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         xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
         xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>RSS-Feed Universität Greifswald</title><link>https://www.uni-greifswald.de/</link><description></description><language>de</language><copyright>Universität Greifswald</copyright><pubDate>Sun, 13 Sep 2026 10:42:38 +0200</pubDate><lastBuildDate>Sun, 13 Sep 2026 10:42:38 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-286388</guid><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 10:01:35 +0200</pubDate><title>Croy-Teppich wird restauriert – Besucher*innen können Arbeiten in Schauwerkstatt verfolgen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/croy-teppich-wird-restauriert-besucherinnen-koennen-arbeiten-in-schauwerkstatt-verfolgen-286388/</link><description>Fast 500 Jahre alt, 31 Quadratmeter groß und jetzt erstmals während seiner Restaurierung zu sehen: Der Croy-Teppich der Universität Greifswald wird im Pommerschen Landesmuseum aufwendig untersucht und restauriert. In einer eigens eingerichteten Schauwerkstatt können Besucher*innen verfolgen, wie das empfindliche Kunstwerk für seine künftige Präsentation vorbereitet wird.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Fast 500 Jahre alt, 31 Quadratmeter groß und jetzt erstmals während seiner Restaurierung zu sehen: Der Croy-Teppich der Universität Greifswald wird im Pommerschen Landesmuseum aufwendig untersucht und restauriert. In einer eigens eingerichteten Schauwerkstatt können Besucher*innen verfolgen, wie das empfindliche Kunstwerk für seine künftige Präsentation vorbereitet wird.</p><p>Der <a href="https://ugreif.de/n8k3u" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Croy-Teppich</a> ist eines der bedeutendsten Textilkunstwerke der Frühen Neuzeit im Ostseeraum und seit 2014 als national bedeutsames Kulturgut geschützt. Für die Restaurierung und Reinigung stehen rund 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Bis 2028 soll das Kunstwerk für seine neue Präsentation im Pommerschen Landesmuseum vorbereitet werden.</p><p>Was normalerweise hinter verschlossenen Türen stattfindet, wird dabei öffentlich sichtbar: In der <a href="https://www.pommersches-landesmuseum.de/ausstellungen/pommern-land-am-meer/croy-teppich" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Schauwerkstatt</a> lässt sich die Arbeit an der Tapisserie unmittelbar verfolgen. Der rund 470 Jahre alte Teppich wird dort gründlich untersucht, gereinigt und restauriert. Die Schauwerkstatt bietet damit Einblicke in einen Restaurierungsprozess, der bei einem Kunstwerk dieser Größe und dieses Alters über einen längeren Zeitraum hinweg stattfindet.<br><br><strong>Ein Schatz aus dem pommerschen Herzoghaus</strong></p><p>Der Croy-Teppich entstand um 1554 in Stettin im Auftrag des pommerschen Herzogs Philipp I. von Pommern-Wolgast. Angefertigt wurde er von Peter Heymans nach Porträtvorlagen unter anderem von Lucas Cranach d. Ä. Das Bild zeigt die durch Heirat verbundenen sächsischen und pommerschen Herrscherhäuser im Kontext der Reformation. Nach dem kriegsbedingten Verlust des „Pommerschen Kunstschrankes“ gilt die Tapisserie als die künstlerisch bedeutsamste Hinterlassenschaft aus dem pommerschen Herzoghaus.</p><p>Seit mehr als 340 Jahren gehört der Teppich der Universität Greifswald. Herzog Ernst Bogislaw von Croy übertrug ihn am 3. Juni 1681 testamentarisch an die Universität. Gemeinsam mit der Tapisserie stiftete er einen goldenen Siegelring und eine goldene Kette, die seit dem 19. Jahrhundert als Amtsinsignien der Rektorin oder des Rektors dienen. Die drei Objekte sind bis heute Eigentum der Universität Greifswald. Seit 2005 wird der Croy-Teppich dauerhaft im Pommerschen Landesmuseum ausgestellt.<br><br><strong>Neue Präsentation zum Jubiläum</strong></p><p>Die Restaurierung ist Teil eines Interreg-Projekts mit dem Schloss der Pommerschen Herzöge in Stettin. Die Europäische Union fördert das Projekt mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Kofinanziert wird es durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Vorpommern.</p><p>2028 soll der restaurierte Croy-Teppich im Pommerschen Landesmuseum neu präsentiert werden. Anlass ist das 900-jährige Jubiläum der Missionsreisen Bischof Ottos von Bamberg nach Pommern in den Jahren 1124 und 1128. Im Zuge der Neugestaltung der Dauerausstellung „Pommern – Land am Meer“ soll die Tapisserie dann wieder als eines der zentralen Objekte zu sehen sein.</p><p>Einen Einblick in die laufenden Arbeiten erhielten am 10. September 2026 auch Wissenschafts- und Kulturministerin Bettina Martin und Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel bei einem Rundgang durch die Schauwerkstatt. Der Besuch fand im Vorfeld der internationalen Fachtagung „Verwobene Geschichten. Der Greifswalder Croy-Teppich von 1554 und seine europäischen Bezüge“ statt.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://ugreif.de/mt3nv" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Croy-Teppich und Croy-Fest</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Stabsstelle Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Dr. Thilo Habel<br>Leitung Kustodie<br>Domstraße 11, Eingang 4, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3060<br><a href="mailto:kustodie@uni-greifswald.de" class="mail-link">kustodie@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>Universitätsarchiv</category><category>Verwaltung</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/a/3/csm_croyteppich-restaurierung-20260910-DSC01633-jm-300pdi-srgb-3000xnn_50d62fb0ed.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-286172</guid><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 09:57:36 +0200</pubDate><title>Wie schwer ist Deutsch wirklich? Greifswalder Forscher räumt mit Sprachmythen auf</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wie-schwer-ist-deutsch-wirklich-greifswalder-forscher-raeumt-mit-sprachmythen-auf-286172/</link><description>Deutsch gilt als kompliziert, grammatiklastig und voller sprachlicher Besonderheiten. Doch der Eindruck täuscht: Wie schwer eine Sprache tatsächlich zu lernen ist, hängt nicht allein von ihrer Grammatik ab, sondern vor allem von den sprachlichen Voraussetzungen der Lernenden. Prof. Dr. Nikolas Koch, der seit April 2026 als Professor für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Greifswald lehrt und forscht, untersucht, wie Menschen Sprachen erwerben und welche Rolle Mehrsprachigkeit dabei spielt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Deutsch gilt als kompliziert, grammatiklastig und voller sprachlicher Besonderheiten. Doch der Eindruck täuscht: Wie schwer eine Sprache tatsächlich zu lernen ist, hängt nicht allein von ihrer Grammatik ab, sondern vor allem von den sprachlichen Voraussetzungen der Lernenden. Prof. Dr. Nikolas Koch, der seit April 2026 als Professor für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Greifswald lehrt und forscht, untersucht, wie Menschen Sprachen erwerben und welche Rolle Mehrsprachigkeit dabei spielt.</p><p>Wie Sprache im Gehirn verarbeitet wird, untersucht Koch unter anderem anhand deutsch-englisch bilingual aufwachsender Kinder. Gemeinsam mit Kolleg*innen erforscht er das sogenannte Code-Mixing – also die Kombination beider Sprachen innerhalb einer Äußerung. Beispiele wie „Look at the Ampel, it’s kaputt“ oder „Die Bauarbeiter speaken German“ zeigen, dass Kinder die beiden Sprachsysteme nicht wahllos vermischen. Stattdessen folgen ihre Äußerungen wiederkehrenden Mustern und liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie mehrsprachige Sprachsysteme organisiert sind.</p><p>Grundlage der Forschung sind authentische Sprachaufnahmen aus dem Familienalltag. Die Aufzeichnungen entstanden nicht in künstlichen Testsituationen, sondern beispielsweise beim gemeinsamen Essen, Vorlesen oder Spielen. „Ziel war es gerade, möglichst authentische, natürliche Sprachdaten aus dem Familienalltag zu erhalten, ohne die Interaktion unnötig zu beeinflussen.“<br><br><strong>Sprache prägt Kommunikation und Perspektiven</strong><br>Neben dem Spracherwerb beschäftigt sich Koch auch mit dem Schreiben in mehrsprachigen Kontexten. Seine Forschung zeigt, dass Sprache das Denken zwar nicht vollständig bestimmt, aber beeinflussen kann, wie Menschen Wahrnehmungen strukturieren, Argumente entwickeln oder sich ausdrücken. Wer in mehreren Sprachen schreibt, greift häufig auf unterschiedliche rhetorische Muster und Ausdrucksweisen zurück.</p><p>„Die pauschale Aussage, Deutsch sei besonders schwer, ist so nicht haltbar – sie ist eher ein Mythos, der aus einzelnen, oft sehr sichtbaren Merkmalen der Sprache entsteht“, erklärt Nikolas Koch. Zwar verfüge das Deutsche mit Kasus, Genus oder unterschiedlichen Verbstellungen in Haupt- und Nebensatz über Strukturen, die als komplex gelten. Andere Sprachen brächten jedoch ihre eigenen Herausforderungen mit – etwa Tonsysteme oder komplexe Schriftsysteme.&nbsp;</p><p>Wie schwierig Deutsch empfunden wird, hänge deshalb vor allem von den sprachlichen Voraussetzungen der Lernenden ab. Wer bereits eine verwandte Sprache wie Englisch oder Niederländisch spricht, profitiere häufig von Gemeinsamkeiten. Für Menschen mit sprachlich weiter entfernten Erstsprachen könne Deutsch dagegen deutlich anspruchsvoller sein. Auch das Alter spiele eine wichtige Rolle: Kinder erwerben Sprache meist intuitiv, während Erwachsene stärker auf bewusstes Lernen von Regeln angewiesen sind. „Schwierigkeit ist kein absoluter Wert, sondern hängt immer davon ab, wer eine Sprache aus welcher Ausgangssprache heraus lernt.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Zur Person:</em> Prof. Dr. Nikolas Koch ist seit April 2026 Professor für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Greifswald. Nach seinem Studium der Fächer Biologie, Deutsch und Geschichte an der Universität zu Köln war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ludwig-Maximilians-Universität München und absolvierte anschließend sein Referendariat. In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit mehrsprachigem Spracherwerb, Sprachbildung sowie Schreiben und Sprachverwendung in mehrsprachigen Kontexten.</p><p>Ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Nikolas Koch anlässlich seiner Berufung an die Universität Greifswald lesen Sie im Magazin<em>&nbsp;</em><a href="https://ugreif.de/u43gw" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Campus*1456</em></a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Nikolas Koch<br>Institut für Deutsche Philologie<br>Rubenowstraße 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3426<br><a href="mailto:nikolas.koch@uni-greifswald.de" class="mail-link">nikolas.koch@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://germanistik.uni-greifswald.de/mitarbeitende/mitarbeitende-m-s/nikolas-koch/" target="_blank" class="external-link">Link zum Arbeitsbereich</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/f/e/csm_Portrait-Nikolas-Koch-20260616-DSC07025-TS-350dpi_sRGB_0a4512a910.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-286030</guid><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 09:44:25 +0200</pubDate><title>Offizieller Auftakt des PIRATE-Projekts: Individuelles Risiko von Hirnaneurysmen präziser bestimmen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/offizieller-auftakt-des-pirate-projekts-individuelles-risiko-von-hirnaneurysmen-praeziser-bestimmen-286030/</link><description>Wie hoch ist das Risiko, dass ein Hirnaneurysma wächst oder reißt und welche Behandlung ist für Patient*innen die richtige? Das Verbundprojekt PIRATE (Personalisierte intrakranielle Risikobestimmung von Aneurysma-Patient*innen zur Therapie-Evaluation) bringt Expert*innen aus Medizin, medizinischer Bildgebung, Informatik und computergestützter Modellierung zusammen, um diese Fragen künftig individueller zu beantworten. Forschende der Universität Greifswald, der Universitätsmedizin Greifswald, der Hochschule Stralsund, der Universität Rostock und der Universitätsmedizin Rostock entwickeln dafür gemeinsam neue Verfahren für eine personalisierte Risikobewertung und Therapieplanung. Zum offiziellen Projektauftakt kamen die Verbundpartner*innen am 26. August 2026 zu einem Kick-off an der Universität Greifswald zusammen. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie hoch ist das Risiko, dass ein Hirnaneurysma wächst oder reißt und welche Behandlung ist für Patient*innen die richtige? Das Verbundprojekt PIRATE (Personalisierte intrakranielle Risikobestimmung von Aneurysma-Patient*innen zur Therapie-Evaluation) bringt Expert*innen aus Medizin, medizinischer Bildgebung, Informatik und computergestützter Modellierung zusammen, um diese Fragen künftig individueller zu beantworten. Forschende der Universität Greifswald, der Universitätsmedizin Greifswald, der Hochschule Stralsund, der Universität Rostock und der Universitätsmedizin Rostock entwickeln dafür gemeinsam neue Verfahren für eine personalisierte Risikobewertung und Therapieplanung. Zum offiziellen Projektauftakt kamen die Verbundpartner*innen am 26. August 2026 zu einem Kick-off an der Universität Greifswald zusammen. </p><p>Etwa drei von 100 Erwachsenen haben ein Hirnaneurysma – hochgerechnet sind damit rund zwei Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Meist bleiben diese Ausbuchtungen an Blutgefäßen im Gehirn unbemerkt und verursachen keine Beschwerden. Reißt ein Aneurysma jedoch, kann es zu einer lebensbedrohlichen Hirnblutung kommen, die häufig tödlich verläuft oder schwere bleibende Schäden verursacht. Eine zentrale Herausforderung besteht deshalb darin, das individuelle Risiko eines Aneurysmas möglichst zuverlässig einzuschätzen und dieses gegen die Risiken einer vorbeugenden Behandlung abzuwägen. Genau hier setzt das neue Verbundprojekt PIRATE an. Ziel der Forschenden ist es, mit Hilfe moderner bildgebender und computergestützter Verfahren die Risikoeinschätzung bei Hirnaneurysmen zu verbessern und damit künftig individuellere Behandlungsentscheidungen zu ermöglichen.</p><p>„Die Entscheidung für oder gegen eine Behandlung hängt derzeit von vielen Faktoren ab und ist oft sehr komplex“, sagt Projektleiterin Prof. Susanne Schnell, Professorin für Medizinphysik am Institut für Physik der Universität Greifswald. „Mit PIRATE wollen wir verschiedene medizinische Informationen zusammenführen und daraus individuelle Prognosen entwickeln. Unser langfristiges Ziel ist eine Software, die Ärztinnen und Ärzte bei der Entscheidung für die jeweils passende Behandlungsstrategie unterstützt.“</p><p><strong>Vier Arbeitsschwerpunkte für präzisere Risikoprognosen</strong><br>Die Forschung im Verbundprojekt gliedert sich in vier Arbeitspakete. Neben dem Bündnis- und Transfermanagement sowie der Qualifizierung von Personal steht die bildgestützte Risikostratifizierung im Mittelpunkt – d. h. die Frage, wie sich mithilfe moderner Bildgebungsverfahren das individuelle Risiko von Hirnaneurysmen genauer einschätzen lässt. Hier entwickeln die Forschenden unter anderem einheitliche Verfahren für die 4D-Fluss-MRT-Bildgebung. Mit dieser Methode lassen sich Blutströmungen in den Gefäßen dreidimensional und über die Zeit hinweg erfassen und so die Geschwindigkeit und Richtung des Blutstroms messen. Ergänzend entstehen patientenspezifische Modelle, um Veränderungen und Blutströmungen in Hirnaneurysmen genauer zu untersuchen. Ein weiteres Arbeitspaket widmet sich der Weiterentwicklung der Bildgebung und computergestützten Simulationen. Dafür werden unter anderem Aneurysma-Modelle genutzt, um Blutströmungen unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen und mit numerischen Verfahren zu simulieren. Im vierten Arbeitspaket werden die gewonnenen Daten zusammengeführt und automatisiert ausgewertet. Methoden des maschinellen Lernens sollen dabei helfen, relevante Zusammenhänge zwischen Blutströmung, Gefäßform, Gewebeveränderungen und weiteren Patientendaten zu erkennen und daraus individuelle Vorhersagemodelle zu entwickeln.</p><p>„Wir möchten weg von einer möglichst allgemeinen Risikoeinschätzung und die individuellen Eigenschaften eines Aneurysmas und der betroffenen Person stärker berücksichtigen“, erklärt Dr. Eiko Rathmann, Facharzt für Radiologie mit der Spezialisierung Neuroradiologie der Universitätsmedizin Greifswald. „Eine zuverlässigere Prognose könnte künftig dazu beitragen, gefährdete Patient*innen besser zu identifizieren und Behandlungsentscheidungen noch gezielter zu treffen.“</p><p><strong>Gemeinsame Forschung für den Weg in die Praxis</strong><br>„Mit PIRATE schaffen wir eine gemeinsame Grundlage, um Forschung, technologische Entwicklung und klinische Anwendung enger miteinander zu verbinden“, sagt Prof. Schnell. „Unser Ziel ist es, die Erkenntnisse aus dem Projekt langfristig in die medizinische Praxis zu überführen und damit Ärzt*innen bei der Behandlung von Hirnaneurysmen besser zu unterstützen. Der Projektauftakt ist dafür der Beginn einer Zusammenarbeit, die neue Perspektiven für eine stärker personalisierte Medizin eröffnen kann.“</p><p>Das Projekt verbindet dafür unterschiedliche Fachrichtungen und Kompetenzen aus Mecklenburg-Vorpommern. Neben der Universität und der&nbsp;<a href="https://www.unimedizin-greifswald.de/diagrad/index.php?id=955" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Universitätsmedizin Greifswald</a> sind die&nbsp;<a href="https://www.hochschule-stralsund.de/forschung-und-transfer/forschung/forschungsprojekte/" target="_blank" class="external-link">Hochschule Stralsund</a>, die&nbsp;<a href="https://www.uni-rostock.de/" target="_blank" class="external-link">Universität Rostock</a> und die&nbsp;<a href="https://radiologie.med.uni-rostock.de/forschung/aktuelle-projekte/projekt-pirate" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Universitätsmedizin Rostock</a> sowie assoziierte Partner*innen beteiligt. Darunter die Abteilung für Molekulare Medizin und Chirurgie des Karolinska Instituts Stockholm; das Enradia Zentrum für Radiologie, Nuklearmedizin, Endokrinologie in Greifswald, die Abteilung für Radiologie der Northwestern University, die Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie der Universitätsmedizin Greifswald, die Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie sowie das Institut für Anatomie der Universitätsmedizin Rostock.&nbsp;<br>Beim Kick-off am 26. August an der Universität Greifswald kamen die Projektpartner*innen zum offiziellen Start des Verbundprojekts zusammen und präsentierten erstmals die vier Arbeitspakete. An der Veranstaltung nahmen neben dem PIRATE-Team auch Vertreter*innen des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, des Landesförderinstitut M-V und des Projektträgers Jülich sowie Vertreter*innen der Leitungen der beteiligten Partnerinstitutionen teil.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>„PIRATE“ ist Teil des angewandten&nbsp;<a href="https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wkm/Wissenschaft/Forschung/Exzellenzforschung/?utm_source=chatgpt.com" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Exzellenzforschungsprogramms des Landes Mecklenburg-Vorpommern</a> und wird im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2021–2027 kofinanziert. Ziel der Förderung ist es, Spitzenforschung zu stärken sowie die wissenschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns voranzubringen. Mit seinem Fokus auf technologische Innovationen und KI-gestützte Systeme leistet PIRATE einen Beitrag dazu, neue Forschungserkenntnisse für die praktische Gesundheitsversorgung nutzbar zu machen.</p><p><a href="https://physik.uni-greifswald.de/arbeitsgruppen/ag-schnell/forschung/pirate/" target="_blank" class="external-link">Arbeitsgruppe Prof. Dr. Susanne Schnell</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Susanne Schnell<br>Medizinphysik, Institut für Physik<br>Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4740<br><a href="mailto:susanne.schnell@uni-greifswald.de" class="mail-link">susanne.schnell@uni-greifswald.de</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universitätsmedizin Greifswald</strong><br>Dr. Eiko Rathmann<br>Facharzt für Diagnostische Radiologie, Schwerpunkt: Neuroradiologie<br>Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie<br>Ferdinand-Sauerbruch-Straße 1, 17475 Greifswald<br>Telefon +49 3834 86 22683<br><a href="mailto:eiko.rathmann@med-uni-greifswald.de" class="mail-link">eiko.rathmann@med-uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/f/5/csm_PIRATE-Kick-Off-Veranstaltung-20260826-DSC07032-TS-350dpi_sRGB_d5c658c95a.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-286024</guid><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 09:16:02 +0200</pubDate><title>Tag des offenen Denkmals: Universität Greifswald öffnet historische Gebäude</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/tag-des-offenen-denkmals-universitaet-greifswald-oeffnet-historische-gebaeude-286024/</link><description>Alte Mauern, neue Anforderungen: Universitätsgebäude erzählen nicht nur von ihrer Baugeschichte, sondern auch davon, wie sich Wissenschaft und Universität über die Jahrhunderte verändert haben. Umbauten, neue technische Anforderungen und veränderte Nutzungen haben ihre Spuren hinterlassen. Beim Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 können Besucher*innen diesen Spuren an verschiedenen historischen Gebäuden der Universität Greifswald folgen. Das diesjährige Motto „NetzWERKE: Denkmale &amp; Infrastruktur“ rückt dabei die Verbindung von Denkmalpflege, technischer Entwicklung und den Anforderungen einer modernen Universität in den Mittelpunkt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Alte Mauern, neue Anforderungen: Universitätsgebäude erzählen nicht nur von ihrer Baugeschichte, sondern auch davon, wie sich Wissenschaft und Universität über die Jahrhunderte verändert haben. Umbauten, neue technische Anforderungen und veränderte Nutzungen haben ihre Spuren hinterlassen. Beim Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 können Besucher*innen diesen Spuren an verschiedenen historischen Gebäuden der Universität Greifswald folgen. Das diesjährige Motto „NetzWERKE: Denkmale &amp; Infrastruktur“ rückt dabei die Verbindung von Denkmalpflege, technischer Entwicklung und den Anforderungen einer modernen Universität in den Mittelpunkt.</p><p>Besonders deutlich wird dieser Wandel am Universitätshauptgebäude am Rubenowplatz. Das ehemalige Kollegiengebäude wurde 1750 errichtet und stand seit dem 19. Jahrhundert immer wieder im Fokus von Planungen für Umbauten, Umnutzungen und Modernisierungen. Bei der Führung „Umbau, Abriss, Anbau: Eine Universität erfindet sich neu“ zeigt Universitätskustos Dr. Thilo Habel, welche Spuren diese Veränderungen bis heute hinterlassen haben – von der historischen Dekoration bis zur Haustechnik. Die Führung beginnt um 10:00&nbsp;Uhr am Rubenowdenkmal und ist auf 20 Personen begrenzt.</p><p>„Der Tag des offenen Denkmals am 13. September 2026 bietet der Universität Greifswald die Möglichkeit, den technischen Entwicklungen, den Gewinn an Bedeutung sowie wissenschaftliche und soziale Erfordernisse der letzten Jahrhunderte anhand einiger ihrer Gebäude deutlich zu machen. In alten Mauern zu arbeiten bedeutet nicht, den Fortschritt verschlafen zu dürfen“, sagt Habel.</p><p>Auch die Alte Universitätsbibliothek in der Rubenowstraße erzählt von diesem Zusammenspiel aus Geschichte und wissenschaftlicher Infrastruktur. Der von Martin Gropius entworfene Backsteinbau wurde zwischen 1880 und 1882 im Stil der italienischen Renaissance errichtet. Als eine der ersten Magazinbibliotheken Deutschlands und erstes eigenständiges Bibliotheksgebäude der Universität war sie von Beginn an eng mit der Entwicklung der Wissenschaft verbunden. Bei Führungen um 11:00, 12:30 und 14:00 Uhr können Interessierte die historische Bibliothek kennenlernen und mehr über ihre Geschichte erfahren. Eine Voranmeldung ist unter&nbsp;<a href="mailto:iasmus@uni-greifswald.de">iasmus@uni-greifswald.de</a> oder +49 3834 420 1641 erforderlich.</p><p>Ein weiterer Blick auf historische Infrastruktur bietet sich im Botanischen Garten. Dort führen die technische Leiterin Ingrid Handt und der Bereichsleiter Thoralf Weiß um 14:00 Uhr durch die denkmalgeschützte Gewächshausanlage in der Münterstraße 2. Die 1884 bis 1886 errichteten historischen Gewächshäuser sind ein Denkmal von nationaler Bedeutung und beherbergen bis heute eine teilweise ebenso alte und wertvolle Pflanzensammlung. Die Führung gibt Einblicke in die Geschichte und technische Entwicklung der Anlage und stellt besondere pflanzliche und bauliche Schätze vor.</p><p>Der Tag des offenen Denkmals zeigt damit, dass Denkmale an der Universität nicht nur von der Vergangenheit erzählen. Sie sind bis heute Orte für Forschung, Lehre und wissenschaftliches Arbeiten und müssen sich dabei immer wieder neuen Anforderungen stellen.</p><p><strong>Kontakt an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:hochschulkommunikation@uni-greifswald.de" target="_blank" class="mail-link">hochschulkommunikation@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/d/6/csm_pflanzen-botanischer-garten-20190611-_DSC0807jm-300dpi-3000xnn-srgb-print-matt_ac86c610a0.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-285817</guid><pubDate>Fri, 04 Sep 2026 09:34:13 +0200</pubDate><title>Geschichte kennt keine Grenzen: Prof. Dr. Jan-Hinnerk Antons erforscht die Ostsee als transnationalen Raum</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/geschichte-kennt-keine-grenzen-prof-dr-jan-hinnerk-antons-erforscht-die-ostsee-als-transnationalen-raum-285817/</link><description>Die meisten Menschen verbinden mit der Ostsee vermutlich vor allem Urlaub, Strände und Erholung. Dass das kleine europäische Binnenmeer allerdings auch auf eine jahrhundertelange Geschichte des Austausches zwischen verschiedenen Ländern zurückblickt, wissen wahrscheinlich die wenigsten. Für Prof. Dr. Jan-Hinnerk Antons ist jedoch genau diese Perspektive zentral: die Ostsee als ein Meer, dessen Geschichte über Ländergrenzen hinausgeht.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die meisten Menschen verbinden mit der Ostsee vermutlich vor allem Urlaub, Strände und Erholung. Dass das kleine europäische Binnenmeer allerdings auch auf eine jahrhundertelange Geschichte des Austausches zwischen verschiedenen Ländern zurückblickt, wissen wahrscheinlich die wenigsten. Für Prof. Dr. Jan-Hinnerk Antons ist jedoch genau diese Perspektive zentral: die Ostsee als ein Meer, dessen Geschichte über Ländergrenzen hinausgeht.</p><p>Prof. Dr. Jan-Hinnerk Antons ist seit Februar 2026 Professor für Transnationale Geschichte an der Universität Greifswald und lehrt und erforscht die Geschichte Europas im 19. und 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt auf den Ostseeraum. Dabei richtet er den Blick jedoch nicht primär auf politische Entscheidungsträger und nationale Machtpolitik. „Mich interessiert dabei weniger die ‚Politik der großen Männer‘ als das Aufeinandertreffen und Zusammenwirken einfacher Leute, zivilgesellschaftliche Initiativen und gesellschaftliche Entwicklungen, die in der Moderne grenzüberschreitend Geltung erlangten“, erklärt Antons.</p><p><strong>Die Ostsee als verbindendes Element&nbsp;</strong><br>Damit steht eine Perspektive im Mittelpunkt, die über die Grenzen einzelner Staaten hinausgeht. Für Antons lässt sich am Ostseeraum besonders anschaulich zeigen, warum geographische Räume nicht ausschließlich aus dem Blickwinkel einer einzelnen Nation betrachtet werden sollten. In der Transnationalen Geschichte geht es stattdessen darum, Austausch zwischen Gesellschaften, Verflechtungen, Abhängigkeiten und Gemeinsamkeiten in den Blick zu nehmen. „Transnational bedeutet für mich, die aus ihren Anfängen im 19. Jahrhundert stammende enge Fokussierung der Geschichtswissenschaft auf Nationalstaaten zu überwinden“, betont Antons.</p><p>Die Ostsee stellt für Antons einen besonders anschaulichen Fall dar. Im Gegensatz zu den großen Weltmeeren sei die relativ kleine Ostsee über viele Jahrhunderte eher ein verbindendes als ein trennendes Element gewesen. Siedlungsgeschichte, kultureller Austausch und ökonomische Verflechtungen haben die Region geprägt und politische Dominanz wechselte dabei zwischen deutschen, dänischen, schwedischen und russischen Akteur*innen. Für Antons Forschung sei deshalb weniger die Geschichte eines einzelnen Anrainerstaates entscheidend als beispielsweise die Frage, wie die Entwicklung des Ostseetourismus in Dänemark und Schweden mit derjenigen an der südlichen Ostsee zusammenhing.&nbsp;</p><p><strong>Wenn Umweltkatastrophen Grenzen überschreiten</strong><br>Wie vielversprechend dieser transnationale Ansatz in der Wissenschaft sein kann, wird für Antons besonders in seinem aktuellen Forschungsprojekt zur Umweltgeschichte der Ostsee in Bezug auf ihr Erdölvorkommen deutlich. Die Geschichte der Erdölförderung sei von Anfang an über die Grenzen einzelner Nationalstaaten hinausgegangen: die Förderung, Verarbeitung, der Transport und der Verbrauch seien international verflochten gewesen.</p><p>„Für die Mehrheit der Bevölkerung“, so Antons, „wurde die transnationale Dimension des Erdölzeitalters aber erst mit der ökologischen Bedrohung durch Tankerunglücke offensichtlich“. Die <em>Torrey Canyon</em>-Katastrophe von 1967 führte dazu, dass 1969 erstmals alle Ostseeanrainer über den „Eisernen Vorhang“ hinweg gemeinsame Vorsichtsmaßnahmen berieten. Doch Ölkatastrophen ließen sich nicht verhindern: 1979 trieb das Öl der havarierten <em>Antonio Gramsci</em> monatelang durch die Ostsee bis zum Stockholm-Archipel und zu den Åland-Inseln. „Und angesichts der vor Staatsgrenzen nicht haltmachenden Umweltschäden wuchs auch die Aufmerksamkeit der Auftrieb erhaltenden Umweltbewegungen für transnationale Perspektiven und Vernetzung“.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Zur Person:&nbsp;</em>Prof. Dr. Jan-Hinnerk Antons ist seit Februar 2026 Professor für Transnationale Geschichte an der Universität Greifswald. Schon früh in seiner wissenschaftlichen Laufbahn zog es Antons ins Ausland, wo auch sein Interesse für transnationale Geschichte und den Ostseeraum geweckt wurde. Er studierte Geschichtswissenschaft, Politologie und Soziologie an der Universität Hamburg und der Universität Kopenhagen und absolvierte anschließend als Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes e.&nbsp;V. Studienaufenthalte in Lviv/Ukraine. Bis 2025 arbeitete er nach seiner&nbsp;Habilitation&nbsp;als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.</p><p>Ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Jan-Hinnerk Antons anlässlich seiner Berufung an die Universität Greifswald lesen Sie im Magazin&nbsp;<a href="https://ugreif.de/ycvkg" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Campus*1456.</a><em> &nbsp;</em></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Jan-Hinnerk Antons<br>Professur für Transnationale Geschichte&nbsp;<br>Domstraße 9 A, 17489 Greifswald&nbsp;<br>Telefon +49 3834 420 3330<br><a href="mailto:jan-hinnerk.antons@uni-greifswald.de" class="mail-link">jan-hinnerk.antons@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/d/e/csm_Portrait-Jan-Hinnerk-Antons-20251016-_MG_7630-ZVZ-350dpi_sRGB_e89e5afb3d.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-285751</guid><pubDate>Thu, 03 Sep 2026 13:01:51 +0200</pubDate><title>SustainMV: Internationale Sommerschule erkundete eine nachhaltige Zukunft für Mecklenburg-Vorpommerns Küsten</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sustainmv-internationale-sommerschule-erkundete-eine-nachhaltige-zukunft-fuer-mecklenburg-vorpommerns-kuesten-285751/</link><description>Steigende Meeresspiegel, bedrohte Moore, der Umbau von Städten und Veränderungen in der Landwirtschaft: Mecklenburg-Vorpommern steht vor konkreten Herausforderungen des Klimawandels. Wie Regionen darauf reagieren können, darüber informierten sich 30 internationale Studierende bei der sechsten Sommerschule „SustainMV“. Vom 25. August bis 4. September 2026 besuchten sie Hochschulen und Forschungsorte im ganzen Bundesland und trafen Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei gingen sie der Frage nach, wie Küstenregionen Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und den Schutz natürlicher Lebensräume miteinander verbinden können.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Steigende Meeresspiegel, bedrohte Moore, der Umbau von Städten und Veränderungen in der Landwirtschaft: Mecklenburg-Vorpommern steht vor konkreten Herausforderungen des Klimawandels. Wie Regionen darauf reagieren können, darüber informierten sich 30 internationale Studierende bei der sechsten Sommerschule „SustainMV“. Vom 25. August bis 4. September 2026 besuchten sie Hochschulen und Forschungsorte im ganzen Bundesland und trafen Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei gingen sie der Frage nach, wie Küstenregionen Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und den Schutz natürlicher Lebensräume miteinander verbinden können.</p><p>Unter dem Leitgedanken „We make Sustainability a Priority“ („Wir machen Nachhaltigkeit zur Priorität“) widmeten sich die Teilnehmer*innen bei der diesjährigen Sommerschule dem Thema „Coastal Futures – Building Sustainability on Regional Potential“. Die internationalen Studierenden, die unter anderem aus Kanada, Vietnam, Brasilien, Nigeria und Polen kamen, lernten wissenschaftliche Ansätze und konkrete Projekte kennen, die sich mit den Folgen des Klimawandels und einer nachhaltigen Entwicklung in Küstenregionen beschäftigen.</p><p>Nach einem dreitägigen Online-Auftakt waren die 30 Studierenden in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Das Programm führte sie an die Hochschulstandorte des Landes und zu ausgewählten Projekten. Den Auftakt der Präsenzphase bildete eine öffentliche Podiumsdiskussion im MakerPort Stralsund zur nachhaltigen Entwicklung in der Ostseeregion.</p><p><strong>Vom Moor bis zur Schwammstadt</strong><br>Auf Rügen besuchten die Teilnehmenden das wiedervernässte Moor bei Drammendorf. Dort erfuhren sie, welche Rolle Moore für den Klimaschutz spielen und wie Fachleute Renaturierung und Entwicklung der Flächen wissenschaftlich begleiten. Auf Hiddensee ging es um Landschaftsentwicklung, Naturschutz und Tourismus – und damit um die Frage, wie sich der Schutz empfindlicher Naturräume mit ihrer Nutzung vereinbaren lässt.</p><p>Auch an den Hochschulen standen konkrete Lösungen im Mittelpunkt. Am Campus Poel in Wismar beschäftigten sich die Studierenden mit nachhaltigen Ansätzen für Landwirtschaft und Ernährung. An der Universität Rostock besichtigten sie eine Aquaponik-Anlage, die Fisch- und Pflanzenproduktion miteinander verbindet. Bei weiteren Programmpunkten erkundigten sich die Teilnehmer*innen über erneuerbare Energien, die Kreislaufwirtschaft und das Konzept der sogenannten Schwammstadt – ein stadtplanerisches Konzept, das Städte widerstandsfähiger gegen Starkregen und Hitze machen soll.</p><p>In Neubrandenburg ging es um nachhaltige Ernährung und Lebensmittelproduktion bei Kindern. In einer Vorlesung und Labortour zur Lebensmitteltechnik erhielten die Studierenden Einblicke in aktuelle wissenschaftliche und praktische Ansätze. In Greifswald wurden nachhaltige Projekte der Universität und der Stadt vorgestellt und die Frage diskutiert, wie Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam Veränderungen anstoßen können.</p><p><strong>Nachhaltigkeit gemeinsam denken</strong><br>„Die großen Fragen der Nachhaltigkeit werden vor Ort entschieden“, sagt Lydia Bandow, Koordinatorin von SustainMV an der Universität Greifswald. „Unsere Teilnehmenden erleben, welche Herausforderungen Mecklenburg-Vorpommern als Küstenland hat – und welche Ideen und Lösungen hier bereits entstehen. Der internationale Austausch eröffnet dabei neue Perspektiven auf regionale Fragen.“</p><p>SustainMV bringt damit globale Erfahrungen und regionale Praxis zusammen. Die Sommerschule zeigt, dass Themen wie Klimaschutz, Ernährung, Energie und Tourismus nicht getrennt voneinander betrachtet werden können und dass Hochschulen eine wichtige Rolle dabei spielen, Lösungen gemeinsam mit Gesellschaft und Region zu entwickeln.</p><p><strong>Zu Sustain MV</strong><br>SustainMV ist ein gemeinsames Projekt aller Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern, darunter die Universität Greifswald, die Universität Rostock, die Hochschule für Musik und Theater Rostock, die Hochschule Wismar, die Hochschule Stralsund und die Hochschule Neubrandenburg. Die landesweite Zusammenarbeit verbindet die Hochschulen in einer gemeinsamen Initiative für nachhaltige Entwicklung und internationalen Austausch. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern.</p><p><a href="https://sustainmv.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Zur Website SustainMV</a><br><a href="https://youtube.com/watch?v=mHlCawuKGDI" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Zum Imagefilm zur SustainMV</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Lydia Bandow (Koordinatorin SustainMV)<br>International Office<br>Domstraße 8, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1337<br><a href="mailto:info@sustainmv.de" class="mail-link">info@sustainmv.de</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Rostock</strong><br>Anke Reule&nbsp;(Koordinatorin SustainMV)<br>International Office<br>Kröpeliner Straße 29, 18055 Rostock<br>Telefon +49 381 498 1219<br><a href="mailto:info@sustainmv.de" class="mail-link">info@sustainmv.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/09-2026-Medienfotos/Gruppenbild_HOST_2026_c_Seif_El_Sisi.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-285350</guid><pubDate>Mon, 31 Aug 2026 09:57:58 +0200</pubDate><title>Sticker als Forschungsgegenstand: Was Aufkleber über den öffentlichen Raum erzählen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sticker-als-forschungsgegenstand-was-aufkleber-ueber-den-oeffentlichen-raum-erzaehlen-285350/</link><description>Sticker an Laternen oder Stromkästen sind alltägliche Bestandteile des öffentlichen Raums und sorgen oft für Unmut. Für die Sprachwissenschaft sind sie ein interessantes Forschungsobjekt: Als sichtbare sprachliche Zeichen geben sie Hinweise darauf, welche Themen, Sprachen und gesellschaftlichen Positionen in einer Stadt präsent sind. Die finnischen Germanistinnen Sanni Linnasaari und Leena Kolehmainen haben dafür mehr als 800 Sticker aus Greifswald und Turku untersucht. Ihre Analyse zeigt, dass in Greifswald gesellschaftspolitische Themen und insbesondere antifaschistische Botschaften die Stickerlandschaft prägen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Sticker an Laternen oder Stromkästen sind alltägliche Bestandteile des öffentlichen Raums und sorgen oft für Unmut. Für die Sprachwissenschaft sind sie ein interessantes Forschungsobjekt: Als sichtbare sprachliche Zeichen geben sie Hinweise darauf, welche Themen, Sprachen und gesellschaftlichen Positionen in einer Stadt präsent sind. Die finnischen Germanistinnen Sanni Linnasaari und Leena Kolehmainen haben dafür mehr als 800 Sticker aus Greifswald und Turku untersucht. Ihre Analyse zeigt, dass in Greifswald gesellschaftspolitische Themen und insbesondere antifaschistische Botschaften die Stickerlandschaft prägen.</p><p>Die Studie zeigt, dass in Greifswald gesellschaftspolitische Inhalte einen Schwerpunkt bilden. Besonders häufig finden sich antifaschistische Botschaften, die teilweise in direktem Zusammenhang mit gegensätzlichen politischen Stickern stehen. Zudem sind Themen wie politische Gegenbewegung, Naturschutz, Solidarität und Sport vielfach vertreten. Sportsticker stammen dabei häufig aus dem Umfeld der Fanszene des F.C. Hansa Rostock und zeigen neben der Verbundenheit mit dem Verein auch konfrontative Sprache und die Abgrenzung gegenüber gegnerischen Gruppen.</p><p>In Greifswald wird Deutsch überwiegend für politische Aussagen, Forderungen und Informationen verwendet und richtet sich damit an ein lokales Publikum. Englisch erscheint dagegen häufig in kurzen Schlagworten und bekannten Slogans und dient der Aufmerksamkeit sowie der Verortung im globalen Aktivismus.&nbsp;</p><p>Die Untersuchung ist dem Forschungsfeld der Linguistic Landscapes zuzuordnen. Darunter versteht die Sprachwissenschaft die Erforschung von Sprache und anderen sichtbaren Zeichen im öffentlichen Raum. Untersucht wird, welche Sprachen an einem Ort verwendet werden, an wen sich sprachliche Botschaften richten und welche gesellschaftlichen Bedeutungen damit verbunden sind. Neben offiziellen Beschriftungen wie Straßenschildern können dabei auch informelle und teilweise unerlaubt angebrachte Zeichen wie Sticker Gegenstand der Forschung sein.</p><p><strong>Sticker als Form öffentlicher Kommunikation&nbsp;</strong></p><p>Sticker sind für die Untersuchung öffentlicher Sprachlandschaften interessant, weil sie eine niedrigschwellige Form der Kommunikation darstellen: „Sticker haben eine Art Grass-Root-Niveau, mit dem man sich aktivistisch und politisch engagieren und die eigene Meinung ausdrücken kann, weil sie unzensiert sind“, sagt Autorin Sanni Linnasaari. Privatpersonen, politische Gruppen und Aktivist*innen können mit ihnen eigene Botschaften sichtbar machen, ohne auf institutionelle Kommunikationswege angewiesen zu sein.</p><p>Zugleich sind Sticker eine besonders dynamische Form öffentlicher Kommunikation. Sie werden entfernt, überklebt, beschädigt oder gezielt verändert. Dadurch entstehen neue Bedeutungsebenen und teilweise regelrechte Dialoge zwischen unterschiedlichen Positionen. Besonders bei politischen Themen können sogenannte „Stickerkriege“ entstehen, bei denen verschiedene Akteur*innen um Sichtbarkeit im öffentlichen Raum konkurrieren.</p><p><strong>Analyse der Greifswalder Stickerlandschaft</strong></p><p>Für ihre vergleichende Untersuchung erfassten Linnasaari und Kolehmainen mehr als 800 Sticker in Greifswald und Turku und analysierten sie hinsichtlich ihrer Themen und Sprachen. Sanni Linnasaari war 2022 als Erasmuspraktikantin im Bereich der Fennistik der Universität Greifswald tätig und begann während ihres Aufenthalts, die Sticker im Stadtgebiet zu fotografieren.&nbsp;<br><br>&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Publikation: Linnasaari, S., Kohlemainen, L. (2025): Linguistic Landscapes im Ostseeraum. Transgressive Sticker in Greifswald und Turku. In: Pantermöller, M., Järventausta, M., Kolehmainen, L., Kujamäki, P. (Hrsg.): <em>Kulturen, Konvergenzen und Kommunikation: Begegnungen zwischen Finnland und dem deutschsprachigen Raum</em>. (Mémoires de la Societé Néophilologique de Helsinki; Vol. 114). Société Néophilologique, S. 361-394.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.51814/5n8zh803" target="_blank" rel="noreferrer">https://doi.org/10.51814/5n8zh803</a>.</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>Verschiedenes</category><category>Forschung</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/08-2026-Medienfotos/Sticker-20260217-DSC03059-LB-350dpi_sRGB-scaled-e1781679299319-2.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-285194</guid><pubDate>Thu, 27 Aug 2026 09:33:46 +0200</pubDate><title>Eine uralte Überlebensstrategie: 16 Millionen Jahre alte Koralle zeigt erstaunliche Parallelen zu heutigen Korallen unter Hitzestress</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/eine-uralte-ueberlebensstrategie-16-millionen-jahre-alte-koralle-zeigt-erstaunliche-parallelen-zu-heutigen-korallen-unter-hitzestress-285194/</link><description>Eine biologische Reaktion auf Umweltstress ist mindestens 16 Millionen Jahre alt: Eine fossile Koralle aus dem Iran zeigt nahezu dieselbe Form der Regeneration wie heutige Mittelmeer-Korallen. Die sogenannte „Rejuvenescence“ tritt bei lebenden Korallen als Reaktion auf hohe Temperaturen auf und wurde nach marinen Hitzewellen beobachtet. Der Fund deutet darauf hin, dass es sich um eine über Millionen Jahre hinweg wiederkehrende Reaktion handeln könnte – möglicherweise um einen alten biologischen Mechanismus, der Korallen dabei hilft kurzfristige extreme Hitzebelastungen zu bewältigen. Erstautor der Studie ist der Paläontologe Dr. Markus Reuter von der Universität Greifswald. Die Studie erschien kürzlich in der Fachzeitschrift npj Biodiversity.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Eine biologische Reaktion auf Umweltstress ist mindestens 16 Millionen Jahre alt: Eine fossile Koralle aus dem Iran zeigt nahezu dieselbe Form der Regeneration wie heutige Mittelmeer-Korallen. Die sogenannte „Rejuvenescence“ tritt bei lebenden Korallen als Reaktion auf hohe Temperaturen auf und wurde nach marinen Hitzewellen beobachtet. Der Fund deutet darauf hin, dass es sich um eine über Millionen Jahre hinweg wiederkehrende Reaktion handeln könnte – möglicherweise um einen alten biologischen Mechanismus, der Korallen dabei hilft kurzfristige extreme Hitzebelastungen zu bewältigen. Erstautor der Studie ist der Paläontologe Dr. Markus Reuter von der Universität Greifswald. Die Studie erschien kürzlich in der Fachzeitschrift npj Biodiversity.</p><p>Die Koralle lebte vor rund 16 bis 17 Millionen Jahren im Bereich des nördlichen Indischen Ozeans während des miozänen Klimaoptimums, einer langanhaltenden Warmphase, in der die globalen Durchschnittstemperaturen etwa 3 bis 4 °C über den heutigen Werten lagen. Das Fossil aus dem Iran dokumentiert ein teilweises Absterbeereignis (Mortalitätsereignis) und die anschließende Regeneration: Während Teile der Kolonie abstarben, zogen sich die überlebenden Polypen zusammen und bildeten innerhalb des bereits vorhandenen Skelettgerüsts verkleinerte neue Korallite, die Skelette einzelner Polypen. Von diesen aus konnten die zuvor abgestorbenen Bereiche der Kolonie anschließend erneuert werden. Diese charakteristische Form der Regeneration wird als Rejuvenescence bezeichnet.</p><p>Bei heutigen Korallen verkleinern sich die Polypen und reduzieren ihre Stoffwechselaktivität, wodurch sie Phasen hitzebedingter Nahrungsknappheit überstehen können. Verbessern sich die Umweltbedingungen, können sie wieder zu ihrer ursprünglichen Größe heranwachsen und geschädigte Bereiche der Kolonie regenerieren.&nbsp;</p><p>„Für mich ist besonders überraschend, dass wir eine nahezu identische morphologische Reaktion bei Korallen beobachten, zwischen denen Millionen Jahre liegen und die aus ganz unterschiedlichen Regionen stammen“, sagt Markus Reuter. Die Ähnlichkeit wirft die Frage auf, ob es sich um einen sehr alten, tief in der Korallenbiologie verankerten Mechanismus handelt oder ob sich eine vergleichbare Reaktion mehrfach unabhängig entwickelt hat.</p><p><strong>Ein Blick in vergangene Warmzeiten mit Bedeutung für die Zukunft</strong></p><p>Korallenriffe reagieren empfindlich auf steigende Meerestemperaturen und sind zunehmend von marinen Hitzewellen betroffen. Gleichzeitig zeigen geologische Zeugnisse, dass Korallenriffe bereits frühere Phasen globaler Erwärmung überstanden haben. Wie einzelne Korallen mit den damit verbundenen Belastungen umgingen, lässt sich aus dem Fossilbericht allerdings kaum rekonstruieren.</p><p>„Unsere Studie liefert einen seltenen Einblick darin, wie Korallen während einer erdgeschichtlichen globalen Warmzeit auf thermischen Stress reagiert haben könnten“, erklärt Reuter. Damit trägt die Untersuchung dazu bei, besser zu verstehen, welche Strategien Korallen im Laufe ihrer Evolutionsgeschichte entwickelt haben, um mit belastenden Umweltbedingungen umzugehen – und wo deren Grenzen liegen.</p><p><strong>Neue Perspektiven für die Klimaforschung</strong></p><p>Für die Zukunft der Korallenriffe ist die Entdeckung allerdings kein Grund zur Entwarnung. Die Verbindung zwischen Rejuvenescence und starkem thermischem Stress macht das Phänomen vielmehr für die Klimaforschung interessant. Die Reaktion könnte auftreten, wenn einzelne Korallenarten oder Kolonien bereits nahe an ihre thermische Toleranzgrenze kommen.</p><p>„Rejuvenescence sollte daher nicht als Beleg dafür verstanden werden, dass Korallenriffe den Klimawandel problemlos überstehen können“, so Reuter. Vielmehr könnte das seltene und leicht zu übersehende Phänomen als morphologisches Warnsignal für eine kritische Hitzebelastung dienen. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen der Widerstandsfähigkeit einzelner Korallen und der Stabilität des gesamten Riffökosystems.</p><p><strong>Millionen Jahre alte Warnsignale</strong></p><p>Damit eröffnet der Fund eine weitere Perspektive: Rejuvenescence könnte nicht nur dabei helfen, die Belastung von Korallen durch den Klimawandel besser einzuschätzen, sondern auch frühere Klimaextreme zu rekonstruieren.</p><p>Noch ist allerdings unklar, wie genau Rejuvenescence ausgelöst wird und ob tatsächlich hohe Temperaturen allein dafür verantwortlich sind. Weitere Langzeitbeobachtungen an lebenden Korallen unter unterschiedlichen Umweltbedingungen könnten darüber Aufschluss geben. Auch die gezielte Untersuchung weiterer fossiler Korallenriffe könnte zeigen, wie weit diese Reaktion in der Erdgeschichte zurückreicht und unter welchen Klimabedingungen sie auftrat.<br>&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>An der Studie sind neben der Universität Greifswald Forschende der Universität Graz, des Naturhistorischen Museums Wien, der Universität Modena und Reggio Emilia, der Sapienza Universität Rom, des Geological Survey of Iran sowie des Torre de la Sal Aquaculture Institute des Spanischen Nationalen Forschungsrats (CSIC) beteiligt.<br><em>Publikation</em>: Reuter, M., Piller, W.E., Harzhauser, M. et al.&nbsp;Rejuvenescence suggests recurrent coral responses in Miocene and modern reefs near upper thermal tolerance limits. <em>npj biodivers</em> 5, 26 (2026).&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1038/s44185-026-00152-7" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1038/s44185-026-00152-7</a></p><p>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald</strong><br>PD Dr. Markus Reuter<br>Institut für Geographie und Geologie<br>Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17A, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420&nbsp;4586<br><a href="mailto:markus.reuter@uni-greifswald.de" class="mail-link">markus.reuter@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>Verschiedenes</category><category>Forschung</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/2/d/csm_Rejuveneszenz-Korallen-02222017_4ee3c847cc.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-285119</guid><pubDate>Wed, 26 Aug 2026 07:10:07 +0200</pubDate><title>Schwedische Akademie zu Gast an der Universität Greifswald</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/schwedische-akademie-zu-gast-an-der-universitaet-greifswald-285119/</link><description>Die Universität Greifswald hat Besuch aus Schweden empfangen: Über 30 Mitglieder der Königlich-Gustav-Adolf-Akademie für schwedische Volkskultur informierten sich bei einer Exkursion durch Vorpommern am 25. August 2026 über Geschichte und Sammlungen Schwedens ältester Universität.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Universität Greifswald hat Besuch aus Schweden empfangen: Über 30 Mitglieder der Königlich-Gustav-Adolf-Akademie für schwedische Volkskultur informierten sich bei einer Exkursion durch Vorpommern am 25. August 2026 über Geschichte und Sammlungen Schwedens ältester Universität.</p><p>Auf dem Programm standen eine Führung durch das Universitätshauptgebäude und dem Auditorium Maximum durch den Greifswalder Skandinavistik-Professor Clemens Räthel. Im Mittelpunkt stand dabei die schwedische Vergangenheit der Universität. Vorgestellt wurde unter anderem der Mathematikprofessor Andreas Mayer, der 1741 nach Greifswald berufen wurde. Als Schüler des Universalgelehrten Christian Wolff verfügte er über enge Kontakte in die schwedische Regierung. Nachdem Mayer 1747 zum Rektor gewählt worden war, setzte er sich mit Nachdruck für den Neubau des Universitätshauptgebäudes ein. Dafür warb er unter anderem beim Generalgouverneur in Stralsund, dem höchsten Vertreter der schwedischen Krone in Schwedisch-Pommern, um Unterstützung.</p><p>Besonderes Interesse weckte die Präsentation historischer Matrikelkarten aus der Zeit der Pommerschen Kommission des Generalvermessungsamtes. Ivo Asmus von der Universitätsbibliothek Greifswald erläuterte die Entstehung und Bedeutung der Karten, die wertvolle Einblicke in die historische Entwicklung Pommerns und seiner Kulturlandschaft geben.</p><p>Die Königlich-Gustav-Adolf-Akademie wurde 1932 in Uppsala gegründet und zählt zu den wichtigsten wissenschaftlichen Einrichtungen Schwedens auf dem Gebiet der Volkskulturforschung. Sie fördert Forschung durch Publikationen, Tagungen, Exkursionen und Stipendien. Benannt ist sie nach König Gustav II. Adolf, der im Jahr 1631 mit seinen Truppen in Greifswald einzog und der Universität einen Schutzbrief ausstellte, der diese von den Lasten des Krieges freistellte.</p><p>Die enge historische Verbindung zwischen Schweden und Vorpommern macht Greifswald bis heute zu einem bedeutenden Ort des wissenschaftlichen Austauschs zwischen beiden Ländern. Der Besuch an der Universität Greifswald bildete den Auftakt der einwöchigen Diskussion. Weitere Stationen der Exkursion sind mitunter die Universitäts- und Hansestadt Greifswald, das Pommersche Landesmuseum, Stralsund, Rügen, Griebenow und Gützkow.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Clemens Räthel<br>Neuere Skandinavische Literaturen<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3610<br><a href="mailto:clemens.raethel@uni-greifswald.de" class="mail-link">clemens.raethel@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/d/1/csm_Universitatsfuhrung-Schwedische-Akademie-20260825-DSC06573-GH-350dpi_sRGB_b0ce31e233.