de

 

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news-43861Mon, 18 Mar 2019 10:05:14 +0100Internationalität leben: Universität Greifswald beteiligt sich am „Deutschen Frühling – Saksa Kevad“ in Estlandhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/internationalitaet-leben-universitaet-greifswald-beteiligt-sich-am-deutschen-fruehling-saksa-kevad/Vom 20. März bis zum 10. April 2019 präsentiert sich das Land Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Kulturveranstaltung „Deutscher Frühling – Saksa Kevad“ in Estland. Die Universität Greifswald beteiligt sich mit verschiedenen Veranstaltungsformaten an dem mehrwöchigen Kulturfestival, das zum Ziel hat, Deutschland als ein interessantes, modernes und vielseitiges Land vorzustellen.Seit Jahrzehnten pflegt die Universität Greifswald auch dank der Hochschulpartnerschaft mit der Universität Tartu enge Verbindungen mit Estland. Die Beteiligung am Deutschen Frühling lag daher nahe. „Ich freue mich, dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende der Universität Greifswald am Deutschen Frühling in Estland beteiligen. Besonders freuen wir uns, mit dieser Veranstaltung die bestehenden Beziehungen weiter auszubauen“, sagt Rektorin Prof. Dr. Johanna Weber.

Ein Programmpunkt ist das interdisziplinäre Forum „Border in My Mind - Läänemeri meets Ostsee“ zum Thema Grenze. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des erst Ende Februar gestarteten Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) werden gemeinsam mit Kollegen der Universität Tartu die historische Dimension der deutsch-estnischen Verflechtungen in Kunst, Handel und Politik sowie die Rolle des Meeres thematisieren. Das Baltikum und insbesondere Estland nehmen eine zentrale Stellung zwischen den verschiedenen Mächten im Ostseeraum ein. Mit dem kulturellen Erbe deutscher, schwedischer und russischer Fremdherrschaften vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert hinein und der gegenwärtigen wirtschaftlichen sowie politischen Stärke junger Nationen geben die baltischen Staaten wichtige Impulse für Konfliktlösungen und Kooperationen im Ostseeraum. Letzteres steht im Fokus der Forschungsfragen des IFZO.

Was Orte mit Menschen machen und wie sie sich in der Literatur widerspiegeln, das ist das Thema des Literaturgesprächs „Texte – Spuren – Orte“. Erstmalig treten zwei Gewinnerinnen sowie ein Gewinner des Literaturpreises Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam auf, um ausgewählte Texte vorzustellen. Mit dabei ist unter anderem Berit Glanz, die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neue Skandinavische Literaturen an der Universität Greifswald ist, sie schreibt Theaterstücke und Prosa. Slata Roschal hat bereits Lyrik und Kurzprosa in Literaturzeitschriften veröffentlicht und studierte Slawistik, Germanistik und Komparatistik an der Universität Greifswald, derzeit promoviert sie an der LMU München.

Verbindende Elemente der Kulturen des Ostseeraumes sind Orgelbau und Orgelmusik. Prof Dr. Matthias Schneider, Direktor des Instituts für Kirchenmusik und Musikwissenschaft, präsentiert im Rahmen von zwei Konzerten in der Nikolaikirche in Tallinn Norddeutsche Barockmusik sowie zeitgenössische Orgelkompositionen. Darüber hinaus wird Prof. Schneider einen Meisterkurs an der Tallinner Musik- und Theaterakademie geben. Ein besonderer Dank gilt Prof. Andres Uibo, dessen Hilfe und Anregungen das Gastkonzert von Matthias Schneider und den Meisterkurs möglich gemacht haben. Die Kooperation zwischen beiden Orgelprofessuren nahm im Rahmen des Nordischen Klangs 2018 ihren Auftakt.

Auch engagierte Studierende beteiligen sich am Deutschen Frühling. Der international ausgerichtete und universitätsnahe Verein Greifswald Model United Nations simuliert gemeinsam mit Studierenden der Partneruniversität Tartu eine Konferenz der Vereinten Nationen. Die Konferenz beschäftigt sich mit dem Thema „Nachhaltige Entwicklung im Nahen Osten“. Völkerverständigung, Multilateralismus und ein konsequenter Einsatz für den Frieden in der Welt sind die im Verein gelebten Überzeugungen. Die internationalen Beziehungen werden im Rahmen des „Deutschen Frühlings“ nicht nur simuliert, sondern auch praktisch gepflegt.

Weitere Informationen

Seit 2010 präsentiert sich Deutschland mit dem „Deutschen Frühling“ in Estland. Das Goethe-Institut Estland sowie die Deutsche Botschaft Tallinn organisieren mit einer Fülle an estnischen Partnern die mehrwöchige Kulturveranstaltung. Ziel des „Deutschen Frühlings“ ist es, Deutschland als ein interessantes, modernes und vielseitiges Land vorzustellen.

Programm Deutscher Frühling
Video GreiMUN
Facebook GreiMUN
Twitter Berit Glanz

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1
17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

 

 

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news-43825Fri, 15 Mar 2019 14:05:31 +0100Greifswalder Absolventin mit Promotionspreis ausgezeichnethttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-absolventin-mit-promotionspreis-ausgezeichnet-43825/Im Februar 2019 wurde Dr. Ulrike Binsker in Göttingen mit dem Promotionspreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) ausgezeichnet. Ulrike Binsker hat von 2008 bis 2013 in Greifswald Biochemie studiert und in der Abteilung für Molekulare Genetik und Infektionsbiologie der Universität Greifswald unter der Leitung von Prof. Sven Hammerschmidt promoviert. In ihrer Promotionsarbeit mit dem Titel „Characterizing and deciphering the interaction of human platelets and platelet-derived proteins with Streptococcus pneumoniae and Staphylococcus aureus” hat Ulrike Binsker die Interaktion von Krankheitserregern mit Proteinen von Thrombozyten und die Aktivierung von Thrombozyten durch Staphylococcus aureus Proteine untersucht. Thrombozyten sind die kleinsten Immunzellen, die verschiedene Proteine gespeichert haben. Sie sind hauptverantwortlich für die Blutgerinnung und Blutstillung. Thrombozyten werden insbesondere aktiviert bei invasiven Infektionen und einer durch Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken), Staphylococcus aureus und andere Erreger verursachten Blutvergiftung. Dies kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie zum Beispiel Thrombozytenarmut oder einer infektiösen Herzinnenhauentzündung führen.

In sehr umfangreichen und anspruchsvollen Studien hat Ulrike Binsker systematisch die Thrombozyten-aktivierenden Proteine von Staphylococcus aureus identifiziert und die Bedeutung dieser Proteine für die Thrombozyten-Ansammlung aufgeklärt. Ihre Ergebnisse hat sie erfolgreich auf nationalen und internationalen Kongressen und Konferenzen in Vorträgen präsentiert. Aus den experimentellen Studien resultierten vier Erstautor-Publikationen in den international peer-reviewed Fachzeitschriften Journal of Biological Chemistry (2015 und 2017), Journal of Innate Immunity (2019) sowie eine in Thrombosis and Haemostasis (2018). In zwei weiteren Publikationen, die im Journal of Biological Chemistry (2014) bzw. InternationalJournal of Medical Microbiology (2018) erschienen sind, ist Ulrike Binsker Ko-Autorin.

Auf der in Greifswald organisierten Sommerschule „Infection Biology“ wurde Ulrike Binsker vom eingeladenen Sprecher Prof. Dr. Jeffrey Weiser (New York University) aufgrund der wissenschaftlichen Diskussion und Expertise eine Postdoc-Stelle in seinem Institut angeboten. Diese Position hat sie bereits im Oktober 2017 angetreten.

 

Weitere Informationen
Das Promotionsprojekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Transregio 34 (SFB-Transregio 34, Projekt C10 Prof. Sven Hammerschmidt / Prof. Andreas Greinacher) gefördert.
Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie
Abteilung Molekulare Genetik und Infektionsbiologie der Universität Greifswald

Das Medienfoto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Sven Hammerschmidt
Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung
Abteilung Molekulare Genetik und Infektionsbiologie
Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 5700
sven.hammerschmidtuni-greifswaldde
ww.uni-greifswald.de

Kontakt Dr. Binsker
Dr. Ulrike Binsker
Department of Microbiology
NYU Langone Health
Alexandria Center for the Life Sciences, West Tower
430 East 29th Street
New York, NY 10016
Ulrike.Binskernyulangoneorg

 

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news-43827Fri, 15 Mar 2019 10:00:00 +0100Grundsanierung der Alten Universitätsbibliothek Greifswald beginnthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/grundsanierung-der-alten-universitaetsbibliothek-greifswald-beginnt-43827/Anfang April 2019 beginnen im Gebäude der Alten Universitätsbibliothek Greifswald (Alte UB) umfangreiche Bauarbeiten. Bis voraussichtlich Ende 2020 werden Elektro- und Heizungsanlagen erneuert. Die Bestände dieser Bibliothek können in dieser Zeit nur eingeschränkt genutzt werden. Die Grundsanierung wird durch den Geschäftsbereich Hoch-schul- und Klinikbau des landeseigenen Betriebs für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL M-V) durchgeführt. Die Kosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro.In der Alten Universitätsbibliothek in der Rubenowstraße 4 sind die Spezialsammlungen Altes Buch& Handschriften und Pomeranica untergebracht. Diese befinden sich im Magazinbereich des denkmalgeschützten Gebäudes und verbleiben während der Bauarbeiten in den Regalen. Um sie zu schützen, wurden sie in den vergangenen Wochen mit Spezialfolie eingehaust. Insgesamt befinden sich ca. 273.500 Werke im Magazin der Alten UB.
Bei der Sammlung Altes Buch & Handschriften handelt es sich um Literatur der Druckjahre bis einschließlich 1850. In der Spezialsammlung Pomeranica, befindet sich die Literatur über und aus dem historischen Pommern sowie dem heutigen Vorpommern.

Zu den Bauarbeiten
Um den Brandschutz im Magazin der Alten Universitätsbibliothek deutlich zu verbessern, wird die komplette Elektroanlage erneuert. Die Arbeiten sind eine Herausforderung, da auch umfangreiche Vorgaben des Denkmalschutzes umgesetzt werden. Unter anderem ist geplant, die historischen Rippenheizkörper aus dem Jahr 1880 aufzuarbeiten und zukünftig weiter zu nutzen.
Foyer- und Arbeitsbereiche sowie das Treppenhaus sollen sich nach Beendigung der Sanierungsarbeiten wieder in historischer Gestaltung mit roten Wand- und Deckenfarben präsentieren.

Nutzung der Bestände
Grundsätzlich können die Magazinbestände der Alten UB trotz Bauarbeiten zur Verfügung gestellt werden. Zum Schutz der Bestände muss dies jedoch auf ein Minimum, insbesondere auf Werke, die sich nur im Besitz der Universität Greifswald befinden, beschränkt werden. Ein Teil der Bestände ist bereits digitalisiert. Werke die anderenorts verfügbar sind, können über Fernleihe beschafft werden. Für Nutzer, die keine Mitglieder der Universität Greifswald sind, muss allerdings die übliche Leihgebühr von 1,50 Euro pro Werk erhoben werden.
Auch wenn der Lesesaal der Alten UB von den Bauarbeiten nicht betroffen sein wird, werden die dort aufgestellten Freihandbestände der die Fachrichtungen Kunst und Musik vom 15. März 2019 an in die die Zentrale Universitätsbibliothek am Berthold-Beitz-Platz umziehen. Während der Umzugsphase bis zum 29.03.2019 können diese Bestände nur bestellt werden.Genauere Informationen finden Sie auf den Internetseiten der Universitätsbibliothek Greifswald.

Zur Geschichte des Gebäudes
Das von dem Berliner Architekt Martin Gropius konzipierte und geplante Gebäude wurde ab 1880 errichtet. Es wurde das erste eigenständige Bibliotheksgebäude der Universität Greifswald. Das Konzept war für die damalige Zeit revolutionär, denn mit dem Bau verabschiedete man sich konsequent von den bis dahin üblichen Saalbibliotheken. Das Büchermagazin wurde innerhalb des Gebäudes als freitragende gusseiserne Skelettkonstruktion mit sechs Ebenen errichtet. Auch die Regale waren zur Bauzeit innovativ. Die Regalböden konnten entsprechend der Größe der Bücher versetzt werden. Diese Regale und die ursprüngliche Magazinkonstruktion sind bis heute weitestgehend erhalten geblieben. Beinahe baugleiche Magazinbibliotheken wurden damals in Halle und Kiel errichtet.

Medienfotos
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#bibliothek #geschichte #unigreifswald #ubgreifswald

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news-43743Thu, 14 Mar 2019 12:36:39 +0100Präventionsstudie zu Stress und Sorgen während der Schwangerschaft und nach der Geburthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/praeventionsstudie-zu-stress-und-sorgen-waehrend-der-schwangerschaft-und-nach-der-geburt-43743/An der Universitätsmedizin Greifswald startete am 12. März 2019 die Studie Netzwerk Vorpommern: Psychosoziale und neurobiologische Gesundheit von Schwangeren und jungen Müttern in Vorpommern (PriVileG-M). Im Fokus der Studie stehen stressbelastete schwangere Frauen in Vorpommern. Neben der Universitätsmedizin sind die Universität Greifswald und die Hochschule Neubrandenburg in die Studie eingebunden.Für die Studie werden schwangere Frauen bis ca. der 25. Schwangerschaftswoche gesucht. Die Teilnehmerinnen werden etwa 12-15 Monate begleitet, bis zur Vollendung des 1. Lebensjahres ihres Kindes. Innerhalb dieses Zeitraums finden fünf Befragungen bzw. Untersuchungen statt. 

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden sich mit den Auswirkungen des mütterlichen Stresses auf das Ungeborene und später auf das Baby beschäftigen. Die teilnehmenden Frauen werden dabei unterstützt, mit individualisierten Therapiemaßnahmen ihren Stresslevel zu reduzieren. Ziel ist es, sie darin zu fördern, eine stabile Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen, selbstsicherer in Konflikten zu reagieren und sie in ihrer Gesundheitskompetenz zu stärken. Somit erwarten wir, auch das Bindungsverhalten der Kinder und ihre weitere Entwicklung zu fördern.

Langfristig sollen die Untersuchungsergebnisse genutzt werden, präventive Unterstützungsangebote in Vorpommern zu etablieren, die auf die Bedürfnisse schwangerer Frauen und junger Mütter mit Belastungen ausgerichtet sind.

Die Studie wird im Rahmen der Initiative „Förderung von Nachwuchswissenschaftlern in exzellenten Forschungsverbünden“ aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von circa zwei Millionen Euro über eine Dauer von insgesamt 42 Monaten unterstützt.

Teilnahme
An der Teilnahme Interessierte wenden sich bitte direkt an die Projektkoordinatorin Juliane Corleis.
privileguni-greifswaldde
01522 2406323 (auch WhatsApp)
Flyer

#forschung #science #studie #unigreifswald #unimedizin #schwangerschaft #stress

Ansprechpartner
Projektleitung Universitätsmedizin Greifswald
Prof. Dr. Hans Grabe
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ellernholzstraße 1-2, 17489 Greifswald
Telefon 03834 86 6842
grabehuni-greifswaldde

Universität Greifswald
Prof. Dr. Silke Schmidt
Institut für Psychologie
Lehrstuhl Gesundheit und Prävention
Robert-Blum-Straße 13, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3800
Silke.schmidtuni-greifswaldde

Hochschule Neubrandenburg
Prof. Dr. Bedriska Bethke
Fachbereich Gesundheit, Pflege und Management
Brodaer Straße 2, 17033 Neubrandenburg
Telefon 0395 5693 3100
bethkehs-nbde

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news-43609Mon, 11 Mar 2019 17:20:45 +0100Gesundes Altern - Alters-assoziierte Proteinmodifikationen in Zellen können quantifiziert werdenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gesundes-altern-alters-assoziierte-proteinmodifikationen-in-zellen-koennen-quantifiziert-werden-436/Ein internationales Forscherteam konnte Proteine herstellen, die die genaue Messung von modifizierten Lysinen in Zellen ermöglichen. Modifizierte Lysine spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung schwerer Erkrankungen und für einen gesunden Alterungsprozess. Für uns alle ist es ein großer Wunsch, auch im hohen Alter gesund zu sein und zu bleiben. Anfang März wurden die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-019-09024-0) veröffentlicht. Federführend in dem Forschungsprojekt waren die Gruppen von Prof. Dr. Chunaram Choudhary und Prof. Dr. Brian T. Weinert vom Novo Nordisk Foundation Center for Protein Research und der Universität Kopenhagen. Beteiligt war auch die Arbeitsgruppe Synthetische und Strukturelle Biochemie unter Leitung von Prof. Dr. Michael Lammers vom Institut für Biochemie der Universität Greifswald.Die Studie Analysis of human acetylation stoichiometry defines mechanistic constraints on protein regulation befasst sich damit, die molekularen Grundlagen eines gesunden Alterungsprozesses aufzuklären. Die heutige Gesellschaft wird immer älter. Das ist eine gute Nachricht; jedoch sind damit auch eine Vielzahl an Herausforderungen für die heutige Gesellschaft verbunden. Das sind neben großen ökonomischen auch immense gesundheitliche Herausforderungen. Kein anderer Risikofaktor als das Alter selbst erhöht die Wahrscheinlichkeit zur Entwicklung schwerwiegender Erkrankungen wie Krebs, Stoffwechsel- sowie Herzerkrankungen und neurodegenerativer Erkrankungen. Daher ist es sehr wichtig, die Mechanismen auf molekularer Ebene zu verstehen, die einen gesunden Alterungsprozess unterstützen.

Seit Anfang der 1930er Jahre ist durch Versuche an Ratten bekannt, dass eine beschränkte Kalorienaufnahme (engl. caloric restriction), die Lebensspanne von Säugetieren erhöht. Es wird heute angenommen, dass es die Zusammensetzung der Nahrung und nicht der Energiegehalt ist, die sich positiv auf die Lebenserwartung und den Gesundheitszustand im Alter auswirkt (engl. dietary restriction). Es wäre wünschenswert, wenn die positiven Effekte der caloric/dietary restriction pharmakologisch mit einem Medikament nachgeahmt werden könnten, ohne dass damit eine strikte Kontrolle der Ernährung oder gar eine dauerhafte Diät notwendig wäre. Die zugrundeliegenden Mechanismen der dietary restriction sind auf molekularer Ebene bis heute nicht verstanden. Durch den enormen Fortschritt in der quantitativen Massenspektrometrie in den vergangenen zehn Jahren konnte herausgefunden werden, dass es bei der caloric restriction/dietary restriction und bei Erkrankungen wie bestimmten Krebsarten und neurodegenerativen Erkrankungen zu Veränderungen der zellulären Proteine kommt. Diese Veränderungen betreffen eine bestimmte Aminosäure in den Proteinen, das Lysin. Durch gezieltes Anbringen einer kleinen chemischen Modifikation, der sogenannten Acetylierung, an den Lysinen in den Proteinen werden grundlegende Funktionen von Proteinen verändert. So wird die Entwicklung schwerwiegender Erkrankungen unterstützt.

„Bisher war es nicht möglich, die Mengen dieser Modifikation an den Lysinen in allen Proteinen einer Zelle exakt zu bestimmen. Dieses ist aber notwendig, um diejenigen Stellen zu finden, die von hoher physiologischer Relevanz sind und die bei Erkrankungen verändert sind. Das Auffinden dieser wichtigen Stellen ist eine der größten Herausforderungen im Forschungsfeld und das ist jetzt möglich. Durch diese internationale Kooperation konnten wir durch einen synthetisch-biologischen Ansatz Proteine herstellen, die Lysin-acetyliert sind und diese als interne Standards für die Mengenbestimmungen heranziehen. Wir werden jetzt in der Lage sein, gezielter Proteine zu finden, die für einen therapeutischen Ansatz vielversprechend sind“, erklärt Prof. Dr. Michael Lammers, einer der Autoren des Artikels und Leiter der Arbeitsgruppe „Synthetische und Strukturelle Biochemie“ am Institut für Biochemie.

Kurz-URL http://tinyurl.com/yymvehza
#forschung #science #biochemie #unigreifswald

Weitere Informationen
Artikel in der Fachzeitschrift Nature Communications (DOI: 10.1038/s41467-019-09024-0)
Novo Nordisk Foundation Center for Protein Research

Ansprechpartner an der Universität Greifswald:
Prof. Dr. Michael Lammers                                                          
Institut für Biochemie, Abt. Synthetische und Strukturelle Biochemie
Felix-Hausdorff-Str. 4, 17489 Greifswald
Telefon  +49 3834 420 4356
michael.lammersuni-greifswaldde

 

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news-43605Mon, 11 Mar 2019 16:44:34 +0100Elastisch wie Gummi, viskos wie Honig – Immunzellen anhand mechanischer Eigenschaften unterscheiden https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/elastisch-wie-gummi-viskos-wie-honig-immunzellen-anhand-mechanischer-eigenschaften-unterscheiden/Unterschiedliche Typen von Immunzellen voneinander zu unterscheiden, ohne sie vorher anzufärben – das ist Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), der Universität Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald sowie der Technischen Universität Dresden gelungen. Sie haben eine Methode weiterentwickelt, mit der man Zellen innerhalb weniger Sekunden in nur einem Tropfen Blut anhand ihrer mechanischen Eigenschaften erkennen kann. Damit können nun erstmals bestimmte Zellen des Immunsystems, die B- und T-Lymphozyten, unterschieden werden, ohne dass sie vorher mit einem fluoreszenzmarkierten Antikörper versehen wurden.Mechanische Eigenschaften liefern uns auch im Alltag wichtige Informationen, etwa wenn wir testen, wie weich eine Matratze ist oder eine Birne drücken, um herauszufinden, ob sie reif ist. Auch bei Zellen ist seit einigen Jahren bekannt, dass man sie über ihre mechanischen Eigenschaften voneinander unterscheiden kann. Bereits vor drei Jahren entwickelte Dr. Oliver Otto von der Universität Greifswald zusammen mit Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden die sogenannte real-time deformability cytometry (RT-DC), um die mechanischen Eigenschaften von Zellen zu messen. Bislang konnte man mit diesem methodischen Ansatz jedoch nur erfassen, wie elastisch die Zellen sind. Nun haben die Wissenschaftler die Methode so weiterentwickelt, dass sie noch einen zusätzlichen Parameter bestimmen können, die Viskosität. Was sich zunächst wenig anhört, bringt die Möglichkeiten dieser Zellanalyse einen großen Schritt voran: Die gleichzeitige Messung der beiden Parameter erlaubt es den Wissenschaftlern, in wenigen Sekunden in einem winzigen Tropfen Blut detailliert herauszufinden, welche Zelltypen sich darin befinden. Mit der neuen dynamischen (d) RT-DC können sogar bestimmte Subtypen von Immunzellen, die B- und T-Lymphozyten, voneinander unterschieden werden. „Das war bislang nur möglich, indem man Fluoreszenz-markierte Antikörper verwendet oder aufwändige Computerprogramme eingesetzt hat“, verdeutlicht DZHK-Wissenschaftler Otto, der an der Universität Greifswald die Arbeitsgruppe Biomechanik leitet.

Die markierungsfreie Methode bietet Forschern den großen Vorteil, dass sie nicht schon vorher wissen müssen, wonach sie suchen. Will man eine Zelle hingegen mit einem Fluoreszenzfarbstoff markieren, muss schon vor der Analyse bekannt sein, welche Zelltypen man aufspüren will. Denn bei herkömmlichen Methoden werden die Zellen mit einem fluoreszenzmarkierten Antikörper gekennzeichnet, der eine Struktur auf ihrer Oberfläche erkennt. Fluoreszenzmarkierte Antikörper können aber die Eigenschaften der Zellen verändern und somit anschließende Analysen zur Funktion der Zellen verfälschen. Diese Gefahr besteht bei der dRT-DC nicht.

Entscheidend für die Anwendung in der Forschung ist außerdem der hohe Durchsatz der dRT-DC, also dass mit der dRT-DC Viskosität und Elastizität von bis zu 100 Zellen pro Sekunde gemessen werden können.

Fotoshooting im Kanal

Bei der RT-DC werden die Zellen durch einen engen Kanal gedrückt, wodurch sie sich verformen. Dabei werden sie von einer Kamera aufgenommen. Bob Fregin, Doktorand in der Arbeitsgruppe von Otto, hat die Methode nun aussagekräftiger gemacht, indem er die Anzahl der Aufnahmen pro Zelle erhöht hat. „Bislang hatten wir nur eine Momentaufnahme der verformten Zelle, nun können wir in Echtzeit beobachten, wie sich ihre Form beim Durchströmen des Kanals verändert und können daraus neben der Elastizität auch berechnen, wie viskos die Zelle ist”, erklärt Fregin das Prinzip der dynamischen RT-DC.

Die Greifswalder Wissenschaftler sehen ihre Methode als eine Ergänzung zu bisherigen molekularbiologischen Analysen an. „Mit unserem Ansatz erhält man auch eine schnelle Information darüber, welche Zelltypen vorliegen und ob sich ihre Anzahl im Vergleich zu den anderen Zellen im Blut verändert hat“, erklärt Otto. „Aufbauend auf diesen Ergebnissen in Verbindung mit den mechanischen Eigenschaften der Zellen können dann weitere zielgerichtete Untersuchungen erfolgen, etwa zu den molekularen Veränderungen.“

Aus den mechanischen Eigenschaften können die Wissenschaftler auch erkennen, ob Immunzellen aktiviert sind oder nicht. Aktivierte Immunzellen sind ein Zeichen dafür, dass im Körper eine Entzündung vorliegt. „Die Fähigkeit der dRT-DC, Zellen in einem Zellgemisch zu identifizieren und zu charakterisieren, könnte relevant sein, um die Rolle des Immunsystems bei akuten und chronischen Erkrankungen besser zu verstehen“, sagt Professor Stephan Felix, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B an der Universitätsmedizin Greifswald. In Greifswald wird die dRT-DC eingesetzt, um zu erforschen, wie entzündungsbedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen. Aus den dazu laufenden Projekten liegen bereits erste vielversprechende Ergebnisse vor.

Über das DZHK

Das Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) ist das größte nationale Zentrum zur Erforschung von Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems. Sein Ziel ist es, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schnellstmöglich in den klinischen Alltag zu überführen. Dazu vereint es exzellente Grundlagenforscher und klinische Forscher aus 30 Einrichtungen an sieben Standorten. Das DZHK wurde 2011 auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gegründet und wird zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent von Sitzländern der Partnereinrichtungen gefördert. Es gehört zu den sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG), die sich der Erforschung großer Volkskrankheiten widmen.

Weitere Informationen unter www.dzhk.de

Originalarbeit: High-throughput single-cell rheology in complex samples by dynamic real-time deformability cytometry. Fregin B, Czerwinski F, Biedenweg D, Girardo S, Gross S, Aurich K, Otto O.

Nat. Commun. 2019 Jan 24;10(1):415.

DOI: 10.1038/s41467-019-08370-3.

Info für Journalisten: Das Medienfoto fordern Sie bitte direkt bei der DZHK an, das Herausgeber dieser Medieninformation ist.
Kontakt: Christine Vollgraf, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), Tel.: 030 3465 529 02, presse(at)dzhk.de 
Dr. Oliver Otto, Zentrum für Innovationskompetenz HIKE Humorale Immunreaktionen bei kardiovaskulären Erkrankungen, Universität Greifswald, oliver.otto(at)uni-greifswald.de

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationen
news-43343Thu, 07 Mar 2019 09:39:08 +0100Auftauende arktische Permafrostböden: eine der größten Umweltgefahrenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/auftauende-arktische-permafrostboeden-eine-der-groessten-umweltgefahren-43343/Die Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEP) warnt in ihrem neuen Bericht „Frontiers 2018/19: Emerging Issues of Environmental Concern“ vor fünf drohenden und bisher unterschätzten Umweltgefahren. Eine dieser Gefahren ist das Auftauen der arktischen Permafrostböden. Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten, Moorkundler und Paläoökologe der Universität Greifswald, schildert im Kapitel „Permafrost Peatlands: Losing ground in a warming world“ die wissenschaftlichen Grundlagen und globalen Konsequenzen.Etwa 23 Millionen Quadratkilometer Boden liegen bisher in den nördlichen Regionen der Welt ganzjährig unter 0 °C, ein großer Teil davon sind Moore. Gefroren speichern diese etwa die Hälfte allen Kohlenstoffs, der weltweit in Böden festgehalten ist. Durch die Klimakrise erwärmen sich die Böden und tauen auf. Infolgedessen wird der Kohlenstoff als Kohlendioxid und als Methan in die Atmosphäre freigesetzt. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Grenze der Permafrostregion bereits bis zu 80 Kilometer nach Norden verschoben, die weltweite Permafrostfläche hat deutlich abgenommen.

Aufgetaute trockene Moorböden bergen zusätzlich die Gefahr klimaschädlicher Torfbrände, die unterirdisch über lange Zeit brennen, schwer zu löschen sind und die Gesundheit von Menschen in großen Regionen schädigen. Bergbau, Landwirtschaft und wachsende Infrastruktur bedrohen den Permafrost zusätzlich – auch als Lebensraum einheimischer Bevölkerung. Tauender Permafrost gilt als einer der Tipping points (dt. Kippunkte) einer nicht aufzuhaltenden Erderwärmung. Der Bericht sieht die Arktis bereits in einem gravierenden Wandel und fordert den Schutz und Erhalt sowie einen klugen Umgang mit bestehenden Moorböden.

Der Bericht enthält neben vielen detaillierten Hintergrundinformationen und Grafiken auch eine neue zirkumpolare Karte der Verbreitung von Permafrost und Mooren, die auf Basis der Daten der Greifswalder Global Peatland Database durch das Greifswald Moor Centrum erstellt wurde.


Weitere Informationen

Der „Frontiers“-Report des UN-Umweltprogramms thematisiert Umweltrisiken, die bisher nicht ausreichend wahrgenommen und bekämpft werden, jedoch weltweite Konsequenzen für Klima, Umwelt und den Menschen haben. Der Bericht wird in alle sechs UN-Sprachen übersetzt und weltweit Regierungen und Umweltbehörden zugänglich gemacht.

UNEP-Report: Frontiers 2018/19: Emerging Issues of Environmental Concern

Kapitel „Permafrost Peatlands:Losing Ground in a Warming World“ S. 38–48

Das Greifswald Moor Centrum ist eine Partnerschaft der Universität Greifswald, der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur und des DUENE e. V.

Globale Moor-Datenbank des Greifswald Moor Centrum

Zum Medienfoto


Zur Person
Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten ist Moorkundler und Paläoökologe am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald. Er ist Generalsekretär der International Mire Conservation Group (IMCG), der Weltorganisation der Moorschützer und Mitbegründer des Greifswald Moor Centrum.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4177
joostenuni-greifswaldde

Dr. Franziska Tanneberger
Telefon +49 3834 420 4137
tanneuni-greifswaldde

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news-43045Thu, 28 Feb 2019 10:36:53 +0100Universität in der Region: Regionale Forschung in der Loitzer Kirchenbibliothekhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-regionale-forschung-in-der-loitzer-kirchenbibliothek-43045/Am Donnerstag, 21. März 2019, lädt die neue Veranstaltungsreihe „Universität in der Region“ zu einem Vortrag in die Loitzer Kirche St. Marien ein. Um 17:00 Uhr spricht der Theologe Dr. Christoph Krasemann, ein Absolvent der Universität Greifswald, in seinem Vortrag „Wie man einst Hebräisch lernte“ über die bewegte Geschichte einer hebräischen Bibel in der Loitzer Kirchenbibliothek. Der Eintritt ist frei!Die Loitzer Kirchengemeinde besitzt einen großen Bücherschatz mit mehr als 600 Bänden, von denen die ältesten 400 Jahre alt sind. Dazu gehört auch die hebräische Bibel „Miqra – Biblia Hebraica“ (Antwerpen, 1584), die 1704 ihren Weg nach Loitz fand. Ursprünglich war sie dafür konzipiert, den hebräischen Bibeltext leichter verständlich zu machen. Schon kurz nach ihrem Erscheinen nutzte der sächsische Hebraist Elias Hutter (1553/4–1604/5/9) sie für seine eigene Edition einer hebräischen Bibel, die „Biblia Sacra – Derekh ha-Kodesh“ (Hamburg, 1587). Mit seiner Arbeit wollte Hutter allen Menschen das Hebräische lehren. Eine finanzielle Notlage zwang ihn jedoch, seine Bibel zu verkaufen. Somit fand sein Handexemplar den Weg nach Pommern. Zunächst im Besitz der Pastorenfamilie Balthasar, erwarb 1704 der Loitzer Pastor Christian Schröder die Bibel. Noch heute finden sich in Hutters Handexemplar zahlreiche Notizen, die äußerst wertvoll für die Forschung sind und einen Einblick in die Arbeit des Hebraisten gewähren.

Dr. Christoph Krasemann hat 2018 binational am Lehrstuhl für Altes Testament der Universität Greifswald und der niederländischen Rijksuniversiteit Groningen promoviert. Er stellt in seinem Vortrag nicht nur die bewegte Besitzgeschichte dieser hebräischen Bibel vor, sondern zeigt zudem, wie man einst Hebräisch lernte und lehrte. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Loitzer Kirchenbibliothek zu besichtigen.
 

UNIVERSITÄT IN DER REGION
Wie man einst Hebräisch lernte – die bewegte Geschichte einer hebräischen Bibel in der Loitzer Kirchenbibliothek
Referent: Dr. Christoph Krasemann
Donnerstag, 21.03.2019, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Kirche St. Marien
Marktstraße 166, 17121 Loitz
Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen
Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und Themen von regionaler Bedeutung. Die Reihe „Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde 

 

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news-42953Tue, 26 Feb 2019 11:49:30 +0100Forschungszentrum für den Ostseeraum entsteht an der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/forschungszentrum-fuer-den-ostseeraum-entsteht-an-der-universitaet-greifswald-42953/An der Universität Greifswald entsteht ein Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO). Bundesbildungs- und Forschungsministerin Anja Karliczek übergab am 26. Februar 2019 in Greifswald einen Förderbescheid ihres Ministeriums in Höhe von 1,4 Millionen Euro für die zweijährige Konzeptphase zum Aufbau der Einrichtung. Das IFZO soll sich mit zentralen Fragen und Herausforderungen der Gegenwart im Ostseeraum beschäftigen und einen klaren Fokus auf die Geistes- und Sozialwissenschaften legen.Bundesforschungsministerin Anja Karliczek betonte bei ihrem Besuch: „Die Ostsee ist einer der am dichtesten vernetzten Kultur- und Wirtschaftsräume weltweit. Hier können Themen globaler Bedeutung untersucht werden: Wie gehen wir mit ökologischen Problemen um, mit unserem gemeinsamen kulturellen Erbe, dem gesellschaftlichen Zusammenhalt? Die Universität Greifswald eignet sich schon durch ihre Lage besonders dafür, diesen Fragen nachzugehen. Ich freue mich, dass die Universität bei der Konzeption des neuen Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum mit renommierten Partnern im ganzen Ostseeraum zusammenarbeiten wird.“

„Ich bin begeistert, dass die Expertise unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Bezug auf den Ostseeraum mit der Förderung des IFZO durch das BMBF eine großartige Würdigung erfährt. Wir haben nun die Chance, nachhaltig zu einem sichtbaren und anerkannten Forschungszentrum für den Ostseeraum zu werden“, so die Rektorin der Universität Greifswald, Prof. Dr. Johanna Weber.
Lesen Sie auch das Interview mit der Rektorin.

Die wissenschaftliche Ausrichtung des Zentrums legt einen klaren Schwerpunkt auf die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Die zukünftigen Forschungsthemen sollen interdisziplinär und fakultätsübergreifend erarbeitet werden. Wissenschaftliche Kooperationspartner wird es unter anderem in Estland, Polen, Dänemark Norwegen, Lettland und den USA, aber auch in Hamburg, Heidelberg, Kiel und Berlin geben.

Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum
Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) erforscht kooperationsbasierte und konfliktbasierte Zukunftsprojektionen in den Gesellschaften des Ostseeraums und konzentriert sich dabei auf die Beantwortung zentraler Fragen und Herausforderungen der Gegenwart. Das Untersuchungsgebiet umfasst die Ostseeanrainer sowie das Hinterland im Einzugsbereich der großen Flüsse. Die Fragestellungen orientieren sich zum einen an interregionalen bzw. zwischenstaatlichen Strategien und Diskursen und zum anderen an den spezifischen nationalen Interessen der Staaten des Ostseeraums. Neben der Arbeit der ostseespezifischen Institutionen, wie dem Ostseerat oder dem Baltic Development Forum stehen auch EU-Initiativen wie die Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR) und die „Östliche Partnerschaft“ im Fokus der Untersuchungen.

Aktuell ist der Ostseeraum einer der am weitesten integrierten maritimen Kulturräume der Welt. Seit 1989 stellen die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche Deutschland und Osteuropa vor Herausforderungen, auf die gleichermaßen mit „Integration“ und „Abgrenzung“ reagiert wurde. Vor diesem Hintergrund wird nach gemeinsamen Lösungen in den Bereichen Ökologie, digitale Innovationen, Energie und Sicherheit gesucht.  Entsprechend werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IFZO gemeinsam mit ihren Partnern im Ostseeraum folgende Problembereiche analysieren:

  • Internationale Beziehungen und Sicherheit
  • Neue Nationalismen
  • Zur Gegenwart des kulturellen Erbes
  • Regionale Entwicklung und Ländliche Räume
  • Nachhaltigkeit und Biobasiertes Wachstum
  • Energie

Bis 2021 werden aus den so erzielten Erkenntnissen entsprechende Forschungsprogramme und zu bearbeitende Forschungsprojekte entwickelt. Im Mittelpunkt der hier beschriebenen Rahmenthemen steht neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn die dezidierte „Anwendbarkeit“ und der Transfer der Erkenntnisse für landes-, regional- und bundespolitische Interessen- und Anspruchsgruppen (Stakeholder) sowie Verwaltungen, Wirtschaftsförderung und politischen Institutionen im Ostseeraum.

Interdisziplinäre Forschungsbereiche

Internationale Beziehungen und Sicherheit
Im Ostseeraum standen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs mit Blick auf die regionale Zusammenarbeit in sicherheitspolitischen Fragen vor allem Aspekte der „soft security“, d. h. Sicherheitsprobleme nicht-militärischen Ursprungs, im Vordergrund. Problemfelder wie die Fragilität des Ökosystems Ostsee, aber auch der Menschenhandel, der Minderheitenschutz (insbesondere mit Blick auf die russischsprachige Minderheit in den baltischen Staaten) und die Energiesicherheit entstanden aus und entlang grenzüberschreitender Inter- und Transaktionen. Als Sicherheitsprobleme nicht-militärischen Ursprungs erkannt, galt es, diese über nicht-militärische Formen der Zusammenarbeit zu bearbeiten. Mit Blick auf die heutige Situation im Ostseeraum erscheint es für das Forschungszentrum produktiv, die methodologischen Ansätze der Geisteswissenschaften (zum Beispiel Erzähltechniken, Medienanalyse, Rhetorik, Intertextualität und Dependenz) auf die sozialwissenschaftlich geprägten Fragestellungen der Politikwissenschaft anzuwenden, um unter anderem die Genese und Entwicklung kulturell verschiedener Wahrnehmungen von Konflikt- und Lösungspotenzialen und deren Einflüsse auf politische Entscheidungen zu analysieren.

