Universität im Rathaus

Über die Universität im Rathaus

Die Vortragsreihe „Universität im Rathaus“ wurde im Jahr 2006 zum 550. Jahrestag der Unigründung 1456 gestartet. Sie stärkt die Verbundenheit zwischen der Universität und der Bevölkerung in Stadt und Umland. Die Reihe wird gemeinsam von der Universitäts- und Hansestadt sowie der Universität organisiert.

Greifswalder Wissenschaftler*innen stellen ihre Forschung und ihre Forschungsergebnisse vor. Es ist das Anliegen der Referentinnen und Referenten, ihr Fachwissen allgemeinverständlich zu vermitteln für alle, die an Wissen und Wissenschaft interessiert sind. Die Vortragenden nehmen kein Honorar. Der Eintritt ist frei. 

Dass die Vorträge im Bürgerschaftssaal des Rathauses und nicht in einem Hörsaal der Universität stattfinden, gehört zum Konzept. Damit wird die Tatsache, dass die Universität Wirtschaft, Leben, Kultur und soziales Engagement in der Stadt stark prägt, auch symbolisch sichtbar.

Die Vorträge finden jeweils montags um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Rathauses (Am Markt) statt. Der Saal ist für Rollstuhlfahrende erreichbar. Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. 

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Der Veranstaltungstext wird zeitnah hier eingestellt.

One-Health-Region Vorpommern: Mensch, Tier und Umwelt gemeinsam gesund

Prof. Dr. Steffen Fleßa

Die frühe Neuzeit, insbesondere das 17. und 18. Jahrhundert, gilt im europäischen Raum als Zeitalter der Hypochondrie. Während in der antiken Überlieferung Hypochondrie eine körperliche Krankheit unter dem Brustbeinknorpel (hypo chondrios) bezeichnet, erhält sie um 1700 ihre moderne Bedeutung der Krankheitsangst. Häufig wird sie auch als Krankheit der Gelehrten (verursacht durch übermäßiges Sitzen) und als Zivilisationskrankheit (luxuriöser Lebensstil) verhandelt. Die Bezeichnung Modekrankheit lässt vermuten, dass man sich bereits durch das Hören über diese Krankheit leicht ‚anstecken‘ kann. 

Der Vortrag erklärt, wie Hypochondrie in der frühen Neuzeit als Krankheitskonzept gedacht wurde (z.B. ist sie eng verwandt mit Melancholie und Hysterie) und wie sie zur Mode- und Epochenkrankheit werden konnte. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Literatur: Als ‚eingebildete Krankheit‘ hat die Hypochondrie eine große Nähe zur Fiktion. 

Hypochondrie. Modekrankheit der Frühen Neuzeit

Prof. Dr. Elisabeth Flucher

Die Existenz von Genen, zunächst ‚diskrete Erbfaktoren‘ genannt, für das Ausprägen von äußerer Gestalt (Phänotyp) ist bereits seit über 150 Jahren bekannt. In ihnen ist die Information auf so simple wie intelligente Weise in der Abfolge von nur vier Bausteinen quasi als ablesbare Sprache gespeichert. Zwar gelang 1953 eine dreidimensionale Modellierung über den Aufbau unserer Erbinformation, der DNA, die erklärt, wie diese Information fehlerfrei weitergegeben wird. Doch es bleibt vieles unklar: Vor allem, wer oder was darüber entscheidet, welche Gene wann und wieviel abgelesen werden und somit zum tatsächlichen genetischen Ergebnis führen. Die gezielte Regulation von Genverwertung umfasst viele Ebenen, v.a. nach dem eigentlichen Ablesen der Information auf Ebene der sogenannten Boten-RNA. 

Der Vortrag gibt einen Einblick in die vielfältige Welt der Genregulation nach heutigem Wissensstand, wie wir sie erforschen und zunehmend die Rolle der 3D-Genstruktur und Stabilität der Boten-RNA nebst der reinen Existenz eines Gens für die sichtbare Vielfalt an Phänotypen erkennen. 

Von Bauplänen, Botendiensten und Genen in 3D: Neues aus der (Selbst)Regulation unserer Erbinformation

Prof. Dr. Andreas Schlundt

Dies ist eine Platzhaltergrafik für eine Person

Die Schriftrollen aus den Höhlen von Qumran am Toten Meer gehören zu den spektakulärsten Funden des 20. Jahrhunderts. Sie führen uns mehr als 2000 Jahre zurück in die Zeit des Zweiten Jerusalemer Tempels und umfassen Schriften, die heute als biblisch gelten, sowie damit verwandte Überlieferungen. Einige dieser Texte geben noch immer Rätsel auf. Um ihnen näher zu kommen, lohnt sich ein Blick darauf, wie sie Traditionen aufgreifen und verändern.

Am Beispiel eines Fragments aus Höhle 4 zeigt der Vortrag, wie bestehende Überlieferungen neu geformt wurden, um eigene Sichtweisen zum Ausdruck zu bringen. Damit begeben wir uns auf eine Spurensuche zwischen den Zeilen: Welche Traditionen greift das Fragment wie auf? Und wie haben die Menschen damals diesen Text verstanden? Ein faszinierender Einblick in die Vielfalt der Antike – von einem kleinen Fundstück hin zu großen Traditionen, die bis heute wirkmächtig sind.

Zwischen den Zeilen: Wie ein Textstück aus Qumran Überlieferungen neu formt

Dr. Amrei Koch

Vergangene Veranstaltungen


Die Vorträge finden jeweils montags um 17:00 Uhr im Bürgerschaftssaal des Rathauses (Am Markt) statt. Der Saal ist für Rollstuhlfahrende erreichbar.
Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei. Eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. 

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Domstraße 9 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 420 3308
suenne.juterczenkauni-greifswaldde

Hochschulkommunikation
Domstraße 11, Eingang 2, 17489 Greifswald
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Amt für Bildung, Kultur und Sport
Abteilung Kultur
Lange Straße 2 A, 17489 Greifswald
Telefon +49 3834 8536 2101
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