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-284987</guid><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 12:44:17 +0200</pubDate><title>Greifswalder Künstler und Professor stellt „Butteradler“ in Frankfurter Museum für angewandte Kunst aus</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswalder-kuenstler-und-professor-stellt-butteradler-in-frankfurter-museum-fuer-angewandte-kunst-aus-284987/</link><description>Der Adler ist nicht nur staatliches Hoheitszeichen der Bundesrepublik, sondern auch Gütesiegel für „Deutsche Markenqualität“. Einst auf zahlreichen Lebensmitteln zu finden, ist das Zeichen heute nahezu ausschließlich auf Discount-Butter abgebildet und wird gemäß der Butterverordnung nur nach amtlicher Prüfung vergeben. Prof. Rozbeh Asmani von der Universität Greifswald hat im Rahmen einer Ausstellung einen Bundesadler aus Butter kreiert, der staatliche Symbolik mit wirtschaftlichen Wertvorstellungen verbindet. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Der Adler ist nicht nur staatliches Hoheitszeichen der Bundesrepublik, sondern auch Gütesiegel für „Deutsche Markenqualität“. Einst auf zahlreichen Lebensmitteln zu finden, ist das Zeichen heute nahezu ausschließlich auf Discount-Butter abgebildet und wird gemäß der Butterverordnung nur nach amtlicher Prüfung vergeben. Prof. Rozbeh Asmani von der Universität Greifswald hat im Rahmen einer Ausstellung einen Bundesadler aus Butter kreiert, der staatliche Symbolik mit wirtschaftlichen Wertvorstellungen verbindet. </p><p>„Der Bundesadler selbst steht wie kein anderes Symbol für die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik“, sagt Rozbeh Asmani. „Wenn man nun einen Bundesadler aus Butter erstellt – und das zumal im Hochsommer –, muss dieser gekühlt werden. Genau wie eine funktionierende Demokratie erfordert dieser Adler Fürsorge und Pflege. Mit dem Butteradler verweise ich damit auf die Fragilität demokratischer Ordnung.“ Um im Verlauf der sechsmonatigen Ausstellung nicht zu schmelzen ist die Adler-Skulptur aus Butter auf ein eigens entwickelte Kühlkammer angewiesen, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Thermodynamik der Leibniz Universität Hannover entwickelt wurde.&nbsp;</p><p>In seiner künstlerischen Praxis setzt sich Rozbeh Asmani mit Patenten und Markenprodukten auseinander. Für seine Skulpturen, Plastiken und Druckgrafiken verwendet er oft Alltagsmaterialien, wie in der Vergangenheit bereits Schokolade, Lakritz-Extrakt oder Kaffeesatz. Für die Ausstellung im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst fand er den Aspekt spannend, dass herkömmliche Butter mit vielen menschlichen Emotionen verbunden ist, wie als streng rationierte Ressource in der Nachkriegszeit oder der tägliche aktualisierte Butterpreis. Zugleich wird die Deutsche Markenbutter als einziges Lebensmittel mit dem Bundesadler auf der Verpackung zertifiziert.&nbsp;</p><p>Die künstlerische Arbeit „Butteradler“ wird im Rahmen der Ausstellung „Adler, Orden, Wahlurne – Redesigning Democratic Representation“ gezeigt und lädt dazu ein, vertraute Zeichen des demokratischen Gemeinwesens neu zu betrachten. Drei Jahre lang begleitet das Team um Prof. Dr. Friedrich von Borries, Designtheoretiker von der Hochschule für bildende Künste Hamburg, Politiker*innen in ihrem parlamentarischen Alltag, um zu verstehen, wie Repräsentation im Kleinen funktioniert. Die gestalterische Perspektive in der Ausstellung richtet den Blick auf das Sinnliche und Materielle dieser Arbeit. Passen die Zeichen noch zu dem, was wir heute unter Demokratie verstehen?&nbsp;</p><p>Der Butteradler wird vom 28. August 2026 bis zum 21. Februar 2027 neben weiteren Arbeiten von Gestalter*innen und Künstler*innen im Rahmen der Ausstellung „Adler, Orden, Wahlurne – Redesigning Democratic Representation“ im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt gezeigt werden.&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.museumangewandtekunst.de/de/besuch/ausstellungen/adler-orden-wahlurne-redesigning-democratic-representation/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Die Ausstellung</a> entstand im Rahmen von Re·De·Re, einem Forschungsprojekt der Hochschule für Bildende Künste (HFBK) Hamburg und der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung. Ausstellung und Projekt werden gefördert von der VolkswagenStiftung.&nbsp;<br><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Rozbeh Asmani<br>Caspar-David-Friedrich-Institut<br>Bahnhofstraße 46/47, 17489 Greifswald<br>Telefon&nbsp;+49&nbsp;3834 420 3280<br><a href="mailto:r.asmani@uni-greifswald.de" class="mail-link">r.asmani@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/d/9/csm_LC01238-0011_92c3b18977.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-284855</guid><pubDate>Fri, 21 Aug 2026 06:23:25 +0200</pubDate><title>Party-Check ist online: Politikwissenschaftler bieten Onlinewahlhilfe zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/party-check-ist-online-politikwissenschaftler-bieten-onlinewahlhilfe-zur-landtagswahl-in-mecklenburg-vorpommern-an-284855/</link><description>Wie nah sind die eigenen politischen Positionen an denen der Parteien? Der neue „Party-Check“ soll Wähler*innen in Mecklenburg-Vorpommern helfen, diese Frage für sich zu beantworten. Die wissenschaftlich entwickelte Onlinewahlhilfe vergleicht die eigenen politischen Positionen mit denen der Parteien und zeigt, bei welchen Themen die größten Übereinstimmungen bestehen. Mitentwickelt wurde der Party-Check von Prof. Dr. Jochen Müller von der Universität Greifswald. Am 20. September 2026 wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie nah sind die eigenen politischen Positionen an denen der Parteien? Der neue „Party-Check“ soll Wähler*innen in Mecklenburg-Vorpommern helfen, diese Frage für sich zu beantworten. Die wissenschaftlich entwickelte Onlinewahlhilfe vergleicht die eigenen politischen Positionen mit denen der Parteien und zeigt, bei welchen Themen die größten Übereinstimmungen bestehen. Mitentwickelt wurde der Party-Check von Prof. Dr. Jochen Müller von der Universität Greifswald. Am 20. September 2026 wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt.</p><p>Anders als bei Wahlhilfen, die auf den Selbstauskünften der Parteien basieren, stützt sich der&nbsp;<a href="https://party-check.org/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Party-Check</a> auf Einschätzungen aus der politikwissenschaftlichen Forschung. Grundlage sind Daten des Länder Expert Survey, für den mehr als 20 politikwissenschaftliche Expert*innen die Positionen der Parteien in Mecklenburg-Vorpommern eingeordnet haben. „Der besondere Mehrwert liegt in der Datengrundlage: Die Parteipositionen beruhen nicht auf Selbstauskünften der Parteien, sondern auf Einschätzungen aus dem Länder Expert Survey“, sagt Prof. Dr. Jochen Müller.</p><p>Für den persönlichen Vergleich können Interessierte ihre eigenen Positionen zu 18 politischen Themen angeben und die einzelnen Themen unterschiedlich gewichten. Die Themen reichen von Bildung, Zuwanderung und Klimaschutz über Verschuldung, Wirtschaft und Arbeitsmarkt bis hin zu Bürgerrechten, Demokratieförderung, Rüstungsindustrie und dem Umgang mit der AfD. Anschließend zeigt der Party-Check, mit welchen Parteien die größten inhaltlichen Übereinstimmungen bestehen. Zusätzlich wird die eigene Position auf einer Links-Rechts-Skala eingeordnet.</p><p>„Der Party-Check ist keine Wahlempfehlung, sondern ein Instrument zur politischen Orientierung“, sagt Müller. „Er zeigt, bei welchen Themen Nutzer*innen den Parteien besonders nah sind und wo deutliche Unterschiede bestehen.“</p><p>Entwickelt wurde der Party-Check für Mecklenburg-Vorpommern von Prof. Dr. Jochen Müller von der Universität Greifswald gemeinsam mit Dr. Jan Philipp Thomeczek von der Universität Potsdam, Dr. Anne Küppers von der Universität Jena, Prof. Dr. Christian Stecker von der TU Darmstadt und Dr. Benjamin Höhne von der Universität Chemnitz.</p><p>Für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern wurde der Party-Check weiterentwickelt. Neu ist unter anderem die Möglichkeit, alle 18 Themen individuell zu gewichten. Zudem steht das Angebot auch in englischer Sprache zur Verfügung.&nbsp;</p><p>Nach dem Ergebnis können Nutzer*innen selbst entscheiden, ob ihre Daten vollständig gelöscht werden sollen oder ob sie durch die Beantwortung weiterer Fragen die wissenschaftliche Forschung unterstützen möchten. Die zusätzlichen Fragen beziehen sich unter anderem auf politische Einstellungen und die eigene Wahlabsicht.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Zum <a href="https://party-check.org/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Party-Check</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Jochen Müller<br>Professur für Politische Soziologie und Methoden<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, Raum 3.10, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3180<br><a href="mailto:jochen.mueller@uni-greifswald.de" class="mail-link">jochen.mueller@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://bsky.app/profile/jocmuel.bsky.social" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">bsky.app/profile/jocmuel.bsky.social</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>news intern uni</category><category>Relevantes &amp; Rechtliches</category><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/8/4/csm_onlinewahlhilfe-app-20260820-DSC02841-jm-300pdi-srgb-3000xnn_8738ab9565.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-284047</guid><pubDate>Thu, 13 Aug 2026 09:45:00 +0200</pubDate><title>Debattenbox auf Tour: Wo Menschen ins Gespräch kommen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/debattenbox-auf-tour-wo-menschen-ins-gespraech-kommen-284047/</link><description>Vier Termine, sechs Forschende, 40 kontroverse Fragen und 60 Sekunden Zeit für den Konsens: Mit der „Debattenbox auf Tour“ laden die Universität Greifswald, die Hochschule Stralsund und die Hochschule Wismar gemeinsam mit dem Hallenser Verein science2public im August zum kontroversen Austausch über die Zukunft des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommerns ein.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Vier Termine, sechs Forschende, 40 kontroverse Fragen und 60 Sekunden Zeit für den Konsens: Mit der „Debattenbox auf Tour“ laden die Universität Greifswald, die Hochschule Stralsund und die Hochschule Wismar gemeinsam mit dem Hallenser Verein science2public im August zum kontroversen Austausch über die Zukunft des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommerns ein.</p><p>Braucht der ländliche Raum eine bessere Gesundheitsversorgung? Wie gelingt die Energiewende vor Ort? Wie viel Windenergie verträgt die Region? Mit solchen und ähnlichen Fragen wandert die interaktive Debattenbox von science2public e.V. von Sachsen-Anhalt nach Mecklenburg-Vorpommern und geht vom 22. bis 27. August 2026 dort mit drei Hochschulen auf Tour. Sie bringt Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven miteinander ins Gespräch – direkt, spielerisch und ohne Berührungsängste.</p><p><strong>Wissenschaft trifft Alltag&nbsp;</strong><br><br>Dabei trifft die Bevölkerung auf Forschende: Wissenschaftler*innen der beteiligten Hochschulen sind in Greifswald, Wismar, Pasewalk und Stralsund vor Ort, um mit den Bürger*innen in den Austausch zu gehen. Sie ordnen aktuelle Fragen aus ihrem Forschungsgebiet ein und kommen mit den Menschen über Themen ins Gespräch, die die Region bewegen.</p><p><strong>Ja? Nein! Gemeinsam Antworten auf Fragen finden.&nbsp;</strong></p><p>Das Prinzip der Debattenbox ist spielerisch einfach: Zwei Personen beantworten per Buzzer kontroverse Ja-oder-Nein-Fragen. Stimmen sie überein, geht es weiter. Sind sie unterschiedlicher Meinung, beginnt der 60-Sekunden-Debattenmodus. Um zur nächsten Frage zu kommen, müssen die beiden Spielenden einen gemeinsamen Nenner finden.</p><p>So schafft die Debattenbox Gesprächsanlässe in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft von Polarisierung und fehlender Akzeptanz geprägt sind. Sie bringt Menschen über das Spiel zusammen, die sonst vielleicht nie miteinander ins Gespräch kämen.</p><p>Auf der Debattenbox-Tour durch Mecklenburg-Vorpommern geht es unter anderem um die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, die Energiewende und den Ausbau der Windenergie. In Wismar stehen aktuelle Forschungsaspekte aus den Bereichen Bauingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik und Gestaltung im Mittelpunkt.</p><p>Die Debattenbox selbst ist ein Unikat. Entstanden ist sie im Rahmen der kreativen Wissenschaftsvermittlung als DIY-Projekt des Hallenser Vereins – mit viel Leidenschaft, Tüftelei und technischer Expertise. Als interaktives Demokratie-Spiel bringt sie Menschen und Wissenschaft zu wichtigen Zukunftsthemen miteinander ins Gespräch und stärkt damit den demokratischen Austausch.</p><p>Wer neugierig ist, mitdiskutieren und Forschende direkt kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen, bei einem der vier Termine in Greifswald, Wismar, Pasewalk und Stralsund vorbeizukommen. Denn die Debattenbox lebt davon, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen – gerade dann, wenn sie nicht einer Meinung sind.</p><p><strong>Die Termine der „Debattenbox auf Tour“ auf einen Blick:</strong></p><ul><li><strong>22. August 2026</strong>, 11:00 bis 14:00 Uhr<br>Universität Greifswald – <strong>Greifswald Elisenpark</strong><br>Mit Steffen Fleßa</li><li><strong>23. August 2026</strong>, 10:00 bis 15:00 Uhr<br>Hochschule Wismar – <strong>Schwedenfest Wismar, Runde Grube, Wismar</strong><br>Mit Maxi Berger, Annette Ochs und Marianne Schmolke</li><li><strong>25. August 2026</strong>, 09:30 bis 12:00 Uhr<br>Universität Greifswald – <strong>Pasewalk Marktplatz</strong><br>Mit Sabine Schlacke und unter Teilnahme von Wissenschaftsministerin Bettina Martin</li><li><strong>27. August 2026</strong>, 14:00 bis 18:00 Uhr<br>Hochschule Stralsund – <strong>Alter Markt Stralsund</strong><br>Mit Martin Späth</li></ul><p>Kommen Sie vorbei, drücken Sie den Buzzer und diskutieren Sie mit. Denn Demokratie lebt davon, dass Menschen miteinander reden – gerade dann, wenn sie nicht einer Meinung sind.</p><p><strong>Zur Veranstaltungsreihe</strong><br>Organisiert wird die Veranstaltungsreihe von der <a href="https://www.uni-greifswald.de/" target="_blank" title="https://www.uni-greifswald.de/" class="external-link">Universität Greifswald</a>, der <a href="https://www.hochschule-stralsund.de/" target="_blank" title="https://www.hochschule-stralsund.de/" class="external-link">Hochschule Stralsund</a> und der <a href="https://www.hs-wismar.de/" target="_blank" title="https://www.hs-wismar.de/" class="external-link">Hochschule Wismar</a> in Zusammenarbeit mit dem Hallenser Verein <a href="https://www.science2public.com/" target="_blank" title="https://www.science2public.com/" class="external-link" rel="noreferrer">science2public</a>.<br>Science2public wurde 2007 als gemeinnütziger Verein gegründet. Seitjeher verschreibt er sich der Wissenschaftskommunikation. Das Ziel des Vereins ist es, Forschung und Gesellschaft für eine gemeinsame Zukunftsgestaltung zusammenzubringen und so den Herausforderungen des Wandels gemeinsam zu begegnen. Die Debattenbox wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen des STARK-Förderprogramms.&nbsp;</p><p><strong>Über die Expert*innen</strong><br>Prof. Dr. Steffen Fleßa ist Professor für Gesundheitsmanagement an der Universität Greifswald.<br>Prof. Dr. Maxi Berger ist Professorin für Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Annette Ochs ist Professorin für Bauingenieurwesens und Prof. Dr. Marianne Schmolke ist Professorin für Wirtschaftsinformatik. Sie lehren an der Hochschule Wismar.<br>Prof. Dr. Sabine Schlacke ist Professorin für Öffentliches Recht, mit Schwerpunkten im Verwaltungs- und Umweltrecht, an der Universität Greifswald.<br>Martin Späth ist Projektmitarbeiter am Institut für Regenerative EnergieSysteme (IRES) der Hochschule Stralsund.</p><p><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Stabsstelle Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/5/3/csm_ScienceCube-FotoPaulFiedler_20df72b234.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-284232</guid><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 09:12:51 +0200</pubDate><title>Wissenschaft für eine nachhaltige Landwirtschaft: Ukrainische Professorin forscht in Greifswald</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wissenschaft-fuer-eine-nachhaltige-landwirtschaft-ukrainische-professorin-forscht-in-greifswald-284232/</link><description>In Greifswald hat sich für die ukrainische Agrarökonomin Prof. Dr. Olena Kotykova eine neue Perspektive eröffnet. Im Rahmen eines Philipp-Schwartz-Stipendiums forscht sie an der Universität Greifswald zu nachhaltigen und resilienten Agrarsystemen. Ihr erster Aufenthalt in der Hansestadt begann 2023 – inzwischen hat sich daraus eine langfristige Perspektive entwickelt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>In Greifswald hat sich für die ukrainische Agrarökonomin Prof. Dr. Olena Kotykova eine neue Perspektive eröffnet. Im Rahmen eines Philipp-Schwartz-Stipendiums forscht sie an der Universität Greifswald zu nachhaltigen und resilienten Agrarsystemen. Ihr erster Aufenthalt in der Hansestadt begann 2023 – inzwischen hat sich daraus eine langfristige Perspektive entwickelt.</p><p>Das Stipendium ermöglicht ihr, ihre Forschung für zwei Jahre unter sicheren Bedingungen fortzusetzen. Für Olena Kotykova bedeutet die Förderung jedoch weit mehr als finanzielle Unterstützung: Sie schenkt ihr und ihrer Familie Stabilität und die Möglichkeit, sich wieder ganz ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu widmen. „Dank der Ressourcen der Universität Greifswald und des Vertrauens der Alexander von Humboldt-Stiftung kann ich das Thema meines Lebens – die nachhaltige Entwicklung und Resilienz im Agrarsektor – auf internationalem Niveau weiter vorantreiben“, berichtet Kotykova. Mit ihrem Projekt untersucht sie, wie zirkuläre Ernährungssysteme die Entwicklung ländlicher Räume fördern und den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft unterstützen können.</p><p><strong>Wie der Weg nach Greifswald führte</strong></p><p>Von 2011 bis 2023 leitete Olena Kotykova den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre an der Mykolayiv National Agrarian University in der Ukraine. Mit Beginn des russischen Angriffskrieges wurde jedoch schnell klar, dass sie ihre Arbeit dort unter den gegebenen Bedingungen nicht fortsetzen konnte.&nbsp;</p><p>Eine wichtige Begleiterin auf diesem Weg nach Greifswald war ihre Mentorin Dr. Hasmik Hunanyan, Leiterin des International Offices der Universität Greifswald. Über das Netzwerk „University of New Europe“ unterstützte sie Kotykova bei der Suche nach einer Forschungsmöglichkeit in Deutschland, machte sie auf das Philipp-Schwartz-Stipendium aufmerksam und begleitete sie durch den Bewerbungsprozess.</p><p>Nach Greifswald kam Prof. Kotykova nicht zum ersten Mal. Bereits 2023 war sie Stipendiatin der Stiftung Alfried Krupp Kolleg Greifswald, 2024 unterrichtete sie als Gastdozentin bei der Sommerschule „Greifswalder Ukrainicum“. In dieser Zeit lernte sie nicht nur die Universität, sondern auch die Stadt näher kennen. „Ich habe mich in die Stadt und die akademische Atmosphäre verliebt“, meint sie. „Die Universität Greifswald war für mich also kein unbekannter Ort, sondern eine bewusste Herzensentscheidung.“ Die Universität fühle sich vertraut an – ähnlich wie die Mykolayiv National Agrarian University, an der sie viele Jahre gelehrt und geforscht hat.</p><p><strong>Greifswald als neuer Heimathafen</strong></p><p>Auch wenn die ukrainische Wissenschaftlerin ihre Heimat unter anderen Umständen wahrscheinlich nie verlassen hätte, hat diese Veränderung ihren Blick auf Herausforderungen verändert. Sie habe gelernt, keine Angst vor Veränderungen und schwierigen Situationen zu haben und ihnen stattdessen mit Mut zu begegnen. Diese Erfahrung möchte sie auch an die Studierenden weitergeben. Gerade in Krisenzeiten entstehe häufig großes Potenzial für Innovationen.</p><p>„Wissenschaft ist nicht nur graue Theorie, sondern das stärkste Werkzeug, das wir haben, um die Welt krisenfester, friedlicher und nachhaltiger zu gestalten.“ Deshalb ermutigt sie Studierende, ihre Zeit an der Universität zu nutzen, kritisch zu denken und mutige Fragen zu stellen.</p><p>In Greifswald hat Prof. Dr. Olena Kotykova mittlerweile eine neue Heimat gefunden. Sie sei traurig, dass das Stipendium nur zwei Jahre gehe: „Am Anfang wollte ich nur ein, zwei Jahre bleiben, aber jetzt kenne ich das Land besser, jetzt verstehe ich die Regeln. Ich verstehe das Bildungssystem und es passt zu mir und zu meinen Vorstellungen. Ich möchte gerne bleiben, ich bin glücklich hier.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Die <a href="https://www.humboldt-foundation.de/bewerben/foerderprogramme/philipp-schwartz-initiative" target="_blank" rel="noreferrer">Philipp-Schwartz-Initiative</a> wurde 2015 vom Auswärtigen Amt und der Alexander von Humboldt-Stiftung ins Leben gerufen. Das Programm ermöglicht es gefährdeten Wissenschaftler*innen, ihre Forschung an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen fortzusetzen, indem es teilnehmenden Institutionen die nötigen Fördermittel zur Verfügung stellt. Forschende können ein Stipendium mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten erhalten, das um bis zu zwölf Monate verlängert werden kann.</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald</strong><br>Prof. Dr. Olena Kotykova&nbsp;<br>Lehrstuhl für Allgemeine Volkswirtschaftslehre sowie Wachstum, Strukturwandel und Handel<br>Friedrich-Loeffler-Straße 70, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2401<br><a href="mailto:olena.kotykova@uni-greifswald.de" class="mail-link">olena.kotykova@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>Forschung</category><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/8/c/csm_Verleihung_Urkunde_PSI-20260617-_MG_9806-ZVZ-350dpi_sRGB_6df78e31ff.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-284038</guid><pubDate>Wed, 05 Aug 2026 12:43:41 +0200</pubDate><title>Hoffnung in Zeiten der Klimamüdigkeit: Neun Erfolgsgeschichten aus Mooren weltweit</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/hoffnung-in-zeiten-der-klimamuedigkeit-neun-erfolgsgeschichten-aus-mooren-weltweit-284038/</link><description>Eine neue internationale Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Ambio, eröffnet eine ermutigende Perspektive auf die Klima- und Biodiversitätskrise. Während Moore häufig im Zusammenhang mit Degradierung und Treibhausgasemissionen diskutiert werden, stellt die Studie neun sogenannte „Bright Spots“ aus aller Welt vor. Die Beispiele reichen von gemeinschaftlich getragenen Renaturierungsinitiativen und großflächigen Wiedervernässungsprogrammen bis hin zu innovativen Formen der Nasslandwirtschaft und Kunstprojekten die den Menschen wieder eine Verbindung zu Moorlandschaften herstellen. Sie machen deutlich, dass bereits heute bedeutende Fortschritte erzielt werden, und liefern Inspiration sowie wertvolle Erkenntnisse für den Moorschutz weltweit. Die Studie wurde gemeinsam von Forschenden der Universität Greifswald (Partner im Greifswald Moor Centrum), die zugleich Mitglieder des Sonderforschungsbereichs WETSCAPES2.0 sind, sowie des Copernicus Institute for Sustainable Development der Universität Utrecht geleitet.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Eine neue internationale Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Ambio, eröffnet eine ermutigende Perspektive auf die Klima- und Biodiversitätskrise. Während Moore häufig im Zusammenhang mit Degradierung und Treibhausgasemissionen diskutiert werden, stellt die Studie neun sogenannte „Bright Spots“ aus aller Welt vor. Die Beispiele reichen von gemeinschaftlich getragenen Renaturierungsinitiativen und großflächigen Wiedervernässungsprogrammen bis hin zu innovativen Formen der Nasslandwirtschaft und Kunstprojekten die den Menschen wieder eine Verbindung zu Moorlandschaften herstellen. Sie machen deutlich, dass bereits heute bedeutende Fortschritte erzielt werden, und liefern Inspiration sowie wertvolle Erkenntnisse für den Moorschutz weltweit. Die Studie wurde gemeinsam von Forschenden der Universität Greifswald (Partner im Greifswald Moor Centrum), die zugleich Mitglieder des Sonderforschungsbereichs WETSCAPES2.0 sind, sowie des Copernicus Institute for Sustainable Development der Universität Utrecht geleitet.</p><p>„Moorforschende verbringen einen Großteil ihrer Zeit damit, Verluste, die Degradierung und den dringenden Handlungsbedarf rund um Moore zu dokumentieren“, sagt die Ko-Erstautorin Dr. Renske Vroom von der Universität Greifswald und dem Sonderforschungsbereich WETSCAPES2.0. „Diese Realität bleibt wichtig, aber sie erzählt nur einen Teil der Geschichte. Wir wollten Beispiele hervorheben, die zeigen, was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam Moore schützen und wiederherstellen.“</p><p><strong>Vielfältige Wege zu erfolgreichem Moorschutz</strong></p><p>Die Autor*innen verwenden den Begriff <strong>„</strong>Bright Spots<strong>“</strong> für Initiativen, die bemerkenswerte Erfolge bei Moorschutz, Wiedervernässung, Renaturierung, nachhaltiger Nutzung oder der gesellschaftlichen Beteiligung erzielt haben. Die neun ausgewählten Beispiele zeigen, dass erfolgreiche Maßnahmen zum Schutz von Mooren sehr unterschiedliche Formen annehmen können.&nbsp;</p><p>In Indonesien tragen großflächige Wiedervernässungsprogramme dazu bei, das Brandrisiko und Treibhausgasemissionen zu verringern. In Malaysia treiben lokale Gemeinschaften Renaturierungsmaßnahmen voran und entwickeln neue Ansätze für den nachhaltigen Umgang mit Mooren. Weitere Beispiele schaffen wirtschaftliche Perspektiven durch Paludikultur. Initiativen wie Turba Tol in Feuerland hingegen nutzen Kunst und kulturelles Engagement, um Menschen wieder mit Moorlandschaften in Verbindung zu bringen. Gemeinsam verdeutlichen diese Beispiele, dass es nicht den einen Weg zur erfolgreichen Wiederherstellung von Mooren gibt.</p><p>Trotz ihrer Diversität weisen alle Bright Spots mehrere gemeinsame Merkmale auf. Viele beruhen auf einer langfristigen Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik, Flächenmanagement, lokalen Gemeinschaften und Trägern indigenen Wissens. Andere zeigen, wie sich ökologische Renaturierung mit sozialen und wirtschaftlichen Vorteilen oder innovativen Formen der Öffentlichkeitsarbeit verbinden lässt.</p><p><strong>Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg</strong></p><p>„Der Schlüssel zur Wiederherstellung von Mooren ist die Zusammenarbeit“, sagt Dr. Ralph Temmink, Assistenzprofessor für Ökologie und Renaturierung an der Universität Utrecht und Koautor der Studie. „Die erfolgreichsten Projekte verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse, politische Rahmenbedingungen und lokales Wissen, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln.“</p><p>Zu den in der Studie vorgestellten Beispielen gehört auch die Paludikultur, die landwirtschafltiche Nutzung nasser und wiedervernässter Moore. Im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft auf entwässerten Moorböden bleiben die Böden dabei dauerhaft nass und können dennoch wirtschaftlich genutzt werden. Das ist von großer Bedeutung, da entwässerte Moore erhebliche Mengen an Treibhausgasen freisetzen: Sobald der zuvor wassergesättigte Torf mit Sauerstoff in Kontakt kommt, beginnt er sich zu zersetzen und entweicht als Kohlenstoffdioxid. Pflanzen wie Torfmoose, Schilf, Rohrkolben oder Seggen können hingegen auf nassen Mooren, ohne Entwässerung angebaut werden. Dadurch lassen sich Emissionen reduzieren und gleichzeitig neue wirtschaftliche Perspektiven für Flächeneigentümer*innen und lokale Gemeinschaften schaffen. Viele erfolgreiche Beispiele hierfür finden sich in Deutschland, wo Forschende, Landwirt*innen und Unternehmen seit einigen Jahren gemeinsam neue Wertschöpfungsketten auf Basis von Biomasse aus nassen Mooren entwickeln. Produkte wie Versandkartons, Textilien oder Baustoffe aus Paludikultur-Biomasse sind bereits auf dem Markt erhältlich.</p><p><strong>Von lokalen Erfolgen zu globalem Handeln</strong></p><p>„Wir hoffen, dass diese Beispiele dazu ermutigen, über die Herausforderungen hinauszublicken und anzuerkennen, dass bereits Fortschritte erzielt werden“, sagt Vroom. „Die Wiederherstellung von Mooren und wirksamer Klimaschutz sind keine Zukunftsvision. Sie finden bereits heute in vielen unterschiedlichen Formen und Regionen der Welt statt. Gleichzeitig machen diese Beispiele deutlich, wie dringend wir unsere Anstrengungen ausweiten müssen. Nur wenn wir auf diesen Erfolgen aufbauen und die Wiedervernässung und Renaturierung von Mooren beschleunigen, können wir das notwendige Tempo und den erforderlichen Umfang erreichen, um die Klimakrise wirksam einzudämmen.“</p><p>Moorrenaturierung kann unter sehr unterschiedlichen ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Bedingungen erfolgreich sein und bietet gleichzeitig Vorteile für Klimaschutz, Biodiversität und lokale Gemeinschaften bietet. Die Ergebnisse der Studie liefern wertvolle Impulse für zukünftige politische Strategien und Renaturierungsprogramme – in einer Zeit, in der immer mehr Länder ihre Klima- und Biodiversitätsziele erreichen müssen.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p><strong>Publikation:&nbsp;</strong><br>Vroom, R.J.E. et al.&nbsp;(2026): <em>Bright spots in peatland conservation, rewetting and restoration</em>.&nbsp;Ambio. <a href="https://doi.org/10.1007/s13280-026-02433-8" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1007/s13280-026-02433-8</a></p><p><strong>Greifswald Moor Centrum (GMC)</strong><br>Das Greifswald Moor Centrum ist eine Partnerschaft von Universität Greifswald, Michael Succow Stiftung, DUENE e. V. und der Stiftung Moorbibliothek. Mit rund 150 Moorkundigen an einem Standort zählt es zu den weltweit größten Zentren der Moorforschung. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis entwickelt das GMC wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze für Klima-, Biodiversitäts- und Landnutzungsfragen im Zusammenhang mit Mooren. Die am GMC entwickelte Globale Moordatenbank bildet eine wichtige Datengrundlage für internationale Analysen von Moorökosystemen.<br><a href="https://www.greifswaldmoor.de/start.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite</a></p><p><strong>Sonderforschungsbereich/Transregio 410 WETSCAPES2.0</strong><br>Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Sonderforschungsbereich/Transregio 410 WETSCAPES2.0 ist ein gemeinsames Forschungskonsortium der Universitäten Greifswald und Rostock. Im Mittelpunkt steht die interdisziplinäre Erforschung wiedervernässter Moorlandschaften. Ziel ist es, belastbare wissenschaftliche Grundlagen bereitzustellen um politische sowie praktische Entscheidungen zu unterstützen.<br><a href="https://wetscapes2.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link">Webseite</a></p><p><strong>Kontakt an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Luca Räther<br>Öffentlichkeitsarbeit &amp; Wissenschaftskommunikation<br>Institut für Botanik und Landschaftsökologie<br>Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4135<br><a href="mailto:luca.raether@uni-greifswald.de">luca.raether@uni-greifswald.de</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/renske-vroom-7945aba8/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Profil von Renske Vroom</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/ralphtemmink/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Profil von Ralph J.M. Temmink</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>Forschung</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/f/e/csm_Tierra-del-Fuego-20251203-Vroom-300pdi-srgb-3000xnn_2ffc779224.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-283828</guid><pubDate>Fri, 31 Jul 2026 12:05:12 +0200</pubDate><title>Professionalisierung von Lehrkräften: Universität Greifswald begleitet Lernen über die gesamte Berufslaufbahn</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/professionalisierung-von-lehrkraeften-universitaet-greifswald-begleitet-lernen-ueber-die-gesamte-berufslaufbahn-283828/</link><description>Wie werden Lehrkräfte auf die Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft vorbereitet? Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. Hendrik Lohse-Bossenz, der seit dem vergangenen Semester als Professor für Grundschulpädagogik an der Universität Greifswald lehrt und forscht. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Professionalisierung von Grundschullehrkräften – von der Ausbildung bis zur kontinuierlichen Weiterentwicklung im Beruf.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie werden Lehrkräfte auf die Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft vorbereitet? Mit dieser Frage beschäftigt sich Prof. Dr. Hendrik Lohse-Bossenz, der seit dem vergangenen Semester als Professor für Grundschulpädagogik an der Universität Greifswald lehrt und forscht. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Professionalisierung von Grundschullehrkräften – von der Ausbildung bis zur kontinuierlichen Weiterentwicklung im Beruf.</p><p>Darunter versteht Hendrik&nbsp;Lohse-Bossenz die Entwicklung pädagogischer Fachkräfte nicht nur während Studium und Vorbereitungsdienst, sondern während der gesamten Berufslaufbahn. Denn die Vorstellung, mit dem Abschluss der Ausbildung bereits „fertig“ zu sein, werde den Anforderungen des Lehrerberufs nicht gerecht.</p><p>„Unter Professionalisierung verstehe ich die Entwicklung von pädagogischen Fachkräften in und im Beruf. Zu verstehen, dass das Handeln einer Lehrperson nicht einzig auf Intuition beruht und auch niemand als Lehrperson ‚geboren‘ ist, prägt natürlich unsere Perspektive auf die Lehrer*innenbildung“, erklärt er.</p><p>Gesellschaftliche Veränderungen bringen dabei neue Aufgaben für Schulen und Lehrkräfte mit sich. Dazu zählen unter anderem eine zunehmende Vielfalt in den Klassen, digitale Entwicklungen und der Einsatz Künstlicher Intelligenz. Für Lohse-Bossenz sind diese Veränderungen nicht nur Herausforderungen, sondern auch Anlässe, das eigene pädagogische Handeln weiterzuentwickeln.</p><p>„Dass Grundschullehrkräfte hiermit umgehen müssen und dies als Belastung empfinden, ist etwas Normales. Die Frage aus der Forschungsperspektive ist allerdings, welche Ressourcen hierfür zur Verfügung stehen.“ Entscheidend sei, welche Unterstützung Lehrkräfte erhalten. Neben materiellen Voraussetzungen spielen dabei auch soziale und persönliche Ressourcen eine wichtige Rolle. Der Austausch mit Kolleg*innen und die gemeinsame Suche nach Lösungen können dazu beitragen, Herausforderungen als Lernchancen zu nutzen.</p><p><strong>Künstliche Intelligenz als Chance für die Lehrkräftebildung</strong></p><p>Eine besondere Rolle spielt aktuell der Umgang mit Künstlicher Intelligenz. KI ist längst Teil des Alltags vieler Kinder und Familien und wird auch im schulischen Kontext zunehmend relevant. Aufgabe von Lehrkräften sei es deshalb, Kindern einen reflektierten Umgang mit digitalen Technologien zu ermöglichen. Gleichzeitig eröffnen KI-Anwendungen neue Möglichkeiten für die Unterrichtsgestaltung – beispielsweise durch die Erstellung von Lernmaterialien auf unterschiedlichen Sprachniveaus oder durch Unterstützung bei der Unterrichtsplanung.</p><p>In der Lehrkräftebildung an der Universität Greifswald geht es deshalb auch darum, Studierende für die Chancen und Grenzen Künstlicher Intelligenz zu sensibilisieren. Neben grundlegenden Kenntnissen über die Funktionsweise von KI gehören dazu auch mögliche Risiken wie fehlerhafte Ergebnisse, Verzerrungen oder eine unkritische Übernahme von Antworten.</p><p><strong>Vernetzung als Schlüssel zur Professionalisierung</strong></p><p>Neben fachlichen Kompetenzen sieht Lohse-Bossenz den Austausch und die Vernetzung als wichtigen Bestandteil professioneller Entwicklung. Lehrkräfte profitieren langfristig von Beziehungen zu Kolleg*innen innerhalb und außerhalb der eigenen Schule. Auch die Universität Greifswald möchte ein solches Netzwerk fördern – durch kooperative Lehrformate, Vernetzungsveranstaltungen und den Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und ehemaligen Studierenden.</p><p>Ein weiterer Baustein ist der&nbsp;<a href="https://www.instagram.com/grundschullehramt_unihgw/" target="_blank" rel="noreferrer">Instagram-Kanal</a> des Grundschullehramts, der Einblicke in Studium und Lehre gibt und den Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden und Akteur*innen aus der Schulpraxis fördert.</p><p>Für angehende Lehrkräfte seien vor allem drei Dinge entscheidend: die Bereitschaft, Zeit in den eigenen Lernprozess zu investieren, Frustrationstoleranz und Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen. Denn Professionalisierung sei kein abgeschlossener Prozess, sondern begleite Lehrkräfte über ihre gesamte berufliche Laufbahn.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p><em>Zur Person:</em> Prof. Dr. Hendrik Lohse-Bossenz ist seit Oktober 2025 Professor für Allgemeine Grundschulpädagogik an der Universität Greifswald. Zuvor vertrat er die Professur bereits drei Jahre lang. Weitere Stationen seiner wissenschaftlichen Laufbahn führten ihn unter anderem an die Pädagogische Hochschule Heidelberg, die Universität Potsdam, die Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.<br>Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte, der Lehrkräftebildung, der Unterrichtsqualität sowie innovativen Forschungsmethoden.<br>Ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Hendrik Lohse-Bossenz anlässlich seiner Berufung an die Universität Greifswald lesen Sie im Magazin <a href="https://ugreif.de/9garp" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Campus*1456.</em></a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Hendrik Lohse-Bossenz<br>Lehrstuhl Allgemeine Grundschulpädagogik<br>Steinbeckerstraße 15, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3820<br><a href="mailto:hendrik.lohse-bossenz@uni-greifswald.de" class="mail-link">hendrik.lohse-bossenz@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/6/c/csm_Portrait-Lohse-Bossenz-Hendrik-20251014-DSC01687-MB-350dpi_sRGB_18b5e0b113.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-283700</guid><pubDate>Thu, 30 Jul 2026 13:17:17 +0200</pubDate><title>DAAD-Gastprofessorin stärkt internationalen Austausch an der Universität Greifswald</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/daad-gastprofessorin-staerkt-internationalen-austausch-an-der-universitaet-greifswald-283700/</link><description>Was nimmt eine Gastprofessorin aus den USA von einem Semester in Greifswald mit? Vor allem neue Perspektiven. Seit März lehrt und prüft die US-amerikanische Philosophin Prof. Dr. Karen Adkins von der Regis University in Denver als DAAD-Gastprofessorin an der Universität Greifswald. In ihren Seminaren verbindet sie historische, philosophische und gesellschaftspolitische Fragestellungen und bringt internationale Perspektiven in die Lehre ein. Gleichzeitig profitiert auch ihre eigene Forschung von dem wissenschaftlichen Austausch.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Was nimmt eine Gastprofessorin aus den USA von einem Semester in Greifswald mit? Vor allem neue Perspektiven. Seit März lehrt und prüft die US-amerikanische Philosophin Prof. Dr. Karen Adkins von der Regis University in Denver als DAAD-Gastprofessorin an der Universität Greifswald. In ihren Seminaren verbindet sie historische, philosophische und gesellschaftspolitische Fragestellungen und bringt internationale Perspektiven in die Lehre ein. Gleichzeitig profitiert auch ihre eigene Forschung von dem wissenschaftlichen Austausch.</p><p>Ihr Aufenthalt wird im Rahmen des Gastdozentenprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (<a href="https://www.daad.de/de/" target="_blank" rel="noreferrer">DAAD</a>) gefördert, das die Internationalisierung deutscher Hochschulen stärkt. „Ich glaube an kulturellen Austausch“, sagt Karen Adkins. Als Studentin habe sie selbst keine Möglichkeit gehabt, längere Zeit im Ausland zu studieren. Umso mehr schätze sie heute die Gelegenheit, mehrere Monate in Deutschland zu leben und zu lehren. Den Ausschlag für ihre Bewerbung gab die langjährige Zusammenarbeit mit der Greifswalder Gender Studies-Professorin Katrin Horn.</p><p>Während ihres Aufenthalts unterrichtet Adkins Seminare in den Bereichen American Cultural Studies und Gender Studies. Darin verbindet sie historische, philosophische und gesellschaftspolitische Fragestellungen – von der amerikanischen Geschichte über feministische Theorie bis hin zu sozialen Wissensformen. Für die Philosophin soll Wissenschaft nicht nur gesellschaftliche Entwicklungen analysieren, sondern auch neue Perspektiven und Lösungsansätze eröffnen.</p><p><strong>Neue Perspektiven für Lehre und Forschung</strong></p><p>Besonders beeindruckt zeigt sich Adkins von der internationalen Zusammensetzung der Studierenden und der offenen Diskussionskultur an der Universität Greifswald. Der Austausch mit Studierenden und Kolleg*innen aus verschiedenen Ländern bereichere nicht nur ihre Seminare, sondern werde auch ihre zukünftige Lehre nachhaltig beeinflussen. „Meine Lehrveranstaltungen werden nach dieser Zeit anders aussehen“, sagt sie.</p><p>Neben ihrer Lehrtätigkeit arbeitet Adkins an mehreren Forschungsprojekten und präsentiert ihre Arbeit auf internationalen Konferenzen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in der feministischen Erkenntnistheorie, sozialen Wissensformen sowie der Philosophie von Emotionen. Darüber hinaus engagiert sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Vorstand von The Blue Bench in Denver, einer Organisation zur Prävention sexualisierter Gewalt und Unterstützung Betroffener. Diese Erfahrungen brachte sie während ihres Aufenthalts auch in eine öffentliche Diskussionsveranstaltung an der Universität Greifswald ein.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Das Gastdozentenprogramm des DAAD fördert Gastaufenthalte internationaler Hochschullehrer*innen an deutschen Hochschulen. Ziel ist es, die Internationalisierung der Hochschulen zu stärken und internationale Perspektiven in Forschung und Lehre zu fördern.</p><p>Den ausführlichen Beitrag über Prof. Dr. Karen Adkins und ihre Zeit als DAAD-Gastprofessorin an der Universität Greifswald lesen Sie im Magazin<em></em><a href="https://ugreif.de/evwbg" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Campus*1456.</em></a></p><p><strong>Ansprechpartnerinnen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p><strong>Prof. Dr. Karen Adkins&nbsp;</strong><br>Institut für Anglistik und Amerikanistik<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3356<br><a href="mailto:karen.adkins@uni-greifswald.de" class="mail-link">karen.adkins@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p><strong>Prof. Dr. Katrin Horn&nbsp;</strong><br>Institut für Anglistik und Amerikanistik<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3369<br><a href="mailto:katrin.horn@uni-greifswald.de" class="mail-link">katrin.horn@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/1/c/csm_Karen-Adkins-07302026-AJZ_e2b8690c7f.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-283426</guid><pubDate>Mon, 27 Jul 2026 13:07:38 +0200</pubDate><title>Gertrud Roegner: Die Frau, die vor 120 Jahren Universitätsgeschichte in Greifswald schrieb</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gertrud-roegner-die-frau-die-vor-120-jahren-universitaetsgeschichte-in-greifswald-schrieb-283426/</link><description>Frauen in der Wissenschaft sind heute selbstverständlich – vor gut 120 Jahren waren sie es nicht. Gertrud Roegner schrieb am 21. April 1906 Universitätsgeschichte: Mit ihrer Promotion zur Medizinerin war sie die erste Frau, die an der Universität Greifswald promovierte. Ihren Weg dorthin musste sie sich entgegen vieler Hürden bahnen: Sie machte erst mit 27 Jahren das Abitur, studierte an mehreren Universitäten und erhielt schließlich eine Sondergenehmigung, um ihr Medizinstudium in Greifswald zu beenden. Ein neuer Beitrag im Online-Magazin Campus*1456 erzählt die Geschichte der Pionierin und ihrer wissenschaftlichen Arbeit.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Frauen in der Wissenschaft sind heute selbstverständlich – vor gut 120 Jahren waren sie es nicht. Gertrud Roegner schrieb am 21. April 1906 Universitätsgeschichte: Mit ihrer Promotion zur Medizinerin war sie die erste Frau, die an der Universität Greifswald promovierte. Ihren Weg dorthin musste sie sich entgegen vieler Hürden bahnen: Sie machte erst mit 27 Jahren das Abitur, studierte an mehreren Universitäten und erhielt schließlich eine Sondergenehmigung, um ihr Medizinstudium in Greifswald zu beenden. Ein neuer Beitrag im Online-Magazin Campus*1456 erzählt die Geschichte der Pionierin und ihrer wissenschaftlichen Arbeit.</p><p>Gertrud Roegner wurde 1873 im schlesischen Liegnitz, dem heutigen Legnica, als Tochter eines Kaufmanns geboren. Nach einer Ausbildung zur Handarbeits- und Turnlehrerin und mehreren Jahren im Schuldienst entschied sie sich 1896 für einen beruflichen Neuanfang. Sie wollte Medizin studieren und musste dafür zunächst das Abitur nachholen. 1901 bestand sie die Reifeprüfung am Königlichen Gymnasium in Jauer. Ihr Medizinstudium führte sie von Halle über Göttingen und Breslau nach Greifswald. Dort erhielt sie die Erlaubnis, an Vorlesungen und klinischen Übungen teilzunehmen und ihr Studium abzuschließen. Doch die reguläre Immatrikulation von Frauen war zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich: Erst zum Wintersemester 1908/09 nahm die Universität Greifswald die ersten fünf Studentinnen offiziell auf. Roegner hatte ihre Promotion da bereits abgeschlossen.</p><p>Für ihre Dissertation arbeitete sie am Pathologischen Institut in Greifswald unter der Leitung des Mediziners Prof.&nbsp;Dr. Paul Grawitz. In ihrer Arbeit „Ein Enterokystom des Mesenteriums und Netzes“ untersuchte sie einen seltenen Tumor im Bauchraum. Ihre mikroskopischen Analysen führten sie zu der These, dass der Tumor aus fehlplatziertem embryonalem Gewebe entstanden sein könnte. Die Medizinische Fakultät bewertete ihre Dissertation mit „magna cum laude“ und würdigte ihre wissenschaftliche Eigenständigkeit und Präzision.&nbsp;</p><p>Auch nach ihrer Promotion blieb Roegner medizinisch und gesellschaftlich engagiert. Sie arbeitete unter anderem in der Psychiatrie, war während des Ersten Weltkriegs in einem Verwundeten- und Seuchenlazarett tätig und leitete später ein Sanatorium für Frauen mit geringem Einkommen. Sie starb 1923 im Alter von 49 Jahren.</p><p>Gertrud Roegners Lebensweg steht exemplarisch für den mühsamen Zugang von Frauen zu Bildung und Wissenschaft. Ihre Promotion war ein wichtiger Schritt in der Geschichte der Universität Greifswald. Heute prägen Frauen Forschung, Lehre und Studium in allen Fakultäten – eine Entwicklung, die vor allem durch die Beharrlichkeit früher Pionierinnen wie Roegner möglich wurde.</p><p>Eine ausführliche Geschichte von Gertrud Roegner ist im Online-Magazin <a href="https://ugreif.de/ywa9d" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Campus*1456 </a>der Universität Greifswald erschienen.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das <a href="/universitaet/einrichtungen/archiv/" class="internal-link">Universitätsarchiv </a>bewahrt auf 930 Quadratmetern Magazinfläche einzigartige Quellen aus der Geschichte der Universität Greifswald – einer der ältesten Universitäten Deutschlands. Zu den Beständen gehören unter anderem Urkunden und Amtsbücher, Gelehrtennachlässe, Karten der Universitätsgüter, historische Bauzeichnungen und Pläne sowie zahlreiche Fotos, Negative und Dias. Sie dokumentieren nicht nur die Universitätsgeschichte, sondern erzählen auch von der Geschichte Greifswalds und der Region. Gesammelt und dauerhaft aufbewahrt wird, was für die Universität von bleibendem Wert ist.</p><p><strong>Kontakt an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Stabsstelle Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/8/csm_Deckblatt-Akte-Roegner-1_9ffdc076b8.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-282693</guid><pubDate>Thu, 16 Jul 2026 09:23:48 +0200</pubDate><title>Neue Studie mit Greifswalder Beteiligung ermittelt Europas wichtigste Feuchtgebiete für den Klimaschutz</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neue-studie-mit-greifswalder-beteiligung-ermittelt-europas-wichtigste-feuchtgebiete-fuer-den-klimaschutz-282693/</link><description>Feuchtgebiete, insbesondere Moore, zählen zu den wichtigsten Kohlenstoffspeichern der Erde. Bis 2030 müssen die EU-Mitgliedstaaten mindestens 30 Prozent ihrer geschädigten Feuchtgebiete wiederherstellen. Damit die EU ihre Wiederherstellungsziele erreichen kann, braucht sie verlässliche Informationen darüber, welche Gebiete das größte Potenzial für Klima- und Biodiversitätsschutz bieten. Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Sonderforschungsbereichs WETSCAPES2.0, der Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrums (GMC) hat dafür nun erstmals eine hochauflösende Karte der natürlichen und naturnahen europäischen Feuchtgebiete erstellt: unter Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, welche Feuchtgebiete besonders viel Kohlenstoff speichern, wie stark sie durch menschliche Nutzung beeinträchtigt wurden und wo Wiederherstellungsmaßnahmen besonders wirksam sein könnten. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Feuchtgebiete, insbesondere Moore, zählen zu den wichtigsten Kohlenstoffspeichern der Erde. Bis 2030 müssen die EU-Mitgliedstaaten mindestens 30 Prozent ihrer geschädigten Feuchtgebiete wiederherstellen. Damit die EU ihre Wiederherstellungsziele erreichen kann, braucht sie verlässliche Informationen darüber, welche Gebiete das größte Potenzial für Klima- und Biodiversitätsschutz bieten. Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Sonderforschungsbereichs WETSCAPES2.0, der Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrums (GMC) hat dafür nun erstmals eine hochauflösende Karte der natürlichen und naturnahen europäischen Feuchtgebiete erstellt: unter Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, welche Feuchtgebiete besonders viel Kohlenstoff speichern, wie stark sie durch menschliche Nutzung beeinträchtigt wurden und wo Wiederherstellungsmaßnahmen besonders wirksam sein könnten. </p><p>Feuchtgebiete gehören zu den am stärksten veränderten Ökosystemen Europas: Mehr als die Hälfte ihrer ursprünglichen Fläche ist durch Entwässerung, Landwirtschaft und Rohstoffgewinnung verschwunden. Für politische Entscheidungen fehlten bislang jedoch europaweit vergleichbare Informationen darüber, wo sich die verbleibenden Ökosysteme befinden, in welchem Zustand sie sind und wo ihre Wiederherstellung den größten Nutzen entfalten könnte.</p><p><strong>Erstmals europaweite hochauflösende Kartierung</strong></p><p>„Um die Wiederherstellungsziele für Feuchtgebiete zu erreichen, brauchen wir eine hochauflösende Karte, die ihre Ausdehnung, ihre unterschiedlichen Typen und die heutigen Belastungen zeigt. Ohne dieses Wissen lässt sich ihr tatsächlicher Einfluss auf Klima und Biodiversität kaum beurteilen. Eine derart detaillierte Karte gab es bislang nicht – nun ist es uns gelungen, eine solche Karte zu erstellen, die zugleich zeigt, wie stark Europas Feuchtgebiete fragmentiert sind“, sagt Erstautor Dr. Gyula Máté Kovács vom&nbsp;<a href="https://globalwetlandcenter.ku.dk/" target="_blank" rel="noreferrer">Global Wetland Center</a> der Universität Kopenhagen.</p><p>Mithilfe von Satellitendaten und Methoden des maschinellen Lernens kartierte das Forschungsteam sechs Typen natürlicher und naturnaher Feuchtgebiete in 38 europäischen Ländern. Die neue Karte ermöglicht erstmals eine europaweit einheitliche Betrachtung der Verbreitung, Fragmentierung und menschlichen Beeinträchtigung dieser Ökosysteme.</p><p>Die Analysen zeigen, dass Europas Feuchtgebiete heute stark zersplittert sind: Viele bestehen nur noch aus kleinen, voneinander isolierten Restflächen. Rund ein Fünftel der erfassten Feuchtgebiete ist erheblich durch menschliche Aktivitäten beeinträchtigt. Besonders betroffen sind Binnenfeuchtgebiete und Moore.</p><p><strong>Greifswalder Expertise für Europas Feuchtgebiete und Moore</strong></p><p>Die Greifswalder Forschenden brachten ihre Expertise zu Mooren, Moorinventaren und europäischer Moorpolitik in die Studie ein. Zudem unterstützten sie die Entwicklung und Validierung der europaweiten Kartierungsansätze. Die Arbeiten bauen auf Forschungsaktivitäten des Greifswald Moor Centrums und des Sonderforschungsbereichs WETSCAPES2.0 auf, die wissenschaftlichen Grundlagen für die Wiedervernässung und nachhaltige Nutzung von Mooren erarbeiten.</p><p><strong>Moore als Schlüssel für den Klimaschutz</strong></p><p>Gerade Moore spielen für den Klimaschutz eine zentrale Rolle. Sie speichern über lange Zeiträume große Mengen Kohlenstoff, können bei Entwässerung jedoch erhebliche Mengen an Treibhausgasen freisetzen.</p><p>„Die Wiederherstellung von Feuchtgebieten stellt große Herausforderungen für Klima- und Biodiversitätsschutz, aber auch für die Sicherstellung der Wasserverfügbarkeit in Zeiten zunehmender Dürren dar. Mit Kartenprodukten wie diesen können wir europaweit und detailliert zeigen, wo die größten Potenziale für den Schutz von Bodenkohlenstoff und typischen Habitat in natürlichen und naturnahen Feuchtgebieten liegen“, so&nbsp;Sebastian van der Linden, Professor für Fernerkundung am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald und Koautor der Studie.