Stummer Frühling auf dem Acker – Wird Rachel Carson's Prophezeiung zum Artenschwund wahr?

Der Vortrag präsentiert aktuelle Zahlen zum Rückgang der Vögel, Insekten und Pflanzen in der mitteleuropäischen Agrarlandschaft in den letzten 40 Jahren und fragt nach den Ursachen. Seit 1980 haben in Europa die Agrarvogelbestände um rund die Hälfte abgenommen; die Artenvielfalt der Wildkräuter auf deutschen Äckern verringerte sich um rund 70%, jene im Grünland um rund 30% pro Aufnahmefläche. Die Bestände ehemals häufiger Grünlandpflanzen wie der Kuckuckslichtnelke sind vielfach um mehr als 90% zurückgegangen. Es werden Wege aus der aktuellen Agrarbiodiversitätskrise diskutiert.

Christoph Leuschner studierte Biologie und Geographie in Freiburg und Göttingen. Er ist Professor für Pflanzenökologie und Ökosystemforschung an der Universität Göttingen und Direktor des Neuen Botanischen Gartens in Göttingen. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Ökologie temperater und tropischer Bäume und Wälder, Wälder im Klimawandel, Ökologie und Schutz der Agrarbiodiversität. Christoph Leuschner ist Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften.

Moderation: Robert Weigel

Veranstaltungsort

  • Alfried Krupp Wissenschaftskolleg
    Martin-Luther-Straße 14
    17489 Greifswald

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