Neue Nationalismen
In den Ländern des Ostseeraums lebt auf relativ kleinem Raum eine einzigartige Vielfalt von religiösen, ethnischen und kulturellen Gruppen zusammen. Einige davon haben sich in der Folge historischer Grenzverschiebungen erst als Minderheiten formiert (Deutsche in Däne­mark und Polen), andere sind das Ergebnis teils jahrhundertealter Migrationsbewegungen (Juden in den nordischen Ländern, Russen in den baltischen Staaten) und wieder andere sind nicht eigentlich Minderheiten, sondern indigene Bevölkerungen (Sámi und Grönländer). Der Forschungsbereich wird anhand einer Analyse der Genese und Praxis von Minderheitenpolitik, besonders Sprachpolitik, mit der in Greifswald einzigartigen Kombination aus historischer und philologischer/linguistischer Expertise ergänzt, um juristische Kompetenz für alle Ostsee-Anrainerstaaten, ein umfassendes Bild und eine kritische Analyse des Verhältnisses von Mehrheiten und Minderheiten und dessen Auswirkungen auf Sprachpraxis und damit verbundene Identitäten seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zu erarbeiten.

Zur Gegenwart des kulturellen Erbes
Angesichts der aktuellen politischen Lage ist eines der dringlichsten Probleme für das Zusammenleben der Menschen im Ostseeraum die Frage, ob und in welchen sozialen Konstellationen die Ostsee überhaupt als kulturell funktionierender Raum wahrgenommen werden kann. Der Forschungscluster soll dieser Sachlage begegnen, indem es an konkreten historisch relevant gewordenen Beispielen kritisch rekonstruiert, was als kulturelles Erbe kanonisiert wurde, wie die Bestände ihre Funktion der grenzüberschreitenden Vergesellschaftung erfüllt haben und ob sie eine tragfähige Basis für die Zukunftsfähigkeit der Idee eines kulturell integrierten Ostseeraums liefern. Das bis heute prägnanteste Anwendungsgebiet sind Architektur und Denkmalpflege, die in Gestalt von Kirchen und Herrenhäusern in allen Ostseeanrainerstaaten als Erbe der Vergangenheit gleichermaßen eine kulturprägende Wahrnehmung erfahren. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie mit diesem Erbe in einer weitgehend säkularen und demokratischen Gegenwart und vor dem Hintergrund rechtlicher Fragen umgegangen werden muss.

Regionale Entwicklung und ländliche Räume
Ländliche Räume nehmen – je nach Definition – etwa 90 Prozent der Landfläche in den Ostseeanrainerstaaten ein und sind ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Ökonomien. Der ländliche Raum prägt folglich in der Zielregion die regionale Wirtschaft und die Versorgung der Bevölkerung. Es erscheint sinnvoll, die Wirtschafts- und Versorgungssysteme (beispielsweise Gesundheitsmanagement) in der Region zu kategorisieren und Einflussfaktoren auf den historischen Pfad ihrer Entwicklung zu ermitteln. Auf dieser Grundlage können alternative Modelle regionaler Entwicklung und Versorgung im Ostseeraum bestimmt und die Lösungsmöglichkeiten als Innovationskeimlinge für andere Länder dargestellt werden. Ziel wäre, von den Modellen regionaler Entwicklung und der Daseinsvorsorge Anregungen für eine innovative und nachhaltige Struktur zu lernen.

Nachhaltigkeit und biobasiertes Wachstum
Nachhaltigkeit ist für den Ostseeraum ein wichtiges Thema und wird dies auch als Querschnittsthema im Spannungsfeld klassischer ökologischer, sozialer und ökonomischer Konfliktbereiche in Zukunft bleiben. Der Forschungsbereich adressiert zentrale Fragen der Ökosystem- und Diversitätsforschung, darunter unter anderem wie sich Ökosysteme als Reaktion auf globale Umweltveränderungen oder Migrationsbewegungen verändern oder wie biologische Ressourcen ohne negative Effekte auf die Biodiversität, durch den Menschen genutzt werden können. Der Forschungsbereich verknüpft die Greifswalder Ökosystemforschung noch stärker mit der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung. Damit sollen die Grundlagen für integrative, wissensbasierte Politikberatung und Praxisprojekte geschaffen werden, die eine nachhaltige Nutzung der terrestrischen und marinen Ressourcen des Ostseeraums fördern. Insbesondere innovative Regulierungsansätze an der Schnittstelle des Umweltschutzes und der Agrarpolitik sind entscheidend dafür, dass die Potenziale der Bioökonomie realisiert werden können, ohne dass dies zu Lasten der natürlichen Lebensgrundlage geht.

Energie
Eine der aktuellen politischen Fragen, die von den Anrainern der Ostsee, aber auch der EU diskutiert werden, ist das Thema „Energie“. Dabei geht es einerseits um Energieversorgung und den Ausbau Erneuerbarer Energien. Andererseits wird die Diskussion von Sicherheitspolitik, Umweltfragen und kollektiver Erinnerung geprägt. Beispielhaft geschieht dies bei dem sogenannten Nordstream-Projekt, der Ostsee-Gaspipeline zwischen Vyborg in Russland und Lubmin bei Greifswald. In den baltischen Staaten und Polen regte sich Widerstand, weil man sich von der Pipeline ausgeschlossen fühlte. In Finnland entspann sich eine Debatte um mögliche ökologische Folgen der Unterwasserpipeline, wohingegen schwedische Zeitungen die Pipeline als sicherheitspolitische Bedrohung ansahen. Dabei verstellen die Stereotype der „russischen Energiewaffe“ oder der vermeintlichen Energieabhängigkeit von Russland den Blick darauf, was in den Abnehmerländern diskutiert wird und welche politischen und sozialen Gruppen von der „russischen Energie“ profitieren. Die Greifswalder Forscher werden die Diskurse analysieren und zum Verständnis der vielfältigen Positionen beitragen. Dies könnte langfristig das Thema „Energieversorgung“ neu positionieren.

#forschung #science #ifzo
Kurz-URL: http://tinyurl.com/y5s7bzq2
Medienfotos 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Alexander Drost
Koordinator Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum
Historisches Institut, Rubenowstraße 2, 17489 Greifswald
alexander.drostuni-greifswaldde
phil.uni-greifswald.de/institute/einrichtungen/gk-baltic-borderlands/

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Uni GreifswaldNewsForschungMedieninformationenPHFVerwaltung
news-42921Mon, 25 Feb 2019 11:02:16 +0100Universität in der Region: Schwierige Entscheidungen auf der Intensivstationhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-schwierige-entscheidungen-auf-der-intensivstation-42921/Am Donnerstag, 14. März 2019, stellt Anna-Henrikje Seidlein, M. Sc. von der Universität Greifswald in der Sparkasse Anklam das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Be Prepared! Maximaltherapie im Diskurs“ vor. Es befasst sich vor dem Hintergrund einer ständig wachsenden Bedeutung der Patientenselbstbestimmung mit schwierigen Entscheidungen auf der Intensivstation. Die Veranstaltung der Reihe „Universität in der Region“ beginnt um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei!Eine lebensbedrohliche Erkrankung, die eine Behandlung auf der Intensivstation erforderlich macht, kann jeden von uns unerwartet treffen. Durch den stetigen Fortschritt medizinischer Behandlungsmöglichkeiten scheint (fast) alles möglich zu werden, um Menschenleben zu retten. Aber: Möchte ich alle Mittel und Wege der „Maximaltherapie“ für mich ausschöpfen? Die ständig wachsende gesellschaftliche und rechtliche Bedeutung der Patientenselbstbestimmung fordert uns als Bürger dazu auf, uns mit Situationen schwerer Krankheit auseinanderzusetzen, in der wir uns nicht mehr selbst zu unseren Wünschen äußern können. Es gilt Vorsorge zu treffen, denn die Frage nach dem Willen von Patienten ist für Ärzte, Pflegende und Angehörige eine der schwersten Aufgaben des medizinischen Alltags.

An diesem Abend soll aber auch gemeinsam mit den Besuchern über Möglichkeiten und Grenzen von Intensivtherapie und Vorsorgedokumenten diskutiert werden. Das Expertenwissen der Bürger wird gebraucht, um neue Ideen zu entwickeln. Dabei kann es etwa um die Frage gehen, welche Rolle Ärzte, Angehörige und Patienten bei der Entscheidungsfindung spielen sollten und wo die Grenzen der Maximaltherapie liegen.


UNIVERSITÄT IN DER REGION
Schwierige Entscheidungen auf der Intensivstation
Referentin: Anna-Henrikje Seidlein, M. Sc. und weitere Mitarbeiter des Projektteams des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Greifswald
Donnerstag: 14. März 2019, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Konferenzraum der Sparkasse Anklam
Pferdemarkt 1, 17389 Anklam
Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen

Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Die Reihe „Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.

Das Medienfoto kann für redaktionelle Zwecke im Zusammenhang mit dieser Medieninformation kostenlos bei der Pressestelle unter pressestelleuni-greifswaldde angefordert werden. Bei Veröffentlichung ist der Name des Bildautors zu nennen.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde 

 

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news-42907Mon, 25 Feb 2019 09:58:37 +0100Zwei Greifswalder gehören zu den meistzitierten Wissenschaftlern der Proteinforschunghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/zwei-greifswalder-gehoeren-zu-den-meistzitierten-wissenschaftlern-der-proteinforschung-42907/Prof. Dr. Michael Hecker und Prof. Dr. Uwe Bornscheuer sind in einem aktuellen Ranking von deutschsprachigen Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Proteinforschung vertreten. Das Ranking im Laborjournal 01/2019 basiert auf einer Publikationsanalyse der Jahre 2008 bis 2017. Das Ranking listet die zehn meistzitierten Artikel, die drei meistzitierten Reviews und die 30 meistzitierten Köpfe. Berücksichtigt wurden Artikel mit mindestens einem Autor mit Adresse im deutschsprachigen Raum. Prof. Dr. Michael Hecker (Institut für Mikrobiologie, seit 2014 im Ruhestand) landete auf Platz 26 der meistzitierten Köpfe. Mit 169 Artikeln kam er im genannten Zeitraum auf 5 616 Zitierungen. Mit 974 Zitierungen gehört „Engineering the third wave of biocatalysis“ in NATURE 485 (7397) von Prof. Dr. Uwe Bornscheuer zu den meistzitierten Reviews (Rang 3). Die deutsche wissenschaftliche Fachzeitschrift Laborjournal beruft sich bei der Auswertung der Zahlen auf die Datenbank „Web of Science“ von Clarivate Analytics. Die Publikationsanalyse zur Proteinforschung hat die Zeitschrift erstmalig 2014 und in 2019 zum zweiten Mal durchgeführt.

Die Proteinforschung deckt ein sehr breites Gebiet ab, wobei „Proteomics und Proteintechnologien“ einer der fünf Forschungsschwerpunkte an der Universität Greifswald ist. Im Mittelpunkt stehen hier die Aufklärung der molekularen Ursachen von bakteriellen und viralen Infektionskrankheiten, industriell bedeutende Bakterien und Enzyme für die Biotechnologie, aber auch die molekulare Umweltmikrobiologie. Greifswald verfügt über eine für diese Forschung notwendige international herausragende Technologieplattform und wissenschaftliche Expertise.

Prof. Dr. Michael Hecker war von 1990 bis zum Jahr 2013 Leiter des Instituts für Mikrobiologie. In dieser Funktion hat er sich intensiv für die Entwicklung der Proteomics eingesetzt, wenn er sich auch selbst im Ranking auf einem international hart umkämpften Gebiet nur stellvertretend für Prof. Dr. Dörte Becher, Prof. Dr. Barbara Bröker, Prof. Dr. Sven Hammerschmidt, Prof. Dr. Katharina Riedel, Prof. Dr. Uwe Völker und viele andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald sieht. Die exzellent ausgestattete Proteomplattform ist gemeinsam mit ihnen im Rahmen eines Transregio-Projekts der DFG (2006–2018) sowie zahlreicher Verbundprojekte (DFG, BMBF, Beteiligung an mehr als zehn EU-Projekten als Proteomplattform) im neuen Forschungsbau C_FunGene aufgebaut worden. Besonders prägend war das Wirken der Greifswalder als Referenzlabor für Proteomics für die deutsche Mikrobiologie in einem BMBF-Netzwerk zur Genomforschung der Mikroorganismen.

Prof.Dr. Uwe Bornscheuer ist seit 1999 Leiter desArbeitskreises Biotechnologie und Enzymkatalyse am Institut für Biochemie der Universität Greifswald. Seine Arbeitsgruppe befasst sich vor allem mit dem rationalen und evolutiven Design maßgeschneiderter Enzyme für verschiedenste Anwendungen in der Chemie und Pharmazie. In jüngster Zeit werden zudem der enzymatische Abbau komplexer mariner Kohlenhydrate – im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe POMPU – und die Entwicklung von Biokatalysatoren für den Abbau von Kunststoffen untersucht. Der Arbeitskreis hat für diese Forschung eine in Deutschland einzigartige Robotik-Plattform für das Hochdurchsatz-Screening von Enzymvarianten etabliert.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Institut für Biochemie
Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4367
uwe.bornscheueruni-greifswaldde
https://www.researchgate.net/profile/Uwe_Bornscheuer

Prof. em. Dr. Michael Hecker
Institut für Mikrobiologie
Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 5905
heckeruni-greifswaldde
https://www.researchgate.net/profile/Michael_Hecker

 

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news-42883Fri, 22 Feb 2019 09:11:26 +0100Trockensommer wie 2018 waren im Mittelalter keine Seltenheithttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/trockensommer-wie-2018-waren-im-mittelalter-keine-seltenheit-42883/Trockene Sommer waren vor 1000 Jahren keine Seltenheit. Forschern der Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“ der Universität Greifswald ist es nun gelungen, 1000 Jahre Sommertrockenheit für den norddeutschen Raum zu rekonstruieren. Der Artikel “Removing the no-analogue bias in modern accelerated tree growth leads to stronger medieval drought” ist im Februar 2019 in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen. Im Rahmen des aktuellen Verbundforschungsprojektes BaltRap (The Baltic Sea and its Southern Lowlands: Proxy-Environment interactions in times of rapid changes) untersuchten die Forscher Jahrringkurven von fast 2000 lebenden Buchen – unter anderem auch aus dem Universitätswald Elisenhain – und archäologischen Bauhölzern aus dem Jahre 1000. Die darin enthaltenen Jahrringe sind ein einmaliges Archiv früherer Umweltbedingungen. Sind die klimatischen Bedingungen gut, sind sie breit, in ungünstigen Jahren wie etwa dem Trockenjahr 2018 fällt das Wachstum gering aus. Diesen Zusammenhang macht sich die Dendroklimatologie zunutze, um vergangene Umweltbedingungen zu rekonstruieren.

Bäume wachsen heute deutlich schneller als in der Vergangenheit. Dies hängt unter anderem mit dem Stickstoff aus Landwirtschaft, Industrie und Verkehr zusammen. Dieser gelangt über Luft und Regen in die Wälder. Diese Stickstoffdüngung, auch Eutrophierung genannt, führt zu deutlich höheren Wachstumsraten in unseren Wäldern, welche traditionell stickstofflimitiert sind. Auch höhere CO2-Konzentrationen in der Luft begünstigen das Wachstum. Um die gleiche Menge Kohlenstoff aufzunehmen, müssen heutzutage die Bäume ihre Spaltöffnungen deutlich kürzer öffnen und verdunsten somit weniger Wasser. Beides führt – genügend Wasser vorausgesetzt – zu mehr Wachstum in den Wäldern. „Wir sind nicht die ersten, die diesen Trend bestätigen können“, sagt Dr. Tobias Scharnweber, einer der Autoren des Artikels. „Neu ist jedoch, dass wir mithilfe einer eigens für dieses Vorhaben entwickelten Datenmethode diese Wachstumsraten in unserer Rekonstruktion herausrechnen konnten. Dadurch konnten wir zeigen, dass in unserer Region zu Zeiten des mittelalterlichen Klimaoptimums, also vor ca. 1000 Jahren, die Niederschläge im Sommer im Schnitt deutlich niedriger waren als bisher angenommen. Vielleicht waren also Jahrhundertsommer, wie wir 2018 erlebt haben, damals gar nicht so selten.“

Ergebnisse wie diese helfen, den aktuellen, anthropogen verursachten Klimawandel in eine langfristige Perspektive „natürlicher“ Schwankungen zu setzen. Mit ihrer neuen Methode zeigen die Greifswalder Wissenschaftler, wie wichtig es ist, in jahrringbasierten Klimarekonstruktionen die heutigen, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit deutlich veränderten Wachstumsbedingungen, statistisch zu berücksichtigen. 


Weitere Informationen
Arbeitsgruppe Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik
www.nature.com/articles/s41598-019-39040-5 
Zu den Medienfotos


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Martin Wilmking
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4095
wilmkinguni-greifswaldde

Dr. Tobias Scharnweber
Telefon +49 3834 420 4188
tobias.scharnweberuni-greifswaldde 

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news-42547Thu, 14 Feb 2019 14:30:32 +0100Anti-Baby-Pille beeinflusst Emotionserkennung von Frauenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/anti-baby-pille-beeinflusst-emotionserkennung-von-frauen-42547/Obwohl mehr als 100 Millionen Frauen die Anti-Baby-Pille zur Empfängnisverhütung nutzen, ist relativ wenig darüber bekannt, wie die Anti-Baby-Pille das Verhalten und Erleben dieser Frauen beeinflusst. Eine Reihe von kürzlich erschienen Studien legt nahe, dass die Anti-Baby-Pille die Verarbeitung emotionaler Reize und die Regulation emotionaler Reaktionen beeinflussen könnte. Ein Forschungsteam der Universität Greifswald, der Universität Rostock und der Universität Potsdam hat nun in der Zeitschrift Frontiers in Neuroscience eine Studie veröffentlicht, die Hinweise darauf liefert, dass die Anti-Baby-Pille die Emotionsverarbeitung von Frauen beeinflussen könnte. Die Studie, die von Dr. Alexander Lischke vom Institut für Psychologie der Universität Greifswald geleitet wurde, konnte zeigen, dass Frauen, die die Anti-Baby-Pille nahmen, schlechter im Erkennen von emotionalen Gesichtsausdrücken waren als Frauen, die nicht die Anti-Baby-Pille nahmen. Interessanterweise waren die Frauen, die die Anti-Baby-Pille nahmen, vor allem bei der Verarbeitung von emotionalen Gesichtsausdrücken, die generell schwierig zu erkennen waren, beeinträchtigt. Bei der Verarbeitung von emotionalen Gesichtsausdrücken, die generell leicht zu erkennen waren, waren dagegen keine Beeinträchtigungen feststellbar. Die Ergebnisse zeigen, dass die Frauen, die die Anti-Baby-Pille nahmen, sehr spezifische Einschränkungen bei der Emotionsverarbeitung aufwiesen. Zudem handelte es sich eher um subtile, als um massive Einschränkungen, weshalb fraglich ist, inwieweit diese Einschränkungen tatsächlich Auswirkungen auf das Sozialverhalten dieser Frauen haben könnten.

Dr. Lischke weist daher ausdrücklich darauf hin, dass aufgrund der vorliegenden Ergebnisse nicht davon ausgegangen werden kann, dass Frauen, die die Anti-Baby-Pille nehmen, „emotionsblind“ und damit zu „Problemfällen“ in Beziehungen werden. Um derartige Aussagen treffen zu können, sind weitere Studien notwendig, in denen nicht nur der Einfluss der Anti-Baby-Pille auf die Emotionsverarbeitung, sondern auch auf die Beziehungsgestaltung untersucht wird.

In weiteren Studien möchte Dr. Lischke auch den Mechanismus untersuchen, der möglichen Beeinträchtigungen in der Emotionserkennung und Beziehungsgestaltung zu Grunde liegt. Es scheint zwar plausibel zu sein, dass die Anti-Baby-Pille über eine Modulation der Zyklushormone Estrogen und Progesteron die Aktivität in emotionsverarbeitenden Hirnregionen und damit die Emotionserkennung beeinflusst. Ob dies aber tatsächlich der Fall ist, muss noch nachgewiesen werden. Weitere Studien sind dringend notwendig, vor allem mit einem experimentellen Untersuchungsdesign und umfangreicheren Stichproben, um endgültige Schlussfolgerungen über den Einfluss der Anti-Baby-Pille auf das Erleben und Verhalten von Frauen treffen zu können. Da heute immer mehr Frauen die Anti-Baby-Pille unmittelbar nach Beginn der Pubertät und häufig bis zu Beginn der Menopause einnehmen, sind diese Studien nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Öffentlichkeit von Interesse.


Weitere Informationen
Pahnke, R., Mau-Moeller, A., Junge, M., Wendt, J., Weymar, M., Hamm, A. O., & Lischke, A. (2018). Oral contraceptives impair complex emotion recognition in healthy women. Front Neurosci. doi: 10.3389/fnins.2018.01041


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Alexander Lischke
Institut für Psychologie
Physiologische und Klinische Psychologie/Psychotherapie
Franz-Mehring-Straße 47, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3720
alexander.lischkeuni-greifswaldde
https://www.researchgate.net/profile/Alexander_Lischke

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news-41997Mon, 04 Feb 2019 11:07:05 +0100Drei Greifswalder Wissenschaftler unter den meistzitierten Forschern der Welthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/drei-greifswalder-wissenschaftler-unter-den-meistzitierten-forschern-der-welt-41997/Die Greifswalder Forscher Prof. Dr. Henry Völzke, Dr. Alexander Teumer und Dr. Georg Homuth gehören zu den weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftlern. Dies hat das aktuelle Ranking „Highly Cited Researchers 2018“ des Datenanalytik-Unternehmens Clarivate Analytics ergeben. Insgesamt sind in dem Ranking mehr als 6000 Forscherinnen und Forscher aus über 60 Ländern gelistet, darunter 356 aus Deutschland.Das Ranking Highly-Cited Researchers 2018 beschränkt sich auf das oberste eine Prozent der weltweit einflussreichsten Forscher. Dafür hat das US-Unternehmen Clarivate Analytics anhand von wissenschaftlichen Publikationen der Jahre 2006 bis 2016 untersucht, wie oft Wissenschaftler in ihrem Themengebiet zitiert wurden. Die Liste berücksichtigt 22 Themengebiete, von den Agrarwissenschaften über Biologie, Physik und Mathematik bis zu Umweltwissenschaften. In der aktuellen Ausgabe gab es erstmalig die interdisziplinäre Kategorie „Cross- Field“ (fachübergreifend), zu der auch die drei Greifswalder Spitzenforscher gehören.

Prof. Dr. Henry Völzke ist seit 2008 Lehrstuhlinhaber für Klinische Epidemiologie am Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald. In dieser Funktion ist er zugleich Leiter der 1997 gestarteten Studie SHIP – Study of Health in Pomerania. Diese ist eine bevölkerungsbezogene Studie in der Region Vorpommern. Sie fokussiert nicht wie andere große epidemiologische Studien auf eine bestimmte Krankheit, sondern untersucht das Thema Mensch und Gesundheit in seiner ganzen Vielschichtigkeit. Dabei geht es um die Häufigkeit von populationsrelevanten Erkrankungen und deren Risikofaktoren. Es gibt weltweit kaum Studien, die das Thema Gesundheit in solch einer Komplexität untersuchen. Henry Völzke ist zugleich wissenschaftlicher Direktor der NAKO-Gesundheitsstudie.

Auch Dr. Alexander Teumer gehört zur Abteilung SHIP – Klinisch-Epidemiologische Forschung – KEF am Institut für Community Medicine an der Universitätsmedizin Greifswald. Der wissenschaftliche Mitarbeiter untersucht anhand von Daten aus der SHIP-Studie genetische Ursachen von Volkskrankheiten mit den Schwerpunkten Schilddrüsenfunktion und Nierenkrankheiten. Aufgrund der vielschichtigen und umfangreichen Datenerhebung konnten inzwischen Projekte zu mehr als 100 Krankheiten und deren Risikofaktoren unter Greifswalder Beteiligung oder Leitung durchgeführt und erfolgreich publiziert werden.

Dr. Georg Homuth ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Funktionelle Genomforschung am Interfakultären Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung. Auch zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören auf SHIP-Daten beruhende genetische Analysen, außerdem in der SHIP-Studie durchgeführte sogenannte „Omics“-Analysen. Darin werden in großem Umfang körpereigene Substanzen wie zum Beispiel  Eiweißmoleküle und Stoffwechselprodukte in Blut und Urin gemessen und ausgewertet, was beispielsweise Aussagen über die Anfälligkeit für Krankheiten ermöglicht. Ein weiterer thematischer Fokus von Georg Homuth ist die experimentelle Schilddrüsenforschung, insbesondere unter Anwendung von „Omics“-Technologien.


Ansprechpartner an der Universitätsmedizin Greifswald

Prof. Dr. Henry Völzke
Institut für Community Medicine
Abteilung SHIP | Klinisch-Epidemiologische Forschung
Walther-Rathenau-Straße 48, 17489 Greifswald
Telefon 03834 86 7541
voelzkeuni-greifswaldde
www.researchgate.net/profile/Henry_Voelzke

Dr. Alexander Teumer
Institut für Community Medicine
Study of Health in Pomerania (SHIP)
Walther-Rathenau-Straße 48, 17489 Greifswald
Telefon 03834 86 19579
ateumeruni-greifswaldde
www.researchgate.net/profile/Alexander_Teumer

Dr. Georg Homuth
Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung
Abteilung für Funktionelle Genomforschung
C_FunGene, Felix-Hausdorff-Straße 8, 17475 Greifswald
Telefon 03834 420 5812
georg.homuthuni-greifswaldde
www.researchgate.net/profile/Georg_Homuth

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-41985Fri, 01 Feb 2019 15:58:25 +0100Nachhaltigkeitspreis 2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/nachhaltigkeitspreis-2019-41985/Das Rektorat und der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Universität Greifswald vergeben den Nachhaltigkeitspreis 2019 für eine wissenschaftliche Arbeit, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzt. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.Nachhaltigkeit ist ein Begriff, dessen inhaltlicher Kern darin besteht, die ökologischen Lebensgrundlagen zu bewahren und zu beschützen. Er schließt ökologische, ökonomische, soziale aber auch weitere Aspekte mit ein, weshalb alle Fachdisziplinen angesprochen sind.

Eingereicht werden können wissenschaftliche Abschlussarbeiten sowie Promotionsarbeiten aus den fünf Fakultäten der Universität Greifswald.

Weitere Informationen
Die Arbeiten (als PDF-Dokument) können bis zum 15. April 2019 beim Nachhaltigkeitsbeauftragten der Universität, Dr. Tiemo Timmermann, eingereicht werden. Es wird darum gebeten, die Gutachten der Betreuerinnen und Betreuer der Arbeit beizufügen.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Dr. Tiemo Timmermann
Nachhaltigkeitsbeauftragter
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4112
tiemo@uni-greifswald.de

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Uni GreifswaldAusschreibungenNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-41829Wed, 30 Jan 2019 12:54:49 +0100Greifswalder im Ranking zu Wissenschaftsleistungen in der Betriebswirtschaftslehre vorne mit dabeihttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-im-ranking-zu-wissenschaftsleistungen-in-der-betriebswirtschaftslehre-vorne-mit-dabei-4/Im aktuellen BWL-Ranking der Zeitschrift WirtschaftsWoche ist Prof. Dr. Steffen Fleßa von der Universität Greifswald auf Platz 108 gelistet. In dieses Ranking wurden insgesamt 3 800 Postdoktoranden, Juniorprofessoren sowie Professorinnen und Professoren aus den deutschsprachigen Ländern einbezogen. Professor Fleßa ist Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald.Alle fünf Jahre bewertet das Wirtschaftsforschungsinstitut Konjunkturforschungsstelle (KOF) an der ETH Zürich zusammen mit Partnern die Publikationsdaten aller Forscher im Bereich Betriebswirtschaftslehre, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz an Lehrstühlen, Fraunhofer-Instituten und Max-Planck-Instituten tätig sind. Dabei werden Veröffentlichungen in 860 Fachzeitschriften für Betriebswirtschaftslehre ausgewertet und nach einem komplexen System gewichtet.

Die Liste der Top 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich Betriebswirtschaftslehre wurde jetzt auf den Internetseiten der WirtschaftsWoche veröffentlicht.

Der forschungsstärkste BWL-Professor im deutschsprachigen Raum, Prof. Dr. Christian Homburg (Universität Mannheim), beschreibt die Betriebswirtschaftslehre als ein faszinierendes Fach, das nach wie vor viele Studierende anzieht und sie wie kaum ein anderes auf ein breites Spektrum von Tätigkeiten in Wirtschaft und Verwaltung vorbereitet. Seinen Kolleginnen und Kollegen gibt er in einem Artikel der WirtschaftsWoche den Rat, „prinzipiell [sei] es für Forscher wichtig, möglichst viel Zeit mit Praktikern zu verbringen und gesellschaftlich und ökonomisch relevante Themen herauszufiltern“. Einen besonderen Wert legt er dabei auf die internationale Forschung.

Prof. Dr. Steffen Fleßa stimmt dieser Einschätzung vollständig zu. Seine wichtigsten Publikationen, die zu dem guten Platz im Ranking geführt haben, basieren auf Praxisprojekten mit Kliniken, dem Kreis Vorpommern-Greifswald und Trägern der Entwicklungszusammenarbeit. „Mein persönliches Ziel, einen Beitrag zur Entwicklung von Regionen und Menschen zu leisten, steht nicht im Widerspruch zu wissenschaftlichem Erfolg. Ganz im Gegenteil, die meisten Praxisprojekte im In- und Ausland, die von meinem Lehrstuhl unterstützt werden, münden in Publikationen“, fasst Steffen Fleßa seine Konzeption von Forschung und „Third Mission“ zusammen. Das Ranking sieht er als Anreiz, auch in Zukunft in den drei Forschungsfeldern Gesundheitsmanagement, Management von Nonprofit-Organisationen und Management sozialer Systeme in Entwicklungsländern an der Universität Greifswald weiter zu forschen.

Die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät und damit auch die Betriebswirtschaftslehre wurde nach ihrer Schließung im Jahr 1946 erst Anfang 1991 wieder etabliert. Zum Wintersemester 1993/1994 konnten sich in Greifswald wieder Studierende in den Studiengang Betriebswirtschaftslehre einschreiben und im Sommer 1996 erwarben die ersten Studierenden in Greifswald ihr Diplom.


Weitere Informationen
Geschichte der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät
Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Steffen Fleßa
Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement
Friedrich-Loeffler-Straße 70, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2476
steffen.flessauni-greifswaldde

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news-41809Wed, 30 Jan 2019 11:09:08 +0100Humboldt-Stipendiat der Universität Greifswald forscht zur synthetischen Biologiehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/humboldt-stipendiat-der-universitaet-greifswald-forscht-zur-synthetischen-biologie-41809/Im November 2018 startete der chinesische Biochemiker und Humboldt-Stipendiat Dr. Shuke Wu seinen zweijährigen Forschungsaufenthalt im Bereich der synthetischen Biologie an der Universität Greifswald. Gastgeber ist Prof. Dr. Uwe Bornscheuer, Leiter der Arbeitsgruppe für Biotechnologie und Enzymkatalyse am Institut für Biochemie. Finanziert wird der Forschungsaufenthalt durch das renommierte Alexander-von-Humboldt-Stipendium.Dr. Shuke Wu forscht zu neuen Enzymkaskaden zur Herstellung von Terpenoiden in Mikroorganismen. Bei Terpenoiden handelt es sich um hochkomplexe Verbindungen, die in Naturstoffen vorkommen. Bekannte Naturstoffe basierend auf Terpenoiden sind beispielsweise Menthol, Taxol oder Artemisinin. Menthol wird häufig als Bestandteil von Duft- und Aromastoffen, etwa in Deodorants, verwendet. Taxol wird zur Behandlung verschiedener Krebsarten und Artemisinin zur Behandlung von Malaria eingesetzt. Um die Terpenoide präzise sowie umweltfreundlich herzustellen, müssen mehrere Enzyme zu künstlichen Stoffwechselwegen in Mikroorganismen zusammengefügt werden. In Greifswald plant Dr. Wu neue Stoffwechselwege im Bakterium Escherichia coli aufzubauen, um unter anderem wichtige Zwischenprodukte basierend auf Terpenoiden für die chemische Synthese in Mikroorganismen herstellen zu können.

Seine wissenschaftliche Karriere begann Dr. Wu an der Universität Peking im Jahr 2010 mit dem Studienfach B. Sc. Biotechnologie. 2015 wurde er an der National University of Singapore (NUS) in Chemieingenieurwesen promoviert. Im Rahmen seiner Dissertation untersuchte er Anwendungen von Enzymen in der organischen Synthesechemie. Im Anschluss absolvierte er an der NUS einen zweijährigen Postdoc-Aufenthalt, bevor er im Jahr 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität Basel wechselte und sich dort mit künstlichen Metalloenzymen beschäftigte.

Inspiriert von der international beachteten Forschung von Professor Bornscheuer zu Enzymen und Biokatalyse entschied sich Dr. Wu für einen Forschungsaufenthalt an der Universität Greifswald. Er liebt die Forschungsfreiheit in der Gruppe und ist sehr dankbar für die Unterstützung von Professor Bornscheuer sowie seinen Kolleginnen und Kollegen am Institut für Biochemie. „Dr. Wu hat sich sehr rasch in unsere Arbeitsgruppe integriert. Seine herausragenden Erfahrungen in der Etablierung von Enzymkaskaden stellen eine große Bereicherung für unsere Forschung dar“, freut sich Uwe Bornscheuer. „Im Gegenzug profitiere ich sehr von der Expertise der Gruppe von Professor Bornscheuer auf dem Gebiet des Enzym-Engineerings und der hervorragenden Ausstattung des Arbeitskreises“, ergänzt Shuke Wu.


Weitere Informationen
Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Institut für Biochemie
Alexander von Humboldt Stiftung


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Biotechnologie und Enzymkatalyse
Institut für Biochemie
Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4367
uwe.bornscheueruni-greifswaldde

Dr. Shuke Wu
Telefon 03834 420 4408
shuke.wuuni-greifswaldde

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news-41467Mon, 21 Jan 2019 12:48:23 +0100Niederdeutsch zuhause lernen im Webinarhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/niederdeutsch-zuhause-lernen-im-webinar-41467/Niederdeutsch kann ab Februar 2019 in Mecklenburg-Vorpommern im virtuellen Klassenzimmer gelernt werden. In Webinaren werden Grundkenntnisse in Niederdeutsch vermittelt. Der Spracherwerbskurs im virtuellen Klassenzimmer wird durch das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik Greifswald gemeinsam mit dem Länderzentrum für Niederdeutsch Bremen durchgeführt. Gefördert wird das Projekt unter Leitung von PD Dr. Birte Arendt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Der virtuelle Spracherwerbskurs des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik (KND) vermittelt Grundkenntnisse der niederdeutschen Sprache. Er richtet sich an Interessenten in Mecklenburg-Vorpommern mit, ohne oder geringen Vorkenntnissen. Der Kurs ergänzt die Vokabellernsoftware Anki und die Onlineplattform Quizlet. Mit dem neuen Angebot können Interessierte von zu Hause aus selbstverantwortlich und digital Niederdeutsch lernen. Dabei können sie über Kamera und Headset in persönlichen Kontakt treten; auch die Lernenden können miteinander interagieren.

Die Kursteilnehmer benötigen nur ein Headset und eine Webcam sowie einen stabilen Internetanschluss. Vorerst sind die Webinare auf acht wöchentliche Termine ab Februar 2019 angelegt. Eine Weiterführung ist geplant. Die Kursteilnehmer erhalten ein Teilnehmerzertifikat.

„Der große Vorteil an Webinaren liegt darin, dass Teilnehmende aus dem ganzen Land zusammenkommen können, ohne weite Wege auf sich nehmen zu müssen“, sagt Ulrike Stern, Kursleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des KND. „Webinare nutzen effektiv die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation und sparen Zeit und Geld.“

Der Spracherwerbskurs des KND ist Teil eines Angebots von derzeit sieben Webinarreihen, die das LZN Bremen zum Spracherwerb mit Schwerpunkt Westniederdeutsch und der westniederdeutschen Literatur der 1950er und 1960er Jahre bereithält. Es ist der einzige Kurs, der das Niederdeutsch Mecklenburg-Vorpommerns nach den Wörterbüchern und Lehrwerken von Prof. Dr. Renate Herrmann-Winter vermittelt und somit konform geht mit den Festlegungen für die schulische Vermittlung in unserem Bundesland.


Weitere Informationen
Termine und Anmeldemöglichkeit finden sich unter www.länderzentrum-für-niederdeutsch.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Zum Medienfoto
Kurz-URL tinyurl.com/y7l2padj 
#niederdeutsch #sprache #webinar


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Ulrike Stern
Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik
Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3440
kompetenzzentrumNDuni-greifswaldde

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news-41463Mon, 21 Jan 2019 12:29:05 +0100Semesterabschlusskonzert mit dem UniversitätsSinfonieOrchester Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/semesterabschlusskonzert-mit-dem-universitaetssinfonieorchester-greifswald-41463/Mit dem Titel „Happy Birthday, Bernstein & Friends“ lädt das Greifswalder UniversitätsSinfonieOrchester gemeinsam mit Solisten aus Rostock und Berlin zu einem Semesterabschlusskonzert ein. Das Konzert findet am Samstag, 26. Januar 2019, um 19:00 Uhr in der Kirche St. Jacobi statt. Von jeder verkauften Karte geht ein Euro in den Spendentopf für die Sanierung der Jacobi-Kirche. Bereits um 15:00 Uhr findet ein Kinderkonzert bei freiem Eintritt und anschließendem Instrumentenkarussel statt.Das Sinfoniekonzert zum Semesterabschluss widmet sich dem amerikanischen Musikgenie Leonard Bernstein. 1957 schuf er zusammen mit dem Choreographen Jerome Robbins und dem Lyriker Stephen Sondheim das Werk, das seinen Ruf als Komponist sicherte: West Side Story. Dieses „Social-Music-Drama“, eine moderne Großstadt-Adaption von Romeo und Julia, versetzt die tragische Geschichte der Liebhaber von Verona auf die einst verarmte Westseite von Manhattan. West Side Story wurde im August 1957 in Washington D.C. uraufgeführt und im darauffolgenden Monat in New York wiederholt, wo sein Erfolg fast zwei Jahre (772 Vorstellungen) und eine nationale Tournee sicherte. 1960 zog Bernstein daraus eine Orchestersuite von Symphonic Dances, die den Hauptfolgen des Dramas folgte.
 

