Vorträge 2016

Januar-Treffen

Vortrag: PD Dr. Wolfgang Weiß:

Zur aktuellen Entwicklung von Mecklenburg-Vorpommern aus bevölkerungsgeographischen und demographischen Perspektiven

In aktuellen öffentlichen Debatten wird mit dem Begriff „Demographischer Wandel“ vielfach sorglos umgegangen. Heute ist sie ein fast universeller Key-Code. Das Land Mecklenburg Vorpommer nimmt in der Entwicklung des Demographischen Wandels eine exklusive Position ein – teils mit einer besonderen Dynamik der Entwicklung, teils mit speziellen Konsequenzen in den Strukturen. Das Establishment agiert aber derart, was zu Interpretationen, Erwartungshaltungen und letztlich zu Schlussfolgerungen führt, die nicht mehr viel mit dem Thema zu tun haben. Es wird der Versuch einer wissenschaftlichen Interpretation unternommen.

Februar-Treffen

Vortrag: Prof. Dr. Jürgen Flachsmeyer:

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) – Ein großer deutscher Gelehrter von aktueller Weltgeltung.

In diesem Jahr gedenkt man des 300. Todestages dieses letzten Universalgelehrten (Jurist, Mathematiker, Physiker, Philosoph (Monadologie, Theodizee), Bergbauaktivist, Historiker, Sprachforscher, Staatsmann). Durch die Entdeckung der Binärzahlen hat er das Aufblühen einer jüngeren Schwester der Mathematik – nämlich der Informatik – bewirkt. Das rief eine Revolution in der Informationsverarbeitung hervor, die mit dem Computer und den anderen elektronischen Medien das 21. Jahrhundert prägt.

März-Treffen

Vortrag: Prof. Dr. Hans Ulrich Guth:

Die Vermessung des Alltags

Messungen in unserem Umfeld – Verkehr, Lebensmittel, Umwelt – machen unser Leben sicherer, sauberer und sanfter. Chemosensoren können dazu einen wichtigen Beitrag liefern.

April-Treffen

Multimedia-Vortrag: Prof. Dr. Reinhard Miegel:

Epochenwende – Gewinnt der Westen die Zukunft?

Moderation des Videos mit Diskussion von Prof. Dr. Klaus-Dieter Rosenbaum

Die Idee des Wachstums hat zwei Jahrhunderte lang die europäische Wirtschafts- und Sozialpolitik geprägt. Doch die Wachstumsraten der Vergangenheit sind ein für alle Mal vorbei. Während die westlichen Gesellschaften stagnieren, fordern junge, dynamische Länder aus anderen Weltregionen sie heraus. Kann Deutschland, Europa, der Westen diesen Wechsel verkraften? Welche bestehenden, welche neuen Paradigmen hat die Zukunft?

Mai-Treffen

Vortrag: Dr. Ulrich Groth:

Gegen das Vergessen – Wie nutze ich neue Erkenntnisse der biologischen Medizin? Demenz – Alzheimer

September-Treffen

Vortrag: Renate Samariter, Archäologin des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege, Archäologie und Denkmalpflege, Stralsund

Archäologie im Greifswalder Quartier A 11

Seit Juni 2014 graben Archäologen auf einem Areal von ca. 4800 m² in Greifswald und haben dabei zahlreiche Funde und Baustrukturen aus verschiedenen Jahrhunderten freigelegt. Unzählige Artefakte erzählen spannende Geschichten über Menschen und Kultur des Greifswalds früherer Zeiten. Renate Samariter leitete die Ausgrabungen und gibt spannende Einblicke.

Oktober-Treffen

Vortrag: Prof. Dr. Lothar Kämpfe:

Carl Ludwig Schleich (1859–1922) – Mediziner und „Dichter-Philosoph“

Carl Ludwig Schleich war zeitlebens ein Suchender, der sowohl der medizinisch-wissenschaftlichen als auch der musisch-künstlerischen Seite des Lebens zugewandt war. Dies führte zu Spannungen, die er Dank seiner optimistischen Grundhaltung stets überwand. Seine herausragende Leistung ist die Lokalanästhesie. Sein literarisches Werk ist beachtlich und lässt seine feinfühlige Seele erkennen.

November-Treffen

Vortrag: Ehepaar Doz. Dr. Kurt Feltkamp:

Unsere Stadt „Gryphiswaldensis“ in grafischen Bildern

Es handelt sich um Linolschnitte, Radierungen und Zeichnungen (1970 bis 2000) von Kurt Feltkamp und Mitarbeitern des damaligen Instituts für Kunsterziehung. Die Begleittexte gestaltete Kurt Feltkamp. Sie wurden vorgetragen von Christa Feltkamp.

Dezember-Treffen

Vorweihnacht im Konzilsaal

Die Rektorin der Universität, Prof. Johanna Eleonore Weber, lud wieder ein zum traditionellen „Vorweihnachtlichen Treffen der Gemeinschaft von Hochschullehrern i.R. im Konzilsaal der Universität“. Wir setzten somit die seit 1994 durchgeführten und zur Tradition gewordenen Treffen im Jahre 2016 fort. Die Treffen werden in einer definierten Reihung jeweils durch die Fakultäten der Universität gestaltet. Sie dienen zur Information über die Entwicklungen und Besonderheiten der jeweiligen Fakultät in Lehre, Forschung und Betreuung. In diesem Jahr sollten die Besonderheiten der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät vorgestellt werden.

Da wir die Umgestaltung einzelner Fachrichtungen im Sinne der Orientierung auf die Lebenswissenschaften wahrgenommen hatten, wollten wir die neuen Strukturen des Institutes für Biochemie kennenlernen, die aus den Instituten für Anorganische , Organische und Physikalische Chemie hervorgegangen waren. Wir hörten einen Vortrag von Prof. Dr. Michael Lalk, dem Geschäftsführender Direktor des Institutes für Biochemie, zum Thema „Die Biochemie in Greifswald – Eine Erfolgsgeschichte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald“.

Dieses Institut ist eine vergleichsweise junge Institution. In den frühen 1990er Jahren ist in den Gremien der Universität die akute Gefahr des Wegfalls einer ganzen Forschungsrichtung verhindert worden. Nach nunmehr 20 Jahren wird deutlich, dass die Entscheidung, die ehemalige „Sektion Chemie“ in ein „Institut für Biochemie“ umzuwandeln, ein Glücksgriff in der neueren Universitätsgeschichte ist. Die aktuellen Entwicklungen der Forschung und Lehre am Institut sollen im Vortrag beleuchtet werden.