Kommerzialisierung und Resilienz-Management. Eine kollektive Unternehmensgeschichte des „langen” 16. Jahrhunderts

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Wie gelingt es einem Unternehmer, sein Unternehmen durch Zeiten von Veränderungen und wachsender Konkurrenz, ja von Krisen zu steuern, auf diese zu reagieren, letztlich ein bestehendes Unternehmen am Leben zu erhalten? Neben den vier klassischen Komponenten unternehmerischen Handelns – dem Entdecken von Chancen, der Durchsetzung von Innovationen, der Erschließung von Ressourcen und der Übernahme von Risiken – wird dieser Aspekt der langfristigen Unternehmenserhaltung im Gefolge der aktuellen globalen Veränderungen von immer größerer Relevanz für eine verantwortliche Nachhaltigkeit der Unternehmensführung. Diese Entwicklung ist jedoch kein ausschließlich gegenwärtiges Phänomen, sondern auch in bestimmten Schlüsselepochen der Wirtschaftsgeschichte feststellbar, die durch die vehemente Ausbreitung des Marktes und einer ökonomischen Handlungslogik – im Folgenden als Kommerzialisierung bezeichnet – charakterisiert sind. Die oft langdauernden Kommerzialisierungsprozesse wirken primär innerhalb bestehender wirtschaftlicher Strukturen und strahlen erst sekundär in nicht-ökonomische, gesellschaftliche Bereiche aus, und am Ende eines solchen Kommerzialisierungsprozesses steht jeweils eine deutlich stärker ‚kommerzialisierte‘ Welt. Gerade das „lange“ 16. Jh. – der hier gewählte Untersuchungszeitraum zwischen den Wirtschaftskrisen des Spätmittelalters und des 17. Jh.s – wurde im Gefolge der Europäischen Expansion in weiten Teilen West- und Mitteleuropas zur Ära einer solchen Kommerzialisierung. Die sich langfristig verbessernden Rahmenbedingungen und die sich daraus ergebenden Chancen konnten freilich auch erhöhte Transaktionskosten und Risiken mit sich bringen. Wie gingen Unternehmen damit um? 

Markus A. Denzel absolvierte das Studium der Geschichte und der Historischen Theologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. 1994 folgte die Promotion ebenfalls dort. 1997 habilitierte er sich an der Georg-August-Universität Göttingen. Seit 2002 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Leipzig. Im akademischen Jahr 2020/21 ist Markus A. Denzel Senior Fellow am Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald.

Moderation: Professor Dr. Dr. h. c. Michael North

Zugang zur Digital Lecture
Das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg bietet diese Veranstaltung live als digitalen Vortrag an. Der Zugang zu den Vorträgen wird über die Software Zoom bereitgestellt. 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn leitet der Link zu einem Wartebereich von Zoom weiter. Zum angekündigten Veranstaltungsbeginn werden dann die Teilnehmenden automatisch in den digitalen Hörsaal weiter geleitet. Die Handreichung zur Digital Lecture gibt Hilfestellungen im Umgang mit der App Zoom.

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Diese Digital Lecture wird aufgezeichnet werden, um sie für die Mediathek des Kollegs zu nutzen. In der Aufzeichnung wird nur der Vortragende, dessen Präsentation sowie der Moderator/die Moderatorin zu hören bzw. zu sehen sein. Chatbeiträge sowie Fragen und Antworten werden nicht aufgezeichnet. Ein „REC“-Zeichen am rechten oberen Bildrand informiert die Teilnehmenden über die aktuelle Aufzeichnung.

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