Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in - DFG-Graduiertenkolleg 20/Op34

| Wissenschaftliches Personal, Promotionsstelle | Frist:


Im interdisziplinär ausgerichteten Internationalen DFG-Graduiertenkolleg „Ostsee-Peripetien. Reformationen, Revolutionen, Katastrophen“ an der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald sind vorbehaltlich der Mittelbewilligung ab 01.04.2021 zehn Promotionsstellen als teilzeitbeschäftigte*r (65 v. H.)

wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in

befristet bis zum 31.03.2024 zu besetzen. Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L Wissenschaft.

Arbeitsaufgaben:
Die Stellen dienen der Qualifizierung in der ersten Qualifikationsphase mit dem Ziel der Promotion. Im nachfolgend skizzierten Forschungs- und obligatorischen Studienprogramm werden Aufgaben übertragen, die der Durchführung einer Promotion förderlich sind.
An dem von der Universität Greifswald, der Technischen Universität Trondheim in Norwegen und der Universität Tartu in Estland getragenen Internationalen Graduiertenkolleg sind in Greifswald die Fächer Neuere deutsche Literatur, Skandinavistik, Fennistik, Baltische und Slawische Philologien, Geschichts- und Politikwissenschaften sowie Philosophie beteiligt. Sie werden in Trondheim und Tartu von den Disziplinen Vergleichende und Nordische Literaturwissenschaften, Ethnologie, Germanistik, Geschichtswissenschaft, Theologie und Filmwissenschaften ergänzt.
Als Name für eine Kategorie narrativer Sinnbildung wird der Begriff ‚Peripetie’ erstmals in Aristoteles’ Poetik verwendet. Er bezeichnet dort den Wendepunkt in einer Geschichte, das Ereignis, in dem deutlich wird, dass das, was erwartet wird, anders eintreten wird. Das Graduiertenkolleg nimmt das Konzept auf, verwendet es aber als interdisziplinär weiterentwickelten Sammelbegriff für Wendepunkte verschiedenster Art, für Revolutionen, Reformationen, Katastrophen und tipping points.

Das internationale Graduiertenkolleg „Ostsee-Peripetien“ will den Peripetie-Begriff nutzen, um die Wahrnehmung des Ostseeraums durch Erzählen und Ereigniskonstruktion in den Mittelpunkt der Ostseeraumforschung zu rücken. Ereigniskonstruktionen werden hierbei über den Rahmen literarischen Erzählens hinaus verstanden und schließen den politischen und wissenschaftlichen Diskurs ebenso ein wie historische Narrative. Welche historisch relevant gewordenen Peripetien bestimmten und bestimmen die Wahrnehmung des Ostseeraums? Wie kann man ihre Wirkmächtigkeit auf die soziale, kulturelle, politische, ökologische und ökonomische Gegenwart und Zukunft des Ostseeraums beschreiben? Welche konzeptuellen und normativen Fragen stellen sich im Hinblick auf die Bewältigung vergangener oder antizipierter künftiger Peripetien? Wie muss man das Konzept „Peripetie“ weiterentwickeln, um es für Regionalstudien fruchtbar zu machen? Vor diesem Hintergrund wendet sich die vorliegende Ausschreibung an Absolvent*innen der genannten Disziplinen mit Promotionsthemen im Kontext der Forschungsschwerpunkte des Kollegs, die sie hier weiter ausgeführt finden: www.uni-greifswald.de/peripeties

Das Studienprogramm bietet hierzu Lehrveranstaltungen vor Ort sowie trinationale Workshops und Akademien in Greifswald, Trondheim und Tartu an. Zusätzliche individuelle Forschungsaufenthalte von Kollegiat*innen an den Partneruniversitäten sind vorgesehen. Die erforderlichen Mobilitätskosten werden zusätzlich zum monatlichen Gehalt bereitgestellt.

Einstellungsvoraussetzungen:
Die*der Bewerber*in hat ihr*sein Hochschulstudium (regulär Master oder Staatsexamen) in einer der genannten Disziplinen mit einem überdurchschnittlichen Examen abgeschlossen und zeigt Begeisterung für die Arbeit in einem interdisziplinären und internationalen Arbeitsumfeld. Von der*dem Bewerber*in werden gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift zusammen mit guten Kenntnissen mindestens einer Sprache des Ostseeraums erwartet (Deutsch miteingeschlossen). Erforderlich sind zudem ein hohes Maß an Selbstständigkeit, Effizienz und Verantwortungsbewusstsein sowie hohe soziale Kompetenz.

Das zweistufige Bewerbungsverfahren erfordert zunächst ein aussagekräftiges und die Motivation der*des Bewerber*in widerspiegelndes Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf sowie ein maximal 10-seitiges Forschungsexposé mit Bezug zu wenigstens einem der auf der Website genannten Forschungsschwerpunkte. Zusätzlich sind ein Empfehlungsschreiben (Hochschullehrer*in) sowie Abitur- und Examenszeugnisse einzureichen. Ebenso ist die Abschlussarbeit als PDF beizufügen. Im Anschluss an das Auswahlverfahren werden geeignete Kandidat*innen zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Texte und nähere Informationen hierzu werden den Kandidat*innen mit der Einladung bereitgestellt.

Diese Ausschreibung richtet sich an alle Personen unabhängig von ihrem Geschlecht.

Die Universität will eine Erhöhung des Frauenanteils dort erreichen, wo Frauen unterrepräsentiert sind; daher sind Bewerbungen von Frauen besonders willkommen und werden bei gleichwertiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Gemäß § 68 Abs. 3 PersVG M-V erfolgt die Beteiligung des Personalrats in Personalangelegenheiten des wissenschaftlichen/künstlerischen Personals nur auf Antrag.

Bitte reichen Sie ausschließlich Kopien im Rahmen Ihrer Bewerbung ein. Bewerbungsunterlagen können leider nicht zurückgesandt werden. Bewerbungskosten werden vom Land Mecklenburg-Vorpommern leider nicht übernommen.

Bewerbungen mit den oben genannten Unterlagen sind in englischer oder deutscher Sprache per E-Mail (in einer pdf-Datei) unter Angabe der Stellenausschreibungsnummer 20/Op34 bis zum 03.12.2020 zu richten an:

Universität Greifswald
Institut für Deutsche Philologie

Prof. Dr. Eckhard Schumacher
Rubenowstraße 3
17489 Greifswald

baltic-peripeties@uni-greifswald.de


Zurück zu den Stellenausschreibungen
Universität GreifswaldDomstraße 1117489GreifswaldMVDE