Unsere Tätigkeitsfelder


Frauenförderung

Was verstehen wir unter Frauenförderung

Die Universität will der Unterrepräsentanz von Frauen insbesondere in wissenschaftlichen Spitzenpositionen entgegenwirken und hat dafür Maßnahmen entwickelt und Programme aufgelegt.

Darüber hinaus fördert die Universität mit Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der EU hochqualifizierte Studentinnen und Wissenschaftlerinnen im Rahmen des landesweiten und hochschulübergreifenden Projektes „Karrierewege-Mentoring“.

Aktuelle Programme

Einige Fakultäten der Universität bieten Ihren Angehörigen auch spezielle Fördermöglichkeiten an.

Programme zur Nachwuchsförderung haben die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, die Theologische Fakultät und die Universitätsmedizin.

 

Die Universität Greifswald möchte herausragend qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Postdoc-Phase bei der Gestaltung ihrer wissenschaftlichen Karriere fördern. Sie schreibt daher zum 01.03.2019 eine Käthe-Kluth-Nachwuchsgruppe aus.

Die Käthe-Kluth-Nachwuchsgruppe zielt darauf ab, Sie in der Postdoc-Phase in Ihrer Forschungsarbeit aktiv zu unterstützen, um auf diese Weise die Sichtbarkeit Ihrer Forschungsleistungen zu erhöhen und damit Ihre wissenschaftliche Karriere zu fördern. Durch das Programm qualifizieren Sie sich als hervorragende Nachwuchswissenschaftlerin weiter. Sie führen ein eigenständiges Forschungsprogramm durch, das zugleich Grundlage einer Habilitation oder habilitationsäquivalenten Leistung ist. Sie steigern Ihre Publikationsleistung qualitativ und quantitativ und stellen während des Förderzeitraums einen Antrag auf eine hochrangige Projektförderung.

Mentoring an der Universität Greifswald

Das Projekt „KarriereWegeMentoring“ fördert hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen, die eine Professur oder eine andere Leitungsposition in Wissenschaft oder Wirtschaft anstreben. Sie sollen gezielt darin unterstützt werden, ihre Kompetenzen umzusetzen und ihre Karrierechancen erfolgreich zu verwirklichen.


Vereinbarkeit von Familie und Universität

Familie und Universität

Die Universität Greifswald setzt sich aktiv für die Vereinbarkeit von Familie und Studium bzw. Beruf ein. Das Thema Familienfreundlichkeit ist seit Jahren fester Bestandteil der Hochschulentwicklungsplanung wie auch der Zielvereinbarungen mit dem Land und wurde jüngst auch in die Grundordnung der Universität aufgenommen. Seit Mai 2011 ist die Universität Greifswald als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Ausführliche Informationen zum Thema Familienfreundlichkeit finden Sie unter Familie & Universität.

Auszeichnung: Familienfreundliche Einrichtung

Seit 2006 wird das Zertifikat „Familienfreundliche Einrichtung des Jahres an der Universität Greifswald“ vergeben. Die Auszeichnung würdigt eine Einrichtung bzw. einen Fachbereich, ein Institut oder Projekt, wo Vereinbarkeit von Beruf bzw. Studium und Familienaufgaben gefördert wird und eine offene, familienfreundliche Atmosphäre herrscht.

Seit 2014 gibt es jährlich eine Ausschreibung zur Familienfreundliche Einrichtung" durch die alle interessierten Studierende und Mitarbeitende der Universität aufgefordert sind eine Einrichtung vorschlagen.


Antidiskriminierung

Was ist Diskriminierung?

Diskriminierung ist jede Form der ungerechtfertigten, abwertenden Behandlung oder Ungleichbehandlung von einzelnen Personen oder Gruppen aufgrund eines schützenswerten Merkmals. Eine Benachteiligung liegt vorm wenn Gleiches ungleich behandelt wird.

Diese Merkmale können zum Beispiel das Geschlecht, die ethische Herkunft und Kultur, Religion, Alter, sexuelle Orientierung, soziale Klasse oder Behinderung sein. Häufig werden Menschen auch aufgrund mehrerer Merkmale diskriminiert (sogenannte Mehrfachdiskriminierung).

Grundsätzlich kann Diskriminierung von allen Personen- und Personengruppen ausgehen, unabhängig von der universitären Statusgruppe. Auch (sexuelle) Belästigungen stellen eine Diskriminierungsform dar.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und die Richtlinie gegen sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt der Universität Greifswald  großen Wert auf die Unverletzlichkeit der Würde der betroffenen Personen.

Für eine Einordnung als Diskriminierung ist dabei nicht wichtig, ob diese absichtlich und mit einem Ziel erfolgt oder Ergebnis von unbewusst gemachten Einstellungen oder Vorurteilen ist. Diskriminierungen sind nicht immer offensichtlich, sondern laufen im Alltag oft subtil und für die Betroffenen nicht sofort erkennbar oder nachweisbar ab.