</p><p>Die Studie liefert zudem vergleichbare Schätzungen zum Wiederherstellungsbedarf in einzelnen europäischen Ländern. Für Deutschland ergibt sich demnach bis 2030 ein Wiederherstellungsbedarf von rund 106&nbsp;000 Hektar naturnaher Feuchtgebiete. Die Ergebnisse können die Mitgliedstaaten bei der Erstellung ihrer nationalen Wiederherstellungspläne unterstützen und dazu beitragen, Fortschritte europaweit vergleichbar zu dokumentieren.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://rdcu.be/ft2hR" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Publikation:</em></a>&nbsp;Kovács, G. M. et al.&nbsp;(2025): <em>Highly fragmented European wetlands with uneven restoration needs</em>.&nbsp;Nature.&nbsp;</p><p><strong>Greifswald Moor Centrum (GMC)</strong><br>Das Greifswald Moor Centrum ist eine Partnerschaft von Universität Greifswald, Michael Succow Stiftung, DUENE e. V. und der Stiftung Moorbibliothek. Mit rund 150 Moorkundigen an einem Standort zählt es zu den weltweit größten Zentren der Moorforschung. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis entwickelt das GMC wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze für Klima-, Biodiversitäts- und Landnutzungsfragen im Zusammenhang mit Mooren. Die am GMC entwickelte Globale Moordatenbank bildet eine wichtige Datengrundlage für internationale Analysen von Moorökosystemen.<br><a href="https://www.greifswaldmoor.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite</a></p><p><strong>Sonderforschungsbereich/Transregio 410 WETSCAPES2.0</strong><br>Der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Sonderforschungsbereich/Transregio 410 WETSCAPES2.0 ist ein gemeinsames Forschungskonsortium der Universitäten Greifswald und Rostock. Im Mittelpunkt steht die interdisziplinäre Erforschung wiedervernässter Moorlandschaften. Ziel ist es, belastbare wissenschaftliche Grundlagen bereitzustellen um politische sowie praktische Entscheidungen zu unterstützen.<br><a href="https://wetscapes2.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link">Webseite</a></p><p><br><strong>Kontakt an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Luca Räther<br>Öffentlichkeitsarbeit &amp; Wissenschaftskommunikation<br>Institut für Botanik und Landschaftsökologie<br>Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4135<br><a href="mailto:luca.raether@uni-greifswald.de" class="mail-link">luca.raether@uni-greifswald.de</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/franziska-tanneberger-439579321/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Profil von Franziska Tanneberger</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/gyula-mate-kov%C3%A1cs-38b51394/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Profil von Gyula Mate Kovács (Erstautor; Global Wetland Center)</a><br><a href="https://geo.uni-greifswald.de/lehrstuehle/geographie/fernerkundung-gi/intro/" target="_blank" class="external-link">Webseite der Arbeitsgruppe Fernerkundung und Geoinformationsverarbeitung&nbsp;</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/1/csm_Moor-Feuchtgebiet_in_Europa_e452aeaed9.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-281864</guid><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 15:38:05 +0200</pubDate><title>Universität im Rathaus: Das Archiv als Forschungsstätte und Gedächtnis der Universität </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-das-archiv-als-forschungsstaette-und-gedaechtnis-der-universitaet-281864/</link><description>Das Gedächtnis der Universität im Fokus: Im Rahmen der Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ spricht Dr. Elisabeth Heigl, Leiterin des Archivs der Universität Greifswald, am Montag, 20. Juli 2026, zum Thema „Bewahren – Erschließen – Benutzen. Das Archiv als Forschungsstätte und Gedächtnis der Universität“. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Das Gedächtnis der Universität im Fokus: Im Rahmen der Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ spricht Dr. Elisabeth Heigl, Leiterin des Archivs der Universität Greifswald, am Montag, 20. Juli 2026, zum Thema „Bewahren – Erschließen – Benutzen. Das Archiv als Forschungsstätte und Gedächtnis der Universität“. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses.</p><p>Das Universitätsarchiv ist so alt wie die Universität selbst. Seit der Gründung im Jahr 1456 bewahrt es Urkunden, Akten, Amtsbücher, Protokolle, Karten, Baupläne, Fotografien und viele weitere Dokumente zur Geschichte der Universität auf. Als Gedächtnis der Hochschule sichert das Archiv wertvolle Quellen für Forschung, Lehre und die interessierte Öffentlichkeit.</p><p>Im Vortrag wirft Dr. Elisabeth Heigl einen Blick hinter die Kulissen des Universitätsarchivs und erläutert die vielfältigen Aufgaben der Archivar*innen. Wie gelangen Unterlagen ins Archiv? Was geschieht mit ihnen nach ihrer Übernahme? Wer kann die Bestände nutzen und welche Schätze verbergen sich dort? Auch ungewöhnliche Fragen – etwa wo der Papierfisch lebt oder wie lange sich Daten auf einer Floppy Disk erhalten – zeigen anschaulich, vor welchen Herausforderungen Archive heute stehen. Anhand ausgewählter Beispiele wird deutlich, welche Bedeutung das Archiv als Forschungsstätte und Gedächtnis der Universität besitzt.</p><p>Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wird gemeinsam von der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und der Universität Greifswald veranstaltet. Der Eintritt ist frei. Der Bürgerschaftssaal ist barrierefrei und für Rollstuhlfahrende zugänglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.</p><p><strong>Zur Referentin</strong><br>Dr. Elisabeth Heigl ist Leiterin des Universitätsarchivs der Universität Greifswald. Sie promovierte 2019 zur Geschichte der Vermögens- und Finanzverwaltung der Universität Greifswald in der schwedischen Zeit und beschäftigt sich mit der Geschichte der Universität sowie der Erschließung ihrer historischen Überlieferung. Zu ihren Aufgaben gehören die Leitung und Organisation des Universitätsarchivs, die Erschließung und Bereitstellung historischer Bestände, die Beratung von Forschenden sowie die Bereiche Archivrecht, Datenschutz und digitale Findmittel.</p><p><strong>Weitere Informationen zur Vortragsreihe</strong><br><a href="http://www.uni-greifswald.de/uni-rathaus" target="_blank">www.uni-greifswald.de/uni-rathaus</a></p><p><strong>Kontaktadressen</strong><br>Universität Greifswald<br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Universitäts- und Hansestadt Greifswald<br>Amt für Bildung, Kultur und Sport | Abteilung Kultur<br>Lange Straße 2 A, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 8536 2104<br><a href="mailto:kultur@greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link">kultur@greifswald.de</a></p><p><strong>Verantwortlich für die Reihe</strong><br>Prof. Dr. Sünne Juterczenka<br>Historisches Institut<br>Domstraße 9 A, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:suenne.juterczenka@uni-greifswald.de">suenne.juterczenka@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/4/3/csm_Archiv_Mitarbeiterinnen-20240912-_MG_6654-ZVZ-350dpi_sRGB-2_7063f043ce.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-281825</guid><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 13:47:42 +0200</pubDate><title>Universität Greifswald bündelt KI-Kompetenz im neuen Center for Data and AI Research (CEDAR)</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-buendelt-ki-kompetenz-im-neuen-center-for-data-and-ai-research-cedar-281825/</link><description>Künstliche Intelligenz verändert Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft grundlegend. Um die Forschung auf diesem Zukunftsfeld zu stärken und interdisziplinär zu vernetzen, eröffneten die Universität Greifswald und die Universitätsmedizin Greifswald am 13. Juli 2026 gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Bettina Martin das Center for Data and AI Research (CEDAR). Das neue Zentrum bringt Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, unterstützt gemeinsame Forschungsprojekte und stärkt den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Gesellschaft, Wirtschaft und Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig baut die Universität ihr Lehrangebot mit einer neuen Professur und einem deutschlandweit einzigartigen KI-Bachelorstudiengang zu gesellschaftlichen, ethischen und kulturellen Dimensionen künstlicher Intelligenz aus.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Künstliche Intelligenz verändert Wissenschaft, Medizin und Gesellschaft grundlegend. Um die Forschung auf diesem Zukunftsfeld zu stärken und interdisziplinär zu vernetzen, eröffneten die Universität Greifswald und die Universitätsmedizin Greifswald am 13. Juli 2026 gemeinsam mit Wissenschaftsministerin Bettina Martin das Center for Data and AI Research (CEDAR). Das neue Zentrum bringt Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, unterstützt gemeinsame Forschungsprojekte und stärkt den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Gesellschaft, Wirtschaft und Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig baut die Universität ihr Lehrangebot mit einer neuen Professur und einem deutschlandweit einzigartigen KI-Bachelorstudiengang zu gesellschaftlichen, ethischen und kulturellen Dimensionen künstlicher Intelligenz aus.</p><p>Methoden der künstlichen Intelligenz und der datenbasierten Forschung zählen heute zu den wichtigsten Werkzeugen moderner Wissenschaft. An der Universität Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald arbeiten bereits zahlreiche Forschende in diesem Bereich. Bislang waren diese Aktivitäten jedoch überwiegend dezentral organisiert. Das CEDAR schafft nun eine fakultätsübergreifende Plattform, die den wissenschaftlichen Austausch fördert, gemeinsame Drittmittelprojekte unterstützt und die nationale wie internationale Sichtbarkeit des Forschungsstandorts stärkt.</p><p>„Künstliche Intelligenz ist eine der prägenden Schlüsseltechnologien unserer Zeit. Mit CEDAR bündeln wir die vorhandene Expertise an Universität und Universitätsmedizin, schaffen neue Räume für interdisziplinäre Forschung und stärken Greifswald als Standort in einem zentralen Zukunftsfeld. Dabei geht es uns nicht allein um technologische Innovation, sondern auch um die verantwortungsvolle, menschenzentrierte Gestaltung von KI im Dialog mit der Gesellschaft“, sagt Prof. Dr. Katharina Riedel, Rektorin der Universität Greifswald.</p><p><strong>CEDAR vernetzt Forschung über Fakultätsgrenzen hinweg</strong><br><br>CEDAR ist kein eigenständiges Institut – Die beteiligten Wissenschaftler*innen bleiben ihren Fakultäten und Einrichtungen zugeordnet. Das Zentrum übernimmt dabei eine koordinierende und unterstützende Funktion und fördert insbesondere interdisziplinäre Forschungsverbünde, die Einwerbung von Drittmitteln, den wissenschaftlichen Nachwuchs sowie den Wissenstransfer in Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesundheitsversorgung.</p><p>„Künstliche Intelligenz und datenbasierte Verfahren eröffnen der Medizin neue Möglichkeiten – von der Grundlagenforschung bis zur Patientenversorgung. CEDAR schafft den Rahmen für interfakultäre medizinische Forschung, um das Potenzial unserer umfänglichen Patientendaten zu heben, die uns die Gesetzgebung des Landes vor zwei Jahren ermöglicht hat“, sagt Prof. Dr. Karlhans Endlich, Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald.</p><p><strong>Neue Professuren und Studiengang erweitern das KI-Profil</strong><br><br>Parallel zur Eröffnung richtet die Universität eine Professur für „Künstliche Intelligenz in Kultur und Gesellschaft“ ein. Damit erweitert sie ihre KI-Forschung um geistes- und sozialwissenschaftliche Perspektiven.&nbsp;</p><p>Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftlichen Auswirkungen künstlicher Intelligenz: Wie verändert KI unser Zusammenleben, unsere Kommunikation, Bildung, Demokratie und Arbeitswelt? Und wie lässt sich diese Technologie verantwortungsvoll gestalten – mit Blick auf ihre Chancen, aber auch auf Risiken wie Diskriminierung, Verzerrungen oder Vertrauensverlust?</p><p>Diese Themen stehen auch im Zentrum des neuen KI-Bachelorstudiengangs „Human Centered Artificial Intelligence“, der zum Wintersemester 2027/28 startet. Als erster deutschsprachiger Studiengang dieser Art verbindet er Informatik mit Ethik, Kommunikationswissenschaft, Psychologie, Digitaler Linguistik und Digital History. Das Ziel ist es, Absolvent*innen auszubilden, die KI-Technologien nicht nur entwickeln und anwenden, sondern auch deren gesellschaftliche Auswirkungen kritisch bewerten und verantwortungsvoll gestalten können. Auch an der Universitätsmedizin sind mehrere neue Professuren mit Schwerpunkt KI im Besetzungsverfahren, unter anderem die Professur für quantitative augmentierte Bildgebung.&nbsp;</p><p>„Technologische Innovation allein reicht nicht aus. Wir müssen künstliche Intelligenz so entwickeln und einsetzen, dass sie den Menschen dient“, betont Prof. Dr. Riedel. Prof. Dr. Karlhans Endlich ergänzt: „Deshalb verbinden wir in Greifswald Kompetenzen aus Medizin, Informatik sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften und schaffen mit CEDAR einen Ort, an dem diese Perspektiven zusammenkommen“.<br>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Kristina Yordanova<br>Institut für Data Science<br>Felix-Hausdorff-Straße 18, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 5500<br><a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/behaive-und-pirate-universitaet-greifswald-forscht-in-angewandten-exzellenzforschungsprojekten-an-der-zukunft-der-gesundheitsversorgung-270458/" target="_blank">kristina.yordanova@uni-greifswald.de</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universitätsmedizin Greifswald</strong><br>Prof. Dr. Lars Kaderali<br>Institut für Bioinformatik<br>Felix-Hausdorff-Straße 8, 17475 Greifswald<br>Telefon +49 3834 86 5441<br><a href="mailto:lars.kaderali@med.uni-greifswald.de">lars.kaderali@med.uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>Forschung</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/b/e/csm_cedar-start-20260713-DSC09130-jm-300pdi-srgb-3000xnn_f42e6e30fa.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-281544</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 15:50:06 +0200</pubDate><title>Zukunftskompetenzen stärken: Projekt Con-Future der Universität Greifswald wird als Hochschulperle des Monats ausgezeichnet</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/zukunftskompetenzen-staerken-projekt-con-future-der-universitaet-greifswald-wird-als-hochschulperle-des-monats-ausgezeichnet-281544/</link><description>Die Arbeitswelt verändert sich rasant – Hochschulen stehen vor der Aufgabe, Studierende auf die Anforderungen von morgen vorzubereiten. Mit dem Projekt „Constructing the Future – zukunftsorientiert studieren“ (Con-Future) entwickelt die Universität Greifswald ihre Lehr- und Lernkultur konsequent weiter und fördert zukunftsrelevante Kompetenzen wie kritisches Denken, Problemlösefähigkeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Selbstreflexion. Für diesen Ansatz zeichnet der Stifterverband die Universität Greifswald mit der Hochschulperle des Monats Juni 2026 aus.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Arbeitswelt verändert sich rasant – Hochschulen stehen vor der Aufgabe, Studierende auf die Anforderungen von morgen vorzubereiten. Mit dem Projekt „Constructing the Future – zukunftsorientiert studieren“ (Con-Future) entwickelt die Universität Greifswald ihre Lehr- und Lernkultur konsequent weiter und fördert zukunftsrelevante Kompetenzen wie kritisches Denken, Problemlösefähigkeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Selbstreflexion. Für diesen Ansatz zeichnet der Stifterverband die Universität Greifswald mit der Hochschulperle des Monats Juni 2026 aus.</p><p>Mit der Auszeichnung Hochschulperle des Monats würdigt der Stifterverband im Jahr 2026 Projekte, die Studierende, Promovierende und Hochschulbeschäftigte gezielt auf die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeits- und Lebenswelt vorbereiten. Im Mittelpunkt stehen Initiativen, die zukunftsrelevante Kompetenzen nachhaltig in Studium und Lehre verankern. Dazu werden bestehende Lehrformate weiterentwickelt und neue Ansätze erprobt. Studierende sollen verstärkt in Projekten arbeiten, Verantwortung übernehmen und Lehr- und Prüfungsformate aktiv mitgestalten. Ergänzt wird dies durch Tutorien sowie Mentor*innenprogramme, die den Studienerfolg fördern und Orientierung im Studienalltag bieten.</p><p>Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Übergang vom Studium in den Beruf. Dafür baut die Universität Greifswald neue Transferstrukturen auf, die Absolvent*innen beim Berufseinstieg unterstützen – international, deutschlandweit und insbesondere in der strukturschwachen Region des östlichen Mecklenburg-Vorpommerns.&nbsp;</p><p>Ein erster Meilenstein ist bereits erreicht: Aus 15 eingereichten Lehrinnovationsprojekten wurden fünf Pilotvorhaben ausgewählt, die seit April 2026 umgesetzt und bis März 2028 wissenschaftlich begleitet werden. Sie entwickeln Lehrveranstaltungen mit projektbasierten Lernformaten und kompetenzorientierten Prüfungen weiter. Ziel ist es, erfolgreiche Konzepte dauerhaft in den Curricula zu verankern. Weitere Ausschreibungen sind noch für dieses Jahr sowie für 2027 geplant.&nbsp;</p><p>Ein multiprofessionelles Team entwickelt und koordiniert Qualifizierungsangebote für Lehrende sowie Tutor*innen. Dazu gehören beispielsweise Seminare zu innovativen Lehr- und Lernformaten. Ziel des Projekts ist es, die Studienbedingungen nachhaltig zu verbessern. Deshalb sind auch die Perspektiven der Studierenden ausdrücklich gefragt: Sie können ihre Erfahrungen und Ideen einbringen und so die Universität von morgen aktiv mitgestalten. Im Mittelpunkt steht die langfristige Verankerung innovativer Konzepte und Strukturen – fakultätsübergreifend in allen fünf Fakultäten der Universität Greifswald.</p><p>Die Jury des Stifterverbandes würdigt insbesondere den Ansatz, zukunftsrelevante Kompetenzen wie Problemlösefähigkeit, Teamarbeit und Selbstreflexion durch projektbasiertes Lernen und kompetenzorientierte Prüfungen nachhaltig im Studium zu verankern. Dadurch erhielten Studierende mehr Möglichkeiten, ihre Lernprozesse aktiv mitzugestalten und sich auf die Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt vorzubereiten. „Gleichzeitig stärken praxisnahe Pilotprojekte und neue Transferformate den Übergang in den Arbeitsmarkt“, heißt es in der Begründung der Jury.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Die Hochschulperle des Monats zeichnet jeden Monat ein innovatives Projekt an einer deutschen Hochschule aus. Im Jahr 2026 stehen Initiativen im Fokus, die Future Skills stärken und damit einen aktiven Beitrag zur Gestaltung einer Welt im Wandel leisten.<br><a href="https://www.stifterverband.org/hochschulperle/2026" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Stiftung Innovation in der Hochschullehre&nbsp;</a></p><p><strong>Kontakte an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Prof. Dr. Anette Sosna<br>Projektleitung<br>Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1163<br><a href="mailto:prorektorin-lehre@uni-greifswald.de" class="mail-link">prorektorin-lehre@uni-greifswald.de</a>&nbsp;<br><a href="https://www.uni-greifswald.de/con-future" target="_blank" class="external-link">https://www.uni-greifswald.de/con-future</a></p><p>Dr. phil. Kristina Enders<br>Operative Projektleitung Con-Future<br>Steinbeckerstraße 15, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1138<br><a href="mailto:kristina.enders@uni-greifswald.de" class="mail-link">kristina.enders@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/con-future" target="_blank" class="external-link">https://www.uni-greifswald.de/con-future</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/company/con-future/" target="_blank" title="https://www.linkedin.com/company/con-future/" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.linkedin.com/company/con-future/</a><br><a href="https://www.instagram.com/confutureug/" target="_blank" title="https://www.instagram.com/confutureug/" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.instagram.com/confutureug/</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/07-2026-Medienfotos/con-future.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-281535</guid><pubDate>Thu, 09 Jul 2026 13:35:31 +0200</pubDate><title>Wenn Litfaßsäulen zu Kunst werden: Greifswalder Studierende verwandeln Werbeflächen in eine öffentliche Galerie</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wenn-litfasssaeulen-zu-kunst-werden-greifswalder-studierende-verwandeln-werbeflaechen-in-eine-oeffentliche-galerie-281535/</link><description>Was passiert, wenn Litfaßsäulen nicht für Werbung werben, sondern zum Nachdenken anregen? Wenn großformatige Plakatflächen statt Kaufanreizen Fragen stellen? Mit dem Projekt „Kunst und Öffentlichkeit“ bringen Studierende des Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI) der Universität Greifswald zeitgenössische Kunst dorthin, wo sie täglich Tausenden Menschen begegnet: mitten in den öffentlichen Raum.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Was passiert, wenn Litfaßsäulen nicht für Werbung werben, sondern zum Nachdenken anregen? Wenn großformatige Plakatflächen statt Kaufanreizen Fragen stellen? Mit dem Projekt „Kunst und Öffentlichkeit“ bringen Studierende des Caspar-David-Friedrich-Instituts (CDFI) der Universität Greifswald zeitgenössische Kunst dorthin, wo sie täglich Tausenden Menschen begegnet: mitten in den öffentlichen Raum.</p><p>Vom 15. Juli bis 5. August 2026 werden 25 Litfaßsäulen, Großplakat- und LED-Flächen in Güstrow zu einer frei zugänglichen Ausstellung. Die Arbeiten entstanden in einem kunstpraktischen Seminar des Bereichs Neue Medien und angewandte Grafik in der Bildenden Kunst sowie im Kompaktseminar „Billboards &amp; Columns“ unter der Leitung des Künstlers und Professors Rozbeh Asmani.</p><p>Die großformatigen Motive greifen persönliche, gesellschaftliche und ästhetische Themen auf. Sie hinterfragen Sehgewohnheiten, spielen mit der Bildsprache der Werbung und laden dazu ein, den öffentlichen Raum neu wahrzunehmen. Einige Arbeiten irritieren bewusst, brechen mit Erwartungen oder regen kontroverse Diskussionen an.</p><p>„In einer, durch Massenmedien geprägten modernen Gesellschaft, sind die Übergänge zwischen öffentlich und privat durchlässig geworden. Nahezu überall, wo die Frequenz der Passant*innen hoch ist, werden kommerzielle, politische und kulturelle Interessen kommuniziert. Was aber, wenn auf den Werbeflächen, Litfaßsäulen, Plakatwänden und digitalen Screens der Städte nichts Mitteilsames mehr steht? Was, wenn sie über ihre Funktion zur Regulierung von Information und Werbung hinaus zur Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst werden?“, fragt Prof. Rozbeh Asmani.</p><p>Für die Studierenden eröffnet das Projekt die Möglichkeit, ihre Arbeiten außerhalb des geschützten Rahmens von Museum oder Galerie zu zeigen – unmittelbar im Alltag der Menschen.</p><p>„Ich denke, dass die künstlerische Arbeit im öffentlichen Raum anders wahrgenommen wird, weil das Ganze außerhalb von einer Institution stattfindet. Es ist nicht mehr so in einem Elfenbeinturm der Kunst, sondern das ist für alle zugänglich“, sagt Studentin Elisabeth Holländer.</p><p>Auch Leonie Arndt sieht darin eine besondere Chance: „Kunst findet oft in einem kleinen Kreis, im Museum oder in Galerien statt, vor allem die Rezeption. Kunst im öffentlichen Raum ist der beste Weg den Raum zu öffnen für Kunst um diese wahrzunehmen, zur gleichen Zeit an einem Ort, die für alle zugänglich sind. Ich fand die Möglichkeit spannend, viele Menschen zu erreichen und auch eine Botschaft zu vermitteln.“</p><p>Die Ausstellung versteht den Stadtraum als Ort des Austauschs. Statt Werbebotschaften begegnen Passant*innen künstlerischen Positionen, die Fragen stellen, Diskussionen anstoßen und neue Perspektiven eröffnen. Damit wird ein traditionelles Werbemedium zeitweise zu einer Plattform für Kultur und gesellschaftliche Auseinandersetzung.</p><p>Dr. Alessa Paluch, Kunsthistorikerin, betont die besondere Verantwortung dieses Formats: „Welche Art der öffentlichen Kommunikation steht Studierenden heute abseits von Social Media, demokratischem Protest und absichtlichem Regelbruch zur Verfügung? Es bedarf eines gewissen Mutes, gerade als junger Mensch in der künstlerischen Ausbildung, eine Aussage selbstbewusst in den öffentlichen Raum zu stellen.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Alle Standorte sowie Informationen zu den einzelnen Arbeiten sind demnächst unter&nbsp;<a href="https://www.cdfi.de/publicart" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.cdfi.de/publicart</a> zum Projekt zu finden.</p><p>Die offizielle <strong>Projektvorstellung</strong> findet am <strong>15. Juli 2026</strong> von 11:00 bis 12:30 Uhr im Rathaus Güstrow statt. Anwesend sind der Bürgermeister der Stadt Güstrow, die beteiligten Studierenden, Prof. Rozbeh Asmani sowie Thoralf Stindl von der Werbeagentur Wosch.</p><p><em>Projektpartner</em><br>Das Projekt wird unterstützt von der&nbsp;Werbeagentur&nbsp;Wosch&nbsp;und der&nbsp;Großformatdruckerei&nbsp;Nordplakat.</p><p><em>Beteiligte Studierende</em><br>Maybritt Adolphi, Leonie Arndt, Lisa Beese, Lenore Biemann, Lea Fiedler, Anabel Gehle, Irma Goerschel, Jannick Goesch, Elisa Grätsch, Florentine Herrmann, Elisabeth Holländer, Luisa Jentz, Bean Koch, Dominik Weiß, Rosa Marziev, Angelina Neufeld, Silas Schieck, Robin-Sue Schöfer, Marvin Schwenk, Leah-Lovisa Simonsen, Hannah Steinbrecher, Lukas Weber und Oskar Wilhelms</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Rozbeh Asmani<br>Caspar-David-Friedrich-Institut<br>Bahnhofstraße 46/47, 17489 Greifswald<br>Telefon&nbsp;+49&nbsp;3834 420 3280<br><a href="mailto:r.asmani@uni-greifswald.de" class="mail-link">r.asmani@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/9/csm_public-art-20260709-PublicArt9-robin-sue-schoefer-1-300pdi-srgb-3000xnn_6c21053004.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-281382</guid><pubDate>Wed, 08 Jul 2026 10:14:09 +0200</pubDate><title>Bundesumweltminister Carsten Schneider gibt Startschuss für Ausbau der Moorforschung in Greifswald</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bundesumweltminister-carsten-schneider-gibt-startschuss-fuer-ausbau-der-moorforschung-in-greifswald-281382/</link><description>Im Rahmen einer auswärtigen Kabinettssitzung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern mit Vertreter*innen der Bundesregierung in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund in Berlin am 7. Juli 2026 haben Bundesumweltminister Carsten Schneider und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einen Förderbescheid zum Ausbau der Moorforschung an die Universität Greifswald übergeben. Seit Juli 2026 fördert das Bundesumweltministerium das Forschungsvorhaben mit insgesamt rund 14 Millionen Euro. Die Förderung schafft die Grundlage für die Weiterentwicklung der Moorforschung sowie den Aufbau des Greifswald Moor Instituts (GMI).</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Im Rahmen einer auswärtigen Kabinettssitzung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern mit Vertreter*innen der Bundesregierung in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns beim Bund in Berlin am 7. Juli 2026 haben Bundesumweltminister Carsten Schneider und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einen Förderbescheid zum Ausbau der Moorforschung an die Universität Greifswald übergeben. Seit Juli 2026 fördert das Bundesumweltministerium das Forschungsvorhaben mit insgesamt rund 14 Millionen Euro. Die Förderung schafft die Grundlage für die Weiterentwicklung der Moorforschung sowie den Aufbau des Greifswald Moor Instituts (GMI).</p><p>Mit den Fördermitteln sollen dringende Forschungsfragen zu Mooren mit hoher Praxisrelevanz bearbeitet und die Moorforschung in Greifswald nachhaltig gestärkt werden. Dazu werden unter anderem international einzigartige Datenbanken und Forschungsinfrastrukturen ausgebaut. Im Fokus stehen exzellente Forschung zu Biodiversität, Wasserhaushalt und nachhaltiger Nutzung von Mooren sowie die Bereitstellung praxisrelevanten Wissens. Die wissenschaftliche Expertise fließt in die Erarbeitung konkreter Anwendungsfälle und in die Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten für Produkte aus der nassen Moorbewirtschaftung ein.</p><p>Bundesumweltminister Carsten Schneider erklärt: „Greifswald ist international das führende Zentrum für Moorforschung und hilft uns dabei, noch mehr über die Moore zu lernen. Nasse Moore helfen uns enorm beim Klimaschutz und dabei, in Dürrezeiten Wasser in der Landschaft zu halten. Über Jahrhunderte hinweg wurden Moore in Deutschland entwässert. Die Folgen erleben wir heute: Grundwasserspiegel sinken ab, Wälder vertrocknen, Treibhausgase entweichen und heizen den Planeten auf. Anders, wenn wir sie wieder in ihren ursprünglichen, nassen Zustand bringen: So können wir Wasser in der Landschaft halten, so dass selbst in Dürrezeiten Landwirtschaft möglich bleibt. Das hat Vorteile, die uns allen helfen: Starkregen können gepuffert und gespeichert werden für Dürrephasen. Die Grundwasservorräte füllen sich auf. Damit ist wieder bis weit ins Umland hinein genug Wasser vorhanden. Die Moorstandorte können wieder die natürliche Klima-Anlage werden, die sie jahrtausendelang waren. Die Moorforschung ist die notwendige Grundlage dazu. Mit dieser Förderung stärken wir sie - und zudem auch noch die Forschungslandschaft in Nordost-Deutschland.“</p><p>Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Unsere Moore haben eine besondere Bedeutung. Sie schützen das Klima, fördern die Artenvielfalt, speichern Wasser und eröffnen neue Perspektiven für die nachhaltige Erzeugung von Biomasse. Greifswald ist der führende Standort in der Moorforschung in Deutschland. Wir freuen uns sehr über die Entscheidung von Bundesumweltminister Schneider, den Ausbau der Moorforschung in Greifswald in den kommenden vier Jahren mit 14 Millionen Euro zu unterstützen. Auch das Land beteiligt sich mit 700.000 Euro am Aufbau des Greifswald Moor Instituts. Damit stärken wir Vorpommern als Forschungsstandort und den Klima- und Umweltschutz.“</p><p>Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel sieht in der Förderung ein starkes Signal für den Wissenschaftsstandort Greifswald: „Die Moorforschung gehört seit mehr als 200 Jahren zur Universität Greifswald. Heute ist Greifswald einer der führenden Standorte der Moorforschung in Deutschland: Hier ist die bundesweit einzige Professur für Moorforschung verortet, rund 100 Wissenschaftler*innen aus drei Fakultäten arbeiten zu Mooren, und mit dem Greifswald Moor Centrum besteht eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Dass die Universität Greifswald zudem Sprecherhochschule des Sonderforschungsbereichs/Transregios WETSCAPES 2.0 ist, zeigt die wissenschaftliche Stärke des Standorts. Die Förderung unterstützt diese besondere Profilbildung und schafft eine wichtige Grundlage für den Aufbau des Greifswald Moor Instituts.“</p><p>Landesumweltminister Dr. Till Backhaus: „Der naturbasierte Klimaschutz ist für Mecklenburg-Vorpommern so wichtig wie für kaum ein anderes Bundesland. Deshalb habe ich mich in den vergangenen Jahren mit Nachdruck dafür eingesetzt, die herausragende Moorforschung in Greifswald dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr, dass der Bund diesen Weg nun gemeinsam mit uns geht. Mit der Förderung werden wichtige Forschungsfragen beantwortet, weltweit einzigartige Datenbanken und Forschungsinfrastrukturen gesichert und die über Jahrzehnte aufgebaute Expertise am Standort erhalten. Das ist gut investiertes Geld, denn die Erkenntnisse aus Greifswald sind von großer Bedeutung für den Klimaschutz, die Landwirtschaft und die Entwicklung unserer ländlichen Räume. Mein Ziel ist klar: Greifswald soll sich dauerhaft als führendes Kompetenzzentrum der Moorforschung in Europa etablieren. Mit der heutigen Förderung sind wir diesem Ziel einen entscheidenden Schritt nähergekommen.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.moorwissen.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.moorwissen.de/</a><br><a href="https://greifswaldmoor.de/start.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://greifswaldmoor.de/start.html</a><br><a href="https://botanik.uni-greifswald.de/struktur/arbeitsgruppen/moorforschung/" target="_blank" class="external-link">https://botanik.uni-greifswald.de/struktur/arbeitsgruppen/moorforschung/</a></p><p><strong>Kontakte an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Dr. Franziska Tanneberger<br>Soldmannstraße 15, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 240 4137<br><a href="mailto:tanne@uni-greifswald.de" class="mail-link">tanne@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/07-2026-Medienfotos/uebergabe-foerdermittel-moorzentrum-signal-2026070713-002-tom-kirschey-200pdi-srgb-1500xnn.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-281160</guid><pubDate>Mon, 06 Jul 2026 13:34:04 +0200</pubDate><title>Universität im Rathaus: Unsichtbares sichtbar machen: Mathematik in der medizinischen Bildgebung</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-unsichtbares-sichtbar-machen-mathematik-in-der-medizinischen-bildgebung-281160/</link><description>In der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“ spricht Prof. Dr. Christina Brandt aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald am Montag, 13.07.2026, zum Thema „Unsichtbares sichtbar machen: Mathematik in der medizinischen Bildgebung“. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wird von der Stadt und der Universität gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei und für Rollstuhlfahrende zugänglich.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>In der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“ spricht Prof. Dr. Christina Brandt aus der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald am Montag, 13.07.2026, zum Thema „Unsichtbares sichtbar machen: Mathematik in der medizinischen Bildgebung“. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wird von der Stadt und der Universität gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei und für Rollstuhlfahrende zugänglich.</p><p>Wie entstehen aus einfachen Röntgenstrahlen dreidimensionale Bilder aus dem Inneren unseres Körpers? Die Erfindung der Computertomographie (CT) in den 60er Jahren revolutionierte die Medizin, doch ihr eigentlicher Motor ist die Mathematik. Dieser Vortrag beleuchtet die Funktionsweise der CT und zeigt, wie Mathematiker Verborgenes sichtbar machen bzw. die Bilder aus den Messdaten berechnen. Wir gehen der Frage auf den Grund, wie der Computertomograph die Rohdaten der Knochen und Organe erfasst und diese mithilfe der gefilterten Rückprojektion in scharfe Bilder umgewandelt werden. Diese Rekonstruktionsmethode wurde überraschenderweise bereits 1912 vom Mathematiker Johann Radon entwickelt. Wie diese mathematische Rekonstruktion praktisch funktioniert, testen wir gemeinsam anhand eines interaktiven Quiz. Schließlich werfen wir einen Blick auf die aktuelle Forschung, bei der moderne Algorithmen dafür sorgen, die medizinische Bildgebung noch besser zu machen.</p><p>Weitere Informationen zur Vortragsreihe<br><a href="https://www.uni-greifswald.de/uni-rathaus" target="_blank" class="external-link">www.uni-greifswald.de/uni-rathaus</a></p><p><strong>Kontaktadressen</strong></p><p>Universität Greifswald<br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Universitäts- und Hansestadt Greifswald<br>Amt für Bildung, Kultur und Sport | Abteilung Kultur<br>Lange Straße 2 A, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 8536 2104<br><a href="mailto:kultur@greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link" class="mail-link">kultur@greifswald.de</a></p><p><strong>Verantwortlich für die Reihe</strong><br>Prof. Dr. Sünne Juterczenka<br>Historisches Institut<br>Domstraße 9 A, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:suenne.juterczenka@uni-greifswald.de" class="mail-link">suenne.juterczenka@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/f/6/csm_portrait-christina-brandt-20240821-DSC09281-GH-350dpi_sRGB-Bearbeitet-300dpi-srgb-3000xnn_022a2478fa.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280824</guid><pubDate>Thu, 02 Jul 2026 15:35:08 +0200</pubDate><title>Frühlingsgefühle bei Fledermäusen? Neue Studie der Uni Greifswald liefert Hinweise auf Paarungen nach dem Winterschlaf</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/fruehlingsgefuehle-bei-fledermaeusen-neue-studie-der-uni-greifswald-liefert-hinweise-auf-paarungen-nach-dem-winterschlaf-280824/</link><description>Bei Fledermäusen galt lange als gesichert, dass die Paarung ausschließlich im Herbst stattfindet. Eine internationale Studie unter Federführung der Universität Greifswald, erschienen im Fachjournal Mammalian Biology, liefert nun Hinweise darauf, dass diese Annahme möglicherweise nicht stimmt. Beim Großen Abendsegler (Nyctalus noctula) fanden die Forschenden im Frühjahr unter anderem Spermiennachweise und weitere Merkmale, die auf Paarungen nach dem Winterschlaf hindeuten.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Bei Fledermäusen galt lange als gesichert, dass die Paarung ausschließlich im Herbst stattfindet. Eine internationale Studie unter Federführung der Universität Greifswald, erschienen im Fachjournal Mammalian Biology, liefert nun Hinweise darauf, dass diese Annahme möglicherweise nicht stimmt. Beim Großen Abendsegler (Nyctalus noctula) fanden die Forschenden im Frühjahr unter anderem Spermiennachweise und weitere Merkmale, die auf Paarungen nach dem Winterschlaf hindeuten.</p><p>Untersucht wurden mehrere hundert Tiere an vier Standorten in Nordostdeutschland – bei Havelberg in Sachsen-Anhalt, bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern sowie an zwei weiteren Standorten in Brandenburg. Die Untersuchungen fanden in alten, strukturreichen Wäldern mit Baumhöhlen und Fledermauskästen statt.</p><p>„Unsere Daten liefern mehrere unabhängige Hinweise darauf, dass auch im Frühjahr noch Fortpflanzungsprozesse stattfinden“, sagt Erstautorin Xenia Mathgen, die die Studie im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Universität Greifswald durchgeführt hat. „Das bedeutet, dass die Paarung im Herbst nicht der einzige relevante Zeitraum ist. Das Paarungsverhalten ist deutlich flexibler, als bislang angenommen“, so Mathgen.</p><p><strong>Mehrere biologische Indikatoren sprechen für Aktivität</strong></p><p>Das Forschungsteam untersuchte Reproduktionsorgane, hormonelle Merkmale und zytologische Proben der Tiere. Bei vielen männlichen Fledermäusen waren im Frühjahr noch Spermien in den Nebenhoden nachweisbar. Gleichzeitig zeigten beide Geschlechter eine Vergrößerung der Wangendrüsen, die während der Paarungszeit eine Rolle bei der Kommunikation spielen.</p><p>Auch bei den Weibchen ergaben die Untersuchungen Hinweise auf Fortpflanzungsaktivität: In Vaginalproben wurden Spermien nachgewiesen, obwohl sich viele Tiere im März noch nicht in der Phase des Eisprungs befanden.</p><p>„Die Kombination dieser Befunde ist konsistent mit aktiven Paarungen nach dem Winterschlaf“, erklärt Dr. Marcus Fritze&nbsp;von der Universität Greifswald, Angewandte Zoologie und Naturschutz. „Möglicherweise stellt das Frühjahr eine Art ‚letzte Chance‘ dar, falls es im Herbst nicht zu einer erfolgreichen Paarung gekommen ist, oder Männchen niedrigeren Ranges versuchen ihre im Herbst verpasste Chance zu nutzen.“</p><p><strong>Bedeutung für Lebensräume und Naturschutz</strong></p><p>Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung alter, höhlenreicher Wälder als zentrale Lebens- und Fortpflanzungsräume für den Großen Abendsegler. Diese Wälder bieten nicht nur Quartiere für den Winterschlaf, sondern auch Strukturen, die für die Fortpflanzung essenziell sind.</p><p>Fledermauskästen können natürliche Baumhöhlen zwar ergänzen, ersetzen jedoch keinen vollständigen Waldlebensraum. Der langjährige Fledermausschützer Peter Busse, der ein großes Kastenrevier im Havelberger Forst betreut, betont: „Wir sehen seit Langem, wie wichtig diese Wälder für die Abendsegler sind. Wenn diese Lebensräume verloren gehen, verlieren die Tiere weit mehr als nur Schlafplätze.“</p><p><strong>Bedeutung im Kontext des Klimawandels</strong></p><p>Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Fortpflanzungszyklus des Großen Abendseglers flexibler sein könnte als bislang angenommen. Eine solche Anpassungsfähigkeit könnte in Zeiten klimatischer Veränderungen von Vorteil sein und gleichzeitig macht die Studie deutlich, wie wichtig stabile Lebensräume für die Erhaltung von Arten sind. „Ein besseres Verständnis der Reproduktionsbiologie ist eine wichtige Grundlage für wirksamen Fledermausschutz“, betont Fritze. „Nur wenn wir wissen, wann und wo Fortpflanzung tatsächlich stattfindet, können Schutzmaßnahmen gezielt greifen.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em> Mathgen, X., Busse, P., Fasel, N. J., Kravchenko, K., Scheuerlein, A., Holtze, S., Fritze, M. (2026): Reproductive timing in bats: evidence of spring mating following hibernation.&nbsp;Mammalian Biology, 15 April 26.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1007/s42991-026-00581-8" target="_blank" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1007/s42991-026-00581-8</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald</strong><br>Dr. Marcus Fritze<br>Kompetenzstelle für Fledermausschutz<br>c/o Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz<br>Hallesche Straße 68A, 06536 Roßla<br>Telefon +49 1511 8838514<br><a href="mailto:marcus.fritze@biores.mwu.sachsen-anhalt.de">marcus.fritze@biores.mwu.sachsen-anhalt.de</a><br><a href="mailto:marcus.fritze@uni-greifswald.de">marcus.fritze@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>Forschung</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/3/4/csm_Nnoc_Mfritze_bdca81c08f.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280720</guid><pubDate>Wed, 01 Jul 2026 14:26:10 +0200</pubDate><title>Universität Greifswald zeichnet herausragendes Engagement aus: Lehrende, internationale Studierende und Nachhaltigkeitsforschung beim Dies academicus geehrt</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-zeichnet-herausragendes-engagement-aus-lehrende-internationale-studierende-und-nachhaltigkeitsforschung-beim-dies-academicus-geehrt-280720/</link><description>Die Universität Greifswald hat beim Dies academicus am 30. Juni 2026 herausragende Leistungen in Lehre, Studium und Forschung ausgezeichnet. Während des Festtages erhielten drei Lehrende die Lehrpreise der Universität. Zudem wurden der DAAD-Preis für besonderes gesellschaftliches Engagement sowie der Nachhaltigkeitspreis verliehen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Universität Greifswald hat beim Dies academicus am 30. Juni 2026 herausragende Leistungen in Lehre, Studium und Forschung ausgezeichnet. Während des Festtages erhielten drei Lehrende die Lehrpreise der Universität. Zudem wurden der DAAD-Preis für besonderes gesellschaftliches Engagement sowie der Nachhaltigkeitspreis verliehen.</p><p>Für die Lehrpreise hatten Studierende in einer Online-Abstimmung insgesamt 208 Lehrende nominiert. Eine Jury aus Studierenden aller Fakultäten, Mitgliedern der Hochschulleitung sowie Vertreter*innen des Allgemeinen Studierendenausschusses und des Beirats für Hochschuldidaktik und Digitale Lehre sprach ihre Empfehlungen aus.&nbsp;</p><p><strong>Auszeichnungen für Lehre mit Vorbildcharakter</strong></p><p>Jeweils einen Lehrpreis für studierendenorientierte Lehre erhielten Dr. Klara Greffin vom Institut für Psychologie und Jens Rasmussen vom Institut für Fennistik und Skandinavistik. Die Studierenden lobten Greffin für ihre klar strukturierten Lehrveranstaltungen, die verständliche Vermittlung komplexer Inhalte und ihr konstruktives Feedback. Der Dänisch-Lektor Rasmussen überzeugte mit praxisnahem Sprachunterricht, abwechslungsreichen Lehrmethoden und seinem Engagement, das auch freiwillige Exkursionen umfasst.</p><p>Der Lehrpreis für hervorragende Betreuung der Studierenden ging an Dr. Tobias Gnüchtel vom Institut für Deutsche Philologie. Studierende hoben besonders seine Erreichbarkeit, den respektvollen Umgang auf Augenhöhe und seine Unterstützung auch bei persönlichen und organisatorischen Fragen hervor.</p><p><strong>Einsatz für die Hochschulgemeinschaft gewürdigt</strong></p><p>Mit dem <a href="/international/" class="internal-link">DAAD-Preis 2026</a> wurde die BWL-Studentin Aliya Mironova ausgezeichnet. Der Preis würdigt internationale Studierende, die sich neben ihrem Studium in besonderer Weise gesellschaftlich engagieren. Mironova setzte sich unter anderem im Erasmus Student Network, im Mensaclub, im Allgemeinen Studierendenausschuss und in der akademischen Selbstverwaltung ein. Nach Beginn des Krieges in der Ukraine organisierte sie eine Solidaritätsveranstaltung und unterstützt bis heute Geflüchtete als Übersetzerin und im Alltag.</p><p><strong>Forschung für mehr Nachhaltigkeit</strong></p><p>Der Nachhaltigkeitspreis würdigt Abschlussarbeiten, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen. In diesem Jahr wird er ausnahmsweise zwischen zwei Wissenschaftlern aufgeteilt. Ausgezeichnet wurden der Biochemiker Yannick Branson für seine Forschung zum enzymatischen Recycling von Kunststoffen sowie der Rechtswissenschaftler Lucas Hennicke für seine Arbeit zur Treibhausgasbepreisung. Nach Einschätzung der Nachhaltigkeitskommission lieferten beide herausragende Dissertationen für eine nachhaltige Entwicklung.</p><p>Die Lehrpreise sind jeweils mit 2.000 Euro dotiert. Der DAAD-Preis ist mit 1.000 Euro und der Nachhaltigpreis mit 500 € verbunden. Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel sagte während der Verleihung: „Die Lehrpreise liegen mir besonders am Herzen, weil sie sichtbar machen, was im universitären Alltag manchmal zu wenig im Rampenlicht steht: herausragende Lehre, gute Betreuung, didaktische Kreativität und die Fähigkeit, Studierende für ein Fach, eine Frage oder ein Problem wirklich zu begeistern. Mit dem DAAD-Preis und Nachhaltigkeitspreis würdigen wir Menschen und Projekte, die Verantwortung übernehmen – wissenschaftlich, gesellschaftlich und ganz konkret für unsere Universität.“</p><p><strong>Kontakt an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1152<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/4/d/csm_Dies_Academicus_2026-20260630-_MG_8755-ZVZ-350dpi_sRGB_a21a2382f4.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280600</guid><pubDate>Tue, 30 Jun 2026 11:40:13 +0200</pubDate><title>Universität im Rathaus: Justizopfer – unschuldig im Gefängnis und Wiederaufnahme von Strafverfahren</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-justizopfer-unschuldig-im-gefaengnis-und-wiederaufnahme-von-strafverfahren-280600/</link><description>Wie entstehen Fehlurteile? Welche Möglichkeiten gibt es, Justizirrtümer zu korrigieren? Und welchen Beitrag kann die Wissenschaft dazu leisten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Jurist Prof. Dr. Olaf Hohmann in seinem Vortrag „Justizopfer – unschuldig im Gefängnis. Wiederaufnahme von Strafverfahren“ am Montag, 6. Juli 2026, um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Universität im Rathaus“. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie entstehen Fehlurteile? Welche Möglichkeiten gibt es, Justizirrtümer zu korrigieren? Und welchen Beitrag kann die Wissenschaft dazu leisten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Jurist Prof. Dr. Olaf Hohmann in seinem Vortrag „Justizopfer – unschuldig im Gefängnis. Wiederaufnahme von Strafverfahren“ am Montag, 6. Juli 2026, um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Universität im Rathaus“. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.</p><p>Immer wieder sorgen spektakuläre Justizirrtümer für öffentliche Diskussionen und werfen Fragen nach der Fehleranfälligkeit des Strafrechtssystems auf. Bekannte Fälle wie der sogenannte „Badewannenmord“, die Unterbringung von Gustl Mollath oder der „Eiskellerprozess“ haben gezeigt, welche weitreichenden Folgen Fehlurteile für Betroffene haben können. Im Strafrecht können Fehlentscheidungen existenzielle Konsequenzen nach sich ziehen – bis hin zu langjährigen Freiheitsentziehungen.</p><p>Der Vortrag beleuchtet die Ursachen von Fehlurteilen und zeigt auf, welche Rolle Wiederaufnahmeverfahren bei deren Korrektur spielen. Gleichzeitig wird deutlich, wie aufwendig die Vorbereitung entsprechender Anträge ist und welche rechtlichen sowie praktischen Hürden dabei zu überwinden sind.</p><p>Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf einem Projekt der Universität Greifswald: Unter fachlicher Anleitung prüfen Studierende mögliche Fehlurteile und unterstützen die Vorbereitung von Wiederaufnahmeanträgen. Der Vortrag gibt damit auch Einblicke in die Verbindung von universitärer Lehre, Forschung und gesellschaftlichem Engagement.</p><p><strong>Zur Person</strong><br>Prof. Dr. Olaf Hohmann ist Honorarprofessor an der Universität Greifswald und Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Strafrecht und Strafprozessrecht. Zuvor war er unter anderem wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit vielen Jahren verbindet er wissenschaftliche Expertise mit praktischer Erfahrung in der Strafverteidigung.</p><p><strong>Weitere Informationen zur Vortragsreihe</strong><br><a href="https://uni-greifswald.de/uni-rathaus" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://uni-greifswald.de/uni-rathaus</a>&nbsp;</p><p><strong>Kontaktadressen</strong><br>Universität Greifswald<br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Universitäts- und Hansestadt Greifswald<br>Amt für Bildung, Kultur und Sport | Abteilung Kultur<br>Lange Straße 2 A, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 8536 2104<br><a href="mailto:kultur@greifswald.de" class="mail-link">kultur@greifswald.de</a></p><p>Verantwortlich für die Reihe<br>Prof. Dr. Sünne Juterczenka<br>Historisches Institut&nbsp;<br>Domstraße 9 A, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:suenne.juterczenka@uni-greifswald.de">suenne.juterczenka@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/6/csm_portrait-prof-hohmann-20221019-IMG_0165-ls-350dpi-3000xnn_aba0868cd0.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280151</guid><pubDate>Tue, 30 Jun 2026 11:04:46 +0200</pubDate><title>Universität Greifswald an der Aufklärung eines jahrzehntealten Rätsels der Blutgerinnung beteiligt</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-an-der-aufklaerung-eines-jahrzehntealten-raetsels-der-blutgerinnung-beteiligt-280151/</link><description>Warum bilden sich in unserem Blut normalerweise keine gefährlichen Gerinnsel? Doch was passiert, wenn dieser Schutzmechanismus versagt? Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Greifswald ist der Antwort auf diese zentrale medizinische Frage einen großen Schritt nähergekommen. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal Journal of Thrombosis and Haemostasis veröffentlicht.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Warum bilden sich in unserem Blut normalerweise keine gefährlichen Gerinnsel? Doch was passiert, wenn dieser Schutzmechanismus versagt? Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Universität Greifswald ist der Antwort auf diese zentrale medizinische Frage einen großen Schritt nähergekommen. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal Journal of Thrombosis and Haemostasis veröffentlicht.</p><p>Die Wissenschaftler*innen aus Greifswald und der KU Leuven (Belgien) haben erstmals im Detail entschlüsselt, wie ein wichtiges Enzym im Blut – ADAMTS13 – strukturell reguliert wird. Dieses Enzym wirkt wie eine Art „Sicherheitsmechanismus“: Es verhindert, dass sich gefährliche Blutgerinnsel bilden, die kleine Gefäße verstopfen können.</p><p><strong>Ein langes ungelöstes Rätsel</strong></p><p>Die <a href="https://doi.org/10.1016/j.jtha.2026.05.005" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Studie</a> liefert das bislang genaueste Modell dafür, wie ADAMTS13 zwischen seinem inaktiven und aktiven Zustand wechselt. „In der Fachwelt war bekannt, dass ADAMTS13 in einem geschlossenen Zustand existiert“, erklärt Erstautor Norman Geist von der Universität Greifswald. „Aber wir verstanden die strukturelle Logik dahinter nicht. Die Ergebnisse sind sehr wichtig, da sie endlich einen klaren Entwurf für ein Rätsel liefern, das Forschende seit über 20 Jahren zu lösen versuchen.“</p><p>Im Zentrum der Entdeckung steht ein bislang unterschätzter Bestandteil des Enzyms: eine flexible Verbindungsregion, der sogenannte „L3-Linker“. Die Forschenden konnten zeigen, dass dieser Bereich wie eine eingebaute Schutzkappe wirkt. Er blockiert wichtige Bindungsstellen und hält das Enzym so inaktiv – bis es tatsächlich gebraucht wird. Dabei ahmt es das eigentliche Substrat VWF-A2 per Ähnlichkeit der Aminosäure-Sequenz nach.</p><p>Veranschaulichen lässt sich das Prinzip wie ein Reißverschluss: Verschiedene Teile des Enzyms „verhaken“ sich miteinander und stabilisieren den geschlossenen Zustand. Wird ADAMTS13 benötigt, kann sich diese Struktur schnell wieder öffnen.