Universitätssinfonieorchester
„Happy Birthday, Bernstein & Friends“
Samstag, 26. Januar 2019
15:00 Uhr Kinderkonzert, 19:00 Uhr Sinfoniekonzert
Kirche St. Jacobi in Greifswald
Bianca Zilker (Klarinette), Marcos Atala (Violine)
Leitung: UMD Harald Braun, Benjamin Jäger, Georgij Munteanu
 

Weitere Informationen
Karten für das Semesterabschlusskonzert des UniversitätsSinfonieOrchsters gibt es für 14 Euro und ermäßigt für 9 Euro bei der Greifswald-Info, Buchhandlung Scharfe und an der Abendkasse.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
UMD Harald Braun
Universitätsmusikdirektor
Institut für Kirchenmusik/ Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3507 oder 420 3521 (Sekretariat)
harald.braununi-greifswaldde
www.musik.uni-greifswald.de  

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news-41417Fri, 18 Jan 2019 12:02:16 +0100Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/mentoring-programm-fuer-postdoktorandinnen-und-juniorprofessorinnen-41417/Die Universität Greifswald vergibt bis zu zwölf Plätze im Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen für den Zeitraum von April 2019 bis Februar 2021. Das Mentoring-Programm unterstützt hochqualifizierte Frauen, die eine Professur oder Führungsposition in Wissenschaft und Forschung anstreben. Das Programm beinhaltet

  • karrierefördernde Kontakte zu Mentorinnen oder Mentoren,
  • die Teilnahme an einem Workshop-Programm (mit 4 verpflichtenden und 1 optionalen Seminar, s. Programmbeispiel),
  • Einzelcoachings (bei Bedarf),
  • Gruppencoachings in Fachdisziplinen,
  • die Teilnahme am Peer-Mentoring,
  • Netzwerkveranstaltungen und
  • drei Evaluationsgespräche mit den Programmverantwortlichen.

Bewerbungsvoraussetzungen 

  • möglichst ein Jahr Erfahrung als Postdoktorandin / Juniorprofessorin mit Anbindung an die Universität Greifswald bzw. an einen Kooperationspartner,
  • die Bereitschaft zur aktiven Gestaltung von bis zu zwei Mentoring-Beziehungen einschließlich der damit verbundenen Reisen,
  • die Bereitschaft zur verbindlichen Beteiligung am Rahmenprogramm.

Erste Termine hierfür sind:

  • Einführungsworkshop am Montag, 8. April 2019, 09:00–16:30 Uhr
  • Einführung in die Kollegiale Beratung am Dienstag, 9. April 2019, 09:00–13:00 Uhr

Bewerbung und Auswahlverfahren

  • Motivationsschreiben, aus dem das angestrebte Karriereziel sowie Engagement bei der Orientierung auf eine Leitungsposition hervorgehen,
  • Kurzbeschreibung des Habilitationsvorhabens / der laufenden wissenschaftlichen Projekte,
  • Lebenslauf (inkl. Promotionsurkunde, Publikationsliste, Konferenzbeiträge, Drittmitteleinwerbungen, Stipendien, Preise und Auszeichnungen) und
  • ausgefüllter Bewerbungsbogen.

Die Entscheidung über die Aufnahme in das Programm trifft eine Kommission.
Die Auswahlgespräche finden am 28. und 29. März 2019 statt.

Informationen zur Ausschreibung über Annette Ehmler
unter ehmleruni-greifswaldde oder03834 420 1146.
Weitere Programmdetails finden Sie unter www.uni-greifswald.de/mentoring

Ausschreibungstext als PDF

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung in einem PDF-Dokument an:
mentoringuni-greifswaldde
Bewerbungsschluss: Sonntag, 17. Februar 2019

 

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Annette Ehmler
Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1146
mentoringuni-greifswaldde
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AusschreibungenNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-41105Tue, 15 Jan 2019 11:17:05 +0100Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismushttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gedenktag-fuer-die-opfer-des-nationalsozialismus-41105/Die Universität Greifswald und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald in Kooperation mit dem Pommerschen Landesmuseum laden ein zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die diesjährige Veranstaltung am Sonntag, 27. Januar 2019, im Landesmuseum gedenkt der Unterdrückung der Sozialdemokratie während der NS-Zeit. Trotz vorheriger Einschüchterungen und Verhaftungen war die SPD im März 1933 die einzige Partei im Reichstag, die das Ermächtigungsgesetz als wesentliche Grundlage zur Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur ablehnte. Darauf folgte ein Verbot der SPD. Zahlreiche Mitglieder gingen ins Exil; andere, die im Land geblieben waren, wurden zeitweilig inhaftiert oder langjährig in Konzentrationslagern festgehalten und ermordet.

Bernward Dörner (Berlin) skizziert zunächst die reichsweite Dimension dieser Verfolgung, bevor Detlev Brunner (Leipzig) stellvertretend das Schicksal des Stettiner Sozialdemokraten Fritz Lamm (1911–1977) schildern wird. Mitglieder der Greifswalder Musikschule gestalten ein musikalisches Rahmenprogramm.

Die Referenten

Prof. Dr. Bernward Dörner ist seit 2013 apl. Professor für Neuere Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Zeitgeschichte am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Er wurde zur Entstehung, Auslegung und Verfolgungswirkung des „Heimtücke-Gesetzes“ vom 20. Dezember 1934 promoviert und habilitierte sich mit einer Arbeit über Wissen und Haltung der deutschen Bevölkerung zum Mord an den europäischen Juden. Die Studie erschien 2007 unter dem Titel „Die Deutschen und der Holocaust. Was niemand wissen wollte, aber jeder wissen konnte“ (Berlin, Propyläen).

PD Dr. Detlev Brunner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Deutsche und Europäische Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts der Universität Leipzig. Er wurde mit einer Untersuchung zur Bürokratie und Politik des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes 1918/19 bis 1933 an der Technischen Universität Berlin promoviert und habilitierte sich an der Universität Rostock mit dem Thema „Der Schein der Souveränität. Landesregierung und Besatzungspolitik in Mecklenburg-Vorpommern 1945–1949“.

Sonntag, 27. Januar 2019, 19:00 Uhr
Pommersches Landesmuseum
Rakower Straße 9, 17489 Greifswald


Weitere Informationen
Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus


Folgende Veranstaltungen in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald umrahmen den Gedenktag:

Filmclub Casablanca e.V. zeigt im Theater Vorpommern (Foyer), Robert-Blum-Straße
Montag, 21. Januar, 20.30 Uhr, Eintritt 4 Euro
„The Cakemaker“
ISR/D 2017, Regie: Ofir Raul Graizer, 104 min., Blu-ray, OmU
„The Cakemaker“ ist ein stiller, sensibler Film über eine deutsch-israelische Liebe jenseits der Geschlechtergrenzen.

Film im Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4
Freitag, 25. Januar, 20.00 Uhr, Eintritt 4 Euro
„DIE GUTEN FEINDE – Mein Vater, die Rote Kapelle und ich“
D 2017, Dokumentarfilm von Christian Weisenborn, 90 Min.
Der Filmemacher Christian Weisenborn erzählt in „DIE GUTEN FEINDE“ das dramatische Leben seines Vaters. Die Geschichte eines jungen Intellektuellen, der Ende der 1920er Jahre aus der rheinischen Provinz nach Berlin kommt, um hier Schriftsteller zu werden, und das Leben in der Bohème in vollen Zügen genießt, bis die Machtergreifung der Nazis alle Illusionen zerstört. 

Nordoststreifen im Pommerschen Landesmuseum, Rakower Straße 9
Donnerstag, den 31.Januar, 19:00, Eintritt: 3,50 Euro
„Nachlass“,
D 2018, Dokumentarfilm von Christoph Hübner, 112 Minuten
„Nachlass“ lädt zur tiefgreifenden Reflexion über unsere Erinnerungskultur und ihre Unerlässlichkeit ein – auch nach dem Ableben der letzten Zeitzeugen der Shoah. Ein Angebot der Kulturreferentin für Pommern und Ostbrandenburg.

Film im Koeppenhaus, Bahnhofstraße 4
Freitag, 1. Februar, 20.00 Uhr, Eintritt 4 Euro
L'CHAIM – Auf das Leben!
D 2014, Regie: Elkan Spiller, 92 min, DVD, OmdU
Vom Hippie zum erfolgreichen Geschäftsmann in New York – Chaim Lubelski hatte bereits ein ziemlich wildes Leben geführt. Als seine Mutter krank wird, entscheidet sich der 63-Jährige in Antwerpen mit ihr zusammen zu ziehen. Ein bewegender Dokumentarfilm über eine faszinierende, charismatische Persönlichkeit, deren Name auch einen Wunsch beinhaltet: L’Chaim! Ein Film als ein Hoch auf das Leben.
 

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Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
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news-41057Mon, 14 Jan 2019 14:03:49 +0100Familien-Universität: Wie mächtig ist unsere Sprache?https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/familien-universitaet-wie-maechtig-ist-unsere-sprache-41057/Am Donnerstag, 24. Januar 2019, schließt die Reihe der Familien-Universität für dieses Semester. Die Sprachwissenschaftlerin Dr. Anastasija Kostiučenko arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Instituten für Slawistik und Baltistik und wird eine Vorlesung zum Thema „Wie mächtig ist unsere Sprache?“ halten. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr in Hörsaal 1 am Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6. Der Eintritt ist frei. Was sagt Sprache über unsere Gesellschaft aus? Resultiert aus bestimmten gesellschaftlichen Verhältnissen eine bestimmte Sprachensituation oder ist es eher umgekehrt? Im Vortrag „Wie mächtig ist unsere Sprache?“ werden insbesondere sprachpolitische Fragen wie Sprachstatus und Sprachprestige thematisiert, die durch die Erforschung der sog. Spracheinstellungen ermittelt werden. Allen Interessierten wird darüber hinaus die Möglichkeit gegeben, an einem soziolinguistischen Experiment teilzunehmen und so einen Einblick in die Methodik der Einstellungsforschung zu erhalten.


Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von Dr. Anastasija Kostiučenko
Donnerstag, 24.01.2019, 17:00 Uhr
Campus Loefflerstraße, Neues Audimax, Hörsaal 1, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, 17489 Greifswald


Weitere Informationen
Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert und feierte im Herbst 2018 ihren zehnten Geburtstag.
Familien-Universität
Bürgerhafen Greifswald
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news-40973Fri, 11 Jan 2019 08:44:52 +0100Verleihung des DAAD-Preises 2018 https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/verleihung-des-daad-preises-2018-40973/Die DAAD-Preisträgerin des Jahres 2018 ist die Medizinstudentin Sara Qarqash. Mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes werden herausragende Leistungen internationaler Studierender gewürdigt. Ausgezeichnet werden besondere akademische Leistungen sowie gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Zwölf Studierende hatten sich beworben. Verliehen wird der Preis während des Winterballs des International Office am 19. Januar 2019 im Kulturbahnhof Greifswald. Sara Qarqash ist in Syrien geboren und lebte dort bis zu ihrem 16. Lebensjahr. Aufgrund des Krieges floh sie im Jahr 2012 mit ihrer Familie nach Jordanien. Nach Greifswald kam die Studentin im Jahr 2015. Zuvor hatte sie in der jordanischen Hauptstadt Amman an einem zehnmonatigen Deutschkurs am Goethe-Institut teilgenommen. Heute studiert Sara in Greifswald erfolgreich Humanmedizin im dritten Semester. Die Voraussetzungen dafür erlangte sie am Studienkolleg, das sie erfolgreich abschloss. Dort erweiterte sie auch ihre Deutschkenntnisse, die ausgezeichnet sind. Das Studienkolleg hat Sara Qarqash auf ihrem Weg unterstützt und sie hat sich dort sehr aufgehoben gefühlt.

Aufgrund ihrer exzellenten Studienleistungen arbeitet Sara Qarqash als Tutorin im Präparierkurs der Anatomie. Hier hilft sie Studierenden des ersten und zweiten Fachsemesters bei der Präparation. Um darüber hinaus Erfahrungen im Krankenhaus zu sammeln, hält sie Sonderwache am Klinikum. Hier kümmert sie sich um Patienten. „Ich helfe beispielsweise demenzkranken Menschen bei der täglichen Waschung. Durch die Arbeit bekomme ich einen guten Überblick, wie es im Krankenhaus läuft und baue eine Verbindung zu den Patienten auf, das ist wichtig.“ Während des ersten Studienjahres übte sie darüber hinaus Übersetzungstätigkeiten für Flüchtlinge im Jobcenter sowie im Klinikum aus.

Sara zeigt eine große Offenheit gegenüber und Interesse für andere Menschen und Sprachen. So feierte sie zum Beispiel Ende 2015 mit einer Familie aus Greifswald Weihnachten und Silvester zusammen. Kennengelernt hatte die junge Medizinstudentin die Familie über Facebook, die sie herzlich willkommen hieß. Seitdem ist eine enge Verbindung entstanden, einmal wöchentlich stattet die Studentin der Familie einen Besuch ab. „Im Sommer fahren wir zum Strand und wir sind schon gemeinsam nach Irland geflogen. Meine eigene Familie ist ja so weit weg, da ist es ein schönes Gefühl, fürsorgliche Menschen um sich zu haben. Für diese Herzlichkeit bin ich der Familie sehr dankbar“, sagt sie. Neben ihrer Muttersprache Arabisch spricht Sara Qarqash Englisch und Deutsch.

Die Auszeichnung wird während des Winterballs am 19.01.2019 im Kulturbahnhof Greifswald verliehen. Die jährlich stattfindende Veranstaltung organisiert das International Office und die Lokale Erasmus Initiative. Sie ist die offizielle Wintersemesterfeier für internationale Studierende und an Internationalität interessierte Studierende in Greifswald.

Die Tickets für den Winterball können ab sofort im International Office, Domstraße 8, gekauft werden. Studierende zahlen 15 Euro, Mitarbeiter 20 Euro.


Weitere Informationen
Seit über zehn Jahren wird die Auszeichnung vom DAAD verliehen. Sie soll die Bereicherung verdeutlichen, die internationale Studierende in der Hochschulgemeinschaft darstellen und dazu beitragen, ihnen ein Gesicht zu geben.
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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
International Office
Domstraße 8, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1335
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NewsLehreMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-40917Thu, 10 Jan 2019 07:23:01 +0100Goldenes Zeitalter jetzt auch auf Chinesischhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/goldenes-zeitalter-jetzt-auch-auf-chinesisch-40917/Das Standardwerk des Greifswalder Historikers Michael North „Das Goldene Zeitalter. Kunst und Kommerz in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts“ wurde jetzt vom Zhejiang University Press Verlag in chinesischer Sprache veröffentlicht. Damit steht das Buch neben den deutschen Ausgaben von 1992 und 2001 in den drei Sprachen Englisch, Türkisch und Chinesisch zur Verfügung. Die Niederlande waren im 17. Jahrhundert ein Land der Superlative: jährlich wurden 70 000 Bilder gemalt, 110 000 Stück Tuch produziert und 200 Millionen Gulden an Volkseinkommen erwirtschaftet. Hinter diesen nackten Zahlen verbirgt sich eine Gesellschaft, die im damaligen Europa ihresgleichen suchte. Die höchste Urbanisierung, die geringste Zahl an Analphabeten, der ungewöhnlich große Kunstbesitz, das ausgebaute soziale Netz und die religiöse Toleranz sind nur einige der Merkmale, die die Einzigartigkeit der Niederlande im „Goldenen Zeitalter“ ausmachten.

In seinem Buch analysiert Michael North die ökonomischen, sozialen und künstlerischen Voraussetzungen der niederländischen Malerei des „Goldenen Zeitalters“. Er zeigt, wie in dieser wirtschaftlichen und kulturellen Blütezeit Kunst und Kommerz aufs engste miteinander verknüpft waren. Der deutschen Ausgabe von 1992 folgte die englische „Art and Commerce in the Dutch Golden Age“ (1997) bei Yale University Press, die weltweit als Textbook verwendet wird. Eine zweite deutsche Auflage (2001) und eine türkische Version (Hollanda Altın Çağı'nda Sanat ve Ticaret. Istanbul: İletişim Yayınları 2014) kamen hinzu.

Michael Norths Buch inspirierte auch die Ausstellung „Die Geburt des Kunstmarktes. Rembrandt, Ruisdael, van Goyen und die Künstler des Goldenen Zeitalters“. Die von Franz Wilhelm Kaiser zusammen mit dem Autor kuratierte Ausstellung war vom 23. September 2017 bis zum 7. Januar 2018 im Bucerius Kunst Forum in Hamburg zu sehen.


Weitere Informationen
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Dr. h. c. Michael North
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit
Rubenowstraße 2, 17489 Greifswald
Telefon: 03834 420 3308
north@uni-greifswald.de

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news-40915Thu, 10 Jan 2019 07:05:31 +0100Dahlemann: Uni Greifswald strahlt noch stärker in die ganze Region aushttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/dahlemann-uni-greifswald-strahlt-noch-staerker-in-die-ganze-region-aus-40915/Am Rande der 5. Sitzung des Vorpommern-Rates hat der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann am 9. Januar 2019 an die Rektorin der Universität Prof. Johanna Eleonore Weber einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 6.000 Euro für die Vortragsreihe „Universität in der Region“ übergeben.„Die Vortragsreihe ist bisher auf großes Interesse gestoßen. Es ist richtig, in die Region zu gehen und Themen anzusprechen, die einerseits unseren Alltag betreffen und andererseits unsere Zukunft in den Fokus rücken. Die Menschen merken: Die Universität ist nicht nur etwas für Studierende, sondern für jedermann“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Übergabe des Bescheides. „Die Präsenz der Universität im ländlichen Raum ist wichtig. Das ist Werbung für die Universität und macht sie für junge Menschen hier in Vorpommern attraktiv. Außerdem werden die Verbindungen zwischen Universität und Wirtschaft immer enger. Gern unterstützen wir die Reihe mit 6.000 Euro aus dem Vorpommern-Fonds.“

Diese Vortragsreihe wurde im Oktober 2018 gestartet. Bis Ende September 2020 werden 20 Veranstaltungen in mehreren Städten in Vorpommern und auf der Insel Usedom geplant. Für 2019 sind zehn Veranstaltungen vorgesehen. Die nächste beginnt am 16. Januar um 17.00 Uhr im Historischen U in Pasewalk zum Thema „Lehrerbildung im ländlichen Raum“. Der Eintritt ist frei.


Dies ist eine Medieninformation des Parlamentarischen Staatssekretärs für Vorpommern, Nr. 9/2019 vom 09.01.2019.

Kontakt
Parlamentarischer Staatssekretär Vorpommern
Schloßstraße 2–4, 19053 Schwerin
Telefon +49 385 588 1040
pressestellestk.mv-regierungde

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NewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-40875Wed, 09 Jan 2019 11:15:51 +0100Forschungsverbund SED-Staat mit Beteiligung der Universität Greifswald untersucht Todesfälle von DDR-Bürgern am Eisernen Vorhanghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/forschungsverbund-sed-staat-mit-beteiligung-der-universitaet-greifswald-untersucht-todesfaelle-von-ddr/Als Folgeprojekt der 2017 veröffentlichten Studie über die Opfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze untersucht der Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin nun tödlich gescheiterte Fluchtversuche von DDR-Bürgern an den Grenzen des ehemaligen Ostblocks. Bei der Untersuchung kooperiert der Forschungsverbund mit den Universitäten Greifswald und Potsdam: Das Forschungsteam an der Universität Greifswald recherchiert dabei die Todesfälle von DDR-Bürgern bei Fluchtversuchen über die Ostsee, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Universität Potsdam untersuchen die Funktion des DDR-Justizministeriums im SED-Staat bei Rechtsbeugungen insbesondere gegen Ausreisewillige und festgenommene Flüchtlinge. Die Verbundforschung der drei Universitäten wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund drei Millionen Euro gefördert.Das BMBF hat in einem wettbewerblichen Verfahren aus über 100 Bewerbungen 14 Forschungskonsortien ausgewählt, die in den nächsten vier Jahren mit einer Fördersumme von 40 Millionen Euro mit dem Ziel unterstützt werden, eine stärkere Verankerung der DDR-Forschung in der deutschen Hochschul- und Forschungslandschaft zu garantieren.

Das von der sowjetischen Besatzungsmacht errichtete und von der DDR weiterentwickelte Grenzregime an der Grenze zur Bundesrepublik und in Berlin hinderte Millionen Menschen nicht daran, die Flucht über die innerdeutsche Grenze und über die Westgrenzen der sozialistischen Staaten Osteuropas zu wagen. Schon vor dem Mauerbau endeten Grenzüberquerungen in Berlin und an der innerdeutschen Grenze in zahlreichen Fällen tödlich, zum Teil mit schwersten Verletzungen und im Falle von Festnahmen vielfach mit langjährigen Haftstrafen. Die Zahl der in Berlin (179) und der innerdeutschen Grenze (327) ums Leben gekommenen Grenzgängern, Flüchtlingen und Grenzsoldaten ist durch drei Untersuchungen erschlossen und in Biografischen Handbüchern dokumentiert. Vergleichbare wissenschaftliche Untersuchungen zu den bei Fluchtversuchen über die Ostsee oder an den Grenzen der anderen Ostblockstaaten ums Leben gekommenen DDR-Bürger liegen bislang nicht vor. Diese Lücke soll durch das Verbundprojekt geschlossen werden. Auch zur DDR-Willkürjustiz gegen Ausreisewillige und festgenommene Flüchtlinge gibt es noch keine wissenschaftliche Studie. Unerforscht ist insbesondere die Funktion des DDR-Justizministeriums und seiner nachgeordneten juristischen Institutionen. Eine unbekannte Zahl von DDR-Bürgerinnen und DDR-Bürgern wurde wegen der Vorbereitung oder Ausführung von Fluchtversuchen auf der Grundlage von Vorgaben aus der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) und dem DDR-Justizministerium zu Haftstrafen verurteilt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des gemeinsamen Forschungsvorhabens der Freien Universität Berlin, der Universität Greifswald und der Universität Potsdam wenden sich mit ihrem Verbundprojekt in den kommenden vier Jahren den Schicksalen von Menschen zu, die den gefährlichen Weg aus der SED-Diktatur in die Freiheit wagten und dafür ihr Leben oder langjährige Haftstrafen riskierten.

Im Teilprojekt der Freien Universität Berlin werden tödlich gescheiterte Fluchtversuche untersucht, die sich an den Grenzen der Tschechoslowakei (CSSR) sowie denen Ungarns, Bulgariens, Rumäniens, Jugoslawiens und Polens ereignet haben. Die Zahl der Fluchtversuche von DDR-Bürgern über Ostblockstaaten erhöhte sich nach der Schließung der Berliner Grenze durch den Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 erheblich. Vielen gelungenen Fluchten steht eine unbekannte Zahl von Festnahmen und Todesfällen bei Fluchtversuchen gegenüber, die am Eisernen Vorhang scheiterten.

Die Ergebnisse der drei Teilprojekte sollen jeweils als Buch veröffentlicht werden. Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) in der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin wird Zeitzeugeninterviews und Forschungsergebnisse der drei Teilprojekte auf einer Webseite im Internet für die politische Bildung zur Aufklärungsarbeit über das geteilte Deutschland und die SED-Diktatur zugänglich machen. Mit mehreren Grenzlandmuseen ist dazu bereits eine Zusammenarbeit vereinbart.

Im Januar 2019 richtet der Forschungsverbund SED-Staat in Berlin eine Arbeitskonferenz aus, an der neben den drei deutschen Forschungsteams Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Grenzstaaten des ehemaligen Eisernen Vorhangs teilnehmen, um die Forschungskooperation und die Recherchen in den Archiven der jeweiligen Länder zu koordinieren. Der Forschungsverbund SED-Staat recherchiert die Todesfälle von DDR-Bürgern an den Grenzen des ehemaligen Ostblocks gemeinsam mit Wissenschaftlern und Fachleuten aus Polen, der CSSR, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, dem ehemaligen Jugoslawien, Albanien, Griechenland und Österreich. Das Forschungsteam der Universität Greifswald wird von Prof. Dr. Hubertus Buchstein geleitet, die Forschungsgruppe an der Universität Potsdam von Prof. Dr. Manfred Görtemaker, das Teilprojekt an der Freien Universität von Prof. Dr. Klaus Schroeder und Dr. Jochen Staadt.

Weitere Informationen und Interview-Wünsche

Pressemitteilung aus dem Jahr 2017 zu Ergebnissen der Studie über Opfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze
www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2017/fup_17_155-studie-opfer-des-ddr-grenzregimes/index.html

Dies ist eine Medieninformation der Freien Universität Berlin
Nr. 375/2018 vom 28.12.2018

 

Kurz-URL: http://tinyurl.com/yd3xky2q 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Hubertus Buchstein
Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaften
Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte
Baderstraße 6/7, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3152
buchsteiuni-greifswaldde
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NewsForschungMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-40561Fri, 04 Jan 2019 10:54:50 +0100Die Universität Greifswald in Zeiten der Wendehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/die-universitaet-greifswald-in-zeiten-der-wende-40561/Die Wende im Jahre 1989 hat tiefe Spuren an der Greifswalder Universität hinterlassen, für viele eine Zeit voller Hoffnungen, für andere wiederum eine Zeit voller Sorgen und Existenzängste. Diese Zeit und auch die damals herrschenden Stimmungen festzuhalten, ist das wichtigste Anliegen des Buches „Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Zeiten des Umbruchs – Zeitzeugen erinnern sich“, das in der Sardellus-Verlagsgesellschaft Greifswald erschienen ist.In der Umbruchszeit nach 1989 stand die Universität vor der schwierigen Aufgabe, von heute auf morgen leistungsfähige Strukturen in Lehre und Forschung aufzubauen. Diese durften denen westdeutscher Universitäten in keiner Weise nachstehen, wenn die Universität Greifswald weiter für Studenten attraktiv sein wollte. In dem Buch kommen drei Zeitzeugen zu Wort: Der Mikrobiologe Michael Hecker, der in Greifswald studiert hatte, bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2014 Direktor des Instituts für Mikrobiologie war und die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät als ihr Dekan in die Wende führte; der aus den alten Bundesländern stammende Historiker Karl-Heinz Spieß, der an der Umgestaltung des Historischen Institutes und später auch der Philosophischen Fakultät, die vor den größten Umbrüchen stand, wesentlich beteiligt war und nicht zuletzt Karl-Ulrich Meyn, der als damaliger Vizepräsident der Osnabrücker Universität die Wiedereinrichtung der Juristischen Fakultät initiierte und mit auf den Weg brachte.

Die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Johanna Weber, schreibt unter anderem im Vorwort: „Für viele Mitglieder und Ehemalige unserer Universität sind die persönlichen Erinnerungen an die Jahre nach der Wende an der Universität noch lebendig, auch wenn sie mittlerweile 30 Jahre zurückliegen. Andere … kennen die Jahre des Umbruchs nur aus sporadischen Berichten. Von daher bin ich den Kollegen Michael Hecker, Karl-Ulrich Meyn und Karl-Heinz Spieß von Herzen dankbar, dass sie ihre Erinnerungen an die Zeiten der Wende und an die Jahre davor und danach niedergeschrieben haben.“ Und später ergänzt sie: „Spannend und lehrreich zugleich werden die Erzählungen durch die in vielfacher Hinsicht unterschiedlichen Perspektiven, die sich aus den Biographien der drei Autoren und ihrer Position an unserer Universität ergeben: Der Mikrobiologe Michael Hecker, der Jurist Karl-Ulrich Meyn und der Historiker Karl-Heinz Spieß, der Alteingesessene, der Hinzugekommene und der externe Experte und Berater, Vertreter dreier Fakultäten mit ihrer je eigenen Entwicklungsgeschichte“. Und sie schließt: „Ich lade alle Leserinnen und Leser zu einer Entdeckungs- und Abenteuerreise in unsere jüngere Geschichte ein.“

Die Autoren schreiben in ihrer Einführung: „Wenn mit dem Buch erreicht wird, über diese für die Universität und das Leben der Beteiligten so entscheidende Zeit nachzudenken und sie vielleicht sogar aus dem Abstand der Jahre neu zu bewerten, dann ist ein wichtiges Anliegen des Vorhabens erreicht.“


Weitere Informationen
Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Zeiten des Umbruchs – Zeitzeugen erinnern sich; Michael Hecker, Karl-Ulrich Meyn, Karl-Heinz Spieß mit Bildern von Peter Binder; ISBN 978-3–9813402-8-0, Sardellus-Verlagsgesellschaft, Greifswald 2018.
Zum Medienfoto

Kurz-URL http://tinyurl.com/yc6lkfk3​​​​​​​
 

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. em. Dr. phil. Karl-Heinz Spieß
spiessuni-greifswaldde
Prof. em. Dr. Michael Hecker
heckeruni-greifswaldde

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NewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)UniversitätsarchivVerwaltung
news-40441Thu, 20 Dec 2018 14:27:52 +0100Universität in der Region: Lehrerbildung im ländlichen Raum aktiv gestaltenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-lehrerbildung-im-laendlichen-raum-aktiv-gestalten-40441/Am Mittwoch, 16. Januar 2019, stellt Dr. Anne Heller von der Universität Greifswald im Kulturforum „Historisches U“ in Pasewalk das wissenschaftliche Projekt Uni vor Ort (UvO) vor. Es verbindet die universitäre Lehre mit dem sozialen Leben in einer dörflichen Gemeinde. Zusammen mit Studierenden des Lehramtes und den Besucherinnen und Besuchern sollen anschließend weitere Ideen zur Stärkung der Region Pasewalk gesammelt werden. Die Veranstaltung der Reihe „Universität in der Region“ beginnt um 17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei!Wie werden Lehramtsstudierende der Universität Greifswald auf ihren Beruf vorbereitet? Braucht es andere und neue Wege, wenn es um Schulen im ländlichen Raum geht? Was kann den ländlichen Raum als Lebens- und Arbeitsort für die Absolventen attraktiv machen? Ausgehend von diesen Fragestellungen entstand das Projekt Uni vor Ort (UvO), welches seit 2016 als Modellvorhaben für Soziale Dorfentwicklung von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung gefördert und in Kooperation von Erziehungs- und Politikwissenschaft durchgeführt wird. Es koppelt universitäre Ausbildung an spezifische Projekte in einer dörflichen Gemeinde. Die Studierenden engagieren sich vor Ort und lernen dabei sowohl die besonderen Problemlagen als auch die Potenziale ländlicher Regionen kennen. Das Engagement reicht vom Jugendclub über Kunstprojekte bis zur Seniorenweihnachtsfeier und setzt damit in besonderer Weise auf intergenerationelles Lernen.

Im Anschluss an die Projektpräsentation sollen gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern Ideen gesammelt werden, mit denen auch der ländliche Raum in der Region Pasewalk inner- und außerschulisch gestärkt werden kann.


UNIVERSITÄT IN DER REGION
Lehrerbildung im ländlichen Raum
Referentin: Dr. Anne Heller mit Studierenden des Lehramtes der Universität Greifswald
Mittwoch, 16.01.2019, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Kulturforum „Historisches U“
An der Kürassierkaserne 9, 17309 Pasewalk
Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen
Universität in der Region ist eine Vortragsreihe für die breite Öffentlichkeit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Greifswald präsentieren in leicht verständlichen Vorträgen gesellschaftlich relevante Themen und laden zur Diskussion ein. Die Reihe „Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.


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news-40439Thu, 20 Dec 2018 14:06:48 +0100Universität im Rathaus: Digitalisierung in der Wissenschaft – Durch Computersimulationen die Welt besser verstehenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-digitalisierung-in-der-wissenschaft-durch-computersimulationen-die-welt-be/Am Montag, 7. Januar 2019, hält Prof. Dr. Ralf Schneider vom Institut für Physik der Universität Greifswald innerhalb der Reihe „Universität im Rathaus“ einen Vortrag mit dem Titel „Digitalisierung in der Wissenschaft – Durch Computersimulationen die Welt besser verstehen“. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.Die Computersimulation schafft virtuelle Welten, die als neues Werkzeug das Verständnis für Vorgänge in Natur und Technik erleichtern. Doch wie entstehen Simulationen? Was braucht man dafür? Und wozu verwendet man sie? Der Vortrag geht auf diese Fragen anhand verschiedener Simulationsprojekte ein. Aus der Physik werden Arbeiten zur Energieforschung und zu Ionentriebwerken für die Raumfahrt vorgestellt. In der Geologie ermöglichen Modelle die Veränderung der Küsten in Mecklenburg-Vorpommern zu beschreiben. Für die Sportwissenschaft kann man Auswirkungen geplanter Regeländerungen vorhersagen, etwa für Tischtennis. Aber auch in der Philosophie gibt es Möglichkeiten zum Einsatz von Simulationen, etwa bei der Entwicklung von Ethikmodulen beispielsweise für selbstfahrende Autos.

Die Möglichkeit des digitalen Labors schafft neue Chancen für die Wissenschaft, da Experimente oft viel zu gefährlich, zu teuer, schwer durchzuführen oder gar ethisch nicht vertretbar sind. Damit etabliert sich diese Arbeitsrichtung als dritte Säule neben Experiment und Theorie. Zugleich ist die Simulation verbindendes Element zwischen diesen beiden, da sie die in der Theorie formulierten Gleichungen numerisch bearbeitet und löst, und das insbesondere für Fälle, die nicht mehr analytisch lösbar sind, so dass ein realistischer Vergleich mit dem Experiment möglich wird.

Universität im Rathaus
Vortrag von Prof. Dr. Ralf Schneider
Digitalisierung in der Wissenschaft – Durch Computersimulationen die Welt besser verstehen
Montag, 07.01.2019, 17:00 Uhr
Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses


Weitere Informationen
Die Reihe Universität im Rathaus wird von der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald organisiert. Der Eintritt ist kostenfrei. Der Vortrag kann barrierefrei erreicht werden.


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Ralf Schneider
Institut für Physik | Universitätsrechenzentrum
Felix-Hausdorff-Straße 12, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1400
schneideruni-greifswaldde

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Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
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Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde

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news-40347Wed, 19 Dec 2018 08:38:15 +0100Neue Professur für Moorforschung an der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neue-professur-fuer-moorforschung-an-der-universitaet-greifswald-40347/Die Landesregierung und die Universität Greifswald bringen mit Hilfe von Zustiftungen eine W3-Professur für Moorforschung/Peatland Sciences auf den Weg. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur beteiligt sich ab dem Jahr der Stellenbesetzung jährlich in Höhe von 70.000 Euro an der Professur. Das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt stellt ebenfalls ab dem Jahr der Stellenbesetzung dauerhaft 50.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Die Universität Greifswald erhält voraussichtlich vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft Mittel in Höhe von 450.000 Euro über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren. Die Greifswalder Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur stellt insgesamt 100.000 Euro bereit.

„Klimawandel und Klimaschutz gehen uns alle an“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse bei Unterzeichnung der Zielvereinbarung in Schwerin. „Moore leisten viel für das ökologische Gleichgewicht, sind jedoch durch die menschliche Nutzung stark bedroht. Die Greifswalder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen sich damit, inwieweit Menschen und Landwirtschaft Moore nutzen können ohne sie dabei auszunutzen. Dieses Engagement wollen wir mit der neuen Professur unterstützen“, sagte Hesse.

Mecklenburg-Vorpommern hat etwa 300.000 Hektar Moor. Das entspricht etwa 13 Prozent der Landesfläche. Ein erheblicher Teil der Moore wurde in der Vergangenheit für die landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt, deutschlandweit wurden 98 Prozent der Moore entwässert. Trockengelegte Moore sind mit Emissionen von mehr als sechs Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalenten pro Jahr mit Abstand die größte Treibhausgas-Einzelquelle des Landes. Sie müssen konsequent wiedervernässt werden. An der Universität Greifswald werden zudem Ansätze entwickelt, die eine Pflanzenproduktion bei hohen Wasserständen mit Verwertungsmöglichkeiten dieser Pflanzen verbinden.

„Die Moorforschung an der Universität Greifswald ist bundesweit anerkannt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Wahrung dieser Naturschätze. Sie ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Verwaltung und Forschung an verschiedenen Stellen sehr gut zum Wohle des Landes kooperieren“, betonte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Mit der Einrichtung einer Moorprofessur wird dieser Forschungszweig langfristig auf ein verlässliches Fundament gestellt und der Wissenschaftsstandort Vorpommern weiter gestärkt“, so Backhaus.

Diese Medieninformation wurde am 18.12.2018 vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur veröffentlicht.
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Ansprechpartner
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Werderstraße 124, 19055 Schwerin
Telefon 0385 588 7003
presse@bm.mv-regierung.de
www.bm.regierung-mv.de

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news-38986Thu, 13 Dec 2018 10:11:43 +0100Wie beeinflussen Vulkane das Klima? DFG-Forschungsgruppe stellt sich dieser Fragehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wie-beeinflussen-vulkane-das-klima-dfg-forschungsgruppe-stellt-sich-dieser-frage-38986/Wissenschaftler an sieben verschiedenen Forschungseinrichtungen in Deutschland werden sich zukünftig mit dem Einfluss von Vulkanausbrüchen auf Atmosphäre und Klima befassen. Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Anfang Dezember 2018 beschlossen, die Forschungsgruppe VolImpact (Revisiting the volcanic impact on atmosphere and climate – preparations for the next big volcanic eruption) zu fördern. Die DFG-Forschungsgruppe wird vom Institut für Physik der Universität Greifswald aus koordiniert. Vulkanausbrüche stellen eine der wichtigsten natürlichen Ursachen für Veränderungen im Klimasystems dar. Obwohl sich die Atmosphärenforschung seit mehr als drei Jahrzehnten mit den Einflüssen von Vulkanausbrüchen befasst, sind viele fundamentale Prozesse nur unzureichend verstanden. Das Hauptziel der DFG-Forschungsgruppe VolImpact ist, das wissenschaftliche Verständnis der Reaktion des Klimasystems auf Vulkaneruptionen deutlich zu verbessern. Dabei sollen satellitengestützten Messungen entsprechender atmosphärischer Parameter durchgeführt und mit Hilfe dieser Daten die physikalischen und chemischen Prozesse umfassend modelliert werden.

Die DFG-Forschungsgruppe besteht aus fünf wissenschaftlichen Teilprojekten, die sich mit der Entwicklung der Vulkanwolke, dem Strahlungsantrieb durch vulkanische Aerosole, der Aerosol-Wolken-Wechselwirkung sowie den Effekten vulkanischer Aerosole auf die Dynamik der Atmosphäre und den hydrologischen Kreislauf der bodennahen Atmosphäre befassen.

An der Forschungsgruppe sind Wissenschaftler der Universitäten Bremen, Greifswald, Hamburg und Leipzig sowie dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT), dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel beteiligt. Sprecher der Forschungsgruppe ist Prof. Dr. Christian von Savigny vom Institut für Physik der Universität Greifswald.

Für die ersten drei Jahre stehen für das Forschungsprojekt mehr als 2,3 Millionen Euro zur Verfügung.


Weitere Informationen

Eine Forschungsgruppeist ein wissenschaftliches Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG. In diesem Programm werden kleine Wissenschaftlergruppen gefördert, die auf einem eng umgrenzten Gebiet an einer Frage zusammenarbeiten, die alleine nicht lösbar wäre. Das Programm existiert seit 1962 und hieß bis 2018 Forschergruppe.
DFG-Projektnummer FOR 2820


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Christian von Savigny
Institut für Physik
Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4720
csavignyphysik.uni-greifswaldde
www.physik.uni-greifswald.de

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news-38898Tue, 11 Dec 2018 09:34:11 +0100Die Chemie des Feuerwerks – Von bengalischen Feuern, Böllern und Funkensternenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/die-chemie-des-feuerwerks-von-bengalischen-feuern-boellern-und-funkensternen-38898/Am Donnerstag, 20.12.2018, lädt die Universität Greifswald alle Wissbegierigen von 8 bis 99 Jahren zur Familien-Universität ein. Der Biochemiker Prof. Dr. Michael Lalk führt einen Experimentalvortrag mit dem Titel „Die Chemie des Feuerwerks – Von bengalischen Feuern, Böllern und Funkensternen“ vor. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr in Hörsaal 1 im Institut für Biochemie. Der Eintritt ist frei. Zum Ende des Jahres brennen wir traditionell Feuerwerk ab. Aber auch zu anderen festlichen Anlässen gehört Pyrotechnik häufig dazu. Die Geschichte des Feuerwerks geht mehrere tausend Jahre zurück und hat ihren Ursprung in China. Im Experimentalvortrag werden anhand von Beispielen die Hintergründe des klassischen und modernen Feuerwerks und der Pyrotechnik behandelt.


Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von Prof. Dr. Michael Lalk
Donnerstag, 20.12.2018, 17:00 Uhr
Institut für Biochemie, Hörsaal 1, Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald


Weitere Informationen
Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert und feiert in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag.
Familien-Universität
Bürgerhafen Greifswald
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Ansprechpartner

Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1162
pressestelleuni-greifswaldde

Bürgerhafen Greifswald
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Martin-Luther-Straße 10, 17489 Greifswald
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postbuergerhafende

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news-38892Tue, 11 Dec 2018 08:55:19 +0100Genderpreis der Universität Greifswald für eine Masterarbeit vergebenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/genderpreis-der-universitaet-greifswald-fuer-eine-masterarbeit-vergeben-38892/Das Rektorat, die Gleichstellungskommission des Senats und die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Greifswald haben Sabrina Stock für ihre englischsprachige Masterarbeit mit dem Genderpreis 2018 ausgezeichnet. Mit dem Genderpreis werden exzellente wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die die Geschlechterperspektive in besonderer Weise berücksichtigen. Die Verleihung des Preises fand am 4. Dezember 2018 statt.Sabrina Stock hat an der Universität Greifswald im Masterstudiengang Kultur – Interkulturalität – Literatur mit Schwerpunkt Anglistik studiert. Ihre Masterarbeit wurde mit den Noten 1.3 und 1.0 bewertet. Der Titel der Abschlussarbeit lautet: „The Representation of the West in Chinese-English Literature: Occidental(ist) characters in Xiaolu Guo’s A Concise Chinese-English Dictionary for Lovers“.

Gegenstand der Arbeit ist der Roman A Concise Chinese-English Dictionary for Lovers der Chinesin Xiaolu Guo aus dem Jahr 2007. Anhand dieses Werkes hat Sabrina Stock die Darstellung des Westens in der englischsprachigen chinesischen Literatur herausgearbeitet. In dem Roman schildert die Erzählerin ihre Erfahrungen während eines einjährigen Sprachaufenthaltes in England. Der englische Liebhaber der Protagonistin ist ein bisexueller Mann, der zuvor homosexuell lebte, nun jedoch mit der weiblichen Protagonistin zusammenlebt, Vegetarier und Gartenliebhaber ist und sich weigert, wie in China üblich, automatisch die Rechnungen für seine chinesische Freundin zu übernehmen.

Die Jury war beeindruckt davon, wie Sabrina Stock die Geschlechterperspektive in der Analyse des Romans herausgearbeitet hat. Es wird deutlich, dass in dem literarischen Werk der westliche Mann feminisiert wird und tradierte chinesische Gender-Normen den westlichen gegenübergestellt werden. In ihrer Masterarbeit hat Sabrina Stock die im Text vorkommenden Stereotype von Ost und West beziehungsweise Orient und Okzident herausgearbeitet. Sie stellte die postkoloniale Theorie des Okzidentalismus in den Mittelpunkt, die die scheinbare Ideologie des Hasses gegen den Westen und ein Feindbild gegen die Moderne in Ländern wie China als Rückwirkung von Einstellungen im Westen erklärt.

Sabrina Stock stammt aus Kaarst bei Düsseldorf. Sie hat ihren Bachelor im Kernfach Germanistik und Ergänzungsfach Kunstgeschichte an der Universität Düsseldorf abgeschlossen. Vor ihrem Masterstudium in Greifswald hat sie ein halbes Jahr Deutsch in China unterrichtet. „Die chinesische Kultur, auch in Bezug auf unterschiedliche Geschlechterbilder, hat mich fasziniert. Auch ein Masterseminar zu Orientalismus und Okzidentalismus hat mich zu meinem Masterarbeitsthema inspiriert. Durch die Auseinandersetzung mit meinem Primärwerk hat sich dann ein immer stärkerer Fokus auf das Thema Gender und mit dem sozialen Geschlecht verbundene Stereotype sowohl in China als auch im sogenannten Westen ergeben“, so die Ausgezeichnete.


Weitere Informationen
Das Rektorat und die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Greifswald vergeben den Genderpreis für eine wissenschaftliche Arbeit, die die Geschlechterperspektive in besonderer Weise berücksichtigt. Das Preisgeld beträgt 500 Euro. Für den Genderpreis 2018 gingen acht Bewerbungen bei der Gleichstellungsbeauftragten ein.

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Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Ruth Terodde
Gleichstellungsbeauftragte
Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1108
gleichstellungsbuerouni-greifswaldde

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news-38866Mon, 10 Dec 2018 12:06:46 +0100Nachruf auf Prof. Dr. Harald J. Freyberger (1957–2018)https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/nachruf-auf-prof-dr-harald-j-freyberger-1957-2018-38866/Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Dr. Harald Jürgen Freyberger, ist am 6. Dezember 2018 plötzlich und völlig unerwartet gestorben. Die Universitätsmedizin und die Universität Greifswald trauern um einen hochgeschätzten Arzt und Wissenschaftler. Prof. Freyberger zählte zu den international renommiertesten Wissenschaftlern seines Fachgebiets. Er veröffentlichte mehr als 500 wissenschaftliche Beiträge und 20 Bücher. Sowohl bei den Studierenden, bei seinen Patienten als auch bei seinen Kollegen war er hochgeschätzt. Er war seit Dezember 1997 Universitätsprofessor für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin in Greifswald sowie Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie am Helios Hanseklinikum Stralsund. 

Besonders für das Institut für Psychologie der Universität Greifswald war Professor Harald Freyberger ein langjähriger Mentor und wissenschaftlich exzellenter Kooperationspartner. Er unterstützte das Institut unermüdlich bei der Einrichtung und Förderung des Ausbildungsstudiengangs für Psychologische Psychotherapie; sehr geschätzt wurde er auch für seine ausgezeichnete Lehre und Supervision angehender Psychotherapeuten und seine einfühlsame und warmherzige Präsenz.

Er hat viele gesellschaftlich brisante Themen aktiv aufgegriffen und in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, so beispielsweise die Aufarbeitung der NS-Verbrechen in der Psychiatrie oder die Langzeitfolgen des DDR-Dopings.  

Die Universitätsmedizin und die Universität werden Prof. Dr. Harald J. Freyberger ein ehrendes Gedenken bewahren.

Ansprechpartner an der Universitätsmedizin
Vorstand der Universitätsmedizin
Fleischmannstraße 8, 17475 Greifswald
Telefon +49 3834 86 5276
vorstand-umguni-greifswaldde

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news-38812Fri, 07 Dec 2018 11:16:37 +0100Richtfest beim Universitätsrechenzentrum in Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/richtfest-beim-universitaetsrechenzentrum-in-greifswald-38812/Am 6. Dezember 2018 wurde am Campus Berthold-Beitz-Platz Richtfest gefeiert. 10,1 Millionen Euro investieren das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Europäische Union in den nachhaltigen und energieeffizienten Neubau des Rechenzentrums der Universität Greifswald. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen. Der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern (BBL MV) als Bauherr dankte mit dem Richtfest allen am Bau Beteiligten. Das neue Rechenzentrum mit einer Nutzfläche von knapp 1700 m² besteht aus zwei Gebäudekörpern, einem für die Rechentechnik sowie einem Seminar- und Verwaltungsgebäude. Das Lüftungs- und Klimakonzept wurde energetisch optimiert entwickelt. Damit soll in Greifswald ein modernes und energieeffizientes Rechenzentrum entstehen. Kern des Konzeptes ist die Klimatisierung der Informationstechnik im Rechnergebäude ohne Kältemaschinen. Die Abwärme wird für die Beheizung des Seminar- und Verwaltungsteils des neuen Rechenzentrums und des im Frühjahr 2018 bezogenen Forschungsneubaus C_FunGene genutzt werden. Der Bau des barrierefreien Rechenzentrums begann im August 2017, die Fertigstellung ist für Ende 2019 vorgesehen.

Weitere Informationen

Das Leistungsspektrum des Universitätsrechenzentrums umfasst die zentralen IT-Dienste für Forschung, Lehre und Studium. Das beinhaltet unter anderem den Betrieb des Datennetzes, die Bereitstellung der Kommunikationsinfrastruktur (Telefonie und Internet), des zentralen Identity Management Systems oder des universitätseigenen Kommunikationsnetzes.

Webseite Universitätsrechenzentrum
Webseite BBL M-V
Medienfoto


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
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news-37997Thu, 06 Dec 2018 14:28:00 +0100Die Universität Greifswald gratuliert den Nobelpreisträgern 2018https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/die-universitaet-greifswald-gratuliert-den-nobelpreistraegern-2018-37997/Am 10. Dezember 2018 werden in Stockholm die Nobelpreise für Medizin, Physik und Chemie feierlich an die Preisträgerinnen und Preisträger übergeben. In diesem Jahr ist bei dieser Zeremonie ein Wissenschaftler aus Greifswald unter den Gästen. Prof. Dr. Uwe Bornscheuer erhielt eine Einladung vom schwedischen Nobelpreis-Komitee. Am 18. Dezember 2018 wird er zusammen mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Greifswald die diesjährigen Nobelpreisträger mit Vorträgen vorstellen und ehren. Die Veranstaltung in der Aula der Universität beginnt um 17:00 Uhr.Prof. Dr. Barbara M. Bröker (Immunologie) spricht zum Nobelpreis für Medizin

Mit dem Nobelpreis für Medizin werden in diesem Jahr James P. Allison (USA) und Tasuku Honjo (Japan) geehrt, denn sie haben ein völlig neues Prinzip für die Krebstherapie entwickelt, wie das Nobelpreiskomitee in Stockholm mitteilte. Der US-Amerikaner Allison und der Japaner Honjo wollen verstehen, wie das Immunsystem funktioniert, und entdeckten Moleküle, welche die Immunantwort bremsen können. Diese Kontrollpunkte (engl. checkpoints) des Immunsystems sind wichtig, damit das Abwehrsystem nicht den Körper selbst angreift. Bei Krebstumoren hingegen soll das Immunsystem nicht gebremst werden, sondern die bösartigen Zellen zerstören. Lassen sich dann die Bremsen lösen? Allison und Honjo zeigten zunächst in Tierexperimenten, wie dies funktionieren kann. Die immunologischen Krebsmedikamente (Checkpoint-Inhibitoren), die auf ihren Arbeiten basieren, haben sich als hoch wirksam erwiesen. Etwa 20 Jahre nach der ursprünglichen Entdeckung der Nobelpreisträger konnten die neuen Wirkstoffe für die Behandlung zugelassen werden.


Prof. Dr. Markus Münzenberg (Physik) und Dr. Oliver Otto (ZIK HIKE) sprechen zum Nobelpreis für Physik

Der Nobelpreis für Physik wird dieses Jahr im Bereich der Entwicklungen der Laserphysik verliehen, die neue Anwendungen ermöglichen und aus der Medizin und aktuellen Forschungslaboratorien nicht mehr wegzudenken sind. Zur Hälfte geht der Preis an Arthur Ashkin (USA) für die Entwicklung optischer Pinzetten und deren Anwendung in der Biologie. Die zweite Hälfte teilen sich Gérard Mourou (Frankreich) und Donna Strickland (Kanada) für die Entwicklung einer Methode, mit der sich hochenergetische, ultrakurze optische Pulse erzeugen lassen.

Die von Arthur Ashkin in den 1970er und 1980er Jahren entwickelte optische Pinzette macht sich die Eigenschaft von Lasern zunutze, Kräfte auf kleinste Teilchen auszuüben. Er zeigte, dass sich ein Laserstrahl wie eine Pinzette verhalten kann, mit der Teilchen berührungslos manipuliert werden können. Damit eröffnete er neue Möglichkeiten zur Untersuchung von Proteinen, Bakterien, und Viren.

Gérard Mourou und Donna Strickland entwickelten eine Methode, Laserlicht weiter zu verstärken. Dabei wird ein ultrakurzer Lichtpuls gestreckt durch Prismen und Spiegel. Der Lichtpuls wird dann in einem Kristall optisch verstärkt, um seine Leistung um ein Vielfaches zu erhöhen. Laser erlauben Lichtfelder zu erzeugen, die heute als Werkzeug genutzt werden, um nanoskopische Partikel zu bewegen oder Mikroschnitte zu setzten. Die technologische Entwicklung verlief in den vergangenen Jahren rasant. Mit immer kürzeren Pulsen, höheren Leistungen und einfacher, robuster Technik und Bedienung eröffnen sich immer neue Möglichkeiten. Solche Laser werden zum Beispiel bei der Sehweitekorrektur am Auge genutzt. Sie werden genutzt, um Informations- und Sicherheits-technologien weiterzuentwickeln oder neue Wege in der Tumortherapie zu eröffnen.


Prof. Dr. Uwe Bornscheuer (Biochemie) würdigt die Nobelpreisträger für Chemie

Der Nobelpreis für Chemie wird in diesem Jahr an die Proteinforscher Frances Arnold (USA), George P. Smith (USA) und Sir Gregory Winter (Großbritannien) verliehen. Sie werden für die Anwendung evolutionärer Prinzipien bei der Entwicklung von Proteinen wie Enzymen und Antikörpern ausgezeichnet. Enzyme katalysieren alle für den Stoffwechsel wichtigen chemischen Reaktionen und werden seit Jahrzehnten in der Chemie und Pharmazie genutzt. Den jetzt mit dem Nobelpreis geehrten Forschern ist es gelungen, diese „Evolution im Reagenzglas“ in kurzer Zeit ablaufen zu lassen und damit für ganz bestimmte Zwecke nutzbar zu machen.

Mittels der von Arnold entwickelten „gerichteten Evolution“ werden Enzyme für Anwendungen in der Biotechnologie maßgeschneidert und diese finden zum Beispiel Einsatz zur Herstellung von Biokraftstoffen oder wichtigen Chemikalien und Pharmabausteinen. Smith erfand die Methode des „Phagen-Displays“ zur gezielten Entwicklung maßgeschneiderter Antikörper. Bei diesem biotechnologischen Ansatz macht man sich Bakteriophagen – das sind Viren, die Bakterien angreifen – zunutze, um Proteine mit bestimmten Eigenschaften per Selektion herauszufiltern. Sir Winter nutzte dieses Verfahren, und bereits im Jahr 2002 kam der erste hierdurch hergestellte Wirkstoff (Adalimumab) auf den Markt. Dieser Antikörper wird zur Behandlung von rheumatischer Arthritis, Schuppenflechte und bestimmten entzündlichen Darmerkrankungen verschrieben.


Prof. Dr. Walter Ried (Volkswirtschaftslehre) referiert zu den Trägern des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften

Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird in diesem Jahr an Paul M. Romer (USA) und William Nordhaus (USA) verliehen. Die beiden Forscher werden ausgezeichnet für Arbeiten zur langfristigen Entwicklung von marktlich organisierten Volkswirtschaften, weil sie deren Analyse mit der Integration technologischer Innovationen (Romer) bzw. des Klimawandels (Nordhaus) erheblich erweitert haben.

Romers bahnbrechende Arbeiten zur Wachstumstheorie beruhen auf der Einsicht, dass zur Entwicklung neuen Wissens durch private Firmen zwar Wettbewerb notwendig ist, der aber von der üblicherweise unterstellten Spielart abweichen muss. In diesem Rahmen hängen Innovationen, die für die Wohlfahrt einer Volkswirtschaft eine zentrale Rolle spielen, von den herrschenden Marktbedingungen ab, die wiederum durch die staatliche Politik und andere Faktoren beeinflusst werden. Damit gelingt es, dauerhafte Unterschiede im wirtschaftlichen Wachstum zwischen den Ländern zu erklären und Maßnahmen zu ihrem Abbau zu identifizieren.

Die Arbeiten von Nordhaus haben die ökonomische Analyse der langfristigen Auswirkungen des durch Menschen verursachten Klimawandels entscheidend vorangetrieben. Dazu hat er Modelle entwickelt, die nicht nur die Effekte der wirtschaftlichen Aktivität auf Atmosphäre und Klima erfassen, sondern auch die Rückwirkungen des Klimawandels auf die Wohlfahrt künftiger Generationen berücksichtigen. Dies erlaubt die Analyse der Kosten und Erträge verschiedener Szenarien, die unter anderem die Fortführung des Status quo als Basisfall beinhalten. Weiterhin kann eine optimale Politik bestimmt werden, die von den bislang diskutierten Vorschlägen abweicht.


Weitere Informationen
Nobelpreisstiftung
Fakten zum Nobelpreis

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Jan Meßerschmidt
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
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news-38676Tue, 04 Dec 2018 13:55:08 +0100Aktuelle Ausschreibung für Promotionsstipendienhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/aktuelle-ausschreibung-fuer-promotionsstipendien-38676/Die Universität Greifswald schreibt für das Sommersemester 2019 insgesamt acht Promotionsstipendien aus. Bewerben können sich Promovierende, die weit überdurchschnittliche Studien- und Prüfungsleistungen in ihrem Hochschulstudium, das die Zulassung zur Promotion ermöglicht, vorweisen können. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2019.Zu jedem Semester vergibt die Universität Greifswald vorbehaltlich zur Verfügung stehender Finanzmittel Stipendien zur Vorbereitung auf die Promotion an besonders qualifizierte wissenschaftliche Nachwuchskräfte. Grundlagen hierfür bilden das Landesgraduiertenförderungsgesetz (LGFG MV) vom 20.11.2008, in Kraft getreten am 18.12.2008, die Landesgraduiertenförderungsverordnung (LGFVO MV) vom 23.03.2010, in Kraft getreten am 01.04.2010, sowie der Senatsbeschluss der Universität Greifswald vom 19.05.2010.

Zum Sommersemester 2019 sind fünf neue Stipendien aus Landesmitteln der Landesgraduiertenförderung und drei neue Bogislaw-Stipendien aus dem Körperschaftshaushalt ausgeschrieben. Die Stipendien werden vorbehaltlich zur Verfügung stehender Landeshaushaltsmittel und Körperschaftshaushaltsmittel vergeben.

Weitere Informationen
Graduiertenförderung an der Universität Greifswald


Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Stabsstelle Justitiariat/Wahlamt/Stipendien
Katrin Purps
Domstraße 58 A, EG, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1357
katrin.purpsuni-greifswaldde

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news-38466Wed, 28 Nov 2018 13:24:03 +0100Uni im Rathaus: Eine Lehrsynagoge in der Domstraße 14 – Christen und Juden in Greifswald zu Beginn des 18. Jahrhundertshttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/uni-im-rathaus-eine-lehrsynagoge-in-der-domstrasse-14-christen-und-juden-in-greifswald-zu-beginn-d/Im Rahmen der Reihe „Uni im Rathaus“ hält Prof. Dr. Christfried Böttrich von der Theologischen Fakultät der Universität Greifswald am Montag, 10.12.2018, einen Vortrag mit dem Titel „Eine Lehrsynagoge in der Domstraße 14 – Christen und Juden in Greifswald zu Beginn des 18. Jahrhunderts“. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.Zwischen 1706 und 1708 richtete der Greifswald Theologieprofessor und Generalsuperintendent von Schwedisch-Pommern, Johann Friedrich Mayer, in seinem Haus Domstraße 14 eine für Lehrzwecke bestimmte Synagoge ein. Diese Installation war zugleich Teil seiner umfangreichen Bibliothek. Nach Mayers Tod 1712 gelangte die „Synagoge“ auf abenteuerlichen Wegen über Leipzig nach Dresden, wo sie bis 1836 im Wallpavillon des Dresdner Zwingers als Teil eines „Juden-Cabinets“ zu sehen war. Danach verlieren sich ihre Spuren. Als einziges Relikt ist eine kleine, in drei Auflagen erschienene, schriftliche Abhandlung übriggeblieben. Darin wird die Synagoge detailliert beschrieben. Umfang und Bedeutung der Lehrsynagoge lassen sich damit gut rekonstruieren.

Der Theologe Prof. Dr. Christfried Böttrich ist seit Oktober 2003 Lehrstuhlinhaber für Neues Testament in Greifswald. In seinem Vortrag will er die „Mayersche Synagoge“ anhand einer Reihe von Bildern vorstellen.


Universität im Rathaus
Vortrag von Prof. Dr. Christfried Böttrich
Eine Lehrsynagoge in der Domstraße 14 – Christen und Juden in Greifswald zu Beginn des 18. Jahrhunderts
Montag, 10.12.2018, 17:00 Uhr
Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses


Weitere Informationen
Die Reihe Universität im Rathaus wird von der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald organisiert. Der Eintritt ist kostenfrei. Der Vortrag kann barrierefrei erreicht werden.
Zum Medienfoto


Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Christfried Böttrich
Theologische Fakultät
Lehrstuhl für Neues Testament
Am Rubenowplatz 2/3, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 2507
chr.boettrichuni-greifswaldde

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde   

Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde

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news-38316Fri, 23 Nov 2018 11:15:17 +0100Geologischer Führer durch den Nordost-Oman als Best Guidebook ausgezeichnethttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/geologischer-fuehrer-durch-den-nordost-oman-als-best-guidebook-ausgezeichnet-38316/Die Geoscience Information Society hat Anfang November 2018 den “Best Guidebook Award 2018” an den Geologischen Führer des Nordost-Oman (Originaltitel: Field Guide to the Geology of Northeastern Oman) verliehen. Der Preis ging an das Autorenteam Gösta Hoffmann (Institut für Geowissenschaften und Meteorologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn), Martin Meschede (Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald), Anne Zacke (Mineralogisches Museum Bonn) und Mohammed Al Kindi (Geological Society of Oman, Muscat/Oman). Er wurde während der Tagung der Geological Society of America überreicht. Erstmalig hat damit ein nicht-amerikanisches Autorenteam diese Auszeichnung erhalten.Die Geologie des Oman und seine oft atemberaubenden Landschaften sind spektakulär, sowohl für normale Touristen als auch für Geowissenschaftler. Das Gebirge im Nordosten des Landes zeichnet sich durch außerordentlich gut aufgeschlossene Gesteine aus und gibt einen Einblick in Bereiche der Erdkruste, die sich normalerweise unseren Blicken verbergen. Der Samail-Ophiolith ist ein heute an der Oberfläche befindlicher Rest des ehemaligen Tethys-Ozeans, in dem die Gesteinsabfolge bis hinunter zur Kruste-Mantel-Grenze vollständig zu sehen ist.

Im ersten Teil des geologischen Führers von 2016 gibt es neben einem Überblick zur Archäologie, Klimaentwicklung und Vegetation eine generelle Einführung in die Geologie des Oman. Damit soll der Leser in die Lage versetzt werden, die geologischen Phänomene, die zur Bildung der Gesteine im Oman geführt haben, nachzuvollziehen und in einen wissenschaftlichen Kontext zu stellen. Im zweiten Teil werden insgesamt 99 Einzelaufschlüsse beschrieben. Diese können über die angegebenen Koordinaten oder mithilfe von detaillierten Kartenskizzen gefunden werden. Der Oman verfügt über eine Fülle an adäquaten geologischen Aufschlüssen. Die Herausforderung an die Autoren bestand darin, aus den vielen möglichen Lokalitäten die interessantesten Punkte herauszufiltern. Eine große Anzahl an farbigen Illustrationen, Fotos, eine geologische Übersichtskarte, ein Index und eine Referenzliste ergänzen das Buch.


Weitere Informationen

Die Geoscience Information Society gehört zum American Geosciences Institute, einer Dachorganisation geowissenschaftlicher Vereinigungen, in der zurzeit über 50 Institutionen mit über 250 000 Mitgliedern vertreten sind.
Link zum Buch
Lehrstuhl für Regionale Geologie und Strukturgeologie


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Martin Meschede
Institut für Geographie und Geologie
Regionale Geologie und Strukturgeologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4560
meschedeuni-greifswaldde

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news-38312Fri, 23 Nov 2018 10:41:39 +0100Preisträger des UNIQUE+ Businessplanwettbewerbs 2018 ausgezeichnethttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/preistraeger-des-unique-businessplanwettbewerbs-2018-ausgezeichnet-38312/Ein revolutionäres Händedesinfektionsmittel, ein innovatives Verfahren zur Nierendiagnostik und neuronale Markendüfte für das E-Commerce Marketing – das sind die prämierten Geschäftskonzepte der 6. Auflage des UNIQUE+ Businessplanwettbewerbs. Am 13. November 2018 kürte eine Jury die Preisträger in der Aula der Universität Greifswald. Sieger wurde das Team „Nebula Labs“, bestehend aus Dr. Jörn Winter, Dr. Ansgar Schmidt-Bleker und Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann vom Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP Greifswald). Im Jahr 2018 kam es zu einer Rekordbeteiligung bei der UNIQUE-Wettbewerbsreihe. An der ersten Phase, dem Ideenwettbewerb im Juni, hatten 17 Teams (etwa 70 Teilnehmer) teilgenommen. Mit dem nun abgeschlossenen UNIQUE+ Businessplanwettbewerb führt die Universität Greifswald eine zweite Wettbewerbsrunde durch. Hier stehen die konkrete Darstellung der finanziellen, technischen und organisatorischen Umsetzung eines Geschäftskonzepts sowie die Erarbeitung eines bankfähigen Businessplans im Vordergrund. Die Teilnehmenden rekrutieren sich aus Teams, die den Ideenwettbewerb und die angebotenen Qualifizierungsmaßnahmen durchlaufen haben. In 2018 waren dies fünf Teams.

„Wir sind der Ansicht, dass die Teams der diesjährigen Wettbewerbsrunde sehr großes Potenzial haben, die Erfolgsgeschichte universitärer Förderung von Ausgründungen am Forschungsstandort Greifswald fortzusetzen. Die steigende Quantität und Qualität der Beiträge belegt, dass Kontinuität ein wichtiger Erfolgsfaktor ist“, so Janek Wiederänders vom Zentrum für Forschungsförderung und Transfer der Universität Greifswald. Auffallend findet Wiederänders, dass die Transfereffekte zunehmend schneller eintreten. „In den vergangenen Jahren sind aus den Wettbewerben durchschnittlich ein bis zwei Gründungen pro Jahr hervorgegangen. Als Ergebnis des letzten Jahres konnten wir im Juni 2018 drei Unternehmensneugründungen vermelden. Und wir sind optimistisch, diese Zahl für 2018 bestätigen zu können“, fügt er hinzu.

Das mit 1.500 Euro prämierte Gewinnerteam „Nebula Labs“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Handdesinfektionsmarkt zu revolutionieren. Die weite Verbreitung multiresistenter Keime in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen wird seit vielen Jahren als kritisch eingestuft. Die zum Patent angemeldete Technologie basiert auf der plasmagestützten Erzeugung kurzlebiger Wirkstoffe. Diese töten selbst sporenbildende Keime – gegen welche kein bislang zugelassenes Handdesinfektionsmittel wirkt – in Sekunden ab. Die erzeugte Substanz ist wasser-basiert, geruchsfrei, nicht atemwegsreizend, nicht brennbar, versprühbar und unbedenklich für die Umwelt.

Den zweiten Platz errang das Team „NIPOKA“ um Prof. Dr. Nicole Endlich und Prof. Dr. Karlhans Endlich vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin Greifswald. Die NIPOKA GmbH will zukünftig ein Analyseverfahren zur schnellen, exakten und quantitativen Bestimmung der Funktionsfähigkeit der Niere als Dienstleistung anbieten. Das vom Team entwickelte Verfahren PEMP (Podocyte Exact Morphology Measurement Procedure) basiert auf der Super-Resolution-Mikroskopie und ermöglicht erstmals eine zeiteffiziente Entwicklung von Medikamenten und eine personalisierte Diagnose durch objektive Rückschlüsse auf die Funktion der Niere in einer Gewebeprobe. Als Preisgeld gab es dafür 1.000 Euro.

500 Euro Preisgeld erhielt das drittplatzierte Team „Duftmanufaktur“ aus Rima Rifai und Benedikt Hirthammer von der Universität Greifswald. Mit neuronal wirkenden Markendüften in den Paketen von Online Shops wollen sie gegen die Substitutionsgefahr in der E-Commerce Branche angehen und gleichzeitig helfen, eine starke Kundenbindung zu etablieren. Die Düfte werden mikroverkapselt auf den Klebestreifen des Paketes gedruckt. Beim anschließenden Öffnen des Paketes durch den Kunden wird der Duft freigesetzt. So gewährleistet die Duftmanufaktur ein mit dem Auftraggeber entwickeltes, unvergessliches Unboxing Erlebnis beim Endkunden.

Weitere Informationen

Hintergrund zum Wettbewerb
Die UNIQUE-Wettbewerbe werden ausgerichtet, um Studierende, Forschende sowie Mitarbeitende der Universität Greifswald bei der Entwicklung ihrer Ideen bis zur Gründung eines Unternehmens zu unterstützen. Seit 2013 wird das Projekt am Forschungsstandort Greifswald gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP Greifswald) im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit) durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanziert. UNIQUE wird in besonderer Weise von der Sparkasse Vorpommern, der Denkfabrik Stralsund GmbH, Inter Medien Networks Greifswald sowie der Universitäts- und Hansestadt Greifswald unterstützt. Die Preisgelder für den UNIQUE+ Businessplanwettbewerb 2018 wurden außerdem von den Unternehmen INCI-Experts Hamburg, Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern mbH, MLP Greifswald, BioCon Valley MV e. V., WITENO GmbH, Hardtke • Svensson & Partner, GENIUS Venture Capital GmbH und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH gesponsert. Weitere Förderer des Wettbewerbs sind die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, die Regionale Wirtschaftsinitiative Ost Mecklenburg-Vorpommern e. V. und die ADVITAX Steuerberatungsgesellschaft mbH Niederlassung Greifswald.

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Stefan Seiberling
Zentrum für Forschungsförderung und Transfer
Wollweberstraße 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1174
seiberliuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de/zff

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-38166Tue, 20 Nov 2018 09:46:38 +0100Erstritten und erkämpft: 100 Jahre Frauenwahlrechthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/erstritten-und-erkaempft-100-jahre-frauenwahlrecht-38166/Am Donnerstag, 29. November 2018, lädt die Universität Greifswald wieder alle Wissbegierigen von 12 bis 99 Jahren zur Familien-Universität ein. Die Historikerin Dr. Jenny Linek spricht zum Thema „Erstritten und erkämpft: 100 Jahre Frauenwahlrecht“. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr im Hörsaal 1 des Neuen Audimax am Campus Loefflerstraße. Der Eintritt ist frei. Vor 100 Jahren erhielten Frauen in Deutschland das erste Mal das Recht, an der Wahlurne ihre Stimme abzugeben und sich selbst als Kandidatinnen wählen zu lassen. Bis 1918 wurden die verschiedensten Argumente gegen das Frauenwahlrecht vorgebracht: Frauen würden im politischen Kampf ihre guten Eigenschaften einbüßen, sie bräuchten das Stimmrecht nicht, da die Männer die Interessen der Frauen mit vertreten würden, oder sie hätten einfach nicht die Fähigkeiten dazu.

Der Kampf für dieses staatsbürgerliche Recht, das Männer schon Jahrzehnte zuvor errungen hatten, begann bereits mit der Französischen Revolution. Wieso es dann letztlich über 100 Jahre dauerte und was in dieser Zeit für Debatten – auch innerhalb der Frauenbewegung – geführt wurden, erörtert Dr. Jenny Linek in der Familien-Universität. Sie sagt: „Die Frauenrechtlerinnen des 19. Jahrhunderts haben in langwieriger und zäher Arbeit den Boden für das Frauenwahlrecht bereitet. Sie haben sich dabei nicht von den Konventionen der damaligen Zeit aufhalten lassen. Deshalb sollten wir mehr über diese Kämpferinnen erfahren und gleichzeitig über Argumentationen diskutieren, mit denen bestimmten Gruppen gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird“.

Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von Dr. Jenny Linek, Historikerin
Donnerstag, 29.11.2018, 17:00 Uhr
Neues Audimax, Hörsaal 1, Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6

Weitere Informationen
Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert und feiert in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag. Die Veranstaltungsreihe der Familien-Universität richtet sich an alle Wissbegierigen von 12 bis 99 Jahren, die Interesse an spannenden Vorlesungen haben. In gut verständlichen Vorlesungen bringen die Referentinnen und Referenten dem Publikum Themen aus Wissenschaft und Forschung näher. Die Familien-Universität findet vier Mal im Semester statt. 

Familien-Universität
Bürgerhafen Greifswald

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Ansprechpartner

Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1162
pressestelleuni-greifswaldde

Bürgerhafen Greifswald
Servicebüro
Martin-Luther-Straße 10, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 7775611
postbuergerhafende

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NewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-38123Mon, 19 Nov 2018 08:55:50 +0100Gleichstellungspolitik der Universität Greifswald bestätigthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gleichstellungspolitik-der-universitaet-greifswald-bestaetigt-38123/Die Universität Greifswald ist mit der Förderung zweier Programme in ihrer Gleichstellungspolitik bestätigt worden. Zum einen nimmt sie erfolgreich am Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder teil. Zum anderen wurde das Verbundprojekt KarriereWegeMentoring MV mit einer erneuten Förderzusage gewürdigt. In der dritten Ausschreibungsrunde des Professorinnenprogramms des Bundes und der Länder haben insgesamt 111 Hochschulen aus allen 16 Bundesländern teilgenommen. 86 Hochschulen qualifizierten sich durch eingereichte Konzepte zur Gleichstellung, die von einer externen Jury positiv bewertet wurden. Dieses positive Ergebnis berechtigt sie bis zu drei Anschubfinanzierungen für die Erstberufung von Frauen auf unbefristete W2-  oder W3-Professuren im Professorinnenprogramm zu beantragen. Ziel des Programms ist es, die Anzahl von Frauen in Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern und die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern.

„Der Professorinnenanteil an der Universität Greifswald liegt derzeit bei 17 Prozent. Bundesweit liegt dieser bei 23 Prozent. Hier besteht also Handlungsbedarf. Umso erfreulicher ist es, dass die Universität Greifswald in das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder aufgenommen wurde“, freut sich die Gleichstellungsbeauftragte Ruth Terodde. „Wir hoffen nun sehr, dass es uns gelingt, innerhalb der im Programm vorgesehenen Zeitspanne neue Hochschullehrerinnen für unsere Universität zu gewinnen und damit die Förderung zu erhalten“, ergänzt Rektorin Prof. Dr. Johanna Weber.

Auch im Verbundprojekt KarriereWegeMentoring MV war die Universität Greifswald gemeinsam mit der Universität Rostock erfolgreich. Anfang November 2018 sagte Staatssekretär Nikolaus Voss vom Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung MV den beiden Universitäten eine erneute Fördersumme von insgesamt 1,1 Millionen Euro für das landesweite Projekt zu. Die Universität Greifswald erhält davon eine Fördersumme in Höhe von 618.000 Euro für die kommenden drei Jahre. Mit der erneuten Förderung wird das Programm zum einen als besonders effektives Personalentwicklungs- sowie gleichstellungsförderndes Instrument gewürdigt. Zum anderen wird der weitere Weg geebnet, qualifizierte Frauen weiterhin auf ihrem Karriereweg zu fördern, dies etwa durch Seminare oder Tandems. Das Programm begleitete in den vergangenen drei Jahren 154 junge Frauen an beiden Universitäten Mecklenburg-Vorpommerns auf ihrem Weg zur Führungskraft.
 

Weitere Informationen
Gleichstellung an der Universität Greifswald

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Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Ruth Terodde
Projektleiterin und Zentrale Gleichstellungsbeauftragte
Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1180
ruth.teroddeuni-greifswaldde

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-38095Fri, 16 Nov 2018 12:24:25 +0100Greifswalder Professor für Kirchenmusik im Konzert-Livestream aus Russlandhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-professor-fuer-kirchenmusik-im-konzert-livestream-aus-russland-38095/Vom 21. bis zum 26. November 2018 ist Prof. Dr. Matthias Schneider, Direktor des Instituts für Kirchenmusik und Musikwissenschaft der Universität Greifswald, zu Gast in Moskau und Tver. Auf Einladung der Gnessin-Musikakademie Moskau gibt er dort Orgelkonzerte und einen Meisterkurs. Das Besondere daran: Die Konzerte werden per Livestream im Internet übertragen.Mit der vor über 120 Jahren gegründeten Gnessin Musikakademie Moskau besteht schon seit langem eine enge Zusammenarbeit. Professor Schneider hat bereits mehrfach in Russland gastiert und dabei auch mit der Orgelklasse der Akademie gearbeitet. Im vergangenen Jahr gab es einen Gegenbesuch der dortigen Studierenden unter Leitung von Professor Alexander Fiseisky zu Orgeln in der pommerschen Umgebung. Auf dem Programm der aktuellen Konzertreise stehen Orgelkonzerte in der Philharmonie von Tver und der katholischen Kathedrale von Moskau, die Beteiligung an einer Orgeleinweihung im Rachmaninov-Saal der Moskauer Philharmonie sowie ein Meisterkurs mit Studierenden des Gnessin-Konservatoriums.

In seinen Konzerten wird Professor Schneider Musik von Dieterich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und César Franck interpretieren. Die Konzerte in der Philharmonie Tver und in der Moskauer Kathedrale werden per Livestream direkt ins Internet übertragen. Allerdings ist das Konzert in der Philharmonie Tver nur lokal abrufbar Im Zentrum des Meisterkurses stehen Bachs Choralpartiten, die soeben in einer neuen Edition erschienen sind, die Professor Schneider im Rahmen der Neuausgabe sämtlicher Bach‘schen Orgelwerke im renommierten Verlag Breitkopf & Härtel (Wiesbaden) veröffentlicht hat.


Weitere Informationen
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Das Konzert in der Moskauer Kathedrale findet am Samstag, 24. November 2018, um 20:30 Uhr Ortszeit (das entspricht 18:30 Uhr MEZ) statt. Es kann live im Youtube-Kanal der Moskauer Kathedrale verfolgt werden.

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-38085Fri, 16 Nov 2018 10:51:38 +0100Universität in der Region: Kreative Pioniere in Vorpommern – Ideenwerkstatt zu Bildungs- und Erholungsorten im ländlichen Raumhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-kreative-pioniere-in-vorpommern-ideenwerkstatt-zu-bildungs-und-erholun/Am Mittwoch, 12. Dezember 2018, kommt die neue Veranstaltungsreihe „Universität in der Region“ erstmalig nach Wolgast. Zusammen mit dem Steinbeis-Institut für Ressourcen-Entwicklung lädt die Universität Greifswald zu einer Ideenwerkstatt zu Bildungs- und Erholungsorten in ländlichen Räumen ein. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr im Stadtmuseum „Kaffeemühle“. Der Eintritt ist frei!Kreativschaffende setzen neue Akzente in ländlichen Regionen. Sie bespielen verlassene Industriebrachen und Kieskuhlen mit Festivals, Gastronomie und Bildungsangeboten oder kaufen marode Gutshäuser, um sie zu sanieren und in Ateliers, Probenräume und Kulturhäuser zu verwandeln. Viele Beispiele zeigen, wie künstlerische und kreative Projekte an ungewöhnlichen Orten zusammen mit den Menschen vor Ort regionale Abwärtsspiralen durchbrechen und neue Entwicklungspfade initiieren.