Beispiele von Diskriminierung
  • Eine Studentin wird für ein Auslandssemester abgelehnt, weil sie chronisch krank ist.
  • Studierende verschicken E-Mails mit pornografischem Inhalt an ihre Kommilitonen.
  • Einer Professorin gegenüber werden sexuelle Anspielungen gemacht
  • Mehrfache Diskriminierung kann zum Beispiel eine Person dunkler Hautfarbe /Person of Color im Arbeitsalltag aufgrund ihres Aussehens, ihrer (vermuteten) Migrationsgeschichte und aufgrund ihres Geschlechts erleben
  • Ein 45-jähriger Studierender wird von einer Dozierenden abwertend auf seinen Lebenslauf angesprochen.
  • Mehrfache Diskriminierung kann zum Beispiel eine dunkelhäutige Frau/ Woman of Color im Arbeitsalltag aufgrund ihres Aussehens, ihrer (vermuteten) Migrationsgeschichte und aufgrund ihres Geschlechts erleben
Unsere Gegenmaßnahmen

Zentrales Element unserer Strategien gegen jede Form der Diskriminierung ist die Forderung, Gleichbehandlung konsequent durchzusetzen. Als Universität Greifswald stehen wir für ein aktives Vorgehen gegen Diskriminierung mit dem Ziel tatsächlicher Gleichstellung.

  • Beratung durch die Zentrale Gleichstellungsbeauftragte
  • Präventionsmaßnahmen in Form von Aufklärungsveranstaltungen
  • Gezielte Informationsveranstaltungen und  Angebote für benachteiligte Personengruppen
  • Durchführung von Workshops
Kontakt

Ruth Terodde 
Gleichstellungsbeauftragte, Antidiskriminierungsbeauftragte
Domstraße 11
Eingang 4, Raum 2.17 
17489 Greifswald
Telefon  +49 3834 420 1108
teroddeuni-greifswaldde

 

Marc Benedict
Studentische Hilfskraft im Bereich Antidiskriminierung
Domstraße 11
Eingang 4, Raum 2.16 
17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 1321
antidiskriminierunguni-greifswaldde


Besondere Formen von Konflikten

(Cyber-)Mobbing

Beim Mobbing handelt es sich um das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Individuen innerhalb von Gruppen durch andere Gruppenmitglieder über einen längeren Zeitraum. Dabei entsteht im Verlauf der Konflikteskalation ein Ungleichgewicht der Konfliktparteien untereinander.

Eine spezielle Form des Mobbings ist das sog. Cybermobbing. Hierbei wird häufig unter dem Mantel der Anonymität mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel wie das Internet, Instant Messaging und/oder mittels Mobiltelefonen agiert.

Ziel oder Effekt ist häufig ein Ausstoß einzelner Mitglieder aus der Gemeinschaft (z.B. Team, Lerngruppe oder Seminarkurs).

Sexualisierte Belästigung und Gewalt

Sexualisierte Belästigungen sind unerwünschte, sexuell bestimmte Handlungen, die insbesondere auf das Geschlecht der betroffenen Person abzielt und eine Verletzung der Würde bezwecken oder bewirken kann. Es sind Verhaltensweisen, die sich in Worten, Gesten und Handlungen ausdrücken, die von den Betroffenen nicht erwünscht werden.

Dies sind zum Beispiel ausfallende Bemerkungen über Aussehen oder Privatleben, das Erzählen anzüglicher Witze, taxierende Blicke und unerwünschte Berührungen oder Annäherungsversuche. Aufforderungen zu unerwünschten sexuellen Handlungen wie „Setz dich auf meinen Schoß!“ gehören dazu und sind strafrechtlich relevante Tatbestände.

Stalking

Aus dem Englischen "to stalk": sich anpirschen, verfolgen.

Stalking bezeichnet ein komplexes Verhaltensmuster der Nachstellung, bei dem ein anderer Mensch ausspioniert, verfolgt, bedroht, unter Umständen auch körperlich attackiert wird. Stalker fühlen sich in der Regel absolut im Recht und verfügen bezüglich ihres Stalkings über kein Unrechtsbewusstsein.

Sie sind häufig kompetent darin auf manipulative Art und gegenüber Dritten ihre – phantasierte – Beziehung zu Betroffenen überzeugend darzulegen und deren Beschwerden damit unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Sie sehen keine Notwendigkeit, ihre konstruierten oder selektiven Wahrnehmungen zu überprüfen.


Rechtliche Grundlagen

Die aufgeführten Quellen bilden den gleichstellungsrechtlichen Rahmen für die Arbeit an der Universität Greifswald. 

Richtlinie gegen sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt

Der Schutz von Studierenden vor sexualisierter Diskriminierung ist nicht ausdrücklich im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz festgeschrieben. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat in ihrer Rechtsexpertise "Studierende und das AGG" aus dem Jahr 2015 festgestellt, dass sich das Verbot sexualisierter Diskriminierung des § 3 Abs. 4 AGG ausdrücklich nur auf die Bereiche Beschäftigung und Zugang zur Beschäftigung bezieht. Zwar können sich gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 7 AGG Studierende, welche nicht an der Universität beschäftigt sind, auf das bestehende Verbot diskriminierender Belästigung aus § 3 Abs. 3 AGG berufen, ein breiter Schutz würde damit jedoch nicht gewährt. 

Aus diesem Grund hat sich die Universität Greifswald selbst eine Richtlinie gegen sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt gegeben. Diese bezieht ausdrücklich den Schutz von Studierenden mit ein.  

Richtlinie gegen sexuelle Diskriminierung, Belästigung und Gewalt 

Gesetze des Bundes

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) 
www.gesetze-im-internet.de 

Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) 
www.gesetze-im-internet.de 

Mutterschutzgesetz (MuSchG) 

www.gesetze-im-internet.de

Gesetze des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Gesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann im öffentlichen Dienst des Landes (GlG M-V)

www.landesrecht-mv.de

Gesetz über die Hochschulen des Landes (LHG M-V)  
www.landesrecht-mv.de

Landesverordnung über die Wahl einer Gleichstellungsbeauftragten und ihrer Stellvertreterin  
www.landesrecht-mv.de