</p><p><strong>Simulation trifft Experiment</strong></p><p>Um diesen komplexen Mechanismus sichtbar zu machen, kombinierten die Forscher*innen aufwendige Computersimulationen mit experimenteller Laborarbeit. Dabei kam ein in Greifswald entwickelter Algorithmus zum Einsatz, der Bewegungen von Biomolekülen besonders effizient und präzise berechnen kann. Die Simulationen hingegen liefen über mehrere Jahre auf speziellen Hochleistungsrechnern in Göttingen, da eine besondere Leistungsfähigkeit notwendig war.&nbsp;</p><p>„Diese Arbeit zeigt, wie fortschrittliche computergestützte Modellierung und experimentelle Thromboseforschung heute auf einem beispiellosen Niveau zusammengeführt werden können“, sagt Dr. Mihaela Delcea, Professorin für Biophysikalische Chemie an der Universität Greifswald. Die Ergebnisse helfen nicht nur, grundlegende Prozesse im menschlichen Körper besser zu verstehen. Sie könnten langfristig auch neue Ansätze für die Behandlung schwerer Erkrankungen liefern. Dazu gehört etwa die seltene, aber lebensbedrohliche thrombotische thrombozytopenische Purpura (TTP), bei der die Regulation von ADAMTS13 gestört ist.</p><p><strong>Perspektiven für neue Therapien</strong></p><p>„Wenn wir genau wissen, wo sich dieser molekulare Reißverschluss befindet, können wir künftig deutlich präzisere Therapien entwickeln“, sagt Norman Geist. „Langfristig könnte das die Entwicklung von Molekülen ermöglichen, die ADAMTS13 bei Fehlregulationen wieder in seinen geschlossenen Zustand versetzen oder dort stabilisieren.“<br>&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>An der Studie waren neben der Universität Greifswald die KU Leuven beteiligt, eines der weltweit führenden Zentren für Thromboseforschung. Die experimentellen Ergebnisse bestätigten die Computermodelle und brachten zahlreiche bislang widersprüchliche Beobachtungen in Einklang.</p><p>Publikation: Geist, N., Bonnez, Q., Vanhoorelbeke, K., &amp; Delcea, M. (2026).&nbsp;Wrapping it Up: Structural Basis of ADAMTS13 Global Latency. Journal of Thrombosis and Haemostasis. Advance online publication.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1016/j.jtha.2026.05.005" target="_blank" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1016/j.jtha.2026.05.005</a></p><p><strong>Ansprechpartner*innen an der Uni Greifswald</strong><br>Norman Geist<br>Biophysikalische Chemie<br>Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4409<br><a href="mailto:norman.geist@uni-greifswald.de">norman.geist@uni-greifswald.de</a></p><p>Prof. Dr. Mihaela&nbsp;Delcea<br>Biophysikalische Chemie<br>Felix Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4423<br><a href="mailto:delceam@uni-greifswald.de" class="mail-link">delceam@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>Forschung</category><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/8/c/csm_AdobeStock_265627623_29da19849f.jpeg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280513</guid><pubDate>Mon, 29 Jun 2026 14:55:55 +0200</pubDate><title>Greifswald stärkt den Radverkehr: Stadt, Universität und Universitätsmedizin starten Projekt GEKLIB</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/greifswald-staerkt-den-radverkehr-stadt-universitaet-und-universitaetsmedizin-starten-projekt-geklib-280513/</link><description>Mit dem Fahrrad zur Vorlesung, zur Arbeit oder zum Einkaufen – in Greifswald soll das künftig noch sicherer, komfortabler und attraktiver werden. Dafür haben sich die Universitäts- und Hansestadt Greifswald, die Universität Greifswald und die Universitätsmedizin Greifswald im Verbundprojekt „GEKLIB – Gesundheit und Klima in Bewegung“ zusammengeschlossen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Mit dem Fahrrad zur Vorlesung, zur Arbeit oder zum Einkaufen – in Greifswald soll das künftig noch sicherer, komfortabler und attraktiver werden. Dafür haben sich die Universitäts- und Hansestadt Greifswald, die Universität Greifswald und die Universitätsmedizin Greifswald im Verbundprojekt „GEKLIB – Gesundheit und Klima in Bewegung“ zusammengeschlossen.</p><p>Bis Ende 2029 werden mit Unterstützung des Bundes zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die den Radverkehr stärken und gleichzeitig einen Beitrag zu Gesundheit, Klimaschutz und Lebensqualität leisten. Für das Projekt stehen rund 3,5 Millionen Euro Fördermittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit zur Verfügung. Das gemeinsame Ziel: Mehr Menschen sollen sich im Alltag für das Fahrrad entscheiden können – weil die Wege sicherer, die Infrastruktur besser und die Angebote attraktiver werden.</p><p>Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald bringt im Projekt GEKLIB ihre Erfahrungen aus der nachhaltigen Stadt- und Verkehrsplanung ein. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrradachse zwischen der Innenstadt, den Wohngebieten und dem Elisenhain. Geplant sind unter anderem die fahrradfreundliche Umgestaltung von Knotenpunkten, die Verbreiterung und Beleuchtung von Wegeabschnitten, die Erneuerung von Fahrbahndecken sowie die Anschaffung digitaler Fahrradzählsysteme. „Durch die gezielte Beseitigung von Schwachstellen erhöhen wir die Verkehrssicherheit und stärken das Fahrrad als attraktives sowie umwelt- und klimafreundliches Verkehrsmittel für den Alltag.“, betont Bausenator Achim Lerm. „Gleichzeitig schaffen wir eine Infrastruktur, die den Anforderungen moderner Mobilität – vom Pedelec bis zum Lastenrad – gerecht wird.“</p><p>Auch an den Standorten von Universität und Universitätsmedizin wird kräftig investiert. Geplant sind zusätzliche sichere Fahrradabstellanlagen, abschließbare Fahrradboxen, E-Bike-Ladestationen mit Photovoltaik-Unterstützung sowie Fahrrad-Erste-Hilfe-Stationen für kleinere Reparaturen.</p><p>Prof. Dr. Peter Michalik, Prorektor für Organisation, Ressourcen und Nachhaltigkeit der Universität Greifswald, erklärt: „Mit den überwiegend überdachten, abschließbaren und mit Ladeinfrastruktur für E-Bikes ausgestatteten Fahrradstellplätzen an allen Campusstandorten wird die Universität nicht nur ihre Verkehrsinfrastruktur verbessern, sondern wird zugleich eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität fördern. Das Angebot schafft attraktive Anreize für die Nutzung des Fahrrads als umweltfreundliches Verkehrsmittel und trägt zur Reduzierung verkehrsbedingter Emissionen bei.“</p><p>Neben der Infrastruktur setzt GEKLIB auf Information, Beteiligung und praktische Angebote. Geplant sind Mobilitätsaktionstage, Reparaturworkshops, gemeinsame Fahrradtouren sowie Kommunikationskampagnen rund um die Themen Gesundheit, Klimaschutz und nachhaltige Mobilität.</p><p>Damit tragen Stadt, Universität und Unimedizin dem Anliegen des Bundeslandes Rechnung als Gesundheitsland für die eigene Bevölkerung und Tourist*innen optimale Verhältnisse zur Prävention von Krankheiten zu schaffen. „Radfahren stärkt die Gesundheit. Das Herz-Kreislaufsystem, die Psyche und das allgemeine Wohlbefinden sind bei Menschen, die regelmäßig das Rad nutzen, signifikant verbessert“, sagt Prof. Dr. Klaus Hahnenkamp von der Universitätsmedizin Greifswald.</p><p>Die Projektpartner stellten die geplanten Maßnahmen im Rahmen einer öffentlichen Auftaktveranstaltung am<strong></strong>8. Juli 2026 vor.<br>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universitätsmedizin Greifswald</strong><br>Christian Arns<br>Universitätsmedizin Greifswald<br>Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Marketing/Pressesprecher<br>Walther-Rathenau-Straße 46, 17475 Greifswald<br>Telefon +49 3834 86 5288<br><a href="mailto:christian.arns@med.uni-greifswald.de">christian.arns@med.uni-greifswald.de</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin der Stadt</strong><br>Andrea Reimann<br>Universitäts- und Hansestadt Greifswald<br>Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit<br>Telefon +49 3834 8536 1110<br><a href="mailto:a.reimann@greifswald.de">a.reimann@greifswald.de</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald</strong><br>Anne Junia Ziemann<br>Universität Greifswald<br>Stabsstelle Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1181<br><a href="mailto:anne.ziemann@uni-greifswald.de">anne.ziemann@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/Gebaeude/Campus_Loefflerstrasse/Campus_Loefflerstrasse_Okt2022_WallyPruss__2_ganzes_Bild.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280390</guid><pubDate>Sun, 28 Jun 2026 09:02:00 +0200</pubDate><title>Prof. Dr. Ursula Gather mit Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald ausgezeichnet</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ursula-gather-mit-ehrendoktorwuerde-der-universitaet-greifswald-ausgezeichnet-280390/</link><description>Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Gather erhielt am 26. Juni 2026 die Ehrendoktorwürde der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald. Ausgezeichnet wurde sie für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in der mathematischen Statistik und ihre besonderen Verdienste für die Förderung von Wissenschaft und Forschung in Greifswald. Die Ehrung in der Aula der Universität Greifswald war der Höhepunkt eines Festtags zum 75-jährigen Bestehen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Gather erhielt am 26. Juni 2026 die Ehrendoktorwürde der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald. Ausgezeichnet wurde sie für ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen in der mathematischen Statistik und ihre besonderen Verdienste für die Förderung von Wissenschaft und Forschung in Greifswald. Die Ehrung in der Aula der Universität Greifswald war der Höhepunkt eines Festtags zum 75-jährigen Bestehen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.</p><p>Mit rund 160 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und mehr als 4.000 Zitierungen ihrer Arbeiten ist Prof. Dr. Ursula Gather eine weltweit renommierte Vertreterin der mathematischen Statistik. Darüber hinaus gehört sie als Wissenschaftsmanagerin, Aufsichtsrätin und Kuratoriumsvorsitzende seit Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Wissenschaftssystems.&nbsp;<br><br>Bei einem Festakt mit zahlreichen Gästen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft überreichten die Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel und der Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Matthias Eschrig, die Ehrenurkunde. Der Dekan unterstrich in seinem Grußwort:&nbsp;„Das 75-jährige Bestehen unserer Fakultät bildet einen besonders schönen Rahmen für diese Ehrenpromotion. Mit Frau Professorin Gather ehren wir eine Wissenschaftlerin von internationalem Rang, die die Entwicklung der modernen Statistik über viele Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgeprägt hat. Ihre Arbeiten zur statistischen Modellbildung, zur Qualitätssicherung, zu robusten statistischen Verfahren sowie zu Methoden des Online-Monitorings haben weit über die Grenzen ihres eigenen Fachgebiets hinaus Wirkung entfaltet.“<br><br>Mit der Ehrenpromotion wurde Prof. Dr. Ursula Gather zugleich für ihre großen Verdienste um den Wissenschaftsstandort Greifswald geehrt. Dazu Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel beim Festakt: „Als Kuratoriumsvorsitzende begleitet Ursula Gather die Entwicklung des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs und damit auch die Entwicklung unseres Wissenschaftsstandorts mit großer Weitsicht, Klarheit und Verlässlichkeit. Für unsere Universität ist das von größtem Wert. Das Krupp-Kolleg stärkt unsere Forschungsschwerpunkte, schafft Räume für neue Ideen und bringt Wissenschaftler*innen aus aller Welt nach Greifswald. Es wirkt in die Universität hinein, in die Stadt, in die Region und befördert internationale Netzwerke.“<br><br>Die Laudatio hielt Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Dr.-Ing. E. h. Matthias Kleiner. Der ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft arbeitete als Professor an der Technischen Universität Dortmund über viele Jahre eng mit der damaligen Forschungskollegin aus der Statistik und späteren Rektorin Prof. Dr. Dr. h. c. Ursula Gather zusammen. Er würdigte sie als eine außergewöhnliche Persönlichkeit der Wissenschaft und gratulierte „der Universität Greifswald und ganz besonders der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät – die an ihrem 75. Geburtstag zeigt, dass sie große Namen für sich gewinnen kann.”<br><br>Über die Auszeichnung freute sich Prof. Dr. Ursula Gather sehr: „Die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald bedeutet mir sehr viel. Die Ostseestadt mit ihrer herausragenden Universität und den vielen renommierten Wissenschaftseinrichtungen hat eine ganz besondere Ausstrahlung für mich. Dabei macht die Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftskolleg mir immer besondere Freude.“<br><br><strong>Zur Person</strong><br>Ursula Gather studierte Mathematik und Betriebswirtschaft an der RWTH Aachen, wo sie ihre Promotion und Habilitation abschloss. Es folgten wissenschaftliche Tätigkeiten im In- und Ausland, u. a. Gastprofessuren in Yale und Melbourne und die Sprecherschaft des DFG-Fachkollegiums Mathematik. Von 2008 bis 2020 war Ursula Gather Rektorin der Technischen Universität Dortmund, wo sie seit 1986 einen Lehrstuhl in der Fakultät Statistik innehatte.<br>Seit 2011 ist Ursula Gather Mitglied des Kuratoriums der Krupp-Stiftung und seit 2013 seine Vorsitzende. Ihre Aufsichtsratsmandate umfassten bis 2024 die Munich RE und aktuell die thyssenkrupp AG.<br>Bis 2024 war Ursula Gather Mitglied des Senats der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und ist aktuell u. a. Vizepräsidentin der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech), Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen sowie im Aufsichtsrat des Forschungszentrum Jülich.&nbsp;<br>Zahlreiche Wissenschaftspreise und Auszeichnungen sind Teil ihrer Vita, unter anderem verlieh ihr 2015 die Technische Universität Łódź, Polen die Ehrendoktorwürde. 2018 wurde sie für ihre Verdienste rund um das Zusammenbringen von Wissenschaft und Wirtschaft mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt. 2014 erhielt sie den Ehrentitel „Bürgerin des Ruhrgebiets“.&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://mnf.uni-greifswald.de/fakultaet/" target="_blank" class="external-link">Webseite der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/organisation/kooperation/ehrungen/ehrendoktoren/" target="_blank" class="external-link">Ehrendoktor*innen der Universität Greifswald</a><br><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald</strong><br>Prof. Dr. Matthias Eschrig&nbsp;<br>Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät<br>Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 15a, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4000<br><a href="mailto:dekanmnf@uni-greifswald.de" class="mail-link">dekanmnf@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>news intern uni</category><category>Preise &amp; Personalia</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/1/3/csm_Ehrenpromotion_Ursula_Gather-20260626-_MG_7532-ZVZ-350dpi_sRGB_14c0a46a36.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280295</guid><pubDate>Fri, 26 Jun 2026 22:45:00 +0200</pubDate><title>75 Jahre Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät an der Universität Greifswald</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/75-jahre-mathematisch-naturwissenschaftliche-fakultaet-an-der-universitaet-greifswald-280295/</link><description>Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald hat heute, am 26. Juni 2026, ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 150 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft sowie Mitarbeitende und Studierende nahmen an der Festveranstaltung teil. Am Samstag, 27. Juni, werden die Institute der Fakultät im Rahmen des Tags der Wissenschaft ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald hat heute, am 26. Juni 2026, ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 150 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft sowie Mitarbeitende und Studierende nahmen an der Festveranstaltung teil. Am Samstag, 27. Juni, werden die Institute der Fakultät im Rahmen des Tags der Wissenschaft ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnen.</p><p>Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Greifswald wurde am 28. Juli 1951 gegründet. Die Fakultät entstand im Zuge der Hochschulreformen der DDR als Mathematik und Naturwissenschaften aus der Philosophischen Fakultät ausgegliedert wurden. Die Naturwissenschaften sollten gezielt gestärkt werden, um den industriellen und wirtschaftlichen Aufbau des Landes zu unterstützen. Die Wurzeln der Fakultät reichen jedoch deutlich weiter zurück: Biologie, Mathematik und Physik werden in Greifswald seit der Universitätsgründung 1456 gelehrt.&nbsp;<br><br>Ein Blick in die Geschichte zeigt die Innovationskraft der Fakultät: Bereits 1969 wertete ein damaliger Großrechner „Odra 1013“ Daten der Vogelwarte Hiddensee aus – ein früher Vorläufer moderner Data Science. Mit dem Ausbau des Campus am Beitz-Platz erhielt die Hansestadt seit den 1950er Jahren ein modernes Zentrum für Forschung und Lehre. Die Bündelung mehrerer Institute an einem Standort verbesserte die Arbeitsbedingungen deutlich und legte den Grundstein für den Ausbau profilbildender Forschungsfelder.&nbsp;<br><br>Heute vereint die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät die Fachrichtungen Biochemie, Biologie, Data Science, Geographie und Geologie, Mathematik und Informatik, Pharmazie, Physik sowie Psychologie. Besondere Schwerpunkte liegen in der Umwelt-, Klima-, und Moorforschung sowie der Plasmaphysik. Interdisziplinäre Kooperationen – mit den außeruniversitären Partnerinstitutionen am Wissenschaftsstandort Greifswald ebenso wie mit nationalen und internationalen Hochschulen und Forschungseinrichtungen – bilden die Grundlage für exzellente Forschung und wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn. In großen Forschungsverbünden, insbesondere in den beiden Sonderforschungsbereichen/Transregios CONCENTRATE und WETSCAPES 2.0, widmen sich die Wissenschaftler*innen zentralen Herausforderungen der Gegenwart.&nbsp;<br><br>Auch in der Lehre ist die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät breit aufgestellt. Im Wintersemester 2025/26 waren mehr als 3.500 Studierende in 40 Studiengängen eingeschrieben. 82 Professor*innen sowie etwa 700 Mitarbeitende forschen, lehren und arbeiten an der Fakultät. Diese bildet Lehrer*innen, Naturwissenschaftler*innen, Psycholog*innen und Pharmazeut*innen aus – Berufe, die für Wissenschaft, Schule, Wirtschaft, Gesundheitswesen und Gesellschaft unverzichtbar sind.<br><br>Wissenschaftsministerin Bettina Martin würdigte die Fakultät als einen Ort exzellenter Forschung und engagierter Lehre: „Die Fakultät trägt die Universität durch ihre Forschungsstärke, durch ihre Innovationskraft und durch ihre Bedeutung für die Ausbildung künftiger Generationen. Sie verbindet Grundlagenforschung mit gesellschaftlicher Verantwortung. Sie stärkt die internationale Sichtbarkeit der Universität und trägt dazu bei, dass Greifswald als Wissenschaftsstandort weit über die Region hinaus wahrgenommen wird."<br><br>Der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Matthias Eschrig, hob in seinem Grußwort die besondere Stärke der Universität im Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen hervor. Wissenschaftlicher Fortschritt entstehe dort, wo verschiedene Perspektiven miteinander in Dialog treten: „Keine einzelne Fachrichtung besitzt für sich allein den Schlüssel zur Zukunft. Gerade die großen Fragen unserer Zeit erinnern uns daran, dass Fortschritt dort entsteht, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenwirken.“<br><br>Für die Rektorin der Universität Greifswald, Prof. Dr. Katharina Riedel, ist die erfolgreiche Entwicklung der Fakultät vor allem eine Geschichte kontinuierlicher Erneuerung: „Die MNF hat in 75 Jahren immer wieder gezeigt, dass sie sich verändern kann, ohne ihre wissenschaftlichen Grundlagen preiszugeben. Sie hat neue Felder erschlossen, neue Kooperationen aufgebaut und neue Generationen von Wissenschaftler*innen ausgebildet. Genau diese Fähigkeit zur Erneuerung aus der eigenen Stärke heraus werden wir auch künftig brauchen.“<br><br><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://mnf.uni-greifswald.de/fakultaet/" target="_blank" class="external-link">Webseite der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät</a><br><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald</strong><br>Prof. Dr. Matthias Eschrig&nbsp;<br>Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät<br>Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 15a, 17489 Greifswald<br>Telefon 03834 420 4000<br><a href="mailto:dekanmnf@uni-greifswald.de" class="mail-link">dekanmnf@uni-greifswald.de&nbsp;</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>news intern uni</category><category>Campusleben</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/2/3/csm_Festakt_75._Jahre_MNF-20260626-_MG_6908-ZVZ-350dpi_sRGB_21eff659a7.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280235</guid><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 09:00:23 +0200</pubDate><title>Prof. Dr. Kilian Heck erhält Borys-Wosnyzkyj-Medaille für ukrainischen Kulturschutz </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/prof-dr-kilian-heck-erhaelt-borys-wosnyzkyj-medaille-fuer-ukrainischen-kulturschutz-280235/</link><description>Prof. Dr. Kilian Heck, Kunsthistoriker an der Universität Greifswald, wurde von der Stadt Lwiw mit der Borys-Wosnyzkyj-Medaille für seinen Einsatz im ukrainischen Kulturschutz ausgezeichnet. 2022 gründete er gemeinsam mit den Kunsthistoriker*innen Dr. Olena Balun und Dr. Johannes Nathan, die beide ebenfalls mit der Medaille geehrt wurden, sowie weiteren Kolleg*innen das Ukraine Art Aid Center (UAAC). Die Organisation unterstützt ukrainische Kulturinstitutionen, deren Bestände und Sammlungen vom russischen Angriffskrieg bedroht sind. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Prof. Dr. Kilian Heck, Kunsthistoriker an der Universität Greifswald, wurde von der Stadt Lwiw mit der Borys-Wosnyzkyj-Medaille für seinen Einsatz im ukrainischen Kulturschutz ausgezeichnet. 2022 gründete er gemeinsam mit den Kunsthistoriker*innen Dr. Olena Balun und Dr. Johannes Nathan, die beide ebenfalls mit der Medaille geehrt wurden, sowie weiteren Kolleg*innen das Ukraine Art Aid Center (UAAC). Die Organisation unterstützt ukrainische Kulturinstitutionen, deren Bestände und Sammlungen vom russischen Angriffskrieg bedroht sind. </p><p>Seit März 2022 organisiert das Ukraine Art Aid Center Hilfslieferungen für Kulturorte in der Ukraine und hat inzwischen mehr als 1.200 Museen, Archive, Bibliotheken und archäologische Stätten mit dringend benötigten Hilfsgütern versorgt. In regelmäßigen Abständen transportiert ein Sattelschlepper beispielsweise Kisten, Folien, Werkzeuge, Luftentfeuchter und Feuerlöscher von Deutschland nach Kyjiw und Lwiw. Von dort aus wird das Material in entlegenere Regionen weitergeleitet, um Kulturgüter zu sichern, zu schützen und fachgerecht auszulagern. Darüber hinaus stellt das UAAC auch Stromgeneratoren, Powerbanks, Kameras, Scanner und Computer bereit, um gefährdete Kulturbestände digital zu erfassen und langfristig zu sichern.</p><p><strong>Kultur ist Widerstand</strong></p><p>Ukrainische Museen, Konzerthäuser und kulturelle Einrichtungen stehen immer häufiger im Fokus russischer Angriffe. Kürzlich wurde das Höhlenkloster Kyjiws, eines der Wahrzeichen der Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe, stark beschädigt. „Kultur ist ein zentraler Bestandteil der ukrainischen Identität“, erklärt Preisträger Kilian Heck. „Die Resilienz der Ukrainer*innen ist ganz wesentlich davon abhängig, ob die Kultur aufrechterhalten werden kann. Wenn Opernhäuser spielen, Museen öffnen und Bibliotheken zugänglich bleiben, ist das ein sichtbarer Akt des Widerstands gegen den Versuch, diese Identität auszulöschen. Dafür setzen wir uns mit Herzblut ein.“ Um die Bedürfnisse der Kultureinrichtungen direkt zu ermitteln, steht der Kunsthistoriker per Videokonferenz im engen Austausch mit Kulturkolleg*innen in der Ukraine.</p><p><strong>Der Borys-Wosnyzkyj-Preis</strong></p><p>Der Borys-Wosnyzkyj-Preis ist nach dem ukrainischen Kunsthistoriker und Museumsdirektor Borys Wosnyzkyj (1926–2012) benannt, der sich um die Bewahrung ukrainischer Kunst- und Kulturgüter verdient gemacht hat. Die Medaille würdigt das Engagement für den Schutz und die Bewahrung ukrainischer Kunst- und Kulturgüter.</p><p>Bereits im November 2025 wurde Prof. Dr. Kilian Heck mit dem Kulturförderpreis des Landes ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit sein Einsatz für die Ukraine sowie sein ehrenamtliches Engagement im Kulturgut- und Denkmalschutz in Mecklenburg-Vorpommern.</p><p><br><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://ukraineartaidcenter.org/" target="_blank" rel="noreferrer">Ukraine Art Aid Center</a><br><a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/angriff-auf-die-geschichte-der-ukraine-teile-des-hoehlenklosters-getroffen-100.html" target="_blank" rel="noreferrer">Interview mit Prof. Dr. Kilian Heck zu den Angriffen auf das Höhlenkloster im Deutschlandfunk Kultur</a></p><p><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Kilian Heck<br>Caspar-David-Friedrich-Institut<br>Rubenowstraße 2b, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3255<br><a href="mailto:kilian.heck@uni-greifswald.de" class="mail-link">kilian.heck@uni-greifswald.de</a>&nbsp;<br>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/4/6/csm_Heck_Prof._Kilian-20251105-DSC_0448-KK-350dpi_sRGB.jpg_058eb44256.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280178</guid><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 15:00:16 +0200</pubDate><title>Wissen zum Greifen: Katalyse-Experte Prof. Dr. Uwe T. Bornscheuer erklärt in neuer Videoreihe, wie Enzyme den Weg zu nachhaltiger Chemie ebnen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wissen-zum-greifen-katalyse-experte-prof-dr-uwe-t-bornscheuer-erklaert-in-neuer-videoreihe-wie-enzyme-den-weg-zu-nachhaltiger-chemie-ebnen-280178/</link><description>Ein winziges Enzym in einem Reagenzglas, eine alte Matratze auf einer Deponie und ein lebensrettendes Medikament in der Apotheke: Was auf den ersten Blick nichts gemeinsam hat, ist in der Welt der Biokatalyse eng miteinander verbunden. Wie Spitzenforschung eine solche Wirkung entfalten kann, zeigt ein Wissenschaftler der Universität Greifswald, der kürzlich die Otto-Roelen-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen seines Fachs erhalten hat: Prof. Dr. Dr. h.c. Uwe T. Bornscheuer, Inhaber der Professur für Biotechnologie und Enzymkatalyse am Institut für Biochemie.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Ein winziges Enzym in einem Reagenzglas, eine alte Matratze auf einer Deponie und ein lebensrettendes Medikament in der Apotheke: Was auf den ersten Blick nichts gemeinsam hat, ist in der Welt der Biokatalyse eng miteinander verbunden. Wie Spitzenforschung eine solche Wirkung entfalten kann, zeigt ein Wissenschaftler der Universität Greifswald, der kürzlich die Otto-Roelen-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen seines Fachs erhalten hat: Prof. Dr. Dr. h.c. Uwe T. Bornscheuer, Inhaber der Professur für Biotechnologie und Enzymkatalyse am Institut für Biochemie.</p><p>Um zu verstehen, wie eine Matratze und ein Medikament dieselbe wissenschaftliche Basis haben, muss man in die Welt der Katalyse eintauchen. Katalysatoren sind die „unsichtbaren Helfer“ der Chemie: sie beschleunigen Reaktionen, ohne dabei selbst verbraucht zu werden. Während die klassische industrielle Chemie häufig hohe Temperaturen, viel Energie und Schwermetalle benötigt, nutzt die Biokatalyse die Werkzeuge der Natur. Prof. Bornscheuer identifiziert Enzyme aus Bakterien oder Pilzen und verändert sie mithilfe des Protein-Engineerings gezielt. Durch den Austausch einzelner Aminosäuren macht sein <a href="http://biotech.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Team</a> die natürlichen Biokatalysatoren robuster, aktiver und präziser. So entstehen Verfahren, die nicht nur effizienter, sondern vor allem umweltfreundlicher sind.</p><p><strong>Eine Auszeichnung für die Zukunft der Chemie</strong></p><p>Wie relevant diese Forschung ist, zeigt sich dort, wo sie ihren Weg in die Praxis findet. Ein wichtiger Durchbruch gelang Bornscheuer und seinem Team im Kampf gegen den Plastikmüll: Sie haben Enzyme identifiziert, die in der Lage sind, Polyurethane – etwa aus alten Matratzen – abzubauen. Damit wird die Vision eines echten Kunststoff-Recyclings greifbar, das die Abhängigkeit von Erdöl drastisch reduziert. Auch bei der Herstellung komplexer Arzneimittel, beispielsweise für Blutdrucksenker, leisten optimierte Biokatalysatoren einen wichtigen Beitrag, indem sie sauberere und präzisere Produktionsverfahren ermöglichen.<br><br>Für seine wissenschaftlichen Leistungen erhielt Prof. Bornscheuer in diesem Jahr die renommierte Otto-Roelen-Medaille der DECHEMA und der Deutschen Gesellschaft für Katalyse (GeCatS). Die Auszeichnung zählt zu den wichtigsten Ehrungen auf dem Gebiet der Katalyse und würdigt Forschungsleistungen mit besonderer industrieller Relevanz. „Dass die Biokatalyse als mein Fachgebiet damit gewürdigt wurde, freut mich besonders. Bislang wurde dieser Preis überwiegend für die klassische chemische Katalyse vergeben“, sagt Bornscheuer.</p><p><strong>Vom Labor in den Alltag: Wenn Forschung greifbar wird</strong></p><p>Mit „Wissen zum Greifen“ rückt die Universität Greifswald genau solche Forschung in den Mittelpunkt. Diese neue Videoreihe zeigt in unregelmäßigen Abständen Wissenschaftler*innen, deren Arbeit über die Universität hinaus ihre Wirkung entfaltet – in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. „Wenn wir es schaffen, mit Hilfe unserer Enzyme Kunststoffe effizient zu recyceln, müssen wir nicht so viel Erdöl dafür einsetzen“, sagt Bornscheuer. „Und wenn wir bessere Wirkstoffe herstellen, profitieren wir letztlich alle davon.“&nbsp;</p><p>Damit macht die neue Reihe sichtbar, wofür Forschung an der Universität Greifswald steht: Aus wissenschaftlichen Ideen entstehen Lösungen für konkrete Herausforderungen – vom nachhaltigeren Kunststoffrecycling bis hin zur umweltfreundlichen Herstellung lebenswichtiger Medikamente.</p><p>Das erste Video der Reihe mit Prof. Uwe Bornscheuer ist ab sofort auf den Kanälen der Universität Greifswald verfügbar.<br>&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><strong>Über die Otto-Roelen-Medaille</strong><br>Die Otto-Roelen-Medaille wird seit 1997 alle zwei Jahre von der Deutschen Gesellschaft für Katalyse (GeCatS) vergeben. Sie ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der OXEA GmbH gesponsert. Die Medaille ehrt herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Katalyse, die eine starke industrielle Relevanz aufweisen. Die Verleihung an Prof. Bornscheuer erfolgte im März 2026 in Weimar.</p><p><strong>Über die Rubrik „Wissen zum Greifen“</strong><br>Die Videoreihe „Wissen zum Greifen“ schlägt die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis, indem sie die Transfer- und Impact-Potenziale der Forschung an der Universität Greifswald beleuchtet. Im Zentrum stehen etablierte Forschende und ihre Projekte, die eine spürbare Wirkung in der Gesellschaft, der Wirtschaft oder direkt in der Anwendung entfalten. Die Reihe macht deutlich, dass Forschung einen konkreten Nutzen stiftet und dokumentiert, wie Wissen an der Universität Greifswald entsteht und welchen positiven Einfluss es auf die Welt außerhalb des Campus hat.<br>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald</strong><br>Prof. Dr. Dr. h.c. Uwe T. Bornscheuer<br>Institut für Biochemie<br>Felix-Hausdorff-Straße 4, 17487 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4367<br><a href="mailto:uwe.bornscheuer@uni-greifswald.de" class="mail-link">uwe.bornscheuer@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://de.linkedin.com/in/uwe-bornscheuer-1581827a" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">LinkedIn Uwe T. Bornscheuer</a><br>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/06-2026-Medienfotos/Uwe_Bornscheuer_Auszeichnung_Wissen_zum_Greifen.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-280031</guid><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 16:30:06 +0200</pubDate><title>Europäische Spitzenförderung in Höhe von 2,5 Millionen Euro für ein neues Projekt von Prof. Andreas Greinacher</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/europaeische-spitzenfoerderung-in-hoehe-von-25-millionen-euro-fuer-ein-neues-projekt-von-prof-andreas-greinacher-280031/</link><description>Mit der ersten Bewilligung eines ERC Advanced Grants in der Geschichte der Universitätsmedizin Greifswald erreicht der Forschungsstandort einen wissenschaftlichen Erfolg von europäischer Strahlkraft. Prof. Dr. Andreas Greinacher, Seniorprofessor an der Universitätsmedizin Greifswald, erhält einen ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Mit der Förderung von 2,5 Millionen Euro über fünf Jahre wird das Forschungsprojekt PROTECT unterstützt. Ziel des Projekts ist es, neue Strategien zu entwickeln, um gefährliche Immunreaktionen gegen Blutzellen zu verhindern oder ihre Folgen zu umgehen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Mit der ersten Bewilligung eines ERC Advanced Grants in der Geschichte der Universitätsmedizin Greifswald erreicht der Forschungsstandort einen wissenschaftlichen Erfolg von europäischer Strahlkraft. Prof. Dr. Andreas Greinacher, Seniorprofessor an der Universitätsmedizin Greifswald, erhält einen ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC). Mit der Förderung von 2,5 Millionen Euro über fünf Jahre wird das Forschungsprojekt PROTECT unterstützt. Ziel des Projekts ist es, neue Strategien zu entwickeln, um gefährliche Immunreaktionen gegen Blutzellen zu verhindern oder ihre Folgen zu umgehen.</p><p>„Ein ERC Advanced Grant ist die Königsklasse der europäischen Forschungsförderung. Die erstmalige Bewilligung dieser Auszeichnung für die Universitätsmedizin Greifswald ist ein historischer Erfolg für unseren Standort sowie für Prof. Greinacher und sein Team. Sie unterstreicht die internationale Sichtbarkeit und wissenschaftliche Exzellenz der Forschung in Greifswald“, freute sich Prof. Dr. Karlhans Endlich, Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald.</p><p>Der ERC Advanced Grant zählt zu den renommiertesten Förderungen für etablierte Wissenschaftler*innen in Europa. In der aktuellen Ausschreibungsrunde wurden europaweit mehr als 3.300 Anträge eingereicht; weniger als zehn Prozent der Projekte werden gefördert. Die Förderung gilt als eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen Europas und wird ausschließlich an international herausragende Forschende vergeben, deren Projekte neue Maßstäbe in ihrem Fachgebiet setzen können.</p><p><strong>Von der Entschlüsselung seltener Immunreaktionen bis zur Transfusionsmedizin der Zukunft</strong></p><p>Im Mittelpunkt von PROTECT stehen zwei eng miteinander verbundene Forschungsansätze. Im Projektteil PREVENT untersucht das Team die Mechanismen anti-PF4-vermittelter Immunreaktionen. Dazu gehören die Vakzin-induzierte immunthrombotische Thrombozytopenie (VITT), die Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) sowie weitere verwandte Erkrankungen. Ziel ist es, die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen dieser Krankheitsbilder besser zu verstehen und Ansätze zu entwickeln, um solche schweren Immunreaktionen künftig zu verhindern oder ihre Folgen zu begrenzen.</p><p>Internationale Aufmerksamkeit erhielt die Arbeitsgruppe von Andreas Greinacher während der COVID-19-Pandemie durch ihre Arbeiten zu VITT. Die Greifswalder Forschenden beschrieben das Krankheitsbild erstmals und trugen wesentlich dazu bei, die zugrunde liegenden immunologischen Mechanismen aufzuklären. Die daraus entwickelten diagnostischen Verfahren und Behandlungskonzepte fanden weltweit Anwendung.</p><p>Der zweite Projektteil BYPASS verfolgt einen neuartigen Ansatz in der Transfusionsmedizin. Statt nach seltenen kompatiblen Blutspendern zu suchen, sollen Oberflächenantigene direkt von Spenderblutzellen entfernt werden. Ziel ist es, Blutzellen gezielt so zu verändern, dass sie auch für Patientinnen und Patienten mit seltenen oder komplexen Antikörperprofilen besser verträglich werden. Langfristig könnte dies die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit komplexen Antikörperprofilen grundlegend erleichtern und einen Paradigmenwechsel in der Transfusionsmedizin einleiten.</p><p>„PROTECT verbindet grundlegende immunologische Forschung mit konkreten klinischen Anwendungen. Unser Ziel ist es, Mechanismen schwerer Immunreaktionen besser zu verstehen und daraus neue Strategien für Prävention und Therapie zu entwickeln“, sagte Andreas Greinacher.&nbsp;</p><p>Der Greifswalder Wissenschaftler forscht seit mehr als drei Jahrzehnten auf den Gebieten Thrombose, Immunhämatologie und Transfusionsmedizin. Auch nach seinem Ausscheiden aus der regulären Professur setzt er seine Forschung als Seniorprofessor an der Universitätsmedizin Greifswald fort. Dabei forscht er im engen Austausch mit Kolleg*innen der Universität Greifswald.&nbsp;</p><p>Mit den Fördermitteln wird an der Universitätsmedizin Greifswald ein interdisziplinäres Forschungsteam aufgebaut. „Der ERC Grant kann dabei auf langjährige Forschungsarbeiten und internationale Kooperationen am Institut für Transfusionsmedizin und der Unimedizin Greifswald anknüpfen“, betonte Prof. Dr. Karlhans Endlich. „Davon profitieren nicht nur die beteiligten Forschenden, sondern langfristig der gesamte Wissenschaftsstandort Greifswald.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Der Europäische Forschungsrat (ERC) gilt als die wichtigste europäische Einrichtung zur Förderung exzellenter Grundlagenforschung. Die Vergabe der ERC Grants erfolgt ausschließlich nach wissenschaftlicher Exzellenz und gehört zu den renommiertesten Wettbewerben der internationalen Forschungslandschaft. Er richtet sich an etablierte Wissenschaftler*innen mit herausragenden wissenschaftlichen Leistungen und einer international sichtbaren Forschungsagenda. Weitere Informationen unter&nbsp;<a href="https://erc.europa.eu" target="_blank" rel="noreferrer">https://erc.europa.eu</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universitätsmedizin Greifswald</strong><br>Christian Arns<br>Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Marketing<br>Pressesprecher UMG<br>Walther-Rathenau-Straße 4, 17475 Greifswald<br>Telefon +49 3834 86 5288<br><a href="mailto:christian.arns@med.uni-greifswald.de" target="_blank">christian.arns@med.uni-greifswald.de</a><br>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/3/9/csm_UMG-Andreas-Greinacher_Foto_Jan_Wesche_9b54fb1b0e.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-279883</guid><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 15:08:48 +0200</pubDate><title>Die Spinne mit dem Katapultnetz</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/die-spinne-mit-dem-katapultnetz-279883/</link><description>Eine australische Spinne hat eine Jagdtechnik entwickelt, die selbst unter Tieren ihresgleichen sucht. Sie nutzt die Aggression ihrer Beute als Auslöser für eine Hochleistungsfalle – und schießt Ameisen mit enormer Wucht in ihr Netz. Dies fanden Forschende der Universität Greifswald gemeinsam mit Kollegen aus Australien heraus. Die Ergebnisse wurden am 22. Juni 2026 in CurrentBiology publiziert.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Eine australische Spinne hat eine Jagdtechnik entwickelt, die selbst unter Tieren ihresgleichen sucht. Sie nutzt die Aggression ihrer Beute als Auslöser für eine Hochleistungsfalle – und schießt Ameisen mit enormer Wucht in ihr Netz. Dies fanden Forschende der Universität Greifswald gemeinsam mit Kollegen aus Australien heraus. Die Ergebnisse wurden am 22. Juni 2026 in CurrentBiology publiziert.</p><p>Räuber und Beute liefern sich seit Millionen Jahren ein Wettrüsten. Manche Tiere schlagen blitzschnell zu, andere setzen auf Kraft oder Tarnung. Eine kleine australische Spinne geht noch einen Schritt weiter: Sie hat ein Netz entwickelt, das wie ein gespanntes Katapult funktioniert – und das von der Beute selbst ausgelöst wird. Die sogenannte Ballista-Spinne (<em>Propostira sp.)</em> lebt in der Nähe der Wanderwege der Grünen Weberameise (<em>Oecophylla smaragdina</em>). Diese Ameisen gelten als besonders aggressiv, territorial und wehrhaft. Genau das macht sich die Spinne zunutze.</p><p>Tagsüber versteckt sich die Spinne auf der Unterseite von Blättern. Kurz nach Sonnenuntergang beginnt sie mit dem Bau ihrer Falle. Dazu spannt sie zwischen Ästen und Blättern ein fächerförmiges System aus 15 bis 60 Seidenfäden. Am Ende entsteht nahe der Oberfläche ein kleiner kegelförmiger Seidenkörper. Kaum ist dieser Kegel fertig, erscheinen die ersten Ameisen. Sie tasten ihn mit ihren Fühlern ab und reagieren sofort aggressiv. Die Tiere richten ihren Hinterleib auf und beißen in die fremde Struktur – ähnlich wie bei einem Angriff auf Eindringlinge. Genau darauf wartet die Spinne.</p><p><strong>Die Beute löst das Katapult selbst aus</strong></p><p>Durch den Biss wird der Seidenkegel von seiner Verankerung gelöst. Innerhalb von nur rund 40 Millisekunden zieht sich das gespannte Netz zusammen. Die Ameise hält den Kegel noch mit ihren Mundwerkzeug fest und wird dadurch vom Untergrund gerissen.&nbsp;</p><p>Dann folgt ein regelrechter Abschuss, denn die Ameisen erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 4,4 Metern pro Sekunde. Die gemessenen Spitzenbeschleunigungen liegen bei mehr als 1300 Metern pro Quadratsekunde. Das entspricht 133 g. Zum Vergleich: ein Mensch erreicht bei einem Raketenstart 4–5 g, ein Kampfjet bis 9 g. Einzelne Tiere werden fast 30 Zentimeter weit in das zentrale Netz geschleudert – eine enorme Distanz für ein Insekt dieser Größe.&nbsp;</p><p>Erst wenn die Ameise keinen Bodenkontakt mehr hat, bewegt sich die Spinne. Sie wartet, bis sich die Beute vollständig verheddert hat, und wickelt sie anschließend in weitere Seide ein.</p><p><strong>Mehr Leistung als Muskeln liefern können</strong></p><p>„Es ist einer der leistungsstärksten bekannten Fangsysteme im Tierreich“, sagt Dr. Jonas O. Wolff, Hauptautor der Studie. „Die Falle speichert elastische Energie in den gespannten Seidenfäden und setzt sie schlagartig frei – ähnlich wie eine vorgespannte Feder. Die dabei erreichten Leistungswerte liegen um mehrere Größenordnungen über dem, was Muskeln allein erzeugen könnten. Selbst andere Spinnen mit katapultartigen Fangnetzen werden übertroffen.“</p><p>Möglich wird dies durch die besondere Architektur des Netzes. Viele gespannte Fäden bündeln ihre Kräfte und überwinden so die erstaunliche Haftkraft der Ameisen. Die Grünen Weberameisen besitzen Haftpolster an ihren Füßen, mit denen sie Kräfte erzeugen können, die weit über ihrem eigenen Körpergewicht liegen.</p><p><strong>Eine Spezialistin für eine einzige Beute</strong></p><p>Besonders bemerkenswert ist die extreme Spezialisierung der Ballista-Spinne. In allen Beobachtungen fingen die Tiere ausschließlich Grüne Weberameisen. Andere Ameisenarten, die auf denselben Bäumen vorkommen, ignorierten den Seidenkegel vollständig. Die Forschenden vermuten deshalb, dass die Spinne den Kegel mit artspezifischen Duftstoffen versieht. Diese könnten die Weberameisen anlocken und gleichzeitig ihre Angriffslust auslösen. Die Falle würde damit nicht nur mechanisch, sondern auch chemisch auf eine einzige Beuteart zugeschnitten sein.</p><p><strong>Evolution auf Höchstleistung</strong></p><p>Grüne Weberameisen leben in riesigen Kolonien mit Millionen von Arbeiterinnen. Für die Spinne stellen sie eine verlässliche Nahrungsquelle dar. Gleichzeitig sind sie gefährliche Gegner. Wer eine einzelne Ameise fangen will, muss sie schnell von ihren Artgenossen trennen. Genau dieses Problem löst die Ballista-Spinne mit ihrem Katapultnetz. Sie nutzt die Verteidigungsreaktion der Ameise als Auslöser und schleudert die Beute in Sekundenbruchteilen aus der Gefahrenzone.</p><p>„Die Entdeckung zeigt, wie weit Spezialisierung in der Natur gehen kann. Aus dem ständigen Wettstreit zwischen Räuber und Beute ist eine Falle entstanden, die zu den leistungsfähigsten biomechanischen Systemen gehört, die bislang bekannt sind“, so der Greifswalder Biologe Wolff.<br>&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Narendra, A., Joshi, P., Liprandi, D., Anderson, G. J., Wolff, J. O. (2026): Ballistic high-powered spider webs overcome dangerous prey defenses. Current Biology, 36, R1–R3. <a href="https://doi.org/10.1016/j.cub.2026.04.066" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1016/j.cub.2026.04.066</a><br>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Jonas Wolff<br>Zoologisches Institut und Museum<br>Evolutionäre Biomechanik<br>Soldmannstraße 14, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4243<br><a href="mailto:j.wolff@uni-greifswald.de">j.wolff@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/f/b/csm_Ballista-Spinne_beim_Bau_der_Falle__copyright_Ajay-Narendra_7dd712fc9f.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-279712</guid><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 12:41:45 +0200</pubDate><title>inspired Ideenwettbewerb 2026: Studierende und Forschende der Universität Greifswald mit innovativen Ideen erfolgreich</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/inspired-ideenwettbewerb-2026-studierende-und-forschende-der-universitaet-greifswald-mit-innovativen-ideen-erfolgreich-279712/</link><description>Von KI in der medizinischen Diagnostik über digitale Rettungskorridore bis hin zu Naturbalsam für Angelfreunde: Der 21. inspired Ideenwettbewerb zeigte, wie vielfältig und praxisnah Innovation aus Hochschule und Forschung sein kann. Am Montag, dem 8. Juni 2026, wurden im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald die besten Ideen des Jahrgangs ausgezeichnet. Unter den Preisträger*innen überzeugten auch mehrere Studierende und Forschende der Universität Greifswald.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Von KI in der medizinischen Diagnostik über digitale Rettungskorridore bis hin zu Naturbalsam für Angelfreunde: Der 21. inspired Ideenwettbewerb zeigte, wie vielfältig und praxisnah Innovation aus Hochschule und Forschung sein kann. Am Montag, dem 8. Juni 2026, wurden im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald die besten Ideen des Jahrgangs ausgezeichnet. Unter den Preisträger*innen überzeugten auch mehrere Studierende und Forschende der Universität Greifswald.</p><p>Die Finalist*innen des Wettbewerbs, der bis 2025 unter dem Namen „UNIQUE“ bekannt war, präsentierten ihre Ideen vor einer Fachjury aus Unternehmer*innen, Investor*innen und Gründungsexpert*innen, die die Konzepte bewertete und im Anschluss die überzeugendsten Beiträge prämierte.<br><br>„Unser inspired-Ideenwettbewerb hat sich als wichtiges Instrument der Innovationsförderung bewährt. Er schlägt eine Brücke aus dem akademischen Umfeld in die Wirtschaft“, sagt Dr. Stefan Seiberling, Leiter des Zentrums für Forschungsförderung &amp; Transfer bei der Universität Greifswald. Der Gründungswettbewerb biete Studierenden, Forschenden und kreativen Köpfen aus der Region eine Plattform, um ihre Ideen vorzustellen, weiterzuentwickeln und wertvolle Kontakte zu knüpfen.</p><p>Die diesjährigen Preisträger*innen kommen aus unterschiedlichen Bereichen des Hochschul- und Forschungsumfelds. Ausgezeichnet wurden unter anderem Projekte aus der Universität Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald sowie ein externes Gründungsvorhaben.</p><p><a href="https://ideenwettbewerb-hgw.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><strong>Preisträger*innen 2026</strong></a><strong>:</strong></p><p><strong>Kategorie „Studierende &amp; Auszubildende“</strong></p><p>1. Aftercatch – Friedemann &amp; Peter Klatt, (UG): Regional hergestellter Naturbalsam für Angelfreunde</p><p>2. Emergency Flow – Miguel Leetz, (UMG): Digitale Rettungskorridore für Einsatzfahrzeuge durch koordinierte Ampelpriorisierung und Information an Verkehrsteilnehmende</p><p>3. PathAssistAI – Yusuf Mert Altinok, (UG): Modulares KI-System für pathologische Diagnostik und regionale Gesundheitsberichterstattung<br>&nbsp;</p><p><strong>Kategorie „Forschende, Externe &amp; Alumni“</strong></p><p>1. My Barnaby – Dr. Torben Kasimzade &amp; Louisa Winkler, (Extern): KI-gestützte Plattform zur Dokumentation der Historie klassischer Fahrzeuge</p><p>2. Your Health Match – Dan-Yin Hsu, Yunfei Dong &amp; Andrea Rachetta, (UG): Digitale Unterstützung medizinischer Einrichtungen und Fachkräfte durch intelligente Matching- und Verwaltungsprozesse</p><p>3. Wissenschaftsvermittlung für die Gehörlosen-Community – Javiera Hernández Morales, (UG): Inklusionsorientierte Plattform für Wissenschaftskommunikation zu Themen der Astronomie und Physik</p><p>Zwei Projekte wurden zusätzlich ausgezeichnet: My Barnaby erhielt den FilmVision Medienpreis, die „Wissenschaftsvermittlung für die Gehörlosen-Community“ den Publikumspreis.<br>&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Der <em>inspired Ideenwettbewerb</em> ist ein regionaler Gründungswettbewerb in Greifswald, der innovative Ideen aus Hochschule und Forschung fördert. Er wird im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit) durchgeführt und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF+) kofinanziert. Der Wettbewerb ist Teil des landesweiten Vorhabens „inspired. der Ideenwettbewerb. in MV.“.<br>&nbsp;</p><p><strong>Kontakt</strong><br>Dr. Gudrun Mernitz<br>WITENO GmbH<br>Telefon +49 151 1527 3020<br><a href="mailto:mernitz@witeno.de">mernitz@witeno.de</a><br><a href="http://www.witeno.de" target="_blank" rel="noreferrer">www.witeno.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/a/7/csm_Aftercatch_-_Friedemann___Peter_Klatt_07c6028e41.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-279604</guid><pubDate>Fri, 19 Jun 2026 08:22:00 +0200</pubDate><title>Bund fördert interdisziplinäre Forschung für einen resilienten Ostseeraum </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bund-foerdert-interdisziplinaere-forschung-fuer-einen-resilienten-ostseeraum-279604/</link><description>Die Erforschung gesellschaftlicher, politischer und kultureller Entwicklungen im Ostseeraum an der Universität Greifswald wird fortgesetzt. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das neue Projekt „Resilienter Ostseeraum. Interdisziplinäre Perspektiven auf Politik, gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Identitäten“ des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) von Juni 2026 bis Mai 2030 mit 3,6 Millionen Euro. Damit wird der Forschungsschwerpunkt Ostseeraum der Universität Greifswald weiter gestärkt. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Erforschung gesellschaftlicher, politischer und kultureller Entwicklungen im Ostseeraum an der Universität Greifswald wird fortgesetzt. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das neue Projekt „Resilienter Ostseeraum. Interdisziplinäre Perspektiven auf Politik, gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Identitäten“ des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) von Juni 2026 bis Mai 2030 mit 3,6 Millionen Euro. Damit wird der Forschungsschwerpunkt Ostseeraum der Universität Greifswald weiter gestärkt. </p><p>Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Region angesichts globaler Herausforderungen widerstandsfähiger werden kann. Dafür sollen dauerhafte Forschungs- und Transferstrukturen aufgebaut werden, die Wissenschaft, Politik und Gesellschaft miteinander vernetzen. Geplant ist unter anderem ein Ostseemonitor, der Informationen zur Stärkung der Resilienz – also der gesellschaftlichen Widerstandsfähigkeit – bereitstellt. Zudem wird ein bestehendes&nbsp;<a href="https://ifzo-gis.geo.uni-greifswald.de/portal/home/index.html" target="_blank" rel="noreferrer">Geoportal</a> kontinuierlich mit neuen Erkenntnissen über die Entwicklung der Region ergänzt.</p><p>Das neue Vorhaben knüpft an die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Fragmentierte Transformationen. Wahrnehmungen, Konstruktionen, Verfasstheiten einer Region im Wandel“ (FragTrans) an, das von 2021 bis 2026 mit 9,2 Millionen Euro vom BMFTR gefördert wurde. Darin untersuchten Wissenschaftler*innen des IFZO die tiefgreifenden Veränderungen, die den Ostseeraum seit dem Ende des Kalten Krieges prägen. Das Konsortium vereint Antragstellende aus der Politik-, Wirtschafts-, Geschichts- und Kommunikationswissenschaft, der Skandinavistik und Fennistik sowie der Geographie.</p><p>Prof. Dr. Margit Bussmann, Sprecherin des Projektes FragTrans, sagt: „Nach den demokratischen Umbrüchen in Ostdeutschland und den osteuropäischen Nachbarstaaten entwickelten sich neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den Ostseeanrainern. Gleichzeitig rückten gemeinsame Herausforderungen wie Sicherheit, Klimawandel, Energiewende, Umweltbelastungen der Ostsee und der Erhalt des kulturellen Erbes stärker in den Fokus.“</p><p>Im Rahmen des Projekts FragTrans entstanden praxisnahe Werkzeuge und Handlungsempfehlungen. So macht das IFZO-Geoportal Veränderungen der Landnutzung über längere Zeiträume sichtbar und trägt dazu bei, ökologische Entwicklungen besser zu verstehen. Im Bereich der Energieversorgung zeigte die Forschung, dass nachhaltige und sichere Versorgungskonzepte grenzüberschreitend gedacht werden müssen. Zudem rückte die Bedeutung des kulturellen Erbes in den Mittelpunkt: Traditionelles Handwerk und historische Techniken können nach Ansicht der Forschenden dazu beitragen, Gesellschaften widerstandsfähiger gegenüber Krisen zu machen.