Prof. Dr. Daniel Schiller, Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie der Universität Greifswald, eröffnet den Abend mit einem Impulsvortrag zur Bedeutung kreativer Pioniere. Er zeigt anhand von Beispielen guter Praxis, wo kreative Impulse im ländlichen Raum gesetzt wurden und warum sie Erfolg hatten. Zusammen mit den Besucherinnen und Besuchern werden in der anschließenden Ideenwerkstatt Bedarfe und Orte der Region identifiziert. Wo gibt es ein altes Gutshaus, brachliegendes Gelände oder andere Orte, an denen kreative Pioniere einen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität leisten können? Die Ideenwerkstatt wird moderiert von Katja Wolter vom Steinbeis-Institut für Ressourcen-Entwicklung.
 

UNIVERSITÄT IN DER REGION
Kreative Pioniere in Vorpommern: Ideenwerkstatt zu Bildungs- und Erholungsorten im ländlichen Raum

Referent: Prof. Dr. Daniel Schiller, Universität Greifswald
Moderation: Katja Wolter, Steinbeis-Institut für Ressourcen-Entwicklung
Mittwoch, 12.12.2018, 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Stadtmuseum „Kaffeemühle“ Wolgast (Rathausplatz 6)
Der Eintritt ist frei!


Weitere Informationen Universität in der Region ist eine neue Vortragsreihe in der Region Vorpommern. Veranstalter ist die Presse- und Informationsstelle der Universität Greifswald. In populärwissenschaftlichen Vorträgen und neuen Diskussions-formaten werden die breite Öffentlichkeit angesprochen und Diskurse zu gesellschaftlich relevanten Themen angestoßen. Damit befördert die Reihe nicht nur den Austausch zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft, sondern stärkt auch die enge Verbundenheit zwischen der Universität und der Bevölkerung in Vorpommern. Die Reihe „Universität in der Region“ wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds.

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde 

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-38041Thu, 15 Nov 2018 13:39:23 +0100Universität Greifswald verleiht Akademische Grade in der historischen Aula https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-verleiht-akademische-grade-in-der-historischen-aula-38041/Am 16. November 2018 verleiht die Universität Greifswald im Rahmen eines Festaktes akademische Grade. Der Festakt findet in der historischen Aula statt und beginnt um 11:00 Uhr.Den Festvortrag „Rechtsstaat als Argument. Politische und rechtliche Überlegungen“ hält Philipp Amthor, Mitglied des Bundestags.
Seit dem Frühjahr wurden neun Habilitationen und 99 Promotionen erfolgreich abgeschlossen.

Verleihung akademischer Grade
Freitag, 16. November 2018, 11:00 Uhr
Aula der Universität Greifswald
Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-38039Thu, 15 Nov 2018 12:52:52 +0100Zweisprachige Beschilderung an der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/zweisprachige-beschilderung-an-der-universitaet-greifswald-38039/In den vergangenen Wochen wurden an und in den sanierten Gebäuden auf dem Campus für Geistes- und Sozialwissenschaften in der Loefflerstraße alle Schilder angebracht. Mit Blick auf die weitere Internationalisierung der Universität wurde die Übersichtsbeschilderung vom Übersetzungskoordinator der Universität ins Englische übertragen. Die zweisprachigen Schilder helfen internationalen Studierenden, Forschenden und Gästen sich besser an der Universität zurechtfinden. Neue, zentrale Schilder der Universität werden in Zukunft ebenfalls in Deutsch und Englisch angefertigt. Die wichtigsten Schilder wurden zudem in Brailleschrift angefertigt, um das Gebäude auch für Menschen mit eingeschränkter Sehkraft zugänglicher zu machen. Zur Unterstützung der Internationalisierungsstrategie der Universität hat der Übersetzungskoordinator ein zweisprachiges Glossar erarbeitet, das von allen Mitgliedern der Universität verwendet werden kann. Das Glossar fungiert als Nachschlagewerk und soll einen konsistenten Gebrauch der englischen Sprache gewährleisten. Aufgrund einer Entscheidung der Universitätsleitung wird in dem Glossar ausschließlich britisches Englisch verwendet; das Glossar beinhaltet Übersetzungen administrativer Begriffe sowie Übersetzungen von Studienfächern- und -abschlüssen, es wird regelmäßig aktualisiert. Auf der Website des Übersetzungskoordinators finden Sie außerdem standardisierte englische Textbausteine (beispielsweise für Stellenausschreibungen) sowie einen Style Guide für Texte auf Englisch.

Der Übersetzungskoordinator arbeitet für die Zentrale Übersetzungsstelle. Diese ist für die Universität Greifswald, die Hochschule Wismar, die Hochschule Stralsund, die Hochschule Neubrandenburg und die Hochschule für Musik und Theater Rostock zuständig. Die Zentrale Übersetzungsstelle bemüht sich darum, die Willkommenskultur der Universitäten und Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern. Das beinhaltet unter anderem die Übersetzung von Verwaltungsdokumenten und Webseiten der Hochschulen sowie die Erstellung und Weiterentwicklung von Terminologiedatenbanken.

Damit Ihre englischen Übersetzungen, die einen Bezug zur Universität haben und die für die Öffentlichkeit oder für Mitglieder der Universität erstellt wurden, in Zukunft fehlerfrei an die Öffentlichkeit gelangen, können Sie sich jederzeit an den Übersetzungskoordinator Christopher Gray wenden.

Auch bei Fragen oder Anregungen können Sie den Übersetzungskoordinator gerne kontaktieren.

Christopher Gray
Domstraße 11, Eingang 1
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1173 
christopher.grayuni-greifswaldde

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EinrichtungenNewsUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-37991Wed, 14 Nov 2018 13:40:00 +0100Rudolf-Stundl-Preis von der Universität Greifswald ausgeschriebenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/rudolf-stundl-preis-von-der-universitaet-greifswald-ausgeschrieben-37991/Die Rudolf-Stundl-Stiftung an der Universität Greifswald hat jetzt (November 2018) den Rudolf-Stundl-Preis wieder ausgeschrieben. Es können hervorragende wissenschaftliche und praktische Arbeiten in Zusammenhang mit textilen Materialien oder aus benachbarten Bereichen der materiellen Kultur eingereicht werden. Der Preis ist mit insgesamt 800 Euro dotiert. Die Ausschreibungsfrist läuft bis zum 31. Oktober 2019. Der Wettbewerb um den Rudolf-Stundl-Preis wird alle vier Jahre durchgeführt und richtet sich vor allem an Angehörige der Universität Greifswald und der 26 internationalen Partneruniversitäten.Der Preis wurde 1985 von Rudolf Stundl (1897–1990), dem Initiator der Teppichknüpferei in Vorpommern, gestiftet. Mit dem Wettbewerb soll zum einen die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Textil gefördert werden. Das können Arbeiten zu historischen, kunstwissenschaftlichen, technischen oder wirtschaftlichen Aspekten im textilen Bereich sein. Das betrifft auch Zeugnisse der materiellen Kultur und der wissenschaftlichen Sammlungen an Universitäten und Hochschulen in Zusammenhang mit textilen Materialien. Zum anderen können innovative, künstlerisch-praktische Arbeiten in Zusammenhang mit textilen Materialien eingereicht werden. Als Wettbewerbsbeiträge sind ebenfalls Arbeiten zu übergreifenden Themen wie Marketing, Kommunikation, Ökologie und digitale Medien in Zusammenhang mit Textilien möglich.

Der Rudolf-Stundl-Preis kann an Einzelpersonen oder Gruppen vergeben werden, die einen hinreichenden Bezug zur Universität Greifswald oder eine der Partneruniversitäten aufweisen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die eingereichte Arbeit während einer Tätigkeit an der Universität Greifswald oder der Partneruniversität entstanden ist.

Interessenten können Arbeiten beim Leiter der Kustodie, Dr. Thilo Habel, einreichen. Die Antragsteller müssen nachweisen, dass sie geistiger bzw. künstlerischer Urheber der Arbeit sind.


Weitere Informationen
Rudolf-Stundl-Stiftung
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Kustodie

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Kurz-URL http://tinyurl.com/y8ggw3pn

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Kustodie
Dr. Thilo Habel
Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3060
kustodieuni-greifswaldde

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AusschreibungenNewsForschungMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-37977Wed, 14 Nov 2018 11:34:29 +0100Blühende Agaven im Botanischen Garten der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bluehende-agaven-im-botanischen-garten-der-universitaet-greifswald-37977/Aktuell blühen im Botanischen Garten der Universität Greifswald in der Münterstraße die sogenannten Faden-Agaven (Agave filifera). Im Sukkulentenhaus können die Pflanzen, die ursprünglich in den Trockengebieten Mexikos beheimatet sind, besichtigt werden. Interessierte Besucher sollten jedoch schnell sein, da die Blütezeit nicht ewig dauert. Agaven, genauer gesagt die jeweiligen Blattrosetten, entwickeln nur einmal in ihrem Leben einen Blütentrieb. Dieser Vorgang kann Jahrzehnte dauern. In dieser Zeit wachsen die Pflanzen unter schwierigen Bedingungen heran und legen Jahr für Jahr etwas an Reservestoffen im „Herz“ der Rosetten zurück – ein Investment in einen Bausparvertrag sozusagen. Dieser wird bei „Zuteilung“, also bei ausreichendem Alter der Pflanzen und zusagenden Umweltbedingungen, verwendet, um den energieintensiven Vorgang der Blüten- und Fruchtbildung zu realisieren. Und dieser ist spektakulär!

Im Sukkulentenhaus ist der schlanke Blütenstand in den zurückliegenden Wochen auf gut drei Meter Höhe angewachsen. Dabei wurden tägliche Längenzuwächse von bis zu 14 Zentimetern gemessen. Am 09.11. erschienen die ersten Blüten, am 12.11. war bereits ein 30 Zentimeter langer basaler Abschnitt blütenerfüllt. In den kommenden Tagen werden sich rasch weitere Blüten sukzessive spitzenwärts entfalten. Die grünlichen, bis 35 Millimeter langen Blüten sitzen jeweils paarweise in der Achsel von Tragblättern, die zur Spitze langfädig auslaufen. Auffällig kontrastieren die roten Staubfäden mit den gelben Staubbeuteln.

Blühende Agaven stellen eine seltene Beobachtung in Botanischen Gärten dar. Zum einen dauert es viele Jahre, bis Pflanzen zur Blüte schreiten. Ist es dann so weit, reicht häufig der Platz in den Gewächshäusern nicht aus, um die Ausbildung der raumgreifenden Blütenstände zu ermöglichen. Diese erreichen etwa bei der im Mittelmeergebiet eingebürgerten und dort weit verbreiteten Amerikanischen Agave (Agave americana) eine Höhe bis zu acht Metern. Die derzeit gezeigte Pflanze wurde dem Botanischen Garten dankenswerter Weise von Familie Krüger aus Greifswald zur Verfügung gestellt, die das Exemplar seit etwa 1985 kultivierte.

Nach der Blüten- und Fruchtbildung wird die Rosette noch eine Zeitlang überleben. Da keine neuen Blätter mehr gebildet werden können, stirbt sie nach einigen Monaten ab.

Weitere Informationen

Öffnungszeiten der Gewächshausanlage in der Münterstraße 2:
Mo–Fr 09:00–15:45 Uhr, Sa/So 13:00–16:00 Uhr

Der Name Faden-Agave ist auf die stammlosen Rosetten aus dutzenden Blättern zurückzuführen, deren Ränder fädig aufspleißen.

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
PD Dr. Peter König
Botanischer Garten
Soldmannstraße 15 (Postadresse)
Münterstraße 2 (Besucheradresse)
17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1130
pkoeniguni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de/botgart

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-37897Tue, 13 Nov 2018 13:26:24 +0100Uni im Rathaus: Donald Trump und die Rache der Postmodernehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/uni-im-rathaus-donald-trump-und-die-rache-der-postmoderne-37897/Im Rahmen der Reihe „Uni im Rathaus“ hält Prof. Dr. Sebastian Domsch vom Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Greifswald am Montag, 26. November 2018, einen Vortrag mit dem Titel „Donald Trump und die Rache der Postmoderne“. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war geprägt durch die zunehmend radikale „postmoderne“ Skepsis an zentralen Konzepten der Aufklärung. Objektivität, Wahrheit oder die Unterscheidbarkeit von Fakt und Fiktion wurden zunehmend in Frage gestellt. Kritiker und Künstler zeichneten das Bild einer Welt, in der Echtheit hinter dem Schein der Kopien verschwindet, Wahrheit von Paranoia überdeckt wird, wo Inhalt Inszenierung weicht und Bedeutung keine feststehende Größe mehr ist.

Der Vortrag unternimmt den Versuch, das soziokulturelle und mediale Phänomen der Präsidentschaft von Donald Trump auf seine Beziehung zur Postmoderne hin zu untersuchen. Welche Rolle spielt die breit angelegte Kritik der Postmoderne an der Vorstellung von objektiver Wahrheit? Hat sie überhaupt erst den Boden bereitet für dieses jedem Wirklichkeitsbezug enthobene „Reality“-TV-Spektakel, das der Präsident und seine Anhänger quer durch alle Medien inszenieren, mitsamt alternativen Fakten und Fake News? Oder ist die Postmoderne der Schlüssel zu einem adäquaten Verständnis, das erst eine wirkungsvolle Gegenwehr ermöglicht?
 

Universität im Rathaus
Vortrag von Prof. Dr. Sebastian Domsch
Donald Trump und die Rache der Postmoderne
Montag, 26.11.2018, 17:00 Uhr
Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses
 

Weitere Informationen
Die Reihe Universität im Rathaus wird von der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald organisiert. Der Eintritt ist kostenfrei. Der Vortrag kann barrierefrei erreicht werden.

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Sebastian Domsch
Philosophische Fakultät
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3358
sebastian.domschuni-greifswaldde

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde   

Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde

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NewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-38037Thu, 08 Nov 2018 12:09:00 +0100Kooperation der Universität Greifswald mit Baltikum trägt Früchte https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/kooperation-der-universitaet-greifswald-mit-baltikum-traegt-fruechte-38037/Das „Baltisch-Deutsche Hochschulkontor“ hat in Zusammenarbeit mit dem in Riga ansässigen „Kontaktbüro Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern“ aus Anlass des Jubiläums drei wissenschaftliche Themenabende organisiert. Der Greifswalder Ökonom Prof. Dr. Jan Körnert wurde als Gastredner für Veranstaltungen in Vilnius, Riga und Tartu gewonnen.Prof. Dr. Jan Körnert untersucht als Gastredner gemeinsam mit Wirtschafts-, Banken- und Wissenschaftsvertretern des jeweiligen Landes, welche Rolle die Auslandsbanken bei der Wiedererlangung der Unabhängigkeit spielten und welche positiven wie negativen Einflüsse heute von Auslandsbanken im Baltikum ausgehen.

Anlass für die Vortragsreihe in diesem Jahr: Die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen blicken auf den 100. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit zurück. Zwischendurch hatte das Baltikum jedoch über viele Jahrzehnte hinweg seine Eigenständigkeit verloren. Erst mit dem Untergang der Sowjetunion erlangten sie diese um 1990 schrittweise zurück. In dieser systemabhängigen Unterbrechung liegt eine gewisse Parallele zur Existenz der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald, die zwischen 1945 und 1992 geschlossen blieb.

Kontakt an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Jan Körnert

Friedrich-Loeffler-Straße 70, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2485
koernertuni-greifswaldde

 

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NewsForschung
news-37601Tue, 06 Nov 2018 14:07:05 +0100Wahlen zum Präsidium der Hochschulrektorenkonferenzhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wahlen-zum-praesidium-der-hochschulrektorenkonferenz-37601/Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat zwei neue Mitglieder in das HRK-Präsidium gewählt. Die Rektorin der Universität Greifswald, Prof. Dr. Johanna Weber, wurde für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat zwei neue Mitglieder in das HRK-Präsidium gewählt:
Der Rektor der Universität Bremen, Professor Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter, wird den Schwerpunkt „Internationales“ übernehmen. Der Wirtschaftsingenieur ist unter anderem Mitglied der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Von 2007 bis 2011 war er Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Professorin Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wird schwerpunktmäßig die Themen „Forschung, Kooperation und wissenschaftlicher Nachwuchs“ betreuen. Ab 2010 war sie Kultusministerin und von 2011 bis 2013 Landesministerin für Wissenschaft und Wirtschaft von Sachsen-Anhalt. Sie ist unter anderem Mitglied des Senats der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Vorsitzende des Verbands der
Hochschullehrer für Betriebswirtschaft.

Zwei Vizepräsidentinnen wurden für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt: 
Professorin Dr. Monika Gross, Präsidentin der Beuth Hochschule für Technik Berlin, ist seit zwei Jahren Mitglied des Präsidiums mit dem Schwerpunktthema „Hochschulen und Digitalisierung.“
Die Rektorin der Universität Greifswald, Professorin Dr. Johanna Weber, gehört dem Präsidium seit 2014 an mit den Themen „Hochschulmedizin und Gesundheitswissenschaften“ sowie künftig auch „Gleichstellung in der Wissenschaft.“

Die Amtszeiten beginnen jeweils am 1. Dezember. Über die genauen Zuständigkeiten und die Bezeichnung der Ressorts verständigen sich die Mitglieder nach der Konstituierung des neuen Präsidiums.

Aus dem Präsidium scheiden am Ende des Monats aus:
Professorin Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen, Professor Dr. Holger Burckhart, Rektor der Universität Siegen, und Professor Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen. HRK-Präsident Professor Dr. Peter-André Alt dankte ihnen herzlich für ihr langjähriges Engagement.

Diese Medieninformation wurde von der Pressestelle der HRK am 06.11.2018 veröffentlicht.

Ansprechpartnerin Hochschulrektorenkonferenz
Susanne Schilden
Pressesprecherin, Bereichsleiterin Kommunikation
Telefon: 0228 887 152/153
pressehrkde

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-37577Tue, 06 Nov 2018 11:44:28 +0100154 Mentees in drei Jahren – Festakt in der Universität Greifswald https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/154-mentees-in-drei-jahren-festakt-in-der-universitaet-greifswald-37577/Am Donnerstag, 8. November 2018, werden in der Aula der Universität Greifswald 154 Mentees aus den Mentoring-Programmen für Postdocs, Doktorandinnen und Absolventinnen verabschiedet. Es ist der festliche Abschluss eines erfolgreichen dreijährigen Mentoring-Verbundprojektes der Universitäten Greifswald und Rostock. Die Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr. Interessierte sind herzlich willkommen.Im Rahmen einer landesweiten Mentoring-Initiative haben die Universitäten Greifswald und Rostock in den vergangenen drei Jahren das Verbundprojekt KarriereWegeMentoring MV für Frauen in der Wissenschaft hochschulübergreifend umgesetzt.Das Mentoringprogramm für hochqualifizierte Absolventinnen, Doktorandinnen und Postdoktorandinnen hatte das Ziel, Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihrem Karriereweg zu stärken sowie zur Chancengleichheit beizutragen. Thematisiert wurden beispielsweise Barrieren und Karrierehemmnisse, denen Frauen im Wissenschaftsbetrieb immer wieder (noch) begegnen, aber auch der strategische Ausbau von professionellen Netzwerken und Forschungskooperationen. Mit Seminaren und Coachings regte das Programm dazu an, die eigene berufliche Laufbahn gezielt zu planen und zu verfolgen. Außerdem wurde Handlungswissen über Führungsanforderungen, Strukturen und Prozesse vermittelt.

Insgesamt 120 Mentorinnen und Mentoren aus dem In- und Ausland haben in den vergangenen drei Jahren 154 Mentees in Greifswald und Rostock auf ihrem persönlichen Karriereweg begleitet. Der Mentoring-Prozess war für beide Seiten gewinnbringend. „Besonders die Treffen mit meiner Mentee, für die wir uns viel Zeit genommen haben, waren in jeder Hinsicht eine Bereicherung: fachlich und persönlich“, bestätigt die Mentorin Prof. Grit Straßenberger, Politikwissenschaftlerin an der Universität Bonn. Eine Postdoktorandin bilanziert für sich: „Ich bin wichtige Schritte gegangen auf dem Weg zu einer Führungsposition und im Hinblick auf eine Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Ich habe viel über strategische Karriereplanung gelernt. Vieles war mir vor dem Mentoring-Programm einfach nicht bewusst“.

Beim Festakt am 8. November wird die Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung in MV, Stefanie Drese,Zertifikate an Mentees, Mentorinnen und Mentoren übergeben. Unter den 160 Gästen sind Mentorinnen und Mentoren, die beispielsweise aus Groningen, Gießen, Hannover oder Bremen nach Greifswald kommen. „Darüber freuen wir uns sehr. Wir verstehen das als Wertschätzung und Auszeichnung unserer Programme“, so die Verbundkoordinatorin Angela Hoppe von der Universität Greifswald. Verbundleiterin Ruth Terodde ergänzt: „Für mich ist Mentoring das ideale Förderinstrument für junge Wissenschaftlerinnen. Der Erfolg des Programms gibt uns Recht.“

Das Mentoring-Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Ein Folgeantrag für die nächsten drei Jahre befindet sich im Antragsverfahren.

Weitere Informationen
Zum Mentoring-Programm der Universität Greifswald
Programm und Anmeldung zum Festakt am 08.11.2018

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Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Ruth Terodde
Projektleiterin und Zentrale Gleichstellungsbeauftragte
Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1180
ruth.teroddeuni-greifswaldde

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NewsMedieninformationenMentoringPHFUni-App (Smartphone)
news-37369Fri, 02 Nov 2018 10:17:35 +0100Ein Baum für meine Unihttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ein-baum-fuer-meine-uni-37369/Am Freitag, 09.11.2018, lädt die Universität Greifswald zu einer gemeinsamen Pflanzaktion in der Hainstraße in Eldena ein. Nach der erfolgreichen Frühjahrspflanzung von vielen hundert Buchen im Universitätswald in Hanshagen wird die Wiese in der Hainstraße seit einigen Jahren von einer Weihnachtsbaumkultur in eine Streuobstwiese umgewandelt. Alle Baumfreunde, Spender oder solche, die es werden wollen, sind eingeladen, den Spaten in die Hand zu nehmen und mit anzupacken. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr in Greifswald-Eldena in der Hainstraße zwischen Sportplatz und Kurzem Weg.Die Spendenaktion „Ein Baum für meine Uni“ ist Teil des Forschungsprojekts „Nachhaltiger Waldumbau“. Beschäftigte, Studierende, Alumni und Externe erhalten die Möglichkeit, Baumpatenschaften verschiedener Art zu übernehmen.

Mit dem Pflanzen eines Baumes soll die Verbundenheit zur Universität gestärkt und gleichzeitig aktiv der Umwelt- und Klimaschutz unterstützt werden. Die Spende fördert im Rahmen der Nachhaltigkeitsforschung der Universität, dass einheimische Baumarten wieder angesiedelt werden. So wird dabei geholfen, Waldgebiete in naturnahe Mischwälder umzuwandeln und Streuobstwiesen als traditionelle Form des Obstbaus zu erhalten.

Weitere Informationen
Spendenaktion
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Medienfoto

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Tobias Scharnweber
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Lehrstuhl Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4188
tobias.scharnweberuni-greifswaldde

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-37285Thu, 01 Nov 2018 09:26:32 +0100Wie reagieren wasserlebende Tiere auf osmotische Veränderungen?https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wie-reagieren-wasserlebende-tiere-auf-osmotische-veraenderungen-37285/Ende Oktober 2018 ist ein Übersichtsartikel eines Forscherteams der Arbeitsgruppe „Physiologie und Biochemie der Tiere“ am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald in der internationalen Zeitschrift Bioessays erschienen. Der Artikel „Phenotypic Plasticity in Animals Exposed to Osmotic Stress – Is it Always Adaptive?“ beschäftigt sich mit der Anpassungsfähigkeit von wasserlebenden Tieren wie beispielsweise Mücken oder marinen Vögeln auf einen sich verändernden Salzgehalt im Wasser. Der Artikel greift die Thematik des DFG-Graduiertenkollegs 2010 Biological RESPONSEs to Novel and Changing Environments auf. Dieses untersucht wie Pflanzen, Tiere und andere Organismen auf sich verändernde Umweltbedingungen reagieren und welche Mechanismen sie in der Folge entwickeln. Anhand dreier Beispiele von Geweben und Organsystemen, die sich mit der Regulation des Salz-/Wasser- und Volumenhaushaltes von Tieren befassen, wird in dem jüngst erschienenen Artikel gezeigt, wie Tiere auf verschiedene Salzkonzentrationen im Wasser, wie sie zum Beispiel im Süßwasser, im Brackwasser der Ostsee oder in den Ozeanen vorkommen, reagieren. Durch solche sogenannten plastischen Maßnahmen bringen die Tiere ihre Organe zu optimaler Effizienz. Dazu zählen zum Beispiel die Vermehrung der Zellzahl (Zellproliferation, Hyperplasie) oder die Veränderung der Zellarchitektur (Zelldifferenzierung, Hypertrophie).

„Die Fähigkeit von Tieren, sich schnellen Änderungen ihrer Umweltbedingungen durch strukturelle und funktionelle Reorganisation ihrer Organe anzupassen, kann für das Überleben einer Population unter den veränderten Bedingungen entscheidend sein“, erklärt Prof. Dr. Jan-Peter Hildebrandt, einer der Autoren des Artikels und Leiter der Arbeitsgruppe „Physiologie und Biochemie der Tiere“.

Den Autoren des Artikels ist es ein Anliegen darauf hinzuweisen, dass nicht jede Reaktion, die ein Tier auf Veränderung seiner Umweltbedingungen zeigt, notwendigerweise mit einer Verbesserung seiner Überlebens- oder Fortpflanzungsfähigkeit (Steigerung der individuellen Fitness) einhergehen muss. Alle untersuchten Organe zeigen massive Strukturänderungen des Gewebes und der Zellen, wenn die Tiere osmotischen Belastungen unterworfen werden. Der Artikel klärt darüber hinaus Begriffe für die Beschreibung solcher Anpassungsphänomene in den biologischen Teildisziplinen Ökologie und Physiologie, da diese nicht immer einheitlich genutzt werden.

Weitere Informationen
Artikel in der Fachzeitschrift Bioessays

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Medienfoto

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Jan-Peter Hildebrandt
Zoologisches Institut und Museum
Physiologie und Biochemie der Tiere
Felix-Hausdorff-Straße 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4295
jphuni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-37237Tue, 30 Oct 2018 10:07:17 +0100Internationale Autorentagung „Junge Literatur in Europa“ in Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/internationale-autorentagung-junge-literatur-in-europa-in-greifswald-37237/Die 19. Internationale Autorentagung „Junge Literatur in Europa“ findet vom 8. bis zum 10. November 2018 in Greifswald statt. Sie wird von der Hans Werner Richter-Stiftung und der Universität Greifswald organisiert. Hierzu kommen 15 Autoren aus ganz Europa zusammen. Die Veranstaltung findet im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Die internationalen Gäste der Tagungsreihe kommen in diesem Jahr unter anderem aus Estland, Großbritannien, Island, Finnland, Österreich und Tschechien. In halbstündigen Lesungen stellen sie ihre Prosatexte vor, darunter Neuerscheinungen sowie unveröffentlichte Manuskripte. Nach der erfolgreichen Anpassung des Tagungsformats im Jahr 2017 werden auch in diesem Jahr selbst organisierte Autorenrunden einen Schwerpunkt des Programms ausmachen. In ihnen befassen sich die Teilnehmer mit aktuellen Themen, die von der Rolle der Literatur in der heutigen Gesellschaft bis zu handwerklichen Fragen im Entstehungsprozess literarischer Texte reichen. Moderiert werden die thematischen Runden von den früheren Tagungsteilnehmern Sascha Reh, Lucy Fricke, Juan S. Guse und Isabelle Lehn. Literaturwissenschaftler, Verlagslektoren, Kulturjournalisten, Übersetzer sowie erfahrene Autoren nehmen ebenfalls an den Gesprächen teil.

Seit geraumer Zeit bietet die Tagungsreihe wichtige Anknüpfungspunkte für die Lehre an der Philosophischen Fakultät. So sind die Autoren entweder Gegenstand von Lehrveranstaltungen oder ihre Werke werden in Übersetzerseminaren von Studierenden übersetzt. In diesem Jahr betrifft dies Texte, die für die Tagung aus dem Estnischen, Finnischen und Tschechischen übersetzt wurden.

Inzwischen hat die Tagung einen hohen Stellenwert, indem sie den Autorinnen und Autoren Raum für einen anregenden und vielseitigen Austausch im häufig stressgeprägten deutschen Literaturbetrieb bietet und Perspektiven auf Literaturen der Nachbarländer eröffnet. „Besonders freut mich, dass wir unter den bereits im Frühjahr eingeladenen Teilnehmern mit Inger-Maria Mahlke auch die Gewinnerin des diesjährigen Deutschen Buchpreises begrüßen dürfen“, so der Geschäftsführer der Hans Werner Richter-Stiftung und Greifswalder Fennistikprofessor Marko Pantermöller.

Unter den ausländischen Autoren möchte Professor Pantermöller besonders den Esten Vahur Afanasjew hervorheben, der in Greifswald vom estnischen Kulturjournalisten Peeter Helme vorgestellt werden wird. Mit seinem Roman „Serefima und Bogdan“ gewann Afanasjew 2017 den Romanpreis des estnischen Schriftstellerverbands. Das Buch spielt vor allem während der sowjetischen Besatzung Estlands und beschäftigt sich mit dem Leben der russisch-orthodoxen Altgläubigen am Ufer des Peipus-Sees an der Ostgrenze Estlands. In seinem Roman fängt der Autor die Feinheiten einer einzigartigen Gemeinschaft mit eigener Sprache und eigenen Gebräuchen ein. Die Geschichte von Serafima und Bogdan fungiert als roter Faden eines Buches, das ein lebendiges Bild der außergewöhnlichen Welt seiner Charaktere zeichnet: die Dörfer der Altgläubigen und deren Lebensstil, Glaube, Sprache und geheimnisvolle Namen. Teils mutet es wie ein Märchen an und teils wie die ethnographische Darstellung einer Volksgruppe, die unter dem Sowjetregime schwer gelitten hat.

Die Tagung „Junge Literatur in Europa“ erfreut sich unter jungen Autoren schon seit langem großer Beliebtheit.  In den vergangenen achtzehn Jahren haben etwa 230 junge Schriftsteller aus dem gesamten Ostseeraum eine Einladung erhalten.

Weitere Informationen

Die Hans Werner Richter-Stiftung ist die einzige Institution im deutschsprachigen Raum, die eine Tagung ausrichtet, an der regelmäßig sowohl deutsche Autoren, deutsch schreibende Autoren ausländischer Herkunft als auch ausländische Autoren teilnehmen. Die Stiftung wurde 1999 von Toni Richter, der Frau des Initiators der „Gruppe 47“, gegründet und arbeitet mit dem Institut für Fennistik und Skandinavistik zusammen.
Programm der Tagung

Fotos von Inger-Maria Mahlke und Vahur Afanasjev kann Ihnen die Presse- und Informationsstelle der Universität Greifswald zur Verfügung stellen.

Medieninfo als PDF


Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Marko Pantermöller
Geschäftsführender Vorstand der Hans Werner Richter-Stiftung
Institut für Fennistik und Skandinavistik
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3611
panteruni-greifswaldde
www.richter-stiftung.de

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NewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-37211Mon, 29 Oct 2018 14:14:16 +0100Startschuss für niederdeutschen Bandcontest in Greifswald https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/startschuss-fuer-niederdeutschen-bandcontest-in-greifswald-37211/Am 30. Oktober 2018 startet mit einer Party an der Universität Greifswald der plattdeutsche Bandcontest PLATTBEATS 2019. Zuvor gibt es im Internationalen Begegnungszentrum „Felix Hausdorff“ eine Feierstunde zu 25 Jahren Niederdeutsch als eigenständiges Studienfach an der Universität Greifswald. Dazu lädt das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik (KND) bereits um 18:00 Uhr ein.„Mal gab es auf Greifswalder Wellen orrig Wind in de Seils, mal auch war es, as wier dor kein Spierken Wind in de Welt“, so Birte Arendt, Leiterin des Kompetenzzentrums. „Wir sind stolz, dass die Arbeit mit der Gründung des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik an der Universität Greifswald vor gut einem Jahr ordentlich Fahrt aufgenommen hat.“

Studierende, die in Greifswald ausgebildet wurden, haben in ganz Norddeutschland und auch darüber hinaus unter anderem als Lehrerinnen und Lehrer der Regionalsprache angeheuert. Den Kern der Feierstunde bildet eine Gesprächsrunde mit ehemaligen und aktuellen Lehrenden und Studierenden. Die TÜDELBAND aus Hamburg, die seit 2009 erfolgreich mit niederdeutscher Popmusik auftritt, wird die Feierstunde umrahmen.

Etwas später am Abend fällt der Startschuss für den plattdeutschen Bandcontest PLATTBEATS 2019. Der Wettbewerb wurde erstmals 2017 vom Zentrum für Niederdeutsch in Holstein für Schleswig-Holstein und Hamburg ausgeschrieben und wird gefördert unter anderem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. PLATTBEATS richtet sich an Laienmusiker im Alter von 15 bis 30 Jahren. Nun dürfen auch Bands aus Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen.

Es können Songs in allen Stilrichtungen und allen Sprachen eingereicht werden. In der anschließenden Werkstatt-Phase werden anderssprachige Songs „platt gemacht“, bevor sich die Bands mit den niederdeutschen Songs beim Finale präsentieren. Das Finale findet im Mai 2019 in Kiel statt.

Unterstützt vom Fachschaftsrat des Instituts für Deutsche Philologie laden das KND und das Zentrum für Niederdeutsch in Holstein ab 20:00 Uhr zu einer Party im Institut für Deutsche Philologie der Universität Greifswald ein.

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Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Ulrike Stern
Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik
Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3427
kompetenzzentrumNDuni-greifswaldde
Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik

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news-37189Mon, 29 Oct 2018 11:21:48 +0100Third Mission – Wissenschaft, Wirtschaft und Gemeinsam für die Regionhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/third-mission-wissenschaft-wirtschaft-und-gemeinsam-fuer-die-region-37189/Der Landkreis Vorpommern-Greifswald, die IHK Neubrandenburg und die Universität haben am 29. Oktober 2018 in Greifswald Kooperationsverträge zu Wirtschaft, Technologie, Transfer, Bildung und Regionalentwicklung unterzeichnet. Gemeinsames Ziel ist, durch projektbezogene Zusammenarbeit die wirtschaftliche und soziale Entwicklung vor Ort zu fördern. Erste konkrete Themen sind Modellregion Bioökonomie und PLANT3 – Wissen. Innovation. Wandel sowie Technologie- und Innovationsberatung.Universität und Gesellschaft sollen voneinander profitieren, das ist das allgemeine Ziel, das hinter der Bezeichnung Dritte Mission – Third Mission steht. Die beiden anderen grundlegenden Aufgaben oder Missionen von Universitäten sind Forschung und Lehre. Diese können durch die Vernetzung und die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft profitieren. Gemeinsam mit Partnern aus der Praxis und der Einbindung der Öffentlichkeit können gesellschaftliche, technologische und politische Fragestellungen aufgegriffen werden und dafür kooperativ Lösungen gesucht werden.

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages ist ein wichtiger Schritt, um die Kompetenz von Wirtschaft, Politik sowie Wissenschaft und Bildung zu bündeln und für die beteiligten Partner verbindlicher zu gestalten.

Technologie- und Innovationsberatung (TIB)
Der Technologie- und Innovationsberatung kommt eine besondere Rolle zu. Der Technologie- und Innovationsberater der Universität Greifswald und der IHK Neubrandenburg, Dr. Jens-Uwe Heiden, ist sowohl für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als auch für Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle. Er erschließt das Forschungs-, Innovations- und Fachkräftepotenzial der Universität sowie die wissenschaftlich-technische Infrastruktur. Durch eine enge Vernetzung mit den Technologie- und Innovationsberatern der anderen Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Landes eröffnet er auch den Zugang zur gesamten Forschungslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Die Beratung in Greifswald wird in Zukunft noch stärker die Zivilgesellschaft und die Region im Fokus haben.

Zukunftsthema Bioökonomie
Die Projektpartner sind sich einig, dass der Nordosten zu einer Modellregion für Bioökonomie werden sollte. Land, Moore und Meer sind reich an nachwachsenden Rohstoffen. Die Verarbeitung von Stroh vom Feld, Algen aus dem Meer oder Schilf aus dem Moor kann hochwertige Produkte liefern, die dem Verbraucher nutzen und gleichzeitig eine nachhaltige Alternative zu fossilen Rohstoffen darstellen. „Wir tragen zu einer verantwortungsvollen Produktion bei. Und wir sorgen dafür, dass das Leben im Meer erhalten bleibt und dass die Böden nachhaltig bewirtschaftet werden“, sagt Dr. Stefan Seiberling vom
Zentrum für Forschungsförderung und Transfer der Universität Greifswald. Bioökonomie mit dem Ziel eines gesellschaftlichen Wandels ist für ihn schlichtweg eine Notwendigkeit.

Plant³ – Land, Meer und Moor können noch mehr
Agrarflächen, Moorgebiete und die Ostsee prägen den dünn besiedelten Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns. Neben dem Tourismus hat Vorpommern noch mehr zu bieten: die nachhaltige Nutzung der biologischen Ressourcen aus der Natur. Das regionale Bündnis „PLANT3 – Wissen. Innovation. Wandel“ setzt auf nachwachsende Rohstoffe, die aus dem Land, dem Moor und dem Meer gewonnen werden. Dieser zukunftsweisende Ansatz soll maßgeblich einen regionalen Strukturwandel auslösen. PLANT3 gehört zu den ausgewählten Bündnissen aus dem Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“. An dem Projekt sind die Universität Greifswald, die WITENO GmbH, die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern und die Enzymicals AG beteiligt. Während der Konzeptphase konnten weitere Partner aus Unternehmen und Forschung eingebunden werden.
 

