Eine Universität mit Tradition

Eine Universität mit Tradition

Kurzprofil der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald ist eine der ältesten akademischen Bildungsstätten Deutschlands und des Ostseeraumes. Im Jahre 1456 gegründet, ist sie zugleich die älteste schwedische Universität, da die Region nach Ende des 30-jährigen Krieges bis 1815 unter schwedischer Herrschaft stand.

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Heute ist sie eine traditionsbewusste und moderne Universität an der Ostsee mit vielfältigen internationalen Beziehungen und Partnerschaften. Mit rund 220 Professuren und rund 10.000 Studierenden zählt sie zu den Universitäten mittlerer Größe. Der niedrige Betreuungsschlüssel sowie die kurzen Wege ermöglichen eine intensive und persönliche Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Lernenden, die zu exzellenten Studienbedingungen beiträgt. Etwa 60 Prozent der Studierenden kommen aus anderen Bundesländern; ausländische Studierende kommen aus über 90 verschiedenen Ländern. Die Universität pflegt mehr als 20 Hochschulpartnerschaften und unterhält Austauschbeziehungen zu über 150 Universitäten weltweit.

Trotz ihrer überschaubaren Größe ist die Universität Greifswald eine Volluniversität mit den fünf Fakultäten − der Theologischen, der Rechts- und Staatswissenschaftlichen, der Medizinischen (Universitätsmedizin), der Philosophischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Es stehen rund 60 Studiengänge zur Auswahl.

Die Universität Greifswald hat fünf Forschungsschwerpunkte: Mikrobielle Proteomics und Proteintechnologien, Plasmaphysik, Community Medicine und Individualisierte Medizin, Kulturen des Ostseeraums, Environmental Change: Response and Adaption. Die Universität Greifswald ist gegenwärtig Sprecherhochschule für zwei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche; an einem weiteren Sonderforschungsbereich ist sie beteiligt.

Außerdem bestehen zurzeit vier Graduiertenkollegs. Eine zentrale Graduiertenakademie bietet Doktorandinnen und Doktoranden in der Promotionsphase Förderung und Unterstützung im Rahmen eines umfassenden Qualifikationsprogramms.

Wissenschaftler werden in der Drittmittelforschung und dem Transfer der Ergebnisse in die Wirtschaft vom universitätseigenen „Zentrum für Forschungsförderung und Transfer“ umfangreich unterstützt. In zukunftsorientierten Forschungsprojekten arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fakultätsübergreifend zusammen.

Enge Kontakte bestehen zu international führenden Forschungsinstituten in der Stadt wie dem Friedrich-Loeffler-Institut Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. und dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik. Die Universität gehört zu den Stiftern des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs in Greifswald.

Die Universität Greifswald bekennt sich in ihrem Leitbild zu dem Ziel, ihren Universitätsbetrieb zukünftig CO2-neutral zu gestalten. Mit der Umsetzung dieses Vorhabens werden Nachhaltigkeits- und Umweltschutzfragen in Forschung und Lehre integriert und im Universitätsbetrieb berücksichtigt.

In Forschung und Lehre ist die Universität der Freiheit und Autonomie des Denkens verpflichtet. Forschen, Lehren und Studieren betrachtet sie als eine Einheit, die auch in einer Kooperation der einzelnen Wissenschaftsdisziplinen zu pflegen und zu entwickeln ist. Menschen jeglicher Herkunft und Überzeugung sind eingeladen, an akademischer Bildung teilzuhaben und gemeinsam Wissen zu mehren. Wir fühlen uns verpflichtet, in Forschung, Lehre und Studium für eine freiheitliche, zivile und demokratische Gesellschaft einzutreten und uns für das friedliche Zusammenleben der Menschen und Völker einzusetzen.

Der Anteil der Promotionen von Frauen liegt an der Universität Greifswald über dem Bundesdurchschnitt. Im Mai 2014 hat die Universität die Charta „Familie in der Hochschule“ unterzeichnet. Damit verpflichtet sich die Universität zu einem hohen Engagement für die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie sowie für eine familienbewusste Führung der Universität.

Die Lage an der Ostsee macht die Universitäts- und Hansestadt Greifswald als Standort für Studium, Lehre und Forschung attraktiv. Bis zu den Stränden auf den Urlaubsinseln Rügen, Usedom und Hiddensee sind es nur kurze Wege.

Greifswald gehört zu den jüngsten Städten in Deutschland. Die Silhouette der Universitäts- und Hansestadt ist durch drei gotische Kirchen aus dem 13. Jahrhundert geprägt. Die Stadt und die vorpommersche Landschaft inspirierten den bekannten Greifswalder Maler der Romantik, Caspar David Friedrich. In zahlreichen Gemälden und Zeichnungen hielt er Motive wie die Klosterruine Eldena und die Kreidefelsen vor Rügen fest.
Im Pommerschen Landesmuseum sind bedeutsame Kunstschätze der Universität und des Landes zu sehen. Das Theater Vorpommern, das Literaturzentrum im Geburtshaus des Schriftstellers Wolfgang Koeppen, das Hans-Fallada-Haus sowie internationale Festivals und Veranstaltungen wie der Nordische Klang, der PolenmARkT, die Bachwoche und Aufführungen im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern garantieren ein reichhaltiges Kulturangebot.