Datenschutzkonformer Einsatz einer Reichweitenanalyse/Webanalyse

Mit Hilfe eines Analyse-Tools können detaillierte Statistiken über die Besucher einer Webseite erstellt werden. Dies kann vor allem für die Evaluation von Forschungsprojekten sehr nützlich sein. Das Webanalyse-Tool erhebt personenbezogene Daten (z. B. IP-Adresse), daher ist der Einsatz zuvor beim behördlichen Datenschutzbeauftragten anzuzeigen und zu begründen.

Der Einsatz von „Google Analytics“ als Webanalyse-Tool wird an der Universität Greifswald aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken nicht gestattet!

Sollte eine Reichweitenanalyse für Ihren Webseitenauftritt unverzichtbar sein, nutzen sie bitte die datenschutzfreundlichere Alternative „Piwik“. Folgende Grundvoraussetzungen müssen beim Einsatz von Piwik eingehalten werden:

1. Vertrag zur Datenverarbeitung im Auftrag

Bei einem externen Hosting Ihres Webseitenauftrittes, ist ein Vertrag zur Datenverarbeitung im Auftrag notwendig, der mit der beauftragten Firma abzuschließen ist.

2. Anonymisierung der IP-Adresse

Die IP-Adressen der Webseitenbesucher müssen anonymisiert werden. Piwik selbst stellt dazu ein Plugin „AnomyizeIP“ zur Verfügung. Dies ist über den Menüpunkt „Einstellung“->„Plugins“ abrufbar.
Hilfreiche Tipps zur Konfiguration können den nachstehenden Links entnommen werden:

Hinweise und Empfehlungen zur Analyse von Internet-Angeboten mit "Piwik"
Informationsmaterial des Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig Holstein

"Piwik datenschutzkonform einsetzen"
Fachbeitrag auf datenschutzbeauftragter.info

3. Widerspruchsrecht

Die Möglichkeit gegen die Reichweitenanalyse zu widersprechen muss gegeben sein (vgl. §§ 13 Abs. 1, 15 Abs. 3 TMG). In die Datenschutzerklärung ist der Hinweis auf das Widerspruchsrecht zu integrieren. Darüber Hinaus muss der Hinweistext wahrnehmbar sein und deutlich hervorzuheben, z. B. durch Einbindung in den Nutzungsvorgang ( Pop-up-Fenster ) oder durch einen Hyperlink auf der Startseite.

Dazu weitere hilfreiche Informationen unter www.datenschutzbeauftragter-info.de

4. Löschung von Daten:

Die erhobenen Daten sind nach Erstellung der Statistik oder auf Verlangen des Betroffenen zu löschen. Haben Sie Google Analytics benutzt, so sind die dadurch gewonnen Daten (IP-Adressen) zu löschen, da diese unzulässig erhoben worden sind.

Neben den Grundvoraussetzungen empfiehlt das ULD in seinen „Hinweisen und Empfehlungen zur Analyse von Internet-Angeboten mit Piwik“ noch folgendes zu beachten:

  • Referrer datensparsam verwenden (Pkt. 3.3)
  • Verbot der Zusammenführung von bei der Analyse erhobenen Daten mit den Daten über den Träger des Pseudonyms (Pkt. 3.4)
  • Lebensdauer von Piwik-Cookies setzen bzw. verringern (Pkt. 3.6)

Die neuste Version von Piwik kann hier heruntergeladen werden:
www.piwik.org