Stimmen zum Kooperationsvertrag

Prof. Dr. Johanna Weber, Rektorin der Universität Greifswald
„Die Universität Greifswald fühlt sich seit jeher der Entwicklung der Region eng verpflichtet, und mit dem Kooperationsvertrag kommen wir diesem Ziel durch eine Vielzahl von konkreten Projekten sehr viel näher.“

Dr. Wolfgang Blank, Präsident der IHK Neubrandenburg
„Ich freue mich, dass wir mit dem Kooperationsvertrag mit der Universität Greifswald die bisher schon sehr erfolgreiche Zusammenarbeit, wie zum Beispiel bei dem Projekt Technologie- und Innovationsberater oder den Bioökonomiekonferenzen nun auf eine solide Grundlage stellen und die Zusammenarbeit intensivieren und erweitern.“

Michael Sack, Landrat des Kreises Vorpommern-Greifswald
„Wenn Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung als Repräsentantin der kommunalen Ebene an einem Strang ziehen sowie Forschungsergebnisse, spezialisierte Produktion und regionale Kompetenzen vernetzen, kann dies für alle Partner dieser trilateralen Vereinbarung nur ein Gewinn sein.“
 

Weitere Informationen
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Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Dr. Jens-Uwe Heiden M. Sc.
Technologie- und Innovationsberater
Zentrum für Forschungsförderung und Transfer (ZFF)
Wollweberstraße 1, 17489 Greifswald
Mobil +49 160 9633 2505
jens-uwe.heidenuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de/zff

Jan Meßerschmidt
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
Mobil +49 170 566 9683
pressestelleuni-greifswaldde

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-37139Fri, 26 Oct 2018 13:10:00 +0200Uni im Rathaus: Große und kleine Frühgeborenehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/uni-im-rathaus-grosse-und-kleine-fruehgeborene-37139/Im Rahmen der Reihe „Universität im Rathaus“ hält Prof. Dr. Matthias Heckmann von der Universitätsmedizin Greifswald am Montag, 29. Oktober 2018, einen Vortrag mit dem Titel „Große und kleine Frühgeborene“. Die Veranstaltung findet um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Kommt das Neugeborene vor 37 Wochen zur Welt, nennt man es nach Definition ein Frühgeborenes. Zu früh geboren umfasst jedoch ein sehr großes Spektrum. Man unterscheidet „späte Frühgeborene“ (late preterms), die nur wenige Wochen zu früh geboren werden, von extrem unreifen Frühgeborenen, die zum Beispiel schon nach 24 Schwangerschaftswochen – also vier Monate zu früh – geboren werden. Auch am Geburtsgewicht erkennt man schnell, dass es große (beispielsweise 2500 g und sechs Wochen zu früh) und kleine Frühgeborene (beispielsweise 600 g und 16 Wochen zu früh) gibt.

Der Vortrag umspannt das Spektrum von der Grenze zur Überlebensfähigkeit mit seinen medizinischen und ethischen Problemen bis hin zum „großem“ Frühgeborenem, das wie ein reifes Neugeborenes einfach nach der Geburt nach Hause darf. Prof. Matthias Heckmann ist seit 2012 Leiter der Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin in der Universitätsmedizin Greifswald.

Universität im Rathaus
Vortrag von Prof. Dr. Matthias Heckmann
Große und kleine Frühgeborene
Montag, 29.10.2018, 17:00 Uhr
Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses

Weitere Informationen
Die Reihe Universität im Rathaus wird von der Universität Greifswald in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald organisiert. Der Eintritt ist kostenfrei. Der Vortrag kann barrierefrei erreicht werden.

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Medienfoto

Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Matthias Heckmann
Universitätsmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin
Abteilung Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin
Ferdinand-Sauerbruch-Straße, 17475 Greifswald
Telefon +49 3834 86 6421
matthias.heckmannuni-greifswaldde

Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

Veranstalter der Reihe „Universität im Rathaus“
Prof. Dr. Matthias Schneider
Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft
Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3525
matthias.schneideruni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-37091Fri, 26 Oct 2018 07:09:40 +0200Verleihung der Deutschlandstipendien an der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/verleihung-der-deutschlandstipendien-an-der-universitaet-greifswald-37091/55 Deutschlandstipendien konnten an der Universität Greifswald zum Wintersemester 2018/2019 an Studierende vergeben werden. Das ist das bisher beste Ergebnis. Die feierliche Übergabe der Stipendienurkunden fand am Freitag, 26. Oktober 2018, in der Aula der Universität statt.172 Studentinnen und Studenten haben sich in diesem Jahr um ein Deutschlandstipendium beworben. Kriterien für die Vergabe sind neben sehr guten Studienleistungen auch soziales und gesellschaftliches Engagement sowie die Überwindung von persönlichen Einschränkungen und Hürden, die aus einer besonderen Lebenssituation heraus entstehen.

Während der Festveranstaltung sprachen als Förderer Mirko Bröcker von der Anklam Extrakt GmbH und als Stipendiatin Gina Barzen über ihre Erfahrungen mit der Förderung. Frau Barzen studiert Humanmedizin.

Die Höhe des Deutschlandstipendiums beträgt 300 Euro pro Monat und wird mindestens für ein Jahr gewährt. Die Hälfte der Summe finanziert der Bund. Der restliche Betrag wird von der Universität bei Unternehmen, Stiftungen, Vereinen und Privatpersonen eingeworben.

Die Universität bedankt sich in diesem Jahr bei folgenden Förderern

  • Anklam Extrakt GmbH
  • apoBank-Stiftung
  • Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern
  • Ehepaar Elisabeth und Ulrich Braner
  • CEP Central European Petroleum GmbH
  • Continuum Zahnmedizin Alma Mater Greifswald e. V.
  • Deutsch-Finnische Gesellschaft e. V.
  • Katja Enderlein und Prof. Dr. Dietmar Enderlein
  • Förderverein Kunst und Kultur der Hansestadt Greifswald
  • Gesellschaft von Freunden und Förderern der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald e. V.
  • Gesundheitszentrum Greifswald GmbH
  • Götz-Management-Holding AG
  • Greifswald University Club e. V.
  • Dr. Petra Hildebrandt und Prof. Dr. Jan-Peter Hildebrandt
  • Höffner
  • Peter-Warschow-Sammelstiftung
  • Piepenbrock Begrünungen GmbH & Co. KG
  • Carsten Saß
  • Peter Savelsberg
  • Sparkasse Vorpommern
  • Stadtwerke Greifswald GmbH
  • Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft
  • USD Uni Service Dienstleistungs GmbH & Co. KG
  • Verein zur Förderung der Wirtschaftswissenschaften
  • Wissenschaftsstiftung Mecklenburg-Vorpommern gGmbH
  • WITENO GmbH
  • Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH Greifswald

Weitere Informationen
Deutschlandstipendium für Greifswald
Förderer des Deutschlandstipendiums für Greifswald
Deutschlandstipendium

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ergänzt: 26. Oktober 2018

Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Für Förderer und Stipendienbewerber
Katrin Purps
Stabsstelle Justitiariat/Wahlamt/Stipendien
Domstraße 58 A, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1357
stabstipuni-greifswaldde

Für die Medien
Jan Meßerschmidt
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-37007Wed, 24 Oct 2018 13:59:06 +0200Kreative Pioniere als Entwicklungschance für den ländlichen Raumhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/kreative-pioniere-als-entwicklungschance-fuer-den-laendlichen-raum-37007/Der Greifswalder Universitätsprofessor für Wirtschafts- und Sozialgeographie, Daniel Schiller, hat einen Sammelband zur Bedeutung von Kreativschaffenden für die Regionalentwicklung im ländlichen Raum herausgegeben. Mitherausgeberinnen sind Katja Wolter vom Steinbeis-Institut für Ressourcen-Entwicklung und Corinna Hesse vom Silberfuchs-Verlag und Sprecherin des Netzwerks „Kreative MV“. Der im September 2018 erschienene Sammelband „Kreative Pioniere in ländlichen Räumen – Innovation & Transformation zwischen Stadt & Land“ fasst den aktuellen Stand in Wissenschaft und angewandter Regionalentwicklung zusammen. Zu dem Thema wird im Rahmen der Vortragsreihe „Universität in der Region“ am 12. Dezember 2018 in Wolgast eine Ideenwerkstatt stattfinden.Während Demografen den ungebrochenen Trend zur Landflucht konstatieren, setzen kreative Pioniere in ländlichen Regionen längst neue Akzente. Durch Mietenexplosion und zunehmende Raumnot in den Metropolen verstärkt sich der Umkehrtrend: Leerstände in ländlichen Gebieten eröffnen Spielräume zur individuellen und gemeinschaftlichen Entfaltung. Pioniere kaufen marode Gutshäuser und Scheunen, um sie zu sanieren und in Ateliers, Probenräume und Kulturhäuser zu verwandeln. Kreative Akteure bespielen verlassene Industriebrachen und Kieskuhlen mit Festivals, FabLabs, Gastronomie und Bildungsangeboten. Innovation wird nicht mehr nur im technologischen Sinn gesehen, sondern auch als soziale Innovation verstanden, die wirtschaftliche Wertschöpfung im Kontext von Gesellschaft, Umwelt und Nachhaltigkeit begreift.

Im Sammelband wird der Frage nachgegangen, in welchen Formen die hochinnovative Bevölkerungsgruppe der Kreativen neue Impulse außerhalb der Metropolen setzen kann:

  • Wie lässt sich die Wertschöpfung der kreativen Pioniere erfassen und messen?
  • Wie funktionieren kreative Innovations- und Transformationsprozesse?
  • Lassen sich die Erfahrungen von Pilotprojekten einzelner Gebiete exportieren, skalieren und regional anpassen?
  • Wie lassen sich die vorhandenen Initiativen und Akteure langfristig stärken und erhalten?

Die Autorinnen und Autoren der Einzelbeiträge sind ausgewiesene Experten aus Wissenschaft und Praxis, die sich seit vielen Jahren mit der Thematik befassen. Unter ihnen sind der Juniorprofessor für Wirtschaftsgeographie und Tourismus, Prof. Dr. Marius Mayer, sowie zwei Wissenschaftliche Mitarbeiter und zwei Alumni des Instituts für Geographie und Geologie der Universität Greifswald. Einige Beiträge bieten vergleichende Analysen für ländliche und städtische Regionen in Deutschland, andere befassen sich mit konkreten regionalen und lokalen Projekten. Die einzelnen Artikel des Sammelbandes stehen hier zum kostenfreien Download bereit.

Am 12. Dezember 2018 steht das Thema „Kreative Pioniere in Vorpommern“ auf dem Programm der Vortrags-reihe Universität in der Region. Um 17:00 Uhr findet in Kooperation mit dem Steinbeis-Institut für Ressourcen-Entwicklung im Städtischen Museum Wolgast eine Ideenwerkstatt zu Bildungs- und Erholungsorten im ländlichen Raum statt. Prof. Dr. Daniel Schiller wird den Abend mit einem Impulsvortrag eröffnen. Anhand von Beispielen guter Praxis wird er darstellen, wo kreative Impulse im ländlichen Raum gesetzt wurden und welche Erfolgsfaktoren dabei von Bedeutung sind. Im Anschluss daran sollen mit den Besuchern Bedarfe und Orte für kreative Pioniere in der Region Vorpommern identifiziert werden.

Weitere Informationen

Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie der Universität Greifswald
Steinbeis-Institut für Ressourcen-Entwicklung
Kreative MV – Netzwerk der Kultur- und Kreativschaffenden in Mecklenburg-Vorpommern

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Daniel Schiller
Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie
Institut für Geographie und Geologie
Makarenkostraße 22, 17491 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4524
daniel.schilleruni-greifswaldde

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news-36991Wed, 24 Oct 2018 12:58:08 +0200Universität in der Region: Moor, Klimaschutz und Paludikulturhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-moor-klimaschutz-und-paludikultur-36991/Wissen lockt am 14. November 2018 nach Anklam. Im Rahmen der neuen Vortragsreihe „Universität in der Region“ spricht Susanne Abel über „Moor, Klimaschutz und Paludikultur“. Die Referentin ist Projektkoordinatorin von „Deutscher Moorschutzdialog – Impulse für Klimaschutz, Biodiversität und nachhaltige Landnutzung auf Mooren“. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr im Konferenzraum der Sparkasse Vorpommern in Anklam. Der Eintritt ist frei! Im öffentlichen Bewusstsein spielen Moore kaum eine Rolle – zu Unrecht, denn sie sind extrem wichtig für den Menschen und die Umwelt! Sie leisten als Kohlenstoffspeicher einen immensen Beitrag zum Klimaschutz. Moore fördern zudem biologische Vielfalt, liefern Rohstoffe und bieten Erholung – aber nur, wenn sie nass sind. Doch für Landwirtschaft oder Torfabbau werden Moore seit Jahrhunderten trockengelegt. Die Folgen: Die Moorböden zersetzen sich, sacken ab, sind für eine Nutzung verloren und setzen gleichzeitig riesige Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen frei.

Durch Wiedervernässung lassen sich Moore renaturieren, Emissionen vermeiden und sogar in einer neuen Form nutzen: Niedermoorpflanzen wie Schilf, Rohrkolben oder Seggen können Rohstoffe für Bau- oder Brennmaterialien liefern. Torfmoose von Hochmooren liefern Ersatz für Torf im Gartenbau. Paludikultur heißt diese nachhaltige Produktion auf nassen Flächen, eine Wortschöpfung aus palus (lat. der Sumpf) und cultura (lat. die Bewirtschaftung). Das Konzept wird seit Jahren an der Universität Greifswald, Partner im Greifswald Moor Centrum, erforscht. Die Expertise des Greifswald Moor Centrums ist mittlerweile international bekannt und mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

UNIVERSITÄT IN DER REGION
Moor, Klimaschutz und Paludikultur
Referentin: Susanne Abel, Projektkoordinatorin MoorDialog
Mittwoch, 14.11.2018, 17:00 Uhr
Konferenzraum der Sparkasse Vorpommern in Anklam (Pferdemarkt 1, 17389 Anklam)
Der Eintritt ist frei und der Raum für Rollstuhlfahrer erreichbar.

Weitere Informationen

Universität in der Region ist eine neue Vortragsreihe in der Region Vorpommern. Veranstalter ist die Presse- und Informationsstelle der Universität Greifswald. In populärwissenschaftlichen Vorträgen und neuen Diskussionsformaten werden die breite Öffentlichkeit angesprochen und Diskurse zu gesellschaftlich relevanten Themen angestoßen. Damit befördert die Reihe nicht nur den Austausch zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft, sondern stärkt auch die enge Verbundenheit zwischen der Universität und der Bevölkerung in Vorpommern.

„Universität in der Region“ in Anklam wird gefördert durch den Vorpommern-Fonds und findet statt mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Vorpommern.

Universität Greifswald
Greifswald Moor Centrum
Moor Wissen

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

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news-36927Tue, 23 Oct 2018 09:06:58 +0200Humboldt-Stipendiatin forscht am Institut für Botanik und Landschaftsökologiehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/humboldt-stipendiatin-forscht-am-institut-fuer-botanik-und-landschaftsoekologie-36927/Im September 2018 wurde die kanadische Wissenschaftlerin Dr. Jill Harvey mit dem Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden ausgezeichnet. Gastgeber ihres zweijährigen Aufenthaltes ist Prof. Dr. Martin Wilmking und seine Arbeitsgruppe „Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik“. Jill Harvey kommt aus Victoria (Kanada) und forscht an der Universität Greifswald zur Resilienz von Waldökosystemen. Dr. Jill Harvey studierte zunächst B.Sc. Geographie und arbeitete nach ihrem Abschluss im Jahr 2004 für fünf Jahre als Expeditionsleiterin auf Kreuzfahrtschiffen in der Arktis und Antarktis. Nach ihrem M.Sc. in Geographie an der University of Victoria (Kanada) forschte sie als Gastwissenschaftlerin an der University of Colorado (USA). Für ihre Promotion ging Jill Harvey zurück an ihre ehemalige Alma Mater nach Kanada. 2017 schloss sie dort ihre Promotion zur Rolle von Feuern in Waldökosystemen ab. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Waldökologie, Störungsdynamik und Klimawandelforschung.

Kontakte mit der Arbeitsgruppe von Prof. Wilmking, Verbundforschungsprojekte wie BaltRap und das DFG-Graduiertenkolleg Response sowie der Wille nach weiterer internationaler Forschungserfahrung waren ausschlag-gebend für Jill Harveys Entscheidung nach Greifswald zu kommen. „Das Baumringlabor von Martin Wilmking ist international bekannt und hat mir die Entscheidung leichtgemacht“, sagt Jill Harvey. „Die exzellente Ausstattung und der nette Umgang in der Arbeitsgruppe unterstützen meine Arbeit jeden Tag.“ Jill Harvey ist mit ihrem Mann und ihrer kleiner Tochter nach Greifswald gezogen und fühlt sich auch durch die Hilfe des International Office gut integriert. „Meine Tochter Marina singt schon deutsche Kinderlieder aus der Krippe“, sagt sie lachend. 

Weitere Informationen

Arbeitsgruppe Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik
Website Jill Harvey
Twitter Jill Harvey

Das Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden richtet sich an überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler aus dem Ausland, die am Anfang ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Promotion nicht mehr als vier Jahre zurückliegt. Das Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden bietet die Möglichkeit, ein selbst gewähltes, langfristiges Forschungsvorhaben (6 bis 24 Monate) in Kooperation mit einem selbst gewählten wissenschaftlichen Gastgeber an einer Forschungseinrichtung in Deutschland durchzuführen.

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Martin Wilmking
Lehrstuhl für Landschaftsökologie und Ökosystemdynamik
Soldmannstraße 15, Raum 1.37
Telefon +49 3834 420 4095
wilmkinguni-greifswaldde 

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-36843Fri, 19 Oct 2018 11:56:03 +0200Magnetische Sensoren ermöglichen richtungsabhängige Temperaturmessunghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/magnetische-sensoren-ermoeglichen-richtungsabhaengige-temperaturmessung-36843/Durch die Kombination von verschiedenen thermomagnetischen Effekten sind Sensoren für richtungsabhängige Temperaturmessungen möglich. Dies hat ein Forscherteam mit Beteiligten der Universitäten Greifswald, Bielefeld, Göttingen, Groningen und dem Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden e. V. herausgefunden. Über die Forschungsergebnisse wird in der Fachzeitschrift Nature Communications Physics 1, 65, 2018 berichtet.Im Fokus der Untersuchungen des Forscherteams stand die Erhöhung der Energieeffizienz von Informationsspeichern auf Basis von magnetischen Tunnelelementen. Dabei wurde festgestellt, dass die Elemente durch gezielte Wahl von magnetischen Eigenschaften auf Temperaturänderungen aus gewünschten Richtungen sensibilisiert werden können.

Das Prinzip ist: Ein Temperaturunterschied am magnetischen Element erzeugt eine elektrische Spannung von oben nach unten. Diese Spannung wird von der Magnetisierung des Elementes beeinflusst. So wird die gespeicherte Information über die Magnetisierungsrichtung bestimmt. Das stärkste Signal zum Auslesen gespeicherter Informationen wird erzeugt, wenn der Temperaturunterschied auch in genau derselben Richtung verläuft. Bei einer Richtungsänderung des Temperaturunterschiedes, zum Beispiel von rechts nach links, ändert sich auch das Messsignal für jede Magnetisierung diametral. Dieser Unterschied bildet das Messsignal, welches die Richtung der Wärmequelle angibt.

Diese Sensoren haben eine Größe von wenigen Mikrometern, wobei die Dicke weniger als 10 Nanometer beträgt. Im Prinzip können sie noch weiter verkleinert werden. Die magnetischen Schichten werden durch Sputtern aufgetragen, daraus werden dann die Elemente mittels Lithographieprozessen geformt. Beides sind Standardverfahren in der Halbleiterindustrie. Dadurch können die Elemente beispielsweise leicht in Computerprozessoren integriert werden. Dort können sie helfen, die Überhitzung bestimmter Bereiche zu vermeiden. Dies wiederum würde die Laufzeitstabilität von Prozessoren verbessern.

Die Studie „Experiments on giant thermal magnetogalvanic effects in magnetic tunnel junctions“ ist im Rahmen eines Projektes des Schwerpunktprogramms „Spin Caloric Transport“ (SpinCaT, SPP 1538) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entstanden.

Weitere Informationen
Originalveröffentlichung: U. Martens et al., Anomalous Nernst effect and three-dimensional temperature gradients in magnetic tunnel junctions,
https://doi.org/10.1038/s42005-018-0063-y

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Kurz-URL http://tinyurl.com/ycxcy8py

Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Dr. Jakob Walowski
Institut für Physik
Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4783
jakob.walowskiphysik.uni-greifswaldde
physik.uni-greifswald.de/ag-muenzenberg/

Dr. Ulrike Martens
Institut für Biochemie
Fleischmannstraße 42–44, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 86 22373
ulrike.martensuni-greifswaldde

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-36543Tue, 16 Oct 2018 08:59:47 +0200Start der Familien-Universität ins Wintersemester: Wie Glück im Gehirn entstehthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/start-der-familien-universitaet-ins-wintersemester-wie-glueck-im-gehirn-entsteht-36543/Am Donnerstag, den 25. Oktober 2018, startet die Reihe der Familien-Universität ins Wintersemester. Der Neurologe Prof. em. Dr. med. h.c. Christof Kessler spricht zum Thema „Wie Glück im Gehirn entsteht“. Die Veranstaltung beginnt um 17:00 Uhr im Hörsaal 1 des Neuen Audimax am Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6. Der Eintritt ist frei. Wir laden alle Interessierten herzlich zur Eröffnungsvorlesung ein. Jeder Mensch will glücklich sein und viele versuchen, sich mit immer stärkeren Reizen oder Drogen kurze Momente des Glücks zu verschaffen. Aber was spielt sich im Gehirn ab, wenn wir glücklich sind? Welches Zusammenspiel der Neuronen und Hormone bewirkt, dass ein Glücksgefühl erlebt wird, und welche Zusammenhänge bestehen zwischen Glück und Zufriedenheit und den Abgründen von Melancholie und Depression? Der Neurologe und Buchautor Professor Christof Kessler nimmt Sie mit in die Welt der 100 Milliarden Nervenzellen im Kopf und erklärt auf leicht verständliche Weise, wie unser Gehirn es schafft, dass wir Gefühle und Glück erleben können.

„Das Eröffnungsthema der Familien-Universität passt ganz hervorragend zum Bürgerhafen: Denn zu helfen und anderen etwas zu geben, soziale Kontakte und ein gutes Gemeinschaftsleben – das alles macht nachweislich glücklich“, sagt Friederike Güldemann, die Koordinatorin des Mehrgenerationenhauses.

Familien-Universität Greifswald
Vortrag von Prof. em. Dr. med. h.c. Christof Kessler
Donnerstag, 25.10.2018, 17:00 Uhr
Hörsaal 1, Neues Audimax, Campus Loefflerstraße, Ernst-Lohmeyer-Platz 6

Weitere Informationen

Gemeinsam mit dem Bürgerhafen Greifswald wurde die Familien-Universität Greifswald 2008 ins Leben gerufen. Über die Jahre hinweg hat sich die Reihe fest etabliert und feiert in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag. Die Veranstaltungsreihe der Familien-Universität richtet sich an alle Wissbegierigen von 12 bis 99 Jahren, die Interesse an spannenden Vorlesungen haben. In gut verständlichen Vorträgen bringen die Referentinnen und Referenten dem Publikum Themen aus Wissenschaft und Forschung näher. Die Familien-Universität findet vier Mal im Semester statt. 

Familien-Universität
Bürgerhafen Greifswald

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Ansprechpartner

Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1162
pressestelleuni-greifswaldde

Bürgerhafen Greifswald
Friederike Güldemann
Martin-Luther-Straße 10, 17489 Greifswald
Telefon 03834 7775611
friederike.gueldemannpommerscher-diakonievereinde

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-36483Mon, 15 Oct 2018 10:19:22 +0200Nachwuchswissenschaftler erhält Erwin-Schrödinger-Stipendium und Promotionspreishttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/nachwuchswissenschaftler-erhaelt-erwin-schroedinger-stipendium-und-promotionspreis-36483/Der österreichische Chemiker Dr. Thomas Bayer startete Anfang Oktober 2018 seine eigenständige Forschung in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Uwe Bornscheuer am Institut für Biochemie mit dem renommierten Erwin-Schrödinger-Stipendium aus Österreich. Darüber hinaus wird Dr. Bayer am 8. November 2018 mit dem Promotionspreis der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCh) ausgezeichnet. Im Juli 2018 wählte man ihn zudem zum 'Chairman' für das nächste Gordon Research Seminar Biocatalysis 2020. Dr. Bayer studierte Molekularbiologie an der Universität Wien und promovierte im Fach Bioorganische Chemie an der TU Wien.Dr. Bayer wird für zwei Jahre an seinem eigenständigen Forschungsthema zur Etablierung von Enzymkaskaden forschen. „Mehrere Enzyme können zu künstlichen Stoffwechselwegen in Mikroorganismen zusammengesetzt werden, um pharmazeutisch relevante Wirkstoffe und viele andere komplexe Moleküle zu synthetisieren. Das Erwin-Schrödinger-Stipendium ermöglicht es mir, diese 'designten' Stoffwechselwege auf molekularer Ebene zu regulieren, um so noch effizienter ablaufen zu können. Besonders freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Professor Bornscheuer an der Universität Greifswald und Professor Steven Almo am Albert Einstein College of Medicine in New York City“, erläutert Dr. Thomas Bayer. „Es freut mich zudem sehr, dass meine Dissertation zum Thema 'Microbial Cell Factories' mit einem Preis gewürdigt wird. Sie zeigt das große Potenzial der Ganzzellbiokatalyse zur Lösung aktueller und zukünftiger Syntheseaufgaben der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Ein großer Teil dieser Ehre gebührt außerdem meinen Projektpartnern an der TU Wien, meiner Familie und Freunden, die mich unterstützt haben.“

Die internationalen Gordon Research Conferences gehören zu den angesehensten Tagungen weltweit. „Es ist eine große Ehre, dass Dr. Bayer für das zugehörige Seminar der GRC-Tagung 2020 als Organisator gewählt wurde. Dies ist sicherlich eine herausragende Würdigung seiner bisherigen Forschungsleistungen im Bereich der Biokatalyse“, findet Prof. Dr. Uwe Bornscheuer vom Institut für Biochemie der Universität Greifswald.

„Aller guten Dinge sind drei“, ergänzt Bornscheuer und freut sich sehr, dass Dr. Bayer nun zwei weitere Jahre in seiner Arbeitsgruppe forschen wird. „Dr. Bayer ist ein herausragender Nachwuchswissenschaftler, der seit Anfang des Jahres bereits in meiner Gruppe tätig ist und sehr wichtige Impulse für unsere Forschung eingebracht hat.“

Weitere Informationen

Das Erwin-Schröder-Stipendium wird vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) finanziert. Der Wissenschaftsfonds ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung.

Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Institut für Biochemie

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Prof. Dr. Uwe Bornscheuer
Biotechnologie und Enzymkatalyse
Institut für Biochemie
Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4367
uwe.bornscheueruni-greifswaldde

Dr. Thomas Bayer
Biotechnologie und Enzymkatalyse
Institut für Biochemie | Center for Functional Genomics of Microbes
Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4455
thomas.bayeruni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-36447Fri, 12 Oct 2018 13:41:53 +0200Erneut über 2.000 Neueinschreibungen zum Wintersemester an der Universität Greifswaldhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/erneut-ueber-2000-neueinschreibungen-zum-wintersemester-an-der-universitaet-greifswald-36447/Mit der traditionellen Feierlichen Immatrikulation am Gründungsort der Universität beginnt das Wintersemester 2018/19 in Greifswald. Die Erstsemesterstudierenden werden am 15. Oktober 2018 im Dom St. Nikolai begrüßt. Aktuell (Stand 11. Oktober 2018) haben sich 2.165 (2.026 in 2017) Studierende neu eingeschrieben.Der Anteil Studierender aus Mecklenburg-Vorpommern an den neu Immatrikulierten beträgt rund 26 Prozent (23 Prozent in 2017). Etwa 38 Prozent der neuen Studierenden kommen aus den alten Bundesländern und etwas über sieben Prozent aus Berlin. Hinzu kommen 160 neue Studierende mit einer ausländischen Staatsbürgerschaft. Mit insgesamt 10.395 Studierenden ist die Gesamtzahl nahezu gleich geblieben (10.433 in 2017). Davon kommen rund 790 aus insgesamt 91 Ländern.

Wie jedes Jahr waren neben Medizin und Zahnmedizin die NC-Fächer Psychologie (Bachelor) mit 31 Bewerbern pro Studienplatz sowie Humanbiologie (Bachelor) mit 18 Bewerbern pro Studienplatz besonders begehrt. Bei mehreren Lehramtsstudiengängen mit Zugangsbeschränkungen gab es sieben Bewerber auf einen Studienplatz. Bei den freien Studiengängen waren unter anderem die Rechtswissenschaften, die Studiengänge für Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft stark nachgefragt.

„Wir freuen uns, dass sich die Gesamtzahl der Studierenden stabilisiert und wir sogar mehr neue Studierende einschreiben konnten als im vergangenen Jahr. Das bestätigt uns in unseren Bemühungen, Studierende für Greifswald zu gewinnen und spornt uns an, weiterhin mit guten Ideen und Maßnahmen für unsere Universität zu werben“, so Rektorin, Prof. Dr. Johanna Weber.

Während der Feierlichen Immatrikulation werden Preise für hervorragende Lehre übergeben. Studierende reichten ihre Vorschläge für die Auszeichnung ein, aus denen eine Jury die drei Preisträger auswählte. Dr. Martha Kuhnhenn vom Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft und Prof. Dr. Karlhans Endlich vom Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin erhalten den Lehrpreis in der Kategorie „Integrative Vorlesung“. Der Lehrpreis in der Kategorie „Berufsfeldbezug in der Lehre“ wird Jo Zynda, einem künstlerischen Mitarbeiter im Bereich Angewandte Kunst am Caspar-David-Friedrich-Institut zuerkannt. Dr. Mascha Hansen vom Institut für Anglistik und Amerikanistik erhält den Preis in der Kategorie „Nachhaltigkeit in der Lehre“ dafür, dass sie Nachhaltigkeit als interdisziplinäres Querschnittsthema von Forschung und Lehre in herausragender Weise vermittelt.

Fotos zu den Lehrpreisen
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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Jan Meßerschmidt
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
Mobil 0170 5669683
pressestelleuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de

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Uni GreifswaldNewsLehreMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-36439Fri, 12 Oct 2018 11:40:29 +0200100 Jahre Norden in Greifswald – Tag der offenen Tür am Institut für Fennistik und Skandinavistikhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/100-jahre-norden-in-greifswald-tag-der-offenen-tuer-am-institut-fuer-fennistik-und-skandinavistik-36-1/Das Institut für Fennistik und Skandinavistik feiert im Jahr 2018 seinen 100. Geburtstag. Nach dem Umzug auf den Campus Loefflerstraße öffnen sich am Samstag, den 20. Oktober 2018 die Türen zu den neuen Räumen am Ernst-Lohmeyer-Platz 3 und erlauben einen Blick in die Aktivitäten des Instituts. Von 11:00 bis 16:00 Uhr feiert das Institut den runden Geburtstag mit Vorträgen, Musik und Lesungen.Am 4. Oktober 1918 wurde das Nordische Institut auf Veranlassung der preußischen Regierung in Greifswald feierlich eröffnet. Nach einer bewegten Geschichte mit zahlreichen Umbenennungen, Neuausrichtungen, Umzügen und Profilwechseln wird das Institut für Fennistik und Skandinavistik im Jahr 2018 einhundert Jahre alt. Daher lädt es am 20. Oktober von 11:00 bis 16:00 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Mit Vorträgen zu Dänemark, Estland, Finnland, Island, Norwegen, Schweden und zur Institutsgeschichte, mit Sprach-Crashkursen, Lesungen, Chormusik und einem Programm für Kinder informiert das Institut über sein vielfältiges Arbeitsfeld. Zum Abschluss des Geburtstagsfestes um 16:15 Uhr bietet das Institut eine Führung zur Schwedenzeit durch Greifswald an.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen gemeinsam mit den Mitarbeitenden und Studierenden den runden Geburtstag in den neuen Räumen auf dem Campus Loefflerstraße am Ernst-Lohmeyer-Platz 3 zu feiern.

PROGRAMM

Vorträge zur Institutsgeschichte und zur Kultur Nordeuropas
11:30 – 12:00 Zur Geschichte des Instituts
12:00 – 12:30 Als Schweden noch der Mittelpunkt der Welt war
12:30 – 13:00 Sauna, Wald und Kalevala – eine Einführung in die finnische Kultur
13:00 – 13:30 Warum spielen Dialekte eine wichtige Rolle in der neueren norwegischen Geschichte?
13:30 – 14:00 Estland – ein kleines Land mit vielen Gesichtern
15:00 – 15:30 Zur Geschichte des Instituts [Wiederholung von 11:30 Uhr]
15:30 – 16:00 Hotdogs & røde pølser. Zur dänischen Imbisskultur

Nordische Sprachen spezial – Vorträge & weitere Angebote
11:30 – 12:00 Wortschatz als Spiegel der Geschichte
12:00 – 12:30 Crashkurs: Finnisch
12:30 – 13:00 Internordische Semikommunikation
13:00 – 13:30 Niederdeutsche Wörter im Finnischen
13:30 – 14:00 Lesung: eine exklusiv übersetzte schwedische Erzählung
15:00 – 15:30 Crashkurs: Färöisch
15:30 – 16:00 Crashkurs: Estnisch

Angebote für Kinder und die ganze Familie
11:30 – 12:00 Lesung über die Liebe und das Leben von Teenagern in Schweden (ab 12 J.)
12:00 – 12:30 Trinkhörner und Langschiffe – Wer waren die Wikinger? (6-10 J.)
12:30 – 13:00 Dänische Märchenklassiker in Bildern (ab 5 J.)
13:00 – 13:30 Gemeinsam schwedische Lieder singen (6-99 J.)
15:00 – 15:30 „Kinderbuch-Kino“ – ein bisher nicht übersetztes schwedisches Bilderbuch (3-5 J.)

Außerdem
14:00 – 14:45 Nordsångare – Der Chor des Instituts für Fennistik und Skandinavistik
ab 16:15 "Die Greifswalder Universität in der Schwedenzeit"
Führung durch Greifswald mit dem Historiker Dr. Haik Thomas Porada (ca. 90 min.)

Weitere Informationen
Beitrag Nordmagazin
Beitrag Campus 1456
Wikipedia-Artikel zur Institutsgeschichte
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Medienfoto

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Berit Glanz
Institut für Fennistik und Skandinavistik
Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 3608
berit.glanzuni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsForschungLehreMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)UniversitätsarchivVerwaltung
news-36341Thu, 11 Oct 2018 07:56:06 +0200BMBF fördert Erforschung exotischer Atomkerne am CERNhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bmbf-foerdert-erforschung-exotischer-atomkerne-am-cern-36341/Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit über 2,4 Millionen Euro sechs deutsche Universitäten für ihre kernphysikalischen Untersuchungen an der Forschungsanlage ISOLDE des Europäischen Kernforschungszentrums CERN in Genf. Dort werden exotische Atome erzeugt und zu verschiedenen Experimenten geleitet. Das BMBF stellt die Mittel im Rahmen der Verbundforschungs-Förderung für drei Jahre bereit. Gefördert werden Arbeitsgruppen der Technischen Universität Darmstadt, der Universität Greifswald, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Universität zu Köln, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Technischen Universität München.

Forschungsgegenstand sind exotische, kurzlebige Atomkerne. Selbst mit modernsten Methoden gelingt ihre Herstellung am CERN oft nur mit sehr geringen Teilchenzahlen. Daher müssen hochempfindliche Detektoren entwickelt werden, um die kurzlebigen Atomkerne nicht nur nachzuweisen, sondern auch ihre Eigenschaften wie zum Beispiel Größe, Masse und Anregungsspektrum mit hoher Genauigkeit zu vermessen. Dabei werden zum einen atomphysikalische Methoden wie Laserspektroskopie und Massenspektrometrie bei niedrigen Teilchenenergien zur Anwendung kommen. Darüber hinaus werden neue Akzente im Bereich der hochaufgelösten Kernspektroskopie nach Kernstößen und -zerfällen gesetzt werden, nachdem ISOLDE vor kurzem zur sogenannten HIE-ISOLDE erweitert wurde, mit höheren (H) Intensitäten (I) bei höheren Energien (E) der Teilchenstrahlen, die den Forschergruppen damit zur Verfügung gestellt werden können. Diese Erweiterungen wurden nicht zuletzt durch die erfolgreichen Messungen mit dem „MINIBALL“-Detektor angestoßen, an dem deutsche Gruppen wesentlich beteiligt sind. Ziel ist ein umfassendes Verständnis der Kernstrukturen und der sie erzeugenden Kräfte.

Von den Experimenten erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Erkenntnisse, zum Beispiel über die kernphysikalischen Vorgänge in Sternen. Dort spielen gerade die Kerne eine entscheidende Rolle, die zwar schon innerhalb von Sekundenbruchteilen nach ihrer Erzeugung wieder zerfallen, aber trotzdem mit Präzisionsmethoden bei ISOLDE studiert werden können. Insbesondere sind diese Erkenntnisse wesentlich für das Verständnis der Prozesse bei besonders schweren Sternen, das heißt unter im Vergleich zu unserer Sonne extremen Bedingungen. Während direkt nach dem Urknall nur die leichtesten chemischen Elemente wie Wasserstoff und Helium entstanden, wurden und werden dort praktisch alle anderen Elemente produziert, aus denen unsere Umwelt und auch wir Menschen selbst bestehen. Erst kürzlich gelang es, kollidierende Neutronensterne als Ort dieser Elementsynthese zu identifizieren. Dazu wurden astronomische Beobachtungen, unter anderem von Gravitationswellen, mit Modellrechnungen basierend auf kernphysikalischen Erkenntnissen verglichen, wie sie auch an ISOLDE gewonnen werden.

Über die kern- und astrophysikalische Grundlagenforschung hinaus werden die von ISOLDE zur Verfügung gestellten radioaktiven Kerne und die dort entwickelten experimentellen Methoden auch bei der Untersuchung von Festkörpern sowie medizinischen Fragestellungen genutzt.

Weitere Informationen

Gefördert werden Projekte der Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Th. Kröll, Prof. Dr. W. Nörtershäuser, Prof. Dr. Dr. h.c. N. Pietralla (jeweils Darmstadt), Prof. Dr. L. Schweikhard (Greifswald), Prof. Dr. S. Fritzsche (Jena), Prof. Dr. P. Reiter, Prof. Dr. J. Jolie (jeweils Köln), Prof. Dr. K. Wendt (Mainz) und Prof. Dr. Shawn Bishop (München).

BMBFPhysik der kleinsten Teilchen
CERNISOLDE

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald

Vertreter der deutschen Arbeitsgruppen im ISOLDE Collaboration Committee (ISCC) des CERN
Prof. Dr. Lutz Schweikhard
Institut für Physik der Universität Greifswald
Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4700
lschweikphysik.uni-greifswaldde
physik.uni-greifswald.de/ag-schweikhard/

Presse- und Informationsstelle
Jan Meßerschmidt
Universität Greifswald

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NewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-36323Wed, 10 Oct 2018 13:44:25 +0200Die Universität Greifswald und das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie in Dummerstorf intensivieren die Zusammenarbeithttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/die-universitaet-greifswald-und-das-leibniz-institut-fuer-nutztierbiologie-in-dummerstorf-intensiviere/Zwei neue gemeinsame Verbundforschungsvorhaben vor dem Start | Die Universität Greifswald und das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN Dummerstorf) streben einen intensiveren wissenschaftlichen Austausch und eine noch bessere Vernetzung ihrer Ressourcen an. Dafür wurde ein Kooperationsvertrag abgeschlossen und von der Rektorin der Universität Greifswald, Professorin Dr. Johanna Eleonore Weber, und dem Vorstand des FBN Dummerstorf, Professor Dr. Klaus Wimmers, unterzeichnet. Die Partner vereinbarten darin eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit in Forschung und Lehre. Damit soll erreicht werden, dass die beiden Wissenschaftsstandorte die vorhandenen Personal- und Sachmittel auf den Gebieten der Forschung und Nachwuchsförderung in bestmöglicher Weise nutzen. In Kürze starten zwei neue durch das Land geförderte Verbundforschungsvorhaben, in denen die Universität Greifswald und das FBN Dummerstorf gemeinsam mit weiteren Wissenschaftspartnern medizinische Lösungen für Erkrankungen des Herzens und Magen-Darm-Traktes erforschen.
„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir durch die Kooperation mit starken außeruniversitären Forschungseinrichtungen die für große Forschungsvorhaben notwendige Forschungsstärke erreichen. Mit seinem Forschungsprofil und seiner Forschungsinfrastruktur ist das FBN Dummerstorf ein attraktiver Partner für die Universität Greifswald“, sagte Professorin Dr. Johanna Eleonore Weber.