</p><p>„Mit dem neuen Förderprojekt wollen die Beteiligten diese Erkenntnisse weiterentwickeln und langfristig nutzbar machen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Ostseeraum zu stärken und wissenschaftliche Erkenntnisse stärker in gesellschaftliche und politische Entscheidungsprozesse einzubringen“, sagt Prof. Dr. Clemens Räthel, Sprecher des IFZO und des neu geförderten Projektes Resilienter Ostseeraum.</p><p>„Der Forschungsschwerpunkt Ostseeraum ist ein zentrales Profilmerkmal der Universität Greifswald. Die erneute Förderung durch den Bund stärkt unsere Position als führender Standort für interdisziplinäre Ostseeraumforschung. Zugleich schaffen wir Strukturen, um wissenschaftliche Expertise für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen. Damit festigen wir die Rolle der Universität Greifswald als wichtiger Partner für die Entwicklung eines resilienten Ostseeraums“, betont Prof. Dr. Daniel Schiller, Prorektor für Forschung und Transfer.&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) erforscht die Geschichte, Gegenwart und zukünftigen Herausforderungen des nordöstlichen Europas. Im Zentrum der Arbeit steht der Ostseeraum als geographische und politische Einheit, die durch eine Vielfalt an Kulturen, ein einzigartiges Ökosystem und eine hohe geopolitische Bedeutung geprägt ist.</p><p><a href="https://ifzo.uni-greifswald.de/" target="_blank">Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO)</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/forschung/forschungsprofil/forschungsschwerpunkte/forschungsschwerpunkt-ostseeraum/" target="_blank">Forschungsschwerpunkt Ostseeraum</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Alexander Drost<br>Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO)<br>Bahnhofstraße 51, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3341<br><a href="mailto:ifzo@uni-greifswald.de">ifzo@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Forschungsförderung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/06-2026-Medienfotos/VerlaengerungMedieninfoAnsicht_Greifswald_Raps_2.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-279475</guid><pubDate>Thu, 18 Jun 2026 07:23:02 +0200</pubDate><title>Martha Müller-Grählert klingt neu: Inklusive Band SEESIDE vertont pommersche Lyrik</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/martha-mueller-graehlert-klingt-neu-inklusive-band-seeside-vertont-pommersche-lyrik-279475/</link><description>Wie bringt man mehr als 100 Jahre alte niederdeutsche Gedichte in die Klassenzimmer von heute? Das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik (KND) der Universität Greifswald setzt auf Musik, Bilder und digitale Lernangebote. Zum 150. Geburtstag der pommerschen Dichterin Martha Müller-Grählert im Jahr 2026 entstand eine neue Unterrichtshandreichung mit zehn ihrer Gedichte – ergänzt durch moderne Vertonungen der inklusiven Greifswalder Band SEESIDE.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie bringt man mehr als 100 Jahre alte niederdeutsche Gedichte in die Klassenzimmer von heute? Das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik (KND) der Universität Greifswald setzt auf Musik, Bilder und digitale Lernangebote. Zum 150. Geburtstag der pommerschen Dichterin Martha Müller-Grählert im Jahr 2026 entstand eine neue Unterrichtshandreichung mit zehn ihrer Gedichte – ergänzt durch moderne Vertonungen der inklusiven Greifswalder Band SEESIDE.</p><p>Die neuen Lieder feierten am 17. Juni 2026 im Pommerschen Landesmuseum ihre Premiere. Vor Schulklassen aus Greifswald und Umgebung stellte die Band die Songs erstmals live vor. Gleichzeitig erhielten Lehrkräfte im Rahmen einer Fortbildung Einblick in die neuen Unterrichtsmaterialien. Die Veranstaltung fand in&nbsp;Kooperation mit dem Pommerschen Landesmuseum und der Stadtbibliothek Greifswald statt.&nbsp;</p><p>Niederdeutsche Lyrik stellt Schüler*innen oft vor besondere Herausforderungen. Sie müssen nicht nur eine fremde Sprache verstehen, sondern auch die Bildsprache der Gedichte entschlüsseln. „Zweifach ist das Übersetzen insofern, als dass erstens die fremde Sprache – hier Niederdeutsch – und zweitens die symbolische Formensprache der Lyrik zu entschlüsseln sind“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr. Birte Arendt vom KND. Hinzu kommen unterschiedliche Vorkenntnisse. Während einige Kinder bereits Niederdeutsch lernen, begegnen andere der Sprache zum ersten Mal.</p><p><strong>Musik, Kunst und Gebärdensprache</strong></p><p>Um den Zugang zu erleichtern, entwickelte das KND ein umfangreiches Materialpaket. Zu jedem Gedicht gehören moderne Musikfassungen von SEESIDE sowie Illustrationen der Künstlerin Stephanie Wunder. Die Materialien eignen sich sowohl für den Niederdeutschunterricht als auch für Fächer wie Deutsch, Kunst, Musik oder Religion. Teilweise stehen die Inhalte zudem in Deutscher Gebärdensprache (DGS) zur Verfügung. Damit verfolgt das Projekt einen inklusiven Ansatz.</p><p>Mit dem Projekt erhält das Werk von Martha Müller-Grählert einen zeitgemäßen Klang. Die Gedichte der pommerschen Autorin sollen so auch jüngere Generationen erreichen – nicht nur als Text auf Papier, sondern als Musik, Bild und gemeinsames Unterrichtserlebnis.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Lehrkräfte können die Materialien, Songs und Illustrationen kostenlos über die&nbsp;<a href="https://germanistik.uni-greifswald.de/institut/arbeitsbereiche/kompetenzzentrum-fuer-niederdeutschdidaktik/service/didaktische-materialien/martha-mueller-graehlert/" target="_blank" class="external-link">Internetseite des Kompetenzzentrums</a> herunterladen.</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Birte Arendt<br>Institut für Deutsche Philologie<br>Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik<br><a href="mailto:arendt@uni-greifswald.de" class="mail-link">arendt@uni-greifswald.de</a><br>Instagram: knd_uni_greifswald</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/2/2/csm_SEESIDEPmL2026-3_076a02a731.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-279208</guid><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 15:03:34 +0200</pubDate><title>Wie Krankheitserreger den Stoffwechsel menschlicher Zellen für sich nutzen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wie-krankheitserreger-den-stoffwechsel-menschlicher-zellen-fuer-sich-nutzen-279208/</link><description>Ein Forschungsteam des Graduiertenkollegs RTG-PRO „Proteases in pathogen and host: importance in infection and inflammation“ der Universität Greifswald hat einen neuen Mechanismus entdeckt, mit dem bakterielle Krankheitserreger ihre Aktivität an den Stoffwechsel infizierter Wirtszellen anpassen. Bakterien koppeln ihren Angriff an den Energiezustand der Wirtszellen und steuern so gezielt ihre krankmachende Wirkung. Die Ergebnisse der Nature Communications-Studie liefern wichtige Einblicke in bakterielle Infektionsprozesse. Sie können langfristig dazu beitragen, Infektionen besser zu verstehen und neue Ansatzpunkte im Kampf gegen antibiotikaresistente Erreger zu entwickeln. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Ein Forschungsteam des Graduiertenkollegs RTG-PRO „Proteases in pathogen and host: importance in infection and inflammation“ der Universität Greifswald hat einen neuen Mechanismus entdeckt, mit dem bakterielle Krankheitserreger ihre Aktivität an den Stoffwechsel infizierter Wirtszellen anpassen. Bakterien koppeln ihren Angriff an den Energiezustand der Wirtszellen und steuern so gezielt ihre krankmachende Wirkung. Die Ergebnisse der Nature Communications-Studie liefern wichtige Einblicke in bakterielle Infektionsprozesse. Sie können langfristig dazu beitragen, Infektionen besser zu verstehen und neue Ansatzpunkte im Kampf gegen antibiotikaresistente Erreger zu entwickeln. </p><p>Bakterielle Krankheitserreger können eine Vielzahl menschlicher Zelltypen befallen, die teils schwere Erkrankungen auslösen. Gleichzeitig stellt die zunehmende Verbreitung antibiotikaresistenter Bakterien Krankenhäuser und Gesundheitssysteme weltweit vor große Herausforderungen.&nbsp;Ein Forschungsteam um Prof.&nbsp;Dr. Michael Lammers und Erstautor Ole Schmöker untersuchte den Virulenzfaktor SnCE1 des Chlamydien-ähnlichen Bakteriums <em>Simkania negevensis</em>. Dieses Bakterium kann unter anderem Atemwegs- und Lungenerkrankungen verursachen. Virulenzfaktoren sind spezielle Proteine, mit denen Bakterien menschliche Zellen gezielt beeinflussen. Die Erreger schleusen diese Proteine über besondere Transportsysteme in die Wirtszellen ein. Dort verändern sie die Zellen so, dass sich die Bakterien besser vermehren und Infektionen leichter ausbreiten können.</p><p><strong>SnCE1 reagiert auf den Energiezustand der Zelle</strong><br>Das Forschungsteam zeigte erstmals, dass die Aktivität des bakteriellen Proteins SnCE1 direkt vom Energiestoffwechsel der Wirtszelle abhängt. Entscheidend ist dabei das Molekül Acetyl-CoA, das eine wichtige Rolle bei der Energieversorgung der Zelle spielt. Je mehr davon vorhanden ist, desto stärker verändert sich die Struktur und Funktion des Proteins. SnCE1 kann gleich zwei Aufgaben übernehmen: Zum einen entfernt es SUMO-Moleküle von Proteinen der Wirtszelle und greift so in wichtige Steuerungsprozesse ein. Zum anderen kann es sich selbst chemisch verändern, indem es Acetylgruppen an bestimmte Aminosäuren (Lysine) anheftet. Überraschend ist, dass beide Reaktionen über dieselbe aktive Stelle des Enzyms ablaufen. Dieser Mechanismus war bislang unbekannt und zeigt, wie eng die Aktivität von SnCE1 mit dem Energiezustand der Wirtszelle verknüpft ist.“</p><p>Besonders wichtig: Die Selbstveränderung entscheidet darüber, ob SnCE1 allein aktiv bleibt. So koppeln die Bakterien ihre krankmachende Wirkung direkt an den Energiezustand der Wirtszelle. Die Forschenden entdeckten außerdem, dass auch Enzyme der Wirtszelle das bakterielle Protein beeinflussen. Sie verändern nicht nur seine Aktivität, sondern auch seinen Aufenthaltsort in der Zelle. Auf diese Weise wandert SnCE1 teilweise zu den Mitochondrien, den „Kraftwerken“ der Zelle. Dort löst das Protein eine Zerstückelung, eine sogenannte Fragmentierung, der Mitochondrien aus. Wie genau das geschieht, ist noch unklar.</p><p><strong>Interdisziplinäre Vernetzung für ein tieferes Verständnis von Infektionen</strong><br>Die Studie entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Forschungsgruppen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Universitätsmedizin Greifswald sowie externen Partnern an den Universitäten Würzburg und Köln. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit war&nbsp;ein zentraler Erfolgsfaktor der Studie und zeigt beispielhaft, wie moderne Forschung durch starke Vernetzung vorangetrieben wird.</p><p>Die Entdeckung könnte langfristig medizinisch relevant werden. In Krankenhäusern kommt es immer häufiger vor, dass Standardantibiotika bei bestimmten Infektionen nicht mehr zuverlässig wirken. Patient*innen müssen dann länger behandelt werden, manchmal wechseln Ärztinnen und Ärzte mehrfach die Medikamente. Die Greifswalder Studie beschreibt nun einen bislang wenig beachteten Mechanismus: Bakterien richten ihre Aktivität am Energiezustand menschlicher Zellen aus und steuern so ihre Vermehrung im Körper.</p><p>„Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig die chemische Modifikation von Proteinen für die Anpassung bakterieller Virulenzfaktoren an den Stoffwechsel der Wirtszellen ist“, erklärt Erstautor Ole Schmöker. Lammers ergänzt: „SnCE1 kann mit demselben aktiven Zentrum unterschiedliche enzymatische Reaktionen ausführen. Dadurch kann das Protein nicht nur direkt in zelluläre Prozesse eingreifen, sondern seine Aktivität gleichzeitig flexibel an die Bedingungen in der Wirtszelle anpassen.&nbsp;Ein besseres Verständnis solcher Mechanismen hilft uns dabei, grundlegende Strategien bakterieller Infektionen zu entschlüsseln. Langfristig könnten diese Erkenntnisse dazu beitragen, neue Angriffspunkte für therapeutische Ansätze gegen bakterielle Krankheitserreger und antibiotikaresistente Keime zu identifizieren.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das Graduiertenkolleg&nbsp;<a href="https://www.rtg2719-pro.de/de/home/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">RTG-PRO</a>, ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Ausbildungs- und Forschungsprogramm für Promovierende, unter Leitung von Sprecherin Prof. Dr. Barbara Bröker, vereint Forschergruppen der Universität Greifswald. Beteiligst sind u. a. die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, die Universitätsmedizin und das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Ziel ist es, die Rolle von Eiweiß-spaltenden Enzymen (Proteasen) bei Infektions- und Entzündungsprozessen besser zu verstehen.&nbsp;<br>Wichtige Beiträge für die Studie zu zellbiologischen Untersuchungen, massenspektrometrischen Analysen sowie computergestützten Strukturvorhersagen und bioinformatischen Auswertungen kamen unter anderem von den Teams um Prof. Elke Krüger (Universitätsmedizin Greifswald), Prof. Vera Kozjak-Pavlovic (Universität Würzburg), Prof. Marcus Krüger und Prof. Kay Hofmann (Universität zu Köln), von Prof. Uwe Völker und Prof. Uwe Bornscheuer (Universität Greifswald) sowie vom&nbsp;Rechenzentrum der Universität Greifswald.&nbsp;</p><p><a href="https://doi.org/10.1038/s41467-026-72244-8" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Publikation:&nbsp;</em></a><br>Schmöker, O., Girbardt, B., Schulze, S. et al.&nbsp;Reprogramming of bacterial virulence by lysine acetylation.&nbsp;Nat Commun 17, 3859 (2026).&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Michael Lammers<br>Institut für Biochemie<br>Abteilung Synthetische &amp; Strukturelle Biochemie<br>Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4365<br><a href="mailto:michael.lammers@uni-greifswald.de" class="mail-link">michael.lammers@uni-greifswald.de</a></p><p><a href="https://www.linkedin.com/in/rtg2719-pro/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">LinkedIn RTG2719 PRO</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/oleschmoeker/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">LinkedIn Ole Schmöker</a><br><br>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/4/csm_Grafik_Medienmitteilung_Final_970c93f8b8.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-279181</guid><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 12:10:31 +0200</pubDate><title>Entdecken, staunen, mitmachen: Tag der Wissenschaft in Greifswald</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/entdecken-staunen-mitmachen-tag-der-wissenschaft-in-greifswald-279181/</link><description>Die Universität Greifswald lädt zusammen mit ihren wissenschaftlichen Partnern am 27. Juni 2026 zum großen Tag der Wissenschaft ein. Von 09:00 bis ca. 16:00 Uhr präsentieren sich Forschungsprojekte auf der Wissenschaftsmeile. Die Forschungsinstitute am Campus Berthold-Beitz-Platz und am Campus Soldmannstraße öffnen ihre Türen und geben Einblicke in aktuelle Forschung – verständlich, anschaulich und zum Mitmachen für Groß und Klein. Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind One Health sowie 75 Jahre Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Universität Greifswald lädt zusammen mit ihren wissenschaftlichen Partnern am 27. Juni 2026 zum großen Tag der Wissenschaft ein. Von 09:00 bis ca. 16:00 Uhr präsentieren sich Forschungsprojekte auf der Wissenschaftsmeile. Die Forschungsinstitute am Campus Berthold-Beitz-Platz und am Campus Soldmannstraße öffnen ihre Türen und geben Einblicke in aktuelle Forschung – verständlich, anschaulich und zum Mitmachen für Groß und Klein. Themenschwerpunkte in diesem Jahr sind One Health sowie 75 Jahre Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät.</p><p>Experimente, Laboreinblicke und Forschung zum Anfassen: Am Wissenschaftstag zeigen Forschende aus unterschiedlichsten Disziplinen, woran sie in Greifswald arbeiten. Wie funktioniert eine KI-gesteuerte Küche? Wie riechen Krabbeltiere? Können Wunden mit Plasma geheilt werden? Besucher*innen kommen bei Experimenten, Führungen und Vorträgen direkt in den Austausch mit Wissenschaftler*innen. Zusätzlich gibt es Touren durch das Zoologische Museum, die geologischen Schätze der Universität sowie die Rechentechnische Sammlung.</p><p>Im Mittelpunkt steht dieses Jahr das Forschungsfeld One Health. Forschende zeigen in anschaulichen Formaten, wie eng die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt miteinander verknüpft ist. Welche konkreten Auswirkungen das auf unseren Alltag hat und welche aktuellen Forschungsergebnisse dahinterstehen, erfahren Interessierte bei der Auftaktveranstaltung um 11:00 Uhr im Hörsaal der Biochemie.</p><p>Gleichzeitig feiert die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät ihr 75-jähriges Jubiläum. Sie ist darum besonders stark mit Angeboten auf dem Wissenschaftstag vertreten. Ein Höhepunkt ist die Experimentiershow „Farbe, Licht und Schall – Erhellende Experimente aus der Chemie“ unter freiem Himmel.</p><p><strong>Viele Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche</strong><br>Für die Jüngsten heißt es: ausprobieren und mitmachen.&nbsp;Im Kinderlabor des Forschungszentrums C_FunGene tauchen sie in die faszinierende Welt der Mikroben ein. Es gibt Begegnungen mit Urzeitkrebsen, Kühen und ein Quiz zu Säugetierschädeln. Wer sein Stempelheft vollständig ausfüllt, erhält den Titel „Kinderdoktor“ und kann an der Tombola teilnehmen. Zu gewinnen gibt es unter anderem mobile Entdeckermikroskope und Experimentiersets.</p><p>Das vollständige Programm mit über 60 Programmpunkten ist über die Wissenschaftstag-App abrufbar – ohne Installation direkt im Browser. Besuchende können dort ihre persönliche Forschungsroute planen. Ergänzend liegen vorab Infoflyer an zahlreichen Orten in Greifswald und Umgebung aus.</p><p><strong>Forschungseinrichtungen aus ganz Greifswald dabei</strong><br>Der Tag der Wissenschaft ist eine Veranstaltung der Universität Greifswald in Kooperation mit dem Alfried Krupp Wissenschaftskolleg, dem Friedrich-Loeffler-Institut, dem Helmholtz-Institut für One Health, dem Projekt One-Health Region Vorpommern, dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V., dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, der Universitätsmedizin Greifswald und des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie Dummerstorf.&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://uni-greifswald.lineupr.com/tag-der-wissenschaft-2026/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Wissenschaftstag-App</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation&nbsp;<br>Domstraße 11, Eingang 2,&nbsp;17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1152<br>Mobil +49 170 566 9683<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/b/7/csm_UNI_Greifswald_TDW2026_Onlinebanner_quer_flexibel-1-Logo-1_34475eba57.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-278863</guid><pubDate>Mon, 15 Jun 2026 10:02:58 +0200</pubDate><title>Universität im Rathaus: Muss Verwaltungssprache unverständlich sein? Behördenschreiben unter der Lupe</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-muss-verwaltungssprache-unverstaendlich-sein-behoerdenschreiben-unter-der-lupe-278863/</link><description>In der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“ sprechen Prof. Dr. Konstanze Marx-Wischnowski und Prof. Dr. Wolfgang Kesselheim von der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald am Montag, 22.06.2026, zum Thema „Muss Verwaltungssprache unverständlich sein? Behördenschreiben unter der Lupe“. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wird von der Stadt und der Universität gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei und für Rollstuhlfahrende zugänglich.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>In der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“ sprechen Prof. Dr. Konstanze Marx-Wischnowski und Prof. Dr. Wolfgang Kesselheim von der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald am Montag, 22.06.2026, zum Thema „Muss Verwaltungssprache unverständlich sein? Behördenschreiben unter der Lupe“. Der Vortrag beginnt um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses. Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wird von der Stadt und der Universität gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei und für Rollstuhlfahrende zugänglich.</p><p>Umständliche Formulierungen, Endloswörter, Paragraphen und komplexe Satzstrukturen - das verbinden viele Menschen mit Schreiben aus Behörden. Tatsächlich ist es eine Herausforderung, juristisch exakt und gleichermaßen zugewandt zu formulieren, wie anhand von zahlreichen Beispielen deutlich wird. Dass es jedoch praktikable Kompromisse gibt, zeigen Modellprojekte, die in anderen Städten bereits erfolgreich durchgeführt wurden. Somit ist der Beschluss der Bürgerschaft, in dem der Stadt der Auftrag erteilt wird, in „der schriftlichen und mündlichen Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern eine freundlichere und auf Unterstützung fokussierende Ausdrucksweise [zu] verwenden“ ein willkommener Anlass, sprachwissenschaftliche Expertise vor Ort und konkrete Anwendung von Fachsprache in Behörden im Projekt „Bessere Bescheide“&nbsp;zusammenzuführen.&nbsp;</p><p><strong>Über die Referent*innen</strong><br><em>Prof. Dr. Konstanze Marx-Wischnowski</em> ist Leiterin des Arbeitsbereichs Germanistische Sprachwissenschaft am Institut für Deutsche Philologie an der Universität Greifswald. Ihre Schwerpunkte liegen in der Internetlinguistik, der Diskurs- und Textlinguistik, der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Sprache-Kognition-Emotion und der medienlinguistischen Prävention.&nbsp;<br><em>Prof. Dr. Klaus Wolfgang Kesselheim</em> ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Germanistische Sprachwissenschaft/Institut für Deutsche Philologie der Universität Greifswald. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Text- und der Interaktionslinguistik.</p><p><strong>Weitere Informationen zur Vortragsreihe</strong><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/uni-rathaus" target="_blank" class="external-link">www.uni-greifswald.de/uni-rathaus</a></p><p><strong>Kontaktadressen</strong></p><p>Universität Greifswald<br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Universitäts- und Hansestadt Greifswald<br>Amt für Bildung, Kultur und Sport | Abteilung Kultur<br>Lange Straße 2 A, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 8536 2104<br><a href="mailto:kultur@greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link" class="mail-link">kultur@greifswald.de</a></p><p><strong>Verantwortlich für die Reihe</strong><br>Prof. Dr. Sünne Juterczenka<br>Historisches Institut<br>Domstraße 9 A, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:suenne.juterczenka@uni-greifswald.de" class="mail-link">suenne.juterczenka@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/5/6/csm_Uni_im_Rathaus_Marx_u_Kesselheim-20260128-DSC02782-KK-350dpi_sRGB_226d8d8bd6.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-278700</guid><pubDate>Thu, 11 Jun 2026 12:26:02 +0200</pubDate><title>Wenn Fledermäuse Geschichten erzählen: Greifswalder Forschung macht den Wandel heimischer Artenvielfalt sichtbar</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wenn-fledermaeuse-geschichten-erzaehlen-greifswalder-forschung-macht-den-wandel-heimischer-artenvielfalt-sichtbar-278700/</link><description>Tief in alten Kellern, Bunkern und Höhlen beginnt vielerorts Jahr für Jahr dieselbe stille Routine: Ehrenamtliche Naturschützer*innen zählen überwinternde Fledermäuse, notieren Bestände und dokumentieren Veränderungen. Lange blieben diese wertvollen Daten auf verschiedene Archive und Datenbanken verteilt. Mit „BATLAS“, einer an der Universität Greifswald entwickelten Plattform für Fledermausmonitoring, entsteht daraus erstmals ein deutschlandweites Bild der Bestandsentwicklung heimischer Fledermäuse. Drei aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, wie das Zusammenspiel von ehrenamtlichem Engagement, innovativen Analysemethoden und digitaler Vernetzung neue Möglichkeiten für den Schutz der biologischen Vielfalt eröffnet.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Tief in alten Kellern, Bunkern und Höhlen beginnt vielerorts Jahr für Jahr dieselbe stille Routine: Ehrenamtliche Naturschützer*innen zählen überwinternde Fledermäuse, notieren Bestände und dokumentieren Veränderungen. Lange blieben diese wertvollen Daten auf verschiedene Archive und Datenbanken verteilt. Mit „BATLAS“, einer an der Universität Greifswald entwickelten Plattform für Fledermausmonitoring, entsteht daraus erstmals ein deutschlandweites Bild der Bestandsentwicklung heimischer Fledermäuse. Drei aktuelle wissenschaftliche Studien zeigen, wie das Zusammenspiel von ehrenamtlichem Engagement, innovativen Analysemethoden und digitaler Vernetzung neue Möglichkeiten für den Schutz der biologischen Vielfalt eröffnet.</p><p>Im Mittelpunkt des&nbsp;<a href="https://batlas.info/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Bundesweiten digitalen Atlas zur Analyse von Fledermaus-Populationsdaten (BATLAS)</a> steht die Zusammenführung und Analyse bundesweiter Daten. Das an der Universität Greifswald konzipierte Tool wird heute in enger Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Behörden, Ehrenamtlichen und der Kompetenzstelle für Fledermausschutz Sachsen-Anhalt weiterentwickelt. Aktuell enthält die Plattform rund 150&nbsp;000 Datensätze von Winterquartierzählungen aus dem gesamten Bundesgebiet und liefert erstmals deutschlandweite Populationstrends für 16 heimische Fledermausarten. Damit schafft BATLAS eine Grundlage, um die Entwicklung heimischer Fledermauspopulationen deutschlandweit zu verfolgen und Bestandsveränderungen einzelner Arten verlässlich zu bewerten.</p><p>Die Auswertungen zeigen ein differenziertes Bild: Während sich einige Arten – etwa die Kleine Hufeisennase – positiv entwickeln, verzeichnen andere wie das Graue Langohr weiterhin Bestandsrückgänge. Die Ergebnisse liefern damit wichtige Hinweise für den Naturschutz und helfen dabei, Schutzmaßnahmen gezielter zu planen und ihre Wirksamkeit zu bewerten. „BATLAS zeigt, was möglich wird, wenn Menschen ihre Daten teilen und gemeinsam an einem Ziel arbeiten“, sagt Dr. Marcus Fritze, der die Plattform gemeinsam mit Dr. Saskia Schirmer, Stefan Mayr und weiteren Forschenden an der Universität Greifswald entwickelt hat. „Viele Fledermausdaten wurden über Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich erhoben, lagen jedoch in unterschiedlichen Datenbanken, Tabellen und Archiven verteilt. BATLAS schafft daraus erstmals ein gemeinsames, analysierbares System“, ergänzt Schirmer.</p><p><strong>Drei veröffentlichte Studien – ein gemeinsames Ziel</strong><br>Die drei Studien betrachten das Projekt aus unterschiedlichen Perspektiven. Eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift&nbsp;<a href="https://www.sciencedirect.com/journal/ecological-indicators" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Ecological Indicators</a> stellt neue statistische Verfahren vor, mit denen sich auch aus lückenhaften Monitoringdaten belastbare Populationstrends ableiten lassen. Eine zweite Studie in&nbsp;<a href="https://www.sciencedirect.com/journal/ecological-informatics" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Ecological Informatics</a> beschreibt BATLAS als digitale Plattform zur Zusammenführung, Standardisierung und Auswertung bundesweiter Fledermausdaten. Die dritte Veröffentlichung in&nbsp;<a href="https://www.natur-und-landschaft.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Natur und Landschaft</a> rückt die Menschen hinter den Daten in den Mittelpunkt und zeigt, wie entscheidend das langjährige Engagement von Ehrenamtlichen für den Fledermausschutz ist. Gemeinsam schaffen die drei Arbeiten wichtige Grundlagen für die Naturschutzplanung, die Bewertung von Schutzmaßnahmen sowie die Berichterstattung zum Zustand geschützter Arten.</p><p>Die Grundlage von BATLAS bilden derzeit Winterquartierzählungen, die vielerorts seit Jahrzehnten mit hohem persönlichem Einsatz – meist durch Ehrenamtliche, Arbeitsgemeinschaften, Naturschutzverbände oder lokale Fachgruppen – durchgeführt werden. „Ohne dieses Engagement gäbe es BATLAS nicht“, betont Prof. Dr. Gerald Kerth, Leiter der Arbeitsgruppe Angewandte Zoologie und Naturschutz an der Universität Greifswald. „Die Plattform lebt vom Vertrauen, vom persönlichen Austausch und vom gemeinsamen Interesse am Schutz der Fledermäuse.“</p><p><strong>Ehrenamt als Fundament des Fledermausschutzes</strong><br>Die drei Studien zeigen, dass wirksamer Naturschutz auf langfristigen Daten und langfristigem Engagement beruht. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für die Naturschutzplanung, die Berichterstattung Deutschlands zum Zustand geschützter Arten im Rahmen der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH‑Richtlinie) sowie für Rote-Liste-Bewertungen. Zugleich zeigen sie, wie wertvoll langfristige Bürgerforschung für den Schutz der biologischen Vielfalt ist. BATLAS macht deutlich, wie ehrenamtlich erhobene Daten durch moderne Analyseverfahren und digitale Werkzeuge zu einer belastbaren Grundlage für Forschung, Naturschutz und politische Entscheidungen werden können.</p><p>Die Forschenden sehen in BATLAS zugleich ein Modell für den zukünftigen Umgang mit Biodiversitätsdaten. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie Citizen Science, moderne Forschung und digitale Infrastruktur zusammenwirken können, um verlässliche Grundlagen für den Schutz der biologischen Vielfalt zu schaffen.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://batlas.info/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">BATLAS: Portal für Fledermauspopulationstrends</a>&nbsp;<br><a href="https://zoologie.uni-greifswald.de/struktur/abteilungen/angewandte-zoologie-und-naturschutz/forschung/battrend" target="_blank" class="external-link">Zoologie an der Universität Greifswald</a>&nbsp;</p><p><strong>Publikationen</strong></p><p>Schirmer, S., Fritze, M. &amp; Scheuerlein, A., (2026): How to estimate overall population trends when sites show varying population counts over time? Ecological indicators 183, 114588.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1016/j.ecolind.2025.114588" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1016/j.ecolind.2025.114588</a></p><p>Fritze, M., Mayr, S., Scheuerlein, A., Kerth, G., Schirmer, S. (2026): BATLAS: A scalable citizen science platform for integrating biodiversity monitoring data with automatic population trend analysis.&nbsp;Ecological Informatics, 103817. <a href="https://doi.org/10.1016/j.ecoinf.2026.103817" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1016/j.ecoinf.2026.103817</a></p><p>Fritze, M., Mayr, S., Scheuerlein, A., Kerth, G., Balzer, S., Neukirchen, M., Petermann, R., Bauer, J., Berg, J., Giese, G., Harbusch, C., Harder, J., Hoffmeister, U., Horn, J., Koch, R., Maetz, G., Meschede, A., Petzold, A., Pfalzer, G., Prüger, J., Rackow, W., Ripperger, S., Röse, N., Roßner, M., Roßner, S., Sauerbier, W., Schorcht, W., Schritt, K., Teubner, Ja., Teubner, Je., Thiele, K., Vollmer, A., Wielert, S., Zaenker, S., Zöphel, U., Schirmer, S. (2026): BATLAS: Bundesweiter digitaler Atlas zur Analyse von Fledermaus-Populationsdaten. Natur und Landschaft101 (1), S. 2-13. <a href="https://doi.org/10.19217/NuL2026-01-01" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.19217/NuL2026-01-01</a></p><p><strong>Ansprechpartner*innen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Dr. Marcus Fritze<br>Kompetenzstelle für Fledermausschutz<br>c/o Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz<br>Hallesche Straße 68A, 06536 Roßla<br>Telefon +49 1511 8838514&nbsp;<br><a href="mailto:marcus.fritze@biores.mwu.sachsen-anhalt.de" class="mail-link">marcus.fritze@biores.mwu.sachsen-anhalt.de</a>&nbsp;&nbsp;</p><p>Dr. Saskia Schirmer<br>Zoologisches Institut und Museum<br>Universität Greifswald<br>Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4222<br><a href="mailto:saskia.schirmer@uni-greifswald.de" class="mail-link">saskia.schirmer@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/5/c/csm_PXL_20230313_130840870_0520839e0b.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-278645</guid><pubDate>Thu, 11 Jun 2026 08:46:11 +0200</pubDate><title>Universität Greifswald empfängt internationale Partnerhochschulen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-empfaengt-internationale-partnerhochschulen-278645/</link><description>Die Universität Greifswald begrüßt Vertreter*innen von neun Partnerhochschulen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa zu den „Partner Days 2026“. Die Veranstaltung findet im Rahmen des DAAD-Programms „Ostpartnerschaften“ am 10. und 11. Juni 2026 statt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Universität Greifswald begrüßt Vertreter*innen von neun Partnerhochschulen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa zu den „Partner Days 2026“. Die Veranstaltung findet im Rahmen des DAAD-Programms „Ostpartnerschaften“ am 10. und 11. Juni 2026 statt.</p><p>Im Mittelpunkt stehen der Ausbau der internationalen Zusammenarbeit sowie der Austausch zu Mobilität, Forschung und Lehre. Die Teilnehmenden beraten über gemeinsame Projekte, Fördermöglichkeiten und aktuelle Herausforderungen der Hochschulkooperation. Zudem erhalten die Gäste Einblicke in die Universität Greifswald und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald.</p><p>Zu den Partner Days reisen Delegationen der Masaryk University Brno (Tschechien), der University of Klaipeda und der Vilnius University (Litauen), der University of Szczecin (Polen), der University of Zadar (Kroatien), der University of Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) sowie der Kryvyi Rih State Pedagogical University, der Nizhyn Mykola Gogol State University und der Odesa Mechnikov National University (Ukraine) an.</p><p>Das Programm umfasst Gespräche mit Fachkolleg*innen sowie Präsentationen zu erfolgreichen Projekten in den Bereichen Internationalisierung, Digitalisierung und internationale Mobilität. Ziel ist es, bestehende Partnerschaften zu stärken und neue Impulse für die Zusammenarbeit zu entwickeln.</p><p>Im Anschluss nehmen einige der internationalen Gäste an den Hochschulinformationstagen der Universität Greifswald am 12. und 13. Juni teil. Dort werden sie weitere Einblicke in Studienangebote, Forschungsschwerpunkte und die Strukturen der Universität erhalten.</p><p>„Mit den Partner Days unterstreicht die Universität Greifswald die Bedeutung internationaler Kooperationen für Forschung, Lehre und akademischen Austausch. Die Veranstaltung bietet Raum für persönliche Begegnungen und die Weiterentwicklung langjähriger Partnerschaften“, sagt Dr. Hasmik Hunanyan, Leiterin des International Office der Universität Greifswald.&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/international/outgoing/forschen-lehren-im-ausland/daad-ostpartnerschaften/" target="_blank" class="external-link">DAAD-Ostpartnerschaften</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Roberta Wirminghaus<br>International Office<br>Domstraße 8, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1119<br><a href="mailto:exchange@uni-greifswald.de" class="mail-link">exchange@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>News International</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/c/a/csm_Gruppenfoto_Partner_Days-2026-Sophie-Mueller-1_80443f962d.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-278491</guid><pubDate>Wed, 10 Jun 2026 10:32:01 +0200</pubDate><title>Ein Vermächtnis für die Medizin: Gedenkfeier für Körperspender*innen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ein-vermaechtnis-fuer-die-medizin-gedenkfeier-fuer-koerperspenderinnen-278491/</link><description>Ohne ihre Entscheidung wäre die medizinische Ausbildung, wie sie heute stattfindet, nicht möglich: Menschen, die ihren Körper nach ihrem Tod der Wissenschaft vermachen, leisten einen unersetzlichen Beitrag für die Ausbildung zukünftiger Ärztinnen, Ärzte und Wissenschaftler*innen. Ihnen widmen Studierende der Universität Greifswald am Freitag, 19. Juni 2026, um 10:30 Uhr eine Gedenkfeier im Dom St. Nikolai. In diesem Jahr werden 59 Körperspender*innen geehrt, 49 von ihnen werden namentlich genannt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Ohne ihre Entscheidung wäre die medizinische Ausbildung, wie sie heute stattfindet, nicht möglich: Menschen, die ihren Körper nach ihrem Tod der Wissenschaft vermachen, leisten einen unersetzlichen Beitrag für die Ausbildung zukünftiger Ärztinnen, Ärzte und Wissenschaftler*innen. Ihnen widmen Studierende der Universität Greifswald am Freitag, 19. Juni 2026, um 10:30 Uhr eine Gedenkfeier im Dom St. Nikolai. In diesem Jahr werden 59 Körperspender*innen geehrt, 49 von ihnen werden namentlich genannt.</p><p>Die Gedenkfeier wird von Studierenden der Humanmedizin, Zahnmedizin und Humanbiologie gemeinsam mit Mitarbeitenden des Instituts für Anatomie und Zellbiologie der Universitätsmedizin Greifswald gestaltet. Für die Studierenden ist die Arbeit mit Körperspenden ein prägender Bestandteil ihres Studiums – fachlich ebenso wie menschlich.</p><p><strong>Ein unersetzlicher Beitrag für die medizinische Ausbildung</strong><br>„Die Körperspende macht es uns möglich, so detailliert zu lernen, wie es kein Buch beschreiben kann. Vor allem lernen wir, wie einzigartig jeder Körper ist; außerhalb definierter Grenzen. Dieses außergewöhnliche Geschenk erfüllt uns mit Dankbarkeit, Respekt und Demut, was wir mit der jährlichen Gedenkfeier zu Ehren der Vermächtnisgebenden zum Ausdruck bringen“, erklären Stine Göbel&nbsp;und Nele Lieske aus dem Hauptorganisationsteam im Namen der Studierenden.</p><p>Mit der Veranstaltung möchten sie den Vermächtnisgebenden ihren Dank aussprechen und ihrer besonderen Bedeutung für die medizinische Lehre und Forschung gedenken. Angehörige der Körperspender*innen sind eingeladen; auch die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen.</p><p>Während der Gedenkfeier werden Pfarrer Frank Hoffmann, Propst der Katholischen Kirche in Vorpommern, Prof.&nbsp;Dr. Karlhans Endlich, Dekan der Medizinischen Fakultät, Pastorin Petra Huse von der Krankenhausseelsorge der Universitätsmedizin sowie die Studierenden Noah Ziese und Leonhard Kuhne die Vermächtnisgebenden in ihren Ansprachen würdigen.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/veranstaltungskalender/detail/n/gedenkfeier-zu-ehren-der-koerperspenderinnen-278321/" target="_blank" class="external-link">Zum Veranstaltungseintrag&nbsp;</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Arlette Deutsch<br>Institut für Anatomie und Zellbiologie<br>Friedrich-Loeffler-Straße 23 C, 17487 Greifswald<br>Telefon +49 3834 86 5308<br><a href="mailto:arlette.deutsch@uni-greifswald.de" class="mail-link">arlette.deutsch@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/8/7/csm_Koerperspende-Gedenkfeier-2025-HA-2_7002857236.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-278450</guid><pubDate>Wed, 10 Jun 2026 08:39:51 +0200</pubDate><title>Mehr Menschen glauben heute stärker an die eigene Gestaltungskraft</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/mehr-menschen-glauben-heute-staerker-an-die-eigene-gestaltungskraft-278450/</link><description>Die Deutschen trauen sich heute mehr zu als noch vor 20 Jahren. Sie sind stärker überzeugt, ihr Leben und wichtige Ereignisse selbst beeinflussen zu können. Das zeigt eine Langzeitstudie von Dr. Theresa M. Entringer der Universität Greifswald und Kolleg*innen aus Berlin und den USA auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Daten von mehr als 42 000 Personen wurden dafür ausgewertet. Der Untersuchungszeitraum umfasst über zwei Jahrzehnte, die Befragten waren zwischen 16 und 98 Jahre alt. Erschienen ist die Studie im European Journal of Personality.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Deutschen trauen sich heute mehr zu als noch vor 20 Jahren. Sie sind stärker überzeugt, ihr Leben und wichtige Ereignisse selbst beeinflussen zu können. Das zeigt eine Langzeitstudie von Dr. Theresa M. Entringer der Universität Greifswald und Kolleg*innen aus Berlin und den USA auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Daten von mehr als 42 000 Personen wurden dafür ausgewertet. Der Untersuchungszeitraum umfasst über zwei Jahrzehnte, die Befragten waren zwischen 16 und 98 Jahre alt. Erschienen ist die Studie im European Journal of Personality.</p><p>Wie stark glauben Menschen, ihr eigenes Schicksal in der Hand zu haben? Diese einfache, aber folgenreiche Frage, steht im Zentrum dieser Forschung: Denn diese sogenannten Kontrollüberzeugungen gelten als Schlüssel für Gesundheit und Wohlbefinden. Wer sich als handlungsfähig erlebt, geht aktiver mit Krisen um und bleibt psychisch und physisch stabiler.</p><p>Die Ergebnisse der Studie zeigen einen klaren Generationeneffekt. Menschen, die in späteren Jahrgängen geboren wurden, berichten höhere Kontrollüberzeugungen als frühere Geburtsjahrgänge. Sie behalten dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit zudem bis ins höhere Alter. Der Zugewinn an Ressourcen, Bildung, technologischem Fortschritt und individueller Freiheit über die letzten Jahrzehnte spiegelt sich offenbar im Lebensgefühl wider.&nbsp;</p><p>Auch soziale Unterschiede haben sich verschoben. Die Kluft zwischen Männern und Frauen ist kleiner geworden, vor allem weil Frauen heute mehr Kontrolle erleben als früher. Gleiches gilt für Einkommensunterschiede: Wer wenig verdient, fühlt sich heute weniger stark abgehängt als früher.&nbsp;</p><p>Anders sieht es beim Ost-West-Vergleich aus. Die häufig berichteten eher geringeren Kontrollüberzeugungen der in Ostdeutschland lebenden Menschen ist laut Forscherteam durch die Einkommensunterschiede zwischen beiden Landesteilen zu erklären. Kontrolliert man für diese, findet man, dass Menschen aus dem Osten im Schnitt höhere Kontrollüberzeugungen berichten als Menschen aus Westdeutschland. Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung hat sich die Differenz zwischen Ost- und Westdeutschland außerdem weiter vergrößert.</p><p><strong>Bestimmte Lebensereignisse treffen die Menschen heute härter</strong><br>Arbeitslosigkeit oder eine Behinderung gehen inzwischen mit stärkeren Einbrüchen im Gefühl der Kontrolle einher als noch vor zwei Jahrzehnten. Wer aus der Erwerbsarbeit fällt oder gesundheitlich eingeschränkt ist, erlebt den Verlust an Einfluss deutlicher.</p><p>Die Studie zeichnet damit ein differenziertes Bild: Insgesamt wächst das Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft. Doch nicht alle Gruppen profitieren gleichermaßen – und bestimmte Brüche im Lebenslauf wirken stärker als früher. Die Frage, wer sich als handlungsfähig erlebt und wer nicht, bleibt damit auch eine gesellschaftliche.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em><strong> &nbsp;</strong>Entringer, T.M., Buchinger, L., Heckhausen, J., Ram, N., &amp; Gerstorf, D. (2026).&nbsp;Historical Changes in Control Belief Trajectories. <a href="https://doi.org/10.1177/08902070261454669" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">European Journal of Personality</a>.<br><br><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Theresa M. Entringer<br>Personality Psychology &amp; Psychological Assessment<br>Franz-Mehring-Straße 47, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3772<br><a href="mailto:theresa.entringer@uni-greifswald.de" class="mail-link">theresa.entringer@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/06-2026-Medienfotos/pexels-cottonbro-8848784.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-278348</guid><pubDate>Tue, 09 Jun 2026 10:50:24 +0200</pubDate><title>Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel zur Sprecherin der HRK-Mitgliedergruppe Universitäten gewählt</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/rektorin-prof-dr-katharina-riedel-neue-sprecherin-der-hrk-mitgliedergruppe-universitaeten-278348/</link><description>Prof. Dr. Katharina Riedel wird neue Sprecherin der Mitgliedergruppe Universitäten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Die Mikrobiologin und Rektorin der Universität Greifswald wurde am Dienstag in Berlin in dieser Funktion gewählt. Gemäß HRK-Ordnung wird Riedel damit zugleich eine Vizepräsidentin der HRK. Die Amtszeit von Riedel beginnt am 1. Dezember 2026.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Prof. Dr. Katharina Riedel wird neue Sprecherin der Mitgliedergruppe Universitäten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Die Mikrobiologin und Rektorin der Universität Greifswald wurde am Dienstag in Berlin in dieser Funktion gewählt. Gemäß HRK-Ordnung wird Riedel damit zugleich eine Vizepräsidentin der HRK. Die Amtszeit von Riedel beginnt am 1. Dezember 2026.</p><p>Prof. Dr. Katharina Riedel wurde zur Nachfolgerin von Prof. Dr. Anja Steinbeck in dieser Funktion gewählt. Zur stellvertretenden Sprecherin der Mitgliedergruppe wurde Prof. Dr. Tanja Brühl, Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt, gewählt. Dem erweiterten Sprecher*innenkreis gehören erneut Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg, an, sowie – neu gewählt – Prof. Dr. Barbara Albert, Rektorin der Universität Duisburg-Essen. Sie folgt auf Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität Hannover, der nicht wieder zur Wahl angetreten war.</p><p>Die Mitgliedergruppen der HRK dienen dem Meinungsaustausch über Fragen, die sich auf eine bestimmte Hochschulart beziehen. Der Sprecher*innenkreis bereitet sie<br>Sitzungen der Mitgliedergruppe vor und vertritt kontinuierlich deren Interessen in der HRK und darüber hinaus. Die HRK-Ordnung sieht die Mitgliedergruppen der Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen verbindlich vor.</p><p><strong>Kontakt an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/249-promotionen-und-9-habilitationen-universitaet-greifswald-verleiht-akademische-grade-278006/#" target="_blank" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/3/c/csm_Wahl-MGU-HRK-350dpi_sRGB_91212a70f0.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-278150</guid><pubDate>Mon, 08 Jun 2026 10:00:41 +0200</pubDate><title>„Sinnesmeer“: Neue multimediale Plattform macht den Ostseeraum sinnlich erfahrbar</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sinnesmeer-neue-multimediale-plattform-macht-den-ostseeraum-sinnlich-erfahrbar-278150/</link><description>Das Rauschen der Ostsee, der Geruch eines Hafens oder das Kreischen der Möwen an der Küste prägen maritime Landschaften. Doch wie fühlt sich das Leben am Meer an und welche Erinnerungen, Bilder und Emotionen verbinden Menschen damit? Mit der neuen digitalen Plattform „Sinnesmeer“, die im Rahmen der Ostseetage am 10. Juni 2026 online gehen wird, präsentiert die Universität Greifswald ein innovatives Projekt zur maritimen Erinnerungskultur im Ostseeraum. Die Plattform bündelt wissenschaftliche, künstlerische und essayistische Beiträge aus verschiedenen Ländern und macht Ostsee-Landschaften multimedial erfahrbar. Zugleich lädt sie Bürger*innen dazu ein, eigene Eindrücke und Beiträge einzubringen. Ziel ist es, kulturelles Erbe sichtbar zu machen und neue Zugänge zu Fragen von Identität, Umwelt und Erinnerung zu eröffnen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Das Rauschen der Ostsee, der Geruch eines Hafens oder das Kreischen der Möwen an der Küste prägen maritime Landschaften. Doch wie fühlt sich das Leben am Meer an und welche Erinnerungen, Bilder und Emotionen verbinden Menschen damit? Mit der neuen digitalen Plattform „Sinnesmeer“, die im Rahmen der Ostseetage am 10. Juni 2026 online gehen wird, präsentiert die Universität Greifswald ein innovatives Projekt zur maritimen Erinnerungskultur im Ostseeraum. Die Plattform bündelt wissenschaftliche, künstlerische und essayistische Beiträge aus verschiedenen Ländern und macht Ostsee-Landschaften multimedial erfahrbar. Zugleich lädt sie Bürger*innen dazu ein, eigene Eindrücke und Beiträge einzubringen. Ziel ist es, kulturelles Erbe sichtbar zu machen und neue Zugänge zu Fragen von Identität, Umwelt und Erinnerung zu eröffnen.</p><p>„Sinnesmeer. Den Ostseeraum erfahrbar machen“ ist ein Projekt des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) an der Universität Greifswald unter der Leitung von Dr. Ronny Grundig und Prof. Dr. Clemens Räthel. Die neue digitale Plattform orientiert sich an den menschlichen Sinnen: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen strukturieren den Zugang zu den Inhalten. Nutzer*innen können audiovisuelle Beiträge, Fotografien, historische Karten, Essays, Interviews und vieles mehr über eine interaktive Karte des Ostseeraums erkunden.&nbsp;</p><p>„Die Ostsee verbindet Menschen seit Jahrhunderten – wirtschaftlich, kulturell und emotional. Mit dem Projekt ,Sinnesmeer‘ schaffen wir einen Raum, in dem diese Erfahrungen digital zugänglich und international teilbar werden“, sagt der Historiker und IFZO-Projektleiter Dr. Ronny Grundig.</p><p><strong>Digitale Erinnerungsräume für den Ostseeraum</strong><br>Ein besonderes Merkmal des Projekts ist seine Mehrsprachigkeit. Alle Beiträge erscheinen auf Englisch sowie in der jeweiligen Landessprache der Autor*innen. Damit verbindet „Sinnesmeer“ internationale Wissenschaftskommunikation mit regionalen Perspektiven und kultureller Vielfalt. „In Zeiten gesellschaftlicher und ökologischer Umbrüche brauchen wir neue Formen des Erinnerns und Erzählens. Die Plattform zeigt, wie digitale Technologien kulturelle Teilhabe fördern können“, erklärt die Skandinavistin und IFZO-Expertin Dr.&nbsp;Franziska Sajdak.</p><p>Das vom Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern geförderte Projekt wird im Rahmen der Ostseetage am 10. Juni erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. An diesem Tag geht die Plattform online. Besucher*innen des Ostseetages haben die Möglichkeit ihre Erinnerungen an die Ostsee aktiv einzubringen.</p><p>Langfristig soll „Sinnesmeer“ zu einem digitalen und kulturellen Gedächtnis des Ostseeraums wachsen. Studierende, Forschende sowie Bürger*innen können eigene Beiträge einbringen und die Plattform kontinuierlich&nbsp;erweitern. So bleibt das Projekt lebendig und offen für neue Perspektiven. „Erinnerungen an das Meer erzählen immer auch etwas darüber, wie wir als Gesellschaft mit Natur, Wandel und Herkunft umgehen“, sagt der Politikwissenschaftler und IFZO-Plattformmanager Dr. Martin Kerntopf.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://sinnesmeer.ifzo.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Zum Projekt „Sinnesmeer“</a><br><a href="https://ifzo.uni-greifswald.de/forschung/ueber-die-forschung-am-ifzo/kultur-und-erbe/" target="_blank" class="external-link">Link zum Arbeitsbereich „Kultur und Erbe“ am IZFO</a><br>Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) erforscht die Geschichte, Gegenwart und zukünftigen Herausforderungen des nordöstlichen Europas. Im Zentrum der Arbeit steht der Ostseeraum als geographische und politische Einheit, die durch eine Vielfalt an Kulturen, ein einzigartiges Ökosystem und eine hohe geopolitische Bedeutung geprägt ist.<br><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Prof. Dr. Clemens Räthel<br>Sprecher des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3610<br><a href="mailto:clemens.raethel@uni-greifswald.de" class="mail-link">clemens.raethel@uni-greifswald.de</a></p><p>Dr. Ronny Grundig<br>Interdisziplinäres Forschungszentrum Ostseeraum<br>Bahnhofstraße 51, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:ronny.grundig@uni-greifswald.de" class="mail-link">ronny.grundig@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/06-2026-Medienfotos/Projekt_Sinnesmeer_Collage_Website.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-278006</guid><pubDate>Fri, 05 Jun 2026 07:53:15 +0200</pubDate><title>249 Promotionen und 9 Habilitationen: Universität Greifswald verleiht akademische Grade</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/249-promotionen-und-9-habilitationen-universitaet-greifswald-verleiht-akademische-grade-278006/</link><description>Ob neue Erkenntnisse in der Medizin, den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften oder der Theologie: Hinter jeder Promotion und Habilitation stehen Jahre intensiver Forschungsarbeit. Mit einem Festakt in der Aula würdigte die Universität Greifswald am 5. Juni 2026 die Leistungen ihrer Absolvent*innen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden 249 Promotionen und 9 Habilitationen erfolgreich abgeschlossen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Ob neue Erkenntnisse in der Medizin, den Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften oder der Theologie: Hinter jeder Promotion und Habilitation stehen Jahre intensiver Forschungsarbeit. Mit einem Festakt in der Aula würdigte die Universität Greifswald am 5. Juni 2026 die Leistungen ihrer Absolvent*innen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden 249 Promotionen und 9 Habilitationen erfolgreich abgeschlossen.</p><p>„Mit ihren Forschungsleistungen tragen unsere Promovierten und Habilitierten dazu bei, Wissen zu erweitern und Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Zu diesem wichtigen akademischen Meilenstein gratuliere ich ihnen im Namen der Universität Greifswald sehr herzlich“, sagte Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel.</p><p>Die Promotionen verteilten sich auf alle fünf Fakultäten der Universität. An der Medizinischen Fakultät wurden 126 Promotionen abgeschlossen, an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät 93, an der Philosophischen Fakultät 15, an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät 14 sowie eine Promotion an der Theologischen Fakultät. Von den 249 Promotionen entfielen rund 54 Prozent auf Frauen</p><p>Besonders bemerkenswert ist die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten: Universitätsweit wurden 42&nbsp;Dissertationen mit der Bestnote&nbsp;<em>summa cum laude</em>&nbsp;ausgezeichnet.</p><p><strong>Wissenschaftsfreiheit und Verantwortung</strong></p><p>Als Festredner sprach PD Dr. Martin Fritz, wissenschaftlicher Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin. Der Theologe und Religionswissenschaftler befasste sich in seinem Vortrag mit aktuellen Fragen von Religion, Weltanschauung und gesellschaftlichem Wandel und beleuchtete deren Bedeutung für demokratische Gesellschaften.</p><p>„Wissenschaftsfreiheit ist weit mehr als ein verfassungsrechtlicher Begriff. Sie ist eine demokratische Grundbedingung“, sagte Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel in ihrer Ansprache. Wissenschaftliche Erkenntnisse gerieten weltweit zunehmend unter Druck und würden immer häufiger öffentlich infrage gestellt. Umso wichtiger sei es, die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre zu schützen und zugleich die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft ernst zu nehmen. „Wissenschaftsfreiheit ist die Freiheit zur Verantwortung“, betonte sie.</p><p><strong>Promotionspreise für herausragende Dissertationen</strong></p><p>Der Verein der Freunde und Förderer der Universität Greifswald verlieh während des Festaktes vier Promotionspreise für herausragende Dissertationen. Die mit 300 Euro dotierten Auszeichnungen gingen an die folgenden Preisträger*innen:</p><ul><li>Dr. Alexander Heimann (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät) für seine Dissertation „Die Beurteilung von Faktenchecks nach dem Äußerungsrecht“</li><li>Dr. Stefanie Tania Schuller (Universitätsmedizin Greifswald) für ihre Dissertation „Die FOXM1-abhängige Regulation der Helikase HELLS im hepatozellulären Karzinom“</li><li>Dr. Max Rößler (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät) für seine Dissertation „Opportunity Spaces and Development Traps of Green Transitions in Peripheral Regions: Narratives, Place Leadership, and System-Level Agency“</li><li>Dr. Victoria Oertel (Philosophische Fakultät) für ihre Dissertation „Nicht mehr normal? Die Narrativität philosophischer Krankheitstheorien am Beispiel von zwei Explikationen von ‘Krankheit‘ vor und nach dem Beitritt der DDR zur BRD“<br>&nbsp;</li></ul><p><strong>Kontakt an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/2/csm_Akademische-Grade-2026-20260605-DSC06472-MB-350dpi_sRGB_338c2e2d17.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277958</guid><pubDate>Thu, 04 Jun 2026 14:21:25 +0200</pubDate><title>Grünes Licht für ESA-Satellitenmission SOVA-S: Universität Greifswald an europäischem Raumfahrtprojekt beteiligt</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/gruenes-licht-fuer-esa-satellitenmission-sova-s-universitaet-greifswald-an-europaeischem-raumfahrtprojekt-beteiligt-277958/</link><description>Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat den Weg für die Satellitenmission SOVA-S (Satellite Observation of Waves in the Atmosphere – Scout) frei gegeben. Das Earth Observation Programme Board der ESA beschloss am 20. Mai 2026 die Umsetzung der Mission, die ab 2030 die Dynamik der oberen Atmosphäre erforschen wird. An dem internationalen Projekt ist Prof. Dr. Christian von Savigny von der Universität Greifswald maßgeblich beteiligt.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat den Weg für die Satellitenmission SOVA-S (Satellite Observation of Waves in the Atmosphere – Scout) frei gegeben. Das Earth Observation Programme Board der ESA beschloss am 20. Mai 2026 die Umsetzung der Mission, die ab 2030 die Dynamik der oberen Atmosphäre erforschen wird. An dem internationalen Projekt ist Prof. Dr. Christian von Savigny von der Universität Greifswald maßgeblich beteiligt.</p><p>SOVA-S setzte sich im Auswahlverfahren gegen mehrere konkurrierende Vorschläge durch und wird als vierte Mission im ESA-Scout-Programm realisiert. Die Mission steht unter der Leitung des tschechischen Raumfahrtunternehmens OHB Czechspace. Wissenschaftler*innen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie der Universitäten Augsburg und Greifswald tragen entscheidend zum Erfolg des Projekts bei.</p><p>Im Mittelpunkt der Mission stehen sogenannte atmosphärische Schwerewellen. Diese Wellen entstehen unter anderem durch Gewitter, Gebirge oder Windscherungen und beeinflussen die Zirkulation der Atmosphäre bis in Höhen von mehr als 100 Kilometern. Mit einem Messverfahren wird SOVA-S zweidimensionale Aufnahmen von Hydroxyl-Emissionen (OH) erfassen und daraus globale Temperaturfelder in der oberen Mesosphäre ableiten. Die gewonnenen Daten sollen helfen, grundlegende Prozesse der Atmosphäre besser zu verstehen. Schwerewellen sind ein wesentlicher Grund dafür, dass die Temperaturen über dem Sommerpol in rund 80 bis 90 Kilometern Höhe deutlich niedriger sind als über dem Winterpol – obwohl dort dauerhaft die Sonne scheint.</p><p>Eine Schlüsselrolle bei der wissenschaftlichen Vorbereitung spielte Prof. Dr. Christian von Savigny vom Institut für Physik der Universität Greifswald. Er leitete das wissenschaftliche Expertengremium, das den Missionsantrag während des Auswahlverfahrens begleitete. „Wir freuen uns riesig über die Auswahl der Mission SOVA-S, die ab 2030 für mindestens zwei und hoffentlich fünf Jahre eine kontinuierliche und globale Beobachtung von Schwerewellen in der oberen Mesosphäre ermöglichen wird“, sagt Prof. Dr. Christian von Savigny. Die wissenschaftliche Gesamtverantwortung für die Mission liegt bei Prof. Dr. Michael Bittner und PD Dr. Sabine Wüst von der Universität Augsburg.</p><p>Mit einem Gesamtbudget von maximal 35 Millionen Euro und einer Entwicklungszeit von nur drei Jahren zählen ESA-Scout-Missionen zu den besonders innovativen und effizient umgesetzten Raumfahrtprojekten Europas. SOVA-S wird einen wichtigen Beitrag zur Atmosphärenforschung leisten und zugleich die Sichtbarkeit deutscher Forschung in der europäischen Raumfahrt stärken.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2026/05/SOVA-S_to_scout_for_gravity_waves" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">SOVA-S Internetauftritt der ESA</a><br><a href="https://www.ohb-czech.cz/our-projects/sova-s" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">SOVA-S Internetauftritt von OHB Czechspace</a><br><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Christian von Savigny&nbsp;<br>Institut für Physik<br>Felix-Hausdorff-Straße 6, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4720<br><a href="mailto:christian.vonsavigny@uni-greifswald.de" class="mail-link">christian.vonsavigny@uni-greifswald.de</a></p><p><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Airglow#/media/File:Airglow_in_France_(01-21-2023).jpg" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Link zum Foto</a></p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/a/csm_Airglow-in-France-20230121-cc-by-sa-P_HoralekESO-300pdi-srgb-3000xnn_5c3d1b4a83.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277616</guid><pubDate>Tue, 02 Jun 2026 09:11:14 +0200</pubDate><title>Resilienz: Bemerkenswerte Widerstandskraft von Kriegskindern des Zweiten Weltkriegs</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/resilienz-bemerkenswerte-widerstandskraft-von-kriegskindern-des-zweiten-weltkriegs-277616/</link><description>Menschen, die in ihrer Kindheit stark von den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs in Deutschland betroffen waren, unterscheiden sich im höheren Erwachsenenalter weder in ihrer psychischen noch in ihrer körperlichen Gesundheit von Gleichaltrigen, die weniger stark betroffen waren. Das zeigt eine neue Studie der Universität Greifswald, die im Journal of Personality and Social Psychology erschienen ist. Auch bei den erwachsenen Kindern der Kriegsgeneration fanden die Forschenden keine Anzeichen einer Weitergabe negativer Auswirkungen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Menschen, die in ihrer Kindheit stark von den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs in Deutschland betroffen waren, unterscheiden sich im höheren Erwachsenenalter weder in ihrer psychischen noch in ihrer körperlichen Gesundheit von Gleichaltrigen, die weniger stark betroffen waren. Das zeigt eine neue Studie der Universität Greifswald, die im Journal of Personality and Social Psychology erschienen ist. Auch bei den erwachsenen Kindern der Kriegsgeneration fanden die Forschenden keine Anzeichen einer Weitergabe negativer Auswirkungen.</p><p>„Unsere Ergebnisse sprechen für eine überraschend hohe Resilienz der damaligen Kinder“, sagt Studienleiterin Dr. Theresa Entringer vom Institut für Psychologie der Universität Greifswald. „Sie geben Hoffnung, dass frühe, extrem belastende Erfahrungen nicht zwangsläufig zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen müssen.“&nbsp;</p><p><strong>Innovativer Forschungsansatz: Historische Bombadierungsdaten verknüpft mit Langzeitstudie&nbsp;</strong><br>Das Team verzichtete auf rückblickende Befragungen, die für Erinnerungsverzerrungen anfällig sind. Stattdessen verknüpfte es historische Zerstörungsdaten von rund 1700 Gemeinden mit dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP), einer der größten Langzeitstudien weltweit. Wie stark die Orte, in denen die damaligen Kinder lebten, bombardiert und zerstört wurden, diente als objektives Maß dafür, wie stark sie in ihrer frühen Kindheit Kriegserfahrungen ausgesetzt waren.</p><p>Rund 2000 Kriegskinder, die zur Zeit der Bombardierungen 0 bis 15 Jahre alt waren, wurden im Jahre 2012, also 67 Jahre nach Kriegsende, zu Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden und Gesundheit befragt. Dazu kamen Daten von 1800 Kindern der Kriegskinder, die zur Zeit der Befragung etwa 52 Jahre waren.</p><p><strong>Hohe Resilienz statt dauerhafter Schäden</strong>&nbsp;<br>Das zentrale Ergebnis: Zwischen dem Ausmaß der Bombardierungen in der Kindheit und der psychischen oder körperlichen Verfassung im hohen Alter zeigte sich kein negativer Zusammenhang. In einer Teilstichprobe berichteten stärker vom Krieg betroffene Personen sogar eine leicht bessere psychische Gesundheit. Auffällig war zudem, dass Menschen aus stärker zerstörten Regionen später im Leben tendenziell besser ausgebildet waren und ein höheres Einkommen erzielten. Auch in der nachfolgenden Generation – den Kindern der Kriegskohorten – fanden sich keine Hinweise auf negative Auswirkungen auf die psychische und körperliche Gesundheit, selbst wenn beide Elternteile während des Krieges dem Risiko von Bombardierungen ausgesetzt waren.&nbsp;</p><p>Die Forschenden führen die Ergebnisse unter anderem auf die Resilienz der damaligen Kriegskinder zurück – also die Fähigkeit, nach extremen Belastungen innere Stärke und Stabilität wiederzufinden. Über den Zeitraum von mehr als 60 Jahren könnten zudem spätere Lebenserfahrungen die Auswirkungen früh erlebter Traumata abgeschwächt haben – im Sinne der lebenslangen Plastizität menschlicher Entwicklung.&nbsp;</p><p>„Denkbar ist auch, dass Personen aus stärker bombardierten Gemeinden in Umgebungen aufgewachsen sind, die durch eine ,Überlebenskultur‘ geprägt waren“, ergänzt Dr. Entringer. „In diesen Gebieten könnten ein engerer sozialer Zusammenhalt und zusätzliche finanzielle Mittel für Wiederaufbau und Bildung, langfristig förderliche Bedingungen geschaffen haben. Dies verdeutlicht die Bedeutung von Resilienzförderung – durch soziale Netzwerke, Bildung und andere finanzielle Investitionen, die stabile Lebensbedingungen fördern.“&nbsp;</p><p><strong>Relevanz für aktuelle Konflikte</strong><br>Fast jedes fünfte Kind auf der Welt wächst in Krisen- und Konfliktgebieten auf. Angesichts dieser erschreckenden Zahl ist es von Bedeutung, die langfristigen Folgen für die Gesundheit und das Wohlbefinden besser zu verstehen. Die Studie relativiert keinesfalls die akuten Traumata des Krieges. Sie stellt jedoch die Annahme infrage, dass schwere frühe Kriegserfahrungen zwangsläufig zu lebenslangen Schäden führen müssen, die an nachfolgende Generationen weitergegeben werden.&nbsp;„Entscheidend sind Nachkriegsbedingungen wie Unterstützung, Bildung und Sicherheit“, so Entringer.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em>&nbsp;Entringer, T. M., Halbmeier, C., Buchinger, L., &amp; Reitz, A. K. (2026).&nbsp;Within-nation variation in war exposure and psychological and physical adjustment. Journal of Personality and Social Psychology.&nbsp;<a href="https://dx.doi.org/10.1037/pspp0000601" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Advance online publication.</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Theresa M. Entringer<br>Personality Psychology &amp; Psychological Assessment<br>Franz-Mehring-Straße 47, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3772<br><a href="mailto:theresa.entringer@uni-greifswald.de" class="mail-link">theresa.entringer@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/06-2026-Medienfotos/Kriegskind-Zweiter_Weltkrieg-Symbolfoto-Unsplash.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277483</guid><pubDate>Mon, 01 Jun 2026 09:32:44 +0200</pubDate><title>Universität Greifswald erweitert Studienangebot: Bewerbungsphase für das Wintersemester 2026/27 gestartet</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-greifswald-erweitert-studienangebot-bewerbungsphase-fuer-das-wintersemester-2026-27-gestartet-277483/</link><description>Die Universität Greifswald hat die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2026/27 eröffnet. Neu im Studienangebot sind das Sekundarstufenlehramt, ein Quereinstiegs-Masterstudiengang Mathematik sowie das Fach Inklusionspädagogik im Grundschullehramt. 88 der mehr als 100 Studiengänge sind zulassungsfrei. Bewerbungen sind ab sofort für zulassungsfreie und zulassungsbeschränkte Studienfächer möglich.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die Universität Greifswald hat die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2026/27 eröffnet. Neu im Studienangebot sind das Sekundarstufenlehramt, ein Quereinstiegs-Masterstudiengang Mathematik sowie das Fach Inklusionspädagogik im Grundschullehramt. 88 der mehr als 100 Studiengänge sind zulassungsfrei. Bewerbungen sind ab sofort für zulassungsfreie und zulassungsbeschränkte Studienfächer möglich.</p><p>Die Bewerbungsfrist für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge endet am 15. Juli, für alle anderen Fächer läuft die Einschreibung bis zum 16. Oktober 2026.&nbsp;Bewerbung und Einschreibung erfolgen über das&nbsp;<a href="https://campus.uni-greifswald.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Campusportal GrypsOn</a>.&nbsp;In den Fächern Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie besteht eine bundesweite Zulassungsbeschränkung. Hier ist die Bewerbung über die&nbsp;<a href="https://dosv.hochschulstart.de/bewerber/1984?BnC_IsuXahhh_HO6ElE9xAovzYsLgh5kRM-WZesF2wijuz0pqpujKLMV1xzLbHke2cRtleGqnZb81-eO5udQIsN44r4c0t2OPMFHGoKpAukNXPYMfAw.=0" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Stiftung für Hochschulzulassung</a> notwendig.</p><p><strong>Neue Impulse für die Lehrkräftebildung</strong><br>Die Universität Greifswald richtet ihre Lehramtsausbildung mit der Lehrkräftebildungsreform des Landes Mecklenburg-Vorpommern neu aus: Mit dem Sekundarstufenlehramt werden künftig die Studiengänge für Gymnasien, Regionale Schulen und Gesamtschulen in einem Staatsexamensstudiengang gebündelt. Studierende können aus 14 Hauptfächern wählen; ab dem Wintersemester 2026/27 erweitern Biologie, Informatik und Sozialkunde das Angebot.</p><p>Zusätzlich startet ein Quereinstiegs-Masterstudiengang Mathematik für Absolvent*innen mathematischer Studiengänge, die in den Lehrerberuf wechseln möchten. Der Studiengang schließt mit dem „Master of Education“ (M. Ed.) ab und eröffnet den Zugang zum Referendariat.</p><p>Auch das Grundschullehramt wird ausgebaut: Das neue Fach Inklusionspädagogik vermittelt fundierte theoretische Kenntnisse und praxisnahe Kompetenzen für inklusives Lehren und Lernen. Ziel ist es, angehende Lehrkräfte gezielt auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen vorzubereiten.</p><p>Alle Lehramtsstudiengänge verbinden wissenschaftliche Ausbildung mit frühen Praxiserfahrungen ab dem ersten Semester. Moderne Lehrkonzepte für die digitalisierte Lebenswelt und eine intensive Betreuung in kleinen Gruppen prägen das Studium.</p><p><strong>Tag des Lehramts am 2. Juli</strong><br>Aufgrund der Lehramtsreform lädt die Universität Greifswald am 2. Juli 2026 von 09:30 bis 16:00 Uhr zum&nbsp;<a href="https://gulb.uni-greifswald.de/gulb/aktuelles-1-1-1/tag-des-lehramtes/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Tag des Lehramts</a> ein. Workshops, Vorlesungen und Gespräche mit Studierenden, Referendar*innen sowie Lehrkräften bieten praxisnahe Einblicke in Studium und Berufsalltag. Anmeldungen sind bis zum 25. Juni 2026 möglich.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="http://www.uni-greifswald.de/studienfaecher" target="_blank" class="external-link">Informationen zu allen Studiengängen</a><br><a href="http://www.uni-greifswald.de/studium/fristen/" target="_blank" class="external-link">Termine und Fristen</a><br><a href="http://www.wissen-lockt.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Hochschulinfotage am 12. und 13. Juni</a><br>Die Studienorientierung berät bei der Wahl des passenden Studienfachs und beantwortet alle Fragen zu Zugangsvoraussetzungen, Einschreibung und Bewerbungsverfahren persönlich vor Ort, telefonisch (03834 420 1294), per E-Mail (<a href="mailto:studium@uni-greifswald.de" class="mail-link">studium@uni-greifswald.de</a>) oder im Chat (WhatsApp und Signal unter 0151 67012813): <a href="https://www.uni-greifswald.de/studienorientierung" target="_blank" class="external-link">www.uni-greifswald.de/studienorientierung</a></p><p><strong>Für Medienvertreter*innen:</strong> Wir stellen Ihnen in unserer&nbsp;<a href="https://ugreif.de/p648j" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Bilddatenbank</a> ein Foto für die Berichterstattung, das im direkten Zusammenhang mit der Medieninformation steht, bereit. Bei der Verwendung ist das Copyright zu beachten.&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/7/a/csm_Symbolfotos_Marketing-20220831-DSC07507-GH-350dpi_sRGB_4c4bc3746e.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277216</guid><pubDate>Thu, 28 May 2026 08:17:04 +0200</pubDate><title>Neues Digitalprojekt erleichtert die Suche nach Orgelmusik</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neues-digitalprojekt-erleichtert-die-suche-nach-orgelmusik-277216/</link><description>Kirchenmusiker der Universität Greifswald arbeiten an einem digitalen Verzeichnis für Orgelmusik. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt DOMuCat (Digital Organ Music Catalog) soll Organist*innen künftig dabei unterstützen, passende Werke für Gottesdienste und Konzerte zu finden.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Kirchenmusiker der Universität Greifswald arbeiten an einem digitalen Verzeichnis für Orgelmusik. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt DOMuCat (Digital Organ Music Catalog) soll Organist*innen künftig dabei unterstützen, passende Werke für Gottesdienste und Konzerte zu finden.</p><p>Orgelmusik stellt Musiker*innen oft vor besondere Herausforderungen. Viele Werke sind für bestimmte Orgeltypen geschrieben und lassen sich nicht auf jedem Instrument spielen. Zudem orientiert sich die Auswahl häufig an kirchlichen Festen oder Liedern. Das neue Verzeichnis soll deshalb nicht nur Komponisten und Werke erfassen, sondern auch Informationen zu Inhalt, Anlass und technischen Anforderungen bereitstellen.</p><p>Die Datenbank bündelt Angaben aus verschiedenen bestehenden Verzeichnissen und ergänzt sie um zusätzliche Metadaten. Dadurch können Nutzer*innen gezielt nach Werken suchen, die sowohl zum Anlass als auch zur verfügbaren Orgel passen. Neben dem praktischen Nutzen für Organist*innen versprechen sich die Beteiligten neue Möglichkeiten für die Forschung: Durch die einheitliche Erfassung großer Datenmengen sollen Entwicklungen und Zusammenhänge in der Orgelmusik künftig leichter untersucht werden können.</p><p>Das Projekt wird in Greifswald von Prof. Dr. Matthias Schneider und Dr. Friedrich Kühn betreut. Die technische Entwicklung erfolgt am&nbsp;<a href="https://www.adwmainz.de/forschung/centre-for-digital-music-documentation.html" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Centre for Digital Music Documentation</a> der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz unter der Leitung von Dr. Kristina Richts-Matthaei und der Mitarbeit von Clara Seibold, M. A. Unterstützt wird DOMuCat von mehreren Hochschulen, Forschungseinrichtungen und kirchlichen Partnern. Das Projekt läuft seit Oktober 2025 am Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz. Vorgestellt wird es erstmals am 6. Juni im Ostseeraum-Kolloquium, einem Netzwerk musikwissenschaftlicher Einrichtungen an der deutschen Ostseeküste.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Unterstützt wird das Projekt DOMuCat von zahlreichen Partnerinstitutionen: dem Forschungsprojekt „Hymnological Database“ der Universitäten Straßburg und Mainz, der Gesellschaft der Orgelfreunde, der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Musikhochschule Lübeck, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main sowie innerhalb der Universität Greifswald von der Universitätsbibliothek, dem Rechenzentrum und dem Institute of Data Science.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Friedrich Kühn<br>Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft<br>DFG-Projekt DOMuCat<br>Bahnhofstraße 48/49, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3528<br><a href="mailto:friedrich.kuehn@uni-greifswald.de" class="mail-link">friedrich.kuehn@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/8/f/csm_IMG_0150_0fd0572459.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277186</guid><pubDate>Wed, 27 May 2026 14:50:48 +0200</pubDate><title>Hörsäle voller Neugier: Kinder- und JugendUNI 2026 begeistert rund 1500 Schüler*innen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/hoersaele-voller-neugier-kinder-und-jugenduni-2026-begeistert-rund-1500-schuelerinnen-277186/</link><description>Volle Hörsäle, neugierige Fragen und zahlreiche Mitmachangebote: Mit rund 700 Schüler*innen ist die Kinder- und JugendUNI der Universität Greifswald am Mittwoch, 27. Mai, erfolgreich gestartet. Noch bis Donnerstag, 28. Mai, entdecken insgesamt rund 1500 Kinder und Jugendliche aus Greifswald und Vorpommern die Universität als Ort zum Forschen, Ausprobieren und Entdecken.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Volle Hörsäle, neugierige Fragen und zahlreiche Mitmachangebote: Mit rund 700 Schüler*innen ist die Kinder- und JugendUNI der Universität Greifswald am Mittwoch, 27. Mai, erfolgreich gestartet. Noch bis Donnerstag, 28. Mai, entdecken insgesamt rund 1500 Kinder und Jugendliche aus Greifswald und Vorpommern die Universität als Ort zum Forschen, Ausprobieren und Entdecken.</p><p>Dozierende der Universität Greifswald und der Universitätsmedizin Greifswald geben spannende Einblicke in unterschiedlichste Themenfelder. Ob Erste Hilfe auf Deutsch und Polnisch, Ultraschalluntersuchungen in der Unimedizin, Ernährung aus Kindersicht oder Einblicke in die Zahnmedizin – die Veranstaltungen zeigen, wie vielseitig Wissenschaft sein kann. Viele Angebote setzen dabei bewusst auf Praxisnähe: Die Schüler*innen können selbst experimentieren, medizinische Geräte ausprobieren oder gemeinsam Fragen entwickeln.</p><p>Neben Vorlesungen gibt es zahlreiche Führungen. Im Botanischen Garten geht es auf Entdeckungstour durch die Welt der Pflanzen und Bestäuber, während im Pommerschen Landesmuseum historische Objekte erkundet werden.</p><p>Auch die Lehrkräfte äußerten sich positiv über das Angebot. „Besonders schön ist, dass die Kinder aktiv mit einbezogen werden und es viele praktische Mitmachangebote sowie eine große Themenvielfalt gibt“, sagt eine Lehrerin aus Greifswald.</p><p>Die Nachfrage ist erneut groß: Ein Großteil der Veranstaltungen war bereits kurz nach Freischaltung ausgebucht. „Wir freuen uns sehr, dass wir schon Kindern im Grundschulalter Wissenschaft, Forschung und Lehre näherbringen können“, sagt Anne Junia Ziemann von der Hochschulkommunikation der Universität Greifswald. „Dass dieser erste Kontakt zur Universität so intensiv von den regionalen Schulen genutzt wird, freut uns besonders.“</p><p>Auch am zweiten Veranstaltungstag stehen wieder zahlreiche Vorlesungen und Führungen auf dem Programm. Dann geht es unter anderem um DNA-Spuren in Kriminalfällen, Drachen in der Kunst des Mittelalters oder die Frage, welche Bedeutung Grundrechte eigentlich im Alltag haben. Für den zweiten Tag der Kinder- und JugendUNI werden noch einmal rund 800 Schüler*innen an der Universität Greifswald erwartet.<br><br><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/kiju" target="_blank" class="external-link">Kinder- und JugendUNI</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/1/b/csm_Kinder-und-JugendUNI-2026-20260527-DSC06268-MB-350dpi_sRGB_306a66b526.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-277132</guid><pubDate>Wed, 27 May 2026 08:12:05 +0200</pubDate><title>Erster DI·DAY in Greifswald: Das Universitätsrechenzentrum bietet Unterstützung beim Umstieg in die digitale Souveränität</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/erster-diday-in-greifswald-das-universitaetsrechenzentrum-bietet-unterstuetzung-beim-umstieg-in-die-digitale-souveraenitaet-277132/</link><description>Am Sonntag, 7. Juni 2026, lädt das Universitätsrechenzentrum der Universität Greifswald zum ersten DI·DAY ein. Die Veranstaltung findet von 10:00 bis 15:00 Uhr in der Felix-Hausdorff-Straße 18 (am Berthold-Beitz-Platz) statt. Der DI·DAY richtet sich an alle Interessierten, die ihre digitale Infrastruktur unabhängiger und datenschutzfreundlicher gestalten möchten. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Am Sonntag, 7. Juni 2026, lädt das Universitätsrechenzentrum der Universität Greifswald zum ersten DI·DAY ein. Die Veranstaltung findet von 10:00 bis 15:00 Uhr in der Felix-Hausdorff-Straße 18 (am Berthold-Beitz-Platz) statt. Der DI·DAY richtet sich an alle Interessierten, die ihre digitale Infrastruktur unabhängiger und datenschutzfreundlicher gestalten möchten. </p><p>Besucher*innen können eigene Geräte wie Smartphone oder Laptop mitbringen und erhalten vor Ort praktische Unterstützung – etwa bei der Installation eines neuen Betriebssystems, beim Wechsel zu alternativen Messenger- oder E-Mail-Programmen oder beim Umzug zu einem neuen Mailprovider.</p><p>Im Mittelpunkt steht die konkrete Hilfe zur Selbsthilfe: Schritt für Schritt begleiten die Organisatoren den Umstieg auf freie Software und datenschutzorientierte Dienste. Ziel ist es, digitale Kompetenzen zu stärken und Abhängigkeiten von großen Plattformanbietern zu reduzieren.</p><p>Der DI·DAY ist eine Bewegung aus der Mitte der Gesellschaft. Viele Organisationen bereichern ihn mit eigenen Ideen und Aktionen – von Volkshochschulen über Bibliotheken bis hin zu Verbänden und Unternehmen.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Gordon Grubert<br>Universitätsrechenzentrum<br>Felix-Hausdorff-Straße 18, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1420<br><a href="mailto:urz@uni-greifswald.de" class="mail-link">urz@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/9/csm_Symbolbilder_digitales-20230808-DSC04518-JH-350dpi_sRGB_6595f57b30.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276952</guid><pubDate>Tue, 26 May 2026 09:07:17 +0200</pubDate><title>Hochschulinformationstage an der Uni Greifswald am 12. und 13. Juni</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/hochschulinformationstage-an-der-uni-greifswald-am-12-und-13-juni-276952/</link><description>Campusluft schnuppern, Studiengänge entdecken, mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch kommen – dazu lädt die Universität Greifswald im Rahmen der Hochschulinfotage am 12. und 13. Juni 2026 herzlich ein. Von Anglistik bis Zahnmedizin: Mehr als 100 Studienfächer stehen zur Wahl. In über 150 Vorlesungen, Seminaren, Führungen und Beratungen gibt es direkte Einblicke in die vielfältigen Studienmöglichkeiten an einer der ältesten Hochschulen Deutschlands. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Campusluft schnuppern, Studiengänge entdecken, mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch kommen – dazu lädt die Universität Greifswald im Rahmen der Hochschulinfotage am 12. und 13. Juni 2026 herzlich ein. Von Anglistik bis Zahnmedizin: Mehr als 100 Studienfächer stehen zur Wahl. In über 150 Vorlesungen, Seminaren, Führungen und Beratungen gibt es direkte Einblicke in die vielfältigen Studienmöglichkeiten an einer der ältesten Hochschulen Deutschlands. </p><p>Am Freitag, 12. Juni, öffnen Lehrende ihre regulären Vorlesungen und Seminare für Studieninteressierte. Fachspezifische Infoveranstaltungen geben Einblicke in Inhalte, Anforderungen und Berufsperspektiven der einzelnen Studiengänge. Auch das Universitätsklinikum bietet mehrere Veranstaltungen für angehende Medizinstudierende an. Die Studienorientierung berät von 10:00 bis 12:00 Uhr sowie von 14:00 bis 16:30 Uhr.</p><p>Am Samstag, 13. Juni, lädt die Universität zum „Tag der offenen Tür“ ein. Beim Infomarkt in den Gebäuden am Campus Loefflerstraße informieren Lehrende und Studierende über die einzelnen Studienfächer und beantworten alle Fragen rund ums Studium. Im Fokus steht zudem das neue Lehramtsstudium mit hohem Praxisbezug und einer unterstützten Studieneingangsphase. Das Studierendenwerk, das International Office und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) informieren gemeinsam mit weiteren Initiativen über Studienfinanzierung, Wohnen und Leben in Greifswald sowie über Auslandsaufenthalte.&nbsp;</p><p><strong>Campusführungen, Studiengangs-Pitches und Elterntalk</strong><br>Bei Campusführungen und Stadttouren zeigen Tour-Guides und Campusspezialist*innen Orte, die das studentische Leben prägen. Über ihren Studienalltag in Greifswald berichten Studierende beim Campus-Talk. Beim Studiengangs-Pitch stellen Fachbereiche ihre Studiengänge in 5-minütigen kurzweiligen Präsentationen vor. Auch für Eltern bringt der Studienbeginn viele Fragen mit sich. Unser Elterntalk bietet Einblicke in die Unterstützungsangebote der Universität. Am Campus Beitzplatz heißen die Institute für Biochemie und Pharmazie Neugierige in ihren Laborräumen willkommen.</p><p><strong>Orientierungsangebote bei der Studienwahl</strong><br>Die Hochschulinfotage richten sich an alle Studieninteressierten, Schüler*innen und ihre Eltern.&nbsp;Wer über die Hochschulinformationstage hinaus Beratungsangebote sucht, ist jederzeit eingeladen,&nbsp;die&nbsp;<a href="https://www.uni-greifswald.de/studienberatung/" target="_blank" class="external-link">Studienorientierung&nbsp;</a>zu besuchen. Im persönlichen Gespräch beantwortet die Studienberaterin individuelle Fragen zum Studienangebot sowie zu Zugangsvoraussetzungen, Einschreibung und Bewerbungsverfahren.&nbsp;</p><p>„Das Campusleben in Greifswald hat eine besondere Atmosphäre: Es ist kompakt, herzlich und geprägt von kurzen Wegen. Studieren an der Universität Greifswald bedeutet weit mehr als nur Lehrveranstaltungen besuchen und Prüfungen ablegen. Hier schließen unsere Studierenden Freundschaften, entwickeln sich persönlich weiter und erwerben wichtige Kompetenzen für ihr Berufsleben“, sagt Prof. Dr. Anette Sosna, Prorektorin für Lehre und Lehrkräftebildung, die die Hochschulinformationstage am 13. Juni offiziell eröffnen wird.</p><p><strong>Die zentralen Veranstaltungen im Überblick</strong><br><strong>Vorlesungs- und Seminarbesuche:&nbsp;</strong>12. Juni: 08:00 – 16:00 Uhr – Programm und Ort siehe&nbsp;<a href="https://uni-greifswald.lineupr.com/hochschulinfotage-2026/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Programm-App</a><br><strong>Infomarkt:&nbsp;</strong>13. Juni, 09:30 – 14:00 Uhr, Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 3 und 6<br><strong>Campus-Talk:&nbsp;</strong>13. Juni, 10:15 Uhr, Hörsaal 3/4, Ernst-Lohmeyer-Platz 6<br><strong>Studiengangs-Pitch:&nbsp;</strong>13. Juni, 11:00 Uhr, Hörsaal 2, Ernst-Lohmeyer-Platz 6, und 12:00 Uhr, Hörsaal, Ernst-Lohmeyer-Platz 3 – Programm siehe&nbsp;<a href="https://uni-greifswald.lineupr.com/hochschulinfotage-2026/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Programm-App</a><br><strong>Elterntalk:&nbsp;</strong>13. Juni, 11:30 Uhr, Hörsaal 1, Ernst-Lohmeyer-Platz 6</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das Programm der Hochschulinfotage kann über eine&nbsp;<a href="https://uni-greifswald.lineupr.com/hochschulinfotage-2026/" target="_blank" rel="noreferrer">App</a> (ohne Anmeldung und Download) abgerufen werden. Mit wenigen Klicks lässt sich ein individuelles Veranstaltungsprogramm zusammenstellen.&nbsp;<br><a href="https://uni-greifswald.lineupr.com/hochschulinfotage-2026/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Link zur Programm-App</a><br><a href="http://www.wissen-lockt.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Webseite der Hochschulinfotage</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/studium/vor-dem-studium/studienangebot/studienfaecher/" target="_blank" class="external-link">Studienangebot der Universität Greifswald</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/studienorientierung" target="_blank" class="external-link">Angebote der Universität Greifswald zur Studienorientierung</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/5/csm_Hochschulinfotage-2025-20250517-DSC00582-GH-350dpi_sRGB_911b3a8800.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276949</guid><pubDate>Tue, 26 May 2026 08:20:37 +0200</pubDate><title>Ein Liebesgedicht aus dem 15. Jahrhundert: Greifswalder Baltist deutet altpreußischen Fund neu</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ein-liebesgedicht-aus-dem-15-jahrhundert-greifswalder-baltist-deutet-altpreussischen-fund-neu-276949/</link><description>Petrus Wickeraus fünfundzwanzig Worte gehören zu den ältesten überlieferten Texten des Altpreußischen. Als das Manuskript 2013 entdeckt und veröffentlicht wurde, sprach die baltistische Fachwelt von einer Sensation. Die Quellenlage zum Altpreußischen ist dünn, jedes neue Zeugnis wiegt schwer. Von Anfang an wirkte der Greifswalder Baltist Prof. Dr. Stephan Kessler an der Wiederentdeckung und der ersten Übersetzung mit. Dreizehn Jahre später legt er nun eine Neuinterpretation vor. Sie erweitert den Blick auf Sprache, Kultur und Gesellschaft der Altpreußen und gibt der Forschung neue Impulse.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Petrus Wickeraus fünfundzwanzig Worte gehören zu den ältesten überlieferten Texten des Altpreußischen. Als das Manuskript 2013 entdeckt und veröffentlicht wurde, sprach die baltistische Fachwelt von einer Sensation. Die Quellenlage zum Altpreußischen ist dünn, jedes neue Zeugnis wiegt schwer. Von Anfang an wirkte der Greifswalder Baltist Prof. Dr. Stephan Kessler an der Wiederentdeckung und der ersten Übersetzung mit. Dreizehn Jahre später legt er nun eine Neuinterpretation vor. Sie erweitert den Blick auf Sprache, Kultur und Gesellschaft der Altpreußen und gibt der Forschung neue Impulse.</p><p>„Vor etwa dreizehn Jahren stand Wickeraus Manuskript zum Verkauf“, berichtet Kessler. Die Verkäufer baten den Experten Prof. Dr. Stephen Mossman von der Universität Manchester um eine Einschätzung. Wegen eines unklaren Zusatzes zog er Kessler hinzu. „Außer dass es sich um Altpreußisch handeln musste, war am Anfang nichts klar“, sagt der Greifswalder Forscher.</p><p>In seiner neuen Deutung weist Stephan Kessler nach, dass die fünfundzwanzig Worte kein zufälliger Eintrag sind, sondern ein Gedicht. Wickerau richtet es an einen unbekannten Adressaten. Kessler vermutet, dass es sich um den Auftraggeber der Abschrift handeln könnte. Beide kannten sich offenbar gut.</p><p><strong>Liebe, Zurückweisung und zwei falsche Pferde</strong></p><p>Das Gedicht spricht offen von Begehren und Zurückweisung: „du verlangtest nach meiner Liebe, / allein, du führtest nicht meine Zustimmung herbei.“ Der Zurückgewiesene habe sich, so heißt es weiter, „ein Stück weit getötet“. Wickerau rät ihm jedoch, nicht „im Leinengewand“ wie ein Büßer dazustehen, sondern sich zum Singen unter eine Linde zu stellen.</p><p>Am Ende steht ein sprachliches Bild: „Zwei falsche Pferde scheuen das Jagen.“ Zwei Menschen, die nicht zueinander passen, erreichen gemeinsam nichts. Inhalt und Tonfall heben das Textdenkmal deutlich von den übrigen altpreußischen Überlieferungen ab.</p><p>Das Gedicht findet sich am Schluss einer lateinischen Abschrift, die Petrus Wickerau 1440 auf Kreta vollendete. Über seine Person ist kaum etwas bekannt. Der eigenwillige altpreußische Zusatz war Fachleuten zwar aufgefallen, doch lange keiner Sprache zuzuordnen. Erst die jüngste Deutung erschließt seinen poetischen Charakter.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Angaben zur Publikation:</em> Kessler, Stephan: Neuinterpretation von Petrus Wickeraus altpreußischen Zeilen (1440). Greifswald (digitales Repositorium der UB) 2026. <a href="https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:gbv:9-oa-000032" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Freier Download</a><br><a href="https://baltistik.uni-greifswald.de/portalseite-forschung/wickerau/" target="_blank" class="external-link">Zum Projekt</a><br><a href="https://baltistik.uni-greifswald.de/institut/organisation/direktor-1/" target="_blank" class="external-link">Webseite von Prof. Dr. Stephan Kessler</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Stephan Kessler<br>Institut für Baltistik<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3200<br><a href="https://baltistik.uni-greifswald.de" target="_blank" class="external-link">https://baltistik.uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>Forschung</category><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/5/0/csm_Portrait_Stephan_Kessler-20260521-_MG_7508-ZVZ-350dpi_sRGB_5461da3fe8.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276434</guid><pubDate>Tue, 19 May 2026 07:56:01 +0200</pubDate><title>Sicherheitsallianz im Ostseeraum: Buchpublikation zur Allianzbildung zwischen USA und baltischen Staaten</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sicherheitsallianz-im-ostseeraum-buchpublikation-zur-allianzbildung-zwischen-usa-und-baltischen-staaten-276434/</link><description>Wie entsteht eine Sicherheitsallianz zwischen einer Großmacht und kleinen Staaten? Dieser Frage geht der Greifswalder Politikwissenschaftler Dr. Andris Banka in seinem neuen Buch „America, the Baltic States and the Making of an Unlikely Security Alliance“ nach.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie entsteht eine Sicherheitsallianz zwischen einer Großmacht und kleinen Staaten? Dieser Frage geht der Greifswalder Politikwissenschaftler Dr. Andris Banka in seinem neuen Buch „America, the Baltic States and the Making of an Unlikely Security Alliance“ nach.</p><p>Die Publikation untersucht die Entwicklung der sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen seit den frühen 1990er Jahren – einer Phase tiefgreifender Umbrüche nach dem Ende der Sowjetunion. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von einer Phase politischer Unsicherheit hin zu einer dauerhaften sicherheitspolitischen Einbindung in die NATO.&nbsp;</p><p>Auf Grundlage umfangreicher Archivquellen und Interviews mit politischen Entscheidungsträgern zeichnet das Buch zentrale Etappen dieses Prozesses nach: von der Unabhängigkeit der baltischen Staaten über den Abzug russischer Truppen bis zum NATO-Beitritt Anfang der 2000er Jahre.&nbsp;</p><p>„Ohne das aktive Engagement der Vereinigten Staaten wären die drei baltischen Staaten nicht Mitglieder der NATO geworden und würden sich heute vermutlich in einer Art ‚Grauzone‘ befinden“, erklärt Banka.</p><p>Ein besonderer Fokus liegt auf den politischen Debatten innerhalb der westlichen Staaten. Während insbesondere europäische Regierungen eine schnelle NATO-Osterweiterung zunächst skeptisch sahen und mögliche Reaktionen Russlands diskutierten, trieben die Vereinigten Staaten den Integrationsprozess maßgeblich voran.</p><p><strong>Aktuelle Relevanz: Ostseeraum im Wandel</strong><br>Die Publikation stellt diese Entwicklungen auch in einen aktuellen Kontext: Die sicherheitspolitische Rolle der Vereinigten Staaten in Europa verändert sich, während zugleich europäische Staaten stärker Verantwortung im Ostseeraum übernehmen.</p><p>Ein Beispiel dafür ist die Entscheidung Deutschlands, eine kampfbereite Brigade mit rund 5000 Soldaten in Litauen zu stationieren. Diese Maßnahme gilt als bedeutender Schritt für die sicherheitspolitische Präsenz an der NATO-Ostflanke und unterstreicht die fortdauernde strategische Bedeutung der Region.</p><p><strong>Greifswald als Standort für Ostseeraumforschung</strong><br>Das Buch ist im Umfeld des Lehrstuhls für Internationale Beziehungen und Regionalstudien sowie des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum (IFZO) angesiedelt. Beide Einrichtungen befassen sich mit den politischen, historischen und sicherheitspolitischen Entwicklungen im nordöstlichen Europa.</p><p>„Die Universität Greifswald ist hervorragend positioniert, um sich zu einem der zentralen Wissensproduzenten im Bereich sicherheitspolitischer Fragen im Ostseeraum zu entwickeln“, so Banka.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em> Banka, Andris.&nbsp;America, the Baltic States and the Making of an Unlikely Security Alliance, Palgrave Macmillan, 2026.&nbsp;<a href="https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-032-12815-7" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-032-12815-7</a></p><p>Das Interdisziplinäre Forschungszentrum Ostseeraum (IFZO) erforscht die Geschichte, Gegenwart und zukünftigen Herausforderungen des nordöstlichen Europas. Im Zentrum der Arbeit steht der Ostseeraum, der als geographische und politische Einheit durch eine Vielfalt an Kulturen und ein einzigartiges Ökosystem geprägt wird und zudem von großer geopolitischer Bedeutung ist. Eine genauere Beschreibung des Forschungsprofils finden Sie <a href="https://ifzo.uni-greifswald.de/forschung/ueber-die-forschung-am-ifzo/" target="_blank" title="Öffnet internen Link" class="external-link">hier</a>.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Andris Banka<br>Bahnhofstraße 51, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3334<br><a href="mailto:andris.banka@uni-greifswald.de" class="mail-link">andris.banka@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/andris-banka-ab538513/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Zum LinkedIn-Profil</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/05-2026-Medienfotos/Cover_photo_nr_2.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276341</guid><pubDate>Mon, 18 May 2026 12:09:22 +0200</pubDate><title>„Wenn Wahrheit zur Machtfrage wird, ist alles möglich“: Wissenschaftsfreiheit zwischen Grundgesetz und politischer Praxis </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wenn-wahrheit-zur-machtfrage-wird-ist-alles-moeglich-vortrag-zur-wissenschaftsfreiheit-zwischen-grundgesetz-und-politischer-praxis-276341/</link><description>Am 23. Mai feiert die Bundesrepublik den Tag des Grundgesetzes. Während die Meinungs- oder Versammlungsfreiheit oft im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, wird die Wissenschaftsfreiheit häufig übersehen – obwohl sie als höchstes Gut der Forschung und Lehre das Fundament für Fortschritt und Bildung darstellt. Doch wie wirksam ist dieser Schutz heute, wenn in einem zunehmend komplexen politischen Umfeld wissenschaftliche Erkenntnisse auf strategische Interessen treffen? Ist unser Wissen tatsächlich „in Not“ und kann das Grundgesetz in Zeiten von autoritär-populistischen Narrativen als Schutzschild dienen? Prof. Dr. Daniel Wolff und Clara Folger aus dem Fachbereich Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts halten am 20. Mai 2026 um 18 Uhr zu diesem Thema einen Vortrag. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Am 23. Mai feiert die Bundesrepublik den Tag des Grundgesetzes. Während die Meinungs- oder Versammlungsfreiheit oft im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, wird die Wissenschaftsfreiheit häufig übersehen – obwohl sie als höchstes Gut der Forschung und Lehre das Fundament für Fortschritt und Bildung darstellt. Doch wie wirksam ist dieser Schutz heute, wenn in einem zunehmend komplexen politischen Umfeld wissenschaftliche Erkenntnisse auf strategische Interessen treffen? Ist unser Wissen tatsächlich „in Not“ und kann das Grundgesetz in Zeiten von autoritär-populistischen Narrativen als Schutzschild dienen? Prof. Dr. Daniel Wolff und Clara Folger aus dem Fachbereich Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts halten am 20. Mai 2026 um 18 Uhr zu diesem Thema einen Vortrag. </p><p>Die Debatte um die Resilienz der freien Forschung steht im Zentrum eines aktuellen Projekts: Mit der Ringvorlesung „Was ist schon neutral? Haltung in der Krise!“ beteiligt sich die Universität Greifswald im Sommersemester 2026 an der bundesweiten Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung!“. Unter dem Titel „Wissen in Not – Schützt die Wissenschaftsfreiheit des Grundgesetzes vor wissenschaftsfeindlicher Politik?“ thematisieren Professor Daniel Wolff und Clara Folger im Rahmen der Ringvorlesung am 20. Mai an der Universität Greifswald&nbsp;die Gefahren für eine freie Wissenschaft. Mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen zeigt sich das Thema aktueller denn je. Im Interview mit dem&nbsp;<a href="https://ugreif.de/vq9ta" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Universitätsmagazin Campus*1456</a> analysieren die beiden Expert*innen die rechtlichen Schutzlücken und diskutieren darüber, wie das Wissenschaftssystem seine Resilienz gegenüber autoritär-populistischer Einflussnahme stärken kann.&nbsp;</p><p><strong>Wissenschaft unter Beobachtung: Die zunehmende Gefahr des autoritären Populismus</strong><br>Auf die Frage, ob die Wissenschaft in Deutschland in einer existenziellen Krise stecke, sagt Clara Folger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts der Universität Greifswald: „Die freie Wissenschaft als solche ist in ihrer Existenz aktuell nicht bedroht. Angesichts des in weiten Teilen Europas und auch in Deutschland erstarkenden autoritären Populismus wächst aber die Gefahr wissenschaftsfeindlicher Politiken, unter denen Wissen in Not geraten kann. Denn die populistische Welteinteilung in ein homogenes Volk, das einer korrupten Elite gegenübersteht, macht die Wissenschaft als akademische Elite zum Feindbild. Und als ideologische Gegnerin im autoritär-populistischen Wertesystem ist die Wissenschaft nicht nur Projektions-, sondern auch konkrete Angriffsfläche antiakademischer Politik.“</p><p>Vor diesem Hintergrund betont Prof. Dr. Daniel Wolff, Professor für&nbsp;Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts, die Notwendigkeit präventiver Strategien. „Deshalb ist es wichtig, bereits im Vorfeld einer akuten Notlage für freies Wissen wissenschaftspopulistische Szenarien durchzuspielen, um rechtliche Schutzlücken zu identifizieren. Dann können Maßnahmen zur Resilienzsteigerung des Wissenschaftssystems in einem Zeitraum ergriffen werden, in dem wissenschaftsfreundlich eingestellte Akteur*innen noch handlungsfähig sind. Angesichts der anstehenden Landtagswahlen im Herbst wird dieser Zeitraum womöglich nicht allzu lange währen“, so Wolff.</p><p><strong>Wenn Wahrheit zur Machtfrage wird</strong><br>Das Grundgesetz wird gegenwärtig vor allem mit dem Schutz des Individuums verbunden, während die Wissenschaftsfreiheit jedoch einen kollektiven Prozess schützt – das freie Suchen nach Wahrheit. Hier liegt eine kritische Weiche für die gesamte Gesellschaft, da das Ausbleiben dieses Schutzes unweigerlich zu einer Verschiebung der Machtverhältnisse im öffentlichen Diskurs führen kann. „Werden institutionalisierte Wahrheitsfindungsprozesse nicht mehr geschützt, lösen sich politische Machtansprüche von den Fesseln der Kritik und des Hinterfragens. In den Diskursräumen der Gegenwart sind ‚alternative Fakten‘ ein Mittel, um die Unterscheidung zwischen Wahrheits- und Machtanspruch aufzuheben“, betont Folger. „Wenn Wahrheit zur Machtfrage wird, ist alles möglich: 2 + 2 = 5, vorne ist hinten, Krieg ist Frieden. Die Kontrolle von Wahrheitsdiskursen eröffnet die Deutungshoheit über die öffentliche Meinung. Das geht jeden etwas an.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das <a href="https://ugreif.de/vq9ta" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">vollständige Interview</a> lesen Sie in unserem Hochschulmagazin Campus*1456. Es ist Teil einer größeren Debatte: Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung!“ veranstaltet die Universität Greifswald die <a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/ueber-uns/hochschulen-zeigen-haltung/" target="_blank" class="external-link">Ringvorlesung „Was ist schon neutral? Haltung in der Krise!“</a>. Hier werden Wissenschaftsfreiheit, demokratische Verantwortung und die Rolle der Hochschule in gesellschaftlichen Konflikten intensiv diskutiert. Der Vortrag „Wissen in Not – Schützt die Wissenschaftsfreiheit des Grundgesetzes vor wissenschaftsfeindlicher Politik?“ von Prof. Dr. Daniel Wolff und Clara Folger findet am 20. Mai 2026 um 18 Uhr in Hörsaal 2, Ernst-Lohmeyer-Platz 6 der Universität Greifswald, statt.</p><p><strong>Ansprechpartner*innen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br><br>Prof. Dr. Daniel Wolff, LL.M. (Yale)<br>Professur für Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2175<br><a href="mailto:daniel.wolff@uni-greifswald.de" class="mail-link">daniel.wolff@uni-greifswald.de</a><br><br>Clara Folger<br>Öffentliches Recht und Grundlagen des Rechts<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:clara.folger@uni-greifswald.de" class="mail-link">clara.folger@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>Forschung</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/05-2026-Medienfotos/Collage_Wissenschaftsfreiheit.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276244</guid><pubDate>Fri, 15 May 2026 13:14:41 +0200</pubDate><title>Jungen Lust auf Lesen machen: Jetzt die neuen Buchempfehlungen von boys &amp; books entdecken</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/jungen-lust-auf-lesen-machen-jetzt-die-neuen-buchempfehlungen-von-boys-books-entdecken-276244/</link><description>Zweimal jährlich stellt das Leseförderprojekt boys &amp; books Buchempfehlungen (nicht nur) für Jungen ab acht Jahren vor. Um Lust auf Lesen zu machen und alle in der Leseförderung Aktiven zu unterstützen. Die Top-Titel Sommer 2026 sind jetzt online: Comics, Graphic Novels, Romane und vieles mehr. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Zweimal jährlich stellt das Leseförderprojekt boys &amp; books Buchempfehlungen (nicht nur) für Jungen ab acht Jahren vor. Um Lust auf Lesen zu machen und alle in der Leseförderung Aktiven zu unterstützen. Die Top-Titel Sommer 2026 sind jetzt online: Comics, Graphic Novels, Romane und vieles mehr. </p><p>Welche Bücher sind besonders geeignet, um Jungen Lust auf Lesen zu machen? Welche sind besonders empfehlenswert? Das Leseförderprogramm boys &amp; books hat die Neuerscheinungen des deutschsprachigen Büchermarkts (September 2025 bis März 2026) gesichtet und seine Top-Titel Sommer 2026 jetzt auf <a href="https://www.boysandbooks.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.boysandbooks.de</a> veröffentlicht. Geeignet sind die Buchempfehlungen der Fachjury aus Hochschullehrenden, Deutschlehrkräften und Literaturpädagog*innen sowohl für die private Lektüre als auch für den Einsatz in Schule, Bibliothek und Leseförderung.</p><p>Inzwischen ist das Projekt zu gleichen Teilen an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) und der Universität Greifswald (UG) angesiedelt. Geleitet wird es gemeinsam von Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser (PHKA) und Prof. Dr. Anette Sosna (UG). „Wir freuen uns sehr“, so die beiden Deutschdidaktikerinnen, „das wichtige Anliegen des Projekts nun mit einer gemeinsamen, starken Stimme zu vertreten und noch mehr Menschen die grundlegende Bedeutung von Leseförderung nahezubringen.“</p><p>Die Liste der Top-Titel Sommer 2026 umfasst insgesamt 20 Bücher samt Inhaltsangaben, Rezensionen und Ideen für die Unterrichtspraxis – von humorvollen, actionreichen Geschichten über spannende Graphic Novels bis hin zu bewegenden Romanen, die gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen. Ideale Zugänge für Lesemuffel, die schnelle Einstiege schätzen, bieten Titel wie „Trio total fatal – Superkräfte für die Tonne“ (8+), „Alles Krake“ (10+) oder Too Bad und das Klonproblem“ (12+). Mit viel Tempo, Witz, originellen Figuren und authentischer Sprache laden sie zum Weiterlesen ein und machen vor allem eines: Spaß am Lesen.