Treffpunkt der Nationen: Internationales Begegnungszentrum (IBZ)

Das IBZ wird zurzeit umfangreich renoviert und steht unseren internationalen Gästen voraussichtlich im Frühjahr 2027 wieder zur Verfügung. Daher nehmen wir bis auf Weiteres keine Buchungsanfragen entgegen.

 

Wenn Sie sich über den Umfang und die Fortschritte der Arbeiten im IBZ informieren möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Video-Baureportagen weiter unten auf dieser Seite oder folgen Sie gerne dem Instagram-Kanal des International Office.

Altbau des IBZ, Mai 2024
Neubauten im Innenhof des IBZ, Mai 2024

Am 15. April 2024 fiel der Startschuss für umfangreiche Renovierungsarbeiten im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) „Felix Hausdorff“ in der Bahnhofstraße 2/3. Seither ist das sonst an diesem Ort übliche bunte und friedliche Miteinander verschiedener Kulturen und Sprachen einem rauen Baustellenflair gewichen: Es wird gesägt, gehämmert und gebohrt, musikalisch dabei stets begleitet von den scheppernden Klängen aus einem verstaubten Transistorradio.

Die Arbeiten sind nunmehr dringend erforderlich, denn ziemlich genau 25 Jahre sind vergangen seit das straßenseitig gelegene Stadtpalais aus der Gründerzeit im Rahmen des IBZ-Ost-Programms der Alexander von Humboldt-Stiftung saniert und als Gästehaus und Begegnungszentrum nutzbar gemacht worden ist. Im Rahmen dieses Programms wurden 1997/98 auch zwei Neubauten im nördlichen Bereich des Geländes angrenzend an den Stadtwall errichtet. Insgesamt 27 vollmöblierte Wohneinheiten vom kleinen WG-Zimmer bis zur großen Familienwohnung stehen seither zur Verfügung und bieten ausländischen Gastwissenschaftler*innen der Universität Greifswald und ihren Familien ein Zuhause auf Zeit.

Das Angebot wurde in den letzten 25 Jahren intensiv genutzt: Mehr als 1.100 Mieter*innen (Vollständigkeit der Mietunterlagen vorausgesetzt) mit und ohne Familienangehörige aus insgesamt 73 Ländern haben hier im IBZ gelebt. Besonders stark vertreten waren Mieter*innen aus den slawischen und baltischen Ländern, aber auch aus Vietnam, China und Indien.

Ein häufiger Wechsel der Mietparteien hinterlässt natürlich Spuren, nicht nur am Mobiliar, sondern auch an der Bausubstanz. Zwar wurden kleinere Renovierungen und Reparaturen im laufenden Mietbetrieb immer wieder vorgenommen, doch sind inzwischen umfangreichere Arbeiten angezeigt.

Mit dem planmäßigen Auslaufen der letzten Mietverträge Ende Februar 2024 wurden die Wohnungen leergeräumt. Insgesamt 28 Tonnen Mobiliar und Weißgeräte sind entsorgt worden. Seit Mitte April 2024 laufen nun die Rückbauarbeiten auf Hochtouren: Boden- und Wandbeläge, teilweise auch Deckenverkleidungen und Gipskartonplatten werden entfernt, in den Bädern auch der Estrich, da eine Strangsanierung vorgesehen ist. Bislang haben sich 52 Tonnen Estrichbeton und 39 Tonnen Bauschutt angehäuft, Tendenz steigend, denn das gesamte Vorhaben wird noch bis Herbst 2025 andauern. Geplant sind neben der Abdichtung von Dach und Sockel insbesondere Arbeiten an Fassade, Elektrik, Heizung, Lüftung und den Sanitäranlagen. Außerdem stehen die Überholung der Fenster, die Revision des Brandschutzes sowie umfangreiche Innenarbeiten und die Neumöblierung der Wohnungen auf dem Plan. Besonderes Augenmerk erhält die Anpassung der Datentechnik an die neuesten Standards des URZ. Dies umfasst auch die Ausstattung der Wohnräume mit Datenanschlüssen und flächendeckendem WLAN. Die Maßnahmen werden aus dem standortbezogenen Hochschulbaukorridor des Landes Mecklenburg-Vorpommern finanziert und in Verantwortung des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes (SBL) durchgeführt.  

Das Internationale Begegnungszentrum „Felix Hausdorff“ ist übrigens im International Office angesiedelt. Hier wird die Zeit der Renovierungsarbeiten genutzt, um das Miet- und Nutzungskonzept basierend auf den Erfahrungen der letzten 25 Jahre zu überarbeiten. Nach der Wiedereröffnung soll auch der Gedanke der Begegnung im IBZ stärker im Vordergrund stehen. Die Voraussetzungen, die das Zentrum dafür bietet, könnten nicht vielseitiger sein: Neben einem zweigeschossigen achteckigen Festsaal mit reicher Stuckatur und einem Erkersaal, beide aus der Gründerzeit, stehen im IBZ auch ein Studiensaal sowie ein Clubraum, ein Denkerstübchen im Turm und ein großzügiger Innenhof zur Verfügung. 

Die Ideenschmiede über künftige Veranstaltungs- und Begegnungskonzepte ist eröffnet. Sie haben einen Vorschlag? Dann senden Sie gerne eine E-Mail an ibz@uni-greifswald.de.   

Seit 1999 steht das Internationale Begegnungszentrum „Felix Hausdorff“ internationalen Gastwissenschaftlern*innen der Universität Greifswald und deren Familien als Gästehaus zur Verfügung.

Die Geschichte des IBZ

Im Jahr 1871 erbaute der Rittmeister Albert von Schulz das Gebäude als Wohnhaus. Wegen des Treppentürmchens, von dem man einen herrlichen Blick über Greifswald hat, heißt der Stadtpalais im Volksmund auch „Turmschulzenhaus“.

1899 wurde das Haus an einen Geselligkeitsverein der Hochschullehrer verkauft, später erfolgte eine Nutzung des Gebäudes durch wissenschaftliche Institute der Universität und zuletzt beherbergte das Haus ab 1962 den universitätseigenen Kindergarten.

1994 wurde das IBZ in das Programm zur Förderung Internationaler Begegnungszentren in den neuen Bundesländern der Alexander von Humboldt-Stiftung aufgenommen. Nach anfänglichen Sanierungsarbeiten und Leerstand des Hauses konnte dann 1997 endgültig mit dem Umbau und der Sanierung des Stadtpalais, sowie der Errichtung von zwei Neubauten begonnen werden.

1999 wurden die ersten Gastwissenschaftler*innen willkommen geheißen.

Das Internationale Begegnungszentrum „Felix Hausdorff“ ist Mitglied des Verbundes der IBZ und hochschulnaher Gästehäuser in Deutschland.

Internationales Begegnungszentrum
Felix Hausdorff"
Sonja Schell
Bahnhofstraße 2/3
17489 Greifswald
Tel:  +49 3834 420 2650
ibz@uni-greifswald.de