Campus Loefflerstraße

Campus Loefflerstraße

Alte Gebäude – Neues Leben

Im August 2018 zog bereits ein Teil der Universität in die sanierten Gebäude am Ernst-Lohmeyer-Platz – so die exakte Post- und Straßenbezeichnung. Nach Fertigstellung der neuen Bereichsbibliothek Ende 2015 und des neuen Audimax im Herbst 2016 wird der ehemalige Klinikkomplex nun endlich als neuer geisteswissenschaftlicher Campus belebt.

In die ehemalige Chirurgische Klinik ist seit September 2018 wieder Leben eingezogen. Mit dem neuen Standort eröffnen sich für die Institute zugleich neue Möglichkeiten in der Lehre: Die Erziehungswissenschaften beispielsweise können nun über Seminarräume verfügen, die mit Unterrichtstechnik ausgestattet sind, die in vielen Schulen bereits Alltag ist. Damit kann das Lehramtsstudium zukünftig noch besser auf die Bedürfnisse des modernen Lehrerberufs zugeschnitten werden. Die Räume sind variabel gestaltet und lassen verschiedene Arten der Seminardurchführung zu.

Aus den Fenstern auf der „Ryckseite“ des Gebäudes kann der Blick weit über einen unverbauten, sozusagen „invertierten“ Caspar-David-Friedrich-Blick, die nördlichen Wiesen des Rycks, schweifen. Doch dafür hatten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Verwaltung in den vergangenen Monaten überhaupt keinen Blick. Ein neues Gebäude ist eine logistische und organisatorische Herausforderung: Umzüge wurden geplant, Räume zugewiesen, Möblierung abgesprochen, die künftige Reinigung sowie Sicherheitsdienstleistungen koordiniert, Telefon- und Internetanschlüsse geschaltet, Schlüsselausgaben organisiert und Schließpläne aufgestellt. Außerdem mussten Fluchtwege, Feuerwehrzufahrten, Zugänge und Wege der neuen Situation auf dem Campus angepasst werden. Zeitgleich fanden im neuen Hörsaalgebäude große Tagungen statt und alte, leergezogene Gebäude mussten beräumt werden.

Mit Beginn des Semesters eröffnete nun auch die neue Ausgabemensa des Studierendenwerks.

Das nun sanierte alte Klinikgebäude steht nach wie vor auf insgesamt 1.555 Holzpfählen aus der Bauzeit. Die Gründung hat bis heute gehalten und wird weiter halten. Eine ernsthafte bauliche Herausforderung gab es nur an einem kleinen Gebäudeteil. Beim Bau sollte dort mit einer sogenannten Brunnengründung in sumpfigen Untergrund Standfestigkeit erreicht werden. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich ein Grundbruch; der Gebäudeteil drohte einzustürzen und wurde durch einen Neubau ersetzt.

Der Betrieb für Bau- und Liegenschaften des Landes Mecklenburg-Vorpommern (BBL) plant die Fertigstellung des Gesamtvorhabens für 2020. Das Gesamtvorhaben verläuft damit planmäßig. Zurzeit hüllen Gerüste und Bauplanen die ehemalige Klinik für Innere Medizin ein und verbergen die Sanierungsarbeiten. „Mit deren Fertigstellung sind die Geisteswissenschaften an diesem Campus in hochwertigen, behutsam sanierten Gebäuden untergebracht. Im Zentrum befindet sich das neue Hörsaalgebäude mit einem historischen Obstgarten daneben, der einst als Patientengarten angelegt wurde. Der Campus ist im Prinzip ein Greifswalder Stadtteil, der nun mit neuem, jungen Leben gefüllt wird“, so Uwe Sander vom BBL.

Wir sind bereits an den Ernst-Lohmeyer-Platz 3 gezogen:

  • Fremdsprachen- und Medienzentrum
  • Institut für Anglistik und Amerikanistik
  • Institut für Baltistik
  • Institut für Deutsche Philologie
  • Institut für Erziehungswissenschaft
  • Institut für Fennistik und Skandinavistik
  • Institut für Slawistik
  • Studienkolleg

Interessante Fakten

55 Kilometer Erdkabel wurden auf dem Gelände verlegt.

68 Kilometer Netzwerkkabel sorgen für eine gute Datenversorgung.

1.200Leuchten lassen den Nutzern ein „Licht“ aufgehen.

1.555 Holzpfähle aus der Bauzeit stützen das Klinikgebäude.

Katja Engel
Sekretariat
Telefon +49 3834 420 1233
Telefax +49 3834 420 1231
bauundraumplanunguni-greifswaldde