</p><p>Zugleich setzt die aktuelle Auswahl starke Akzente bei Geschichten, die junge Leser:innen in ihren nicht immer einfachen Lebenswelten ernst nehmen und zentrale Fragen ihres Alltags wie auch des gesellschaftlichen Zusammenlebens aufgreifen. Mit Christian Linker sind gleich zwei Werke eines der renommiertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren vertreten. „Fische sind scheiße“ (10+) erzählt eindrücklich von Verlust, Freundschaft und dem Wunsch nach Gerechtigkeit. Und „Wenn die Welt unsere wäre“ (14+) schlägt große historische Bögen: Drei junge Menschen in den Jahren 1945, 1989 und 2025 verbindet die Suche nach Freiheit, Selbstbestimmung und einem Leben jenseits politischer Unterdrückung. Einen besonderen Eindruck hinterlässt außerdem die Graphic „Novel Elch“ (10+) von Max de Radiguès, der das Thema Mobbing auf ungewöhnliche und eindringliche Weise erzählt.</p><p><strong>Wissenschaftliche Ansprechpersonen</strong></p><ul><li><a href="https://www.ph-karlsruhe.de/personen/detail/9wkc2z" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Prof. Dr. Ina Brendel-Kepser</a>, Professorin für Neuere deutsche Literatur und Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, <a href="mailto:ina.brendel-kepser@ph-karlsruhe.de" target="_blank" class="mail-link">ina.brendel-kepser@ph-karlsruhe.de</a></li><li><a href="https://germanistik.uni-greifswald.de/sosna/" target="_blank" class="external-link">Prof. Dr. Anette Sosna</a>, Professorin für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Greifswald, <a href="mailto:anette.sosna@uni-greifswald.de" target="_blank" class="mail-link">anette.sosna@uni-greifswald.de</a></li></ul><p><strong>Medienkontakt</strong></p><p>Pädagogische Hochschule Karlsruhe<br>Regina Thelen<br>Pressesprecherin<br>Bismarckstraße 10, 76133 Karlsruhe<br>Telefon +49 721 925 4115<br><a href="mailto:regina.thelen@ph-karlsruhe.de" class="mail-link">regina.thelen@ph-karlsruhe.de</a></p><p>Universität Greifswald<br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/b/3/csm_Symbolbild-Foto-von-Michal-Parzuchowski-auf-Unsplash_df53bddf5d.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-276028</guid><pubDate>Tue, 12 May 2026 12:54:03 +0200</pubDate><title>Bakterien teilen die Arbeit: Studie entschlüsselt Mechanismus stabiler Mikroben-Gemeinschaften</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bakterien-teilen-die-arbeit-studie-entschluesselt-mechanismus-stabiler-mikroben-gemeinschaften-276028/</link><description>Forschende der Ben-Gurion University of the Negev in Beer Sheba und der Universität Greifswald haben einen Mechanismus entdeckt, der das Zusammenleben von Mikroorganismen erklärt: Bakterien passen ihre Proteinproduktion gezielt an ihre Nachbarn an. Nicht das Nahrungsangebot entscheidet demnach über ihre Funktionen, sondern die Arten, mit denen sie zusammenleben. Die Studie erschien kürzlich im Journal Nature Microbiology.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Forschende der Ben-Gurion University of the Negev in Beer Sheba und der Universität Greifswald haben einen Mechanismus entdeckt, der das Zusammenleben von Mikroorganismen erklärt: Bakterien passen ihre Proteinproduktion gezielt an ihre Nachbarn an. Nicht das Nahrungsangebot entscheidet demnach über ihre Funktionen, sondern die Arten, mit denen sie zusammenleben. Die Studie erschien kürzlich im Journal Nature Microbiology.</p><p>Im Zentrum der Arbeit steht eine alte Frage der Mikrobiologie: Wie vermeiden Mikroben Konkurrenz, obwohl viele von ihnen ähnliche Ressourcen nutzen? Um das zu klären, baute ein Forschungsteam unter der Leitung von Sarah Moraïs künstliche mikrobielle Gemeinschaften auf. So konnten die Forschenden systematisch verfolgen, wie einzelne Arten ihr Proteom – die Gesamtheit aller produzierten Proteine – verändern, wenn sie allein oder gemeinsam mit anderen wachsen.</p><p>Das Ergebnis ist eindeutig: Sobald andere Mikroben anwesend sind, ändern Bakterien ihre Proteinproduktion deutlich und reproduzierbar. Jede Art reagiert dabei anders – je nachdem, mit welchem Partner sie zusammenlebt. Die Anpassungen betreffen nicht nur einzelne Stoffwechselwege, sondern das gesamte Proteom. Mikroben „erkennen“ ihre Nachbarn offenbar und reagieren gezielt auf sie.</p><p><strong>Spezialisierung statt Konkurrenz</strong><br>Diese Reaktionen verringern funktionelle Überschneidungen. In den meisten untersuchten Fällen reduzierten Bakterien Funktionen, die auch andere Arten übernehmen können. Lebenswichtige Kernprozesse blieben erhalten. Es entsteht eine Form der Arbeitsteilung: Statt alle möglichen Aufgaben parallel zu erfüllen, spezialisieren sich die Arten und nutzen die Leistungen ihrer Partner.</p><p>Diese Spezialisierung steigert offenbar die Effizienz der Gemeinschaft. Konsortien mit geringerer funktioneller Redundanz zeigten häufig eine höhere Gesamtproduktivität. Eine mögliche Erklärung: Die Mikroben sparen Energie, weil sie auf überflüssige Proteine verzichten, und profitieren zugleich von Stoffwechselprodukten anderer Arten.</p><p><strong>Dynamische Nische, neue Anwendungen</strong><br>Die Studie liefert damit eine mechanistische Erklärung für das ökologische Konzept der „realized niche“, der tatsächlich genutzten Nische eines Organismus. Mikroben passen ihre funktionelle Rolle dynamisch an ihre Gemeinschaft an. Ihr Proteinprofil wird zum molekularen Spiegel ökologischer Wechselwirkungen.</p><p>Die Ergebnisse zeigen: Mikrobielle Gemeinschaften entstehen nicht allein durch Konkurrenz. Sie beruhen auf aktiver, fein abgestimmter Anpassung. Diese Flexibilität ermöglicht es Mikroorganismen, Ressourcen effizient zu nutzen und stabile Gemeinschaften zu bilden. Das Wissen könnte helfen, natürliche Mikrobiome besser zu verstehen und synthetische mikrobielle Systeme gezielt zu entwickeln – etwa für Medizin, Landwirtschaft und Umwelttechnik.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em> Moraïs S, Mazor M, Amit I, Gerth P, Trautwein-Schult A, Maaß S, Grinshpan I, Shelly Y, Levin L, Becher D, Mizrahi I. Community context reshapes microbial proteomes and reduces functional overlap. Nat Microbiol. 2026 Apr 24. DOI: <a href="https://www.nature.com/articles/s41564-026-02310-w" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.nature.com/articles/s41564-026-02310-w</a>&nbsp;&nbsp;<br><a href="https://microbialproteomics.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link">Abteilung Microbial Proteomics</a>&nbsp;<br><br><br><strong>Ansprechpartnerinnen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Prof. Dr. Dörte Becher<br>Mikrobielle Proteomics<br>Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 5903<br><a href="mailto:dbecher@uni-greifswald.de" class="mail-link">dbecher@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>Dr. Anke Trautwein-Schult<br>Mikrobielle Proteomics<br>Felix-Hausdorff-Straße 8, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 5922<br><a href="mailto:anke.trautwein-schult@uni-greifswald.de" class="mail-link">anke.trautwein-schult@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/anke-trautwein-schult-08346864" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">linkedin.com/in/anke-trautwein-schult-08346864</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/f/4/csm_Interaktion_von_Mikroben_a9ccf66162.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-275752</guid><pubDate>Mon, 11 May 2026 11:53:16 +0200</pubDate><title>Universität Im Rathaus: In Würde leben – in Würde gehen? Autonomie, Todeswünsche und Palliativmedizin im Gespräch</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/universitaet-im-rathaus-in-wuerde-leben-in-wuerde-gehen-autonomie-todeswuensche-und-palliativmedizin-im-gespraech-275752/</link><description>Der Wunsch zu sterben gehört zu den schwierigsten Themen in Medizin, Gesellschaft und Recht. Er berührt Fragen nach Selbstbestimmung, Leid, Fürsorge und Würde. In der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“ spricht Dr. Gisela Hoffmann von der Universitätsmedizin Greifswald über Autonomie, Verantwortung und Fürsorge am Lebensende. Die Vorlesung am Montag, 18. Mai 2026, findet um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses statt. Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wird von der Stadt und der Universität gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Der Wunsch zu sterben gehört zu den schwierigsten Themen in Medizin, Gesellschaft und Recht. Er berührt Fragen nach Selbstbestimmung, Leid, Fürsorge und Würde. In der Vorlesungsreihe „Universität im Rathaus“ spricht Dr. Gisela Hoffmann von der Universitätsmedizin Greifswald über Autonomie, Verantwortung und Fürsorge am Lebensende. Die Vorlesung am Montag, 18. Mai 2026, findet um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Greifswalder Rathauses statt. Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wird von der Stadt und der Universität gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei.</p><p>Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts Anfang 2020 zur Suizidhilfe wird in Deutschland intensiv darüber diskutiert, wie viel Autonomie am Lebensende möglich sein soll – und welche Verantwortung Ärztinnen und Ärzte, Angehörige und Gesellschaft tragen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle rechtliche Situation zum assistierten Suizid und zu Sterbehilfe-Organisationen in Deutschland und wirft einen Blick auf andere Länder.</p><p>Aus ärztlicher Perspektive geht es darum, Todeswünsche zu verstehen und Möglichkeiten der Palliativmedizin aufzuzeigen, körperliches, psychisches und existenzielles Leiden zu lindern. Der Vortrag lädt ein, über Autonomie, Verantwortung und Fürsorge am Lebensende nachzudenken.</p><p><strong>Über die Referentin</strong><br>Dr. Gisela Hoffmann ist Fachärztin für Innere Medizin und Palliativmedizin. Als leitende Oberärztin arbeitet sie in der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) der Palliativnetzwerk Vorpommern GmbH sowie im Hospiz der Universitätsmedizin Greifswald. Die Begleitung unheilbar erkrankter und sterbender Menschen ist für sie beruflicher Schwerpunkt und persönliche Herzensangelegenheit. Die Palliativnetzwerk Vorpommern GmbH ist ein Tochterunternehmen der Universitätsmedizin Greifswald und bietet spezialisierte ambulante Palliativversorgung für unheilbar schwerkranke Menschen, um ihnen ein möglichst selbstbestimmtes, gut versorgtes und würdevolles Leben in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p><a href="https://www.unimedizin-greifswald.de/palliativnetzwerk/de/home" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Palliativnetzwerk Vorpommern</a><br><a href="https://www.unimedizin-greifswald.de/hospiz/index.php?id=815" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Hospiz der Universitätsmedizin Greifswald</a><br><a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/veranstaltungskalender/detail/n/universitaet-im-rathaus-in-wuerde-leben-in-wuerde-gehen-autonomie-todeswuensche-und-palliativmedizin-im-gespraech-271319/" target="_blank" class="external-link">Zum Veranstaltungstipp</a><br><a href="/universitaet/information/aktuelles/wissenlocktmich/universitaet-im-rathaus/" class="internal-link">Zur Veranstaltungsreihe „Universität im Rathaus“</a>&nbsp;</p><p><strong>Kontaktadressen</strong></p><p>Universität Greifswald<br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Universitäts- und Hansestadt Greifswald<br>Amt für Bildung, Kultur und Sport | Abteilung Kultur<br>Lange Straße 2 A, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 8536 2104<br><a href="mailto:kultur@greifswald.de" title="Öffnet E-Mail Link" class="mail-link">kultur@greifswald.de</a></p><p>Verantwortlich für die Reihe<br>Prof. Dr. Sünne Juterczenka<br>Historisches Institut&nbsp;<br>Domstraße 9 A, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:suenne.juterczenka@uni-greifswald.de" class="mail-link">suenne.juterczenka@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/7/csm_Portrait_Gisela_Hoffmann-20260211-_MG_2222-ZVZ-350dpi_sRGB_ec0fec625c.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-275698</guid><pubDate>Mon, 11 May 2026 08:43:43 +0200</pubDate><title>Feierliche Eröffnung des 35. Nordischen Klangs im Dreiklang der Sprachen – Dänische Delegation besuchte Universität Greifswald </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/feierliche-eroeffnung-des-35-nordischen-klangs-im-dreiklang-der-sprachen-daenische-delegation-besuchte-universitaet-greifswald-275698/</link><description>Mit einer feierlichen Eröffnung und einem ausverkauften Konzert der dänischen Sängerin Gitte Hænning wurde am Freitag, 8. Mai 2026, der 35. Nordische Klang eröffnet. Er steht dieses Jahr unter Schirmherrschaft der Färöer-Inseln mit Dänemark als Partnerland. Anwesend waren u. a. der Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland, Thomas Østrup Møller, und Ministerpräsidentin und Co-Schirmherrin Manuela Schwesig. Eine dänische Delegation besuchte zuvor die Universität Greifswald. Dabei trat sie in den Austausch mit den Studierenden des Instituts für Fennistik und Skandinavistik und dem Rektorat der Universität Greifswald.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Mit einer feierlichen Eröffnung und einem ausverkauften Konzert der dänischen Sängerin Gitte Hænning wurde am Freitag, 8. Mai 2026, der 35. Nordische Klang eröffnet. Er steht dieses Jahr unter Schirmherrschaft der Färöer-Inseln mit Dänemark als Partnerland. Anwesend waren u. a. der Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland, Thomas Østrup Møller, und Ministerpräsidentin und Co-Schirmherrin Manuela Schwesig. Eine dänische Delegation besuchte zuvor die Universität Greifswald. Dabei trat sie in den Austausch mit den Studierenden des Instituts für Fennistik und Skandinavistik und dem Rektorat der Universität Greifswald.</p><p>„Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass es nun zum 35. Mal den Nordischen Klang in Greifswald gibt. Gerade in diesen bewegenden Zeiten ist es besonders wichtig, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dazu leistet der Nordische Klang einen ganz wichtigen Beitrag – für die Menschen und für das Kulturleben in Mecklenburg-Vorpommern, in Deutschland, im Norden und im Ostseeraum“, sagte Thomas Østrup Møller, Botschafter des Königreichs Dänemark in Deutschland. Als Däne mit färöischen Wurzeln sei es für ihn eine doppelte Ehre, das Festival zu eröffnen und zum ersten Mal erleben zu dürfen. In einem Grußwort der Regierung und des färöischen Kultusministeriums hieß es:<em> „</em>Unsere Künstlerinnen und Künstler entspringen einer Natur und einer Kultur, die einzigartig und unverwechselbar sind, und ich hoffe, dass sie auf bereichernde Weise zum anspruchsvollen Programm des Nordischen Klangs beitragen werden.“&nbsp;</p><p>Festivalleiter Prof. Dr. Marko Pantermöller verriet bei der Eröffnung, dass er bei jedem Nordischen Klang bisher dabei war: „Ich durfte erleben, wie sich unser Festival jedes Jahr erneuert hat“, sagte er. „Eines aber hat sich in 35 Jahren nicht geändert, wir sind kein zielgruppenspezifisches Festival, sondern wir sind und bleiben ein Festival für alle.“ 40 Veranstaltungen, 140 Künstler*innen, über erwartete 9000 Besucher*innen – das sind die Zahlen und Zielmarken des 35. Festivals in Greifswald. Das Beachtliche: Das Festival wird von einem vorrangig ehrenamtlichen Organisationsteam bestehend aus Professoren, Mitarbeitenden und Studierenden des Instituts für Fennistik und Skandinavistik der Universität Greifswald geleitet.&nbsp;</p><p><strong>Delegationsbesuch an der Universität Greifswald</strong><br>Daher stand vor der abendlichen Eröffnung ein Delegationsbesuch sowohl am Institut als auch im Rektorat der Universität Greifswald an. Der Botschafter erkundigte sich – natürlich auf Dänisch – nach der Motivation zum Erlernen seiner Muttersprache. Auch fragte er die Studierenden nach ihren Berufszielen. Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel hob hervor: „Der Nordische Klang ist ein wichtiger Lern- und Erfahrungsraum für unsere Studierenden. Im Rahmen studienintegrierter Praktika sammeln sie wertvolle Erfahrungen in Kulturmanagement, Kommunikation und Publizieren – und prägen mit ihrem Einsatz die besondere Atmosphäre dieses Festivals.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://www.nordischerklang.de/home" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nordischer Klang</a>&nbsp;</p><p><strong>Kontakte an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>Nordischer Klang&nbsp;<br>Pauline Hübner, Presse &amp; PR&nbsp;<br>c/o Institut für Fennistik und Skandinavistik<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:presse-nokl@uni-greifswald.de" class="mail-link">presse-nokl@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/2/e/csm__Westfeld_IMG_4117_eacd4b6a90.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-275070</guid><pubDate>Thu, 07 May 2026 08:24:34 +0200</pubDate><title>Werner Rothmaler: Eine neue Biografie würdigt den Greifswalder Botaniker </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/werner-rothmaler-eine-neue-biografie-wuerdigt-den-greifswalder-botaniker-275070/</link><description>Werner Rothmaler (1908–1962) gilt als „der prominenteste ostdeutsche Pflanzensystematiker“. Er leitete von 1953 bis 1962 das Institut für Agrarbiologie an der damaligen Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Bekannt wurde er vor allem durch die nach ihm benannte „Exkursionsflora“. In einer neuen Biografie, die die Universität Greifswald mit ermöglicht hat, stellen die Autor*innen sein Wirken in ein neues Licht. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Werner Rothmaler (1908–1962) gilt als „der prominenteste ostdeutsche Pflanzensystematiker“. Er leitete von 1953 bis 1962 das Institut für Agrarbiologie an der damaligen Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Bekannt wurde er vor allem durch die nach ihm benannte „Exkursionsflora“. In einer neuen Biografie, die die Universität Greifswald mit ermöglicht hat, stellen die Autor*innen sein Wirken in ein neues Licht. </p><p>Werner Rothmalers Interesse an Pflanzen begann früh. Er verließ das Gymnasium ohne Abitur und absolvierte eine Ausbildung zum Gärtner. Doch der Wunsch nach einem Studium blieb. Ab 1930 bereitete er eine Forschungsreise nach Spanien vor. Sie prägte seinen weiteren Weg. Von 1933 bis 1940 arbeitete und forschte Rothmaler unter teils schwierigen Bedingungen auf der Iberischen Halbinsel. Die iberischen Jahre wurden zum Fundament seiner wissenschaftlichen Laufbahn, die mit dem Ruf nach Greifswald 1953 besiegelt wurde. &nbsp;</p><p>Rothmaler war mehr als der Autor der erfolgreichen Bestimmungsflora „Exkursionsflora“. Er prägte die Pflanzensystematik und Floristik Mitteleuropas nachhaltig. Mit präzisen Beschreibungen und klarer Nomenklatur schuf er verlässliche Grundlagen für Forschung und Lehre. Seine „Exkursionsflora“ machte wissenschaftliche Genauigkeit für Studierende wie für Fachleute zugleich praktikabel. Auch als Hochschullehrer und Institutsleiter setzte er Maßstäbe. Er baute Strukturen auf, förderte den Nachwuchs und prägte Generationen von Studierenden, darunter Michael Succow.&nbsp;</p><p><strong>Biografie basierend auf neue Archivakten korrigiert bisheriges Bild</strong><br>Die neue Biografie der Biolog*innen Henry Witt, Sabine Witt und Susanne Dotzer beleuchtet seinen wissenschaftlichen Schriftwechsel mit führenden Botaniker*innen im In- und Ausland. Er zeigt Rothmaler als gut vernetzten Forscher im internationalen Austausch. Zugleich beschreibt das Buch die enge Freundschaft zur Bauhaus-Familie Feininger. Sie war für ihn persönlicher Halt und Ausgangspunkt seines Handelns.</p><p>Mehrere Publikationen haben sich nach Rothmalers Tod mit seinem Leben befasst. Die aktuelle Biografie greift sie auf und ergänzt sie um neue Quellen. Archivakten aus dem Universitätsarchiv Greifswald, Einträge in Taschenkalendern und Reisepässen zeichnen ein differenzierteres Bild der iberischen Jahre und ihrer Vorbereitung. Sie korrigieren damit den Blick, den die Forschung bislang auf diese Phase geworfen hat.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em> Henry Witt, Sabine Witt, Susanne Dotzer: Werner Rothmaler 1908–1962. Biografie eines ungewöhnlichen Botanikers. Mit einem Vorwort von Michael Succow. Callidus Verlag, ISBN 978-3-949534-41-6.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150<br><a href="mailto:pressestelle@uni-greifswald.de" class="mail-link">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/e/c/csm_Portraetfoto_Werner_Rothmaler_f0e1b5599c.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-274899</guid><pubDate>Wed, 06 May 2026 08:19:53 +0200</pubDate><title>Effizienz rettet Leben: Neues Fachbuch zum internationalen Gesundheitsmanagement erschienen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/effizienz-rettet-leben-neues-fachbuch-zum-internationalen-gesundheitsmanagement-erschienen-274899/</link><description>Mit dem Fachbuch „International Healthcare Management. Towards Efficiency, Effectiveness and Equity of Healthcare Systems in Low- and Middle-Income Countries“ von Prof. Dr. Steffen Fleßa ist im De Gruyter Brill Verlag kürzlich ein Werk erschienen, das eine kritische Lücke in der aktuellen Fachliteratur schließt. Während Lehrbücher zur Gesundheitsökonomie oder zum Gesundheitsmanagement häufig die Realitäten der Gesundheitsversorgung für die Mehrheit der Weltbevölkerung vernachlässigen, widmet sich das neue Fachbuch bewusst auch Ländern mit geringen Ressourcen. Es zeigt Wege auf, wie Effizienz, Effektivität und Gerechtigkeit verbessert werden können.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Mit dem Fachbuch „International Healthcare Management. Towards Efficiency, Effectiveness and Equity of Healthcare Systems in Low- and Middle-Income Countries“ von Prof. Dr. Steffen Fleßa ist im De Gruyter Brill Verlag kürzlich ein Werk erschienen, das eine kritische Lücke in der aktuellen Fachliteratur schließt. Während Lehrbücher zur Gesundheitsökonomie oder zum Gesundheitsmanagement häufig die Realitäten der Gesundheitsversorgung für die Mehrheit der Weltbevölkerung vernachlässigen, widmet sich das neue Fachbuch bewusst auch Ländern mit geringen Ressourcen. Es zeigt Wege auf, wie Effizienz, Effektivität und Gerechtigkeit verbessert werden können.</p><p>In wohlhabenden Industrienationen konzentriert sich die Gesundheitsökonomie oft auf die Optimierung bereits funktionierender Prozesse. In Ländern mit niedrigem Einkommen hingegen stehen existenzielle Fragen im Vordergrund. So lebt der Großteil der Weltbevölkerung in Regionen, in denen ein gravierender Mangel an medizinischen Ressourcen herrscht. In diesem Kontext wird wirtschaftliche Effizienz zu einer ethischen Verantwortung, da sie direkt über den Zugang zu lebensnotwendiger Versorgung entscheidet.</p><p><strong>Effizienz als ethische Verpflichtung</strong><br>„Wo Ressourcen knapp sind, entscheidet ihr Einsatz oft über Leben und Tod“, sagt Steffen Fleßa, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement an der Universität Greifswald. „Was ineffizient verwendet, das heißt verschwendet wird, steht an anderer Stelle nicht mehr für die Versorgung von Patient*innen zur Verfügung. Effizienz ist daher weit mehr als ein wirtschaftliches Prinzip – sie ist eine ethische Verpflichtung, insbesondere in Ländern mit äußerst begrenzten Mitteln. Genau hier setzt das Internationale Gesundheitsmanagement an: Es geht darum, Strukturen und Prozesse so zu verbessern, dass mit den vorhandenen Ressourcen möglichst viele Menschen wirksam und gerecht versorgt werden können.“</p><p>Aus dieser Überzeugung heraus versteht Steffen Fleßa International Healthcare Management nicht als Verwaltung, sondern als die Lehre von der Verbesserung der Gesundheit für die ganze Bevölkerung durch die Steigerung der Systemeffizienz. Sein besonderes Anliegen ist es, Gerechtigkeit durch Effizienz zu schaffen: Ressourcen freizusetzen, um die Sterblichkeit zu senken und die Lebensqualität von Milliarden von Menschen zu verbessern.</p><p><strong>Ein ganzheitlicher Ansatz aus 35 Jahren Praxiserfahrung</strong><br>Um diesen komplexen Herausforderungen gerecht zu werden, reicht ein rein betriebswirtschaftlicher Blick nicht aus. Basierend auf seiner mehr als 35-jährigen internationalen Berufserfahrung – unter anderem in Tansania, Kambodscha, Vietnam, Venezuela und Usbekistan – verfolgt Fleßa einen interdisziplinären Ansatz. Durch die Verknüpfung ökonomischer Prinzipien mit Erkenntnissen aus der Epidemiologie, Geografie und Ethnologie sowie weiterer Fachgebiete schafft er eine interdisziplinäre Perspektive, die über herkömmliche Managementansätze hinausreicht. Nur so entsteht ein ganzheitliches Bild der Gesundheitssysteme, das die realen Hindernisse vor Ort tatsächlich berücksichtigt.</p><p>„Jede verschwendete Ressource fehlt dort, wo sie Leben retten könnte“, beschreibt Fleßa seine Motivation. „Das Ziel des Buches ist es, Fach- und Führungskräften konkrete Instrumente an die Hand zu geben, um Gesundheitssysteme besser zu analysieren, zu bewerten und gestalten zu können – etwa durch die Analyse von Angebot und Nachfrage oder die Gestaltung effizienterer Finanzierungsmodelle. Die zentrale These des Werkes bleibt dabei stets aktuell: Effizienz ist nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern kann unmittelbar Menschenleben retten.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><em>Publikation:</em> Fleßa, Steffen. International Healthcare Management: Towards Efficiency, Effectiveness and Equity of Healthcare Systems in Low- and Middle-Income Countries, De Gruyter, 2026.&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1515/9783112217290" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1515/9783112217290</a></p><p>Prof. Dr. Steffen Fleßa ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement sowie seit April 2026 Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald. Mit seiner langjährigen Erfahrung in Forschung und Praxis – unter anderem in Tansania, Kenia, Vietnam, Kambodscha und Usbekistan – spezialisierte er sich auf das Gesundheitsmanagement in peripheren Regionen sowie in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.&nbsp;</p><p><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Steffen Fleßa<br>Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement<br>Friedrich-Loeffler-Straße 70, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2476<br><a href="mailto:steffen.flessa@uni-greifswald.de" class="mail-link">steffen.flessa@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/2/8/csm_flessa-steffe-prof-dr-20200923-DSC_3039-jm-300dpi-3000xnn-srgb_11c1424e67.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-274153</guid><pubDate>Wed, 29 Apr 2026 11:10:19 +0200</pubDate><title>Schnelle Evolution im Klimawandel: Universität Greifswald zeigt rasante genetische Anpassung der Wespenspinne</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/schnelle-evolution-im-klimawandel-universitaet-greifswald-zeigt-rasante-genetische-anpassung-der-wespenspinne-274153/</link><description>Nur wenige Jahrzehnte haben gereicht: Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) hat ihr Verbreitungsgebiet vom Mittelmeerraum bis nach Nordeuropa – sogar bis nach Süd-Finnland – erweitert. Dabei hat sie sich rasanter genetisch angepasst als bislang für möglich gehalten. Das zeigt eine neue Studie von Forschenden der Universität Greifswald, die jetzt in der Fachzeitschrift Ecological Monographs veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, wie Arten auf den Klimawandel reagieren – und wie rasch Evolution tatsächlich ablaufen kann.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Nur wenige Jahrzehnte haben gereicht: Die Wespenspinne (Argiope bruennichi) hat ihr Verbreitungsgebiet vom Mittelmeerraum bis nach Nordeuropa – sogar bis nach Süd-Finnland – erweitert. Dabei hat sie sich rasanter genetisch angepasst als bislang für möglich gehalten. Das zeigt eine neue Studie von Forschenden der Universität Greifswald, die jetzt in der Fachzeitschrift Ecological Monographs veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise darauf, wie Arten auf den Klimawandel reagieren – und wie rasch Evolution tatsächlich ablaufen kann.</p><p>„In unserer Studie haben wir eine Art untersucht, die ihr Verbreitungsgebiet schneller erweitert hat als dies allein durch Klimawandel zu erklären wäre. Von solchen Arten können wir lernen, welche Mechanismen einer schnellen Ausbreitung, sogar über verschiedene klimatische Zonen hinweg, zugrunde liegen“, sagt Prof. Dr. Gabriele Uhl, Abteilungsleiterin am Zoologischen Institut und Museum (Allgemeine und Systematische Zoologie) der Universität Greifswald.</p><p>Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie Organismen mit sich verändernden Umweltbedingungen umgehen. Dabei kommen verschiedene Mechanismen infrage: genetische Anpassung durch zufällige, vorteilhafte Mutationen, die Abwanderung in geeignete Lebensräume oder – wenn beides nicht möglich ist – das lokale Aussterben von Populationen oder Arten. Auch die sogenannte phänotypische Plastizität, also die Fähigkeit von Individuen, ihre Eigenschaften abhängig von den Umweltbedingungen zu verändern – ohne Veränderung der Erbanlagen – spielt dabei eine wichtige Rolle.</p><p>Das Forschungsteam um Prof. Dr. Gabriele Uhl und die Erstautorin Dr. Monica M. Sheffer von der Universität Greifswald untersuchte Wespenspinnen aus verschiedenen Regionen Europas und kombinierte genetische Analysen mit ökologischen, morphologischen und physiologischen Untersuchungen über mehrere Entwicklungsstadien hinweg. Ergänzend führten sie Experimente unter kontrollierten Bedingungen durch, in denen Winterbedingungen aus nördlichen und südlichen Lebensräumen simuliert wurden, um zu untersuchen, ob sich die Tiere aus den beiden Regionen in ihrer Reaktion unterscheiden.</p><p><strong>Zwei genetische Gruppen – getrennt durch eine schmale Linie</strong><br>Ein zentrales Ergebnis: Die Populationen der Wespenspinne lassen sich in zwei genetische Gruppen unterteilen, die durch eine überraschend schmale Linie getrennt sind, die schräg durch Mitteldeutschland verläuft. Diese genetische Trennung korreliert mit klimatischen Unterschieden, insbesondere im Winter.</p><p>„Unsere Ergebnisse zeigen, dass genetische Differenzierung deutlich schneller stattfinden kann als bisher angenommen“, sagt Professorin Uhl. Die Analysen zeigen zudem, dass sich nördliche und südliche Populationen in ihrer Kältetoleranz, Entwicklungsgeschwindigkeit und Fortpflanzung unterscheiden. Diese Unterschiede sind zum Teil genetisch bedingt. Gleichzeitig weist die Art eine ausgeprägte phänotypische Plastizität auf, die ihre erfolgreiche Ausbreitung begünstigt.</p><p><strong>Bedeutung für Klimaforschung</strong><br>Die Studie unterstreicht, wie wichtig es ist, verschiedene Lebensstadien und biologische Eigenschaften gemeinsam zu betrachten, um Anpassungsprozesse zu verstehen. Dies ist besonders relevant vor dem Hintergrund des globalen Klimawandels.</p><p>Aktuelle Anschlussstudien zeigen zudem, dass wärmere Winter im Mittelmeerraum negative Auswirkungen auf die Überlebenswahrscheinlichkeit der Jungtiere haben können. Langfristig könnte dies sogar zu einem Rückzug der Art aus ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet führen.</p><p>Weitere Untersuchungen weisen darauf hin, dass Temperaturbedingungen im Herbst noch Monate später die Überlebenswahrscheinlichkeit und Kondition der Tiere beeinflussen können – sogenannte langfristige „Spill-over-Effekte“, die bislang kaum erforscht sind.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Die Arbeit entstand im Rahmen des Graduiertenkollegs RESPONSE durch die enge Zusammenarbeit mehrerer Arbeitsgruppen der Universität Greifswald sowie Partnern in Deutschland und den USA. Geleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Gabriele Uhl, maßgeblich beteiligt war die Doktorandin Monica M. Sheffer.<br>Sheffer, Monica M., Brian Schulze, Linda Zander, Pierick Mouginot, Thomas Naef, Michael Lalk, Martina Wurster et al. 2026. “Rapid Ecological and Evolutionary Divergence during a Poleward Range Expansion.” <a href="https://doi.org/10.1002/ecm.70047" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Ecological Monographs</em></a>.&nbsp;<br><a href="https://unpaywall.org/products/extension" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Open-Access-Publikation</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Gabriele Uhl<br>Zoologisches Institut und Museum<br>Loitzer Straße 26, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4242<br><a href="mailto:gabriele.uhl@uni-greifswald.de" class="mail-link">gabriele.uhl@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/0/csm_Wespenspinne-Weibchen-im-Freiland20180729_1e363fd05d.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-274135</guid><pubDate>Wed, 29 Apr 2026 10:06:45 +0200</pubDate><title>80. Greifswalder Bachwoche</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/80-greifswalder-bachwoche-274135/</link><description>Die 80. Greifswalder Bachwoche vom 1. bis 7. Juni 2026 steht als traditionsreichstes Musikfestival Mecklenburg-Vorpommerns ganz im Zeichen des Jubiläums. Das Motto „BACH ad infinitum“ betont einerseits die ununterbrochene Kontinuität der vorangegangenen Bachwochen. Es ist andererseits der Versuch, die nahezu unbegrenzten Dimensionen der Musik Johann Sebastian Bachs zu umschreiben. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Die 80. Greifswalder Bachwoche vom 1. bis 7. Juni 2026 steht als traditionsreichstes Musikfestival Mecklenburg-Vorpommerns ganz im Zeichen des Jubiläums. Das Motto „BACH ad infinitum“ betont einerseits die ununterbrochene Kontinuität der vorangegangenen Bachwochen. Es ist andererseits der Versuch, die nahezu unbegrenzten Dimensionen der Musik Johann Sebastian Bachs zu umschreiben. </p><p>Als prominente Jubiläums-Gäste werden erwartet: das Europäische Hanse-Ensemble, das preisgekrönte Calmus Ensemble Leipzig, Georg Kallweit, Konzertmeister der Akademie für Alte Musik Berlin, die NDR-Bigband und nicht zuletzt das Kammerorchester der Komischen Oper Berlin und Brasscussion mit eigens für die Bachwoche komponierten und arrangierten Werken. Ein wissenschaftliches Symposium wird sich mit der Grenzenlosigkeit der Musik Bachs auseinandersetzen. In den Morgenmusiken werden Bach-Kantaten aus acht Dekaden der Greifswalder Bachwochen-Geschichte aufgeführt. Der Nachwuchsförderung widmet sich der alle zwei Jahre stattfindende internationale Gesangswettbewerb „CantateBach!“. Den krönenden Abschluss der Jubiläums-Bachwoche bildet die Aufführung der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach mit dem Greifswalder Domchor.</p><p><strong>Kontakt</strong><br>Dompastor Dr. Tilman Beyrich&nbsp;<br>Greifswalder Bachwoche&nbsp;<br><a href="mailto:presse@greifswalder-bachwoch.de" class="mail-link">presse@greifswalder-bachwoch.de</a>&nbsp;<br><a href="http://www.greifswalder-bachwoche.de" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.greifswalder-bachwoche.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>news intern uni</category><category>Campusleben</category><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.3._Veranstaltungskalender/1.1.3.2_Veranstaltungsuebersicht/veranstaltungen-2026/Titelbild_Bachwoche_2026.png" length="0" type="image/png"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-273955</guid><pubDate>Tue, 28 Apr 2026 07:41:29 +0200</pubDate><title>Wie Bakterien aktivierte Essigsäure als Baustein für ihre Zellbildung nutzen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wie-bakterien-aktivierte-essigsaeure-als-baustein-fuer-ihre-zellbildung-nutzen-273955/</link><description>Forschende der Universität Greifswald haben einen neuen Mechanismus entdeckt, wie Bakterien wie Bacillus subtilis die Herstellung des zentralen Stoffwechselmoleküls Acetyl-Coenzym A (Acetyl-CoA) regulieren können. Acetyl-CoA, auch als aktivierte Essigsäure bekannt, spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Nährstoffen, d. h. Proteine, Kohlenhydrate und Fette, und nimmt damit eine Schlüsselposition im Stoffwechsel aller Zellen ein. Bislang war unklar, wie Bakterien die Produktion und den Abbau von aktivierter Essigsäure koordinieren können. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten neuen Erkenntnisse zeigen nun, dass Bacillus subtilis einen speziellen Mechanismus nutzt, um beides perfekt abzustimmen. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Forschende der Universität Greifswald haben einen neuen Mechanismus entdeckt, wie Bakterien wie Bacillus subtilis die Herstellung des zentralen Stoffwechselmoleküls Acetyl-Coenzym A (Acetyl-CoA) regulieren können. Acetyl-CoA, auch als aktivierte Essigsäure bekannt, spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Nährstoffen, d. h. Proteine, Kohlenhydrate und Fette, und nimmt damit eine Schlüsselposition im Stoffwechsel aller Zellen ein. Bislang war unklar, wie Bakterien die Produktion und den Abbau von aktivierter Essigsäure koordinieren können. Die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten neuen Erkenntnisse zeigen nun, dass Bacillus subtilis einen speziellen Mechanismus nutzt, um beides perfekt abzustimmen. </p><p>Wenn Zellen im Überfluss mit Nährstoffen versorgt sind, müssen sie entscheiden: Energie gewinnen oder Bausteine für Wachstum schaffen? Im Zentrum dieser Weichenstellung steht das Acetyl-Coenzym A, welches den Abbau von Nährstoffen mit dem Aufbau von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten verbindet und damit ein Schlüsselknotenpunkt des gesamten Stoffwechsels bei der Zellbildung ist. Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts ist es einem Greifswalder Forschungsteam um Prof.&nbsp;Dr.&nbsp;Michael Lammers vom Institut für Biochemie nun gelungen, einen bislang unbekannten Regulationsmechanismus zur Herstellung dieses wichtigen Moleküls in Bakterien wie <em>Bacillus subtilis</em> aufzuklären. In diesen Bakterien entsteht Acetyl-CoA aus Essigsäure, aus dem universellen zellulären Energieträger Adenosintriphosphat (ATP) und aus dem Molekül Coenzym A, welches für die Erhöhung der biochemischen Reaktivität der Essigsäure wichtig ist. Diese Reaktion wird in Zellen von einem Biokatalysator, dem Enzym Acetyl-CoA-Synthetase (AcsA), katalysiert. Die Aktivität dieses Enzyms kann wie ein Lichtschalter durch das Anknüpfen und Entfernen einer kleinen biochemischen Modifikation, der Acetylierung der Aminosäure Lysin, an- oder ausgeschaltet werden. Als Konsequenz ist das Vorhandensein dieser Modifikation entscheidend dafür, ob Acetyl-CoA gebildet wird oder nicht: ist die Modifikation vorhanden, ist das Enzym AcsA inaktiv; ist sie&nbsp;nicht&nbsp;vorhanden, ist es aktiv.</p><p><strong>Ein Protein als Sensor: AcuB und die Energieversorgung der Zelle</strong><br>Das Forschungsteam um Lammers und dem Doktoranden und Erstautor der Studie, Markus Janetzky (M.&nbsp;Sc. Biochemie), konnte den genauen Aufbau und die Funktion des Proteins AcuB auf molekularer Ebene exakt aufklären. AcuB ist ein Protein, das wie ein Sensor des aktuellen Energiezustandes in den Zellen wirkt und die Herstellung aktivierter Essigsäure koordiniert. Es kann direkt an das Enzym AcuC binden und dessen katalytische Aktivität hemmen. AcuC ist biochemisch betrachtet eine sogenannte Deacetylase, welche die Modifikation am Biokatalysator AcsA entfernen und dieses damit für die Herstellung von Acetyl-CoA aktivieren kann. Die Studie zeigt, dass dabei der Energiezustand der Zelle entscheidend ist. AcuB hemmt AcuC nur, wenn es Adenosinmonophosphat (AMP) gebunden hat. AMP ist in Zellen im Gegensatz zu ATP ein Indikator für eine niedrige Energieladung. So stellt die Zelle sicher, dass sie nur dann Acetyl-CoA produziert, wenn sie genug Energie hat, um lebenswichtige Prozesse wie Wachstum oder Reparatur durchzuführen.&nbsp;</p><p>An der Studie waren weitere Arbeitsgruppen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Greifswald beteiligt. Eine wichtige Rolle spielten Molekulardynamik (MD)-Simulationen, die durch Norman Geist vom Institut für Biochemie in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Mihaela Delcea durchgeführt wurden. „Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig auch die Dynamik der Formveränderungen von Proteinen für deren Funktion ist“, erklärt Lammers. „Durch die Bindung verschiedener Adeninnukleotide wirkt AcuB wie ein Sensor des zellulären Energiestatus – es passt indirekt die Aktivität des Enzyms zur Herstellung von Acetyl-Coenzym A an den Stoffwechselzustand der Zelle an. Dies ist ein bislang unbekannter Mechanismus, der unser Verständnis der Stoffwechselkoordination in Bakterien erweitert.“</p><p><strong>Neuer Mechanismus mit weiteren Auswirkungen</strong><br>Beginnend mit den Forschungsarbeiten des Mikrobiologen Prof. Dr. Michael Hecker steht <em>Bacillus subtilis</em> und dessen Metabolismus bereits seit vielen Jahren im Fokus der Forschung an der Universität Greifswald. Die neuen Erkenntnisse liefern nicht nur Einblicke in die Koordination der Herstellung von Acetyl-CoA, sie eröffnen auch neue Wege zur Erforschung einer bislang nur unvollständig unverstandenen Enzymklasse in Bakterien: den Lysin-Deacetylasen. „Unsere Daten unterstützen, dass diese Regulation von Enzymaktivitäten eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Proteinfunktionen und der Anpassung an den metabolischen Zustand in Bakterien spielen“, sagt Janetzky. „Damit liefern wir neue Einblicke in grundlegende Regulationsmechanismen zellulärer Prozesse. Unsere Ergebnisse zeigen, wie dynamisch bakterielle Systeme auf Veränderungen in der Umgebung reagieren und den Stoffwechsel daran anpassen. So wird unser Verständnis molekularer Anpassungsstrategien erweitert.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Publikation: Janetzky, M., Geist, N., Schulze, S. et al.&nbsp;AcuB senses cellular energy charge to coordinate acetyl-CoA synthesis in bacteria.&nbsp;Nat Commun 17, 3815 (2026).&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1038/s41467-026-71006-w" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1038/s41467-026-71006-w</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Michael Lammers<br>Institut für Biochemie<br>Abt. Synthetische &amp; Strukturelle Biochemie<br>Felix-Hausdorff-Straße 4, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4365<br><a href="mailto:michael.lammers@uni-greifswald.de" class="mail-link">michael.lammers@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/1/4/csm_Bakterienmechanismus-20260316-_MG_2636-ZVZ-350dpi_sRGB_296ed23875.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-273301</guid><pubDate>Wed, 22 Apr 2026 11:58:24 +0200</pubDate><title>CONCENTRATE: Kohlenstoffspeicherung im Ozean verstehen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/concentrate-kohlenstoffspeicherung-im-ozean-verstehen-273301/</link><description>Welche Mechanismen im marinen Kohlenstoffkreislauf steuern, wie Zuckermoleküle verstoffwechselt werden? Darum geht es bei einem Treffen des Transregio-Sonderforschungsbereich TRR 420 CONCENTRATE am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Vom 14. bis 17. April trafen sich rund 50 Forschende aus dem Konsortium, um ihre aktuellen Forschungsvorhaben zu diskutieren, sich zu vernetzen und weitere Formen der Zusammenarbeit sowie gegenseitige Unterstützung auszuloten.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Welche Mechanismen im marinen Kohlenstoffkreislauf steuern, wie Zuckermoleküle verstoffwechselt werden? Darum geht es bei einem Treffen des Transregio-Sonderforschungsbereich TRR 420 CONCENTRATE am MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Vom 14. bis 17. April trafen sich rund 50 Forschende aus dem Konsortium, um ihre aktuellen Forschungsvorhaben zu diskutieren, sich zu vernetzen und weitere Formen der Zusammenarbeit sowie gegenseitige Unterstützung auszuloten.</p><p>Der Transregio-Sonderforschungsbereich TRR 420 CONCENTRATE, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), untersucht, wie Kohlenstoff im Ozean gespeichert wird. Im marinen Kohlenstoffkreislauf werden Zuckermoleküle (Glykane), die von Algen produziert werden, eigentlich vollständig durch Bakterien und Pilze abgebaut. Überraschenderweise finden sich jedoch große Mengen dieser Verbindungen im Wasser und sogar am Meeresboden wieder.</p><p>CONCENTRATE geht der Frage nach, warum ein Teil dieses Kohlenstoffs dem Abbau entgeht und möglicherweise langfristig im Ozean gebunden wird, mit direkten Auswirkungen auf das Klima. Forschende der Universität Bremen, der Universität Greifswald, der Technischen Universität Berlin, des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde, des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam sowie des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen untersuchen dazu anhand von 14 Arbeitshypothesen die zugrunde liegenden Prozesse von der molekularen bis zur ökologischen Ebene.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Thomas Schweder&nbsp;<br>Sprecher des TRR 420 CONCENTRATE&nbsp;<br>Institut für Pharmazie, Pharmazeutische Biotechnologie&nbsp;<br>Felix-Hausdorff-Straße 3, 17489 Greifswald&nbsp;<br>Telefon +49 3834 420 4212&nbsp;<br><a href="mailto:schweder@uni-greifswald.de" class="mail-link">schweder@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Bremen</strong><br>Prof. Dr. Jan-Hendrik Hehemann&nbsp;<br>Co-Sprecher des TRR 420 CONCENTRATE&nbsp;<br>Fachbereich 2 Biologie/ Chemie &amp; MARUM:&nbsp;<br>Arbeitsgruppe Kohlenstoffspeicherung und Glykobiochemie&nbsp;<br>Leobener Straße 8, 28359 Bremen&nbsp;<br>Telefon +49 421 218 63072&nbsp;<br><a href="mailto:hehemann@uni-bremen.de" class="mail-link">hehemann@uni-bremen.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/c/a/csm_gruppenbild-concentrate-2026-300pdi-srgb-3000xnn_85f5e99886.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-273160</guid><pubDate>Tue, 21 Apr 2026 10:45:30 +0200</pubDate><title>Neue Stimme im Rektorat: Patrizia Grenz übernimmt Studentisches Prorektorat</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/neue-stimme-im-rektorat-patrizia-grenz-uebernimmt-studentisches-prorektorat-273160/</link><description>Mit Patrizia Grenz hat die Universität Greifswald seit dem 1. April 2026 eine neue studentische Prorektorin. Sie folgt auf Lukas Voigt, der sich nicht erneut zur Wahl gestellt hatte und aus dem Amt ausgeschieden ist.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Mit Patrizia Grenz hat die Universität Greifswald seit dem 1. April 2026 eine neue studentische Prorektorin. Sie folgt auf Lukas Voigt, der sich nicht erneut zur Wahl gestellt hatte und aus dem Amt ausgeschieden ist.</p><p>Patrizia Grenz möchte die Studiensituation an der Universität aktiv mitgestalten und setzt dabei klare inhaltliche Schwerpunkte. Ein besonderes Anliegen ist ihr die stärkere Unterstützung von Erstakademiker*innen. „Meine Priorität ist, Unterstützungs- und Beratungsangebote für Erstakademikerinnen zu etablieren“, erklärt sie. Geplant ist unter anderem eine Zusammenarbeit mit der Initiative ArbeiterKind.de.</p><p>Auch beim Nachteilsausgleich sieht die Jurastudentin Verbesserungsbedarf. Zwar existierten entsprechende Regelungen bereits, in der praktischen Umsetzung gebe es jedoch noch Defizite, die sie angehen wolle. Darüber hinaus nennt sie studentisches Wohnen, gute Lehre und faire Studienbedingungen als zentrale Themen ihrer Amtszeit. Gerade bei Studienreformen müsse stärker darauf geachtet werden, die Interessen der Studierenden angemessen zu berücksichtigen.</p><p>Die ersten Wochen im Amt beschreibt Grenz als intensiv und lehrreich. Viele Abläufe und Zuständigkeiten erschlössen sich erst nach und nach, gleichzeitig entstünden bereits erste Ansatzpunkte für neue Projekte. Besonders freue sie sich auf die Zusammenarbeit mit engagierten Kolleg*innen sowie darauf, eigene Ideen umzusetzen und „wirklich sichtbare Veränderungen auf den Weg zu bringen“.</p><p>Ihr Vorgänger Lukas Voigt hatte das Amt in den vergangenen Jahren maßgeblich geprägt und strukturell weiterentwickelt. Schwerpunkte seiner Amtszeit lagen unter anderem auf der Stärkung der Studieneingangsphase sowie auf Initiativen im Bereich studentischen Wohnens.<br>Viele der angestoßenen Projekte seien langfristig angelegt, betont Voigt: „Ich würde sagen, dass wir auf einem guten Weg sind, die Studieneingangsphase nachhaltig zu stärken.“ Auch beim Thema Wohnraum sei es gelungen, „Aufmerksamkeit zu schaffen und konkrete Projekte anzustoßen“.</p><p>Mit Blick auf die Rolle der Studierenden unterstreicht Voigt die Bedeutung von Engagement in der Hochschulpolitik: „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, dass sich Studierende einbringen und die Hochschule mitgestalten.“</p><p>Mit Patrizia Grenz übernimmt die dritte Person das Studentische Prorektorat seit seiner Einführung im Jahr 2022 – erstmals wird das Amt von einer Frau bekleidet.<br><br><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das studentische Prorektorat wurde 2022 eingerichtet und dient als zentrale Anlaufstelle für studentische Anliegen im Rektorat. Gewählt wird die Position jährlich durch den Akademischen Senat.</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Patrizia Grenz<br>Studentische Prorektorin<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1194<br><a href="mailto:prorektor-studierende@uni-greifswald.de" class="mail-link">prorektor-studierende@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/9/8/csm_Portrait_Patrizia_Grenz-20260408-_MG_3554-ZVZ-350dpi_sRGB_2157fcb559.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-272945</guid><pubDate>Mon, 20 Apr 2026 10:28:04 +0200</pubDate><title>Peinlich, aber nützlich: Warum Scham ein evolutionärer Schutzmechanismus ist</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/peinlich-aber-nuetzlich-warum-scham-ein-evolutionaerer-schutzmechanismus-ist-272945/</link><description>Sie ist unangenehm, ungewohnt und kommt oft überraschend: Scham. Doch wieso empfinden wir sie? Eine neue internationale Studie, an der Forschende der Universität Greifswald mitgewirkt haben, hat die lange als schädlich angesehene Emotion der Scham neu beleuchtet. Das Ergebnis: Scham ist nicht nur ein lästiges Gefühl, sondern erfüllt möglicherweise eine wichtige Funktion. Als evolutionärer Schutzmechanismus kann sie uns helfen, unseren sozialen Ruf zu schützen. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Sie ist unangenehm, ungewohnt und kommt oft überraschend: Scham. Doch wieso empfinden wir sie? Eine neue internationale Studie, an der Forschende der Universität Greifswald mitgewirkt haben, hat die lange als schädlich angesehene Emotion der Scham neu beleuchtet. Das Ergebnis: Scham ist nicht nur ein lästiges Gefühl, sondern erfüllt möglicherweise eine wichtige Funktion. Als evolutionärer Schutzmechanismus kann sie uns helfen, unseren sozialen Ruf zu schützen. </p><p>Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Greifswald hat für die Studie „Cross-cultural evidence that shame is a defense against reputational damage“ untersucht, unter welchen konkreten Bedingungen Menschen besonders starke Scham empfinden. Bisher gilt Scham häufig als belastende und schädliche Emotion, die mit Gefühlen von Unterlegenheit einhergeht und zu Vermeidung und Feindseligkeit führen kann.</p><p><strong>Kein Zufall: Scham reagiert auf konkrete Risiken</strong><br>Doch nun liefern die Ergebnisse der Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift <em>Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS)</em> veröffentlicht wurden, einen neuen Blickwinkel: Scham wirkt als feiner sozialer Kompass, der uns signalisiert, wann Menschen mit ihren Handlungen das Risiko eingehen, von anderen abgewertet zu werden. Als psychologischer Mechanismus soll Scham dabei helfen, mögliche Reputationsschäden zu vermeiden und ist somit nicht nur unangenehm, sondern auch funktional. Ähnlich wie physischer Schmerz, der uns vor körperlichen Verletzungen bewahrt, wie der unbedachte Griff auf eine heiße Herdplatte, hilft Scham dabei, zukünftig vorsichtiger zu sein.</p><p>Unter der Leitung von Erstautor Dr. Yiftach Argaman, Institut für Psychologie der Universität Greifswald, untersuchte das Team die Empfindungen von Probanden aus sechs Ländern, darunter die USA, Niederlande, Portugal, Spanien, Japan und China sowie innerhalb der USA zwei kulturell gegensätzliche Regionen. Für die Studie lasen die Teilnehmenden kurze Szenarien über persönliche Misserfolge, etwa zu schlechten Testergebnissen oder zu mangelnden Kompetenzen in Bezug auf bestimmte Fähigkeiten. Anschließend bewerteten sie, wie stark sie sich in jeder Situation schämen würden. Dabei zeigte sich ein klares Muster über alle geographischen Standorte hinweg: Menschen empfinden Scham stärker, wenn ein Fehler schwerwiegend ist, d. h. insbesondere bei Fähigkeiten, die gesellschaftlich sehr geschätzt sind wie z. B. Intelligenz oder Kommunikationsfähigkeit. Zudem wird Scham intensiver wahrgenommen, wenn ein verursachter Fehler öffentlich sichtbar ist und von anderen beobachtet wird. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Scham sehr präzise auf Situationen reagiert, in denen der eigene soziale Ruf bedroht ist“, erklärt Argaman. „Sie scheint uns dabei zu helfen, die potenziellen sozialen Kosten eines Fehlers einzuschätzen – fast wie ein psychologisches Warnsystem.“&nbsp;</p><p><strong>Scham als unsichtbares Schild gegen Ausgrenzung</strong><br>Scham wird von den Forschenden als Teil eines psychologischen Systems gedeutet, das Menschen hilft, mit einer zentralen Herausforderung in sozialen Gemeinschaften umzugehen: dem Risiko, von anderen abgewertet zu werden. „Wenn andere Menschen jemanden als weniger kompetent, weniger vertrauenswürdig oder weniger kooperativ wahrnehmen, kann dies dazu führen, dass sie weniger Unterstützung bieten oder eher bereit sind, dieser Person zu schaden. In solchen Situationen kann Scham dazu beitragen, potenziell schädliches Verhalten zu vermeiden, Informationen über eigene Fehler zu verbergen oder zu begrenzen oder auch den eigenen sozialen Status wiederherzustellen“, sagt Argaman.