„Diese Vereinbarung sorgt für positive Effekte bei der Steigerung der wissenschaftlichen Exzellenz der Partner, bei der Promotions- und Nachwuchsförderung sowie bei der nachhaltigen Gestaltung von Forschungsaktivitäten“, betonte Professor Dr. Klaus Wimmers. Als Schwerpunkte nannte der Molekularbiologe gemeinsame Forschungsvorhaben, die Teilnahme des FBN an der universitären Lehre, einen intensiven Informationsaustausch und eine Projektzusammenarbeit insbesondere bei Forschungsvorhaben der Europäischen Union und des Bundes sowie die wechselseitige Mitarbeit in wissenschaftlichen und technischen Gremien und gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen. „Das FBN bietet insbesondere jungen Forschern und Arbeitsgruppen den Zugang zu moderner Ausstattung, so beispielsweise Klimakammern für Nutz- und Labortiere, und zu einzigartigen Tiermodellen wie die Langzeitselektionslinien der Maus, die eine exzellente Forschung ermöglichen“, so Wimmers. „Die aktuell erfolgreich eingeworbenen Verbundforschungsprojekte bestätigen die Intention dieses Kooperationsvertrages, der aber weit darüber hinausgeht.“

Schon in der Vergangenheit gab und gegenwärtig gibt es einen erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer zwischen Greifswald und Dummerstorf, unter anderem mit dem Institut für Mikrobiologie der Uni Greifswald, dem Interfakultären Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung sowie mit mehreren Kliniken und Instituten der Universitätsmedizin Greifswald.

Exzellente Forschung in MV für die Zukunft
Im Rahmen des Exzellenzforschungsprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat Bildungsministerin Birgit Hesse im April den Startschuss für fünf große Verbundforschungsvorhaben gegeben. Insgesamt stehen dafür Fördermittel in Höhe von 10 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Die Förderung von Projekten zur Gesundheitsforschung geht auf eine Initiative des Kuratoriums für Gesundheitswirtschaft zurück. Mit dem Exzellenzforschungsprogramm will das Land die Spitzenforschung stärken. An zwei von fünf Projekten mit einer Laufzeit von jeweils drei Jahren sind zwei Forschungsinstitute des FBN beteiligt.

Bereits zum 1. Oktober 2018 startete das Forschungsnetzwerk zur „Enteralen Ernährung bei Malnutrition durch Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts: vom Grundlagenverständnis zum innovativen Behandlungskonzept (EnErGie)“. Partner sind die Uniklinika Greifswald und Rostock, die Hochschule Neubrandenburg und das Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf. Federführend ist hier das Institutfür Ernährungsphysiologie „Oskar Kellner“ unter Leitung von Professorin Dr. Cornelia C. Metges.
In dem Verbundprojekt soll durch Studien das medizinische Verständnis der Zusammenhänge zwischen Mangelernährung, Muskelschwund und Entzündungen verbessert und vertieft werden. Vor allem geht es dabei um Erkrankungen des Menschen an der Bauchspeicheldrüse, der Leber und des Darmtraktes. Dabei wird auch die Form der Ernährung für die Vorbeugung und Behandlung der gesundheitlichen Probleme eine bedeutende Rolle spielen. Das Projekt wird mit rund zwei Millionen Euro gefördert, der Anteil des FBN beträgt 362.000 Euro. Das FBN übernimmt im Gesamtprojekt die Analyse eines Großteils der Plasma- und Gewebeproben aus der Mausstudie sowie aus den Humanstudien und bringt sein ernährungsphysiologisches Wissen ein.

Ebenfalls im Oktober 2018 startet das zweite Verbundforschungsvorhaben Programmierte Herzschrittmacherzellen zur in vitro Medikamententestung (iRhythmics) mit den Uniklinika Greifswald und Rostock, der Universität Rostock und dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie Dummerstorf, das ebenfalls mit rund zwei Millionen Euro gefördert wird. Verantwortlich für das Projekt ist am FBN-Leibniz-Institut Privatdozent Dr. Andreas Höflich aus dem Institut für Genombiologie, das 294.000 Euro erhält.
Der innovative Ansatz liegt im Einsatz von sogenannten „programmierten Herzschrittmacherzellen“, bei denen aus unreifen Herzmuskel-Vorläuferzellen durch Zusatz von Faktoren zur Zelldifferenzierung und -programmierung schlagende Herzmuskelzellen hergestellt werden. Diese bieten die Möglichkeit, neuartige Medikamententests für Herz- und Kreislauferkrankungen ohne Tierversuche durchzuführen. Das FBN ist in dem Gemeinschaftsprojekt für die umfassenden Genexpressionsanalysen der programmierten Schrittmacherzellen und die Auswertung der Daten zuständig.

Foto
Am FBN steht eine moderne Ausstattung für die Spitzenforschung zur Verfügung – hier Doktorand Denis Revskij im Labor des Instituts für Ernährungsphysiologie, das an den neuen Verbundforschungsvorhaben beteiligt ist

Die Universität Greifswald
Gegründet im Jahre 1456, ist die Universität Greifswald eine der ältesten in Deutschland und im Ostseeraum. Geschichte und geographische Lage prägen bis heute Lehre und Forschung, doch der Fokus hat sich erweitert. Ihre Forschungsstärke beweist die Universität mit interdisziplinären Schwerpunkten in den Themenfeldern Gesundheit & Prävention, Umwelt & Klima, Energie & Rohstoffe und Chancen & Risiken der Globalisierung. Es sind aktuelle, zentrale gesellschaftliche Themen und Herausforderungen, für die in Greifwald innovative Lösungen gesucht werden, gemeinsam mit zahlreichen Partnern. Die Universität Greifswald hat incl. Universitätsmedizin ca. 5.000 Mitarbeitende (Stand Mai 2018) und rund 10.200 Studierende (Stand Mai 2018).
www.uni-greifswald.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro.
www.leibniz-gemeinschaft.de

Dies ist eine gemeinsame Medieninformation der Universität Greifswald und des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie Dummerstorf.
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Kontakt

Universität Greifswald
Domstraße 11, 17489 Greifswald
Die Rektorin Prof. Dr. Johanna Eleonore Weber
T +49 3834 420 1100
E rektorinuni-greifswaldde

Presse- und Informationsstelle
Leiter der Presse- und Informationsstelle
Jan Meßerschmidt
T +49 3834 420 1150
M +49 170 5669 683
E pressestelleuni-greifswaldde
www.uni-greifswald.de

Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN)
Wilhelm-Stahl-Allee 2, 18196 Dummerstorf
Vorstand Prof. Dr. Klaus Wimmers
T +49 38208 68 600
E wimmersfbn-dummerstorfde

Wissenschaftsorganisation Dr. Norbert K. Borowy
Wilhelm-Stahl-Allee 2, 18196 Dummerstorf
T +49 38208 68 605
E borowyfbn-dummerstorfde
www.fbn-dummerstorf.de

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-36311Wed, 10 Oct 2018 13:13:31 +0200Geistig fit bis ins hohe Alterhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/geistig-fit-bis-ins-hohe-alter-36311/Das AgeWell.de-Projekt sucht Hausärzte in Mecklenburg-Vorpommern, die an der Projektstudie teilnehmen. Ziel von AgeWell ist, HausarztpatientInnen mit einem Demenzrisiko bei einer gesunden Lebensführung zu unterstützen und kognitiven „Abbauprozessen“ entgegen zu wirken. AgeWell.de wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (Förderkennzeichen: 01GL1704B).In Deutschland sind aktuell 1,5 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Derzeit sind die meisten Demenzformen nicht heilbar. Beobachtungsstudien zeigen, dass das Demenzrisiko mit einer Reihe von vaskulären und lebensstilassoziierten Risikofaktoren zusammenhängt. Trotz der multifaktoriellen Natur von Demenzerkrankungen wurde in nationalen Studien bisher lediglich die Wirksamkeit von Interventionen, die auf einzelne Lebensstilfaktoren abzielen, getestet.

Die AgeWell.de-Studie adressiert gleichzeitig mehrere Risikofaktoren und Krankheitsmechanismen. Ziel ist die Prävention kognitiver Abbauprozesse bei älteren HausarztpatientInnen. Die Studie untersucht, inwieweit eine Änderung des Lebensstils die geistige Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter erhalten oder sogar verbessern kann.

Das Multikomponenten-Interventionsprogramm der AgeWell.de-Studie umfasst:
•     Ernährungsberatung
•     Erhöhung der körperlichen Aktivität
•     kognitives Training
•     Management vaskulärer Risikofaktoren
•     Erhöhung der sozialen Aktivität
•     Prüfung der Medikation sowie
•     Interventionen bei Verlusterlebnissen und depressiver Symptomatik.

Wir suchen Hausärzte in Mecklenburg-Vorpommern für die Teilnahme an der AgeWell.de-Studie!

Insbesondere die Hausärzte sehen sich in ihrer alltäglichen Praxis den Herausforderungen im Umgang mit der schwierigen Situation der Menschen mit Demenz gegenüber. Viele Hausärzte unterstützen den umfassenden Ansatz des AgeWell.de-Projektes und nehmen bereits aktiv als Kooperationspartner teil.

Wir suchen aktuell noch weitere Hausärzte, die geeignete PatientInnen in die Studie einschließen. Gerne klären wir interessierte Hausärzte persönlich im Setting der Hausarztpraxis über den genauen Ablauf der Studie auf. Auch stehen wir interessierten Hausärzten gern für Fragen und Unterstützung zur Verfügung. Die wichtigste Aufgabe der teilnehmenden Hausärzte besteht in der Rekrutierung der PatientInnen. Das entsprechende Informationsmaterial bekommen teilnehmende Hausärzte selbstverständlich gestellt. Ein Großteil der Arbeitsschritte kann auch von dem jeweiligen Praxisteam übernommen werden, das von uns geschult wird. Die teilnehmenden Hausärzte erhalten eine Aufwandentschädigung (80 Euro pro eingeschlossenen Probanden).

Das wichtigste Ziel der AgeWell.de-Studie ist, das Wohlergehen und die Lebensqualität der älteren Menschen zu verbessern. Nach unserer Erfahrung nehmen hausärztliche PatientInnen sehr gerne an solchen Projekten teil. Unter anderem erwarten wir positive Effekte auf den Erhalt oder Verbesserung ihrer kognitiven Leistung, ihrer Alltagsaktivität und ihrer Lebensqualität. Die Ergebnisse von AgeWell.de sollen einen Ausgangspunkt für eine bessere Demenzprävention und die Verringerung des eigenen Demenzrisikos bieten.

Weitere Informationen
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Ansprechpartnerin
Dr. Ina Zwingmann
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE)
DZNE Rostock/Greifswald
Ellernholzstraße 1/2, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 86 7776
gesundalterndznede
www.dzne.de

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-36305Wed, 10 Oct 2018 12:35:39 +0200Universität im Rathaus – Wintersemester 2018/2019https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-wintersemester-20182019-36305/Am 15. Oktober 2018 startet wieder die beliebte Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“. Der Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Dr. Stefan Fassbinder, wird die Reihe gemeinsam mit dem Organisator der Vortragsreihe, Prof. Dr. Matthias Schneider, und dem ersten Referenten, Prof. Dr. Jan Körnert, eröffnen. Im Rahmen der fünf bis in den Januar 2019 hineinreichenden Vorträge werden Themen und Erkenntnisse aus der aktuellen Forschung an der Universität Greifswald allgemeinverständlich näher gebracht. Prof. Dr. Jan Körnert von der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät gibt in der ersten Vorlesung einen Einblick in das Bankenwesen des Baltikums und geht der Frage nach, inwieweit dieses als „Einfallstor“ für sogenannte „unliebsame Investoren“ dient.

Prof. Dr. Matthias Heckmann (Universitätsmedizin) beschäftigt sich in seinem Vortrag am 29.10.2018 mit medizinischen und ethischen Problemen im Umgang mit den verschiedenen Formen der Frühgeburten.

Am 26.11.2018 wird Prof. Dr. Sebastian Domsch, Professor für Anglophone Literaturen und Kulturen, das politische Phänomen „Donald Trump“ in den Kontext soziokultureller Veränderungen am Ende des letzten Jahrhunderts stellen und erörtern, wie mit diesem Phänomen umgegangen werden kann.

Der Vortrag von Prof. Dr. Christfried Böttrich (Theologische Fakultät) am 10.12.2018 ist der Greifswalder Geschichte gewidmet: Vorgestellt wird die zwischen 1706 und 1708 von dem Greifswalder Theologieprofessor und Generalsuperintendenten von Schwedisch-Pommern, Johann Friedrich Meyer, in seinem Haus in der Domstraße 14 für Lehrzwecke bestimmte „Meyersche Synagoge“.

Der Vortrag von Prof. Dr. Ralf Schneider (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) beschließt am 07.01.2019 unter dem Titel „Digitalisierung in der Wissenschaft – Durch Computersimulationen die Welt besser verstehen“ die Vortragsreihe für das Wintersemester 2018/2019.

Die etwa einstündigen Vorträge finden jeweils montags um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal (Rathaus, Am Markt) statt und sind für Rollstuhlfahrer erreichbar. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Das vollständige Programm finden Sie auch unter www.uni-greifswald.de/uni-rathaus   

Über die Universität im Rathaus
Mit der Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ werden aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Universität der breiten Bevölkerung in Stadt und Umland vermittelt. Die Reihe wird seit 2004 gemeinsam von Stadt und Universität organisiert; dies zeigt die enge Verbundenheit zwischen Universität und Stadt. Greifswalder Wissenschaftler halten in allgemeinverständlicher Form Vorträge und verzichten auf ein Honorar; die Verwaltung der Universitäts- und Hansestadt stellt den Bürgerschaftssaal im Rathaus, im Herzen der Stadt, zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

Dies ist eine Medieninformation der Universitäts- und Hansestadt Greifswald.

Ansprechpartnerin
Universitäts- und Hansestadt Greifswald
Andrea Reimann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Markt,  Rathaus, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 8536 1110
a.reimanngreifswaldde
www.greifswald.de

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NewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-36269Tue, 09 Oct 2018 15:13:20 +0200Bund fördert erfolgreiches Projekt „Lehren in MV“ für weitere fünf Jahrehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bund-foerdert-erfolgreiches-projekt-lehren-in-mv-fuer-weitere-fuenf-jahre-36269/Das Projekt „Lehren in MV“ erhält im Rahmen des bundesweiten Programms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ für einen weiteren Zeitraum von fünf Jahren gut 4,1 Millionen Euro. Dem Verbundprojekt aller lehrerbildenden Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern gehören die Universität Rostock, die Universität Greifswald, die Hochschule für Musik und Theater Rostock sowie die Hochschule Neubrandenburg an. Die Projektleitung und -koordination hat das landesweite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung Mecklenburg-Vorpommern (ZLB) unter Professorin in Carolin Retzlaff-Fürst (Direktorin des ZLB) inne.Die Stärkung des Praxisbezugs im Lehramtsstudium, die Mentor/innenqualifizierung für Praktika von Lehramtsstudierenden und Referendaren sowie die Förderung von Heterogenität und Inklusion waren die Schwerpunkte der 2015 gestarteten ersten Förderrunde. Diese Projekte können nun weitergeführt und ausgebaut werden. Ziel der zweiten Förderphase ist insbesondere die bessere Verzahnung von Theorie und Praxis im Lehramtsstudium und im Referendariat. Alle Projekte werden wissenschaftlich begleitet. Damit stärken die Hochschulen des Landes den Forschungsbezug in der Lehrerbildung und tragen entscheidend zur Optimierung der Qualität bei.

Hintergrund
Die gemeinsame „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern startet im Jahr 2019 in die 2. Förderphase. Seit 2015 wurden in der 1. Förderphase 49 Projekte unter Beteiligung von 59 Hochschulen gefördert. 30 Hochschulen werden in den kommenden fünf Jahren vom Bund unterstützt werden.

Dies ist eine Medieninformation der Universität Rostock.

Kontakt an der Universität Rostock
Prof.in Dr. Carolin Retzlaff-Fürst
Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB)
Telefon +49 381 498 2900
carolin.retzlaff-fuerstuni-rostockde
https://www.zlb.uni-rostock.de/

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Uni GreifswaldNewsForschungLehreMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-36151Fri, 05 Oct 2018 09:59:48 +0200„Universität in der Region“ startet mit Vortrag zur Demenzforschunghttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-in-der-region-startet-mit-vortrag-zur-demenzforschung-36151/Wissen lockt. Seit 1456 an die Universität Greifswald – nun präsentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität ihre neuesten Forschungsergebnisse direkt vor Ort. Am 10. Oktober 2018 startet im Kulturforum „Historisches U“ in Pasewalk die Vortragsreihe „Universität in der Region“. Unter dem Titel „Mit Demenz leben“ stellt Dr. Bernhard Michalowsky vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen innovative Forschungsansätze zur besseren Versorgung von Demenzkranken vor. Wer bin ich? Wo wohne ich? Ist der Herd aus? Gedächtnis, Orientierung und Denkvermögen verschlechtern sich bei Demenzkranken kontinuierlich. Allein in Deutschland sind 1,6 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Die Versorgung der Betroffenen stellt eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, die sich nicht nur aufgrund der drastisch steigenden Erkrankungszahlen auf das Gesundheitssystem auswirken wird. Damit verbunden sind erhebliche Ausgaben für die Kranken- und Pflegeversicherungen. Innovative Versorgungsansätze, die auf eine möglichst frühzeitige und umfassende Versorgung der Betroffenen zielen, sind daher von fundamentaler Bedeutung.

Im Vortrag von Dr. Bernhard Michalowsky werden die Forschungsansätze des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE) in der Helmholtz-Gemeinschaft am Standort Rostock/Greifswald vorgestellt. Diese umfassen die Analyse der vorhandenen Versorgungsstrukturen, die Entwicklung von neuen therapeutischen und präventiven Maßnahmen sowie die Evaluation hinsichtlich Wirksamkeit und Kosteneffektivität. Ziel ist, die innovativen Ansätze des DZNE in die Routineversorgung zu integrieren und damit die Versorgung von Menschen mit Demenz nachhaltig zu verbessern.

Das DZNE arbeitet eng mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald zusammen. Ein Forschungsschwerpunkt der Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health, die sich mit klinischen und bevölkerungsbezogenen Projekten in den Bereichen Versorgungsforschung und Epidemiologie befasst, ist seit vielen Jahren die Demenzforschung.

Der Vortrag markiert den Auftakt der neuen Vortragsreihe „Universität in der Region“, die zum Wintersemester 2018/2019 startet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität kommen mit ihrem Fachwissen zu den Menschen in der Region Vorpommern. In populärwissenschaftlichen Vorträgen werden die breite Öffentlichkeit angesprochen und Diskurse zu gesellschaftlich relevanten Themen angestoßen. Damit befördert die Reihe nicht nur den Austausch zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft, sondern stärkt auch die enge Verbundenheit zwischen der Universität und der Bevölkerung in Vorpommern. An der Auftaktveranstaltung am 10. Oktober 2018 in Pasewalk werden auch der Staatssekretär für Vorpommern, Patrick Dahlemann, die Rektorin der Universität Greifswald, Prof. Dr. Johanna Weber, und die Bürgermeisterin von Pasewalk, Sandra Nachtweih, teilnehmen. Der Eintritt ist frei.

Universität in der Region
Mit Demenz leben – Innovative Forschungsansätze zur besseren Versorgung von Demenzkranken
Referent: Dr. Bernhard Michalowsky, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. in der Helmholtz-Gemeinschaft, Standort Rostock/Greifswald
Mittwoch, 10.10.2018, 17:30 Uhr, Kulturforum „Historisches U“, An der Kürassierkaserne 9, Pasewalk

Weitere Informationen
Link zur Veranstaltungsreihe
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE)
Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald – Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

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NewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-35939Mon, 01 Oct 2018 14:00:39 +0200Versorgungsforschung für pflegende Angehörige wird gefördert https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/versorgungsforschung-fuer-pflegende-angehoerige-wird-gefoerdert-35939/Das Forschungsprojekt „Gesund pflegen: Entwicklung eines Versorgungsmanagementsystems zur Identifizierung von Versorgungsbedarfen pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz“ (InA-Studie) wird mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert. Es wird untersucht, wie pflegende Angehörige bei der häuslichen Versorgung von Menschen mit Demenz besser unterstützt und versorgt werden können. Die Projektmittel stammen aus der Förderinitiative „Versorgungsforschung“ des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Das Vorhaben wird vom Standort Rostock/Greifswald des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) gesteuert.In Deutschland leben rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Über Dreiviertel der Erkrankten werden von einem Angehörigen zu Hause gepflegt. Die Pflege von Demenzerkrankten ist in der Regel für pflegende Angehörige eine enorme Herausforderung, sie kostet Zeit und ist körperlich sowie psychisch belastend. Der Verlauf der Demenzerkrankung ist begleitet von fortschreitendem Verlust an Gedächtnisleistungen sowie körperlicher, motorischer, sozialer Funktionen und die Zunahme neuropsychiatrischer Symptome wie Erregung, Depression, Apathie, Aggression und Wahnvorstellungen.

„Die Ergebnisse unserer DelpHi-Studie in Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass pflegende Angehörige von Menschen mit Demenzerkrankung erhöhte physische, psychische, emotionale und soziale Belastungen erleben, die langfristig zu Gesundheitsbeeinträchtigungen der pflegenden Angehörigen selbst, konkret also depressive Erkrankungen, Angststörungen, Medikamentenmissbrauch sowie zur vorzeitigen Heimeinweisung des Erkrankten führen“, erklärt die junge Greifswalder Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Ina Zwingmann vom DZNE Standort Rostock/Greifswald, die das neue Projekt eingeworben hat.

Durch ein frühzeitiges Erkennen von Versorgungsbedarfen und gleichzeitigen angepassten Versorgungsleistungen wie beispielsweise Arztbesuchen, Angehörigengruppen, Physiotherapien oder Urlaubsvertretungen können Belastungen und Gesundheitsbeeinträchtigungen bei pflegenden Angehörigen verhindert bzw. gemindert werden. „Genau das möchten wir in unserem Projekt, der InA-Studie, erreichen: Die Versorgungsbedarfe pflegender Angehöriger sollen in der medizinischen Versorgung frühzeitig identifiziert und es soll den Angehörigen eine passgenaue Unterstützung angeboten werden“, erläutert Projektleiterin Dr. Ina Zwingmann.

Ziel des Forschungsprojektes ist, ein praxistaugliches und computergestütztes Versorgungsmanagementsystem (VMS) zu testen, welches Haus- und Fachärzte unterstützt, personale, soziale, pflegerische und medizinische Versorgungsbedarfe pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz zu identifizieren und zu decken.

Den Rahmen für die Studie bildet das Interventionsmanagementsystem, welches in der DelpHi-MV-Studie am DZNE Standort Rostock/Greifswald bereits erfolgreich umgesetzt wurde. „Basierend auf einer computergestützten Befragung wird ein, am individuellen Bedarf orientierter Behandlungs- und Versorgungsplan für die pflegenden Angehörigen entwickelt. Damit sollen die erfolgreichen Konzepte nun auch für die Personen verfügbar gemacht werden, die den größten und schwersten Teil der häuslichen Pflege von Menschen mit Demenz übernehmen: die pflegenden Angehörigen“, erklärt Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Standortsprecher des DZNE Rostock/Greifswald. Er wertet die Förderung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss als Anerkennung der Versorgungsforschung im DZNE Standort Rostock/Greifswald und als optimale Möglichkeit mit den beteiligten Kooperationspartnern die Wirksamkeit des Versorgungsmanagementsystems für pflegende Angehörige zu untersuchen.

Das Vorhaben wird vom Standort Rostock/Greifswald des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) gesteuert (Projektleitung: Dr. Ina Zwingmann; Projektpartner: Dr. Ingo Kilimann). Kooperationspartner sind die Techniker Krankenkasse (Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern), BARMER (Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern), AOK Nordost, Die Gesundheitskasse, Deutsche Alzheimer Gesellschaft Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V., Selbsthilfe Demenz Bundesverband, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Greifswald sowie die Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Greifswald.

Weitere Informationen

Das Projekt startet am 1. März 2019 und hat eine Laufzeit von drei Jahren.
Die Förderinitiative „Versorgungsforschung“ der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss fördert Projekte im Bereich der Versorgungsforschung, die auf einen Erkenntnisgewinn zur Weiterentwicklung der bestehenden Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgerichtet sind und ein hohes Verwertungspotenzial für die Versorgungspraxis erkennen lassen. Die Forschungsprojekte sollen Erkenntnisse liefern, die vom Gemeinsamen Bundesausschuss in seine Richtlinien zur Gestaltung der Versorgung übernommen werden können oder dem Gesetzgeber als Grundlage für strukturelle Veränderungen des gesetzlichen Rahmens dienen können.

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Ansprechpartnerin
Dr. Ina Zwingmann
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE)
DZNE Rostock/Greifswald
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Uni GreifswaldNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-35925Mon, 01 Oct 2018 10:28:26 +0200Einzigartiges Verhalten von Quecksilberkernen aufgeklärthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/einzigartiges-verhalten-von-quecksilberkernen-aufgeklaert-35925/Einem internationalen Wissenschaftlerteam mit Beteiligung Greifswalder Physiker ist gelungen, sprunghafte Veränderungen exotischer Quecksilberisotope zu klären. Dazu wurden die Teilchen 177Hg bis 185Hg am Ionenseparator ISOLDE des europäischen Forschungszentrums CERN hergestellt und untersucht. Über die Forschungsergebnisse wird in Fachzeitschrift Nature Physics (Ausgabe vom 1. Oktober 2018) berichtet.In den 1970er Jahren wurde bei Vermessungen der optischen Spektren der Elektronen in der Atomhülle bestimmter Quecksilberisotope beobachtet, dass sich die Kerngröße sprunghaft verändert. Ihre Kernform wechselt nämlich als Funktion der Massenzahl A zwischen leicht abgeplattet und ähnlich einem Rugby-Ball hin und her. Das auffällige Verhalten wurde unterhalb von A = 186 gefunden. Bei A = 185 beobachtete man einen großen Sprung im Kernradius. Dieses Verhalten wiederholte sich bei den beiden nächstkleineren ungeradzahligen Isotopen mit A = 183 und 181, während die geradzahligen Isotope mit A = 184 und 182 dem allgemeinen Trend folgten.

Erst jetzt, mehr als 40 Jahre später, konnten die zwei sich daraus ergebenden Fragen mithilfe modernerer Forschungstechnologien geklärt werden: Gibt es auch bei Quecksilberkernen mit noch kleinerer Massenzahl diesen sprunghaften Formenwechsel? Wie kann man dieses Verhalten auf die innere Struktur der Kerne zurückführen?

Die erste Frage konnte nun mit aktuellen Messungen geklärt werden. Die Herausforderung bestand darin, die Isotopenkette der kurzlebigen Atome bis hinunter zu 177Hg zu vermessen, d. h. zu Halbwertszeiten von lediglich der Dauer eines Wimpernschlags. Dazu waren verschiedene neue technische Entwicklungen notwendig, die in den Experimenten erstmals kombiniert wurden. So kam bei der Aufnahme der Laserspektren unter anderem das Greifswalder Multireflexions-Flugzeit-Massenspektrometer der ISOLTRAP-Apparatur zum Einsatz.

Mit diesen erheblich empfindlicheren Messmethoden konnte nachgewiesen werden, dass das besondere Verhalten der Quecksilberisotope bei Massenzahlen kleiner A = 180 endet und nur noch die „normalen“, leicht oblaten Kernformen zu finden sind.

Zusätzlich zu den Experimenten führten Kollegen der theoretischen Physik umfangreiche Berechnungen durch, die das beobachtete Verhalten auf bestimmte quantenmechanische Zustände der Protonen und Neutronen in den Kernen zurückführen konnten. Damit ist nicht nur das jahrzehntealte Rätsel um neutronenarme Quecksilberatomkerne gelöst. Die Ergebnisse zeigen auch die Zuverlässigkeit der Kernrechnungen, die nun auch andere Bereiche der Nuklidkarte, des „Periodensystems der Atomkerne“, angewendet werden können. Von der ISOLTRAP-Kollaboration waren neben der Arbeitsgruppe Schweikhard des Instituts für Physik der Universität Greifswald Mitglieder des CERN, des Max-Planck-Instituts für Kernphysik in Heidelberg, sowie der Universitäten in Dresden, Manchester (Groß-Britannien) und Paris-Sud (Frankreich) beteiligt. Dazu kamen mehrere weitere experimentelle Gruppen, unter anderem auch Laserspektroskopiker der Universität Mainz.

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Erweiterte Medieninfo im Netz
CERN press release

Originalveröffentlichung
Mercurial nuclei get back in shape, B.A. Marsh, T. Day Goodacre, S. Sels, Y. Tsunoda, B. Andel, A.N. Andreyev, N.A. Althubiti, D. Atanasov, A.E. Barzakh, J. Billowes, K. Blaum, T. E. Cocolios, J. G. Cubiss, J. Dobaczewski, G.J. Farooq-Smith, D.V. Fedorov, V.N. Fedosseev, K.T. Flanagan, L.P. Gaffney, L. Ghys, M. Huyse, S. Kreim, D. Lunney, K.M. Lynch, V. Manea, Y. Martinez Palenzuela, P.L. Molkanov, T. Otsuka, A. Pastore, M. Rosenbusch, R.E. Rossel, S. Rothe, L. Schweikhard, M.D. Seliverstov, P. Spagnoletti, C. van Beveren, P. van Duppen, M. Veinhard, E. Verstraelen, A. Welker, K. Wendt, F. Wienholtz, R.N. Wolf, A. Zadvornaya, K. Zuber,
Nature Physics http://www.nature.com/articles/s41567-018-0292-8

Ansprechpartner

Dipl.-Phys. Frank Wienholtz (CERN Fellow) und
Prof. Dr. Lutz Schweikhard (Leiter der Greifswalder Arbeitsgruppe)
Institut für Physik der Universität Greifswald
Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4700
wienholtzphysik.uni-greifswaldde ; lschweikphysik.uni-greifswaldde
physik.uni-greifswald.de/ag-schweikhard/

Prof. Dr. Klaus Blaum (Sprecher der ISOLTRAP-Kollaboration)
Max-Planck-Institut für Kernphysik
Saupfercheckweg 1, 69117 Heidelberg
Telefon +49 6221 516850
klaus.blaummpi-hd.mpgde
www.mpi-hd.mpg.de/blaum/index.de.html

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news-35797Thu, 27 Sep 2018 16:17:00 +0200Greifswalder Wissenschaftler berichten in Nature über arktische Büschehttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-wissenschaftler-berichten-in-nature-ueber-arktische-buesche-35797/In der arktischen Tundra haben sich in den vergangenen 30 Jahren höherwüchsige Pflanzengemeinschaften ausgebreitet. Darüber wird in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature (26. September 2018) berichtet. An der Publikation sind auch fünf Co-Autoren von der Universität Greifswald beteiligt. Die Untersuchungen zu dem Thema fanden im Rahmen eines Forschungsprojektes statt, das vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums geleitet wurde.„Wer in der Tundra oder im Hochgebirge wandert, läuft oft in Wirklichkeit auf den Wipfeln von Zwergwäldern. Arktische Büsche kann man ökologisch fast als eingegrabene Baumkronen verstehen“, sagt Professor Martin Wilmking vom Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald. Seit vielen Jahren arbeiten Greifswalder Wissenschaftler unter seiner Leitung in den unwirtlichen Regionen des Nordens, messen Pflanzenhöhen, Verzweigungen, Vegetationsbedeckung und Vitalität von Strauchvegetation. Dabei sammeln sie auch immer die Stämmchen und Zweige von Büschen und Sträuchern, zum Beispiel aus Skandinavien, Russland, Alaska oder Grönland. Im Greifswalder Labor werden diese Stämmchen ausgemessen, denn Büsche und Sträucher formen Jahrringe, genauso wie Bäume – nur eben viel schmaler und kleiner. Teilweise liegen die Ringe so eng, dass erst Dünnschnitte angefertigt werden müssen, um sie überhaupt sichtbar zu machen. Aus den Ringen lässt sich dann das Wachstum in der Vergangenheit ablesen.

Viele dieser Daten haben nun zu einem neuen Verständnis von Tundrengebieten im Klimawandel beigetragen, wie die Studie im Wissenschaftsmagazin Nature berichtet. Fünf Co-Autoren sind entweder zurzeit Mitarbeiter der Greifswalder Arbeitsgruppe Landscape Ecology and Ecosystem Dynamics (LEED) oder haben ihre Daten während ihrer Zeit in Greifswald gesammelt. Unter ihnen ist auch Doktorand Rohan Shetti: „Es war eine total spannende Erfahrung. Zuerst natürlich die Feldarbeit im Ural, dann die Datenanalyse und das Schreiben in einem so großen wissenschaftlichen Konsortium und jetzt die Publikation als Endergebnis.“

Etwa 140 Wissenschaftler haben ihre Daten zusammengetragen, 56.000 Aufzeichnungen von über 100 Beobachtungsstandorten wurden ausgewertet. Das Ergebnis: Tundrapflanzen wachsen unter wärmeren Bedingungen deutlich höher; aber andere Merkmale wie Fläche der Blattoberfläche oder Nährstoffumsetzungsraten reagieren nicht so schnell auf erwärmte Temperaturen. Professor Wilmking sagt: „Wir können nun davon ausgehen, dass Veränderungen der Tundra und ihre Funktionen wie Kohlenstoffsenke oder -quelle einmal durch ein Höher-Wachsen der Zwerg-Buschwälder und anderer Vegetation geprägt werden und dann aber auch dadurch, dass Arten ihr Verbreitungsgebiet verändern.“

Rohan Shetti ist erst einmal zufrieden mit seinem Beitrag und konzentriert sich auf Naheliegendes: Er verteidigt am 28.09.2018 seine Promotion an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald.

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Kurz-URL: tinyurl.com/yam7k4rh

Weitere Informationen
Originalpublikation Anne D. Bjorkman et.al. (publiziert am 26. September 2018): Plant functional trait change across a warming tundra biome. Nature. Doi: 10.1038/s41586-018-0563-7.
EurekAlert
IDW-Artikel: Neues Zuhause in der Arktis (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig
Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)
Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Martin Wilmking Ph.D.
Arbeitsgruppe Landscape Ecology and Ecosystem Dynamics (LEED)
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4095
wilmkinguni-greifswaldde
www.researchgate.net/profile/Martin_Wilmking

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news-35771Thu, 27 Sep 2018 12:37:33 +0200Universität Greifswald: Mit Heimathafen-Power ins erste Semester https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-mit-heimathafen-power-ins-erste-semester-35771/Mit dem Semesterbeginn im Oktober startet die jährliche Heimathafen-Kampagne. Unter dem Slogan „Heimathafen Greifswald. Mein Studienort – Mein Hauptwohnsitz“ werben die Universität und die Greifswald Marketing GmbH seit 2013 gemeinsam bei den Erstsemesterstudierenden für den Hauptwohnsitz in Greifswald, und das mit wachsendem Erfolg. Dieses Jahr haben sich die Projektverantwortlichen wieder etwas Neues einfallen lassen: Die ersten 500 Neu-Studierenden, die ihren Hauptwohnsitz in Greifswald anmelden, können sich ab dem 1. Oktober 2018 eine Powerbank in der Greifswald-Information abholen – ein Willkommensgruß der Universität an die Studienanfänger.Studierende, die ihren Hauptwohnsitz in Greifswald anmelden, werden von der Stadt mit einer Umzugsbeihilfe in Höhe von 100 Euro belohnt. Außerdem erhalten sie ein Gutscheinbuch mit zahlreichen Vergünstigungen und Informationen rund um Greifswald. Das Gutscheinbuch bietet zusätzlich Vergünstigungen für universitäre Angebote und nützliche Tipps zum Studium. Es wird von der Greifswald Marketing GmbH in Kooperation mit der Universität herausgegeben. Für die Ummeldung werden die Immatrikulationsbescheinigung, der Studierendenausweis und ein gültiger Personalausweis oder Reisepass benötigt.

Die Powerbank-Aktion gilt für alle Erstsemesterstudierenden, die ihren Hauptwohnsitz in Greifswald oder einer Umlandgemeinde anmelden bzw. in den letzten drei Monaten angemeldet haben. Bei der Abholung in der Greifswald-Information am Markt müssen die Studierenden die Meldebestätigung, die sie nach der Ummeldung im Einwohnermeldeamt erhalten haben sowie ihren Studierendenausweis mit Gültigkeit ab dem 1. Oktober 2018 vorlegen.

Neben dieser Aktion informieren Mitarbeiterinnen und studentische Hilfskräfte der Presse- und Informationsstelle Studierende in der Ersti-Woche über die Vorteile des Hauptwohnsitzes. Am Heimathafen-Infostand verteilen sie Informationsflyer und Heimathafen-Postkarten. Außerdem können die Studierenden bei einem Quiz über die Universitäts- und Hansestadt Laptop-Taschen aus Filz oder Beanies gewinnen. Wie in den letzten Jahren wird außerdem in Restaurants und Kneipen auf Bierdeckeln für die Ummeldung geworben.

Der Heimathafen-Infostand ist an folgenden Veranstaltungen für die Studierenden da
Montag, 08.10.2018, 16:00–18:00 Uhr: Ersti-Begrüßung, Berthold-Beitz-Platz
Dienstag, 09.10.2018, 16:00–18:00 Uhr: Markt der Möglichkeiten, Berthold-Beitz-Platz
Mittwoch, 10.10.2018, 15:00–16:00 Uhr: Einführungsveranstaltung, Altes Audimax, Hörsaal 1
Donnerstag, 11.10.2018, 15:00–16:00 Uhr: Einführungsveranstaltung, Altes Audimax, Hörsaal 1
Montag, 15.10.2018, 15:00–18:00 Uhr: Dommarkt, am Dom St. Nikolai

Weitere Informationen
Webauftritt der Universität zur Heimathafen-Kampagne
Info-Film zur Ummeldung
Instagram-Account Heimathafen Greifswald

Wer kann sich eine Powerbank abholen?
Berechtigt sind Neustudierende der Universität Greifswald, die erstmalig ihren Hauptwohnsitz in Greifswald anmelden und sich im ersten Fachsemester befinden. Dies schließt sowohl Bachelor- als auch Masterstudiengänge sowie das Diplomstudium mit ein.

