Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

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Plastik von Fritz Cremer, Gedenkstätte Buchenwald, © Dr. Philipp Neumann-Thein
Plastik von Fritz Cremer, Gedenkstätte Buchenwald, © Dr. Philipp Neumann-Thein

Es referieren Dr. Philipp Neumann-Thein, Stellvertretender Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, und Dr. Cornelius Lehmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historisch-Technischen Museum Peenemünde. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Joachim Lege von der Universität Greifswald. Es musizieren Angehörige der Musikschule Greifswald.

Freitag, 27. Januar 2023
19:00 Uhr
Bürgerschaftssaal im Greifswalder Rathaus

Am 27. Januar 1945 wurden die Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz von sowjetischen Truppen befreit. Etwa eine Million Menschen waren hier grausam gequält und ermordet worden, weil sie dem Bild einer auf Rassenwahn beruhenden Ideologie nicht entsprochen oder weil sie sich den Nationalsozialisten widersetzt hatten. Seit Bundespräsident Roman Herzog den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 1996 ausrief, widmen die Universität und die Universitäts- und Hansestadt Greifswald dem 27. Januar besondere Aufmerksamkeit und stellen jedes Jahr eine andere Opfergruppe in den Mittelpunkt. Die diesjährige Veranstaltung widmet sich der Verfolgung von Kommunisten im Nationalsozialismus.

Innerhalb des deutschen Widerstandes hatten die Kommunisten die höchste Opferzahl zu beklagen. In der Folgezeit wurde die Erinnerung an sie einerseits in der DDR zur Legitimation der SED-Diktatur benutzt, andererseits in der alten Bundesrepublik aus politischen Gründen missachtet. Doch hinter diesen erinnerungspolitischen
Auseinandersetzungen stehen Individuen, die wegen ihres aktiven Widerstands oder auch nur wegen ihrer politischen Einstellung verfolgt, verhaftet oder ermordet wurden. An dieses Leiden möchten wir in diesem Jahr erinnern. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung wird sich Dr. Philipp Neumann-Thein mit der Verfolgung kommunistischer Gruppen durch die nationalsozialistische Herrschaft und der darauf aufbauenden Erinnerungspolitik beschäftigen. Dr. Cornelius Lehmann wird dem individuellen Schicksal des in Zinnowitz lebenden, niederländischen Kommunisten Johannes ter Morsche nachgehen, der wegen seines Einsatzes für Zwangsarbeiter in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde 1944 hingerichtet wurde. Das musikalische Rahmenprogramm wird von der Musikschule Greifswald gestaltet.

Einladung (PDF) 
Begleitveranstaltungen (PDF) 
Plakat (PDF)

Koordinatorin des Arbeitskreises
Miriam Peuker, M.A.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Universität Greifswald | Historisches Institut
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte des Mittelalters
Domstraße 9 A, 17489 Greifswald
miriam.peukeruni-greifswaldde

 

Organisator

  • Arbeitskreis „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“

Veranstaltungsort

  • Bürgerschaftssaal im Greifswalder Rathaus
    Rathaus Markt
    17489 Greifswald

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