&nbsp;</p><p>Obwohl die untersuchten Länder große kulturelle Unterschiede aufweisen – insbesondere zwischen China, den Niederlanden und den USA –, fand sich bei allen ein ähnliches Muster: Unabhängig von Herkunft und Wertvorstellungen reagierten die Menschen weltweit ähnlich auf die beiden Schlüsselfaktoren: die Schwere des Fehlers und seine öffentliche Sichtbarkeit für andere. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass grundlegende Mechanismen der Scham weitestgehend universell sind“, betont Argaman. „Kulturelle Normen beeinflussen vielleicht, wie intensiv Scham erlebt wird oder wie man damit umgeht, doch der Trigger bleibt derselbe. Auch wenn Scham schmerzhaft ist, kann sie letztendlich hilfreich sein, um soziales Verhalten zu regulieren.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p><a href="https://psychologie.uni-greifswald.de/emotion-motivation/" target="_blank" class="external-link">Link zum Forschungsbereich Emotion &amp; Motivation</a>&nbsp;</p><p>Teile der Forschung wurden durch Förderungen der Israel Science Foundation (ISF) und des japanischen Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) unterstützt.<br><br><em>Publikation</em>:&nbsp;Y. Argaman, D. Sznycer, J. Crusius, F. van Leeuwen, Y. Ohtsubo, H. Ishihara, J. Zhuang, Q. Zhou, T. Castelain, F. Neto, J. Neto, &amp; A. Kron, Cross-cultural evidence that shame is a defense against reputational damage, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 123 (13) e2526787123, <a href="https://doi.org/10.1073/pnas.2526787123" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1073/pnas.2526787123</a> &nbsp;(2026).&nbsp;</p><p><br><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Dr. Yiftach Argaman<br>Institut für Psychologie<br>Franz-Mehring-Straße 47, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3782<br><a href="mailto:iftach.argaman@uni-greifswald.de" class="mail-link">iftach.argaman@uni-greifswald.de</a><br><a href="https://www.linkedin.com/in/yiftach-argaman-12988461/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.linkedin.com/in/yiftach-argaman-12988461/</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/04-2026-Medienfotos/Collage-Scham-Symbolfoto-Unsplash.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-272621</guid><pubDate>Thu, 16 Apr 2026 12:40:16 +0200</pubDate><title>Bundesverdienstkreuz für Greifswalder Fennistik-Professor Marko Pantermöller</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/bundesverdienstkreuz-fuer-greifswalder-fennistik-professor-marko-pantermoeller-272621/</link><description>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh Prof. Dr. Marko Pantermöller von der Universität Greifswald den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Die Ordensverleihung fand am 16. April 2026 in Stralsund statt. Geehrt wurde der Fennistik-Professor als „einer der herausragenden Akteure und Brückenbauer“ in der Zusammenarbeit mit den nordischen Ländern.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh Prof. Dr. Marko Pantermöller von der Universität Greifswald den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Die Ordensverleihung fand am 16. April 2026 in Stralsund statt. Geehrt wurde der Fennistik-Professor als „einer der herausragenden Akteure und Brückenbauer“ in der Zusammenarbeit mit den nordischen Ländern.</p><p>Wer in Deutschland Fennistik studiert, kommt an Marko Pantermöller kaum vorbei. Denn er hat an der Universität Greifswald die einzige Professur für Fennistik dieses Landes inne. Er lehrt Sprache, Kultur und Literatur Finnlands. Doch er lebt seine Leidenschaft weit über den Hörsaal hinaus.</p><p>In der Zusammenarbeit mit den nordischen Ländern gilt Pantermöller als treibende Kraft. Er vernetzt Wissenschaftler*innen, initiiert Projekte und pflegt enge Kontakte in den Ostseeraum. Dabei bleibt es nicht beim akademischen Austausch. Pantermöller hat auch die Öffentlichkeit im Blick und schlägt Brücken in die Gesellschaft. Seine Beweggründe? „Nach einer ersten allgemeinen Begeisterung für den Norden erlangte ich in meinem Studium der Fennistik und Skandinavistik reflektiertes Wissen darüber, was hinter den zahlreichen Erfolgsgeschichten der offenen nordeuropäischen Gesellschaften steckt. Zugleich ermöglichten mir die sprachlichen Fertigkeiten einen vertieften und privilegierten Zugang zu den in den nordeuropäischen Ländern gelebten Kulturen“, sagt Pantermöller. „Dieses Wissen und die Faszination zu teilen, wurde mir deshalb schon früh zu einem inneren Bedürfnis.“</p><p>Ein zentrales Forum dafür ist der Kulturverein „Nordischer Klang“, in dem er sich seit 16 Jahren auch im Vorstand engagiert. Der Verein richtet jeden Mai in Greifswald ein Festival für Musik und Kunst aus Nordeuropa aus. In diesem Jahr wird es bereits zum 35. Mal stattfinden. Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Wissenschaft – das Programm bringt Studierende und Bürger*innen direkt mit Künstler*innen zusammen. Das ist die größte alljährliche Genre-übergreifende Veranstaltung in Deutschland, bei der Musik, Kunst und Literatur aus Skandinavien, Finnland und Estland im Mittelpunkt stehen</p><p>Auch in der Literaturförderung setzt Pantermöller Akzente. Als geschäftsführender Vorstand der Hans Werner Richter-Stiftung ist er Mitorganisator internationaler Autorentreffen. Die Stiftung lädt jährlich junge Autor*innen aus den Ostseeanrainerstaaten nach Greifswald ein und knüpft damit seit 25 Jahren an die Tradition des Begründers der Gruppe 47 an. Der Austausch über Grenzen hinweg steht im Mittelpunkt. Hinzu kommen weitere Ehrenämter und Initiativen. „Die höchste Anerkennung der Bundesrepublik für Prof. Dr. Marko Pantermöller ist ein Tribut an sein Engagement, das Studierende direkt bereichert und die Universität Greifswald als eine führende Institution im Ostseeraum sichtbar macht“, sagt Rektorin Prof. Dr. Katharina Riedel.&nbsp;</p><p>„Der Moment der hohen Ehrung erfüllte mich vor allem mit Dankbarkeit, Dankbarkeit denen gegenüber, mit denen ich in Vereinen, Netzwerken und Projekten zusammenarbeiten darf“, so Pantermöller, der Europa nicht als abstrakte Idee versteht, sondern als Aufgabe. Er wirbt für Begegnung, Dialog und Zusammenarbeit „damit Europa weiter zusammenwächst und Völkerverständigung gelebt wird“, so das Bundespräsidialamt.<br>Zu den ersten Gratulanten gehörte der Botschafter von Finnland, S.E. Kai Sauer, der in seinem Glückwunschschreiben für „den unschätzbaren Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen zwischen Finnland, Deutschland und den nordischen Ländern“ dankte und hervorhob, dass der Geehrte das Bild Finnlands in Deutschland nachhaltig und positiv zu präge.<br><br><strong>Weitere Informationen</strong><br>Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird an in- und ausländische Bürger*innen für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung in Deutschland und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden.<br><a href="https://www.nordischerklang.de/home" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nordischer Klang</a><br><a href="https://richter-stiftung.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Hans &nbsp;Werner Richter-Stiftung</a>&nbsp;</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Marko Pantermöller<br>Institut für Fennistik und Skandinavistik<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 3, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 3611<br><a href="mailto:panter@uni-greifswald.de" class="mail-link">panter@uni-greifswald.de</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><category>news rektorat</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/3/e/csm_Bundesverdienstkreu_Prof_Pantermoeller_II_15742fb7d9.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-272582</guid><pubDate>Thu, 16 Apr 2026 10:05:59 +0200</pubDate><title>Verdienstorden für Greifswalder Nierenforscherin: Prof. Nicole Endlich wird für ihr wissenschaftliches und gesellschaftliches Engagement geehrt</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/verdienstorden-fuer-greifswalder-nierenforscherin-prof-nicole-endlich-wird-fuer-ihr-wissenschaftliches-und-gesellschaftliches-engagement-geehrt-272582/</link><description>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete gestern die Nierenforscherin Prof. Nicole Endlich mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Er würdigte damit ihre unermüdliche Arbeit auf der Suche nach besserer Hilfe für Menschen mit Nierenerkrankungen. Prof. Nicole Endlich von der Universitätsmedizin Greifswald verbindet Grundlagenforschung mit der Verbesserung von Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten. Zugleich setzt sie sich für die Verbesserung der Nierenforschung insgesamt ein und treibt Innovationen auch als Unternehmensgründerin voran. Für ihr vielschichtiges Engagement nahm sie gestern in Stralsund das so genannte Bundesverdienstkreuz entgegen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete gestern die Nierenforscherin Prof. Nicole Endlich mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Er würdigte damit ihre unermüdliche Arbeit auf der Suche nach besserer Hilfe für Menschen mit Nierenerkrankungen. Prof. Nicole Endlich von der Universitätsmedizin Greifswald verbindet Grundlagenforschung mit der Verbesserung von Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten. Zugleich setzt sie sich für die Verbesserung der Nierenforschung insgesamt ein und treibt Innovationen auch als Unternehmensgründerin voran. Für ihr vielschichtiges Engagement nahm sie gestern in Stralsund das so genannte Bundesverdienstkreuz entgegen.</p><p>Prof. Nicole Endlich ist seit Jahrzehnten Treiberin in der Nierenforschung und dafür weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns und der Bundesrepublik hinaus bekannt. Erst im Januar dieses Jahres baute sie eine transatlantische Kooperation mit der University of Texas Medical Branch im texanischen Galveston auf. Der Delegationsreise ging die Entdeckung eines Teams unter Leitung von Prof. Endlich am Institut für Anatomie und Zellforschung voraus. Die Wissenschaftler forschten an sogenannten Exosomen, die als winzige, natürliche Transportkapseln sicher und effizient RNA-Moleküle in die Zellen transportieren können. Das Verfahren birgt langfristig großes Potential zur Entwicklung neuer RNA-basierter Therapieansätze. Bei ihrem Forschungsteam handelte es sich um die erste Arbeitsgruppe weltweit, die ein derartiges Verfahren erfolgreich an Nierenzellen realisieren konnte. Die Arbeit erhielt zudem von der Anatomische Gesellschaft einen Preis als herausragende wissenschaftliche Publikation.</p><p>Endlich geht an ihrem Institut die neuen Wege, um die Wissenschaft zur Nierenforschung voranzutreiben. Vor einigen Jahren entwickelte ihr Institut die sogenannte PEMP-Methode, um auch die feinsten Strukturen der Niere sichtbar zu machen. Hohe Geschwindigkeit, Genauigkeit und Standardisierbarkeit – das mache die PEMP-Methode im Vergleich zu klassischen Verfahren so besonders, so Endlich. Das Ergebnis: eine bessere Diagnostik und eine schnellere und präzisere Forschung für Medikamente.</p><p>Die Nierenforschung ist gerade in Mecklenburg-Vorpommern von besonderer Relevanz. Hier im Bundesland liegt der Anteil von Menschen mit chronischen Nierenerkrankungen mit 17 Prozent signifikant über dem Bundesdurchschnitt von 10 Prozent. In Greifswald hat sie schon vor Jahren einen Nierentag mit internationaler Fachbeteiligung und dazugehörender Spenden-Party etabliert, während der sie regelmäßig als DJane auflegt.</p><p>Prof. Nicole Endlich lehrt und forscht seit 2005 in Greifswald. Sie kam von der Universität Heidelberg, wo sie Chemie studiert, promoviert und sich in Anatomie und Zellbiologie habilitiert hat. 2018 rief sie den Nordverbund Niere „Save the Kidney” e. V. ins Leben; im Folgejahr gründete sie gemeinsam mit ihrem Sohn das Startup Nipoka GmbH.</p><p>„Nicole Endlich ist eine leidenschaftliche und herausragende Forscherin, die den Nutzen für die Patientinnen und Patienten jederzeit klar vor Augen hat“, betont Prof. Klaus Hahnenkamp, stellvertretender Ärztlicher Vorstand der Unimedizin: „Sie ist Netzwerkerin im allerbesten Sinne und damit eine herausragende Kämpferin für alle Menschen, die von einer Nierenerkrankung betroffen sind. Der gesamte Vorstand gratuliert ihr sehr herzlich zu dieser Auszeichnung, über die wir nur sagen können: Die hat sie verdient.“</p><p><strong>Quelle</strong><br>Medieninformation der Universitätsmedizin Greifswald (16.04.2026)</p><p><strong>Kontakt an der Universitätsmedizin Greifswald</strong><br>Christian Arns<br>Pressesprecher &amp; Leiter der Stabsstelle Kommunikation und Marketing<br>Walther-Rathenau-Straße 46, 17475 Greifswald<br>Telefon +49 3834 86 5288<br><a href="mailto:christian.arns@med.uni-greifswald.de" class="mail-link">christian.arns@med.uni-greifswald.de</a><br><a href="http://www.medizin.uni-greifswald.de/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.unimedizin-greifswald.de</a></p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>--- ext. Suche ausschließen ---</category><category>Medieninformationen</category><category>Forschung</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/f/5/csm_UM-Prof-DrNicole-Endlich-20252912-Portrait-hm-umg-300pdi-srgb-3000xnn_b67c154c1c.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-272558</guid><pubDate>Thu, 16 Apr 2026 09:00:49 +0200</pubDate><title>Wenn das Meer sein Licht verliert: Greifswalder Forschende bringen juristische Perspektive auf ein unterschätztes Umweltproblem an </title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wenn-das-meer-sein-licht-verliert-greifswalder-forschende-bringen-juristische-perspektive-auf-ein-unterschaetztes-umweltproblem-an-272558/</link><description>Das Licht im Meer verändert sich. Küsten leuchten heller, Wasser wird trüber. Was für Badegäste kaum sichtbar ist, trifft Algen, Fische und Plankton mit voller Wucht. Das internationale Forschungsprojekt ISOLUME (IndicatorS Of changing Lightscapes in Under-water Marine Ecosystems) untersucht, wie sich die Lichtverhältnisse in europäischen Meeren wandeln – und was das für die Ökosysteme bedeutet. Das Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) der Universität Greifswald unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Schlacke untersucht, wie nationale, europäische und internationale Regelwerke mit Lichtverschmutzung umgehen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Das Licht im Meer verändert sich. Küsten leuchten heller, Wasser wird trüber. Was für Badegäste kaum sichtbar ist, trifft Algen, Fische und Plankton mit voller Wucht. Das internationale Forschungsprojekt ISOLUME (IndicatorS Of changing Lightscapes in Under-water Marine Ecosystems) untersucht, wie sich die Lichtverhältnisse in europäischen Meeren wandeln – und was das für die Ökosysteme bedeutet. Das Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) der Universität Greifswald unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Schlacke untersucht, wie nationale, europäische und internationale Regelwerke mit Lichtverschmutzung umgehen.</p><p>Im Zentrum des durch <strong>JPI Oceans</strong> im Rahmen der Joint Action „Changing Marine Lightscapes“ geförderten internationalen Projektes ISOLUME stehen Lichtlandschaften unter Wasser. Sie bestimmen, wie tief Sonnenlicht ins Meer dringt, wie Pflanzen Photosynthese betreiben und wie Tiere jagen oder sich orientieren. Doch diese Lichtlandschaften geraten aus dem Gleichgewicht. Zwei Entwicklungen treiben den Wandel voran. Erstens: künstliche Beleuchtung an Küsten, in Häfen und Städten. Sie strahlt weit aufs Meer hinaus und erhellt die Nacht. Zweitens: die zunehmende Trübung vieler Küstengewässer, auch „coastal darkening“ genannt. Schwebstoffe, Nährstoffe und Algenblüten dämpfen das natürliche Licht. Das Wasser wird dunkler. Beides verändert die Lebensbedingungen im Meer grundlegend. Manche Organismen verlieren ihre natürlichen Tag-Nacht-Rhythmen. Andere erhalten weniger Licht für die Photosynthese. Nahrungsketten können sich verschieben, Arten verdrängt werden. Die Folgen sind komplex – und bislang nur in Ansätzen verstanden.</p><p><strong>Forschung über Grenzen hinweg</strong><br>Hier setzt ISOLUME an. Ein internationales Konsortium mit Beteiligten aus mehreren europäischen Ländern analysiert historische Daten, führt Feldmessungen durch und entwickelt Modelle. Die Forschenden untersuchen, wie sich Lichtverhältnisse in verschiedenen Meeresregionen über lange Zeiträume verändert haben. Sie fragen: Welche physikalischen Prozesse spielen eine Rolle? Welche ökologischen Rückkopplungen entstehen? Und welchen Anteil hat der Mensch?</p><p>Das Projekt verbindet Natur- und Sozialwissenschaften. Es misst nicht nur Lichtintensitäten und Wassertrübungen, sondern nimmt auch politische und rechtliche Rahmenbedingungen in den Blick. Denn künstliches Licht ist kein Naturereignis, sondern Folge menschlicher Entscheidungen.</p><p><strong>Rechtliche Lücken im Umgang mit Lichtverschmutzung</strong><br>Eine zentrale Rolle bezüglich der juristische Einordnung spielt das Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) der Universität Greifswald. Unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Schlacke untersucht ein rechtswissenschaftliches Teilprojekt, wie nationale, europäische und internationale Regelwerke mit Lichtverschmutzung umgehen. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Melina Bartmuß analysiert bestehende Vorgaben und sucht nach Lücken. „Bislang konzentriert sich Umweltrecht vor allem auf Schadstoffe, Lärm oder Überfischung“, sagt Melina Bartmuß. „Licht als Belastungsfaktor für marine Ökosysteme bleibt oft unscharf geregelt.“ Das Greifswalder Team will das ändern. Prof. Dr. Sabine Schlacke ergänzt: „Wir entwickeln Vorschläge, wie Politik und Verwaltung künstliches Licht besser steuern können – etwa durch strengere Vorgaben für Küstenbeleuchtung oder durch die Integration neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in bestehende Schutzinstrumente.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das Projekt ISOLUME wird im Rahmen der JPI Oceans Joint Action „Changing Marine Lightscapes“ gefördert und durch einen gemeinsamen Förderaufruf nationaler Förderorganisationen finanziert. Die Laufzeit erstreckt sich von Juli 2025 bis Juni 2028.<br>Deutschland übernimmt mit dem Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) die federführende Rolle. Weitere Projektpartner sind die University of Plymouth und das Plymouth Marine Laboratory (Vereinigtes Königreich), das Norwegian Institute for Water Research sowie die Universität Bergen (Norwegen), das Institut für Ozeanologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften (Polen), die University of Galway (Irland) sowie die University of Malta (Malta).<br><a href="https://jpi-oceans.eu/en/isolume" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Weitere Informationen zum Projekt</a></p><p><strong>Ansprechpartnerinnen an der Universität Greifswald&nbsp;</strong></p><p>Prof. Dr. Sabine Schlacke<br>Öffentliches Recht, insb. Verwaltungs- und Umweltrecht<br>Institut für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS)<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2100<br><a href="mailto:sabine.schlacke@uni-greifswald.de" class="mail-link">sabine.schlacke@uni-greifswald.de</a></p><p>Melina Bartmuß<br>Öffentliches Recht, insb. Verwaltungs- und Umweltrecht<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br><a href="mailto:melina.bartmuss@uni-greifswald.de" class="mail-link">melina.bartmuss@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/d/c/csm_symbolbild-lichtverschmuzung-AdobeStock-287557768-JT_Jeeraphun-300pdi-srgb-3000xnn_f465448a30.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-271304</guid><pubDate>Wed, 08 Apr 2026 13:24:20 +0200</pubDate><title>Wissenschaftsplattform Klimaschutz (WPKS) veröffentlicht Politikpapier zu Klimaanpassungen</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/wissenschaftsplattform-klimaschutz-wpks-veroeffentlicht-politikpapier-zu-klimaanpassungen-271304/</link><description>„Klimaanpassung im föderalen System – Planung, Koordination, Finanzierung“ ist der Titel eines neuen Politikpapiers, welches die WPKS kürzlich veröffentlichte. Daran hat Prof. Dr. Sabine Schlacke von der Universität Greifswald mitgewirkt. Die Juristin mit Schwerpunkt Umweltrecht brachte die finanzverfassungs- und staatsorganisationsrechtliche Perspektive in das Politikpaper ein.  </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>„Klimaanpassung im föderalen System – Planung, Koordination, Finanzierung“ ist der Titel eines neuen Politikpapiers, welches die WPKS kürzlich veröffentlichte. Daran hat Prof. Dr. Sabine Schlacke von der Universität Greifswald mitgewirkt. Die Juristin mit Schwerpunkt Umweltrecht brachte die finanzverfassungs- und staatsorganisationsrechtliche Perspektive in das Politikpaper ein.  </p><p>„Der anthropogene Klimawandel schreitet weiter voran und seine Auswirkungen auf Menschen, Ökosysteme und Infrastruktur sind auch in Deutschland bereits vielerorts sicht- und spürbar“, so Prof. Dr. Karen Pittel, Mitglied des Lenkungskreises der WPKS. Vor diesem Hintergrund reiche es nicht mehr aus, sich ausschließlich auf die Reduktion von Emissionen zu konzentrieren, wenngleich diese natürlich weiterhin zentral bleiben müsse. Notwendig sei auch, Maßnahmen und Strategien für den Umgang mit bereits unvermeidbaren klimatischen Veränderungen und den daraus entstehenden zukünftigen Klimarisiken zu entwickeln. Dr. Sonja Baron vom BMFTR ergänzt: „Die Folgen des Klimawandels betreffen längst unseren Alltag. Deshalb ist Anpassung an den Klimawandel mehr als nur Vorsorge. Sie bedeutet aktives Risikomanagement und stärkt die Resilienz und Sicherheit unserer Gesellschaft insgesamt. Wenn wir heute in widerstandsfähige Strukturen investieren, schützen wir Menschen, Wirtschaft und Infrastruktur auch für die Zukunft.“ Anpassung sei daher eine von drei essentiellen Säulen der Klimapolitik neben Klimaschutz, also Emissionsvermeidung, und CO<sub>2</sub>-Entnahme aus der Atmosphäre.</p><p>In ihrem&nbsp;<a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260323_politikpapier-wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Politikpapier</a> und&nbsp;<a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260327_gutachten_wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Gutachten</a> formuliert die WPKS 18 Handlungs- und Forschungsempfehlungen zur Klimaanpassung im föderalen System mit Fokus auf Planung, Koordination und Finanzierung sowie zur Verknüpfung von Klimaanpassung und CO<sub>2</sub>-Entnahme. Die Greifswalder Umweltrechtlerin Sabine Schlacke sagt dazu: „Das Bundes-Klimaanpassungsgesetz verpflichtet Bund, Länder und Kommunen zur Erstellung von Klimarisikoanalysen sowie von Anpassungsstrategien und -konzepten. Für die Koordination dieser unterschiedlichen Planungen ist es wichtig, Anpassungsplanungen zu standardisieren und vor allem an einheitlichen Annahmen zur Temperaturentwicklung auszurichten.“ Für die Finanzierung der Klimaanpassung sollte laut Schlacke die Einführung einer neuen Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung diskutiert werden: „Sie eignet sich aufgrund ihres ebenenübergreifenden Finanzierungsansatzes besonders gut, bedarf allerdings einer Grundgesetzänderung.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong></p><p>Prof. Dr. Sabine Schlacke ist geschäftsführende Direktorin des Instituts für Energie-, Umwelt- und Seerecht (IfEUS) sowie Professorin für Öffentliches Recht, insb. Verwaltungs- und Umweltrecht an der Universität Greifswald. Sie ist Mitglied des Lenkungskreises der Wissenschaftsplattform Klimaschutz (WPKS). Dieses ist ein unabhängiges Gremium, das sich aus Expert*innen verschiedener Fachrichtungen zusammensetzt. Ihre Aufgabe ist es, die Bundesregierung auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele bis 2030 und zur Klimaneutralität bis 2045 wissenschaftlich zu begleiten. Dafür erarbeitet die WPKS Forschungs- und Politikempfehlungen für wirksamen Klimaschutz und entwickelt Vorschläge für vorausschauende Reaktionen auf den fortschreitenden Klimawandel.&nbsp;</p><p>Politikpaper: <a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260323_politikpapier-wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Klimaanpassung im föderalen System - Planung, Koordination, Finanzierung&nbsp; &nbsp; &nbsp;</em></a><br><a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260323_politikpapier-wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" rel="noreferrer">Politikpapier der Wissenschaftsplattform Klimaschutz | WPKS</a><br>Gutachten: <a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260327_gutachten_wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer"><em>Klimaanpassung im föderalen System - Planung, Koordination, Finanzierung&nbsp; &nbsp; &nbsp;</em></a><br><a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260327_gutachten_wpks_klimaanpassung-im-foederalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" rel="noreferrer">Gutachten der Wissenschaftsplattform Klimaschutz | WPKS&nbsp;</a><br><strong>Pressemitteilung der WPKS vom 23.03.2026</strong>: <a href="https://www.wissenschaftsplattform-klimaschutz.de/veroeffentlichungen/klimaanpassung-im-foderalen-system-planung-koordination-finanzierung/20260323_pressemitteilung_wpks_politikpapier_klimaanpassung-im-foderalen-system.pdf/@@download/file" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Pressemitteilung: Wissenschaftsplattform Klimaschutz (WPKS) veröffentlicht Politikpapier zu „<em>Klimaanpassung im föderalen System – Planung, Koordination, Finanzierung</em>“ | WPKS</a></p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Sabine Schlacke<br>Öffentliches Recht<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2100<br><a href="mailto:sabine.schlacke@uni-greifswald.de" class="mail-link">sabine.schlacke@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/d/7/csm_portrait-prof-sabine-schlacke-20211028DSC04066-LS_350dpi_sRGB_01_2baafe2633.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-271085</guid><pubDate>Tue, 07 Apr 2026 09:59:28 +0200</pubDate><title>Aus Genomen Wissen generieren: Greifswalder Forscherin erhält DFG-Förderung</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/aus-genomen-wissen-generieren-greifswalder-forscherin-erhaelt-dfg-foerderung-271085/</link><description>Wie lässt sich aus einer großen Menge an genomischen Daten nützliches Wissen gewinnen? Dieser Frage widmet sich PD Dr. Katharina Hoff an der Universität Greifswald. Ihre Forschung zielt darauf ab, die automatische Vorhersage von Genen in Genomen mithilfe von maschinellen Lernverfahren zu verbessern. Mit der kürzlichen Aufnahme in das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhält sie Unterstützung, eine unabhängige Arbeitsgruppe aufzubauen.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Wie lässt sich aus einer großen Menge an genomischen Daten nützliches Wissen gewinnen? Dieser Frage widmet sich PD Dr. Katharina Hoff an der Universität Greifswald. Ihre Forschung zielt darauf ab, die automatische Vorhersage von Genen in Genomen mithilfe von maschinellen Lernverfahren zu verbessern. Mit der kürzlichen Aufnahme in das Heisenberg-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhält sie Unterstützung, eine unabhängige Arbeitsgruppe aufzubauen.</p><p>Hoff richtet als Bioinformatikerin ihren Schwerpunkt auf die Verbesserung und Automatisierung der Genomannotation, d. h. sie will computergestützt herausfinden, welche Teile einer DNA-Sequenz welche biologische Funktion aufweisen. Dabei konzentriert sie sich auf die automatisierte Vorhersage von proteinkodierenden Genen in Genomen. Im Rahmen der DFG-Förderung plant sie ihre Vision einer Foundation Model-basierten Revolution umzusetzen. „Im Fokus steht für mich die Entwicklung eines umfassenden Annotationssystems für Millionen eukaryotischer Genome, d. h., wir wollen eine Softwarelösung entwickeln, die nicht nur einzelne DNA-Sequenzen analysiert, sondern Millionen verschiedener Organismen in einem gemeinsamen, standardisierten System verarbeiten kann. Dabei sollen nicht nur die Positionen der Gene in den Genomen, sondern auch deren biologische Funktion sowie die Position und Funktion repetitiver Elemente bestimmt werden. Das wäre ein Durchbruch, denn bisher fehlt oft eine einheitliche und zuverlässige Methode, um aus dieser Datenflut nützliche Erkenntnisse zu gewinnen.“</p><p><strong>Neue Methoden für die Analyse von Millionen Genomen</strong><br>Mit über 1,5 Millionen eukaryotischen Spezies – Organismen wie Pilze, Pflanzen, Tiere und Menschen –, die im Rahmen des internationalen Großforschungsprojekts Earth BioGenome Project (EBP) sequenziert werden sollen, stoßen bisherige Methoden schnell an ihre Grenzen. „Wir haben nicht nur sehr viele, sondern auch sehr komplexe Daten“, sagt Hoff. „Traditionelle Methoden können da vor allem für Spezies, die bisher in den Genomdatenbanken unterrepräsentiert sind, nicht mithalten. Daher setzen wir auf Foundation Modelle, die man sich so ähnlich vorstellen kann, wie die Grundlage populärer ChatBots, nur für Genomdaten statt natürlicher Sprache, und weitere maschinelle Lernverfahren.“&nbsp;</p><p>Neue Ansätze aus dem Bereich des Deep Learning, wie das an der Universität Greifswald entwickelte Tool „Tiberius“, könnten die Genauigkeit der Genvorhersage deutlich verbessern. Dennoch fehlt für den größten Teil der bislang generierten Genomdaten eine systematische Beschreibung der Inhalte. „Ohne skalierbare neue Methoden bleibt viel Potenzial ungenutzt“, betont die Bioinformatikerin. „Eine verbesserte Genvorhersage hat direkte Auswirkungen auf die Entwicklung neuer Medikamente, die Resistenz von Pflanzen gegenüber Krankheiten oder den Schutz gefährdeter Arten. Wir wollen nicht nur Daten erzeugen, sondern daraus nützliche Erkenntnisse gewinnen – für die Wissenschaft, aber auch für die Gesellschaft.“</p><p><strong>Heisenberg-Projekt stärkt die Genomforschung in Greifswald</strong><br>Als Expertin für die Analyse eukaryotischer Genomdaten hat sich Hoff international einen Namen gemacht. Zu ihren wichtigsten Entwicklungen gehören die Software-Pipelines BRAKER und Galba. So wurde BRAKER bereits über 4400 Mal laut Google Scholar zitiert und mehr als 39&nbsp;000 Mal als Software-Tool bei Github heruntergeladen. Doch nun geht es um mehr: nicht nur einzelne Gene zu finden, sondern systematisch alle Genstrukturen und ‑funktionen für Millionen von Arten zu identifizieren und auszuwerten.&nbsp;</p><p>Dabei hat sich Hoff für die Heisenberg-Förderung ihres Projekts, die bundesweit umgesetzt werden kann, bewusst für die Universität Greifswald und das Institut für Mikrobiologie entschieden. „Die enge Zusammenarbeit mit experimentellen Mikrobiolog*innen, insbesondere im Bereich der Einzeller, ist für die Validierung und Anwendung der entwickelten Methoden von zentraler Bedeutung“, erklärt sie. In Greifswald sieht sie ein ideales Umfeld für ihre Forschung: „Das interdisziplinäre Forschungsgebäude des Center for Functional Genomics of Microbes und die Nähe zum entstehenden Helmholtz-Institut für One Health schaffen optimale Voraussetzungen für unsere Arbeit. Die moderne Recheninfrastruktur der Universität mit speziellen Grafikprozessoren (GPUs) ermöglicht die rechenintensiven Deep-Learning-Analysen, die wir brauchen. Für mich ist das die Chance, langfristig an der Zukunft der Genomforschung mitzuwirken und gleichzeitig die nächste Generation von Bioinformatiker*innen auszubilden.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Das Heisenberg-Programm der DFG fördert herausragende Wissenschaftler*innen mit dem Ziel, ihnen die Möglichkeit zu geben, eine eigenständige Forschungsgruppe aufzubauen und ihre wissenschaftliche Karriere langfristig zur Professur zu vertiefen. Die Förderung dauert fünf Jahre und bietet umfangreiche finanzielle und institutionelle Unterstützung für innovative Forschungsprojekte.</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>PD Dr. Katharina Hoff<br>Institut für Mathematik und Informatik<br>Walther-Rathenau-Straße 47, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4624<br><a href="mailto:katharina.hoff@uni-greifswald.de" class="mail-link">katharina.hoff@uni-greifswald.de</a><br><br><a href="https://www.linkedin.com/in/pd-dr-katharina-hoff-53283596/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.linkedin.com/in/pd-dr-katharina-hoff-53283596/</a><br><a href="https://bsky.app/profile/katharinahoff.bsky.social" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bsky.app/profile/katharinahoff.bsky.social</a><br><a href="https://fosstodon.org/@KatharinaHoff" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://fosstodon.org/@KatharinaHoff</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/7/1/csm_Portrait-Katharina-Hoff-20260326-DSC05189-MB-350dpi_sRGB_29465f809e.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-271049</guid><pubDate>Tue, 07 Apr 2026 08:48:20 +0200</pubDate><title>Sauerstoff bestimmt offenbar nicht die Körpergröße von Insekten: Nature-Studie mit Beteiligung der Universität Greifswald widerlegt langjährige Annahme</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sauerstoff-bestimmt-offenbar-nicht-die-koerpergroesse-von-insekten-nature-studie-mit-beteiligung-der-universitaet-greifswald-widerlegt-langjaehrige-annahme-271049/</link><description>Riesige libellenartige Insekten mit Flügelspannweiten von bis zu 70 Zentimetern, die vor 300 Millionen Jahren lebten, faszinieren Forschende seit Jahrzehnten. Sie gingen der Frage nach, wie solche Giganten überhaupt fliegen konnten. Eine neue Studie, an der auch die Universität Greifswald beteiligt ist, stellt nun eine langjährige Erklärung infrage: den Einfluss eines besonders hohen Sauerstoffgehalts der Atmosphäre während des Erdzeitalters Karbon.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Riesige libellenartige Insekten mit Flügelspannweiten von bis zu 70 Zentimetern, die vor 300 Millionen Jahren lebten, faszinieren Forschende seit Jahrzehnten. Sie gingen der Frage nach, wie solche Giganten überhaupt fliegen konnten. Eine neue Studie, an der auch die Universität Greifswald beteiligt ist, stellt nun eine langjährige Erklärung infrage: den Einfluss eines besonders hohen Sauerstoffgehalts der Atmosphäre während des Erdzeitalters Karbon.</p><p>Als riesige Insekten wie Meganisoptera lebten, sah die Erde grundlegend anders aus: In den äquatorialen Regionen des Superkontinents Pangäa breiteten sich weite Kohlesumpfwälder aus und der hohe Sauerstoffgehalt der Atmosphäre ließ Waldbrände häufig lodern. In den Gewässern wimmelte es von Fischen, während Amphibien und kriechende Gliederfüßer das Land dominierten. Über diesen Lebensräumen beherrschten riesige fliegende Insekten den Himmel – von eintagsfliegenähnlichen Arten mit Flügelspannweiten bis zu 45 Zentimetern bis zu den gewaltigen Meganisoptera, den sogenannten&nbsp;„Griffinflies“, mit bis zu 70 Zentimetern. Fossile Abdrücke dieser Giganten wurden bereits vor fast einem Jahrhundert in Kansas entdeckt.</p><p>Die seit den 1960er Jahren verbreitete Annahme, gigantische Insekten seien nur aufgrund des damals etwa 45 Prozent höheren Sauerstoffgehalts der Atmosphäre möglich gewesen, wird durch eine Untersuchung von Dr.&nbsp;Antoinette Lensink und Dr. Chris Weldon von der Universität Pretoria sowie Dr. Roger Seymour von der Universität Adelaide widerlegt. Prof. Dr. Philipp Lehmann vom Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald trägt als vergleichender Physiologe maßgeblich zur Analyse der Insektenflugmuskeln bei. Die Publikation erschien kürzlich in der Fachzeitschrift&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1038/s41586-026-10291-3" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nature</a>.</p><p><strong>Neue Daten stellen Annahme infrage</strong><br>Seit den 1960er Jahren gingen Wissenschaftler*innen davon aus, dass solche Größen heute unmöglich wären. Grundlage war das Insekten-Tracheensystem: Sauerstoff gelangt über ein verzweigtes Netzwerk von Röhren direkt in die Flugmuskulatur. Größere Körper und höherer Energiebedarf schienen daher nur bei deutlich höherem Sauerstoffgehalt möglich.</p><p>In den 1980er Jahren erhärteten geochemische Methoden diese Theorie weiter: Die Rekonstruktion der prähistorischen Gaszusammensetzung zeigte einen deutlich höheren Sauerstoffgehalt vor 300 Millionen Jahren – passend zu den Fossilien riesiger Insekten. Dies galt lange als plausible Erklärung.</p><p>Die neue Untersuchung zeigt jedoch, dass Insekten ihren Sauerstoffbedarf flexibel über das Tracheensystem regulieren können. Mithilfe von Hochleistungs-Elektronenmikroskopie analysierte das Team, wie Tracheolen – die feinsten Verzweigungen des Tracheensystems – die Flugmuskeln unterschiedlicher Insektenarten versorgen. Das Ergebnis: Tracheolen nehmen nur etwa ein Prozent oder weniger des Muskelvolumens ein – selbst bei den gigantischen fossilen Arten. Dies deutet darauf hin, dass Insekten auch bei unterschiedlichen atmosphärischen Sauerstoffkonzentrationen ausreichend versorgt werden könnten, indem sie die Anzahl der Tracheolen anpassen.</p><p>Dr. Edward Snelling von der University of Pretoria, der Erstautor der Studie, betont: „Wenn der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre tatsächlich eine Obergrenze für die maximale Körpergröße von Insekten darstellt, dann müsste es Anzeichen für einen Ausgleich auf der Ebene der Tracheolen geben.“ Bei größeren Insekten gebe es zwar einen gewissen Ausgleich, dieser sei jedoch insgesamt vernachlässigbar.</p><p>Sein Kollege Dr. Roger Seymour von der University of Adelaide ergänzt: „Kapillaren im Herzmuskel von Vögeln und Säugetieren nehmen etwa zehnmal so viel relativen Raum ein wie Tracheolen im Flugmuskel von Insekten.“ Dies spreche für ein großes evolutionäres Potenzial, die Anzahl der Tracheolen zu erhöhen, falls der Sauerstofftransport die Körpergröße begrenzen würde. Auch mögliche Einschränkungen des Sauerstoffflusses könnten laut Snelling durch eine verstärkte Ausbildung von Tracheolen kompensiert werden.</p><p><strong>Grundlagenforschung an der Universität Greifswald</strong><br>Prof. Dr.&nbsp;Philipp Lehmann&nbsp;aus&nbsp;Greifswald&nbsp;ordnete die Daten nach Flugmuskeltypen und flugphysiologischen Parametern. Er zeigt sich „überrascht, dass die Muster über so große phylogenetische und physiologische Unterschiede hinweg bestehen“ und betont, dass es „sehr lohnend war, grundlegende biologische Erkenntnisse zu gewinnen, die lang gehegte Annahmen über die Körpergröße von Insekten in Frage stellen“. Lehmann bezeichnet die Veröffentlichung der Ergebnisse in&nbsp;<em>Nature</em>&nbsp;als wichtigen Meilenstein: „Es ist spannend, diese Erkenntnisse, die das Ergebnis von über fünf Jahren Arbeit sind, endlich in einer renommierten Fachzeitschrift wie&nbsp;<em>Nature</em>&nbsp;zu veröffentlichen.“ Er hofft, in den kommenden Jahren im Rahmen neuer Projekte weiter an diesen Fragestellungen arbeiten zu können.</p><p>Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass Sauerstoff und der Transport über das Tracheensystem die Körpergröße von Insekten offenbar nicht begrenzen. Das bedeute jedoch nicht, dass dies nicht bedeutet, dass Insekten von der Größe kleiner Flugzeuge existieren könnten. Andere Faktoren wie Prädation durch kleine Wirbeltiere oder mechanische Grenzen des Exoskeletts dürften die maximale Größe bestimmen.</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Snelling, E. P.; Lensink, A. V.; Clusella-Trullas, S.; Weldon, C.; Lehmann, P.; Terblanche, J. S.; Payne, N. L.; Harrison, J. F.; Hickey, A. J. R.; Donaldson, A.; Deschodt, C. M.; Seymour, R.:&nbsp;Oxygen supply through the tracheolar–muscle system does not constrain insect gigantism.&nbsp;Nature&nbsp;(2026).&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1038/s41586-026-10291-3" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://doi.org/10.1038/s41586-026-10291-3</a></p><p>Die Studie wurde im Fachjournal&nbsp;<a href="https://doi.org/10.1038/s41586-026-10291-3" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Nature</a>&nbsp;veröffentlicht.</p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Prof. Dr. Philipp Lehmann<br>Zoologisches Institut und Museum<br>Felix-Hausdorff-Straße 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 4290<br><a href="mailto:philipp.lehmann@uni-greifswald.de" class="mail-link">philipp.lehmann@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Forschung</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/0/e/csm_Image_5_5db2048206.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-269549</guid><pubDate>Tue, 24 Mar 2026 08:57:31 +0100</pubDate><title>Sicherheit neu gedacht: Prof. Dr. Sabine Schlacke bringt rechtliche und ökologische Perspektiven in aktuelle Debatte ein</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/sicherheit-neu-gedacht-prof-dr-sabine-schlacke-bringt-rechtliche-und-oekologische-perspektiven-in-aktuelle-debatte-ein-269549/</link><description>In seiner aktuellen Lagebeurteilung empfiehlt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) eine nachhaltige und integrierte Betrachtung des Themas Sicherheit, die sowohl klima- als auch umweltpolitische Aspekte einbezieht. Prof. Dr. Sabine Schlacke, Professur für Öffentliches Recht an der Universität Greifswald, hat an der Ausarbeitung neuer Handlungsempfehlungen aktiv mitgewirkt und sieht hierbei die Möglichkeit, rechtliche Rahmenbedingungen als Schlüssel zur Vermeidung von Umweltrisiken in der Sicherheitspolitik zu etablieren.</description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>In seiner aktuellen Lagebeurteilung empfiehlt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) eine nachhaltige und integrierte Betrachtung des Themas Sicherheit, die sowohl klima- als auch umweltpolitische Aspekte einbezieht. Prof. Dr. Sabine Schlacke, Professur für Öffentliches Recht an der Universität Greifswald, hat an der Ausarbeitung neuer Handlungsempfehlungen aktiv mitgewirkt und sieht hierbei die Möglichkeit, rechtliche Rahmenbedingungen als Schlüssel zur Vermeidung von Umweltrisiken in der Sicherheitspolitik zu etablieren.</p><p>Seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor vier Jahren wurde in Europa zunehmend ein Unsicherheitsgefühl sichtbar. Zugleich verdeutlichen geopolitische Spannungen zwischen den USA und Europa die Notwendigkeit, die europäische Verteidigungsfähigkeit unabhängiger zu stärken. Eine sicherheitspolitische Debatte, die sich allein auf militärische Fragen konzentriert, greift laut WBGU jedoch zu kurz. Sie blendet die wachsenden Risiken für natürliche Lebensgrundlagen, gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratische Stabilität aus. Vor diesem Hintergrund plädiert der WBGU dafür, den von der Bundesregierung initiierten Begriff der „integrierten Sicherheit“ nicht nur beizubehalten und konsequent umzusetzen, sondern ihn auch um weitere sicherheitsrelevante Dimensionen zu erweitern.</p><p><strong>Fünf zusätzliche Handlungsfelder für die sicherheitspolitische Strategie</strong></p><p>Für den Ausbau einer strategischen und partnerschaftlichen internationalen Zusammenarbeit hat das Gremium fünf zusätzliche Handlungsfelder benannt, die stärker in die sicherheitspolitische Strategie der Bundesregierung und des Nationalen Sicherheitsrats einbezogen werden sollen, als es bisher der Fall war. Dazu gehören der Schutz vor Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Verschmutzung, um die Lebensfähigkeit der Menschheit zu bewahren; sozialer Zusammenhalt, um resiliente Gesellschaften zu fördern; eine Informationsintegrität, um die Demokratie wehrhaft zu gestalten; eine bewusste Nutzung von Technologien und Rohstoffen, um Abhängigkeiten zu reduzieren sowie eine strategische, regelbasierte und faire Kooperation, um die internationale Zusammenarbeit zu stützen.</p><p>„Im WBGU sind wir uns einig, dass Sicherheit mit dem Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen beginnt“, sagt Schlacke, die als WBGU-Mitglied und Expertin für Verwaltungs- und Umweltrecht an der Lagebeurteilung mitgewirkt hat. Sie sieht aktuell eine zentrale Rolle der internationalen Umweltpolitik: „Klima- und Umweltpolitik ist Sicherheitspolitik. Die internationale regelbasierte Ordnung ist unter Druck, aber nicht zusammengebrochen. Sie wird von wenigen, zum Teil mächtigen Akteuren offen missachtet. Das heißt aber nicht, dass große Bereiche, die auch den WBGU speziell interessieren, etwa das Umwelt- und Klimavölkerrecht, infrage gestellt sind – das möchte ich ausdrücklich betonen. Insbesondere der umweltvölkervertragsrechtliche ‚Maschinenraum‘, die Fortentwicklung auf Vertragsstaatenkonferenzen und die Umsetzung in nationales Recht wird nach wie vor von der Mehrzahl der Staaten weltweit vorangetrieben. Diese rechtlichen Rahmenbedingungen spielen eine zentrale Rolle für sicherheitspolitische Strategien: Gerade das internationale Umwelt- und Klimarecht bietet ein Forum für nach wie vor verlässliche Kooperation zwischen Staaten. Sie kann auf verteidigungspolitisch neu zu etablierende Allianzen positiv ausstrahlen.“</p><p><strong>Recht als Fundament für gesellschaftliche Stabilität</strong><br>Schlackes Arbeit als Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Greifswald verfolgt genau diesen Ansatz: Sie erforscht, wie Rechtsinstrumente auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene sowie administrative Mechanismen zur Bewältigung globaler Umwelt- und Klimarisiken eingesetzt werden können und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. „Insbesondere im Umweltrecht haben wir strukturierte Verfahren, klare Zuständigkeiten und effektive Durchsetzungsmöglichkeiten geschaffen, die weiter beachtet und angewandt werden sollten – auch in Zeiten sicherheitspolitischer Herausforderungen. Und gerade im Umwelt- und Klimarecht prägen völkerrechtliche Vereinbarungen, wie die Ziele zur Wiederherstellung der Natur, unmittelbar das EU-Recht und dadurch das nationale Recht. Eine konsequente Umsetzung von Umweltvölkerrecht kann damit womöglich auch eine Stärkung des Völkerrechts insgesamt bewirken.“&nbsp;</p><p>Für Schlacke steht die Verbindung von ökologischer und gesellschaftlicher Stabilität im Zentrum der heutigen Sicherheitsdebatten: „Wir dürfen nicht vergessen, dass viele Risiken heute nicht von außen kommen, sondern von innen, aus den Gesellschaften heraus. Eine Vernachlässigung des Schutzes unserer natürlichen Lebensgrundlagen, was durch Verschmutzung, Artensterben oder Klimawandel zum Ausdruck kommt, stellt ein sicherheitspolitisches Risiko dar. Wir müssen lernen, Klimaschutz als Sicherheitsmaßnahme zu verstehen und nicht umgekehrt. Denn wenn die Lebensgrundlagen zerfallen, zerfällt auch die gesellschaftliche Ordnung.“</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br>Der Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) wurde 1992 im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung von der Bundesregierung als unabhängiges wissenschaftliches Beratungsgremium eingerichtet. Er setzt sich für eine wissenschaftlich fundierte Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ein, indem er globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme analysiert und darauf aufbauend Handlungs- und Forschungsempfehlungen erarbeitet.</p><p><strong>Ansprechpartnerin an der Universität Greifswald</strong><br>Prof. Dr. Sabine Schlacke<br>Professur für Öffentliches Recht<br>Ernst-Lohmeyer-Platz 1, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 2100<br><a href="mailto:sabine.schlacke@uni-greifswald.de" class="mail-link">sabine.schlacke@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/1_Universitaet/1.1_Information/1.1.0_Aktuelles/1.1.0.1_Medieninformationen/Medienfotos/medienfotos-2026/03-2026-Medienfotos/Gruppenfoto_WBGU_Lagebeurteilung_Sabine_Schlacke.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-252220</guid><pubDate>Fri, 07 Nov 2025 11:12:31 +0100</pubDate><title>Ein Krimi-Debüt zwischen Eis und Mord: Ehemalige Studentin veröffentlicht finnischen Krimi als Spitzentitel</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/ein-krimi-debuet-zwischen-eis-und-mord-ehemalige-studentin-veroeffentlicht-finnischen-krimi-als-spitzentitel-252220/</link><description>Ein Mord in der eisigen Stille Finnlands – so beginnt das Debüt der deutsch-finnischen Autorin Lisa Sarah Brandstäter. Verschneite Wälder, Sauna und Eislochrituale bilden die Kulisse für ihren Krimi, der psychologisch tiefgehend und kulturell authentisch ist. Doch der Anfang ihrer Geschichte liegt in Greifswald: Dort studierte die 33-Jährige von 2014 bis 2018 Skandinavistik und Fennistik an der Universität, wo sie ihre Liebe zu skandinavischen Sprachen und Kulturen vertiefte. Aufgrund des Erfolgs des Debüts hat der Verlag bereits Band zwei zugesagt, welcher im kommenden Jahr erscheinen wird. </description><content:encoded><![CDATA[
                                <p>Ein Mord in der eisigen Stille Finnlands – so beginnt das Debüt der deutsch-finnischen Autorin Lisa Sarah Brandstäter. Verschneite Wälder, Sauna und Eislochrituale bilden die Kulisse für ihren Krimi, der psychologisch tiefgehend und kulturell authentisch ist. Doch der Anfang ihrer Geschichte liegt in Greifswald: Dort studierte die 33-Jährige von 2014 bis 2018 Skandinavistik und Fennistik an der Universität, wo sie ihre Liebe zu skandinavischen Sprachen und Kulturen vertiefte. Aufgrund des Erfolgs des Debüts hat der Verlag bereits Band zwei zugesagt, welcher im kommenden Jahr erscheinen wird. </p><p>Die Idee zu ihrem Buch entstand überraschend während des Studiums in Greifswald: „Weder die Vorlesung noch der Dozent oder meine Kommiliton*innen hatten direkt etwas mit dem Buch zu tun – Inspiration kommt manchmal ohne Vorwarnung“, erklärt sie. Beobachtungen von Menschen und deren Verhalten inspirierten sie, ihre Figuren lebendig und komplex zu gestalten. Typisch finnische Elemente wie Sauna, Eislochrituale und Freizeitgewohnheiten fließen in den Krimi ein und machen das Setting authentisch.</p><p>Das Schreiben ihres Buchs dauerte insgesamt drei Jahre, ein weiteres Jahr verfeinerte sie es gemeinsam mit ihrem Agenten, bevor es an Verlage ging. „Ein Krimi sollte komplex sein, so dass die Leser*innen um die Ecke denken müssen“, sagt sie.&nbsp;Der zweite Band der Reihe „Tod in heller Sommernacht“ wird erneut in Finnland spielen, diesmal statt im tiefsten Winter während des Sommers. Ein weiteres Projekt ist ebenso in Planung, wie Lisa Sarah Brandstäter verrät. Diesmal ein Buch, welches historisch im Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist – eine Mischung aus Liebesroman und Geschichte.</p><p>Groß geworden in der Nähe von Stuttgart, wuchs Lisa Sarah bilingual auf (Deutsch/Finnisch) und erlernte Schwedisch im Studium an der Universität Greifswald. Nach kurzer Zeit beim Radio arbeitet sie heute bei Nordic Way, einem Auswanderungsdienst für Deutschland, Österreich und die Schweiz und unterrichtet dort Schwedisch.</p><p>Wenn Sie mehr über Lisa Sarah Brandstäter und ihren Finnland-Krimi erfahren möchten, lesen Sie den Artikel „<a href="https://campus1456.uni-greifswald.de/2025/11/07/ein-krimi-debuet-zwischen-eis-und-mord/" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Ein Krimi-Debüt zwischen Eis und Mord</a>“ in unserem Magazin „Campus*1456“.&nbsp;</p><p><strong>Weitere Informationen</strong><br><a href="https://campus1456.uni-greifswald.de/2025/11/07/ein-krimi-debuet-zwischen-eis-und-mord/" target="_blank" rel="noreferrer">Zum Artikel im Magazin Campus1456</a><br><a href="https://www.ullstein.de/werke/mord-in-eiskalter-nacht/taschenbuch/9783548073125" target="_blank" rel="noreferrer">Zum Buch „Mord in eiskalter Nacht“</a></p><p><strong>Ansprechpartner an der Universität Greifswald&nbsp;</strong><br>Hochschulkommunikation<br>Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald<br>Telefon +49 3834 420 1150&nbsp;<br><a href="https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/berufungen-und-engagement-personalia-der-universitaet-greifswald-4-2025-251419/" target="_blank">pressestelle@uni-greifswald.de</a></p><p>&nbsp;</p>
                            ]]></content:encoded><category>News</category><category>Medieninformationen</category><category>PHF</category><enclosure url="https://www.uni-greifswald.de/storages/uni-greifswald/_processed_/4/8/csm_Lisa-Sarah-Brandstaeter-20251031-privat-1_8c3f5430ab.jpg" length="0" type="image/jpeg"/></item><item><guid isPermaLink="false">news-3381</guid><pubDate>Tue, 05 Jul 2016 11:03:14 +0200</pubDate><title>Plakat zur 450-Jahrfeier der Universität aus dem Jahre 1906</title><link>https://www.uni-greifswald.de/universitaet/information/aktuelles/detail/n/plakat-zur-450-jahrfeier-der-universitaet-aus-dem-jahre-1906-3381/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[
                                <p></p><p>Aus dem Nachlass eines ehemaligen Studenten erhielt das Universitätsarchiv kürzlich ein Plakat zur 450-Jahrfeier der Universität aus dem Jahre 1906. Neben historischen Gebäuden und Porträts des Universitätsgründers Heinrich Rubenow, des Pommernherzogs Wartislaw IX. und Kaiser Wilhelms II., sowie dem pommerschen Wappen mit seinen einzelnen Landesteilen und dem Wappen der Stadt Greifswald, ist auch das anlässlich des 400-jährigen Jubiläums entstandene und vom Maler Otto Heyden geschenkte Gemälde, das sich heute im Pommerschen Landesmuseum befindet, abgebildet. </p>
                            ]]></content:encoded><category>Universitätsarchiv</category><category>News</category><category>Uni Greifswald</category></item></channel></rss>