Hintergrund der Kampagne
Für die Anmeldung des Hauptwohnsitzes in Greifswald erhält die Universität eine Wohnsitzprämie vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Dieses Geld kommt der Lehre zugute. Studentische Interessenvertreterinnen und -vertreter entscheiden mit, wofür die Wohnsitzprämie ausgegeben wird. Mit dem Geld werden beispielsweise neue Bücher, Laborgeräte, PCs, Lehraufträge oder studentische Hilfskräfte bezahlt und die Betreuung Studierender mit Kindern unterstützt. Die Landesregierung zahlt die Wohnsitzprämie für Erstsemesterstudierende aus anderen Bundesländern, die sich mit Hauptwohnsitz in Greifswald oder einer Umlandgemeinde in Mecklenburg-Vorpommern angemeldet haben. Dazu müssen sich zunächst 50 Prozent der Erstsemester-studierenden eines Studienfaches umgemeldet haben. Für jeden weiteren Erstsemesterstudierenden, der sich ummeldet, erhält die Universität 1.000 Euro Wohnsitzprämie pro Jahr für vier Jahre. Im Jahr 2017 erzielte die Universität einen neuen Rekord. Insgesamt belief sich die Wohnsitzprämie auf 714.000 Euro.

Öffnungszeiten der Meldestelle im Stadthaus am Markt
Dienstag–Freitag 09:00–12:00 Uhr
Dienstag 14:00–18:00 Uhr
Donnerstag 14:00–16:00 Uhr

Sonderöffnungszeiten zum Start des Wintersemesters
Vom 8. bis zum 19. Oktober 2018 sind die Bereiche Einwohnermeldewesen, Kfz-Zulassung und Bewohner-parkausweise zusätzlich am Montag, Mittwochnachmittag und Freitag geöffnet. Die verlängerten Öffnungszeiten können nicht nur von Studierenden, sondern von allen Bürgern genutzt werden.
Montag 09:00–12:00 und 14:00–16:00 Uhr
Dienstag 09:00–12:00 und 14:00–18:00 Uhr
Mittwoch 09:00–12:00 und 14:00–16:00 Uhr
Donnerstag 09:00–12:00 und 14:00–16:00 Uhr
Freitag 09:00–12:00 Uhr

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 1150
pressestelleuni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)
news-35727Wed, 26 Sep 2018 13:28:11 +0200Greifswald ist Fahrradhauptstadt bei den Studierendenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswald-ist-fahrradhauptstadt-bei-den-studierenden-35727/In Greifswald fahren fast alle Studierenden mit dem Fahrrad zur Universität und zwar 93 Prozent. 2003 waren es rund 84 Prozent. Das ist eines der Ergebnisse aus einer aktuellen Auswertung zum CHE Hochschulranking. Diese wurde am 25. September 2018 vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) veröffentlicht.Besonders oft nutzen Studierende auch in Münster das Fahrrad. Mit 82,2 Prozent liegt Münster auf Platz zwei. Zum Vergleich; in Rostock sind es rund 63 Prozent und in Stralsund 61 Prozent.

Es wurde allerdings auch gefragt, wer zu Fuß, mit dem Motorrad bzw. Auto und mit dem ÖPNV zum Hörsaal, zum Seminar oder eine Hochschuleinrichtung kommt.

Gingen 2003 noch 43 Prozent der Studierenden zu Fuß, sind es jetzt 38 Prozent. Gut für das Klima ist, dass nur noch etwa 6 Prozent mit dem Auto kommen, 2003 waren es noch 23 Prozent. Auffällig ist, dass die bereits 2003 niedrige Nutzungsquote für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) von 6,8 Prozent auf 1,7 Prozent gesunken ist.

Ausführliche Informationen und die umfassenden Vergleichszahlen sind auf den Internetseiten des CHE eingestellt.

Verkehrsmittel für den Weg zur Hochschule Wie Studierende ihre Hochschule erreichen -gestern und heute

Die News wurde eingestellt von
Presse- und Informationsstelle
Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1150
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Uni GreifswaldNewsHintergrundMedieninformationenUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-35513Fri, 21 Sep 2018 12:18:24 +0200Universität Greifswald ehrt Professor Eduard Norden (1868–1941)https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-ehrt-professor-eduard-norden-1868-1941-35513/Das Historische Institut der Universität Greifswald ehrt den früheren Greifswalder Professor Eduard Norden (1868–1941). anlässlich seines 150. Geburtstags am 21. September 2018. Zur Erinnerung an den Philologen wurde ein Gedenktafel am Institutsgebäude auf dem historischen Campus in der Greifswalder Innenstadt enthüllt.Berühmt wurde Eduard Norden als Professor der Universität Greifswald von 1893 bis 1899, da er sein epochemachendes Werk über die antike Kunstprosa in seiner Greifswalder Zeit publizierte. Das Werk zählt zu den Standardwerken der Klassischen Philologie. Daneben fasste er mit seinem Greifswalder Kollegen Alfred Gercke den Plan zu dem Grundlagenwerk „Einleitung in die Altertumswissenschaft“ für Studierende. Norden, nachmaliger Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin (heute Humboldt-Universität zu Berlin), war schon zu Lebzeiten "einer der bekanntesten Latinisten der Welt" (so der Präsident der Universität Princeton bei Nordens Ehrendoktorverleihung 1936).

Eduard Norden lernte in Greifswald  seine Ehefrau Marie Schultze – eine Tochter des Greifswalder Bürgermeisters Richard Sigmund Schultze (1831–1916) – kennen. So blieb Norden auch später der Stadt stets verbunden.

Der Altertumswissenschaftler wurde als Sohn jüdischer Eltern im ostfriesischen Emden geboren, konvertierte später zum Christentum. Antisemitische Anfeindungen blieben ihm in Berlin als Rektor zunächst erspart. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde allerdings auch er  zum „Staatsbürger 2ter Klasse“ erklärt. Nach und nach wurde er aus allen Gremien, denen er angehörte, gedrängt. Ende 1935 wurde ihm dann die Lehrbefugnis an der Universität entzogen. Wenige Wochen vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges, konnte er mit seiner Frau in die Schweiz emigrieren. Geistig gebrochen und körperlich erschöpft  verstarb Norden 1941 in Zürich.

Der Nachlass Eduard Nordens wurde Olaf Schlunke für das Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) erschlossen. Die Tafel am Gebäude des Historischen Instituts der Universität  versteht sich auch als Beitrag dazu, auf eine Tradition herausragender Forschung in Greifswald hinzuweisen. 

Mehr Informationen zu Eduard Norden und anderen bedeutetenden Altertumswissenschaftlern finden Sie auf  www.uni-greifswald.de/local-heroes

Medienfoto 
Kurz-URL: http://tinyurl.com/yddmwqlc 
#geschichte #tradidtion #forschung #gedenken

Kontakt an der Universität Greifswald
Dr. Susanne Froehlich
Universität Greifswald
Arbeitsbereich Alte Geschichte
Domstraße 9 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3103
susanne.froehlichuni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsForschungMedieninformationenPHFUni-App (Smartphone)Verwaltung
news-34941Mon, 17 Sep 2018 12:01:30 +0200Deutscher Preis für Denkmalschutz geht an Greifswalder Wissenschaftlerinhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/deutscher-preis-fuer-denkmalschutz-geht-an-greifswalder-wissenschaftlerin-34941/Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK) verleiht am 29. Oktober 2018 in Straßburg (Frankreich) den Deutschen Preis für Denkmalschutz an zwölf Persönlichkeiten und Personengruppen, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben. Unter den Preisträgern ist die Theologin und Kunsthistorikerin Dr. Karin Berkemann von der Universität Greifswald. Zusammen mit dem Journalisten Daniel Bartetzko und dem Historiker Dr. des. C. Julius Reinsberg wird sie in der Kategorie „Internetpreis“ für die Website www.moderne-regional.de und die Herausgeberschaft des Online-Magazins „moderneREGIONAL“ geehrt. Der Deutsche Preis für Denkmalschutz gilt als die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland. Er wird seit 1978 verliehen. Die Preisträgerin Dr. Karin Berkemann arbeitet als Kustodin der Gustaf-Dalman-Sammlung an der Theologischen Fakultät der Universität Greifswald. Das Online-Magazin über die Baukunst des 20. Jahrhunderts erscheint seit Mai 2014 und wird ehrenamtlich herausgegeben von Daniel Bartetzko, Karin Berkemann und (bis August 2018) C. Julius Reinsberg. Die Themen reichen von der Architektur über den Städte- und Gartenbau bis zu Design, Fotografie und Kunst am Bau.

In der Begründung des DNK heißt es, dass der Preis vergeben werden soll für die „Website www.moderne-regional.de, die sich seit 2014 als Newsmedium mit der Kulturlandschaft der Nachkriegsmoderne befasst und deren vielfältige und unterschiedliche Facetten wissenschaftlich fundiert und mediengerecht aufgearbeitet darstellt. Hierbei stehen sowohl denkmalgeschützte wie auch nicht denkmalgeschützte Bauwerke bzw. architektonische Details im Fokus. Durch das kombinierte Angebot von Kurzinformationen, Veranstaltungshinweisen und dem dazugehörigen Online-Magazin zeigt die Website, unter Verwendung der sozialen Medien, eindrucksvoll eine Variante der modernen Informations- und Baukulturvermittlung. Die Website und das Online-Magazin dienen als unterstützendes Element der Öffentlichkeitsarbeit der Denkmalfachbehörden bei der Sensibilisierung der Bevölkerung für Denkmale der Nachkriegsjahrzehnte.“

Weitere Informationen
Pressemitteilung des DNK
Ausgezeichnete Website
Gustaf-Dalman-Institut der Universität Greifswald

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Medienfoto

Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
Dr. Karin Berkemann
Kustodin der Gustaf-Dalman-Sammlung
Theologische Fakultät
Am Rubenowplatz 2/3, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2546
dalmanuni-greifswaldde

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news-34681Tue, 11 Sep 2018 13:31:29 +0200Neue Quallenart hat Küste der Insel Hiddensee erreichthttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neue-quallenart-hat-kueste-der-insel-hiddensee-erreicht-34681/Die bisher in den Ostseegewässern um die Insel Rügen unbekannte Quallenart Blackfordia virginica wurde Mitte August in Boddengewässern der Insel Hiddensee entdeckt. Eine letztliche Bestätigung durch genetische Untersuchungen steht noch aus. Aufgefallen war diese kleine, nur etwa 10 mm große Qualle dadurch, dass sie stellenweise zu förmlichen Planktonwolken zusammengetrieben war.Die Quallenart Blackfordia virginica wird im Englischen auch Black Sea Jellyfish, also Schwarzmeer-Qualle genannt. Ihr Ursprungsgebiet ist höchstwahrscheinlich das Schwarze Meer; sie wurde schon vor über 100 Jahren auf der Nordhalbkugel bis nach Amerika verbreitet. Bislang wurde 2017 nur in der Kieler Bucht in der Ostsee in Einzelexemplar gefunden. Im selben Jahr allerdings wurden im Nordostseekanal bereits 14 Individuen pro Kubikmeter festgestellt. Das passt zu den aktuellen Forschungsergebnissen. Vor wenigen Wochen hatte die Auswertung von Langzeituntersuchungen durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Technischen Universität Dänemark (DTU Aqua) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gezeigt, dass diese Quallenart seit dem Sommer 2016 im Nord-Ostsee-Kanal etabliert ist. Sie vermehre sich dort und bilde einen neuen Bestandteil des Ökosystems im Kanal. Sie prognostizierten dieser Meduse eine weitere Verbreitung in der Ostsee, da sie besonders gut an das Brackwasser-Milieu angepasst sei, wie es in der Ostsee vorherrscht.

„Umso überraschter waren die Studierenden eines Sommerkurses der Universität Greifswald, als sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Ergebnisse aus Kiel durch Zufall im Vitter Bodden vor der Insel Hiddensee genau diese Quallenart in großen Mengen entdeckten“, so Kursleiter Dr. Sven Dahlke von der Biologischen Station Hiddensee der Universität Greifswald. Im ufernahen Bereich mit einem halben Meter Wassertiefe erregte eine regelrechte Wolke dieser Tiere von schätzungsweise einem halben Kubikmeter Größe und mehreren Hundert Tieren die Aufmerksamkeit. Die ersten Beobachtungen belegen, dass die Neozoe (Fachbegriff für in ein Gebiet eingewanderte oder eingeschleppte Tiere) zumindest die Hiddenseer Boddengewässer bereits erreicht hat. Weitere Untersuchungen müssen nun zeigen, ob die kleine Qualle auch in den anderen Vorpommerschen Boddengewässern schon angekommen ist und wie die weitere Ausbreitung in der Ostsee weiter nach Osten verläuft. Komplizierter dagegen ist die Klärung der Frage, wie sich dieser kleine räuberische Zooplankter in das bestehende Nahrungsnetz einfügt und welche Folgen dies für die Ökosysteme haben wird.

Weitere Informationen
Biologische Station Hiddensee
Link zum YouTube-Video: Mikroskopaufnahme
Link zum YouTube-Video: Unterwasservideo

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Medienfotos

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
PD Dr. Irmgard Blindow und Dr. Sven Dahlke
Biologische Station Hiddensee
Biologenweg 15, 18565 Hiddensee OT Kloster
Telefon +49 38300 50251
blindiuni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsForschungMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-34627Mon, 10 Sep 2018 09:15:51 +0200Universität Greifswald ist Gastgeber der 111. Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-ist-gastgeber-der-111-jahrestagung-der-deutschen-zoologischen-gesellschaft/Vom 10. bis zum 15. September 2018 findet die 111. Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (DZG) an der Universität Greifswald statt. Neben der Haupttagung wird es vier Begleitsymposien zu speziellen Themen geben, darunter unter anderem zur Biologie blutsaugender Tiere oder zu Reaktionen von Tieren auf Umweltveränderungen. Darüber hinaus werden zwei Workshops zur Genomschere CRISPR/Cas9 und zum Tierschutz in der Wissenschaft angeboten. Die Organisatoren vom Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald erwarten 430 Tagungsteilnehmer, von denen 70 aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland kommen. International bekannte Zoologen nehmen in sieben großen Überblicksvorträgen Stellung zum aktuellen Stand ihrer jeweiligen Fachgebiete. Einen dieser Vorträge hält Prof. Dr. Monika Hilker von der Freien Universität Berlin am Dienstag, 11. September. Sie spricht in ihrem öffentlichen Abendvortrag „Der stille Überlebenskampf zwischen Pflanzen und pflanzenfressenden Insekten: Eine chemisch-ökologische Perspektive“ über die chemische Kommunikation zwischen Pflanzen und pflanzenfressenden Tieren.

Am Freitag, 14. September, wird die Karl Ritter von Frisch-Medaille verliehen. Hierbei handelt es sich um die höchste von der DZG zu vergebende wissenschaftliche Auszeichnung. Mit dem Preis würdigt die DZG hervorragende und originelle Leistungen, deren Erkenntnisse mehrere biologische Einzeldisziplinen integrieren. Dieses Jahr wird die Medaille und das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro an Prof. Dr. Stanislav N. Gorb (Christian-Albrechts-Universität Kiel) verliehen. Die Ehrung wird dem Preisträger für seine grundlegenden Arbeiten, wie Tiere es bewerkstelligen, sich an den verschiedensten Oberflächen sicher festzuhalten, zuteil.

Weitere Informationen
Tagungsprogramm
Deutsche Zoologische Gesellschaft e. V.
Medieninfo als PDF

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Jan-Peter Hildebrandt
Zoologisches Institut und Museum
Physiologie und Biochemie der Tiere
Felix Hausdorff-Straße 1, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4295
jphuni-greifswaldde

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Uni GreifswaldNewsMedieninformationenUni-App (Smartphone)
news-34623Mon, 10 Sep 2018 09:02:14 +0200Malerei trifft auf Geowissenschaftenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/malerei-trifft-auf-geowissenschaften-34623/Der Greifswalder Universitätsprofessor für Regionale Geologie und Strukturgeologie, Martin Meschede, hat zusammen mit seiner Mutter, der Malerin Marianne Meschede, das Buch „Wegbereiter der Geowissenschaften“ herausgebracht. Darin finden sich 50 Portraits in Wort und Bild von bedeutenden Geowissenschaftlern aus fünf Jahrhunderten. Anhand der ausgewählten Geowissenschaftler zeichnen die Autoren die Entwicklung der Geowissenschaften in ihren verschiedenen Disziplinen nach. Das Buch ist im August 2018 im naturwissenschaftlichen Schweizerbart Verlag erschienen. Die Autoren haben versucht, aus den vier großen Disziplinen der Geowissenschaften, der Geologie, Mineralogie, Paläontologie und Geophysik, bedeutende Wissenschaftler herauszusuchen, die durch bahnbrechende Erkenntnisse zu Wegbereitern für nachfolgende Generationen wurden. Die kurzen Lebensbeschreibungen der im Buch vertretenen Geowissenschaftler sowie eine Zusammenfassung der geowissenschaftlichen Forschung wurden von Prof. Dr. Martin Meschede erstellt. Er ist seit 2001 Professor für Regionale Geologie/Strukturgeologie an der Universität Greifswald. Dort beschäftigt er sich vorwiegend mit plattentektonischen Themen, der marinen Geologie und Geodynamik sowie der regionalen Geologie. Daneben interessiert er sich sehr für die Wissenschaftsgeschichte der Geowissenschaften. Seine Mutter, Marianne Meschede, lebt in Hannover. Sie erstellte die in verschiedenen Maltechniken gestalteten Portraits für das Buch anhand fotografischer Abbildungen, immer versehen mit einer persönlichen Note und eigener Farbgebung.

Während der Tagung GeoBonn 2018, die vom 2. bis 6. September stattfindet, werden ausgewählte Portraits aus dem Buch „Wegbereiter der Geowissenschaften – Portraits von 50 Geowissenschaftlern aus fünf Jahrhunderten in Wort und Bild“ in einer Ausstellung gezeigt. Für den Sommer 2019 ist eine Ausstellung im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald geplant.

Unter den 50 abgebildeten Wissenschaftlern befindet sich auch ein berühmter Greifswalder Geowissenschaftler: Serge von Bubnoff. Von Bubnoff, 1888 als Sohn eines russischen Arztes und einer deutschstämmigen Mutter in Russland geboren, hat in Freiburg im Breisgau studiert und promoviert. 1929 wurde er an das Geologisch-Paläontologische Institut der Universität Greifswald berufen. Hier war er über 20 Jahre tätig. Er gehörte zu den 34 Gründungsmitgliedern der Palöontologischen Gesellschaft, die 1912 unter der Leitung von Otto Jaekel in Greifswald gegründet wurde. 1936 gründete von Bubnoff das Deutsche Archiv für Geschiebeforschung, das auch heute noch in den Geologischen Sammlungen der Universität Greifswald beheimatet ist. Es handelt sich dabei um die weltweit einzige größere Geschiebesammlung, die mehr als 65 000 Geschiebe umfasst. Als Geschiebe bezeichnet man in den Geowissenschaften das Gesteinsmaterial, das von einem Gletscher transportiert worden ist. Die Sammlung stößt auf großes Interesse bei Wissenschaftlern, Touristen und Einheimischen.

Weitere Informationen
Lehrstuhl für Regionale Geologie/Strukturgeologie
Greifswalder Geologische Sammlungen
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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Prof. Dr. Martin Meschede
Lehrstuhl für Regionale Geologie/Strukturgeologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17A, 17489 Greifswald
Telefon 03834 420 4560
meschedeuni-greifswaldde

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news-34585Fri, 07 Sep 2018 10:27:38 +0200Vorpommern Connect (VoCo) – Nachhaltige Wertschöpfung in der Regionhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/vorpommern-connect-voco-nachhaltige-wertschoepfung-in-der-region-34585/Im August 2018 ist das Projekt „VoCo – Vorpommern Connect – Nachhaltige Stadt-Land-Wertschöpfungsketten bewerten und gestalten“ gestartet. Daran beteiligt sind die Universität Greifswald, die Michael Succow Stiftung, die Universitäts- und Hansestadt Greifswald sowie die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über fünf Jahre mit rund 2,5 Millionen Euro innerhalb der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ gefördert.Ziel der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ ist, durch Stärkung der Stadt-Land-Beziehungen eine integrierte nachhaltige Entwicklung von Regionen zu erreichen. Im Mittelpunkt des VoCo-Projekts steht die Universitäts- und Hansestadt Greifswald als ein wachsendes Mittelzentrum in einer von Schrumpfung geprägten ländlichen Region. Greifswald und die Region Vorpommern stehen damit stellvertretend für kleine urbane Wachstumszentren in ländlichen Räumen Deutschlands, in denen immerhin rund die Hälfte der Gesamtbevölkerung leben. Aufgabe des VoCo-Projekts ist, übertragbare Konzepte und Modelle zu entwickeln. Diese sollen zeigen, wie in solchen Regionen Nutzungskonflikte bezüglich Biodiversität und Umweltschutz zwischen Stadt und Umland entschärft und die Lebensverhältnisse in Stadt und Umland im Einklang miteinander entwickelt werden können.

Herausforderung für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald ist, eine hohe Lebensqualität und eine hinreichende Versorgung mit öffentlichen Leistungen für die wachsende Stadtbevölkerung und die Einwohner der umliegenden ländlichen Kommunen zu gewährleisten. Bis 2050 will Greifswald 95 Prozent seiner Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 einsparen und den Endenergieverbrauch um 50 Prozent verringern. Dadurch verändern sich Ansprüche an die Landnutzung. Die städtisch geprägte Bevölkerung fordert zunehmend ein umweltbewussteres Wirtschaften und einen verantwortungsvolleren Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft. Zugleich gewinnt seitens der Einwohner das ländliche Umland als Raum für Erholung und Freizeitaktivitäten an Bedeutung. Auch in der Umweltbildung soll der Austausch zwischen städtischer Bevölkerung und praktizierenden Landwirten entwickelt und verbessert werden.

Lösungsansätze will das VoCo-Projekt erreichen, indem zunächst eine umfassende wissenschaftliche Basis für Entscheidungen zu Stadt-Land-Beziehungen geschaffen wird. Dies umfasst

(1) die Darstellung bestehender Wertschöpfungsketten und -potenziale einer nachhaltigeren Landnutzung,
(2) die Definition von Zielen für eine multifunktionale Landnutzung,
(3) die Weiterentwicklung von Instrumenten zur Bewertung von Szenarien zukünftiger Entwicklungen der Landnutzung und
(4) die Identifizierung von Finanzierungsmöglichkeiten für bestehende und innovative Leistungen bei Biodiversität und Umweltschutz oder auch Umweltbildung.

Dies mündet in der gemeinsamen Auswahl und Umsetzung von Modellvorhaben in Regionalwirtschaft und Bildung. Aus den dort gesammelten Erfahrungen soll über die dabei gewachsenen Netzwerke und Strukturen eine Verstetigung durch die Praxispartner bei Stadt und Landkreisen verfolgt werden. Um dies über den Projektzeitraum hinaus nachhaltig zu ermöglichen, wird die konkrete Nutzung bestehender und innovativer Finanzierungsmöglichkeiten zur Ergänzung von Produkterlösen sondiert und soweit möglich gemeinsam mit den Umsetzungspartnern in Stadt und Landkreisen erschlossen und realisiert.

Übergeordnetes Ziel ist, in einer strukturschwachen Region langfristig die Wertschöpfung in und aus der Region zu steigern und gleichzeitig Fortschritte bei Umwelt- und Klimaschutz sowie der Förderung der Biodiversität für eine verbesserte Wohlfahrt aller Bürgerinnen und Bürger in Vorpommern zu erreichen. Vorpommern und Greifswald können damit zur Modellregion für eine integrative nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land werden.

Weitere Informationen

Die Koordination und wissenschaftliche Leitung des Verbundvorhabens liegen beim Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Landschaftsökonomie (Prof. Dr. Volker Beckmann). An der Universität Greifswald sind außerdem der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie (Prof. Dr. Daniel Schiller) und die Arbeitsgruppe Moorkunde und Paläoökologie (Prof. Dr. Hans Joosten) beteiligt. Partner für die praktische Umsetzung der Modellvorhaben sind die Michael Succow Stiftung und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald (Amt für Wirtschaft und Finanzen), der Landkreis Vorpommern-Greifswald (Amt für Kultur, Bildung und Schulverwaltung) und der Landkreis Vorpommern-Rügen (Stabsstelle Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung).

Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)
Nachhaltiges Landmanagement
www.uni-greifswald.de/forschen/voco

ergänzt, 19.03.2019

Verbundkoordinator
Prof. Dr. Volker Beckmann

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Michael Rühs
Projektmanager
Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Landschaftsökonomie &
Institut für Botanik und Landschaftsökologie
Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 4180
ruehsuni-greifswaldde

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news-34537Thu, 06 Sep 2018 11:11:01 +0200„In die Nachbarsprache eintauchen!“ – Deutsch-polnischer Fremdsprachentag für Kitaerzieher/innen und Lehrer/innenhttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/in-die-nachbarsprache-eintauchen-deutsch-polnischer-fremdsprachentag-fuer-kitaerzieherinnen-und/Am Samstag, 8. September 2018, veranstalten das Institut für Slawistik der Universität Greifswald und der Landkreis Vorpommern-Greifswald einen deutsch-polnischen Workshop für Kitaerzieherinnen und -erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer. Der Workshop im Rahmen des Fremdsprachentags beginnt um 09:00 und endet gegen 16:00 Uhr. Veranstaltungsort ist das Historische Institut der Universität Greifswald in der Domstraße 9 A.Passend zum Titel „In die Nachbarsprache eintauchen!“ wird sich die Tagung mit der Immersion („Sprachbad“) und dem bilingualen Sach- und Fachunterricht beschäftigen. Den einführenden Vortrag „Immersion in Kita und Grundschule. Ergebnisse, Erfahrungen, Empfehlungen“ hält Prof. Dr. Thorsten Piske von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Immersion (aus dem Lateinischen „immersio“ = Eintauchen) gilt als die weltweit erfolgreichste Sprachlernmethode. Sie beruht darauf, dass Mechanismen des natürlichen Erstspracherwerbs in Gang gesetzt und maximal genutzt werden. Kinder, die ein fremdsprachiges Umfeld erleben, erwerben die fremde Sprache und die dazugehörige Kultur quasi beiläufig.

In drei Gruppen (Kita, Grundschule und weiterführende Schule) werden ausgewählte Aspekte der Immersion und verwandter Konzepte diskutiert. „Erfahrungen aus der Praxis für die Praxis und der kollegiale Austausch sollen im Vordergrund stehen“, betont Prof. Dr. Bernhard Brehmer, Lehrstuhlinhaber für Slawische Sprachwissenschaft an der Universität Greifswald.

Erwartet werden ca. 70 Pädagoginnen und Pädagogen aus Kitas und Schulen in Vorpommern und der Stadt Stettin, deren Einrichtungen am Interreg V A-Projekt Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss – Schlüssel für die Kommunikation in der Euroregion Pomerania teilnehmen. Auf der deutschen Seite sind es 16 Kitas, 12 Grundschulen und sieben weiterführende Schulen mit Polnischangeboten. Das Projekt wird durch die Europäische Union aus Mitteln des Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Weitere Informationen
Konferenzprogramm
In die Nachbarsprache eintauchen
Polnisch liegt nahe

Ansprechpartnerin
Agnieszka Zawadzka
Institut für Slawistik der Universität Greifswald
Domstraße 9/10, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3639
nachbarsprachenprojektuni-greifswaldde
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news-34527Thu, 06 Sep 2018 08:14:06 +0200Greifswalder Dozent stellt sich einer der härtesten Quizshows in Europahttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-dozent-stellt-sich-einer-der-haertesten-quizshows-in-europa-34527/Der Greifswalder BWL-Dozent Dr. Daniel Hunold ist am Samstag, den 08.09.2018, um 20:15 Uhr in der vielleicht härtesten Quizshow Europas zu sehen. In der ARD-Show „Ich weiß alles“ kämpft Dr. Daniel Hunold als einer der jüngsten Kandidaten gegen Thomas Gottschalk, Günther Jauch und die Schwarmintelligenz von 1000 Personen um den Einzug ins Finale und 100.000 Euro. Auf dem Weg dorthin muss er sich Wissensfragen aus allen Bereichen des Lebens stellen. Daniel Hunold lehrt BWL an der Universität Greifswald. Sein Herz brennt vor allem fürs Lernen. Er sagt über sich selbst: „Ich liebe das Lernen!“. Dieses Gefühl vermittelt Dr. Daniel Hunold Studierenden an der Uni Greifswald seit neun Jahren. Für seine motivierende Vortragsreihe „Wenn ich die Uni geschafft habe, schaffst du sie erst recht“, hat er 2014 den Greifswalder Lehrpreis gewonnen, mit dem neue Lehrkonzepte an der Universität ausgezeichnet werden. Auch außerhalb Greifswalds profitieren Schüler und Studierende von seiner motivierenden Art. Seit zwei Jahren betreibt er einen YouTube-Kanal mit dem Namen „Motiviert Studiert“ und erreicht über 100.000 Menschen mit seinen Videos.

„Es macht mir sehr viel Freude, junge Menschen beim Lernen zu unterstützen“, sagt er. „Ich zeige ihnen, dass nicht immer der IQ wichtig für das Lernen ist. Die Neugier, Zeitmanagement und den Sinn hinter dem zu Lernenden zu erkennen, spielt eine mindestens genauso wichtige Rolle.“

Dr. Hunold selbst hatte es nicht leicht in der Schule. Als Kind diagnostizierten Psychologen eine Lese-Rechtschreib-Schwäche. Dazu hing ihm noch, wie er selbst es formuliert, der Stempel „Arbeiterkind“ an. Doch mit der Unterstützung seiner Familie schaffte er es, als Erster in seiner Familie zu studieren und auch zu promovieren. „Die Wahrscheinlichkeit, als Arbeiterkind einen Doktortitel zu erlangen, ist zehn Mal geringer als wenn man aus einer Akademikerfamilie stammt“, sagt Dr. Hunold. Das möchte er ändern. „Oftmals fehlen nur etwas Selbstvertrauen und geeignete Lernstrategien.“ Diese vermittelt er kostenlos auf seinem YouTube-Kanal. Aber natürlich hat er auch etwas davon. Er probiert etwa neue Strategien aus. Die Quizshow ist für ihn ein optimaler Test, wie gut seine Lernstrategien zur Vorbereitung auf solch eine Show ist.  

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Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Dr. Daniel Hunold
Fach Wirtschaftswissenschaften
Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät
Friedrich-Loeffler-Straße 70, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 2480
daniel.hunolduni-greifswaldde

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news-34027Wed, 05 Sep 2018 10:50:51 +0200Sommertrockenheit löst Heidesterben auf Hiddensee aushttps://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sommertrockenheit-loest-heidesterben-auf-hiddensee-aus-34027/Durch die extreme Trockenheit im Sommer 2018 sind im gesamten Gebiet der Dünenheide Sträucher vertrocknet. Studierende der Universität Greifswald haben im Ökologischen Geländepraktikum das Heidesterben in der Dünenheide dokumentiert. Bei der Besenheide wurde festgestellt, dass mehr als ein Viertel der oberirdischen Biomasse abgestorben war.Die Untersuchung ergab, dass die Sträucher in der nördlichen Dünenheide weniger stark betroffen sind als im südlichen Bereich des Gebietes. In der nördlichen Dünenheide waren in den vergangenen Jahren auf größeren Flächen verschiedene Pflegemaßnahmen durchgeführt worden mit dem Ziel, die Bestände der Besenheide zu verjüngen und zu regenerieren. „Diese jüngeren Heidebestände haben die Trockenheit wesentlich besser vertragen, stehen in voller Blüte und weisen kaum tote Biomasse auf“, sagt PD Dr. Irmgard Blindow von der Biologischen Station Hiddensee, die die Pflegemaßnahmen in der Heide wissenschaftlich begleitet.

„Besucher waren in diesem Jahr enttäuscht von der Heideblüte, die recht mau ausfiel. Die blühende Heide gehört im Sommer zu den touristischen Highlights auf Hiddensee“, erklärt Frank Martitz, Revierleiter im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft.
Mindestens ebenso enttäuscht dürfte der seltene Regenbrachvogel sein, eine arktische Watvogelart, die auf dem Durchzug in Scharen in der Hiddenseer Dünenheide rastet und sich von den schwarzen Früchten der Krähenbeere ernährt. Ebenso wie die Besenheide ist auch die Krähenbeere stark durch die Trockenheit beeinträchtigt, viele Sträucher sind (fast) abgestorben und tragen keine Früchte.

Trockene Sommer werden nach allen Prognosen im Rahmen des Klimawandels in der Zukunft häufiger auftreten. Der Effekt von geringeren Niederschlagsmengen auf die Heidevegetation wird durch die Arbeitsgruppe Experimentelle Pflanzenökologie am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald untersucht. Dazu hat die Gruppe unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Kreyling in der nördlichen Dünenheide im Rahmen des International Drought Experiments (IDE) eine Versuchsanlage aufgebaut, in der Vegetationsentwicklung und Bodenfeuchte über mehrere Jahre registriert werden. Das Heidesterben in diesem Jahr wirft eine Reihe von Fragen auf: Unklar ist, warum einzelne Sträucher fast völlig abgestorben sind, während andere in der direkten Nachbarschaft in voller Blüte stehen. Auch soll untersucht werden, ob und wie sich die betroffenen Sträucher regenerieren.

Die Wissenschaftler hoffen, dass sich die Heidebestände nach dem „Extremereignis“ von 2018 wieder erholen kann: Dies kann aber durchaus mehrere Jahre dauern, da Besenheide und Krähenbeere nur langsam wachsen. Kritisch für die Heidevegetation kann es werden, falls Trockenperioden wie 2018 in Zukunft häufiger auftreten und insbesondere, wenn sich die Vegetation nach der letzten Trockenheit noch nicht erholt hat. Die jetzigen Erfahrungen lassen hoffen, dass die in der Heide durchgeführten Maßnahmen zur Verjüngung der Heide (zum Beispiel Mahd und Beweidung) auch die Widerstandskraft der Heide gegenüber extremen Witterungsbedingungen verbessern.

Weitere Informationen
Biologische Station Hiddensee
Experimentelle Pflanzenökologie
Hiddenseer Dünenheide e. V.

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Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald
PD Dr. Irmgard Blindow
Biologische Station Hiddensee
Biologenweg 15, 18565 Hiddensee OT Kloster
Telefon +49 38300 50251
blindiuni-greifswaldde

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news-33781Tue, 04 Sep 2018 09:07:33 +0200Abiturnote nicht allein entscheidend für die Auswahl zu einem Medizinstudium https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/abiturnote-nicht-allein-entscheidend-fuer-die-auswahl-zu-einem-medizinstudium-33781/Seit dem 3. September 2018 werden an der Universitätsmedizin Greifswald die jährlichen Auswahlgespräche für die Studiengänge Medizin und Zahnmedizin durchgeführt. Insgesamt wurden 340 junge Leute zu diesen Interviews eingeladen. Über das hochschuleigene Auswahlverfahren darf die Universitätsmedizin 60 Prozent ihrer Studienplätze selbst vergeben. Der andere Teil der Plätze wird über die Stiftung für Hochschulzulassung (hochschulstart.de) in Dortmund vergeben. Insgesamt stehen 196 Studienplätze in der Humanmedizin und 45 Plätze in der Zahnmedizin zur Verfügung.Allein für die Teilnahme am hochschuleigenen Auswahlverfahren der Universitätsmedizin Greifswald haben sich in diesem Jahr 2 232 Bewerber für ein Humanmedizin- und 354 für ein Zahnmedizinstudium beworben und damit den Studienort Greifswald an erster Ortspräferenz gesetzt.

Verfahren

Zu den Gesprächen wurden in diesem Jahr 276 Bewerber für Medizin und 64 für Zahnmedizin eingeladen. Ihre Bewerbungen wurden detailliert gesichtet, anhand objektiver Kriterien bewertet und in eine Rangliste eingeordnet. Dabei wurden Punkte für die Abiturdurchschnittsnote, die Belegung naturwissenschaftlicher Fächer in der Abiturstufe und berufspraktische Erfahrungen auf medizinischem und/oder zahnmedizinischem Gebiet vergeben. Ziel dieses Verfahrens ist, die motiviertesten und besten Studenten mit größtmöglicher Eignung für den Arztberuf auszuwählen.

Die eingeladenen Bewerber müssen sich einzeln den standardisierten Fragen einer Kommission unterziehen. Die insgesamt sieben Auswahlkommissionen (fünf Human- und zwei Zahnmedizin) bestehen aus jeweils zwei Professoren der Universitätsmedizin. In den Gesprächen wird unter anderem die Motivation für ein Medizinstudium und die Entscheidung für den Studienstandort Greifswald besprochen. Aber auch das gesellschaftliche und soziale Engagement sowie Belastbarkeit und Kommunikationsfähigkeit der Bewerber werden bewertet.

„Wir haben so die Möglichkeit, junge Menschen auszuwählen, von denen wir glauben, dass sie später einmal gute Ärzte werden – und dazu gehört mehr als nur ein gutes Abitur“, sagt Prof. Dr. Georg Schomerus, der das Auswahlverfahren leitet. Damit entspricht das Greifswalder Modell bereits seit mehr als zehn Jahren den Anforderungen des Bundesverfassungsgerichtes zur Studienplatzvergabe. Nach dem Gerichtsurteil vom 19.12.2017 stehen die Medizinischen Hochschulen bundesweit vor der Herausforderung, ihre Zulassungs-verfahren ab dem Sommersemester 2020 verfassungskonform neu zu gestalten. Die Universitätsmedizin Greifswald ist auf diese Neugestaltung aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung gut vorbereitet.

Die Fachschaft Medizin steht den Studienbewerbern an allen Tagen für Fragen rund um das studentische Leben in Greifswald zur Seite, hält kleine Snacks und Getränke bereit und vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wieder Übernachtungsmöglichkeiten über ein „couchsurfing“-Portal.

Wie geht es für die Bewerber nach den Gesprächen weiter? Mitte September werden die Zulassungen versandt, dann folgen die Einschreibung, Wohnungssuche und Anfang Oktober ist schon der Semesterstart mit Vorlesungen beispielsweise in Anatomie, Biologie und Chemie.

Kurz und Knapp

  • In Greifswald können insgesamt 196 Studienplätze in der Medizin und 45 Plätze in der Zahnmedizin vergeben werden.
  • 117 Plätze in der Medizin und 27 Plätze in der Zahnmedizin werden im Rahmen des Auswahlverfahrens vergeben.
  • Verhältnis Bewerber je Studienplatz für Medizin 18 und Zahnmedizin 16.
  • 17 Bewerber, die bereits eine Zulassung im Rahmen der Abiturbestenquote über Hochschulstart erhalten haben, haben einem Abiturdurchschnitt von 1,0.
  • Greifswald ist weiterhin einer der beliebtesten Studienorte für Medizin und Zahnmedizin.

Weitere Informationen
Auswahlverfahren an der Universitätsmedizin Greifswald

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Ansprechpartner an der Universitätsmedizin Greifswald

Prof. Dr. Georg Schomerus
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ellernholzstraße 1/2, 17475 Greifswald
Telefon +49 3834 86 6918
georg.schomerusuni-greifswaldde

Studiendekanat
Fleischmannstraße 42, 17475 Greifswald
Telefon +49 3834 86 5015
studekanuni-greifswaldde

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news-33369Tue, 28 Aug 2018 09:09:37 +0200Einsatz von Lastenrädern in Greifswald wird wissenschaftlich unt