Andacht zur Erinnerung an die Deportierten des 12. und 13. Februar 1940

Leben Event

Gedenkweg zu Stolpersteinen

Am Mittwoch, 13. Februar, beginnt um 17 Uhr zum Gedenken an die Opfer der Deportation eine Andacht unter der Leitung von Pastorin Dr. Ulrike Streckenbach in der Annenkapelle der Greifswalder Marienkirche. Im Anschluss findet in der Mühlenstraße 10, am Standort des früheren Gebetsaals der jüdischen Gemeinde, ab 17.30 Uhr ein Gedenkweg zu den Greifswalder Stolpersteinen statt. Mit diesen im Boden eingelassenen Gedenktafeln wird an das Schicksal der Menschen erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert, ermordet oder vertrieben wurden.

Planmäßiger Mord begann in Pommern 1940

Am 20. Januar 1942 fand die als Wannseekonferenz in die Geschichte eingegangene Zusammenkunft statt, auf der sich Verantwortliche des NS-Staates trafen, um den begonnenen Holocaust an den Juden zu organisieren. Damit erreichte die planmäßige Ermordung des europäischen Judentums im Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten ihre letzte Phase. Bereits zuvor waren Deportationen jüdischer Personen und Familien aus dem Deutschen Reich nach Osten durchgeführt worden, unter den Augen ihrer nichtjüdischen Nachbarn. Den Anfang machte eine Aktion am 12. und 13. Februar 1940 in Pommern. 1.200 Juden wurden aus allen Gegenden der Provinz in Stettin gesammelt und von dort in das „Generalgouvernement“ verbracht, zunächst in jüdische Ortschaften und Siedlungen im Gebiet Lublin. Bald darauf begann die industrielle Vernichtung.


Weitere Informationen
Arbeitskreis Kirche und Judentum im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis
Kontakt: Dr. Christoph Ehricht, Tel. 03834 535765, E-Mail: christoph.ehrichtgmxde

Veranstaltungsort

  • Annenkapelle, St. Marien in Greifswald

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