Konferenzbericht Henning Toska– „Video Games as Cultural Heritage in Breda“

Als einer von drei Teilnehmenden der Universität Greifswald hatte ich Ende Juni 2026 die Möglichkeit über „KreativEU“ an einer internationalen Konferenz in Breda (Niederlande) und damit an einem interdisziplinären Austausch über digitale Spiele als Kulturgut teilzunehmen. Im Rahmen dieser Veranstaltung kamen Forschende, Lehrende und ebenfalls Vertreterinnen und Vertreter der Gamingindustrie aus verschiedensten Ländern zusammen, sodass vielfältige Einblicke in aktuelle Entwicklung der Game Studies, sowie angrenzende Forschungsfelder ermöglicht wurden.

Für mich insbesondere beeindruckend war der erste Tag der Konferenz, wobei wir die Gelegenheit bekamen am sogenannten „Industry Showcase“ teilzunehmen. Nicht nur kam ich so in Kontakt mit einigen Lead-Designern renommierter Game Studios, sondern konnte auch einen Blick auf die vielfältigen Projekte der Studierenden der Universität Breda werfen, welche in einem knappen Zeitfenster von acht Wochen die Aufgabe hatten in unterschiedlichsten Teams digitale Spiele zu entwerfen. Dabei setzen sich die Gruppen aus Game-Desgin Studierenden, Artist Studierenden und Programmierenden zusammen. Die Gespräche eröffneten wertvolle Einblicke in professionelle Entwicklungsprozesse digitaler Spiele und machten deutlich, wie eng kreative Gestaltung, technische Umsetzung und auch wissenschaftliche Fragestellung miteinander verbunden sein können.

Auch die wissenschaftlichen Beiträge am Folgetag aus Schweden, Portugal und den Niederlanden waren spannend und aufschlussreich. Zahlreiche unterschiedliche Forschungsperspektiven verdeutlichten, wie vielfältig das Forschungsfeld inzwischen geworden ist. Auch der internationale Austausch gestaltete sich anregend und unkompliziert. Die offenen Gespräche boten die Gelegenheit unterschiedliche wissenschaftliche Kulturen kennenzulernen, sich über Ideen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

Mein eigener fachlicher Hintergrund liegt primär im Bereich „Serious -“ und „Creative Games“, ebenso wie in der „Gamification“ und „Game-Based-Learning“ und der medienpädagogischen Arbeit. Über die Möglichkeit diese Schwerpunkte nun noch um kulturwissenschaftliche Perspektiven zu erweitern, bin ich sehr dankbar.

Insgesamt war die Teilnahme an der Konferenz eine sehr bereichernde Erfahrung. Ich persönlich hoffe auf zukünftige Folgeveranstaltungen, um mein Wissen in diesem Themenfeld weiter auszubauen, internationale Kontakte zu vertiefen und die gewonnenen Impulse in meine eigene wissenschaftliche Arbeit einfließen zu lassen.